[0001] Die Erfindung betrifft eine Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Beim Wasserstrahlschneiden wird üblicherweise ein Hochdruckwasserstrahl mit zugesetztem
Abrasivmittel verwendet, um Materialien, beispielsweise Metall zu schneiden. Dabei
sind grundsätzlich zwei verschiedene Systeme bekannt. Das erste System ist das Wasser-Abrasiv-Injektionsschneiden.
Bei diesen Systemen wird Wasser unter hohem Druck aus einer Düse ausgetragen und direkt
an der Düse wird ein Abrasivmittel dem Wasserstrahl zugesetzt. Dazu tritt das aus
der Düse austretende Wasser in eine Mischkammer ein, in welcher durch Injektorwirkung
das Abrasivmittel in den Flüssigkeitsstrahl eingesaugt wird. Anschließend wird das
Wasser-Abrasivmittel-Luftgemisch durch ein Fokussierrohr geführt und trifft auf das
Werkstück. Dieses Verfahren wird insbesondere beim Schneiden von Blechen in der Metallbearbeitung
eingesetzt. Bei diesem Verfahren ist es möglich, die Abrasivmittelzufuhr an der Düse
sehr präzise und schnell ein- und auszuschalten, sodass genaue Konturen geschnitten
werden können. Da bei diesem Verfahren jedoch beim Zusatz des Abrasivmittels zu dem
Hochdruckwasserstrahl diesem auch Luft beigemischt wird, ist die Schneidleistung jedoch
insbesondere bei größeren Schneiddimensionen begrenzt.
[0003] Das zweite bekannte System ist das Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahlschneiden, mittels
welchem höhere Schneidleistungen erzielt werden können, d. h. insbesondere größere
Materialstärken und nahezu alle Materialien durchtrennt werden können. Bei diesem
System wird ebenfalls Wasser unter hohem Druck aus einer Schneiddüse ausgetragen.
Allerdings wird das Abrasivmittel nicht an der Düse zugesetzt sondern das Abrasivmittel
wird unter Luftausschluss unter Systemdruck, d. h. unter Hochdruck, dem Wasser weit
vor Eintritt in die Düse zugemischt. D. h. es tritt ein Wasser-Abrasivmittelgemisch,
d. h. eine Suspension, unter hohem Druck aus der Schneiddüse aus. Mit diesem System
lassen sich zwar große Materialstärken durchtrennen, allerdings ist das Starten und
Stoppen des Schneidvorganges mit einer gewissen Verzögerung verbunden, da die Abrasivmittelzufuhr
nicht derart schnell einund ausgeschaltet werden kann wie beim Injektionsschneiden.
Dies ist nachteilig, wenn Schnitte mit großer Präzision durchgeführt werden sollen.
Eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage dieser Art ist z. B. aus
US 4,707,952 bekannt.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage
dahingehend zu verbessern, dass der Schneidvorgang möglichst ohne Verzögerung begonnen
und gestoppt werden kann. Diese Aufgabe wird durch eine Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage
mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten
Figuren.
[0005] Die erfindungsgemäße Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage weist wie bekannte
Suspensions-Schneidanlagen eine Hochdruckpumpe auf, welche ausgangsseitig Wasser unter
hohem Druck bereitstellt. Ferner weist die Anlage eine Schneiddüse auf, welche mit
der Hochdruckpumpe verbunden ist und den Hochdrucksuspensionsstrahl zum Schneiden
formt. D. h. ein Hochdrucksuspensionsstrahl (Wasser-Abrasivmittel-Suspension) tritt
aus dieser Schneiddüse aus und wird dann zum Schneiden verschiedenster Materialien,
beispielsweise von Metall, verwendet. Die Schneiddüse ist mit der Hochdruckpumpe über
einen Hauptströmungsweg und einen von diesem abzweigenden Nebenströmungsweg verbunden.
Der Nebenströmungsweg führt durch einen Abrasivmittel-Druckbehälter, in welchem sich
das Abrasivmittel unter dem Systemdruck der Anlage, d. h. dem von der Hochdruckpumpe
erzeugten Wasserdruck befindet. Das Wasser in dem Nebenströmungsweg bzw. Bypass wird
durch das Abrasivmittel in dem Druckbehälter hindurch geführt und nimmt dieses mit
und fördert so das Abrasivmittel in den Hauptströmungsweg. Auf diese Weise wird unter
hohem Druck eine Suspension gebildet, welche dann aus der Schneiddüse austritt.
