| (19) |
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(11) |
EP 2 640 880 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.08.2015 Patentblatt 2015/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.09.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/066036 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/065768 (24.05.2012 Gazette 2012/21) |
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| (54) |
GREIFERKOPF ZUM EINTRAG VON SCHUSSFÄDEN AN EINER GREIFERWEBMASCHINE
GRIPPER HEAD FOR THE INSERTION OF WEFT THREADS ON A GRIPPER WEAVING MACHINE
TETE DE LANCE PERMETTANT L'INSERTION DES FILS DE TRAME SUR UN METIER A TISSER A LANCES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.11.2010 DE 102010044127
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.09.2013 Patentblatt 2013/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Lindauer Dornier Gesellschaft mit beschränkter
Haftung |
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88131 Lindau (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GIELEN, Markus
88131 Lindau (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 984 089
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WO-A1-2010/142446
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Greiferkopf zum Eintrag von Schussfäden
an einer Greiferwebmaschine sowie eine Greiferwebmaschine mit einem derartigen Greiferkopf.
[0002] Es sind im Stand der Technik Greiferwebmaschinen bekannt, bei denen ein Schussfaden
von einer Seite der Webmaschine durch einen ersten Greifer durch das Webfach über
die halbe Gewebebreite bis zur Maschinenmitte transportiert und dort an einen zweiten
Greifer übergeben wird. Der zweite Greifer transportiert den Schussfaden durch das
Webfach über die zweite Hälfte der Gewebebreite zur anderen Seite der Webmaschine.
[0003] Greifer mit derartigen Greiferköpfen zeigt zum Beispiel die
DE 1710292 A1. Diese beschreibt ein Paar von Greiferköpfen bestehend aus einem Bringer-Greifer
und einem Holer-Greifer, mit denen Schussfäden in ein Webfach eingetragen werden.
Die Greifer bestehen aus einem Greiferkopf und einer Greiferstange, die durch jeweils
ein Getriebe wechselnd ins Webfach vorgeschoben und zurückgezogen werden. Es werden
Greiferköpfe verwendet, die den Schussfaden mit Fadenklemmen halten. Eine Fadenklemme
besteht aus einem feststehenden und einem beweglichen Klemmteil. Das bewegliche Klemmteil
ist als Klemmhebel ausgebildet und wird durch eine Kraft auf das feststehende Klemmteil
gedrückt. Die Kraft wird mittels einer im Greiferkopf angebrachten Feder aufgebracht.
Durch Steuervorrichtungen an der Webmaschine wird das bewegliche Klemmteil, d.h. der
Klemmhebel im laufenden Webbetrieb geöffnet oder geschlossen. Dadurch wird ein Erfassen
oder Freigeben des Schussfadens ermöglicht.
[0004] Steuereinrichtungen gemäß der
DE 1710292 A1 ermöglichen eine sehr sichere Übergabe des Schussfadens in Maschinenmitte. Es besteht
jedoch der Wunsch nach höheren Drehzahlen einer derartigen Greiferwebmaschine.
[0005] Im Stand der Technik gibt es Vorschläge, wie man eine höhere Leistung dadurch erzielt,
dass die Fadenklemmen der Greiferköpfe durch Aktuatoren nach verschiedenen physikalischen
Prinzipien berührungslos gesteuert werden.
[0006] Die
GB 2 059 455 A schlägt eine Anordnung vor, deren grundlegendes Funktionsprinzip darin besteht, dass
ein elektrisch gesteuerter Magnet auf ein Arretierelement im Greiferkopf wirkt, das
den oder die Klemmhebel freigibt; diese öffnen oder schließen unter Federkraft.
[0007] Die
DE 102 52 053 A zeigt einen federbelasteten Klemmhebel mit Arretierelement, das zum Öffnen des Klemmhebels
piezoelektrisch gelöst wird.
[0008] In beiden genannten Fällen ist die Klemmkraft der Fadenklemmen nicht bei laufender
Maschine an verschiedene Garneigenschaften anpassbar.
[0009] EP 984089 A1 (dort Fig. 11 und 12) zeigt ein System, bei welchem die Einstellung der Klemmkraft
einer Fadenklemme eines Greiferkopfes auf pneumatischem Wege bei laufender Maschine
erfolgt. Dazu wird ein am Greiferkopf angebrachter Balg unter Inndruck gesetzt. Eine
Steuerung der Fadenklemme in Maschinenmitte zur Übergabe des Schussfadens von einem
Bringer-Greiferkopf zu einem Holer-Greiferkopf ist mit dieser Ausführung jedoch nicht
möglich.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Greiferkopf zu schaffen, dessen
Fadenklemme für den Schussfaden berührungslos und mit hoher Übergabesicherheit des
Schussfadens auch in der Maschinenmitte gesteuert werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird durch einen Greiferkopf sowie einer Greiferwebmaschine mit einem
derartigen Greiferkopf mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0012] An einem erfindungsgemäßen Greiferkopf zum Eintrag von Schussfäden an einer Greiferwebmaschine
ist eine an sich bekannte Fadenklemme angebracht, die ein feststehendes Klemmteil
und ein bewegliches Klemmteil aufweist. Am Greiferkopf ist weiterhin ein erster Hohlkörper
angebracht, dessen Volumen unter Innendruck eines gasförmigen und damit auch kompressiblen
Mediums vergrößert wird. Vorzugsweise wird als Medium Luft eingesetzt. Der erste Hohlkörper
ist derartig mit dem beweglichen Klemmteil verbunden, dass durch die Veränderung des
Volumens vom Hohlkörper eine Kraft auf das bewegliche Klemmteil ausgeübt wird, die
im Folgenden als Klemmteilkraft bezeichnet wird. Am Greiferkopf ist außerdem eine
Rückstellmittel vorhanden ist, das ebenfall mit dem beweglichen Klemmteil in Verbindung
steht. Das Rückstellmittel ist vorzugsweise als Feder ausgebildet. Die Rückstellkraft
des Rückstellmittels wirkt am beweglichen Klemmteil der Klemmteilkraft entgegen, die
durch die Volumenvergrößerung des ersten Hohlkörpers auf das bewegliche Klemmteil
ausgeübt wird.
[0013] Erfindungsgemäß ist ein zweiter Hohlkörper am Greiferkopf angebracht, in dem ein
Innendruck des gleichen bereits erwähnten Mediums erzeugbar ist. Zur Erzeugung dieses
Innendrucks sind Mittel vorhanden, mit denen auf den zweiten Hohlkörper eine äußere
Kraft derartig aufbringbar ist, dass sie eine Veränderung d.h. eine Verringerung des
Volumens des zweiten Hohlkörpers bewirkt. Eine derartig wirkende Kraft wird im Folgenden
als Steuerkraft bezeichnet.
[0014] Am erfindungsgemäßen Greiferkopf ist außerdem ein Ventil angebracht ist. Dieses Ventil
ist derartig mit dem ersten und dem zweiten Hohlkörper verbunden, dass durch Öffnen
des Ventils ein Druckausgleich zwischen den beiden Hohlkörpern stattfinden kann. Dabei
wird das gasförmige Medium vom einen zum anderen Hohlkörper geleitet.
[0015] Solange das Ventil geschlossenen ist, kann das gasförmige Medium aus dem ersten Hohlkörper
nicht entweichen. Ein im ersten Hohlkörper vorhandener Innendruck und die dadurch
verursachte Klemmteilkraft bleiben aufrecht erhalten. Am Ventil ist außerdem ein Mittel
zum Schließen angebracht ist. Durch das Schließmittel wird eine Schließkraft erzeugt,
die solchen Kräften entgegenwirkt, durch die das Ventil geöffnet wird. Vorzugsweise
ist dazu im Ventil ein beweglicher Ventilkörper vorhanden, an dem zum Beispiel ein
als Ventilfeder ausgebildetes Schließmittel angreift. Der Ventilkörper wird dadurch
gegen einen Ventilsitz gedrückt, sodass eine Öffnung, über die das gasförmige Medium
durch das Ventil geleitet wird, verschlossen bleibt.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Greiferkopfs sorgt eine
vom Konstrukteur passend zu wählende Dimensionierung des Schließmittel - z.B. einer
Ventilfeder dafür, dass das Ventil geschlossen bleibt, solange der auf den Ventilkörper
wirkende Druck des gasförmigen Mediums bestimmte Werte nicht überschreitet. Das Schließmittel
kann auch als elastisch verformbare Membran im Ventil ausgebildet sein.
