Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen eines Gerät zur dermatologischen
oder kosmetischen Behandlung eines Patienten. Insbesondere soll die Wirksamkeit dermatologischer
oder kosmetischer Substanzen zum Auftragen auf die menschliche Haut durch optische
und mechanische Hilfsmittel gesteigert werden.
Stand der Technik
[0002] Die vorliegende Erfindung stellt eine Weiterentwicklung meines in der
PCT/ EP2010/067192 beschriebenen dermatologischen Bestrahlungsgeräts dar. Der Schwerpunkt der vorangegangenen
PCT-Anmeldung liegt auf dem Gebiet der Behandlung von Nagelpilz durch das Zusammenwirken
von optischer Strahlung und einer peroxydhaltigen Paste. Infolge von optisch induzierter
Radikalbildung findet eine Aufweichung von pilzdurchsetzter Nagelsubstanz innerhalb
von wenigen Minuten statt. Dieser Effekt ist hilfreich für die Beseitigung des pilzbefallenen
Nagelmaterials.
[0003] Ein Bestrahlungsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
WO 2008/58713 A1 bekannt.
Beschreibung der Erfindung
[0004] Die gegenwärtige Erfindung hat zur Aufgabe, den Anwendungsbereich der in der
PCT/EP2010/067192 beschriebenen Technik auf andere Indikationen der Dermatologie und der Kosmetik auszuweiten
und entsprechende technische Anpassungen aufzuzeigen.
Insbesondere besteht die Aufgabe darin, mit Hilfe von intensivem Licht Wirkstoffe,
welche in dermatologisch verwendeten Salben, Gelen oder Pasten enthalten sind, schneller
und tiefer in die obersten Hautschichten einzuschleusen um somit eine bessere Wirkung
zu erzielen. Als Beispiel sei hier die Einschleusung entzündungshemmender oder schmerzstillender
Gele, Salben oder Pasten in die Haut mit wirksamer Unterstützung intensiver optischer
Strahlung bei gleichzeitigem flächigen Andruck an das Gewebe genannt.
Voltaren® Schmerzgel oder Aloe Vera Gel® oder heparinhaltige Geie sind nur drei konkrete
Beispiele von vielen dermatologischen Gelen, Salben oder Tinkturen, die sich für die
optische Einschleusung in die Haut sehr gut eignen.
Eine weitere Anwendung des Bestrahlungsgerätes der vorliegenden Erfindung besteht
auf dem Gebiet der Kosmetik. Hier geht es vor allem darum, die Glättung von Falten
in der Haut durch kombinierte Einwirkung optischer Strahlung und konventioneller kosmetischer
Gele, Salben oder Flüssigkeiten und flächigem Andruck auf das Gewebe zu verbessern.
Als Beispiel sei hier die bessere und schnellere Einschleusung Hyaluron - haltiger
Gele, Salben oder Flüssigkeiten in die Haut mit Hilfe intensiver optischer Strahlung
und flächigem Gewebeandruck angeführt.
[0005] Im Einzelnen soll das erfindungsgemäße Bestrahlungsgerät folgende Aufgaben erfüllen;
- 1.) Es soll klein und leicht sein und von Hand geführt werden können.
- 2.) Es soll trotz seiner Kleinheit und Handlichkeit eine hohe Strahlleistungsdichte
von mindestens ca. 50 - 100 mW/cm<2> auf einem Gewebeareal von etwa 0,5 - 3 cm im
Durchmesser erzeugen, so dass man nach maximal 30 Sekunden auf der Haut schon eine
Wärmewirkung verspürt.
- 3.) Das Bestrahlungsgerät soll im allgemeinen mit dem zu bestrahlenden Area! über
einen Gewebeandruckkörper (im folgenden auch Aufsatzelement oder Kappe genannt) kontaktieren
können um auf diese Weise immer eine reproduzierbar gleiche Strahlleistungsdichte
am Gewebe zu erzeugen.
- 4.) Der Gewebeandruckkörper muss hochtransparent sein. Er sollte weiterhin so weich
und flexibel sein, dass er sich bei leichtem Druck auf das Gewebe den dort vorherrschenden
Unebenheiten anpasst.
- 5.) Der Gewebeandruckkörper muss leicht und schnell auswechsel- oder abnehmbar sein
und soll für den bestimmungsgemäßen Gebrauch medizinisch zugelassen sein. Darüber
hinaus soll er gegenüber den medizinisch und kosmetisch verwendeten Gels, Salben und
Flüssigkeiten chemisch inert sein und er muss desinfizierbar sein mit den in der Medizin
bzw. Kosmetik gebräuchlichen flüssigen Desinfektionsmitteln (z. B. Cidex®, Mucocid®,
Gigasept®, u. a.). Noch besser: der Gewebeandruckkörper sollte autoklavierbar sein.
Er sollte auch spülmaschinentauglich sein.
- 6.) Der Gewebeandrückkörper sollte eine Vorrichtung aufweisen, die es erlaubt die
in der Dermatologie und/oder Kosmetik gebräuchlichen wirkstoffhaltigen Gels bzw. Salben
äußerst sparsam und verlustfrei einzusetzen und anzuwenden, weil diese meistens sehr
teuer sind. So kostet z. B. ein Hyaluron®-haltiges Gel, welches in der Kosmetik zum
Glätten von Falten verwendet wird, bereits 1€ pro ml, wobei es sich hier noch um eine
niedrigere Konzentration des Wirkstoffs und ein nicht besonders hochwertiges Gel handelt.
- 7.) Das Bestrahlungsgerät sollte gefahrlos im Gesicht und dort auch in dem Bereich
um die Augen verwendbar sein, ohne dass vagabundierende Streustrahlung ins Innere
des Auges gelangen kann und dort eine Blendwirkung oder Schädigung verursacht.
[0006] Diese Aufgaben werden wenigstens teilweise durch das in Anspruch 1 definierte Behandlungsgerät
gelöst. Die Unteransprüche 2 bis 22 betreffen bevorzugte Ausführungsbeispiele.
[0007] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, die sich insbesondere für
dermatologische und forensische Untersuchungen eignet, soll ein Bestrahlungsgerät
geschaffen werden, mittels dem sich Wellenlänge und Intensität des emittierten Lichts
für spezielle optische Untersuchungen optimieren lassen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, die sich insbesondere für
das Dentalbleaching eignet, soll ein Bestrahlungsgerät geschaffen werden, das den
optischen Strahlungsquerschnitt des emittierten Lichts möglichst optimal an den zu
behandelnden Körperbereich anpasst.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Aufgaben wie folgt gelöst:
[0008] Das optische Bestrahlungsgerät enthält als Lichtquelle eine oder mehrere (Array)
Lumineszenzdioden in möglichst enger räumlicher Anordnung um maximale Leuchtdichte
zu erzeugen. Bewährt hat sich eine quadratische Anordnung von vier Einzeldioden oder
eine rechteckige Anordnung von 6 Einzeldioden. Insgesamt können sich bis zu 12 Einzeldioden
in angenähert kreisförmiger Anordnung auf einer Fläche von maximal 9 - 10 mm im Durchmesser
befinden. Der Spektralbereich, innerhalb dessen die LEDs emittieren, kann im Bereich
von 350 nm < λ < 1000 nm liegen. Die elektrische Aufnahmeleistung des Dioden-Arrays
kann zwischen 5 Watt und 40 Watt liegen.
[0009] Das Dioden-Array ist gut wärmeleitend mit einem metallischen Kühlkörper verbunden,
welcher gleichzeitig als länglicher Handgriff ausgebildet sein kann oder welcher in
einem länglichen Handgriff enthalten sein kann. Der Handgriff besitzt eine (oder mehrere)
Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnung(en). Ein Lüfter mit einer Kühlleistung von
etwa 80 l/min sorgt für die Wärmeabgabe des Kühlkörpers.
[0010] Eine bevorzugte Konfiguration ist ein LED-Array mit vier Einzeldioden in Serienschaltung
in quadratischer oder sternförmiger Anordnung mit einer elektrischen Aufnahmeleitung
von ca. 10 - 15 Watt (15 Volt, 1 Ampere).
[0011] In dieser Ausführung des Bestrahlungsgeräts, wie es in Figur 1 dargestellt ist, kann
man im Dauerbetrieb arbeiten. Dabei erwärmt sich das Handstück aus Aluminium zwar,
doch hält sich die Temperaturerhöhung noch im tolerierbaren
[0012] Bereich und die Emissionsleistung der vier LEDs bleibt auch bei Dauerbetrieb konstant.
Bei Optimierung der Kühlung der LEDs und des von Hand zu führenden Griffes liegt die
obere Grenze der verwendbaren elektrischen Aufnahmeleistung des Dioden-Arrays bei
ca. 30 Watt, vorausgesetzt, man will die Kleinheit und Handlichkeit des Bestrahlungsgerätes
nicht aufgeben.
[0013] Die Strahlung des LED-Arrays wird senkrecht zur Griffachse emittiert, wobei ein trichterförmiger
Reflektor und noch eine Sammellinse oder eine Planplatte die sich im Inneren eines
Tubusrohres befinden, die Strahlung bündeln und das LED-Array nach außen hin einschließen
und absichern gegen Kontaminierung.
[0014] Über das Tubusrohr wird der Gewebeandruckkörper meist in Form einer Kappe mit engem
Sitz übergestülpt, wobei die Kappe mit ihrer Strahlaustrittsfläche aus einem Kunststoff-Polymer
besteht, welches zumindest transluzent, vorzugsweise aber hochtransparent ist. Als
Material für die Kappe bzw. die Gewebeandruckfläche kann in erster Linie Silikonkautschuk
aber auch Materialien wie FluorKohlenstoff Polymere (Teflon® FEP, Teflon® MFA, Teflon®
PTFE, Hyflon® THV) oder Polyurethan oder Polyethylen (auch vernetzt) Verwendung finden.
[0015] Bevorzugt sind elastomere Kunststoffe, welche sehr weich und hochtransparent, chemisch
weitestgehend inert und hochtemperaturbeständig (> 150°C) sind. Unter diesen sind
zylindrische additionsvernetzte elastomere Silikonkautschuk-Materialien, so genannte
Zwei-Komponenten Silikon Kautschuk Materialien, Zwei-Komponenten Polymethylsilikone
mit Platin Katalysator wie z. B. Elastosil® RT 601 A/B als Materialien für den Gewebeandruckkörper
bevorzugt.
[0016] Der Gewebeandruckkörper hat im allgemeinen die Form einer Kappe (siehe Figur 1, Bezugszeichen18)
und besteht z. B. aus einem gegossenen Zwei-komponenten Silikon-Kautschuk dessen Shore
A Härte bei ca. 45 liegt und dessen Reißdehnung bei etwa 100% liegt. Der Gewebeandruckkörper,
z. B. in Form einer homogen geformten Kappe (Figur 1, 18), hat vorzugsweise die Eigenschaft,
dass man zwei verschieden geformte Geometrien der Strahlaustritts- bzw. der Gewebeandruckfläche
(Figur 1, 18a) einstellen kann, und zwar auf reversible Weise.
[0017] Die eine Geometrie ist konkav und dient der Aufnahme eines Gels oder einer Salbe.
Mit dieser Geometrie kann man das Gel (Salbe) auf der Gewebeoberfläche materialsparend
verteilen. Die zweite Geometrie ist plan oder leicht konvex. Mit dieser Geometrie
lässt sich das Gel (Salbe) mit dem Wirkstoff, in das Gewebe einmassieren bzw. einschleusen
bei gleichzeitiger Bestrahlung des Gewebes mit intensivem Licht.
[0018] Da eine bevorzugte verwendete Lichtbestrahlung im Spektralbereich zwischen 445 nm
und 485 nm liegt, die eine außergewöhnlich hohe Leistungsdichte von z. B. 400 mW/cm
2 am Gewebe erzeugt, findet fast instantan eine merkliche Temperaturerhöhung in den
obersten Hautschichten (Epidermis, Dermis) statt. Dadurch bildet sich ein leichtes
Wärmeerythem aus, so dass das wirkstoffhaltige Gel (Salbe) schneller und tiefer in
das Gewebe eingeschleust werden kann. Das Wärmeerythem, eine leicht rötliche Verfärbung
der Haut, bildet sich ca, 10 Minuten nach der Lichtbestrahlung wieder zurück.
[0019] Der dosierte Andruck der Kappe an das zu behandelnde Gewebe bewirkt dort außerdem
eine verminderte Durchblutung, die ein tieferes Eindringen der Strahlung zur Folge
hat, weil Blut ein starker Lichtabsorber ist. Dadurch ist eine optische Behandlung
tieferer Gewebeschichten mit oder ohne wirkstoffhaltige Substanzen möglich.
[0020] Ferner können statt oder zusätzlich zu den wirkstoffhaltigen Substanzen auch bestimmte
Fluide als Gleit- und/oder Immersionsmittel auf die Kappe aufgetragen werden, um bei
der Behandlung störende Reibung zwischen dem Kappenmaterial und der Haut zu vermeiden
und/oder eine verbesserte optische Einkopplung des Lichts in das Gewebe zu erzielen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Bestrahlungsgerät anhand der Figuren 1 bis
6 und anhand konkreter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Darin zeigt bzw. zeigen:
Figur 1 eine Explosionsdarstellung des Behandlungsgeräts gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figuren 2a und 2b Querschnittsansichten des Behandlungsgeräts gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Verwendung;
Figuren 3a und 3b weitere Querschnittsansichten des Behandlungsgeräts gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Verwendung;
Figur 4a eine perspektivische Ansicht des Behandlungsgeräts gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 4b eine Querschnittsansicht des Behandlungsgeräts gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 4c eine Querschnittsansicht des Gewebeandruckkörpers des Behandlungsgeräts gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figur 5a eine perspektivische Ansicht des Behandlungsgeräts gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 5b eine perspektivische Ansicht des Behandlungsgeräts gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 6a eine Querschnittsansicht des Behandlungsgeräts gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 6b eine Querschnittsansicht des Behandlungsgeräts gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 6c eine Querschnittsansicht des Behandlungsgeräts gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 6d eine Querschnittsansicht des Gewebeandruckkörpers des Behandlungsgeräts gemäß
einem achten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Figur 6e eine perspektivische Ansicht des Gewebeandruckkörpers des Behandlungsgeräts
gemäß einem neunten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele
[0022] Figur 1 zeigt schematisch in Form einer Explosionszeichnung den Aufbau des erfindungsgemäßen
dermatologischen Bestrahlungsgerätes.
