[0001] Die Erfindung befasst sich mit einer Pumpenanordnung mit einer Mikropumpe, die magnetisch
angetrieben werden kann (Anspruch 1). Diese Mikropumpe arbeitet zur Förderung eines
Volumenstroms eines liquiden Fördermediums, das mehr oder weniger viskos sein kann.
Die Erfindung betrifft auch ein zugehöriges Arbeitsverfahren einer solchen magnetisch
angetriebenen Mikropumpe, welches Verfahren den Strömungsfluss der Zwangsströmung
beanspruchen kann, da dieser nur im Betrieb der Mikropumpe auftritt (Anspruch: 18).
[0002] Mit der Zwangsströmung ist der Fluss des mehr oder weniger viskosen Fördermediums
gemeint.
[0003] Im Stand der Technik stellt sich die Lagerung der genannten Mikropumpen als problematisch
dar. Mikropumpen sind in einer Größenordnung, die kaum grösser als ein Daumennagel
ist. Abmessungen unter 20 mm, insbesondere unter 10 mm (Höchstmaß einer Abmessung
der Mikropumpe) sind vorgegeben und solche - Mikropumpen genannten - Pumpeinrichtungen
sind passend zu lagern.
[0004] Zugehörig sind Vorschläge im Stand der Technik unterbreitet worden, vgl.
WO 02/057631 A2 (HNP Mikrosysteme). Dort sind Präzisions-Lagerbauteile gesondert gefertigt und in
einen weniger präzisen Träger oder Halter eingesetzt. Die dortige Erfindung, vgl.
dort Seite 2, die ersten vier Absätze, spricht von ungenau gefertigtem Stator und
von einfachen, präzisen Hülsen, die mechanisch präzise gefertigt sind. Letztere werden
in Ersteren eingesetzt und durch Fügen mit ihm verbunden (Löten, Kleben, Einpressen).
Dadurch kann erreicht werden, dass höchste Genauigkeit mit überschaubaren Kosten und
geringe Fertigungstiefe oder Fertigungskomplexität geschaffen werden. In den dortigen
Figuren 2, 5 wird eher beiläufig ein axialer Kanalabschnitt, dort 22b, gezeigt, der
eine Rückströmung von Fluid von einer Zwischenkammer (dort Figur 2, zwischen 10 und
24)
zur Saugseite ermöglicht. Der Kanal ist in der Wand 30i als nach innen offene Stufenbohrung vorgesehen
und verbindet die Zwischenkammer mit der Saugseite zur Rückführung von Fluid in das
Mikrosystem, vgl. dort auch Absatz [74]. Auch einen Antrieb besitzt das Minisystem
oder Mikrosystem gemäß der genannten WO, vgl. dort Figur 2 und Seite 9, Zeile 5 sowie
Seite 10, dritter Absatz. Der dortige Antrieb A ist weit von der eigentlichen Pumpenanordnung
respektive dem Mikrosystem M, dort in Figur 2 sowie Seite 11, erster Absatz, entfernt,
beabstandet über eine dortige Dichtung 24, die kein Lager darstellt, eine Kupplung
23, welche die Welle, dort 40, aufnimmt und auf der anderen Seite an den motorischen
Antrieb A koppelt. In diesem Verständnis offenbart die genannte WO einen Antrieb.
Dieser enthält auch einen Motor, dem ein Magnet innewohnen kann, der aber keine "magnetisch
antreibbare Mikropumpe" ist, welche Anspruch 1 gemäß den einleitenden vier Zeilen
beansprucht. Jedenfalls nicht gezeigt von diesem angetriebenen Mikrosystem des Standes
der Technik sind drei Radiallagerstücke, wie sie der Anspruch 1 benennt.
[0005] Eine andere Art einer Pumpe ist aus der
WO 2008/046828 A1 zu sehen. Dieses Dokument betrifft eine Art verschachtelte Pumpe, bei der zwei Pumpen
ineinander arbeiten, die beiden Pumpen MP und CP, dort Seite 12, zweiter und vierter
Absatz als Circulation Pump und Main Pump. Zur Erläuterung verweisen wir auf die dortige
Figur 6, die auf der linken Seite mit einem Einlass 207 und einer Druckseite 208 (von
oben nach unten betrachtet) die Hauptpumpe bildet. Dies ist MP. Sie hat einen Rotor
701, der in der dortigen Figur 3 zu ersehen ist. Dort ist auch die zweite flache Pumpe
CP zu sehen, vgl. Seite 13, dritter Absatz. Diese zweite Pumpe erzeugt die Spülströmung
und es ist im Bild in der Figur 3 ein kleines Loch zu erkennen, welches kein Bezugszeichen
trägt, welches aber eine mechanische Kopplung mit einem nicht dargestellten und auch
nicht beschriebenen Zapfen ermöglicht, der mit der nach hinten (nicht sichtbaren)
Seite des Rotors 701 der Hauptpumpe gekoppelt ist. Erst dadurch wird eine Kopplung
der beiden dort offenbarten Pumpen möglich, damit sie synchron zueinander drehen können.
In den Figuren findet man die Bezugszeichen CP und MP nicht, stattdessen die Bezugszeichen
8470 in Figur 3 zur CP und das Bezugszeichen 150 in Figuren 7 und 8 für die Hauptpumpe
MP. Die Hauptpumpe selbst erzeugt keinerlei Zwangsströmung, sondern dafür benutzt
sie die Hilfspumpe, was schon ihre Namen verdeutlichen. Durch die in Figur 6 am rechten
Rücken des Rotors 701 der Hauptpumpe MP angebrachte Hilfspumpe wird eine Spülströmung
erzeugt, welche die dortigen Radiallager 8355 und 8354 kühlt. Dazu kann auch eine
Schmierung angenommen werden, dort Seite 9, Zeilen 28/29. Der Spülstrom wird zurück
über die Kanalstruktur der Figur 6 geleitet und gelangt erneut in den Einlass 207,
wo er wieder der Hauptpumpe zur Verfügung steht. Eine Analyse des Lageraufbaus der
dortigen Figur 6 zeigt, dass dieser nicht der beanspruchten Aufbauweise mit den drei
Radiallagerstücken (erstes Merkmal) entspricht und es sich auch nicht um eine Mikropumpe
handelt, wie sie Anspruch 1 verstanden wissen will.
[0006] Es ist eine
technische Problemstellung (Aufgabe) der Erfindung, einen Aufbau einer Pumpenanordnung mit der Mikropumpe zu
erreichen, die mit einer minimalen Anzahl von Komponenten auskommt, die fertigungstechnisch
möglichst einfach ausgeführt sind und montagetechnisch präzise zusammengefügt werden
können. Daraus ergibt sich, dass sie kostengünstig ist. In einem besonderen Aspekt
der Aufgabenstellung soll Fertigungsaufwand durch Montageaufwand zumindest teilweise
substituiert werden, wodurch notwendige enge Toleranzen auch erreicht werden. Diese
sind für Mikrosysteme und Mikropumpen ein sinequa-non. In einem weiteren Aspekt dieser
Aufgabenstellung ist die Mikropumpe im Lagerbereich auch zu spülen oder zu schmieren,
was bei Drehzahlen oberhalb von 5.000 U/min ein durchaus beachtenswertes Problem darstellt.
[0007] Als Lösung wird eine Pumpenanordnung mit einer Mikropumpe vorgeschlagen, die magnetisch
angetrieben wird (Anspruch 1). Sie fördert ein liquides Fördermedium. Die Mikropumpe
wird von einem Lagerträger gehalten, der Basisteil genannt wird. Der magnetische Antrieb
erfolgt von einem Außenmagneten auf einen Innenmagneten, und Letzterer überträgt das
auf ihn übertragene Drehmoment über die axiale Welle auf die Mikropumpe. Der Lagerträger
hat drei Lagerstücke eingesetzt, die durch Fügen mit ihm verbunden sind. Diese "Radiallagerstücke"
bewirken die Drehlagerung (auch: Führung) der axialen Welle und auch der Mikropumpe.
Die Radiallagerstücke sind positioniert und im Lagerträger festgelegt, wobei eines
der drei Lager den Außenrotor der Mikropumpe drehfähig aufnimmt. Dieses Lager für
den Außenrotor ist exzentrisch zur Welle angeordnet. Der Innenrotor, der mit der axialen
Welle angetrieben wird, ist dagegen zentrisch zur axialen Welle angeordnet. Die Pumpe
selbst beinhaltet den Innenrotor und den Außenrotor, wobei beide miteinander verzahnt
sind und miteinander drehen, indes mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
[0008] Der Außenrotor wird im "exzentrischen Lager" aufgenommen und stirnseitig von einem
Deckel dort lagernd gehalten. Die zumindest zwei weiteren Lagerstücke sind für die
Welle vorgesehen. Eines dieser Lager ist dem Innenmagnet näher und das andere der
Lager (jeweils Wellenlager) ist der Mikropumpe näher. Bevorzugt sind beide Lager möglichst
weit voneinander entfernt, um der axialen Welle eine gute Stabilität und Konzentrizität
zu geben.
[0009] Mit den Begriffen, dass sich ein Lager näher am Magneten und ein anderes Lager näher
der Mikropumpe jeweils befindet, wird eine Relativbeziehung zum Ausdruck gebracht.
