[0001] Die Erfindung betrifft eine Türeinheit, insbesondere Kraftfahrzeug-Türeinheit, mit
einem an einen Türflügel angeschlossenen Bewegungsübertragungsglied mit Antriebswelle,
und mit einem von der Antriebswelle beaufschlagten Kupplungsglied veränderbarer Schließkraft,
wobei das Kupplungsglied eine schaltbare Freilaufeinheit aufweist, und wobei die Freilaufeinheit
mit einem Schaltelement ausgerüstet ist, welches mit dem Türflügel wechselwirkt.
[0002] Eine Türeinheit des eingangs beschriebenen Aufbaus wird im Großen und Ganzen in der
gattungsbildenden Schrift
DE 20 2008 016 805 U1 beschrieben. Hier geht es um einen Feststeller, der mit zwei Kupplungsteilen ausgerüstet
ist. Zwischen den beiden Kupplungsteilen ist mindestens ein verlagerbares Kupplungselement
angeordnet, welches in einen Sperrzustand und einen Lösezustand überführt werden kann.
Das eine Kupplungsteil weist für den sperrenden Eingriff mit dem Kupplungselement
eine Sperrbahn und für den nicht sperrenden Eingriff mit dem Kupplungselement eine
neben der Sperrbahn liegende Bewegungsbahn auf. Hierdurch soll insgesamt der Benutzungskomfort
erhöht werden.
[0003] Eine Türeinheit in der Ausgestaltung als Kraftfahrzeugtüreinheit zur motorischen
Betätigung einer Heckklappe als Türflügel wird in der
DE 198 44 265 A1 vorgestellt. Hier dient das Kupplungsglied veränderbarer Schließkraft als Sicherheitskupplung.
[0004] Darüber hinaus kennt man durch die
DE 10 2008 053 087 A1 eine derartige Türeinheit, bei welcher das dortige Kupplungsglied als Bremsvorrichtung
bzw. Blockiermechanismus fungiert. Der Blockiermechanismus wird dazu eingesetzt, den
schwenkbaren Türflügel gegenüber einer Fahrzeugkarosserie festzusetzen.
[0005] Dies geschieht aus dem Grunde heraus, dass beispielsweise beim Türöffnungsvorgang
ein Hindernis auftaucht und der Türflügel mit dem Hindernis kollidieren könnte. Hier
sorgt die Blockiervorrichtung dafür, eine Kollision zwischen dem Türflügel und dem
Hindernis zu verhindern.
[0006] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, ist jedoch zum Teil technologisch
sehr aufwendig (vgl.
DE 10 2008 053 087 A1) bzw. erfordert erhöhte Bedienkräfte am Türflügel. Das widerspricht heutigen Anforderungen
an den Komfort. Hier setzt die Erfindung ein.
[0007] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine derartige Türeinheit so
weiter zu entwickeln, dass der Türflügel einwandfrei bewegt werden kann und zugleich
eine Fixierung bei Bedarf erfährt, wobei dies unter Berücksichtigung eines konstruktiv
einfachen Aufbaus erreicht werden soll.
[0008] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist eine gattungsgemäße Türeinheit
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türeinheit dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement
relativ zu einem Halteelement als weiterem Bestandteil der Freilaufeinheit bewegbar
ausgebildet ist, dass ferner die Freilaufeinheit mit einem Dämpfungselement wechselwirkt,
welches bei Überschreiten einer bestimmten Mindest-/Grenzgeschwindigkeit der Antriebswelle
eine zugehörige Bewegung seines Gehäuses vollführt, wobei die Antriebswelle hierzu
dem Türflügel folgt und mit dem Dämpfungselement wechselwirkt, und dass die Bewegung
des Gehäuses des Dämpfungselementes auf das Schaltelement respektive das Halteelement
übertragen wird und dadurch für eine Relativbewegung zwischen dem Schaltelement und
dem Halteelement sorgt, wobei das Dämpfungselement nach Maßgabe der Bewegung der Antriebswelle
das Schaltelement der Freilaufeinheit in ausgerückter oder eingerückter Stellung hält,
und wobei das Kupplungsglied in ausgerückter Stellung ungehinderte Schwenkbewegungen
des Türflügels zulässt, wohingegen die eingerückte Stellung des Kupplungsgliedes zur
Blockade des Türflügels gehört.
[0009] Nach vorteilhafter Ausgestaltung wird die Freilaufeinheit in Abhängigkeit von einer
am Türflügel angreifenden Kraft und/oder dessen Geschwindigkeit geschaltet. Die Freilaufeinheit
ist erfindungsgemäß mit dem Schaltelement ausgerüstet, welches seinerseits mit dem
Türflügel wechselwirkt. Außerdem sind regelmäßig mehrere Freilaufelemente vorgesehen.
Die Freilaufelemente können in einem Käfig gelagert werden. Im Regelfall fallen das
Schaltelement und der Käfig zusammen, was allerdings nicht zwingend ist. Das heißt,
der Käfig zur Aufnahme und Halterung sowie Lagerung der Freilaufelemente und das Schaltelement
können auch als getrennte Bauelemente ausgelegt werden.
[0010] Je nach am Türflügel angreifender Kraft und/oder dessen Geschwindigkeit verklemmt
das Schaltelement üblicherweise die Freilaufelemente zur Blockade des Türflügels.
Oder das Schaltelement gibt die Freilaufelemente zum Freilauf des Türflügels frei.
Im Rahmen der Erfindung kommt also eine grundsätzlich bekannte Freilaufeinheit zum
Einsatz, und zwar in Verbindung mit einem Kupplungsglied an einer Antriebswelle als
Bestandteil des Bewegungsübertragungsgliedes des Türflügels. Auf diese Weise werden
Schwenkbewegungen des Türflügels über die Antriebswelle auf das Kupplungsglied bzw.
die Freilaufeinheit übertragen.
[0011] Dabei kann die Freilaufeinheit grundsätzlich mit dem Kupplungsglied zusammenfallen
oder einen Bestandteil des Kupplungsgliedes darstellen. In erstgenanntem Fall sind
also die Freilaufeinheit und das Kupplungsglied überwiegend identisch. Dadurch lässt
sich auf konstruktiv besonders einfache Art und Weise eine Festhalteeinrichtung bzw.
