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(11) |
EP 2 635 785 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.04.2015 Patentblatt 2015/15 |
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Anmeldetag: 21.09.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/066404 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/059268 (10.05.2012 Gazette 2012/19) |
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KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM SOWIE VERFAHREN ZUR BEFÜLLUNG UND/ODER ENTLÜFTUNG EINES
KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEMS
FUEL INJECTION SYSTEM AND METHOD FOR FILLING AND/OR VENTING A FUEL INJECTION SYSTEM
SYSTÈME D'INJECTION DE CARBURANT ET PROCÉDÉ POUR REMPLIR ET/OU PURGER UN SYSTÈME D'INJECTION
DE CARBURANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
03.11.2010 DE 102010043255
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.2013 Patentblatt 2013/37 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- KOEHLER, Achim
71254 Ditzingen (DE)
- WUERZ, Joerg
72124 Pliezhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 247 977 DE-A1- 19 539 883
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WO-A1-2011/110389 US-A- 5 615 656
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoffeinspritzsystem sowie einem Verfahren
zur Befüllung und/oder Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein solches Kraftstoffeinspritzsystem ist durch die
DE 195 39 883 A1 bekannt. Dieses Kraftstoffeinspritzsystem ist ein Common-Rail-Einspritzsystem, das
eine Vorförderpumpe und eine Hochdruckpumpe umfasst, wobei die Hochdruckpumpe der
Beaufschlagung des Kraftstoffs mit Hochdruck dient. Die Hochdruckpumpe weist wenigstens
ein Pumpenelement mit einem als Einlassventil dienenden ersten Ventil und einem als
Auslassventil dienenden zweiten Ventil auf. Die Vorförderpumpe ist eine Elektrokraftstoffpumpe.
An die Hochdruckpumpe ist ein Hochdruckspeicher in Form einer gemeinsamen Speicherleitung
angeschlossen, in dem ein Druckregelventil aufgenommen ist. Um eine Befüllung und/oder
Entlüftung des Kraftstoffeinspritzsystems zu ermöglichen ist bei dem Kraftstoffeinspritzsystem
eine die Hochdruckpumpe umgehende Bypassverbindung der Vorförderpumpe mit dem Hochdruckspeicher
vorgesehen, in der eine Durchlasseinrichtung in Form eines Rückschlagventils angeordnet
ist. Durch die zusätzliche Bypassverbindung und das in dieser angeordnete Rückschlagventil
weist das bekannte Kraftstoffeinspritzsystem einen aufwendigen Aufbau auf und erfordert
hohe Herstellungskosten.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzsystem mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1
hat demgegenüber den Vorteil, dass eine Befüllung und/oder Entlüftung über das Einlassventil
und Auslassventil durch das Pumpenelement ermöglicht ist und somit kein zusätzlicher
Aufwand erforderlich ist und das Kraftstoffeinspritzsystem kostengünstig hergestellt
werden kann. Durch die geringen Öffnungsdrücke des Einlassventils und des Auslassventils
kann das Kraftstoffeinspritzsystem mit dem von der Vorförderpumpe erzeugten Vorförderdruck
befüllt und/oder entlüftet werden.
[0004] Die Entlüftung erfolgt demnach über die Hochdruckpumpe, das heißt über den Hochdruckbereich,
so dass eine Entlüftung des gesamten Systems erzielbar ist. Demzufolge ist sichergestellt,
dass der Elementraum eines Pumpenelementes der Hochdruckpumpe vollständig befüllt
bzw. wiederbefüllt wird, da die Entlüftung des Elementraumes durch das Öffnen des
Auslassventils gewährleistet ist. Denn eine Entlüftung über das Spiel zwischen Pumpenkolben
und Führungsbohrung des Pumpenelementes ist aufgrund des reduzierten Spiels moderner
Hochdruckpumpen nicht mehr ohne Weiteres möglich. Das reduzierte Spiel bewirkt, dass
die eingeschlossene Luft nicht oder nur sehr langsam aus dem Elementraum entweichen
kann. Bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystem ist der Vorförderdruck jedoch
derart hoch gewählt, dass der Summenöffnungsdruck der Ventile der Hochdruckpumpe überwunden
wird, so dass der Hochdruckpfad zur Entlüftung freigegeben wird. Ferner ist sichergestellt,
dass sich im Hochdruckbereich befindende Partikel, welche die Ventile zum Klemmen
bringen und damit einen Nichtstart bewirken könnten, ausgespült werden. Somit ist
auch ein Wiederstart nach einer Kontaminierung gewährleistet.
