[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Gefahrenmeldeanlage sowie
eine Gefahrenmeldeanlage. Derartige Gefahrenmeldeanlagen weisen häufig eine Brandmeldezentrale
auf, mit der eine Vielzahl von Gefahrenmeldern und Alarmeinrichtungen verbunden ist.
Beispielsweise in großen Bürogebäuden können über die Brandmeldezentrale dann die
einzelnen Gefahrenmelder überwacht werden. Sofern von einem oder mehreren Gefahrenmeldern
ein Gefahrenzustand, beispielsweise ein Brand, detektiert wird, kann die Brandmeldezentrale
einige oder sämtliche der Alarmeinrichtungen aktivieren, so dass beispielsweise eine
Evakuierung des Gebäudes erfolgen kann. Um eine solche Evakuierung geordnet ablaufen
zu lassen, sind häufig mehrere Alarmeinrichtungen anzusteuern, die dann in sich überschneidenden
Zeiträumen ihr beispielsweise akustisches Alarmsignal, aussenden. Problematisch ist
dabei, dass es bei sich einander überlagernden Signalverläufen und bei bestimmten
Frequenzen der Signaltöne zu einem Gemisch von Signaltönen unterschiedlicher Alarmeinrichtungen
kommen kann, so dass der ursprüngliche Signalton nicht mehr erkennbar bzw. unterscheidbar
ist. Darüber hinaus ist es oftmals nicht wünschenswert, sämtliche Alarmeinrichtungen
eines solchen umfangreichen Gebäudes gleichzeitig zu aktivieren, da dann keine geordnete
Evakuierung mehr möglich ist.
[0002] Ausgehend von dem erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren und eine Gefahrenmeldeanlage der eingangs genannten Art bereitzustellen,
wobei eine Steuerung so erfolgt, dass eine sichere und geordnete Evakuierung eines
Gebäudes möglich ist und insbesondere akustische Signaltöne jederzeit erkennbar bzw.
unterscheidbar sind.
[0003] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und 13. Vorteilhafte
Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den
Figuren.
[0004] Die Erfindung löst die Aufgabe zum einen durch ein Verfahren zur Steuerung einer
Gefahrenmeldeanlage, die eine Steuereinrichtung und eine Mehrzahl von mit der Steuereinrichtung
verbundenen Auslöseeinrichtungen aufweist, wobei die Auslöseeinrichtungen jeweils
mit mindestens einer Alarmeinrichtung verbunden sind, umfassend die Schritte: in einem
Initialisierungsschritt werden den Auslöseeinrichtungen Identifikationsdaten zugeordnet,
von der Steuereinrichtung wird ein Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der
Alarmeinrichtungen an sämtliche Auslöseeinrichtungen gesandt, wobei mit dem Steuersignal
Identifikationsdaten einer oder mehrerer Auslöseeinrichtungen übermittelt werden,
die von der Steuereinrichtung übermittelten Identifikationsdaten werden von den Auslöseeinrichtungen
mit den ihnen jeweils zugeordneten Identifikationsdaten verglichen, sofern die Auslöseeinrichtungen
eine Übereinstimmung der miteinander verglichenen Identifikationsdaten feststellen,
senden sie ein Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der mit ihnen verbundenen
Alarmeinrichtungen, so dass die zu aktivierenden oder zu deaktivierenden Alarmeinrichtungen
synchron aktiviert oder deaktiviert werden.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe zum anderen durch eine Gefahrenmeldeanlage mit einer
Steuereinrichtung und einer Mehrzahl von über eine Steuerleitung mit der Steuereinrichtung
verbundenen Auslöseeinrichtungen, die wiederum jeweils mit mindestens einer Alarmeinrichtung
verbunden sind, wobei die Auslöseeinrichtungen jeweils eine Speichereinrichtung aufweisen,
in der den Auslöseeinrichtungen jeweils zugeordnete Identifikationsdaten gespeichert
sind, wobei die Steuereinrichtung eine Sendeeinrichtung aufweist, über die ein Steuersignal
zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen an sämtliche Auslöseeinrichtungen
gesendet werden kann, wobei mit dem Steuersignal Identifikationsdaten einer oder mehrerer
Auslöseeinrichtungen übermittelt werden können, und wobei die Auslöseeinrichtungen
jeweils eine Vergleichseinrichtung aufweisen, die dazu ausgebildet ist, die von der
Steuereinrichtung ausgesandten Identifikationsdaten mit den jeweils in der Speichereinrichtung
hinterlegten Identifikationsdaten zu vergleichen, und wobei die Auslöseeinrichtungen
dazu ausgebildet sind, bei einer Übereinstimmung der miteinander verglichenen Identifikationsdaten
ein Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren an die mit ihnen verbundenen Alarmeinrichtungen
zu senden, so dass die zu aktivierenden oder zu deaktivierenden Alarmeinrichtungen
synchron aktiviert oder deaktiviert werden.
