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(11) |
EP 2 635 767 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2014 Patentblatt 2014/36 |
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Anmeldetag: 28.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/005459 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/059202 (10.05.2012 Gazette 2012/19) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM VERSCHLIESSEN EINES ERDBOHRLOCHS
METHOD AND APPARATUS FOR SEALING A WELL
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR FERMER UN TROU DE FORAGE DANS LE SOL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.11.2010 DE 102010050368
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.2013 Patentblatt 2013/37 |
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Patentinhaber: Checkpoint A-B-C GmbH |
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85445 Oberding (DE) |
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Erfinder: |
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- GEYER, Joachim
85445 Oberding (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thoma, Michael et al |
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Lorenz - Seidler - Gossel
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 1 676 785 US-A- 4 624 130
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US-A- 4 462 714
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschließen
eines Erdbohrlochs, wobei ein aufweitbarer Verschlusskorpus in das Erdbohrloch eingeführt
und zum Zwecke des Verschließens im Durchmesser aufgeweitet wird.
[0002] Unterirdische Rohstoffvorkommen wie beispielsweise Ölfelder oder Gasfelder werden
üblicherweise über Erdbohrlöcher erschlossen, die von oben her vertikal oder auch
geneigt durch die über der die Rohstoffe beinhaltenden Erdkammer liegenden Erdschichten
getrieben werden, bis die Bohrung an ihrem unteren Ende auf die genannte Erdkammer
trifft. Derartige Erdbohrlöcher können hierbei von der Erdoberfläche her, aber auch
unter Wasser vom Meeres- oder Gewässerboden aus in das Erdreich eingebracht werden.
[0003] Um zu verhindern, dass über derartige Erdbohrlöcher unkontrolliert die in der angebohrten
Erdkammer befindlichen Rohstoffe austreten, insbesondere wenn diese unter hohem Druck
stehen, wird üblicherweise am oberen Ende der Erdbohrung bzw. einem dort aus dem Erdbohrloch
herausgeführten Rohrleitungsabschnitt ein sog. Blowout-Preventer angebracht, mittels
dessen das Erdbohrloch bzw. die daran anschließende Rohstoffleitung verschlossen werden
kann. Hierzu besitzt der besagte Blowout-Preventer eine Ventileinrichtung, die nur
bei gezielter Ansteuerung offen ist und im Übrigen automatisch verschließt. Probleme
ergeben sich jedoch, wenn dieser Verschlussmechanismus beispielsweise in Folge von
Beschädigung nicht funktioniert, oder Leckagen zwischen dem besagten Blowout-Preventer
und dem Erdbohrloch im Bereich der Mündung des Erdbohrlochs an der Erdoberfläche auftreten.
Um hier den unkontrollierten Austritt von beispielsweise unter Druck stehendem Erdöl
zu verhindern, wurde bereits vorgeschlagen, den Austrittsbereich des Erdbohrlochs
an der Erdoberfläche bzw. dem Meeresboden flächig mit einer ausreichend schweren Verschlussmasse
wie beispielsweise Sand und/oder einem Sand-Beton-Gemisch zu beschießen bzw. zu übergießen,
um eine abdichtende Oberflächenversiegelung des Erdbohrlochs zu erreichen. Je nach
Umgebungsbedingungen und dem Druck der aus dem Erdbohrloch austretenden Flüssigkeit
ist diese Verschlussmethode jedoch nicht zuverlässig und nicht schnell ausführbar,
da sich die unter hohem Druck austretende Flüssigkeit im Grenzbereich zwischen Verschlussmasse
und Erd- bzw. Meeresboden neue Austrittswege schafft, bevor die Versiegelungsmasse
am Erd- bzw. Meeresboden bindet.
[0004] Es wurde daher bereits vorgeschlagen, Erdbohrlöcher dadurch zu verschließen, dass
in das Erdbohrloch ein aufweitbarer Verschlusskorpus eingebracht wird, der zunächst
in kollabiertem Zustand in das Erdbohrloch eingeführt und sodann im Erdbohrloch radial
aufgeweitet wird, so dass sich eine am Umfang des aufweitenden Abschnitts befindliche
Radialdichtfläche gegen die Innenwandung des Erdbohrlochs presst. Derartige radial
aufweitbare Verschlussvorrichtungen sind beispielsweise aus der
DE 20 2009 010 814 U1, der
EP 0 842 348 B1, der
DE 39 21 189 A1 oder der
US 4,462,714 bekannt, wobei letztere als Verschlusskorpus einen aufblasbaren Ballon zeigt, der
in einer konischen Kaverne mit Beton verfüllt werden soll. Die radiale Aufweitung
des Dichtungsabschnitts erfolgt hier beispielsweise über einen Spannkonus, der durch
axiales Verstellen einen elastischen Spannring nach außen drückt, oder beispielsweise
durch axiales Quetschen von Gummiringen zwischen zwei zusammenfahrbaren Anlageschultern,
so dass die axial gequetschten Gummiringe radial ausweichen.
[0005] Die vollständige Abdichtung mit solchen radial aufweitbaren Verschlusskörpern im
Bohrloch ist jedoch in weicheren Erdschichten oder unregelmäßig geformten Bohrlöchern
nicht einfach. Einerseits sind die Dichtabschnitte der genannten Verschlusskörper
nur begrenzt radial aufweitbar, so dass bei einem Nachgeben der Wandung des Erdbohrlochs
eine ausreichende Anpresskraft und Dichtwirkung nicht erzielt werden kann. Ähnliches
gilt bei unregelmäßig geformten Erdbohrlöchern mit beispielsweise Ausbrüchen in der
Bohrungswandung, die nach Art eines Bypasses um den Dichtabschnitt herum zu Undichtigkeiten
führen können. Diese Problematik könnte an sich durch eine ausreichend weiche, elastische
Ausbildung des aufweitbaren Dichtungsabschnittes entschärft werden, so dass sich der
Dichtungsabschnitt ausreichend an die Kontur des Erdbohrlochs anpassen kann. Andererseits
können für den Dichtungsabschnitt nicht beliebig weiche und elastische Materialien
verwendet werden, da der sich gegen die Wandung des Bohrlochs spannende Dichtungsabschnitt
auch die axiale Fixierung des Verschlusskörpers auffangen muss, um zu verhindern,
dass der Verschlusskörper vom Druck, der von unten her aus der Erdkammer her kommend
am Verschlusskörper ansteht, nach oben aus dem Erdbohrloch getrieben wird.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren
sowie eine verbesserte Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile
des Standes der Technik vermeiden und Letzteren in vorteilhafter Weise weiterbilden.
