[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer hochdichten Beutelverpackung
und eine hochdichte Beutelverpackung mit mindestens einem Durchbruch und mit einem
von einem plattenförmigen Randbereich umgebenen Aufnahmebereich zur inerten Verpackung
eines wirkstoffhaltigen Produkts, wobei die Beutelverpackung den Aufnahmebereich begrenzende
und den Randbereich bildende Deckfolien oder Deckfolienabschnitte umfasst.
[0002] Aus der
DE 10 2009 008 027 A1 und
WO 2011/135050 ist eine derartige Beutelverpackung bekannt. Die einzelne geschlossene Beutelverpackung
wird vom Stapel entlang einer Perforation abgerissen. Danach wird die Beutelverpackung
geöffnet, indem die Grund- und die Deckfolie an zwei Laschen auseinandergezogen werden.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Problemstellung zugrunde, eine stapelbare hochdichte
Beutelverpackung zu entwickeln, die problemlos und schnell zu öffnen ist. Außerdem
soll im Stapel die ursprüngliche Präsenz und Konfiguration aller einzelnen Beutelverpackungen
erkennbar sein.
[0004] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Dazu weisen
die Deckfolien oder die Deckfolienabschnitte jeweils ein Rinnensystem mit mindestens
einer Rinne auf. Das Rinnensystem quert den den Aufnahmebereich überdeckenden Teil
der Deckfolie oder des Deckfolienabschnitts. Jede Rinne weist an einem Ende eine Verzweigung
in zwei Rinnenzweige auf. Außerdem ist zwischen zwei Rinnenzweigen ein eine Umfangskante
der Beutelverpackung unterbrechender Einschnitt angeordnet.
[0005] Bei der Herstellung der hochdichten Beutelverpackung wird das Rinnensystem mittels
eines Lasers in die Deckfolien oder Deckfolienabschnitte eingebracht.
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und den nachfolgenden
Beschreibungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
- Figur 1:
- Draufsicht der Beutelverpackung;
- Figur 2:
- Rückansicht der Beutelverpackung;
- Figur 3:
- Teilquerschnitt der Beutelverpackung;
- Figur 4:
- Tütenförmiger Teil der Beutelverpackung;
- Figur 5:
- Rinnensystem mit mehreren Rinnen.
[0007] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine Beutelverpackung (10) für ein wirkstoffhaltiges Produkt
(5). Derartige Beutelverpackungen (10) werden in Stapeln dargeboten, wobei jede einzelne
Beutelverpackung (10) eine Dosis des wirkstoffhaltigen Produkts (5) enthält. Muß beispielsweise
pro Tag eine Dosis des wirkstoff-haltigen Produkts (5) eingenommen werden, enthält
ein Stapel z.B. sieben Beutelverpackungen (10) für den Badarf einer Woche.
[0008] Die einzelnen Beutelverpackungen (10) eines Stapels sind beispielsweise zueinander
identisch. In der Draufsicht der Figur 1 hat die Beutelverpackung (10) eine rechteckige
Grundfläche. Die Länge ist z.B. 15 % größer als die Breite. Auch ovale, runde, vieleckige,
etc. Grundflächen sind denkbar.
[0009] Die Beutelverpackung (10) besteht im Ausführungsbeispiel aus zwei Deckfolien (41,
61), die in einem umlaufenden Randbereich (11) miteinander verklebt oder verschweißt
sind. Die einzelne Deckfolie (41; 61) ist beispielsweise mehrlagig als Laminat aufgebaut
und hat eine innenliegende Metallschicht, z.B. eine Aluminiumschicht, mit einer Dicke
größer als 9 Mikrometer, z.B. beträgt die Dicke zwischen 12 und 25 Mikrometer. Die
Beutelverpackung (10) ist damit hochdicht. Die Deckfolien (41, 61) können aus unterschiedlichen
Werkstoffen hergestellt sein und unterschiedliche Festigkeitswerte aufweisen. Die
eine dieser hier als Deckfolien (41, 61) bezeichneten Folien kann als Grundfolie (41,
61) ausgebildet sein. Auch kann z.B. eine Deckfolie (41, 61) transparent und die andere
intransparent sein. Die Beutelverpackung (10) kann auch aus einer einzigen gefalteten
Deckfolie (41; 61) hergestellt sein, deren zwei Deckfolienabschnitte dann miteinander
verbunden sind.
