| (19) |
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(11) |
EP 2 640 958 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.01.2017 Patentblatt 2017/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.11.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/069428 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/065863 (24.05.2012 Gazette 2012/21) |
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| (54) |
NIEDERDRUCKKREISLAUF FÜR EIN KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM SOWIE KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM
LOW-PRESSURE CIRCUIT FOR A FUEL INJECTION SYSTEM AND FUEL INJECTION SYSTEM
CIRCUIT BASSE PRESSION POUR UN SYSTÈME D'INJECTION DE CARBURANT ET SYSTÈME D'INJECTION
DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.11.2010 DE 102010043923
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.09.2013 Patentblatt 2013/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- KIEFERLE, Stefan
70469 Stuttgart (DE)
- VEIT, Guenter
73207 Plochingen (DE)
- FAUTER, Gerald
71691 Freiberg (DE)
- MEYER-SALFELD, Steffen
71229 Leonberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 261 780 US-A1- 2004 007 214
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JP-A- 2009 185 623 US-A1- 2006 169 251
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Niederdruckkreislauf für ein Kraftstoffeinspritzsystem
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung
ein Kraftstoffeinspritzsystem mit einem solchen Niederdruckkreislauf.
Stand der Technik
[0002] Ein Kraftstoffeinspritzsystem der vorstehend genannten Art geht beispielsweise aus
der Offenlegungsschrift
DE 102 61 780 A1 hervor. Das hierin beschriebene Kraftstoffeinspritzsystem umfasst einen Niederdruckkreislauf
mit einer Hochdruckpumpe, die wenigstens ein Pumpenelement aufweist, das über ein
Differenzdruckventil aus einem Saugraum der Hochdruckpumpe mit einem ersten Teil einer
Kraftstoffmenge versorgt wird, die von einer Niederdruckpumpe gefördert wird. Dabei
ist eine steuerbare Zumesseinheit in einem Kraftstoffpfad zwischen dem Differenzdruckventil
und der Niederdruckpumpe angeordnet. Über die Zumesseinheit ist der an den Saugraum
gelieferte erste Teil der Kraftstoffmenge soweit verringerbar, dass der gelieferte
erste Teil nicht zur Erzeugung eines Druckes ausreicht, der das Differenzdruckventil
öffnet, wobei ein Abfließen von Kraftstoff aus dem Saugraum nur über wenigstens ein
Pumpenelement erfolgt. Dies schließt die Verwendung einer Nullförderdrossel aus, die
dazu dient, einen unerwünschten Leckagestrom abzuleiten, der aufgrund von Undichtigkeiten
der Zumesseinheit verursacht wird. Ferner setzt dies die Verwendung einer Zumesseinheit
mit erhöhter Dichtigkeit voraus. Der Entfall der Nullförderdrossel besitzt den Vorteil
einer vereinfachten und kostengünstigeren Fertigung des Niederdruckkreislaufes. Ferner
entfällt die störende Ankopplung des Saugraums an den Rücklaufdruck. Die Differenzdruckventile
können daher mit geringeren Federkräften betrieben werden, was zu einer Entdrosselung
des Niederdruckkreislaufs führt. Zur Schmierung und/oder Kühlung wird die Verwendung
einer Rücklaufmenge vorgeschlagen, welche in Strömungsrichtung vor der Zumesseinheit
ababgezweigt wird. Demnach erfolgt bereits vor der Zumesseinheit die Aufteilung des
Kraftstoffstroms in einen Förderstrom und einen Schmier- bzw. Kühlstrom, so dass der
Förderstrom vor Erreichen des Saugraums nicht erst über die Lager der Hochdruckpumpe
geführt werden muss. Dies soll beim Start ein schnelles Einsetzen der Förderung der
Hochdruckpumpe und damit ein schnelles Anspringen des Verbrennungsmotors bewirken.
[0003] Aus
US2004/007214 A1 ist ein Kraftstoffeinspritzsystem bekannt, bei dem die Zumesseinheit zwischen Kraftstoffvorratsbehälter
und Vorförderpumpe angeordnet ist und die Aufteilung in einen Förder- und einen Schmierstrom
über ein Druckventil erfolgt.
