[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Herstellmaschine von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere einer Filterstabherstellmaschine,
mit den folgenden Verfahrensschritten:
- Fördern eines ersten Umhüllungsmaterialstreifens in einer längsaxialen Förderrichtung
in Richtung einer Prägevorrichtung,
- Prägen des ersten Umhüllungsmaterialstreifens, wobei der erste Umhüllungsmaterialstreifen
beim Prägen wenigstens zeitweise kontinuierlich gefördert wird.
Insbesondere ist es hierbei vorzugsweise auch vorgesehen, zunächst einen ersten Umhüllungsmaterialstreifen
bereitzustellen.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine entsprechende Herstellmaschine von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer entsprechenden Prägevorrichtung
für einen ersten Umhüllungsmaterialstreifen.
[0003] In letzter Zeit sind so genannte "Combined Performance Filter" (CP-Filter) bekannt
geworden, deren Filtereigenschaften für Zigaretten und insbesondere auch für Kondensat
verbessert sind.
[0004] Die chinesische Gebrauchsmusteranmeldung
CN 2588802 Y offenbart eine Rillenfilter-Herstellmaschine, die zur Herstellung von Zigarettenfilterstäben
mit diagonalen Rillen dient. Hierbei wird eine Papierzufuhr auf einer Seite eines
Maschinengestells verdoppelt und als Papierzufuhr einer Spezialbobine, auf deren Oberteil
eine Prägevorrichtung angebracht ist, vorgesehen. Die Prägevorrichtung weist ein Doppelrollenpaar
mit diagonaler Rillenprägung, eine Saugluft-/Papierführungsnut, Papierführungsrollen
sowie eine Papierführungsnut und einen Infrarotschalter auf. Es können Rillenfilterstäbe
verschiedener Prägung hergestellt werden. Das Doppelrollenpaar zum Prägen ist konvex-konkav
ausgebildet.
[0005] Bei der chinesischen Gebrauchsmusteranmeldung sind keinerlei Maßnahmen vorgesehen,
die Güte und/oder die Position einer aufgeprägten Prägestruktur zu überwachen bzw.
zu überprüfen.
[0006] Ein verbessertes Verfahren zum Bearbeiten eines Umhüllungsmaterialstreifens für einen
stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie ist in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2012 201 279.6 mit dem Titel "Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten eines Umhüllungsmaterialstreifens",
die von der Patentanmelderin am 30.01.2012 eingereicht worden ist.
[0007] In der am 09.11.2011 vom Deutschen Patent- und Markenamt durch die Anmelderin eingereichten
Patentanmeldung
DE 10 2011 085 981.0 ist eine Filterherstellmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Filterstrangmaschine
und Filtertowaufbereitungsmaschine oder einer Filtersegmentzusammenstellmaschine für
Multisegmentfilter offenbart, bei der eine Einschubvorrichtung vorgesehen ist, die
zwischen die Filterstrangmaschine und die Filtertowaufbereitungsmaschine oder die
Filterstrangmaschine und die Filtersegmentzusammenstellmaschine montiert ist, wobei
die Einschubvorrichtung eine Versorgungseinheit und eine Prozesseinheit umfasst, wobei
die Prozesseinheit lösbar verbindbar mit der Versorgungseinheit ist. Hierdurch können
sehr variabel Filterherstellmaschinen der Tabak verarbeitenden Industrie zur Verfügung
gestellt werden, die mit geringen Umbaumaßnahmen eine hohe Variabilität bei der Filterherstellung
ermöglichen.
[0008] Aus
DE 10 2011 082 646.7 der Anmelderin mit dem Titel "Optische Prüfung von stabförmigen oder strangförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie" ist ein optisches Messsystem zur optischen
Prüfung von stabförmigen oder strangförmigen Artikeln gezeigt, wobei das optische
Messsystem wenigstens zwei einander, vorzugsweise diametral, gegenüber angeordnete
Bildsensoren, vorzugsweise CCD-Kameras oder CCD-Zeilenkameras, aufweist, wobei der
stabförmige oder strangförmige Artikel zwischen den einander gegenüber angeordneten
Bildsensoren hindurchförderbar ist, wobei die Bildsensoren mit einer Auswerteeinrichtung
verbunden sind, um die von der Oberfläche des stabförmigen oder strangförmigen Artikels
erfassten Bilddaten an die Auswerteeinrichtung zu übermitteln, wobei die Auswerteeinrichtung
mit einem Stellglied einer Zusatzstoffzuführeinrichtung verbunden ist, so dass in
Abhängigkeit der Auswertung der Bilddaten mittels der Auswerteeinrichtung ein Signal
an das Stellglied übermittelbar ist und nach Übermittlung eines Signals an das Stellglied
die Zuführung von Zusatzstoff in den stabförmigen oder strangförmigen Artikel veränderbar,
insbesondere regelbar, ist.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb einer Herstellmaschine
von stabförmigen Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie und eine entsprechende
Herstellmaschine anzugeben, mittels der die Qualität von hergestellten stabförmigen
Artikeln, insbesondere CP-Filterstäben, verbessert ist.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Betrieb einer Herstellmaschine
von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie mit den folgenden Verfahrensschritten:
- Fördern eines ersten Umhüllungsmaterialstreifens in einer längsaxialen Förderrichtung,
- Prägen des ersten Umhüllungsmaterialstreifens, wobei der erste Umhüllungsmaterialstreifen
beim Prägen wenigstens zeitweise kontinuierlich gefördert wird, so dass in Förderrichtung
wenigstens abschnittsweise eine Prägestruktur gebildet wird,
- Bilden eines Strangs der Tabak verarbeitenden Industrie und Fördern des Strangs in
einer längsaxialen Richtung,
- Umhüllen des Strangs mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen, wobei insbesondere
der mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen umhüllte Strang mit einem zweiten Umhüllungsmaterialstreifen
umhüllt wird,
- Ablängen wenigstens eines stabförmigen Artikels aus dem Strang,
- Erfassen von, insbesondere digitalisierten, Bilddaten des Strangs oder des stabförmigen
Artikels, wobei anhand der Bilddaten eine Güte und/oder Position der Prägestruktur
ermittelt wird und anhand der Güte und/oder Position der Prägestruktur der Betrieb
der Herstellmaschine gesteuert oder geregelt wird.
[0011] Unter stabförmigen Artikeln bzw. stabförmigen Produkten der Tabak verarbeitenden
Industrie werden insbesondere stabförmige Zigaretten, Filterstäbe und Multisegmentfilterstäbe
verstanden, die von einem Umhüllungsmaterialstreifen umwickelt sind. Unter einem strangförmigen
Artikel bzw. einem strangförmigen Produkt werden Materialstränge wie beispielsweise
Tabakstränge, Filterstränge, Multisegmentfilterstränge und dergleichen verstanden,
die insbesondere vorzugsweise auch von einem Umhüllungsmaterialstreifen umwickelt
sind. Im Rahmen der Erfindung beinhaltet der Begriff des Prägens des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
insbesondere, dass die gebildete Prägestruktur Rillen aufweist, die in Längsrichtung
des stabförmigen Artikels angeordnet sind. In einer Richtung quer zur Längsachse des
stabförmigen Artikels ergibt sich somit eine Art Wellenstruktur des ersten Umhüllungsmaterialstreifens.
[0012] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, dass zur Herstellung von qualitativ hochwertigen
stabförmigen Artikeln, die einen ersten Umhüllungsmaterialstreifen aufweisen, der
mit einer Prägestruktur versehen wurde, durch Erfassen von Bilddaten und Ermitteln
einer Güte und/oder einer Position der Prägestruktur auf den Betrieb der Herstellmaschine
bzw. Parameter beim Betrieb der Herstellmaschine eingegriffen werden kann, um so die
Qualität bzw. die Güte des hergestellten stabförmigen Artikels zu verbessern.
