[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Handhabung von Banknoten in einem Sicherheitssystem,
wie zum Beispiel einem Kassensystem.
[0002] Die vorliegende Patentanmeldung beansprucht die Priorität der Europäischen Patentanmeldung
EP 12 156 868.7, die am 24.2.2012 beim Europäischen Patentamt hinterlegt wurde und die ein spezielles Sicherheitssystem
betrifft.
[0003] Es gibt verschiedenste Sicherheitssysteme zur Aufnahme und zum Lagern von solchen
Banknoten und Sicherheitskoffer oder -kassetten zum Transport von schutzbedürftigen
Banknoten.
[0004] Die entsprechenden Systeme weisen einen Innenbereich, ein Schutzsystem und eine Zugriffsöffnung
auf, um das System öffnen und den Innenbereich zugänglich machen zu können.
[0005] Das Schutzsystem dient dazu, die Banknoten, wenn diese bei einem Diebstahl abhanden
kommen sollten, dagegen zu schützen, dass sie in den Handel gelangen oder bei Banken
eingetauscht werden können. Dies geschieht, indem die Banknoten in einem solchen Fall
automatisch neutralisiert bzw. eingefärbt (markiert) werden. Die entsprechenden Schutzsysteme
sind teuer und aufwendig.
[0006] Es gibt, wie schon erwähnt, verschiedene Volumen von Banknoten zu transportieren.
Je nach Anzahl der Banknoten müssen die System unterschiedliche Größen und Sicherheitsmerkmale
haben. Ausserdem können unterschiedlichste Sicherheitsvorschriften gelten. Dienstleister,
die im Bereich der Werttransporte tätig sind, haben häufig mindestens drei verschiedene
Lösungen zur Auswahl und zwar eine zum Beschicken von Geldautomaten mit Geld, eine
zum Abholen von Geld bei Handelsgeschäften und eine zum Anliefern von Geld an Banken.
Jede diese Lösungen hat seine eigenen Spezifikationen. In der Praxis sind daher eine
grosse Zahl von verschiedensten Systemen im Einsatz, die oft nicht kompatibel sind.
[0007] Die heutigen Systeme sind relativ teuer und klobig. Ausserdem ist bisher der sicherheitstechnische
Aufwand groß, der erforderlich ist, um mit den beschriebenen Mitteln eine sichere
Aufbewahrung und eine sichere Handhabung vor Ort, z.B. in einem Handelsgeschäft, gewährleisten
zu können.
[0008] Besonders groß ist der Bedarf für ein Sicherheitssystem, das es ermöglicht Geldscheine
aufzunehmen und sicher zu verwahren, bis diese abgeholt und z.B. zu einer Bank gebracht
werden. Gerade in Handelsgeschäften könnte durch den Einsatz eines durchdachten Sicherheitssystems
das Risiko vermindert werden, das mit der Handhabung grosser Mengen von Geldscheinen
verbunden ist. Ausserdem kann das Entwenden von Geldscheinen im Handelsgeschäft verunmöglicht
werden.
[0009] Daraus ergibt sich seit längerem der Bedarf für eine Vereinheitlichung der Systeme
und für deren Vereinfachung, wobei es das Ziel ist ein Maximum an Sicherheit bei einem
Minimum and Aufwand und Kosten bieten zu können.
[0010] Es ist daher
Aufgabe der Erfindung,
- eine Sicherheitslösung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine hohe Sicherheit
gewährleistet und einfach zu handhaben ist,
- eine Sicherheitslösung der eingangs genannten Art zu schaffen, die möglichst universell
einsetzbar und autark ist,
- eine Sicherheitslösung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine hohe Flexibilität
in der Handhabbarkeit ermöglicht, und
- eine Sicherheitslösung der eingangs genannten Art zu schaffen, die kostengünstig ist.
[0011] Zusätzlich wäre es erstrebenswert, wenn die Sicherheitslösung eine lückenlose Überwachung
der Geldströme ermöglichen würde.
[0012] Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt in Form eines Verfahrens, das speziell zur Handhabung von
Banknoten unter Einsatz eines speziellen Tresors ausgelegt ist und das die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 umfasst.
[0013] Bevorzugte Weiterbildungen des Verfahrens sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.
[0014] Das Verfahren baut auf dem folgenden Prinzip auf. Es wird ein Sicherheitssystem mit
einem Gehäuse (hier Tresor genannt) bereit gestellt, das einen Tresorbereich zur Aufnahme
von Banknoten umgibt. Eine Aussentüre dient zum Verschliessen des Gehäuses und ein
elektro-mechanischer Verschlussmechanismus ist zum Schliessen und Sichern der Aussentüre
gegenüber dem Gehäuse vorgesehen. Die Banknoten befinden sich in einer Geldkassette,
die im Tresorbereich lagert. Die Geldkassette umfasst ein Schutzsystem zum Schützen
der Banknoten, wobei das Schutzsystem Mittel zum Neutralisieren (Markieren) der Banknoten
ausgelegt ist.
[0015] Das Verfahren zur Handhabung von Banknoten umfasst die folgenden Schritte:
- Vornehmen einer ersten Identifizierung, durch berührungsloses Austauschen von Daten
zwischen einem tragbaren Benutzergerät und dem Tresor,
- Übermitteln eines ersten Codes über eine kabellose Kommunikationsverbindung an das
tragbare Benutzergerät,
- Eingeben des ersten Codes über eine Eingabeeinheit, die aussen an der verschlossenen
Aussentüre des Tresors sitzt und die von Aussen bedienbar/ zugänglich ist,
- Prüfen, ob der erste Code das Öffnen der Aussentüre zulässt, und, falls der erste
Code das Öffnen der Aussentüre zulässt,
- Aktivieren des elektro-mechanischen Verschlussmechanismus, der im Inneren des Tresors
an der Aussentüre sitzt, wobei der Verschlussmechanismus durch das Aktivieren elektro-mechanisch
auf ein Riegelwerk des Tresors einwirkt, um die verschlossene Aussentüre zu entriegeln,
- Öffnen der Aussentüre, um so Zugang zu einer Geldkassette zu erhalten, die sich im
Inneren des Tresors befindet und die Banknoten enthält.
[0016] Das Sicherheitssystem umfasst vorzugsweise ein Hauptkontroll- und Steuersystem (Master-Controller
genannt) zusätzlich zu dem elektro-mechanischen Verschlussmechanismus. Der Verschlussmechanismus
bildet zusammen mit dem Master-Controller eine Bau-, Steuer- und Kontrollgruppe (Baugruppe
genannt), die innenliegend an der Aussentüre so angebracht ist, dass sie zum Schliessen
und Sichern elektro-mechanisch auf mindestens ein Verschlusselement einwirken kann,
um die Aussentüre gegenüber dem Gehäuse zu sichern. Die Baugruppe umfasst zusätzlich
eine Eingabeeinheit, die bei geschlossener Aussentüre von Aussen bedienbar ist.
[0017] Der elektro-mechanische Verschlussmechanismus bildet zusammen mit dem Master-Controller
eine Baugruppe. Die Baugruppe umfasst zusätzlich die Eingabeeinheit. Die Baugruppe
ist so an der Aussentüre angebracht, dass sie zum Schliessen und Sichern elektro-mechanisch
auf das Verschlusselement einwirken kann, um die Aussentüre gegenüber dem Gehäuse
zu sichern.
[0018] Die Eingabeeinheit ist zur manuellen Eingabe des ersten Codes ausgelegt und umfasst
eine Schnittstelle zur berührungslosen Kommunikation (vorzugsweise in Form einer RF/ID-Kommunikation)
mit dem tragbaren Benutzergerät. Diese Schnittstelle ist vorzugsweise verdeckt hinter
einer Oberfläche der Eingabeeinheit angeordnet und durch diese geschützt.
[0019] Das Sicherheitssystem umfasst vorzugsweise ein Aufzeichnungsmodul (Speicher) zum
Aufzeichnen von Transaktionen, wie z.B. Bedienaktionen.
[0020] Der Master-Controller ist vorzugsweise als geschlossenes, proprietäres (embedded)
System ausgelegt und eine Steuersoftware ist in einem Speicher gespeichert, um Verfahrensschritte
(Aktionen und Reaktionen) der Baugruppe auszuführen. Die Steuersoftware wirkt mit
einem Prozessor des Master-Controllers zusammen, um durch das Ausführen der Verfahrensschritte
eine intrinsische und autarke Sicherheitsfunktion des Sicherheitssystems zu realisieren.
[0021] Der elektro-mechanische Verschlussmechanismus sitzt vorzugsweise hinter einer Bedienoberfläche
der Eingabeeinheit und schützt den elektro-mechanische Verschlussmechanismus gegen
Manipulation von Aussen.
[0022] Der Tresorbereich ist zur Aufnahme von Banknoten ausgelegt, die sich in einer (Geld)Kassette
befinden, die eine eigene Schutzschaltung umfasst, die nach dem Einbringen in den
Tresorbereich intern über eine Kommunikationsverbindung mit dem Master-Controller
in Verbindung steht, und die Mittel zum Neutralisieren der Banknoten in der Kassette
umfasst.
[0023] Vorzugsweise kann der Master-Controller über eine interne kabellose Kommunikationsverbindung
auf die Schutzschaltung der (Geld)Kassette einwirken, um die Mittel zum Neutralisieren
der Banknoten auszulösen.
