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(11) |
EP 2 632 617 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2014 Patentblatt 2014/33 |
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Anmeldetag: 07.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/067526 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/055688 (03.05.2012 Gazette 2012/18) |
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VERFAHREN UND ANLAGE ZUR HERSTELLUNG EINES BAUTEILS AUS MAGNESIUMBLECH
PROCESS AND INSTALLATION FOR PRODUCING A COMPONENT FROM SHEET MAGNESIUM
PROCÉDÉ ET INSTALLATION DE FABRICATION D'UNE PIÈCE EN TÔLE DE MAGNÉSIUM
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
27.10.2010 DE 102010060207
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.09.2013 Patentblatt 2013/36 |
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Patentinhaber: |
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- ThyssenKrupp Steel Europe AG
47166 Duisburg (DE)
- MgF Magnesium Flachprodukte GmbH
09599 Freiberg (DE)
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Erfinder: |
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- SIKORA, Sascha
44534 Lünen (DE)
- LENZE, Franz-Josef
57368 Lennestadt (DE)
- KÖHLER, Thorsten
44319 Dortmund (DE)
- SCHEITZA, Ralf
44319 Dortmund (DE)
- VOGT, Hans-Peter
58769 Nachrodt-Wiblingwerde (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/076096 FR-A1- 2 902 356
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DE-A1- 10 128 199 GB-A- 666 330
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bauteils aus Magnesiumblech
durch Umformen eines Halbzeuges aus Magnesiumblech, insbesondere eines Halbzeuges
in Form einer Magnesiumblechplatine, bei dem das Halbzeug vor dem Umformen auf eine
erhöhte Temperatur, vorzugsweise auf eine Temperatur von mindestens 200°C erwärmt
und in einem einen Stempel und eine Matrize aufweisenden Umformwerkzeug umgeformt
wird, wobei zum Umformen des erwärmten Halbzeuges ein ohne interne Wärmequelle ausgeführtes
Umformwerkzeug verwendet wird, und wobei das erwärmte Halbzeug ohne direkten Kontakt
mit dem Stempel und der Matrize in dem Umformwerkzeug platziert wird. Des Weiteren
betrifft die Erfindung eine Anlage zur Herstellung eines Bauteils aus Magnesiumblech.
[0002] Aufgrund der hexagonalen Gitterstruktur des Magnesiums lassen sich Magnesiumbleche
bei Raumtemperatur nur schlecht umformen. Insbesondere Bauteile aus Magnesiumblech,
die eine komplexe dreidimensionale Form aufweisen sollen, müssen zur Vermeidung von
Rissen warm umgeformt werden. Generell werden Magnesiumplatinen im erwärmten Zustand
unter Einsatz von temperierten Werkzeugen umgeformt. Im Stand der Technik sind verschiedene
Ausgestaltungen von temperierten Werkzeugen zur Umformung von Magnesiumblechen bekannt.
Zum Beispiel ist aus der koreanischen Patentanmeldung
10 2006 00 57 901 A eine Presse zum Warmumformen von Magnesiumblech bekannt, die mit einer elektrischen
Widerstandsheizvorrichtung ausgestattet ist. Die Widerstandsheizvorrichtung ist dabei
in einem oberen Werkzeugteil (Matrize) und in einem zugeordneten Blechhalter integriert.
[0003] Temperierte Umformwerkzeuge erfordern im Vergleich zu in der Kaltumformung verwendeten
konventionellen Werkzeugen einen höheren technischen Aufwand und damit höhere Investitionen
sowie höhere Betriebskosten. Hierdurch werden die Kosten von Bauteilen aus Magnesium
negativ beeinflusst.
[0004] Des Weiteren ist aus der
WO 03/076096 A1 eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Erwärmung von formbaren Metallen, insbesondere
von Magnesiumlegierungen, bekannt. Diese Vorrichtung besteht aus einer Heizeinheit,
in der ober- und unterhalb eines Metallwerkstückes wärmeleitende Platten angeordnet
sind. Sobald das Metallwerkstück über Transfervorrichtungen zwischen die Heizplatten
geführt worden ist, werden die Heizplatten auf das Metallwerkstück gedrückt, um dieses
aufzuheizen. Nach dem Aufheizen wird das Metallwerkstück in eine Umformmaschine transferiert
und dort umgeformt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Anlage
zur Herstellung eines dreidimensionalen Bauteils aus Magnesiumblech anzugeben, die
geringe Bauteilkosten ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. durch eine Anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass und der Halbzeughalter
als aktiver Blechhalter ausgeführt ist und oberhalb des der Matrize zugeordneten Stempels
positioniert wird, und dass das erwärmte, auf dem Halbzeughalter platzierte Halbzeug
anschließend mit einer Umformgeschwindigkeit im Bereich von 15 mm/s bis 500 mm/s umgeformt
wird.