[0017] Erfindungsgemäß ist das Ventil derartig ausgebildet ist, dass es durch berührungslose
Übertragung von Signalen oder Kräften betätigbar, das heißt zu Öffnen oder zu Schließen
ist.
[0018] Bevorzugt ist eine Ausführung, bei der außerhalb des Greiferkopfs erzeugte magnetische
Kräfte auf den Ventilkörper einwirken.
[0019] Denkbar sind jedoch auch andere, komplexere Ventilssysteme, die z.B. durch hochfrequente
elektromagnetische Funksignale ansteuerbar sind.
[0020] Der erfindungsgemäße Greiferkopf kann sowohl als Bringer-Greiferkopf als auch als
Holer-Greiferkopf ausgeführt werden.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Bringer-Greiferkopfes wird durch die Klemmteilkraft,
die der erste Hohlkörper unter Innendruck auf das bewegliche Klemmteil ausübt, die
Fadenklemme geschlossen. Das bewegliche Klemmteil wird auf das feststehende Klemmteil
gedrückt. Wenn die Klemmteilkraft nachlässt, wird bei dieser Ausführungsform des Bringer-Greiferkopfes
die Fadenklemme geöffnet, weil die Rückstellkraft, die auf das bewegliche Klemmteil
wirkt, der Klemmteilkraft entgegenwirkt.
[0022] In einer Ausführung als Holer-Greiferkopf erweist es sich als vorteilhaft, wenn das
Rückstellmittel, das bewegliche Klemmteil und der erste Hohlkörper derartig angeordnet
werden, das die Wirkung der Kräfte im Vergleich zum Bringer-Greiferkopf umgekehrt
ist: Die Fadenklemme wird mittels der Rückstellkraft geschlossen, indem die beiden
Klemmteile der Fadenklemme aufeinander gedrückt werden und durch die Klemmteilkraft
des ersten Hohlkörpers wird die Fadenklemme geöffnet.
[0023] Das Aufbringen der äußeren Steuerkraft auf den zweiten Hohlkörper des Greiferkopfes
erfolgt in einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Greiferkopfes mittels
eines Steuerhebels. Dieser ist am Greiferkopf derartig angebracht, dass damit Steuerkräfte
auf den zweiten Hohlkörper aufgebracht werden können, die eine Verringerung seines
Volumens, also Innendruck erzeugen. Der Steuerhebel kann gelenkig oder elastisch im
Greiferkopf gelagert sein. Er kann in vorteilhafter Weise eine Steuerfläche aufweisen,
über die von außerhalb des Greiferkopfes eine Kraft auf den Steuerhebel aufgebracht
werden kann. Die Anordnung ist so gestaltet, dass dies auch dann möglich ist, wenn
der Greiferkopf in Bewegung ist.
[0024] Die erfindungsgemäßen Greifer sind zur Verwendung in einer Greiferwebmaschine vorgesehen.
Diese Greiferwebmaschine enthält in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
eine Ventilöffnungseinrichtung zum berührungslosen Öffnen des Ventils im Greiferkopf.
Dazu sind ein oder mehrere Aktuatoren vorgesehen. Damit ist das am Greiferkopf angebrachte
Ventil betätigbar. Erfindungsgemäß ist ein Aktuator vorgesehen, der beim Betätigen
des Ventils mit dem Greiferkopf nicht in Berührung kommen. Das kann zum Beispiel ein
Elektromagnet sein, der von einer elektronischen Steuerung der Greiferwebmaschine
bedarfsgerecht zu bestimmten Zeitpunkten im Webzyklus angesteuert wird. Dies kann
auch während der Bewegung des Greiferkopfes durch das Webfach der Greiferwebmaschine
erfolgen. Der Aktuator wird vorteilhaft im Bereich der Laufbahn des Greiferkopfes
angebracht also zum Beispiel unterhalb der Laufbahn, über die auch die Kettfäden in
der Webmaschine geführt werden. Die Anbringungs kann in der Maschinenmitte aber auch
außerhalb des Gewebeverlaufs bzw. des Webfachs an den Seiten der Maschine sein. Durch
geeignete Wahl der Anzahl und Anordnung der Aktuatoren ist ein Öffnen und Schließen
von Bringer- und Holer-Greiferkopf bei der Fadenübergabe möglich.
[0025] Weiterhin enthält die Greiferwebmaschine mit erfindungsgemäßen Greiferköpfen mindestens
eine Steuereinrichtung, mit der zu bestimmten Zeitpunkten im Webzyklus eine Steuerkraft
über eine Steuerschiene ggf. über einen Steuerhebel auf den zweiten Hohlkörper aufbringbar
ist, wodurch die Verkleinerung des Volumens und damit der Innendruck im zweiten Hohlkörper
entsteht.
[0026] Diese Kraft ist durch die konstruktive Ausführung oder durch Einstellungen des Bedieners
im vorhinein festlegbar. Sie kann sogar auch während des Webbetriebs veränderbar sein.
Zu diesem Zweck ist in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Steuereinrichtung
mit elektromechanischen oder pneumatischen Mitteln zur Veränderung der Steuerkraft
bzw. des Steuerhubs ausgerüstet.
[0027] Das funktionelle Zusammenwirken der Greiferwebmaschine mit den Greiferköpfen wird
im Folgenden am Beispiel eines Bringer-Greiferkopf erläutert. Das ist der Geiferkopf,
der den Schussfaden außerhalb des Webfachs aufnimmt und bis zur Maschinenmitte der
Greiferwebmaschine bringt, wo der Schussfaden an einen Holer-Greiferkopf übergeben
wird.
[0028] Wenn der Bringer-Greiferkopf im Webbetrieb in einer Position außerhalb des Webfachs
seine Bewegung in Richtung auf die Eingangsseite des Webfachs beginnt, ist der erste
Hohlkörper zur Betätigung des beweglichen Klemmteils noch ohne erhöhten Innendruck
und das bewegliche Klemmteil wird von dem Klemmstellmittel offen gehalten.
[0029] In der Position des Bringer-Greiferkopfs, in der der Schussfaden aufgenommen werden
soll, wird die an der Greiferwebmaschine vorhandene Steuereinrichtung derartig betätigt,
dass in dem zweiten Hohlkörper am Bringer-Greiferkopf ein Innendruck entsteht.
[0030] Bei Überschreiten einer bestimmten Größe dieses Innendrucks wird das Ventil durch
die im zweiten Hohlkörper komprimierte Druckluft entgegen der am Ventilkörper angreifenden
Schließkraft geöffnet.
[0031] Die im zweiten Hohlkörper komprimierte Luft strömt über das Ventil und eine Druckluftleitung
in den ersten Hohlkörper. Dadurch entsteht in diesem ein Innendruck, der das Volumen
des ersten Hohlkörpers vergrößert, sodass auf das bewegliche Klemmteil eine Kraft
ausgeübt wird. Diese Klemmteilkraft führt dazu, dass das bewegliche Klemmteil entgegen
der Rückstellkraft des Rückstellmittels auf das feststehende Klemmteil gedrückt wird,
sodass der Schussfaden mit einer aus Klemmteilkraft und Rückstellkraft resultierenden
Haltekraft geklemmt wird. Anschließend gelangt der Bringer-Greiferkopf durch seine
Vorwärtsbewegung aus dem Arbeitsbereich der Steuereinrichtung. Natürlich kann die
Steuereinrichtung auch derartig betätigt werden, dass schon vorher keine Steuerkraft
mehr auf den zweiten Hohlkörper wirkt. In beiden Fällen wird dieser nun drucklos.
Die Ventilfeder ist so dimensioniert, dass das Ventil geschlossen bleibt und der Innendruck
in dem ersten Hohlkörper zur Betätigung des beweglichen Klemmteils erhalten bleibt.
Somit kann der geklemmte Schussfaden bis zur Position Fadenübergabe an den Holer-Greiferkopf
in Maschinenmitte transportiert werden.