[0006] Erfindungsgemäß ist eine Steuereinrichtung über mindestens eine Leitung, beispielsweise
eine so genannte Brandmeldeprimärleitung, mit einer Vielzahl von Auslöseeinrichtungen
verbunden, die wiederum jeweils mit mindestens einer Alarmeinrichtung verbunden sind.
Die Auslöseeinrichtungen und Alarmeinrichtungen können dabei auch jeweils eine integrierte
Auslöse- und Alarmeinrichtung bilden. Den Auslöseeinrichtungen sind jeweils Identifikationsdaten
zugeordnet, insbesondere Kommunikationsadressen. Über diese sind sie von der Steuereinrichtung
erreichbar. Die Erfindung erlaubt die gezielte Ansteuerung bestimmter Auslöseeinrichtungen
und damit Alarmeinrichtungen. Dazu sendet die Steuereinrichtung einen gemeinsamen
Befehl, insbesondere einen so genannten Broadcast-Befehl, an alle Auslöseeinrichtungen.
Der gemeinsame Befehl ist unabhängig von den Identifikationsdaten und wird von allen
Auslöseeinrichtungen empfangen und verarbeitet. Mit diesem gemeinsamen Befehl, z.B.
einem Befehl zum Aktivieren der Alarmeinrichtungen, sendet die Steuereinrichtung auch
einen oder mehrere Sätze von Identifikationsdaten. Nur diejenigen Auslöseeinrichtungen,
deren zuvor programmierte Identifikationsdaten mit dem gemeinsamen Befehl gesendet
werden, setzen den gemeinsamen Befehl dann tatsächlich um. Über die Auswahl der mit
dem gemeinsamen Befehl gesendeten Identifikationsdaten können also die gewünschten
Auslöse- und damit Alarmeinrichtungen gezielt ausgewählt werden. Auf diese Weise ist
eine gezielte Ansteuerung bestimmter Gruppen von Auslöse- bzw. Alarmeinrichtungen
möglich, beispielsweise sämtlicher Alarmeinrichtungen eines bestimmten Gebäudes, eines
bestimmten Gebäudetrakts oder eines Gebäudestockwerks. Auf diese Weise können in für
eine geordnete Evakuierung geeigneter Weise die Stockwerke eines Gebäudes nacheinander
evakuiert werden, indem über die in dem jeweiligen Stockwerk angeordneten Alarmeinrichtungen
ein entsprechendes Evakuierungssignal gesendet wird. Die Auslöseeinrichtungen besitzen
hierzu jeweils mindestens einen Steuerausgang, der bei einer Übereinstimmung der von
der Steuereinrichtung gesendeten und der in der Auslöseeinrichtung hinterlegten Identifikationsdaten
zum Auslösen der jeweiligen Alarmeinrichtung aktiviert wird. Mit dem Steuerausgang
der Auslöseeinrichtungen ist jeweils ein Steuereingang der mit den jeweiligen Auslöseeinrichtungen
verbundenen Alarmeinrichtungen verbunden.
[0007] Die Erfindung gewährleistet darüber hinaus ein synchrones, also zeitgleiches Aktivieren
oder Deaktivieren der jeweils ausgewählten Alarmeinrichtungen. So wird der Auslösebefehl
zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen von den mittels der jeweiligen
Identifikationsdaten ausgewählten Auslöseeinrichtungen praktisch zeitgleich an die
mit diesen Auslöseeinrichtungen jeweils verbundenen Alarmeinrichtungen übersandt.
Das zeitgleiche bzw. synchrone Starten der Alarmeinrichtungen, insbesondere akustischer
Alarmeinrichtungen wie Sirenen, hat den Vorteil, dass der akustische Signalverlauf
in dem Gebäude jederzeit noch wahrnehmbar ist, ohne dass sich ein Gemisch von Signaltönen
sämtlicher Alarmeinrichtungen einstellt und der eigentliche Signalton nicht mehr unterscheidbar
ist. Die Erfindung gewährleistet daher jederzeit eine geordnete Evakuierung im Brandfall.