[0006] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass der Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg
an einem Mischpunkt mündet, welcher in einem an die Schneiddüse angrenzenden Leitungsabschnitt
gelegen ist und insbesondere unmittelbar angrenzend an die Schneiddüse oder in der
Schneiddüse selber gelegen ist. Dies hat den Vorteil, dass der Teil des Hauptströmungsweges,
durch welchen die Suspension strömt, möglichst kurz gehalten wird. Bei einer derartigen
Suspensions-Schneidanlage wird die Abrasivmittelzufuhr bislang dadurch gestoppt, dass
ein Absperrventil in dem Nebenströmungsweg bzw. Bypass geschlossen wird, sodass die
durch den Abrasivmittel-Druckbehälter verlaufende Wasserströmung unterbrochen wird
und somit kein Abrasivmittel mehr in den Hauptströmungsweg gefördert wird. Allerdings
wird dann das sich noch im Hauptströmungsweg stromabwärts der Einmündung des Nebenströmungsweges
befindende Abrasivmittel durch den weiterlaufenden Hauptstrom aus der Schneiddüse
ausgetragen, sodass der Schneidprozess nicht unmittelbar beendet werden kann. Durch
Verkürzung des Teiles des Hauptströmungsweges, durch welchen die Suspension gefördert
wird, wird der in dem Hauptströmungsweg verbleibende Abrasivmittelteil beim Abschalten
der Strömung durch den Nebenströmungsweg minimiert, sodass die Nachlaufzeit beim Abschalten
der Abrasivmittelzufuhr verkürzt wird und der Schneidprozess schneller gestoppt werden
kann. Insofern ist es bevorzugt, den Mischpunkt zwischen Nebenströmungsweg und Hauptströmungsweg
möglichst nah an die Schneiddüse, insbesondere unmittelbar angrenzend an diese oder
in diese integriert, vorzusehen. Allerdings muss die Mischung zwischen Haupt- und
Nebenstrom stromaufwärts der eigentlichen Düse bzw. Austrittsöffnung erfolgen, sodass
die Suspensionsbildung unter Hochdruck ohne Luftzufuhr erfolgt, um die maximale Schneidleistung
erreichen zu können.
[0007] Bevorzugt ist der Mischpunkt von der Schneiddüse stromaufwärts weniger als 100 cm,
vorzugsweise weniger als 50 cm und insbesondere weniger als 30 cm beabstandet angeordnet.
Auf diese Weise wird der Teil des Hauptströmungsweges, durch welchen die Suspension
gefördert wird, d. h. der Strömungsweg zwischen Mischpunkt und Schneiddüse, verkürzt,
wodurch die Abrasivmittelmenge, welche beim Abschalten des Nebenströmungsweges im
Hauptströmungsweg verbleibt, verringert wird und somit die Nachlaufzeit beim Abschalten
der Abrasivmittelzufuhr verkürzt wird.
[0008] Weiter bevorzugt ist der Mischpunkt gemeinsam mit der Schneiddüse bewegbar. Üblicherweise
ist die Schneiddüse mit den übrigen Anlagenkomponenten, insbesondere der Hochdruck-Wasserzufuhr
und der Abrasivmittelzufuhr über einen Schlauch verbunden, welcher die Beweglichkeit
der Schneiddüse beim Schneidprozess ermöglicht. Bei herkömmlichen Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlagen
liegt der Mischpunkt, an welchen der Nebenstrom mit dem Abrasivmittel dem Hauptstrom
im Hauptströmungsweg zugemischt wird, stromaufwärts dieses Schlauches, während die
Schneiddüse stromabwärts des Schlauches liegt, d. h. hier kann der Abstand zwischen
Mischpunkt und Schneiddüse mehrere zehn oder hundert Meter betragen. Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist nun vorgesehen, den Mischpunkt ebenfalls stromabwärts
des Schlauches, welcher die Beweglichkeit der Schneiddüse ermöglicht, anzuordnen.
D. h. bei dieser Ausführungsform werden der Hauptströmungsweg und der Nebenströmungsweg
zumindest in einem Teilabschnitt jeweils als Schlauch oder bewegliche Rohrleitung
zu der Schneiddüse geführt, sodass diese gegenüber dem Rest der Anlage, insbesondere
dem Abrasivmittel-Druckbehälter und der Hochdruckpumpe, beweglich ist, aber dennoch
der Mischpunkt zwischen Nebenströmungsweg und Hauptströmungsweg nahe der Schneiddüse
angeordnet sein kann.
[0009] Um die Abrasivmittelzufuhr in den Hauptströmungsweg schneller ein- und ausschalten
zu können, sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform Mittel zum Erzeugen eines
Gegendrucks an dem Mischpunkt vorhanden. Dabei erzeugen die Mittel einen derartigen
Gegendruck am Austritt des ersten Nebenströmungsweges in den Hauptströmungsweg, dass
durch den Gegendruck ein Ausströmen der Suspension aus dem Nebenströmungsweg in den
Hauptströmungsweg unterbunden wird. D. h. aufgrund der Druckverhältnisse wird erreicht,
dass ein Übertritt der Strömung aus dem ersten Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg
unterbunden wird.
