| (19) |
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(11) |
EP 2 634 345 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.04.2021 Patentblatt 2021/15 |
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Anmeldetag: 04.02.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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SICHERHEITSSCHALTSCHRANK
SAFETY SWITCHING CABINET
ARMOIRE ÉLECTRIQUE DE SÉCURITÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.02.2012 DE 102012003753 23.04.2012 DE 102012007898
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.09.2013 Patentblatt 2013/36 |
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Patentinhaber: Rittal GmbH & Co. KG |
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35745 Herborn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schmittgall, Volker
35767 Breitscheid (DE)
- Ramdohr, Martin
35759 Waldaubach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Angerhausen, Christoph et al |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 135 573 DE-A1- 2 614 968 GB-A- 443 944
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CH-A- 437 045 DE-C1- 19 647 723 US-A- 1 547 720
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschaltschrank, mit einem Bodenelement, zwei
Seitenwandelementen, einem Rückwandelement, einem Kopfelement und einem Türelement,
wobei in dem Sicherheitsschaltschrank ein Rahmengestell aufgenommen ist, mit dem zumindest
die Seitenwandelemente starr verbunden sind. Ein derartiger Sicherheitsschaltschrank
ist aus der
US 1,547,720 A bekannt. Ähnliche Sicherheitsschaltschränke beschreiben auch die
DE 2614968 A1, die
DE 196 477 23 C1, die
GB 443994 A und die
EP 1 135 573 B1.
[0002] Die bekannten Sicherheitsschaltschränke haben den Nachteil, dass an die mechanische
Stabilität des Bodenelements, der Seitenwandelemente, des Rückwandelements, des Kopfelements
und des Türelements gewisse Mindestanforderungen gestellt sind. Dies hängt damit zusammen,
dass die vorgenannten Elemente über ihre eigentliche Funktion hinaus, im Brandfall
den Innenraum des Sicherheitsschaltschrankes vor übermäßiger Hitzeeinwirkung zu schützen,
dazu ausgebildet sind, die tragende Struktur des Sicherheitsschaltschrankes bereitzustellen.
Dies hat zur Folge, dass die vorgenannten Elemente des Sicherheitsschaltschrankes
entweder recht aufwendig als Verbundwerkstoffe eines Brandschutzmaterials und weiteren
Werkstoffen ausgebildet sind, oder nur aus solchen Brandschutzmaterialien gefertigt
sein können, welche von Hause aus die geforderte mechanische Stabilität mitbringen.
[0003] Bei dem aus der
EP 1 135 573 B1 bekannten Sicherheitsschaltschrank werden die oben genannten Elemente mit Hilfe von
Zargen, an welche sie über Zargenelemente fixiert sind, gegeneinander stabilisiert.
Ein ähnlicher Sicherheitsschaltschrank ist auch aus der
DE 10 2009 008 059 A1 bekannt.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Sicherheitsschaltschrank
vorzuschlagen, bei dem für die Fertigung des Bodenelements, der Seitenwandelemente,
des Rückwandelements, des Kopfelements sowie des Türelements auch Brandschutzmaterialien
verwendet werden können, welche im Vergleich zu den Materialien, welche bei den bekannten
Sicherheitsschaltschränken verwendet werden, geringeren Anforderungen an die mechanische
Festigkeit genügen, so dass insbesondere auch leichtere Brandschutzmaterialien verbaut
werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Sicherheitsschaltschrank gemäß dem Patentanspruch
1 gelöst. Erfindungsgemäß zeichnet sich der Sicherheitsschaltschrank dadurch aus,
dass das Türelement an einem der Seitenwandelemente anscharniert ist, wobei die Seitenwandelemente,
das Bodenelement und das Kopfelement eine Türöffnung bilden, in der das Türelement
in einer Schließstellung aufgenommen ist, wobei die Seitenwandelemente, das Bodenelement
und das Kopfelement zumindest in den Bereichen, in denen sie in der Schließstellung
des Türelements an schmale Längs- und Querseiten des Türelements angrenzen, Durchlässe
aufweisen, so dass ein in den Seitenwandelementen, dem Bodenelement oder dem Kopfelement
aufgenommenes Kühlmittel im Brandfall durch die Durchlässe hindurch freigesetzt werden
kann.