[0004] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen vereinfachten und damit kostengünstig herstellbaren Niederdruckkreislauf
für ein Kraftstoffeinspritzsystem bereitzustellen. Insbesondere soll auf die Anordnung
einer Nullförderdrossel verzichtet werden.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Niederdruckkreislauf mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie ein Kraftstoffeinspritzsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 7.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Der vorgeschlagene Niederdruckkreislauf umfasst einen Kraftstofftank und eine Vorförderpumpe,
mittels welcher Kraftstoff aus dem Kraftstofftank ansaugbar und über eine Kraftstoffleitung
einer Hochdruckpumpe zuführbar ist. Die Mengen- und Druckregelung erfolgt über eine
außerhalb der Hochdruckpumpe angeordnete Zumesseinheit und/oder die Vorförderpumpe,
die zumindest in diesem Fall als geregelte Elektrokraftstoffpumpe ausgelegt ist. Erfindungsgemäß
ist über eine parallel zu einem Zulauf eines Pumpenelementes der Hochdruckpumpe geschaltete
Drossel die Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe sichergestellt.
[0008] Die Anordnung der Zumesseinheit außerhalb der Hochdruckpumpe ermöglicht die Verwendung
einer im Vergleich zu einer Hochdruckpumpe mit integrierter Zumesseinheit einfach
aufgebauten und kostengünstigen Hochdruckpumpe. Unabhängig vom gewählten Druckregelkonzept,
das heißt unabhängig davon, ob die Mengen- und Druckregelung über die Zumesseinheit
und/oder eine geregelte Elektrokraftstoffpumpe erfolgt, kann zudem eine baugleiche
Hochdruckpumpe verwendet werden. Dies verringert die Herstellungskosten, da die Pumpengestaltung
für verschiedene Mengen- und Druckregelkonzepte vereinheitlicht wird.
[0009] Ferner kann die Nullförderdrossel entfallen, da bei fehlender Mengenabfrage durch
die Hochdruckpumpe und/oder bei Leckage im Bereich der Zumesseinheit der Kraftstoff
über die parallel geschaltete Drossel der Hochdruckpumpe zur Schmierung und/oder Kühlung
zugeführt wird. Darüber hinaus kann eine einfache Zumesseinheit mit größerer maximal
zulässiger Leckage eingesetzt werden. Vorzugsweise liegt die maximal zulässige Leckage
in der Größenordnung der zur Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe erforderlichen
Kraftstoffmenge. Durch die einfache Ausgestaltung der Zumesseinheit und durch den
Entfall der Nullförderdrossel kann der Niederdruckkreislauf weiter vereinfacht werden.
[0010] Der Einsatz der Vorförderpumpe zur Mengen- und Druckregelung erfolgt nach dem Prinzip
der Fuel Pump Control (FPC). Voraussetzung hierfür ist die Ausbildung der Vorförderpumpe
als geregelte Elektrokraftstoffpumpe und die Verbindung der Vorförderpumpe mit einer
Ansteuerelektronik. Die geregelte Elektrokraftstoffpumpe kann alternativ oder ergänzend
zu einer Zumesseinheit zur Mengen- und Druckregelung eingesetzt werden. Die Mengen-
und Druckregelung erfolgt allein über die Zumesseinheit, daher kann eine einfache,
kostengünstige Vorförderpumpe gewählt werden, beispielsweise eine Impeller-Pumpe.
[0011] Weiterhin erfindungsgemäß zweigt in Strömungsrichtung vor der Zumesseinheit eine
Rücklaufleitung von der Kraftstoffleitung ab, welche die Kraftstoffleitung mit dem
Kraftstofftank verbindet. Die über die Vorförderpumpe geförderte Kraftstoffmenge kann
dann über die Rücklaufleitung bei fehlender Zumessung oder fehlender Mengenabfrage
zurück in den Tank geführt werden.
[0012] Weiterhin bevorzugt umfasst die Rücklaufleitung ein federbelastetes Ventil, insbesondere
ein Rückschlagventil oder ein Überströmventil, und/oder eine Drossel. Das federbelastete
Ventil stellt sicher, dass erst ab einem vorgegebenen Grenzdruck das Ventil öffnet
und der Kraftstoff über die Rücklaufleitung zurück in den Tank gelangt. Bei Einsatz
eines Überströmventils kann dieses einfach ausgebildet sein, was sich wiederum günstig
auf die Kosten auswirkt. Erfolgt die Mengen- und Druckregelung über eine geregelte
Elektrokraftstoffpumpe und wird auf die Anordnung einer Zumesseinheit verzichtet,
genügt es, wenn in der Rücklaufleitung lediglich eine Drossel ausgebildet ist.
