[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Verschluss für eine Schusswaffe,
insbesondere für ein Geradezug-Repetiergewehr, welcher einen Verschlusskasten sowie
eine darin geführte Verschlusshülse aufweist, sowie eine in dem Verschlusskasten und
der Verschlusshülse geführte Sperrstange, welche Sperrstange einen einem Patronenlager
zugewandten Verschlusskopf mit einem Kammerstängel unter Zwischenschaltung eines Kettengliedes
verbindet, wobei das Kettenglied an der Sperrstange und dem Kammerstängel gelenkig
angelenkt ist, und der Kammerstängel zwischen einer Öffnungs- und einer Schließposition
des Verschlusses verschwenkbar ist.
[0002] Verschlüsse für Schusswaffen, insbesondere für Geradezug-Repetiergewehre sind in
den verschiedensten Ausgestaltungen bekannt, wobei es unabhängig von der Ausgestaltung
des Verschlusses oberste Priorität ist, einen sicheren Verschluss zur Verfügung zu
stellen, bei welchem die Gefahr von Unfällen während des Schiessens, beispielsweise
durch ein vorzeitiges, nicht beabsichtigtes Öffnen des Verschlusses der Waffe soweit
als möglich minimiert ist.
[0003] Für eine derartige Minimierung der Gefahren, stellt die
DE-A 2 418 915 einen Verschluss vor, bei welchem der Verschlusszylinder durch radial spreizbare
Federringe in der Verschlusshülse in einem Verriegelungsrohr in axialer Richtung arretierbar
bzw. festlegbar ist. Das Verriegelungsrohr ist hierbei in der Verschlusshülse mittels
Gewinde um die Laufachse schwenkbar festgelegt und in dem Verriegelungsrohr ist zusätzlich
in Richtung zu dem Gewehrschaft eine Ausnehmung ausgebildet, in welche der Kammergriff
eingreift. Bei einem Verschwenken des Kammergriffs um die Laufachse wird hierbei das
Verriegelungsrohr beim Schließen des Verschlusses wie eine Schraube eingedreht, so
dass der Verschlusszylinder am Patronenboden in Anlagerung gelangt und verriegelt
ist.
[0004] Eine weitere Ausbildung eines Verschlusses ist der
EP-A 1 764 575 entnehmbar, bei welcher der Verschluss einerseits eine Einrichtung aufweist, mittels
derer der Verschlussabstand des Verschlusskopfes zu dem Patronenlager selbständig
verriegelbar ist und andererseits einen mit einer Sperrstange gekoppelten Kammerstängel
aufweist, welcher Kammerstängel zwischen einer Offen- und Schließposition verschwenkbar
ist und in seiner Schließposition so angeordnet ist, dass ein an der Schließstange
festgelegtes Kettenglied durch den Kammerstängel in Schließposition gehalten ist und
überdies so ausgebildet ist, dass ein durch die Verbindung des Kammerstängels mit
dem Kettenglied ausgebildetes Gelenk am Ende der Schließbewegung des Kammerstängels
in einer axialen Richtung um einen Abstand gegenüber der Achse der Schließstange versetzt
angeordnet ist. Nachteilig an dieser Konstruktion ist, dass durch die versetzte Anordnung
des Kettengliedes in Bezug auf die Längsachse der Schließstange die durch Kammerstängel
und Kettenglied gebildete Gelenkverbindung durch einen Angriff einer Kraft in axialer
Richtung des Verschlusses unbeabsichtigt der Kammerstängel und somit den Verschluss
öffnen kann. Durch ein derartiges unbeabsichtigtes Öffnen des Kammerstängels während
eines Schießvorganges gehen von einer derartigen Konstruktion eminente Gefahren für
den Benutzer aus, da ein unbeabsichtigtes Öffnen des Kammerstängels und somit des
Gewehrverschlusses beispielsweise durch eine Fehlzündung bzw. Doppelzündung einer
Patrone nicht nur zu einer mechanischen Beschädigung der Schusswaffe sondern insbesondere
zu schweren Verletzungen des Benutzers führen kann.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, eine Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, mit welcher ein unbeabsichtigtes Öffnen des Kammerstängels bzw. eines Verschlusses
einer Schusswaffe, insbesondere eines Geradezug-Repetiergewehrs verhindert ist und
zielt weiterhin darauf ab, bestehende Verschlüsse dahingehend weiter zu bilden, dass
diese einerseits konstruktiv vereinfacht werden und andererseits ein hohes Maß an
Sicherheit gewähren.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Verschluss im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass das Kettenglied als gerades Kettenglied ausgebildet ist, dass das Kettenglied in
einer wenigstens einen Drittelkreis überdeckenden, seitlichen Ausnehmung des Kammerstängels
angelenkt ist und dass in einer Schließposition des Kammerstängels die Anlenkachse
des Kettenglieds an dem Kammerstängel im Wesentlichen mit der Längsachse des Verschlusses
zusammenfällt. Indem das Kettenglied als gerades Kettenglied ausgebildet ist, welches
in einer wenigstens einen Drittelkreis überdeckenden seitlichen Ausnehmung des Kammerstängels
angelenkt ist, ist während einer Öffnungs- und Schließbewegung des Kammerstängels,
d.h. während eines Öffnen und Schließens des Verschlusses eine freie Verschwenkbarkeit
ohne irgendein Anschlagen oder Verhaken des Kettengliedes im Inneren des Kammerstängels
sichergestellt und indem weiterhin in der Schließposition des Kammerstängels die Anlenkachse
des Kettengliedes an dem Kammerstängel im Wesentlichen mit der Längsachse des Verschlusses
zusammenfällt, wird sichergestellt, dass ein unbeabsichtigtes Öffnen des Kammerstängels
durch eine in axialer Richtung wirkende Kraft, beispielsweise durch einen während
eines Schusses ausgeübten Stoß nicht möglich ist. Gegenüber herkömmlichen Ausbildungen,
welche einen Knick des an dem Kammerstängel abgelenktes Kettengliedes aufweisen, wird
somit der Mittelpunkt der Anlenkachse des Kettengliedes an dem Kammerstängel über
die Totpunktlage über der Längsachse des Verschlusses gebracht, aus welcher ein unbeabsichtigtes
Öffnen durch eine in Richtung dieser Achse wirkenden Kraft verhindert ist.
