[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Walzstrasse zum Walzen eines Metallbandes,
- wobei die Walzstrasse ein vorderes Walzgerüst und ein hinteres Walzgerüst umfasst,
in denen das Metallband nacheinander gewalzt wird,
- wobei die Walzstrasse einen Schlingenheber aufweist, der zwischen den Walzgerüsten
angeordnet ist und an das Metallband angestellt wird, so dass eine drehbar gelagerte
Schlingenheberrolle des Schlingenhebers das Metallband kontaktiert und durch das vom
vorderen zum hinteren Walzgerüst der Walzstrasse laufende Metallband in Drehung versetzt
wird.
[0002] Derartige Walzstraßen sind allgemein bekannt, siehe z.B.
JP-A 404 237 506.
[0003] Aus der
DE 10 2008 007 057 A1 ist eine Kaltwalzstraße für ein Metallband bekannt, bei der zwischen dem ersten und
dem zweiten Walzgerüst der Kaltwalzstraße eine Messrolle an das Metallband angestellt
wird. Die Drehzahl der Messrolle wird erfasst. Über die Drehzahl ist die Bandgeschwindigkeit
gegeben. Die Bandgeschwindigkeit des Metallbandes wird im Rahmen einer Massenflussregelung
des ersten Walzgerüsts verwendet. Über die Ausgestaltung der Drehzahlmesseinrichtung
ist in der genannten Schrift nichts ausgesagt.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Walzstraße der eingangs
genannten Art derart auszugestalten, dass die Drehzahlerfassung der Schlingenheberrolle
auch bei einer Warmwalzstraße einsetzbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird durch eine Walzstrasse zum Walzen eines Metallbandes mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Walzstrasse
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 7.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass bei einer Walzstraße der eingangs genannten
Art die Schlingenheberrolle über eine flexible Welle mit einer Drehzahlmesseinrichtung
verbunden ist, mittels derer eine Drehzahl der Schlingenheberrolle erfasst und einer
Steuereinrichtung der Walzstrasse zugeführt wird. Dadurch ist es möglich, die Drehzahlmesseinrichtung
außerhalb des Einfluss- und Gefahrenbereichs des warmen Metallbandes anzuordnen und
dennoch zuverlässig die Drehzahl der Schlingenheberrolle zu erfassen.
[0007] Die flexible Welle kann beispielsweise als biegsame Welle oder als gelenkige Welle
ausgebildet sein.
[0008] Im Falle einer gelenkigen Welle ist es möglich, dass die Drehzahlmesseinrichtung
als solche kardanisch gelagert ist und in Richtung auf die Schlingenheberrolle zu
bzw. von ihr weg verschiebbar gelagert ist. Vorzugsweise jedoch ist die gelenkige
Welle als Teleskopwelle ausgebildet.
[0009] Die Drehzahlmesseinrichtung sollte von der Schlingenheberrolle einen hinreichenden
Abstand aufweisen. Vorzugsweise beträgt der Abstand mindestens einen Meter, insbesondere
mindestens zwei Meter.
[0010] Die Walzgerüste sind auf einer Antriebsseite der Walzstraße mit Walzgerüstantrieben
verbunden. Vorzugsweise ist die Drehzahlmesseinrichtung auf der Antriebsseite angeordnet.
[0011] Es ist möglich, dass die Walzstraße als Kaltwalzwerk ausgebildet ist. Vorzugsweise
jedoch ist die Walzstraße als Fertigstraße zum Warmwalzen des Metallbandes ausgebildet.
[0012] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in Prinzipdarstellung:
- FIG 1
- schematisch eine Walzstraße von der Seite,
- FIG 2
- schematisch einen Abschnitt der Walzstraße von FIG 1 von oben,
- FIG 3
- eine Verbindung einer Schlingenheberrolle und einer Drehzahlmesseinrichtung und
- FIG 4 und 5
- mögliche Querschnitte einer Welle.
