[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden
fluiden Mediums wie im Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine Solche Pumpe ist z.B. aus
der
EP 0 283 755 bekannt. Vorzugsweise können die beiden Wellen einer Solcher Pumpe, durch ein in
einem Getriebegehäuse angeordnetes Getriebe miteinander gekoppelt sein.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Gehäuse für eine Drehkolbenpumpe zur Förderung
eines Feststoffe enthaltenden fluiden Mediums.
[0003] Drehkolbenpumpen der vorstehend genannten Art werden zum Fördern jeglicher Flüssigkeiten
eingesetzt, insbesondere aber auch zum Fördern von Schlamm, Abwasser, Schmutzwasser,
Brackwasser, Dickstoffen, Bilgenwasser, Fäkalien, Gülle, Chemikalien oder Futtermittel.
Drehkolbenpumpen der eingangs genannten Art sind beispielsweise aus der
DE 10 2007 054 544 A1 und der
EP 1 624 189 B1 der Anmelderin sowie aus der
DE 10 2005 017 575 A1 und der
WO 2007/026 109 A1 bekannt und dienen dazu, ein fluides Medium zu fördern, das Feststoffe enthält.
[0004] Das zu fördernde Medium gelangt über eine am Pumpengehäuse angeordnete Einlass-öffnung
in das Innere des Pumpengehäuses, wird dort durch die ineinandergreifenden Drehkolbenflügel
zweier angetriebener Drehkolben in Richtung einer am Pumpengehäuse angeordneten Auslassöffnung
gefördert und verlässt das Innere des Pumpengehäuses wieder durch die Auslassöffnung.
Jeder der beiden Drehkolben ist gewöhnlicherweise drehmomentfest auf jeweils einer
Welle befestigt und durch die jeweilige Welle antreibbar, wobei die beiden Wellen
durch ein in einem Getriebegehäuse angeordnetes Getriebe miteinander gekoppelt sind
[0005] Die bekannten Drehkolbenpumpen sind selbstansaugend und trockenlaufunempfindlich.
Das Funktionsprinzip basiert darauf, dass die als Verdrängungspumpe arbeitende Drehkolbenpumpe
den Fluidtransport mittels der zwei Drehkolben an einer Wand des Gehäuses entlang
vom Pumpeneinlass zum Pumpenauslass bewirkt, während die zwei Drehkolben in der Mitte
des Gehäuses fluiddicht aneinander liegen und ineinander verzahnt gegenläufig rotieren.
[0006] Die Erfindung baut auf der Erkenntnis auf, dass Gehäuse bekannter Drehkolbenpumpen
entweder in Blockbauweise hergestellt sind und aus einem massiven Gehäuse-Block bestehen
oder aus mehreren Gehäuse-Schalen zusammengesetzt sind.
[0007] Dabei hat die Erfindung erkannt, dass aus massiven Blöcken hergestellte Pumpengehäuse
in der Fertigung sehr aufwendig sind, da die komplizierte innere Geometrie des Pumpenraums
in der Regel spanend mit hoher Oberflächenqualität gefertigt werden muss. Massive
Blockgehäuse bringen bei Drehkolbenpumpen den weiteren Nachteil mit sich, dass sie
zum einen ein sehr hohes Bauteilgewicht aufweisen und zum anderen selbst bei Verschleiß
nur eines Teilbereiches des Gehäuses komplett ersetzt werden müssen. Abhilfe kann
bei diesen Drehkolbenpumpen mit diesen Gehäuse-Typen nur dadurch geschaffen werden,
dass zusätzliche schalenförmige Einsätze vorgesehen werden, die bevorzugt verschleißen
und im Bedarfsfall austauschbar sind.
[0008] Demgegenüber bieten nach erfindungsgemäßer Erkenntnis Drehkolbenpumpen, die ein aus
Gehäuse-Schalen zusammengesetztes Pumpengehäuse aufweisen, demgegenüber den Vorteil,
dass nur solche Teile der Pumpengehäuse ersetzt werden müssen, die wartungs- oder
ersatzbedürftig sind, während andere, weniger beanspruchte Gehäuse-Teile nicht ersetzt
werden müssen. Die Pumpengehäuse dieser Bauart werden mittels Spannmitteln fluiddicht
verschlossen, indem die Gehäuse-Halbschalen gegeneinander oder gegen andere Gehäuse-Teile
verspannt werden. Zusätzlich werden die Grenzflächen der Gehäuse-Halbschalen gegen
Fluid-Eintritt und/oder -Austritt abgedichtet, beispielsweise mittels Papierdichtungen.
[0009] Weiterhin ist erfindungsgemäß erkannt, dass Pumpengehäuse, die zwei Gehäuse-Halbschalen
aufweisen, den weiteren theoretischen fertigungstechnischen Vorteil eröffnen, dass
diese durch die Fertigung eines kreisrunden Gehäuses und nachfolgende Auftrennung
dieses Gehäuses in zwei Gehäusehalbschalen hergestellt werden können. Hierdurch wird
zwar die spanende Bearbeitung der Innenflächen der Gehäusehalbschalen vereinfacht,
da hier eine kreisrunde Innenfläche bearbeitet werden kann. Allerdings hat sich gezeigt,
dass nach dem Trennen des spanend bearbeiteten Bauteils in zwei Gehäusehalbschalen
durch die Auswirkung von Eigenspannungen die angestrebte Genauigkeit und geometrische
Präzision der Gehäusehalbschalen verfehlt wird. Dies macht eine aufwendige Nachbearbeitung
notwendig oder bedingt eine entsprechende Verspannung der Gehäushälften bei der Montage.
Dem theoretischen Fertigungsvorteil steht hierdurch ein anderer Nachteil gegenüber,
sodass auch geteilte Gehäuse bei Drehkolbenpumpen nachteilig sind..
[0010] Folglich lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Drehkolbenpumpe
anzugeben, die ein gegenüber diesen Nachteilen sowohl in der Fertigung als auch in
der Maßtreue verbessertes Pumpengehäuse aufweist.
[0011] Der Erfindung lag weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Gehäuse für eine
Drehkolbenpumpe anzugeben.
[0012] Die Erfindung löst die ihr zugrunde liegende Aufgabe bei einer Drehkolbenpumpe der
eingangs genannten Art, indem die Gehäuse-Halbschalen doppelwandig ausgebildet sind.