Reibbremsvorrichtung für den Türflügel realisieren. Sind die Freilaufelemente frei
und können üblicherweise um eine Rotationsachse rotieren, so lässt sich auch der Türflügel
praktisch widerstandsfrei hin- und herbewegen. Erfährt jedoch das Schaltelement eine
Beaufschlagung in der Art, dass die Freilaufelemente zur Blockade des Türflügels verklemmt
werden, so ist der Türflügel festgestellt. Die Beaufschlagung des Schaltelementes
kann grundsätzlich über einen externen motorischen Antrieb und beispielsweise per
Schalterbetätigung an einer Armaturenkonsole, einer Türinnenverkleidung etc. erfolgen.
[0012] Nach vorteilhafter Ausgestaltung wird das Schaltelement jedoch antriebslos, das heißt
ohne externen Antrieb betätigt, nämlich im Regelfall in Abhängigkeit von einer am
Türflügel angreifenden Kraft und/oder in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des
Türflügels geschaltet. Das heißt, ein externer Antrieb ist nicht erforderlich, was
den konstruktiven Aufwand deutlich verringert und die Kosten niedrig hält. Vielmehr
sorgt die Wechselwirkung des Schaltelementes mit dem Türflügel dafür, dass die Freilaufelemente
verklemmt werden und den Türflügel blockieren oder freilaufen und den Türflügel freigeben.
[0013] Im Detail ist hierzu vorgesehen, dass das Schaltelement relativ zu dem Halteelement
als weiterem Bestandteil der Freilaufeinheit beweglich ausgelegt ist. Meistens lassen
sich das Schaltelement und das Halteelement gegenseitig rotieren, und zwar im Vergleich
zu einer gemeinsamen Rotationsachse. Gegenüber dieser gemeinsamen Rotationsachse laufen
auch die Freilaufelemente im Falle ihres Freilaufes um. Dadurch wird ein besonders
kompakter Aufbau zur Verfügung gestellt.
[0014] Das genannte Halteelement ist mit wenigstens einem Klemmbereich und einem Freibereich
für das jeweilige Freilaufelement ausgerüstet. Tatsächlich sind meistens mehrere kreisförmig
im Vergleich zur bereits angesprochenen Rotationsachse angeordnete Freilaufelemente
vorgesehen. Die Freilaufelemente greifen üblicherweise in Taschen des Halteelementes
ein. In diesen Taschen finden sich jeweils der bereits angesprochene Klemmbereich
und der Freibereich bzw. die Tasche wird durch die gesamten Bereiche definiert.
[0015] Wird das Schaltelement bzw. der die Freilaufelemente haltende Käfig gegenüber dem
Haltelement rotiert und/oder erfährt das Halteelement eine Rotation gegenüber dem
Schaltelement bzw. Käfig, und zwar jeweils um die bereits angesprochene Rotationsachse,
so werden die Freilaufelemente jeweils vom Klemmbereich in den Freibereich oder umgekehrt
überführt. Befinden sich die Freilaufelemente anschließend im Klemmbereich, so ist
die schaltbare Freilaufeinheit blockiert. Das Gleiche gilt für den angeschlossenen
Türflügel. Sind dagegen die Freilaufelemente im Freibereich angeordnet, so lässt sich
der Türflügel frei und praktisch widerstandslos verschwenken.
[0016] Um die bereits angesprochene Rotation bzw. Relativbewegung zwischen dem Schaltelement
und dem Haltelement zu bewirken, arbeitet der Türflügel über die Antriebswelle regelmäßig
auf das Schaltelement. Grundsätzlich kann der Türflügel über die Antriebswelle aber
auch das Haltelement beaufschlagen, weil es - wie beschrieben - auf eine Relativbewegung
zwischen dem Schaltelement und dem Haltelement ankommt.
[0017] Die Wechselwirkung zwischen dem Türflügel bzw. dessen Antriebswelle und dem Schaltelement
respektive dem Haltelement wird im Rahmen einer nicht beanspruchten Alternative so
bewerkstelligt, dass die Antriebswelle ab einer bestimmten überschrittenen Grenzkraft
das Schaltelement bzw. Halteelement beaufschlagt und die Freilaufelemente vom Klemmbereich
in den Freibereich überführt. Diese Grenzkraft mag von einer Feder zur Verfügung gestellt
werden, gegen welche die Antriebswelle und folglich der Türflügel arbeiten müssen.
Tatsächlich kann die Feder so ausgelegt werden, dass sie den die Freilaufelemente
haltenden Käfig in der Richtung beaufschlagt, dass die Freilaufelemente ohne vom Türflügel
aufgebrachte Gegenkraft ihre Position in den jeweiligen Klemmbereichen beibehalten.
[0018] Fällt die Kraft unter die angesprochene Grenzkraft, so sorgt die an dieser Stelle
vorgesehene Feder dafür, dass das Schaltelement bzw. Haltelement seine ursprüngliche
Position wieder einnimmt und die Freilaufelemente in die Klemmbereiche übergehen.
Hierfür sorgt die Kraft der angesprochenen Feder, gegen welche der Türflügel und folglich
die Antriebswelle arbeiten müssen. Der Türflügel wird blockiert.
[0019] Gemäß Anspruch 1 erfolgt der Übergang von der blockierten Stellung des Türflügels
mit jeweils in ihren Klemmbereichen festgehaltenen Freilaufelementen in deren Freigabestellung
in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Türflügels. Dazu wechselwirkt die dem
Türflügel folgende Antriebswelle mit einem Dämpfungselement bzw. Bewegungsspeicher.
Überschreitet die Antriebswelle eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit oder Grenzgeschwindigkeit,
so erfährt der Bewegungsspeicher die zugehörige Bewegung seines Gehäuses. Die Bewegung
des Gehäuses wird auf das Schaltelement respektive das Halteelement übertragen und
sorgt für die gewünschte Relativbewegung zwischen dem Schaltelement und dem Halteelement.
Als Folge hiervon werden erneut die Freilaufelemente aus dem Klemmbereich in den Freibereich
überführt. Das kann erneut gegen die Kraft einer Feder erfolgen.
[0020] Reicht die Geschwindigkeit des Türflügels und folglich der Antriebswelle nicht (mehr)
aus, um die angesprochene Grenzgeschwindigkeit zu überschreiten, so wird der Bewegungsspeicher
bzw. das Dämpfungselement nicht mehr ausgelenkt und die Freilaufelemente kehren im
Allgemeinen federunterstützt in ihre jeweiligen Klemmbereiche zurück. Der Türflügel
wird blockiert.