[0013] Gemäß FIG 1 umfasst eine Walzstraße zum Walzen eines Metallbandes 1 - insbesondere
eines Stahlbandes 1 - mehrere Walzgerüste 2. Die Walzgerüste 2 werden von dem Metallband
1 nacheinander durchlaufen. In den Walzgerüsten 2 wird das Metallband 1 nacheinander
gewalzt. Aufgrund des Walzens in den Walzgerüsten 2 verringert sich - selbstverständlich
- die Dicke d des Metallbandes 1 bei jedem Walzvorgang. Dementsprechend erhöht sich
eine Bandgeschwindigkeit v bei jedem Walzvorgang. Es ändert sich jedoch nur der Betrag
der Bandgeschwindigkeit v. Die Richtung der Bandgeschwindigkeit v bleibt stets erhalten.
Es erfolgt also kein reversierendes Walzen.
[0014] Dargestellt ist in FIG 1 eine dreigerüstige Walzstraße. Diese Ausgestaltung ist zwar
theoretisch möglich, aber nicht üblich. In der Regel weist die Walzstraße sechs oder
sieben Walzgerüste 2 auf. Prinzipiell ist die Anzahl an Walzgerüsten 2 beliebig wählbar,
solange mindestens zwei Walzgerüste 2 vorhanden sind.
[0015] Gemäß FIG 1 ist dem letzten Walzgerüst 2 eine Kühlstrecke 3 nachgeordnet. Der Kühlstrecke
3 ist eine Haspelanordnung 4 nachgeordnet. Aufgrund des Umstands, dass die Kühlstrecke
3 vorhanden ist, erfolgt in der Walzstraße ein Warmwalzen des Metallbandes 1. Die
Walzstraße ist daher als Fertigstraße ausgebildet.
[0016] Zwischen den Walzgerüsten 2 sind gemäß FIG 1 Schlingenheber 5 angeordnet. Die Schlingenheber
5 dienen insbesondere dazu, einen gewünschten Bandzug σ zwischen den Walzgerüsten
2 einzustellen und für den Fall von Störungen der Banddicke d und/oder der Bandgeschwindigkeit
v einen Bandvorrat zum Ausgleich dieser Störungen zur Verfügung zu stellen. Die Schlingenheber
5 weisen eine Schlingenheberrolle 6 auf, die in einem oder zwei schwenkbaren Armen
frei drehbar gelagert ist.
[0017] Die Schlingenheberrollen 6 werden im Betrieb der Walzstraße an das Metallband 1 angestellt.
Dadurch kontaktiert die Schlingenheberrolle 6 des jeweiligen Schlingenhebers 5 das
Metallband 1. Eine Hubhöhe der Schlingenheber 5 wird so eingestellt, dass zwischen
den angrenzenden Walzgerüsten 2 eine vorbestimmte Menge des Metallbandes 1 gepuffert
wird. Die Schlingenhöhen werden nach Möglichkeit konstant gehalten.
[0018] Die Schlingenheberrollen 6 sind, wie bereits erwähnt, drehbar gelagert, in der Regel
jedoch selbst nicht angetrieben. Die Schlingenheberrollen 6 werden durch das Metallband
1 in Drehung versetzt. Bezüglich jedes Schlingenhebers 5 ist das unmittelbar vorgeordnete
Walzgerüst 2 ein vorderes Walzgerüst im Sinne der vorliegenden Erfindung, das unmittelbar
nachgeordnete Walzgerüst 2 ein hinteres Walzgerüst im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0019] Es ist möglich und üblich, dass zwischen jeweils zwei unmittelbar aufeinander folgenden
Walzgerüsten 2 stets ein Schlingenheber 5 angeordnet ist. Prinzipiell ist es jedoch
ebenso möglich, dass nur einigen der Walzgerüste 2 jeweils ein Schlingenheber 5 nachgeordnet
ist.
[0020] FIG 2 zeigt einen Abschnitt der Walzstraße von FIG 1. Insbesondere zeigt FIG 2 zwei
Walzgerüste 2 einschließlich des zwischen den Walzgerüsten 2 angeordneten Schlingenhebers
5. FIG 2 zeigt also ein vorderes Walzgerüst 2, ein hinteres Walzgerüst 2 und den zwischen
diesen beiden Walzgerüsten 2 angeordneten Schlingenheber 5. Die beiden Walzgerüste
2 werden nachfolgend mit den Bezugszeichen 2' und 2" versehen, um das vordere Walzgerüst
2' und das hintere Walzgerüst 2" voneinander unterscheiden zu können. Eine weitergehende
Bedeutung kommt den neuen Bezugszeichen nicht zu.