[0008] Die erfindungsgemäße Anlage ist dementsprechend dadurch gekennzeichnet, dass der
Halbzeughalter als aktiver Blechhalter ausgebildet ist, der oberhalb des Stempels
positionierbar ist und auf dem das erwärmte Halbzeug ohne direkten Kontakt mit dem
Stempel und der Matrize im Umformwerkzeug platzierbar ist, und dass das Umformwerkzeug
einen Antrieb aufweist,
der eine Schließgeschwindigkeit von Stempel und Matrize im Bereich von 15 mm/s bis
500 mm/s bewirkt.
[0009] Durch die vorliegende Erfindung entfällt der zusätzliche Aufwand, der durch die Temperierung
des Umformwerkzeug mittels einer internen Wärmequelle verursacht wird. Die Erfindung
sieht die Verarbeitung eines erwärmten Magnesiumhalbzeuges in einem Umformwerkzeug
ohne interne Wärmequelle vor. Dadurch lassen sich die Werkzeug- und Betriebskosten
und somit letztlich die Bauteilkosten erheblich verringern. Insbesondere bei der Herstellung
von Bauteilen in relativ geringen Stückzahlen lässt sich durch die Verringerung der
Werkzeugkosten ein wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Bauteils erzielen.
[0010] Durch Versuche konnten die Erfinder belegen, dass sich ein dreidimensional geformtes
Bauteil aus einer zum Beispiel auf 250°C erwärmten Magnesiumplatine in einem nicht
temperierten Umformwerkzeug rissfrei herstellen lässt, wenn zu hohe Temperaturverluste
vor dem eigentlichen Umformprozess vermieden werden, indem ein direktes Ablegen der
erwärmten Platine auf dem Stempel bzw. der Matrize beim Platzieren (Einlegen) der
Platine im Umformwerkzeug verhindert wird, und die anschließende Umformung mit relativ
hoher Umformgeschwindigkeit (15 500 mm/s) stattfindet.
[0011] Die mittlere Abkühlgeschwindigkeit für ein 2,00 mm dickes Magnesiumblech, das auf
eine Temperatur im Bereich von 200°C bis 250°C erwärmt ist, beträgt beispielsweise
an Luft bei Raumtemperatur von 20°C zwischen 2 und 12 K/s. Durch diesen relativ geringen
Temperaturverlust kann bei einem geeigneten Transfersystem sichergestellt werden,
dass das erwärmte Halbzeug bzw. die erwärmte Platine eine ausreichend hohe Starttemperatur
vor der Umformung aufweist, um ein fehlerfreies, insbesondere rissfreies Bauteil bei
gegebenen Umformgraden zu ermöglichen.
[0012] Durch den erfindungsgemäßen Einsatz eines nicht temperierten Werkzeuges zur Umformung
von erwärmten Magnesiumplatinen ergeben sich zudem positive Effekte hinsichtlich der
Maßhaltigkeit und des Handlings der so hergestellten Bauteile. Denn aufgrund der deutlich
verringerten Temperatur, die das Bauteil bei seiner Entnahme aus dem nicht temperierten
Umformwerkzeug besitzt, ist das Bauteil im Vergleich zu einem in einem temperierten
Werkzeug hergestellten Bauteil formstabiler und damit weniger anfällig für ungewollte
Verformungen bei seiner Entnahme aus dem Umformwerkzeug und beim anschließenden Handling,
was sich günstig auf die Maßhaltigkeit des Bauteils auswirkt. Des Weiteren lassen
sich die erfindungsgemäß hergestellten Bauteile aufgrund ihrer deutlich verringerten
Temperatur, die sie bei ihrer Entnahme aus dem nicht temperierten Umformwerkzeug besitzen,
einfacher handhaben. Hier können konventionelle Transfersysteme zum Einsatz kommen,
die nicht temperaturstabil sind bzw. eine vergleichsweise geringe Temperaturstabilität
besitzen.
[0013] In diesem Zusammenhang sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vor, dass als Umformwerkzeug ein Umformwerkzeug verwendet wird, dessen
Stempel und/oder Matrize eine aktive Kühleinrichtung aufweisen. Hierdurch kann die
Entnahmetemperatur des Bauteils schneller gesenkt, die Maßhaltigkeit des Bauteils
weiter verbessert sowie das Handling des Bauteils weiter vereinfacht werden. Diese
aktive Kühlung des Stempels und/oder der Matrize ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn vergleichsweise hohe Stückzahlen in einer vorgegebenen Zeit umgeformt werden
sollen, d.h. wenn die gewünschte Umformleistung relativ hoch sein soll. Allerdings
kann auch ein Aufheizen des Umformwerkzeuges aufgrund des erwärmten Halbzeuges während
der Produktion toleriert werden, wenn sich dadurch keine negativen Auswirkungen auf
die Maßhaltigkeit des fertigen Bauteils ergeben.
[0014] Erfindungsgemäß wird das erwärmte Magnesiumblechhalbzeug nicht direkt auf dem Stempel
bzw. der Matrize abgelegt, sondern das erwärmte Halbzeug wird auf einem dem Umformwerkzeug
zugeordneten Halbzeughalter platziert, so dass der wesentliche Flächenbereich des
erwärmten Halbzeuges vor dem eigentlichen Umformprozess zwischen Stempel und Matrize
und beabstandet von diesen freitragend in der Umgebungsatmosphäre angeordnet ist.