Die Erfindung macht sich hierbei die Erkenntnis zunutze, dass die Stabilität des Gehäuses
insgesamt und der Gehäuse-Halbschalen selbst deutlich gesteigert wird, indem das Gehäuse
doppelwandig ausgeführt wird, ohne dass das modulare Konzept der Halbschalenbauweise
aufgegeben werden muss. Durch die doppelwandige Ausgestaltung der Gehäuse-Halbschalen
ergeben sich eine Reihe überraschender Vorteile. Das gesamte Pumpengehäuse weist eine
verminderte Anfälligkeit für Vibrationen auf. Die Stabilität der Drehkolbenpumpe unter
Druckeinfluss und unter dem Einfluss äußerer, beispielsweise durch Rohrleitungsver-Spannungen
eingeleiteten Kräfte wird erhöht. Aufgrund der gesteigerten Stabilität, die mit der
Doppelwandigkeit einhergeht, ist die Maßhaltigkeit der Gehäuse-Halbschalen erhöht,
was sich vorteilhaft in einer verbesserten Fertigungspräzision niederschlägt. Durch
die verbesserte Fertigungspräzision ist eine Montage des Pumpengehäuses frei von Papier-
oder ähnlichen Dichtungen ermöglicht. Vorzugsweise sind die Gehäuse-Halbschalen frei
von Dichtmitteln unmittelbar aneinander oder an ein oder mehrere weitere Gehäuse-Bestandteile
in Anlage bringbar und fluiddicht verspannbar. Optional weist das Pumpengehäuse ein
film- oder folienartiges Dichtmittel zwischen den Gehäuse-Teilen auf. Jedenfalls sind
die Fertigungstoleranzen des montierten Pumpengehäuses insgesamt aufgrund der Vermeidung
von Papierdichtungen oder vergleichbaren, bei den bekannten Drehkolbenpumpen noch
notwendigen Dichtungen weiterhin verbessert.
[0013] Unter einander gegenüberliegend ist in Bezug auf die Gehäusehalbschalen hierbei zu
verstehen, dass sich die Gehäusehalbschalen in Bezug auf eine Ebene, durch welche
die Längsachse der Drehkolbenpumpe läuft und die insbesondere senkrecht zu einer die
Drehachsen der Drehkolben einschließenden Ebene liegt, im Sinne einer Spiegel- oder
Liniensymmetrie gegenüberliegen.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen Drehkolbenpumpe wird eine vorteilhafte Fertigungsweise
eröffnet, indem zunächst die Gehäusehalbschalen als zusammenhängendes, im Querschnitt
kreisrundes Gehäuse gegossen und dessen Innenfläche im kontinuierlichen Schnitt spanend
fertigbearbeitet wird, beispielsweise auf einer Drehbank. Nachfolgend kann dieses
Doppelwandgehäuse durch Auftrennen in zwei Gehäusehalbschalen getrennt werden, wobei
die bekannten Probleme durch Verzug und Eigenspannungen aufgrund der höheren Steifigkeit
des Gehäuses vermieden werden. Die Geometrie des Pumpenraums wird dann beispielsweise
durch Befestigen der beiden Gehäusehälften an jeder Seite eines axialen Zwischengehäuses
erzielt.
[0015] Die Erfindung wird vorteilhaft dadurch weitergebildet, dass zwischen einer Innenwand
der Gehäuse-Halbschale und einer Außenwand der Gehäuse-Halbschale ein Hohlraum ausgebildet
ist. Die Innenwand ist von der Außenwand beabstandet ausgebildet. Hierdurch werden
Vibrationen von der Innenwand in noch geringerem Maße an die Außenwand übertragen.
Die Verwindungssteifigkeit ist erhöht. Weiterhin ist der Hohlraum vorzugsweise mit
einem Material zur akustischen Dämpfung verfüllbar.
[0016] Vorzugsweise ist beziehungsweise sind in dem Hohlraum der Gehäuse-Halbschale eine
oder mehrere Streben ausgebildet, welche sich von der Innenwand zu der Außenwand erstrecken.
Mittels der Streben wird die Steifigkeit der Gehäuse-Halbschale und somit des Pumpengehäuses
und im Ergebnis der gesamten Drehkolbenpumpe noch weiter erhöht. Die Streben sind
vorzugsweise dazu eingerichtet, die Innenwand gegenüber der Außenwand abzustützen.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist beziehungsweise
sind in dem Hohlraum der Gehäuse-Halbschale eine oder mehrere Rippen ausgebildet,
welche sich von der Innenwand zu der Außenwand erstrecken. Mittels der Rippen wird
ebenfalls die Steifigkeit der Gehäuse-Halbschale und somit des Pumpengehäuses und
im Ergebnis der gesamten Drehkolbenpumpe noch weiter erhöht. Die Rippen sind vorzugsweise
dazu eingerichtet, die Innenwand gegenüber der Außenwand abzustützen. In einer bevorzugten
Weiterbildung sind sowohl Rippen als auch Stege zwischen Innenwand und Außen zu deren
gegenseitiger Abstützung vorgesehen.
[0018] In noch einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Außenwand der Gehäuse-Halbschale
eine Durchgangsbohrung auf, die zur Aufnahme oder Abgabe eines Kühlmittels in den
oder aus dem Hohlraum zwischen der Innenwand und der Außenwand ausgebildet ist. Alternativ
kann auch ein erhitztes Fluid zugeführt und/oder abgeführt werden, um eine für den
jeweiligen Pumpbetrieb günstige Temperatur im Inneren des Pumpengehäuses zu erhalten.
Vorzugsweise ist ein Kühlsystem mit der Drehkolbenpumpe beziehungsweise mit einer
oder beiden Gehäuse-Halbschalen kommunizierend verbindbar oder verbunden, welches
Mittel zur Regulierung der Temperatur des Kühl- oder Heiz-Fluids aufweist. In einer
bevorzugten Ausführungsform weist jede Gehäuse-Halbschale Rippen und/oder Stege zwischen
Innenwand und Außenwand auf und weist einen von Kühl- oder Heizmittel durchströmbaren
Innenraum auf, so dass die Stege und/oder Rippen zur Fluidleitung im Inneren des Hohlraums
ausgebildet sind. Einzelne Bereiche lassen sich auf die Weise bevorzugt mit dem Kühl-
oder Heizmittel umströmen.