[0032] Zur Übergabe des Schussfadens an den Holer-Greiferkopf wird das Ventil von einem
weiteren in Maschinenmitte angebrachten Aktuator geöffnet. Das geschieht ohne Berührung
zwischen Aktuator und Greiferkopf. Es findet somit kein mechanischer Verschleiß zwischen
den beteiligten Bauteilen statt. Die komprimierte Luft im ersten Hohlkörper zur Betätigung
des beweglichen Klemmteils entweicht nun über die Druckluftleitung und das Ventil
in den zu diesem Zeitpunkt drucklosen zweiten Hohlkörper. Infolgedessen wird das bewegliche
Klemmteil durch die Rückstellkraft des Rückstellmittels vom feststehenden Klemmteil
gelöst und die Fadenklemme wird geöffnet. Der Schussfaden kann jetzt vom Holer-Greiferkopf
übernommen werden. Der Bringer-Greiferkopf bewegt sich danach mit geöffneter Fadenklemme
aus dem Webfach und der Webzyklus wiederholt sich.
[0033] Es gibt auch Maschinenausführungen, bei denen der Bringer-Greiferkopf den Schussfaden
nicht an einen Holer-Greiferkopf übergibt, sondern durch das ganze Webfach transportiert.
Der beschriebene Ablauf ist dann sinngemäß anwendbar. Der Aktuator der Ventilöffnungseinrichtung
wird in so einem Fall nicht in Maschinenmitte sondern auf der Ausgangsseite des Webfachs
der Greiferwebmaschine angebracht.
[0034] In weiteren Ausführungsformen der Erfindung können die Rückstellmittel beispielsweise
als Zugfeder als Druckfeder oder als Biegefeder ausgebildet sein. Auch pneumatische
oder magnetisch wirkende Federelemente sowie Kombinationen zwischen Federn und Magneten
sind als Ausführungsformen der Rückstellmittel denkbar.
[0035] Die Erzeugung der Steuerkraft durch die Steuereinrichtung kann beispielsweise auch
über eine feststehend Kulisse bzw. Steuerschiene erfolgen. Der zweite Hohlkörper und/oder
der Steuerhebel im Greiferkopf weisen dabei eine entsprechende Steuer- oder Anlauffläche
auf, die bei der Bewegung des Greiferkopfes gegen die feststehende Steuerschiene anläuft,
sodass von der Steuerschiene eine Kraft auf die Anlauffläche ausgeübt wird, ohne das
eine aktiv gesteuerte Bewegung der Steuerschiene in Richtung auf den Greiferkopf erfolgt.
[0036] Die Hohlkörper, deren Volumenveränderungen in Beziehung zu einer nach außen oder
von außen wirkenden Kraft stehen, werden vorzugsweise als expandierbarer Balg oder
auch als Pneumatikzylinder ausgebildet. Bei Verwendung eines expandierbaren Balgs
als Hohlkörper enthält dieser Balg meist durch seine Elastizität bereits ein Rückstellmittel,
das eine Rückstellkraft über die Kontaktfläche zwischen Balg und beweglichem Klemmteil
aufbringt. Es kann aber auch im Balg oder im Pneumatikzylinder eine Rückstellfeder
als separates Bauteil integriert sein. Statt elektronisch angesteuerter Elektromagnete
können als Aktuatoren auch stationäre Dauermagnete eingesetzt werden, die das Ventil
im Greiferkopf zu dem Zeitpunkt öffnen, zu dem der Greiferkopf daran vorbeibewegt
wird. Auch eine Kombination aus Dauermagnet und elektrisch ansteuerbarer Magnetspule
ist möglich.
[0037] Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen im Detail erläutert.
- Figur 1
- Perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Greiferkopfes
als Bringer-Greiferkopf mit Ventilöffnungseinrichtung und Steuereinrichtung.
- Figur 2
- Ansicht von oben der Ausführungsform gemäß Fig. 1
- Figur 3
- Schnittansicht A - A der Ausführungsform gemäß Fig. 1, geöffnete Fadenklemme, Position
des Greiferkopfs außerhalb des Webfachs.
- Figur 4
- Schnittansicht gemäß Fig. 3, Betätigung durch Steuereinrichtung, Fadenklemme geschlossen
- Figur 5
- Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 1, Greiferkopf in Maschinenmitte, Ventil
durch Ventilöffnungseinrichtung geöffnet, Fadenklemme geöffnet.
- Figur 6
- Perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Greiferkopfes
als Holer-Greiferkopf mit Ventilöffnungseinrichtung und Steuereinrichtung.
- Figur 7
- Ansicht von oben der Ausführungsform gemäß Fig. 6
- Figur 8
- Schnittansicht B - B der Ausführungsform gemäß Fig. 6, Greiferkopf im Webfach, Fadenklemme
geöffnet.
- Figur 9
- Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 6, Greiferkopf in Maschinenmitte, Ventilöffnungseinrichtung
öffnet Ventil, Fadenklemme schließt.
- Figur 10
- Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 6, Greiferkopf in Position außerhalb
des Webfachs, mit Steuereinrichtung, Fadenklemme öffnet.
- Figur 11
- Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des Bringer-Greiferkopfs mit anderer
Ventilanordnung; Bringer-Greiferkopf in Außenposition bei Fadenaufnahme, Fadenklemme
schließt.
- Figur 12
- Weitere Schnittansicht der Ausführung gemäß Fig. 11; Bringer-Greiferkopf in Maschinenmitte
bei Übergabe an Holfer-Greiferkopf; Aktuator öffnet Ventil; Rückstellfeder öffnet
Fadenklemme.
[0038] Die Figuren 1 bis 3 zeigen verschiedene Ansichten einer ersten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Greiferkopfes als Bringer-Greiferkopf 1. Dieser nimmt den Schussfaden
2 außerhalb des Webfachs auf und trägt ihn bis in Maschinenmitte. Der Bringer-Greiferkopf
1 besteht aus einem Grundkörper in Form eines U-Profils. Zum Befestigen des U-Profils
zum Beispiel an einer Greiferstange sind an einem Ende des Grundkörpers Bohrungen
vorgesehen, die für eine Verschraubung benutzt werden. Am anderen Ende des Grundkörpers
befinden sich das feststehende Klemmteil 4 einer Fadenklemme 3, sowie eine Führungskontur
für den Schussfaden 2. Zwischen Fadenklemme 3 und Führungskontur wird bei der Aufnahme
eines Schussfadens 2 ein Schussfadenabschnitt gebildet. Das bewegliche Klemmteil 5
der Fadenklemme 3 ist als Klemmhebel mit zwei Hebelarmen ausgebildet. Zwischen den
beiden Hebelarmen befindet sich eine Drehachse, über die das bewegliche Klemmteil
5 im Grundkörper drehbar gelagert ist. Am vorderen, der Greiferspitze näher liegenden
Hebelarm des beweglichen Klemmteils 5 ist eine Klemmbacke in bekannter Art und Weise
angebracht. Je nach Schussfadenart sind natürlich auch Ausführungen ohne Klemmbacke
möglich. Am hinteren der Greiferspitze abgewandten Hebelarm des beweglichen Klemmteils
5 befindet sich eine Kontaktfläche über die das bewegliche Klemmteil 5 mit einem ersten
Hohlkörper 6 in Verbindung steht. Dieser Hohlkörper 6 ist als expandierbarer Balg
ausgebildeten, der am Grundkörper des Bringer-Greiferkopfes 1 angebracht ist.
[0039] Um den Schussfaden 2 zwischen dem beweglichen Klemmteil 5 und dem feststehenden Klemmteil
4 zu klemmen, wird das bewegliche Klemmteil 5 um seine Drehachse im Uhrzeigersinn
verschwenkt. Dies geschieht durch eine Kraft, die vom Balg 6 auf den der Greiferspitze
abgewandten Hebelarm des beweglichen Klemmteils 5 wirkt.