[0013] Vorteilhafterweise ist das federbelastete Ventil, insbesondere das Überströmventil,
in einem Gehäuse mit der Zumesseinheit zur Ausbildung einer Fuel Control Unit (FCU)
angeordnet. Dies erlaubt eine kompakte Anordnung der Komponenten des Niederdruckkreislaufes.
Alternativ wird vorgeschlagen, dass das federbelastete Ventil in einen Filter integriert
ist, welcher der Zumesseinheit bzw. einer FCU vorgeschaltet ist.
[0014] Weiterhin bevorzugt ist ein Niederdruckbereich der Hochdruckpumpe über eine weitere
Rücklaufleitung mit dem Kraftstofftank verbunden. Der Niederdruckbereich umfasst einen
Triebwerksraum der Hochdruckpumpe, so dass die über die Rücklaufleitung abströmende
Kraftstoffmenge über die Lager der Hochdruckpumpe zur Schmierung und/oder Kühlung
derselben geführt wird.
[0015] Das ebenfalls zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe vorgeschlagene Kraftstoffeinspritzsystem
zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine umfasst
neben einem erfindungsgemäßen Niederdruckkreislauf ferner eine Hochdruckpumpe zur
Beaufschlagung des einzuspritzenden Kraftstoffs mit Hochdruck und zur Förderung des
unter hohem Druck stehenden Kraftstoffs in einen Hochdruckspeicher sowie wenigstens
ein an den Hochdruckspeicher angeschlossenes Kraftstoffeinspritzventil. Die Hochdruckpumpe
kann als Radialkolbenpumpe mit Nocken- oder Exzentertrieb ausgelegt sein.
[0016] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines bekannten Kraftstoffeinspritzsystems mit
einem bekannten Niederdruckkreislauf,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines ersten erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines zweiten erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
und
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines nicht erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Das in der Fig. 1 dargestellte bekannte Kraftstoffeinspritzsystem umfasst einen Kraftstofftank
1 und eine Vorförderpumpe 2, welche Kraftstoff aus dem Tank 1 ansaugt und über eine
Kraftstoffleitung 3 einer Hochdruckpumpe 4 zuführt. In die Hochdruckpumpe 4 ist eine
Zumesseinheit 5 zur Zumessung des Kraftstoffs integriert. Um den Druck vor der Zumesseinheit
5 konstant zu halten, ist in Strömungsrichtung vor der Zumesseinheit 5 ein Überströmventil
18 angeordnet. Wie die Zumesseinheit 5 ist auch das Überströmventil 18 in die Hochdruckpumpe
4 integriert. Über das Überströmventil 18 wird eine von der Vorförderpumpe 2 zuviel
geförderte Kraftstoffmenge einem Niederdruckbereich 14 der Hochdruckpumpe 4 zur Schmierung
und/oder Kühlung, insbesondere zur Schmierung und/oder Kühlung der Lager der Hochdruckpumpe
4, zugeführt. In Strömungsrichtung nach der Zumesseinheit 5 und vor dem Zulauf 6 eines
Pumpenelementes 7 der Hochdruckpumpe 4 zweigt eine Rücklaufleitung mit einer Nullförderdrossel
19 ab, welche bei fehlender Mengenabfrage der Hochdruckpumpe 4 den Kraftstoff zurück
in den Kraftstofftank 1 leitet. Die Nullförderdrossel 19 verhindert somit, dass eine
etwaige Leckagemenge der Zumesseinheit 5 durch die Hochdruckpumpe 4 ungewollt in einen
an die Hochdruckpumpe 4 angeschlossenen Hochdruckspeicher 16 gefördert wird. Auch
die Nullförderdrossel 19 ist in die Hochdruckpumpe 4 integriert. Somit bilden die
Hochdruckpumpe 4 und die Komponenten Zumesseinheit 5, Überströmventil 18 und Nullförderdrossel
19, welche in die Hochdruckpumpe 4 integriert sind, eine kompakte Einheit, der Aufbau
der Hochdruckpumpe 4 ist jedoch komplex und demzufolge aufwendig und kostenintensiv
in der Herstellung.
[0018] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzsystem erlaubt demgegenüber den Einsatz einer
einfach aufgebauten Hochdruckpumpe, da die Zumesseinheit 5 und das Überströmventil
18 - sofern vorhanden - ausgelagert werden. Zudem kann die Nullförderdrossel 19 entfallen.