[0005] Eine schnelle Befüllung bei Erststart im Fahrzeugwerk oder bei Wiederstart setzt
zunächst eine vollständige Entlüftung des Systems voraus. Denn im System vorhandene
Luft wirkt aufgrund ihrer Kompressibilität einem schnellen Druckaufbau im Hochdruckspeicher
entgegen. Die vollständige Entlüftung ist durch die Verwendung der Elektrokraftstoffpumpe
als Vorförderpumpe und den Vorförderdruck der Vorförderpumpe sichergestellt, der erfindungsgemäß
zumindest gleich dem Summenöffnungsdruck der Ventile der Hochdruckpumpe ist.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der mittels der Vorförderpumpe
erzielbare Vorförderdruck 4-6bar, beispielsweise 5bar.
[0007] Vorteilhafterweise ist bzw. sind das Einlassventil und/oder das Auslassventil als
Rückschlagventil ausgebildet. Dadurch wird verhindert, dass mit Hochdruck beaufschlagter
Kraftstoff über das Einlassventil zurück in den Niederdruckbereich und/oder über das
Auslassventil aus dem Hochdruckspeicher zurück in den Elementraum des Pumpenelementes
strömen kann.
[0008] An die Hochdruckpumpe ist bevorzugt ein Hochdruckspeicher, vorzugsweise in Form einer
gemeinsamen Speicherleitung, angeschlossen, in welchem ein Druckregelventil aufgenommen
ist. Das Druckventil ist zumindest zeitweise während der Befüllung und/oder Entlüftung
geschlossen, um einen Druckaufbau im Elementraum und folglich im Hochdruckspeicher
zu ermöglichen.
[0009] Des Weiteren wird ein Verfahren zur Befüllung und/oder Entlüftung eines vorstehend
beschriebenen Kraftstoffeinspritzsystems bei Erststart im Fahrzeugwerk oder bei Wiederstart
nach Tankleerfahrt vorgeschlagen, bei welchem erfindungsgemäß mittels der Vorförderpumpe
ein Vorförderdruck eingestellt wird, der größer als der Summenöffnungsdruck der beiden
Ventile der Hochdruckpumpe ist. Der Vorförderdruck der Vorförderpumpe vermag somit
den Öffnungsdruck der Ventile zu überwinden und die im System vorhandene Luft über
den Hochdruckbereich abzuführen. Dadurch können eine optimierte Entlüftung der Hochdruckpumpe
im Stillstand sowie ein schneller Druckaufbau im Hochdruckspeicher bzw. ein schneller
Motorstart bewirkt werden. Ferner können etwaige vorhandene, die Startfähigkeit gefährdende
Partikel aus dem Hochdruckbereich ausgespült werden.
[0010] Bevorzugt ist während einer ersten Phase der Befüllung und/oder Entlüftung ein in
einem Hochdruckspeicher angeordnetes Druckregelventil geschlossen. Das geschlossene
Druckregelventil ermöglicht einen schnellen Druckaufbau. Die Dauer der ersten Phase
der Befüllung bzw. Entlüftung entspricht dabei einer Vorbefüllungs- und/oder Vorentlüftungszeit
bei stehendem Motor. Vorzugsweise erstreckt sich diese über einen Zeitraum von 10
bis 15 Sekunden.
[0011] Weiterhin bevorzugt wird das Verfahren bei einer leicht gekippten Anbaulage der Hochdruckpumpe
durchgeführt. Als vorteilhaft in Bezug auf eine kurze Befüllungs- bzw. Entlüftungszeit
hat sich anhand von Versuchen eine Anbaulage erwiesen, bei welcher eine Zumesseinheit
der Hochdruckpumpe in einem Winkel von 70° aus der Senkrechten heraus gekippt ist.