[0040] Beim Transport des Schussfadens 2 in das Webfach der Greiferwebmaschine wird der
Schussfaden 2 im Bringer-Greiferkopf 1 in der Fadenklemme 3 und in der bereits erwähnten
Führungskontur gehalten. Die zur Spitze des Bringer-Greiferkopfes 1 hin geöffnete
Führungskontur wird während der Bewegung des Greifers durch das Webfach durch einen
Abdeckhebel 15 zur Spitze hin abgedeckt. Damit wird verhindert, dass Kettfäden, die
im Webfach quer zur Laufrichtung des Bringer-Greiferkopfes 1 verlaufen, von der Führungskontur
auf unerwünschte Weise erfasst werden. Damit jedoch in der Position des Bringer-Greiferkopfes
1 außerhalb des Webfachs der einzutragende Schussfaden 2 in der gewünschten Art und
Weise von der Führungskontur erfasst werden kann, ist der Abdeckhebel 15 drehbar im
Grundkörper gelagert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Drehachse kongruent
mit der Drehachse des beweglichen Klemmteils 5. Bewegliches Klemmteil 5 und Abdeckhebel
15 sind so miteinander verbunden, dass eine Drehbewegung des beweglichen Klemmteils
5 auch eine Drehbewegung des Abdeckhebels 15 bewirkt.
[0041] An einem Verbindungssteg zwischen dem Abdeckhebel 15 und dem der Greiferspitze abgewandten
Hebelarm des beweglichen Klemmteils 5 ist das obere Ende einer als Rückstellmittel
wirkenden Rückstellfeder 7 befestigt. Das untere Ende der Rückstellfeder 7 ist am
Grundkörper des Bringer-Greiferkopfes 1 angebracht. Die Rückstellfeder 7 ist auf Zug
vorgespannt, sodass ohne das Einwirken weiterer Kräfte das bewegliche Klemmteil 5
zusammen mit dem Abdeckhebel 15 gegen den Uhrzeigersinn gedreht und damit die Fadenklemme
3 geöffnet wird. Erst wenn die Klemmteilkraft, die vom Balg 6 auf das bewegliche Klemmteil
5 wirkt, auf dieses ein größeres Drehmoment ausübt als die Federkraft der Rückstellfeder
7, wird die Fadenklemme 3 geschlossen.
[0042] Der expandierbare Balg 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel in der der Greiferspitze
zu gewandten vorderen Hälfte des Bringer-Greiferkopfes 1 angebracht. Dieser Balg 6
weist an seinem oberen Ende eine Kontaktfläche zum beweglichen Klemmteil 5 auf. Das
untere Ende ist am Grundkörper des Bringer-Greiferkopfes 1 befestigt und weist eine
Druckluftöffnung auf, über die Druckluft in den Balg 6 eingeleitet werden kann. Mittels
der Einleitung von Druckluft wird im Balg 6 ein Innendruck erzeugt, der zu einer Volumenvergrößerung
des Balgs 6 führt. Diese Volumenvergrößerung bewirkt die Klemmteilkraft, die vom Balg
6 auf den Hebelarm des als Klemmhebel ausgebildeten beweglichen Klemmteils 5 ausgeübt
wird.
[0043] Um Druckluft in den ersten Balg 6 einzuleiten, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Druckluftleitung vorgesehen. Diese Druckluftleitung verbindet den ersten Balg
6 mit dem erfindungsgemäßen zweiten Hohlkörper 8. Dieser zweite Hohlkörper 8 ist ebenfalls
als expandierbarer Balg ausgeführt. Dieser ist in der hinteren, der Greiferspitze
ab gewandten Hälfte des Bringer-Greiferkopfes 1 angebracht und weist ebenfalls ein
Kontaktfläche auf der Oberseite und eine Druckluftöffnung auf der Unterseite auf.
[0044] Zwischen der Druckluftöffnung des zweiten Balgs 8 und der Druckluftleitung ist ein
Ventil 9 vorgesehen, durch das im geöffneten Zustand eine Verbindung zwischen den
beiden Hohlkörpern 6, 8 derartig hergestellt wird, dass Druckluft von einem in den
anderen Hohlkörper überströmen kann.
[0045] Das Ventil 9 ist im vorliegenden Beispiel als Rückschlagventil ausgebildet, das aus
einem Ventilkörper und einer als Schließmittel wirkenden Ventilfeder 10 besteht. Diese
Elemente sind in einem Druckluft führenden Ventilgehäuse angeordnet.
[0046] Das Ventilgehäuse ist mit dem Grundkörper des Bringer-Greiferkopfes 1 verbunden.
Der Ventilkörper ist im Ventilgehäuse vertikal beweglich. Die Ventilfeder 10 ist derartig
montiert und vorgespannt, dass die Schließkraft der Ventilfeder den Ventilkörper mit
seiner oberen Begrenzungsfläche gegen den Ausgang der Druckluftöffnung am unteren
Ende des zweiten Balgs 8 drückt; dadurch wird das Ventil 9 geschlossen gehalten.
[0047] Die Kontaktfläche auf der Oberseite des zweiten Balgs 8 steht mit dem einen Ende
eines Steuerhebels 11 in Verbindung, dessen anderes Ende im Bringer -Greiferkopf 1
gelagert ist. Diese Lagerung erfolgt im vorliegenden Beispiel über eine Drehachse
in der vorderen Hälfte des Bringer-Greiferkopfes 1. Der Steuerhebel 11 weist auf einer
Oberseite eine Steuerfläche auf, über die von außerhalb des Bringer-Greiferkopfs 1
mittels Elementen der Steuereinrichtung eine Kraft und damit eine Drehbewegung entgegen
dem Uhrzeigersinn auf den Steuerhebel 11 aufgebracht werden kann. Unterhalb des Steuerhebels
11 ist eine Steuerhebelfeder am Grundkörper des Bringer-Greiferkopfes 1 angebracht.
Im vorgespannten Zustand bewirkt die Federkraft dieser Steuerhebelfeder eine Drehbewegung
des Steuerhebels 11 im Uhrzeigersinn. Die Steuerhebelfeder könnte in einer anderen
Ausführung auch innerhalb des zweiten Balgs 8 derartig angeordnet sein, dass sie die
obere Kontaktfläche mit dem Ende des Steuerhebels 11 nach oben drückt. Der Steuerhebel
und der zweite Balg 8 werden dadurch zurückgestellt. Denkbar sind natürlich auch an
dieser Stelle Mittel zum Rückstellen, die analog zu den weiter oben geschilderten
verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten der Rückstellmittel 7 für das bewegliche Klemmteil
5 ausgeführt sind.
[0048] In der Ansicht der Figur 3 ist die Position des Bringer-Greiferkopfs 1 außerhalb
des Webfachs zusammen mit einem Steuerelement z.B. einer Steuerschiene 14 der Steuereinrichtung
dargestellt. Es besteht noch kein Kontakt zwischen Bringer-Greiferkopf 1 und Steuerschiene
14.
[0049] Die Federkraft der Steuerhebelfeder wirkt einem Zusammendrücken des zweiten Balgs
8 entgegen. Der zweite Balg 8 ist innen mehr oder weniger drucklos bzw. hat Umgebungsdruck.
Auch der erste Balg 6 ist drucklos und wird daher über die Rückstellfeder 7 und das
bewegliche Klemmteil 5 zusammen gedrückt - sein Volumen ist verkleinert. In diesem
Zustand sind die Fadenklemme 3 und der Abdeckhebel 15 geöffnet. Der als nächstes einzutragende
Schussfaden 2 wird durch eine der üblichen Auswahleinrichtungen einer Greiferwebmaschine
dem Bringer-Greiferkopf 1 quer zur Bewegungsrichtung des Greifers vorgelegt. Bei einer
Vorwärtsbewegung des Bringer-Greiferkopfes 1 in Richtung auf seine Spitze bzw. in
Richtung auf das Webfach wird der vorgelegte Schussfaden 2 von der Fadenklemme 3 und
von der Führungskontur erfasst. Die Fadenklemme 3 muss nun geschlossen werden.
[0050] Dies ist in Figur 4 dargestellt. Bei seiner Vorwärtsbewegung in Richtung auf das
Webfach kommt der Bringer-Greiferkopf 1 in den Arbeitsbereich der Steuerschiene 14
der Steuereinrichtung. Die Steuerschiene 14 wird vertikal nach unten bewegt. Dazu
ist ein nicht näher dargestellter Antrieb vorhanden, der zum Beispiel aus einer Kurvenscheibe
und einem daran geführten Rollenhebel bestehen kann. Die Kurvenscheibe wird vom Hauptantrieb
der Webmaschine angetrieben.