Vorzugsweise soll auch bei schwierigen Verhältnissen mit hohen Drücken und unregelmäßig
geformten Erdbohrlöchern in schlechten Böden eine sichere Abdichtung des Erdbohrlochs
erreicht werden, ohne hierfür lange Bearbeitungszeiten und eine schwierige Handhabung
in Kauf nehmen zu müssen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach
Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung nach Anspruch 7 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Es wird also vorgeschlagen, das Erdbohrloch an seinem unteren Ende, wo das Erdbohrloch
in die mit Rohstoffen befüllte Erdkammer übergeht, von unten her abzudichten und den
in der Erdkammer herrschenden Rohstoff- bzw. Flüssigkeitsdruck positiv dafür zu nutzen,
den Verschlusskörper an die das Bohrloch umgebende Erdreichwandung anzudrücken und
die Dichtungskraft zu erzeugen. Erfindungsgemäß wird der Verschlusskorpus zumindest
teilweise aus dem unteren Ende des Erdbohrlochs herausgeführt, in der Erdkammer unter
dem Erdbohrloch aufgeweitet und mit einer Axialdichtfläche von unten her gegen die
das Erdbohrloch umgebende Kammerdecke der Erdkammer geführt, wobei ein Spreizkörper
verwendet wird, der nach Aufweiten mit einem Randabschnitt auf die Kammerdecke gesetzt
und durch zurückbewegen entgegen der Einfüllrichtung aufgespreizt wird. In vorrichtungstechnischer
Hinsicht ist hierzu vorgesehen, dass der Verschlusskorpus an einem aufweitbaren Abschnitt
eine Axialdichtfläche besitzt, deren Durchmesser im aufgeweiteten Zustand des Verschlusskorpus
deutlich größer als der Erdbohrlochdurchmesser ist. Um den Verschlusskorpus nach dem
Aufweiten in der Erdkammer zurückziehen und mit der Axialdichtfläche gegen die Kammerdecke
ziehen zu können, ist ein reversierbarer Vorschubantrieb vorgesehen, mittels dessen
der Verschlusskorpus zunächst durch das Erdbohrloch hindurch und über das Ende des
Erdbohrlochs hinaus in die genannte Erdkammer geführt wird und nachdem der aufweitbare
Abschnitt des Verschlusskorpus aufgeweitet ist, rückwärts verfahren wird, bis die
Axialdichtfläche an der das Erdbohrloch umgebenden Erdkammerdecke ansteht. Durch die
Abdichtung des Erdbohrlochs von unten her und die Abstützung des Verschlusskörpers
an der Kammerdecke ist die Gefahr von Undichtigkeiten in Folge von Ausbrüchen am Bohrloch
gebannt und die axiale Fixierung unproblematisch. Zudem erhöhen sich die den Dichtsitz
bewirkenden Dicht- bzw. Anpresskräfte mit zunehmendem Druck in der Erdkammer von selbst,
da der in der Erdkammer herrschende Flüssigkeits- und/oder Gasdruck dazu genutzt wird,
den über der unteren Erdbohrlochmündung sitzenden Verschlusskörper gegen die Kammerdecke
zu drücken. Die Axialdichtfläche wird mit einer Dichtkraft, die im Wesentlichen parallel
zur Längsachse des Erdbohrlochs nach oben gerichtet ist, gegen die Kammerdecke gepresst.
[0008] Vorteilhafterweise wird der Verschlusskorpus nicht in aufgeweiteten Zwischenabschnitten
des Bohrlochs aufgeweitet, sondern unmittelbar in die die abzubauenden, flüssigen
oder gasförmigen Rohstoffe speichernden Erdkammer gefahren und unmittelbar dort aufgeweitet,
um von unten her gegen die Kammerdecke gefahren zu werden. Die Kammerdecke derartiger
Rohstoffspeicherkammern besitzen oftmals näherungsweise betrachtet ebene Kammerdecken,
die sich je nach Neigung des Erdbohrlochs zumindest näherungsweise senkrecht zur Längsachse
des Erdbohrlochs erstrecken bzw. können derartige Rohstoffspeicherkammern vorteilhafterweise
derart angebohrt werden, dass sich die Kammerdecken um die Mündung des Erdbohrlochs
herum im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Erdbohrlochs im Mündungsbereich
erstrecken. Je nach den Gegebenheiten können vorteilhafterweise Kammerabschnitte angebohrt
werden, in denen sich die Kammerdecke um die Mündung des Erdbohrlochs herum unter
einem Winkel im Bereich von 70°-110°, insbesondere etwa 80°-100° und insbesondere
etwa 90° +/- 5° erstrecken, d.h. die Kammerdecke erstreckt sich zumindest um die Mündung
des Bohrlochs herum näherungsweise senkrecht zur Längsachse des Erdbohrlochs. Hierdurch
kann die Axialdichtfläche ihre volle Wirkung entfalten.
[0009] Insbesondere kann hierbei die Abdichtung des Erdbohrlochs ausschließlich durch axiales,
d.h. in Richtung des Erdbohrlochs wirkendes Anpressen der Axialdichtfläche des Verschlusskorpus
gegen die Kammerdecke erfolgen, wobei der die Dichtung bewirkende axiale Anpressdruck
durch Zurückziehen des Verschlusskörpers zum Erdbohrloch hin, insbesondere aber auch
durch Ausnutzen der in der Kammer herrschenden Fluiddruckkräfte erfolgen können. Der
Verschlusskorpus kann eine im aufgeweiteten Zustand ausreichend große Axialdruck-Beaufschlagungsfläche
besitzen, die auf der der Kammerdecke abgewandten Seite des Verschlusskorpus vorgesehen
ist und sich vorteilhafterweise zumindest näherungsweise parallel zur Kammerdecke
erstreckt und/oder näherungsweise eben ausgebildet sein kann, so dass die Fluiddruckkräfte
eine überwiegend axial nach oben gerichtete Stellkraft auf den Verschlusskorpus ausüben.
Die genannte Axialdruck-Beaufschlagungsfläche des Verschlusskorpus fängt also sozusagen
den Fluiddruck ein und ist derart konturiert und ausreichend groß bemessen, um die
Axialdichtfläche des Verschlusskorpus mit ausreichendem Anpressdruck gegen die Kammerdecke
zu pressen.
[0010] Der genannte aufweitbare Dichtabschnitt des Verschlusskorpus kann grundsätzlich verschieden
ausgebildet sein und in verschiedener Art und Weise aufgeweitet werden. Nach einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann der genannte aufweitbare Dichtabschnitt
ein aufklappbares bzw. -faltbares Schirmelement umfassen, dessen äußerer Randabschnitt
die genannte Axialdichtfläche bildet. Mittels eines solchen aufklappbaren bzw. -faltbaren
Schirmelements kann eine große Überdeckung des Mündungsbereiches des Erdbohrlochs
erzielt werden, d.h. es kann eine sehr starke Aufweitung bewerkstelligt werden, um
dem Dichtabschnitt einen sehr viel größeren Durchmesser zu geben als dem Erdbohrloch.