[0023] Die Strahlungsquelle (11) enthält vorzugsweise eine oder mehrere Lumineszenzdioden
(LEDs). Besonders bevorzugt ist ein Dioden-Array welches sich aus 4 oder 6 oder noch
mehr LEDs zusammensetzt die meistens in Serie geschaltet sind. Bei Akkubetrieb kann
man die LEDs aber auch paarweise parallel miteinander verschalten. Die elektrische
Gesamtleistung des Dioden-Arrays liegt zwischen 5 und 25 Watt bevorzugterweise im
Bereich von 5 - 20 Watt, besonders bevorzugt im Leistungsbereich zwischen 8 und 18
Watt.
[0024] Die Dioden des Arrays können im Spektralbereich zwischen 320 nm und 150 nm, vorzugsweise
zwischen 350 nm und 1000 nm, emittieren. Die Dioden können alle in einem einheitlichen
Spektralbereich emittieren oder gemischt in zwei verschiedenen Spektralbereichen.
[0025] So kann man zum Beispiel ein Array bestehend aus 4 Einzeldioden verwenden wobei 2
Dioden im Rotbereich und 2 Dioden im Blaubereich emittieren. Man kann auch 2 Dioden
im Blaubereich und 2 Dioden im UVA-Bereich miteinander kombinieren. Die Wahl der Spektralbereiche
der Dioden hängt davon ab ob man eine größere Eindringtiefe im Gewebe (rot, nahes
infrarot) oder eine geringere Eindringtiefe (blau, violett) oder auch noch eine photochemische
Wirkung durch Radikalbildung (UVA, violett) erreichen will.
[0026] Das Dioden-Array (11) ist gut wärmeleitend mit einem länglichen Kühlkörper (19) aus
Aluminium mit nach innen gerichteten Kühllamellen (110) verbunden, der hier gleichzeitig
auch als Griff des von Hand zu führenden Bestrahlungsgerätes dient. Der Kühlkörper-Griff
(19) hat eine Länge von ca. 120 - 140 mm und einen rechteckigen Querschnitt von 30
x 30 mm. Die 4 Längskanten (19a) des Kühlkörpers (19) sind verrundet so dass man ihn
bequem in der Hand halten kann.
[0027] Der Lüfter (111) sorgt für den nötigen Luftdurchsatz zur Kühlung des Dioden-Arrays
(11) und des Handgriffs (19) weil die elektrische Verlustleistung immerhin bei ca.
12 - 15 Watt liegen kann.
[0028] Die elektrische Versorgungsspannung, die im medizinisch unbedenklichen Kleinspannungsbereich
liegt (typisch 15 - 24 V), wird durch den Koaxialstecker (112) besorgt, und wird im
einfachsten Falle von einem preisgünstigen Stecknetzteil geliefert (Typisch 15V dc,
1 A maximal).
[0029] Für die rationelle Montage ist es von Vorteil, wenn am lüfterseitigen Ende des Handgriffs
(19) ein Teil der innenliegenden Kühllamellen (110) auf eine Tiefe von ca. 2 cm ausgefräst
sind (hier nicht dargestellt), so dass die Verdrahtung des Dioden-Arrays (11) mit
der Buchse des Steckers (112) und die Unterbringung der für das Array und den Lüfter
erforderlichen Vorschaltwiderstände und evtl. noch anderer elektronischer Bauelemente
bequem durchzuführen sind.
[0030] Die Strahlung, welche von der Lumineszenzdiode (11) bzw. dem Array mehrerer solcher
Dioden emittiert wird, gelangt zunächst in einen kegelförmigen Reflektor (12) mit
innen hochverspiegelter Wandung. Der Reflektor (12) kann auch parabolische Symmetrie
aufweisen, wobei sich die über dem Array angebrachte Glaskuppel (Dom) in etwa im Brennpunkt
des Reflektor-Paraboloids befindet.
[0031] Unmittelbar darauf folgend befindet sich eine Linse (13) aus Glas oder Plexiglas
die hier zum Beispiel eine Plankonvex-Linse mit einer Brennweite von 3 - 10 cm sein
kann. Statt einer Linse kann man auch eine optische Planplatte verwenden, insbesondere
dann, wenn der Reflektor (12) ein parabolischer Reflektor ist. Reflektor (12) und
Linse (13) können auch wegfallen wenn die Innenfläche des Tubus (15) hochverspiegelt
ist.
[0032] Linse (13), Reflektor (12) und Dioden-Array (11) befinden sich im Inneren eines rohrförmigen
Tubus (15) mit Sockelplatte (15a), die in diesem Beispiel als ein homogenes Aluminiumteil
ausgebildet sind. Die Linse (13) kann beidseitig gelagert sein, einmal auf dem Rand
des Reflektors (12) und andererseits durch einen hier nicht sichtbaren Vorsprung im
Inneren des Tubus (15), wobei ein O-Ring (14) aus einem elastomeren Material zwischen
Linse (13) und dem Vorsprung im Innenraum des Tubus (15) positioniert sein kann, um
die Linse gegen mechanische Erschütterungen zu schützen.
[0033] In der äußeren Umfangsfläche des Rohres (15) befindet sich eine senkrecht nach unten
verlaufende Rille (15b), die am oberen Rand des Rohres (15) beginnt aber nicht unbedingt
bis auf das Niveau des Sockels (15a) verläuft. Sie kann 1 - 2 mm vorher enden. Die
Rille (15b) ist ca. 1 - 2 mm breit und nur wenige 1/10 mm tief. Eine weitere Rille
(15c) gleicher Geometrie kann sich, um 180° versetzt, ebenfalls auf der Umfangsfläche
des Rohres (15) befinden.
[0034] Ein metallischer Ring (16) mit Lasche (16a) wird über das Rohr (15) gestülpt und
lagert auf dem Sockel (15a). Der Innendurchmesser des Ringes (16) ist um mehrere 1/10
mm größer als der Außendurchmesser des Rohres (15), so dass der Ring durch manuellen
Druck auf die Lasche (16a) etwas gekippt werden kann. Die Position der Lasche (16a)
befindet sich bevorzugt direkt unterhalb der Rille (15b) oder um 180° versetzt zur
Rille (15b).
[0035] Über das Rohr (15) wird bei den meisten Anwendungen des dermatologischen Bestrahlungsgerätes
eine Kappe (18) aus hochtransparentem Silikon-Kautschuk gestülpt, wobei die Mantelfläche
(18b) der Kappe (18) bis auf Kontakt mit dem Sockel (15a) bzw bis auf Kontakt mit
dem Ring (16) geschoben wird. In dieser Position der Kappe (18) soll die Rille (15b,
15c) noch um mindestens ca. 1 mm von der Mantelfläche (18b) der Kappe (18) überdeckt
werden. Da die Silikonkappe (18) straff auf dem Tubus (15) aufsitzt, wird am Tubus
(15) außen eine dünne Schicht eines Fettes oder eines hochviskosen Öls (Silikonfett,
Silikonöl, Vakuumfett, Vaseline, etc.) aufgetragen, so dass man die Kappe (18) leicht
überstülpen und auswechseln kann, wobei im Falle der Überdeckung der Rille(n) (15b,
15c) durch die Kappe (18) ein luftdichter Abschluss zum innenraum des Tubus (15) bestehend
aus dem Volumen zwischen Linse (13) und der Lichtaustrittsfläche (18a) der Kappe (18)
entsteht.
[0036] Vorausgesetzt dass auch die Linse (13) luftdicht innerhalb des Tubus (15) eingeklebt
oder eingepresst ist, ergibt sich so ein luftdichtes Volumen im inneren des Tubus
(15) zwischen Linse (13) und der konvex oder schwach konvex nach außen gewölbten Lichtaustrittsfläche
(18a) der Kappe (18). Unter der Voraussetzung geeigneter Dimensionierung der Wandstärke
und des Innendurchmessers der Kappe (18) sowie bei geeigneten Werten der Shore A Härte
sowie der Elastizitätswerte (Dehnbarkeit) des hochtransparenten additionsvernetzten
Silikonkautschuks kann man leicht die konvexe Oberfläche (18a) der Kappe (18) durch
Druck mit dem Finger oder dem Daumen oder mit Hilfe eines geeigneten Formwerkzeuges
in eine konkave, nach innen gewölbte Oberfläche (18a) der Kappe (18) verwandeln, die
dann infolge des entstehenden Unterdrucks in dem Raum definiert durch die Linse (13)
und die Lichtaustrittsfläche (18a) der Kappe (18) auch so bestehen bleibt. Dieser
Unterdruck entsteht dadurch, dass einerseits die Luft aus dem Volumen unterhalb der
Kappenfläche (18a) herausgepresst wird und andererseits durch die Rückstellkraft der
verformten Kappenfläche (18a).
[0037] Drückt man jetzt die Lasche (16a) des metallischen Ringes ein wenig nach oben (oder
unten), so dass die Kappe (18) einseitig um ca. 2 mm angehoben wird, so gelangt Luft
in eine der Rillen (15b oder 15c) und die konkave Oberfläche der Kappe (18) verwandelt
sich wieder in eine konvexe Oberfläche (18a) zurück.
[0038] Die konkave, nach innen gewölbte Oberfläche (18a) der Kappe (18) bildet eine Mulde,
welche sich sehr gut zur Aufnahme der minimal nötigen Menge eines wirkstoffhaltigen
Gels (Creme, Paste, Flüssigkeit) eignet, wobei das Verreiben und Einmassieren des
Gels durch kreisende Bewegung und leichten Andruck der Kappe (18) auf das Gewebe erfolgt.
Dieses geschieht unter gleichzeitiger Bestrahlung mit dem Licht der LEDs. Wenn das
Gel (Creme, Paste, Flüssigkeit) auf der Haut verteilt ist, kann durch Druck auf die
Lasche (16a) des ringförmigen Belüftungshebels die Mulde der Kappe (18) wieder in
eine konvexe (oder plane) Oberfläche zurückverwandelt werden, die sich besser eignet
für die weitere Verteilung und Einreibung des Gels bei gleichzeitiger Bestrahlung
des Gewebes mit dem LED-Licht.
[0039] Wenn die Schichtdicke d der Lichtaustrittsfläche (18a) der Kappe (18) nicht größer
als 1-3 mm ist, und wenn die Shore-A Härte des additionsvernetzten hochtransparenten
Silikonkautschuks kleiner als 90, vorzugsweise ca. 50, ist und wenn schließlich die
aufgestülpte Kappe (18) noch etwas (z. B. 0,5 - 15 mm) über den Rand des Tubus (15)
hinausragt, so dass man beim Andruck der Kappe an das Gewebe nicht den harten Rand
des metallischen Tubus (15) spürt, erhält man so ein weiches flexibles Gewebeandruckelement,
welches sich bei leichtem Andruck wie ein Kissen an alle Unebenheiten des Gewebes
anschmiegt und so für eine gleichmäßige optische Verteilung und Einschleusung des
wirkstoffhaltigen Gels (Salbe, Paste, Creme, Flüssigkeit) in das Gewebe sorgt.
[0040] Das Plättchen (17), welches sich im Strahlengang befindet, dient als Wellenlängenschieber
und kann wegen fluoreszierender Leuchtstoffe, welche darin enthalten sind, optimal
verwendet werden, wenn man mit dem gleichen Bestrahlungsgerät und der gleichen LED
(bzw. LED-Array) eine längerwellige tiefer in das Gewebe eindringende Strahlung erzeugen
will.
[0041] Um die Blendwirkung der aus der Andruckkappe (18) austretenden LED-Strahlung, die
besonders störend ist im Wellenlängenbereich um 460 nm oder im längerwelligen Spektralbereich,
zu reduzieren, kann man folgende Maßnahmen treffen: Die LED soll nur dann leuchten
wenn die Andruckkappe (18) Gewebekontakt hat, wobei ein definierter minimaler Andruck
der Kappe (18) auf das Gewebe sich auf einen Mikrotaster überträgt, der seinerseits
den LED-Strom schaltet. Dieser Mechanismus lässt sich z. B. realisieren indem der
Tubus (15) von Figur 1 im Inneren, konzentrisch liegend, einen zweiten, dünnwandigen
Tubus enthält, der eine minimale leichtgängige Hubbewegung von nur wenigen Millimetern
innerhalb des ersten äußeren Tubus (15) ausführen kann und welcher auf seiner Lichtaustrittsöffnung
die Gewebeandruckkappe (18) trägt.
[0042] Der innere bewegliche Tubus ragt aus dem äußeren Führungstubus (15) um ca. 1 - 2
cm heraus, so dass man auf diesen die Gewebeandruckkappe überstülpen kann. Der untere
Rand des inneren Tubus hat mechanischen Kontakt mit dem Auslösestift (Hebel) eines
Mikrotasters, welcher sich auf dem Handstück (19) des Bestrahlungsgerätes von Figur
1 befindet.
[0043] Durch die Hubbewegung des inneren Tubus bei Gewebeandruck der Kappe wird der Schaltmechanismus
des Mikrotasters ausgelöst und die LED leuchtet. Beim Abheben der Andruckkappe vom
Gewebe genügt meist die Rückstellkraft des Mikrotasters, die man aber noch durch zusätzliche
Anbringung einer Spiralfeder verstärken kann, um den beweglichen inneren Tubus wieder
hochzudrücken, wobei die LED-Lichtquelle sofort erlischt.