[0021] Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Kupplungsglied zweiteilig
mit einem Steuerkupplungsglied und einem Schaltkupplungsglied ausgerüstet. Außerdem
ist die Freilaufeinheit als Bestandteil des Steuerkupplungsgliedes und/oder des Schaltkupplungsgliedes
ausgebildet. Bei dieser Variante fallen also das Kupplungsglied und die Freilaufeinheit
nicht (mehr) zusammen, sondern stellt die Freilaufeinheit einen Bestandteil des Kupplungsgliedes
dar, nämlich einen Bestandteil des Steuerkupplungsgliedes und/oder des Schaltkupplungsgliedes.
[0022] Im Detail ist hierzu die Freilaufeinheit an ein Linearelement des Schaltkupplungsgliedes
angeschlossen. Das heißt, das Schaltkupplungsglied setzt sich aus den beiden wesentlichen
Bestandteilen Schaltelement und Linearelement zusammen, zu denen zusätzlich noch die
bereits angesprochene Freilaufeinheit hinzutritt, zu welcher das Schaltelement gehört.
- Wie zuvor bereits erläutert, wechselwirkt die Freilaufeinheit mit dem bereits beschriebenen
Bewegungsspeicher. Der Bewegungsspeicher sorgt nach Maßgabe der Bewegung der Antriebswelle
dafür, dass das Schaltelement mittels der Freilaufeinheit in ausgerückter oder eingerückter
Stellung gehalten wird. Denn der Bewegungsspeicher ist - wie bereits beschrieben -
in der Lage, die Freilaufeinheit mit Hilfe des Schaltelementes zu schalten, also eine
mechanische Verbindung zwischen dem Schaltelement und dem Linearelement in blockiertem
Zustand herzustellen und die mechanische Verbindung zu lösen, falls die Freilaufeinheit
nicht blockiert ist oder werden soll. Als Folge hiervon wird das Schaltelement mittels
der Freilaufeinheit in der zugehörigen ausgerückten oder eingerückten Stellung gehalten.
Gleiches gilt dann auch für das Kupplungsglied im Ganzen. Dies wird mit Bezug zur
Figurenbeschreibung noch näher erläutert werden.
[0023] Im Ergebnis wird eine Türeinheit zur Verfügung gestellt, die zunächst einmal durch
einen frappierend einfachen Aufbau und damit die Möglichkeit einer besonders kostengünstigen
Realisierung überrascht. Tatsächlich reicht es im einfachsten Fall aus, das Kupplungsglied
veränderbarer Schließkraft als schaltbare Freilaufeinheit auszulegen. Mit Hilfe dieser
schaltbaren Freilaufeinheit kann der Türflügel bedarfsweise freigegeben oder blockiert
werden. Es lässt sich also eine stufenlose Türfeststellung erreichen. Die dafür erforderlichen
konstruktiven Elemente sind einfach aufgebaut und ermöglichen eine kompakte Auslegung,
die sogar in einem Türscharnier Platz findet.
[0024] Für den Fall, dass das Kupplungsglied mit dem Steuerkupplungsglied und Schaltkupplungsglied
ausgerüstet ist, sorgt die Freilaufeinheit dafür, dass das Steuerkupplungsglied und/oder
das Schaltkupplungsglied die eingerückte oder ausgerückte Stellung einnehmen. Das
gilt dann insgesamt für das gesamte Kupplungsglied. Dabei gehört die eingerückte Stellung
des Kupplungsgliedes zur Blockade des Türflügels, wohingegen das Kupplungsglied in
ausgerückter Stellung praktisch ungehinderte Schwenkbewegungen des Türflügels zulässt.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Türeinheit schematisch,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform der Erfindung in einem Teilausschnitt,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 4A bis 4D
- eine weitere dritte Ausgestaltung der Erfindung.
[0026] In der Fig. 1 ist eine Türeinheit dargestellt, bei welcher es sich im Ausführungsbeispiel
um eine Kraftfahrzeug-Türeinheit handelt. Diese verfügt über einen Türflügel 1, welcher
in einem Drehpunkt 2 an eine Kraftfahrzeugkarosserie angelenkt ist und sich um diesen
Drehpunkt 2 in der durch einen Doppelpfeil angedeuteten Schwenkrichtung öffnen und
schließen lässt. Bei diesem Vorgang wird eine Zahnstange 3 hin- und herbewegt, die
an den Türflügel 1 angeschlossen ist und deren Linearbewegung auf eine Antriebswelle
4 übertragen wird. Die Zahnstange 3 und die Antriebswelle 4 fungieren zusammengenommen
als Bewegungsübertragungsglied 3, 4, welches an den Türflügel 1 angeschlossen ist.
[0027] Von der Antriebswelle 4 wird ein in den Fig. 2, 3 und 4A bis 4D näher dargestelltes
Kupplungsglied 5 veränderbarer Schließkraft beaufschlagt. Je nachdem, welche Schließkraft
das Kupplungsglied 5 aufbringt, wird der Türflügel 1 abgebremst, respektive erfährt
eine Fixierung oder kann frei bewegt werden. Das heißt, das Kupplungsglied 5 arbeitet
im Rahmen des Ausführungsbeispiels als Bremsvorrichtung bzw. Reibbremsvorrichtung
oder als Feststelleinrichtung für den Türflügel 1. Dabei kann der Türflügel 1 mit
Hilfe des Kupplungsgliedes 5 in praktisch jeder Stellung, also stufenlos, festgesetzt
werden. Prinzipiell kann das Kupplungsglied 5 aber auch in Verbindung mit einem motorischen
Antrieb für den Türflügel 1 eingesetzt werden. Dann ist das Kupplungsglied 5 zwischen
dem besagten Antrieb und dem Türflügel 1 zwischengeschaltet. Das ist jedoch nicht
dargstellt.
[0028] Bei sämtlichen Varianten ist das Kupplungsglied 5 mit einer schaltbaren Freilaufeinheit
12, 13, 15 ausgerüstet bzw. fallen das Kupplungsglied 5 und die schaltbare Freilaufeinheit
12, 13, 15 zusammen. Die letztgenannte Variante zeigt die Fig. 2. Dabei setzt sich
jeweils die schaltbare Freilaufeinheit 12, 13, 15 aus einem Schaltelement 12, einem
Haltelement 15 und Freilaufelementen 13 zusammen. Die Freilaufelemente 13 sind als
Kugeln oder Rollen ausgeführt. Demzufolge handelt es sich bei der Freilaufeinheit
12, 13, 15 im Beispielfall um eine Klemmrollenfreilaufeinheit.