[0051] Denkbar sind natürlich auch Anordnungen, bei denen die Kurvenscheibe von einem eigenen
Motor angetrieben wird. Durch Verändern des Hebelarms am Rollenhebel sowie durch Befestigung
der Steuerschiene 14 z.B. über Langlöcher können Hub und Position der Steuerschiene
14 in Bezug auf den Greiferkopf eingestellt werden. Aber auch Ausführungen mit Linearantrieb
oder Pneumatikzylinder, bei denen die Steuerschiene 14 frei programmierbar linear
in Richtung auf den Greiferkopf positionierbar ist, kommen in Frage.
[0052] Die Steuerschiene 14 der Steuereinrichtung kommt bei ihrer vertikalen Bewegung in
Kontakt mit dem Steuerhebel 11 und drückt über diesen den zweiten Balg 8 zusammen.
Das Volumen des Balgs 8 verkleinert sich und die darin befindliche Luft wird komprimiert.
Es entsteht im Balg 8 ein erhöhter Innendruck. Bei Überschreiten eines bestimmten
Innendrucks wird der Ventilkörper entgegen der Ventilfederkraft nach unten gedrückt
- das Ventil 9 öffnet. Dadurch wird die komprimierte Luft über die Druckluftleitung
zum ersten Balg 6 geleitet. Dieser wird infolgedessen unter erhöhten Innendruck gesetzt,
sein Volumen vergrößert sich und bei ausreichendem Innendruck wird die Klemmteilkraft
so groß, dass das bewegliche Klemmteil 5 und der Abdeckhebel 15 entgegen der Federkraft
der Rückstellfeder 7 bewegt werden, wodurch die Fadenklemme 3 schließt und den Schussfaden
2 klemmt.
[0053] Der Bringer-Greiferkopf 1 wird sodann in bekannter Art und Weise durch das von Kettfäden
gebildete Webfach in die Maschinenmitte der Greiferwebmaschine bewegt. Dort muss die
Fadenklemme 3 geöffnet werden, damit der Schussfaden 2 an den Holer-Greiferkopf 101
übergeben werden kann.
[0054] Dieser Vorgang ist in Figur 5 dargestellt. Die dargestellte Ausführungsform der Greiferwebmaschine
mit erfindungsgemäßen Greiferköpfen (1,101) weist eine Ventilöffnungseinrichtung 12
zur Betätigung von elektromagnetischen Aktuatoren 13 auf. Ein erster solcher Aktuator
13 ist in Figur 5 unterhalb des Bringer-Greiferkopfs 1 dargestellt. Für die Betätigung
des später beschriebenen Holer-Greiferkopfs 101 ist ein zweiter Aktuator 113 ebenfalls
unterhalb des Holer-Greiferkopfes 101 angebracht.
[0055] Die Aktuatoren 13, 113 sind etwa in der Maschinenmitte unterhalb der Laufbahn der
Greiferköpfe 1, 101 derartig in die Laufbahn integriert angeordnet, dass zwischen
Greiferkopfunterseiten und der Greiferlaufbahn die Kettfäden ohne Beschädigung hindurch
geführt werden können. In Bewegungsrichtung der Greiferköpfe sind die Anordnungen
der Aktuatoren 13, 113 konstruktiv derartig gewählt, dass die Funktion der Fadenübergabe
zwischen Bringer- und Holer-Greiferkopf 1, 101 sicher ausgeführt werden kann.
[0056] In Figur 5 ist dargestellt, dass der Bringer-Greiferkopf 1 bei seiner Bewegung im
Bereich der Maschinenmitte die Position des ersten Aktuators 13 erreicht hat. Durch
einen Steuerimpuls der Ventilöffnungseinrichtung 12 wird der Aktuator 13 derartig
betätigt, dass eine magnetische Aktuatorkraft berührungslos auf das Ventil 9 im Bringer-Greiferkopf
1 wirkt. Dadurch wird das Ventil 9 geöffnet. Die Federkraft der Rückstellfeder 7 drückt
den ersten Balg 6 zusammen. Die komprimierte Luft strömt über das Ventil 9 in den
zweiten Balg 8 und die Fadenklemme 3 öffnet. Da der Abdeckhebel 15 gleichzeitig nach
oben schwenkt, ist der Schussfaden 2 frei und kann vom Holer-Greiferkopf 101 erfasst
und weiter transportiert werden.
[0057] In den Figuren 6 bis 8 ist der Aufbau einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Greiferkopfes, nämlich eines Holer-Greiferkopfs 101 dargestellt.
[0058] Der Holer-Greiferkopf 101 weist in seiner hinteren, der Greiferspitze abgewandten
Hälfte eine U-förmige Form mit Befestigungsbohrungen auf. In der vorderen Hälfte weist
der Holer-Greiferkopf 101 jedoch eine einzige Spitze mit einer Fadenklemme 103 auf.
Es ist keine Führungskontur und kein Abdeckhebel 15 vorhanden, da im Holer-Greiferkopf
101 kein Schussfadenabschnitt gebildet werden muss.
[0059] Der Holer-Greiferkopf 101 ist im Prinzip gleich aufgebaut wie der Bringer-Greiferkopf
1, jedoch wird die Fadenklemme 103 von der Rückstellfeder 107 geschlossen und über
erhöhten Innendruck im ersten expandierbaren Balg 106 zur Betätigung des beweglichen
Klemmteils 105 wird die Fadenklemme 103 geöffnet. Das bewegliche Klemmteil 105 hat
Gabelform, wobei durch diese Gabelform das bewegliche Klemmteil 105 die Greiferspitze
mit dem feststehenden Klemmteil 104 seitlich umschließt. Das feststehende Klemmteil
104 befindet sich dabei auf der Unterseite einer von der Greiferspitze weg gerichteten
Hakenspitze. Die Fadenklemme 103 schließt durch eine Aufwärtsbewegung des beweglichen
Klemmteils 105.
[0060] Auch der Steuerhebel 111 ist in der vorderen, der Greiferspitze zugewandten Hälfte
gabelförmig ausgeführt, während er an der hinteren Hälfte eine Steuerfläche aufweist.
[0061] Der erster und der zweite Hohlkörper 106,108, das Ventil 109 und die Rückstellfeder
107 sind im Holer-Greiferkopf 101 ähnlich angeordnet wie beim Bringer-Greiferkopf
1.
[0062] In Figur 8 ist der Holer-Greiferkopf 101 mit geöffneter Fadenklemme 103 dargestellt.
Der erste Balg 106 ist dabei unter Innendruck. Das Ventil 109 mit Ventilfeder 110
ist geschlossen.
[0063] Mit geöffneter Fadenklemme 103 bewegt sich der Holer-Greiferkopf 101 ins Webfach
in die Position Fadenübernahme um den nächsten Schussfaden 2 vom Bringer-Greiferkopf
1 zu übernehmen.
[0064] Figur 9 zeigt, dass zur Übernahme des Schussfadens 2 das Ventil 109 von einem zweiten
unterhalb des Holer-Greiferkopfes 101 angebrachten elektromagnetischen Aktuator 113
geöffnet wird. Die im ersten Balg 6 komprimierte Luft entweicht über die Druckluftleitung
und das Ventil 109 in den zweiten expandierbaren Balg 8. Das bewegliche Klemmteil
105 wird von der Rückstellfeder 107 geschlossen. Der Schussfaden 2 wird jetzt von
der Fadenklemme 103 des Holer-Greiferkopfs 101 geklemmt. Der Holer-Greiferkopf 101
wird jetzt mit geschlossener Fadenklemme 103 aus dem Webfach bewegt.
[0065] Außerhalb des Webfachs kommt der Holer-Greiferkopf 101 in den Arbeitsbereich einer
weiteren Steuereinrichtung, die analog zur Steuereinrichtung des Bringer-Greiferkopfs
1 aufgebaut ist. Diese ist in Figur 10 dargestellt. Durch die Steuerschiene 114 wird
über den Steuerhebel 111 im Balg des zweiten Hohlkörpers 108 am Holer-Greiferkopf
101 ein erhöhter Innendruck erzeugt. Durch den erhöhten Druck wird das Ventil 109
geöffnet und die komprimierte Luft strömt in den ersten Balg 6. Das bewirkt das die
Fadenklemme 103 geöffnet und der Schussfaden 2 frei gegeben wird.