[0044] Alternativ kann man statt des Mikrotasters auch ein Reed-Relais als Schaltauslöser
für das LED-Licht verwenden. Der innere bewegliche Tubus kann dann mit einem Permanentmagneten
(z. B. einem ringförmigen Permanentmagneten) und mit einer elastischen Rückstellvorrichtung
z. B. in Form einer Spiralfeder versehen sein. Bei Gewebeandruck der Kappe nähert
sich der Permanentmagnet dem Reed-Relais und bewirkt bei einer Minimalentfernung von
diesem die Kontaktschaltung (R ≈ 0 Ω) des Reed-Relais. Beim Abheben der Kappe (18)
vom Gewebe wird der innere bewegliche Tubus durch Wirkung der Spiralfeder wieder nach
außen gedrückt und das Reed-Relais schaltet in seinen Ausgangszustand (R ≈ ∞ Ω) zurück,
wobei das LED-Licht erlischt.
[0045] Der Schaltmechanismus mit dem Reed-Relais ist etwas komplizierter als die Anordnung
mit Mikrotaster, benötigt aber keinen definierten Schwellenwert für den Gewebandruck.
Der nötige Hubweg des inneren Tubus für die Auslösung der Schaltung ist aber länger.
[0046] Fig. 6c veranschaulicht das Gerät, welches nur bei Gewebeandruck leuchtet. Die Andruckkappe
(6c18) einschließlich des Sockels (6c24) ist hier mit einem inneren beweglichen Tubus
(6c25) fest aber auswechselbar verbunden, weicher teleskopartig innerhalb eines äußeren
Tubus (6c15) so gelagert ist, dass er eine kleine Hubbewegung (ca. 1 - 2 mm) innerhalb
des äußeren Tubus (6c15) ausführen kann.
[0047] Die beiden Tubusrohre (6c25) und (6c15) sind ineinander verzahnt, so dass die Hubbewegung
begrenzt bleibt. Bei Gewebeandruck auf die Kappe (6c18) drückt der innere Tubus (6c25)
auf den Mikrotaster (6c20) und eventuell auch auf eine Spiralfeder (6c21) wodurch
die LED (6c11) aktiviert wird und leuchtet. Beim Abheben des Gerätes vom Gewebe, sorgt
die Rückstellkraft des Mikrotasters (6c20) und der Spiralfeder (6c21) dafür, dass
der innere Tubus (6c25) in seine Ausgangslage zurück geht und die LED (6c11) erlischt.
[0048] Die Silikonkappe (6c18) ist auf einen ringförmigen festen Sockel (6c24) geklebt,
wodurch die rasche Auswechselbarkeit des Gewebeandruckkörpers gegeben ist. Ferner
vorgesehen ist ein ringförmiger Anschlag (6c23) für den Sockel (6c24). Eine Abdichtung
des Spaltes zwischen innerem und äußerem Tubus, z. B. in Form eines leicht gängigen
(Mono-) Faltenbalges (6c22), verhindert das Eindringen flüssiger Substanzen in den
Raum der LED (6c11), mit Reflektor (6c12) und Linse (6c13), die beide auch fehlen
können, wenn der innere Tubus eine hochreflektierende Innenwandung aufweist. Alternativ
kann auf den inneren beweglichen Tubus auch ein Lichtleitstab analog zu Fig 6a montiert
sein dessen Lichtaustrittsfläche auf das Gewebe aufgesetzt wird, wobei die LED nur
bei Gewebekontakt des Lichtleitstabes leuchtet.
[0049] Eine weitere Reduzierung der Blendwirkung der aus der hochtransparenten Silikonkappe
(18) und insbesondere der aus der zylindrischen Umfangfläche (18b) austretenden Streustrahlung
lässt sich durch Einfärbung der Kappe erreichen.
[0050] Man kann die Kappe so einfärben, dass die zylindrische Umfangsfläche (18b) lichtabsorbierend
ist und nur die frontale Lichtaustrittsfläche (18a) hochtransparent bleibt. Es genügt
auch nur den Bereich der zylindrischen Mantelfläche der Kappe lichtabsorbierend zu
machen, der unmittelbar an die transparente Lichtaustrittsfläche (18a) der Kappe (18)
angrenzt.
[0051] Dies lässt sich z. B. realisieren, indem man in die Gussform für die Kappe vor dem
Ausgießen der Form ein zylindrisch geformtes schwarz oder lichtabsorbierend eingefärbtes
Schlauchsegment einlegt welches dann in der fertig ausgehärteten Kappe integriert
ist. Ein derartiges Schlauchsegment besteht z. B. aus einem abgeschnittenen Ring eines
dünnwandigen schwarz eingefärbten Silikonschlauchs, der z. B. 10 mm hoch sein kann
und so eingelegt wird, dass er unmittelbar an der frontalen Lichtaustrittsfläche der
Kappe angrenzt.
[0052] Kombiniert man die Maßnahmen der Lichtabschaltung bei fehlendem Gewebeandruck mit
der lichtabsorbierenden Eigenschaft der Kappe (18) auf zumindest einem Teil seiner
Zylinderfläche (18b) so kann man meistens bei der Einarbeitung von wirkstoffhaltigen
Salben oder Gelen in das Gewebe mit Hilfe von intensivem sichtbarem LED Licht auf
die Verwendung von Schutzbrillen verzichten, was eine bedeutende Vereinfachung der
Methode darstellt.
[0053] Die Figuren 6d und 6e veranschaulichen den gesamten, abnehm- und austauschbaren Gewebeandruckkörper
bestehend aus Silikonkappe (6d18) und dem ringförmigen Sockel (6d24, 6e24) aus Kunststoff
oder Metall, auf welchen die Kappe (6d18) aufgeklebt ist. Die Silikonkappe (6d18)
weist auf ihrer zylindrischen inneren Wandung einen Blendschutz (6d27) auf, der zumindest
in dem Bereich, welcher über den Rand des festen Sockels (6d24) hinausragt und bis
in die Randzone der konvexen Lichtaustrittsfläche geht.
[0054] Wenn die Silikonkappe (6d18) noch einige Millimeter (z. B. 5 - 15 mm) über den festen
Rand (6d28) des Sockels hinausragt, erreicht man eine optimale Anschmiegbarkeit der
Lichtaustrittsfläche der Kappe (6d18) an die Unebenheiten der Gewebeoberfläche, welche
vor allem für die Anwendungen in der Kosmetik (Faltenbehandlung) aber auch in der
Medizin zur Schmerzbehandlung durch Bestrahlung von Gelenken mit Gewebekontakt eventuell
auch mit gleichzeitiger Einschleusung schmerzstillender Gele oder Salben, sehr erwünscht
ist.
[0055] Vorteilhaft ist hierfür, dass die Silikonkappe (6d18) dünnwandig (d ∼ 1 - 3 mm) und
die Shore Härte A < 90, vorzugsweise zwischen 30 und 70 ist. Der in die zylindrische
Wandung der Kappe (6d18) eingebaute Blendschutz (6d27) kann z. B. ein dünnwandiges
schwarzes Band sein, welches von außen oder von innen auf die Kappe (6d18) aufgeklebt
oder beim Gießen der Kappe mit eingebaut wird. Es ist auch möglich die Lichtabsorption
im zylindrischen Bereich der Kappe (6d18) durch Beschichtung mit schwarz eingefärbtem
Silikon innen (6d27) und/oder außen, z. B. durch "dip coating" herbeizuführen. Der
O-Ring (6d26) im Sockel (6d24) sorgt für guten Sitz und Abdichtung, wenn der Gewebeandruckkörper
auf den äußeren Tubus (15 Fig. 1) oder auf dem beweglichen Tubus (6c25) von Fig. 6c
aufgesetzt wird.
[0056] Fig. 6e zeigt noch einmal das Ensemble von Sockel (6e24) mit Ansatz (6e24a) für die
Kappe (6e18). Statt eines O-Ringes sorgen hier 4 Schlitze (6e24b) auf der Unterseite
des Sockels (6e24) für festen Klemmsitz.
[0057] Die Verwendung des Sockels (6c24, 6d25, 6e24), an dem die Andruckkappe (6c18, 6d18,
6e18) oder der Lichtleitstab (650) befestigt ist und der dann auf das Zwischenstück
(6c15, 6c22, 6c23, 6c25) aufgesteckt wird, ist zwar nur in den Figuren 6c bis 6e gezeigt.
Gleichwohl ist dieses wichtige Element der vorliegenden Erfindung zur Verbesserung
der leichten Abnehm- und Austauschbarkeit des Gewebeandruckkörpers nicht auf dieses
konkrete Ausführungsbeispiel beschränkt sondern kann und soll bevorzugterweise auch
in den anderen Ausführungsbeispielen verwendet werden. Insbesondere kann in den Figuren
1-4b und 5b-6b ein Sockelelement (nicht gezeigt) zwischen dem Zwischenstück (15; 25;
35; 45; 55; 550, 551; 650) und dem Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68) angeordnet
sein.
[0058] Die Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung wird nun anhand der
Figur 1 fortgesetzt. Das Plättchen (17) kann z. B. aus Plexiglas oder einem anderen
Kunststoff bestehen, welches mit einem Perylen-Farbstoff dotiert ist, insbesondere
mit Perylen orange (gelb) oder Perylen rot oder, in der handelsüblichen Bezeichnung,
mit Lumogen® orange (gelb) oder Lumogen® rot dotiert ist. Verwendet man die LED (11)
oder das LED-Array (11) im blauen Spektralbereich, z. B. im Bereich 450 nm ≤ λ ≤ 480
nm, so liegt diese Strahlung optimal im Fluoreszenzanregungsspektrum der beiden Farbstoffe
Lumogen® rot oder Lumogen® orange (gelb). Man erzeugt hierbei allerdings hoch divergente
Fluoreszenzstrahlung sowohl in Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung.
[0059] Drückt man das Plättchen (17), das lediglich mit der dünnen hochtransparenten Silikonschicht
der Kappe (18) überzogen sein kann an das Gewebe, z.B. Hautgewebe, so wird zumindest
die hoch divergente (rote, gelbe) Fluoreszenzstrahlung welche in Vorwärtsrichtung
aus dem Plättchen (17) austritt im Gewebe absorbiert. Die Tatsache, dass die Fluoreszenzstrahlung
hoch divergent aus dem Plättchen (17) austritt ist dabei nicht so nachteilig, weil
das Gewebe selbst ein optisch stark streuendes und absorbierendes Medium darstellt.
Das Fluoreszenzplättchen (17) kann auch aus Glas bestehen welches mit anderen fluoreszierenden
Farbstoffen, wie z. B. mit Farbstoffen auf Basis von Zinksulfid oder Oxyden der Selten-Erd-Metalle
beschichtet ist.
[0060] In Figur 2a und Figur 2b ist im Detail der Mechanismus der Veränderung der Geometrie
(konvex-konkav) der Gewebeandruckfläche der hochtransparenten Silikonkappe (28) dargestellt.
[0061] Vor der Zugabe des wirkstoffhaltigen Gels (Creme, Paste, Salbe, Flüssigkeit) (213)
wird die Kappe (28) heruntergedrückt, am besten manuell, um die in Figur 2a dargestellte
Mulde zu erzeugen. Diese Mulde bleibt erhalten, weil durch das Runterdrücken die meiste
Luft aus dem Raum unterhalb der Mulde bis zur optischen Platte bzw. Linse (23) herausgepresst
wird, wodurch in diesem Volumen ein Unterdruck erzeugt wird. Voraussetzung ist, dass
die optische Platte (Linse) (23) luftdicht in dem Tubus (25) gelagert ist. Die Lagerung
erfolgt vorzugsweise durch Klebung und/oder O-Ring Dichtung.
[0062] Als nächstes wird die minimal erforderliche Menge der in die Haut einzuschleusenden
wirkstoffhaltigen Substanz (213) in die Mulde gegeben, z. B. ein Hyaluron®-haltiges
Gel. Daraufhin wird die Substanz auf dem betreffenden Gewebeareal verteilt durch kreisende
Bewegung mit leichtem Andruck der Kappe (28) auf das Gewebe, mit oder ohne Licht.
Nachdem die Substanz (213) auf dem Gewebe verteilt ist wird die Oberfläche der Kappe
(28) durch Druck auf die Lasche (26a) des Ring-Hebels (26) wieder in ihre leicht konvexe
oder zumindest plane Form gebracht, weil der Hebel (26, 26a) den Rand der Kappe (28)
soweit verschiebt, dass Luft in die Rille (25a) eindringen kann, wodurch die Andruckfläche
der Kappe (28) wieder in ihre ursprüngliche Form zurück geht. Dabei hilft natürlich
die elastische Rückstellkraft der verformten Kappe.
[0063] Die weitere und eigentliche Einschleusung der wirkstoffhaltigen Substanz in das Gewebe
erfolgt dann durch Andruck der wieder konvexen (planaren) Kappenoberfläche an das
Gewebe (214) bei gleichzeitiger langsamer kreisender Bewegung und Lichtbestrahlung,
bis Trockenheit der Gewebeoberfläche erreicht wurde.
[0064] Mit Hilfe dieser Technik kommt man mit einer minimalen Menge der Substanz (213) aus,
da diese gar nicht mit den Händen der behandelnden Person in Berührung kommt und in
das Silikonmaterial keinerlei Substanz einsickern kann. Dieser sparsame Verbrauch
von wirkstoffhaltigem Gel (Salbe, Creme, Paste, Flüssigkeit) ist deshalb wichtig,
weil derartige Substanzen (213) außerordentlich teuer sind, vor allem wenn es sich
um Hyaluron®-haltige Substanzen handelt, welche bei der hier beschriebenen Erfindung
eine wesentliche Rolle spielen.
[0065] Die Figuren 3a und 3b zeigen, wie man mit Hilfe eines einfachen Werkzeuges (315)
in Form einer Planplatte mit einer konvexen Erhebung die Mulde in die Kappe (38) reindrücken
kann. Dabei entweicht die Luft aus dem komprimierten Volumen zwischen der Innenwand
der Kappe (38) und der Außenwand des Tubus (35) nach außen. Voraussetzung ist, dass
die Glasplatte (Linse) (33) im Innenraum des Tubus (35) luftdicht gelagert ist. Man
kann natürlich die Mulde in die Kappe (38) auch manuell durch Finger- oder Daumendruck
ohne ein Werkzeug reindrücken.
