[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Binden von Stapeln aus Flachteilen, wie
beispielsweise Buchblöcke, insbesondere zur Herstellung von Broschuren und Büchern,
aufweisend eine Bindemittelauftragseinrichtung zum Auftrag von flüssigem Bindemittel
entlang einer Schmalseite des Stapels beispielsweise durch Relativbewegung der Schmalseite
des Stapels und der Bindemittelauftragseinrichtung zueinander.
[0002] Derartige Vorrichtungen befinden sich in vielfältiger Form im praktischen Einsatz
und werden insbesondere für das Binden von Büchern verwendet.
[0003] Eine derartige Vorrichtung wird insbesondere in der
WO2007115745 offenbart. Zum Aushärten des Bindemittels kommt hierbei ultraviolette Lichtstrahlung
zum Einsatz. Demnach wird als Strahlenquelle eine UV-Lichtstrahlenquelle verwendet.
Für die Strahlenquelle ist eine Blende vorgesehen, einerseits um die Lichtstrahlung
für einen bestimmten Zeitraum für die Härtung des Bindemittels freizugeben, andererseits
um eine Abstrahlung von unerwünschter ultavioletter Strahlung bei einer eventuellen
Unterbrechung des Produktion zu verhindern. Ferner umfasst die UV-Lichtstrahlenquelle
zur Kühlung eine Wasserkühleinrichtung.
[0004] Nachteilig bei der hier gezeigten Vorrichtung ist die aufwändige Strahlungsquelle.
Durch den Einsatz einer UV-Lichtstrahlenquelle ist der Einsatz weiterer Bauteile,
wie etwa einer Blende samt Steuerung sowie einer Wasserkühleinrichtung notwendig.
Dies erhöht sowohl die Kosten, als auch den Platzbedarf für die Strahlenquelle und
somit für die gesamte Vorrichtung.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine verbesserte Vorrichtung bereitzustellen,
die die oben genannten Nachteile beseitigt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind mit den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Grundgedanke der Erfindung ist der Einsatz einer Vorrichtung zum Binden von Stapeln
aus Flachteilen aufweisend eine Fixiereinheit zum Fixieren eines Stapels bestehend
aus einer Vielzahl an Flachteilen, eine Bindemittelauftragseinrichtung zum Auftrag
von flüssigem Bindemittel entlang einer Schmalseite des Stapels und eine Bestrahlungseinheit
zur Aushärtung des Bindemittels mittels vorzugsweise flächigen Bestrahlens des Bindemittels
an der Schmalseite des Stapels, wobei zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit zum
Einsatz kommt.
[0009] Als Flachteile können hierbei vorzugsweise Bögen aus Papier oder vergleichbare Produkte,
die insbesondere zum Beschreiben und Bedrucken verwendet werden können, zum Einsatz
kommen. Dergleiche Flachteile können insbesondere aus Faserstoffe, wie Holzschliff,
Halbzellstoffe, Zellstoffe und/oder andere Fasern bestehen. Zudem können Sie eine
Leimung und/oder Imprägnierung aufweisen, wie beispielsweise tierische Leime, Harze,
Paraffine und/oder Wachse. Auch können dergleiche Flachteile Füllstoffe wie insbesondere
Kaolin, Talkum, Gips, Bariumsulfat, Kreide und/oder Titanweiß aufweisen sowie Hilfsstoffe
wie beispielsweise Wasser, Farbstoffe, Entschäumer, Dispergiermittel, Retentionsmittel,
Flockungsmittel und/oder Netzmittel. Im Stand der Technik sind eine Vielzahl von geeigneten
Papiersorten bekannt, welche sich zum Stapeln und Binden eignen.
[0010] Vorzugsweise kommt eine erfindungsgemäße Vorrichtung insbesondere bei der Buchherstellung
zum Einsatz. Dabei kann ein Buch aus einer Sammlung oder einem Stapel von bedruckten,
beschriebenen, bemalten und/oder leeren Blättern aus Flachteile, wie beispielsweise
Papier oder anderen geeigneten Materialien. Dergleiche Bücher können insbesondere
als Hardcover, Paperback, Broschur oder Taschenbuch ausgestaltet sein.
[0011] Hierfür weist die Vorrichtung eine Fixiereinheit zum Fixieren eines Stapels einer
Vielzahl von Flachteilen auf. Hierfür kann die Fixiereinheit eine Vielzahl von beweglichen
Klammern aufweisen. Der Stapel wird vorzugsweise derart fixiert, dass er zumindest
eine Schmalseite aufweist. Darunter kann eine Seite des Stapels verstanden werden,
die durch die Kanten der Flachteile gebildet wird. An dieser Schmalseite können die
Flachteile beispielsweise über ein Bindemittel miteinander verbunden werden.
[0012] Weiter kann die Vorrichtung eine Bearbeitungseinheit aufweisen, um die Schmalseite
des Stapels beispielsweise mittels Fächern, Kerben, Sägen, Fräsen, Schleifen, Bürsten
und/oder Reinigen zu bearbeiten. Der Einsatz einer Bearbeitungseinheit eignet sich
dabei besonders bei der Herstellung eines Buches mit Softcover, wie eines Paperbacks
oder einer Broschur.
[0013] Ferner umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung eine Bindemittelauftragseinrichtung
zum Auftrag von flüssigem Bindemittel oder Klebstoff entlang der Schmalseite des Stapels.
Zum Aufbringen des Bindemittels kann die Bindemittelauftragseinrichtung dabei insbesondere
eine oder mehrere Düsen und/oder eine oder mehrere Walzen und/oder andere geeignete
Auftragseinrichtungen aufweisen. Vorzugsweise wird das Bindemittel in einer Stärke
im Bereich von 0,1 mm bis 1,0 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,3 mm
bis 0,6 mm auf die Schmalseite aufgebracht. Zum Einstellen der Schichtdicke des Beschichtungsmittels
kann die Bindemittelauftragseinrichtung eine Abstreifeinheit, insbesondere ein Rakel
und/oder ein Spinner aufweisen. Bevorzugt ist das zum Einsatz kommende Bindemittel
strahlungshärtend und kann hierfür Photoinitiatoren aufweisen, die bei einer bestimmten
Wellenlänge einer einwirkenden Strahlung aktivierbar sind, um das Bindemittel auszuhärten.
[0014] Zur Aushärtung des Bindemittels kommt bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine
Bestrahlungseinheit oder Aushärtungseinheit zum Einsatz. Die Bestrahlungseinheit bestrahlt
das auf die Schmalseite des Stapels aufgebrachte Bindemittel vorzugsweise flächig.
Als besonderes vorteilhaft hat sich hierbei der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit
zum Bestrahlen erwiesen. Die Leuchtdiodeneinheit weist dabei zumindest eine Leuchtdiode
auf. Vorzugsweise weist die Leuchtdiodeneinheit jedoch eine Vielzahl von Leuchtdioden
auf. Dergleiche Leuchtdioden oder kurz LED sind schon seit geraumer Zeit bekannt.