[0029] Das Schaltelement 12 wechselwirkt mit dem Türflügel 1 bzw. der mit dem Türflügel
1 gekoppelten Antriebswelle 4. Zu diesem Zweck ist im Detail ein Bewegungsspeicher
bzw. Dämpfungselement 11 vorgesehen, in welches eine Koppelwelle 24 eintaucht. Die
Koppelwelle 24 ist an die Antriebswelle 4 angeschlossen und wird wie diese von dem
Türflügel 1 bzw. der Zahnstange 3 angetrieben. Der Bewegungsspeicher 11 ist beispielsweise
mit einem Hydraulikmedium gefüllt und verfügt über ein Gehäuse, welches außenseitig
mit einem Stellglied 17 in der Art eines Nockens ausgerüstet ist. So jedenfalls im
Rahmen der Variante nach Fig. 2. Bei den übrigen Ausführungsbeispielen ist die Koppelwelle
24 zentral im Vergleich zum Kupplungsglied 5 angeordnet bzw. setzt die Antriebswelle
4 fort. Beide grundsätzlichen Varianten spiegeln sich auch in der Fig. 1 wider, wobei
die letztgenannte Möglichkeit dazu korrespondiert, dass die Antriebswelle 4 und die
Koppelwelle 24 gleichsam ineinander fallen bzw. deckungsgleich sind.
[0030] Sobald die Antriebswelle 4 eine vorgegebene Grenzgeschwindigkeit überschreitet bzw.
der die Antriebswelle 4 beaufschlagenden Türflügel 1 mit einer zur gesamten Grenzgeschwindigkeit
gehörigen und vorgegebenen Schwenkgeschwindigkeit beaufschlagt wird, sorgt das im
Bewegungsspeicher 11 von der Koppelwelle 24 mitgenommene Hydraulikmedium dafür, dass
das Stellglied 17 ausgelenkt wird, und zwar im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach
Fig. 2 im Sinne einer Uhrzeigersinnbewegung um die als Rotationsachse fungierende
Koppelwelle 24. Als Folge hiervon beaufschlagt das Stellglied 17 ein Betätigungselement
18, welches gegen die Kraft einer Feder 19 arbeitet. Diese Position ist in der Fig.
2 dargestellt.
[0031] Das Betätigungselement 18 ist an das Schaltelement 12 angeschlossen. Das Schaltelement
12 stellt einen Käfig 12 für die in dem Käfig bzw. Schaltelement 12 gelagerten Freilaufelemente
13 dar. Beaufschlagt durch das Betätigungselement 18 kann das Schaltelement bzw. der
Käfig 12 eine Rotationsbewegung um eine Rotationsachse A vollführen, und zwar im Gegenuhrzeigersinn
gegen die Kraft einer Feder 19 und auch gegen die Kraft einer weiteren Feder 20, die
allerdings hauptsächlich das Schaltelement bzw. den Käfig 12 zentriert. Mit Hilfe
der Feder 20 wird das Schaltelement bzw. der Käfig 12 überwiegend im Vergleich zum
äußeren Halteelement 15 und der inneren Antriebswelle 4 ausgerichtet und gelagert.
Durch die Rotationsbewegung des Schaltelementes bzw. Käfigs 12 um die Rotationsachse
A im Gegenuhrzeigersinn kommen die Zentrierelemente 13 von einem Klemmbereich 21 frei.
Die Zentrierelemente 13 können dadurch in einen Freibereich 22 übergehen, in welchem
eine Rotation der Freilaufelemente 13 möglich ist. Demzufolge kann die zuvor blockierte
Antriebswelle 4 nun gegenüber den Freilaufelementen 13 rotieren.
[0032] Der Freibereich 22 und auch der Klemmbereich 21 formen zusammengenommen eine Tasche
21, 22, die in dem Haltelement 15 im Bereich des jeweiligen Freilaufelementes 13 ausgebildet
ist. Man erkennt, dass mehrere kreisförmig im Vergleich zur Rotationsachse A angeordnete
Freilaufelemente 13 vorgesehen sind, die jeweils die Gestalt von Kugeln oder Rollen
aufweisen. Das Haltelement 15 und das Schaltelement bzw. der Käfig 12 sind relativ
zueinander beweglich, lassen sich nämlich gegenseitig und gegeneinander rotieren,
und zwar im Vergleich zu der gemeinsamen Rotationsachse A.
[0033] Außerdem ist die Auslegung so getroffen, dass die Antriebswelle 4, das Schaltelement
bzw. der Käfig 12 und schließlich das Halteelement 15 jeweils konzentrisch im Vergleich
zu der bereits angesprochenen Rotationsachse A ausgebildet sind. Dabei ist die Auslegung
weiter so getroffen, dass das Haltelement 15 das Schaltelement 12 und auch die Antriebswelle
4 in dieser Reihenfolge umringt, was selbstverständlich nur beispielhaft zu verstehen
ist und nicht zwingend gilt.
[0034] Bei dem weiterentwickelten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind gleiche Bezugzeichen
für übereinstimmende Bauteile verwendet worden. Man erkennt, dass in diesem Fall die
Koppelwelle 24 zentral im Vergleich zum Kupplungsglied 5 bzw. der schaltbaren Freilaufeinheit
12, 13, 15 angeordnet ist. Wie bereits beschrieben, führt eine Geschwindigkeit der
Koppelwelle 24 oberhalb der Grenzgeschwindigkeit dazu, dass das in diesem Fall im
Innern der schaltbaren Freilaufeinheit 12, 13, 15 befindliche Dämpfungselement bzw.
der Bewegungsspeicher 11 eine Rotation vollführt. Diese Rotation korrespondiert dazu,
dass die durch die Kraft der jeweiligen Feder 19 im Klemmbereich 21 gehaltenen Freilaufelemente
13 in den jeweiligen Freibereich 22 überführt werden. Das heißt, die Rotation des
Bewegungsspeichers 11 erfolgt gegen die Kraft der jeweiligen Feder 19 und sorgt dafür,
dass die Freilaufelemente 13 vom Klemmbereich 21 frei kommen und in den Freibereich
22 übergehen.