[0021] FIG 3 zeigt die Schlingenheberrolle 6 des Schlingenhebers 5 von FIG 2, eine zugehörige
Drehzahlmesseinrichtung 7 und deren Verbindung.
[0022] Gemäß den FIG 2 und 3 ist die Schlingenheberrolle 6 über eine flexible Welle 8 mit
der Drehzahlmesseinrichtung 7 verbunden. Mittels der Drehzahlmesseinrichtung 7 wird
eine Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 erfasst. Die erfasste Drehzahl n wird einer
Steuereinrichtung 9 der Walzstraße zugeführt. Die Steuereinrichtung 9 wertet die Drehzahl
n der Schlingenheberrolle 6 aus. Insbesondere kann die Steuereinrichtung 9 die Drehzahl
n der Schlingenheberrolle 6 bei der Ermittlung von Steuergrößen S, S', S" für den
Schlingenheber 5, das vordere Walzgerüst 2' und/oder das hintere Walzgerüst 2" berücksichtigen.
[0023] Die Welle 8 kann als biegsame Welle - ähnlich der Tachowelle eines Kraftfahrzeugs
- ausgebildet sein. Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist sie als gelenkige Welle ausgebildet.
Die - gelenkige - Welle 8 weist - siehe insbesondere FIG 3 - zwei Wellenstummel 10,
11 auf, zwischen denen ein Mittelstück 12 der Welle 8 angeordnet ist. Der Wellenstummel
10 ist mit der Schlingenheberrolle 6 verbunden, der Wellenstummel 11 mit der Drehzahlmesseinrichtung
7. Das Mittelstück 12 ist mit den Wellenstummeln 10, 11 über je ein Kreuzgelenk 13,
14 verbunden. Kreuzgelenke - oftmals auch als Kardangelenk und im Englischen als universal
joint bezeichnet - sind Fachleuten allgemein bekannt. Die Welle 8 ist aufgrund ihrer
Ausgestaltung, also der Wellenstummel 10, 11, des Mittelstücks 12 und der Kreuzgelenke
13, 14, als gelenkige Welle 8 ausgebildet.
[0024] Die Welle 8 ist vorzugsweise als Teleskopwelle ausgebildet. Die Teleskopierbarkeit
kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass das Mittelstück 12 zwei Teile 15,
16 aufweist, die zwar axial gegeneinander verschiebbar sind, miteinander aber drehfest
verbunden sind. Die beiden Teile 15, 16 des Mittelstücks 12 können zu diesen Zweck
entsprechend den FIG 4 und 5 eine Innenkontur 17 und eine Außenkontur 18 aufweisen,
die unrund sind, aber aufeinander abgestimmt sind. Die in den FIG 4 und 5 gewählten
Ausgestaltungen als quadratische Konturen 17, 18 sind jedoch rein beispielhaft. Es
sind auch andere Konturen möglich, beispielsweise Sechsecke, Dreiecke, Ellipsen usw..
[0025] Die Walzgerüste 2 sind gemäß FIG 2 auf einer Antriebsseite (englisch: drive side)
mit Walzgerüstantrieben 19 verbunden. Vorzugsweise ist auch die Drehzahlmesseinrichtung
7 auf der Antriebsseite angeordnet.
[0026] Ein Abstand a der Drehzahlmesseinrichtung 7 von der Schlingenheberrolle 6 sollte
großzügig dimensioniert sein. Insbesondere sollte der Abstand a nach Möglichkeit zwei
Meter oder mehr betragen. Ein Mindestabstand von einem Meter sollte keinesfalls unterschritten
werden. Der Abstand a ist gemessen von der Stirnfläche des Lagerzapfens der Schlingenheberrolle
6 zur Stirnfläche des drehbaren Teils der Drehzahlmesseinrichtung 7. Der Abstand a
entspricht auch dem Abstand der Wellenstummel 10, 11 voneinander. Aufgrund des (hinreichend
großen) Abstands a ist es insbesondere möglich, die Drehzahlmesseinrichtung 7 in einem
Gehäuse anzuordnen, mittels dessen die Drehzahlmesseinrichtung 7 gegen Wärme, Wasser,
Dampf, Öl und mechanische Beschädigung geschützt ist.