Hierdurch wird einerseits die Gefahr von Undichtigkeiten durch Ausbrüche des Erdbohrlochs
in dessen Mündungsbereich beseitigt. Zum anderen wird eine große Fläche erzielt, auf
die der Flüssigkeitsdruck in der Erdkammer wirken kann, wodurch der Verschlusskorpus
mit hoher Kraft gegen die Kammerdecke gedrückt wird.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist der Verschlusskorpus und/oder sein aufweitbarer
Dichtungsabschnitt derart ausgebildet, dass sich die Axialdichtfläche unter dem Druck
der in der Erdkammer befindlichen Flüssigkeit mit der Kammerdecke verspreizt und schabend
bzw. grabend an die genannte Kammerdecke anlegt bzw. in diese ein Stück weit eingräbt.
Insbesondere kann der aufweitbare Dichtabschnitt als Spreizkorpus ausgebildet sein,
der nach Aufweiten mit einem Randabschnitt auf die Kammerdecke gesetzt und durch Niederdrücken
eines weiter innen liegenden Abschnitts entgegen der Einführrichtung aufgespreizt
wird. Beim Niederdrücken des zentralen Abschnitts des Spreizkorpus weitet sich der
die Axialdichtfläche bildende Randabschnitt noch ein Stück weiter auf, so dass sich
der genannte Axialdichtabschnitt in die Wandung der Kammerdecke eingräbt bzw. hineinschabt,
wodurch eine besonders effiziente Abdichtung erzielt wird. Das Niederdrücken des zentralen
Abschnitts des Spreizkorpus kann vorteilhafterweise durch den dort anstehenden Erdkammerdruck
bewirkt oder zumindest unterstützt werden. Hierzu kann der genannte Spreizkorpus ausreichend
elastisch und/oder verformbar ausgebildet sein, so dass er sich unter dem Erdkammerdruck
entsprechend verformen lässt.
[0012] Der genannte Spreizkorpus kann in Weiterbildung der Erfindung - grob gesprochen -
kegel-, wannen-, schalen- oder konusförmig ausgebildet sein, so dass im aufgeweiteten
Zustand des Dichtabschnitts der äußere Randabschnitt des Spreizkorpus an der Kammerdecke
ansteht und von dem genannten Randabschnitt aus sich die Kontur des Spreizkorpus nach
innen hin ansteigend erstreckt, so dass der Spreizkorpus zum Bohrloch hin zunehmend
von der Kammerdecke beabstandet ist. Beispielsweise kann nach einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung der genannte Spreizkorpus eine Regenschirmform besitzen,
bei der sich die Flanken des Spreizkorpus - im Schnitt betrachtet - flachwinklig,
beispielsweise in einem Winkelbereich zwischen 10° und 35° zu einer Ebene erstrecken,
die senkrecht auf die Längsachse des Erdbohrlochs bzw. des Verschlusskorpus steht.
[0013] Vorteilhafterweise wird der regenschirmartige Spreizkorpus hierbei mit seinem zur
Kammerdecke hinweisenden Randabschnitt aufgespreizt, so dass sich eine zum Erdbohrloch
hin flach konkave Spreizschüssel ergibt. Dieser schirmförmige Spreizkorpus wird sodann
von unten her gegen die Kammerdecke gedrückt derart, dass der schirmförmige Spreizkorpus
noch weiter aufgespreizt und/oder überdrückt wird, so dass der Spreizkorpus mit seinem
die Axialdichtfläche bildenden Randabschnitt gegen die Kammerdecke verspreizt. Durch
die hierdurch erzeugte Eingrabwirkung kann ein besonders wirkungsvolles Abdichten
erreicht werden. Der von unter her gegen den Schirm wirkende Fluiddruck versucht den
Schirm noch weiter aufzuspreizen, wodurch sich dieser an der Kammerdecke verspreizt.
[0014] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung kann der aufweitbare Dichtabschnitt
des Verschlusskorpus auch einen durch Druckfluidbefüllung aufweitbaren ringförmigen
Ballon bzw. Ballonabschnitt umfassen, der eine kollabierbare Hülle umfasst, die einen
Druckfluidraum begrenzt, in den ein Druckfluid, beispielsweise Öl oder auch ein Gas
einleitbar ist. Zum Einführen des Verschlusskörpers durch das Erdbohrloch wird der
Ballon im kollabierten Zustand geführt, so dass der ringförmige Ballon einen Durchmesser
kleiner als das Erdbohrloch besitzt. Ist die Erdkammer unter dem Erdbohrloch erreicht,
wird Druckfluid in den Innenraum des Ballons gepresst, wodurch sich dieser auf einen
Durchmesser deutlich größer als der des Erdbohrlochs aufweitet, so dass sich der rückwärts
orientierte, ringförmige Ballonabschnitt an die Erdkammerdecke pressen lässt, um dort
abzudichten.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung kann der aufweitbare Dichtungsabschnitt des Verschlusskörpers
auch andere Aufweitmechanismen besitzen, beispielsweise radial nach außen fahrbare
Dichtungsbacken oder dergleichen.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung besitzt der Dichtungsabschnitt des Verschlusskörpers
und/oder die daran vorgesehene Axialdichtfläche einen Außendurchmesser, der mindestens
150 % des Erdbohrlochdurchmessers, vorzugsweise mehr als 200 % des Erdbohrlochdurchmessers
beträgt. Hierdurch können Ausbrüche am Mündungsbereich des Erdbohrlochs ausreichend
überdeckt und hohe Dichtkräfte erzeugt werden.
[0017] Die genannte Axialdichtfläche kann als Ringfläche ausgebildet sein, deren Innendurchmesser
ebenfalls deutlich größer ist als der genannte Erdbohrlochdurchmesser. Vorzugsweise
ist die Breite der genannten Ringfläche relativ schmal, um hohe Flächenpressungen
an der Kammerdecke zu erreichen. Ist der Außendurchmesser in der vorgenannten Weise
mit mehr als 150 % des Erdbohrlochdurchmessers bemessen, kann der Innendurchmesser
der genannten Ringdichtfläche mehr als 125 % des Erdbohrlochdurchmessers betragen,
bzw. dann, wenn der Außendurchmesser der Axialdichtfläche mehr als 200 % des Erdbohrlochdurchmessers
beträgt, 150 % oder mehr des Erdbohrlochdurchmessers betragen.