Natürlich kann dabei das eine Lager "nahe" dem Innenmagneten sein, oder aber von einem
ringförmigen Magneten umgeben sein (dann hat das Radiallager ein geringes radiales
Maß). Das ist vom Begriff der Relation durchaus umfasst. Das andere Lager ist näher
der Mikropumpe und dieser Begriff umfasst auch, dass es nahe oder bei der Mikropumpe,
sogar unmittelbar an der Mikropumpe zur stirnseitigen Stützung und Lagerung angeordnet
ist. Beansprucht ist indes nicht der Begriff "nahe", sondern eine Relation der Lager
zueinander mit Blick auf den Innenmagneten und die Pumpe.
[0010] Zur Ermöglichung einer Spülung oder Schmierung ist eine Kanalstruktur (oder: Kanalführung)
vorgesehen. Diese sorgt (im Betrieb) für eine Zwangsströmung. Die Kanalstruktur hat
mehrere Abschnitte, von denen zumindest zwei hervorgehoben werden sollen. Ein erster
Kanalabschnitt ist im Deckel angeordnet. Ein zweiter Kanalabschnitt ist im Lagerträger
angeordnet. Damit ermöglicht die Kanalführung im Sinne der Kanalstruktur ein Ableiten
des fluiden Fördermediums
auf der Druckseite über den Deckel und den Lagerträger zur Ermöglichung einer Spülung und/oder Schmierung
aller drei genannten Lager.
[0011] Angetrieben wird die Mikropumpe von einem Außenmagnet, der ein Drehmoment auf den
von der Mikropumpe axial beabstandeten Innenmagnet überträgt. Dies kann als "magnetische
Kupplung" angesehen werden, oder aber als eine magnetische Drehmoment-Übertragung
(Anspruch 2) im Sinne des "magnetischen Antriebs" (Anspruch 1).
[0012] Die Pumpe von einem stirnseitig angeordneten Deckel im exzentrischen Lager gehalten.
Die Kanalstruktur sorgt für die Zwangsströmung, um die Lager aktiv mit dem Fördermedium
(dem geförderten Volumenstrom) zu spülen und/oder zu schmieren.
[0013] Die beiden Lager für die Welle sind deutlich beabstandet. Ein Lager ist nahe, insbesondere
sogar innerhalb des Innenmagneten, und Bestandteil des Lagerträgers. Das andere Lager
ist nahe oder unmittelbar bei der Mikropumpe und Bestandteil des Lagerträgers.
[0014] Die funktionsbestimmenden Toleranzen sind (Anspruch 1) auf drei Präzisionslager vereint.
Wichtige Maße werden durch eine präzise Montage dieser Präzisionslager zueinander
hergestellt. Nach Positionierung erfolgt die Verbindung der Präzisionslager mit dem
Lagerträger durch ein Fügeverfahren (eine Fügetechnik, Ansprüche 7, 10). Beispielsweise
wird eine Klebung, ein Schweißen oder ein Löten angewendet, um die hohen Anforderungen
an die Toleranz montagetechnisch zu erreichen. Die Fertigungskosten der Einzelteile
können dabei gesenkt werden.
[0015] Es kann bei dem genannten Aufbau auch eine Reduzierung der Anzahl notwendiger Axiallager
stattfinden. Der Deckel, der stirnseitig die Mikropumpe in dem exzentrischen Lager
hält, ist ein solches Axiallager. Bevorzugt kommt hier Keramik als Werkstoff zum Einsatz,
um Verschleiß zu minimieren. Auf der Wellenseite am rotorfernen (pumpenfernen) Ende
der Welle ist kein Axiallager erforderlich. Die auf die Welle wirkenden Kräfte werden
so eingestellt, dass eine solche Lagerung entbehrlich ist.
[0016] Es kommen folgende Kräfte in Betracht, die auf die Welle wirken können. Eine axiale
Kraftkomponente des Innenrotors der Pumpe. Durch den Schiebesitz (Polygon) werden
bei der Drehung der Pumpe indes keine axialen Kräfte auf die Welle übertragen. Der
magnetische Antrieb (also die Drehmoment-Übertragung vom Außenmagnet auf den Innenmagnet,
der über einen Lagerträger mit der Welle drehfest gekoppelt ist), könnte eine axiale
Kraftkomponente entstehen lassen. Wenn die axialen Positionen von Innenmagnet und
Außenmagnet aber so abgestimmt werden, dass keine axiale Kraftkomponente entsteht,
fehlt auch hier die Notwendigkeit, eine solche Kraftkomponente von einem Axiallager
aufzunehmen. Stützend für das Fehlen eines solchen weiteren Axiallagers ist das entstehende
Druckgefälle des Fördermediums innerhalb der Gehäuseanordnung, die aus dem Lagerträger,
einem darauf aufgesetzten, haubenförmigen Kappenteil und einem gegenüberliegenden
Deckel gebildet wird (Anspruch 18).
[0017] Es ergeben sich eine hermetische Abdichtung und ein sich aufbauender Druck innerhalb
des Gehäuses, der durch die Arbeit der Pumpe und die vorhandenen Kanalabschnitte zur
Zwangsströmung entsteht. Am pumpenfernen Ende der Welle, dies ist das antriebs- oder
magnetseitige Ende der Welle, wird ein sich aufbauender Druck ein Druckgefälle zum
rotorseitigen Ende der Welle erzeugen, wodurch die Welle im Betrieb durch das sich
dabei aufbauende Druckgefälle in Richtung zur Pumpe gedrückt wird. Dort ist für die
Pumpe und für das pumpenseitige Ende der Welle ein Axiallager durch den Deckel gegeben.
Ein weiteres Axiallager am anderen Ende der Welle kann entfallen.
[0018] Zu erwähnen wäre, dass die Welle naturgemäß drehstarr oder drehfest mit dem Innenmagneten
gekoppelt sein muss, was über einen Magnetträger geschieht (Anspruch 6). Magnetträger
und Innenmagnet sind konzentrisch aufgebaut und bevorzugt mittig zum Innenmagneten
ist das eine, pumpenferne Lager vorgesehen. Der Außenmagnet ist bevorzugt konzentrisch
zum Innenmagneten, außerhalb der haubenförmigen Kappe, der auch Spalttopf genannt
wird.
[0019] Störanfällige Bauteile können durch den Aufbau bevorzugt entbehrlich werden (Anspruch
18). Es sind dies dynamische Dichtungen oder Wellendichtungen. Dadurch, dass die Pumpe
einerseits von dem Deckel hermetisch abgedichtet ist und ihren Sitz im Lagerträger
hat, der Lagerträger andererseits gegenüber dem Deckel und konzentrisch zur Welle
eine haubenförmige Kappe als Spalttopf besitzt, der ebenfalls über statische Dichtungen
mit dem Lagerträger verbunden ist, kann der Haubenbereich den Innenmagneten aufnehmen
und vollständig von dem fluiden Fördermedium durchströmt werden, das auf der Druckseite
der rotierenden Pumpe über die genannten Kanalabschnitte austritt. Hierdurch kann
zusätzlich eine Kühlung der Haube (haubenförmigen Kappe) von innen her erfolgen.
[0020] Durch den hermetischen Aufbau mit ausschließlich statischen Dichtungen (Spalttopf
zum Lagerträger und Deckel zum Lagerträger) kann die Mikropumpe auch gefährliche Medien,
kristallisierende Medien oder leicht flüchtige Medien fördern.
[0021] Auch Langzeitanwendungen werden möglich, wenn die genannten verschleißanfälligen
dynamischen Dichtungen wegfallen. Die Folge davon ist das aktive Durchströmen des
Fördermediums durch den Spalttopf (das haubenförmige Gehäuseteil), indes mit weiteren
Vorteilen. Das Totvolumen wird minimiert und das zu fördernde Medium (oder besser:
das geförderte Medium) dient gleichzeitig der Kühlung des Spalttopfes, der Lagerflächen
und der Magnete, wie auch der Schmierung der Lagerflächen.
[0022] Die zuvor umschriebene Kraftauswirkung durch Druckunterschied (Druckgefälle) ist
ein weiterer sich ergebenden Vorteil. Entlang der Welle kann durch den gegebenen Druckunterschied
zwischen dem Bereich des Spalttopfes (oder besser: Dem Bereich des Innenmagneten)
und dem rotorseitigen Wellenende ein Spülstrom entstehen, der durch die Lagerbauteile
der Welle führt.
[0023] Die Welle ist dabei dennoch in den Lagerbauteilen gelagert, dreht sich aber in einem
Hohlraum zwischen den Lagerbauteilen, durch den der axiale Spülstrom verläuft.
[0024] Durch Einsatz eines statischen Antriebes mit einem Stator, der ein rotierendes Magnetfeld
erzeugt, ohne rotierende Bauteile zu haben, wird ein minimaler Bauraum erzielt. In
einer solchen Anwendung kann der Spalttopf entfallen und es wird ein außenliegendes
Gehäuse verwendet. Durch eine Öffnung kann ein elektrischer Anschluss hermetisch dicht
hineingeführt werden, der den Stator mit Strom versorgt zur Ausbildung des rotierenden
Magnetfeldes und zur Übertragung auf den Innenmagneten, der über den Magnetträger
mit der Welle drehstarr gekoppelt ist.
[0025] Der Innenmagnet und der Außenmagnet werden dann beide zu Innenmagneten, die innerhalb
des umliegenden Gehäuses gelegen sind. Sie unterscheiden sich als Stator und Rotor.