[0035] Dazu arbeitet das Dämpfungselement bzw. der Bewegungsspeicher 11 über das Stellglied
17 und das Betätigungselement 18 auf das Schaltelement 12, die im Rahmen dieses Ausführungsbeispiels
insgesamt zusammenfallen bzw. eine Baueinheit 12, 17, 18 bilden. Auch in diesem Fall
wird bei Überschreiten der Grenzgeschwindigkeit der Koppelwelle 24 und folglich des
Türflügels 1 das jeweilige Freilaufelement 13 vom ehemals eingenommenen Klemmbereich
21 in den Freibereich 22 überführt.
[0036] Die zuvor bei Einnahme des Klemmbereiches 21 blockierte Antriebswelle 4, welche mit
dem Halteelement 15 zusammenfällt, wird freigegeben. Das Gleiche gilt für den Türflügel
1. Sobald die Grenzgeschwindigkeit unterschritten wird, kehren die einzelnen Freilaufelemente
13 in den Klemmbereich 21 zurück, und zwar beaufschlagt durch die jeweiligen Federn
19. Als Folge hiervon wird auch die Antriebswelle 4 und mit ihr der Türflügel 1 blockiert.
[0037] In der Darstellung nach den Fig. 4A bis 4D sind erneut übereinstimmende Bauteile
mit gleichen Bezugszeichen wie zuvor beschrieben ausgerüstet. Man erkennt in dieser
Ausführungsform, dass das Kupplungsglied 5 bei der dort dargestellten dritten Variante
zweiteilig mit einem Steuerkupplungsglied 5a und einem Schaltkupplungsglied 5b ausgebildet
ist.
[0038] Das von der Antriebswelle 4 beaufschlagte Steuerkupplungsglied 5a rückt bei einer
Bewegung des Türflügels 1 und folglich der Zahnstange 3 zunächst das Schaltkupplungsglied
5b aus, wie dies beim Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B deutlich wird. Das Schaltkupplungsglied
5b behält seine ausgerückte Stellung nur bei einer fortlaufenden Bewegung der Antriebswelle
4 bei. Das kommt in den Fig. 4B und 4C zum Ausdruck. Wird die Antriebswelle 4 angehalten,
so wird das Schaltkupplungsglied 5b (wieder) eingerückt und der Türflügel 1 festgehalten.
Hierzu korrespondiert die Darstellung nach der Fig. 4D.
[0039] Man erkennt, dass das Steuerkupplungsglied 5a zweiteilig mit einem Stellelement 6
und einem Linearelement 7 ausgerüstet ist. Das Stellelement 6 ist drehfest mit der
Antriebswelle 4 gekoppelt und rotiert zusammen mit dieser. Dagegen ist das Linearelement
7 drehfest ausgelegt und lässt sich lediglich axial im Vergleich zu der Achse A verschieben.
Drehbewegungen des Stellelementes 6 führen nun dazu, dass das Linearelement 7 eine
lineare Stellbewegung S vollführt, wie sie in den Fig. 4B und 4D dargestellt sind.
Die lineare Stellbewegung S erklärt sich dadurch, dass das Stellelement 6 zusammen
mit der Antriebswelle 4 beim Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B eine Bewegung im
Gegenuhrzeigersinn vollführt. Diese Gegenuhrzeigersinnbewegung der Antriebswelle 4
wie auch des Stellelementes 6 wird dadurch verursacht, dass die Zahnstange 3 beim
Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B nach links bewegt wird, wie dies entsprechende
Pfeile in der Fig. 4B darstellen.
[0040] Das Stellelement 6 und das Linearelement 7 sind mit einer ineinandergreifenden Kontur
8 respektive Gegenkontur 9 ausgerüstet. Bei den beiden Konturen 8, 9 handelt es sich
im Ausführungsbeispiel um Sinuswellenkonturen 8, 9, die jeweils entlang des jeweiligen
Umfangs von einerseits dem Stellelement 6 und andererseits dem Linearelement 7 ausgebildet
sind. Tatsächlich handelt es sich sowohl bei dem Stellelement 6 als auch bei dem Linearelement
7 um jeweils einen Stellring 6, der mit einem Linearring 7 wechselwirkt. Das geschieht
gegen die Kraft einer Feder 10. Dabei sind sowohl das Stellelement 6 als auch das
Linearelement 7 jeweils konzentrisch im Vergleich zur mittig angeordneten Antriebswelle
4 ausgelegt, welche das Linearelement 7 durchgreift und endseitig mittels der angeschlossenen
Koppelwelle 24 in den nachfolgend noch näher zu erläuternden Bewegungsspeicher 11
eintaucht.
[0041] Neben dem Bewegungsspeicher 11 ist das Schaltkupplungsglied 5b zusätzlich noch mit
dem an den Bewegungsspeicher 11 angeschlossenen bzw. mit diesem wechselwirkenden Schaltelement
12 ausgerüstet. Anhand der Figuren erkennt man, dass das Schaltelement 12 insgesamt
hohlzylindrisch ausgelegt ist und die Antriebswelle 4 das Schaltelement 12 durchgreift.
Darüber hinaus verfügt das Schaltelement 12 über zwei Konturen 13, 14, die mit zugehörigen
Gegenkonturen 15, 16 am Linearelement 7 wechselwirken, wie nachfolgend noch näher
beschrieben wird. Bei der Kontur 13 handelt es sich um die Freilaufelemente 13 der
Freilaufeinheit 12, 13, 15, zu welcher auch das Schaltelement 12 gehört. Die Gegenkontur
15 stellt das korrespondierende Halteelement 15 dar.
[0042] Sobald das Linearelement 7 beim Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B die lineare
Stellbewegung S gegen die Kraft der Feder 10 vollführt hat, sorgt diese lineare Stellbewegung
S dafür, dass das Schaltelement 12 die in den Fig. 4B und 4C gezeigte ausgerückte
Stellung einnimmt. Die korrespondieren Konturen 13, 15 bzw. 14, 16 sind dann nicht
(mehr) im Eingriff, so dass die Antriebswelle 4 und mit ihr das Stellelement 6 frei
rotieren können. Auf die schaltbare Freilaufeinheit 12, 13, 15 übertragen bedeutet
dies, dass die Freilaufeinheit 12, 13, 15 die Freilaufelemente 13 freigegeben hat.
Wie im Fall der beiden bereits besprochenen Ausführungsbeispiele korrespondiert dieser
Vorgang dazu, dass die Freilaufelemente 13 von Klemmbereichen 21 in zugehörige Freibereiche
22 überführt worden sind, die ähnlich arbeiten und ausgelegt sind, wie bereits beschrieben.