Die Umgebungsatmosphäre, vorzugsweise Umgebungsluft, wirkt dabei als Wärmeisolator.
Dadurch wird sichergestellt, dass das erwärmte Halbzeug vor dem eigentlichen Umformprozess
nur eine sehr geringe Abkühlung erfährt. Der Halbzeughalter ist dabei erfindungsgemäß
als aktiver Blechhalter ausgeführt, der oberhalb eines der Matrize zugeordneten Stempels
positioniert wird.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass als Halbzeughalter ein Halbzeughalter verwendet wird, dessen
das erwärmte Halbzeug berührender Oberflächenbereich eine poröse oder Vertiefungen
aufweisende Oberflächenstruktur aufweist. Dadurch wird der durch Wärmeleitung von
dem erwärmten Halbzeug auf den Halbzeughalter bedingte Wärme- bzw. Temperaturverlust
des erwärmten Halbzeuges verringert.
[0016] Zusätzlich oder alternativ sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vor, dass als Halbzeughalter ein Halbzeughalter verwendet wird, dessen
das erwärmte Halbzeug berührender Oberflächenbereich aus einem Werkstoff gebildet
oder mit einer Beschichtung ist, der/die eine Wärmeleitfähigkeit von maximal 20 W/mK
bei 30°C bis 100°C Umgebungstemperatur aufweist. Auch dadurch lässt sich der durch
Wärmeleitung von dem erwärmten Halbzeug auf den Halbzeughalter bedingte Wärme- bzw.
Temperaturverlust verringern.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass als Matrize eine Matrize verwendet wird, in deren dem umzuformenden,
erwärmten Halbzeug zugewandeten Formfläche Vertiefungen ausgebildet sind, die eine
Reduzierung der dem erwärmten Halbzeug zugewandten Kontaktfläche bewirken. Die Vertiefungen
bzw. die darin enthaltene Luft wirkt wärmeisolierend, so dass sich auf diese Weise
der Wärme- bzw. Temperaturverlust des erwärmten Halbzeuges reduzieren lässt.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass das Halbzeug mittels einer mit einer konduktiven Wärmequelle ausgestatteten Transfervorrichtung
unmittelbar in das Umformwerkzeug transportiert wird. Dadurch kann dem umzuformenden
Halbzeug eine ausreichend hohe Starttemperatur vor der Umformung gegeben und zugleich
der Temperaturverlust des Halbzeuges vor der Umformung minimiert werden.
[0019] Durch den Einsatz eines nicht temperierten Umformwerkzeuges ist auch ein kostengünstiger
integrierter Bauteilbeschnitt bei der Umformung des aus Magnesiumblech bestehenden
Halbzeuges denkbar. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dementsprechend dadurch gekennzeichnet, dass das Halbzeug beim Umformen
zugleich mit mindestens einem im Umformwerkzeug integrierten Schneidelement beschnitten
wird.
[0020] Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anlage
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Anlage bzw. Prozesslinie zur Herstellung von dreidimensional geformten Bauteilen
aus Magnesiumhalbzeugen;
- Fig. 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Prozesslinie zur Herstellung von dreidimensional
geformten Bauteilen aus Magnesiumhalbzeugen; und
- Fig. 3
- ein erfindungsgemäßes Umformwerkzeug in Vertikalschnittansicht.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Anlage umfasst im Wesentlichen eine Vorrichtung 1 zum
Erwärmen eines Halbzeuges 2 aus Magnesiumblech und ein Umformwerkzeug 3 ohne interne
Wärmequelle zum Umformen des erwärmten Halbzeuges 2. Das umzuformende Halbzeug 2 kann
beispielsweise in Form einer Magnesiumblechplatine vorliegen.
[0023] Die Vorrichtung 1 zum Erwärmen des Halbzeuges 2 ist hier als Durchlaufofen, vorzugsweise
als Rollenherdofen ausgeführt. Der Durchlaufofen bzw. Rollenherdofen 1 ist mit Induktoren,
Heizstrahlern, Heißluftbrennern und/oder Rekuperatorbrennern ausgestattet. Auch der
Einsatz von Infrarotstrahlern zur Erwärmung der umzuformenden Halbzeuge 2 ist denkbar.
[0024] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden umzuformende Magnesiumblechplatinen 2
von einem Förderband oder einem Vorratsstapel 4 entnommen und in dem Durchlaufofen
1 auf eine erhöhte Temperatur erwärmt, die so gewählt wird, dass die Werkstücktemperatur
am Ende der Umformung im Wesentlichen noch oberhalb von 180°C bis 220°C liegt. Hierzu
wird die umzuformende Magnesiumblechplatine bzw. das Halbzeug 2 beispielsweise auf
eine Temperatur im Bereich von 230°C und 260°C erwärmt.