[0019] Die erfindungsgemäße Drehkolbenpumpe weist vorzugsweise ein Zwischengehäuse auf.
Vorzugsweise sind die Gehäuse-Halbschalen mittels des Zwischengehäuses fluiddicht
verbunden sind. Das Pumpengehäuse umfasst in dieser Ausführung vorzugsweis zwei Gehäuse-Halbschalen
und das die Gehäuse-Halbschalen zwischenverbindende Zwischengehäuse. Vorzugsweise
weisen das Zwischengehäuse und die Gehäuse-Halbschalen jeweils korrespondierend ausgebildete
Stirnflächen auf, die mit den Stirnflächen des jeweils benachbarten Gehäuses fluiddicht
in Anlage bringbar sind.
[0020] Vorzugsweise definiert das Zwischengehäuse einen Abstand zwischen den beiden Gehäuse-Halbschalen,
und der Abstand zwischen den beiden Gehäuse-Halbschalen ist verschleißabhängig einstellbar.
Vorzugsweise sind eine Vielzahl von unterschiedlich positionierten Passbohrungen vorgesehen,
die in verschiedenen Konfigurationen mit Passelementen, insbesondere Hohlspannstiften
oder Passschrauben, in Eingriff bringbar sind, wobei die jeweilige Konfiguration von
Passelementen zur Positionierung der Gehäuse-Halbschalen relativ zu dem Zwischengehäuse
in einem jeweils zu anderen Konfigurationen unterschiedlichen Abstand eingerichtet
ist. Hierdurch ist in Abhängigkeit des Verschleißes der Gehäuse-Halbschalen ein Nachjustieren
der genannten Position möglich. Vorzugsweise weisen die Gehäuse-Halbschalen eine Innenfläche
auf, die im Wesentlichen fluiddicht mit dem relativ zu der Innenfläche angeordneten
und relativ zu der Innenfläche rotierbaren Drehkolben zum Bilden einer oder mehrerer
Förderkavitäten zusammenwirkt. Die Innenfläche ist insbesondere bei Festkörperbeladung
des von der Drehkolbenpumpe zu fördernden Fluids Verschleiß ausgesetzt und nutzt bei
anhaltendem Betrieb im Laufe der Zeit ab. Mittels der erfindungsgemäßen Nachstellbarkeit
wird die Zeitspanne bis zum notwendigen Austausch einer Gehäuse-Halbschale somit verlängert.
[0021] Das Zwischengehäuse weist vorzugsweise austauschbare Abstandselemente auf. Die Abstandselemente
sind vorzugsweise als Distanzscheiben oder Flachkörper ausgebildet, welche zwischen
dem Zwischengehäuse und der Gehäuse-Halbschale anordenbar sind, um den Abstand zwischen
den benachbarten Gehäuse-Halbschalen und/oder jeweils einer Gehäuse-Halbschale und
dem Zwischengehäuse zu definieren. Die Abstandselemente sind vorzugsweise mit engem
Toleranzgrad gefertigt, so dass der vorgenannte Abstand in einem Bereich von weniger
als 1 mm, besonders bevorzugt weniger als 0,3mm einstellbar ist.
[0022] Bei einer bevorzugten Drehkolbenpumpe ist das Zwischengehäuse doppelwandig ausgebildet.
Vorteilhaft weist das Zwischengehäuse eine Innenwand und eine Außenwand auf, wobei
zwischen der Innenwand und der Außenwand des Zwischengehäuses ein Hohlraum ausgebildet
ist. Besonders bevorzugt sind die Hohlräume der Gehäuse-Halbschalen und des Zwischengehäuses
kommunizierend miteinander verbunden. Die Vorteile bezüglich des in der Gehäuse-Halbschale
ausgebildeten Hohlraums nimmt auch das mit Hohlraum versehene Zwischengehäuse für
sich in Anspruch. Insbesondere ist das Zwischengehäuse somit mit einem Mittel zur
akustischem Dämpfung, und/oder mit Kühl- und/oder Heizmittel verfüllbar beziehungsweise
umströmbar ausgebildet.
[0023] Weiterhin ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die einander
gegenüberliegenden Gehäuse-Halbschalen und das Zwischengehäuse axiale Stirnflächen
aufweisen, die mittels Gewindestangen verbunden, insbesondere verspannt sind, wobei
die Gewindestangen vorzugsweise innenliegend in einem Hohlraum in der Gehäusehalbschale
bzw. dem Zwischengehäuse, wie zuvor erläutert, angeordnet sind. Die innenliegende
Anordnung der Gewindestangen oder äquivalenter Spannmittel bietet mehrere Vorteile.
Zunächst sind die Gewindestangen vor Korrosion und mechanischer Einwirkung besser
geschützt und Fertigung sowie Wartung wird hinsichtlich Beschichtung und Reinigung
erleichtert. Desweiteren ermöglicht die innenliegende Anordnung die Ausbildung einer
symmetrischen Stirnfläche des Zwischengehäuses und/oder der jeweiligen Gehäuse-Halbschale.
Vorzugsweise sind die Gewindestangen innerhalb des Hohlraums der Gehäuse-Halbschale
und/oder des Zwischengehäuses so anordenbar, dass eine mittels der Gewindestangen
aufgebrachte Spannkraft im Wesentlichen gleichmäßig jeweils auf die Innenwand und
die Außenwand übertragen wird. Es resultiert vorzugsweise kein Biegemoment hieraus.