Der Außenmagnet erzeugt ein drehendes Magnetfeld und bleibt statisch. Der Innenmagnet
dreht die Welle und liegt innerhalb des Außenmagneten.
[0026] Bei dieser Art des Antriebs wird ein minimaler Bauraum erzielt, allerdings sollte
bei Wegfall des haubenförmigen Gehäuseteils (des Spalttopfes) eine Beschichtung der
Antriebswicklung des Außenmagneten erfolgen, um gegenüber den Fördermedien Resistenz
zu haben und Langzeitanwendungen zu ermöglichen.
[0027] Das haubenförmige Gehäuseteil (auch: Kappe) muss auch bei stehendem Stator (mit rotierendem
Magnetfeld) nicht entfallen, sondern kann zusätzlich anwesend sein. Aufgrund des verwendeten
Werkstoffs (meist metallischer Natur) sind Wirbelströme in diesem Spalttopf nicht
zu vermeiden, die zu Wärmeentwicklung führen. Einer solchen Wärmeentwicklung wird
indes durch die Innenkühlung auf einer sehr großen Innenfläche des Spalttopfes entgegengewirkt.
In bevorzugter Ausführung kann über 50%, meist wesentlich mehr, der Innenfläche der
Kappe gekühlt werden (Anspruch 28). Ein Reststück wird dazu verwendet, die Kappe mit
dem Lagerträger zentrierend zu verbinden.
[0028] In einer Option wird die erste Lösung so gestaltet, dass der Lagerträger durch ein
Spritzgießen aus Metall oder Kunststoff hergestellt wird (Anspruch 8). Gleichwohl
werden die Radiallagerstücke noch immer gesondert hergestellt und als Präzisionslagerteile
ausgebildet (Anspruch 10). Sie werden nachträglich in dem aus Spritzguss hergestellten
Lagerträger platziert und dabei positioniert und festgelegt, wozu ein Verfahren der
Fügetechnik Anwendung finden kann, die Radiallagerstücke zuverlässig und genau in
den Lagerträger anzuordnen.
[0029] Auch eine Option und bevorzugte Gestaltung ist bei der ersten Lösung die Anwesenheit
eines Heizelementes, das indes in einem spritzgegossenen Lagerträger anzuordnen ist
(Anspruch 9). Mit ihm wird eine Erwärmung des noch wenig liquiden oder kaum liquiden
Fördermediums erreicht, um die Kaltstartfähigkeit der Mikropumpe zu verbessern.
[0030] Zur Umschreibung des begrifflichen Inhalts der Mikropumpe wird auf Anspruch 14 verwiesen.
Dieser ist mit Bezug auf die Erfindung (Anspruch 1) hier stützend einbezogen. Mit
Bezug auf die Kühlfähigkeit der haubenförmigen Kappe ist eine große Innenfläche so
zu verstehen, dass sie zumindest 50% einer gesamten Innenfläche der Kappe betragen
kann. Bevorzugt ist aber mehr als 70% der gesamten Innenfläche der Kappe kühlfähig.
Bei der Ausführungsform mit einem stehenden Stator, der ein Drehfeld erzeugt, kann
die haubenförmige Kappe wegfallen und ein anderes, hermetisch dichtes Gehäuse auf
den Lagerträger aufgesetzt werden. Da keine mechanischen Drehungen in das so gebildete
Gehäuse eingekoppelt werden müssen, sondern nur über elektrische Leitungen Strom zugeführt
wird, befinden sich Innenrotor und Außenrotor gemeinsam in einem - von solcher Art
gebildeten - Gehäuse.
[0031] Der kompakte Aufbau schafft kurze Toleranzketten und kurze Kraftschlusswege. Die
präzisen Lagerstücke (Anspruch 1) erfüllen die Anforderungen an geringe Toleranzen
für die zuverlässige Funktion der Mikropumpe und den Einsatz in Langzeitanwendungen.
[0032] Mit den beanspruchten Pumpen (Anspruch 5) können praktisch (oder nahezu) alle Arten
von fluiden Fördermedien gefördert werden: Besonders gefährliche Medien, kristallisierende
Medien, bspw. Harnstoff, oder leicht flüchtige Medien, bspw. Methanol, und bei bevorzugtem
Einsatz eines Heizelementes auch solche Medien, die in kaltem Zustand nicht förderbar
sind, bspw. Harnstoff, Wasser oder Methanol (wie im Automobil).
[0033] Die Drehmoment-Übertragung von Außenmagnet und Innenmagnet (Anspruch 2) kann bevorzugt
als Zentraldrehkupplung ausgebildet sein (Ansprüche 3, 11).
[0034] Das erzeugte Magnetfeld des Außenmagnets kann von einem Stator erzeugt werden (Anspruch
4). Hierbei kann der haubenförmige Gehäuseteil wegfallen.
[0035] Als Mikropumpe kann eine Innenzahnringpumpe Verwendung finden (Anspruch 5), vgl.
WO 97/12147 A. Die Welle ist drehstarr mit dem Innenrotor verbunden und ebenso drehstarr mit dem
Magnetträger und dem auf ihm sitzenden Innenmagnet. Alternativ findet eine Innenzahnradpumpe
mit Evolventen-Verzahnung Einsatz.
[0036] Der Innenmagnet kann einteilig oder mehrteilig sein (Anspruch 13). Er ist auf einem
Träger angeordnet (Anspruch 6). Bevorzugte Materialien des Innenmagnets sind Hart-Ferrit
oder höherwertige Magnetwerkstoffe. Bei einem mehrteiligen Innenmagnet können mehrere
ringförmig angeordnete Einzelmagnete aneinandergesetzt werden. Wird nur ein Innenmagnet
verwendet, kann bevorzugt ein Ringmagnet Anwendung finden. Auch "plättchenförmige"
Magnete (als Magnetstücke) aus höherwertigem Magnetwerkstoff, z.B. NdFeB (als Beispiel
eines Seltene-Erden-Magnets) oder SmCo (Samarium-Cobalt) können als Segmente zur Bildung
eines ringförmigen Innenmagneten zusammengesetzt werden.
[0037] Beispiele für solche Segmente sind die genannten Ringsegmente, die gemeinsam (aneinandergesetzt)
den Ringmagnet als Innenmagneten ergeben. Im Beispiel sind Größenordnungen von 2mm
Stärke (Dicke, radial gemessen) und bis zu 10mm Höhe (axial gemessen) möglich.
[0038] Eine Kapselung oder die Beschichtung dieses Magnets (ein- oder mehrteilig) empfiehlt
sich für die Förderung von aggressiven Fördermedien (Anspruch 13).
[0039] Die Kanalstruktur, die - abgezweigt von der Druckseite der Mikropumpe (Anspruch 1)
- für die Zwangsströmung sorgt, hat zumindest drei Kanalabschnitte. Einer liegt im
Deckel (bevorzugt mit radialer Richtungskomponente) und ein weiterer liegt im Lagerträger
(bevorzugt mit axialer Richtung). Ein noch weiterer axialer Kanalabschnitt ist vorgesehen,
der im Deckel verläuft und den druckseitigen Auslass bildet. In dem Lagerträger kann
noch ein weiterer Kanalabschnitt liegen (Anspruch 15), der ebenfalls axial verläuft
aber in entgegengesetzter Richtung von den Fördermedien durchströmt wird (Anspruch
16). Am Punkt des Wechsels der Strömungsrichtung, also zwischen den beiden axialen
Kanalabschnitten findet sich ein flächiger, bevorzugt ringförmiger Aufnahmeraum, der
sich axial zwischen einem unteren Ende des Innenmagneten und einer oberen Oberfläche
des Lagerträgers ausbildet (Anspruch 17). Gespeist
von der Druckseite der Mikropumpe füllt sich das Gehäuse von diesem Kanalabschnitt ausgehend praktisch
vollständig mit dem Druckniveau der Ausgangsseite der Mikropumpe. Als Begrenzungswand
dient der Spalttopf.
[0040] Der noch weitere axiale Kanalabschnitt im Lagerträger führt das Fördermedium dem
Auslass zu.
[0041] Entsprechend der haubenförmigen Ausbildung des Spalttopfes kann der Lagerträger um
die Achse herum eine konzentrisch ausgebildete Erhöhung oder Verlängerung haben, die
bevorzugt an ihrem Ende das erste Lager trägt, dem gegenüber der Magnetträger liegt
und an der Welle drehstarr befestigt ist. Durch ein reduziertes Radialmaß der Erhöhung
oder Verlängerung kann sich umlaufend ein Ringraum bilden, in den axial ein deutlich
längerer Innenmagnet eingesetzt werden kann, dessen axiale Länge länger ist, als diejenige
des Magnetträgers.
[0042] Durch Verwendung der Erhöhung oder Verlängerung kann der Abstand der beiden Lagerstücke,
welche die Wellenlagerung bilden, größtmöglich gewählt werden.
[0043] Zum Verlauf der Zwangsströmung des Fördermediums kann angemerkt werden, dass die
saugseitige Öffnung im Gehäusedeckel ebenso liegt, wie der druckseitige Auslass. Nur
der Einlass ist indes in Fluchtung der Mikropumpe. Der Auslass ist radial gegenüber
der Mikropumpe versetzt. Bevorzugt sind auch die axialen Kanalabschnitte im Lagerträger
zueinander umfänglich versetzt angeordnet.