[0012] Des Weiteren hat sich im Rahmen der Versuche herausgestellt, dass der Öffnungsduck
des Auslassventils möglichst niedrig gewählt werden sollte. Bei den Versuchen wurde
zunächst eine Vorbefüllung bzw. eine Vorentlüftung mittels der Vorförderpumpe bei
geschlossenem Druckregelventil durchgeführt. Nach Beendigung der Füll- bzw. Entlüftungsphase,
wurde die Hochdruckpumpe gestartet, was bereits kurze Zeit später den Druckaufbau
im Hochdruckspeicher zur Folge hatte. Die optimale Vorbefüllungszeit bei stehendem
Motor beträgt 10 Sekunden. Die Vorentlüftungszeit kann geringfügig länger gewählt
werden. Die Gesamtentlüftungszeit wird dadurch nicht negativ beeinflusst.
[0013] Während der Entlüftung sammelt sich die Luft zunächst in den oben liegenden Bereichen
der Hochdruckpumpe, insoweit hat auch die Anbaulage der Hochdruckpumpe Einfluss auf
die Füll- bzw. Startzeit. Der zugeführte Kraftstoff beginnt sich mit der Luft zu vermengen,
es kommt zur Schaumbildung im Rücklauf der Hochdruckpumpe, über welchen der Abtransport
der Luft erfolgt. Mit fortschreitender Entlüftung nimmt die Schaumbildung im Pumpenrücklauf
ab, bis die Hochdruckpumpe vollständig entlüftet ist. Der Druckaufbau im Hochdruckspeicher
konnte bei einer 70° Anbaulage der Hochdruckpumpe, einem Vorförderdruck von etwa 4bar
und einem Öffnungsdruck des Auslassventils von 1,2bar bereits nach 15 Sekunden bewirkt
werden.
[0014] Spätestens nach erfolgtem Druckaufbau im Hochdruckspeicher wird das im Hochdruckspeicher
angeordnete Druckregelventil wieder geöffnet.
[0015] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzsystem sowie das erfindungsgemäße Verfahren
werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:
- Fig. 1a, b
- jeweils eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems,
- Fig. 2a, b
- jeweils eine Hochdruckpumpe eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems in
unterschiedlicher Anbaulage,
- Fig. 3 bis 6
- jeweils ein Diagramm zur Darstellung der Druckverläufe und der Hochdruckpumpen-Drehzahl
während einer Befüllung und/oder Entlüftung des Systems.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Das in den Fig. 1a und 1b schematisch dargestellte Kraftstoffeinspritzsystem umfasst
jeweils eine Elektrokraftstoffpumpe als Vorförderpumpe 1 und eine Hochdruckpumpe 2
zur Beaufschlagung des Kraftstoffs mit Hochdruck. Hierzu weist die Hochdruckpumpe
2 wenigstens ein Pumpenelement mit einem Elementraum 6 auf, der von einem Pumpenkolben
7 begrenzt wird. In den Elementraum 6 gelangt der Kraftstoff über ein Einlassventil
3. Über ein Auslassventil 4 wird der mit Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff einem
Hochdruckspeicher 5 zugeführt.
[0017] Bei einem Erststart oder bei einem Wiederstart nach Tankleerfahrt ist der Elementraum
6 luftgefüllt. Zur Befüllung mit Kraftstoff muss demnach der Elementraum 6 zunächst
entlüftet werden. Die Entlüftung kann einerseits über das Auslassventil 4, andererseits
über das Spiel zwischen dem Pumpenkolben 7 und einer den Pumpenkolben 6 aufnehmenden
Führungsbohrung 9 erfolgen, soll die Anordnung eines zusätzlichen Entlüftungsventils
umgangen werden. Bei modernen Hochdruckpumpen 2 ist das Spiel jedoch derart gering,
dass eine wirksame Entlüftung hierüber nicht mehr erzielt werden kann.
[0018] Bei dem in der Fig. 1a dargestellten Kraftstoffeinspritzsystem ist der Summenöffnungsdruck
der beiden Ventile 3, 4 der Hochdruckpumpe 2 größer als der mittels der Vorförderpumpe
1 bewirkte Vorförderdruck gewählt. Dies hat zur Folge, dass lediglich das Einlassventil
3 öffnet, während das Auslassventil 4 geschlossen bleibt. Eine Teilbefüllung des Elementraums
6 ist aufgrund der Kompressibilität der enthaltenen Luft 10 und ggf. aufgrund einer
geringen Entlüftung über das Spiel zwischen dem Pumpenkolben 7 und der Führungsbohrung
9 zwar möglich, es verbleibt jedoch eine Restluft im Elementraum 6. Da das Auslassventil
4 geschlossen bleibt, erfolgt kein Druckaufbau im Hochdruckspeicher 5.