[0013] Vorzugsweise umfassen die Bilddaten Abbildungen längs der Umfangsrichtung des Strangs
oder des stabförmigen Artikels, insbesondere des gesamten Umfangs, wobei das Aufnehmen
der Abbildungen längs der Umfangsrichtung mit einer vorgebbaren ersten Frequenz getaktet
geschieht. Das Aufnehmen der Bilddaten bzw. das Aufnehmen von Abbildungen wird mit
elektromagnetischer Strahlung vorzugsweise im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen
Spektrums oder in angrenzenden, für das menschliche Auge unsichtbaren Bereichen vorgenommen,
etwa im Infrarotbereich oder im Ultraviolettbereich.
[0014] Nach der Umhüllung des stabförmigen oder strangförmigen Artikels bzw. des Strangs
findet die Aufnahme der Bilddaten vorzugsweise in einem Reflektionsverfahren statt,
d.h. es wird Licht gemessen, das von der Oberfläche des Strangs bzw. des umhüllten
Artikels reflektiert wird. Hierzu wird Licht von der Lichtquelle auf die Oberfläche
des Umhüllungsmaterials des stabförmigen oder strangförmigen Artikels gerichtet, das
von dem Umhüllungsmaterial reflektiert wird, so dass das zurückgeworfene bzw. gestreute
Licht von einem oder mehreren Lichtsensoren erfasst wird. Allgemein wird anstelle
von Lichtsensoren von einer Bilddatenerfassungsvorrichtung im Rahmen der Erfindung
gesprochen. Die Bilddatenerfassungsvorrichtung ist vorzugsweise als CCD-Kamera ausgebildet
bzw. umfasst vorzugsweise eine oder mehrere Kameras, die weiter vorzugsweise um den
zu prüfenden stabförmigen oder strangförmigen Artikel kreisförmig oder teilkreisförmig
herum angeordnet sind. Bei dem Aufnehmen der Bilddaten der stabförmigen oder strangförmigen
Artikel wird der zu prüfende Artikel z.B. an einer, insbesondere mehrkanaligen, optischen
Bilddatenerfassungsvorrichtung hindurchgefördert, die ringförmig ausgebildet sein
kann. Das Signal jedes Kanals der Bilddatenerfassungsvorrichtung entspricht einem
Verlauf einer optischen Beschaffenheit eines streifenförmigen Bereichs oder eines
Teilbereichs der Oberfläche des Artikels in längsaxialer Förderrichtung. Auf diese
Weise erkennt die Bilddatenerfassungsvorrichtung sich verändernde Grauwerte oder Farbwerte
beim Vorbeifördern des stabförmigen oder strangförmigen Artikels. Die einzelnen Kanäle
der Bilddatenerfassungsvorrichtung sind jeweils auf einen schmalen Abschnitt entlang
dem Umfang des stabförmigen oder strangförmigen Artikels gerichtet, wenn dieser längsaxial
gefördert wird. Jeder Kanal der Bilddatenerfassungsvorrichtung misst somit, wie sich
die Helligkeit der Oberfläche des Umhüllungsmaterialstreifens, und in diesem Fall
vorzugsweise des ersten und gegebenenfalls des zweiten Umhüllungsmaterialstreifens
des stabförmigen oder strangförmigen Artikels in dem von dem jeweiligen Kanal betrachteten
Abschnitt des stabförmigen oder strangförmigen Artikels mit der Zeit während der Förderung
an der Bilddatenerfassungsvorrichtung vorbei oder hindurch verändert.
[0015] Hierbei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der Prägestruktur, die auf den ersten
Umhüllungsmaterialstreifen abgebildet ist, sich unterschiedliche Grauwerte, insbesondere
quer zur Förderrichtung, d.h. in Umfangsrichtung der Oberfläche des stabförmigen oder
strangförmigen Artikels, ergeben. Bei der Erfassung der Bilddaten werden in jedem
Kanal Messwerte erzeugt, die der optischen Beschaffenheit eines Bereichs oder eines
Teilbereichs der Oberfläche des stabförmigen oder strangförmigen Artikels entspricht.
[0016] Vorzugsweise wird die Oberfläche des stabförmigen oder strangförmigen Artikels in
zwei Dimensionen gescannt bzw. erfasst, und zwar quer, d.h. vorzugsweise senkrecht,
zur Transportrichtung mittels der Mehrzahl von Kanälen der Bilddatenerfassungsvorrichtung
und in Transportrichtung mittels einer zeitlichen Auflösung. Die zeitliche Auflösung
wird durch die erste vorgebbare Frequenz vorgegeben. Beispielsweise wird ein Strang
der Tabak verarbeitenden Industrie, wie beispielsweise ein Filterstrang, wobei um
das Filtermaterial zunächst ein, wenigstens abschnittsweise geprägter, erster Umhüllungsmaterialstreifen
herumgewickelt ist und eventuell um diesen ersten Umhüllungsmaterialstreifen ein zweiter
Umhüllungsmaterialstreifen außen herumgewickelt ist, mit einer Fördergeschwindigkeit
von 10 m/s gefördert und hierbei vermessen. Zum Vermessen wird ein Bild zu einem bestimmten
Zeitpunkt entlang des Umfangs des Strangs aufgenommen, beispielsweise mit einer Bilddatenerfassungsvorrichtung,
die zwei in queraxialer Richtung bzw. in Umfangsrichtung hintereinander angeordnete
CCD-Sensoren mit einer Anzahl von je 70 entsprechenden Sensoren aufweisen, so dass
für den gesamten Umfang 140 Sensoren vorgesehen sind. Die Bilddaten dieser 140 Sensoren
werden beispielsweise mit einer zweiten Taktfrequenz von 10.000 MHz ausgelesen. Die
erste vorgebbare Frequenz kann beispielsweise so sein, dass in Förderrichtung alle
0,2 mm eine Abbildung des Umfangs des stabförmigen oder strangförmigen Artikels vorgenommen
wird.
[0017] Bevorzugterweise werden als Bilddaten über den Umfang des stabförmigen oder strangförmigen
Artikels digitalisierte Grauwerte oder Farbwerte mittels der Bilddatenerfassungsvorrichtung
erfasst, um anhand der Intensität bzw. der Intensitätsverteilung der Grauwerte oder
der Farbwerte die Güte und/oder die Position der Prägestruktur des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
zu erfassen bzw. zu ermitteln.
[0018] Vorzugsweise beinhaltet das Steuern oder Regeln des Betriebs der Herstellmaschine
eine Schnittlageregelung des Strangs, einen Auswurf eines fehlerhaften stabförmigen
Artikels, eine Veränderung eines Parameters bei der Erzeugung des Strangs und/oder
eine Veränderung eines Parameters für das Prägen des ersten Umhüllungsmaterialstreifens.
Insbesondere durch diese Maßnahme wird eine hohe Qualität des hergestellten stabförmigen
oder strangförmigen Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie gewährleistet.
[0019] Es ist besonders bevorzugt, wenn zum Ermitteln der Güte und/oder Position der Prägestruktur
die Bilddaten verarbeitet werden. Beispielsweise und besonders bevorzugt wird zum
Verarbeiten der Bilddaten eine Summe von Grauwerten oder Farbwerten in Förderrichtung
und/oder längs der Umfangsrichtung des Strangs vorgenommen. Durch ein Vornehmen bzw.
Bilden einer Summe von Grauwerten oder Farbwerten längs der Umfangsrichtung kann besonders
gut die Lage der Prägestruktur bestimmt werden, insbesondere wenn die Prägestruktur
in Förderrichtung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens nur abschnittsweise erzeugt
wurde.