[0066] Durch Druck auf die Lasche (36a) des ringförmigen Belüftungshebels (36) kann die
Mulde wieder entfernt werden, sobald der angehobene Rand der Kappe (38) die Belüftung
durch die Rille (35a) freigibt. Meistens genügt hierfür eine Verschiebung des Kappenrandes,
der die Rille überdeckt, um nur ca. 2 mm. In dem Ausführungsbeispiel von Figur 3a
befindet sich die Lasche (36a) des Belüftungsringes (36) unmittelbar in nächster Lage
zu der auslaufenden Belüftungsrille (35a). Es ist aber genauso gut möglich, dass die
Lasche (36a) und die Rille (35a) um 180° zueinander versetzt sind. In ersterem Fall
muss man zur Belüftung die Lasche (36a) von unten nach oben bewegen und im zweiten
Fall in entgegengesetzter Richtung. Beide Möglichkeiten sind äquivalent.
[0067] Die Kappe in diesem Ausführungsbeispiel hat einen Innendurchmesser von 26 mm, eine
homogene Wandstärke von 1 - 2 mm, sowohl im zylindrischen Teil als auch im leicht
konvexen Frontbereich, wo sie allerdings auch etwas dicker oder dünner sein kann,
z. B. 2 oder 2,5 mm oder unter 1 mm. Die Länge der Kappe (38) beträgt ca. 23 mm. Die
Shore-A Härte des hier verwendeten und bevorzugten additionsvernetzten hochtransparenten
Silikonkautschuks liegt vorzugsweise im Bereich 20 - 90, in diesem Beispiel bei 45
(ISO 868). Die relative elastische Dehnbarkeit bis zum Zerreißen: bei ca. 100% (ISO
37).
[0068] Material und Geometrie der Kappe sind so gewählt, dass sich deren Andruckfläche bei
Andruck auf eine ebene harte Testfläche (mit einem druck von mindestens 0,5 N/cm
2 um mindestens 5 %, vorzugsweise ca. 10% vergrößert.
[0069] Die Kappe wird hergesteilt, indem man die flüssigen Komponenten A und B hier im Verhältnis
9:1 vermischt, dann in der Vakuumkammer blasenfrei macht und alsdann in eine entsprechende
Form gießt, in welcher bei erhöhter Temperatur die Vernetzung stattfindet. Man kann
die Kappe (38) sehr gut auf den metallenen Tubus (35) aufschieben und wieder entfernen,
wenn man den Tubus (35) außen mit einer dünnen Schicht eines hochviskosen Öls (Silikonöl)
oder Fetts (Vaseline) versieht, welche man nur einmal oder selten aufbringen muss.
[0070] Das Material, aus dem die Kappe (38) besteht, ist höchst transparent, so dass im
Bereich von 350 - 980 nm bei einer Schichtdicke von 1 - 2 mm ca. 90% optische Transmission
gemessen werden kann. Das ist wichtig, damit keine Strahlungsenergie "verschenkt"
wird.
[0071] Darüber hinaus ist das Material gewebeverträglich, kann mit allen in der Medizin
üblichen Mitteln desinfiziert werden, und kann außerdem auch autoklaviert werden.
Das hier verwendete Material kann sogar die medizinische Zulassung nach ISO 10993-1
und nach USP Class VI erhalten. Seine große chemische Inertheit ist ebenfalls von
Wichtigkeit weil es in der hier vorliegenden Erfindung mit vielen verschiedenen flüssigen
oder cremigen oder pastösen Trägersubstanzen und Wirkstoffen in Berührung kommt.
[0072] Man kann die Andruckkappe (18, 28, 38) aus Silikon (oder einem anderen transparentem
Material) auch insgesamt mit einem lichtabsorbierenden Färbematerial einfärben. Im
Extremfall enthält das Färbematerial feinverteiltes Graphitpulver und die Silikonkappe
wird total schwarz. Hierfür genügt eine Beimischung des graphithaltigen schwarzen
Färbematerials von nur einem Gewichtsprozent. Eine solche schwarze Silikonkappe wird
durch die im Inneren auftreffende LED-Strahlung schnell erwärmt und kann aufgrund
der Kontaktwärme die sich auf das Gewebe überträgt ebenfalls zum Einarbeiten von wirkstoffhaltigen
Salben (Gelen) verwendet werden. Eine Blendwirkung ist naturgemäß nicht vorhanden.
[0073] Das Wirkprinzip der schwarzen Kappe ist aber im Gegensatz zur Aufheizung des Gewebes
durch im Gewebe absorbierte Strahlung bei Verwendung einer transparenten Kappe ein
völlig anderes: Die schwarze, aufgeheizte Kappe, gibt ihre Wärme durch den langsamen
Prozess der Wärmeleitung an das Gewebe ab, im Gegensatz zur momentanen Aufheizung
durch im Gewebe absorbierte Strahlung, die auch sofort innerhalb der Strahleindringtiefe
wirkt. Ein Vorteil der schwarzen Kappe ist jedoch, dass sie auf der Oberfläche der
Kappe aufgetragene wirkstoffhaltige Substanz (213) schnell erwärmt mit der Folge,
dass sich deren Viskosität erniedrigt, wodurch sie schneller und tiefer in das Gewebe
eindringen kann. Die meisten Salben und Gele werden durch direkte Strahlungsabsorption
nicht oder nur langsam aufgeheizt, weil sie im sichtbaren und nahinfraroten Spektralbereich
(360 ≤ λ ≤ 950 nm) kaum oder nur wenig absorbieren.
[0074] In diesem Zusammenhang ist auch eine graue Kappe interessant, die mit dem graphithaltigen
Färbemittel so eingefärbt wird, dass die frontale Lichtaustrittsfläche einen gewissen
Anteil des auf sie auftreffenden LED Lichtes noch durchlässt, z. B. 10% - 90%, vorzugsweise
20% - 80%, und der andere Teil der Strahlung in der Lichtaustrittsfläche (18a) der
Kappe (18) absorbiert wird und diese erwärmt. Somit hat man die Kombination der beiden
Mechanismen der Einschleusung von wirkstoffhaltigen Substanzen im Gewebe zur Verfügung,
je nach Wahl der optischen Transmission der Lichtaustrittsfläche der Kappe (18), die
auch schnell gegen eine andere mit anderer optischer Transmission ausgetauscht werden
kann.
[0075] Die Blendwirkung der "grauen" Kappe ist zumindest stark reduziert, insbesondere bei
Transmissionswerten von T ≤ 60%, was ebenfalls von Vorteil ist. Die Blendwirkung der
"grauen" Kappe kann auch reduziert werden, wenn die Wandstärke der Kappe im zylindrischen
Teil größer ist als im Frontbereich.
[0076] Figur 4a zeigt das dermatologische Bestrahlungsgerät fertig montiert mit aufgesetzter
Kappe (418) und leicht angehobener Belüftungslasche (46a) wodurch die Luft von außen
durch die Gelüftungsrille in den Innenraum des Tubus gelangen kann und dabei die konkave
Form der Lichtaustrittsfläche der Kappe (418) in die konvexe (oder plane) zurückführt.
[0077] Figur 4b zeigt die Anbringung der Fluoreszenzplatte (47) im Innenraum des Tubus (45).
Die Fluoreszenzplatte, vorzugsweise eine mit einem der Perylenfarbstoffe Lumogen®
rot oder Lumogen® gelb oder Lumogen® orange dotierte Plexiglasscheibe, hat innerhalb
des Tubus (45) einen lockeren Sitz, weil sie leicht auswechselbar sein soll. Die Silikonkautschukkappe
(418) umhüllt hier den Tubus (45) einschließlich des Fluoreszenzplättchens (47) .
[0078] Wählt man ein Dioden-Array (41) mit 4 Einzeldioden die alle einheitlich im blauen
Spektralbereich zwischen 455 nm und 475 nm emittieren, so wird diese Strahlung vollständig
in dem 3 mm dicken Plättchen (47), welches mit Lumogen® rot und/oder gelb oder orange
hoch dotiert ist, absorbiert und in längerwellige Fluoreszenzstrahlung umgewandelt
die etwa bei 580 nm oder 630 nm ihr spektrales Maximum hat und von den Farbstoffmolekülen
in den gesamten Raumwinkel 4 π emittiert wird. Dabei wird die eine Hälfte der Fluoreszenzstrahlung
in Vorwärtsrichtung und die andere Hälfte in Rückwärtsrichtung, zurück zur Diode (41)
emittiert.
[0079] Man kann aber die in die Rückwärtsrichtung gestreute Fluoreszenzstrahlung wieder
nach vorne umlenken, indem man vor das Plättchen (47), also diodenseitig, sandwichartig
ein Glasplättchen von ca. 1 mm Dicke und gleichem Durchmesser wie das Plättchen (47)
vorschaltet, welches mit einem Kurzpass-Dünnschichtfilter bedampft wurde. Dieses Filter
hat die Eigenschaft dass die Pump- bzw. Anregungsstrahlung im Bereich 455 nm < λ <
475 nm mit fast 100% transmittiert wird, und die Fluoreszenzstrahlung im Bereich 550
nm < λ < 730 nm zu fast 100% reflektiert wird. Die Kantenlänge des Kurzpassfilters
liegt im Bereich 480 nm < λ < 510 nm.
[0080] Auf diese Weise kann der nach hinten, in Richtung der Diode (41), emittierte Anteil
der Fluoreszenzstrahlung nach vorne in Richtung der Strahlaustrittsöffnung umgelenkt
werden, wobei man eine Intensitätssteigerung der nutzbaren Fluoreszenzstrahlung von
immerhin 35% messen kann. Eine Steigerung um 100% ist leider, wegen der Eigenabsorption
der Fluoreszenzstrahlung in dem mit dem Perylenfarbstoff hoch dotierten Material,
nicht möglich.
[0081] Bei einer Pumpleistung im Blauen von ca. 2,5 Watt kann man so mit Hilfe der hier
beschriebenen Fluoreszenztechnik aus einer Lichtaustrittsöffnung von ca. 25 mm Ø eine
Strahlausgangsleistung im gelb-roten Spektralbereich von etwa 700 mW erzielen. Diese
Strahlleistungsdichte von etwa 140 mW/cm
2 reicht schon aus um auf der Haut eine spürbare Wärmeentwicklung zu erzeugen. Die
Strahlung im längerwelligen gelben und roten Spektralbereich dringt wesentlich tiefer
in das Gewebe ein als die Strahlung im Blaubereich und kann deshalb medizinisch bzw.
kosmetisch genutzt werden.
[0082] In Figur 4c wird eine zu Figur 4b alternative Anordnung des Fluoreszenzplättchens
(47) gezeigt, die es erlaubt mit einfachen Mitteln und schnell von Blauzu Gelb-Rot-
oder Rot- oder Weißlicht-Bestrahlung zu wechseln. Das Fluoreszenzplättchen (47a) befindet
sich in Figur 4c in einer Aufsteckhülse (414) aus Metall oder Kunststoff, die man
auf den Tubus (45) von Figur 4b statt der Kappe (418) aufsteckt. Die Strahlaustrittsfläche
des Fluoreszenzplättchens (47a) kann, wie in Figur 4c gezeigt, mit einer dünnen hochtransparenten
oder zumindest transluzenten Schicht (48) aus Kunststoff, vorzugsweise wieder aus
Silikonkautschuk, überzogen sein.
[0083] An die gegenüberliegende Fläche des Fluoreszenzplättchens (47a) kann sich deckungsgleich
mit dem Plättchen (47a) ein Dünnschichtfilter (420) anschließen, welches die bereits
beschriebene Kurzpasseigenschaft hat, d. h. größtmögliche Transmission im Blaubereich
und größtmögliche Reflexion im Gelb-Rot-Bereich des Spektrums. Das Kurzpassfilter
(420) kann auf ein Glasplättchen von ca. 1 mm Dicke aufgedampft sein, welches über
eine dünne Schicht (430) eines optischen Klebers, z. B. eines Acrylatklebers, mit
dem Fuoreszensplättchen (47a) wie in einer Sandwichstruktur verbunden sein kann. Das
Sandwich, bestehend aus den beiden Plättchen (420 und 47a) ist im Randbereich mit
der ringförmigen Aufsteckhülse (414) verklebt, die ihrerseits mit Klemmsitz auf den
Tubus (45) Figur 4b aufgesteckt werden kann.
[0084] Das Kurzpassfilter in Dünnschichttechnik kann auch direkt auf das mit Perylen dotierte
Plexiglasplättchen (47a) aufgebracht sein, z. B. mit Hilfe der Sol-Gel-Technik. Die
Kurzpassfilter mit optimalen optischen Eigenschaften werden allerdings auf Glassubstrate
aufgedampft.
[0085] Es kann sinnvoll sein, dass das Kurzpassfilter (420) nicht fest mit dem Wellenlängenschieber,
sei es in Form eines Fluoreszenzplättchens (17) oder in Form einer mit Fluoreszenzfarbstoffen
dotierten Kappe (18), verbunden ist. In diesem Fall kann das Kurzpassfilter auch bei
reiner Blaulichtbestrahlung von Nutzen sein, weil es störende längerwellige Untergrundstrahlung
der LED abschneidet und deshalb eine kontrastreicherer Fluoreszenzdiagnose (z. B.
bei Nagelpilz) mit Hilfe eines Langpassfilters ermöglicht. Dieses ist auch von Vorteil,
wenn das Bestrahlungsgerät als forensische Lampe bei der Spurensuche von Blut, Sperma
oder Speichel verwendet wird.