[0010] Erfindungsgemäß ist zum Aufbau des Gegendrucks am Mischpunkt ein zweiter Nebenströmungsweg
vorgesehen, welcher von dem Hauptströmungsweg, vorzusgweise stromaufwärts des Abzweigpunktes
zu dem ersten Nebenströmungsweg abzweigt. In diesem zweiten Nebenströmungsweg ist
ein Absperrventil angeordnet und der zweite Nebenströmungsweg mündet an dem Mischpunkt,
an welchem der erste Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg mündet, ebenfalls
in den Hauptströmungsweg. Diese Ausgestaltung ermöglicht ein sehr schnelles Abschalten
der Abrasivmittelzufuhr in der Weise, dass nicht die Strömung durch den ersten Nebenströmungsweg
mittels eines stromaufwärts des Abrasivmittel-Druckbehälters gelegenen Absperrventils
unterbrochen wird, sondern dadurch, dass im Bereich des Mischpunktes ein Gegendruck
aufgebaut wird, welcher den Austritt der Abrasivmittel-Suspension aus dem ersten Nebenströmungsweg
in den Hauptströmungsweg unterbindet. D. h. zum Stoppen des Schneidvorganges wird
das Absperrventil in dem zweiten Nebenströmungsweg geöffnet, sodass über diesen am
Mischpunkt ein Gegendruck aufgebaut wird, welcher verhindert, dass die Strömung aus
dem ersten Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg eintreten kann.
[0011] Auf diese Weise wird die Abschaltzeit der Abrasivmittelzufuhr verkürzt. Bei herkömmlichen
Anlagen, bei welchen ein Absperrventil stromaufwärts des Abrasivmittel-Druckbehälters
geschlossen wird, findet immer noch ein Druckabbau in dem Abrasivmittel-Druckbehälter
statt, durch welchen noch ein Nachlaufen der Abrasivmittelzufuhr zu dem Hauptströmungsweg
bedingt wird. Ein solches Nachlaufen wird bei Stoppen der Abrasivmittelzufuhr durch
Aufbau eines Gegendruckes am Austrittspunkt des ersten Nebenströmungsweges verhindert.
[0012] Ferner mündet der zweite Nebenströmungsweg an dem Mischkanal gegenüber dem ersten
Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg, sodass ein schneller Aufbau des Gegendruckes
am Austritt des ersten Strömungsweges zur Unterbindung des weiteren Strömungsaustrittes
aus dem ersten Strömungsweg stattfinden kann.
[0013] Ferner ist die Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage vorzugsweise derart
eingestellt oder einstellbar, dass in dem ersten Nebenströmungsweg im Wesentlichen
derselbe oder ein geringerer Druck herrscht als in dem zweiten Nebenströmungsweg bei
geöffnetem Absperrventil. Dadurch wird sichergestellt, dass dann, wenn das Absperrventil
in dem zweiten Nebenströmungsweg zum Stoppen der Abrasivmittelzufuhr geöffnet wird,
durch die Strömung im zweiten Nebenströmungsweg am Mischpunkt ein solcher Druck aufgebaut
wird, welcher den Austritt der Suspension aus dem ersten Nebenströmungsweg in den
Hauptströmungsweg unterbindet.
[0014] Der Abrasivmittel-Druckbehälter weist eine Austrittsleitung auf, welche Teil des
ersten Nebenströmungsweges ist und mit dem Mischpunkt verbunden ist. Durch diese Austrittsleitung
wird die unter Hochdruck stehende Suspension zu dem Mischpunkt geführt, wo die Suspension
dann in den Hauptströmungsweg eintritt.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Austrittsleitung im Bereich
ihres dem Abrasivmittel-Druckbehälter zugewandten Endes zusätzlich über ein Absperrventil
mit dem Hauptströmungsweg verbunden. D. h. es gibt eine Verbindung zwischen dem ersten
Nebenströmungsweg und dem Hauptströmungsweg zusätzlich zu dem beschriebenen Mischpunkt.
Diese Verbindung zweigt von dem ersten Nebenströmungsweg austrittsseitig des Abrasivmittel-Druckbehälters
möglichst nah angrenzend an den Austritt aus dem Abrasivmittel-Druckbehälter ab. Ferner
ist in dieser Verbindung ein Absperrventil vorgesehen. Diese Verbindung mit dem darin
angeordneten Absperrventil bildet eine Spülleitung bzw. ein Spülventil, welches dazu
genutzt wird, den Druck im Abrasivmittel-Druckbehälter abbauen zu können. Während
der Druck im Abrasivmittelbehälter durch Schließen der Wasserzufuhr im Nebenströmungsweg
stromaufwärts des Abrasivmittel-Druckbehälters und Abschalten des Hauptstromes im
Hauptströmungsweg abgebaut wird, wird bei herkömmlichen Anlagen Abrasivmittel in der
Austrittsleitung zwischen dem Abrasivmittel-Druckbehälter und dem Mischpunkt, an welchem
die Austrittsleitung bzw. der erste Nebenströmungsweg mit dem Hauptströmungsweg verbunden
ist, verbleiben. Es kann dabei zu einer Anhäufung von Abrasivmittel kommen, welche
dann beim erneuten Starten der Anlage zu einem Verstopfen der Schneiddüse führen kann.