[0025] Das erwärmte Halbzeug 2 wird dann mittels einer Transfervorrichtung 5, vorzugsweise
eines Roboters im Bereich des Auslasses des Durchlaufofens ergriffen in das Umformwerkzeug
3 ohne direkten Kontakt mit dem Stempel 3.1 und der Matrize 3.2 eingelegt. Hierzu
ist das Umformwerkzeug 3 mit einem Halbzeughalter (Blechhalter) 3.3 versehen, der
im geöffneten Zustand des Umformwerkzeuges 3 oberhalb des Stempelkopfes positioniert
wird, so dass das darauf abgelegte Halbzeug 2 weder den Stempel 3.1 noch die Matrize
3.2 berührt. In Fig. 1 ist zu erkennen, dass die im Umformwerkzeug platzierte Platine
2 zunächst auf dem Halbzeughalter 3.3 abgelegt ist und dabei sowohl gegenüber dem
Stempel 3.1 als auch gegenüber der Matrize 3.2 mit Abstand angeordnet ist. Dadurch
wird zu schnelles Abkühlen der erwärmten Magnesiumplatine 2 verhindert.
[0026] Sodann wird das Werkzeug 3 geschlossen, um das erwärmte Halbzeug in eine durch den
Stempel 3.1 und die Matrize 3.2 vorgegebene Form umzuformen. Die Umformung erfolgt
mit relativ hoher Umformgeschwindigkeit, so dass der Temperaturverlust des erwärmten
Werkstückes (Halbzeuges) 2 während der Umformung ebenfalls gering gehalten wird. Zur
Erzielung einer entsprechend hohen Umformgeschwindigkeit weist das Umformwerkzeug
3 einen Antrieb (nicht gezeigt) auf, der eine Schließgeschwindigkeit von Stempel 3.1
und Matrize 3.2 im Bereich von 15 mm/s bis 500 mm/s bewirkt.
[0027] Das so hergestellte Bauteil 2' wird nach Öffnen des Umformwerkzeuges 3 mittels einer
geeigneten Transfervorrichtung 6, vorzugsweise einem Roboter aus dem Umformwerkzeug
3 entnommen und gegebenenfalls auf einem Transportmittel, beispielsweise einer Transportpalette
oder dergleichen abgelegt bzw. gestapelt.
[0028] Falls der Temperaturverlust für die jeweilige Bauteilgeometrie bzw. den jeweiligen
Umformungsgrad aufgrund des Einsatzes konventioneller Werkzeugstähle zu hoch sein
sollte, kann das Werkzeug 3 zumindest in Teilbereichen aus Werkstoffen mit geringerer
Wärmeleitfähigkeit bestehen und/oder eine Beschichtung aufweisen, die eine geringe
Wärmeleitfähigkeit besitzt. Neben Keramiken können auch spezielle Werkzeugstähle diese
Anforderungen erfüllen. Beispielsweise können der Stempel 3.1 und/oder die Matrize
3.2 des Umformwerkzeuges 3 zumindest in Teilbereichen aus einem Werkstoff gebildet
sein, der eine Wärmeleitfähigkeit von maximal 20 W/mK bei 30°C bis 100°C Umgebungstemperatur
aufweist. Alternativ kann die Reduzierung der Wärmeleitfähigkeit auch mit einer geeigneten
Beschichtung erfolgen.
[0029] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anlage besteht darin,
dass der das erwärmte Halbzeug 2 berührende Oberflächenbereich 3.31 des Halbzeughalters
3.3 eine poröse oder Vertiefungen 3.32 aufweisende Oberflächenstruktur aufweist. Dadurch
wird der Temperaturverlust des erwärmten Halbzeugs 2 weiter verringert. Zusätzlich
oder alternativ ist vorgesehen, dass der das erwärmte Halbzeug 2 berührende Oberflächenbereich
3.31 des Halbzeughalters 3.3 aus einem Werkstoff gefertigt ist, der eine relativ geringe
Wärmeleitfähigkeit besitzt, bzw. mit einem solchen Werkstoff beschichtet ist. Die
Wärmeleitfähigkeit des für den Halbzeughalter 3.3 verwendeten Werkstoffs bzw. einer
für den Halbzeughalter 3.3 verwendeten Beschichtung beträgt vorzugsweise maximal 20
W/mK bei 30°C bis 100°C Umgebungstemperatur.
[0030] Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anlage zur
Herstellung eines dreidimensional geformten Bauteils 2' aus Magnesiumblech. Diese
Anlage unterscheidet sich von der Anlage gemäß Fig. 1 dadurch, dass die Erwärmung
einer umzuformenden Magnesiumblechplatine 2 nicht in einem Durchlaufofen, sondern
in bzw. mit einer roboterartigen Transfervorrichtung 5' durchgeführt wird. Die Transfervorrichtung
5' ist hierzu mit einer Heizeinrichtung bzw. konduktiven Wärmequelle 5.1 ausgestattet,
so dass die Erwärmung des Magnesiumblechs 2 während dessen Transports von einem Vorratsstapel
4 oder eines Förderbandes in das Umformwerkzeug 3 erfolgt. Die konduktive Wärmequelle
bzw. Heizeinrichtung 5.1 ist dabei insbesondere in Greif- oder Halteelementen der
Transfervorrichtung 5' integriert, mit denen das Magnesiumblech (Halbzeug) 2 ergriffen
bzw. zum Umformwerkzeug 3 transportiert und dort abgelegt wird.