[0008] Nach einer Ausgestaltung kann das Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der
Alarmeinrichtungen von der Steuereinrichtung periodisch an sämtliche Auslöseeinrichtungen
gesendet werden. Um eine (dauerhafte) Aktivierung der Auslöse- und damit Alarmeinrichtungen
beispielsweise durch eine Störung zu vermeiden, kann vorgesehen sein, dass die Auslöseeinrichtungen
und gegebenenfalls die Alarmeinrichtungen sich nach einer bestimmten Deaktivierungszeit,
z.B. einigen Sekunden, automatisch abstellen. Solange ein Alarm gewünscht ist, werden
bei dieser Ausgestaltung daher von der Steuereinrichtung in ausreichend kurzen Abständen
(weniger als die Deaktivierungszeit) Aktivierungsimpulse an die Auslöseeinrichtungen
gesendet, so dass die Alarmeinrichtungen aktiv bleiben.
[0009] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann das Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren
der Alarmeinrichtungen von der Steuereinrichtung an die Auslöseeinrichtungen gesandt
werden, sofern mindestens eine Auslöseeinrichtung zuvor ein Gefahrensignal an die
Steuereinrichtung gesendet hat. Über die Verbindung zwischen Steuereinrichtung und
Auslöseeinrichtungen können Signale, insbesondere Befehle und Daten, bidirektional
ausgetauscht werden. Insbesondere können neben den von der Steuereinrichtung an die
Auslöseeinrichtungen gesandten Steuersignalen auch beispielsweise Gefahrenmeldesignale
von den Auslöseinrichtungen an die Steuereinrichtung gesandt werden, beispielsweise
wenn von einer oder mehreren Auslöseeinrichtungen ein Gefahrenzustand, wie ein Brand,
detektiert wird. Bei dieser Ausgestaltung kann bei einem in einem Raum eines Gebäudes
erkannten Brand ein Alarmsignal in dem gesamten Gebäudetrakt oder Stockwerk, in dem
sich der Raum befindet, ausgelöst werden. Es ist auch möglich, dass die Steuereinrichtung
mit dem Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen die Identifikationsdaten
zumindest derjenigen Auslöseeinrichtungen übermittelt, die zuvor ein Gefahrensignal
an die Steuereinrichtung gesandt haben.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann den Auslöseeinrichtungen als Identifikationsdaten
eine die Auslöseeinrichtungen jeweils eindeutig kennzeichnende Kommunikationsadresse
zugeordnet werden. Bei dieser Ausgestaltung wird jeder Auslöseeinrichtung eine individuelle
Kommunikationsadresse zugeordnet, so dass sämtliche Auslöseeinrichtungen individuell
ansteuerbar sind. Alternativ ist es auch möglich, mehrere Gruppen von Auslöseeinrichtungen
zu bilden, wobei den Auslöseeinrichtungen einer Gruppe als Identifikationsdaten eine
gemeinsame Kommunikationsadresse zugeordnet wird. Bei dieser Ausgestaltung können
die Auslöseeinrichtungen unterschiedlicher Gruppen individuell angesteuert werden,
wobei die Auslöseeinrichtungen einer Gruppe jeweils (nur) gemeinsam angesteuert werden
können. Beispielsweise können dabei die Auslöseeinrichtungen nach Stockwerken eines
Gebäudes in Gruppen eingeteilt werden.
[0011] Die Auslöseeinrichtungen können seriell mit einer Steuerleitung der Steuereinrichtung
verbunden sein. Es erfolgt also eine serielle Kommunikation zwischen Steuereinrichtung
und Auslöseeinrichtungen. Weiterhin kann über die Steuerleitung auch eine elektrische
Versorgung der Auslöseeinrichtungen erfolgen. Die Steuerleitung zwischen der Steuereinrichtung
und den Auslöseeinrichtungen, beispielsweise eine Brandmeldeprimärleitung, kann also
mindestens zwei Adern besitzen, wobei eine zur Kommunikation zwischen der Steuereinrichtung
und den Auslöseeinrichtungen dient, insbesondere zum Übertragen der Steuersignale,
und die andere zur elektrischen Versorgung der Auslöseeinrichtungen und/oder der Alarmeinrichtungen.