Um dies zu verhindern, kann beim Herunterfahren der Anlage die Verbindung zwischen
dem stromaufwärtigen Ende der Austrittsleitung und dem Hauptströmungsweg durch Öffnen
des in dieser Verbindung gelegenen Absperrventils bzw. Spülventils geöffnet werden,
sodass reines Wasser aus dem Hauptströmungsweg in das stromaufwärtige Ende des Austrittsleitung,
d. h. vorzugsweise unmittelbar angrenzend an die Austrittsöffnung des Abrasivmittel-Druckbehälters
eingeleitet wird und somit die Austrittsleitung durchgespült wird. Auf diese Weise
wird noch in der Austrittsleitung vorhandenes Abrasivmittel ausgespült, sodass es
hier nicht zu Anlagerungen bzw. Anhäufungen von Abrasivmittel kommen kann. Auch kann
über diese Verbindung zwischen Austrittsleitung und Hauptströmungsweg ein Druckabbau
im Druckbehälter beim Herunterfahren der Anlage erfolgen.
[0016] Darüber hinaus kann die Verbindung auch dazu genutzt werden, beim Hochfahren der
Anlage einen unkontrollierten Austrag von Abrasivmittel aus dem Abrasivmittel-Druckbehälter
zu verhindern. D. h. der Druckaufbau in dem Abrasivmittel-Druckbehälter kann wenigstens
zum Teil dadurch erfolgen, dass die Verbindung zwischen der Austrittsleitung und dem
Hauptströmungsweg durch Öffnen des in dieser angeordneten Absperrventils geöffnet
wird und auf diese Weise unter Hochdruck stehendes Wasser in die Austrittsseite des
Abrasivmittel-Druckbehälters gedrückt wird und dort zum Druckaufbau beiträgt. Dabei
wird gleichzeitig der Austrag von Abrasivmittel aus dem Druckbehälter verhindert.
Vor Beginn des Schneidprozesses wird dann das Ventil in der Verbindung zwischen Austrittsleitung
und Hauptströmungsweg geschlossen, sodass ein Übertritt von Suspension durch diese
Verbindung in den Hauptströmungsweg verhindert wird und die Suspension erst an dem
oben beschriebenen Mischpunkt in den Hauptströmungsweg nahe der Schneiddüse eintritt.
[0017] Wie vorangehend beschrieben, ist ferner bevorzugt in dem ersten Nebenströmungsweg
eingangsseitig des Abrasivmittel-Druckbehälters, d. h. stromaufwärts des Abrasivmittel-Druckbehälters
ein Absperrventil bzw. Bypassventil angeordnet, durch welches die Strömung in dem
ersten Strömungsweg ein- und ausgeschalten werden kann. Durch Unterbrechung der Strömung
kann die Abrasivmittelzufuhr in den Hauptströmungsweg und damit der Schneidvorgang
unterbrochen werden, sofern hierfür nicht ein Gegendruck am Mischpunkt in der oben
beschriebenen Weise genutzt wird. In einem solchen Fall kann das Absperrventil jedoch
zum Hoch- und Herunterfahren der Anlage genutzt werden.
[0018] Die Schneiddüse ist ferner bevorzugt an einem Positioniersystem befestigt und über
dieses in zumindest einer Richtung bewegbar. Das Positioniersystem kann Teil einer
Schneidanlage sein, welche die Schneiddüse in verschiedenen Richtungen relativ zu
einem Werkstück bewegen kann. Die Schneidanlage kann beispielsweise einen Roboter
aufweisen, welcher die Schneiddüse trägt und durch entsprechende Ansteuerung in gewünschten
Bahnen verfahren kann, um entlang dieser Schneidvorgänge in einem Material durchzuführen.
Insbesondere kann die Düse zumindest in einer Ebene in zwei Richtungen bewegbar sein,
sodass sie in einem flächigen Werkstück beliebige Schneidoperationen durchführen kann.
Die Anlagenteile zur Abrasivmittelzufuhr, insbesondere der Abrasivmittel-Druckbehälter
und die Hochdruckpumpe sind dabei zweckmäßigerweise feststehend angeordnet, sodass
sie nicht mit der Schneiddüse bewegbar sind und die bewegbare Schneiddüse ist, wie
oben beschrieben, über zwei Druckleitungen, eine für den Hauptströmungsweg und eine
für den ersten Nebenströmungsweg, mit den feststehenden Anlagenteilen verbunden. In
dem Fall, dass ein zweiter Nebenströmungsweg vorgesehen sein sollte, könnte noch eine
dritte Druckleitung in Form eines flexiblen Schlauches vorgesehen sein. So kann der
oben beschriebene Mischpunkt direkt an der beweglichen Düse angeordnet werden, um
die Abrasivmittelzufuhr möglichst schnell starten und stoppen zu können. Es ist jedoch
auch denkbar, den Druckbehälter gemeinsam mit der Schneiddüse zu bewegen. Dann ist
eine feste Verrohrung möglich.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- schematisch eine Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- schematisch eine Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 3a, 3b
- eine Detailansicht des Mischpunktes in Fig. 2, wobei in Fig. 3a die Abrasivmittelzufuhr
ein- und in Fig. 3b die Abrasivmittelzufuhr ausgeschaltet ist.