[0018] Der Verschlusskorpus kann grundsätzlich in verschiedener Weise in das Erdbohrloch
eingeführt und in der Erdkammer von unten her an der Kammerdecke die Bohrlochmündung
überdeckend positioniert werden. Nach einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens
wird der Verschlusskorpus zusammen mit einem Bohrkopf an einer Bohrstange in das Erdbohrloch
eingeführt, wobei der Bohrkopf bohrend betrieben werden kann, beispielsweise durch
Verdrehen der Bohrstange um deren Längsachse. Der vorteilhafterweise in Einführrichtung
vor dem Verschlusskorpus angeordnete Bohrkopf kann in der Erdkammer belassen werden,
wenn der Verschlusskorpus montiert ist, wobei der Bohrkopf prinzipiell mit dem Verschlusskorpus
verbunden bleiben kann, oder ggf. alternativ abgetrennt und in der Erdkammer versenkt
werden kann.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann der genannte Verschlusskorpus auch an einem selbstfahrenden
Wagen in das Erdbohrloch eingeführt werden, wobei der genannte selbstfahrende Wagen
beispielsweise nach Art einer Patrone oder eines Aufzugskorbs ausgebildet sein kann,
die bzw. der im Bereich radialer Umfangsflächen antreibbare Vortriebsräder umfassen
kann, die radial gegen die Erdbohrlochwandung gedrückt werden. Mittels eines solchen
selbstfahrenden Wagens wird der Verschlusskorpus ebenfalls durch das Erdbohrloch geführt,
bis der Verschlusskorpus zumindest teilweise die darunter befindliche Erdkammer erreicht
hat. Nach Aufweiten des Verschlusskorpus wird der noch im Erdbohrloch befindliche
Wagen zurückgefahren, bis der Verschlusskorpus mit seiner Axialdichtfläche an der
Kammerdecke ansteht.
[0020] Der Verschlusskorpus kann hierbei in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ein
Ventil umfassen, um auch bei montiertem Verschlusskorpus gezielt Flüssigkeit oder
Gas aus der Erdkammer in das Erdbohrloch eintreten und über dieses austreten zu lassen,
beispielsweise um einen Druckabbau zu ermöglichen oder die in der Erdkammer befindlichen
Rohstoffe zu gewinnen. Durch Verschließen des genannten Ventils wird dies unterbunden
und kann die Erdkammer gegenüber dem Erdbohrloch abgedichtet werden. Ein mit einer
solchen Ventileinrichtung versehener Verschlusskorpus kann auch schon vor auftretenden
Problemen oder Undichtigkeiten in das Erdbohrloch eingeführt werden, beispielsweise
gleich bei der Ausbildung des Erdbohrlochs. Während der kontrollierten Förderung der
in der Erdkammer befindlichen Rohstoffe wird die Ventileinrichtung offen gehalten.
Sobald Probleme auftreten, kann durch Schließen der Ventileinrichtung abgedichtet
werden. Vorzugsweise ist die Ventileinrichtung selbstschaltend ausgebildet derart,
dass sie nur bei gezielter Ansteuerung in die offene Stellung geht und bei Ausfall
der Ansteuerung automatisch schließt, beispielsweise durch entsprechende Vorspannung.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum Verschließen eines Erdbohrlochs
nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung, die von einem Schiff aus in ein
im Meeresboden befindliches Erdbohrloch eingeführt wird,
- Fig. 2:
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung des Verschlusskorpus der Vorrichtung
aus Fig. 1 in einer noch im Bohrloch oberhalb der Erdkammer befindlichen Stellung,
- Fig. 3:
- eine ausschnittsweise, vergrößerte Ansicht des Verschlusskorpus der Vorrichtung in
einer noch nicht aufgeweiteten, jedoch bereits in der Erdkammer befindlichen Stellung,
- Fig. 4:
- eine ausschnittsweise, vergrößerte Ansicht des Verschlusskorpus in einer Stellung
ähnlich Fig. 3, wobei jedoch der Dichtabschnitt in Form eines auffaltbaren Spreizkörpers
bereits aufgeweitet ist, jedoch noch nicht in Anlage mit der Kammerdecke der Erdkammer
gebracht ist,
- Fig. 5:
- eine ausschnittsweise, vergrößerte Darstellung des Verschlusskörpers in vollständig
aufgeweiteter Stellung und in Dichtanlage mit der Kammerdecke der Erdkammer, so dass
das Erdbohrloch verschlossen ist,
- Fig. 6:
- eine ausschnittsweise vergrößerte Ansicht des Verschlusskorpus in einer Stellung ähnlich
Fig. 4, wobei die Vorrichtung jedoch nach einer weiteren Weiterbildung der Erfindung
mit einem Bohrkopf versehen und der Verschlusskorpus zusammen mit dem Bohrkopf in
das Erdbohrloch eingebracht wurde, und
- Fig. 7:
- eine ausschnittsweise, vergrößerte Ansicht des Verschlusskorpus nach einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung, wonach der aufweitbare Dichtabschnitt des Verschlusskorpus
einen durch Befüllen aufweitbaren Ballon umfasst und der Verschlusskorpus mittels
eines selbstfahrenden Wagens in das Erdbohrloch eingebracht wurde.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Erdbohrloch 1, das den Meeresboden 2 mit einer darunter befindlichen
Erdkammer 3 verbindet, in der beispielsweise Erdöl oder andere abbaubare Rohstoffe
gelagert sind.
[0023] Über eine an der Meeresoberfläche befindliche Plattform 4 beispielsweise in Form
eines Schiffs wird die Vorrichtung 5 zum Verschließen des Erdbohrlochs 1 von oben
her abgesenkt und in das Erdbohrloch 1 eingeführt.
[0024] Die genannte Vorrichtung 5 umfasst hierbei den aus den Figuren 2 bis 5 näher ersichtlichen
Verschlusskorpus 6, der über eine Bohrstange 7 oder andere geeignete Vorschub- und/oder
Führungsmittel von oben her in das Erdbohrloch 1 eingeführt und dort vorangetrieben
wird. Wird in der genannten Weise eine Bohrstange 7 verwendet, kann der auf der Plattform
4 vorhandene Bohrstangen-Vorschubantrieb als Vorschubvorrichtung 8 verwendet werden.
[0025] In der in Fig. 2 ersichtlichen, noch im Erdbohrloch 1 befindlichen Stellung ist der
Verschlusskorpus 6 kollabiert, so dass der Außendurchmesser des Verschlusskorpus 6
einschließlich seines aufweitbaren Dichtungsabschnitts 9 kleiner ist als der Erdbohrlochdurchmesser.
Wie Fig. 3 zeigt, wird der Verschlusskorpus 6 über das untere Ende des Erdbohrlochs
1 hinaus in die Erdkammer 3 hinein bewegt, so dass der gesamte aufweitbare Dichtungsabschnitt
9 sich außerhalb des Erdbohrlochs 1 vollständig in der Erdkammer 3 befindet. Ist diese
Stellung erreicht, wird der Dichtungsabschnitt 9 radial aufgeweitet, bis sein Außendurchmesser
D deutlich größer ist als der Durchmesser d des Erdbohrlochs 1, vgl. Fig. 4 und Fig.
5.