[0012] Die Auslöseeinrichtungen können Gefahrenmelder sein. Insbesondere können die Gefahrenmelder
Brandmelder, beispielsweise Rauchmelder, sein. Die Alarmeinrichtungen können optische
und/oder akustische Alarmeinrichtungen sein. Die Steuereinrichtung kann eine Brandmeldezentrale
sein.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgebildet sein. Entsprechend kann das erfindungsgemäße Verfahren mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung durchgeführt werden.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Die einzige Figur zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Gefahrenmeldeanlage.
[0015] Die erfindungsgemäße Gefahrenmeldeanlage weist eine Steuereinrichtung 10, in dem
vorliegenden Beispiel eine Brandmeldezentrale 10, auf. Die Gefahrenmeldeanlage weist
darüber hinaus eine Vielzahl von Auslöseeinrichtungen 12, in dem vorliegenden Beispiel
Gefahrenmeldern 12, beispielsweise Brandmeldern, auf. Die Gefahrenmelder 12 sind über
eine Steuerleitung 14, vorliegend eine so genannte Brandmeldeprimärleitung 14, seriell
mit der Brandmeldezentrale 10 verbunden. Über die Brandmeldeprimärleitung 14 erfolgt
zum einen ein bidirektionaler Austausch von Signalen zwischen der Brandmeldezentrale
10 und den Gefahrenmeldern 12. Darüber hinaus erfolgt über die Brandmeldeprimärleitung
14 auch eine elektrische Versorgung der Gefahrenmelder 12. Die Gefahrenmelder 12 sind
in dem gezeigten Beispiel darüber hinaus jeweils über eine Verbindungsleitung 16 mit
einer Alarmeinrichtung 18, in dem gezeigten Beispiel einer akustischen Alarmeinrichtung
18, wie einer Sirene, verbunden. Die Alarmeinrichtungen 18 können zusätzlich auch
optische Alarmeinrichtungen, wie Blitzleuchten, umfassen.
[0016] Im Betrieb werden den Gefahrenmeldern 12 in einem Initialisierungsschritt zunächst
Identifikationsdaten, insbesondere Kommunikationsadressen, zugeordnet, anhand derer
sie von der Brandmeldezentrale 10 identifiziert werden können. Beispielsweise können
die Gefahrenmelder 12 mit den ihnen zugeordneten Alarmeinrichtungen 18 in mehrere
Gruppen eingeteilt werden, wobei den Gefahrenmeldern 12 einer Gruppe jeweils die gleiche
Kommunikationsadresse zugeordnet wird. So können die Gefahrenmelder 12 und Alarmeinrichtungen
18 nach Stockwerken eines mit der Gefahrenmeldeanlage ausgerüsteten Gebäudes in Gruppen
eingeteilt werden. Die Gefahrenmelder 12 besitzen jeweils eine Speichereinrichtung,
in der die Kommunikationsadressen gespeichert werden.
[0017] Wird im Betrieb beispielsweise von einem oder mehreren Gefahrenmeldern 12 ein Gefahrenzustand,
wie ein Brand, detektiert, kann ein entsprechendes Gefahrensignal über eine Sende-
und Empfangseinrichtung des oder der Gefahrenmelder(s) an eine Sende- und Empfangseinrichtung
der Brandmeldezentrale 10 gesendet werden. Sofern in der Brandmeldezentrale 10 beispielsweise
entschieden wird, dass das Gebäude zu evakuieren ist, können die Gefahrenmelder 12
durch die Brandmeldezentrale 10 zur Aktivierung der ihnen jeweils zugeordneten Alarmeinrichtungen
18 angesteuert werden. Hierzu wird von der Brandmeldezentrale 10 über ihre Sende-
und Empfangseinrichtung zunächst ein gemeinsamer Befehl, insbesondere ein so genannter
Broadcast-Befehl, zum Aktivieren der Alarmeinrichtungen 18 an sämtliche Gefahrenmelder
12 gesendet. Dieser gemeinsame Befehl wird über die Sende- und Empfangseinrichtungen
von allen Gefahrenmeldern 12 empfangen. Mit dem gemeinsamen Befehl werden von der
Brandmeldezentrale 10 zunächst beispielsweise die Identifikationsdaten einer ersten
Gruppe von Gefahrendmeldern 12 übermittelt. Die Gefahrenmelder 12 besitzen jeweils
eine Vergleichseinrichtung, mittels derer die von der Brandmeldezentrale 10 übermittelten
Identifikationsdaten mit den in der Speichereinrichtung des jeweiligen Gefahrenmelders
12 gespeicherten Identifikationsdaten verglichen werden. Stellt die Vergleichseinrichtung
dabei eine Übereinstimmung fest, wird ein Steuerausgang der entsprechenden Gefahrenmelder
12 aktiviert und ein Aktivierungssignal über die Verbindungsleitungen 16 an einen
Steuereingang der entsprechenden Alarmeinrichtungen 18 gesendet. Dies wiederum führt
zu einem Auslösen der entsprechenden Alarmeinrichtungen 18.