[0020] Der Aufbau der Schneidanlagen gemäß der ersten und der zweiten Ausführungsform, welche
in Fig. 1 und 2 gezeigt sind, ist in weiten Teilen identisch, sodass die identischen
Teile nachfolgend gemeinsam beschrieben werden.
[0021] Die Schneidanlage weist eine Druckquelle in Form einer Hochdruckpumpe 2 auf, welche
Wasser unter hohem Druck für die Anlage bereitstellt. In Strömungsrichtung schließt
sich an die Hochdruckpumpe ein Rückschlagventil 4 an. Stromabwärts des Rückschlagventils
4 verzweigt der Strömungsweg in einen Hauptströmungsweg 6 und einen ersten Nebenströmungsweg
bzw. Bypass 8. Der Hauptströmungsweg verläuft weiter durch einen Hochdruckschlauch
bzw. Schlauch 10 zu einer Mischkammer 12, welche angrenzend an die Schneiddüse 14
angeordnet ist. Anstelle eines Schlauches 10 könnte auch eine Rohrleitung Verwendung
finden. Durch den Hauptströmungsweg 6 wird lediglich Wasser geleitet. Der Nebenströmungsweg
8 läuft über ein Absperrventil bzw. Bypassventil 16 zu dem Abrasivmittel-Druckbehälter.
Durch das Absperrventil 16 kann der Nebenströmungsweg 8 zu dem Abrasivmittel-Druckbehälter
18 geöffnet und geschlossen werden. In dem Abrasivmittel-Druckbehälter 18 befindet
sich das Abrasivmittel und die Strömung durch den Nebenströmungsweg 8 wird bei geöffnetem
Absperrventil 16 durch das Abrasivmittel geleitet und tritt ausgangseitig durch die
Austrittsleitung 20 dann gemeinsam mit dem Abrasivmittel als Suspension aus dem Abrasivmittel-Druckbehälter
18 aus. Der erste Nebenströmungsweg 8 verläuft dann stromabwärts des Druckbehälters
18 weiter durch einen Hochdruckschlauch bzw. Schlauch 22 ebenfalls zu der Mischkammer
12, in welcher dann an einem Mischpunkt 24 die Strömung aus dem ersten Nebenströmungsweg
8 in die Strömung in den Hauptströmungsweg 6 mündet, sodass dort eine verdünnte Suspension
gebildet wird, welche dann weiter zu der Schneiddüse 14 strömt. Aus der Schneiddüse
14 tritt dann ein Hochdruckwasserstrahl mit Abrasivmittel aus, welcher zum Schneiden
eines Werkstückes 26 genutzt wird.
[0022] Die Schneiddüse 14 ist relativ zu dem Werkstück 26 über ein Positioniersystem 28,
welcher hier nur durch die Bewegungsrichtungen angedeutet ist, bewegbar, um die gewünschten
Schneidbewegungen zum Ausbilden von Schnitten in dem Werkstück 26 auszuführen. Um
die Beweglichkeit der Schneiddüse 14 zu gewährleisten, sind die feststehenden Anlagenteile
über die Hochdruckschläuche 10 und 22 mit der Mischkammer 12 und der Schneiddüse 14
verbunden. Die Mischkammer 12 und die Schneiddüse 14 sind im gezeigten Beispiel fest
zueinander angeordnet, insbesondere fest miteinander verbunden oder auch gegebenenfalls
in ein Bauteil integriert.
[0023] Dadurch, dass das Abrasivmittel durch den ersten Nebenströmungsweg 8 über einen separaten
Schlauch 22 zu der Mischkammer 12 geleitet wird, wird erreicht, dass der Mischpunkt
24 in der Mischkammer 12 möglichst nah an der Schneiddüse 14, bevorzugt direkt an
diese angrenzend oder lediglich minimal beabstandet angeordnet werden kann. Auf diese
Weise wird der Leitungsabschnitt zwischen dem Mischpunkt 24 und der Austrittsöffnung
der Schneiddüse 14 verkürzt. Das hat den Vorteil, dass beim Schließen des Absperrventils
16, wenn die Strömung durch den ersten Nebenströmungsweg 8 und damit die Zufuhr von
Abrasivmittel in den Hauptströmungsweg 6 unterbunden wird, nur noch wenig Abrasivmittel
durch die weiterlaufende Strömung durch den Hauptströmungsweg 6 ausgetragen wird,
nämlich im Wesentlichen nur noch das Abrasivmittel, welches sich beim Abschalten der
Strömung in dem ersten Nebenströmungsweg 8 zwischen dem Mischpunkt 24 und der Austrittsöffnung
der Schneiddüse 14 befindet. Auf diese Weise kann ein schnelleres Abschalten des Schneidvorganges
durch Unterbrechung der Abrasivmittelzufuhr erreicht werden.