[0026] In der gezeichneten Ausführung nach den Figuren 2 bis 5 umfasst der Dichtungsabschnitt
9 ein aufklappbares bzw. auffaltbares Schirmelement 10, das nach Art eines Regen-
oder Sonnenschirms stabilisierende Abstützstreben und eine hiervon getragene Schirmmembran
umfassen kann. Die genannten Abstützstreben können um quer zur Längsachse des Verschlusskorpus
bzw. tangential an dessen Außenumfang anschließende Klappachsen aufgeklappt werden,
so dass sich die Schirmmembran in der gezeigten Weise entfaltet. Die genannte Schirmmembran
ist aus einem ausreichend stabilen, verformbaren Material wie beispielsweise einem
hochfesten, beispielsweise fasergewebeverstärkten Tuch- und/oder Laminat- und/oder
Folienmaterial beispielsweise in Form eines mehrlagigen Aramidfaserlaminats.
[0027] Zum Aufweiten des genannten Dichtabschnitts 9 ist ein Aufweitantrieb 11 vorgesehen,
der in der gezeichneten Ausführung beispielsweise ein mechanischer Stellmechanismus
für das Schirmelement 10 am Verschlusskorpus 6 sein kann.
[0028] Ist der Dichtabschnitt 9 ausreichend aufgeweitet, wird der Verschlusskorpus 6 durch
Reversieren der Vorschubvorrichtung 8 entgegen der Einführrichtung nach oben zurückgezogen,
bis der Dichtungsabschnitt 9 an der Kammerdecke 12 der Erdkammer 3 ansteht und die
an dem Dichtungsabschnitt 9 befindliche Axialdichtfläche 13 gegen die genannte Kammerdecke
12 gepresst wird.
[0029] Die Axialdichtfläche 13 ist als Ringfläche ausgebildet und vorteilhafterweise am
äußeren Rand des Dichtungsabschnitts 9 angeordnet, wobei sich die Axialdichtfläche
13 auf einer rückwärts orientierten Kontur des genannten Dichtungsabschnitts 9 befindet.
Mit anderen Worten: Die Axialdichtfläche 13 befindet sich an einem Abschnitt des genannten
Dichtungsabschnitts 9, der im aufgeweiteten Zustand des genannten Dichtungsabschnitts
9 der Kammerdecke 12 zugewandt ist, vgl. Fig. 5.
[0030] Vorteilhafterweise bildet der Dichtungsabschnitt 9 im aufgeweiteten Zustand einen
zur Kammerdecke 12 hin leicht konkaven, schalenförmigen Spreizkörper, dessen Flanken
flachwinklig zur Kammerdecke 12 hin ansteigen, vgl. Fig. 5. Der Neigungswinkel der
Kontur bzw. der Flanken des Dichtungsabschnitts 9 kann hierbei variieren, wobei vorteilhafterweise
recht flache Gestaltungen vorgesehen sind, um eine hohe Spreizwirkung zu erzielen.
Beispielsweise kann der Dichtungsabschnitt 9 unter einem Winkel von 2x 5° bis 2x 20°
geneigt sein, so dass sich ein insgesamt flacher Konus ergibt. Befindet sich der Dichtungsabschnitt
9 in der abdichtenden Stellung gemäß Fig. 5, versucht der in der Erdkammer 3 herrschende
Druck p den sich zum Zentrum hin erhöhenden Dichtungsabschnitt 9 des Verschlusskorpus
6 flachzudrücken. Gibt dieser leicht nach, kommt es zu einer Spreizwirkung, bei der
sich die randseitig vorgesehene Axialdichtfläche 13 noch leicht weiter radial aufweitet
und dabei in das Material der Kammerdecke 12 einarbeitet.
[0031] Wie Fig. 6 zeigt, kann der Verschlusskorpus 6 beispielsweise zusammen mit einem Bohrkopf
14 in das Erdbohrloch 1 eingebracht werden, wobei vorteilhafterweise der Bohrkopf
14 in Einführrichtung vor dem Verschlusskorpus 6 angeordnet ist und einen zumindest
geringfügig größeren Durchmesser besitzt als der Verschlusskorpus 6 in dessen kollabiertem
Zustand. Hierdurch kann der Verschlusskorpus 6 gleich beim Einbringen des Erdbohrlochs
1 in dieses eingeführt und an dessen Mündungsbereich in die Erdkammer 3 montiert werden.
Hierbei kann der Bohrkopf 14 in der Erdkammer 3 verbleiben und/oder mit dem Verschlusskorpus
6 verbunden bleiben. Alternativ könnte der Bohrkopf 14 auch gelöst und in der Erdkammer
3 versenkt werden. Im Übrigen entspricht die Ausführung der Fig. 6 der zuvor beschriebenen,
so dass auf die vorangehende Ausführung verwiesen wird.
[0032] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführung der Erfindung, gemäß der der Verschlusskorpus
6 mittels eines selbstfahrenden Wagens 15 in das Erdbohrloch eingeführt wird. Der
genannte Wagen 15 umfasst hierbei an seiner Umfangsseite Vorschubmittel, die als antreibbare
Räder 16 ausgebildet sein können, die gegen die Innenwandung des Erdbohrlochs 1 gedrückt
werden. Vorteilhafterweise kann der Wagen 15 paarweise auf gegenüberliegenden Seiten
angeordnete Radsätze umfassen. Die Vorschubvorrichtung 8 ist hierbei an dem selbstfahrenden
Wagen 15 angeordnet und kann beispielsweise einen motorischen Antrieb für die genannten
Räder 16 umfassen, wobei eine Energieversorgung beispielsweise über eine Leitung von
der Erd- bzw. Meeresoberfläche her erfolgen kann.
[0033] Weiterhin ist bei der Ausführung nach Fig. 7 ein aufweitbarer Dichtungsabschnitt
9 vorgesehen, der einen befüllbaren Ballon 17 umfasst, der im kollabierten Zustand
einen Durchmesser kleiner als der Erdbohrlochdurchmesser besitzt. Durch Einleiten
von Druckflüssigkeit bzw. -gas in den vom Ballon 17 begrenzten Innenraum weitet sich
dieser auf einen Außenduchmesser auf, der in der genannten Weise deutlich größer ist
als der des Erdbohrlochs 1. Der genannte Ballon 17 ist in der gezeichneten Ausführung
ringförmig, könnte aber auch pilzkopfförmig oder scheibenförmig ausgebildet sein.
Die rückwärts orientierte Kontur des genannten Ballons 17 bildet im aufgeweiteten
Zustand gemäß Fig. 7 die Axialdichtfläche 13, die gegen die Kammerdecke 12 der Erdkammer
3 gedrückt werden kann. Dies erfolgt zunächst durch Umkehrung der Vorschubrichtung
des Wagens 15, bis die genannte Axialdichtfläche 13 in Anlage mit dem Material der
Kammerdecke 12 kommt. Unterstützt wird das Anpressen des Dichtungsabschnitts 9 sodann
durch den in der Erdkammer 3 herrschenden Druck, der versucht, den Verschlusskorpus
6 durch das Erdbohrloch 1 zurück nach oben zu drücken, vgl. Fig. 7.