[0007] Um insbesondere eine sichere und auch gegenüber einem Ausreißen bzw. Verwinden zuverlässige
Anlenkung des Kettengliedes an dem Kammerstängel zur Verfügung zu stellen, ist die
Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass ein Endbereich des Kettenglieds als ein
mit einem Durchgangsloch für eine Anlenkachse des Kammerstängels versehener Fortsatz
ausgebildet ist. Indem ein Endbereich des Kettengliedes als ein mit einem Durchgangsloch
für die Anlenkachse des Kammerstängels versehener Fortsatz ausgebildet ist, ist es
insbesondere möglich, die Anlenkachse des Kammerstängels durch das in dem Fortsatz
ausgebildete Durchgangsloch hindurchzuführen und eine beidseitige Festlegung des Kettengliedes
an dem Kammerstängel zu gewährleisten. Eine derartige Festlegung ist insbesondere
gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert und gewährleistet darüber hinaus eine gleichmäßige
und insbesondere im Wesentlichen mittige Belastung des Kettengliedes bei Verschwenken
des Kammerstängels.
[0008] Selbstverständlich ist auch eine komplementäre Ausbildung des Kettengliedes denkmöglich,
in welcher anstelle eines Durchgangsloches für die Anlenkachse des Kammerstängels
in dem vorgesehenen Fortsatz das Kettenglied bzw. der Fortsatz einstückig mit einer
Anlenkachse zum Festlegen des Kettengliedes an dem Kammerstängel ausgebildet ist,
in welchem Fall jedoch bevorzugt das Kettenglied mittig auf der Anlenkachse festgelegt
ist.
[0009] Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung entspricht,
der Verschluss so ausgebildet ist, dass der Fortsatz des Kettenglieds wenigstens an
der der Anlenkung an der Sperrstange zugewandten Seite eine geringere Materialstärke
als ein Grundkörper des Kettengliedes aufweist, kann mit einem gemäß der Erfindung
ausgebildetem Kettenglied der durch die konstruktive Ausgestaltung eines Verschlusses
mit Sperrstange und Kammerstängel existierende Niveauunterschied zwischen der Sperrstange
und dem Kammerstängel ausgeglichen werden, ohne dass eine störanfällige und insbesondere
eine für ein unbeabsichtigtes Öffnen des Verschlusses anfällige geknickte oder gekrümmte
Ausbildung des Kettengliedes vorgesehen ist.
[0010] Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung entspricht,
das Kettenglied in der Sperrstange in einem Langloch geführt ist, wird sichergestellt,
dass bei einem Öffnen des Kammerstängels und somit einem Öffnen des Verschlusses und
Verschieben der Verschlusshülse in Richtung einer axialen Entfernung von einer in
dem Gewehr vorgesehenen Patronenhülse ohne haken bzw. klemmen und insbesondere ohne
unerwünschte Kraftanstrengung gewährleistet ist.
[0011] Um hierbei insbesondere eine nicht präzise Führung des Kammerstängels zu vermeiden,
ist die Toleranz des Langloches so gewählt, dass sein Durchmesser im Wesentlichen
dem Durchmesser eines am Kettenglied ausgebildeten Fortsatzes, welcher in dem Langloch
zu führen ist, entspricht.