[0024] Ein noch schnelleres Abschalten kann bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 erreicht
werden. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 gibt es beim Schließen des Absperrventils
16 noch einen gewissen Nachlauf, d. h. durch Druckabbau insbesondere in dem Druckbehälter
18 wird noch ein Anteil von Abrasivmittel aus dem Schlauch 22 in die Mischkammer 12
und damit den Hauptströmungsweg ausgetragen. Umgekehrt muss bei Öffnen des Absperrventils
16 zunächst der Schlauch 22 wieder vollständig mit Abrasivmittel gefüllt werden bis
ein stabiler Schneidvorgang erreicht wird. Dieser Vor- und Nachlauf kann bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 2 verkürzt werden. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist zusätzlich
ein zweiter Nebenströmungsweg 30 vorgesehen, welcher von dem Hauptströmungsweg 6 stromaufwärts
des Rückschlagventils 4 abzweigt und mit einem Absperrventil 32 versehen ist. Der
zweite Nebenströmungsweg 30 führt über einen weiteren Hochdruckschlauch bzw. Schlauch
34 zu der Mischkammer 12, wo er ebenfalls im Mischpunkt 24 in den Hauptströmungsweg
6 einmündet. Bei dieser Ausführungsform kann die Abrasivmittelzufuhr nicht nur durch
Schließen des Absperrventils 16 in dem zweiten Nebenströmungsweg 8 stromaufwärts des
Druckbehälters 18 unterbunden werden sondern ebenfalls durch Aufbau eines Gegendruckes
am Mischpunkt 24. Dies erfolgt dadurch, dass das Absperrventil 32 in den zweiten Nebenströmungsweg
30 geöffnet wird, wodurch zusätzlich unter Hochdruck stehenden Wasser zu dem Mischpunkt
24 geleitet wird und dort einen Gegendruck zu der aus dem ersten Nebenströmungsweg
8 bzw. dem Schlauch 22 austretenden Suspension aufbaut, welcher dann den Austritt
der Suspension am Mischpunkt 24 unterbindet.
[0025] Dies ist in der schematischen Darstellung der Mischkammer 12 in den Fig. 3a, 3b näher
gezeigt. Fig. 3a zeigt die geöffnete Abrasivmittelzufuhr. Bei dieser erfolgt eine
Strömung durch den Nebenströmungsweg 8, welcher durch den Abrasivmittel-Druckbehälter
18 führt und so Abrasivmittel zu dem Mischpunkt 24 fördert. Am Mischpunkt 24 tritt
die Suspension aus dem ersten Nebenströmungsweg 8 in die Strömung des Hauptströmungsweges
6 ein und die so verdünnte Suspension wird weiter zu der Schneiddüse 14 geführt. Das
Absperrventil 32 in dem zweiten Nebenströmungsweg 30 ist in diesem Zustand geschlossen,
d. h. an der Einmündung 36 des zweiten Nebenströmungsweges 30 in dem Hauptströmungsweg
6 liegt kein Gegendruck an, sodass die Strömung aus dem Nebenströmungsweg 8 ungehindert
in die Hauptströmung durch den Hauptströmungsweg 6 eintreten kann. Wenn nun das Absperrventil
32 in den zweiten Nebenströmungsweg 30 geöffnet wird, wird an der Einmündung 36, wie
in Fig. 3b gezeigt, eine Strömung und ein Gegendruck erzeugt, welcher die Suspension
in den Nebenströmungsweg 8 hineindrückt bzw. deren Austritt am Mischpunkt 24 durch
den durch den zweiten Nebenströmungsweg erzeugten höheren Druck im Hauptströmungsweg
6 unterbindet. Durch den Hauptstrom im Hauptströmungsweg 6 und den zweiten Nebenstrom
im zweiten Nebenströmungsweg 30 wird somit am Mischpunkt 24 ein zumindest gleicher
oder aber bevorzugt höherer Druck aufgebaut als in dem Nebenströmungsweg 8 herrscht,
sodass der Austritt der Suspension unterbunden wird. Gleichzeitig wird die Suspension
in dem Nebenströmungsweg 8 und insbesondere in dem Schlauch 22 gehalten, sodass der
Schneidbetrieb sehr schnell wieder aufgenommen werden kann, indem der Gegendruck durch
Schließen des Absperrventils 32 unterbunden wird und dann sehr schnell wieder Abrasivmittel
aus dem zweiten Strömungsweg dem Hauptstrom im ersten Strömungsweg 6 zugeführt wird.