[0006] Die Erfindung macht sich somit die strukturelle Steifigkeit des bei gattungsgemäßen
Sicherheitsschaltschränken ohnehin vorhandenen Rahmengestells, welches von dem Sicherheitsschaltschrank
aufgenommen ist, zu Nutze. Die strukturelle Steifigkeit des erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltschrankes
ist somit nicht mehr in der Festigkeit der miteinander verbundenen vorgenannten Elemente
des Schrankes begründet, sondern in dem Rahmengestell. Dadurch wird es möglich, dass
die Gestaltung des Bodenelements, der Seitenwandelemente, des Rückwandelements, des
Kopfelements und des Türelements ausschließlich nach den jeweiligen Anforderungen
im Hinblick auf den Brandschutz erfolgen kann. Es können somit insbesondere auch weniger
steife und leichtere feuerfeste Materialien, wie Mineralwolle, verwendet werden.
[0007] Das Rahmengestell ist vorzugsweise quaderförmig, dessen Außenkanten von vier Vertikalprofilen
und acht Horizontalprofilen gebildet werden. Jeweils vier dieser Profile bilden dann
eine Befestigungsebene, welche parallel zu einem von Bodenelement, Seitenelementen,
Rückwandelement, Kopfelement und Türelement ausgerichtet ist.
[0008] Bei der bevorzugten Ausführungsform ist das Rückwandelement eine an einem der Seitenwandelemente
anscharnierte Tür, welche zwischen einer Offenstellung und einer geschlossenen Stellung
verschwenkt werden und die Funktion einer Servicetür haben kann. Diese Servicetür
bildet dann in ihrer Offenstellung zusammen mit dem Türelement, wenn sich dieses ebenfalls
in seiner Offenstellung befindet, einen geraden Durchgang durch das Innere des Sicherheitsschaltschrankes,
wodurch der Ausbau des Schaltschrankes wesentlich erleichtert wird.
[0009] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Seitenwandelemente über
jeweils mindestens einen Befestigungswinkel mit dem Rahmengestell verbunden. Der Befestigungswinkel
kann dazu beispielsweise zwei zueinander angewinkelte Befestigungsseiten aufweisen,
wobei der Befestigungswinkel über eine erste der Befestigungsseiten mit dem Rahmengestell
und über eine zweite der Befestigungsseiten mit einem der Seitenwandelemente verbunden
ist.
[0010] Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass das Rahmengestell eine erste Befestigungsebene,
die einer Innenseite einer ersten der beiden Seitenwandelemente zugewandt ist, und
eine zweite Befestigungsebene, die einer Innenseite einer zweiten der beiden Seitenwandelemente
zugewandt ist, aufweist, wobei das erste und das zweite Seitenwandelement über ihre
jeweilige Innenseite mittelbar oder unmittelbar mit der jeweiligen Befestigungsebene
verbunden sind.
[0011] Dabei können die Befestigungsebenen von jeweils zwei Vertikalprofilen und jeweils
zwei Horizontalprofilen des Rahmengestells gebildet sein.
[0012] Grundsätzlich weist der Befestigungswinkel eine erste Befestigungsseite auf, über
die er in einer der Befestigungsebenen mit dem Rahmengestell verbunden ist, wobei
der Befestigungswinkel darüber hinaus eine zweite Befestigungsseite aufweist, über
die er mit der Innenseite desjenigen Seitenwandelements verbunden ist, dem die Befestigungsebene,
in der der Befestigungswinkel mit dem Rahmengestell verbunden ist, zugewandt ist.