[0044] Durch eine solche Fluidführung können alle Bereiche der Pumpe aktiv durchflossen
werden und das Totvolumen der Pumpe ist begrenzt. Der sich ausbildende Druckunterschied
im Spalttopf gegenüber der Mikropumpe im Ansaugbereich sorgt für einen axialen Spülstrom
entlang der Welle. Diese "Zwangsspülung" sorgt auch für eine Schmierung der Wellenlager
und des exzentrischen Pumpenlagers und bei Anwesenheit eines Spalttopfes für dessen
Kühlung.
[0045] Ausführungs
beispiele der Erfindung werden an den folgenden Figuren erläutert. Das Verständnis der Erfindung(en)
wird mit ihnen vertieft und ergänzt.
- Figur 1
- ist ein vertikaler Schnitt durch ein erstes Beispiel einer magnetisch antreibbaren
Pumpenanordnung mit Mikropumpe. Der Lagerträger 22 ist Zentrum des Aufbaus, oberhalb
ist ein haubenförmiger Gehäuseabschnitt 24 und unten ein Deckel 26, der axial-lagernd
an der Mikropumpe P mit dem Außenrotor 80 anliegt. Der haubenförmige Gehäuseabschnitt,
der im Folgenden auch Spalttopf genannt wird, ist Teil eines Gehäuses 20, welches
Spalttopf 24, Lagerträger 22 und Deckel 26 umfasst.
- Figur 2
- ist eine Ansicht von der Deckelseite (in Figur 1 von unten), wobei die Richtungen
oben, unten lediglich auf die Darstellung in den Figuren Bezug nehmen und den Aufbau
als solches nicht hinsichtlich seiner Einbaurichtung präjudizieren. In Figur 2 ist
eine Schnittebene III-III eingezeichnet, die in Figur 3 dargestellt ist, wobei die
Schnittführung drei Knicklinien A, B und C aufweist, die bei der Betrachtung der Figur
3 zu berücksichtigen sind. Dadurch wird die Kanalführung 23, die im Folgenden näher erläutert wird, in Figur 3 deutlicher, als sie in Figur 1
gezeigt werden kann, welche einem Schnitt III'-III' entspricht, der keine Knickstellen
hat, sondern mittig eben verläuft.
- Figur 2a
- ist eine Ausschnitts-Vergrößerung des Zentrums der Figur 2, um die zur Figur 2 gemachten
Aussagen zu verdeutlichen. Besonders tritt hier die Mikropumpe P hervor, die einen
Außenrotor 80 und einen Innenrotor 82 aufweist. Die Welle 10 als Axialbezug der Anordnung
greift formschlüssig mit einem Mehrkant-Abschnitt 10a in eine entsprechend geformte
Innenöffnung des Innenrotors 82, um diesen anzutreiben.
- Figur 3
- ist die Schnittansicht mit der Schnittführung III-III aus Figur 2 und den zu berücksichtigenden
Knicklinien A, B und C, wie dort dargestellt. Zusätzlich ist in Figur 3 eine Fluidführung
F von der Saugseite zur Druckseite der Mikropumpe ebenso eingezeichnet, wie eine Spülströmung
F'. Die zugehörige Kanalstruktur 23 wird oft synonym für die Strömungsführung des
liquiden Fördermediums verwendet, das der Kanalstruktur 23 folgt. Die Kanalstruktur
23 besteht aus mehreren zu erläuternden Abschnitten.
- Figur 4
- ist ein weiteres Ausführungsbeispiel, wie die Anordnung nach Figuren 1 und 2 in ein
Gehäuse 20* eingesetzt ist und von einem Antriebsmotor 95 über einen drehbaren Außenmagneten
44 angetrieben wird. Als Referenz dienen die Welle 10 und der haubenförmige Abschnitt
24 des hier innen liegenden Gehäuses 20.
- Figur 5
- ist ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem stehenden Statormagneten 48, der ein
magnetisches Drehfeld zu erzeugen vermag und den Innenmagneten 40 bei Übertragung
eines Drehmoments antreibt. Durch die elektrische Erzeugung des Drehfeldes ist der
Zugang zu dem modifizierten Gehäuse 20' über einen Anschlussstecker 91 erreicht, der
von außen keine drehbare Welle in das Gehäuse 20' überführen muss. Zusätzlich ist
eine integrierte Heizung 71,72 dargestellt, die eine besondere Ausführungsart ist.
[0046] Zu fördern ist ein physisch nicht dargestelltes liquides Fördermedium, welches verschiedene
stoffliche Zusammensetzungen haben kann, aber zum Fördern mit einer Mikropumpe geeignet
ist. Für den Automobilbau ist das beispielsweise Harnstoff, Wasser oder Methanol.
Gefährliche Medien, beispielsweise in der Chemie, kristallisierende Medien, beispielsweise
der genannte Harnstoff im Automobilbau, oder leicht flüchtige Medien, beispielsweise
Methanol in der Brennstoffzellentechnik, können gleichermaßen mit den im Folgenden
beschriebenen Ausführungsbeispielen gefördert werden.
[0047] Die Förderung ist eine kontinuierliche Förderung, während die Mikropumpe P läuft,
die in einem Lager 3 eingesetzt ist, das Rotorenaufnahme in Figur 1 genannt wird.
[0048] Figur 1 zeigt als zentrales Bauteil eine Welle 10, die in der Achse des Aufbaus angeordnet
ist. Sie ist in zwei weiteren Lagern 1 und 2 drehbar gelagert, wobei die beiden Lager
einen Abstand 'a' voneinander besitzen.
[0049] Alle drei genannten Lager 1, 2 und 3 sind als Lagerstücke ausgebildet, die Präzisionslagerteile
sind. Sie sind gesondert in den Lagerträger 22 eingesetzt und dort mittels einer Fügetechnik
nach der Positionierung festgelegt. Als Fügetechnik eignet sich ein Kleben, ein Löten
oder ein Schweißen.
[0050] Als Werkstoff für die Präzisionslager, die gesondert auf Präzision gefertigt sind,
kommen Oxidkeramiken, Nicht-Oxidkeramiken, Metall oder sogar Kunststoff in Betracht.
Beispiele von Oxidkeramiken sind Aluminiumoxid oder Zirkonoxid. In besonderer Ausgestaltung,
bei einem zu erwartenden hohen Verschleiß oder bei erwünschter langer Lebensdauer
werden Keramiken eingesetzt. In normalen, verschleißärmeren Anwendungen kann indes
auf Metall zurückgegriffen werden. Auch Kunststoff ist für die Lager möglich, die
bevorzugt bei einer einstückigen Ausbildung des Lagerträgers 22 durch Spritzguss unmittelbar
mit der Herstellung des Lagerträgers 22 als Kunststoff-Lagerbereiche hergestellt werden,
aber dabei keine gesonderte Lagerstücke sind, sondern eben nur Lagerbereiche, oder
- funktionell betrachtet - "Lager".
[0051] Der Aufbau des Gehäuses 20 in Figur 1 umfasst zunächst die drei Komponenten: Haubenförmige
Kappe 24, Lagerträger 22 und Deckel 26. Der Lagerträger ist so gestaltet, dass er
die drei genannten Radiallager 1, 2 und 3 aufnimmt und das Kernstück der magnetisch
angetriebenen Mikropumpe, respektive des zugehörigen Gehäuseaufbaus darstellt. Der
Lagerträger kann dabei relativ grob toleriert sein und aus weniger festen Werkstoffen
gefertigt sein, beispielsweise Aluminium oder Kunststoff. Die zu erhaltende Präzision
und Genauigkeit wird durch Einbau der Lagerstücke erreicht, die mit dem Lagerträger
22 durch Fügen verbunden werden.
[0052] Der Lagerträger 22 dient darüber hinaus als Aufnahme aller statischen Dichtungen,
die in den Figuren nicht gesondert benannt, sondern für den Fachmann unmittelbar ersichtlich
sind. Diese sind O-Ringe und Dichtungen zur Befestigung des Deckels 26, der haubenförmigen
Kappe 24 (auch: Spalttopf genannt) und der magnetischen Antriebseinheit, die beispielsweise
in Figur 4 mit ihrem unteren Abschnitt und einem drehbaren Außenmagnet 44 zu ersehen
ist.
[0053] Die Montage des Deckels 26 von der Unterseite des Lagerträgers 22 ist in Figur 1
symbolisch mit einer eingreifenden Schraubvorrichtung 22' gezeigt. Diese Montage kann
indes auch so erfolgen, wie zur Montage der haubenförmigen Kappe 24 auf der anderen
Seite des Lagerträgers 22 gezeigt, und zwar mittels Niederhalter 21, über den eine
Montagekraft einer weiteren Schraubvorrichtung 22" gleichmäßig auf den Umfang des
unteren Montageflansches der Haube 24 übertragen wird. Ist der Deckel 26 beispielsweise
aus Keramik, empfiehlt sich eine solche Anordnung mit Niederhalter, die in Figur 1
nicht gesondert dargestellt ist.
[0054] Das magnetische Antriebssystem ist innerhalb der haubenförmigen Kappe 24 um die Welle
10 an deren oberen Ende platziert. Die Welle hat hier ein "pumpenfernes" oder "rotorfernes"
Ende, das auch "antriebs- oder magnetseitiges" Ende der Welle 10 genannt wird. Das
andere Ende 10a der Welle 10 greift formschlüssig in den Innenrotor 82 ein, wie an
Figur 2a ersehen werden kann. Hier ist das pumpenseitige Ende der Welle 10, welches
gegen den Deckel 26 axial gelagert ist.