[0086] Die hier beschriebene Fluoreszenztechnik erlaubt es auf einfache und kostensparende
Weise eine einzige LED-Lichtquelle in vier verschiedenen Farbbereichen (Blau, Gelb,
Rot, Weiß) mit verschiedener Eindringtiefe im Gewebe für medizinische oder kosmetische
Anwendungen oder nur für Beleuchtung, zu verwenden. Die Alternative wäre sonst die
Verwendung von vier verschiedenen LED-Strahlungsquellen, was natürlich auch möglich
aber kostspieliger ist. Die Fluoreszenztechnik ist nicht beschränkt auf die Verwendung
von blauem Licht als Pumpstrahlung. Sie funktioniert hier allerdings besonders gut
wegen des maximalen Wirkungsgrades der Dioden im Blaubereich und der Tatsache dass
die besonders effizienten Perylen-Fluoreszenzfarbstoffe Lumogen® rot und Lumogen®
gelb (oder Lumogen® orange) im Blauen ihre stärkste Absorption bzw. die wirkungsvollste
Pumpbande haben.
[0087] Man kann die Dicke der Fluoreszenzplättchen (47, 47a) so einstellen, dass die blaue
Pumpstrahlung vollständig in längerwellige Fluoreszenzstrahlung umgewandelt wird.
Ein solches Plättchen hat dann z. B. eine Dicke von 3 mm. Wählt man eine geringere
Plättchendicke von z. B. nur 2 mm oder 1 mm, so geht immer mehr blaue Pumpstrahlung
durch das Plättchen (47, 47a) durch, so dass man Mischlicht erhält, welches aus lang-
und kurzwelligen Anteilen besteht. Auch eine derartige Mischstrahlung kann dermatologisch
oder kosmetisch für Faltenglättung oder andere Anwendungen (z. B. Akne) von Nutzen
sein, weil es in der Haut ein weniger scharfes Termperaturprofil erzeugt, d.h. eine
etwas geringere Oberflächentemperatur aber dafür eine größere Eindringtiefe bis in
die Subkutis.
[0088] So hat es sich beispielsweise bewährt, bei der Faltenglättung mit Hilfe Hyaluron®-haltiger
Substanzen (Gel, Flüssigkeit) sowohl mit Blaulicht (455 nm ≤ A ≤ 475 nm) als auch
mit Rotlicht oder Gelb-Rot-Licht im Bereich 560 nm ≤ A ≤ 780 nm zu bestrahlen. Es
ist auch möglich fluoreszierende Farbstoffe direkt in die Silikonkautschukkappe (18,
28, 38, 418) welche mit dem Gewebe kontaktiert einzubringen, um das LED Licht in längerwelliges
Fluoreszenslicht umzuwandeln oder zumindest eine längerwellige Farbbeimischung zu
dem beispielsweise blauen LED Licht zu erhalten mit dem Ziel einer größeren Eindringtiefe
der Strahlung in das Gewebe.
[0089] Hierfür eignen sich die Lumogen® Farbstoffe aus der Gruppe der Perylene die sich
in den nicht polaren Slikonölen gut lösen und deshalb auch gut in die Silikonkautschukkappe
mit eingebaut werden können. Aber auch andere Fluoreszensfarbstoffe lassen sich vor
dem Gießen und Vernetzen der Kappe in der Flüssigphase des Silikons mit einbauen.
[0090] So ist es möglich zur Erzeugung von längerwelligem Fluoreszenzlicht im gelben und
roten Spektralbereich bei Anregung mit Blaulicht in das Material der Gewebeandruckkappe
aus Silikon, welches aber auch aus einem anderen transparenten Polymer oder Elastomer
oder kautschukartigen Material bestehen kann, außer Lumogen® Farbstoffen auch folgende
fluoreszierende Farb- oder Leuchtstoffe einzubauen: Leuchtstoffe auf Basis von seltenen
Erden, wie z. B. Cer, Samarium, Europium, Terbium, Neodym und andere, welche ihrerseits
meist in einer gläsernen Matrix wie z. B. (Sr, Ba, Ca)
2 SiO
2 oder in kristalliner Matrix, wie in Yttrium-Aluminium-Granat (Y
2Al
5O
12) eingebaut, und in fein pulverisierter Form erhältlich sind.
[0091] Aber auch Farb- bzw. Leuchtstoffe auf Basis von Übergangsmetallen wie z.B. Ti, Cr,
Mn, Fe, Co, Ni Cu usw. lassen sich, wenn sie in einer kristallinen Matrix eingebaut
sind und in pulverisierter Form vorliegen in die Gewebeandruckkappe einbauen oder
vor der endgültigen Vernetzung (Silikon) bzw. Aushärtung einmischen.
[0092] Als Beispiel sei hier ein Leuchtstoff bestehend aus pulverisiertem Rubin, d.h. Chromionen
in einer Matrix aus kristallinem Al
2O
3 genannt. Dieser Leuchtstoff absorbiert im blauen und violettem Spektralbereich und
fluoresziert im langwelligen roten Spektralbereich bei 694 nm.
[0093] Oder man inkorporiert in das Silikon der Gewebeandruckkappe fein pulverisiertes Plexiglas
(Acrylglas) oder andere pulverisierte transparente Kunststoffe welche mit einem Perylen
Farbstoff (Lumogen®) dotiert wurden, so dass sich die Perylen-Moleküle in einer Matrix
aus Acrylglas oder einem anderen Kunststoff befinden, was von Vorteil ist, weil die
Perylene in einer solchen Matrix wie Acrylglas besonders photostabil sind und besonders
effektiv fluoreszieren.
[0094] Des weiteren können in die Andruckkappe auch fluorezierende Leuchtstoffe auf der
Basis von Quantum Dots, wie z. B. CaTe, oder (Cd, Se) ZnS oder Pb Se, auch als Nanopigmente,
eingebaut werden.
[0095] Man kann die mit Leuchtstoffen dotierten Gewebeandruckkappen aus Silikon nach der
Vernetzung noch zusätzlich, vor allem auf der Gewebeandruckfläche mit einer dünnen
Schicht aus Silikon beschichten (Dicke der Schicht ≈ 0,1 mm - 1 mm), um zu vermeiden,
dass die Leuchtstoffe mit dem Gewebe in Berührung kommen.
[0096] Zu allen diesen Farb- bzw. Leuchtstoffen in Silikon® oder anderen transparenten Polymeren
oder Elastomeren, kann man noch feingekörntes SiO
2-Pulver beimischen um die Homogenität und die Effektivität der emittierten Fluoreszensstrahlung
zu verbessern. Das SiO
2-Pulver kann hier bis zur feinst möglichen Körnung im Nanobereich verwendet werden.
[0097] So kann man mit einer Silikonkappe welche z. B. mit den seltenen Erdfarbstoffen Eu
und/oder Ce dotiert ist, noch mit einem Zusatz von SiO
2-Pulver, bei Anregung mit einer LED, welche im Blaubereich bei ca. 460 nm emittiert,
sehr homogenes diffuses Weißlicht erzeugen, welches sich auch als Diagnoselicht hervorragend
eignet, und dies nicht nur bei dermatologischen Anwendungen sondern auch z. B. in
der Forensik.
[0098] SiO
2-Pulver allein in der Silikonkappe, ohne Zusatz eines weiteren Leuchtstoffes wirkt
als Lichtdiffusor und kann in speziellen Fällen bei der Applikation der Lichtstrahlung
z. B. in Körperhöhlen nützlich sein.
[0099] Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass man auf die Kappendeformation,
wie anhand der Fig. 2 - 3 beschrieben, auch verzichten kann, insbesondere bei Verwendung
von weniger hochwertigen und teueren Gelen (Salben, Pasten), oder bei Verwendung von
Kappen mit größerem Durchmesser, weil diese mit Gelen (Pasten, Salben) leichter beladen
werden können. Solche größeren Kappen haben z.B. einen Durchmesser der Gewebeandruckfläche
von > 10 mm, beispielsweise 40 mm.
[0100] Die Andruckkappen sind vorzugsweise fest mit einem ringförmigen Unterbau oder Sockelelement
aus Kunststoff (z. B. einem Duroplast wie Delrin®) oder Metall verbunden, die ihrerseits
auf den Tubus (15) von Fig. 1 mit Klemmsitz aufgesteckt werden können, so dass die
verschiedenen Kappen verschiedener Größe und mit unterschiedlichen spektralen Eigenschaften
schnell gegeneinander ausgetauscht werden können, Siehe dazu auch die Figuren 6d und
6e. Auch Lichtleitstäbe einschließlich der optisch isolierenden Umhüllung, gemäß der
Figur 6a können auf so einem Sockelelement (6d24) aufmontiert sein, so dass ein schneller
Wechsel von Kappen mit geringer Strahlleistungsdichte zu kleinflächigen Applikationen
mit hoher Strahlleistungsdichte möglich ist.
[0101] Blaulicht dringt zwar lediglich in die Dermis ein, wogegen längerwelliges Licht ab
λ > 500 nm auch bis in die Subkutis eindringt. Allerdings steht bei Blaulicht emittierenden
Lumineszenzdioden eine ca. 3x höhere Strahlungsleistung zur Verfügung, bei gleicher
elektrischer Leistung (z. B. 10 - 15 Watt) wegen des maximalen optischen Wirkungsgrades
der LEDs im Blauen. Aus diesem Grund kann man den Einschleusungseffekt des Wirkstoffes
in die obersten Hautschichten am schnellsten mit intensivem Blaulicht im Leistungsdichtebereich
von ca. 100 - 1000 mW/cm
2 erreichen.
[0102] Die ständig gleitende Bewegung der Strahlungsquelle auf der Hautoberfläche ist bei
dieser hohen Strahlleistungsdichte erforderlich, weil das Gewebe sonst nach ca. 5
- 10 Sekunden statischer Bestrahlung zu heiß würde. Gerade diese sofort spürbare Wärmeentwicklung
im intensiven Blaubereich des Spektrums ist es aber, welche die Mikrozirkulation in
der obersten Hautschicht (bis zu ca. 1 mm Tiefe) rasch anregt und damit die Einschleusung
des Wirkstoffs in das Gewebe beschleunigt bzw. verbessert.
[0103] Die geringe Eindringtiefe des blauen Lichtes im Vergleich zum Rotlicht hat auch den
Vorteil, dass man z. B. bei der Faltenbehandlung, näher im Bereich des Auges arbeiten
kann, ohne dass das Auge durch vagabundierendes Streulicht irritiert wird.
[0104] Selbstverständliche Voraussetzung bei der Anwendung solcher intensiven Lichtquellen
ist natürlich das Tragen von Schutzbrillen sowohl für den Patienten als auch für den
Behandler. Bewährt hat sich auch das Tragen von Solarium-Brillen seitens des Patienten
während der Behandlung.
[0105] Statt der Fluoreszenztechnik mit Perylenfarbstoffen oder anderen auch anorganischen
Farbmolekülen kann man auch das erfindungsgemäße dermatologische Bestrahlungsgerät
mit einem Dioden-Array mit Emission im roten oder nahen infraroten Spektralbereich
verwenden, z. B. im Bereich 600 nm < λ < 980 nm. So hat sich bei der Faltenbehandlung
mit Licht ein Dioden-Array mit ca. 10 Watt elektrischer Leistung und einer Strahlungsleistung
von ca. 1 Watt bei einer Peak-Wellenlänge von 740 nm bewährt.
[0106] Diese Strahlung hat den Vorteil, dass sie im Spektralbereich der maximalen Eindringtiefe
in Gewebe liegt, aber trotzdem noch sichtbar ist, dabei aber nicht so blendet wie
kurzwelligere rote Strahlung (z. B. bei 630 nm), die auch weniger tief eindringt.
Noch längerwelligere Strahlung im nahen IR-Bereich dringt auch nicht tiefer ins Gewebe
ein (als 740 nm), ist aber unsichtbar und damit gefährlich, vor allem, bei Anwendungen
im Gesichtsbereich. Man kann ohne weiteres leistungsstarke Dioden-Arrays mit Emission
bei z. B. 850 nm oder 940 nm verwenden in Bereichen außerhalb des Gesichtes. Schutzbrillen
sind aber in jedem Falle erforderlich.
[0107] Figuren 5a und 5b zeigen Varianten des erfindungsgemäßen Bestrahlungsgerätes welche
die Basiseinheit bestehend aus dem Handgriff (59) mit Lüfter und Lumineszenzdioden-Array,
im Prinzip wie in Figur 1 dargestellt, verwenden. Sie unterscheiden sich lediglich
durch besondere Applikatoraufsätze (540 bzw. 551) welche spezielle Strahlumformungen
der von dem Dioden-Array emittierten Strahlung erlauben.
[0108] Figur 5a enthält als Applikatoraufsatz einen Querschnittswandler, welcher aus der
kreissymmetrischen Emissionsstrahlung des Dioden-Arrays ein länglich rechteckiges
Strahlprofil herstellt, so wie es in der Zahnheilkunde zum Bleachen der Zähne im "Smile
Bereich" verwendet werden kann.
[0109] Der Strahlumformer (540) auch Strahlquerschnittswandler genannt, besteht hier aus
einem pyramidenstumpfförmigen innen hochglanzverspiegeltem Hohlkörper, welcher in
den Tubus (55) mit Sockel (55a) eingepasst ist. Die kleinere Basisfläche des Pyramidenstumpfes,
welche offen ist, bildet das Strahleintrittsfenster für die Diodenstrahlung, während
die größere Basisfläche, welche das Strahlaustrittsfenster bildet, leicht gekrümmt
ist und mit einem dünnwandigen transparenten Austrittsfenster abgedeckt ist (hier
nicht dargestellt), so dass man den Querschnittswandler bis auf wenige Zentimeter
Abstand zum Front- und Seitenzahnbereich ("Smile Bereich") des Patienten einjustieren
kann. Das rechteckig streifenförmige Profil der vom Querschnittswandler emittierten
Strahlung überdeckt dabei den "Smile Bereich" des Patienten.
[0110] Verwendet man als Strahlungsquelle ein einziges Dioden-Array bestehend aus 4 Einzeldioden
mit Peakemission bei ca. 395 nm und einer elektrischen Eingangsleistung von ca. 15
Watt, so hat man für das Bleachen auf der Zahnoberfläche eine Strahlleistungsdichte
von ca. 100 mW/cm
2 zur Verfügung, was für die effiziente Radikalbildung in den üblichen peroxydhaltigen
Pasten, welche für das Bleachen verwendet werden, vollkommen ausreicht.