Eine solche LED besteht meist aus einem Anoden-Anschluss, einem Kathoden-Anschluss,
und kann eine Wanne oder einen Napf aufweisen, in welchem ein Halbleiterkristall LED-Kristall
eingesetzt ist. Dieser LED-Kristall steht über einen Bonddraht mit dem Anoden-Anschluss
in Verbindung. Zum Schutz sowohl des Kathoden-Anschlusses als auch des Anoden-Anschlusses
sowie des LED-Kristalls sind diese Bauteile vorwiegend in eine meist transparente
Kunststoffummantelung, eine so genannte Einbettung eingebettet. Diese Einbettung kann
dabei als Linse ausgestaltet sein, so dass der vom LED-Kristall emittierte Lichtstrahl
beispielsweise möglichst großflächig oder aber punktförmig abgestrahlt wird.
[0015] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Einsatz besagter
Leuchtdiodeneinheit zum Bestrahlen und Aushärten des Bindemittels. Hierdurch können
viele Vorteile erreicht werden. Die Lebensdauer von derartigen Leuchtdiodeneinheiten
ist im vergleich zu den im Stand der Technik eingesetzten Lampen oder Röhren zum Aushärten
des Bindemittels sehr hoch. Zudem ist für derartige Leuchtdiodeneinheiten keine oder
nahezu keine Aufheiz- oder Abkühlzeit notwendig, so dass die Leuchtdioden zur Bestrahlung
eingeschaltet und nach der Bestrahlung ausgeschaltet werden können. Hierbei kann viel
Energie eingespart werden. Zudem kann auf viele Zusatzbauteile verzichtet werden,
insbesondere ist eine weniger aufwändige Abdeckung oder Verblendung notwendig. Ein
weiterer Vorteil ist der hohe Wirkungsgrad einer Leuchtdiodeneinheit, da geringe Abwärmeverluste
erreicht werden können. Zum einen wird dadurch das Werkstück, hierbei sowohl der Stapel
an Flachteilen, als auch das zu bestrahlende Bindemittel sowie die Vorrichtung, wie
beispielsweise eine Buchbindemaschine und deren Bauteile selbst, nahezu keiner Wärmebelastung
ausgesetzt. Zum anderen kann auf aufwändige und kostenintensive Kühlvorrichtungen,
wie beispielsweise Wasserkühlungen, verzichtet werden.
[0016] Eine derartige Leuchtdiodeneinheit ist ferner aus Umweltschutzgesichtspunkten vorteilhaft
gegenüber herkömmlichen Bestrahlungseinheiten, bei denen für die Bestrahlung meist
Quecksilberdampflampen zum Einsatz kommen, da für die Herstellung einer Leuchtdiodeneinheit
in der Regel keine Schwermetalle, wie beispielsweise Quecksilber für Quecksilberdampflampen,
verwendet werden müssen.
[0017] Ferner kann der Platzbedarf für die Bestrahlungseinheit durch den Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit
verkleinert werden. Wohingegen bekannte Bestrahlungseinheiten meist unmittelbar nach
der Bindemittelauftragseinheit platziert werden müssen, um den Platzbedarf der gesamten
Vorrichtung gering zu halten, kann die Leuchtdiodeneinheit ob ihrer geringen Größe
und wegen des Fehlens von großen Blenden, Verkapselungen und Kühlvorrichtungen in
größerer Distanz zur Bindemittelauftragseinheit platziert werden. Eine so mögliche
Beabstandung der Bestrahlungseinheit von der Bindemittelauftragseinheit hat insbesondere
bei der Buchbindung den Vorteil, dass ausreichend Zeit bereitgestellt werden kann,
dass sich das Bindemittel mit Fasern der Flachteile, welche vorzugsweise aus Papier
bestehen, verbinden kann, um eine möglichst gute Verbindung der Fasern über das Bindemittel
zu gewährleisten. Bevorzugt ist die Bestrahlungseinheit dabei nicht fest mit der Bindemittelauftragseinheit
und/oder der gesamten Vorrichtung verbunden, so dass der Abstand zwischen der Bindemittelauftragseinheit
und der Bestrahlungseinheit variiert und insbesondere an das verwendete Bindemittel
und/oder die Abmessungen des Stapels und/oder an das Material und die Beschaffenheit
der Flachteile des Stapels angepasst werden kann.
[0018] Ein weiterer Vorteil ist hierbei der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit, welche Strahlung
in einem bestimmten UV-Spektrum emittiert, wobei ein Bindemittel zum Einsatz kommt,
welches Photoinitiatoren aufweist, die bei der von der Leuchtdiodeneinheit emittierten
Strahlung aktivierbar sind, um eine Härtung des Bindemittels mittels der Leuchtdiodeneinheit
zu ermöglichen. Durch den Einsatz einer derartigen Leuchtdiodeneinheit in Verbindung
mit dem Einsatz des passenden Bindemittels kann eine Bestrahlung ermöglicht werden,
bei der die gesamte Strahlung der Leuchtdiodeneinheit im Aushärtungsspektrum des Bindemittels
liegt. Der Wirkungsgrad zur Aushärtung des Bindemittels kann so erhöht werden, so
dass eine schnellere Aushärtung möglich ist.
[0019] Ein weiterer Vorteil hierbei ist der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit, welche Strahlung
im UVA-Spektrum emittiert, wobei ein Bindemittel zum Einsatz kommt, welches Photoinitiatoren
aufweist, die bei UVA-Strahlung aktivierbar sind. Dies hat den Vorteil, dass die Leuchtdiodeneinheit
nicht so aufwändig und umfassend verkapselt und/oder abgeschrimt werden muss, um beispielsweise
den Anwender vor schädlicher UVB- und/oder UVC-Strahlung zu schützen, was zu einer
Kostenersparnis und/oder Platzbedarfersparnis zur Folge haben kann.
[0020] Als besonders vorteilhaft hat sich der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit erwiesen,
die ausschließlich Strahlung mit einer Wellenlänge in einem Wellenlängenbereich von
320 nm - 410 nm emittiert. Bevorzugt ist hierbei eine Wellenlänge in einem Bereich
von 375 nm - 405 nm. Die biologische Wirkung derartiger Strahlung in einem genannten
Spektrum kann für den Anwender der Vorrichtung als weniger schädlich eingestuft werden,
als beispielsweise Strahlung im UVB- oder UVC-Bereich, so dass auf aufwändige Verkapselung
der Leuchtdiodeneinheit verzichtet werden kann. Hierbei hat es sich als besonders
vorteilhaft erweisen, wenn ein Bindemittel zum Einsatz kommt, welches Photoinitiatoren
aufweist, die bei der Wellenlänge der Strahlung der Leuchtdiodeneinheit aktivierbar
sind.