[0024] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Sicherheitssystem um ein Einzahl- oder Aufnahmegerät
für Geldscheine, das einen Einzugmodul (Notenleser) zum Einziehen der Geldscheine
umfasst, wobei die Geldscheine in das Innere des Innenbereichs überführt werden, und
wobei das Einzugmodul mit der (Geld)Kassette im Tresorbereich so verbunden ist, dass
die Geldscheine automatisch von dem Einzugmodul in die Geldkassette gefördert werden
können.
[0025] Das Sicherheitssystem verfügt vorzugsweise über eine Kommunikationsverbindung, die
dazu ausgelegt ist Transaktionsdaten an einen räumlich entfernten Rechner und/oder
eine Konsole übertragen zu können, wobei die Übertragung dieser Transaktionsdaten
erfolgt, um ein Cash-Management zu ermöglichen.
[0026] Das Sicherheitssystem verfügt vorzugsweise über einen oder mehrere Sensoren, die
schaltungstechnisch so mit dem Master-Controller verbunden sind, dass sie durch den
Master-Controller überwachbar oder abfragbar sind, um die Sicherheit des Sicherheitssystems
und der Verfahrensabläufe zu verbessern.
[0027] Das Sicherheitssystem verfügt vorzugsweise über die Möglichkeit Daten, zum Beispiel
Transaktionsdaten, auf einem RF/ID-Chip zu speichern, der in einer (Geld-)Kassette
oder einem Geldbeutel (Cash-Bag) angebracht ist, die/der sich im Tresorbereich des
Sicherheitssystems befindet. Zu diesem Zweck umfasst das Sicherheitssystem RF-Kommunikationsmittel,
die es dem Schutzsystem ermöglichen, die Daten an den RF/ID-Chip der (Geld-)Kassette
oder des Geldbeutels zu übertragen. Die (Geld-)Kassette oder der Geldbeutel mit dem
RF/ID-Chip wird somit ein Teil eines Sicherheitssystems, welches das Cash-Handling
sicherer macht.
[0028] Gemäss Erfindung wird ein Eingabe-Code über eine kabellose Kommunikationsverbindung
(z.B. per SMS) an ein Benutzergerät übermittelt. Dann folgt das Eingeben des Eingabe-Codes
über eine Eingabeeinheit, die an einer verschlossenen Aussentüre des Tresors von Aussen
bedienbar ist. Das Eingeben des Eingabe-Codes kann entweder durch manuelle Eingabe
mittels der Eingabeeinheit erfolgen, oder der Eingabe-Code wird über eine kabellose
Kommunikationsverbindung (vorzugsweise über eine IR-Kommunikationsverbindung) von
dem Benutzergerät an die Eingabeeinheit (respektive das Schutzsystem) übergeben.
[0029] Das Sicherheitssystem wird auch als "smart system" bezeichnet, um der Flexibilität
der entsprechenden Lösung Rechnung zu tragen.
[0030] Durch das Sicherheitssystem wird vor allem das Risiko interner Diebstähle und Missbrauchsfälle
reduziert, da ein lückenloses und sicheres Handhaben der Banknoten ermöglicht wird.
[0031] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen
und mit Bezug auf die Zeichnung ausführlich erläutert.
- Fig. 1A
- zeigt ein erstes Sicherheitssystem in Form eines Einzahlgeräts in einer schematischen
Perspektivansicht mit geschlossener und gesicherter Aussentüre.
- Fig. 1B
- zeigt das erste Sicherheitssystem nach Fig. 1A mit geöffneter Aussentüre.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Perspektivansicht des Gehäuses des ersten Sicherheitssystems
nach Fig. 1A, das hier auch als Tresorkorpus bezeichnet wird.
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Perspektivansicht des Tresorkorpus eines zweiten Sicherheitssystems
mit geöffneter Aussentüre.
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Blockdarstellung des elektrischen Teils des Sicherheitssystems
(innenliegendes Schutzsystem genannt) der Erfindung.
- Fig. 5
- zeigt eine schematischen Draufsicht auf eine geöffnete, beispielhaft gezeigte Geldkassette.
- Fig. 6A
- zeigt ein Ansicht der Oberfläche einer möglichen Eingabeeinheit.
- Fig. 6B
- zeigt ein Ansicht der Oberfläche der Eingabeeinheit nach Fig. 6A nach der Montage.
- Fig. 6C
- zeigt ein Schnittansicht der Eingabeeinheit nach Fig. 6B.
- Fig. 6D
- zeigt ein Explosionszeichnung der wesentlichen Elemente der Eingabeeinheit nach Fig.
6B.
- Fig. 7
- zeigt eine Innenansicht einer Ausführungsform einer zweiteiligen Aussentüre.
- Fig. 8
- zeigt eine Explosionszeichnung der wesentlichen Elemente einer Aussentüre samt erfindungsgemässer
Baugruppe.
- Fig. 9
- zeigt eine schematische Ansicht eines tragbaren Geräts, das im Zusammenhang mit der
Erfindung zum Einsatz kommen kann.
- Fig. 10
- zeigt eine schematische Ansicht eines Kassensystems, das im Zusammenhang mit der Erfindung
zum Einsatz kommen kann.
- Fig. 11A Fig. 11B
- zeigen ein schematisches Ablaufdiagram der Verfahrensschritte der Erfindung.
- Fig. 12
- zeigen ein schematisches Ablaufdiagram weiterer Teilschritte der Erfindung.
[0032] Grundsätzlich gleiche bzw. gleich wirkende konstruktive Elemente sind in den Figuren
mit gleichen Bezugszeichen versehen, auch wenn sie sich teilweise voneinander unterscheiden.
[0033] Da sich das erfindungsgemässe Verfahren nur in einem Sicherheitssystem realisieren
lässt, das einige speziell entwickelte Komponenten umfasst, wird im Folgenden zuerst
das Sicherheitssystem mit seinen Komponenten beschrieben.
[0034] Fig. 1A und 1B zeigen eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines
Sicherheitssystems 50, in dem das erfindungsgemässe Verfahren zum Einsatz kommen kann.
Gezeigt ist ein Sicherheitssystem 50 (hier ein Einzahlgerät) mit einem stabilen und
gesicherten Gehäuse 101, das einen Tresorbereich 102 zur Aufnahme von mindestens einer
(Geld-)Kassette 10 mit Banknoten 1 umgibt. Es weist eine ein- oder zweiteilige Aussentüre
103 zum Verschliessen des Gehäuses 101 auf. Ein elektro-mechanischer Verschlussmechanismus
110 (z.B. ein elektromechanisches Schloss) ist zum Schliessen und Sichern der Aussentüre
103 gegenüber dem Gehäuse 101 vorgesehen, wie in Fig. 4 durch einen Aktuator 108 angedeutet,
der über eine Falle 109 ein Riegelwerk 113 des Verschlussmechanismus 110 sperrt oder
frei gibt, um die Aussentüre 103 gegenüber dem Gehäuse 101 zu sichern, oder um das
Öffnen der Aussentüre 103 zu ermöglichen. Weiter umfasst das Sicherheitssystem 50
ein innenliegendes Schutzsystem 150 (siehe Fig. 4) zum Schützen der im Tresorbereich
102 in der (Geld-)Kassette 10 befindlichen Banknoten 1. Das Schutzsystem 150 weist
einen Master-Controller 151 (siehe Fig. 4), Mittel 152 zum Neutralisieren der Banknoten
1 (siehe Fig. 5) und eine Eingabeeinheit 140 (siehe z.B. Fig. 4) auf. Der elektro-mechanische
Verschlussmechanismus 110 bildet zusammen mit dem Master-Controller 151 eine Baugruppe
90, die für das Ausführen des erfindungsgemässen Verfahrens ein essentielles Element
ist. Die Baugruppe 90 umfasst zusätzlich die Eingabeeinheit 140 und sie ist so innen
an der Aussentüre 103 angebracht ist, dass sie zum Schliessen und Sichern elektro-mechanisch
über ein Verschlusselement (hier eine Falle 109) auf das Riegelwerk 113 des Verschlussmechanismus
110 einwirkt, um die Aussentüre 103 gegenüber dem Gehäuse 101 zu sichern oder für
ein Öffnen freizugeben. Die Eingabeeinheit 140 ist so angeordnet, dass sie bei geschlossener
Aussentüre 103 von Aussen bedienbar ist, d.h. mindestens ein Teil der Eingabeeinheit
140 ist von der Aussenseite der Aussentüre 103 her für einen Benutzer zugänglich,
der sich gegenüber dem Sicherheitssystem 50 identifizieren möchte.
[0035] Fig. 2 zeigt eine schematische Perspektivansicht des Tresorkorpus 160 des ersten
Sicherheitssystems 50 nach Fig. 1A und 1B. Vorzugsweise dient bei allen Ausführungsformen
ein Tresorkorpus 160 als Gehäuse 101. Ein Tresorkorpus 160 im Sinne der Erfindung
ist ein Gehäuse, das vorzugsweise aus Stahl gefertigt ist und das hier nur an einer
Seite (hier Vorderseite genannt) offen ist.
[0036] Vorzugsweise ist bei allen Ausführungsformen in die Wandungen ein elektrisches Sicherheitsnetz
118 eingefügt, um den Versuch des Eindringens mittels Bohr- oder anderen Werkzeugen
detektieren zu können. In Fig. 2 ist ein stark schematisierter Darstellung ein kleiner
Abschnitt eines beispielhaften elektrischen Sicherheitsnetzes 118 gezeigt. Damit man
das elektrische Sicherheitsnetz 118 erkennen kann, wurde ein Teil einer Wandung des
Tresorkorpus 160 entfernt. Das elektrische Sicherheitsnetz 118 ist mit dem Master-Kontroller
151 oder mit einem zweiten Kontroller (Slave-Controller 180 in Fig. 4) so leitungstechnisch
verbunden, dass ein Manipulations- oder Eindringversuch erkannt und das Verfahren
zum Neutralisieren der Banknoten 1 ausgelöst werden kann.