[0066] Anschließend wird der Schussfaden 2 durch die Webblatteinrichtung der Greiferwebmaschine
an den Geweberand angeschlagen und die beschriebenen Vorgänge zum Schusseintrag beginnen
von neuem.
[0067] In den Figuren 11 und 12 ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Greiferkopfs als Bringer-Greiferkopf 201 dargestellt. Dabei ist das Ventil 209 unterhalb
des ersten Balgs 206 und nicht unterhalb des zweiten Balgs 208 angebracht. Die Anordnung
gemäß Figur 11 und 12 hat zur Folge, dass in Bezug auf das Ventil 209 eine umgekehrte
Wirkungsrichtung des Innendrucks in den beiden Hohlkörpern 206,208 eintritt. In dieser
dritten Ausführungsform wirkt ein erhöhter Innendruck im ersten Balg 206 der Rückstellkraft
im Ventil 209 entgegen. Abgesehen von diesem Unterschied ist die Funktionsweise ähnlich
wie in der ersten Ausführungsform. Allerdings wird zum Schließen der Fadenklemme 203
in der Position des Bringer-Greiferkopfes 201 außerhalb des Webfachs ein zusätzlicher
Aktuator 213 benötigt, da das Ventil 209 bei dieser Anordnung nicht durch Überdruck
im zweiten Balg 208 geöffnet werden kann.
[0068] Figur 11 zeigt das Erzeugen eines Überdrucks im zweiten elastisch verformbaren Balg
208 mittels Steuerhebel 211 und das anschließende Schließen der Fadenklemme 203 durch
Betätigen des Aktuators 13 bei der Fadenaufnahme.
[0069] Figur 12 zeigt das Öffnen der Fadenklemme 203 des Bringer-Greiferkopfes 201 gemäß
der dritten Ausführungsform in der Maschinenmitte durch Betätigen des Aktuators 13
und Wirkung der Rückstellfeder 207 in Maschinenmitte.
Bezugszeichen
[0070]
- 1, 101,201
- Greiferkopf
- 2
- Schussfaden
- 3, 103,203
- Fadenklemme
- 4, 104, 204
- Feststehendes Klemmteil
- 5, 105, 205
- Bewegliches Klemmteil
- 6,106, 206
- Erster Hohlkörper
- 7,107,207
- Rückstellfeder
- 8, 108, 208
- Zweiter Hohlkörper
- 9, 109, 209
- Ventil
- 10,110
- Ventilfeder
- 11,111,211
- Steuerhebel
- 12
- Ventilöffnungseinrichtung
- 13,113,213
- Aktuator
- 14, 114
- Steuerschiene
- 15
- Abdeckhebel
1. Greiferkopf (1,101,201) verwendbar zum Eintrag von Schussfäden (2) an einer Greiferwebmaschine
mit einer am Greiferkopf (1,101,201) angebrachten Fadenklemme (3,103,203), die ein
feststehendes Klemmteil (4,104,204) und ein bewegliches Klemmteil (5, 105, 205) aufweist,
wobei das bewegliche Klemmteil (5, 105, 205) mittels einer Kraft gegen das feststehende
Klemmteil (4,104,204) drückbar ist, weiterhin mit einem am Greiferkopf (1,101,201)
angebrachten ersten Hohlkörper (6, 106, 206), dessen Volumen unter Innendruck eines
gasförmigen Mediums vergrößerbar ist, wobei der erste Hohlkörper (6, 106, 206) derartig
mit dem beweglichen Klemmteil (5,105,205) verbunden ist, dass durch die Volumenvergrößerung
des ersten Hohlkörpers (6, 106, 206) eine Klemmteilkraft erzeugbar ist, die auf das
beweglich Klemmteil (5,105,205) wirkt, weiterhin mit einem am Greiferkopf (1,101,201)
angebrachten Ventil (9,109,209), das derartig mit dem ersten Hohlkörper (6, 106, 206)
verbunden ist, dass das gasförmige Medium über das Ventil (9,109,209) in den ersten
Hohlkörper (6, 106, 206) einleitbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
am Greiferkopf (1,101,201) ein Rückstellmittel (7, 107, 207) vorhanden ist, das derartig
mit dem beweglichen Klemmteil (5,105,205) verbunden ist, dass eine durch das Rückstellmittel
(7,107,207) auf das bewegliche Klemmteil (5,105,205) wirkende Rückstellkraft der Klemmteilkraft
entgegenwirkt und dass
ein zweiter Hohlkörper (8, 108, 208) am Greiferkopf (1,101,201) angebracht ist, in
dem ein Innendruck eines gasförmigen Mediums dadurch erzeugbar ist, dass auf diesen
zweiten Hohlkörper (8, 108, 208) eine äußere Steuerkraft aufgebracht wird, die eine
Verkleinerung des Volumens des zweiten Hohlkörpers (8, 108, 208) verursacht und dass
das Ventil (9,109,209) derartig mit dem ersten und zweiten Hohlkörper (6,8, 106,108,
206, 208) verbunden ist, dass
bei geöffnetem Ventil (9,109,209) ein Austausch des gasförmigen Mediums zwischen den
beiden Hohlkörpern (6,8, 106,108, 206, 208) stattfindet, während bei geschlossenem
Ventil (9,109,209) das gasförmige Medium aus dem ersten Hohlkörper (6, 106, 206) nicht
entweichen kann und dass
am Ventil (9,109,209) ein Schließmittel (10,110) derartig angebracht ist, das eine
durch das Schließmittel (10,110) verursachte Schließkraft solchen Kräften entgegenwirkt,
durch die das Ventil (9,109,209) geöffnet wird und dass das Ventil (9,109,209) derartig
ausgebildet ist, dass es durch berührungslose Übertragung von Signalen oder Kräften
betätigbar ist.
2. Greiferkopf (1,201) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Klemmteil (5,205)mittels der Klemmteilkraft gegen das feststehende
Klemmteil (4,204) gedrückt wird.
3. Greiferkopf (101) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Klemmteil (105) mittels der Rückstellkraft gegen das feststehende
Klemmteil (104) gedrückt wird.
4. Greiferkopf (1,101,201) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der beiden Hohlkörper (6,8, 106,108, 206, 208) als expandierbarer
Balg oder als Pneumatikzylinder ausgebildet ist.
5. Greiferkopf (1,101,201) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, das
das Rückstellmittel (7,107,207) als Dauermagnet, als Feder oder als Kombination aus
beidem ausgebildet ist.
6. Greiferkopf (1,101,201) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, das
das bewegliche Klemmteil (5, 105, 205) als Klemmhebel ausgebildet ist, der im Greiferkopf
(1,101,201) um eine Achse drehbar gelagert ist und dass die Rückstellkraft einer Drehung
des beweglichen Klemmteils (5, 105, 205) um diese Achse entgegen wirkt.
7. Greiferkopf (1,101,201) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass
das Schließmittel (10,110) als Ventilfeder ausgebildet ist, die derartig dimensioniert
ist, dass das Ventil (9,109,209) bis zu einem vorgegebenen, der Schließkraft entgegen
wirkenden Druck des gasförmigen Mediums geschlossen bleibt.
8. Greiferkopf (1,101,201) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass am Greiferkopf (1,101,201) ein Steuerhebel (11,111,211) beweglich angebracht ist,
der mit dem zweiten Hohlkörper (8,108, 208) derartig in Wirkverbindung steht, dass
mittels des Steuerhebels (11,111,211) eine äußere Steuerkraft auf den zweiten Hohlkörper
(8,108, 208) derartig aufbringbar ist, dass eine Verkleinerung des Volumens des zweiten
Hohlkörpers (8,108, 208) verursacht wird.
9. Greiferkopf (1,101,201) nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (11,111,211) im Greiferkopf (1,101,201) drehbar um eine Achse gelagert
ist und dass eine Steuerhebelfeder vorhanden ist, die der Steuerkraft entgegen wirkt.