[0010] Der Randbereich (11) ist z.B. plattenförmig ausgebildet. Seine minimale Breite beträgt
im Ausführungsbeispiel 10 % der Breite der Beutelverpackung (10). Er umgibt einen
Aufnahmebereich (12). Die auf die Zeichnungsebene der Figur 1 projizierte Fläche des
Aufnahmebereichs (12) beträgt 46 % der projizierten Grundfläche der Beutelverpackung
(10). Die projizierte Fläche des Aufnahmebereichs (12) liegt damit zwischen 40 % und
60 % der projizierten Grundfläche der Beutelverpackung (10).
[0011] In der Darstellung der Figuren 1 und 3 ist im luft- und feuchtigkeitsdicht geschlossenen
Aufnahmebereich (12) das wirkstoffhaltige Produkt (5) inert angeordnet. Die auf die
Zeichnungsebene der Figur 1 projizierte Fläche des wirkstoffhaltigen Produkts (5)
ist kleiner als die auf diese Ebene projizierte Fläche des Aufnahmebereichs (12).
Der Aufnahmebereich (12) umfasst somit einen Streifen (13), der das wirkstoffhaltige
Produkt (5) umgibt.
[0012] Der Aufnahmebereich (12) hat in der Darstellung der Figur 1 zumindest annähernd die
Gestalt eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken. Die in dieser Darstellung unteren
Abrundungen (14, 15) haben beispielsweise den gleichen Radius. Die rechte obere Abrundung
(16) ist in Richtung des Aufnahmebereichs (12) orientiert. Die linke obere Abrundung
(17) hat beispielsweise einen Radius, der einem Viertel der Breite der Beutelverpackung
(10) entspricht. Die Begrenzung (18), die diese Abrundung (17) mit der linken unteren
Abrundung (14) verbindet, schließt beispielsweise mit der Außenkante (26) der Beutelverpackung
einen Winkel von 5 Grad ein. Dieser Winkel kann beispielsweise zwischen zwei Grad
und 30 Grad betragen, wobei der Breite des Randbereichs in der Darstellung der Figur
1 von unten nach oben ansteigt.
[0013] Im Randbereich (11) sind - dem Aufnahmebereich (12) abgewandt und von diesem beabstandet
- zwei Durchbrüche (19) angeordnet. Die Beutelverpackung (10) wird beispielsweise
mittels Nieten, die diese Durchbrüche (19) durchdringen, unlösbar im Stapel befestigt.
[0014] An einer der Längsseiten (21) trägt in der Darstellung der Figur 1 die Beutelverpackung
(10) außerhalb des Aufnahmebereichs (12) eine Markierung (22). Beispielsweise kann
hier die Dosennummer, eine Herstellungsnummer oder eine andere Identifikationsnummer
z.B. eingraviert sein.
[0015] Der Randbereich (11) hat im Ausführungsbeispiel der Figur 1 wenige Millimeter unterhalb
des oberen Endes des Aufnahmebereichs (12) einen Einschnitt (23). Die Länge des Einschnitts
(23) beträgt beispielsweise 60 % der Randbreite in diesem Bereich. In dieser Darstellung
sind symmetrisch zum Einschnitt (23) in jeder der Deckfolien (41, 61) oder Deckfolienabschnitte
zwei Rinnenzweige (42, 43; 62, 63) angeordnet. Dies sind rinnenförmige, ununterbrochene
Ausnehmungen der Deckfolien (41, 61) oder Deckfolienabschnitte. Sie haben im Ausführungsbeispiel
einen konstanten, z.B. u-förmigen Querschnitt. Zur einschnittsseitigen Längskante
(24) der Beutelverpackung (10) haben alle Rinnenzweige (42, 43; 62, 63) beispielsweise
einen Abstand von einem Millimeter.