[0018] Nach einer bestimmten Alarmzeit der Alarmeinrichtungen 18 dieser ersten Gruppe von
Gefahrenmeldern 12 können in entsprechender Weise die Gefahrenmelder 12 einer zweiten
und nachfolgend weiterer Gruppen angesteuert werden, so dass auch diese Gefahrenmelder
12 sukzessive ihre Alarmeinrichtungen 18 aktivieren. In gleicher Weise wie oben zur
Aktivierung beschrieben, können dabei die Alarmeinrichtungen 18 der jeweils vorangegangenen
Gruppe wieder deaktiviert werden, so dass immer nur die Alarmeinrichtungen 18 einer
Gruppe aktiviert sind. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Bürogebäude mit vielen
Stockwerken sukzessive in geordneter Weise evakuiert werden.
[0019] Darüber hinaus führt die erfindungsgemäße Ansteuerung der Gefahrenmelder 12 zu einer
praktisch zeitgleichen Aktivierung der Alarmeinrichtungen 18 durch die jeweils angesteuerten
Gefahrenmelder 12. Bei den aktivierten akustischen Alarmeinrichtungen 18 wird auf
diese Weise sichergestellt, dass das jeweilige Alarmsignal, beispielsweise ein akustisches
Evakuierungssignal, jederzeit noch deutlich erkennbar ist. Insbesondere werden Überlagerungen
akustischer Signale unterschiedlicher Alarmeinrichtungen, die dazu führen können,
dass das akustische Signal nicht mehr eindeutig erkennbar ist, sicher vermieden.
[0020] Es kann darüber hinaus vorgesehen sein, dass sich die Alarmeinrichtungen 18 jeweils
nach einer vorgegebenen Alarmdauer von beispielsweise einigen Sekunden, selbsttätig
wieder deaktivieren. In einem solchen Fall kann während der gewünschten Alarmdauer
der Alarmeinrichtungen 18 einer Gruppe eine periodisch wiederkehrende Ansteuerung
der entsprechenden Gefahrenmelder 12 und damit der Alarmeinrichtungen 18 erfolgen.
Jede dieser Ansteuerungen stellt dann einen erneuten Aktivierungsimpuls für die Alarmeinrichtungen
18 dar, so dass eine durchgehende Alarmgebung während des gewünschten Zeitraums sichergestellt
ist. Die Aktivierungsimpulse müssen mit einer ausreichenden Frequenz erfolgen, um
ein selbsttätiges Abschalten der Alarmeinrichtungen (18) zu verhindern.
1. Verfahren zur Steuerung einer Gefahrenmeldeanlage, die eine Steuereinrichtung (10)
und eine Mehrzahl von mit der Steuereinrichtung (10) verbundenen Auslöseeinrichtungen
(12) aufweist, wobei die Auslöseeinrichtungen (12) jeweils mit mindestens einer Alarmeinrichtung
(18) verbunden sind,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- in einem Initialisierungsschritt werden den Auslöseeinrichtungen (12) Identifikationsdaten
zugeordnet,
- von der Steuereinrichtung (10) wird ein Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren
der Alarmeinrichtungen (18) an sämtliche Auslöseeinrichtungen (12) gesandt, wobei
mit dem Steuersignal Identifikationsdaten einer oder mehrerer Auslöseeinrichtungen
(12) übermittelt werden,
- die von der Steuereinrichtung (10) übermittelten Identifikationsdaten werden von
den Auslöseeinrichtungen (12) mit den ihnen jeweils zugeordneten Identifikationsdaten
verglichen,
- sofern die Auslöseeinrichtungen (12) eine Übereinstimmung der miteinander verglichenen
Identifikationsdaten feststellen, senden sie ein Steuersignal zum Aktivieren oder
Deaktivieren der mit ihnen verbundenen Alarmeinrichtungen (18), so dass die zu aktivierenden
oder zu deaktivierenden Alarmeinrichtungen (18) synchron aktiviert oder deaktiviert
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen (18) von
der Steuereinrichtung (10) periodisch an sämtliche Auslöseeinrichtungen (12) gesendet
wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen (18) von
der Steuereinrichtung (10) an die Auslöseeinrichtungen (12) gesandt wird, sofern mindestens
eine Auslöseeinrichtung (12) zuvor ein Gefahrensignal an die Steuereinrichtung (10)
gesendet hat.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) mit dem Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren
der Alarmeinrichtungen (18) die Identifikationsdaten zumindest derjenigen Auslöseeinrichtungen
(12) übermittelt, die zuvor ein Gefahrensignal an die Steuereinrichtung (10) gesandt