[0021] Eine derartige Leuchtdiodeneinheit ist ferner aufgrund von Sicherheitsaspekten von
Vorteil gegenüber herkömmlichen Bestrahlungseinheiten, bei denen für die Bestrahlung
meist Quecksilberdampflampen zum Einsatz kommen. Wenn UV-Licht herkömmlicher Quecksilberdampflampen
mit einer Wellenlänge kleiner als 240 nm auf ein Sauerstoffmolekül der Umgebungsluft
trifft, spaltet es dieses in zwei Sauerstoffatome auf. Diese Atome reagieren mit anderen
Sauerstoffmolekülen zu 2 Ozonmolekülen. Für das entstandene Ozon wäre hier eine Absaugung
notwendig. Durch den Einsatz einer beschriebenen Leuchtdiodeneinheit, die Strahlung
in einer oben beschriebenen Spektrum emittiert, kann eine Entstehung von Ozon verhindert
werden, so dass auch eine kosten- und raumintensive Absaugung verzichtet werden kann.
[0022] Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz zumindest eines LED-Flächenstrahlers als Leuchtdiodeneinheit
oder als Teil der Leuchtdiodeneinheit. Ein derartiger Flächenstrahler kann vorzugsweise
eine Mehrzahl von LED oder LED-Lichtquellen aufweisen, welche insbesondere in einer
Ebene angeordnet sein können. Durch Einsatz eines Flächenstrahlers kann die zu bestrahlende
Fläche vergrößert werden. Demnach kann eine größere mit Bindemittel versehene Fläche
der Schmalseite des Stapels zur Aushärtung des Bindemittels bestrahlt werden. In der
Regel werden die Stapel an der Leuchtdiodeneinheit zur Aushärtung des Bindemittels
vorbeibefördert. Durch den Einsatz eines Flächenstrahlers kann die Bestrahlungszeit
auf einen bestimmten Flächenabschnitt der mit Bindemittel versehenen Schmalseite erhöht
werden, ohne die Beförderungsgeschwindigkeit des Stapels zur reduzieren, was zu einer
verbesserten Aushärtung führen kann.
[0023] Als besonders vorteilhaft hat sich dabei der Einsatz zumindest eines LED-Flächenstrahlers
erwiesen, der mit einer Reflexionsanordnung ausgestattet ist. Durch eine derartige
Reflexionsanordnung kann die Leistungscharakteristik des LED-Flächenstrahlers verbessert
werden. Dabei werden die zum Einsatz kommenden LED vor einer Reflexionsfläche der
Reflexionsanordnung positioniert, wobei eine Abstrahlrichtung eines Strahls der LED
entgegen einer Hauptabstrahlrichtung des Flächenstrahlers verläuft und wobei der Strahl
der LED durch Reflexion in die Hauptabstrahlrichtung des Flächenstrahlers umgelenkt
wird.
[0024] Ein weiterer Vorteil ist eine Anordnung der Leuchtdiodeneinheit derart, dass das
Bindemittel auf der Schmalseite des Stapels in einem Abstand in einem Bereich von
1cm bis 10cm, vorzugsweise in einem Bereich von 4cm bis 6cm bestrahlt wird, um eine
sichere Aushärtung des Bindemittels zu gewährleisten. Besonders vorteilhaft hat sich
hierbei ein Bestrahlungsabstand von etwa 5 cm erwiesen.
[0025] Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit, welche eine Intensität
von mindestens 100 mW/cm
2, vorzugsweise in einem Bereich von 100 mW/cm
2 bis 300 mW/cm
2, besonders bevorzugt in einem Bereich von 180 mW/cm
2 bis 200 mW/cm
2. Hierbei hat sich als besonders vorteilhafte Intensität von ungefähr 190mW/cm
2 erwiesen.
[0026] Gleichwohl ist auch der Einsatz von Leuchtdiodeneinheiten mit höheren Intensitäten
denkbar. Jedoch kann durch den Einsatz von Leuchtdiodeneinheiten mit besonders hohen
Intensitäten, beispielsweise mit einer Intensität von mehreren W/cm
2, der Einsatz einer Kühlvorrichtung für die Leuchtdiodeneinheit notwendig werden.
[0027] Bevorzugt sind die Leuchtdiodeneinheit und beispielsweise die Vorrichtung derart
gestaltet, dass eine über die Leuchtdiodeneinheit beispielsweise auf die Schmalseite
einbringbare Strahlendosis in einem definierten Bereich liegt. Unter der Strahlendosis
ist im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Wert für die auf eine bestimmte Fläche
eingebrachte Strahlung zu verstehen, welcher und sich aus dem Produkt der Intensität
der Leuchtdiodeneinheit und der Zeit, die das zu bestrahlende Substrat bestrahlt wird,
ergibt.
[0028] Die Strahlendosis kann demzufolge abhängig von der Geschwindigkeit sein, mit der
die Stapel und somit insbesondere die zu bestrahlende Schmalseite durch das Bestrahlungsfeld
der bevorzugt feststehenden Leuchtdiodeneinheit transportiert werden. Zudem kann die
Abmessung der Leuchtdiodeneinheit oder die Abmessung des Bestrahlungsfeldes die Strahlendosis
beeinflussen.
[0029] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Leuchtdiodeneinheit als Flächenstrahler
ausgestaltet, der eine Längserstreckung in Transportrichtung der Stapel von 100mm
aufweist. Alternativ kann ein derartiger Flächenstrahler derart beispielsweise durch
geeignete Reflektoren ausgestaltet sein, dass besagte Länge sich zwar von der oben
genannten unterscheidet, jedoch das Bestrahlungsfeld auf dem Niveau eines zu bestrahlenden
Substrats, insbesondere einer Schmalseite, eine Länge von 100mm in Transportrichtung
der Stapel aufweist.
[0030] In besagtem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Stapel mit einer Geschwindigkeit
von 100m/min transportiert und passieren in dieser Geschwindigkeit das Bestrahlungsfeld.
Die Dosis für die hier als Flächenstrahler ausgestaltete Leuchtdiodeneinheit liegt
demnach bei einer Intensität eines zur Anwendung kommenden Flächenstrahlers von mindestens
100 mW/cm
2 bei mindestens 6mJ/cm
2. Besonders bevorzugt liegt diese Dosis bei den oben genannten Parametern in einem
Bereich von 6 mJ/cm
2 bei einer Intensität von 100mW/cm
2 bis 18 mJ/cm
2 bei einer Intensität von 300 mW/cm
2.
[0031] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel kommt als Leuchtdiodeneinheit
eine Vielzahl an hintereinander geschalteten Flächenstrahlern zum Einsatz. Beispielsweise
ist der Einsatz von vier Flächenstrahlern denkbar, so dass sich die Dosis um das vierfache
erhöhen würde und beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von 100m/min bei einer
Intensität eines Flächenstrahlers von 100 mW/cm
2 bei 16 mJ/cm
2 liegen würde.
[0032] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz einer Bestrahlungseinheit
oder Aushärtungseinheit für eine Vorrichtung zum Binden von Stapeln aus Flachteilen
zur Aushärtung des Bindemittels mittels vorzugsweise flächigen Bestrahlens des Bindemittels
an einer Schmalseite des Stapels, wobei zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit zum
Einsatz kommt. Eine derartige Bestrahlungseinheit kann insbesondere zum Nachrüsten
einer bestehenden Vorrichtung zum Binden von Stapeln aus Flachteilen verwendet werden.