[0020] Durch Vornehmen bzw. Bilden einer Summe von Grauwerten oder Farbwerten in Förderrichtung
des Strangs bzw. des stabförmigen oder strangförmigen Artikels kann besonders gut
die Güte der Prägung der Prägestruktur bestimmt werden.
[0021] Wenn die Bilddaten vorzugsweise transformiert werden, wird die Qualität der Bilddatenverarbeitung
verbessert. Eine Transformation kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Bilddaten
mit einer Auslesefrequenz der Bilddatenerfassungsvorrichtung bzw. eines in der Bilddatenerfassungsvorrichtung
angeordneten Sensors bzw. einer entsprechenden Zeilenkamera oder eines CCD-Sensors
gefaltet werden. Zudem kann ergänzend oder alternativ eine Fouriertransformation,
insbesondere eine so genannte schnelle Fouriertransformation (FFT, von Fast Fourier
Transformation) vorgenommen werden.
[0022] Wenn durch das Transformieren der Bilddaten ein Ortsfrequenzspektrum gebildet wird,
ist beispielsweise besonders gut festzustellen, ob die Prägung eine hohe Qualität
aufweist. Zur Verbesserung bzw. zur Erhöhung des Kontrasts der Bilddaten wird vorzugsweise
das Ortsfrequenzspektrum gefiltert. Der Filter ist hierbei vorzugsweise ein Filter
mit endlicher Impulsantwort (FIR-Filter) bzw. ein Bandpassfilter. Beispielsweise wird
vorzugsweise zur Vermeidung von übermäßigen Überschwingern in der Bilddatenbearbeitung
eine Besselfunktion beim Bandpassfilter bzw. FIR-Filter vorgesehen.
[0023] Eine besonders hohe Qualität in der Bilddatenverarbeitung bzw. -bearbeitung ist dann
gegeben, wenn eine Rücktransformation durchgeführt wird und die so bearbeiteten Bilddaten
verarbeitet werden.
[0024] Vorzugsweise ist das Verhältnis einer verwendeten Abtastrate bzw. Auslesefrequenz
der Bilddatenerfassungsvorrichtung zu der Grenzfrequenz des Tiefpassanteils des Filters
zwischen 6 und 14, insbesondere zwischen 8 und 12, wobei insbesondere das Verhältnis
der verwendeten Abtastrate zu der Grenzfrequenz des Hochpassanteils des Filters zwischen
3 und 6, insbesondere zwischen 4 und 5, liegt. Vorzugsweise ist das Verhältnis der
Grenzfrequenz des Hochpassanteils zur Grenzfrequenz des Tiefpassanteils des Bandpasses
zwischen 1,4 und 3, insbesondere zwischen 1,4 und 2.
[0025] Vorzugsweise werden zur Verarbeitung der Bilddaten Spaltensummen und/oder Zeilensummen
aus den Bilddaten bzw. transformierten Bilddaten und gegebenenfalls den gefilterten
und transformierten Bilddaten gebildet. Vorzugsweise werden die Bilddaten derart bearbeitet
bzw. verarbeitet, dass aus den gemessenen oder transformierten Grauwerten oder Farbwerten
eine Umwandlung in zwei diskrete Werte vorgenommen wird. Dieses wird Binarisierung
genannt. Es ist dann möglich, Spaltensummen und/oder Zeilensummen der diskreten bzw.
binarisierten Werte zu bilden. Bei diesem Verfahrensschritt handelt es sich um eine
Binarisierung der Grauwerte oder Farbwerte in diskrete Werte, wobei einstellbar ist,
bei welchem Grauwert bzw. bei welchem Farbwert die Grenze für die Binarisierung vorgesehen
ist. Es stehen dann nicht mehr beispielsweise 256 Grauwerte zur Verfügung, sondern
nur noch die Werte 0 und 1.
[0026] Die Aufgabe wird ferner durch eine Herstellmaschine von stabförmigen Artikeln der
Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung eines
ersten Umhüllungsmaterialstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie gelöst, wobei
die Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
(Bearbeitungsvorrichtung) eine Prägevorrichtung umfasst, mittels der der erste Umhüllungsmaterialstreifen
während einer längsaxialen Förderung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens prägbar
ist oder geprägt wird, wobei die Herstellmaschine eine Strangformungsvorrichtung aufweist,
in der der erste Umhüllungsmaterialstreifen um ein Strangmaterial beim längsaxialen
Fördern des Strangmaterials gewickelt wird oder wickelbar ist, wobei eine Bilddatenerfassungsvorrichtung
vorgesehen ist, mittels der Bilddaten von dem mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen
umwickelten Strang aufnehmbar sind oder aufgenommen werden, wobei eine Bilddatenverarbeitungsvorrichtung
vorgesehen ist, mittels der die Güte und/oder die Position einer auf dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen
aufgebrachten Prägestruktur ermittelbar ist oder ermittelt wird und wobei eine Steuer-
oder Regelvorrichtung vorgesehen ist, die aufgrund der ermittelten Güte und/oder Position
der Prägestruktur Steuer- oder Regelparameter der Herstellmaschine im laufenden Betrieb
der Herstellmaschine anpasst.
[0027] Vorzugsweise ist als Steuer- oder Regelparameter ein Feuchtegehalt des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
in oder stromaufwärts der Prägevorrichtung, eine Zugspannung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
stromaufwärts der Prägevorrichtung, ein Abstand von zwei in der Prägevorrichtung vorgesehenen
Prägewalzen und/oder eine Schnittlage von von dem gebildeten Strang abgelängten stabförmigen
Artikeln vorgesehen.
[0028] Vorzugsweise ist die Prägevorrichtung stromaufwärts der Strangformungsvorrichtung
angeordnet.
[0029] Ferner vorzugsweise ist eine Filtertowaufbereitungsvorrichtung stromaufwärts der
Strangformungsvorrichtung angeordnet.
[0030] Schließlich ist vorzugsweise eine Zuführvorrichtung für einen zweiten Umhüllungsmaterialstreifen
vorgesehen, mittels der der zweite Umhüllungsmaterialstreifen der Strangformungsvorrichtung
so zuförderbar ist, dass der zweite Umhüllungsmaterialstreifen außen um den ersten
Umhüllungsmaterialstreifen wickelbar ist.
[0031] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Herstellmaschine von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Bilddatenerfassungsvorrichtung
mit einer Bilddatenverarbeitungsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Prägevorrichtung,
- Fig. 4
- eine Schaltung bzw. eine schematische Darstellung eines Schaltplans eines digitalen
Filters,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung von Bilddaten und bearbeiteten Bilddaten,
- Fig. 6a
- ein Graph, der die Spaltensummen von den gefilterten Bilddaten zeigt,
- Fig. 6b
- ein Graph, der die Spaltensummen von gefilterten und binarisierten Bilddaten zeigt,
- Fig. 7
- ein Graph, der die Zeilensummen von Bilddaten über einen Weg bzw. eine Zeit zeigt,
- Fig. 8a
- original aufgenommene Bilddaten,
- Fig. 8b
- die Bilddaten aus Fig. 8a, allerdings mit gespreizten Grauwerten,
- Fig. 8c
- gefilterte Bilddaten,
- Fig. 8d
- die gefilterten Bilddaten aus Fig. 8c in einer im Grauwert gespreizten Darstellung,
- Fig. 9
- ein schematisches Ablaufdiagramm für den Betrieb der Herstellmaschine und
- Fig. 10
- eine schematische Schnittdarstellung durch einen hergestellten Filterstab.