[0024] Noch weiter ist es bevorzugt, dass die zwei einander gegenüberliegenden Gehäuse-Halbschalen
ein erstes Gehäusehalbschalen-Paar bilden und dass zumindest ein weiteres, zweites
Paar von jeweils zwei einander gegenüberliegenden Gehäusehalbschalen vorhanden ist,
welches solcherart axial benachbart zu dem ersten Paar von Gehäuse-halbschalen angeordnet
ist, dass eine Gehäusehalbschale des ersten Paares eine axiale Stirnfläche aufweist
und diese axiale Stirnfläche mit einer axialen Stirnfläche einer Gehäusehalbschale
des zweiten Paares verbunden ist und die entsprechend andere Gehäusehalbschale des
ersten Paares eine axiale Stirnfläche aufweist und diese axiale Stirnfläche mit einer
axialen Stirnfläche der entsprechend anderen Gehäusehalbschale des zweiten Paares
verbunden ist. Mit dieser Ausgestaltung wird es ermöglicht, eine Baureihe von Drehkolbenpumpen
effizient und qualitativ hochwertig zu fertigen, indem das Pumpenvolumen durch entsprechende
axiale Aneinanderreihung mehrerer Gehäusehalbschalen-Paare vergrößert wird. Die Verzugsgenauigkeit
und fertigungstechnische Präzision der doppelwandigen Gehäusehalbschalen ermöglicht
dabei eine unmittelbare axiale Aneinanderreihung von zwei oder mehr Gehäusehalbschalen
und somit die Fertigung einer Drehkolbenpumpe, die ein vergrößertes Pumpenvolumen
(z. B. um Faktor 1,5 oder 2 oder 3) gegenüber der Drehkolbenpumpe mit einem Gehäusehalbschalen-Paar
aufweist.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind Abstandselemente zur axialen
Verlängerung des Zwischengehäuses und/oder Abstandselemente zur axialen Verlängerung
der Gehäusehalbschalen vorgesehen. Diese Abstandselemente entsprechen vorzugsweise
dem axialen Querschnitt der Gehäusehalbschalen bzw. des Zwischengehäuses. Sie weisen
eine definierte Stärke auf und verlängern nach dem Prinzip von Passscheiben die Gehäusehalbschalen
bzw. das Zwischengehäuse in axialer Richtung, um Fertigungstoleranzen auszugleichen
oder anwendungsspezifische Anforderungen zu erfüllen und die Verwendung standardisiert
hergestellter Gehäusehalbschalen bzw. des Zwischengehäuses zu ermöglichen. Die Abstandselemente
können dabei gleicherart zur Montage und Anpassung bei Drehkolbenpumpen mit einem
Paar Gehäusehalbschalen eingesetzt werden wie auch bei Drehkolbenpumpen mit zwei oder
mehr Paaren Gehäusehalbschalen.
[0026] Die Erfindung löst die ihr zugrundeliegende Aufgabe bei einer Gehäuse-Halbschale
der eingangs genannten Art für eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe
enthaltenden fluiden Mediums, indem die Gehäuse-Halbschale doppelwandig ausgebildet
ist.
[0027] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Gehäuse-Halbschale ergeben sich aus den
vorstehenden Erörterungen zu den bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Drehkolbenpumpe. Es wird auf diese Ausführungen verwiesen.
[0028] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Gehäuse-Halbschalen
für eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden fluiden Mediums.
[0029] An eine Gehäuse-Halbschale im Sinne der Erfindung für eine entsprechende Drehkolbenpumpe
wird hinsichtlich einer Innenfläche der Gehäuse-Halbschale eine hohe Anforderung an
die Zylindrizität der Innenfläche gestellt, nachdem diese Innenfläche Teil der Förderkavitäten
einer Drehkolbenpumpe ist.
[0030] Bekannte Verfahren zur Herstellung solcher Gehäuse-Halbschalen sehen das Gießen zweier
Gehäuse-Halbschalen vor, die im Anschluss aneinander montiert werden. Nach erfolgter
Montage wird mittels Ausdrehen eine zylindrische Innenfläche jeweils hälftig in den
Gehäuse-Halbschalen ausgebildet. Eine exakte Positionierung und später erneute Positionierung
der Gehäuse-Halbschalen zu einander stellen den Hersteller vor fertigungstechnische
Herausforderungen, was einen hohen Zeit- und Kostenaufwand bedeutet.
[0031] Der Erfindung lag somit auch die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Herstellungsverfahren
für eine erfindungsgemäß verbesserte Gehäuse-Halbschale anzugeben, um eine verbesserte
Drehkolbenpumpe zu erhalten.
[0032] Die Erfindung löst die ihr zugrundeliegende Aufgabe bei einem Verfahren der vorstehend
genannten Art mit den Schritten:
- Bereitstellen oder Herstellen einer Gussform für einen Gehäuse-Rohling, wobei die
Gussform als ein Negativ eines herzustellenden Gehäuse-Rohlings ausgebildet ist und
dazu eingerichtet ist, den Gehäuse-Rohling einstückig derart herzustellen, dass dieser
zwei Halbschalen-Abschnitte aufweist und doppelwandig ausgebildet ist,
- Herstellen des Gehäuse-Rohlings mittels Einbringen von fließfähigem Guss-Material
in die Gussform und Aushärten des fließfähigen Gussmaterials,
- Bearbeiten des Gehäuse-Rohlings, so dass eine zylindrische Innenfläche des Gehäuse-Rohlings
resultiert, und
- Trennen der Halbschalen-Abschnitte des Gehäuse-Rohlings im Anschluss an das Bearbeiten
des Gehäuse-Rohlings, so dass zwei Gehäuse-Halbschalen resultieren, die jeweils doppelwandig
ausgebildet sind.
[0033] Das erfindungsgemäße Verfahren macht sich die Erkenntnis zunutze, dass die Zylindrizität
der Innenfläche jeweils einer Gehäuse-Halbschale am zuverlässigsten herstellbar ist,
wenn die Innenfläche in einem einstückigen Gehäuse-Rohling vorgesehen wird. Die bekannten
Verfahren ermöglichten dies allerdings nicht, da bei den bekannten Guss-Verfahren
mit bekannten Gussformen gefügebedingte und formbedingte Spannungen in dem Gehäuse-Rohling
auftraten, was einen unzulässig hohen Maßverzug zur Folge hatte, wenn man nach dem
Gießen und Bearbeiten des Gehäuse-Rohlings, beispielsweise mittels Ausdrehen der Innenfläche,
erst die Trennung in zwei Halbschalen vornahm. Der Gehäuse-Rohling sprang gewissermaßen
auf. Das erfindungsgemäße Verfahren setzt hier an, indem eine Gussform für einen Gehäuse-Rohling
bereitgestellt wird, die als ein Negativ eines herzustellenden Gehäuse-Rohlings ausgebildet
ist und dazu eingerichtet ist, den Gehäuse-Rohling einstückig derart herzustellen,
dass dieser zwei Halbschalen-Abschnitte aufweist und doppelwandig ausgebildet ist.