[0037] An dem Tresorkorpus 160 ist eine Aussentüre 103 angebracht, wie z.B. in den Figuren
1A und 1B zu erkennen ist.
[0038] Fig. 3 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines zweiten Sicherheitssystems
50 gezeigt. Im gezeigten Beispiel sitzt im Tresorbereich 102 eine (Geld-)Kassette
10, die unterhalb eines Einzugmoduls 130 (auch Notenleser genannt) angeordnet ist.
[0039] Die Tatsache, dass der elektro-mechanische Verschlussmechanismus 110, der Master-Controller
151 und die Eingabeeinheit 140 eine Baugruppe 90 bilden, ermöglicht es diese Baugruppe
90 als Ganzes in einen geschützten Bereich der Aussentüre 103 einzubauen. Diese Baugruppe
90 bewegt sich solidarisch beim Öffnen und Schliessen zusammen mit der Aussentüre
103. Das erfindungsgemässe Verfahren umfasst Schritte zur externen Interaktion mit
dieser Baugruppe 90 (z.B. in Form der Benutzereingabe des erstens Codes und zum Ausführen
eines RF/ID Verfahrens) und zur internen Interaktion z.B. mit der (Geld-)Kassette
10 und dem Schutzsystem der (Geld-)Kassette 10.
[0040] Anhand von Fig. 4 werden nun die wichtigsten Elemente eines Schutzsystems 150 beschrieben,
in dem das Verfahren der Erfindung ausgeführt werden kann. Das Schutzsystem 150 dient
quasi als elektrischer, intelligenter Teil des Sicherheitssystems 50. Das Schutzsystem
150 umfasst den Master-Controller 151, der sowohl die Eingabeeinheit 140, als auch
einen Prozessor 153, den Verschlussmechanismus 110, mindestens eine Kommunikationsschnittstelle
154 und/oder 155 und mindestens einen Sensor 156 umfasst.
[0041] Das Sicherheitssystems 50 umfasst vorzugsweise einen oder mehrere der folgenden Sensoren
156, die schaltungstechnisch so direkt oder indirekt (z.B. über einen Slave-Controller
180) mit dem Master-Controller 151 verbunden sind, dass sie durch die Master-Controller
151 überwachbar oder abfragbar sind:
- Schlagsensor,
- Bewegungssensor,
- Drucksensor,
- Feuchtigkeitssensor,
- Temperatursensor,
- Zeitgeber oder Zähler,
- Sicherheitsnetz 117 und/oder 118.
[0042] Der Master-Controller 151 bildet zusammen mit dem Verschlussmechanismus 110 eine
Bau-, Steuer- und Kontrollgruppe, d.h. es ergibt sich eine Funktionseinheit, die beim
Ausführen von Verfahrensschritten mechanisch und elektrisch zusammenwirkt. Der Master-Controller
151 übernimmt dabei nicht nur die Kontrolle (Steuerung) des Verschlussmechanismus
110, sondern auch einen oder mehrere der folgenden Verfahrensschritte:
- Ausgabe von visuellen Informationen auf einer Anzeige 144,
- Entgegennehmen von Eingaben durch Bedienelemente 143 der Eingabeeinheit 140,
- Entgegennehmen von Signalen des mindestens einen Sensors 156,
- Kommunikation mit einem externen Benutzergerät 200 (z.B. ein PDA oder Mobiltelefon)
über eine Kommunikationsschnittstelle 154 und/oder 155.
[0043] Die Kontrolle (Steuerung) des Verschlussmechanismus 110 geschieht, indem der Master-Controller
151, respektive der Prozessor 153, Signale über eine (mechanisch und/oder elektrisch)
geschützte Verbindung S1 an den Verschlussmechanismus 110 übermittelt. Über die geschützte
Verbindung S1 kann der Master-Controller 151 den Aktuator 108 des Verschlussmechanismus
110 dazu bringen die Falle 109 aus einer Ausnehmung 111 eines Riegelwerks 113 zurück
zu ziehen und so das Öffnen der Aussentüre 103 zu ermöglichen.
[0044] Nach einer kurzen Zeit wird die Falle 109 automatisch (selbsttätig) zurückgestellt
und verriegelt das Riegelwerk 113, da die Falle 109 in die Ausnehmung 111 des Riegelwerks
113 eindringt. Das Zurückstellen und Verriegeln geschieht dann, wenn die Aussentüre
103 in der Zwischenzeit nicht geöffnet wurde. Falls die Aussentüre 103 hingegen geöffnet
wurde, hat sich das Riegelwerk 113 samt Ausnehmung 111 etwas verschoben und die Falle
109 kann beim Rückstellen nicht in die Ausnehmung 111 eindringen. Erst wenn die Aussentüre
103 geschlossen wird, gerät das Riegelwerk 113 samt Ausnehmung 111 in die Ausgangsstellung
und die Falle 109 dringt in die Ausnehmung 111, um so das Riegelwerk 113 und damit
auch die Aussentüre 103 zu verriegeln.
[0045] Neben der reinen Steuerungsfunktion versorgt der Master-Controller 151 den Verschlussmechanismus
110 auch mit Strom. D.h. der Verschlussmechanismus 110 ist sowohl versorgungstechnisch
als auch kommunikationstechnisch mit dem Master-Controller 151 verbunden.
[0046] Vorzugsweise kontrolliert der Master-Controller 151 bei allen Ausführungsformen auch
einen IR-Kontrollpunkt 107, der im Inneren des Gehäuses 101 an der Aussentüre 103
sitzt. Der IR-Kontrollpunkt 107 ist vorzugsweise über ein kabel- oder fiberbasiertes
Bussystem 30 mit dem Master-Controller 151 verbunden, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt.
Der IR-Kontrollpunkt 107 ist dazu ausgelegt, eine IR-Kommunikationsverbindung (IR1)
mit einer (Geld-)Kassette 10 aufzubauen, die sich im Tresorbereich 102 befindet. Über
diese IR-Kommunikationsverbindung IR1, die bei allen Ausführungsformen vorzugsweise
bidirektional auslegt ist, kann der Master-Controller 151 das Neutralisieren von Banknoten
1 auslösen, indem er die Mittel zum Neutralisieren 152 der (Geld-)Kassette 10 triggert.
In Fig. 5 ist die IR-Kommunikationsverbindung IR1 durch den Blockpfeil 12 dargestellt,
der IR-Signale an den IR-Kontrollpunkt 13 der (Geld-)Kassette 10 übermittelt und der
bei einer bidirektionalen Verbindung Signale vom IR-Kontrollpunkt 13 zurück an den
IR-Kontrollpunkt 107 übermittelt. An der (Geld-)Kassette 10 kann ein Fenster oder
eine Öffnung 15 (siehe Fig. 1B) vorgesehen sein, hinter dem/der der IR-Kontrollpunkt
13 sitzt.
[0047] Um die IR-Kommunikationsverbindung (IR1) mit der (Geld-)Kassette 10 aufzubauen zu
können, kann an der Innenseite der Aussentüre ein IR Kontrollpunkt 107 vorgesehen
sein, der durch ein Fenster 121 hindurch zugänglich ist, wie in Fig. 8 angedeutet.
[0048] Der Master-Controller 151 umfasst einen Prozessor 153, der mit Steuerungssoftware
gesteuert wird, die proprietär ist. Der Prozessor 153 bildet mit der Steuerungssoftware
eine Art "embedded system", das gegen Manipulation gesichert ist und das die Verfahrensschritte
der Erfindung ausführt und/oder kontrolliert.
[0049] Der Master-Controller 151 realisiert durch geeignete Verfahrensschritte eine intrinsische
und autark funktionierende Sicherheitsfunktion, die unerlaubte Manipulationen erkennt
und je nach Situation Reaktionen auslöst. Wenn z.B. falsche Eingaben an den Bedienelementen
143 erfolgen, oder wenn die Identifizierung eines Benutzers fehl schlägt, kann das
Sicherheitssystem z.B. für eine gewisse Zeit komplett gesperrt werden und/oder es
kann eine erhöhte Alarmstufe vorgegeben werden, um so z.B. die (Geld-)Kassette 10
auf ein Auslösen der Neutralisierung vorzubereiten.
[0050] Die entsprechenden Verfahrensschritte werden vorzugsweise durch mehrere Sensoren
156 und/oder das Sicherheitsnetz 117 und/oder 118 unterstützt, die an der Aussentüre
103 und/oder an und/oder im Gehäuse 101 angebracht sind.
[0051] Die (Geld-)Kassette 10 ist vorzugsweise mit einem Notenprüfer so verbunden, dass
Geldscheine 1 durch ein Einzugmodul 130 des Notenprüfers hindurch ins Innere des Sicherheitssystems
50 gelangen und dort in den Aufnahmebereich (Innenraum 2) der (Geld-)Kassette 10 überführt
werden, ähnlich wie dies z.B. auch bei ATM-Maschinen der Fall ist.
[0052] Die (Geld-)Kassette 10 hat einen eigenen Buffer in Form eines Akkus 14, der so ausgelegt
und dimensioniert ist, dass die (Geld-)Kassette 10 über mehrere Jahre sich selbst
autark mit Strom versorgen kann, um im Notfall die Neutralisierung der Banknoten 1
auszulösen.
[0053] Das Sicherheitssystem 50 umfasst vorzugsweise einen Slave-Controller 180 (siehe Fig.