[0031] Das Umformwerkzeug 3 der in Fig. 2 dargestellten Anlage ist entsprechend dem Umformwerkzeug
3 der Anlage gemäß Fig. 1 ausgebildet, so dass insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen
auf die vorstehende Beschreibung der Fig. 1 verwiesen wird.
[0032] Bei den in den Figuren 1 und 2 schematisch dargestellten Anlagen handelt es sich
um im Wesentlichen kontinuierlich arbeitende Prozesslinien. Nicht dargestellt ist,
dass auch eine Abarbeitung vom Coil möglich ist, d.h. dass von einem Coil das Material
abgehaspelt wird und je nach bestehender Prozesslinie entweder Rechteckplatinen abgelängt
werden, beispielsweise wenn ein Beschnitt während oder nach dem Umformen erfolgt,
oder Formzuschnitte, deren Konturenden Sollmaßen des fertigen Bauteils im Wesentlichen
entsprechen.
[0033] In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßes Umformwerkzeug 3 schematisch in Vertikalschnittansicht
gezeigt, das beispielsweise in der Anlage gemäß Fig. 1 oder 2 zum Einsatz kommen kann.
Das im geöffneten Zustand gezeigte Umformwerkzeug weist wiederum einen Stempel 3.1
und eine Matrize 3.2 zum Umformen einer Magnesiumblechplatine 2 auf. Das Umförmwerkzeug
3 enthält keine interne Wärmequelle. Es ist mit einem Halbzeughalter (Platinenhalter)
3.3 versehen, auf dem die erwärmte Platine 2 ohne direkten Kontakt mit dem Stempel
3.1 und der Matrize 3.2 platzierbar ist. Der als Ablagefläche für die erwärmte Platine
2 dienende Oberflächenbereich 3.31 des Halbzeughalter 3.3 befindet sich im geöffneten
Bestückungszustand des Umformwerkzeuges 3 zunächst oberhalb des Stempels 3.1. Der
Oberflächenbereich 3.31 des Halbzeughalters 3.3 weist eine mit nutförmigen Ausnehmungen
oder Vertiefungen 3.32 versehene Oberflächenstruktur auf. Des Weiteren sind auch in
der Oberfläche der den Stempelkopf aufnehmenden Mulde der Matrize 3.2 Ausnehmungen
oder Vertiefungen 3.21 ausgebildet. Die Ausnehmungen bzw. Vertiefungen 3.32 und 3.21
definieren Luftspalte bzw. Luftkanäle, die wärmeisolierend wirken und somit einen
schnellen Wärme- bzw. Temperaturverlust der erwärmten Platine 2 verhindern. Die der
Platine 2 zugewandte Oberfläche des Stempels 3.1, der zum Umformen der Platine 2 in
die Mulde der Matrize 3.2 eingefahren wird, enthält dagegen keine Luftkanäle bildenden
Vertiefungen, da diese Stempeloberfläche hier die eigentliche formgebende Oberfläche
des Umformwerkzeuges 3 darstellt.
[0034] Um bei höheren Stückzahlen von aus Magnesiumblech herzustellen Bauteilen 2' die Temperatur
des jeweiligen aus dem Umformwerkzeug 3 zu entnehmenden Bauteils 2' gering zu halten,
können der Stempel 3.1 und/oder die Matrize 3.2 auch mit einer aktiven Kühlung (nicht
gezeigt) ausgerüstet sein. Eine solche Kühlung kann beispielsweise durch eine Kronenbauweise
und/oder durch Kühlkanäle in dem Stempel 3.1 und/oder der Matrize 3.2 integriert sein.
1. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils (2') aus Magnesiumblech durch Umformen eines
Halbzeuges (2) aus Magnesiumblech, insbesondere eines Halbzeuges in Form einer Magnesiumblechplatine,
bei dem das Halbzeug (2) vor dem Umformen auf eine erhöhte Temperatur, vorzugsweise
eine Temperatur von mindestens 200°C erwärmt und in einem einen Stempel (3.1) und
eine Matrize (3.2) aufweisenden Umformwerkzeug (3) umgeformt wird, wobei zum Umformen
des erwärmten Halbzeuges (2) ein ohne interne Wärmequelle ausgeführtes Umformwerkzeug
(3) verwendet wird, und wobei das erwärmte Halbzeug (2) ohne direkten Kontakt mit
dem Stempel (3.1) und der Matrize (3.2) auf einem dem Umformwerkzeug (3) zugeordneten
Halbzeughalter (3.3) platziert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Halbzeughalter (3.3) als aktiver Blechhalter ausgeführt ist und oberhalb des
der Matrize (3.2) zugeordneten Stempels (3.1) positioniert wird, und dass das erwärmte,
auf dem Halbzeughalter (3.3) platzierte Halbzeug (2) anschließend mit einer Umformgeschwindigkeit
im Bereich von 15 mm/s bis 500 mm/s umgeformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Halbzeughalter ein Halbzeughalter (3.3) verwendet wird, dessen das erwärmte Halbzeug
berührender Oberflächenbereich (3.31) eine poröse oder Vertiefungen (3.32) aufweisende
Oberflächenstruktur aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Halbzeughalter ein Halbzeughalter (3.3) verwendet wird, dessen das erwärmte Halbzeug
(2) berührender Oberflächenbereich (3.31) aus einem Werkstoff gebildet oder mit einer
Beschichtung versehen ist, der/die eine Wärmeleitfähigkeit von maximal 20 W/mK bei
30°C bis 100°C Umgebungstemperatur aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Matrize eine Matrize (3.2) verwendet wird, in deren dem umzuformenden, erwärmten
Halbzeug (2) zugewandten Formfläche Vertiefungen (3.21) ausgebildet sind, die eine
Reduzierung der dem erwärmten Halbzeug (2) zugewandten Kontaktfläche bewirken.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Umformwerkzeug ein Umformwerkzeug (3) verwendet wird, dessen Stempel (3.1) und/oder
Matrize (3.2) eine aktive Kühleinrichtung aufweisen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbzeug (2) mittels einer mit einer konduktiven Wärmequelle (5.1) ausgestatteten
Transfervorrichtung (5') unmittelbar in das Umformwerkzeug (3) transportiert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbzeug (2) beim Umformen zugleich mit mindestens einem im Umformwerkzeug (3)
integrierten Schneidelement beschnitten wird.
8. Anlage zur Herstellung eines Bauteils (2') aus Magnesiumblech mit einem einen Stempel
(3.1) und eine Matrize (3.2) aufweisenden Umformwerkzeug (3) zum Umformen eines Halbzeuges
(2) aus Magnesiumblech, insbesondere eines Halbzeuges in Form einer Magnesiumblechplatine,
wobei das Umformwerkzeug (3) ohne interne Wärmequelle ausgeführt ist, und mit einer
Vorrichtung (1, 5.1) zum Erwärmen des Halbzeugs (2) vor dem Umformen auf eine erhöhte
Temperatur, vorzugsweise auf eine Temperatur von mindestens 200°C, wobei das Umformwerkzeug
(3) mit einem Halbzeughalter (3.3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halbzeughalter (3.3) als aktiver Blechhalter ausgebildet ist, der oberhalb des
Stempels (3.1) positionierbar und auf dem das erwärmte Halbzeug (2) ohne direkten
Kontakt mit dem Stempel (3.1) und der Matrize (3.2) im Umformwerkzeug (3) platzierbar
ist, und dass das Umformwerkzeug (3) einen Antrieb aufweist, der eine Schließgeschwindigkeit
von Stempel und Matrize im Bereich von 15 mm/s bis 500 mm/s bewirkt.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der das erwärmte Halbzeug (2) berührende Oberflächenbereich (3.31) des Halbzeughalters
(3.3) eine poröse oder Vertiefungen (3.32) aufweisende Oberflächenstruktur aufweist.
10. Anlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der das erwärmte Halbzeug (2) berührende Oberflächenbereich (3.31) des Halbzeughalters
(3.3) aus einem Werkstoff gebildet oder mit einer Beschichtung versehen ist, der/die
eine Wärmeleitfähigkeit von maximal 20 W/mK bei 30°C bis 100°C Umgebungstemperatur
aufweist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (3.1) und/oder die Matrize (3.2) des Umformwerkzeuges (3) zumindest in
Teilbereichen aus einem Werkstoff gebildet oder mit einer Beschichtung versehen ist,
der/die eine Wärmeleitfähigkeit von maximal 20 W/mK bei 30°C bis 100°C Umgebungstemperatur
aufweist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (3.1) und/oder die Matrize (3.2) des Umformwerkzeuges (3) eine aktive
Kühleinrichtung aufweisen.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Umformwerkzeug (3) eine mit einer konduktiven Wärmequelle (5.1) ausgestattete
Transfervorrichtung (5') zugeordnet ist, mit der das umzuformende Halbzeug (2) unmittelbar
auf den Halbzeughalter (3.3) platzierbar ist.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Matrize (3.2) Vertiefungen (3.21) ausgebildet sind, die eine Reduzierung der
dem erwärmten Halbzeug (2) zugewandten Kontaktfläche bewirken.
15. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Umformwerkzeug (3) mit mindestens einem Schneidelement versehen ist.