[0012] Um eine übermäßige Abnutzung, insbesondere ein Ausschlagen bzw. Ausreißen des durch
die Anlenkung des Kettengliedes stark beanspruchten Bereichs des Kammerstängels mit
Sicherheit hintanzuhalten, ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Verschluss
so ausgebildet, dass die wenigstens einen Drittelkreis überdeckende, seitliche Ausnehmung
des Kammerstängels in einem in Schließposition des Kammerstängels im Wesentlichen
in Richtung der Sperrstange vorragenden im Wesentlichen kreissegmentförmigen Fortsatz
ausgebildet ist. Bei dieser Weiterbildung der Erfindung ist abweichend von aus dem
Stand der Technik bekannten Konstruktionen des Kammerstängels von der aus Stabilitätsgründen
besonders vorteilhaften Form eines Kreises bzw. Kreissegmentes Gebrauch gemacht und
jegliche Spitzen oder Ecken bzw. eckig ausgebildete Fortsätze des Kammerstängels in
dem während der Öffnungs- und Schließbewegung besonders belasteten Bereich desselben
vermieden. Durch eine derartige Konstruktion wird eine einfache und sichere Verschwenkung
des Kammerstängels von seiner Öffnungs- in seine Schließposition und umgekehrt gewährleistet
und gleichzeitig sichergestellt, dass selbst bei Einwirken von großen axialen Kräften
auf den Kammerstängel dieser nicht unbeabsichtigt geöffnet bzw. durch ein Aus- oder
Abschlagen von Fortsätzen bzw. Kanten funktionsunfähig gemacht wird bzw. die Präzision
der Funktion stark beeinträchtigt wird.
[0013] Um ein unbeabsichtigtes bzw. zufälliges Öffnen des Verschlusses und insbesondere
eine Verschiebung der Verschlusshülse in Bezug auf den Verschlusskasten mit Sicherheit
zu vermeiden, ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung der Verschluss
so ausgebildet, dass ein zusätzliches in der Schließstellung des Kammerstängels verriegelndes
Verriegelungselement ausgebildet ist. Indem ein zusätzliches in der Schließstellung
des Kammerstängels verriegelndes Verriegelungselement ausgebildet ist, wird jedes
unbeabsichtigte Verschieben der Verschlusshülse in Bezug auf den Verschlusskasten
und somit auch ein unbeabsichtigtes Verschwenken des Kammerstängels und somit insgesamt
ein Öffnen des Verschlusses hintangehalten.
[0014] Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, der Verschluss
so ausgebildet ist, dass das zusätzliche Verriegelungselement als in eine Ausnehmung
der Verschlusshülse eingreifender federbelasteter Keil ausgebildet ist, wird nicht
nur ein unbeabsichtigtes Öffnen mit Sicherheit hintangehalten, sondern gleichzeitig
sichergestellt, dass ein willentliches Öffnen des Verschlusses durch händisches Verschwenken
des Kammerstängels ohne besonderen Kraftaufwand und ohne eine Mehrzahl von komplizierten
mechanischen Entriegelungsschritten von einzelnen Elementen gewährleistet ist.
[0015] Für einen besonders sicheren Eingriff und insbesondere, um ein unbeabsichtigtes Verklemmen
des federbelasteten Keils in der Verschlusshülse mit Sicherheit hintanzuhalten, ist
gemäß einer bevorzugten Weiterbildung die Vorrichtung so ausgebildet, dass der federbelastete
Keil über eine gegenüber einer mit der Verschlusshülse Wechsel wirkende Anschlagfläche
verkürzt ausgebildete Rastnase in die Ausnehmung der Verschlusshülse eingreift, in
dem der federbelastete Keil über eine gegenüber einer mit der Verschlusshülse wechselwirkende
Anschlagfläche verkürzt ausgebildete Rastnase in die Ausnehmung der Verschlusshülse
eingreift, wird einerseits sichergestellt, dass durch das Anschlagen der Anschlagfläche
an die Verschlusshülse ein zu tiefes Eindringen und somit Verklemmen des Keils in
der Verschlusshülse hintangehalten wird und durch das Ausbilden einer verkürzt ausgebildeten
Rastnase, welche mit einer komplementären Fläche der Verschlusshülse wechselwirkt,
wird ein sicheres Verriegeln des Verschlusskastens mit der Verschlusshülse gewährleistet.
Indem der Keil durch eine Feder belastet ist, insbesondere eine Druckfeder belastet
ist, wird weiterhin sichergestellt, dass bei einem Verschließen des Verschlusses die
Verriegelungstätigkeit zwischen Verschlusskasten und Verschlusshülse automatisch ohne
Zutun des Benutzers der Schusswaffe durch den Druck der Druckfeder auf den Keil gewährleistet
ist.
[0016] Für eine apparativ besonders einfache und gleichzeitig sichere und standfeste Lagerung
des federbelasteten Keils in der Verschlusshülse und somit eine zuverlässige Verschwenkung
desselben ist die Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass der federbelastete Keil
an seinem der Rastnase abgewandten Ende abgerundet ausgebildet ist und dass der Keil
mit seinem abgerundeten Ende beweglich in einer am Verschlusskasten festgelegten,
eine komplementäre Auflagerfläche aufweisenden, Keilhalterung gehalten ist. Durch
die abgerundete Ausbildung des federbelasteten Keils an seinem der Rastnase abgewandten
Ende und der Ausbildung einer komplementären Auflagerfläche in der Keilhalterung wird
einerseits eine ebenso glatte wie sichere Verschwenkung des Keils und gleichzeitig
ein sicherer Halt desselben in dem Verschlusskasten gewährleistet.