4), der über den bereits genannten Bus 30 mit dem Master-Controller 151 verbunden
ist. Der Slave-Controller 180 sitzt im Gehäuse 101 und ist typischerweise nicht an
der Aussentüre 103 angebracht. Der Slave-Controller 180 kann unterstützende Verfahrenschritte
ausführen.
[0054] Das Sicherheitssystem 50 kann von aussen über einen Netzspannungsanschluss 20 mit
Netzspannung (z.B. 220V) versorgt werden. Ein Wechselspannungs/Gleichspannungs-Wandler
21 kann die für die Systeme/Komponenten des Schutzsystems 150 erforderliche Gleichspannung
(V=) erzeugen. Die Gleichspannung (V=) kann über den Bus 30 oder über separate Spannungsleitungen
(in Fig. 4 durch gestrichelte Pfeile dargestellt) den anderen Systemen/Komponenten
des Schutzsystems 150 zur Verfügung gestellt werden.
[0055] Der Slave-Controller 180, falls vorhanden, umfasst vorzugsweise einen Power Manager
und Elemente zur Kommunikations-Kontrolle.
[0056] Der Slave-Controller 180, falls vorhanden, umfasst vorzugsweise einen eigenen Buffer
in Form eines Akkus 23, der so ausgelegt und dimensioniert ist, dass sich der Slave-Controller
180 über mehrere Tage selbst autark mit Strom versorgen kann.
[0057] Es kann eine sehr laute Sirene (nicht gezeigt) im oder am Gehäuse 101 angeordnet
sein.
[0058] Der Slave-Controller 180, falls vorhanden, umfasst vorzugsweise eine Kommunikationsschnittstelle
181, um mit einer Bedienkonsole 190 und/oder mindestens einem weiteren Sicherheitssystem
50 verbunden zu werden. In Fig. 4 ist die Kommunikationsverbindung zwischen dem Slave-Controller
180 und der Bedienkonsole 190 mit K1 bezeichnet.
[0059] In Fig. 10 ist ein Kassensystem 300 gezeigt, das mindestens zwei Sicherheitssysteme
50, einen Bus oder eine Kommunikationsverbindung K1 und eine Bedienkonsole 190 umfasst.
Vorzugsweise umfasst das Kassensystem 300 mindestens eine Kasse oder ein Point-Of-Sales
(POS) Terminal.
[0060] Die Kommunikationsschnittstelle 181 bietet vorzugsweise eine https (Hypertext Transfer
Protocol Secure) Verbindung, die ein browser-basiertes Kontrollieren oder Abfragen
gewisser Informationen über ein Netzwerk ermöglicht. Die https Verbindung kann mit
der Bedienkonsole 190 und/oder z.B. mit einem anderen (entfernten) Computer aufgebaut
werden.
[0061] Die Kommunikationsschnittstelle 181 bietet vorzugsweise auch eine Ethernet-Verbindung,
die ein Verbinden z.B. mit einer Kasse oder einem Point-Of-Sales (POS) Terminal ermöglicht.
[0062] Die Bedienkonsole 190, falls vorhanden, umfasst vorzugsweise Bedienelemente 191 und
eine Anzeige 192. Die Bedienelemente 191 können gleich oder anders ausgeführt sein
wie die Bedienelemente 143. Die Bedienkonsole 190 kann von aussen über einen Netzspannungsanschluss
22 mit Netzspannung (z.B. 220V) versorgt werden. Ein Wechselspannungs/Gleichspannungs-Wandler
24 kann die für die Systeme/Komponenten der Bedienkonsole 190 erforderliche Gleichspannung
(V=) erzeugen.
[0063] Die Eingabeeinheit 140 des Sicherheitssystems 50 ermöglicht ein "Erkennen" (Identifizieren)
des Benutzers, indem dieser mit einem tragbaren Benutzergerät 200 (z.B. einem PDA
oder Mobiltelefon) z.B. über die RF/ID Kommunikationsverbindung und -schnittstelle
155 eine Identifizierung durchführt.
[0064] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der in einem ersten Schritt Identifizieren
des Benutzers durchgeführt wird, indem der Benutzer das tragbaren Benutzergerät 200
in die Nähe der Eingabeeinheit 140 bringt, damit ein RFID-Sensor (Transponder) der
Eingabeeinheit 140 einen RFID-Chip des Geräts 200 auslesen kann. Dann wird, um die
Sicherheit zu erhöhen, von einem anderen System (z.B. von einem Zentralrechner) per
Nachricht (z.B. per SMS) ein Eingabe-Code C (verschlüsselt oder unverschlüsselt) an
das tragbare Benutzergerät 200 übermittelt. Der selbe Eingabe-Code C wird (verschlüsselt
oder unverschlüsselt) auch an den Master-Controller 151 übermittelt. Wenn der Benutzer
nun den richtigen Code C über die Bedienelemente 143 eingibt, kann der Master-Controller
151 z.B. das Öffnen der Aussentüre 103 frei geben, indem der Master-Controller 151
den Aktuator 108 ansteuert (Aktivierung genannt), um die Falle 109 aus der Ausnehmung
111 des Riegelwerks 113 zurück zu ziehen. Durch ein Betätigen des Kugelgriffelements
106 des Riegels 134 kann die Aussentüre 103 durch das Bewegen des Riegelwerks 113
manuell entriegelt und geöffnet werden. Das Riegelwerk 113 umfasst die Türfallen 135.
Wenn das Riegelwerk 113 zurück bewegt wird, werden auch die Türfallen 135 zurück bewegt
und geben so die Aussentüre 103 frei. Vorzugsweise wird gleichzeitig die (Geld-)Kassette
10 über die IR-Kommunikationsschnittstellen 154 und 13 und die IR Kommunikationsverbindung
IR1 umgeschaltet (vom gesicherten (armierten) Modus in einen nicht-armierten oder
Transport-Modus), damit die (Geld-) Kassette 10 entnommen werden kann, ohne die Banknoten
1 zu neutralisieren oder ohne dass ein Alarm ausgelöst oder an eine Zentrale abgesetzt
wird.
[0065] Die IR Kommunikationsverbindung IR2 und/oder die RF/ID Verbindung über die Schnittstelle
155 sind/ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen verschlüsselt, wohingegen die
IR Kommunikationsverbindung IR1 nicht unbedingt verschlüsselt sein muss, da sie nur
bei geschlossener Aussentüre 103 und bei gesichertem System 50 zum Einsatz kommt und
da sie von Aussen nicht empfang- oder gar manipulierbar ist.
[0066] Die (Geld-)Kassette 10 weist ein kassettenförmiges Gehäuse auf, das einen Innenraum
2 (hier als Aufnahmebereich bezeichnet) umschliesst. Dieser Aufnahmebereich ist zur
Aufnahme von schematisch dargestellten Banknoten 1 ausgelegt (siehe Fig. 5). Der Aufnahmebereich
ist über eine Zugangsöffnung zugänglich, die hier nicht gezeigt ist. Der Aufnahmebereich
ist durch ein oder mehrere Sicherheitsmittel (hier Mittel zum Neutralisieren 152 genannt)
sicherbar. Die Mittel zum Neutralisieren 152 umfassen einen Zünder 3 mit einem Bolzen,
der durch das Anlegen eines elektrischen Signals ausgelöst werden kann. Der Bolzen
durchdringt eine Membrane einer Druckpatrone 6 und setzt so ein Tintenmodul 4 unter
Druck. Das Tintenmodul 4, das eine Flüssigkeit zum Neutralisieren bzw. Einfärben der
Banknoten 1 enthält, steht mit der Druckpatrone 6 und einer Verteilerplatte 5 in Verbindung.
[0067] Unter dem Begriff des Tintenmoduls 4 soll auch ein Modul mit einer anderen Flüssigkeit
(z.B. einer DNA-Flüssigkeit) als Tinte oder mit einem anderen fliessfähigen Medium
verstanden werden. Entsprechend soll unter dem Begriff einer Flüssigkeit auch ein
anderes fliessfähiges Medium verstanden werden, und unter dem Begriff des Einfärbens
der Banknoten 1 soll auch eine andere durch fliessfähiges Medium hervorrufbare Veränderung,
zum Beispiel das Ätzen oder Markieren, verstanden werden. Es können auch mehrere Tintenmodule
4 vorgesehen sein, insbesondere kann vorgesehen sein, mehrere Tintenmodule 4 so auszubilden
und anzuordnen, dass Flüssigkeit aus mehreren Richtungen auf die Banknoten 1 abgegeben
werden kann.
[0068] Das Tintenmodul 4 weist einen Anschluss zum Herstellen einer Druckverbindung mit
der Gasdruckpatrone 6 und einen Austrittsbereich zum Abgeben der Flüssigkeit auf.
Die Verteilerplatte 5 weist mindestens einen Flüssigkeitskanal sowie eine Anzahl von
Austrittsöffnungen für die Flüssigkeit auf. Die Verteilerplatte 5 ist mit dem Austrittsbereich
des Tintenmoduls 4 verbindbar. Das Tintenmodul 4 bildet mit der Verteilerplatte 5
eine Baugruppe, wobei die Verteilerplatte 5 beim Befestigen an dem Tintenmodul 4 druckdicht
mit dem Austrittsbereich des Tintenmoduls 5 verbindbar ist.
[0069] Die Gasdruckpatrone 6 ist so mit dem Zünder 3 verbunden, dass der Zünder 3 beim Anlegen
des elektrischen Signals ausgelöst wird und mit dem erwähnten Bolzen die Membrane
der Gasdruckpatrone 6 durchtrennt. Dadurch wird Gas aus der Gasdruckpatrone 6 abgegeben
und über die Druckverbindung in das Tintenmodul 4 geleitet. Unter diesem Druck gelangt
die Flüssigkeit aus dem Tintenmodul in den Flüssigkeitskanal der Verteilerplatte 5
und durch die Austrittsöffnungen der Verteilerplatte 5 in Richtung der Banknoten 1.