[0033] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0034] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Herstellmaschine 1 von stabförmigen
oder strangförmigen Artikeln. In diesem Fall werden Filterstäbe aus Zelluloseacetattow
hergestellt. Hierzu wird von einem Filtertowballen 10 ein Filtertowstreifen 11 abgezogen
und in einer Filtertowaufbereitungsvorrichtung 12 aufbereitet, beispielsweise mit
Triacetin besprüht sowie gestreckt und/oder gereckt. Stromabwärts der Förderrichtung
des Filtertowstreifens 11 schließt sich in der Herstellmaschine 1 eine Bearbeitungsvorrichtung
23 an, in der ein erster Umhüllungsmaterialstreifen 33 entsprechend bearbeitet werden
kann. Oberhalb von den Bearbeitungsstationen für den ersten Umhüllungsmaterialstreifen
33 wird der Filtertowstreifen 11 über entsprechende Rollen umgelenkt und in Förderrichtung
13 in Richtung eines Einlauftrichters 15 einer Strangbildungsvorrichtung 14 bzw. Strangmaschine
transportiert.
[0035] Die Bearbeitungsvorrichtung 23 kann als Einschubvorrichtung gemäß der
DE 10 2011 085 981.0 ausgebildet sein. Es wird insofern vollumfänglich auf den Offenbarungsgehalt der
DE 10 2011 085 981.0 verwiesen.
[0036] In der Bearbeitungsvorrichtung 23 wird ein Umhüllungsmaterialstreifen 33, der von
einem entsprechenden Vorrat, beispielsweise einer nicht dargestellten Bobine, abgerollt
wird, in Förderrichtung 13' zunächst über eine Umhüllungsmaterialstreifenzugregelungsvorrichtung
38 geführt, die beispielhaft als Tänzer ausgebildet ist. Anschließend wird der erste
Umhüllungsmaterialstreifen 33 über Rollen gelenkt und durch einen Befeuchter 37 geführt,
um eine entsprechende Feuchtigkeit des Umhüllungsmaterialstreifens 33 vorzusehen.
Anschließend gelangt der befeuchtete Umhüllungsmaterialstreifen 33 in eine Prägevorrichtung
36, in der zwei Prägewalzen 34 und 35 entsprechend für eine längsaxiale, d.h. in Förderrichtung
ausgebildete Prägung umfassend Berge und Täler bzw. Nuten und Erhebungen bzw. Rillen
sorgen. Die Prägevorrichtung kann entsprechende vorgebbare Prägestrukturen auf dem
Umhüllungsmaterialstreifen vorsehen, die beispielsweise kontinuierlich längsaxial
ausgeführt sein können oder aber auch abschnittsweise, d.h. mit Bereichen, die geprägt
sind, wobei längsaxial hintereinander angeordnete geprägte Bereiche auf dem Umhüllungsmaterialstreifen
33 sich mit Bereichen, die nicht geprägt sind, abwechseln. Typischerweise können dann
die nicht-geprägten Bereiche dort vorgesehen sein, wo bei dem anschließend hergestellten
Filterstab der Schnitt vorgesehen ist.
[0037] Nach dem Prägen gelangt der erste Umhüllungsmaterialstreifen 33 durch eine Trocknungsvorrichtung
und über eine Führung 40 in Richtung einer Strangformungsvorrichtung 16 bzw. Formatvorrichtung
16, in der der erste Umhüllungsmaterialstreifen 33 mit dem Filtertowstreifen 11 in
Kontakt tritt und entsprechend der erste Umhüllungsmaterialstreifen 33 um den Filtertowstreifen
11 herumgewickelt wird. Der erste Umhüllungsmaterialstreifen 33 wird vorzugsweise
auf Stoß um den Filtertowstreifen 11 gewickelt. Um einen entsprechend sicher geschlossenen
Filterstrang bzw. nach dem Ablängen geschlossene Filterstäbe zu erhalten, ist zudem
ein zweiter Umhüllungsmaterialstreifen 19 vorgesehen, der von einer Bobine 18 abgewickelt
wird, an der Beleimvorrichtung 20 entsprechend beleimt wird und unterhalb des ersten
Umhüllungsmaterialstreifens 33 in die Strangformungsvorrichtung 16 geführt wird. Der
zweite Umhüllungsmaterialstreifen 19 wird dann vollständig um den ersten Umhüllungsmaterialstreifen
33 und den Filtertowstreifen 11 gewickelt und an einer Klebnaht verklebt. Zum Schließen
der Umhüllungsmaterialstreifen dient auch ein Oberformat 17. Es ergibt sich dann ein
mit zwei Umhüllungsmaterialstreifen 19 und 33 umhüllter Filtertowstrang 21, der in
Förderrichtung 22 gefördert wird.
[0038] Anschließend gelangt der Filterstrang 21 durch ein optisches Messsystem 30 bzw. durch
eine Bilddatenerfassungsvorrichtung. Das optische Messsystems bzw. die Bilddatenerfassungsvorrichtung
wird unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren näher erläutert. Anschließend gelangt
der Filterstrang 21 zu einer Schneidvorrichtung 31, in der entsprechende Filterstäbe
von dem Filterstab abgelängt werden. Nach entsprechenden optischen Überprüfungen bzw.
nach der optischen Überprüfung durch das optische Messsystem 30 gelangen dann die
Filterstäbe entweder in den weiteren Verarbeitungsprozess oder werden in der Ausschleusvorrichtung
32 ausgeschleust.
[0039] Um die Güte der Prägung bzw. die Qualität der Prägung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
33 zu beeinflussen und zu optimieren, können an einigen Parametern der Bearbeitungsvorrichtung
23 Änderungen vorgenommen werden. Zum Beispiel kann in der Umhüllungsmaterialstreifenzugregelungsvorrichtung
38 ein unterschiedlicher Zug eingestellt werden, um beispielsweise die Lage der aufgebrachten
Prägestruktur zu ändern. Es kann im Befeuchter 37 ein unterschiedlich hoher Durchfeuchtungsgrad
des ersten Umhüllungsmaterialstreifens 33 erzielt werden. Der Durchfeuchtungsgrad
liegt vorzugsweise zwischen 5% bis 30%, insbesondere 7% bis 9%, und zwar gemessen
kurz vor bzw. in der Prägevorrichtung 36. Bei den Prozentangaben handelt es sich um
Massenprozentangaben.
[0040] Durch Befeuchten des ersten Umhüllungsmaterialstreifens 33 beispielsweise mit Wasser,
das vorzugsweise mit einem Stabilisierungsmittel versetzt ist, beispielsweise Methylzellulose,
wird eine Prägestruktur in den Umhüllungsmaterialstreifen eingeprägt, die stabil ist.
Je nach Feuchtegrad kann die Stabilität der Prägestruktur beeinflusst werden. Entsprechend
kann die Stärke bzw. Tiefe der Prägerillen durch Veränderung des Abstands der Prägerollen
34 und 35 eingestellt werden. Schließlich kann auch eine Einflussnahme durch Temperaturänderung
oder Luftzufuhränderung in der Trocknungsvorrichtung 39 vorgenommen werden.
[0041] Als weitere Parameter zur Beeinflussung der Fertigung von Filtersträngen bzw. Filterstäben
in der Herstellmaschine 1 können entsprechende Parameter in der Filtertowaufbereitungsvorrichtung
12 verändert werden, beispielsweise kann die Reckspannung oder die Menge des aufgetragenen
Triacetins beeinflusst werden.
[0042] Eine Beeinflussung entsprechender Parameter zur Steuerung oder Regelung der Herstellmaschine
1 findet aufgrund einer entsprechenden Messung und Auswertung von Bilddaten des Strangs
oder des stabförmigen Artikels statt, mittels der die Güte und/oder Position der Prägestruktur
ermittelt wird, wobei anhand der Güte und/oder Position der Prägestruktur der Betrieb
der Herstellmaschine gesteuert oder geregelt wird.
[0043] Hierzu ist ein optisches Messsystem 30, das auch als Bilddatenerfassungsvorrichtung
bezeichnet werden kann, vorgesehen und beispielsweise in Fig. 2 näher erläutert. In
Fig. 2 ist auf der linken Seite das optische Messsystem 30 dargestellt. Durch das
optische Messsystem wird ein Strang 21 in Förderrichtung 22 geführt.