[0017] Dadurch, dass, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht,
der Kammerstängel über einen Bolzen mit dem federbelasteten Keil wechselwirkt, wird
einerseits sichergestellt, dass ein unbeabsichtigter Austritt des Keils aus dem Verschlusskasten,
insbesondere bei geöffneter Stellung des Verschlusses hintangehalten ist und andererseits
wird durch die Wechselwirkung des Kammerstängels über einen Bolzen mit dem federbelasteten
Keil gewährleistet, dass ausschließlich durch Betätigung des Kammerstängels der federbelastete
Keil aus seiner Verriegelungsstellung geöffnet werden kann. Hiefür ist das willentliche
Verschwenken durch den Benutzer des Kammerstängels von der geschlossenen in die geöffnete
Position erforderlich, um die Verriegelung des federbelasteten Keils zu lösen.
[0018] Für ein ruckfreies und insbesondere glattes Öffnen des federbelasteten Keils aus
seiner Verriegelungsposition ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung die Erfindung
so ausgebildet, dass der Kammerstängel an seiner dem Bolzen zugewandten Seite, eine
mit dem Bolzen zusammenwirkende Keilfläche aufweist. Durch Ausbilden einer Keilfläche
in dem Kammerstängel an der dem Bolzen zugewandten Seite, gelingt es bereits bei einer
geringen Verschwenkung des Kammerstängels, einen ausreichenden Druck auf den Bolzen
aufzubringen, um den federbelasteten Keil wiederum in Richtung eines vollflächigen
Auflegens des Keils auf dem Verschlusskasten zu verschwenken und somit den Keil aus
seiner Verriegelungsposition zu lösen.
[0019] Die Keilfläche ist hierbei so ausgebildet, dass sie ausreichend große Steigung aufweist,
um unmittelbar bei einer beginnenden Schwenkbewegung des Kammerstängels den Bolzen
durch Druck zu beaufschlagen und somit die Verriegelung zu lösen.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist die Keilfläche des Kammerstängels als Keilnut
ausgebildet, wodurch eine sichere Führung des Bolzens im Inneren des Kammerstängels
gewährgeleistet ist und somit ein unbeabsichtigtes Austreten und somit fehlerhaftes
Entriegeln des Verschlusses mit Sicherheit hintanzuhalten.
[0021] Wie dies einem Fachmann offensichtlich ist, ist es selbstverständlich auch möglich,
den federbelasteten Keil beispielsweise durch einen Druck auf den Kammerstängel in
Richtung zum Inneren des Verschlusskastens zu entriegeln, in welchem Fall beispielsweise
ein geringes Spiel zwischen der Oberfläche der Verschlusshülse und dem Kammerstängel
vorgesehen ist, um durch eine Druckbeaufschlagung des Kammerstängels in Richtung zum
Inneren des Verschlusskastens und gleichzeitiger Verschwenkung des Kammerstängels
den Verschluss der Schusswaffe sicher und zuverlässig zu entriegeln.
[0022] Im geschlossenen Zustand des Kammerstängels und somit auch im verschlossenen Zustand
des Verschlusses wird, um ein unbeabsichtigtes Entriegeln und insbesondere ein Verschieben
der Sperrstange mit Sicherheit hinanzuhalten, der Verschluss bevorzugt so ausgebildet,
dass das zusätzliche Verriegelungselement als ein einer Öffnungs- und Schließbewegung
des Kammerstängels folgendes Anschlagelement ausgebildet ist. Indem das zusätzliche
Verriegelungselement als ein Anschlagelement ausgebildet ist, wird im geschlossenen
Zustand des Verschlusses ein Anschlag für die Sperrstange zur Verfügung gestellt,
welcher in Form eines Prellbocks ein unbeabsichtigtes Rückwärtsverschieben der Sperrstange
mit Sicherheit hintanhält. Damit dieses zusätzliche Verriegelungselement und insbesondere
das Anschlagelement einer Öffnungs- und Schließbewegung des Kammerstängels und somit
des Verschlusses mit Sicherheit und störungsfrei folgt, ist es, wie dies einer Weiterbildung
der Erfindung entspricht, mit einer mit der Anlenkachse des Kettenglieds wechselwirkenden
Langlochführung ausgestattet. Die Langlochführung ist hierbei so angeordnet, dass
im geöffneten Zustand des Kammerstängels das Anschlagelement in eine Position verschwenkt
ist, in welcher die Sperrstange frei und ungehindert bewegbar ist und bei einer Schließbewegung
des Kammerstängels greift die Anlenkachse des Kettenglieds, welche auch am Kammerstängel
festgelegt ist, in die Langlochführung des Anschlagelements ein und zwingt das Anschlagelement
durch die Schwenkbewegung des Kammerstängels in eine Position, in welcher die Anschlagfläche
des Anschlagelements in Anlage an der Verschlussstange bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft
des Endes der Verschlussstange angeordnet ist, so dass eine Bewegung der Sperrstange
in Richtung nach rückwärts mit Sicherheit verhindert ist. Bei einem neuerlichen Öffnen
des Kammerstängels wird durch den Eingriff der Anlenkachse des Kettenglieds in die
Langlochführung des Anschlagelements das Anschlagelement wiederum so verschwenkt,
dass die Sperrstange freigegeben ist, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht,
gemäß welcher in einer Schließposition des Kammerstängels eine von einer der Langlochführung
aufweisenden Endfläche abgewandte Anschlagfläche des Anschlagelements mit einer dem
Kammerstängel zugewandten Endfläche der Sperrstange fluchtet bzw. an dieser Endfläche
in Anlage angeordnet ist. Es ist somit das Anschlagelement durch den Kammerstängel
zwangsgesteuert.