In Fig. 5 ist durch Pfeile 7 das Einfärben der Banknoten 1 dargestellt.
[0070] Fig. 5 zeigt im Weiteren eine Schaltung 11 mit einer IR-Sicherheitsschnittstelle
12, über welche die Schaltung 11 von dem Master-Controller 151, ansteuerbar ist, wie
dies schematisch dargestellt ist. Der Master-Controller 151 dient im Wesentlichen
dazu, das Schutzsystem der (Geld-)Kassette 10 aus einem nicht-armierten bzw. passiven
Zustand in einen armierten bzw. aktiven Zustand zu bringen oder es z.B. in einen Transportmodus
zu überführen, um die Entnahme der (Geld-)Kassette 10 aus dem Tresorbereich 102 vorzubereiten.
Nur wenn das Schutzsystem armiert bzw. aktiviert ist, wird bei einer unbefugten Handhabung
des Sicherheitssystems 50 der Zünder 3 ausgelöst und die Neutralisierung bzw. Einfärbung
der Banknoten 1 eingeleitet. Die Schaltung 11 umfasst zu diesem Zweck einen Prozessor
(nicht gezeigt), der die (Geld-) Kassette 10 autark macht, damit diese automatisch
eine Reaktion auslösen kann. Das Auslösen von Reaktionen kann auch durch den Master-Controller
151 hervorgerufen werden. Dies geschieht über die IR-Kommunikationsverbindung IR1.
[0071] Der Master-Controller 151 kann über die IR-Kommunikationsverbindung IR1 eine Reaktion
der (Geld-)Kassette 10 auslösen, auch wenn die (Geld-)Kassette 10 bzw. das eigene
Schutzsystem der (Geld-)Kassette 10 (noch) keine Bedrohung erkannt hat.
[0072] Die Kommunikationsschnittstelle 155 ist als RF/ID Schnittstelle ausgelegt. Die RF/ID
Schnittstelle umfasst ein RFID Chip (Transponder), der unter der Oberfläche 142 der
Eingabeeinheit 140 angeordnet ist, um nicht manipuliert werden zu können. Der Benutzer
kann das tragbare Benutzergerät 200 an die Eingabeeinheit 140 halten oder in die Nähe
des Tresors bringen, damit der RFID Chip Daten aus dem Benutzergerät 200 lesen und
der Master-Controller 151 diese Daten (z.B. eine Kennung) prüfen kann. Der Einsatz
der RF/ID Schnittstelle ist Teil der vollständigen Identifizierung des Benutzers,
wie bereits anhand eines Beispiels beschrieben.
[0073] Um Geldscheine 1 in das Sicherheitssystem 50 einzahlen zu können, kann vorgegeben
werden, dass über die Eingabeeinheit 140 ein Teilschritt der vollständigen Identifizierung
des Benutzers ausgeführt werden muss. So kann zum Beispiel verlangt werden, dass vor
dem Einzahlen ein PIN-Code über die Eingabeeinheit 140 eingegeben werden muss, oder
es kann verlangt werden, dass sich der Einzahler durch eine Kennung seines tragbaren
Geräts 200 über die RF/ID Schnittstelle authentifiziert.
[0074] Vorzugsweise umfasst das Sicherheitssystem 50 in allen Ausführungsformen Mittel zum
Aufzeichnen (Aufzeichnungsmodul 80 genannt) aller Ereignisse, um nach einem Vorfall
die Aufzeichnungen auswerten zu können. Die Aufzeichnungen können z.B. auf einen Speicher
der (Geld-)Kassette 10 übermittelt werden. Die Aufzeichnungen können z.B. auch auf
einen Speicher einer Geldtasche in der (Geld-)Kassette 10 übermittelt werden. In Fig.
4 ist beispielhaft ein Speichermedium als Aufzeichnungsmodul 80 gezeigt, das über
den Bus 30 mit dem Master-Controller 151 verbunden ist.
[0075] Ein wesentliches Element des erfindungsgemässen Verfahrens ist die Eingabeeinheit
140. Daher sind in den Figuren 6A, 6B, 6C und 6D Details einer bevorzugten Ausführungsform
einer solchen Eingabeeinheit 140 gezeigt. In Fig. 6A ist Oberfläche 142 der Eingabeeinheit
140 gezeigt. Auf der Oberfläche 142 sind Bedienelemente 143 (z.B. in Form eines Tastenfelds)
sichtbar. Ausserdem ist eine Anzeige 144 in der Oberfläche 142 vorgesehen.
[0076] Die Eingabeeinheit 140 ist zur manuellen Eingabe eines (PIN und/oder per SMS übermittelten
Zutritts-)Codes ausgelegt. Zum Eingeben des Codes können die erwähnten Bedienelemente
143 verwendet werden. Ausserdem weist die Eingabeeinheit 140 eine Schnittstelle 141
(vorzugsweise in Form der erwähnten IR-Kommunikationsverbindung IR2) auf, die zur
berührungslosen Kommunikation mit einem tragbaren Benutzergerät 200 ausgelegt ist.
Es kann z.B. die IR-Schnittstelle 154 des Schutzsystems 150 als Schnittstelle 141
dienen. In Fig. 1A ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Schnittstelle 141
unterhalb der Oberfläche 142 der Eingabeeinheit 140 sitzt. In den Figuren 6A, 6B und
6D ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Schnittstelle 141 in der Oberfläche
142 der Eingabeeinheit 140 sitzt, d.h. direkt in die mehrfach erwähnte Baugruppe 90
integriert ist.
[0077] Wenn es sich um eine Schnittstelle 141 für optische Kommunikationszwecken (z.B. via
Infrarot-Kommunikationsschnittstelle 154) handelt, ist die Schnittstelle 141 als optisch
transparentes Fenster ausgelegt, hinter dem ein optischer Sender/Empfänger der Kommunikationsschnittstelle
154 sitzt.
[0078] Wenn es sich um eine RF-Schnittstelle 141 (z.B. die Kommunikationsschnittstelle 155)
handelt, braucht kein optisch transparentes Fenster vorgegeben werden. In diesem Fall
reicht ein Bereich der Oberfläche 142 oder der Aussentüre 103, der für elektro-magnetische
Wellen "transparent" ist, d.h. die Schnittstelle 141 ist in diesem Fall als RF-Port
(z.B., in Form einer integrierten Antenne eines Transponders) ausgelegt.
[0079] Fig. 6B zeigt ein Ansicht der Oberfläche 142 der Eingabeeinheit 140 nach Fig. 6A
nach der Montage und Fig. 6C zeigt ein Schnittansicht der Eingabeeinheit 140 entlang
der Linie A-A in Fig. 6B. In Fig. 6B und 6C ist zu erkennen, dass die Oberfläche 142
vorzugsweise in einen umlaufenden, stabilen Rahmen 145 eingesetzt wird.
[0080] Fig. 6D zeigt ein Explosionszeichnung der wesentlichen Elemente der Eingabeeinheit
140 nach Fig. 6B. In der gezeigten Darstellung von links nach rechts (d.h. im eingebauten
Zustand von Aussen nach Innen) umfasst die Eingabeeinheit 140 die Oberfläche 142,
den stabilen Rahmen 145, eine Platine 146, die hier eine zweite Platine 148 auf Abstandshaltern
trägt, und einen Montagerahmen 149. Die Verbindungselemente 147, die hier in Form
von Stiften ausgeführt sind, haben hier eine rein mechanische Funktion und weisen
Gewinde auf, damit die Eingabeeinheit 140 mit der Aussentüre 103 verbunden werden
kann.
[0081] Die zweite Platine 148 dient vorzugsweise dazu mit anderen Elemente eine elektrische
Verbindung bereit zu stellen.
[0082] Je nach Ausführungsform kann eine Folie oder (Glas-)Platte als Oberfläche 142 der
Eingabeeinheit 140 dienen. Entweder sind die Bedienelemente 143 in die Folie oder
(Glas-)Platte integriert, oder sie sitzen unterhalb der Folie oder (Glas-) Platte.
[0083] Vorzugsweise ist die Oberfläche 142 als Touchscreen, Tastschirm, Berührungsbildschirm
bzw. Sensorbildschirm ausgelegt.
[0084] Die Oberfläche 142 kann schlagfest ausgelegt sein.
[0085] Vorzugsweise dient die Eingabeeinheit 140 bei allen Ausführungsformen als kombiniertes
Ein- und Ausgabegerät (zur Eingabe von Befehlen oder Codes und zum Anzeigen von Information
auf der Anzeige 144), bei dem durch Berührung von Teilen der Oberfläche 142 Funktionen
des Sicherheitssystems 50 direkt gesteuert werden können, wobei die eigentliche Steuerungshoheit
bei dem als "embedded system" ausgelegten Prozessor 153 liegt.
[0086] Vorzugsweise umfasst die Eingabeeinheit 140 elektrische Verbindung(en) in Form von
geschützten (flexiblen Flach-)Kabeln oder Kabelbäumen, die in den Abbildungen nicht
gezeigt sind.
[0087] Fig. 7 zeigt eine Innenansicht einer Ausführungsform einer Aussentüre 103. Die Vorderseite
des Sicherheitssystems 50 ist, wie auch in den Figuren 1A, 1B zu erkennen, vorzugsweise
zweiteilig ausgeführt. Als unterer Teil dient die Aussentüre 103. Als oberer Teil
kann zum Beispiel eine Frontplatte 131 mit einer Öffnung 132 vorgesehen sein, hinter
der das Einzugmodul 130 des Notenprüfers sitzt.