1. Verfahren zum Verschließen eines Erdbohrlochs (1), bei dem ein aufweitbarer Verschlusskorpus
(6) in das Erdbohrloch (1) eingeführt und zum Zwecke des Verschließens im Durchmesser
aufgeweitet wird, wobei der Verschlusskorpus (6) zumindest teilweise aus dem unteren
Ende des Erdbohrlochs (1) herausgeführt, in der Erdkammer (3) unter dem Erdbohrloch
(1) aufgeweitet und mit einer Axialdichtfläche (13) von unten her gegen die das Erdbohrloch
(1) umgebende Kammerdecke (12) der Erdkammer (3) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Spreizkörper verwendet wird, der nach Aufweiten mit einem Randabschnitt auf die
Kammerdecke (12) gesetzt und durch Zurückbewegen entgegen der Einführrichtung aufgespreizt
wird.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Verschlusskorpus (6) zusammen
mit einem Bohrkopf (14) an einer Bohrstange (7) in das Erdbohrloch (1) eingeführt
wird, wobei der Bohrkopf (14) in Einführrichtung vor dem Verschlusskorpus (6) angeordnet
ist und auch nach Verschließen des Erdbohrlochs in der Erdkammer (3) belassen wird.
3. Verfahren nach dem Anspruch 1, wobei der Verschlusskorpus (6) an einem selbstfahrenden
Wagen in das Erdbohrloch (1) eingeführt wird, der nach Aufweiten des Verschlusskorpus
(6) in dem Erdbohrloch (1) zurückgefahren wird, bis der Verschlusskorpus (6) mit seiner
Axialdichtfläche (13) an der Kammerdecke (12) der Erdkammer (3) ansteht.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Erdkammer (3) eine flüssige
oder gasförmige Rohstoffe speichernde Speicherkammer ist, deren Kammerdecke (12) sich
um die Mündung des Erdbohrlochs (1) herum im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse
des Erdbohrlochs erstreckt, wobei sich die Axialdichtfläche (13) des Verschlusskorpus
(6) ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Erdbohrlochs (1) erstreckt,
wobei der Verschlusskorpus (6) mit der Axialdichtfläche (13) axial in Richtung der
Längsachse des Erdbohrlochs (1) gegen die Kammerdecke (12) gedrückt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abdichtung des Erdbohrlochs
(1) ausschließlich durch axiales, in Richtung der Längsachse des Erdbohrlochs (1)
wirkendes Anpressen der Axialdichtfläche (13) gegen die Kammerdecke vorgenommen wird,
wobei die Axialdichtfläche (13) durch Beaufschlagung des Verschlusskorpus (6) mit
in der Erdkammer (3) wirkenden Fluidkräften und/oder durch Zurückziehen des Verschlusskörpers
zum Erdbohrloch (1) hin und/oder in das Erdbohrloch (1) hinein gegen die Kammerdecke
(12) gepresst wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Verschlusskorpus (6)
ein auffaltbares Schirmelement (10) umfasst, an dessen äußeren Randabschnitt die Axialdichtfläche
(13) vorgesehen ist, wobei das Schirmelement (10) in der Erdkammer (3) unter dem Erdbohrloch
(1) aufgefaltet wird derart, dass der zum Bohrloch hin angeordnete Randabschnitt des
Schirmelements (10) aufgespreizt wird, bis der Verschlusskorpus (6) einen zum Erdbohrloch
(1) hin konkaven Schirm bildet, und wobei das aufgefaltete Schirmelement durch Zurückziehen
des Verschlusskorpus (6) und/oder durch Beaufschlagung des Schirmelements (10) durch
in der Erdkammer (3) wirkende Fluiddruckkräfte axial in Richtung der Längsrichtung
des Erdbohrlochs (1) mit der Axialdichtfläche (13) gegen die Kammerdecke (12) gedrückt
wird derart, dass das Schirmelement unter Abflachung seiner Konkavität weiter aufgespreizt
und gegen die Kammerdecke (12) verspreizt wird.
7. Vorrichtung zum Verschließen eines Erdbohrlochs (1), mit einem aufweitbaren Verschlusskorpus
(6), der im kollabierten Zustand einen kleineren Durchmesser als das Erdbohrloch (1)
besitzt, wobei der Verschlusskorpus (6) an einem aufweitbaren Dichtabschnitt (9) eine
Axialdichtfläche (13) besitzt, deren Durchmesser D im aufgeweiteten Zustand des Verschlusskorpus
(6) größer als der Erdbohrlochdurchmesser d ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein reversierbarer Vorschubantrieb (8), mittels dessen der Verschlusskorpus (6) vorwärts
über das Ende des Erdbohrlochs (1) hinaus in die darunter befindliche Erdkammer (3)
fahrbar und nach Aufweiten des Dichtabschnitts (9) rückwärts mit der Axialdichtfläche
(13) gegen die das Erdbohrloch (1) umgebende Kammerdecke (12) der Erdkammer (3) fahrbar
ist, vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der aufweitbare Dichtabschnitt
(9) ein aufklappbares bzw. -faltbares Schirmelement (10) umfasst, an dessen äußeren
Randabschnitt die Axialdichtfläche (13) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei der aufweitbare
Dichtabschnitt (9) in aufgeweiteter Stellung eine an der Oberseite, die bestimmungsgemäß
der Kammerdecke (12) zugewandt ist, konkave, vorzugsweise schalen- oder konusförmigen
Spreizkörper bildet, der mit seinem äußeren Randabschnitt die Axialdichtfläche (13)
bildet und innerhalb der Axialdichtfläche (13) zum Zentrum des Verschlusskorpus (6)
hin ansteigend ausgebildet und/oder von der Kammerdecke (12) beabstandet ist.
10. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Spreizkörper verformbar, vorzugsweise
elastisch verformbar, ausgebildet ist derart, dass durch Druckbeaufschlagung von der
Erdkammer (3) her der Spreizkörper flach- bzw. flacher drückbar und hierdurch im Bereich
der Axialdichtfläche (13) radial aufweitbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10, wobei der aufweitbare
Dichtabschnitt (9) in aufgeweiteter Stellung einen Außendurchmesser besitzt, der zumindest
150 %, vorzugsweise mehr als 200 % des Erdbohrlochdurchmessers d besitzt.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 11, wobei die Axialdichtfläche
(13) eine Ringfläche bildet, deren Innendurchmesser größer ist als der Erdbohrlochdurchmesser,
vorzugsweise zumindest 140 %, vorzugsweise mehr als 180 % des Erdbohrlochdurchmessers
d beträgt.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 12, wobei der Verschlusskorpus
(6) eine Ventileinrichtung umfasst, die in einem Verbindungskanal angeordnet ist,
der einerseits eine Öffnung zur Erdkammer (3) hin und andererseits eine Öffnung zu
dem Erdbohrloch (1) hin besitzt, so dass in geöffneter Ventilstellung Fluid aus der
Erdkammer (3) in das Erdbohrloch (1) strömen kann.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 13, wobei der Verschlusskorpus
(6) im aufgeweiteten Dichtungszustand eine im Wesentlichen ebene, sich quer zur Längsachse
des Erdbohrlochs erstreckende Druckbeaufschlagungsfläche umfasst, die von dem in der
Erdkammer (3) herrschenden Fluiddruck beaufschlagt ist und der Kammerdecke (12) abgewandt
ist und eine Fläche besitzt, die mehr als 200% der Querschnittsfläche des Erdbohrlochs
(1) besitzt.