[0044] Mittels des optischen Messsystems 30 wird der mit dem Umhüllungsmaterialstreifen
umhüllte Strang 21 nach dessen Herstellung optisch überprüft. Beispielsweise ist ein
derartiges Messsystem der Hauni Maschinenbau AG unter der Bezeichnung ORIS bekannt.
Das in Fig. 2 gezeigte schematische optische Messsystem 30 ist derart ausgebildet,
dass der längsaxial in Förderrichtung 22 geförderte Materialstrang 21 der Tabak verarbeitenden
Industrie optisch bzw. dessen Umhüllungsmaterialstreifen abgetastet wird. Hierbei
wird der Strang 21 längsaxial durch das, vorzugsweise ortsfeste, optische Messsystem
30 hindurchgeführt, wobei der Strang 21 an seiner Oberfläche vollständig erfasst und
abgebildet wird.
[0045] Zur Abtastung der (Teil-)Oberfläche des Strangs 21 wird der Strang mit Licht von
einer Lichtquelle 52 beleuchtet, wobei das Licht der Lichtquelle 52 unter Verwendung
von Spiegeln 53 umgelenkt wird, auf den Strang 21 gerichtet wird und das von der Oberfläche
bzw. Teiloberfläche des Umhüllungsmaterialstreifens reflektierte Licht vom Strang
21 über weitere Spiegel 54 zu Sensoren 55 gelenkt, so dass das von der Oberfläche
des Strangs 21 reflektierte Licht von den Sensoren 55 aufgenommen wird und in entsprechende
Strangbilddaten umgewandelt wird.
[0046] Vorzugsweise umfassen dabei die Strangbilddaten die gesamte Oberfläche des Materialstrangs
21 und repräsentieren somit eine lineare bzw. zweidimensionale Abbildung der gesamten
Oberfläche des Strangs 21 bzw. deren Umhüllungsstreifen für den Fall, dass zwei Umhüllungsstreifen
verwendet werden, wie gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0047] Beispielsweise sind dabei die Sensoren 55 bzw. Bildsensoren in Form einer CCD-Kamera
und/oder einer CCD-Zeilenkamera ausgebildet und ringförmig angeordnet, so dass der
gesamte Umfang des Strangs 21 optisch erfasst wird, wodurch die Strangbilddaten in
Umfangsrichtung die Oberfläche des Umhüllungsstreifens in einem Umfang von 360° repräsentieren.
Beispielsweise kann die CCD-Kamera 140 Bildelemente aufweisen, so dass der Umfang
in 140 Abschnitte eingeteilt wird bzw. die Auflösung dem Umfang geteilt durch 140
entspricht. Die an die Auswerteeinrichtung bzw. Bilddatenverarbeitungsvorrichtung
60 übermittelten Bilddaten, beispielsweise in Form von digitalisierten Grauwerten,
mit beispielsweise 256 Grauwertstufen, werden in der Bilddatenverarbeitungsvorrichtung
60 analysiert. Dabei werden beispielsweise von den ringförmig angeordneten Sensoren
55 die entsprechenden Bilddaten an die Bilddatenverarbeitungsvorrichtung 60 übermittelt,
so dass dadurch die Güte bzw. die Position der Prägestruktur auf dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen,
die durch den zweiten Umhüllungsmaterialstreifen hindurch schimmert, bestimmt werden
kann. Die so bestimmte Güte bzw. Position der Prägestruktur wird in eine Steuer- oder
Regelvorrichtung 61 gegeben, die entsprechend den Betrieb der Herstellmaschine 1 steuert
bzw. regelt, beispielsweise durch Abgabe eines Signals an den Befeuchter 62 bzw. 37.
Wenn beispielsweise durch die entsprechende Bildanalyse in der Bilddatenverarbeitungsvorrichtung
60 erkannt wird, dass die Prägestruktur nicht ausreichend ausgeprägt ist, kann die
Steuer- oder Regelvorrichtung ein Steuersignal an den Befeuchter 62 bzw. 37 geben,
dass ein höherer Grad an Feuchte gewünscht ist. Alternativ kann auch eine größere
Menge an Stabilisierungsmitteln hinzugegeben werden wie beispielsweise Methylzellulose.
[0048] Die Bilddatenverarbeitungsvorrichtung 60 kann mit der Steuer- oder Regelvorrichtung
61 integriert sein bzw. die Auswertung kann auch in der Steuer- oder Regelvorrichtung
61 ausschließlich geschehen. Durch welche erfindungsgemäßen Maßnahmen die Güte bzw.
die Position der Prägestruktur ermittelt wird, wird nachstehend in einem Beispiel
beschrieben.
[0049] Zunächst wird allerdings die Prägevorrichtung umfassend zwei Prägewalzen anhand eines
schematischen Ausschnitts der Prägevorrichtung gemäß Fig. 3 beschrieben. In diesem
Ausführungsbeispiel umfasst die Prägevorrichtung zwei Prägewalzen 34 und 35, die mit
einem kleinen Abstand voneinander derart angeordnet sind, dass Prägebereiche 72, 73,
74 und 75 der Prägewalze 34 in die Prägewalze 35 hineinreichen. Die Prägebereiche
72 bis 75 weisen Erhöhungen und Nuten auf, die formkomplementär zu Erhöhungen und
Nuten der Prägewalze 35 sind. Die Erhöhungen und Nuten in der Prägewalze 35 sind durchgehend,
d.h. über den gesamten Umfang der Prägewalze 35 angeordnet und entsprechend sind die
Prägebereiche 72 bis 75 der Prägewalze 34 abschnittsweise vorgesehen. Hierdurch ergeben
sich Prägebereiche auf dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen 33, die sich in Förderrichtung
des Umhüllungsmaterialstreifens 33, d.h. in längsaxialer Richtung, mit nicht-geprägten
Bereichen abwechseln.
[0050] Die Erhebungen der Prägewalze 34 haben einen Radius r1, wohingegen die Nuten einen
Radius von r2 aufweisen. Entsprechend haben die Nuten der Prägewalze 35 einen Radius
r3 und die Erhebungen einen Radius r4. Für weitere Einzelheiten zu den Merkmalen der
Prägewalzen und des Prägens an sich wird vollumfänglich auf die Patentanmeldung
DE 10 2012 201 279.6 der Anmelderin verwiesen.
[0051] Um die Güte der Prägestrukturen zu bestimmen, können nun beispielsweise, wie in Fig.
5 dargestellt ist, die Bilddaten so wie diese in den entsprechenden Graustufen gemäß
der Bezugsziffer 80 gemessen werden, herangezogen werden und eine Summe der Grauwerte
über die n Spalten bzw. Abschnitte entlang des Umfangs gebildet werden. n ist hierbei
die Anzahl der Sensoren bzw. Bildpunkte der Zeilenkamera, die über den Umfang verteilt
sind. In diesem sind beispielsweise 140 Sensoren bei der CCD-Kamera bzw. Zeilenkamera
vorgesehen, so dass sich 140 Abschnitte bzw. Spalten ergeben. Die Summen über die
Spalten, d.h. eine Aufsummierung der Grauwerte in 140 Spalten in längsaxialer Messrichtung
beispielsweise über die Erstreckung der Prägestruktur in längsaxialer Richtung oder
über die Erstreckung eines vollständig abgelängten Filterstabs in längsaxialer Richtung
ergibt dann beispielsweise eine Funktion bzw. Graph wie in Fig. 5 mit 82 gezeigt ist.
Hier ist zu erkennen, dass die Originalbilddaten 80 relativ wenig Kontrast zeigen,
so dass die Bestimmung der Güte mit einem noch relativ hohen Unsicherheitsfaktor versehen
ist.