[0016] Die beiden Rinnenzweige (42, 43; 62, 63) einer Deckfolie (41; 61) oder eines Deckfolienabschnitts
vereinigen sich in einer Verzweigung (44; 64), die im Ausführungsbeispiel am Übergang
der Abrundung (16) zum Aufnahmebereich (12) angeordnet ist. Beide Rinnenzweige (42,
43; 62, 63) gehen hier tangential in eine Rinne (45; 65) über. Die jeweilige Rinne
(45; 65) hat beispielsweise den gleichen Querschnitt wie die Rinnenzweige (42, 43;
62, 63). In der Darstellung der Figur 3 hat die einzelne Rinne (45, 65) einen u-förmigen
Rinnengrund (46, 66) und sich von innen nach außen öffnende Wände (47, 67). In diesem
Ausführungsbeispiel umfassen das Rinnensystem (56) der Deckfolie (41) und das Rinnensystem
(76) der Deckfolie (61) jeweils eine Rinne (45; 65).
[0017] Die einzelne Rinne (45; 65) verläuft im Ausführungsbeispiel in Richtung des wirkstoffhaltigen
Produkts (5) versetzt parallel zum Rand (25) des Aufnahmebereichs (12). Zu diesem
hat sie beispielsweise einen Abstand von einem Millimeter. Sie quert damit den den
Aufnahmebereich (12) überdeckenden Teil der Deckfolie (41; 61) oder des Deckfolienabschnitts.
Bei der in den Figuren 1 - 3 dargestellten Beutelverpackung (10) mit einem wirkstoffhaltigen
Produkt (5) sind die Rinnen (45, 65) beispielsweise in den Außenflächen (48, 68) der
Deckfolien (41; 61) in dem Bereich angeordnet, in dem die Innenflächen (49, 69) den
Streifen (13) abdecken.
[0018] Die Rinne (45, 65) verläuft entlang dem Rand (25) des Aufnahmebereichs (12) bis zur
unteren Abrundung (14). Sie überstreicht damit ein Segment des Aufnahmebereichs (12)
von 90 Grad. Das von der Rinne (45; 65) durchquerte Segment kann einen Öffnungswinkel
zwischen 75 Grad und 90 Grad aufweisen. Die Sehne der Rinne (45; 65) im Aufnahmebereich
(12) ist länger als die größte Abmessung des wirkstoffhaltigen Produkts (5). Der Radius
des gebogenen Abschnitts der Rinne (45; 65) beträgt beispielsweise 20 Millimeter.
Dieser Radius ist z.B. größer als 10 Millimeter. Der Bogen der Rinne (45; 65) überstreicht
z.B. einen Sektor von beispielsweise 85 Grad. Der Sektorenwinkel kann zwischen 85
- 90 Grad betragen. Von der unteren Abrundung (14) aus verläuft die Rinne (45; 65)
in der Darstellung der Figur 1 einem Rechtsbogen zum linken äußeren Rand (26), den
sie im Endpunkt (51) berührt. Die einzelne Rinne (45; 65) kann jedoch auch im Randbereich
(11) zwischen dem Aufnahmebereich (12) und der Längskante (26) enden.
[0019] Wird die Rinne (45) auf ein in der Zeichnungsebene der Figur 1 angeordnetes ebenes
Koordinatensystem projiziert, wobei die Querrichtung (27) die Abszisse und die Längsrichtung
(28) die Ordinate sind, ergibt der Verlauf in dem Bereich zwischen dem Endpunkt (51)
und der Verzweigung (44) eine monotone, stetig differenzierbare Kurve. Jedem Wert
in Querrichtung (27) ist genau ein Wert in Längsrichtung (28) der Beutelverpackung
(10) zugeordnet.
[0020] Im Ausführungsbeispiel sind die Rinnen (45, 65) beider Deckfolien (41, 61) oder beider
Deckfolienabschnitte kongruent zueinander. Die Tiefe der einzelnen Rinne (45, 65)
entspricht maximal 90 % der Dicke der Deckfolie (41, 61) oder des Deckfolienabschnitts.
Anstatt des beschriebenen Querschnitts kann die einzelne Rinne (45, 65) auch einen
rechteckigen, v-förmigen, etc. Querschnitt aufweisen.