Die doppelwandige Ausbildung der Halbschalen-Abschnitte mittels der korrespondierend
ausgestalteten Gussform verringert drastisch den Maßverzug bei einem anschließenden
Trennen der Halbschalen-Abschnitte. Somit wird es ermöglicht, die Bearbeitung des
noch einstückigen Gehäuse-Rohlings, so dass eine zylindrische Innenfläche des Gehäuse-Rohlings
resultiert vorzunehmen, und erst im Anschluss daran das Trennen der Halbschalen-Abschnitte
des Gehäuse-Rohlings vorzunehmen. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden hoch
maßhaltige Gehäuse-Halbschalen mit einem im Vergleich zu den bekannten Verfahren deutlich
reduzierten Fertigungsaufwand erhalten. Zudem weist eine mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Gehäuse-Halbschale diverse Vorteile auf, die vorstehend bereits
erläutert sind, und auf die hiermit verwiesen wird.
[0034] Das Verfahren wird dadurch weitergebildet, dass ein Hohlraum zwischen einer Innenwand
des Gehäuse-Rohlings und einer Außenwand des Gehäuse-Rohlings ausgebildet wird. Der
Hohlraum wird besonders bevorzugt mittels der Gussform ausgebildet. Alternativ wird
der Hohlraum im Anschluss an das Aushärten des Gehäuse-Rohlings mittels Materialabtragen
vorgenommen.
[0035] In einer weiteren bevorzugten Ausführung des Verfahrens wird der Gehäuse-Rohling
derart hergestellt, dass in dem Hohlraum des Gehäuse-Rohlings eine oder mehrere Streben
und/oder Rippen ausgebildet werden, welche sich von der Innenwand zu der Außenwand
erstrecken. Die Stege und/oder Rippen werden besonders bevorzugt mittels der Gussform
ausgebildet. Alternativ werden die Rippen und/oder Stege im Anschluss an das Aushärten
des Gehäuse-Rohlings in den Hohlraum eingebracht, beispielsweise mittels Verschrauben,
Verstiften, Vernieten, Schweißen, Löten oder Kleben.
[0036] Das Trennen der Halbschalen-Abschnitte des Gehäuse-Rohlings erfolgt vorzugsweise
mittels spanender Bearbeitung, beispielsweise mittels Sägen. Durch das Sägen und gegebenenfalls
eine Nachbearbeitung der Schnittkannte beispielsweise mittels Fräsen wird eine hohe
Flächengüte der Schnittkante erzielt.
[0037] Alternativ erfolgt das Trennen der Halbschalen-Abschnitte des Gehäuse-Rohlings mittels
nichtspanender Bearbeitung, beispielsweise mittels Wasserstrahlschneiden oder Laserschneiden.
Wasserstrahlschneiden ist vorteilhaft, da die thermische Beeinflussung der Schnittzone
gering ist.
[0038] Das Bearbeiten des Gehäuse-Rohlings, so dass eine zylindrische Innenfläche des Gehäuse-Rohlings
resultiert, erfolgt vorzugsweise mittels spanender Bearbeitung, vorzugsweise mittels
Drehen.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst in einer bevorzugten Ausführungsform weiterhin
den Schritt:
- thermische Nachbehandlung des Gehäuse-Rohlings im Anschluss an das Aushärten des fließfähigen
Gussmaterials, so dass Eigenspannungen in dem Gehäuse-Rohling reduziert werden. Dies
verbessert die Maßhaltigkeit der Gehäuse-Halbschalen noch weiter.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen und unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines Pumpengehäuses einer Drehkolbenpumpe;
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf eine Gehäuse-Halbschale gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Figur 3
- eine weitere Seitenansicht der Gehäuse-Halbschale aus Figur 2;
- Figur 4
- eine Querschnittsansicht der Gehäuse-Halbschale der Figuren 2 und 3; und
- Figur 5
- eine räumliche Schnittansicht der Gehäuse-Halbschale der Figuren 2 bis 4;
[0041] In Figur 1 ist zunächst der prinzipielle Aufbau eines Pumpengehäuses 1 einer Drehkolbenpumpe
gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Pumpengehäuse 1 weist zwei Gehäuse-Halbschalen
3 auf. Die Gehäuse-Halbschalen 3 sind in einem Abstand 5 voneinander angeordnet. Der
Abstand 5 entspricht vorzugsweise dem Achsabstand zweier Antriebsachsen 13. Die Antriebsachsen
13 sind einem (nicht dargestellten) Getriebe zugeordnet, parallel in einer Ebene 11
angeordnet und jeweils mittels einer Passfeder 9 drehmomentfest mit jeweils einem
Drehkolben 7 verbunden.
[0042] Die Gehäuse-Halbschalen 3 weisen einander zugewandte Seitenflächen 15 auf. Die Seitenflächen
15 sind dazu ausgebildet, mit einem (nicht dargestellten) Zwischengehäuse fluiddicht
verbunden zu werden. Das Zwischengehäuse definiert den vorzugsweise einstellbaren
Abstand 5 zwischen den Gehäuse-Halbschalen 3.
[0043] Die Gehäuse-Halbschalen weisen jeweils eine Innenfläche 19 auf. Die Innenfläche 19
weist jeweils vorzugsweise eine halbzylindrische Kontur auf. Der in Figur 1 linke
Drehkolben 7 bildet in der gezeigten Stelllung eine Förderkavität 17 zwischen sich
und der Innenfläche 19 der ihm zugeordneten Gehäuse-Halbschale 3 aus.
[0044] Der doppelwandige Aufbau der Gehäuse-Halbschalen 3 ist in den folgenden Figuren näher
dargestellt.
[0045] Figuren 2 und 3 zeigen jeweils eine Projektion einer Seitenansicht auf eine Gehäuse-Halbschale
3 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Gehäuse-Halbschale 3 weist eine Stirnfläche
21 auf. Die Stirnfläche 21 ist vorzugsweise eben ausgebildet und mit einer korrespondierend
ausgebildeten Fläche eines (nicht dargestellten) Deckels in Anlage bringbar. Die Gehäuse-Halbschale
3 weist zwischen einer Außenfläche 23 und der Innenfläche 19 in der Stirnfläche 21
eine Anzahl von Durchgangsbohrungen 25 auf, welche sich von der Stirnfläche 21 in
einen Hohlraum (siehe Figur 4) erstrecken. Die Durchgangsbohrungen 25 sind entlang
des Umfangs der Stirnfläche 21 verteilt angeordnet. Die im Wesentlichen zylindrische
Außenfläche 23 weist entlang ihres Umfangs eine Anzahl eben ausgebildeter Oberflächenabschnitte
27 auf. Die Oberflächenabschnitte 27 sind dazu eingerichtet, radiale Durchgangsbohrungen
29, Passbohrungen oder dergleichen aufzunehmen.