[0023] Mit einer derartigen Ausbildung wird ein unbeabsichtigtes Bewegen der Sperrstange
und somit ein unbeabsichtigtes Öffnen der Verschlusshülse mit Sicherheit hintangehalten.
Eine derartige zusätzliche Verriegelung ist insbesondere bei Verwendung von beispielsweise
schadhafter Munition von Vorteil, bei welcher es in Folge von Fehlzündungen, Mehrfachzündungen
bzw. verfrühten Zündungen der Munition geschehen kann, dass durch einen übermäßigen
Druckaufbau die Sperrstange in Richtung zum Kammerstängel verschoben wird und gegebenenfalls
die Totpunktlage des Kammerstängels überwunden werden kann und somit der Verschluss
unbeabsichtigt geöffnet wird, wodurch es gegebenenfalls zu schweren Verletzungen des
Benutzers kommen kann. Durch das Vorsehen einer parallel zu der Endfläche der Sperrstange
angeordneten Anschlagfläche, welche ausschließlich durch eine Dreh-Schwenkbewegung
verschwenkt werden kann, wird diese unbeabsichtigte, geradlinige Bewegung der Sperrstange
in Richtung zu dem Kammerstängel mit Sicherheit hintangehalten und gleichzeitig ein
unbeabsichtigtes Verschwenken des Anschlagelements verhindert, so dass ein unbeabsichtigtes
Entriegeln des Kammerstängels und somit des Verschlusses mit Sicherheit hintangehalten
ist.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, in dieser zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Verschluss in der Schließstellung.
Fig. 2 eine Draufsicht auf den wesentlichen Teil des Verschlusses gemäß Fig. 1 in
der geöffneten Position.
Fig. 3 einen Längsschnitt von der Seite durch das Kettenglied gemäß Fig. 1.
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 1,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht von vorne des federbelasteten Keils gemäß Fig.
4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Verschluss mit einem Anschlagelement
in der geöffneten Position, bei welcher sowohl der Kammerstängel als auch das Kettenglied
abgehoben sind, und
Fig. 7 eine analoge Darstellung zu Fig. 6, in welcher das Anschlagelement in Anlage
an der Sperrstange angeordnet ist.
[0025] In Fig. 1 ist allgemein mit 1 ein Verschluss für eine Schusswaffe insbesondere ein
Geradezug-Repetiergewehr dargestellt, welcher Verschluss 1 einen Verschlusskasten
2 sowie eine zu mindestens teilweise darin geführte Verschlusshülse 3 umfasst. Im
Inneren des Verschlusskastens 2 sowie zumindest Teilen der Verschlusshülse 3 ist hierbei
eine Sperrstange 4 geführt, welche mit einem Kammerstängel 5 unter Zwischenschaltung
eines Kettengliedes 6 verbunden ist
[0026] Um eine korrekte Öffnen- und Schließbewegung des Verschlusses 1 ausführen zu können,
ist hierbei das Kettenglied 6 über eine Anlenkachse 7 in dem Kammerstängel 5 gelenkig
festgelegt und über eine in Fig. 3 dargestellte Anlenkachse 8 in einem in Fig. 2 ersichtlichen
Langloch 12 in der Sperrstange 4 beweglich gelagert.
[0027] Das Kettenglied 6 ist hierbei als gerades insbesondere nicht geknicktes Kettenglied
6 ausgebildet und in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausbildung mit einem Durchgangsloch
9, welches in Fig. 3 ersichtlich ist, durch welches die Anlenkachse 7 des Kammerstängels
5 hindurchgeführt ist, in dem Kammerstängel 5 festgelegt. Um eine freie Verschwenkbewegung
des Kammerstängels 5 von der Schließposition in die Öffnungsposition zu gewährleisten,
ist hierbei im Inneren des Kammerstängels 5 eine wenigstens einen Drittelkreis überdeckende
seitliche Ausnehmung vorgesehen, wie dies mit einer strichlierten Linie 10 in Fig.