[0021] Bei der Herstellung der Beutelverpackungen (10) werden beispielsweise die Rinnen
(45, 65) in die Deckfolien (41, 61) eingebracht. Dies erfolgt z.B. mittels eines sogenannten
Laserscorings. Hierbei werden einzelne Bereiche der Oberfläche der Deckfolie (41,
61) mittels eines Lasers abgetragen. Aufgrund der Relativbewegung der Deckfolie (41,
61) und des Lasers zueinander erfolgt der Abtrag entlang einer Linie. Hierbei kann
die Metallschicht der Deckfolie (41, 61) geschwächt werden, diese Metallschicht bleibt
aber geschlossen. Beispielsweise wird das Rinnensystem (56, 76) bis zu einer Tiefe
von 90 % der Metallschicht eingebracht. Weder durchdringt die Rinne (45; 65) die Metallschicht,
noch wird die Metallschicht perforiert. Damit ist die Dichtigkeit der einzelnen Beutelverpackung
(10) sichergestellt. Nach der Herstellung der ersten Rinne (45; 65) einschließlich
eines Rinnenzweiges (42; 43; 62; 63) wird beispielsweise der zweite Rinnenzweig (43;
42; 63; 62) von der Verzweigung (44; 64) aus eingebracht. Parallel hierzu wird z.B.
die Markierung (22) erzeugt.
[0022] Das Einbringen des Rinnensystems (56, 76) kann vor oder nach der Herstellung der
Beutelverpackung (10) und dem Einbringen des wirkstoffhaltigen Produkts (5) erfolgen.
[0023] Wird das Rinnensystem (56, 76) in die einzelnen Deckfolien (41, 61) z.B. vor dem
Verschweißen eingebracht, werden die Deckfolien (41, 61) unter Einschluß des wirkstoffhaltigen
Produkts (5) übereinandergelegt und miteinander aromadicht verbunden. Diese Verbindung
erfolgt beispielsweise vollflächig im Randbereich (11) der Beutelverpackung (10).
[0024] Die fertige Beutelverpackung (10) wird gestapelt und vernietet. Sie kann nun dem
Benutzer im Stapel, z.B. in einer sogenannten Kalenderpackung, dargeboten werden.
Jede Einzeldosis ist hochdicht und inert verpackt. Die Einzeldosis ist damit gas-,
aroma- und feuchtigkeitsdicht gegen die Umgebung geschützt.
[0025] Zur Entnahme hält der Benutzer beispielsweise mit der linken Hand den Stapel und
greift z.B. mit zwei Fingern der rechten Hand die Beutelverpackung (10). Hierbei liegt
beispielsweise der Daumen auf dem Aufnahmebereich (12) und der Zeigefinger stützt
die Rückseite des Aufnahmebereichs (12) ab. Wird die rechte Hand nun nach links bewegt,
reißt die Beutelverpackung (10) am Einschnitt (23) ein. Der Riß setzt sich - unter
Erhöhung des Widerstandes - auf beiden Deckfolien (41, 61) fort, beispielsweise bis
zu den Verzweigungen (44, 64). Falls sich der Riß vom Einschnitt (23) nicht gradlinig,
sondern schräg fortsetzt, trifft er auf die oberen Rinnenzweige (42, 62) oder die
unteren Rinnenzweige (43, 63). Dort wird der Riß in die Rinnenzweige (42, 43; 62,
63) umgelenkt. Entlang der Rinnenzweige (42, 43; 62, 63), die eine geringere Materialstärke
als die umliegende Deckfolie (41, 61) aufweisen, setzt sich der Riß in beiden Deckfolien
(41; 61) in Richtung der Verzweigungen (44, 64) fort. Zumindest ab den Verzweigungen
(44, 64) folgt der Riß beim weiteren Aufreißen den Rinnen (45, 65). Beim weiteren
Bewegen der rechten Hand nach links, vgl. Figur 1, erfolgt ein zunehmendes Rißwachstum
nach links. Aufgrund der beschriebenen Geometrie der Rinne (45, 65) kann das Öffnen
der Beutelverpackung (10) in einem einzigen Zug erfolgen. Da der Verlauf der Rinne
(45; 65) entlang der gesamten Rinnenlänge in jedem Inkrement eine Komponente in Querrichtung
(27) größer als Null hat, wird das Aufreißen nicht behindert oder blockiert. Der Benutzer
braucht seine Zugrichtung nicht zu ändern. Der Aufnahmebereich (12) wird außerhalb
des wirkstoffhaltigen Produkts (5) geöffnet. Gleichzeitig wird ein tütenförmiger Teil
(29) mit dem wirkstoffhaltigen Produkt (5) abgerissen, vgl. Figur 4. Das wirkstoffhaltige
Produkt (5) verbleibt hierbei in dem tütenförmigen Teil (29) der Beutelverpackung
(10), den der Benutzer mit der Öffnung (31) nach oben in der Hand hält. Aufgrund der
großen Öffnung (31) der Tüte (29) kann nun das wirkstoffhaltige Produkt (5) ohne Schwierigkeiten
entnommen werden.