Somit kann unabhängig vom jeweils gewählten Mengen- und Druckregelkonzept eine baugleiche
Hochdruckpumpe 4 eingesetzt werden. Die Hochdruckpumpe kann beispielsweise als Radialkolbenpumpe
mit Nocken- oder Exzentertrieb ausgelegt sein.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 erfolgt die Mengen- und Druckregelung über
eine Zumesseinheit 5, die als Fuel Control Unit 12 der Hochdruckpumpe 4 vorgeschaltet
ist. Zwischen der Vorförderpumpe 2 und der Zumesseinheit 5 bzw. der Fuel Control Unit
12 sind ferner ein Filter 13 sowie ein als Rückschlagventil ausgebildetes federbelastetes
Ventil 10 angeordnet. Im vorliegenden Beispiel ist das Rückschlagventil in das Gehäuse
des Filters 13 integriert, so dass der Filter 13 und das Rückschlagventil eine kompakte
Einheit ausbilden. Das Rückschlagventil verbindet die Kraftstoffleitung 3 mit einer
Rücklaufleitung 9, welche überschüssigen Kraftstoff zurück in den Kraftstofftank 1
leitet. Somit ist über den Öffnungsdruck des Rückschlagventils stets ein konstanter
Druck vor der Zumesseinheit 5 sichergestellt. An die Vorförderpumpe 2 werden dementsprechend
nur geringe Anforderungen gestellt, so dass eine einfache mechanische Pumpe Einsatz
finden kann.
[0020] Der über die Zumesseinheit 5 zugemessene Kraftstoff teilt sich vor der Hochdruckpumpe
4 in einen Förderstrom und einen Schmier- bzw. Kühlstrom auf.
[0021] Der Schmier- bzw. Kühlstrom wird über eine Drossel 8 einem Niederdruckbereich 14
der Hochdruckpumpe 4 zugeführt. Die Drossel 8 gewährleistet damit, dass eine bestimmte
Leckagemenge der Zumesseinheit 5 nicht ungewollt über die Hochdruckpumpe 4 auf Hochdruck
gefördert und dem Hochdruckspeicher 16 zugeführt wird. Somit ersetzt die Drossel 8
eine Nullförderdrossel 19 entsprechend dem in der Fig. 1 dargestellten Stand der Technik.
Im Unterschied zur Nullförderdrossel 19 wird die Leckagemenge der Zumesseinheit 5
jedoch nicht einem Rücklauf zugeführt, sondern zur Schmierung und/oder Kühlung der
Hochdruckpumpe 4 verwendet. Da die Leckagemenge der Zumesseinheit 5 der Schmierung
und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe 4 dient, ist eine gewisse Leckage erwünscht. Es
kann demzufolge eine einfache, das heißt weniger dichte Zumesseinheit 5 eingesetzt
werden, was sich wiederum günstig auf die Kosten auswirkt. Der Niederdruckbereich
14 der Hochdruckpumpe 4 kann wiederum über eine Rücklaufleitung 15 mit dem Kraftstofftank
1 verbunden sein.
[0022] Der Förderstrom wird über die Zuläufe 6 und hierin eingesetzte Einlassventile 20
den Pumpenarbeitsräumen 21 der beiden Pumpenelemente 7 der Hochdruckpumpe 4 zugeführt.
Dort wird der Kraftstoff auf Hochdruck verdichtet und über Auslassventile 22 an einen
Hochdruckspeicher 16 abgegeben. Über wenigstens ein an den Hochdruckspeicher 16 angeschlossenes
Kraftstoffeinspritzventil 17 wird dann der unter hohem Druck stehende Kraftstoff in
den Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0023] Da sämtliche in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzsystems eine baugleiche Hochdruckpumpe 4 verwenden und sich auch
im Hinblick auf den Hochdruckbereich nicht unterscheiden, wird hinsichtlich der Beschreibung
auf die vorstehenden Ausführungen in Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 2 verwiesen.
[0024] Das in der Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem der
Fig. 2 lediglich dadurch, dass das als Rückschlagventil ausgebildete federbelastete
Ventil 10 nicht in den Filter 13, sondern in die Fuel Control Unit 12 integriert ist.
Somit bilden nunmehr die Zumesseinheit 5 und das Ventil 10 eine kompakte Baueinheit
aus, die zudem alle wesentlichen Komponenten zur Mengen- und Druckregelung umfasst.
Eine derart gestaltete Fuel Control Unit 12 ist in einfacher Weise mit verschiedenen
Pumpenkonzepten kombinierbar.