Jedenfalls lässt sich der Türflügel 1 dann mehr oder minder widerstandslos bewegen,
weil die Freilaufelemente 13 nicht mehr blockiert werden. Dabei handelt es sich bei
den Konturen 13, 15 - wie bereits dargelegt - um einerseits die Freilaufelemente 13
und andererseits das Haltelement 15 der schaltbaren Freilaufeinheit 12, 13, 15.
[0043] Das heißt, das Schaltelement 12 und die Konturen 13, 15 stellen bei dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 4A bis 4C die zuvor bereits extensiv beschriebene schaltbare Freilaufeinheit
12, 13, 15 dar. Der Übergang des Schaltelementes 12 von der Position entsprechend
der Fig. 4B zur Fig. 4C korrespondiert dazu, dass das Schaltelement 12 die Freilaufelemente
13 aus dem Klemmbereich 21 in den Freibereich 22 überführt. Beim Übergang von der
Fig. 4B zur Fig. 4C gehen folglich die Freilaufelemente 13 vom Klemmbereich 21 jeweils
in den Freibereich 22 über. Als Folge hiervon kann die Antriebswelle 4 und mit ihr
das Stellelement 6 wie beschrieben frei rotieren.
[0044] Zuvor ist jedoch das Linearelement 7 von seiner Position gemäß der Fig. 4B in die
Stellung nach Fig. 4C entsprechend derjenigen in Fig. 4A zurückgekehrt. Das Schaltelement
12 hat hierbei im Wesentlichen seine ausgerückte Position beibehalten. Dies stellt
der Bewegungsspeicher 11 sicher.
[0045] Denn der Bewegungsspeicher 11 hält nach Maßgabe der Bewegung der Antriebswelle 4
das Schaltelement 12 in seiner ausgerückten oder eingerückten Stellung. Wenn sich
die Antriebswelle 4 bewegt, führt der Bewegungsspeicher 11 eine Kreisbogenbewegung
aus, wie man beim Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B erkennt. Das gilt jedenfalls
dann, wenn die Antriebswelle 4 die bereits mehrfach in Bezug genommene Grenzgeschwindigkeit
überschreitet. Diese Kreisbogenbewegung des Bewegungsspeichers 11 von seiner passiven
Position nach Fig. 4A in die aktive Stellung gemäß den Fig. 4B und 4C korrespondiert
dazu, dass das Schaltelement 12 von dem Linearelement 7 beabstandet wird. Gleiches
gilt für die korrespondierenden Konturen 13, 15 bzw. 14, 16. Solange die Antriebswelle
4 dafür sorgt, dass der Bewegungsspeicher 11 die aktive Stellung gemäß den Fig. 4B
und 4C beibehält, greifen die fraglichen Konturen 13, 15 bzw. 14, 16 auch nicht ineinander.
Die Freilaufeinheit 12, 13, 15 lässt folglich die Freilaufelemente 13 rotieren.
[0046] Der Bewegungsspeicher 11 ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels als drehzahlgesteuerter
Bewegungsspeicher 11, genauer als Viskosespeicher oder Viskosedämpfer ausgeführt.
Das heißt, die Antriebswelle 4 taucht mittels der Koppelwelle 24 in den Bewegungsspeicher
11 ein und sorgt mit beispielsweise einem Turbinenrad dafür, dass ab einer bestimmten
Drehzahl das im Inneren des Bewegungsspeichers 11 befindliche Viskoseöl ebenfalls
in Rotationen versetzt wird. Diese Rotationen des Viskoseöls werden auf das Gehäuse
des Bewegungsspeichers 11 übertragen, welches die beschriebene Kreisbogenbewegung
vollführt. Hierzu gehört die Grenzgeschwindigkeit der Antriebswelle 4. Es kann an
dieser Stelle aber auch eine Fliegkraftkupplung eingesetzt werden. Auch ein Bewegungsspeicher
11 in der Ausführungsform, dass durch die mit Bewegungen der Antriebswelle 4 verbundenen
Fliegkräfte die Schaltkupplung 12 in ausgerückter Stellung halten, ist denkbar.
[0047] Jedenfalls sorgt der Bewegungsspeicher 11 bzw. Viskosespeicher dafür, dass er in
Abhängigkeit von der Bewegung der Antriebswelle 4 die bereits beschriebene Kreisbogenbewegung
beim Übergang von der Fig. 4A zur Fig. 4B vollführt. Solange die Antriebswelle 4 die
damit verbundene Drehzahl (oberhalb der Grenzgeschwindigkeit) beibehält, findet sich
der Bewegungsspeicher 11 in der aktiven Stellung entsprechend den Fig. 4B und 4C.
Sobald jedoch die Drehzahl der Antriebswelle 4 abfällt, geht der Bewegungsspeicher
11 in die passive Stellung nach der Fig. 4A bzw. entsprechend der Fig. 4D (wieder)
über. Als Folge hiervon greifen die Konturen 13, 15 respektive 14, 16 zwischen einerseits
dem Schaltelement 12 und andererseits dem Linearelement 7 ineinander. Die Freilaufelemente
13 der Freilaufeinheit 12, 13, 15 werden blockiert. Diese ineinandergreifenden Konturen
13, 15; 14, 16 korrespondieren dazu, dass sowohl das Schaltkupplungsglied 5b als auch
das Steuerkupplungsglied 5a eingerückt sind. Etwaige Bewegungen der Antriebswelle
4 in dieser Stellung nach Fig. 4A bzw. Fig. 4D werden durch den Bewegungsspeicher
11 gedämpft, der in diesem Fall als Dämpfungselement fungiert.
[0048] Erst wenn die Antriebswelle 4 mit einer entsprechenden Kraft beaufschlagt wird, indem
der Türflügel 1 die Zahnstange 3 bewegt, sorgt diese erhöhte Kraft dafür, dass das
Stellelement 6 erneut das Linearelement 7 unter Berücksichtigung der linearen Stellbewegung
S anhebt und der bereits besprochene Vorgang sich wiederholt. Das heißt, der Bewegungsspeicher
11 sorgt in seiner aktiven Stellung dafür, dass das Schaltelement 12 und das Linearelement
7 voneinander beabstandet sind. Folgerichtig können die korrespondierenden Konturen
13, 15 bzw. 14, 16 in einem solchen Fall nicht ineinandergreifen.