1. Method for producing a component (2') from sheet magnesium by forming a semi-finished
product (2) made of sheet magnesium, in particular a semi-finished product in the
form of a sheet magnesium blank, in which the semi-finished product (2) is heated
to an elevated temperature, preferably to a temperature of at least 200 °C, prior
to the forming and is formed in a forming tool (3) comprising a punch (3.1) and a
die (3.2), a forming tool (3) designed without an internal heat source being used
for forming the heated semi-finished product (2), and the heated semi-finished product
(2) being placed on a semi-finished product holder (3.3) associated with the forming
tool (3) without direct contact with the punch (3.1) and the die (3.2), characterised in that the semi-finished product holder (3.3) is designed as an active sheet holder and
is positioned above the punch (3.1) associated with the die (3.2), and in that the heated semi-finished product (2) placed on the semi-finished product holder (3.3)
is then formed at a forming speed in the range of 15 mm/s to 500 mm/s.
2. Method according to claim 1, characterised in that, as a semi-finished product holder, a semi-finished product holder (3.3) is used,
the surface region (3.31) of which touching the heated semi-finished product has a
surface structure which is porous or comprises indentations (3.32).
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterised in that, as a semi-finished product holder, a semi-finished product holder (3.3) is used,
the surface region (3.31) of which touching the heated semi-finished product (2) is
made of a material, or is provided with a coating, which has a thermal conductivity
of at most 20 W/mK at 30 °C to 100 °C ambient temperature.
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that, as a die, a die (3.2) is used which has, in its forming face which faces the heated
semi-finished product (2) to be formed, indentations (3.21) which bring about a reduction
of the contact face which faces the heated semi-finished product (2).
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that, as a forming tool, a forming tool (3) is used in which the punch (3.1) and/or die
(3.2) comprise an active cooling apparatus.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that the semi-finished product (2) is transported directly into the forming tool (3) by
means of a transfer device (5') which is provided with a conductive heat source (5.1).
7. Method according to any of claims 1 to 6, characterised in that, during the forming, the semi-finished product (2) is simultaneously trimmed by means
of at least one cutting member integrated in the forming tool (3).
8. Installation for producing a component (2') from sheet magnesium, comprising a forming
tool (3), which comprises a punch (3.1) and a die (3.2), for forming a semi-finished
product (2) made of sheet magnesium, in particular a semi-finished product in the
form of a sheet magnesium blank, the forming tool (3) being designed without an internal
heat source, and comprising a device (1, 5.1) for heating the semi-finished product
(2) to an elevated temperature, preferably to a temperature of at least 200 °C, prior
to the forming, the forming tool (3) being provided with a semi-finished product holder
(3.3), characterised in that the semi-finished product holder (3.3) is designed as an active sheet holder which
can be positioned above the punch (3.1) and on which the heated semi-finished product
(2) can be placed in the forming tool (3) without direct contact with the punch (3.1)
and the die (3.2), and in that the forming tool (3) comprises a drive which brings about a closing speed of the
punch and the die in the range of 15 mm/s to 500 mm/s.
9. Installation according to claim 8, characterised in that the surface region (3.31) of the semi-finished product holder (3.3), which surface
region touches the heated semi-finished product (2), has a surface structure which
is porous or comprises indentations (3.32).
10. Installation according to either claim 8 or claim 9, characterised in that the surface region (3.31) of the semi-finished product holder (3.3), which surface
region touches the heated semi-finished product (2), is made of a material, or is
provided with a coating, which has a thermal conductivity of at most 20 W/mK at 30
°C to 100 °C ambient temperature.
11. Installation according to any of claims 8 to 10, characterised in that the punch (3.1) and/or the die (3.2) of the forming tool (3), at least in sub-regions,
is/are made of a material, or provided with a coating, which has a thermal conductivity
of at most 20 W/mK at 30 °C to 100 °C ambient temperature.
12. Installation according to any of claims 8 to 11, characterised in that the punch (3.1) and/or the die (3.2) of the forming tool (3) comprise an active cooling
apparatus.
13. Installation according to any of claims 8 to 12, characterised in that a transfer device (5') provided with a conductive heat source (5.1) is associated
with the forming tool (3), by means of which transfer device the semi-finished product
(2) to be formed can be placed directly on the semi-finished product holder (3.3).
14. Installation according to any of claims 8 to 13, characterised in that indentations (3.21) which bring about a reduction of the contact face which faces
the heated semi-finished product (2) are formed in the die (3.2).
15. Installation according to any of claims 8 to 14, characterised in that the forming tool (3) is provided with at least one cutting member.