[0088] Die Vorderseite des Sicherheitssystems 50 kann aber auch, wie in Fig. 3 zu erkennen
ist, einteilig ausgeführt sein. Eine zweiteilige Türe ist jedoch bevorzugt, da man
über die obere Türe 131 das Einzugmodul 130 zugänglich machen kann, ohne das Entnehmen
oder Manipulieren der (Geld-)Kassette 10 zu ermöglichen, da diese hinter der Aussentüre
103 sitzt. Das Verfahren der Erfindung weist entsprechend unterschiedliche Schritte
auf, die ein Öffnen der Aussentüre oder ein Öffnen der oberen Türe 131 ermöglichen.
[0089] An der Innenseite der Aussentüre 103 kann ein mechanisches (Zylinder-) Schloss 133
vorgesehen sein, um durch das Einstecken und Drehen eines Schlüssels die Frontplatte
(obere Türe) 131 entriegeln zu können. In Fig. 7 und Fig. 8 ist dieses Schloss 133
von hinten zu erkennen. Das mechanische Schloss 133 kann zum Beispiel so ausgelegt
sein, dass es einen Riegel 136 betätigt, der in die Frontplatte 131 eingreift.
[0090] An der Innenseite der Aussentüre 103 können Elemente eines mechanischen Riegels 134
vorgesehen sein, um durch ein manuelles Betätigen die Aussentüre 103 entriegeln zu
können. In Fig. 7 und Fig. 8 ist dieser Riegel 134 von hinten zu erkennen. Ein solcher
mechanischer Riegel 134 ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen vorgesehen. Durch
das manuelle Betätigen wirkt der mechanische Riegel 134 über das Riegelwerk 113 auf
eine oder mehrere Türfallen 135 ein, die die Aussentüre 103 gegenüber dem Tresorkorpus
160 (d.h. gegenüber dem Gehäuse 101) verriegeln.
[0091] Der mechanische Riegel 134 kann auf der Aussenseite der Aussentüre 103 mit einem
Kugelgriffelement 106 versehen sein. Wenn der Master-Controller 151 nach erfolgreicher
Identifizierung eines Benutzers über den Verschlussmechanismus 110 die Falle 109 zurück
zieht, ist das Riegelwerk 113 freigegeben (entriegelt) und der Benutzer kann durch
das Betätigen des Kugelgriffelements 106 den mechanischen Riegel 134 bewegen, um das
Riegelwerk 113 samt Türfallen 135 zurück zu ziehen. Dann kann die Aussentüre 103 geöffnet
werden.
[0092] Fig. 8 zeigt eine Explosionszeichnung der wesentlichen Elemente einer Baugruppe 90.
Die erfindungsgemässe Baugruppe 90 umfasst mindestens den Master-Controller 151 mit
ein- bzw. angebautem Verschlussmechanismus 110 und mit ein- bzw. angebauter Eingabeeinheit
140.
[0093] Vorzugsweise ist die Aussentüre 103 bei allen Ausführungsformen inwendig (d.h. auf
der Innenwand 105) mit einem elektrischen Sicherheitsnetz 117 belegt, das direkt oder
indirekt (z.B. über einen Zwischenschaltkreis) mit dem Master-Controller 151 verbunden
ist. In Fig. 7 ist schematisch ein kleiner Abschnitt des Sicherheitsnetzes 117 gezeigt.
Durch diese Massnahme kann das gewaltsame Eindringen (z.B. mit einem Bohrer) frühzeitig
detektiert werden. In diesem Fall dient das Sicherheitsnetz 117 als Sensor 156 in
Fig. 4.
[0094] An der Innenseite der Aussentüre 103 und/oder der Frontplatte 131 können Buchsen
137 koaxial zueinander angeordnet sein, um eine Schwenkachse 138 aufzunehmen. Die
Aussentüre 103 und/oder die Frontplatte 131 werden beim Öffnen um die Schwenkachse
138 geschwenkt. In Fig. 3 und Fig. 7 ist die Position der Schwenkachse 138 durch deren
Drehachse DA angedeutet.
[0095] An der Innenseite der Aussentüre 103 kann optional ein Spannungsanschlussprint 112
vorgesehen sein, um die Stromversorgung der Baugruppe 90 (z.B. als Verbindung mit
dem Wechselspannungs/Gleichspannungs-Wandler 21) zu ermöglichen. Die Stromversorgung
der Baugruppe 90 kann bei allen Ausführungsformen aber auch über den in Fig. 4 gezeigten
Bus 30 erfolgen. Die Baugruppe 90 ist so ausgelegt, dass bei einer Unterbrechung der
Stromversorgung eine Reaktion ausgelöst wird. Je nach Ausführungsform kann eine Unterbrechung
der Stromversorgung als Reaktion das Neutralisieren der Banknoten 1 auslösen, die
sich in der (Geld-)Kassette 10 im Tresorbereich 102 befinden. Das Auslösen dieser
Reaktion erfolgt vom Master-Controller 151 über die interne IR-Kommunikationsverbindung
IR1 an die (Geld-)Kassette 10 und die sich darin befindenden Mittel zum Neutralisieren
152.
[0096] Der elektro-mechanische Verschlussmechanismus 110 wirkt auf ein Verschlusselement
109 (auch Falle oder Nase genannt) ein, das indirekt die Aussentüre 103 gegenüber
dem Tresorkorpus 160 bzw. dem Gehäuse 101 sichert. In Fig. 8 ist eine Ausführungsform
zu erkennen, bei der der Verschlussmechanismus 110 das Verschlusselement 109 in Form
einer Falle oder Nase bewegt. Die Falle oder Nase greift in eine Ausnehmung 111 (nicht
in Fig. 8 zu erkennen) eines Riegelwerks 113 ein, der beweglich geführt mit den Türfallen
135 verbunden ist. Im geschlossenen und verriegelten Zustand der Aussentüre 103, sitzt
die Falle oder Nase des Verschlusselements 109 in dem Ausschnitt 111 des Riegelwerks
113 (siehe Fig. 7) und das Riegelwerk 113 kann nicht bewegt werden. Erst wenn durch
die richtige und autorisierte Bedienung der Eingabeeinheit 140 (d.h. im Falle einer
erfolgreichen Identifizierung) der Verschlussmechanismus 110 das Verschlusselement
109 frei gibt, lässt sich das Riegelwerk 113 bewegen. Wenn das Riegelwerk 113 bewegt
werden kann, können die Türfallen 135 mit dem Riegelwerk 113 zurückbewegt werden,
um so die Aussentüre 103 zu entriegeln. Das Zurückbewegen der Türfallen 135 geschieht
hier durch das manuelle Bewegen des Kugelgriffelements 106 des Riegels 134.
[0097] Vorzugsweise umfasst die Aussentüre 103 bei allen Ausführungsformen mindestens einen
Türsensor (vorzugsweise in Form eines Reed-Sensors 114), um die Position (offen oder
geschlossen) der Aussentüre 103 bestimmen zu können und um die Baugruppe 90 zusätzlich
gegen Manipulationen absichern zu können. Der Reed-Sensor 114 kann als Sensor 156
mit dem Master-Controller 151 verbunden sein. Wenn das Verschliessen der Aussentüre
103 detektiert wurde, kann die (Geld-)Kassette 10 z.B. über die IR-Verbindung IR1
in einen armierten Zustand überführt werden.
[0098] Vorzugsweise ist die Eingabeeinheit 140 fest mechanisch mit dem Verschlussmechanismus
110 verbunden (z.B. durch Schrauben). Die Eingabeeinheit 140 und der Verschlussmechanismus
110 können auch in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein, um so die Baugruppe
90 zu bilden.
[0099] Vorzugsweise ist das Sicherheitssystem 50 bei allen Ausführungsformen so ausgelegt,
dass die Wandungen des Gehäuses 101 und mindestens auch die Aussentüre 103 mit einem
Sicherheitsnetz 118 und/oder 117 belegt sind, wie in Fig. 2 und Fig. 7 angedeutet.
Das/die Sicherheitsnetze 117 und/oder 118 sind direkt oder indirekt (z.B. über einen
Zwischenschaltkreis) mit dem Master-Controller 151 verbunden. Durch diese Massnahme
kann das gewaltsame Eindringen (z.B. mit einem Bohrer) frühzeitig detektiert werden.
[0100] Die grundlegenden Schritte des Verfahrens 400 zur Handhabung von Banknoten 1 wird
nun unter Bezugnahme auf das schematische Ablaufdiagramm der Fig. 11A und 11B beschrieben.
Das Verfahren 400 umfasst die folgenden Schritte:
Schritt S1: Vornehmen einer ersten Identifizierung;
- Beim Vornehmen S1 der ersten Identifizierung erfolgt als ein Teilschritt S1.1 das
berührungslose Übermitteln (Übertragen) einer Kennung K von dem tragbaren Benutzergerät
200 an den Tresor.
- In einem weiteren Teilschritt S1.2 wird ermittelt, ob die Kennung K das Durchführen
weiterer Verfahrensschritte zulässt. Dies kann z.B. geschehen, indem die Kennung K
mit den Einträgen einer Tabelle in einem Speicher (z.B. Aufzeichnungsmodul 80) des
Tresors oder eines verbundenen Rechners verglichen wird.