[0026] Ein weiteres Detail ist bei beiden Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 vorhanden,
nämlich eine zusätzliche Verbindung 38 zwischen der Austrittsleitung 20 und dem Hauptströmungsweg
6. Im hier gezeigten Beispiel ist die Verbindung 38 mit dem ersten Nebenströmungsweg
8 stromaufwärts des Absperrventils 16 verbunden. D. h. diese Verbindung ist unabhängig
von der Stellung des Absperrventils 16 gegeben. Die Verbindung 38 mündet in die Austrittsleitung
20 an derem an den Abrasivmittel-Druckbehälter 18 angrenzenden Ende, d. h. stromaufwärts
des Schlauches 22. In der Verbindung 38 ist ein Spülventil 40 angeordnet, durch welches
die Verbindung 38 geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Beim Herunterfahren der Anlage
wenn der Druck im Druckbehälter 18 abgebaut wird, kann dieses Spülventil 40 geöffnet
werden, sodass reines Wasser aus dem Hauptströmungsweg 6 den Abrasivmittel-Druckbehälter
überbrückend in die Austrittsleitung 20 und den Schlauch 22 geleitet wird, um diesen
durchzuspülen. Auf diese Weise können Abrasivmittelreste, welche im Schlauch 22 beim
Herunterfahren verbleiben, aus diesem herausgespült werden. Beim normalen Betrieb
der Anlage ist das Spülventil 40 geschlossen, sodass eine Rückströmung von Suspension
aus dem Abrasivmittel-Druckbehälter in den Hauptströmungsweg 6 über die Verbindung
38 nicht möglich ist. Auch beim Hochfahren der Anlage kann das Spülventil 40 geöffnet
werden, sodass über die Verbindung 38 in der Austrittsleitung 20 ein Druck aufgebaut
wird, über welchen auch der Abrasivmittel-Druckbehälter 18 unter Druck gesetzt wird.
Wenn der Abrasivmittel-Druckbehälter 18 über die Ausgangseite unter Druck gesetzt
wird, wird ein unerwünschter Austrag von Abrasivmittel beim Hochfahren der Anlage
unterbunden. Die Druckbeaufschlagung kann dabei gleichzeitig auch durch Öffnen des
Absperrventils 16 über die Eintrittsseite erfolgen, sodass ein Abrasivmittelaustrag
in beide Richtungen bei Hochfahren der Anlage aus dem Abrasivmittel-Druckbehälter
unterbunden werden kann.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 2
- - Hochdruckpumpe
- 4
- - Rückschlagventil
- 6
- - Hauptströmungsweg
- 8
- - erster Nebenströmungsweg
- 10
- - Schlauch
- 12
- - Mischkammer
- 14
- - Schneiddüse
- 16
- - Absperrventil
- 18
- - Abrasivmittel-Druckbehälter
- 20
- - Austrittsleitung
- 22
- - Schlauch
- 24
- - Mischpunkt
- 26
- - Werkstück
- 28
- - Positioniersystem
- 30
- - zweiter Nebenströmungsweg
- 32
- - Absperrventil
- 34
- - Schlauch
- 36
- - Einmündung
- 38
- - Verbindung
- 40
- - Spülventil
1. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage mit einer Hochdruckpumpe (2), einer
Schneiddüse (14), einem die Hochdruckpumpe (2) mit der Schneiddüse (14) verbindenden
Hauptströmungsweg (6) und einem von dem Hauptströmungsweg (6) abzweigenden ersten
Nebenströmungsweg (8), welcher durch einen Abrasivmittel-Druckbehälter (18) führt,
wobei
der erste Nebenströmungsweg (8) in den Hauptströmungsweg (6) an einem Mischpunkt (24)
mündet, welcher in einem an die Schneiddüse (14) angrenzenden Leitungsabschnitt (12)
gelegen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass von dem Hauptströmungsweg (6) ein zweiter Nebenströmungsweg (30) abzweigt, in welchem
zumindest ein Absperrventil (32) angeordnet ist und welcher an dem Mischpunkt (24)
gegenüberliegend zu dem ersten Nebenströmungsweg (8) in den Hauptströmungsweg (6)
mündet.
2. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischpunkt (24) von der Schneiddüse (14) in Strömungsrichtung weniger als 100
cm, vorzugsweise weniger als 50 cm beabstandet ist.
3. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischpunkt (24) gemeinsam mit der Schneiddüse (14) bewegbar ist.
4. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Aufbau eines derartigen Gegendrucks am Mischpunkt (24) vorhanden sind,
welcher einen Austritt der Strömung auf dem ersten Nebenströmungsweg in den Hauptströmungsweg
(6) verhindert.
5. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidanlage derart eingestellt oder einstellbar ist, dass in dem ersten Nebenströmungsweg
(8) im Wesentlichen derselbe oder ein geringerer Druck herrscht als in dem zweiten
Nebenströmungsweg (30) bei geöffnetem Absperrventil (32).
6. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abrasivmittel-Druckbehälter (18) eine Austrittsleitung (20) aufweist, welche
Teil des ersten Nebenströmungsweges (6) und mit dem Mischpunkt (24) verbunden ist,
wobei die Austrittsleitung (20) im Bereich ihres dem Abrasivmittel-Druckbehälter (18)
zugewandten Endes zusätzlich über ein Absperrventil (40) mit dem Hauptströmungsweg
(6) verbunden ist.
7. Wasser-Abrasiv-Suspensionsstrahl-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Nebenströmungsweg (8) eingangsseitig des Abrasivmittel-Druckbehälters
(18) ein Absperrventil (16) angeordnet ist.
8. Wasser-Abrasiv-Suspensiorisstrahl-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiddüse (14) an einem Positioniersystem (28) befestigt und über dieses in
zumindest einer Richtung bewegbar ist.