[0025] Das nicht erfindungsgemäße, in der Fig. 4 dargestellte Beispiel unterscheidet sich
von denen der Fig. 2 und 3 dadurch, dass die Mengen- und Druckregelung über eine als
Vorförderpumpe 2 eingesetzte geregelte Elektrokraftstoffpumpe erfolgt. Eine Zumesseinheit
5 bzw. eine Fuel Control Unit 12 können somit entfallen. Gleiches gilt für das federbelastete
Ventil 10, das vorliegend durch eine einfache Drossel 11 ersetzt wird. Die geregelte
Elektrokraftstoffpumpe ist über eine Steuereinheit (nicht dargestellt) ansteuerbar,
wodurch eine bedarfsgerechte Mengen- und Druckregelung gewährleistet ist.
1. Niederdruckkreislauf für ein Kraftstoffeinspritzsystem, insbesondere ein Common-Rail-Einspritzsystem,
umfassend einen Kraftstofftank (1) und eine Vorförderpumpe (2), mittels welcher Kraftstoff
aus dem Kraftstofftank (1) ansaugbar und über eine Kraftstoffleitung (3) einer Hochdruckpumpe
(4) zuführbar ist, wobei die Mengen- und Druckregelung über eine außerhalb der Hochdruckpumpe
(4) angeordnete Zumesseinheit (5) erfolgt, wobei die Zumesseinheit in Strömungsrichtung
hinter der Vorförderpumpe (2) angeordnet ist und in Strömungsrichtung vor der Zumesseinheit
(5) eine Rücklaufleitung (9) von der Kraftstoffleitung (3) abzweigt, welche die Kraftstoffleitung
(3) mit dem Kraftstofftank (1) verbindet,
dadurch gekennzeichnet, dass der über die Zumesseinheit (5) zugemessene Kraftstoff vor der Hochdruckpumpe (4)
in einen Förderstrom und einen Schmier- bzw. Kühlstrom aufgeteilt wird und über eine
parallel zu einem Zulauf (6) eines Pumpenelementes (7) der Hochdruckpumpe (4) geschaltete
Drossel (8) die Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe (4) sichergestellt
ist.
2. Niederdruckkreislauf nach Anspruch1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mengen- und Druckregelung über die außerhalb der Hochdruckpumpe (4) angeordnete
Zumesseinheit (5) und die Vorförderpumpe (2) erfolgt, wobei die Vorförderpumpe (2)
als geregelte Elektrokraftstoffpumpe (2) ausgelegt ist.
3. Niederdruckkreislauf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rücklaufleitung (9) ein federbelastetes Ventil (10), insbesondere ein Rückschlagventil
oder ein Überströmventil, und/oder eine Drossel (11) umfasst.
4. Niederdruckkreislauf nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Ventil (10) in einem Gehäuse mit der Zumesseinheit (5) zur Ausbildung
einer Fuel Control Unit (12) angeordnet ist.
5. Niederdruckkreislauf nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Ventil (10) in einen Filter (13) integriert ist, welcher der Zumesseinheit
(5) vorgeschaltet ist.
6. Niederdruckkreislauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Niederdruckbereich (14) der Hochdruckpumpe (4) über eine Rücklaufleitung (15)
mit dem Kraftstofftank (1) verbunden ist.
7. Kraftstoffeinspritzsystem zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
mit einem Niederdruckkreislauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
Kraftstoffeinspritzsystem ferner eine Hochdruckpumpe (5) zur Beaufschlagung des einzuspritzenden
Kraftstoffs mit Hochdruck und zur Förderung des unter hohem Druck stehenden Kraftstoffs
in einen Hochdruckspeicher (16) sowie wenigstens ein an den Hochdruckspeicher (16)
angeschlossenes Kraftstoffeinspritzventil (17) umfasst.
1. Low-pressure circuit for a fuel injection system, in particular a common-rail injection
system, comprising a fuel tank (1) and a predelivery pump (2) by way of which fuel
can be drawn out of the fuel tank (1) and supplied via a fuel line (3) to a high-pressure
pump (4), wherein the flow-rate and pressure regulation is realized by way of a metering
unit (5) arranged outside the high-pressure pump (4), wherein the metering unit is
arranged downstream of the predelivery pump (2) in a flow direction, and a return
line (9) branches off from the fuel line (3) upstream of the metering unit (5) in
the flow direction, which return line connects the fuel line (3) to the fuel tank
(1), characterized in that the fuel that is metered by way of the metering unit (5) is divided, upstream of
the high-pressure pump (4), into a delivery flow and a lubricating and/or cooling
flow, and the lubrication and/or cooling of the high-pressure pump (4) is ensured
by way of a throttle (8) which is connected in parallel with respect to an inflow
(6) of a pump element (7) of the high-pressure pump (4).