[0019] Bei dem in der Fig. 1b dargestellten Kraftstoffeinspritzsystem ist der Summenöffnungsdruck
der Ventile 3, 4 der Hochdruckpumpe 2 kleiner dem Vorförderdruck gewählt. Somit öffnet
nicht nur das Einlassventil 3, sondern auch das Auslassventil 4, so dass die in dem
Elementraum 6 enthaltene Luft 10 vollständig entweichen und der Elementraum 6 mit
Kraftstoff befüllt werden kann. Das Öffnen des Auslassventils 4 bewirkt ferner einen
Druckaufbau im Hochdruckspeicher 5.
[0020] Eine schnelle Entlüftung hängt unter anderem von der Anbaulage der Hochdruckpumpe
2 ab. Zwei mögliche Anbaulagen sind in den Fig. 2a und 2b dargestellt. Während die
Fig. 2a eine 0° Anbaulage zeigt, wobei sich die Winkelangabe auf die Neigung einer
Zumesseinheit 8 der Hochdruckpumpe 2 gegenüber einer Senkrechten bezieht, ist in der
Fig. 2b eine 70° Anbaulage dargestellt. Die 70° Anbaulage erweist sich aufgrund der
Verteilung der Luft 10 innerhalb der Hochdruckpumpe 2 im Hinblick auf eine schnelle
Entlüftung als vorteilhaft.
[0021] Weitere Voraussetzungen für eine schnelle Befüllung bzw. Entlüftung der Hochdruckpumpe
2 lassen sich anhand der Diagramme der Fig. 3 bis 6 erläutern. Die Diagramme zeigen
jeweils den Druckverlauf im Elementraum 6 (p_Kolbenraum) sowie im Hochdruckspeicher
5 (p_Rail) in Abhängigkeit vom Vorförderdruck der Vorförderpumpe 1 (p_EKP). Ferner
ist die Drehzahl der Hochdruckpumpe 2 den Diagrammen entnehmbar (n_HDP).
[0022] Bei der dem Diagramm der Fig. 3 zugrunde liegenden Anordnung ist zur Vorentlüftung
der Hochdruckpumpe 2 der Vorförderdruck der Vorförderpumpe 1 auf 5bar eingestellt.
Der Öffnungsdruck des Einlassventils 3 beträgt 2bar und der Öffnungsdruck des Auslassventils
4 beträgt 4bar. Der Summenöffnungsdruck der Ventile 3, 4 ist somit größer als der
Vorförderdruck. Dies hat zur Folge, dass das Auslassventil 4 nicht öffnet und keine
wirksame Entlüftung der Hochdruckpumpe 2 erfolgt. Zwar kann der Öffnungsdruck des
Einlassventils 3 überwunden werden, so dass sich im Kolben- bzw. Elementraum 6 ein
geringer Druck aufbaut, dieser bleibt jedoch unterhalb des Öffnungsdrucks des Auslassventils
4.
[0023] Bei der dem Diagramm der Fig. 4 zugrunde liegenden Anordnung ist der Vorförderdruck
wiederum auf 5bar eingestellt. Der Öffnungsdruck des Einlassventils 3 beträgt jedoch
nur 1 bar und der des Auslassventils 4 3bar. Der Summenöffnungsdruck der Ventile 3,
4 ist somit kleiner als der Vorförderdruck. Im Unterschied zur vorhergehenden Anordnung
öffnet das Auslassventil 4, so dass im Hochdruckspeicher 5 Druck aufgebaut werden
kann (p_Rail). Dabei wird die Hochdruckpumpe 2 entlüftet.