[0013] Dadurch, dass erfindungsgemäß zur Stabilisierung der Brandschutzelemente an der oder
den Türseiten des Sicherheitsschaltschrankes keine Zarge notwendig ist, wird es möglich,
das Türelement und/oder das als anscharnierte Tür ausgebildete Rückwandelement unmittelbar
an einem der Seitenwandelemente anzuscharnieren, wobei die Seitenwandelemente, das
Bodenelement und das Kopfelement eine Türöffnung bilden, in der das Türelement bzw.
das als anscharnierte Tür ausgebildete Rückwandelement in einer Schließstellung aufgenommen
ist. Um die Hitzeeinwirkungen auf das Schaltschrankinnere im Brandfall zu verzögern,
ist vorgesehen, dass die Seitenwandelemente, das Bodenelement und das Kopfelement
zumindest in den Bereichen, in denen sie in der Schließstellung des Türelements bzw.
der anscharnierten Tür an die schmalen Längs- und Querseiten des Türelements bzw.
der anscharnierten Tür angrenzen, Durchlässe aufweisen, so dass ein in den Seitenwandelementen,
dem Bodenelement oder dem Kopfelement aufgenommenes Kühlmittel im Brandfall durch
die Durchlässe hindurch freigesetzt werden kann. Alternativ oder zusätzlich habe die
Durchlässe die Funktion einer Wärmedurchgangsunterbrechung. Darüber hinaus kann es
vorgesehen sein, dass weitere Durchlässe zumindest teilweise an denjenigen Flächen
der Seitenwandelemente, des Bodenelements und des Kopfelements ausgebildet sind, entlang
welcher diese aneinander grenzen, um eine zwischen diesen Elementen ausgebildete Dichtfläche
im Brandfall zu kühlen und/oder das Eindringen von Hitze durch die Dichtflächen hindurch
in das Schaltschrankinnere zu unterdrücken.
[0014] Zusätzlich oder alternativ zu der vorgenannten Ausführungsform können die Seitenwandelemente,
das Bodenelement und das Kopfelement zumindest in den Bereichen, in denen sie in der
Schließstellung des Türelements an die schmalen Längs- und Querseiten des Türelements
angrenzen, ein intumeszierendes Dichtelement aufweisen.
[0015] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren erläutert.
Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung der bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 2
- ein Rahmengestell in der Ausführungsform gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Detailansicht des Rahmengestells gemäß Figur 2;
- Figur 4
- ein Bodenelement mit aufgesetztem Rahmengestell nach einer Ausführungsform gemäß den
Figuren 1 und 2;
- Figur 5
- ein Seitenwandelement sowie eine Detailansicht der rechten oberen Ecke dieses der
Ausführungsform gemäß den vorangegangenen Figuren; und
- Figur 6
- eine Detailansicht der Türöffnung im Eckbereich der Ausführungsform gemäß den vorangegangenen
Figuren.
[0016] Figur 1 zeigt die bevorzugte Ausführungsform des Sicherheitsschaltschrankes, mit
einem Bodenelement 1, zwei Seitenwandelementen 2, einem Rückwandelement 3, einem Kopfelement
4 und einem Türelement 5, welche ein Rahmengestell 20 umgeben. Das Rahmengestell 20
ist vorzugsweise ein im Schaltschrankbau etabliertes Rahmengestell, wie es beispielsweise
in der
DE 196 47 723 C1, der
DE 195 36 950 C1 oder der
DE 196 47 790 C2 beschrieben ist. Für die Montage des Sicherheitsschaltschrankes kann das Rahmengestell
20 in einem ersten Schritt mit dem Bodenelement 1 verschraubt oder anderweitig auf
diesem fixiert werden. In einem zweiten Schritt werden die Seitenwandelemente 2 auf
das Bodenelement aufgesetzt und mit dem Rahmengestell 20 starr verbunden. Um die Stabilität
des fertig montierten Sicherheitsschaltschrankes zu gewährleisten, ist es hinreichend,
dass die übrigen Brandschutzelemente auf konventionelle Art an den Seitenwänden fixiert
werden. Dies kann beispielsweise über Schraubverbindungen oder Nieten erfolgen. Die
Befestigungsmittel sollen auf keine besonderen beschränkt sein, solange sie für eine
kraftschlüssige Verbindung der Schrankelemente geeignet sind. Dadurch, dass das Rahmengestellt
erfindungsgemäß dem Sicherheitsschrank seine Stabilität verleiht, können die Befestigungsmittel
häufig schwächer gewählt sein, als bei den bekannten Schränken.