[0027] Aufgrund des Umstands, dass mittels der Drehzahlmesseinrichtung 7 die Drehzahl n
der Schlingenheberrolle 6 in Echtzeit zur Verfügung steht, sind viele vorteilhafte
Anwendungen möglich. So ist insbesondere im Einfädelbetrieb, also während der Bandkopf
vom vorderen zum hinteren Walzgerüst 2', 2" geführt wird, der Schlingenheber 5 zunächst
nicht an das Metallband 1 angestellt. In diesem Fall wird der Schlingenheber 5 von
der Steuereinrichtung 9 nach dem Fassen des Bandkopfes durch das hintere Walzgerüst
2" derart angesteuert, dass er mit einer Sollanstellkraft an das Metallband 1 angestellt
wird. Die Steuereinrichtung 9 ermittelt die Steuergrößen S, S', S" für die Walzstraße
oftmals in Abhängigkeit davon, ob die Schlingenheberrolle 6 das Metallband 1 kontaktiert
oder nicht. In diesem Fall ist es insbesondere möglich, dass die Steuereinrichtung
9 das Kontaktieren des Metallbandes 1 durch die Schlingenheberrolle 6 anhand einer
Änderung der Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 erkennt.
[0028] Da weiterhin der Durchmesser der Schlingenheberrolle 6 bekannt ist, kann die Steuereinrichtung
9 ohne Weiteres anhand der Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 in Verbindung mit
deren Durchmesser die Bandgeschwindigkeit v des Metallbandes 1 ermitteln. Weiterhin
kann die Steuereinrichtung 9 anhand einer Drehzahl n' von Walzen 20' des vorderen
Walzgerüsts 2' in Verbindung mit deren Durchmesser eine vordere Walzenumfangsgeschwindigkeit
vU' ermitteln. Anhand der vorderen Walzenumfangsgeschwindigkeit vU' und der Bandgeschwindigkeit
v kann die Steuereinrichtung 9 dynamisch eine Voreilung des aus dem vorderen Walzgerüst
2' auslaufenden Metallbandes 1 ermitteln. In diesem Fall kann die Steuereinrichtung
9 beispielsweise die Steuergrößen S' für das vordere Walzgerüst 2' - insbesondere
dessen Sollanstellung - unter Berücksichtigung der ermittelten Voreilung ermitteln.
[0029] In analoger Weise kann für das hintere Walzgerüst 2" anhand von dessen Drehzahl n"
die entsprechende Umfangsgeschwindigkeit vU" und die Nacheilung des in das hintere
Walzgerüst 2" einlaufenden Metallbandes 1 ermittelt werden. In diesem Fall kann die
Steuereinrichtung 9 die Steuergrößen S" für das hintere Walzgerüst 2" - insbesondere
dessen Sollanstellung - unter Berücksichtigung der ermittelten Nacheilung ermitteln.
[0030] Die Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 und die Drehzahlen n', n" der Walzen 20',
20" der Walzgerüste 2', 2" stehen der Steuereinrichtung 9 in der Regel in Echtzeit
zur Verfügung. Es ist daher möglich, dass die Steuereinrichtung 9 die entsprechende
Ermittlung während der Zeit, in der das Metallband 1 die Walzstrasse durchläuft, mehrmals
durchführt. Insbesondere kann die Steuereinrichtung 9 die entsprechende Ermittlung
in Echtzeit durchführen.
[0031] Es ist möglich, dass die Steuereinrichtung 9 die ermittelten Vor- und Nacheilungen
direkt verwendet. Alternativ ist es möglich, dass die Steuereinrichtung 9 mittels
eines die Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 nicht berücksichtigenden Modells eine
modellgestützte Voreilung des aus dem vorderen Walzgerüst 2' auslaufenden Metallbandes
1 ermittelt. In diesem Fall kann die Steuereinrichtung 9 das Modell anhand der unter
Verwendung der Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 ermittelten Bandgeschwindigkeit
v adaptieren. In analoger Weise kann bezüglich der Nacheilung des in das hintere Walzgerüst
2" einlaufenden Metallbandes 1 vorgegangen werden.