[0055] Der Antrieb erfolgt von außen (in Figur 1 nicht dargestellt) und wirkt als Einkopplung
eines Drehmoments, insbesondere als Zentraldrehkupplung, wobei der Innenmagnet 40
und ein in den Figuren 4 und 5 dargestellter Außenmagnet 44 oder 48 konzentrisch zueinander
angeordnet sind. Von einer Zentraldrehkupplung spricht man, wenn der Außenmagnet und
der Innenmagnet gemeinsam rotieren. Sie sind dann zueinander konzentrisch angeordnet.
[0056] Der Innenmagnet 40 ist axial länger ausgebildet, als ein Träger 42 für diesen Innenmagnet,
der drehfest mit der Welle 10 verbunden ist und der ebenfalls drehfest mit dem Innenmagnet
40 verbunden ist. Dieser Innenmagnetträger ist axial kürzer ausgestaltet und liegt
am oberen Ende, aber nicht berührend, sondern unter Belassung eines Spaltes nahe der
oberen Wand 24b der haubenförmigen Kappe 24.
[0057] Zu erwähnen ist ein erreichbarer "relativ großer" Abstand, den die beiden ersten
Lager 1 und 2, welche zur Drehlagerung der Welle 10 vorgesehen sind, voneinander haben.
Das untere Lager liegt nahe der Mikropumpe P, eigentlich unmittelbar an der Mikropumpe
P und dient als ein gegenüberliegendes Axiallager für die beiden Rotoren 80,82. Das
diesen Rotoren gegenüberliegende axiale Lager ist der Deckel 26 mit seinem Innenbereich.
Ein erreichbarer Abstand 'a' ist mehr als dreimal grösser als die axiale Höhe eines
der beiden Wellenlager 1,2.
[0058] Die Platzierung des pumpenfernen Lagers 2 erfolgt an einer konzentrisch zur haubenförmigen
Kappe angeordneten Erhöhung oder Verlängerung 22a. An ihrem (oberen) Ende trägt sie
das genannte Lagerstück 2 und belässt einen Ringspalt gegenüber dem Innenmagnetträger
42. Die Erhöhung oder Verlängerung ist geometrisch auch so ausgebildet, dass sie einen
zylindrischen Ringspalt gegenüber dem Innenmagnet 40 bildet. Der Innenmagnet 40 wiederum
hat einen axialen Abstand zur Belassung eines Ringraums 23d, der einen Abschnitt einer
Kanalstruktur 23 bildet, die noch zu beschreiben sein wird.
[0059] Nachdem der Innenmagnet 40 auch einen zylindrischen Ringspalt zur Innenfläche der
haubenförmigen Kappe 24 (Spalttopf) belässt, ist der gesamte Innenraum dieser haubenförmigen
Kappe von einem Fluid durchströmbar, soweit keine geometrischen Teile, die oben beschrieben
sind, dort Platz nehmen. Insbesondere ist eine Innenwand der haubenförmigen Kappe
24 zu erwähnen, die durch eine zu beschreibende Fluidströmung gekühlt werden kann,
wozu der genannte zylindrische Ringspalt außerhalb des Innenmagneten 40 vorgesehen
ist.
[0060] Die Welle 10 hat zwischen den beiden Lagerstücken 1,2 einen Ringraum 22b, der radial
grösser dimensioniert ist, als ein Durchmesser der Welle 10.
[0061] Die Welle 10 ist zentrisch gegenüber der haubenförmigen Kappe 24 angeordnet, die
Rotoraufnahme als Lagerstück 3 dagegen exzentrisch. Dieses Lagerstück 3 nimmt den
Außenrotor 80 exzentrisch gelagert gegenüber dem zentrisch gedrehten Innenrotor 82
auf.
Figuren 2,2a zeigen die Pumpe P mit Innenrotor und Außenrotor 80,82 und auch die für eine Zahnringpumpe
charakteristische Erweiterung und Verjüngung der sich drehenden Förderkammern. Alternativ
kann statt der Zahnringpumpe gemäß Figur 2a auch eine Innenzahnradpumpe verwendet
werden, die in den Figuren nicht gesondert dargestellt ist.
[0062] Die Zufuhr des Fluids (auf der Saugseite) erfolgt über einen Kanalabschnitt 23a (Saugseite).
Der Auslass der Pumpe P mündet in einer in Figur 2a ersichtlichen Druckniere, die
in einen radialen Kanalabschnitt 23b überleitet. Die genannten Abschnitte 23a, 23b
sind Abschnitte der Kanalstruktur 23, welche die Fluidführung vom Einlass F
u (Saugseite) bis zum Auslass F
D führt (Druckseite).
[0063] Am Auslass der Pumpe P im radialen Kanalabschnitt 23b liegt die Druckseite F
D'. Zwischen F
D' und F
D liegt ein weiterer Abschnitt der Kanalführung 23, die durch den Lagerträger 22 reicht
und - im Beispiel - zwei axiale Kanalabschnitte 23c und 23e aufweist. Diese beiden
Kanalabschnitte sind in Figur 2a deutlich ersichtlich. Sie sind umfänglich gegeneinander
versetzt, erstrecken sich aber beide in Axialrichtung im Lagerträger 22.
[0064] Der Axialschnitt der
Figur 3 ist anhand der Figur 2 zu erläutern. Die Schnittebene III-III hat drei Knickstellen
oder Linien A, B und C. A liegt im Zentrum der Achse, respektive der Welle 10. Die
zweite Knicklinie B liegt im Zentrum des ersten axialen Abschnitts 23c der Fluidführung
(der Kanalstruktur 23). Die zweite Knicklinie liegt in dem zweiten axialen Abschnitt
23e der Kanalstruktur 23.
[0065] Im Deckel 26 sind weitere axiale Abschnitte der Kanalstruktur 23 zu ersehen. Auf
der Einlassseite (Saugseite) des Fluids F ist der Abschnitt 23a vorgesehen. Auf der
Druckseite der Anordnung der Figur 3 ist ein zusätzlicher axialer Abschnitt 23f im
Deckel 26 vorgesehen.
[0066] Ein weiterer radialer Abschnitt der Kanalführung 23 ist die Überleitung des unmittelbaren
Druckauslasses der Pumpe P entlang des Abschnitts 23b der Kanalstruktur 23, hin zum
ersten axialen Abschnitt 23c im Lagerträger 22.
[0067] Mit der Kanalstruktur 23 wird eine Zwangsströmung erzeugt, die bei Betrieb der Pumpe
P eintritt und nicht nur für eine Nutzförderung des Fluids F sorgt, sondern begleitend
mehrere Aufgaben erfüllt.
[0068] Die beschriebenen Lager 1, 2 und 3 werden geschmiert oder gespült. Auch beides. Der
Spalttopf 24 (als haubenförmige Kappe des Gehäuses 20) wird von der Innenseite gekühlt,
wobei die Kühlfläche zumindest 50 % der gesamten Innenfläche der Haube 24 ist, bevorzugt
aber oberhalb von 70 % liegt.
[0069] Ersichtlich ist dies an einer ersten Erhöhung 22c des Lagerträgers 22, die verjüngend
in die Erhöhung oder Verlängerung 22a überleitet, die zuvor beschrieben war. An der
randseitigen Oberfläche liegt die Haube 24 ein Stück weit berührend an und wird mit
dem umfänglichen Niederhalter 21 und entsprechend positionierten Schrauben, von denen
in Figur 1 eine Schraube 22" ersichtlich ist, am Lagerträger 22 befestigt. Bevorzugt
können drei solcher Montageschrauben vorgesehen sein (nicht dargestellt). Umlaufende,
nicht gesondert bezifferte, aber an der Schraffur zu erkennende, statische Dichtungen
sind in allen Figuren zu erkennen.
[0070] Mit dem axialen Kanalabschnitt 23c wird das Fluid F auf der Druckseite als unter
Druck stehendes Fluid F
D' nicht gleich dem Auslass im Deckel 26, zugeführt, sondern erst dem vorerwähnten
Ringraum 23d, der zwischen einer oberen Fläche des Lagerträgers (zwischen den Absätzen
22c und 22a verläuft, und einer nach unten weisenden Fläche des Innenmagneten 40 gebildet
wird. Dieser Abschnitt 23d ist flächig und gehört zur Kanalstruktur 23.
[0071] Der axiale Abschnitt 23c führt diesem flächigen Ringraum 23d unter Druck stehendes
Fluid zu, das sich in die übrigen freien Räume innerhalb der "Haube" 24 verteilt und
dort durchströmt. Es kann über den zweiten axialen Kanalabschnitt 23e wieder abfließen
und über den axialen Kanalabschnitt 23f im Deckel 26 der Auslassseite oder Druckseite
der Mikropumpenanordnung mit Lager nach den Figuren zugeführt werden.
[0072] Ein Großteil der Innenfläche der zylindrischen Wand 24a der haubenförmigen Kappe
24 kann so gekühlt werden.