[0017] Die Figuren 2 und 3 lassen erkennen, dass die Verbindung zwischen den Seitenwandelementen
2 und dem Rahmengestell 20 vorzugsweise mit Hilfe von an den Vertikalprofilen des
Rahmengestells 20 befestigten Befestigungswinkeln 6 hergestellt wird. Dazu weisen
die Befestigungswinkel 6 zwei zueinander angewinkelte Befestigungsseiten auf, von
denen eine der beiden Befestigungsseiten mit dem Rahmengestell 20 verbunden ist und
eine zweite der Befestigungsseiten eine Anlagefläche ausbildet, über welche ein Seitenwandelement
mit seiner Innenseite an dem Befestigungswinkel 6 befestigt werden kann. Die Befestigungswinkel
6 erstrecken sich vorliegend über annähernd die gesamte Länge der Vertikalprofile.
Es hat sich gezeigt, dass es bereits hinreichend ist, wenn die beiden Seitenwandelemente
2 mit dem Rahmengestell 20 über die Befestigungswinkel 6 verbunden sind, um einen
Sicherheitsschaltschrank bereitzustellen, der eine ausreichende Steifigkeit und Stabilität
aufweist. Die übrigen Elemente, d. h. das Kopfelement 4 und das Rückwandelement 3,
werden durch eine Befestigung an den Seitenwandelementen ausreichend fixiert. Zur
weiteren Erhöhung der Stabilität des erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltschrankes
kann jedoch vorgesehen sein, dass auch diese Elemente mit dem Rahmengestell, beispielsweise
unter Verwendung der bereits beschriebenen Befestigungswinkel 6, verbunden sind. Figur
1 lässt weiterhin erkennen, dass die in der Darstellung rechte Seitenwand 2 dazu ausgebildet
ist, damit das Türelement an dieser scharnierend befestigt werden kann.
[0018] Figur 4 zeigt eine Detailansicht des Bodenelements 1 an der Türseite des Sicherheitsschaltschrankes.
Das Bodenelement 1 weist in den Bereichen, in denen es in der Schließstellung des
Türelements 5 (nicht dargestellt) an die Unterseite des Türelements 5 angrenzt, Durchlässe
auf, wobei in dem Bodenelement 1 ein Material aufgenommen ist, welches im Brandfall
ein Kühlmittel durch die Durchlässe 7 hindurch freisetzt. Die Durchlässe haben weiterhin
die wesentliche Funktion eine Wärmedurchgangsunterbrechung bereit zu stellen, welche
im Brandfall dazu beiträgt, dass der Wärmetransport in das Schrankinnere gehemmt wird.
Grundsätzliche können sämtliche der Elemente und insbesondere auch das Türelement
und/oder ein eventuell als Servicetür ausgebildetes Rückwandelement entlang ihrer
äußeren Umrandung über welche sie in ihrer Schließstellung an die Seitenwandelemente,
das Bodenelement und das Kopfelement angrenzen, mit derartigen Durchlässen versehen
sein.
[0019] Entsprechende Durchlässe 7 sind auch in dem Seitenwandelement 2 gemäß Figur 5 in
denjenigen Bereichen vorhanden, in denen das Seitenwandelement 2 an ein Türelement
bzw. an ein Rückwandelement angrenzt. Das Seitenwandelement 2 weist weiterhin Hakenwinkel
9 auf, welche eine vertikale und sich senkrecht zur Innenseite des Seitenwandelements
2 erstreckende Führungsfläche aufweisen, die bei exakt auf dem Bodenelement 1 aufgesetztem
Seitenwandelement 2 an entsprechenden äußeren oder inneren vertikalen Flächen des
Rahmenprofils 20 anliegen und somit die Funktion einer Positionierhilfe haben. Alternativ
können die Hakenwinkel auch dazu ausgestaltet sein, zur Vorpositionierung des jeweiligen
Seitenwandelements, das Seitenwandelement über die Hakenwinkel in eine eventuell vorhandene
Systemlochung der Profile des Rahmengestells einzuhängen.