[0111] Man kann für denselben Zweck auch Dioden-Arrays mit Emission bei 385 nm, oder 360
nm aber auch bei 455 - 470 nm verwenden. Den Querschnittswandler, welcher hier für
das Bleachen verwendet wird, kann man sehr einfach herstellen, so wie ich es in meiner
früheren Patentanmeldung
DE 10 2010 050 962.0 beschrieben habe, so dass die gesamte Bleaching-Lampe von Figur 5a insgesamt sehr
günstig herzustellen ist und darüber hinaus auch räumlich klein und leicht gehalten
werden kann. Die Offenbarung der Herstellung und Verwendung des Querschnittswandlers
in der Patentanmeldung
DE 10 2010 050 962.0, insbesondere bezüglich deren Figuren 12 bis 14, wird hiermit durch Bezugnahme vollumfänglich
in die vorliegende Anmeldung aufgenommen.
[0112] Figur 5b und die Figuren 6a und 6b zeigen die Ankoppelung eines starren oder flexiblen
Lichtleiters (550) an die LED bzw. das LED-Array, welche(s) sich in thermischem Kontakt
auf dem Handstück mit Kühlung befindet. Der starre oder flexible Lichtleiter (550)
wird durch einen rohrförmigen Ansatz mit Sockel (551) gehaltert. Die Lichteintrittsfläche
des Lichtleiters (550) bzw. (650) befindet sich praktisch in Berührung mit der Glaskuppel
bzw. dem Dom (61) des LED-Arrays.
[0113] Der Lichtleiter ist in diesem Beispiel ein Quarzglasstab welcher eine polierte Zylinderfläche
und ebenfalls polierte Endflächen aufweist. Der Lichtleitstab (652) der z. B. aus
Quarzglas oder Plexiglas bestehen kann wird optisch durch einen eng anliegenden Teflon®
FEP- oder Teflon® MFA-Schlauch (653) isoliert, der auf seiner Innenoberfläche eine
Teflon® AF (Amorphous Fluoropolymer)-Beschichtung aufweisen kann.
[0114] Zusätzlich kann sich zwischen der Innenwandung des Isolierschlauches (653) und der
Zylinderoberfläche des Lichtleitstabes (652) noch eine dünne Schicht einer hochviskosen
perfluorierten Flüssigkeit, beispielsweise eines Perfluorpolyäthers befinden, der
infolge seines extrem niedrigen Brechungsindex im Bereich von n ≈ 1,28 - 1,32 als
optische Immersionsflüssigkeit zu der festen Teflon® AF-Schicht wirkt, die ebenfalls
einen extrem niedrigen Brechungsindex in diesem Wertebereich hat. Damit ist für den
Lichtleitstab (652) eine sehr hohe optische Apertur gegeben (2 α ∼ 83° im Falle von
Quarzglas, und 2 α ∼ 93° im Falle von Plexiglas) wodurch ein besonders hoher Raumwinkelanteil
an Strahlung des hochdivergent emittierenden Dioden-Arrays von dem Lichtleiter aufgefangen
und nach außen geleitet werden kann.
[0115] Diese beschriebene Art der optischen Isolation eines Lichtleitstabes aus Glas oder
Kunststoff erlaubt im Falle von Plexiglas oder einem anderen transparenten Kunststoff
als Material für den Lichtleitstab sogar noch eine gewisse Flexibilität des Lichtleitstabes
(652) ohne Gefahr vor Splittern oder scharfen Kanten im Falle von Bruch.
[0116] So kann man einen Lichtleitstab (652), welcher z. B. aus Plexiglas besteht und eine
Länge von 1000 mm und einen Durchmesser von bis zu ca. 6 mm hat, der optisch mit einem
dünnwandigen (d = 0,5 mm) Teflon® FEP-Schlauch ummantelt ist, der auf seiner Innenoberfläche
eine Teflon® AF- oder Hyflon® AD-haltige Schicht aufweist, welche außerdem noch eine
hochviskose perfluorierte Flüssigkeit enthalten kann, ohne nennenswerten Verlust an
Transmission um bis zu 90° biegen. Sollte so ein längerer Lichtleitstab brechen, so
schützt der ihn umgebende anliegende Mantelschlauch aus perfluoriertem Kunststoff,
wie z. B. aus Teflon® FEP oder Teflon® MFA, der z. B. eine Wandstärke von 0,3 - 1,0
mm haben kann, vor Splittern und Verletzung durch scharfe Bruchkanten. Auch für den
Fall dass der Lichtleitstab aus Glas oder Quarzglas besteht, ist für Stabdurchmesser
bis zu 2 mm die Biegsamkeit gegeben.
[0117] Der optisch und mechanisch isolierende Isolationschlauch aus Teflon® FEP oder MFA
(653) des starren bzw. semiflexiblen oder flexiblen Lichtleiters (652) kann aber muss
nicht unbedingt eine feste amorphe perfluorierte Innenschicht aufweisen, die z.B.
aus Teflon® AF ist. Es genügt auch, dass sich zwischen der Umfangsfläche des Lichtleiterstabs
(652) und der Innenoberfläche des Isolations schlauches (653) lediglich eine dünne
Schicht der perfluorierten hochviskosen Flüssigkeit befindet.
[0118] Diese Flüssigkeit kann z. B. ein perfluorierter hochviskoser Polyäther sein, welcher
einen Siedepunkt von über 200°C hat und einen äußerst niedrigen Brechwert im Bereich
von ca. 1,28 - 1,32. Derartige Flüssigkeiten sind unter dem Handelsnamen Krytox® (Dupont)
oder Fomblin® (Ausimont) im Handel. In diesem Falle wirkt die perfluorierte Flüssigkeit
als Immersionsmittel zu dem perfluorierten Manteischlauch (z. B. Teflon® FEP oder
MFA), der zwar auch einen niedrigen Brechungsindex hat (n = 1,34) aber nicht wie bei
Teflon® AF vollkommen transparent ist. Bei Lichtleiterlängen von bis zu 10 - 100 cm
bewirkt diese Vereinfachung der optischen Isolation noch keine merkliche Verminderung
der Transmission des Lichtleiters.
[0119] Figur 6b zeigt noch eine optische Immersionsschicht (654) weiche die emittierende
Glaskuppel (Dom) des LED-Arrays mit der Lichteintrittsfläche des Lichtleiters (652)
optisch verbindet. Das Volumen zwischen der Lichteintrittsfläche des Lichtleiters
(652) und der LED, bzw. des Doms, ist mit dem Material der Immersion (654) vollständig
ausgefüllt.
[0120] Die Immersionsschicht (654) kann hier z.B. aus einem hochtransparentem weichen elastischen
Silikongel oder Silikonkautschuk mit geringer Shore A Härte (Shore A < 100) oder aus
Polymethylmetacylat bestehen. Mit Hilfe der Immersionsschicht kann die Lichteinkoppelung
verbessert werden, da das Material der optischen Immersionsschicht von dem Lichtleiter-Isolationsschlauch
(653) begrenzt wird. Zwischen der Immersionsschicht (z. B. Teflon® AF) des Isolationsschlauches
und dem Material der Immersion besteht ein großer Unterschied bzgl. der Höhe des Brechungsindex.
Somit kann ein großer Teil der Strahlung der LED durch Lichtleiteffekt in den Lichtleiter
(652) gelangen, welche ansonsten verloren wäre.
[0121] Die Figuren 5b, 6a und 6b zeigen eine Kappe (58, 68), die auf das Lichtaustrittsende
des Lichtleiters (650) aufgesetzt wird. Sie besteht aus dem gleichen Material wie
in den Figuren 1 - 4 beschrieben. Sie erlaubt den direkten Gewebekontakt mit der Lichtaustrittsfläche
der Lichtleiteranordnung und kann leicht ausgewechselt werden.
[0122] In einem praktischen Ausführungsbeispiel wird ein Lichtleiterstab aus Quarzglas von
10 cm Länge und 8 mm Durchmesser, optisch isoliert durch einen enganliegenden mit
Teflon® AF beschichteten Teflon® FEP-Schlauch mit einer Immersionszwischenschicht
aus Krytox® 16350 an ein Dioden-Array bestehend aus 4 Einzeldioden gekoppelt, welche
im Bereich von 460 nm emittieren.
[0123] Das LED-Array hat eine elektrische Leistung von 15 Watt, und die gesamte emittierte
Strahlung eine Leistung von ca. 3 Watt. Die Strahlausgangsleistung gemessen am Lichtleiterende
beträgt immerhin 2,8 Watt, während sich eine Leistungsdichte unmittelbar an der Lichtaustrittsfläche
des Lichtleiters von 5,6 Watt/cm
2 ergibt. Mit dieser Leistungsdichte lassen sich bereits einige wichtige dermatologische
Indikationen (Besenreiser, Altersflecken, Warzen etc.) durch die thermische Wirkung
der Strahlung bei Gewebeandruck behandeln, eine Anwendung die man ansonsten nur mit
dem Laser macht.
[0124] Die optische Isolation des Isolationsschlauchs (653) kann bis zu drei verschiedene
fluorierte Polymere enthalten. Der Lichtleiter (652) besteht beispielsweise aus einem
homogenen allseits polierten Stab aus Quarzglas (652) mit zylindrischer Symmetrie.
Auf seiner Mantelfläche befinden sich vorzugsweise eng anliegend drei Isolationsschichten:
[0125] Die erste direkt mit der Mantelfläche des Lichtleiters (652) in Kontakt stehende
Schicht besteht aus einer Flüssigkeit bzw. aus einem flüssigen Polymer welche(s) perfluoriert
ist, hochviskos ist und einen extrem hohen Siedepunkt hat (T
s > 200°C). Perfluorpolyäther sind solche Flüssigkeiten.
[0126] Als Beispiel für solche Flüssigkeiten sind Krytox®, Fombline® und Galden® genannt.
Die Flüssigkeit Krytox® 16350 ist bespielsweise geeignet
[0127] An diese Schicht grenzt eine dünne Schicht (d ∼ 1λ - 3λ) eines festen amorphen perfluorierten
Polymers. Teflon® AF oder Hyflon® AD oder Perfluoroalkyl-Vinyläther mit erhöhtem Copolymeranteil
sind mögliche Materialien.
[0128] Die äußere Schicht ist ein Isolationsschlauch dessen Innenoberfläche mit der Schicht
aus dem amorphen perfluorierten Polymer beschichtet ist. Der Schutzschlauch besteht
vorzugsweise aus einem Kohlenstofffluorpolymer und hat eine Wandstärke von ca.
1/
10 -
10/
10 mm.
[0129] Perfluorierte Polymere wie Teflon® FEP, Teflon® MFA, Teflon® PFA, Teflon® PTFE sind
besonders bevorzugte Materialien für den Isolationsschlauch. Aber auch teilfluorierte
Polymere wie z. B. das Terpolymer Hostaflon® TFB lassen sich als Material für den
Isolationsschlauch einsetzen, wegen der besseren Flexibilität dieser Schläuche.
[0130] Aus Kostengründen kann man die feste amorphe innenbeschichtung, z. B. die aus Teflon®
AF, auch weglassen und nur die Schicht aus dem perfluorierten oder teilfluorierten
flüssigen Polymer als direktes Kontaktmedium mit der Mantel-des Lichtleiters (652)
verwenden. Diese weniger aufwendige optische Isolation ist zwar auch etwas weniger
wirksam, ist aber für Lichtleiterlängen bis zu 20 cm immer noch sehr gut.
[0131] Generell sollte die Immersionsschicht mit der nächstfolgenden Isolationsschicht (amorphe
Schicht oder Isolationsschlauch) eine zumindest angenäherte Indexanpassung herbeiführen.
[0132] Die flüssige Isolationsschicht hat auch einen großen Montagevorteil. Sie wird vor
der Verkleidung des Lichtleiters auf die Mantelfläche des Lichtleiters (652) aufgebracht.
Der Lichtleiter lässt sich dann leicht in den eng sitzenden Isolationschlauch (653)
reinschieben. Die Flüssigkeitsschicht kann wegen ihrer hohen Viskosität und wegen
ihres hohen Siedepunktes auf Dauer in der Lichtleiterstruktur verbleiben. Diese optische
Isolationstechnik ist nicht nur für starre Lichtleitstäbe aus Quarzglas, Glas oder
transparentem Kunststoff sondern auch für flexible Lichtleitfasern aus Quarzglas,
Glas oder für schon optisch mit geringem Aperturwinkel isolierte Lichtleitfasern z.
B. aus Quarzglas oder für optische Fasern aus Plexiglas® verwendbar.
[0133] Um den Dom der LED (61) kann noch ein innen verspiegeltes Röhrchen (nicht gezeigt)
angeordnet sein, welches z. B. aus Aluminium hergestellt ist. Das Röhrchen umhüllt
sowohl auf einigen Millimetern Länge den Lichteintrittsbereich des Lichtleiters (652)
mit möglichst geringem Spalt zwischen dem Innenlumen des Röhrchens und der Umfangsfläche
des Lichtleiters, als auch den Dom aus Glas oder Kunststoff der LED (61) so weit wie
möglich. Im Idealfall reicht das Röhrchen bis zur Bodenplatte, dem PCB-Board der LED.
Die Verspiegelung auf der Innenfläche des Röhrchens kann elektrolytisch, oder durch
Aufdampfen, oder durch Beklebung der Innenfläche des Röhrchens mit einer reflektierenden
Folie erfolgen. In der eben beschriebenen Anordnung bewirkt das Röhrchen eine um ca.
25% gesteigerte Lichtausgangsfeistung aus dem Lichtleiter (650), die für die effektive
dermatologische Behandlung, insbesondere von Akne, Altersflecken, Warzen oder Besenreisern
besonders erwünscht ist.