10. Greiferwebmaschine mit mindestens einem Greiferkopf (1,101,201) nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass eine Ventilöffnungseinrichtung (12) vorhanden ist, die mindestens einen Aktuator
(13,113,213) aufweist, der im Bereich der Laufbahn des Greiferkopfes (1,101,201) angebracht
ist, sodass eine Aktuatorkraft auf das Ventil (9,109,209) berührungslos derartig aufbringbar
ist, dass dieses geöffnet wird und dass
eine Steuereinrichtung vorhanden ist, mit der in einer Position des Greiferkopfs (1,101,201)
außerhalb des durch Kettfäden gebildeten Webfachs eine äußere Steuerkraft auf den
zweiten Hohlkörper (8,108, 208) derartig aufbringbar ist, dass eine Verkleinerung
des Volumens des zweiten Hohlkörpers (8,108, 208) verursacht wird.
11. Greiferwebmaschine gemäß Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (13,113,213) ein steuerbarer Elektromagnet, ein Dauermagnet oder eine
Kombination aus beidem ist.
12. Greiferwebmaschine nach Anspruch 10 oder 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mindestens eine Kurvenscheibe, einen von der Kurvenscheibe
angetriebenen Rollenhebel und eine Steuerschiene (14,114) aufweist, wobei die Kurvenscheibe
mit dem Hauptantrieb der Webmaschine in Verbindung steht und wobei die Verbindung
zwischen der Steuerschiene (14,114) und dem Rollenhebel derartig ausgebildet ist,
dass die Position und/oder die Größe des Bewegungshubs der Steuerschiene (14,114)
in Richtung auf den Greiferkopf (1,101,201) vom Bediener einstellbar sind.
13. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 10 oder 11 dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung mindestens eine elektromechanisch oder pneumatisch angetriebene
Steuerschiene (14,114) aufweist, wobei die Position und/oder die Größe des Bewegungshubs
der Steuerschiene (14,114) in Richtung auf den Greiferkopf (1,101,201) über elektronische
Mittel der Steuereinrichtung für verschiedene Zeitpunkte im Webzyklus frei programmierbar
sind.
14. Greiferwebmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass zwei Greiferköpfe (1,101,201) vorhanden sind und dass jedem der beiden Greiferköpfe
je eine Steuereinrichtung in der Position außerhalb des Webfachs zugeordnet ist und
dass jedem der beiden Greiferköpfe mindestens ein Aktuator (13,113) der Ventilöffnungseinrichtung
(12) im Bereich der Maschinenmitte zugeordnet ist.
15. Greiferwebmaschine nach Anspruch 14 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiterer Aktuator (213) mindestens einem der beiden Greiferköpfe (201)
in einer Position außerhalb des Webfachs zugeordnet ist.
1. A gripper head (1, 101, 201) usable for the insertion of weft threads (2) on a gripper
weaving machine with a thread clamp (3, 103, 201) attached to the gripper head (1,
101, 201), which thread clamp has a stationary clamping part (4, 104, 204) and a movable
clamping part (5, 105, 205), wherein the movable clamping part (5, 105, 205) can be
pressed by means of a force against the stationary clamping part (4, 104, 204), furthermore
with a first hollow body (6, 106, 201) attached to the gripper head (1, 101, 201),
the volume of which can be enlarged under internal pressure of a gaseous medium ,
wherein the first hollow body (6, 106, 206) is connected to the movable clamping part
(5, 105, 205) in such a way that through the enlargement of the volume of the first
hollow body (6, 106, 206) a clamping part force can be generated, which acts on the
movable clamping part (5, 105, 205), furthermore with a valve (9, 109, 209) attached
to the gripper head (1, 101, 201), which is connected to the first hollow body (6,
106, 206) in such a way that the gaseous medium can be introduced via the valve (9,
109, 209) into the first hollow body (6, 106, 206), characterized in that
there is a restoring means (7, 107, 207) on the gripper head (1, 101, 201), which
is connected to the movable clamping part (5, 105, 205) in such a way that a restoring
force acting through the restoring means (7, 107, 207) on the movable clamping part
(5, 105, 205) counteracts the clamping part force and that
a second hollow body (8, 108, 208) is attached to the gripper head (1, 101, 201),
in which an internal pressure of a gaseous medium can be generated by the fact that
an outer control force is applied to this second hollow body (8, 108, 208), which
causes a reduction of the volume of the second hollow body (8, 108, 208) and that
the valve (9, 109, 209) is connected to the first and second hollow body (6, 8, 106,
108, 206, 208) in such a way that in the case of an open valve (9, 109, 209) an exchange
of the gaseous medium between the two hollow bodies (6, 8, 106, 108, 206, 208) takes
place, while in the case of a closed valve (9, 109, 209) the gaseous medium cannot
escape from the first hollow body (6, 106, 206) and that a closing mechanism (10,
110) is attached to the valve (9, 109, 209) in such a way that a closing force caused
by the closing means (10, 110) counteracts such forces, by which the valve (9, 109,
209) is opened and that the valve (9, 109, 209) is designed in such a way that it
can be actuated by contactless transmission of signals or forces.
2. A gripper head (1, 201) according to claim 1
characterized in that the movable clamping part (5, 205) is pressed by means of the clamping part force
against the stationary clamping part (4, 204).
3. A gripper head (101) according to claim 1
characterized in that the movable clamping part (105) is pressed by means of the restoring force against
the stationary clamping part (104).
4. A gripper head (1, 101,201) according to one of claims 1 to 3 characterized in that at least one of the two hollow bodies (6, 8, 106, 108, 206, 208) is designed as an
expandable bellows or as a pneumatic cylinder.
5. A gripper head (1, 101, 201) according to one of claims 1 to 4 characterized in that the reset means (7, 107, 207) is designed as a permanent magnet, as a spring or as
a combination of both.
6. A gripper head (1, 101, 201) according to one of claims 1 to 5 characterized in that the movable clamping part (5, 105, 2095) is designed as a clamping lever, which is
pivoted in the gripper head (1, 101, 201) about an axis and that the restoring force
counteracts a rotation of the movable clamping part (5, 105, 205) about this axis.
7. A gripper head (1, 101, 201) according to one or several of claims 1 to 6 characterized in that the
closing means (10, 110) is designed as a valve spring, which is dimensioned in such
a way that the valve (9, 109, 209) remains closed up to a predetermined pressure of
the gaseous medium counteracting the closing force.
8. A gripper head (1, 101, 201) according to one or several of claims 1 to 7 characterized in that a control lever (11, 111, 211) is movably attached to the gripping head (1, 101,
201), which is operatively connected to the second hollow body (8, 108, 208) in such
a way that by means of the control lever (11, 111, 211) an outer control force can
be applied to the second hollow body (8, 108, 208) in such a way that a reduction
of the volume of the second hollow body (8, 108, 208) is caused.
9. A gripper head (1, 101, 201) according to claim 8 characterized in that the control lever (11, 111, 211) is pivoted in the gripper head (1, 101, 201) about
an axis and that there is a control lever spring, which counteracts the control force.
10. A gripper weaving machine with at least one gripper head (1, 101, 201) according to
one or several of claims 1 to 9 characterized in that there is a valve opening device (12), which has at least one actuator (13, 113, 213),
which is attached in the area of the runway of the gripping head (1, 101, 201), so
that an actuator force can be applied to the valve (9, 109, 209) without contact in
such a way that the latter is opened and that there is a control device, with which
in a position of the gripper head (1, 101, 201) outside of the shed formed by warp
threads an outer control force can be applied to the second hollow body (8, 108, 208)
in such a way that a reduction of the volume of the second hollow body (8, 108, 208)
is caused.
11. A gripper weaving machine according to claim 10 characterized in that the actuator (13, 113 213) is a controllable electromagnet, a permanent magnet or
a combination of both.
12. A gripper weaving machine according to claim 10 or 11 characterized in that the control device has at least one cam disc, one roller lever driven by the disk
cam and a control rail (14, 114), wherein the disk cam is connected to the main drive
of the weaving machine and wherein the connection between the control rail (14, 114)
and the roller lever is configured in such a way that the position and/or the size
of the movement stroke of the control rail (14, 114) is adjustable in the direction
toward the gripper head (1, 101, 201) by the operator.