[0020] In Figur 6 ist die türseitige Öffnung des erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltschrankes
im Bereich der linken oberen Ecke dargestellt. Es ist zu erkennen, dass sowohl das
Seitenwandelement 2 als auch das Kopfelement 4 in den Bereichen, in denen sie in der
Schließstellung des nicht dargestellten Türelements an die schmalen Längs- bzw. Querseiten
des Türelements angrenzen, ein intumeszierendes Dichtelement 8 aufweisen. In der Zusammenschau
der Figuren 5 und 6 fällt auf, dass das intumeszierende Dichtelement 8 gerade die
Durchlässe 7 in dem Seitenwandelement 2 überdeckt. Dadurch wird erreicht, dass die
Wirkung des in dem Seitenwandelement aufgenommenen Materials, welches im Brandfall
das Kühlmittel durch die Durchlässe 7 freisetzt, verzögert einsetzt, nämlich erst
dann, wenn trotz der isolierenden Wirkung des intumeszierenden Dichtelements 8 der
Hitzeeintrag auf den Schaltschrank so weit fortgeschritten ist, dass die isolierende
Wirkung des intumeszierenden Dichtelements nachlässt. Ein weiteres intumeszierendes
Dichtelement 8.1 liegt an einer Dichtfläche der Türöffnung vor, welche gegenüber dem
vorgenannten intumeszierenden Dichtelement 8 weiter zum Sicherheitsschaltschrankinnern
angeordnet ist. Die Türöffnung des Sicherheitsschaltschrankes wird durch einen Anschlag
10 begrenzt, welcher in der Schließstellung des Türelements 5 an der Innenseite des
Türelements 5 anliegt. Der Anschlag 10 weist wiederum ein Dichtelement auf, welches
dazu ausgestaltet ist, das Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere des Sicherheitsschaltschrankes
zu verhindern. Dieses Dichtelement kann beispielsweise aus Moosgummi hergestellt sein
und ist, anders als dargestellt, vorzugsweise auf dem Anschlag 10 umlaufend ausgebildet.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Bodenelement
- 2
- Seitenwandelementen
- 3
- Rückwandelement
- 4
- Kopfelement
- 5
- Türelement
- 6
- Befestigungswinkel
- 7
- Durchlass
- 8
- außen liegendes intumeszierendes Dichtelement
- 8.1
- innenliegendes intumeszierendes Dichtelement
- 9
- Hakenwinkel
- 10
- Anschlag
- 20
- Rahmengestell
1. Sicherheitsschaltschrank, mit einem Bodenelement (1), zwei Seitenwandelementen (2),
einem Rückwandelement (3), einem Kopfelement (4) und einem Türelement (5), wobei in
dem Sicherheitsschaltschrank ein Rahmengestell (20) aufgenommen ist, mit dem zumindest
die Seitenwandelemente (2) starr verbunden sind, wobei das Türelement (5) an einem
der Seitenwandelemente (2) anscharniert ist, wobei die Seitenwandelemente (2), das
Bodenelement (1) und das Kopfelement (4) eine Türöffnung bilden, in der das Türelement
(5) in einer Schließstellung aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandelemente (2), das Bodenelement (1) und das Kopfelement (4) zumindest
in den Bereichen, in denen sie in der Schließstellung des Türelements (5) an schmale
Längs- und Querseiten des Türelements (5) angrenzen, Durchlässe (7) aufweisen, so
dass ein in den Seitenwandelementen (2), dem Bodenelement (1) oder dem Kopfelement
(4) aufgenommenes Kühlmittel im Brandfall durch die Durchlässe (7) hindurch freigesetzt
werden kann.
2. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 1, bei dem das Rückwandelement (3) eine an
einem der Seitenwandelemente (2) anscharnierte Tür ist, die zwischen einer Offenstellung
und einer geschlossenen Stellung verschwenkbar ist.
3. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 1, bei dem die Seitenwandelemente (2) über
jeweils mindestens einen Befestigungswinkel (6) mit dem Rahmengestell (20) verbunden
sind.
4. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 3, bei dem der Befestigungswinkel (6) zwei
zueinander angewinkelte Befestigungsseiten aufweist, wobei der Befestigungswinkel
(6) über eine erste der Befestigungsseiten mit dem Rahmengestell (20) und über eine
zweite der Befestigungsseiten mit einem der Seitenwandelemente (20) verbunden ist.
5. Sicherheitsschaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Rahmengestell
(20) eine erste Befestigungsebene, die einer Innenseite einer ersten der beiden Seitenwandelemente
(2) zugewandt ist, und eine zweite Befestigungsebene, die einer Innenseite einer zweiten
der beiden Seitenwandelemente (2) zugewandt ist, aufweist, wobei das erste und das
zweite Seitenwandelement (2) über ihre jeweilige Innenseite mittelbar oder unmittelbar
mit der jeweiligen Befestigungsebene verbunden sind.
6. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 5, bei dem die Befestigungsebenen von jeweils
zwei Vertikalprofilen (21) und jeweils zwei Horizontalprofilen (22) des Rahmengestells
(20) gebildet sind.
7. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 5 oder 6, bei dem ein Befestigungswinkel (6)
eine erste Befestigungsseite aufweist, über die der Befestigungswinkel (6) in einer
der Befestigungsebenen mit dem Rahmengestell (20) verbunden ist, und wobei der Befestigungswinkel
(6) eine zweite Befestigungsseite aufweist, über die der Befestigungswinkel (6) mit
der Innenseite desjenigen Seitenwandelements (2) verbunden ist, dem die Befestigungsebene,
in der der Befestigungswinkel (6) mit dem Rahmengestell (20) verbunden ist, zugewandt
ist.
8. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 1, bei dem weitere Durchlässe (7) zumindest
teilweise an denjenigen Flächen der Seitenwandelemente (2), des Bodenelements (1),
des Rückwandelements (3) und des Kopfelements (4) ausgebildet sind, entlang welcher
sie aneinander grenzen.
9. Sicherheitsschaltschrank nach Anspruch 1, bei dem die Seitenwandelemente (2), das
Bodenelement (1) und das Kopfelement (4) zumindest in den Bereichen, in denen sie
in der Schließstellung des Türelements an die schmalen Längs- und Querseiten des Türelements
(5) angrenzen, ein intumeszierendes Dichtelement (8) aufweisen.
1. A safety control cabinet, having a base element (1), two side wall elements (2), a
rear wall element (3), a head element (4) and a door element (5), a framework (20)
being accommodated in the safety control cabinet, to which at least the side wall
elements (2) are rigidly connected, wherein the door element (5) is hinged to one
of the side wall elements (2), the side wall elements (2), the base element (1) and
the head element (4) forming a door opening, in which the door element (5) is accommodated
in a closed position, characterized in that the side wall elements (2), the floor element (1) and the head element (4) adjoining
narrow longitudinal and transverse sides of the door element (5) at least in the regions
in which they adjoin the door element (5) in the closed position, so that a coolant
accommodated in the side wall elements (2), the floor element (1) or the head element
(4) can be released through the passages (7) in the event of fire.
2. The safety control cabinet according to claim 1, wherein the rear wall element (3)
is a door hinged to one of the side wall elements (2) and pivotable between an open
position and a closed position.
3. The safety control cabinet according to claim 1, in which the side wall elements (2)
are each connected to the frame (20) via at least one fastening bracket (6).
4. The safety control cabinet according to claim 3, in which the fastening bracket (6)
has two fastening sides angled towards one another, the fastening bracket (6) being
connected to the frame (20) via a first of the fastening sides and to one of the side
wall elements (20) via a second of the fastening sides.
5. The safety control cabinet according to any one of claims 1 to 4, wherein the frame
(20) has a first fastening plane facing an inner side of a first one of the two side
wall elements (2) and a second fastening plane facing an inner side of a second one
of the two side wall elements (2), the first and second side wall elements (2) being
directly or indirectly connected to the respective fastening plane via their respective
inner side.
6. The safety control cabinet according to claim 5, in which the fastening planes are
formed by in each case two vertical profiles (21) and in each case two horizontal
profiles (22) of the frame (20).
7. The safety control cabinet according to claim 5 or 6, in which a fastening bracket
(6) has a first fastening side, via which the fastening bracket (6) is connected to
the framework (20) in one of the fastening planes, and the fastening bracket (6) having
a second fastening side, via which the fastening bracket (6) is connected to the inside
of that side wall element (2) to which the fastening plane in which the fastening
bracket (6) is connected to the framework (20) faces.
8. The safety control cabinet according to claim 1, in which further openings (7) are
formed at least partially on those surfaces of the side wall elements (2), of the
base element (1), of the rear wall element (3) and of the head element (4) along which
they adjoin one another.