2. Low-pressure circuit according to Claim 1, characterized in that the flow-rate and pressure regulation is realized by way of the metering unit (5),
which is arranged outside the high-pressure pump (4), and the predelivery pump (2),
wherein the predelivery pump (2) is designed as a regulated electric fuel pump (2).
3. Low-pressure circuit according to Claim 1, characterized in that the return line (9) comprises a spring-loaded valve (10), in particular a check valve
or an overflow transfer valve, and/or a throttle (11).
4. Low-pressure circuit according to Claim 3, characterized in that the spring-loaded valve (10) is arranged in a housing with the metering unit (5)
so as to form a fuel control unit (12).
5. Low-pressure circuit according to Claim 3, characterized in that the spring-loaded valve (10) is integrated into a filter (13) which is connected
upstream of the metering unit (5).
6. Low-pressure circuit according to one of the preceding claims, characterized in that a low-pressure region (14) of the high-pressure pump (4) is connected by way of a
return line (15) to the fuel tank (1).
7. Fuel injection system for injecting fuel into the combustion chamber of an internal
combustion engine, having a low-pressure circuit according to one of the preceding
claims, wherein the fuel injection system furthermore comprises a high-pressure pump
(5) for highly pressurizing the fuel for injection and for delivering the highly pressurized
fuel into a high-pressure accumulator (16) and comprises at least one fuel injection
valve (17) which is connected to the high-pressure accumulator (16).
1. Circuit basse pression pour système d'injection de carburant, en particulier pour
système d'injection à rail commun, comprenant une cuve (1) à carburant et une pompe
de pré-refoulement (2) au moyen de laquelle le carburant peut être aspiré dans la
cuve (1) à carburant et être amené par un conduit (3) de carburant à une pompe (4)
à haute pression,
la régulation de débit et de pression s'effectuant par l'intermédiaire d'une unité
de dosage (5) disposée à l'extérieur de la pompe (4) à haute pression,
l'unité de dosage étant disposée en aval de la pompe (2) de pré-refoulement dans la
direction d'écoulement et en amont de l'unité de dosage (5) dans la direction d'écoulement,
un conduit de renvoi (9) partant du conduit (3) de carburant et reliant le conduit
(3) de carburant à la cuve (1) de carburant,
caractérisé en ce que
le carburant dosé par l'unité de dosage (5) est divisé en amont de la pompe (4) à
haute pression en un écoulement de transport et un écoulement de lubrification ou
de refroidissement et
en ce que la lubrification et/ou le refroidissement de la pompe (4) à haute pression sont assurés
par l'intermédiaire d'un étranglement (8) raccordé parallèlement à l'amenée (6) d'un
élément de pompe (7) de la pompe (4) à haute pression.
2. Circuit basse pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la régulation de débit et de pression s'effectue par l'intermédiaire d'une unité
de dosage (5) disposée à l'extérieur de la pompe (4) à haute pression et de la pompe
(2) de pré-refoulement, la pompe (2) de pré-refoulement étant conçue comme pompe électrique
régulée (2) de carburant.
3. Circuit basse pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le conduit de renvoi (9) comporte une soupape (10) sollicitée par ressort, en particulier
une soupape anti-retour ou une soupape de déversement, et/ou un étranglement (11).
4. Circuit basse pression selon la revendication 3,
caractérisé en ce que la soupape (10) sollicitée par ressort est disposée dans un boîtier en même temps
que l'unité de dosage (5) de manière à former une unité (12) de contrôle de carburant.
5. Circuit basse pression selon la revendication 3,
caractérisé en ce que la soupape (10) sollicitée par ressort est intégrée dans un filtre (13) raccordé
en amont de l'unité de dosage (5).
6. Circuit basse pression selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une partie (14) à basse pression de la pompe (4) à haute pression est reliée à la
cuve (1) à carburant par un conduit de renvoi (15).
7. Système d'injection de carburant destiné à injecter du carburant dans la chambre de
combustion d'un moteur à combustion interne qui présente un circuit à basse pression
selon l'une des revendications précédentes, le système d'injection de carburant présentant
en outre une pompe (5) à haute pression qui injecte à haute pression le carburant
à injecter et qui transporte le carburant sous haute pression dans une réserve (16)
à haute pression, ainsi qu'au moins une soupape (17) d'injection de carburant raccordée
à la réserve (16) à haute pression.
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