[0052] Um die Güte allerdings aufgrund der Spaltensummen gemäß Bezugsziffer 82 abschätzen
zu können, kann dieses gemessene Signal mit einem Soll-Muster verglichen werden, beispielsweise
im Hinblick auf den Abstand der Minima und Maxima in Umfangsrichtung oder im Hinblick
auf eine Standardabweichung zu den aufsummierten Grauwerten. Um das Signal bzw. diese
Bilddaten schon entsprechend zu bearbeiten, können die Originalbilddaten 80 binarisiert
werden, was mit 81 in Fig. 5 dargestellt ist. Es könnten dann auch entsprechende Spaltensummen
gebildet werden, die unter Umständen schon ein besseres Signal zeigen als das Auswertesignal,
das mit der Bezugsziffer 82 versehen ist.
[0053] Um den Kontrast zu erhöhen, macht es allerdings Sinn, wie folgt vorzugehen. Es ist
erfindungsgemäß besonders bevorzugt, wenn die Originalbilddaten 80, deren Bildsignal
nicht unmittelbar von der Zeit, sondern von den Koordinaten abhängt, in ein Ortsfrequenzspektrum
umgewandelt werden. Man kann also die Bilddaten als eindimensionales Signal auffassen,
das als eine Art Spiralabwicklung der Grauwerte des Bildes, das mit einer Frequenz
von beispielsweise 10 MHz abgetastet wurde, angesehen werden kann. Hierüber kann dann
eine Fouriertransformation bzw. eine Fast-Fouriertrans-formation durchgeführt werden,
um ein entsprechendes Frequenzspektrum zu ermitteln. Es wird sozusagen ein Ortsfrequenzspektrum
mit der Abtastrate der CCD-Kamera gefaltet, um ein entsprechendes Frequenzspektrum
zu erhalten. Dieses Frequenzspektrum wird dann gefiltert, beispielsweise mit einem
Filter mit endlicher Impulsantwort (FIR-Filter), dessen Schaltbild schematisch in
Fig. 4 beispielsweise dargestellt ist. Hierbei handelt es sich um eine Art Bandpassfilter,
der einen entsprechenden Tiefpassanteil und einen Hochpassanteil aufweist. Es ist
beispielsweise ein Filter neunter Ordnung mit 71 Verzögerungsgliedern und einer Besselfiltercharakteristik
vorgesehen.
[0054] Das Frequenzspektrum, das beispielsweise mit einer Rillenanzahl von 18 Rillen der
Prägestruktur gebildet wurde, ergibt bei einer Umfangsauflösung von 140 Pixeln pro
18 Rillen 7,7 Pixel pro Rillenberg und Rillental. Das heißt bei einer Abtastrate von
10 MHz ergibt sich für die Rillen eine Frequenz von 1,3 MHz.
[0055] Die gefilterten Bilddaten, die in Fig. 5 mit 83 bezeichnet sind, zeigen eine deutlich
schärfere Kontur. Dies ergibt sich durch den Bandpassfilter gemäß der Schaltung aus
Fig. 4. Die Schaltung aus Fig. 4 hat folgende Übertragungsfunktion:

[0056] Diese 72 Koeffizienten sind für einen Besselfilter in neunter Ordnung vorgesehen.
Hierdurch ergibt sich eine sehr gute Randwertproblematik, wodurch der Filter auch
eine Art Rauschfilter darstellt.
[0057] Die Spaltensummen, d.h. die Summe der Grauwerte über die 140 Abbildungen bzw. Abschnitte
durch die Sensoren gemäß der Bezugsziffer 85 in Fig. 5 zeigt im Vergleich zu den Spaltensummen
mit der Bezugsziffer 82, dass ganz deutlich der Kontrast erhöht wurde und somit eine
genauere Angabe über die Güte der Prägung getroffen werden kann. In der Grauwertsumme,
die in Fig. 5 mit der Bezugsziffer 85 gezeigt ist, ist ein relativ niedriges Maximum
im Bereich von ungefähr dem 110. Sensor der Zeilenkamera zu erkennen. Hierbei handelt
es sich um die Nahtstelle des zweiten Umhüllungsmaterialstreifens, da dadurch, dass
an dieser Stelle eine Überlappung des zweiten Umhüllungsmaterialstreifens vorgesehen
ist, eine größere Helligkeit aufgenommen wird.
[0058] Zusätzlich können die gefilterten Bilddaten gemäß 83 binarisiert werden, wie dieses
mit der Bezugsziffer 84 dargestellt ist. Hierbei wird ein geeigneter Grauwert bestimmt,
unterhalb dessen die Bilddaten weiß dargestellt sind und oberhalb dessen die Bilddaten
schwarz dargestellt sind, bzw. ab dem dann die Bilddaten schwarz dargestellt sind.
Auch hierüber können Spaltensummen gebildet werden, die unter Umständen eine noch
kontrastreichere Spaltensumme ergeben würden.
[0059] Zur Veranschaulichung der Bilddaten, d.h. damit diese auch besser in dieser Anmeldung
erkennbar sind, sind in den Fig. 8a bis 8d entsprechende Bilddaten dargestellt. Bei
den Bilddaten gemäß Fig. 8a handelt es sich um Originalbilddaten 80, bei denen links
und rechts zwei Prägebereiche des Umhüllungsmaterialstreifens vorgesehen sind und
in der Mitte hiervon ein Bereich, der nicht geprägt ist. Fig. 8b zeigt eine grauwertgespreizte
Darstellung der Originalbilddaten 80, d.h. hier wurde eine Bildverarbeitung dergestalt
vorgenommen, dass die geringen Unterschiede in den Grauwerten aus Fig. 8a auseinandergespreizt
wurden, um die Grauwertunterschiede deutlicher zu machen. Entsprechend ist in Fig.
8c mit 83 eine Filterung der Originalbilddaten 80 dargestellt, beispielsweise auch
mit einem FIR-Filter oder alternativ mit einem anderen digitalen Filter, der vorzugsweise
ein Bandpassfilter ist. Um die Verbesserung der Bilddaten 83 gegenüber der Originalbilddaten
80 besser darzustellen, ist in Fig. 8d eine grauwertgespreizte Darstellung der Daten
aus Fig. 8c dargestellt. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich der Kontrast hier
im Vergleich zu den gespreizten Originalbilddaten von Fig. 8b erhöht hat und exakter
die Prägestruktur erkennbar ist.
[0060] Um eine möglichst gute Bildbearbeitung vornehmen zu können, wurden verschiedene Grenzfrequenzen
für den Bandpassfilter, d.h. verschiedene Verhältnisse der Tiefpassgrenze und der
Hochpassgrenze vorgenommen. Bei einer Abtastfrequenz von 10 MHz wurde beispielsweise
als ein gut geeigneter Bandpass ein Tiefpassgrenzwert von 0,75 Hz bei einem Hochpassgrenzwert
von 1,4 bis 2 festgestellt. Es kann auch ein Tiefpassgrenzwert von 1 oder 1,2 oder
1,4 MHz verwendet werden, wobei dann vorzugsweise ein Hochpassgrenzwert von 2 bis
3 MHz vorgesehen ist. Insgesamt ergeben sich vorzugsweise die vorstehend schon genannten
Verhältnisse der Grenzfrequenz des Tiefpassanteils zur Grenzfrequenz des Hochpassanteils.