13. A gripper weaving machine according to one of claims 10 or 11 characterized in that the control device has at least one electromechanically or pneumatically driven control
rail (14, 114), wherein the position and/or the size of the movement stroke of the
control rail (14, 114) in the direction towards the gripper head (1, 101, 201) can
be freely programmed via electronic means of the control device for different times
in the weaving cycle.
14. A gripper weaving machine according to one or several of claims 10 to 13 characterized in that there are two gripper heads (1, 101, 201) and that to each of the two gripper heads
a control device is allocated in the position outside of the shed and that to each
of the two gripper heads at least one actuator (13, 113) of the valve opening device
(12) is allocated in the area of the center of the machine.
15. A gripper weaving machine according to claim 14 characterized in that at least one further actuator (213) is allocated at least to one of the two gripper
heads (201) in a position outside of the shed.
1. Tête de lance (1, 101, 201) utilisable pour l'insertion des fils de trame (2) sur
une machine à tisser à lances, comportant un pince-fil (3, 103, 203), qui est monté
sur la tête de lance (1, 101, 201) et qui comporte une partie de serrage fixe (4,
104, 204) et une partie de serrage mobile (5, 105, 205), ladite partie de serrage
mobile (5, 105, 205) pouvant être pressée au moyen d'une force contre la partie de
serrage fixe (4, 104, 204), comportant, en outre, un premier corps creux (6, 106,
206), qui est monté sur la tête de lance (1, 101, 201) et dont le volume peut être
agrandi sous l'effet de la pression interne d'un fluide gazeux, ledit premier corps
creux (6, 106, 206) étant relié à la partie de serrage mobile (5, 105, 205) de telle
sorte qu'une force agissant sur la partie de serrage mobile (5, 105, 205) peut être
générée sous l'effet de l'augmentation du volume du premier corps creux (6, 106, 206),
comportant en outre une valve (9, 109, 209), qui est montée sur la tête de lance (1,
101, 201) et qui est reliée au premier corps creux (6, 106, 206) de telle sorte que
le fluide gazeux peut être introduit dans le premier corps creux (6, 106, 206) par
l'intermédiaire de la valve (9, 109, 209),
caractérisée
en ce qu'un moyen de rappel (7, 107, 207) est présent sur la tête de lance (1, 101, 201), lequel
est relié à la partie de serrage mobile (5, 105, 205) de telle sorte qu'une force
de rappel, agissant par l'intermédiaire du moyen de rappel (7, 107, 207) sur la partie
de serrage mobile (5, 105, 205), s'oppose à la force de serrage, et
en ce qu'un deuxième corps creux (8, 108, 208) est monté sur la tête de lance (1, 101, 201),
dans lequel une pression interne d'une fluide gazeux peut être générée de manière
à pouvoir appliquer sur le deuxième corps creux (8, 108, 208) une force de commande
extérieure qui induit une diminution du volume du deuxième corps creux (8, 108, 208),
et
en ce que la valve (9, 109, 209) est reliée au premier et deuxième corps creux (6, 8, 106,
108, 206, 208) de telle sorte que
lorsque la valve (9, 109, 209) est ouverte, il se produit un échange du fluide gazeux
entre les deux corps creux (6, 8, 106, 108, 206, 208), tandis que lorsque la valve
(9, 109, 209) est fermée, le fluide gazeux ne peut pas s'échapper hors du premier
corps creux (6, 106, 206), et
en ce que sur la valve (9, 109, 209) est monté un moyen de fermeture (10, 110) de telle sorte
qu'une force de fermeture induite par le moyen de fermeture (10, 110) s'oppose aux
forces qui induisent l'ouverture de la valve (9, 109, 209), et
en ce que la valve (9, 109, 209) est configurée de telle sorte qu'elle peut être actionnée
par une transmission sans contact de signaux ou de forces.
2. Tête de lance (1, 201) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie de serrage mobile (5, 205) est pressée contre la partie de serrage fixe
(4, 204) au moyen de la force de serrage.
3. Tête de lance (101) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie de serrage mobile (105) est pressée contre la partie de serrage fixe (104)
au moyen de la force de rappel.
4. Tête de lance (1, 101, 201) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'au moins l'un des deux corps creux (6, 8, 106, 108, 206, 208) est réalisé sous la
forme d'un soufflet expansible ou sous forme de cylindre pneumatique.
5. Tête de lance (1, 101, 201) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le moyen de rappel (7, 107, 207) est réalisé sous forme d'un aimant permanent, d'un
ressort ou d'une combinaison des deux.
6. Tête de lance (1, 101, 201) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la partie de serrage mobile (5, 105, 205) est réalisée sous forme de levier de serrage
qui est monté rotatif autour d'un axe dans la tête de lance (1, 101, 201), et en ce que la force de rappel s'oppose à une rotation de la partie de serrage mobile (5, 105,
205) autour de cet axe.
7. Tête de lance (1, 101, 201) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le moyen de fermeture (10, 110) est réalisé sous la forme d'un ressort à soupape
qui est dimensionné de telle sorte que la valve (9, 109, 209) reste fermée jusqu'à
une pression prédéfinie du fluide gazeux qui s'oppose à la force de fermeture.
8. Tête de lance (1, 101, 201) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'un levier de commande (11, 111, 211) est monté mobile sur la tête de lance (1, 101,
201) et est en liaison active avec le deuxième corps creux (8, 108, 208) de telle
sorte que le levier de commande (11, 111, 211) permet d'appliquer une force de commande
extérieure sur le deuxième corps creux (8, 108, 208) de manière à induire une diminution
du volume du deuxième corps creux (8, 108, 208).
9. Tête de lance (1, 101, 201) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le levier de commande (11, 111, 211) est monté rotatif autour d'un axe dans la tête
de lance (1, 101, 201) et en ce qu'un ressort de levier de commande est présent, lequel agit à l'encontre de la force
de commande.
10. Machine à tisser à lances comportant au moins une tête de lance (1, 101, 201) selon
une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif d'ouverture de valve (12), qui comporte au moins un actionneur
(13, 113, 213) qui est disposé dans la zone de la trajectoire de la tête de lance
(1, 101, 201), de telle sorte qu'une force de l'actionneur peut être appliquée sans
contact sur la valve (9, 109, 209) de manière à ouvrir celle-ci, et en ce qu'un dispositif de commande est présent, par lequel, dans une position de la tête de
lance (1, 101, 201) à l'extérieur de la foule formée par les fils de chaîne, une force
de commande extérieure peut être appliquée sur le deuxième corps creux (8, 108, 208)
de manière à induire une diminution du volume du deuxième corps creux (8, 108, 208).
11. Machine à tisser à lances selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'actionneur (13, 113, 213) est un électroaimant pouvant être commandé, un aimant
permanent ou une combinaison des deux.
12. Machine à tisser à lances selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que le dispositif de commande comporte au moins une came, un levier à galet actionné
par la came, et une barre de commande (14, 114), la came étant en liaison avec le
système d'entraînement principal de la machine à tisser et la liaison entre la barre
de commande (14, 114) et le levier à galet étant réalisée de telle sorte que la position
et/ou l'importance de la course de la barre de commande (14, 114) vers la tête de
lance (1, 101, 201) peuvent être réglées par la personne de service.
13. Machine à tisser à lances selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que le dispositif de commande comporte au moins une barre de commande (14, 114) actionnée
par voie électromécanique ou pneumatique, la position et/ou l'importance de la course
de la barre de commande (14, 114) vers la tête de lance (1, 101, 201) pouvant être
programmées librement par des moyens électroniques du dispositif de commande pour
différents moments dans le cycle de tissage.
14. Machine à tisser à lances selon une ou plusieurs des revendications 10 à 13, caractérisée en ce que deux têtes de lance (1, 101, 201) sont présentes et en ce qu'à chacune des deux têtes de lance est associé respectivement un dispositif de commande
dans la position à l'extérieur de la foule, et en ce qu'à chacune des deux têtes de lance est associé au moins un actionneur (13, 113) du
dispositif d'ouverture de valve (12) dans la zone du milieu de la machine.
15. Machine à tisser à lances selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'au moins un autre actionneur (213) est associé à l'une des deux têtes de lance (201)
dans une position à l'extérieur de la foule.
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