Hierbei ist eine allgemeine Nachrüstung von Vorrichtungen, wie beispielsweise Buchbindemaschinen
denkbar, wobei die nachzurüstende Buchbindemaschine noch keine Bestrahlungseinheit
aufwies. Zudem kann die erfindungsgemäße Bestrahlungseinheit eine bestehende Bestrahlungseinheit
ersetzen, um die oben genannten Vorteile zu erreichen. Bevorzugt emittiert die Leuchtdiodeneinheit
Strahlung in einem bestimmten UV-Spektrum, wobei ein Bindemittel zum Einsatz kommt,
welches Photoinitiatoren aufweist, die bei der von der Leuchtdiodeneinheit emittierten
Strahlung aktivierbar sind, um eine Härtung des Bindemittels mittels der Leuchtdiodeneinheit
zu ermöglichen. Ein weiterer Vorteil ist dabei der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit,
welche Strahlung im UVA-Spektrum emittiert, wobei ein Bindemittel zum Einsatz kommt,
welches Photoinitiatoren aufweist, die bei UVA-Strahlung aktivierbar sind. Bevorzugt
emittiert die Leuchtdiodeneinheit ausschließlich Strahlung mit einer Wellenlänge in
einem Wellenlängenbereich von 320 nm-410 nm emittiert. Besonders bevorzugt ist hierbei
eine Wellenlänge in einem Bereich von 375 nm - 405 nm. Hierbei hat es sich ferner
als vorteilhaft herausgestellt, dass das Bindemittel Photoinitiatoren aufweist, die
bei der Wellenlänge der Strahlung der Leuchtdiodeneinheit aktivierbar sind.
[0033] Ein weiterer Vorteil bei dem Einsatz einer oben genannten Bestrahlungseinheit ist
die Verwendung einer Leuchtdiodeneinheit, die zumindest einen LED-Flächenstrahler
aufweist. Hierbei kann es sich als vorteilhaft erweisen, dass die oder der LED-Flächenstrahler
mit einer oder mehreren Reflexionsanordnungen ausgestattet sind.
[0034] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Binden von Stapeln
aus Flachteilen aufweisend die folgenden Schritte:
- Fixieren eines Stapels aus einer Vielzahl aus Flachteilen,
- Auftragen von flüssigem Bindemittel entlang einer Schmalseite des Stapels,
- Aushärtung des Bindemittels mittels vorzugsweise flächigen Bestrahlens des Bindemittels
an der Schmalseite des Stapels, wobei zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit zum
Einsatz kommt.
[0035] Zudem kann sich, insbesondere bei der Herstellung einer Broschur und/oder eines Paperback-
oder Softcover-Buches, ein Bearbeitungsschritt des Stapels aus Flachteilen nach dem
Fixierungsschritt als sinnvoll erweisen, worunter insbesondere eine Bearbeitung der
Schmalseite des Stapels verstanden werden kann, wie beispielsweise eine Rückenbearbeitung,
insbesondere Fächern, Kerben, Sägen, Fräsen, Schleifen, Bürsten und/oder Reinigen
der Schmalseite.
[0036] Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz einer Leuchtdiodeneinheit bei der Aushärtung,
welche ausschließlich Strahlung mit einer Wellenlänge in einem Wellenlängenbereich
320 nm - 410 nm emittiert.
[0037] Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Schmalseite des Stapels und/oder
das Bindemittel auf der Schmalseite des Stapels in einem Abstand in einem Bereich
1 cm bis 10cm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 4 bis 6cm vorzugsweise etwa
5 cm, bestrahlt werden.
[0038] Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
beschrieben. Hierbei zeigt die einzige Figur 1 eine Vorrichtung zum Binden von Stapeln
aus Flachteilen.
[0039] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kommt in der in Figur 1 dargestellten schematischen
Ansicht als Buchbindemaschine 10 zum Einsatz. Derartige Buchbindemaschinen 10, wie
beispielsweise Klebebinder, dienen der Herstellung von klebegebundenen Broschuren
oder Buchblocks für Festeinbände, wobei die zu einem Stapel 14 zusammengetragenen
Flachteile wie beispielsweise Falzbogen und/oder Einzelblätter durch Auftragen eines
Klebstoffs oder Bindemittels auf eine Schmalseite 15 oder Blockrücken verbunden werden.
Häufig wird diese Schmalseite 15 vor dem Auftragen des Bindemittels noch bearbeitet,
insbesondere durch Fächern, Kerben, Sägen, Fräsen, Schleifen, Bürsten und/oder Reinigen.
[0040] Die gezeigte Buchbindemaschine 10 weist eine Fixiereinheit 20 zum Fixieren des Stapels
14 aus einer Vielzahl aus Flachteilen auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden
die Flachteile in einem nicht gezeigten Teil der Buchbindemaschine 10 auf bekannte
Weise gestapelt. Hierfür sind im Stand der Technik viele Lösungen beschrieben. Dabei
weisen die Stapel zumindest eine Schmalseite 15, welche zur Bindung genutzt wird.
Hierfür kommt im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Bindemittel zum Einsatz, der
auf die Schmalseiten 15 der Stapel 14 aufgebracht wird. Im Anschluss ist eine Aushärtung
des Bindemittels vorgesehen, um aus den Stapeln Broschuren oder Buchblocks zu erhalten.
[0041] Die Stapel 14 werden mittels einer förderbandähnlichen Zuführung 11 zur weiteren
Be- und Verarbeitung befördert. Die Zuführung 11 ist derart angeordnet, dass die Stapel
14 von unten an nach unten offene Klammern 21 herangeführt werden, wobei die Stapel
14 wiederum derart auf der Zuführung 11 angeordnet sind, dass besagte Schmalseite
15 der Zuführung 11 gegenüber- und somit frei liegt.
[0042] Diese Klammern 21 sind Teil der Fixiereinheit 20 und dienen der Fixierung der Stapel
14 für die weitere Be- und Verarbeitung. Die Klammern 21 umgreifen die Stapel 14 bereichsweise
und sind derart gestaltet, dass zumindest besagte Schmalseite 15 freiliegt. Vorzugsweise
sind die Klammern 21 derart gestaltet, dass auch ein Bereich der an die Schmalseite
15 angrenzenden Seitenflächen eines Stapels 14 freiliegt, um diese beispielsweise
bereichsweise mit Bindemittel zu versehen. Die Klammern 21 sind fest mit einem Transportsystem
12 verbunden. Derartige Transportsysteme 12 sind im Stand der Technik bekannt. Der
Teil, an welchem die Klammern 21 befestigt sind, kann hierbei insbesondere kettenartig
ausgestaltet sein. Durch eine Bewegung des kettenartigen Teils in eine Transportrichtung
13 können die in den Klammern 21 fixierten Stapel 14 zur weiteren Be- und Verarbeitung
in der Buchbindemaschine 10 bewegt werden.