[0061] In Fig. 6a ist eine Spaltensumme über die 140 Abschnitte, die durch die 140 Sensoren
gemessen wurde, dargestellt und zwar von gefilterten Ortsfrequenzdaten, die sich aus
den Originalbilddaten durch entsprechende Bearbeitung, wie sie vorstehend genannt
wurde, ergibt. Wird für einen entsprechend optimalen Rillenverlauf der Mittelwert
gebildet, der bei ungefähr 2,985 x 10
4 liegt, und eine Standardabweichung, die durch den heller dargestellten Bereich angedeutet
ist, angesetzt, kann ein Maß für die Güte der Prägestruktur bzw. der Rillen angegeben
werden. Ab einer gewissen Güte, die vorgegeben werden kann, ist die Qualität noch
ausreichend. Bei Fig. 6a ist die Qualität nicht ausreichend, da die Prägestruktur
im Bereich von ungefähr dem 78. Sensor einen zu niedrigen Grauwert in dem dort gezeigten
Maximum aufweist, da die Summe des Grauwertes hier nicht höher ist als der Mittelwert
plus Standardabweichung. Ein stabförmiger Artikel mit dieser Rillenstruktur würde
somit beispielsweise ausgeworfen werden.
[0062] In Fig. 6b sind die Daten aus Fig. 6a weiter verarbeitet, und zwar dergestalt, dass
diese Daten noch zusätzlich binarisiert wurden und daraus die Spaltensummen gebildet
wurden. Das heißt, es wurden im Prinzip die Spaltensummen der bearbeiteten Bilddaten
aus Fig. 5 verwendet, die mit der Bezugsziffer 84 versehen sind. Auch hier werden
ein Mittelwert und eine Standardabweichung gebildet und wenn diese Daten verwendet
werden, könnte der Filterstab, der diese entsprechende Rillenstruktur aufweist, beispielsweise
noch als ausreichend gut befunden werden, da die Maxima der Summen oberhalb des Mittelwerts
plus der Standardabweichung liegen.
[0063] Zur Veranschaulichung und zum besseren Verständnis: Die gebildeten Spaltensummen
sind die Summen der Grauwerte in längsaxialer Richtung über beispielsweise die Länge
eines abgelängten Filterstabes von beispielsweise 160 mm. Da ungefähr bei entsprechend
0,2 mm jedes Mal ein Bild entlang des Umfangs aufgenommen wird, werden somit 800 Grauwerte
pro Detektor bzw. Sensor aufaddiert. Im Mittel ist ein Grauwert von 37 von insgesamt
256 Grauwerten anzusetzen, so dass sich bei einer Aufsummierung von 800 Werten gemäß
Fig. 6a 2,985 x 10
4 als Mittelwert ergibt.
[0064] Alternativ könnte man auch die Anzahl der maximalen Überschreitungen der gewählten
Grenze zählen und ab einer bestimmten Anzahl die Güte als nicht mehr ausreichend definieren.
Es könnte auch eine Modulationstransferfunktion (im Folgenden MTF) berechnet werden,
und zwar als

[0065] Ab einer entsprechenden Grenze der MTF, die überschritten werden muss, ist die Güte
der Prägung ausreichend.
[0066] Schließlich kann das Rillenmuster auch als eine Art Stempel aufgefasst werden, wobei
dann das Muster phasenrichtig auszurichten ist und dann mit einer Rillenreferenz zu
vergleichen ist.
[0067] Schematisch ist in Fig. 7 ein Diagramm von Zeilensummen von Originalbilddaten dargestellt.
Hierbei wird also die Summe aller Grauwerte entlang des Umfangs des gemessenen Filterstabs
oder des gemessenen Strangs und fortschreitend alle 0,2 mm in Förderrichtung des Stabs
bzw. Strangs wieder eine Summe gebildet. Das Ergebnis dieser Summenbildung ist in
Fig. 7 dargestellt und zeigt eine entsprechende Grauwertsumme, die mit der Bezugsziffer
86 gekennzeichnet ist, bei der auf der Ordinate die Grauwertsumme dargestellt ist
und auf der Abzisse ein Weg. Es sind deutlich drei verschiedene Grauwertbereiche festzustellen,
nämlich zwei Bereiche mit einer niedrigen Grauwertsumme und ein Bereich mit einer
hohen Grauwertsumme. Der Bereich mit der hohen Grauwertsumme entspricht einem Bereich,
in dem eine Rillenprägung vorgesehen ist, und die anderen beiden Bereiche sind Bereiche,
in denen keine Rillenprägung vorgesehen ist. Die Übergänge sind als Kanten 87 und
87' entsprechend erkennbar. Auf der Hälfte der Kante 87 bzw. 87' wird der Übergang
von einer Prägestruktur zu keiner Prägestruktur angenommen. Hierdurch kann dann beispielsweise
eine Schnittlageregelung vorgenommen werden.
[0068] Fig. 9 zeigt schematisch einen Steuer- bzw. Regelablauf einer erfindungsgemäßen Herstellmaschine.
Bei 90 wird ein Bild aufgenommen. Es gibt nun zwei Verfahrenszweige, die vorgenommen
werden. In einem ersten Verfahrenszweig wird bei 91 die Position beispielsweise der
Kanten 87 und 87' aus Fig. 7 berechnet, woraufhin bei 92 ein Stellgliedsteuersignal
zur Beeinflussung einer Schneidvorrichtung 31 zum Ablängen von Filterstäben aus dem
Filterstrang 21 beeinflusst wird. Dieses ist in 93 bei dem Schritt Schnittposition
beeinflussen dargestellt. Der zweite Verfahrenszweig, der von der Bildaufnahme 90
nach rechts in Fig. 9 abzweigt, beinhaltet die Ermittlung der Güte, wie dieses vorstehend
in verschiedenen Varianten dargestellt wurde und bei einer nicht-ausreichenden Güte
ein Auswurf bei 95 sowie das Generieren eines Steuer- oder Regelsignals bei 96, um
beispielsweise die Prägung zu beeinflussen. Dieses kann durch Einflussnahme auf die
Umhüllungsmaterialstreifenzugregelungsvorrichtung 38 geschehen, durch Einflussnahme
auf den Befeuchter 37, durch Einflussnahme auf die Trocknungsvorrichtung 39 und/oder
durch Einflussnahme auf beispielsweise den Abstand der ersten Prägewalze zur zweiten
Prägewalze.
[0069] Fig. 10 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen gefertigten CP-Filterstab. Mit
110 ist das Filtermaterial gezeigt. Bei 111 ist der erste Umhüllungsmaterialstreifen
33 auf Stoß in dem Stoßbereich 111 um das Filtermaterial 110 herumgewickelt. Außen
um den ersten Umhüllungsmaterialstreifen 33 ist ein zweiter Umhüllungsmaterialstreifen
19 gewickelt, der in einem Nahtbereich überlappt und dort verklebt ist. Es sind sehr
gut die schematisch dargestellten Rillen zu erkennen. Es sind 22 Rillenberge und entsprechend
22 Rillentäler bzw. Nuten zu erkennen.
[0070] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Herstellmaschine kann
sehr effizient überprüft werden, ob die Prägung des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
ordnungsgemäß ist. Sollte die Güte durch ein Maschinenereignis oder durch Verschleiß
abnehmen, so dass ein Sollwert unterschritten wird, kann dieses Verhalten entsprechend
detektiert werden und gezielt Filterstäbe ausgeschleust werden. Alternativ oder ergänzend
kann die Herstellmaschine gezielt bei einem Parameter oder mehreren Parametern eine
Änderung vornehmen, und so eine entsprechende Steuerung oder Regelung der Qualität
bzw. der Güte der Prägung vorsehen. Im Rahmen der Erfindung sind m und n natürliche
Zahlen.