1 angedeutet ist.
[0028] In der in Fig. 1 dargestellten Schließposition des Verschlusses 1 ist der Kammerstängel
5 in einer in Richtung zum nicht dargestellten Verschlusskopf bzw. Patronenlager verschwenkten
Position angeordnet, in welcher die Längsachse des Kammerstängels 5 mit der Längsachse
11 des Verschlusses 1 einen Winkel α einschließt, welcher Winkel α z.B. 66° beträgt.
In dieser Schließposition fällt die Längsachse 11 des Verschlusses 1 mit der Längsachse
des Kettengliedes 6 im Wesentlichen zusammen, sodass die Anlenkachse 7 des Kammerstängels
5 sich in einer Totpunktlage befindet, aus welcher der Kammerstängel 5 durch den Angriff
einer Kraft in axialer Richtung, d.h. in Richtung der Achse 11 nicht geöffnet werden
kann. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Gewehrverschluss, bei welchem ein Anordnen
der Anlenkachse 7 des Kammerstängels 5 in der Totpunktlage nicht möglich ist, ist
der Verschluss 1 somit durch axiale Krafteinwirkung nicht öffenbar.
[0029] Im Zuge eines Öffnens des Verschlusses 1 wird in der Folge, wie dies in Fig. 2 dargestellt
ist, der Kammerstängel 5 aus der in Fig. 1 dargestellten Lage in die in Fig. 2 dargestellte
Lage verschwenkt, so dass der Winkel ß, welchen die Längsachse des Kammerstängels
5 mit der Achse 11 einschließt, nunmehr einen stumpfen Winkel β von z.B. 123° bildet.
Bei dieser Schwenkbewegung wird das Kettenglied 6 über die Anlenkachse 7 durch den
Kammerstängel 5 aus der waagrechten Position in eine zur Waagrechten bzw. in Richtung
zur Achse 11 geneigten Position verschwenkt. Hierbei wird um ein Verschwenken ohne
jedes Haken zu gewährleisten, das Kettenglied 6 zuerst in dem Langloch 12 der Sperrstange
4 verlagert und in der Folge aus der Waagrechten verschwenkt, wobei während dieser
Schwenkbewegung die Verschlusshülse 3 aus dem Verschlusskasten 2 gezogen wird und
der Verschluss 1 geöffnet wird.
[0030] In Fig. 3 ist eine vergrößerte Darstellung eines Kettengliedes 6 gezeigt, welches
Kettenglied 6 mit einem verjüngten Fortsatz 13 ausgebildet ist, in welchem Fortsatz
13 sich ein Durchgangsloch 9 für eine Anlenkachse 7 des Kammerstängels 5 befindet.
Gegenüber dem Fortsatz 13 ist der Grundkörper 14 des Kettengliedes 6 mit einer größeren
Materialstärke ausgebildet, um ein reibungsloses Verschwenken des Kammerstängels 5
über der Sperrstange 4 mit Sicherheit gewährleisten zu können.
[0031] Die Ausbildung des Kettengliedes 6 kann hierbei abweichend von der in Fig. 3 dargestellten
Variante auch so getroffen sein, dass anstelle des Durchgangsloches 9 eine sich beidseits
des Fortsatzes 13 erstreckende Anlenkachse 7 vorgesehen ist, in welchem Fall die Höhe
der Anlenkachse 7 der Materialstärke des Grundkörpers 14 des Kettengliedes 6 im Wesentlichen
entspricht, um einen sicheren Halt des Kettengliedes 6 in dem Kammerstängel 5 zu gewährleisten.
[0032] Um eine freie Verschwenkung des Kammerstängels 5 aus der in Fig. 1 dargestellten
Schließposition des Verschlusses 1 in die Öffnungsposition des Verschlusses 1 gemäß
Fig. 2 zu gewährleisten, ist insbesondere die wenigstens einen Drittelkreis überdeckende
seitliche Ausnehmung 10 des Kammerstängels 5 in einem in Schließposition des Kammerstängels
5 im Wesentlichen in Richtung der Sperrstange 4 bzw. der Längsachse 11 des Verschlusses
vorragenden, im Wesentlichen kreissegmentförmigen Fortsatz 15 ausgebildet. Diese konstruktive
Ausgestaltung, welche im Wesentlichen jede stetig gekrümmte Form einnehmen kann, ist
insbesondere deshalb vorteilhaft, um ein Ausreißen bzw. Beschädigen der eine große
Last aufnehmenden Anlenkachse 7 des Kammerstängels 5 mit Sicherheit hintanzuhalten.
[0033] In Fig. 4 ist ein zusätzliches Verriegelungselement 16 für eine Festlegung bzw. ein
sicheres Halten des Kammerstängels 5 in der Schließposition, wie sie in Fig. 1 dargestellt
ist, dargestellt. Das zusätzliche Verriegelungselement 16 ist hierbei als ein in eine
Ausnehmung der Verschlusshülse 3 eingreifender Keil 17 ausgebildet, welcher Keil 17
über eine Druckfeder 18 in Verriegelungsrichtung federbelastet ist. In der in Fig.