[0043] Zur weiteren Bearbeitung insbesondere der Schmalseite 15 kann eine nicht gezeigte
Bearbeitungseinheit vorgesehen werden. Hier kann die Schmalseite 15 insbesondere durch
Fächern, Kerben, Sägen, Fräsen, Schleifen, Bürsten und/oder Reinigen vor einem Bindemittelauftrag
bearbeitet werden.
[0044] Die in den Klammern 21 fixierten Stapel 14 werden durch Bewegung der Klammern 21
mittels des Transportsystems 12 in Transportrichtung 13 zu einer sich der Fixiereinheit
20 oder der nicht gezeigten Bearbeitungseinheit anschließenden Bindemittelauftragseinheit
30 zum Auftrag eines flüssigen Bindemittels auf die Schmalseite 15 befördert. Die
Bindemittelauftragseinheit 30 umfasst eine Auftragseinheit 31 zum Auftragen des Bindemittels
über eine Vielzahl von Düsen 32 sowie einen Tank 33 für das Bindemittel. Selbstverständlich
kann zum Auftragen des Bindemittels auch eine einzelne Düse genutzt werden. Alternativ
zu den Düsen 32 kann das Bindemittel auch über eine oder mehrere Walzen oder ein anderes
geeignetes Auftragselement aufgetragen werden. Zudem kann der Tank 33 eine Heizeinrichtung
aufweisen, insbesondere um das Bindemittel, beispielsweise einen Schmelzklebstoff,
aufzuheizen. Ferner können die Auftragseinheit 31 und die Düsen 32 sowie etwaige Schlauchverbindungen
insbesondere zwischen Tank 33 und Auftragseinheit 31 beheizbar sein, um das Bindemittel,
beispielsweise einen Schmelzklebstoff, zu beheizen. Auch kann ein insbesondere extern
angeordneter Vorratstank vorgesehen werden, welcher nicht abgebildet ist, in dem das
Bindemittel, insbesondere ein Schmelzklebstoff, bis zu einem Vorschmelzbereich erwärmt
werden.
[0045] In der gezeigten Buchbindemaschine 10 kommt bevorzugt ein Schmelzklebstoff als Bindemittel
zum Einsatz. Unter Schmelzklebstoff sind solche Klebstoffe zu verstehen, die bei Raumtemperatur
(25°C) fest sind, bei erhöhter Temperatur aber aufschmelzen und flüssig applizierbar
sind. Besonders geeignete Schmelzklebstoffe sind strahlenvernetzbare Klebstoffe. Insbesondere
eignet sich hierfür ein Schmelzklebstoff, welcher Photoinitiatoren aufweist, die zur
Aushärtung bei UVA-Strahlung aktivierbar sind. Bevorzugt kommt ein Schmelzklebstoff
zum Einsatz, der Photoinitiatoren aufweist, die bei Strahlung mit der Wellenlänge
in einem Bereich von 320 nm - 410 nm aktivierbar sind. Besonders bevorzugt kommt ein
Schmelzklebstoff zum Einsatz, der Photoinitiatoren aufweist, die bei Strahlung mit
der Wellenlänge in einem Wellenlängenbereich von 375 nm -405 nm aktivierbar sind.
[0046] Ein geeigneter Schmelzklebstoff weist vorzugsweise eine Viskosität in einem Bereich
von 2500 mPa.s bis 15000 mPa.s, besonders bevorzugt in einem Bereich von 3000 mPa.s
bis 8000mPas.s (gemessen nach EN ISO 2555, Brookfield Viskosimeter, bei 130 °C) sowie
einen Vorschmelzbereich von 60° bis 120° auf. Die Auftragstemperatur des Klebstoffs
wird so gewählt, dass der Klebstoff flüssig oder fließfähig mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung aufgetragen werden kann, beispielsweise zwischen 110°C bis 140°C. Ferner
eignet sich für einen derartigen Schmelzklebstoff der Einsatz eines beheizbaren Leimbeckens
oder Tanks 33, welcher den Schmelzklebstoff auf zumindest 110° bis 140° erwärmen kann,
sowie besagte Düsen 32 in einem Bereich von 110° bis 140°. Sofern bei der Beleimung
oder dem Bindemittelauftragen von sehr dicken Stapel 14 die Förderleistung nicht mehr
ausreicht, kann eine Möglichkeit zur Erhöhung der Temperatur um bis zu 50° vorgesehen
werden. Soweit nach dem Auftragen der Klebstoffschicht eine Abkühlung eintritt, wird
durch das Verfestigen des Schmelzklebstoffs eine erste Verklebung erzeugt. Nach dem
Bestrahlen wird dann die endgültige Verklebungsstärke erzielt.
[0047] Zudem kann die Bindemittelauftragseinheit 30 eine zusätzliche Auftragsmöglichkeit
für ein Bindemittel als Seitenleim beinhalten. Hierbei wird ein Bindemittel bereichsweise
auf die an die Schmalseite 15 angrenzenden Seitenflächen des Stapels 14 aufgetragen,
um in einem weiteren Schritt beispielsweise ein Deckblatt oder ein Vorsatz mit dem
Stapel 14 zu verkleben. Dieses Deckblatt dient insbesondere dem Abdecken der Klebeleiste,
das heißt sie verdeckt den Blick auf die seitliche Ansicht des auf der Schmalseite
15 angeordneten Bindemittels. Vorzugsweise wird über die Auftragseinheit 31 sowohl
das Bindemittel auf die Schmalseite 15, als auch über nicht gezeigte weitere Düsen
auf besagte Seitenflächen aufgebracht. Bevorzugt kommen für die Seitenflächen und
die Schmalseite 15 unterschiedliche Bindemittel zum Einsatz, um eine unterschiedliche
Aushärtung zu erreichen, und eine effektive Verklebung beispielsweise eines Deckblattes
nach einer vorherigen Aushärtung des Bindemittels auf der Schmalseite 15 zu ermöglichen.
Denkbar ist jedoch auch der Einsatz desselben Bindemittels für alle oben genannten
Bereiche.
[0048] Ferner weist die Bindemittelauftragseinheit 30 eine Abstreifeinheit 34 mit einem
Abstreifelement 35 auf. Dieses ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als Rakel ausgebildet.
Die Abstreifeinheit 34 stellt eine einheitliche Schichtdicke an Bindemittel auf der
Schmalseite 15 sicher. Die Abstreifeinheit 34 ist dabei derart einstellbar, dass die
Stärke des Bindemittels auf der Schmalseite 15 auf eine Schichtdicke in einem Bereich
von 0,1 mm bis 1,0 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,3 mm bis 0,6 mm eingestellt
werden kann.