1. Method for closing an earth borehole (1), wherein an expandable closure body (6) is
introduced into the earth borehole (1) and is expanded in its diameter for the purpose
of closure, wherein at least part of the closure body (6) is led out of the lower
end of the earth borehole (1), expanded within the earth cavity (3) below the earth
borehole (1), and is, with an axial sealing surface (13), led from below against the
earth cavity's (3) ceiling (12) surrounding the earth borehole (1), characterized in that
a spreading body is used, which, after expansion, is put, with an edge portion, onto
the ceiling (12), and which is spread by moving the spreading body backwards in the
direction opposite to the direction of insertion.
2. Method according to the preceding claim, wherein the closure body (6), together with
a drill head (14), is inserted into the earth borehole (1) via a boring bar (7), wherein
the drill head (14) is arranged in front of the closure body (6) when considering
the direction of insertion and is left in the earth cavity (3) also after closure
of the earth borehole.
3. Method according to claim 1, wherein the closure body (6) is inserted into the earth
borehole (1) via a self-propelling vehicle which, after expansion of the closure body
(6), is retracted in the earth borehole (1) until the closure body's (6) axial sealing
surface (13) is in contact with the ceiling (12) of the earth cavity (3).
4. Method according to any of the preceding claims, wherein the earth cavity (3) is a
storage chamber storing liquid or gaseous crude materials whose ceiling (12) is, around
the mouth of the earth borehole (1), substantially perpendicular to the longitudinal
axis of the earth borehole, wherein the axial sealing surface (13) of the closure
body (6) is also substantially perpendicular to the longitudinal axis of the earth
borehole (1), wherein the closure body (6) with the axial sealing surface (13) is
pushed against the ceiling (12) axially in the direction of the longitudinal axis
of the earth borehole (1).
5. Method according to any of the preceding claims, wherein the sealing of the earth
borehole (1) is brought about exclusively by pressure effective axially, in direction
of the longitudinal axis of the earth borehole (1), of the axial sealing surface (13)
onto the ceiling, wherein the axial sealing surface (13) is pressed onto the ceiling
(12) by fluid forces effective within the earth cavity (3) which act upon the closure
body (6) and/or by retraction of the closure body towards the earth borehole (1) and/or
into the earth borehole (1).
6. Method according to any of the preceding claims, wherein the closure body (6) comprises
an expandable umbrella element (10) at the outer edge portion of which the axial sealing
surface (13) is provided, wherein the umbrella element (10) is expanded in the earth
cavity (3) below the earth borehole (1) such that the edge portion of the umbrella
element (10) arranged towards the borehole is expanded until the closure body (6)
forms a concave dome towards the earth borehole (1), and wherein the expanded umbrella
element is, by means of retraction of the closure body (6) and/or by means of admission
of pressure onto the umbrella element (10) from fluid compressive forces effective
in the earth cavity (3) in an axial fashion in direction of the longitudinal direction
of the earth borehole (1), pushed with its axial sealing surface (13) against the
ceiling (12) such that the umbrella element is further spread while its concavity
decreases and is braced against the ceiling (12).
7. Apparatus for closing an earth borehole (1), comprising an expandable closure body
(6) which, in its collapsed state, has a diameter smaller than the earth borehole
(1), wherein said closure body (6) has, at an expandable sealing portion (9), an axial
sealing surface (13), the diameter D of which is, in the expanded state of the closure
body (6), bigger than the earth borehole diameter d, characterized in that a reversible feed drive (8) is provided by means of which the closure body (6) is
drivable forwards beyond the end of the earth borehole (1) into the earth cavity (3)
situated below and, upon expansion of said sealing portion (9), is drivable backwards
with its axial sealing surface (13) against the earth cavity's (3) ceiling (12) surrounding
the earth borehole (1).
8. Apparatus according to the preceding claim, wherein the expandable sealing portion
(9) comprises an openable and/or foldable umbrella element (10) at the outer edge
portion of which the axial sealing surface (13) is provided.
9. Apparatus according to any of the two preceding claims, wherein the expandable sealing
portion (9), in its expanded position, forms at its upper face, which in its intended
use is facing the ceiling (12), a concave, preferably dome- or cone-shaped spreading
body, the outer edge portion of which forms the axial sealing surface (13) and which
spreading body, within the axial sealing surface (13), is rising at the center of
said closure body (6) and/or is spaced apart from the ceiling (12).
10. Apparatus according to the preceding claim, wherein the spreading body is adapted
to be deformable, preferably elastically deformable, such that said spreading body
is able to be pressed flatter and/or flattened by pressure admission from the earth
cavity (3) and as a result is radially expandable in the region of the axial sealing
surface (13).
11. Apparatus according to any of the preceding claims 7 to 10, wherein the expandable
sealing portion (9), in its expanded position, has an outside diameter of at least
150%, preferably more than 200%, of the earth borehole diameter d.
12. Apparatus according to any of the preceding claims 7 to 11, wherein the axial sealing
surface (13) forms an annular surface, the inner diameter of which is bigger than
the earth borehole diameter, amounts to preferably at least 140%, preferably at least
180% of the earth borehole diameter d.
13. Apparatus according to any of the preceding claims 7 to 12, wherein the closure body
(6) comprises a valve arrangement which is arranged in a connection channel, which
on the one hand has an opening towards the earth cavity (3) and on the other hand
has an opening towards the earth borehole (1) so that in open valve position, fluid
can stream from the earth cavity (3) into the earth borehole (1).
14. Apparatus according to any of the preceding claims 7 to 13, wherein the closure body
(6) has, in its expanded sealing state, a pressure admission surface that is substantially
planar and extending perpendicular to the longitudinal axis of the earth borehole
and which is pressurized with fluid pressure present in the earth cavity (3) and is
facing away from the ceiling (12) and has a surface area of more than 200% of the
cross-sectional area of the earth borehole (1).
1. Procédé pour fermer un trou de forage dans le sol (1), selon lequel un corps de fermeture
(6) pouvant être élargi est introduit dans le trou de forage dans le sol (1) et est
élargi en diamètre en vue de la fermeture, le corps de fermeture (6) étant sorti au
moins en partie de l'extrémité inférieure du trou de forage dans le sol (1), élargi
dans la cavité souterraine (3) sous le trou de forage dans le sol (1) et guidé du
bas avec une surface d'étanchéité axiale contre le plafond de cavité (12) de la cavité
souterraine (3) entourant le trou de forage dans le sol (1), caractérisé en ce
qu'un corps d'expansion est utilisé, qui est placé avec une partie de bord sur le plafond
de cavité (12) après l'élargissement et qui est déployé par un mouvement de retour
opposé au sens d'introduction.