[0049] Bei den Konturen 13 handelt es sich um als Kugeln ausgebildete Freilaufelemente 13,
welche mit einerseits dem Schaltelement 12 und andererseits dem als Aufnahmeplatte
ausgebildeten Halteelement 15 mit den Taschen 21, 22 für die Freilaufelemente 13 am
Linearelement 7 wechselwirken. Die ausgerückte Stellung des Schaltelementes 12 korrespondiert
dazu, dass die Freilaufelemente bzw. Kugeln 13 die Aufnahmeplatte 15 und das Schaltelement
12 nicht mechanisch miteinander koppeln. In eingerückter Position des Schaltelementes
12 liegt dagegen eine mechanische Verbindung zwischen dem Schaltelement 12, den Kugeln
bzw. Freilaufelementen 13 und der Aufnahmeplatte 15 sowie schließlich dem Linearelement
7 vor. Dann ist die Freilaufeinheit 12, 13, 15 geschlossen.
[0050] Bei den Konturen 14, 16 handelt es sich um einen Konus 14 und Gegenkonus 16, die
bei Beabstandung voneinander zur ausgerückten Stellung des Schaltelementes 12 gehören.
Ist das Schaltelement 12 dagegen eingerückt, so sind die Konturen 14, 16 mechanisch
miteinander verbunden. Das gelingt durch einen mehr oder minder ausgeprägten Reibschluss
zwischen den beiden Konturen 14, 16.
[0051] Man erkennt anhand der Darstellungen, dass das Kupplungsglied 5 insgesamt rotationssymmetrisch
im Vergleich zur mittig angeordneten Antriebswelle 4 ausgebildet ist. Außerdem baut
das bekannte Kupplungsglied 5 besonders kompakt, lässt sich folglich im Innern des
Türflügels 1 wie in Fig. 1 dargestellt problemlos unterbringen. Hierin sind die Vorteile
der Erfindung zu sehen.
1. Türeinheit, insbesondere Kraftfahrzeug-Türeinheit, mit einem an einen Türflügel (1)
angeschlossenen Bewegungsübertragungsglied (3, 4) mit Antriebswelle (4), und mit einem
von der Antriebswelle (4) beaufschlagten Kupplungsglied (5) veränderbarer Schließkraft,
wobei
- das Kupplungsglied (5) eine schaltbare Freilaufeinheit (12, 13, 15) auffasst, und
wobei
- die Freilaufeinheit (12, 13, 15) mit einem Schaltelement (12) ausgerüstet ist, welches
mit dem Türflügel (1) wechselwirkt, wobei
- das Schaltelement (12) relativ zu einem Halteelement (15) als weiterem Bestandteil
der Freilaufeinheit (12, 13, 15) bewegbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Freilaufeinheit (12, 13, 15) mit einem ein Gehäuse umfassendes Dämpfungselement
(11) der Türeinheit wechselwirkt, welches bei Überschreiten einer bestimmten Mindest-/Grenzgeschwindigkeit
der Antriebswelle (4) eine zugehörige Bewegung seines Gehäuses vollführt, wobei
- die Antriebswelle (4) hierzu dem Türflügel (1) folgt und mit dem Dämpfungselement
(11) wechselwirkt, und dass
- die Bewegung des Gehäuses des Dämpfungselementes (11) auf das Schaltelement (12)
respektive das Halteelement (15) übertragen wird und dadurch für eine Relativbewegung
zwischen dem Schaltelement (12) und dem Halteelement (15) sorgt, wobei
- das Dämpfungselement (11) nach Maßgabe der Bewegung der Antriebswelle (4) das Schaltelement
(12) der Freilaufeinheit (12, 13, 15) in ausgerückter oder eingerückter Stellung hält,
und wobei
- das Kupplungsglied (5) in ausgerückter Stellung ungehinderte Schwenkbewegungen des
Türflügels (1) zulässt, wohingegen die eingerückte Stellung des Kupplungsgliedes (5)
zur Blockade des Türflügels (1) gehört.
2. Türeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinheit (12, 13, 15) in Abhängigkeit von einer am Türflügel (1) angreifenden
Kraft und/oder dessen Geschwindigkeit geschaltet wird.
3. Türeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinheit (12, 13, 15) mit Freilaufelementen (13) ausgerüstet ist, welche
vorteilhaft in einem Käfig (12) gelagert sind.
4. Türeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (12) und der Käfig (12) zusammenfallen.
5. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (12) je nach am Türflügel (1) angreifender Kraft und/oder dessen
Geschwindigkeit die Freilaufelemente (13) zur Blockade des Türflügels (1) verklemmt
oder zum Freilauf des Türflügels (1) freigibt.
6. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet dass das Schaltelement (12) und das Halteelement (15) gegenseitig rotierbar im Vergleich
zu einer gemeinsamen Rotationsachse (A) ausgebildet sind.
7. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (15) mit wenigstens einem Klemmbereich (21) und einem Freibereich
(22) für das jeweilige Freilaufelement (13) ausgerüstet ist.
8. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere kreisförmig im Vergleich zur Rotationsachse (A) angeordnete Freilaufelemente
(13) vorgesehen sind.
9. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufelemente (13) in Taschen (21, 22) im Halteelement (15) eingreifen.
10. Türeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsglied (5) zweiteilig mit Steuerkupplungsglied (5a) und Schaltkupplungsglied
(5b) und die Freilaufeinheit (12, 13, 15) als Bestandteil des Steuerkupplungsgliedes
(5a) und/oder des Schaltkupplungsgliedes (5b) ausgebildet sind.
11. Türeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinheit (12, 13, 15) an ein Linearelement (7) des Schaltkupplungsgliedes
(5b) angeschlossen ist.