[0049] Die mit Bindemittel versehenen Stapel 14 werden anschließend mittels der Klammern
21 in Transportrichtung 13 zu einer Aushärtungseinheit oder Bestrahlungseinheit 40
zur Aushärtung des Bindemittels mittels flächigen Bestrahlens des Bindemittels an
der Schmalseite 15 des Stapels 14 weiterbefördert. Die Bestrahlungseinheit 40 umfasst
im gezeigten Ausführungsbeispiel zur Bestrahlung des Bindemittels eine Leuchtdiodeneinheit
41. Die zum Einsatz kommende Leuchtdiodeneinheit 41 emittiert Strahlung in einem bestimmten
UV-Spektrum. Das oben genannte Bindemittel weist dabei Photoinitiatoren auf, die bei
der von der Leuchtdiodeneinheit emittierten Strahlung aktivierbar sind, um eine Härtung
des Bindemittels mittels der Leuchtdiodeneinheit 41 zu ermöglichen. Die emittierte
Strahlung der Leuchtdiodeneinheit 41 bewegt sich dabei innerhalb des UVA-Spektrums.
Durch den Einsatz einer derartigen Leuchtdiodeneinheit 41 kann insbesondere auf einer
aufwändigen Abschirmung selbiger verzichtet werden.
[0050] Die zum Einsatz kommende Leuchtdiodeneinheit 41 weist eine Vielzahl von Leuchtdioden
43 auf, die ausschließlich eine Strahlung mit einer Wellenlänge in einem Wellenlängenbereich
von 320 nm - 410 nm emittieren. Besonders bevorzugt ist hierbei eine Wellenlänge in
einem Bereich von 375 nm - 405 nm..Hierbei ist es denkbar, dass die Wellenlänge der
Leuchtdioden 43 einstellbar ist, so dass eine Wellenlänge aus dem oben genannten Wellenlängenbereichen
auswählbar ist, um die Strahlung an das zum Einsatz kommende Bindemittel anzupassen.
Präziser gesagt weist die Leuchtdiodeneinheit 41 zumindest einen LED-Flächenstrahler
42 auf, welcher wiederum eine Vielzahl von Leuchtdioden 43 umfasst. Zudem beinhaltet
die Leuchtdiodeneinheit 41 eine Steuereinheit 45 zur Ansteuerung des Flächenstrahlers
42 sowie elektrische Leitungen 44 über die der Flächenstrahler 42 mit der Steuereinheit
45 verbunden ist. Ferner weist der Flächenstrahler eine nicht gezeigte Reflexionsanordnung
auf, um Strahlung, die nicht in die Hauptabstrahlrichtung, also vorzugsweise in Richtung
der Schmalseite 15 verläuft, umzulenken. Dabei sind die Leuchtdioden 43 vor einer
Reflexionsfläche der Reflexionsanordnung positioniert, wobei eine Abstrahlrichtung
eines Strahls der Leuchtdioden 43 entgegen der Hauptabstrahlrichtung des Flächenstrahlers
42 verläuft und wobei der Strahl der Leuchtdioden 43 durch Reflexion in die Hauptabstrahlrichtung
des Flächenstrahlers 42 über die Reflexionsanordnung umgelenkt wird.
[0051] Der Flächenstrahler 42 ist dabei derart angeordnet, dass die hauptsächliche Strahlungsrichtung
oder Hauptabstrahlrichtung der Leuchtdioden 43 in Richtung der mit Bindemittel versehenen
Schmalseite 15 gerichtet ist. Zudem ist der Flächenstrahler 42 und/oder die gesamte
Leuchtdiodeneinheit 41 in der Höhe hinsichtlich des Stapels 14 derart verschiebbar,
dass der Abstand der Leuchtdioden 43 von der Oberfläche der mit Bindemittel versehenen
Schmalseite 15 variierbar ist, um einen optimalen Bestrahlungsabstand zur Aushärtung
des Bindemittels einzustellen. So können auch Stapel 14 mit unterschiedlichen Abmessungen
von der gezeigten Buchbindemaschine 10 bearbeiten werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
wird die Schmalseite 15 in einem Abstand in einem Bereich von 1cm bis 10cm, bevorzugt
in einem Bereich von 4cm bis 6cm bestrahlt. Vorzugsweise wird die Leuchtdiodeneinheit
41 derart positioniert, dass die Leuchtdioden 43 in einem Abstand von ungefähr 5cm
von einer mittleren Bindemitteloberfläche auf der Schmalseite 15 angeordnet sind.
[0052] Zur Aushärtung des Bindemittels kommen hierbei ein Flächenstrahler 42 mit Leuchtdioden
43 zum Einsatz, das eine Intensität in einem Bereich von 100 mW/cm
2 bis 300 mW/cm
2, bevorzugt in einem Bereich von 180 mW/cm
2 bis 200 mW/cm
2, besonders bevorzugt eine Intensität von ungefähr 190mW/cm
2 bereitgestellt werden kann.
[0053] Ferner umfasst die Bestrahlungseinheit 40 eine erste Lichtschranke 46 sowie eine
zweite Lichtschranke 47. Beide Lichtschranken 46, 47 sind über elektrische Leitungen
44 mit der Steuereinheit 45 verbunden. Selbstverständlich können die Lichtschranken
46, 47 auch durch andere dem Fachmann bekannte Sensoren ausgetauscht werden, die sich
eignen, das Vorhandensein eines Stapels 14 zu erfassen. Wird ein Stapel 14 mittels
der Klammer 21 und des Transportsystems 12 in Richtung Bestrahlungseinheit 40 bewegt,
passiert es einen Erfassungsbereich der ersten Lichtschranke 46. Diese ist derart
angeordnet, dass der Stapel 14 den Erfassungsbereich vor dem Erreichen des Bestrahlungsfeldes
durch den Flächenstrahler 42 erreicht. Erreicht ein Stapel 14 den Erfassungsbereich
der ersten Lichtschranke 46 sendet diese ein Signal an die Steuereinheit 45, welche
daraufhin den Flächenstrahler 42 zur Bestrahlung des Bindemittels auf der Schmalseite
15 einschaltet. Die zweite Lichtschranke 47 ist derart angeordnet, dass ein Verlassen
des Stapels 14 des Bestrahlungsfeldes des Flächenstrahlers 42 erfasst werden kann.
Das durch die zweite Lichtschranke 47 so erfasste Signal wird wiederum an die Steuereinheit
45 gesendet, welche den Flächenstrahler 42 ausschaltet. So kann gewährleistet werden,
dass der Flächenstrahler 42 nur dann Strahlung emittiert, wenn sich auch tatsächlich
ein Stapel 14 im Bestrahlungsfeld befindet. Zudem kann zusätzlich oder alternativ
die Bestrahlungseinheit 40 beispielsweise direkt über die Steuereinheit 45 mit dem
Transportsystem 12 derart verbunden werden, dass beispielsweise Angaben über die Geschwindigkeit
oder die Stellung der Klammern 21 in der Buchbindemaschine 10 abgreifbar sind, wodurch
ein Schalten des Flächenstrahlers 42 zur Bestrahlung der Schmalseite 15 zusätzlich
oder alternativ zu den Lichtschranken 46, 47 ermöglicht werden kann.