- Wenn die Kennung K das Durchführen weiterer Verfahrensschritte zulässt (Pfad 401 in
Fig. 11A), wird als ein weiterer Teilschritt S1.3 das Übermitteln eines Eingabe-Codes
C über eine kabellose Kommunikationsverbindung an das Benutzergerät 200 vorgenommen.
Das Übermitteln S1.3 des Eingabe-Codes C wird nur dann ausgeführt, wenn zuvor die
Kennung K das Durchführen weiterer Verfahrensschritte zugelassen hat. Ansonsten wird
das Verfahren 400 bereits nach dem Teilschritt S1.2 beendet und es kann z.B. die (Geld-)Kassette
10 in einen Alarmzustand überführt werden (Pfad 402 in Fig. 11A und Schritt S1.6).
- Nun folgt in einem Teilschritt S1.4 das Eingeben des Eingabe-Codes C über eine Eingabeeinheit
140, die aussen an einer verschlossenen Aussentüre 103 des Tresors 100 sitzt und die
von Aussen bedienbar ist.
- Nun folgt in einem Teilschritt S1.5 das Prüfen, ob der Eingabe-Code C das Öffnen der
Aussentüre 103 zulässt. Das Verfahren 400 kann auch nach dem Teilschritt S1.5 beendet
werden und es kann z.B. die (Geld-)Kassette 10 in einen Alarmzustand überführt werden
(Pfad 403 in Fig. 11A und Schritt S1.7).
[0101] Falls der Eingabe-Code C das Öffnen der Aussentüre 103 zulässt (Pfad 404 in Fig.
11A), wird der folgende Schritt S2 (siehe Fig. 11B) ausgeführt:
- Aktivieren S2 des elektro-mechanischen Verschlussmechanismus 108, 109, 110, der im
Inneren 102 des Tresors 100 sitzt, wobei der Verschlussmechanismus 108, 109, 110 durch
das Aktivieren S2 elektro-mechanisch auf das Riegelwerk 113 des Tresors 100 einwirkt,
und so die verschlossene Aussentüre 103 in einem Teilschritt S2.1 entriegelt. Details
hierzu sind in Fig. 12 dargestellt.
[0102] Nun kann der Schritt S3 (siehe Fig. 11B) folgen:
- Öffnen S3 der Aussentüre 103, um so Zugang zu einer (Geld-)Kassette 10 zu erhalten,
die sich im Inneren 102 des Tresors 100 befindet und die Banknoten 1 enthält.
[0103] Nun kann z.B. der Schritt S4 (siehe Fig. 11B) folgen:
- Entnehmen S4 der (Geld-)Kassette 10.
[0104] Falls der Eingabe-Code C das Öffnen der Aussentüre 103 zulässt (Pfad 404 in Fig.
11A), werden vorzugsweise folgende Schritte ausgeführt. Die folgenden Schritte können
z.B. parallel zu einem der Schritte S2, S3, S4 ausgeführt werden, wie in Fig. 11B
durch den Pfad 405 angedeutet.
- Übermitteln eines Signals von dem Master-Controller 151 über die Kommunikationsverbindung
IR1 an die Schutzschaltung 11 der (Geld-)Kassette 10,
- automatisches Überführen (Schritt S5) der (Geld-)Kassette 10 in einen speziellen Modus,
der ein Entnehmen der (Geld-)Kassette 10 aus dem Tresor 100 ermöglicht ohne dass die
Schutzschaltung 11 der (Geld-)Kassette 10 ein Markieren der Banknoten 1 auslöst, die
in der (Geld-)Kassette 10 enthalten sind.
[0105] Wie erwähnt, kann der Modus der (Geld-)Kassette parallel zu einem der Schritte S2,
S3, S4 10 geändert werden, um die Entnahme der (Geld-) Kassette 10 vorzubereiten.
Vorzugsweise wird die (Geld-)Kassette 10 in dem Schritt S5 in einen Transportmodus
überführt, bei dem der Bewegungssensor der (Geld-) Kassette 10 weniger empfindlich
eingestellt oder ausgeschaltet ist. Ausserdem kann eine Gehsteigzeit vorgegeben werden.
Nach Ablauf der Gehsteigzeit muss die (Geld-)Kassette 10 durch eine autorisierte Person
entleert worden sein oder wieder ruhen und darf nicht mehr bewegt werden.
[0106] Vorzugsweise erfolgt das berührungslose Übermitteln (Übertragen) einer Kennung K
im Teilschritt S1.1 durch ein RF/ID-Verfahren. Im Zusammenhang mit dem Teilschritt
S1.1 wird von dem berührungslosen Übermitteln (Übertragen) der Kennung K gesprochen.
Es sei hier angemerkt, dass damit sowohl das Senden der Kennung K vom Benutzergerät
200 an den Tresor 100, wie auch alternativ das Abfragen der Kennung K seitens des
Tresors 100 vom Benutzergerät 200 gemeint ist.
[0107] Beim Einbringen einer (Geld-)Kassette 10 in das Innere 102 des Tresors 100 werden
die folgenden Schritte ausgeführt. Es wird automatisch eine berührungslose, interne
Kommunikationsverbindung IR1 zwischen der Schutzschaltung 11 der (Geld-)Kassette 10
und dem Master-Controller 151 des Tresors 100 aufgebaut und es wird das Verschliessen
der Aussentüre 103 detektiert (z.B. durch einen Reed-Sensor 114). Dann wird ein Signal
von dem Master-Controller 151 über die Kommunikationsverbindung IR1 an die Schutzschaltung
11 der (Geld-)Kassette 10 übermittelt, um so in der (Geld-) Kassette 10 das automatische
Überführen in einen geschützten Modus hervor zu rufen. Vorzugsweise erfolgt das Aufbauen
der internen Kommunikationsverbindung IR1 erst nach dem Verschliessen der Aussentüre
103, da der IR Kontrollpunkt 107 innen an der Aussentüre 103 sitzt und erst bei geschlossener
Aussentüre 103 mit dem IR Kontrollpunkt 13 der(Geld-) Kassette 10 räumlich ausgerichtet
in Verbindung steht.
[0108] Das Übermitteln S1.3 eines Eingabe-Codes C wird, wie erwähnt, über eine kabellose
Kommunikationsverbindung an das Benutzergerät 200 vorgenommen. Vorzugsweise kommt
hier ein Kommunikationsverfahren zum Einsatz, bei dem nur ein vorbestimmtes Benutzergerät
200 den Eingabe-Code C empfangen kann. Gegenwärtig bevorzugt ist ein SMS-basiertes
Kommunikationsverfahren, bei dem eine SMS-Nachricht mit dem Eingabe-Code C von einem
entfernten Rechner an die Telefonnummer des Benutzergeräts 200 geschickt wird. Durch
diesen Ansatz, der auf ein spezielles Benutzergerät 200 bezogen ist, kann ein Missbrauch
verhindert werden.
[0109] Das Eingeben des Eingabe-Codes C in dem Teilschritt S1.4 erfolgt über die Eingabeeinheit
140, die entweder durch das manuelle Eingeben des Eingabe-Codes C mittels der Bedienelemente
143 betätigt wird, oder das Eingeben des Eingabe-Codes C in dem Teilschritt S1.4 erfolgt
per kabelloser Kommunikationsverbindung. Im letzteren Fall nimmt das Benutzergerät
200 z.B. über eine IR-Kommunikationsverbindung IR2 mit der Eingabeeinheit 140 Kontakt
auf und es wird (vorzugsweise verschlüsselt) der Eingabe-Codes C an die Eingabeeinheit
140 übermittelt. Falls der Eingabe-Code C manuell eingeben werden soll, so kann dieser
Code auf der Anzeige 144 des Benutzergeräts 200 angezeigt oder als Audiosignal an
den Benutzer übermittel werden.
[0110] Details zum Aktivieren S2 des elektro-mechanischen Verschlussmechanismus 108, 109,
110 sind in Fig. 12 dargestellt. In einem ersten Teilschritt S2.0 erfolgt das Ansteuern
des Verschlussmechanismus 108, 109, 110. Es erfolgt dann eine elektro-mechanische
Einwirkung (Teilschritt S2.1) auf das Riegelwerk 113 des Tresor 100, um so die Aussentüre
103 zu entriegeln. Nach dem Entriegeln kann die Aussentüre 103 manuell geöffnet werden.
Sicherheitshalber wird ein Zeitfenster vorgegeben (Teilschritt S2.2), um die Aussentüre
103 selbsttätig (automatisch) zu verriegeln, falls die Aussentüre 103 nicht innerhalb
des Zeitfensters geöffnet wurde.
[0111] Um Zugang zu einem Notenprüfer zu erhalten, der sich in dem Tresor 100 befinden kann,
werden weniger starke Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt. Vorzugsweise wird eine
zweite Identifizierung vorgenommen. Das Wort zweite Identifizierung soll nicht bedeutet,
dass vor der zweiten Identifizierung eine erste Identifizierung vorgenommen werden
muss. Beide Verfahren sind weitestgehend unabhängig. Bei der zweiten Identifizierung
werden vorzugsweise bei allen Ausführungsformen der Erfindung die folgenden Schritte
ausgeführt:
- z.B. Durchführen des Schritts S1.1 oder Abwarten der Eingabe eines PIN-Codes, der
über die Bedienelemente 143 eingegeben werden kann;
- Prüfen, ob der Schritt S1.1 eine gültige Kennung erbracht hat, oder ob der PIN-Code
einen Zugang zum Notenprüfer erlaubt. Falls diese zweite Identifizierung erfolgreich
war,
- elektro-mechanisches Freigeben der weiteren Türe 131,
- Öffnen der weiteren Türe 131, um so Zugang zu dem Notenprüfer zu erhalten, ohne einen
Alarm oder ein Markieren der Banknoten 1 auszulösen, die in der Kassette 10 enthalten
sind.