[0046] Figuren 4 und zeigen jeweils Schnittdarstellungen einer Gehäuse-Halbschale gemäß
der vorliegenden Erfindung. Figur 4 zeigt eine Querschnittsansicht durch eine Gehäuse-Halbschale
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, während Figur
5 eine räumliche Darstellung eines Viertelschnitts der erfindungsgemäßen Gehäuse-Halbschale
zeigt. Bezüglich gleicher Bezugszeichen wird auf die vorstehenden Erläuterungen zu
den Figuren 1 bis 3 verwiesen. Die Gehäuse-Halbschale 3 weist ausweislich Figur 4
eine Innenwand 31 und eine Außenwand 33 auf. Zwischen der Innenwand 31 und der Außenwand
ist ein Hohlraum 32 ausgebildet. Die Gehäuse-Halbschale ist doppelwandig ausgebildet.
Zwischen der Innenwand 31 und der Außenwand 33 ist eine Anzahl von Stegen 35 ausgebildet.
Die Stege 35 erstrecken sich jeweils zwischen der Innenwand 31 und der Außenwand 33.
Die Stege 35 sind dazu eingerichtet, die Innenwand 31 und die Außenwand 33 gegeneinander
abzustützen. Die dargestellte Durchgangsbohrung 29 erstreckt sich von einem der eben
ausgebildeten Abschnitte 27 der Außenfläche 23 durch die Außenwand 33 hindurch in
den Hohlraum 32. Die Durchgangsbohrung 29 ist wahlweise als Einlass oder Auslass ausgebildet
und zur Aufnahme und/oder Abgabe eines Kühl- und/oder Heizmittels und/oder dazu eingerichtet,
Füllmaterial wie beispielsweise Dämmstoff gegen Vibrationen und/oder Schall aufzunehmen,
mit welchem der Hohlraum 32 verfüllbar ist. Weiter wahlweise sind Sensoren oder Daten-
oder Stromleitungen mittels der Durchgangsbohrung 29 in dem Hohlraum 32 verlegbar.
Eine Gehäuse-Halbschale 3 weist vorzugsweise eine Mehrzahl Durchgangsbohrungen 29
auf.
[0047] Die Außenwand 33 und die Innenwand 31 sind in einem seitlichen Abschnitt 37 miteinander
verbunden und gehen vorzugsweise einstückig ineinander über.
[0048] Die Seitenflächen 15 sind parallel zueinander ausgebildet. Die sich zwischen den
Seitenflächen 15 innen erstreckende Innenfläche 19 ist halbzylindrisch ausgebildet
und umspannt einen Winkel von 180°.
[0049] In Figur 5 ist dargestellt, dass im Bereich der Durchgangsbohrung 29 eine Verstärkung
39 in dem Hohlraum 32 ausgebildet ist. Die Verstärkung 39 stützt die Innenwand 31
gegen die Außenwand 33 im Bereich der Durchgangsbohrung 29 weiter ab.
1. Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden fluiden Mediums, mit einem
Einlass und einem Auslass jeweils für das zu fördernde Medium, mit einem Pumpengehäuse
(1) und zwei in dem Pumpengehäuse (1) angeordneten Drehkolben (7) mit ineinandergreifenden
Drehkolbenflügeln, wobei das Pumpengehäuse (1) zwei einander gegenüberliegende Gehäuse-Halbschalen
(3) aufweist, die das Pumpengehäuse (1) fluiddicht verschließen dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse-Halbschalen (3) doppelwandig ausgebildet sind.
2. Drehkolbenpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Innenwand (31) der Gehäuse-Halbschale (3) und einer Außenwand (33)
der Gehäuse-Halbschale (3) ein Hohlraum (32) ausgebildet ist.
3. Drehkolbenpumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (32) der Gehäuse-Halbschale (3) eine oder mehrere Streben (35) ausgebildet
sind, welche sich von der Innenwand (31) zu der Außenwand (33) erstrecken.
4. Drehkolbenpumpe nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (32) der Gehäuse-Halbschale (3) eine oder mehrere Rippen ausgebildet
sind, welche sich von der Innenwand (31) zu der Außenwand (33) erstrecken.
5. Drehkolbenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche 2-4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (33) der Gehäuse-Halbschale (3) eine Durchgangsbohrung (29) aufweist,
die zur Aufnahme oder Abgabe eines Kühlmittels in den oder aus dem Hohlraum (32) zwischen
der Innenwand (31) und der Außenwand (33) ausgebildet ist.
6. Drehkolbenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse-Halbschalen (3) mittels eines Zwischengehäuses fluiddicht verbunden sind.
7. Drehkolbenpumpe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischengehäuse einen Abstand (5) zwischen den beiden gegenüberliegenden Gehäuse-Halbschalen
(3) definiert, und dass der Abstand (5) zwischen diesen beiden Gehäuse-Halbschalen
(5) verschleißabhängig einstellbar ist.
8. Drehkolbenpumpe nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischengehäuse eine Innenwand und eine Außenwand aufweist, und dass zwischen
der Innenwand und der Außenwand des Zwischengehäuses ein Hohlraum ausgebildet ist.
9. Drehkolbenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die einander gegenüberliegenden Gehäuse-Halbschalen (3) und das Zwischengehäuse axiale
Stirnflächen (21) aufweisen, die mittels Gewindestangen verbunden, insbesondere verspannt
sind, wobei die Gewindestangen vorzugsweise innenliegend in einem Hohlraum gemäß Anspruch
2 bzw. 7 angeordnet sind.
10. Drehkolbenpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei einander gegenüberliegenden Gehäuse-Halbschalen (3) ein erstes Gehäusehalbschalen-Paar
bilden und
gekennzeichnet durch zumindest ein weiteres, zweites Paar von jeweils zwei einander gegenüberliegenden
Gehäusehalbschalen, welches solcherart axial benachbart zu dem ersten Paar von Gehäusehalbschalen
angeordnet ist, dass
- eine Gehäusehalbschale des ersten Paares eine axiale Stirnfläche aufweist und diese
axiale Stirnfläche mit einer axialen Stirnfläche einer Gehäusehalbschale des zweiten
Paares verbunden ist und
- die entsprechend andere Gehäusehalbschale des ersten Paares eine axiale Stirnfläche
aufweist und diese axiale Stirnfläche mit einer axialen Stirnfläche der entsprechend
anderen Gehäusehalbschale des zweiten Paares verbunden ist.
11. Drehkolbenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch austauschbare Abstandselemente zur axialen Verlängerung des Zwischengehäuses und/oder
gekennzeichnet durch austauschbare Abstandselemente zur axialen Verlängerung der Gehäusehalbschalen.
12. Gehäuse-Halbschale (3) für eine Drehkolbenpumpe zur Förderung eines Feststoffe enthaltenden
fluiden Mediums nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse-Halbschale (3) doppelwandig ausgebildet ist.
13. Verfahren zur Herstellung von Gehäuse-Halbschalen (3) für eine Drehkolbenpumpe zur
Förderung eines Feststoffe enthaltenden Fluids, nach einem der Ansprüchs 1-11, umfassend
die Schritte:
- Bereitstellen oder Herstellen einer Gussform für einen Gehäuse-Rohling, wobei die
Gussform als ein Negativ eines herzustellenden Gehäuse-Rohlings ausgebildet ist und
dazu eingerichtet ist, den Gehäuse-Rohling einstückig derart herzustellen, dass dieser
zwei Halbschalen-Abschnitte aufweist und doppelwandig ausgebildet ist,
- Herstellen des Gehäuse-Rohlings mittels Einbringen von fließfähigem Guss-Material
in die Gussform und Aushärten des fließfähigen Gussmaterials,
- Bearbeiten des Gehäuse-Rohlings, so dass eine zylindrische Innenfläche (19) des
Gehäuse-Rohlings resultiert, und
- Trennen der Halbschalen-Abschnitte des Gehäuse-Rohlings, so dass zwei Gehäuse-Halbschalen
(3) resultieren, die jeweils doppelwandig ausgebildet sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 13,
wobei das Trennen der Halbschalen-Abschnitte des Gehäuse-Rohlings mittels spanender
oder nichtspanender Bearbeitung erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
wobei das Bearbeiten des Gehäuse-Rohlings, so dass eine zylindrische Innenfläche (19)
des Gehäuse-Rohlings resultiert, mittels spanender Bearbeitung erfolgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
umfassend den Schritt:
- thermische Nachbehandlung des Gehäuse-Rohlings im Anschluss an das Aushärten des
fließfähigen Gussmaterials, so dass Eigenspannungen in dem Gehäuse-Rohling reduziert
werden.
1. Rotary piston pump for conveying a fluid medium containing solids, having an inlet
and an outlet each for the medium to be conveyed, having a pump housing (1) and two
rotary pistons (7) which are disposed in the pump housing (1) and have intermeshing
rotary piston vanes,
wherein the pump housing (1) comprises two mutually opposing housing half-shells (3)
which close the pump housing (1) in a fluid-tight manner, characterised in that the housing half-shells (3) are double-walled.
2. Rotary piston pump as claimed in claim 1, characterised in that a cavity (32) is formed between an inner wall (31) of the housing half-shell (3)
and an outer wall (33) of the housing half-shell (3).
3. Rotary piston pump as claimed in claim 2, characterised in that one or more struts (35) extending from the inner wall (31) to the outer wall (33)
are formed in the cavity (32) of the housing half-shell (3).
4. Rotary piston pump as claimed in claim 2 or 3, characterised in that one or more ribs extending from the inner wall (31) to the outer wall (33) are formed
in the cavity (32) of the housing half-shell (3).
5. Rotary piston pump as claimed in any one of the preceding claims 2-4, characterised in that the outer wall (33) of the housing half-shell (3) has a through-bore (29) which is
formed to receive or dispense a coolant into or out of the cavity (32) between the
inner wall (31) and the outer wall (33).
6. Rotary piston pump as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the housing half-shells (3) are connected in a fluid-tight manner by means of an
intermediate housing.
7. Rotary piston pump as claimed in claim 6, characterised in that the intermediate housing defines a distance (5) between the two opposing housing
half-shells (3), and that the distance (5) between said two housing half-shells (5)
can be adjusted depending on wear.
8. Rotary piston pump as claimed in claim 6 or 7, characterised in that the intermediate housing has an inner wall and an outer wall, and that a cavity is
formed between the inner wall and the outer wall of the intermediate housing.
9. Rotary piston pump as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the mutually opposing housing half-shells (3) and the intermediate housing have axial
end faces (21) which are connected, in particular clamped, by means of threaded rods,
wherein the threaded rods are preferably disposed internally in a cavity as claimed
in claim 2 and/or 7.
10. Rotary piston pump as claimed in any one of the preceding claims,
characterised in that the two mutually opposing housing half-shells (3) form a first housing half-shell
pair and
characterised by at least one further, second pair of in each case two mutually opposing housing half-shells,
which are disposed axially adjacent to the first pair of housing half-shells in such
a way that
- one housing half-shell of the first pair has an axial end face and this axial end
face is connected to an axial end face of a housing half-shell of the second pair
and
- the corresponding other housing half-shell of the first pair has an axial end face
and this axial end face is connected to an axial end face of the corresponding other
housing half-shell of the second pair.
11. Rotary piston pump as claimed in any one of the preceding claims, characterised by exchangeable spacer elements for axially extending the intermediate housing and/or
characterised by exchangeable spacer elements for axially extending the housing half-shells.
12. Housing half-shell (3) for a rotary piston pump for conveying a fluid medium containing
solids as claimed in any one of claims 1 to 11, characterised in that the housing half-shell (3) is double-walled.
13. Method for producing housing half-shells (3) for a rotary piston pump for conveying
a fluid containing solids as claimed in any one of claims 1 to 11, comprising the
steps of:
- providing or producing a casting mould for a housing blank, wherein the casting
mould is formed as a negative of a housing blank to be produced and is arranged to
produce the housing blank as one piece in such a way that this housing blank has two
half-shell sections and is double-walled,
- producing the housing blank by introducing flowable casting material into the casting
mould and hardening the flowable casting material,
- processing the housing blank so that a cylindrical inner surface (19) of the housing
blank results, and
- separating the half-shell sections of the housing blank so that two housing half-shells
(3) result which are each double-walled.