[0032] Auch ist es möglich, dass die Steuereinrichtung 9 anhand einer Anstellkraft, mit
der die Schlingenheberrolle 6 das Metallband 1 kontaktiert, einen spezifischen Bandzug
σ ermittelt. In diesem Fall kann die Steuereinrichtung 9 anhand von Änderungen des
spezifischen Bandzuges σ und der Voreilung des aus dem vorderen Walzgerüst 2' auslaufenden
Metallbandes 1 die Ableitung der Voreilung nach dem spezifischen Bandzug σ ermitteln
und die ermittelte Ableitung im Rahmen der Ermittlung der Steuergrößen S' für das
vordere Walzgerüst 2' berücksichtigen. Insbesondere kann die Steuereinrichtung 9 die
zeitliche Ableitung des spezifischen Bandzuges σ und die zeitliche Ableitung der Voreilung
ermitteln und die Ableitung der Voreilung nach dem spezifischen Bandzug σ durch Quotientenbildung
ermitteln. In analoger Weise kann bezüglich der Nacheilung des in das hintere Walzgerüst
2" einlaufenden Metallbandes 1 vorgegangen werden.
[0033] In einer weiteren vorteilhaften Verwendung der Drehzahl n der Schlingenheberrolle
6 kann die Steuereinrichtung 9 anhand der Drehzahl n der Schlingenheberrolle 6 in
Verbindung mit deren Durchmesser die Bandgeschwindigkeit v ermitteln und die ermittelte
Bandgeschwindigkeit v im Rahmen einer Wegverfolgung von Abschnitten des Metallbandes
1 vom vorderen zum hinteren Walzgerüst 2', 2" auswerten. Die Wegverfolgung kann beispielsweise
dazu genutzt werden, eine Vorsteuerung des hintere Walzgerüsts 2" zum richtigen Zeitpunkt
vorzunehmen, beispielsweise weil ein Dickenfehler im vorderen Walzgerüst 2' nicht
vollständig korrigiert werden konnte und der fehlerbehaftete Abschnitt des Metallbandes
1 nun in das hintere Walzgerüst 2" einläuft.
[0034] Die obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung soll hingegen ausschließlich durch die
beigefügten Ansprüche bestimmt sein.
1. Walzstrasse zum Walzen eines Metallbandes (1),
- wobei die Walzstrasse ein vorderes Walzgerüst (2') und ein hinteres Walzgerüst (2")
umfasst, in denen das Metallband (1) nacheinander gewalzt wird,
- wobei die Walzstrasse einen Schlingenheber (5) aufweist, der zwischen den Walzgerüsten
(2', 2") angeordnet ist und an das Metallband (1) angestellt wird, so dass eine drehbar
gelagerte Schlingenheberrolle (6) des Schlingenhebers (5) das Metallband (1) kontaktiert
und durch das vom vorderen zum hinteren Walzgerüst (2', 2") der Walzstrasse laufende
Metallband (1) in Drehung versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schlingenheberrolle (6) über eine flexible Welle (8) mit einer Drehzahlmesseinrichtung
(7) verbunden ist, mittels derer eine Drehzahl (n) der Schlingenheberrolle (6) erfasst
und einer Steuereinrichtung (9) der Walzstrasse zugeführt wird.
2. Walzstraße nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Welle (8) als biegsame Welle ausgebildet ist.
3. Walzstraße nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Welle (8) als gelenkige Welle (8) ausgebildet ist.
4. Walzstrasse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gelenkige Welle (8) als Teleskopwelle ausgebildet ist.
5. Walzstrasse nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehzahlmesseinrichtung (7) von der Schlingenheberrolle (6) einen Abstand (a)
von mindestens einem Meter aufweist, vorzugsweise von mindestens zwei Metern.