[0026] Der hier beschriebene Öffnungsvorgang ist für Rechtshänder geeignet, die mit der
rechten Hand ziehen. Dieselbe Beutelverpackung (10) kann jedoch auch für Linkshänder
eingesetzt werden. Hierfür wird die Rückseite (32) nach oben gerichtet, vgl. Figur
2. Der Öffnungsvorgang erfolgt nun analog, wie oben beschrieben. Auch bei dieser Beutelverpackung
(10) reicht eine einzige Handbewegung zum Öffnen.
[0027] Nach dem Abreißen der Tüte (29) mit dem wirkstoffhaltigen Produkt (5) verbleibt der
z.B. obere und linke Randbereich (33) der Beutelverpackung (10) im Stapel. Die Markierung
(22) ist in diesem Teil (33) des Randbereichs (11). Somit kann der Benutzer oder eine
dritte Person ohne Schwierigkeiten überprüfen, ob z.B. die für den Tag vorgesehene
Dosis des wirkstoffhaltigen Produkts (5) bereits entnommen ist. Außerdem ist auch
nach der Entnahme einer Beutelverpackung (10) einwandfrei die ursprüngliche Lage und
die Konfiguration aller einzelner Beutelverpackungen (10) erkennbar. Auch wenn bereits
alle Beutelverpackungen (10) des Stapels entnommen sind, ist so ein Nachweis der ursprünglichen
Anordnung der Einzeldosen in der Kalenderverpackung möglich.
[0028] Die Rinnen (45, 65) und die Rinnenzweige (42, 43; 62, 63) können auch durch andere
als das beschriebene Verfahren, z.B. Ätzen, gravieren etc. in die Deckfolien (45,
65) oder in die Deckfolienabschnitte eingebracht werden.
[0029] Die Rinnen (45, 65) beider Deckfolien (42, 43, 62, 63) oder Deckfolienabschnitte
können auch bereichsweise zueinander versetzt angeordnet sein. Beispielsweise ergibt
sich dann ein schräger Riß entlang der Beutelverpackung (10). Die sich ergebende Rißkante
(34) kann beispielsweise so angeordnet sein, dass die dem Benutzer zugewandte Deckfolie
(41, 61) tiefer eingeschnitten ist als die dem Benutzer abgewandte Deckfolie (61;
41).
[0030] Die Rinnen (45, 65) und/oder die Rinnenzweige (42, 43; 62, 63) können auch an den
Innenflächen (49, 69) der Deckfolien (41, 61) oder der Deckfolienabschnitte angeordnet
sein. Auch ist es denkbar, die Rinnen (45; 65) einer Deckfolie (41; 61) in der Innenfläche
(49) und die Rinne (65; 45) der anderen Deckfolie (61; 41) in die Außenfläche (48;
68) einzubringen. Auch ein oder beide Rinennzweige (42, 43; 62, 63) können in einer
anderen Oberfläche (48; 49) als die Rinne (45; 65) eingebracht sein.
[0031] Im Ausführungsbeispiel ist die Rinne (45, 65) linienförmig ausgebildet. Die Rinne
(45, 65) kann jedoch auch eine Wellenform aufweisen, sie kann Nebenrinnen haben, etc.
Die Beutelverpackung (10) kann auch Rinnensysteme (56, 76) mit mehreren Rinnen (45,
52, 65) umfassen, vgl. Figur 5. In dieser Figur 5 ist beispielsweise eine Beutelverpackung
(10) dargestellt, die von links nach rechts aufgerissen wird. Die einzelne Rinne (45,
65) endet in der Deckfolie (41, 61). Eine anschließende Rinne (52) hat dann zwei Rinennzweige
(53, 54), die beidseitig des Rinnenendes (55) der ersten Rinne (45) liegen. Beim Einhand-Aufreißen
ergeben sich - ausgehend vom Einschnitt (23) - so kurze Zonen erhöhten Widerstandes.