[0134] Die Verbindung eines starren Lichtleiters mit dem Dioden-Array in der hier beschriebenen
hocheffizienten Weise erlaubt auch die Verwendung der LED-Strahlung in Körperhöhlen
(Nase, Ohr, Rachenraum etc.), weil höhere Strahlleistungsdichten näher an den Ort
der Behandlung herangeführt werden können. Es ist ebenfalls möglich das Gerät aus
Figur 5b, 6a, 6b in der Zahnheilkunde für die Polymerisation von Kunststofffüllungen
oder für industrielle Anwendungen zum Aushärten von lichthärtenden Kunststoffen auf
Basis von Epoxiden, Acrylaten oder Silikonelastomeren zu benützen. So erlaubt es die
weiche, anpassungsfähige Kappe (58), das Lichtleiterende bei der Polymerisation einer
Dentalfüllung auf die Füllung aufzusetzen, auch unter Druck, wobei die höchste Strahlleistungsdichte
genutzt werden kann und die Sauerstoffinhibierung der Polymerisation an der Oberfläche
durch mechanische Verdrängung des Luftsauerstoffes reduziert werden kann.
[0135] Man kann die Kappe (58) in Figur 5b aus weichem hochtransparentem Silikonkautschuk
auch als Einwegkappe benutzen, so dass die Lichtaustrittsfläche des starren Lichtleiters,
der auch ein am Lichtaustrittsende etwas gekrümmter starrer Faserstab sein kann, stets
sauber und mit maximaler Durchlässigkeit für die Polymerisationsstrahlung, zur Verfügung
steht.
[0136] Die Kappe (58) in Figur 5b oder (68) in den Figuren 6a und 6b kann auch die Form
eines länglichen Strumpfes haben (auch auswechselbar als Einwegteil), der bei medizinischen
Anwendungen, infolge seiner Sterilisierbarkeit oder Autoklavierbarkeit, den Kontakt
des starren Lichtleiters (550), (650) mit dem Gewebe erlaubt.
[0137] Bei Anwendungen des Bestrahlungsgerätes gemäß den Figuren 1 - 6 für die Licht- oder
UV-Härtung, beispielsweise von Materialien auf Epoxid-Acrylat- oder Silikonelastomer
Basis bei denen die Strahlaustrittsfläche in Kontakt mit dem zu härtenden Kunststoff
kommen kann oder soll, kann es wegen der besseren Antihafteigenschaft auch von Vorteil
sein, eine Kappe zu verwenden deren Strahlaustrittsfläche aus einem Fluor-Kohlenstoff-Polymer
besteht. Besonders vorteilhaft sind hierfür perfluorierte Polymere wie z. B. Teflon®
FEP oder Teflon® MFA. So transmittieren dünne Folien (d = 0,5 mm) aus diesen Materialien
sowohl im UVA- als auch im sichtbaren Spektralbereich über 80%, und sind ebenfalls
für medizinsche Anwendungen sterüisierbar und autoklavierbar.
1. Gerät zur dermatologischen oder kosmetischen Behandlung eines Patienten, mit einem
Basiskörper (19; 6c19), der eine Strahlungsquelle (11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c1 1) zur
Emission von Licht in einem Wellenlängenbereich zwischen 320 nm und 1500 nm aufweist,
einem Zwischenstück (15; 25; 35; 45; 550; 551 ; 650; 6c15; 6c25), das auf dem Basiskörper
(19; 6c19) aufgesetzt ist, um das Licht von der Strahlungsquelle (11; 21; 41; 61;
6c1 1) in Richtung eines zu behandelnden Körperbereichs (214) des Patienten zu leiten,
und einem am Lichtaustrittsende des Zwischenstücks (15; 25; 35; 45; 55; 550, 650;
6c15, 6c25) angeordneten Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18;
6e18), das dazu ausgelegt ist, in unmittelbaren Kontakt mit dem zu behandelnden Körperbereich
(214) gebracht zu werden, wobei das Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68;
6c18) klemmend an der äußeren Umfangswand des Lichtaustrittsendes des Zwischenstücks
sitzt und wobei das Aufsatzelement bei Andruck gegen den zu behandelnden Körperbereich
(214) verformbar ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d 8; 6e 8) in Form einer
ein Elastomer oder einen fluorierten thermoplastischen Kunststoff enthaltenden Kappe
ausgebildet und über das Lichtaustrittsende des Zwischenstücks (15; 25; 35; 45; 550,
551 ; 650, 6c25) gestülpt ist, und dass das Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418;
58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) wenigstens an seiner Lichtaustrittsfläche vollständig aus
dem Elastomer oder dem fluorierten thermoplastischen Kunststoff besteht.
2. Gerät nach Anspruch 1, ferner mit einem Sockelelement (6c24; 6d24; 6e24) mit zylindrischer
Grundform, das abnehmbar auf einen Grundkörper des Zwischenstücks (15; 25; 35; 45;
6c15, 6c25) aufgesteckt ist, wobei eine starre oder flexible Lichtleiteranordnung
(550; 650) oder das Aufsatzeiement (6c18; 6d 18; 6e18) beispielsweise durch Verkleben
fest mit dem Sockelelement (6c24; 6d24; 6e24) verbunden ist.
3. Gerät nach Anpruch 2, wobei das Sockelelement (6e24) einen ersten Abschnitt zum Aufstecken
mit Klemmsitz auf den Grundkörper des Zwischenstücks (15; 25; 35; 45; 6c15, 6c25)
und einen zweiten Abschnitt (6e24a) zum Befestigen bzw. Aufkleben der Lichtleiteranordnung
(550; 650) oder des Aufsatzelements (6e 8) aufweist.
4. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Elastomer eine Shore-A Härte
von weniger als 100, vorzugsweise zwischen 30 und 70, insbesondere etwa 45, hat.
5. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche wobei wenigstens die Lichtaustrittsfläche
des Aufsatzelements (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18, 6e18) aus einem hochtransparenten
Material, insbesondere einem additionsvemetzten Silikon-Elastomer besteht.
6. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Aufsatzelement (18; 28; 38;
414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) eine lichtabsorbierende Substanz ohne Fluoreszenzeigenschaft,
insbesondere Kohle oder Graphit, enthält.
7. Gerät nach Anspruch 6, wobei das Aufsatzelement (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18;
6d18; 6e18) 0,01 bis 3 Gew.-% der lichtabsorbierenden Substanz ohne FSuoreszenzeigenschaft
enthält.
8. Gerät nach Anspruch 6 oder 7, wobei die lichtabsorbierende Substanz ohne Fluoreszenzeigenschaft
zwischen 10% und nahezu 100% des von der Strahlungsquelle (11; 21; 41; 61; 6c11) emittierten
Lichts absorbiert und in Wärme umwandelt.
9. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Elastomer aus einem der folgenden
Materialien ausgewählt ist; Synthetikkautschuk, Silikonkautschuk, insbesondere additionsvernetzter
Silikonkautschuk, Polyurethan oder Polyethylen.
10. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der fluorierte thermoplastischen
Kunststoff aus einem der folgenden Materialien ausgewählt ist: Fluor-Kohlenstoff Polymere
wie Teflon<®> FEP, Teflon® MFA, Teflon<®> PTFE, Hyflon<®> THV.
11. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Aufsatzelement (18; 28; 38;
414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) die Form einer Kappe hat, deren Gewebeandruckfläche
(18a) zwischen einer konvexen und einer konkaven Konfiguration variierbar ist.
12. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Aufsatzelement (18; 28; 38;
414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) eine lichtabsorbierende Substanz mit Fluoreszenzeigenschaft,
insbesondere Leuchtstoffe auf Basis von PerylenLeuchtstoffen, insbesondere Lumogen®,
oder seltene Erden, enthält.
13. Gerät nach Anspruch 12, wobei das mit der lichtabsorbierenden Substanz dotierte Aufsatzelement
(18, 28, 38, 414, 418, 58, 68; 6c18, 6d18, 6e18) wenig stens auf seiner Gewebeandruckfläche
(18a) mit einer dünnen Schicht aus undotiertem Silikon beschichtet ist.
14. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit einem Mechanismus (6c20, 6c21),
der dazu ausgelegt ist, die Spannungsversorgung der Strahlungsquelle (6c1 1) zu unterbrechen
oder zu vermindern, wenn die Andruckkraft des Aufsatzelements (6c18; 6d18; 6e 8) gegen
den zu behandelnden Körperbereich (214) unterhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts
liegt, und die Spannungsversorgung der Strahlungsquelie (6c11) herzustellen oder zu
erhöhen, wenn die Andruckkraft des Aufsatzelements (6c18; 6d18; 6e18) gegen den zu
behandelnden Körperbereich (214) oberhalb des vorbestimmten Schwellenwerts liegt.
15. Gerät nach Anspruch 14, wobei ein Grundkörper des Zwischenstücks (6c15, 6c22, 6c23,
6c25) einen fest an dem Basiskörper (6c19) befestigten Verbindungskörper (6c15) und
einen relativ zu dem festen Verbindungskörper (6c15) bewegbar gelagerten Verbindungskörper
(6c25) aufweist.
16. Gerät nach Anspruch 15, wobei der Mechanismus (6c20, 6c21) ein Schaltelement (6c20)
aufweist, das zwischen dem bewegbaren Verbindungskörper (6c25) und dem Basiskörper
(6c19) angeordnet und dazu ausgelegt ist, bei einer Andruckkraft des Aufsatzelements
(6c18; 6d18; 6e18) gegen den zu behandelnden Körperbereich (214) über dem vorbestimmten
Schwellenwert, von dem bewegbaren Verbindungskörper (6c25) in einen Zustand geschaltet
zu werden, durch den die Strahlungsquelle (6c1 1) an die Spannungsversorgung angeschlossen
oder die Spannungsversorgung der Strahlungsquelle (6c1 1) erhöht wird.
17. Gerät nach Anspruch 16, wobei der Mechanismus (6c20, 6c21) ferner ein elastisches
Element (6c21) aufweist, das zwischen dem bewegbaren Verbindungskörper (6c25) und
dem Basiskörper (6c19) angeordnet und dazu ausgelegt ist, den bewegbaren Verbindungskörper
(6c25) von dem Basiskörper (6c 9) weg zu drücken und dadurch das Schaltelement (6c20)
in einen Zustand zu schalten, in dem es die elektrische Verbindung der Strahlungsquelle
(6c1 1) mit der Spannungsquelle unterbricht, wenn die Andruckkraft des Aufsatzelements
(6c18; 6d18; 6e18) gegen den zu behandelnden Körperbereich (214) unter dem vorbestimmten
Schwellenwert liegt, und das elastische Element (6c21) insbesondere eine Feder ist,
bspw. eine Spiralfeder.
18. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Strahlungsquelie (1 1; 21 ;
41 ; 61 ; 6c1 1) eine LED oder ein LED-Array aufweist, deren elektrische Gesamtleistung
vorzugsweise zwischen 5 und 25 Watt beträgt.
19. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Strahlungsquelle (1 1; 21 ;
41 ; 61; 6c1 1) Licht im Wellenlängenbereich 320 nm < λ < 1500 nm und vorzugsweise
zwischen 350 nm und 485 nm emittiert.
20. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, das dazu ausgelegt ist, eine dermatologisch
oder kosmetisch wirksame Substanz (213) unter Bestrahlung mit dem emittierten Licht
in den zu behandelnden Körperbereich (214) einzubringen.
21. System mit einem Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche und mindestens einem
weiteren Aufsatzelement, das sich zum Austausch des Aufsatzelements (18; 28; 38; 414;
418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) eignet und sich von diesem nur hinsichtlich der Größe
und der Lichtransmissionseingenschaften unterscheidet, und/oder mindestens einer Lichtleiteranordnung
(550; 650) zum austauschbaren Aufstecken auf einen Grundkörper des Zwischenstücks
(15; 25; 35; 45; 6c 5, 6c25).
22. System nach Anspruch 21, wobei die Aufsatzelemente unterschiedliche Durchmesser haben,
und/oder aufgrund der Tatsache, dass sie unterschiedliche Mengen einer lichtabsorbierenden
Substanz ohne Fluoreszenzeigenschaft enthalten, eine unterschiedliche Transmission
für Licht im blauen Wellenlängenbereich aufweisen, vorzugsweise von 0% bis zu 80%,
und/oder aufgrund der Tatsache, dass sie unterschiedliche Mengen einer lichtabsorbierenden
Substanz mit Fluoreszenzeigenschaft enthalten, grün, gelb, rot, infrarot oder weiß,
leuchten, wenn sie mit dem Licht aus der Strahlungsquelle (1 1; 6c1 1; 21; 41; 61)
angestrahlt werden, das seine Grundfarbe im sichtbaren Blau und/oder Violett hat.
1. Appliance for dermatological or cosmetic treatment of a patient, with
a base body (19; 6c19), having a radiation source (11; 21; 41; 61; 6c11) for emission
of light in a wavelength region between 320 nm and 1500 nm,
an intermediate piece (15; 25; 35; 45; 550; 551; 650; 6c15; 6c25), which is placed
onto the base body (19; 6c19) in order to direct the light from the radiation source
(11; 21; 41; 61; 6c11) toward the patient's body region (214) being treated, and
an attachment element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18), arranged on
the
light exit end of the intermediate piece (15; 25; 35; 45; 55; 550; 551; 650; 6c15;
6c25), which is designed to be brought into direct contact with the body region (214)
being treated, which attachment element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18;
6e18) clamps the outer circumferential wall of the light exit end of the intermediate
piece, and whereby the attachment element is deformable when pressed against the body
region (214) being treated.
characterized in that the attachment element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) is embodied
in the form of a cap containing an elastomer or a fluorinated thermoplastic material
and is placed over the light exit end of the intermediate piece (15; 25; 35; 45; 550;
551; 650; 6c25), and that the attachment element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18;
6d18; 6e18) consists entirely of the elastomer or the fluorinated thermoplastic material
at least at its light exit surface.
2. Appliance according to claim 1, moreover with a base element (6c24; 6d24; 6e24) with
cylindrical basic shape, which is detachably placed on a base of the intermediate
piece (15; 25; 35; 45; 6c15; 6c25),
wherein a rigid or flexible light guide arrangement (550; 650) or the attachment element
(6c18; 6d18; 6e18) is firmly joined to the base element (6c24; 6d24; 6e24), for example,
by gluing.