1. A door unit, particularly a motor vehicle door unit, with a motion transfer member
(3, 4) that is connected to a door leaf (1) and has a driveshaft (4), and with a coupling
member (5) that is acted upon by the driveshaft (4) and has a variable closing force,
wherein
- the coupling member (5) comprises a switchable free-wheel unit (12, 13, 15), and
wherein
- the free-wheel unit (12, 13, 15) is equipped with a switching element (12) that
interacts with the door leaf (1),
wherein
- the switching element (12) is designed so as to be movable relative to a holding
element (15) that forms another component of the free-wheel unit (12, 13, 15), characterized in that
- the free-wheel unit (12, 13, 15) interacts with a damping element (11) of the door
unit, which comprises a housing and carries out an associated motion of its housing
when a certain minimum/limiting speed of the driveshaft (4) is exceeded, wherein
- the driveshaft (4) follows the door leaf (1) and interacts with the damping element
(11) for this purpose, and in that
- the motion of the housing of the damping element (11) is respectively transferred
to the switching element (12) or the holding element (15) and thereby ensures a relative
motion between the switching element (12) and the holding element (15), wherein
- the damping element (11) holds the switching element (12) of the free-wheel unit
(12, 13, 15) in the disengaged or engaged position in accordance with the motion of
the driveshaft (4), and wherein
- the coupling member (5) allows unobstructed pivoting motions of the door leaf (1)
in the disengaged position whereas the engaged position of the coupling member (5)
serves for blocking the door leaf (1).
2. The door unit according to claim 1, characterized in that the free-wheel unit (12, 13, 15) is switched in dependence on a force being applied
to the door leaf (1) and/or its speed.
3. The door unit according to claim 1 or 2, characterized in that the free-wheel unit (12, 13, 15) is equipped with free-wheel elements (13), which
are advantageously mounted in a cage (12).
4. The door unit according to claim 3, characterized in that the switching element (12) and the cage (12) coincide.
5. The door unit according to one of claims 1-4, characterized in that the switching element (12) jams the free-wheel elements (13) in order to block the
door leaf (1) or releases the free-wheel elements so as to allow the door leaf (1)
to free-wheel depending on a force being applied to the door leaf (1) and/or its speed.
6. The door unit according to one of claims 1-5, characterized in that the switching element (12) and the holding element (15) are designed mutually rotatable
referred to a common rotational axis (A).
7. The door unit according to one of claims 1-6, characterized in that the holding element (15) is equipped with at least one clamping region (21) and an
open region (22) for the respective free-wheel element (13).
8. The door unit according to one of claims 1-7, characterized in that multiple free-wheel elements (13) are provided and arranged circularly referred to
the rotational axis (A).
9. The door unit according to one of claims 1-8, characterized in that the free-wheel elements (13) engage into pockets (21, 22) in the holding element
(15).
10. The door unit according to one of claims 1-9, characterized in that the coupling member (5) is realized in two parts and comprises a control coupling
member (5a) and a switching coupling member (5b), and in that the free-wheel unit (12, 13, 15) forms a component of the control coupling member
(5a) and/or the switching coupling member (5b).
11. The door unit according to claim 10, characterized in that the free-wheel unit (12, 13, 15) is connected to a linear element (7) of the switching
coupling member (5b).
1. Ensemble de portière, notamment ensemble de portière de véhicule, doté d'un organe
transmetteur de mouvement (3, 4), raccordé sur un battant de portière (1), avec un
arbre d'entraînement (4) et avec un organe d'accouplement (5) faisant preuve d'une
force de fermeture variable, soumis à l'arbre d'entraînement (4),
- l'organe d'accouplement (5) recevant un ensemble à roue libre (12, 13, 15) commutable
et
- l'ensemble à roue libre (12, 13, 15) étant équipé d'un élément de commutation (12),
lequel interagit avec le battant de portière (1),
- l'élément de commutation (12) étant conçu en étant mobile par rapport à un élément
de retenue (15) en tant que composant supplémentaire de l'ensemble à roue libre (12,
13, 15), caractérisé en ce que
- l'ensemble à roue libre (12, 13, 15) interagit avec un élément amortisseur (11)
comprenant un boîtier de l'ensemble de portière, lequel lors d'un dépassement d'une
certaine vitesse minimale/limite de l'arbre d'entraînement (4) effectue un mouvement
correspondant de son boîtier,
- à cet effet, l'arbre d'entraînement (4) suivant le battant de portière (1) et interagissant
avec l'élément amortisseur (11) et en ce que
- le déplacement du boîtier de l'élément amortisseur (11) est transmis sur l'élément
de commutation (12), respectivement sur l'élément de retenue (15) et assure à cet
effet un déplacement relatif entre l'élément de commutation (12) et l'élément de retenue
(15),
- selon les critères du déplacement de l'arbre d'entraînement (4), l'élément amortisseur
(11) tient l'élément de commutation (12) de l'ensemble à roue libre (12, 13, 15) en
position engagée ou désengagée,
- en position désengagée, l'organe d'accouplement (5) admet des déplacements en pivotement
sans entrave du battant de portière (1) alors qu'en revanche, la position engagée
de l'organe d'accouplement (5) fait partie du blocage du battant de portière (1).
2. Ensemble de portière selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité à roue libre (12, 13, 15) est commutée en fonction d'une force agissant sur
le battant de portière (1) et/ou de la vitesse de celle-ci.
3. Ensemble de portière selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'ensemble à roue libre (12, 13, 15) est équipé d'éléments à roue libre (13), lesquels
sont logés de préférence dans une cage (12).
4. Ensemble de portière selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de commutation (12) et la cage (12) coïncident.
5. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'en fonction d'une force agissant sur le battant de portière (1) et/ou de la vitesse
de celle-ci, l'élément de commutation (12) serre les éléments à roue libre (13) pour
assurer le blocage du battant de portière (1) ou les libère pour assurer le fonctionnement
libre du battant de portière (1).
6. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de commutation (12) et l'élément de retenue (15) sont conçus pour être
rotatifs à l'opposée, par rapport à un axe de rotation (A) commun.
7. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de retenue (15) est équipé d'au moins une zone de serrage (21) et d'une
zone libre (22) pour l'élément à roue libre (13) concerné.
8. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que plusieurs éléments à roue libre (13) placés en forme de cercle par rapport à l'axe
de rotation (A) sont prévus.
9. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les éléments à roue libre (13) s'engagent dans des poches (21, 22) dans l'élément
de retenue (15).
10. Ensemble de portière selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'organe d'accouplement (5) est réalisé en deux parties, avec un organe d'accouplement
de commande (5a) et un organe d'accouplement de commutation (5b) et l'ensemble à roue
libre (12, 13, 15) est réalisé en tant que composant de l'organe d'accouplement de
commande (5a) et/ou de l'organe d'accouplement de commutation (5b).
11. Ensemble de portière selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'unité à roue libre (12, 13, 15) est raccordée sur un élément linéaire (7) de l'organe
d'accouplement de commutation (5b).