9. The safety control cabinet according to claim 1, in which the side wall elements (2),
the base element (1) and the head element (4) have an intumescent sealing element
(8) at least in the regions in which they adjoin the narrow longitudinal and transverse
sides of the door element (5) in the closed position of the door element.
1. Armoire de commande de sécurité avec un élément de plancher (1), deux éléments de
parois latérales (2), un élément de paroi arrière (3), un élément de tête (4) et un
élément de porte (5), dans laquelle, dans l'armoire de commande de sécurité, est logé
un châssis (20) avec lequel au moins les éléments de parois latérales (2) sont reliés
de manière rigide, dans laquelle l'élément de porte (5) est relié au niveau d'un des
éléments de parois latérale (2) à l'aide d'une charnière, dans laquelle les éléments
de parois latérales (2), l'élément de plancher (1) et l'élément de tête (4) constituent
une ouverture de porte dans laquelle l'élément de porte (5) est logé dans une position
de fermeture, caractérisée en ce que les éléments de parois latérales (2), l'élément de plancher (1) et l'élément de tête
(4) présentent, aux endroits où ils sont adjacents, dans la position de fermeture
de l'élément de porte (5), à des côtés longitudinaux et transversaux étroits de l'élément
de porte (5), des passages (7), de façon à ce qu'un produit de refroidissement logé
dans les éléments de parois latérales (2), l'élément de plancher (1) ou l'élément
de tête (4) puisse, en cas d'incendie, être libéré à travers les passages (7).
2. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 1, dans laquelle l'élément
de paroi arrière (3) est une porte reliée à un des éléments de parois latérales (2)
à l'aide d'une charnière, qui est pivotante entre une position ouverte et une position
fermée.
3. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 1, dans laquelle les éléments
de parois latérales (2) sont reliées, par l'intermédiaire chacun d'une équerre de
fixation (6), avec le châssis (20).
4. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 3, dans laquelle l'équerre
de fixation (6) comprend deux côtés de fixation définissant des angles entre eux,
dans laquelle l'équerre de fixation (6) est reliée, par l'intermédiaire d'un premier
des côtés de fixation, avec le châssis (20) et, par l'intermédiaire d'un deuxième
des côtés de fixation, avec un des éléments de parois latérales (20).
5. Armoire de commande de sécurité selon l'une des revendications 1 à 4, dans laquelle
le châssis (20) présente un premier plan de fixation, qui est orienté vers un côté
interne d'un premier des deux éléments de parois latérales (2) et un deuxième plan
de fixation, qui est orienté vers un côté interne d'un deuxième des deux éléments
de parois latérales (2), dans laquelle les premier et deuxième éléments de parois
latérales (2) sont reliés, par l'intermédiaire de leur côté interne respectif, indirectement
ou directement avec le plan de fixation respectif.
6. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 5, dans laquelle les plans
de fixation sont constitués chacun de deux profilés verticaux (21) et de deux profilés
horizontaux (22) du châssis (20).
7. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 5 ou 6, dans laquelle une équerre
de fixation (6) comprend un premier côté de fixation, par l'intermédiaire duquel l'équerre
de fixation (6) est relié dans un des plans de fixation avec le châssis (20), et dans
laquelle l'équerre de fixation (6) comprend un deuxième côté de fixation, par l'intermédiaire
duquel l'équerre de fixation (6) est reliée avec le côté interne de l'élément de paroi
latérale (2) vers lequel est orienté le plan de fixation dans lequel l'équerre de
fixation (6) est reliée avec le châssis (20).
8. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 1, dans laquelle d'autres passages
(7) sont réalisés au moins partiellement sur les surfaces des éléments de parois latérales
(2), de l'élément de plancher (1), de l'élément de paroi arrière (3) et de l'élément
de tête (4) le long desquelles ils sont adjacents.
9. Armoire de commande de sécurité selon la revendication 1, dans laquelle les éléments
de parois latérales (2), l'élément de plancher (1) et l'élément de tête (4) présentent,
au moins aux endroits où, dans la position de fermeture de l'élément de porte, ils
sont adjacents aux côtés longitudinaux et transversaux étroits de l'élément de porte
(5), un élément d'étanchéité (8) intumescent.
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