1. Procédé de fabrication d'un composant (2') en tôle de magnésium par formage d'un demi-produit
(2) en tôle de magnésium, en particulier d'un demi-produit (2) en forme de platine
en tôle de magnésium, procédé dans lequel le demi-produit (2) est porté, avant le
formage, à une température surélevée, de préférence à une température d'au moins 200
°C, et formé dans un outil de formage (3) qui est doté d'un poinçon (3.1) et d'une
matrice (3.2), sachant que pour le formage du demi-produit (2) chauffé, on utilise
un outil de formage (3) sans source de chaleur interne, et sachant que le demi-produit
(2) chauffé est placé, sans contact direct avec le poinçon(3.1) et la matrice (3.2),
sur un porte-demi-produit (3.3) qui est associé à l'outil de formage (3) caractérisé en ce que le porte-demi-produit (3.3) est conçu en tant que porte-tôle actif et est positionné
au-dessus du poinçon (3.1) associé à la matrice (3.2), et que le demi-produit (2),
chauffé et placé sur le porte-demi-produit (3.3), est ensuite formé à une vitesse
de formage située dans une plage de 15 mm/s à 500 mm/sec.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, comme porte-demi-produit, on utilise un porte-demi-produit (3.3) dont la zone de
surface (3.31) en contact avec le demi-produit chauffé est dotée d'une structure superficielle
poreuse ou présentant des creux (3.32).
3. Procédé selon revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que, comme porte-demi-produit, on utilise un porte-demi-produit (3.3) dont la zone de
surface (3.31) en contact avec le demi-produit (2) chauffé est en matière synthétique
ou pourvue d'un revêtement, qui présente, au maximum, une thermoconductibilité de
20 W/mK à une température ambiante de 30 °C à 100 °C.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que, comme matrice, on utilise une matrice (3.2) dans la surface façonnée, orientée vers
le demi-produit (2) chauffé à former, de laquelle sont formées des creux (3.21) qui
ont pour effet de réduire la surface de contact orientée vers le demi-produit (2)
chauffé.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, comme outil de formage, on utilise un outil de formage (3) dont le poinçon (3.1)
et / ou la matrice (3.2) est doté(e) / sont dotés d'un système de refroidissement
actif.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le demi-produit (2) est directement conduit dans l'outil de formage (3) au moyen
d'un dispositif de transfert (5') qui est équipé d'une source de chaleur (5.1) conductrice.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le demi-produit (2) est coupé simultanément lors du formage au moyen d'au moins un
élément de coupe qui est intégré dans l'outil de formage (3).
8. Installation de fabrication d'un composant (2') en tôle de magnésium avec un outil
de formage (3), doté d'un poinçon (3.1) et d'une matrice (3.2), pour former un demi-produit
(2) en tôle de magnésium, en particulier d'un demi-produit (2) en forme de platine
en tôle de magnésium, sachant que l'outil de formage (3) est sans source de chaleur
interne, et avec un dispositif (1, 5.1) pour chauffer, avant le formage, le demi-produit
(2) à une température surélevée, de préférence à une température d'au moins 200 °C,
sachant que l'outil de formage (3) est pourvu d'un porte-demi-produit (3.3), caractérisé en ce que le porte-demi-produit (3.3) est réalisé sous la forme d'un porte-tôle actif qui peut
être positionné au-dessus du poinçon (3.1) et sur lequel le demi-produit (2) chauffé
peut être placé dans l'outil de formage (3) sans contact direct avec le poinçon (3.1)
et la matrice (3.2) et que l'outil de formage (3) est doté d'un entraînement qui assure
une vitesse de fermeture du poinçon (3.1) et de la matrice (3.2) qui est située dans
une plage de 15 mm/s à 500 mm/sec.
9. Installation de fabrication selon la revendication 8,
caractérisé en ce que la zone de surface (3.31) du porte-demi-produit (3.3) en contact avec le demi-produit
(2) chauffé est dotée d'une structure superficielle poreuse ou présentant des creux
(3.32).
10. Installation de fabrication selon revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que la zone de surface (3.31) du porte-demi-produit (3.3) en contact avec le demi-produit
(2) chauffé est en matière synthétique ou pourvue d'un revêtement qui présente, au
maximum, une thermoconductibilité de 20 W/mK à une température ambiante de 30 °C à
100 °C.
11. Installation de fabrication selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que le poinçon (3.1) et / ou la matrice (3.2) de l'outil de formage (3) est réalisé/e
/ sont réalisés, au moins partiellement, en matière synthétique ou pourvu/e/s d'un
revêtement qui présente, au maximum, une thermoconductibilité de 20 W/mK à une température
ambiante de 30 °C à 100 °C.
12. Installation de fabrication selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que le poinçon (3.1) et / ou la matrice (3.2) de l'outil de formage (3) est doté/e /
sont dotés d'un système de refroidissement actif.
13. Installation de fabrication selon l'une des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce qu'à l'outil de formage (3) est associé un dispositif de transfert (5') équipé d'une
source de chaleur (5.1) conductrice au moyen duquel le demi-produit (2) à former peut
être directement placé sur le porte-demi-produit (3.3).
14. Installation de fabrication selon l'une des revendications 8 à 13,
caractérisé en ce que, dans la matrice (3.2), sont formés des creux (3.21) qui ont pour effet de réduire
la surface de contact orientée vers le demi-produit (2) chauffé.
15. Installation de fabrication selon l'une des revendications 8 à 14,
caractérisé en ce que l'outil de formage (3) est doté d'au moins un élément de coupe.


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