Hiermit kann beispielsweise ein versehentliches Abreißen der Beutelverpackung (10)
erschwert werden.
[0032] Selbstverständlich ist es auch denkbar, die verschiedenen genannten Ausführungsformen
miteinander zu kombinieren.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 5
- wirkstoffhaltiges Produkt
- 10
- Beutelverpackung
- 11
- Randbereich
- 12
- Aufnahmebereich
- 13
- Streifen
- 14
- Abrundung, unten
- 15
- Abrundung, unten
- 16
- Abrundung, oben
- 17
- Abrundung, oben
- 18
- Begrenzung
- 19
- Durchbrüche
- 21
- Längsseiten
- 22
- Markierung
- 23
- Einschnitt
- 24
- Längskante, einschnittseitig, Umfangskante
- 25
- Rand von (12)
- 26
- äußerer Rand, Umfangskante
- 27
- Querrichtung
- 28
- Längsrichtung
- 29
- tütenförmiger Teil, Tüte
- 31
- Öffnung
- 32
- Rückseite
- 33
- oberer und linker Randbereich, Teil von (11)
- 34
- Rißkante
- 41
- Deckfolie; Grundfolie
- 42
- Rinnenzweig
- 43
- Rinnenzweig
- 44
- Verzweigung
- 45
- Rinne
- 46
- Rinnengrund
- 47
- Wände
- 48
- Außenfläche
- 49
- Innenfläche
- 51
- Endpunkt
- 52
- Rinne
- 53
- Rinnenzweig
- 54
- Rinnenzweig
- 55
- Rinnenende
- 56
- Rinnensystem
- 61
- Deckfolie; Grundfolie
- 62
- Rinnenzweig
- 63
- Rinnenzweig
- 64
- Verzweigung
- 65
- Rinne
- 66
- Rinnengrund
- 67
- Wände
- 68
- Außenfläche
- 69
- Innenfläche
- 76
- Rinnensystem
1. Verfahren zur Herstellung einer hochdichten Beutelverpackung (10) zur inerten Verpackung
eines wirkstoffhaltigen Produkts (5),
wobei zwei Deckfolien (41, 61) oder Deckfolienabschnitte in einem einen Aufnahmebereich
(12) umgrenzenden Randbereich (11) miteinander verbunden werden,
wobei in den Randbereich (11) mindestens ein Durchbruch (19) eingebracht wird,
wobei in beide Deckfolien (41, 61) oder Deckfolienabschnitte mittels eines Lasers
ein den Aufnahmebereich (12) überdeckenden Teil der Deckfolie (41; 61) oder des Deckfolienabschnitts
querendes Rinnensystem (56, 76) mit mindestens einer Rinne (45, 65) eingebracht wird,
wobei jede Rinne (45, 65) an einem Ende in einer Verzweigung (44, 64) in zwei Rinnenzweige
(42, 43; 62, 63) übergeht und
wobei zwischen zwei Rinnenzweigen (42, 43; 62, 63) ein eine Umfangskante (24) der
Beutelverpackung (10) unterbrechender Einschnitt (23) eingebracht wird.
2. Verfahren zur Herstellung einer hochdichten Beutelverpackung (10) zur inerten Verpackung
eines wirkstoffhaltigen Produkts (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelne Deckfolie (41, 61) mehrlagig mit einer innenliegenden Metallschicht
aufgebaut ist, wobei das Rinnensystem (56, 76) bis maximal 90 % der Metallschicht-Dicke
in die Metallschicht eingebracht wird.
3. Hochdichte Beutelverpackung (10) mit mindestens einem Durchbruch (19) und mit einem
von einem plattenförmigen Randbereich (11) umgebenen Aufnahmebereich (12) zur inerten
Verpackung eines wirkstoffhaltigen Produkts (5), wobei die Beutelverpackung (10) den
Aufnahmebereich (12) begrenzende und den Randbereich (11) bildende Deckfolien (41,
61) oder Deckfolienabschnitte umfasst, wobei
die Deckfolien (41, 61) oder die Deckfolienabschnitte jeweils ein Rinnensystem (56,
76) mit mindestens einer Rinne (45; 65) aufweisen, wobei
das Rinnensystem (56; 76) den den Aufnahmebereich (12) überdeckenden Teil der Deckfolie
(41; 61) oder des Deckfolienabschnitts quert,
dadurch gekennzeichnet,
- dass jede Rinne (45, 65) an einem Ende eine Verzweigung (44, 64) in zwei Rinnenzweige
(42, 43; 62, 63) aufweist und
- dass zwischen zwei Rinnenzweigen (42, 43; 62, 63) ein eine Umfangskante (24) der Beutelverpackung
(10) unterbrechender Einschnitt (23) angeordnet ist.
4. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnen (45; 65) unterbrechungsfrei sind.
5. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rinnensysteme (56; 76) kongruent zueinander angeordnet sind.
6. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rinnensystem (56, 76) maximal eine Umfangskante (26) berührt.
7. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die von einer Rinne (45; 65) berührte Umfangskante (26) dem Einschnitt (23) abgewandt
ist.
8. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnensysteme (56, 76) den Aufnahmebereich (12) in einem Segment queren, dessen
Öffnungswinkel zwischen 75 Grad und 90 Grad beträgt.
9. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie in dem den Durchbruch (19) tragenden Randbereich (33) außerhalb der Rinne (45;
65) eine Markierung (22) trägt.
10. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Rinne (45; 65) maximal 90 % der Dicke einer Deckfolie (41; 61) oder
eines Deckfolienabschnitts beträgt.
11. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelne Rinne (45; 65) einen weitgehend u-förmigen Querschnitt aufweist.
12. Hochdichte Beutelverpackung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelne Deckfolie (41; 61) oder der einzelne Deckfolienabschnitt mehrschichtig
mit einer innenliegenden geschlossenen Metallschicht aufgebaut ist.
1. A method of making a highly impervious bag-type package (10) for the inert packaging
of a product (5) containing an active agent; wherein
- two cover sheets (41, 61) or cover sheet sections are connected to each other in
a margin (11) delimiting a reception region (12),
- at least one cut-out (19) is worked into said margin (11),
- a channel system (56, 76) is worked by means of a laser into both cover sheets (41;
61) or cover sheet sections in a portion overlying reception region (12) of both cover
sheets (41; 61) or of both cover sheet sections, said channel system comprising at
least one channel (45, 65),
- each said channel (45, 65) transitioning at its end into a furcation (44, 64) comprising
two channel branches (42, 43; 62, 63), and
- wherein an incision (23) is worked in between two channel branches (42, 43; 62,
63) to disrupt a peripheral edge (24) of bag-type package (10).
2. A method of making a highly impervious bag-type package (10) for the inert packaging
of a product (5) containing an active agent as claimed in claim 1, characterized in that each cover sheet (41, 61) is structured to comprise several layers and a metal layer
placed between them, said channel system (56, 76) being worked into the metal layer
to max. 90 % of the thickness thereof.
3. Highly impervious bag-type package (10) for the inert packaging of a product (5) containing
an active agent, said package (10) having at least one cut-out (19) therethrough and
a reception region (12) delimited by a plate-shaped margin (11), and said package
comprising cover sheets (41, 61) or cover sheet sections delimiting reception region
(12) and forming the margin (11),
- with cover sheets (41, 61) or cover sheet sections each having therein a channel
system (56, 76) each comprising at least one channel (45; 65), and
- said channel system (56; 76) extending across the portion overlying the reception
region (12) of cover sheet (41; 61) or of the cover sheet sections; characterized in that
- each channel (45, 65) has at one end thereof a furcation (44; 64) into two channel
branches (42, 43; 62, 63), and
- two channel branches (42, 43; 62, 63) have therebetween an incision (23) disrupting
peripheral edge (24) of bag-type package (10).
4. Highly impervious bag-type package as claimed in claim 3, characterized in that channels (45; 65) are free from discontinuities.
5. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that channel systems (56; 76) are mutually superimposed congruently.
6. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that each channel system (56, 76) extends to not more than one peripheral edge (26).
7. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 6, characterized in that the peripheral edge (26) touched by a channel (45; 65) is directed away from incision
(23).
8. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that channel systems (56, 76) extend across reception region (12) in a segment thereof
of which the opening angle is between 75° and 90°.
9. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized by a marking (22) outside channel (45; 65) in the margin (33) that has cut-out (19)
therethrough.
10. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that the depth of channel (45; 65) amounts to not more than 90 % of the thickness of a
cover sheet (41; 61) or cover sheet section.
11. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that each individual channel (45; 65) has a substantially U-shaped cross section.
12. Highly impervious bag-type package (10) as claimed in claim 3, characterized in that each cover sheet (41, 61) or cover sheet section is structured to comprise several
layers and a closed metal layer placed between them.
1. Procédé de fabrication d'un sachet d'emballage (10) présentant une étanchéité élevée,
destiné à l'emballage inerte d'un produit contenant un principe actif (5), avec la
particularité
- que deux films de recouvrement (41, 61) ou segments de film de recouvrement sont
reliés dans une zone de bordure (11) entourant une zone de réception (12),
- qu'au moins une partie perforée (19) est réalisée dans la zone de bordure (11),
- qu'un système de canaux (56, 76), comportant au moins un canal (45, 65) et traversant
la partie du film de recouvrement (41, 61) ou du segment de film de recouvrement qui
recouvre la zone de réception (12), est pratiqué au moyen d'un laser dans les deux
films de recouvrement (41, 61) ou segments de film de recouvrement,
- que chaque canal (45, 65) présente, à une extrémité, une ramification (44, 64) où
il se divise en deux branches de canaux (42, 43, 62, 63) et
- qu'une entaille (23) interrompant une arête périphérique (24) du sachet d'emballage
(10) est pratiquée entre deux branches de canaux (42, 43, 62, 63).
2. Procédé de fabrication d'un sachet d'emballage (10) présentant une étanchéité élevée,
destiné à l'emballage inerte d'un produit contenant un principe actif (5) selon la
revendication 1, caractérisé en ce que chaque film de recouvrement (41, 61) est constitué de plusieurs couches avec une
couche métallique située à l'intérieur, le système de canaux (56, 76) étant réalisé
dans la couche métallique, la profondeur dudit système atteignant au maximum 90 %
de l'épaisseur de la couche métallique.
3. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) présentant au moins une partie perforée
(19) et une zone de réception (12) entourée d'une zone marginale (11) sous forme de
plaque, destinée à l'emballage inerte d'un produit contenant un principe actif (5),
ledit sachet d'emballage comprenant
des films de recouvrement (41, 61) ou des segments de film de recouvrement délimitant
la zone de réception (12) et formant la zone marginale (11),avec la particularité
- que les films de recouvrement (41, 61) ou les segments de film de recouvrement présentent
respectivement un système de canaux (56, 76) comprenant au moins un canal (45, 65),
- que le système de canaux (56, 76) traverse la partie du film de recouvrement (41,
61) ou du segment du film de recouvrement qui recouvre la zone de réception (12) caractérisé en ce
- que chaque canal (45, 65) présente, à une extrémité, une ramification (44, 64) en deux
branches de canaux (42, 43, 62, 63) et
- qu'une entaille (23) interrompant une arête périphérique (24) du sachet d'emballage (10)
est disposée entre deux branches de canaux (42, 43, 62, 63).
4. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les canaux (45, 65) sont ininterrompus.
5. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les deux systèmes de canaux (56, 76) sont disposés de façon congruente l'un par rapport
à l'autre.
6. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que chaque système de canaux (56, 76) touche au maximum une arête périphérique (26).
7. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'arête périphérique (26) touchée par un canal (45, 65) est orientée dans une direction
opposée à l'entaille (23).
8. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les systèmes de canaux (56, 76) traversent la zone de réception (12) dans un segment
dont l'angle d'ouverture est entre 75 et 90 degrés.
9. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que ledit sachet porte un marquage (22) en dehors du canal (45, 65), dans la zone de
bordure (33) qui comporte la partie perforée (19).
10. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la profondeur du canal (45, 65) est au maximum de 90 % de l'épaisseur d'un film de
recouvrement (41, 61) ou d'un segment de film de recouvrement.
11. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que chaque canal (41, 61) présente une section sensiblement en forme de U.
12. Sachet d'emballage à étanchéité élevée (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que chaque film de recouvrement (41, 61) ou chaque segment de film de recouvrement est
composé de plusieurs couches comprenant une couche métallique intérieure fermée.