3. Appliance according to claim 2, wherein the base element (6e24) has a first section
for placing it with clamping fit on the base of the intermediate piece (15; 25; 35;
45; 6c15; 6c25) and a second section (6e24a) for fastening or gluing the light guide
arrangement (550; 650) or the attachment element (6e18).
4. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the elastomer has a Shore
A hardness of less than 100, preferably between 30 and 70, especially around 45.
5. Appliance according to one of the preceding claims, wherein at least the light exit
surface of the attachment element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18)
consists of a highly transparent material, especially an addition-linked silicone
elastomer.
6. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the attachment element
(18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) contains a light absorbing substance
without fluorescent property, especially carbon or graphite.
7. Appliance according to claim 6, wherein the attachment element (18; 28; 38; 414; 418;
58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) contains 0.01 to 3 wt. % of the light absorbing substance
without fluorescent property.
8. Appliance according to claim 6 or 7, wherein the light absorbing substance without
fluorescent property absorbs between 10% and almost 100% of the light emitted by the
radiation source (11; 21; 41; 61; 6c11) and converts it into heat.
9. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the elastomer is chosen
from one of the following materials: synthetic rubber, silicone rubber, especially
addition-linked silicone rubber, polyurethane or polyethylene.
10. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the fluorinated thermoplastic
material is chosen from one of the following materials: fluorocarbon polymers such
as Teflon® FEP, Teflon® MFA, Teflon® PTFE, Hyflon® THV.
11. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the attachment element
(18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) has the shape of a cap, whose tissue
pressing surface (18a) can vary between a convex and a concave configuration.
12. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the attachment element
(18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) contains a light absorbing substance
with fluorescent property, especially a phosphor based on perylene phosphors, particularly
Lumogen®, or rare earths.
13. Appliance according to claim 12, wherein the attachment element (18; 28; 38; 414;
418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) doped with the light absorbing substance is coated
with a thin layer of undoped silicone at least on its tissue pressing surface (18a).
14. Appliance according to one of the preceding claims, moreover with a mechanism (6c20,
6c21) designed to interrupt or reduce the voltage supply of the radiation source (6c11)
when the pressing force of the attachment element (6c18; 6d18; 6e18) against the body
region (214) being treated lies below a predetermined threshold value, and restore
or increase the voltage supply of the radiation source (6c11) when the pressing force
of the attachment element (6c18; 6d18; 6e18) against the body region (214) being treated
lies above the predetermined threshold value.
15. Appliance according to claim 14, wherein a base of the intermediate piece (6c15; 6c22;
6c23; 6c25) has a connection body (6c15) firmly fastened to the base body (6c19) and
a connection body (6c25) mounted movable in relation to the fixed connection body
(6c15).
16. Appliance according to claim 15, wherein the mechanism (6c20, 6c21) has a switch element
(6c20), which is arranged between the movable connection body (6c25) and the base
body (6c19) and designed to be switched by the movable connection body (6c25) at a
pressing force of the attachment element (6c18; 6d18; 6e18) against the body region
(214) being treated beyond the predetermined threshold value to a state wherein the
radiation source (6c11) is connected to the voltage supply or the voltage supply of
the radiation source (6c11) is increased.
17. Appliance according to claim 16, wherein the mechanism (6c20, 6c21) moreover has an
elastic element (6c21), which is arranged between the movable connection body (6c25)
and the base body (6c19) and designed to force the movable connection body (6c25)
away from the base body (6c19) and thereby switch the switch element (6c20) to a state
wherein it interrupts the electrical connection of the radiation source (6c11) to
the voltage source when the pressing force of the attachment element (6c18; 6d18;
6e18) against the body region (214) being treated lies below the predetermined threshold
value, and the elastic element (6c21) is in particular a spring, such as a spiral
spring.
18. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the radiation source (11;
21; 41; 61; 6c11) is an LED or an LED array, whose total electric power is preferably
between 5 and 25 W.
19. Appliance according to one of the preceding claims, wherein the radiation source (11;
21; 41; 61; 6c11) emits light in the wavelength region of 320 nm < λ < 1500 nm and
preferably between 350 nm and 485 nm.
20. Appliance according to one of the preceding claims, designed to introduce a dermatologically
or cosmetically active substance (213) into the body region (214) being treated under
irradiation with the emitted light.
21. A system with an appliance according to one of the preceding claims and
at least one additional attachment element, suitable for replacing the attachment
element (18; 28; 38; 414; 418; 58; 68; 6c18; 6d18; 6e18) and differing from it only
in terms of size and light transmission properties, and/or at least one light guide
arrangement (550; 650) for interchangeable placement on a base of the intermediate
piece (15; 25; 35; 45; 6c15; 6c25).
22. System according to claim 21, wherein the attachment elements have different diameter,
and/or
due to the fact that they contain different amounts of a light absorbing substance
without fluorescing property, they have a different transmission for light in the
blue wavelength region, preferably from 0% to 80%, and/or
due to the fact that they contain different amounts of a light absorbing substance
with fluorescing property, they shine green, yellow, red, infrared or white when exposed
to the light from the radiation source (11; 21; 41; 61; 6c11) having its basic color
in the visible blue and/or violet.
1. Dispositif de traitement dermatologique ou cosmétique d'un patient, comortant un corps
de base (19 ; 6c19), qui présente une source de rayonnement (11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c11)
pour une émission de lumière dans une plage de longueur d'onde entre 320 nm et 1 500
nm, une pièce intermédiaire (15; 25; 35; 45; 550; 551 ; 650 ; 6c15, 6c25), qui est
appliquée sur le corps de base (19; 6c19) pour diriger la lumière depuis la source
de rayonnement (11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c11) en direction d'une zone corporelle (214)
du patient à traiter, et un élément chapeau (18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ;
6c18 ; 6d18 ; 6e18), qui est disposé à l'extrémité de sortie de lumière de la pièce
intermédiaire (15 ; 25 ; 35 ; 45 ; 55 ; 550 ; 650 ; 6c15, 6c25) et est conçu pour
être amené en contact direct avec la zone corporelle (214) à traiter, l'élément chapeau
(18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18) siégeant à force sur la paroi périphérique
extérieure de l'extrémité de sortie de lumière de la pièce intermédiaire et l'élément
chapeau étant déformable sous la compression contre la zone corporelle (214) à traiter,
caractérisé en ce que l'élément chapeau (18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d8 ; 6e8) est configuré
sous la forme d'un capuchon contenant un élastomère ou une matière plastique thermoplastique
fluorée et étant coiffé sur l'extrémité de sortie de lumière de la pièce intermédiaire
(15 ; 25 ; 35 ; 45 ; 550 ; 551 ; 650 ; 6c25), et en ce que l'élément chapeau (18; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18, 6d18 ; 6e18) est, au
moins sur sa surface de sortie de lumière, composé entièrement de l'élastomère ou
de la matière plastique thermoplastique fluorée.
2. Dispositif selon la revendication 1, comprenant en outre un élément socle (6c24 ;
6d24 ; 6e24) de forme de base cylindrique, qui est enfiché de manière amovible sur
un corps de base de la pièce intermédiaire (15 ; 25 ; 35 ; 45 ; 6c15, 6c25), dans
lequel un agencement de fibres optiques rigide ou flexible (550 ; 650) ou l'élément
chapeau (6c18 ; 6d18 ; 6e18) est relié de manière solidaire à l'élément socle (6c24
; 6d24 ; 6e24) par exemple par collage.
3. Dispositif selon la revendication 2, dans lequel l'élément socle (6e24) présente une
première partie pour un enfichage par montage à force sur le corps de base de la pièce
intermédiaire (15 ; 25 ; 35 ; 45 ; 6c15, 6c25) et une seconde partie (6e24a) pour
fixer ou coller l'agencement de fibres optiques (550 ; 650) ou l'élément chapeau (6e8).
4. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élastomère a une
dureté Shore-A inférieure à 100, de préférence entre 30 et 70, en particulier d'environ
45.
5. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel au moins la surface
de sortie de lumière de l'élément chapeau (18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18
; 6d18 ; 6e18) est composée d'un matériau à transparence élevée, en particulier d'un
élastomère de silicone réticulé par addition.
6. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élément chapeau
(18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) contient une substance absorbant
la lumière sans propriétés de fluorescence, en particulier du charbon ou du graphite.
7. Dispositif selon la revendication 6, dans lequel l'élément chapeau (18 ; 28 ; 38 ;
414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) contient de 0,01 à 3 % en poids de la substance
absorbant la lumière sans propriétés de fluorescence.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, dans lequel la substance absorbant la lumière
sans propriétés de fluorescence absorbe entre 10 % et presque 100 % de la lumière
émise par la source de rayonnement (11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c11) et la transforme en
chaleur.
9. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élastomère est
choisi parmi l'un des matériaux suivants : caoutchouc synthétique, caoutchouc silicone,
en particulier caoutchouc silicone réticulé par addition, polyuréthanne ou polyéthylène.
10. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel la matière plastique
thermoplastique fluorée est choisie parmi l'une des matières suivantes : polymères
de carbone-fluor tels que le Téflon<®>FEP, le Téflon® MFA, le Téflon<®>PTFE, le Hyflon<®>THV.
11. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élément chapeau
(18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) a la forme d'un capuchon
dont la surface de compression de tissu (18a) est variable entre une configuration
convexe et une configuration concave.
12. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élément chapeau
(18 ; 28 ; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) contient une substance absorbant
la lumière avec propriétés de fluorescence, en particulier des substances luminescentes
à base de substances luminescentes pérylène, en particulier Lumogen®, ou des terres
rares,.
13. Dispositif selon la revendication 12, dans lequel l'élément chapeau (18, 28, 38, 414,
418, 58, 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) doté de la substance absorbant la lumière est, au
moins sur sa surface de compression de tissu (18a), recouvert d'une mince couche de
silicone non doté.
14. Dispositif selon une des revendications précédentes, comprenant en outre un mécanisme
(6c20 ; 6c21), qui est conçu pour interrompre ou diminuer l'alimentation en tension
de la source de rayonnement (6c11), lorsque la force de compression de l'élément chapeau
(6c18 ; 6d18 ; 6e8) contre la zone corporelle (214) à traiter est en dessous d'une
valeur seuil prédéfinie, et pour établir ou pour augmenter l'alimentation en tension
de la source de rayonnement (6c11), lorsque la force de compression de l'élément chapeau
(6c18 ; 6d18 ; 6e18) contre la zone corporelle (214) à traiter est au-dessus de la
valeur seuil prédéfinie.
15. Dispositif selon la revendication 14, dans lequel un corps de+ base de la pièce intermédiaire
(6c15, 6c22, 6c23, 6c25) présente un corps de liaison fixe (6c15) fixé de manière
solidaire au corps de base (6c19) et un corps de liaison (6c25) monté mobile par rapport
au corps de liaison fixe (6c15).
16. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel le mécanisme (6c20, 6c21) présente
un élément de commutation (6c20) qui est disposé entre le corps de liaison mobile
(6c25) et le corps de base (6c19) et conçu pour être commuté par le corps de liaison
mobile (6c25), lorsque la force de compression de l'élément chapeau (6c18 ; 6d18 ;
6e18) contre la zone corporelle (214) à traiter dépasse la valeur seuil prédéfinie,
dans un état dans lequel la source de rayonnement (6c11) est raccordée à l'alimentation
en tension ou dans lequel l'alimentation en tension de la source de rayonnement (6c11)
est augmentée.
17. Dispositif selon la revendication 16, dans lequel le mécanisme (6c20, 6c21) présente
en outre un élément élastique (6c21) qui est disposé entre le corps de liaison mobile
(6c25) et le corps de base (6c19) et conçu pour pousser le corps de liaison mobile
(6c25) à distance du corps de base (6c19) et commuter ainsi l'élément de commutation
(6c20) dans un état dans lequel il interrompt la liaison électrique de la source de
rayonnement (6c11) avec la source de tension lorsque la force de compression de l'élément
chapeau (6c18 ; 6d18 ; 6e18) contre la zone corporelle (214) à traiter est en dessous
de la valeur seuil prédéfinie, et l'élément élastique (6c21) est en particulier un
ressort, par exemple un ressort en spirale.
18. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel la source de rayonnement
(11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c11) présente une LED ou un ensemble de LED dont la puissance
électrique totale est de préférence comprise entre 5 et 25 watts.
19. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel la source de rayonnement
(11 ; 21 ; 41 ; 61 ; 6c11) émet une lumière dans la plage de longueur d'onde 320 nm
< λ < 1 500 nm et de préférence entre 350 nm et 485 nm.
20. Dispositif selon une des revendications précédentes, conçu pour apporter une substance
dermatologique ou cosmétique efficace (213) par irradiation de la lumière émise dans
la zone corporelle (214) à traiter.
21. Système comprenant un dispositif selon une des revendications précédentes et au moins
un autre élément chapeau, qui est adapté pour remplacer l'élément chapeau (18 ; 28
; 38 ; 414 ; 418 ; 58 ; 68 ; 6c18 ; 6d18 ; 6e18) et se distingue de celui-ci uniquement
en termes de dimensions et de propriétés de transmission lumineuse, et/ou au moins
un agencement de conduit de lumière (550 ; 650) pour un enfichage de manière échangeable
sur un corps de base de la pièce intermédiaire (15 ; 25 ; 35 ; 45 ; 6c5, 6c25).
22. Système selon la revendication 21, dans lequel les éléments chapeaux ont des diamètres
différents, et/ou, du fait qu'ils contiennent des quantités différentes d'une substance
absorbant la lumière sans propriétés de fluorescence, présentent une transmission
différente pour la lumière dans la plage de longueur d'onde bleue, de préférence de
0 % à 80 %, et/ou du fait qu'ils contiennent des quantités différentes d'une substance
absorbant la lumière avec des propriétés de fluorescence, éclairent vert, jaune, rouge,
infrarouge, ou blanc lorsqu'ils sont illuminés avec la lumière provenant de la source
de rayonnement (11 ; 6c11 ; 21 ; 41 ; 61), qui a sa couleur de base dans le bleu et/ou
violet visible.