14. Method as claimed in any one of claims 13 [sic], wherein the separating of the half-shell sections of the housing blank is effected
by means of cutting or non-cutting machining.
15. Method as claimed in any one of claims 13 or 14, wherein the processing of the housing
blank so that a cylindrical inner surface (19) of the housing blank results is effected
by means of cutting machining.
16. Method as claimed in any one of claims 13 to 15, comprising the step of:
- thermal after-treatment of the housing blank following the hardening of the flowable
casting material, so that internal stresses in the housing blank are reduced.
1. Pompe à pistons rotatifs pour le refoulement d'un milieu fluide contenant des substances
solides, avec une entrée et une sortie chacune pour le milieu à refouler, avec un
carter de pompe (1) et deux pistons rotatifs (7) disposés dans le carter de pompe
(1), avec des ailettes de pistons s'emboîtant les unes dans les autres,
le carter de pompe (1) comprenant deux demi-coques de carter (3) opposées entre elles,
qui scellent le carter de pompe (1) de manière étanche aux fluides,
caractérisée en ce que les demi-coques de carter (3) sont conçues avec des doubles parois.
2. Pompe à pistons rotatifs selon la revendication 1,
caractérisée en ce que, entre une paroi interne (31) de la demi-coque de carter (3) et une paroi externe
(33) de la demi-coque de carter (3), est réalisé un espace creux (32).
3. Pompe à pistons rotatifs selon la revendication 2,
caractérisée en ce que, dans l'espace creux (32) de la demi-coque de carter (3), sont réalisées une ou plusieurs
entretoises (35), qui s'étendent de la paroi interne (31) à la paroi externe (33).
4. Pompe à pistons rotatifs selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce que, dans l'espace creux (32) de la demi-coque de carter (3), sont réalisées une ou plusieurs
nervures, qui s'étendent de la paroi interne (31) à la paroi externe (33).
5. Pompe à pistons rotatifs selon l'une des revendications précédentes 2 à 4,
caractérisée en ce que la paroi externe (33) de la demi-coque de carter (3) comprend un alésage de passage
(29), qui est conçu pour le logement ou la distribution d'un fluide de refroidissement
dans ou hors de l'espace creux (32) entre la paroi interne (31) et la paroi externe
(33).
6. Pompe à pistons rotatifs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les demi-coques de carter (3) sont reliées de manière étanche aux fluides au moyen
d'un carter intermédiaire.
7. Pompe à pistons rotatifs selon la revendication 6,
caractérisée en ce que le carter intermédiaire définit une distance (5) entre les deux demi-coques de carter
(3) opposées et en ce que la distance (5) entre ces deux demi-coques de carter (5) peut être réglée en fonction
de l'usure.
8. Pompe à pistons rotatifs selon la revendication 6 ou 7,
caractérisée en ce que le carter intermédiaire comprend une paroi interne et une paroi externe et en ce que, entre la paroi interne et la paroi externe du carter intermédiaire, un espace creux
est réalisé.
9. Pompe à pistons rotatifs selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les demi-coques de carter (3) opposées et le carter intermédiaire comprennent des
faces frontales axiales (21) qui sont reliées, plus particulièrement serrées, par
des tiges filetées, les tiges filetées étant disposées de préférence à l'intérieur
dans un espace creux selon la revendication 2 ou 7.
10. Pompe à pistons rotatifs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les deux demi-coques de carter (3) opposées forment une première paire de demi-coques
de carter et
caractérisée par au moins une deuxième paire constituée de deux demi-coques de carter opposées, qui
est disposée axialement à proximité de la première paire de demi-coques de carter
de façon à ce que
- une demi-coque de carter de la première paire comprend une face frontale axiale
et cette face frontale axiale est reliée avec une face frontale axiale d'une demi-coque
de carter de la deuxième paire et
- l'autre demi-coque de carter de la première paire comprend une face frontale axiale
et cette face frontale axiale est reliée avec une face frontale axiale de l'autre
demi-coque de carter de la deuxième paire.
11. Pompe à pistons rotatifs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par des éléments d'écartement interchangeables pour le rallongement axial du carter intermédiaire
et/ou caractérisé par des éléments d'écartement interchangeables pour le rallongement axial des demi-coques
de carter.
12. Demi-coque de carter (3) pour une pompe à pistons rotatifs pour le refoulement d'un
milieu fluide contenant des substances solides selon l'une des revendications 1 à
11, caractérisée en ce que la demi-coque de carter (3) comprend une double paroi.
13. Procédé de fabrication de demi-coques de carter (3) pour une pompe à pistons rotatifs
pour le refoulement d'un fluide contenant des substances solides, selon l'une des
revendications 1 à 11, comprenant les étapes suivantes :
- préparation ou fabrication d'un moule pour une ébauche de carter, le moule étant
conçu comme un négatif d'une ébauche de carter à fabriquer et étant conçu pour fabriquer
l'ébauche de carter d'une seule pièce de façon à ce que celle-ci comprenne deux portions
à demi-coques et une double paroi,
- fabrication de l'ébauche de carter grâce à l'introduction d'une coulée de matériau
liquide dans le moule et durcissement de la coulée de matériau liquide,
- usinage de l'ébauche de carter de façon à obtenir une surface interne cylindrique
(19) de l'ébauche de carter, et
- séparation des portions à demi-coques de l'ébauche de carter, de façon à obtenir
deux demi-coques de carter (3) qui comprennent chacune une double paroi.
14. Procédé selon l'une des revendications 13, dans lequel
la séparation des portions à demi-coques de l'ébauche de carter a lieu par usinage
par enlèvement de copeaux ou sans enlèvement de copeaux.
15. Procédé selon l'une des revendications 13 ou 14, dans lequel
l'usinage de l'ébauche de carter afin d'obtenir une surface interne cylindrique (19)
de l'ébauche de carter a lieu à l'aide d'un usinage par enlèvement de copeaux.
16. Procédé selon l'une des revendications 13 à 15,
comprenant l'étape suivante :
- post-traitement thermique de l'ébauche de carter après le durcissement de la coulée
de matériau liquide, de façon à réduire les contraintes résiduelles dans l'ébauche
de carter.