[0024] Die Diagramme der Fig. 5 und 6 zeigen jeweils den Druckverlauf im Elementraum 6 und
im Hochdruckspeicher 5 in Abhängigkeit vom Vorförderdruck der Vorförderpumpe 1 bei
einem Erststart bzw. Wiederstart nach Tankleerfahrt, wobei dem Diagramm der Fig.5
die Anordnung der Fig. 3 und dem Diagramm der Fig. 6 die Anordnung der Fig. 4 zugrunde
liegt. Das heißt, dass bei dem Beispiel der Fig. 5 der Summenöffnungsdruck der beiden
Ventile 3, 4 größer als der Vorförderdruck und bei dem Beispiel der Fig. 6 der Summenöffnungsdruck
der beiden Ventile 3, 4 kleiner als der Vorförderdruck gewählt ist.
[0025] Wie dem Diagramm der Fig. 5 zu entnehmen ist, bewirkt die im Elementraum 6 vorhandene
Luft 10, die stark kompressibel ist, dass der Öffnungsdruck des Auslassventils 4 verspätet
oder nie erreicht wird. Das heißt, dass der Motor nicht anspringt.
[0026] Bei dem Beispiel der Fig. 6 wird dagegen ein Druck im Elementraum 6 aufgebaut, welcher
den Öffnungsdruck des Auslassventils 4 zu überwinden vermag. Das Auslassventil 4 öffnet
und es baut sich ein Druck im Hochdruckspeicher 5 auf. Wird der Startfreigabedruck
im Hochdruckspeicher 5 erreicht, springt auch der Motor an.
1. Kraftstoffeinspritzsystem, insbesondere ein Common-Rail-Einspritzsystem, mit einer
Vorförderpumpe (1) und einer Hochdruckpumpe (2), wobei die Hochdruckpumpe (2) der
Beaufschlagung des Kraftstoffs mit Hochdruck dient und wenigstens ein Pumpenelement
mit einem als Einlassventil (3) dienenden ersten Ventil und einem als Auslassventil
(4) dienenden zweiten Ventil umfasst, wobei die Vorförderpumpe (1) eine Elektrokraftstoffpumpe
ist, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Vorförderpumpe (1) ein Vorförderdruck erzielbar ist, der gleich dem oder
größer als der Summenöffnungsdruck des Einlassventils (3) und des Auslassventils (4)
ist, so dass eine schnelle Befüllung und/oder Entlüftung bei Erststart im Fahrzeugwerk
oder bei Wiederstart nach Tankleerfahrt mittels des Vorförderdrucks durch das Einlassventil
(3) und das Auslassventil (4) bewirkbar ist, und dass der Öffnungsdruck des Einlassventils
(3) und des Auslassventils (4) 1 bis 3 bar, beispielsweise 2 bar beträgt.
2. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mittels der Vorförderpumpe (1) erzielbare Vorförderdruck 4 bis 6 bar, beispielsweise
5 bar beträgt.
3. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventil (3) und/oder das Auslassventil (4) als Rückschlagventil ausgebildet
ist bzw. sind.
4. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Hochdruckpumpe (2) ein Hochdruckspeicher (5), vorzugsweise in Form einer gemeinsamen
Speicherleitung, angeschlossen und in dem Hochdruckspeicher (5) ein Druckregelventil
aufgenommen ist.
5. Verfahren zur Befüllung und/oder Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems nach
einem der vorstehenden Ansprüche bei Erststart im Fahrzeugwerk oder bei Wiederstart
nach Tankleerfahrt, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Vorförderpumpe (1) ein Vorförderdruck eingestellt wird, der größer als
der Summenöffnungdruck des Einlassventils (3) und des Auslassventils (4) des wenigstens
einen Pumpenelements der Hochdruckpumpe (2) ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass während einer ersten Phase der Befüllung und/oder Entlüftung ein in einem an die
Hochdruckpumpe (2) angeschlossenen Hochdruckspeicher (5) angeordnetes Druckregelventil
geschlossen ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass spätestens nach erfolgtem Druckaufbau im Hochdruckspeicher (5) das Druckregelventil
geöffnet wird.
1. Fuel injection system, in particular common rail injection system, having a predelivery
pump (1) and a high-pressure pump (2), wherein the high-pressure pump (2) serves for
subjecting the fuel to high pressure and comprises at least one pump element with
a first valve, which serves as inlet valve (3), and a second valve, which serves as
outlet valve (4), wherein the predelivery pump (1) is an electric fuel pump, characterized in that, by means of the predelivery pump (1), a predelivery pressure can be attained which
is equal to or higher than the total opening pressure of the inlet valve (3) and of
the outlet valve (4), such that fast filling and/or ventilation upon initial starting
at the vehicle factory or upon restarting after a tank has been run dry can be effected
by means of the predelivery pressure by way of the inlet valve (3) and the outlet
valve (4), and in that the opening pressure of the inlet valve (3) and of the outlet valve (4) is 1 to 3
bar, for example 2 bar.