[0073] Ist in Figur 1 aufgrund der Lage des Schnittes nur der axiale Kanalabschnitt 23e
der Kanalstruktur 23 im Lagerträger (auf der Druckseite) ersichtlich und ist im Deckel
26 kein wirklich radial reichendes Kanalsegment 23b erkennbar, so wird bei geänderter
Schnittführung nach Figur 2a der radiale Abschnitt 23b und der erste axiale Abschnitt
23c ersichtlich.
[0074] Zu erwähnen ist neben der Hauptströmung des Fluids F auch eine Spülströmung F'. Sie
dringt durch die Lagerflächen der Präzisionslager entlang des Weges F' von Figur 3.
Sie spült dabei beide Lager 1, 2 und erreicht aufgrund des Druckunterschieds die Pumpe
P auf deren Saugseite. Auch eine Schmierung der Lager wird erreicht.
[0075] Die Spülströmung F' führt entlang der Welle und in den zentralen Hohlraum 22b, durch
den die Welle 10 hindurchgreift, respektive in dem sie dreht, während sie von den
beiden - um 'a' beabstandeten - Lagerstücken 1, 2 drehgelagert ist.
[0076] Der Weg entlang der Fluidführung 23 soll nochmals übersichtlich zusammengefasst und
dargestellt werden.
[0077] Das liquide Fördermedium wird auf der Saugseite durch den Gehäusedeckel 26 angesaugt
und dem axialen Kanalabschnitt 23a in der Mikropumpe P mit Rotoren 82, 80 zugeleitet,
respektive von diesem angesaugt. Es folgt den drehenden Förderkammern gemäß Figur
2a der Mikropumpe (auch kurz "Pumpe" genannt) und wird dem druckseitigen Abschnitt
der Fluidführung zugeleitet. Der druckseitige Auslass der Pumpe P endet im radialen
Kanalabschnitt 23b. An dessen Ende wird er dem internen Kanal 23c im Lagerträger 22
zugeführt und in den Spalttopf 24 geleitet. Das Fluid durchflutet diesen Spalttopf
(die haubenförmige Kappe 24) und gelangt über einen weiteren axialen Kanalabschnitt
23e zur druckseitigen Öffnung im Gehäusedeckel 26.
[0078] In dem Deckel 26 ist ein fluchtender Kanalabschnitt 23f vorgesehen, der die Fortführung
des axialen Kanalabschnitts (oder Kanalsegments) 23e ist. Durch diese Fluidführung
werden alle Bereiche der Pumpe aktiv durchflossen. Das Totvolumen der Pumpe ist dagegen
begrenzt. Der Druckunterschied zwischen dem rotorseitigen Wellenende und dem antriebsseitigen
Wellenende der Welle 10 sorgt für eine Zwangsspülung F' und damit einhergehend eine
Schmierung der Lager 1, 2 durch das liquide Fördermedium.
[0079] Die beschriebene Bypass-Strömung, welche Spülstrom F' genannt wird, folgt dem Druckgefälle
zwischen einem Förderdruck im Spalttopfbereich (innerhalb der Haube 24) und dem niederen
Druck im Bereich der Rotorlagerung (der Saugseite). Das den Spalttopf 24 durchfließende
Medium dient gleichzeitig der Kühlung des Spalttopfs und des Innenmagneten 40.
[0080] Aufgrund des magnetischen Drehfeldes und der meist metallischen Ausbildung der haubenförmigen
Kappe 24 wird über Wirbelströme eine Wärme erzeugt, deren Abführung der Fluidstrom
dient.
[0081] In einer anderen Ausführungsform, die sich aus
Figur 5 ergibt, kann der Spalttopf auch weggelassen werden. In Figur 5 ist die haubenförmige
Kappe noch dargestellt, ist aber aufgrund des dort dargestellten Antriebs entbehrlich
und könnte weggelassen werden. Diese nicht dargestellte Ausführungsform wird dadurch
möglich, dass ein Außengehäuse 20' gebildet ist, welches außerhalb des Außenmagneten
48 entsteht und mit dem Lagerträger dichtend verbunden ist. Dies kann durch eine Schraubvorrichtung
geschehen, von der zwei Schrauben 22'" sichtbar sind. Der Niederhalter 21 und die
haubenförmige Kappe 24 fallen weg.
[0082] Sowohl der Außenmagnet 48, der Strom führende Wicklungen 49 trägt (die nicht dargestellt
ist), wie auch der Innenmagnet 40 sind dann im gleichen Raum angeordnet und mit ihrer
Benennung als außenliegend und innenliegend charakterisiert. Aufgrund der fehlenden
Drehbewegung des Außenmagneten 48 wird das Drehmoment über das Drehfeld auf dem Innenmagneten
40 übertragen.
[0083] Die elektrische Energie wird über den Anschlussstecker 91 zugeführt, der eine Durchbrechung
im Motorgehäuse 28 darstellt, welches Teil des modifizierten Gehäuseaufbaus 20' ist.
Eine integrierte Steuerung 90 auf einer Platine ist dargestellt und erzeugt die Stromflüsse
in den räumlich verteilten Wicklungen 49 zur Erzeugung des Drehfeldes.
[0084] In einer besonderen Ausführungsart, die aber nicht verbindlich nur für dieses Beispiel
gilt, sondern auch für die anderen Beispiele verwendet werden kann, ist eine Heizwicklung
72 um die Welle herum im Lagerträger 22 angeordnet. Eine weitere Heizwicklung 71 kann
näher zum Deckel 26 gelegen sein und die Pumpe P umgeben.
[0085] Die Heizwicklungen 71, 22 sind elektrisch leitfähige Widerstands-Wicklungen, welche
mit Strom beaufschlagt werden. Dieser kann auch über den Anschlussdeckel 91 zugeführt
werden.
[0086] In weiteren Bereichen der Figur 5 entspricht dieses Beispiel der Ausführung demjenigen
der Figuren 1 und 2.
[0087] Die integrierten Heizungen 71 und/oder 72, die einzeln oder kombiniert vorhanden
sein können, verbessern die Kaltstartfähigkeit der Pumpe, wenn dick- oder zähflüssige
Fördermedien zu fördern sind, die aufgrund herabgesetzter Umgebungstemperatur noch
nicht förderbar sind, bspw. in dem Automobilbau.
[0088] Besonders vorteilhaft kann die Heizung in Verbindung mit einem Lagerträger 22 verwendet
werden, der im Spritzgussverfahren hergestellt wird, bspw. aus Metall oder Kunststoff.
[0089] Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, welches den Aufbau der Figuren 1/3 verwendet.
Hier ist ein Motor 95 als Antrieb auf einem übergeordneten Gehäuseaufbau 20* zu sehen,
der mit einer Motorwelle 94 mechanisch in eine Deckelplatte 29 dieses Gehäuseaufbaus
20* eingreift und über einen sich radial aufweitenden Außenmagnetträger45 einen drehenden
Außenmagneten 44 rotieren lässt. Dieser nimmt, gekoppelt über ein magnetisches Feld
und durch die haubenförmige Kappe 24, den Innenmagnet 40 drehend mit und bildet eine
Zentraldrehkupplung. Der Motor 95 wird von einer elektrischen Steuerung 96 angesteuert,
die in Figur 2 im Ausschnitt zu sehen ist und bevorzugt am oberen Ende des Motors
95 platziert ist.
[0090] Vorteilhaft sind Innenmagnet 40 und Außenmagnet 44 konzentrisch zueinander und in
axialer Richtung nicht gegeneinander versetzt. Dadurch minimieren sich axiale Kräfte,
die auf die Welle 10 durch das Magnetfeld wirken könn(t)en.
[0091] Der übergeordnete Gehäuseaufbau 20* ist mit dem Lagerträger 22 mechanisch abdichtend
verbunden. Dies kann erneut durch eine Schraubvorrichtung geschehen, von der zwei
Schrauben 22'" sichtbar sind, wie auch in Figur 5 dargestellt.
[0092] Bemerkenswert, auch an dieser Ausführung, ist die Verwendung nur eines Axiallagers
der Welle 10, namentlich am Deckel 26 und das freie Wellenende nahe der oberen horizontalen
Wand 24b der haubenförmigen Kappe 24. Ebenfalls bemerkenswert, nicht nur an dieser
Ausführungsform, sondern auch bei den anderen Ausführungsformen, ist die Verwendung
keiner dynamischen Dichtung, also keiner vorzusehenden Wellendichtung, die gegenüber
einem rotierenden Teil abzudichten hat.
[0093] Die Unterseite des Deckels 26 ist 26d und an ihr sind Einlass und Auslass vorgesehen,
die hier mit O-Ring Dichtungen versehen sind und einen gegenüber dem Durchmesser der
abgehenden Kanalabschnitte vergrößerten Durchmesser besitzen.
[0094] Die untere Oberfläche des Lagerträgers 22 ist 22d. Auf ihr wird der Deckel 26 aufgesetzt,
um sowohl die Axialführung der Kanalabschnitte 23e und 23b zu erreichen, wie auch
den axialen Abschnitt 23a zur Saugseite der Pumpe P führen und auch den radialen Kanalabschnitt
23b zur druckseitigen Auslassseite der Pumpe P zu führen.
[0095] Zu den antriebsseitigen Magnetkonstruktionen aus Außenmagnet 44 und Innenmagnet 40
ist folgendes zu sagen, was auch für die Beispiele der Figur 1 bis 3 Geltung beansprucht.