1. A water abrasive suspension jet cutting installation with a high-pressure pump (2),
a cutting nozzle (14), a main flow path (6) which connects the high-pressure pump
(2) to the cutting nozzle (14) and with a first auxiliary flow path (8) which branches
from the main flow path (6) and which leads through an abrasive means pressure container
(18), wherein
the first auxiliary flow path (8) runs out into the main flow path (6) at a mixing
point (24) which is situated on a conduit section (12) adjacent the cutting nozzle
(14),
characterised in that a second auxiliary flow path (30) branches from the main flow path (6), in which
second auxiliary flow path at least one shut-off valve (32) is arranged and which
at the mixing point (24) runs out into the main flow path (6) in a manner lying opposite
to the first auxiliary flow path (8).
2. A water abrasive suspension jet cutting installation according to claim 1, characterised in that the mixing point (24) is distanced by less than 100 cm, preferably less than 50 cm
from the cutting nozzle (14) in the flow direction.
3. A water abrasive suspension jet cutting installation according to claim 1 or 2, characterised in that the mixing point (24) is movable together with the cutting nozzle (14).
4. A water abrasive suspension jet cutting installation according to one of the preceding
claims, characterised in that means are present for building up such a counter-pressure at the mixing point (24),
that this counter-pressure prevents an exit of the flow out of the first auxiliary
flow path into the main flow path (6).
5. A water abrasive suspension jet cutting installation according to one of the preceding
claims, characterised in that the cutting installation is set or can be set, in a manner such that essentially
the same or a lower pressure prevails in the first auxiliary flow path (8) than in
the second auxiliary flow path (30), given an opened shut-off valve (32).
6. A water abrasive suspension jet cutting installation according to one of the preceding
claims, characterised in that the abrasive means pressure container (18) comprises an exit conduit (20) which is
part of the first auxiliary flow path (6) and is connected to the mixing point (24),
wherein the exit conduit (20) in the region of its end facing the abrasive means pressure
container (18) is connected to the main flow path (6) via a shut-off valve (40).
7. A water abrasive suspension jet cutting installation according to one of the preceding
claims, characterised in that a shut-off valve (16) is arranged in the first auxiliary flow path (8) at the entry
side of the abrasive means pressure container (18).
8. A water abrasive suspension jet cutting installation according to one of the preceding
claims, characterised in that the cutting nozzle (14) is fastened on a positioning system (28) and via this can
be moved in at least one direction.
1. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive comprenant une pompe haute
pression (2), une buse de coupe (14), une voie d'écoulement principale (6) reliant
la pompe haute pression (2) à la buse de coupe (14) et une première voie d'écoulement
secondaire (8) bifurquant de la voie d'écoulement principale (6) et passant à travers
un réservoir d'agent abrasif sous pression (18), la première voie d'écoulement secondaire
(8) débouchant dans la voie d'écoulement principale (6) en un point de mélange (24)
situé dans un segment de conduit (12) adjacent à la buse de coupe (14),
caractérisé en ce que de la voie d'écoulement principale (6) bifurque une seconde voie d'écoulement secondaire
(30) dans laquelle est disposée au moins une vanne d'arrêt (32) et qui débouche dans
la voie d'écoulement principale (6) au point de mélange (24) à l'opposé de la première
voie d'écoulement secondaire (8).
2. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon la revendication 1, caractérisé en ce que le point de mélange (24) est éloigné de la buse de coupe (14) dans la direction d'écoulement
de moins de 100 cm, de préférence, moins de 50 cm.
3. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon la revendication 1 ou
2, caractérisé en ce que le point de mélange (24) est déplaçable en même temps que la buse de coupe (14).
4. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au point de mélange (24) sont prévus des moyens permettant de créer une contre-pression
de nature à empêcher une sortie de l'écoulement de la première voie d'écoulement secondaire
dans la voie d'écoulement principale (6).
5. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de coupe est réglé ou réglable de telle sorte qu'il règne dans la première
voie d'écoulement secondaire (8) sensiblement la même pression ou une pression plus
faible que dans la seconde voie d'écoulement secondaire (30) lorsque la vanne d'arrêt
(32) est ouverte.
6. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le réservoir d'agent abrasif sous pression (18) présente un conduit de sortie (20)
qui fait partie de la première voie d'écoulement secondaire (6) et est relié au point
de mélange (24), le conduit de sortie (20) étant relié, en outre, par l'intermédiaire
d'une vanne d'arrêt (40), à la voie d'écoulement principale (6) dans la région de
son extrémité orientée vers le réservoir d'agent abrasif sous pression (18).
7. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'une vanne d'arrêt (16) est disposée dans la première voie d'écoulement secondaire
(8) côté entrée du réservoir d'agent abrasif sous pression (18).
8. Dispositif de coupe à jet de suspension d'eau abrasive selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la buse de coupe (14) est fixée sur un système de positionnement (28) et déplaçable
par l'intermédiaire de celui-ci dans au moins une direction.