[0071] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Bezugszeichenliste
[0072]
| 1 |
Herstellmaschine |
| 10 |
Filtertowballen |
| 11 |
Filtertowstreifen |
| 12 |
Filtertowaufbereitungsvorrichtung |
| 13, 13' |
Förderrichtung |
| 14 |
Strangbildungsvorrichtung |
| 15 |
Einlauftrichter |
| 16 |
Strangformungsvorrichtung |
| 17 |
Oberformat |
| 18 |
Bobine |
| 19 |
zweiter Umhüllungsmaterialstreifen |
| 20 |
Beleimvorrichtung |
| 21 |
Filterstrang |
| 22 |
Förderrichtung |
| 23 |
Bearbeitungsvorrichtung |
| 24 |
Zuführvorrichtung |
| 30 |
Bilderfassungsvorrichtung |
| 31 |
Schneidvorrichtung |
| 32 |
Ausschleusvorrichtung |
| 33 |
erster Umhüllungsmaterialstreifen |
| 34 |
Prägewalze |
| 35 |
Prägewalze |
| 36 |
Prägevorrichtung |
| 37 |
Befeuchter |
| 38 |
Umhüllungsmaterialstreifenzugregelungsvorrichtung |
| 39 |
Trocknungsvorrichtung |
| 40 |
Führung |
| 51 |
Materialstrang |
| 52 |
Lichtquelle |
| 53 |
Spiegel |
| 54 |
Spiegel |
| 55 |
Sensor |
| 60 |
Bilddatenverarbeitungsvorrichtung |
| 61 |
Steuer- oder Regelvorrichtung |
| 62 |
Befeuchter |
| 72 |
Prägebereich |
| 73 |
Prägebereich |
| 74 |
Prägebereich |
| 75 |
Prägebereich |
| 80 |
Originalbilddaten |
| 81 |
Bilddaten |
| 82 |
Summe der Grauwerte über n Spalten |
| 83 |
gefilterte Bilddaten |
| 84 |
gefilterte und binarisierte Bilddaten |
| 85 |
Summe der Grauwerte über n Spalten |
| 86 |
Summe der Grauwerte über m Zeilen |
| 87, 87' |
Kante |
| 90 |
Bildaufnahme |
| 91 |
Position berechnen |
| 92 |
Stellgliedsteuersignal |
| 93 |
Schnittposition beeinflussen |
| 94 |
Güteermittlung |
| 95 |
Auswurf |
| 96 |
Steuersignal generieren |
| 110 |
Filtermaterial |
| 111 |
Stoßbereich |
| r1 |
Radius |
| r2 |
Radius |
| r3 |
Radius |
| r4 |
Radius |
1. Verfahren zum Betrieb einer Herstellmaschine (1) von stabförmigen Artikeln der Tabak
verarbeitenden Industrie mit den folgenden Verfahrensschritten:
- Fördern eines ersten Umhüllungsmaterialstreifens (33) in einer längsaxialen Förderrichtung
(13'),
- Prägen des ersten Umhüllungsmaterialstreifens (33), wobei der erste Umhüllungsmaterialstreifen
(33) beim Prägen wenigstens zeitweise kontinuierlich gefördert wird, so dass in Förderrichtung
(13') wenigstens abschnittsweise eine Prägestruktur gebildet wird,
- Bilden eines Strangs (21) der Tabak verarbeitenden Industrie und Fördern des Strangs
(21) in einer längsaxialen Richtung (22),
- Umhüllen des Strangs (21) mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen (33), wobei
insbesondere der mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen (33) umhüllte Strang (21)
mit einem zweiten Umhüllungsmaterialstreifen (19) umhüllt wird,
- Ablängen wenigstens eines stabförmigen Artikels aus dem Strang (21),
- Erfassen von, insbesondere digitalisierten, Bilddaten (80) des Strangs (21) oder
des stabförmigen Artikels, wobei anhand der Bilddaten (80) eine Güte und/oder Position
der Prägestruktur ermittelt wird und anhand der Güte und/oder Position der Prägestruktur
der Betrieb der Herstellmaschine (1) gesteuert oder geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilddaten (80) Abbildungen längs der Umfangsrichtung des Strangs (21) oder des
stabförmigen Artikels, insbesondere des gesamten Umfangs, umfassen, wobei das Aufnehmen
der Abbildungen längs der Umfangsrichtung mit einer vorgebbaren ersten Frequenz getaktet
geschieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Regeln des Betriebs der Herstellmaschine (1) eine Schnittlageregelung des Strangs
(21) einen Auswurf eines fehlerhaften stabförmigen Artikels, eine Veränderung eines
Parameters bei der Erzeugung des Strangs (21) und/oder eine Veränderung eines Parameters
für das Prägen des ersten Umhüllungsmaterialstreifens (33) beinhaltet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ermitteln der Güte und/oder Position der Prägestruktur die Bilddaten (80) verarbeitet
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verarbeiten der Bilddaten (80) eine Summe von Grauwerten oder Farbwerten in Förderrichtung
(22) und/oder längs der Umfangsrichtung des Strangs (21) gebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilddaten (80) transformiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Transformieren der Bilddaten (80) ein Ortsfrequenzspektrum gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ortsfrequenzspektrum gefiltert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rücktransformation durchgeführt wird und die so bearbeiteten Bilddaten (80)
verarbeitet werden.
10. Herstellmaschine (1) von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie
mit einer Bearbeitungsvorrichtung (23) zur Bearbeitung eines ersten Umhüllungsmaterialstreifens
(33) der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Bearbeitungsvorrichtung (23) eine
Prägevorrichtung (36) umfasst, mittels der der erste Umhüllungsmaterialstreifen (33)
während einer längsaxialen Förderung (13') des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
(33) prägbar ist oder geprägt wird, wobei die Herstellmaschine (1) eine Strangformungsvorrichtung
(16, 17) aufweist, in der der erste Umhüllungsmaterialstreifen (33) um ein Strangmaterial
beim längsaxialen Fördern des Strangmaterials gewickelt wird oder wickelbar ist, wobei
eine Bilddatenerfassungsvorrichtung (30) vorgesehen ist, mittels der Bilddaten (80)
von dem mit dem ersten Umhüllungsmaterialstreifen (33) umwickelten Strang (21) aufnehmbar
sind oder aufgenommen werden, wobei eine Bilddatenverarbeitungsvorrichtung (60, 91,
94) vorgesehen ist, mittels der die Güte und/oder die Position einer auf dem ersten
Umhüllungsmaterialstreifen (33) aufgebrachten Prägestruktur ermittelbar ist oder ermittelt
wird und wobei eine Steuer- oder Regelvorrichtung (61, 96) vorgesehen ist, die aufgrund
der ermittelten Güte und/oder Position der Prägestruktur Steuer- oder Regelparameter
der Herstellmaschine (1) im laufenden Betrieb der Herstellmaschine (1) anpasst.
11. Herstellmaschine (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuer- oder Regelparameter ein Feuchtegehalt des ersten Umhüllungsmaterialstreifens
(33) in oder stromaufwärts der Prägevorrichtung (36), eine Zugspannung des ersten
Umhüllungsmaterialstreifens (33) stromaufwärts der Prägevorrichtung (36), ein Abstand
von zwei in der Prägevorrichtung (36) vorgesehenen Prägewalzen (34, 35) und/oder eine
Schnittlage von von dem gebildeten Strang (21) abgelängten stabförmigen Artikeln ist.
12. Herstellmaschine (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägevorrichtung (36) stromaufwärts der Strangformungsvorrichtung (16, 17) angeordnet
ist.
13. Herstellmaschine (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filtertowaufbereitungsvorrichtung (12) stromaufwärts der Strangformungsvorrichtung
(16, 17) angeordnet ist.
14. Herstellmaschine (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuführvorrichtung (24) für einen zweiten Umhüllungsmaterialstreifen (19) vorgesehen
ist, mittels der der zweite Umhüllungsmaterialstreifen (19) der Strangformungsvorrichtung
(16, 17) so zuförderbar ist, dass der zweite Umhüllungsmaterialstreifen (19) außen
um den ersten Umhüllungsmaterialstreifen (33) wickelbar ist.