[0096] Am antriebsseitigen Ende der Welle 10 ist der dort über den Magnetträger 42 angeordnete
Innenmagnet 40 bevorzugt einstückig (aus einem Stück gefertigt). Er kann aus Hartferrit
bestehen. Eine andere Aufbauweise ist die Verwendung der Umspritzung eines kunststoffgebundenen
Magnetwerkstoffs um das Wellenende (im Bereich des Außenmagneten 44) und ohne wellenseitigen
Magnetträger. Weiter alternativ kann der Innenmagnet 40 aus mehreren Teilen ausgeführt
sein. Diese mehreren Teile werden auf dem Magnetträger 42 gehalten. Dazu können mehrere
- ringförmig angeordnete - Einzelmagnete (als Segmente oder Sektoren) verwendet werden,
die auf dem Magnetträger 42 zusammengesetzt werden. Ist nur ein Stück eines Magneten
vorgesehen, so sitzt er als Ringmagnet auf dem Magnetträger 42 und ist mit ihm drehfest
gefügt.
[0097] Die Assemblierung der mehreren Einzelmagnetstücke (in Form "plättchenförmiger" Magnete),
die aus höherwertigem Magnetstoff gefertigt sind, kann auf dem Magnetträger 42 erfolgen.
Seltene-Erden-Magnete sind Beispiele für solche plättchenförmige Magnete.
[0098] Sind aggressive Medien zu fördern, können die Einzelmagnete (als Magnetstücke) zusätzlich
beschichtet oder gekapselt sein. Solche Magnete würden sich aber nur dann als zu beschichten
oder zu kapseln herausstellen, wenn sie mit dem geförderten aggressiven Fluid physisch
in Berührung kommen. Für den Innenmagnet 40 ist das in allen Ausführungsbeispielen
der Fall. Für den Außenmagnet 44 ist das nur dann der Fall, wenn er als Stator 48
und ohne haubenförmige Kappe 24 von dem Förderfluid umströmt wird.
[0099] Das anhand der Figur 5 erläuterte Ausführungsbeispiel der Herstellung des Lagerträgers
22 im Spritzgussverfahren bringt mit sich, dass gesondert zu fügende Lagerstücke wegfallen
und Lagerbereiche als "funktionelle Lager" vorgesehen sind. Drei dieser Lager (einstückig
oder integriert als Lager hergestellt), sind vorgesehen. Zwei dieser Lagerbereiche
führen und lagern die Welle 10. Ein weiterer lagert den Außenrotor 80 der Mikropumpe
P.
[0100] Schon bei der Herstellung durch Spritzguss können die Lager im Lagerträger integriert
entstehen, ohne dass zusätzliche Lagerbauteile (zuvor "Lagerstücke" genannt) hinzutreten
müssen. Diese Ausführungsform ist nicht gesondert dargestellt, sondern sinngemäß mitzulesen.
1. Pumpenanordnung mit einer magnetisch antreibbaren Mikropumpe (P) zur Förderung eines liquiden Fördermediums
und mit einem Lagerträger (22) als Basisteil, wobei ein Außenmagnet (44) und ein Innenmagnet
(40) vorgesehen sind, die eine Drehbewegung auf die Mikropumpe (P) über eine axiale
Welle (10) übertragen, und wobei
- im Lagerträger (22) drei Radiallagerstücke (1,2,3) als Lager zur Drehlagerung und
Führung der Welle (10) und der Mikropumpe (P) positioniert und festgelegt sind, wobei
eines der Lager als erstes Lager (3) einen Außenrotor (80) der Mikropumpe drehfähig
aufnimmt und exzentrisch zur Welle (10) angeordnet ist;
- das zweite Lager (2) näher dem Innenmagneten (40) angeordnet ist und/oder das dritte
Lager (1) näher der Mikropumpe (P) angeordnet ist;
- die Mikropumpe (P) von einem stirnseitig angeordneten Deckel (26) im exzentrischen
Lager (3) gehalten wird;
- eine druckseitige Kanalstruktur (23) für eine Zwangsströmung vorgesehen ist, welche
druckseitige Kanalstruktur zumindest einen ersten Kanalabschnitt (23b) mit radialer
Richtungskomponente im Deckel (26), zumindest einen ersten zweiten Kanalabschnitt
(23c,23e) im Lagerträger (22) aufweist, und ein noch weiterer axialer Abschnitt (23f)
der druckseitigen Kanalstruktur (23) durch den Deckel (26) verläuft, welcher weitere
axiale Abschnitt (23f) auch auf der Druckseite der Mikropumpe (P) angeordnet ist;
- wobei eine hermetisch dichte Gehäuseanordnung (20) aus dem Lagerträger (22), einer
haubenförmigen Kappe (24) sowie dem Deckel (26) gebildet ist, so dass das geförderte
liquide Fördermedium von der Druckseite der Mikropumpe über die druckseitige Kanalstruktur
(23) die haubenförmige Kappe (24) von innen zu kühlen vermag.
2. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei der Außenmagnet (44) und der Innenmagnet (40)
eine magnetische Drehmomentübertragung bilden und damit ein magnetischer Antrieb auf
die Welle (10) und einen Innenrotor (82) der Mikropumpe (P) erfolgt.
3. Pumpenanordnung nach Anspruch 2, wobei die Bewegung des Innenmagnets (40) über ein
Magnetfeld erfolgt, das von einem rotierenden Außenmagneten (44) erzeugt wird, der
radial weiter außen angeordnet ist.
4. Pumpenanordnung nach Anspruch 2, wobei der Innenmagnet von einem rotierenden Magnetfeld
gedreht wird, das durch einen mechanisch nicht drehenden Stator in Gestalt eines Drehfeldes
erzeugbar ist, der radial weiter außen angeordnet ist.
5. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei der Außenrotor (80) ein Außenrotor einer Zahnringpumpe
(P) oder ein Außenrotor einer Innenzahnradpumpe ist.
6. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei der Innenmagnet (40) auf einem Innenmagnetträger
(42) angebracht ist.
7. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei eine Fügeverbindung der Lagerstücke (1,2,3)
mit dem Lagerträger (22) durch Kleben, Löten oder Schweißen erfolgt ist.
8. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, bei der der Lagerträger (22) durch Spritzgießen aus
Metall oder Kunststoff hergestellt ist.
9. Pumpenanordnung nach Anspruch 8, bei der zumindest ein Heizelement (71,72) in einem
spritzgegossenen Lagerträger (22) integriert ist.
10. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, bei der die Lagerstücke (1,2,3) gesonderte Päzisionsbauteile
sind, die mit einer Fügetechnik in dem Lagerträger (22) positioniert und festgelegt
werden oder worden sind.
11. Pumpenanordnung nach Anspruch 3, wobei die Drehmomentübertragung eine Zentraldrehkupplung
ist.
12. Pumpenanordnung nach Anspruch 4, wobei Innen- und Außenmagnet (44,40) konzentrisch
angeordnet sind.
13. Pumpenanordnung nach Anspruch 6, wobei der Innenmagnet (40) einteilig oder mehrteilig
ist, insbesondere mittels einer Kapselung oder Beschichtung gekapselt ist.
14. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei die maximalen Abmessungen der Mikropumpe (P)
nicht grösser sind als 20 mm, insbesondere 10 mm.
15. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei die druckseitige Kanalstruktur (23) für die
Zwangsströmung einen weiteren zweiten Kanalabschnitt (23e) im Lagerträger (22) aufweist.
16. Pumpenanordnung nach Anspruch 15, wobei die druckseitigen zwei zweiten Kanalabschnitte
(23c,23e) im Lagerträger (22) beide im Wesentlichen in einer Axialrichtung verlaufen.
17. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, wobei die druckseitige Kanalstruktur (23) einen flächigen
Abschnitt (23d) aufweist, der sich in einer Radialrichtung erstreckt.
18. Verfahren zum Fördern eines fluiden Fördermediums, wobei
- eine Drehbewegung auf die Mikropumpe (P) der Pumpenanordnung nach Anspruch 1 über
die axiale Welle (10) übertragen wird;
- die magnetisch angetriebene Mikropumpe (P) zur Förderung des liquiden Fördermediums
von einem Außenmagneten (44) und einem über ein Magnetfeld gekoppelten Innenmagneten
(40) angetrieben wird;
- zwischen dem Außenmagnet (44) und dem Innenmagnet (40) eine Wand einer haubenförmigen
Kappe (24) gelegen ist und der Innenmagnet innerhalb der haubenförmigen Kappe (24)
rotiert und seine Drehbewegung auf die Mikropumpe (P) über die axiale Welle (10) überträgt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, mit der Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis
17.
1. Pump arrangement with a magnetically drivable micropump (P) for conveying a liquid pumping medium
and with a bearing carrier (22) as base part, wherein an outer magnet (44) and an
inner magnet (40) are provided, transmitting a rotary motion to the micropump (P)
by means of an axial shaft (10), and wherein
- within the bearing carrier (22) three radial bearing pieces (1, 2, 3) are positioned
and defined as bearing for the rotational mounting and guidance of the shaft (10)
and the micropump (P), wherein one of the bearings as first bearing (3) rotatably
accomodates an outer rotor (80) of the micropump and is arranged eccentrically to
the shaft (10);
- the second bearing (2) is arranged closer to the inner magnet (40) and/or the third
bearing (1) is arranged closer to the micropump (P);
- the micropump (P) is held in the eccentric bearing (3) by a cover (26) arranged
at the front;
- a pressure-side channel structure (23) is provided for a forced flow, the pressure-side
channel structure having at least a first channel section (23b) with a radial direction
component within the cover (26), at least a first second channel section (23c, 23e)
within the bearing carrier (22), and another further axial section (23f) of the pressure-side
channel structure (23) leading through the cover (26), the further axial section (23f)
also being arranged at the pressure side of the micropump (P);
- a hermetically sealed casing arrangement (20) is formed out of the bearing carrier
(22), a dome-shaped cap (24) and the cover (26), so that the conveyed liquid pumping
medium from the pressure side of the micropump is able to cool the dome-shaped cap
(24) from the inside via the pressure-side channel structure (23).