haben.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Auslöseeinrichtungen (12) als Identifikationsdaten eine die Auslöseeinrichtungen
(12) jeweils eindeutig kennzeichnende Kommunikationsadresse zugeordnet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gruppen von Auslöseeinrichtungen (12) gebildet werden, wobei den Auslöseeinrichtungen
(12) einer Gruppe als Identifikationsdaten jeweils eine gemeinsame Kommunikationsadresse
zugeordnet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtungen (12) seriell mit einer Steuerleitung (14) der Steuereinrichtung
(10) verbunden sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuerleitung (14) auch eine elektrische Versorgung der Auslöseeinrichtungen
(12) erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtungen (12) Gefahrenmelder (12) sind.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefahrenmelder (12) Brandmelder, insbesondere Rauchmelder, sind.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmeinrichtungen (18) optische und/oder akustische Alarmeinrichtungen (18)
sind.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) eine Brandmeldezentrale (10) ist.
13. Gefahrenmeldeanlage mit einer Steuereinrichtung (10) und einer Mehrzahl von über eine
Steuerleitung (14) mit der Steuereinrichtung (10) verbundenen Auslöseeinrichtungen
(12), die wiederum jeweils mit mindestens einer Alarmeinrichtung (18) verbunden sind,
wobei die Auslöseeinrichtungen (12) jeweils eine Speichereinrichtung aufweisen, in
der den Auslöseeinrichtungen (12) jeweils zugeordnete Identifikationsdaten gespeichert
sind, wobei die Steuereinrichtung (10) eine Sendeeinrichtung aufweist, über die ein
Steuersignal zum Aktivieren oder Deaktivieren der Alarmeinrichtungen (18) an sämtliche
Auslöseeinrichtungen (12) gesendet werden kann, wobei mit dem Steuersignal Identifikationsdaten
einer oder mehrerer Auslöseeinrichtungen übermittelt werden können, und wobei die
Auslöseeinrichtungen (12) jeweils eine Vergleichseinrichtung aufweisen, die dazu ausgebildet
ist, die von der Steuereinrichtung (10) ausgesandten Identifikationsdaten mit den
jeweils in der Speichereinrichtung hinterlegten Identifikationsdaten zu vergleichen,
und wobei die Auslöseeinrichtungen (12) dazu ausgebildet sind, bei einer Übereinstimmung
der miteinander verglichenen Identifikationsdaten ein Steuersignal zum Aktivieren
oder Deaktivieren an die mit ihnen verbundenen Alarmeinrichtungen (18) zu senden,
so dass die zu aktivierenden oder zu deaktivierenden Alarmeinrichtungen (18) synchron
aktiviert oder deaktiviert werden.
14. Gefahrenmeldeanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) eine Empfangseinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet
ist, ein von den Auslöseeinrichtungen (12) ausgesandtes Gefahrensignal zu empfangen.
15. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass den Auslöseeinrichtungen (12) als Identifikationsdaten eine die Auslöseeinrichtungen
(12) jeweils eindeutig kennzeichnende Kommunikationsadresse zugeordnet ist.
16. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gruppen von Auslöseeinrichtungen (12) gebildet sind, wobei den Auslöseeinrichtungen
(12) einer Gruppe als Identifikationsdaten jeweils eine gemeinsame Kommunikationsadresse
zugeordnet ist.
17. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtungen (12) seriell mit der Steuerleitung (14) verbunden sind.
18. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuerleitung (14) auch eine elektrische Versorgung der Auslöseeinrichtungen
(12) erfolgt.
19. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtungen (12) Gefahrenmelder (12) sind.
20. Gefahrenmeldeanlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefahrenmelder (12) Brandmelder, insbesondere Rauchmelder, sind.
21. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmeinrichtungen (18) optische und/oder akustische Alarmeinrichtungen (18)
sind.
22. Gefahrenmeldeanlage nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) eine Brandmeldezentrale (10) ist.