2. Fuel injection system according to Claim 1, characterized in that the predelivery pressure that can be attained by means of the predelivery pump (1)
is 4 to 6 bar, for example 5 bar.
3. Fuel injection system according to Claim 1 or 2, characterized in that the inlet valve (3) and/or the outlet valve (4) are/is in the form of (a) check valve(s).
4. Fuel injection system according to one of the preceding claims, characterized in that a high-pressure accumulator (5), preferably in the form of a common accumulator line,
is connected to the high-pressure pump (2), and a pressure regulating valve is accommodated
in the high-pressure accumulator (5).
5. Method for filling and/or ventilating a fuel injection system according to one of
the preceding claims upon initial starting at the vehicle factory or upon restarting
after a tank has been run dry, characterized in that, by means of the predelivery pump (1), a predelivery pressure is set which is higher
than the total opening pressure of the inlet valve (3) and of the outlet valve (4)
of the at least one pump element of the high-pressure pump (2).
6. Method according to Claim 5, characterized in that, during a first phase of the filling and/or ventilation, a pressure regulating valve
arranged in a high-pressure accumulator (5) connected to the high-pressure pump (2)
is closed.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the pressure regulating valve is opened at the latest after pressure has built up
in the high-pressure accumulator (5).
1. Système d'injection de carburant, en particulier système d'injection à rampe commune,
comprenant une pompe de pré-refoulement (1) et une pompe haute pression (2), la pompe
haute pression (2) servant à la sollicitation du carburant avec une haute pression
et comportant au moins un élément de pompe pourvu d'une première soupape servant de
soupape d'admission (3) et d'une deuxième soupape servant de soupape de sortie (4),
la pompe de pré-refoulement (1) étant une pompe électrique à carburant, caractérisé en ce qu'une pression de pré-refoulement peut être obtenue au moyen de la pompe de pré-refoulement
(1), laquelle pression de pré-refoulement est supérieure ou égale à la pression d'ouverture
cumulée de la soupape d'admission (3) et de la soupape de sortie (4), de telle sorte
qu'un remplissage et/ou une purge rapides puissent être provoqués lors du premier
démarrage dans l'usine automobile ou lors d'un redémarrage après vidange du réservoir
au moyen de la pression de pré-refoulement à travers la soupape d'admission (3) et
la soupape de sortie (4), et en ce que la pression d'ouverture de la soupape d'admission (3) et de la soupape de sortie
(4) vaut de 1 à 3 bars, par exemple 2 bars.
2. Système d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression de pré-refoulement pouvant être obtenue au moyen de la pompe de pré-refoulement
(1) vaut de 4 à 6 bars, par exemple 5 bars.
3. Système d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soupape d'admission (3) et/ou la soupape de sortie (4) est/sont réalisée(s) sous
forme de soupape anti-retour.
4. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un accumulateur haute pression (5), de préférence sous la forme d'une conduite d'accumulation
commune, est raccordé à la pompe haute pression (2), et une soupape de régulation
de pression est reçue dans l'accumulateur haute pression (5).
5. Procédé pour remplir et/ou purger un système d'injection de carburant selon l'une
quelconque des revendications précédentes lors du premier démarrage dans l'usine automobile
ou lors d'un redémarrage après vidange du réservoir, caractérisé en ce qu'une pression de pré-refoulement est réglée au moyen de la pompe de pré-refoulement
(1), laquelle pression de pré-refoulement est supérieure à la pression d'ouverture
cumulée de la soupape d'admission (3) et de la soupape de sortie (4) de l'au moins
un élément de pompe de la pompe haute pression (2).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que, pendant une première phase du remplissage et/ou de la purge, une soupape de régulation
de pression disposée dans un accumulateur haute pression (5) raccordé à la pompe haute
pression (2) est fermée.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la soupape de régulation de pression est ouverte au plus tard une fois la montée
en pression dans l'accumulateur haute pression (5) effectuée.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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