6. Walzstrasse nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzgerüste (2', 2") auf einer Antriebsseite der Walzstrasse mit Walzgerüstantrieben
(19) verbunden sind und dass die Drehzahlmesseinrichtung (7) auf der Antriebsseite
angeordnet ist.
7. Walzstrasse nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sie als Fertigstrasse zum Warmwalzen des Metallbandes (1) ausgebildet ist.
1. Rolling mill for rolling a metal strip (1),
- wherein the rolling mill incorporates a front roll stand (2') and a rear roll stand
(2"), in which the metal strip (1) is rolled successively,
- wherein the rolling mill has a loop lifter (5), which is arranged between the roll
stands (2', 2") and is positioned against the metal strip (1) so that a loop lifter
roller (6) of the loop lifter (5), which is mounted in bearings so that it can rotate,
makes contact with the metal strip (1) and is set in rotation by the metal strip (1)
running from the front to the rear roll stand (2', 2") of the rolling mill, *characterised in that
the loop lifter roller (6) is connected to a rotation rate measurement device (7)
by a flexible shaft (8), by means of which a rotation rate (n) of the loop lifter
roller (6) is sensed and is fed to a control device (9) of the rolling mill.
2. Rolling mill according to claim 1, characterised in that
the flexible shaft (8) is embodied as an elastic shaft.
3. Rolling mill according to claim 1, characterised in that
the flexible shaft (8) is embodied as an articulated shaft (8).
4. Rolling mill according to claim 3, characterised in that
the flexible shaft (8) is embodied as a telescopic shaft.
5. Rolling mill according to one of the preceding claims, characterised in that
the rotation rate measurement device (7) is at a distance (a) from the loop lifter
roller (6) of at least one meter, preferably at least two meters.
6. Rolling mill according to one of the preceding claims, characterised in that
the roll stands (2', 2") are connected on a drive side of the rolling mill to roll
stand drives (19) and that the rotation rate measurement device (7) is arranged on
the drive side.
7. Rolling mill according to one of the preceding claims, characterised in that
it is embodied as a finishing line for hot-rolling the metal strip (1).
1. Train de laminoir pour laminer un feuillard (1) métallique,
- dans lequel le train de laminoir comprend une cage (2') de laminoir avant et une
cage (2'') de laminoir arrière, dans lesquelles le feuillard (1) métallique est laminé
successivement,
- le train de laminoir ayant un releveur (5) de boucles, qui est disposé entre les
cages (2', 2") de laminoir et qui est mis sur le feuillard (1) métallique, de sorte
qu'un rouleau (6), monté tournant du releveur (5) de boucles, entre en contact avec
le feuillard (1) métallique et soit mis en rotation par le feuillard (1) métallique
allant de la cage (2') de laminoir avant à la cage (2") de laminoir arrière du train
de laminoir, caractérisé en ce que
- le rouleau (6) du releveur de boucles est relié par un arbre (8) souple à un dispositif
(7) de mesure de la vitesse de rotation, au moyen duquel une vitesse (n) de rotation
du rouleau (6) du releveur de boucles est détectée et est envoyée à un dispositif
(9) de commande du train de laminoir.
2. Train de laminoir suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'arbre (8) souple est constitué sous la forme d'un arbre pouvant se courber.
3. Train de laminoir suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'arbre (8) souple est constitué sous la forme d'un arbre (8) articulé.
4. Train de laminoir suivant la revendication 3,
caractérisé
en ce que l'arbre (8) articulé est constitué sous la forme d'un arbre télescopique.
5. Train de laminoir suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le dispositif (7) de mesure de la vitesse de rotation est à une distance (a) du rouleau
(6) du releveur de boucles d'au moins un mètre, de préférence d'au moins deux mètres.
6. Train de laminoir suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que les cages (2', 2") de laminoir sont, d'un côté d'entraînement du train de laminoir,
reliées à des entraînements (19) de cage de laminoir et en ce que le dispositif (7)
de mesure de la vitesse de rotation est disposé du côté de l'entraînement.
7. Train de laminoir suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce qu'il est constitué en train finisseur pour le laminage à chaud du feuillard (1) métallique.