2. Pump arrangement according to claim 1, wherein the outer magnet (44) and the inner
magnet (40) create a magnetic torque transmission, thus generating a magnetic drive
to the shaft (10) and an inner rotor (82) of the micropump (P).
3. Pump arrangement according to claim 2, wherein the movement of the inner magnet (40)
is generated by a magnetic field that is created by a rotating outer magnet (44) arranged
radially further on the outside.
4. Pump arrangement according to claim 2, wherein the inner magnet is turned by a rotating
magnetic field that may be generated by a mechanically not rotating stator in the
form of a rotating field, the stator being arranged radially further on the outside.
5. Pump arrangement according to claim 1, wherein the outer rotor (80) is the outer rotor
of a gear ring pump (Zahnringpumpe) (P) or an outer rotor of an internal gear pump
(Innenzahnradpumpe).
6. Pump arrangement according to claim 1, wherein the inner magnet (40) is arranged on
an inner magnet carrier (42).
7. Pumping arrangement according to claim 1, wherein a joining connection of the bearing
pieces (1, 2, 3) with the bearing carrier (22) is achieved by means of bonding, soldering
or moulding.
8. Pump arrangement according to claim 1, wherein the bearing carrier (22) is produced
by means of injection moulding of metal or plastic.
9. Pump arrangement according to claim 8, wherein at least one heating element (71, 72)
is integrated in an injection-moulded bearing carrier (22).
10. Pump arrangement according to claim 1, wherein the bearing pieces (1, 2, 3) are separate
precision components that are or were positioned and defined within the bearing carrier
(22) by means of a joining technique.
11. Pump arrangement according to claim 3, wherein the torque transmission is a concentric
rotary coupling (Zentraldrehkupplung).
12. Pump arrangement according to claim 4, wherein the inner and the outer magnet (44,
40) are arranged concentrically.
13. Pump arrangement according to claim 6, wherein the inner magnet (40) is one- or multi-piece,
particularly is encapsulated by means of encapsulation or coating.
14. Pump arrangement according to claim 1, wherein the maximum dimensions of the micropump
(P) are not larger than 20 mm, particularly 10 mm.
15. Pump arrangement according to claim 1, wherein the pressure-side channel structure
(23) for the forced flow has a further second channel section (23e) within the bearing
carrier (22).
16. Pump arrangement according to claim 15, wherein the two second pressure-side channel
sections (23c, 23e) located within the bearing carrier (22) both substantially extend
in an axial direction.
17. Pump arrangement according to claim 1, wherein the pressure-side channel structure
(23) has a planar section (23d) extending in a radial direction.
18. Method for conveying a fluid pumping medium, wherein
- a rotary motion is transmitted to the micropump (P) of the pump arrangement according
to claim 1 by means of the axial shaft (10);
- the magnetically driven micropump (P) for conveying the liquid pumping medium is
driven by an outer magnet (44) and an inner magnet (40) being coupled by a magnetic
field;
- a wall of a dome-shaped cap (24) is positioned between the outer magnet (44) and
the inner magnet (40) and the inner magnet rotates within the dome-shaped cap (24)
and transmits its rotary motion to the micropump (P) by means of an axial shaft (10).
19. Method according to claim 18, with the pump arrangement according to one of the claims
2 to 17.
1. Agencement de pompe avec une micropompe (P) pouvant être entraînée magnétiquement pour le refoulement
d'un fluide de transport liquide et avec un support de palier (22) comme pièce de
base, dans lequel il est prévu un aimant extérieur (44) et un aimant intérieur (40)
qui transmettent un mouvement de rotation à la micropompe (P) par l'intermédiaire
d'un arbre axial (10), et dans lequel
- trois pièces de palier radial (1, 2, 3) sont positionnées et fixées dans le support
de palier (22) comme paliers pour le montage rotatif et le guidage de l'arbre (10)
et de la micropompe (P), l'un des paliers comme premier palier (3) recevant un rotor
extérieur (80) de la micropompe de manière rotative et étant disposé de manière excentrique
par rapport à l'arbre (10) ;
- le deuxième palier (2) est disposé plus près de l'aimant interne (40) et/ou le troisième
palier (1) est disposé plus près de la micropompe (P) ;
- la micropompe (P) est maintenue dans le palier excentrique (3) par un couvercle
(26) disposé sur la face avant ;
- une structure de canal (23) côté pression est prévue pour un écoulement forcé, laquelle
structure de canal côté pression présente au moins une première section de canal (23b)
avec une composante directionnelle radiale dans le couvercle (26), au moins une première
deuxième section de canal (23c, 23e) dans le support de palier (22), et une autre
section axiale (23f) encore plus importante de la structure de canal (23) côté pression
s'étend à travers le couvercle (26), laquelle autre section axiale (23f) est également
disposée sur le côté pression de la micropompe (P) ;
- dans lequel un dispositif de logement hermétique (20) est formé par le support de
palier (22), un capuchon en forme de capot (24) et le couvercle (26), de sorte que
le liquide transporté peut refroidir le capuchon en forme de capot (24) de l'intérieur
depuis le côté pression de la micropompe par l'intermédiaire de la structure de canal
(23) côté pression.
2. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel l'aimant extérieur (44)
et l'aimant intérieur (40) forment une transmission de couple magnétique et ainsi
un entraînement magnétique est fourni à l'arbre (10) et à un rotor intérieur (82)
de la micropompe (P).
3. Agencement de pompe selon la revendication 2, dans lequel le mouvement de l'aimant
intérieur (40) est effectué par l'intermédiaire d'un champ magnétique généré par un
aimant extérieur rotatif (44) disposé radialement plus à l'extérieur.
4. Agencement de pompe selon la revendication 2, dans lequel l'aimant intérieur est mis
en rotation par un champ magnétique tournant qui est généré par un stator mécaniquement
non rotatif sous la forme d'un champ tournant qui est disposé radialement plus loin.
5. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel le rotor extérieur (80)
est un rotor extérieur d'une pompe à engrenages (P) ou un rotor extérieur d'une pompe
à engrenages internes.
6. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel l'aimant interne (40) est
monté sur un support d'aimant interne (42).
7. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel un assemblage des pièces
de palier (1, 2, 3) avec le corps de palier (22) est réalisé par collage, brasage
ou soudage.
8. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel le corps de palier (22)
est fabriqué en métal ou en plastique par moulage par injection.
9. Agencement de pompe selon la revendication 8, dans lequel au moins un élément chauffant
(71, 72) est intégré dans un support de palier (22) moulé par injection.
10. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel les pièces de palier (1,
2, 3) sont des composants de précision séparés qui sont ou ont été positionnés et
fixés dans le support de palier (22) par une technique d'assemblage.
11. Agencement de pompe selon la revendication 3, dans lequel la transmission du couple
est un accouplement rotatif central.
12. Agencement de pompe selon la revendication 4, dans lequel des aimants intérieurs et
extérieurs (44, 40) sont disposés de manière concentrique.
13. Agencement de pompe selon la revendication 6, dans lequel l'aimant interne (40) est
en une ou plusieurs parties, en particulier encapsulé au moyen d'une encapsulation
ou d'un revêtement.
14. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel les dimensions maximales
de la micropompe (P) ne sont pas supérieures à 20 mm, en particulier 10 mm.
15. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel la structure de canal (23)
côté pression pour l'écoulement forcé comporte une deuxième section de canal (23e)
supplémentaire dans le support de palier (22).
16. Agencement de pompe selon la revendication 15, dans lequel les deux secondes sections
de canal latéral de refoulement (23c, 23e) dans le corps de palier (22) s'étendent
toutes deux sensiblement dans une direction axiale.
17. Agencement de pompe selon la revendication 1, dans lequel la structure du canal côté
refoulement (23) présente une partie plate (23d) s'étendant dans une direction radiale.
18. Procédé de transport d'un milieu de transport de fluide, dans lequel
- un mouvement rotatif est transmis à la micropompe (P) de l'ensemble de pompe selon
la revendication 1 par l'intermédiaire de l'arbre axial (10) ;
- la micropompe (P) à entraînement magnétique pour la distribution du milieu liquide
est actionnée par un aimant extérieur (44) et un aimant intérieur (40) couplés par
un champ magnétique ;
- entre l'aimant extérieur (44) et l'aimant intérieur (40) se trouve une paroi d'un
capuchon en forme de capot (24), et l'aimant intérieur tourne à l'intérieur du capuchon
en forme de capot (24) et transmet son mouvement de rotation à la micropompe (P) par
l'intermédiaire de l'arbre axial (10).
19. Méthode selon la revendication 18, avec la disposition de la pompe selon l'une des
revendications 2 à 17.