[0054] Denkbar ist auch der Einsatz einer nicht gezeigten Verzögerungsschaltung, beispielsweise
als Teil der Steuereinheit 45, die den Flächenstrahler 42 einschaltet, sobald ein
Stapel 14 die erste Lichtschranke 46 erreicht oder passiert. Sofern jedoch in einem
festgelegten Zeitraum, beispielsweise in einem Zeitraum wählbar aus einem Bereich
von 1 s bis 10s, kein Stapel 14 mehr von der ersten Lichtschranke 46 und/oder der
zweiten Lichtschranke 47 erfasst wird, schaltet die Steuereinheit 45 den Flächenstrahler
42 ab. Durch eine derartige Verzögerungsschaltung kann insbesondere eine Bestrahlungseinheit
40 bereitgestellt werden, welche unabhängig von den anderen Baugruppen der Buchbindemaschine
10 nutzbar und bedienbar ist. Insbesondere für die Nachrüstung bestehender Buchbindemaschinen
10 durch eine beschriebene Bestrahlungseinheit 40 ist eine solche Lösung von Vorteil,
da die Bestrahlungseinheit nicht an die Steuerung der Buchbindemaschine 10 angeschlossen
werden muss, da die Schaltung des Flächenstrahlers 42 ausschließlich durch die Erfassung
von Daten und Messwerten erfolgt, welche durch die Bestrahlungseinheit 40 selbst erhoben
werden.
[0055] Ferner weist die Buchbindemaschine 10 eine nicht dargestellte Messvorrichtung zur
Erfassung der von der Bestrahlungseinheit 40 über den Flächenstrahler 42 auf das Substrat,
also insbesondere die Schmalseite 15 oder auf das Bindemittel auf der Schmalseite
15, eingebrachten Strahlendosis. Diese kann beispielsweise Teil der Bestrahlungseinheit
40 sein. Bevorzugt wird diese Messvorrichtung jedoch mit dem Transportsystem 12 verbunden
und bewegt sich beispielsweise mit den Klammern 21. So passiert die Messvorrichtung
die Bestrahlungseinheit 40 in derselben Geschwindigkeit wir die Stapel 14, so dass
eine exakte Erfassung der Dosis möglich ist. Hierbei kann die Messvorrichtung mit
der Steuereinheit 45 der Bestrahlungseinheit 40 über eine drahtlose Datenübertragungsmöglichkeit
in Verbindung stehen, um die Dosis der Strahlung oder die Geschwindigkeit des Transportsystems
12 gegebenenfalls anzupassen.
[0056] Die Leuchtdiodeneinheit 41 kann zudem weitere Flächenstrahler 42 umfassen oder der
beschriebene Flächenstrahler 42 kann derart ausgebildet sein, dass eine Bestrahlung
eines möglicherweise in der Bindemittelauftragseinrichtung aufgetragenen Bindemittels
als Seitenleim auf Bereiche der Seitenfläche des Stapels 14 ermöglicht wird. Hierfür
kann sich auch eine derartige Gestaltung des Flächenstrahlers 42 als sinnvoll erweisen,
dass die Leuchtdioden 43 in Längsrichtung hinsichtlich der Schmalseite 15 eines Stapels
14 tunnelförmig angeordnet sind und so sowohl die Schmalseite 15 selbst, als auch
die Seitenflächen bestrahlen können.
[0057] Mit der gezeigten Buchbindemaschine 10 kann demnach ein Verfahren zum Binden von
Stapeln 14 aus Flachteilen bereitgestellt werden welche die folgenden Schritte umfasst:
- Fixieren eines Stapels 14 bestehend aus einer Vielzahl aus Flachteilen mittels einer
Fixiereinheit 20,
- Auftragen von flüssigem Bindemittel entlang einer Schmalseite 15 des Stapels 14 über
eine Bindemittelauftragseinrichtung 30,
- Aushärtung des Bindemittels mittels flächigen Bestrahlens des Bindemittels an der
Schmalseite 15 des Stapels 14 mittels einer Bestrahlungseinheit 40, wobei zur Bestrahlung
eine Leuchtdiodeneinheit 41 zum Einsatz kommt.
[0058] Die gezeigte Bestrahlungseinheit 40 kann auch zur Nachrüstung einer bestehenden Buchbindemaschine
10 verwendet werden. Bekannte Buchbindemaschinen 10 können oft Mittel zur Aushärtung
aufweisen, die unter anderem gefährliche UVB und UVC Strahlung emittieren. Hier kann
eine in Figur 1 gezeigte Bestrahlungseinheit 40 eingesetzt werden, die das vorhandene
Mittel zur Aushärtung ersetzt. Auch hier weist die Bestrahlungseinheit 40 zum Nachrüsten
der Buchbindemaschine 10 besagte Leuchtdiodeneinheit, vorzugsweise aufweisend einen
Flächenstrahler 42 auf. Auch ein hier eingesetzter Flächenstrahler 42 kann eine beschriebene
Reflexionsanordnung aufweisen. Zudem weisen die verbauten Leuchtdioden 43 vorzugsweise
die oben beschriebenen Eigenschaften auf.
Bezugszeichenliste:
[0059]
- 10
- Buchbindemaschine
- 11
- Zuführung
- 12
- Transportsystem
- 13
- Transportrichtung
- 14
- Stapel
- 15
- Schmalseite
- 20
- Fixiereinheit
- 21
- Klammer
- 30
- Bindemittelauftragseinheit
- 31
- Auftragseinheit
- 32
- Düsen
- 33
- Tank
- 34
- Abstreifeinheit
- 35
- Abstreifelement
- 40
- Bestrahlungseinheit
- 41
- Leuchtdiodeneinheit
- 42
- LED-Flächenstrahler
- 43
- LED
- 44
- Elektrische Leitung
- 45
- Steuereinheit
- 46
- Erste Lichtschranke
- 47
- Zweite Lichtschranke
1. Vorrichtung (10) zum Binden von Stapeln (14) aus Flachteilen aufweisend
- eine Fixiereinheit (20) zum Fixieren eines Stapels (14) bestehend aus einer Vielzahl
von Flachteilen,
- eine Bindemittelauftragseinrichtung (30) zum Auftrag von flüssigem Bindemittel entlang
einer Schmalseite (15) des Stapels (14),
- eine Bestrahlungseinheit (40) zur Aushärtung des Bindemittels mittels Bestrahlens
des Bindemittels an der Schmalseite (15) des Stapels (14), dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit (41) zum Einsatz kommt.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiodeneinheit (41) Strahlung in einem bestimmten UV-Spektrum emittiert
und dass ein Bindemittel zum Einsatz kommt, welches Photoinitiatoren aufweist, die
bei der von der Leuchtdiodeneinheit (42) emittierten Strahlung aktivierbar sind, um
eine Härtung des Bindemittels mittels der Leuchtdiodeneinheit (41) zu ermöglichen.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiodeneinheit (41) Strahlung im UVA-Spektrum emittiert und dass ein Bindemittel
zum Einsatz kommt, welches Photoinitiatoren aufweist, die bei UVA-Strahlung aktivierbar
sind.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiodeneinheit (41) ausschließlich Strahlung mit einer Wellenlänge in einem
Wellenlängenbereich von 320nm - 410 nm emittiert.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel Photoinitiatoren aufweist, die bei der Wellenlänge der Strahlung
der Leuchtdiodeneinheit (41) aktivierbar sind.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiodeneinheit (41) zumindest einen LED-Flächenstrahler (42) aufweist.
7. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiodeneinheit (41) derart angeordnet ist, dass das Bindemittel auf der
Schmalseite (15) des Stapels (14) in einem Abstand in einem Bereich von 1 bis 10cm
bestrahlt wird.
8. Bestrahlungseinheit (40) für eine Vorrichtung (10) zum Binden von Stapeln (14) aus
Flachteilen zur Aushärtung eines an einer Schmalseite (15) vorgesehenen Bindemittels
mittels flächigen Bestrahlens des Bindemittels an der Schmalseite (15) des Stapels
(14), wobei zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit (41) zum Einsatz kommt.
9. Verfahren zum Binden von Stapeln (14) aus Flachteilen aufweisend die folgenden Schritte
- Fixieren eines Stapels (14) bestehend aus einer Vielzahl von Flachteilen,
- Auftragen von flüssigem Bindemittel entlang einer Schmalseite (15) des Stapels (14),
- Aushärtung des Bindemittels mittels flächigen Bestrahlens des Bindemittels an der
Schmalseite (14) des Stapels (15), wobei zur Bestrahlung eine Leuchtdiodeneinheit
(41) zum Einsatz kommt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Einsatz kommende Leuchtdiodeneinheit (41) ausschließlich Strahlung mit einer
Wellenlänge in einem Wellenlängenbereich von 320 nm-410 nm emittiert.
1. An apparatus (10) for binding stacks (14) of flat parts comprising
- a fixing unit (20) for fixing a stack (14) consisting of a plurality of flat parts,
- a binder application device (30) for applying liquid binder along a narrow face
(15) of the stack (14),
- an irradiating unit (40) for curing the binder by irradiating the binder on the
narrow face (15) of the stack (14), characterised in that a light-emitting diode unit (41) being used for irradiation.
2. The apparatus (10) according to claim 1, characterised in that the light-emitting diode unit (41) emits radiation in a specific UV spectrum and
wherein a binder is used which comprises photoinitiators which are activatable under
the radiation emitted by the light-emitting diode unit (42) in order to enable curing
of the binder by means of the light-emitting diode unit (41).
3. The apparatus (10) according to claim 2, characterised in that the light-emitting diode unit (41) emits radiation in the UVA spectrum and wherein
a binder is used which comprises photoinitiators which are activatable under UVA radiation.
4. The apparatus (10) according to any one of the preceding claims, characterised in that the light-emitting diode unit (41) exclusively emits radiation with a wavelength
in a wavelength range of 320 nm-410 nm.
5. The apparatus (10) according to claim 4, characterised in that the binder comprises photoinitiators which are activatable at the wavelength of the
radiation of the light-emitting diode unit (41).
6. The apparatus (10) according to any one of the preceding claims, characterised in that the light-emitting diode unit (41) comprises at least one LED lighting panel (42).
7. The apparatus (10) according to any one of the preceding claims, characterised in that the light-emitting diode unit (41) is arranged such that the binder is irradiated
on the narrow face (15) of the stack (14) at a distance in a range from 1 to 10 cm.
8. An irradiating unit (40) for an apparatus (10) for binding stacks (14) of flat parts
for curing a binder provided on a narrow face (15) by means of two-dimensional irradiation
of the binder on the narrow face (15) of the stack (14), a light-emitting diode unit
(41) being used for irradiation.
9. A method for binding stacks (14) of flat parts comprising the following steps
- fixing a stack (14) consisting of a plurality of flat parts,
- applying liquid binder along a narrow face (15) of the stack (14),
- curing the binder by means of two-dimensional irradiation of the binder on the narrow
face (14) of the stack (15), a light-emitting diode unit (41) being used for irradiation.
10. The method according to claim 9, characterised in that the light-emitting diode unit used (41) exclusively emits radiation with a wavelength
in a wavelength range of 320 nm-410 nm.
1. Dispositif (10) servant à relier des empilements (14) d'éléments plats, comportant
- une unité de fixation (20) pour fixer un empilement (14) constitué d'une pluralité
d'éléments plats,
- un dispositif d'application de liant (30) pour appliquer un liant liquide le long
d'un côté étroit (15) de l'empilement (14),
- une unité d'application de rayonnement (40) pour faire durcir le liant en l'exposant
à un rayonnement sur le côté étroit (15) de l'empilement (14), caractérisé en ce qu'une unité à diodes électroluminescentes (41) est utilisée pour l'application du rayonnement.
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) émet un rayonnement dans un spectre UV
déterminé et en ce qu'un liant est utilisé, lequel comporte des photoinitiateurs qui peuvent être activés
lors du rayonnement émis par l'unité à diodes électroluminescentes (42) de manière
à permettre un durcissement du liant au moyen de ladite unité à diodes électroluminescentes
(41).
3. Dispositif (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) émet un rayonnement dans le spectre UVA
et en ce qu'un liant est utilisé, lequel comporte des photoinitiateurs qui peuvent être activés
lors du rayonnement UVA.
4. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) émet exclusivement un rayonnement ayant
une longueur d'onde se situant dans la gamme de longueurs d'onde de 320 nm à 410 nm.
5. Dispositif (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le liant comporte des photoinitiateurs qui peuvent être activés à la longueur d'onde
du rayonnement de l'unité à diodes électroluminescentes (41).
6. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) comporte au moins un émetteur de rayonnement
plan à LED (42).
7. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) est disposée de telle façon que le liant
est exposé au rayonnement sur le côté étroit (15) de l'empilement (14) à une distance
se situant dans la plage de 1 à 10 cm.
8. Unité d'application de rayonnement (40) pour un dispositif (10) servant à relier des
empilements (14) d'éléments plats pour faire durcir un liant prévu sur un côté étroit
(15) en exposant le liant avec toute sa surface à un rayonnement sur le côté étroit
(15) de l'empilement (14), sachant qu'une unité à diodes électroluminescentes (41)
est utilisée pour l'application du rayonnement.
9. Procédé pour relier des empilements (14) d'éléments plats comportant les étapes suivantes
:
- fixer un empilement (14) constitué d'une pluralité d'éléments plats,
- appliquer un liant liquide le long d'un côté étroit (15) de l'empilement (14),
- faire durcir le liant en l'exposant avec toute sa surface à un rayonnement sur le
côté étroit (14) de l'empilement (15), sachant qu'une unité à diodes électroluminescentes
(41) est utilisée pour l'application du rayonnement.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité à diodes électroluminescentes (41) utilisée émet exclusivement un rayonnement
ayant une longueur d'onde se situant dans la gamme de longueurs d'onde de 320 nm à
410 nm.