Bezugszeichen
[0112]
- Banknoten
- 1
- Innenraum
- 2
- Zünder
- 3
- Tintenmodul
- 4
- Verteilerplatte
- 5
- Gasdruckpatrone
- 6
- Pfeile
- 7
- Geldkassette, Kassette
- 10
- (Sicherheits-)Schaltung
- 11
- Sicherheitsschnittstelle
- 12
- IR Kontrollpunkt
- 13
- Akku
- 14
- Fenster/Öffnung
- 15
- Netzspannungsanschluss
- 20
- Wechselspannungs/Gleichspannungs-Wandler
- 21
- Netzspannungsanschluss
- 22
- Akku
- 23
- Wechselspannungs/Gleichspannungs-Wandler
- 24
- Sicherheitssystem
- 50
- Bus
- 30
- Aufzeichnungsmodul
- 80
- Baugruppe
- 90
- Tresor
- 100
- Gehäuse / Tresorkorpus
- 101
- Tresorbereich
- 102
- Aussentüre
- 103
- Innenwand
- 105
- Kugelgriffelement
- 106
- IR Kontrollpunkt
- 107
- Aktuator
- 108
- Falle/Nase/Verschlusselement
- 109
- Verschlussmechanismus
- 110
- Ausnehmung
- 111
- Spannungsanschlussprint
- 112
- Riegelwerk
- 113
- (Reed-) Sensor
- 114
- (Tür-)Sicherheitsnetz
- 117
- (Gehäuse-)Sicherheitsnetz
- 118
- Fenster
- 121
- Einzugmodul des Notenprüfers
- 130
- Frontplatte/obere Türe
- 131
- Öffnung / Ausschnitt für Notenleser
- 132
- (Zylinder-)Schloss
- 133
- Riegel
- 134
- Türfallen
- 135
- Riegel zu (Zylinder-)Schloss
- 136
- Buchsen
- 137
- Schwenkachse
- 138
- Eingabeeinheit
- 140
- Schnittstelle
- 141
- Oberfläche
- 142
- Bedienelemente
- 143
- Anzeige
- 144
- Rahmen
- 145
- Platine / Leiterplatte
- 146
- Verbindungselemente
- 147
- zweite Platine
- 148
- Montagerahmen
- 149
- Schutzsystem
- 150
- Master-Controller /
- Hauptkontroll- und Steuersystem
- 151
- Mittel zum Neutralisieren
- 152
- Prozessor
- 153
- 1. Kommunikationsschnittstelle
- 154
- 2. Kommunikationsschnittstelle
- 155
- Sensor(en)
- 156
- Tresorkorpus
- 160
- Slave-Controller
- 180
- Kommunikationsschnittstelle
- 181
- Konsole
- 190
- Bedienelemente
- 191
- Anzeige
- 192
- Benutzergerät
- 200
- Kassensystem
- 300
- Verfahren
- 400
- Pfade
- 401,402,403,404,405
- Schnittlinie
- A-A
- Eingabe-Code
- C
- Drehachse
- DA
- IR-Kommunikationsverbindung
- IR1
- IR-Kommunikationsverbindung
- IR2
- Kennung
- K
- Kommunikationsverbindung
- K1
- Steuersoftware
- SW
- Verfahrensschritte
- S1, S1.1, S1.2, S1.3, S1.4, S1.5, S1.6, S1.7
- Verfahrensschritte
- S2, S2.0, S2.1, S2.2
- Verfahrensschritte
- S3
- Verfahrensschritte
- S4
- Verfahrensschritte
- S5
- Gleichspannung
- V=
1. Verfahren zur Handhabung von Banknoten (1) in einem Sicherheitssystem (50), das einen
Tresor (100) umfasst, mit den folgenden Schritten:
- Vornehmen (S1) einer ersten Identifizierung, durch
- berührungsloses Übertragen (S1.1) einer Kennung (K) von einem tragbaren Benutzergerät
(200) an den Tresor (100),
- Übermitteln (S1.3) eines Eingabe-Codes (C) über eine kabellose Kommunikationsverbindung
an das Benutzergerät (200),
- Eingeben (S1.4) des Eingabe-Codes (C) über eine Eingabeeinheit (140), die aussen
an einer verschlossenen Aussentüre (103) des Tresors (100) sitzt und die von Aussen
zugänglich ist, und
- durch Prüfen (S1.5), ob der Eingabe-Code (C) das Öffnen der Aussentüre (103) zulässt,
und falls der Eingabe-Code (C) das Öffnen der Aussentüre (103) zulässt,
- Aktivieren (S2) eines elektro-mechanischen Verschlussmechanismus (108, 109, 110),
der im Inneren (102) des Tresors (100) sitzt, wobei der Verschlussmechanismus (108,
109, 110) durch das Aktivieren (S2) elektro-mechanisch auf ein Riegelwerk (113) des
Tresors (100) einwirkt (S2.1), um die verschlossene Aussentüre (103) zu entriegeln,
- Öffnen (S3) der Aussentüre (103), um so Zugang zu einer Kassette (10) zu erhalten,
die sich im Inneren (102) des Tresors (100) befindet und die Banknoten (1) enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (10) eine Schutzschaltung (11) umfasst, und
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- Einbringen der Kassette (10) in das Innere (102) des Tresors (100),
- Detektieren des Verschließens der Aussentüre (103),
- automatisches Aufbauen einer berührungslosen, internen Kommunikationsverbindung
(IR1) zwischen der Schutzschaltung (11) und einem Master-Controller (151) des Tresors
(100),
- Übermitteln eines Signals von dem Master-Controller (151) über die Kommunikationsverbindung
(IR1) an die Schutzschaltung (11),
- automatisches Überführen der Kassette (10) in einen geschützten Modus.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte, die ausgeführt werden, falls der Eingabe-Code (C) das Öffnen
der Aussentüre (103) zulässt:
- Übermitteln eines Signals von dem Master-Controller (151) über die Kommunikationsverbindung
(IR1) an die Schutzschaltung (11),
- automatisches Überführen (S5) der Kassette (10) in einen speziellen Modus, der ein
Entnehmen der Kassette (10) aus dem Tresor (100) ermöglicht ohne dass die Schutzschaltung
(11) ein Markieren der Banknoten (1) auslöst, die in der Kassette (10) enthalten sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- Detektieren einer Gefahrensituation, und falls eine Gefahrensituation detektiert
wurde,
- Übermitteln eines Signals von dem Master-Controller (151) über die Kommunikationsverbindung
(IR1) an die Kassette (10), um ein Markieren der Banknoten (1) auszulösen, die in
der Kassette (10) enthalten sind.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das berührungslose Übertragen (S1.1) der Kennung (K) nach einem Verfahren zur automatischen
Identifizierung mittels Radiofrequenzkommunikation, vorzugsweise nach dem RF/ID-Standard,
erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Benutzergerät (200) einen Transponder mit der Kennung (K) enthält, und dass an
dem Tresor (100) eine Leseschnittstelle (155) zum Auslesen dieser Kennung (K) vorhanden
ist, wobei beim Vornehmen der ersten Identifizierung (S1) folgende Schritte ausgeführt
werden:
- Annähern des Benutzergeräts (200) an den Tresor (100),
- Empfangen der Kennung (K) über die Leseschnittstelle (155),
- Ermitteln (S1.2), ob die empfangene Kennung (K) weitere Verfahrensschritte der Identifizierung
zulässt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ermitteln (S1.2), ob die empfangene Kennung (K) weitere Verfahrensschritte der
Identifizierung zulässt, erfolgt, indem die empfangene Kennung (K) mit Kennungen aus
einem Speicher (80) des Tresors (100) oder mit Kennungen verglichen wird, die von
einem entfernten Rechner über eine Kommunikationsverbindung an den Tresor (100) übermittelt
wurden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Übermitteln des Eingabe-Codes (C) nur erfolgt wenn die Kennung (K) erkannt wurde,
indem die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Senden des Eingabe-Codes (C) von einem entfernten Rechner über die kabellose Kommunikationsverbindung
an das Benutzergerät (200),
- Empfangen des Eingabe-Codes (C) durch das Benutzergerät (200),
- Bereitstellen des Eingabe-Codes (C) für einen Benutzer, damit dieser das Eingeben
(S1.4) des Eingabe-Codes (C) über die Eingabeeinheit (140) vornehmen kann.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Schritt, der teilweise parallel zu mindestens einem der anderen
Schritte ausgeführt wird, Transaktionen in einem Speichermedium (80) aufgezeichnet
werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in oder an dem Tresor (100) eines oder mehrere der folgenden Komponenten vorhanden
sind,
- Schlagsensor,
- Bewegungssensor,
- Drucksensor,
- Feuchtigkeitssensor,
- Temperatursensor,
- Zeitgeber oder Zähler
- Sicherheitsnetz (117, 118),
die überwachbar oder abfragbar sind.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Tresor (100) eine weitere Türe (131) und einen Notenprüfer mit einer Öffnung
(132) zum Einziehen von Banknoten (1) umfasst, und
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Vornehmen einer zweiten Identifizierung,
- Ermitteln, ob die zweite Identifizierung erfolgreich war, und, falls die zweite
Identifizierung erfolgreich war,
- elektro-mechanisches Freigeben der weiteren Türe (131),
- Öffnen der weiteren Türe (131), um so Zugang zu dem Notenprüfer zu erhalten, ohne
einen Alarm oder ein Markieren der Banknoten (1) auszulösen, die in der Kassette (10)
enthalten sind.