2. Procédé selon la revendication précédente, le corps de fermeture (6) étant introduit
dans le trou de forage dans le sol (1) conjointement avec une tête de forage (14)
sur une tige de forage (7), la tête de forage (14) étant disposée avant le corps de
fermeture (6) dans le sens d'introduction et étant laissée dans la cavité souterraine
(3) même après la fermeture du trou de forage dans le sol.
3. Procédé selon la revendication 1, le corps de fermeture (6) étant introduit dans le
trou de forage dans le sol (1) sur un chariot automoteur, qui est ramené dans le trou
de forage dans le sol (1) après l'élargissement du corps de fermeture (6), jusqu'à
ce que le corps de fermeture (6) affleure avec sa surface d'étanchéité axiale (13)
contre le plafond de cavité (12) de la cavité souterraine (3).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, la cavité souterraine (3) étant
une cavité réservoir stockant des matières premières liquides ou gazeuses, dont le
plafond de cavité (12) s'étend autour de l'embouchure du trou de forage dans le sol
(1) essentiellement perpendiculairement à l'axe longitudinal du trou de forage dans
le sol, la surface d'étanchéité axiale (13) du corps de fermeture (6) s'étendant également
essentiellement perpendiculairement à l'axe longitudinal du trou de forage dans le
sol (1), le corps de fermeture (6) étant pressé avec la surface d'étanchéité axiale
(13) axialement dans la direction de l'axe longitudinal du trou de forage dans le
sol (1) contre le plafond de cavité (12).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, l'obturation du trou de forage
dans le sol (1) étant effectuée exclusivement par pression axiale, agissant dans la
direction de l'axe longitudinal du trou de forage dans le sol (1), de la surface d'étanchéité
axiale (13) contre le plafond de cavité, la surface d'étanchéité axiale (13) étant
pressée contre le plafond de cavité (12) par exposition du corps de fermeture (6)
à l'action de forces de fluide agissant dans la cavité souterraine (3) et/ou par rétraction
du corps de fermeture vers le trou de forage dans le sol (1) et/ou dans le trou de
forage dans le sol (1).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, le corps de fermeture (6) comprenant
un élément de protection (10) dépliable, la surface d'étanchéité axiale (13) étant
prévue sur la partie de bord extérieure de celui-ci, l'élément de protection (10)
étant déplié dans la cavité souterraine (3) sous le trou de forage dans le sol (1)
de telle sorte que la partie de bord de l'élément de protection (10) disposée en direction
du trou de forage est déployée jusqu'à ce que le corps de fermeture (6) forme une
protection concave vers le trou de forage dans le sol (1), et l'élément de protection
déplié étant pressé axialement dans la direction longitudinale du trou de forage dans
le sol (1) avec la surface d'étanchéité axiale (13) contre le plafond de cavité (12)
par rétraction du corps de fermeture (6) et/ou par exposition de l'élément de protection
(10) à des forces de fluide agissant dans la cavité souterraine (3) de sorte que l'élément
de protection se déploie encore avec aplatissement de sa concavité et qu'il est écarté
contre le plafond de cavité (12).
7. Dispositif pour fermer un trou de forage dans le sol (1), comprenant un corps de fermeture
(6) pouvant être élargi, qui présente un diamètre inférieur au trou de forage dans
le sol (1) à l'état replié, le corps de fermeture (6) comportant une surface d'étanchéité
axiale (13) sur une partie d'étanchéité (9) pouvant être élargie, le diamètre D de
cette surface d'étanchéité axiale étant supérieur au diamètre d du trou de forage
dans le sol à l'état élargi du corps de fermeture (6), caractérisé en ce qu'un entraînement d'avance (8) réversible est prévu, au moyen duquel le corps de fermeture
(6) peut être déplacé vers l'avant au-delà de l'extrémité du trou de forage dans le
sol (1) dans la cavité souterraine (3) se trouvant en dessous et peut être déplacé
après l'élargissement de la partie d'étanchéité (9) vers l'arrière avec la surface
d'étanchéité axiale (13) contre le plafond de cavité (12) de la cavité souterraine
(3) entourant le trou de forage dans le sol (1).
8. Dispositif selon la revendication précédente, la partie d'étanchéité (9) pouvant être
élargie comprenant un élément de protection (10) ouvrable ou dépliable, la surface
d'étanchéité axiale (13) étant prévue sur la partie de bord extérieure de celui-ci.
9. Dispositif selon l'une des deux revendications précédentes, la partie d'étanchéité
(9) pouvant être élargie formant dans la position élargie un corps d'expansion, de
préférence en forme de cuvette ou de cône, concave sur le côté supérieur qui fait
face au plafond de cavité (12) conformément à l'usage prévu, ledit corps d'expansion
formant la surface d'étanchéité axiale (13) avec sa partie de bord extérieure et étant
réalisé à l'inférieur de la surface d'étanchéité axiale (13) ascendant vers le centre
du corps de fermeture (6) et/ou étant espacé du plafond de cavité (12).
10. Dispositif selon la revendication précédente, le corps d'expansion étant réalisé déformable,
de préférence déformable élastiquement de sorte que, par effet de pression provenant
de la cavité souterraine (3), le corps d'expansion peut être aplati ou pressé pour
devenir plus plat et peut être ainsi élargi radialement dans la zone de la surface
d'étanchéité axiale (13).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 7 à 10, la partie d'étanchéité
(9) pouvant être élargie présentant à l'état élargi un diamètre extérieur égal à au
moins 150 %, de préférence plus de 200 % du diamètre d du trou de forage dans le sol.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 7 à 11, la surface d'étanchéité
axiale (13) formant une surface annulaire dont le diamètre intérieur est supérieur
au diamètre du trou de forage dans le sol, et est égal de préférence à au moins 140
%, de préférence plus de 180 % du diamètre d du trou de forage dans le sol.
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 7 à 12, le corps de fermeture
(6) comprenant un dispositif de vanne, qui est disposé dans un canal de jonction,
qui dispose d'un côté d'une ouverture vers la cavité souterraine (3) et de l'autre
côté d'une ouverture vers le trou de forage dans le sol (1), de sorte qu'en position
de vanne ouverte, du fluide peut s'écouler de la cavité souterraine (3) dans le trou
de forage dans le sol (1).
14. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 7 à 13, le corps de fermeture
(6) comprenant à l'état d'obturation élargi une surface d'application de pression
s'étendant essentiellement de manière plane, transversalement à l'axe longitudinal
du trou de forage dans le sol, qui est exposée à l'action de la pression de fluide
régnant dans la cavité souterraine (3) et qui est opposée au plafond de cavité (12)
et présente une aire qui est égale à plus de 200 % de l'aire de la section droite
du trou de forage dans le sol (1).
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