1 bzw. Fig. 4 dargestellten Schließposition des Verschlusses 1, in welcher die Verschlusshülse
3 in Anlage an dem Verschlusskasten 2 ist, greift der Keil 17 in eine zu einer Rastnase
19, welcher in Fig. 5 deutlicher dargestellt ist, komplementäre Ausnehmung der Verschlusshülse
3 ein und sichert so die Verriegelung des Kettengliedes 6 in der Totpunktlage zusätzlich
ab. Die Verschwenkung des Keils 17 erfolgt hierbei über eine Art Kalotte an dem der
Rastnase 19 abgewandten Ende des Keils 17 und greift in eine komplementäre kalottenförmige
Ausnehmung 21 einer an dem Verschlusskasten 2 festgelegten Keilhalterung 22 ein. Die
Kalotten des Keils 17 bzw. der Keilhalterung 22 sind hierbei komplementär ausgebildet
und erlauben eine Verschwenkbewegung durch die Beaufschlagung des Keils 17 durch die
Druckfeder 18. Um eine übermäßige Verschwenkung des Keils 17 in das Innere der Verschlusshülse
3 mit Sicherheit zu vermeiden, ist neben der Tiefe der Ausnehmung in der Verschlusshülse
3 der Keil 17 zusätzlich mit einer Anschlagfläche 23 ausgebildet, um einen Endpunkt
der Verschwenkung des Keils 17 in das Innere der Verschlusshülse 3 zu definieren,
und insbesondere ein ausreichendes Spiel bzw. einen Freiraum zu definieren, welches
bzw. welcher für ein Entriegeln bzw. Öffnen des Keils 17 erforderlich ist.
[0034] Im Zuge einer Öffnungsbewegung des Verschlusses 1 mit Hilfe des Kammerstängels 5
wird im vorliegenden Fall bei einem Verschwenken des Kammerstängels 5 ein auf den
federbelasteten Keil 17 wirkender Bolzen 24 in Richtung zu dem Keil 17 bzw. dem Inneren
des Verschlusskastens 2 beaufschlagt, wodurch der Keil 17 entgegen der Kraft der Druckfeder
18 in die dafür vorgesehene Aufnahme der Keilhalterung 22 verschwenkt wird und ein
freies Verschieben der Verschlusshülse 3 in Richtung zur Öffnungsposition bzw. in
Richtung des Pfeils 26 ermöglicht wird.
[0035] Die Druckbeaufschlagung des Bolzens 24 gelingt hierbei entweder durch Vorsehen einer
in der Figur nicht entnehmbaren Keilfläche bzw. einer Keilnut bzw. durch einen geringen
Abstand des Kammerstängels 5 von der Verschlusshülse 3 in Richtung des Pfeils 25,
in welchem Fall durch eine Druckbeaufschlagung des Kammerstängels 5 in Richtung zur
Verschlusshülse 3 der Bolzen 24 ausgelöst werden kann.
[0036] In Fig. 5, welche eine vergrößerte Darstellung des Keils 17 zeigt, ist neben der
Rastnase 19 sowie der Anschlagfläche 23, das mit der Auflagefläche 21 wechselwirkende
im Wesentlichen einen Teilkreis darstellende abgerundete Ende 26 dargestellt.
[0037] Es ist selbstverständlich möglich, dass beispielsweise das zusätzliche Verriegelungselement
16 auch in jedem herkömmlichen Verschluss 1 vorgesehen sein kann, lediglich unter
der Voraussetzung, dass der Verschluss 1 neben einem Kammerstängel 5 auch eine gegenüber
einem Verschlusskasten 2 verschiebbare Verschlusshülse 3 aufweist, da mit dem zusätzlichen
Verriegelungselement 16 auch die Sicherheit von herkömmlichen Gewehrverschlüssen 1
erhöht werden kann.
[0038] Bei der Draufsicht von Fig. 6, in welcher die Bezugszeichen der vorhergehenden Figuren
so weit als möglich beibehalten sind, ist im Endbereich der Sperrstange 4 das Langloch
12 dargestellt, in welches das in Fig. 6 nicht dargestellte Kettenglied 6 eingreift.
Das Kettenglied 6 ist, wie dies beispielsweise der Fig. 1 entnehmbar ist, mit seinem
zweiten Endbereich an einem Kammerstängel 5, welcher ebenfalls nicht dargestellt ist,
mittels einer Achse 7 festgelegt. Diese Achse 7 greift bei der Darstellung von Fig.
6 in die Langlochführung 27 des Anschlagelements 28 ein. Wenn ein Kammerstängel 5
aus seiner in Fig. 6 dargestellten, geöffneten Position in eine Schließposition im
Wesentlichen entlang einer Bewegung in Richtung des Pfeils 29 verschwenkt wird, wird
die Achse 7 die Langlochführung 27 eingreifen und das Element 28 zu einer Bewegung
in Richtung des Pfeils 30 zwingen, wodurch die Anschlagfläche 31 des Anschlagelements
28 in Anlage an eine Endfläche 32 der Sperrstange 4 gelangt, wie dies in Fig. 7 dargestellt
ist. In einer derartigen Position, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist, ist nunmehr,
sollte im Zuge einer Fehlzündung bzw. einer vorzeitigen Zündung einer schlechten Munition
im Inneren des Verschlusskastens 2 ein übermäßiger Druck aufgebaut werden, eine Bewegung
der Sperrstange 4 in Richtung des Pfeils 33 verhindert, so dass ein unbeabsichtigtes
Öffnen des Verschlusses 1 verhindert und somit die Sicherheit des Verschlusses 1 gegeben
ist.
1. Verschluss (1) für eine Schusswaffe, insbesondere für ein Geradezug-Repetiergewehr,
welcher einen Verschlusskasten (2) sowie eine darin geführte Verschlusshülse (3) aufweist
sowie eine in dem Verschlusskasten (2) und der Verschlusshülse (3) geführte Sperrstange
(4), welche Sperrstange einen einem Patronenlager zugewandten Verschlusskopf mit einem
Kammerstängel (5) unter Zwischenschaltung eines Kettengliedes (6) verbindet, wobei
das Kettenglied an der Sperrstange und dem Kammerstängel (5) gelenkig angelenkt ist
und der Kammerstängel (5) zwischen einer Öffnungs- und einer Schließposition des Verschlusses
(1) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kettenglied (6) als gerades Kettenglied (6) ausgebildet ist, dass das Kettenglied
(6) in einer wenigstens einen Drittelkreis überdeckenden, seitlichen Ausnehmung (10)
des Kammerstängels (5) angelenkt ist und dass in einer Schließposition des Kammerstängels
(5) die Anlenkachse (7) des Kettenglieds (6) an dem Kammerstängel (5) im wesentlichen
mit der Längsachse (11) des Verschlusses (1) zusammenfällt.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endbereich des Kettenglieds (6) als ein mit einem Durchgangsloch (9) für eine
Anlenkachse (7) des Kammerstängels (5) versehener Fortsatz (13) ausgebildet ist.
3. Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (13) des Kettenglieds (6) wenigstens an der der Anlenkung an der Sperrstange
(4) zugewandten Seite eine geringere Materialstärke als ein Grundkörper (14) des Kettenglieds
(6) aufweist.
4. Verschluss nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kettenglied (6) in der Sperrstange (4) in einem Langloch (12) geführt ist.
5. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einen Drittelkreis überdeckende, seitliche Ausnehmung (10) des Kammerstängels
(5) in einem in Schließposition des Kammerstängels (5) im Wesentlichen in Richtung
der Sperrstange (4) vorragenden im Wesentlichen kreissegmentförmigen Fortsatz (15)
ausgebildet ist.
6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzliches in der Schließstellung des Kammerstängels (5) verriegelndes Verriegelungselement
(16) ausgebildet ist.
7. Verschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Verriegelungselement (16) als in eine Ausnehmung (20) der Verschlusshülse
(3) eingreifender federbelasteter Keil (17) ausgebildet ist.
8. Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der federbelastete Keil (17) über eine gegenüber einer mit der Verschlusshülse (3)
Wechsel wirkende Anschlagfläche verkürzt ausgebildete Rastnase (19) in die Ausnehmung
(20) der Verschlusshülse (3) eingreift.
9. Verschluss nach einem der Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der federbelastete Keil (17) an seinem der Rastnase (19) abgewandten Ende abgerundet
ausgebildet ist und dass der Keil (17) mit seinem abgerundeten Ende (26) beweglich
in einer am Verschlusskasten (2) festgelegten, eine komplementäre Auflagerfläche (21)
aufweisenden, Keilhalterung (22) gehalten ist.
10. Verschluss nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerstängel (5) über einen Bolzen (24) mit dem federbelasteten Keil (17) wechselwirkt.
11. Verschluss nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerstängel (5) an seiner dem Bolzen (24) zugewandten Seite, eine mit dem Bolzen
(24) zusammenwirkende Keilfläche aufweist.
12. Verschluss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilfläche des Kammerstängels (5) als Keilnut ausgebildet ist.
13. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Verriegelungselement als ein einer Öffen- und Schließbewegung des
Kammerstängels (5) folgendes Anschlagelement (28) ausgebildet ist.
14. Verschluss nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (28) eine mit der Anlenkachse (7) des Kettenglieds (6) wechselwirkende
Langlochführung (27) aufweist.
15. Verschluss nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Schließposition des Kammerstängels (5) eine von einer der Langlochführung
(27) aufweisenden Endfläche abgewandte Anschlagfläche (31) des Anschlagelements (28)
mit einer dem Kammerstängel (5) zugewandten Endfläche (32) der Sperrstange (4) fluchtet
bzw. an dieser Endfläche (32) in Anlage angeordnet ist.