[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrzeuglift für Lasten, insbesondere Rollstühle, welcher
wenigstens in eine erste, eingefahrene Position und eine zweite, ausgefahrene Position
verbingbar ist, mit wenigstens einem Tragholm, einer Plattform, die um eine horizontale
Schwenkachse schwenkbar an dem wenigstens einen Tragholm angelenkt ist, und wenigstens
einer mit dem Tragholm gelenkig verbundenen Hubeinrichtung zum Heben und Absenken
des Tragholms samt Plattform.
[0002] An Fahrzeugen angebrachte Fahrzeuglifte sind seit Langem bekannt. Sie dienen dazu,
Gegenstände oder Personen aus dem Inneren des Fahrzeugs nach Außen und zurück zu befördern,
wenn zwischen dem Niveau des Fahrzeuginnenraums und der Stelle, an die die Gegenstände
oder Personen gebracht werden sollen, ein Höhenunterschied besteht oder eine Lücke
überbrückt werden muss. Eine wichtige Anwendung finden derartige Fahrzeuglifte in
Fahrzeugen, in denen Rollstuhlfahrer transportiert werden. Ein solcher gattungsgemäßer
Fahrzeuglift der hiesigen Anmelderin ist beispielsweise in
DE 203 09 868 U 1 offenbart.
[0003] Bekannte Fahrzeuglifte weisen eine Plattform auf, die bewegbar an dem wenigstens
einen Tragholm angelenkt ist und mittels einer Hubeinrichtung bewegt wird. In der
Regel können wenigstens zwei Haupt-Positionen unterschieden werden. Die erste Position
ist die eingefahrene Position, während der der Fahrzeuglift nicht verwendet wird.
Die Plattform befindet sich dann in der Regel in einer vertikalen Lage, sodass der
gesamte Fahrzeuglift einen möglichst geringen Raum- und Platzbedarf hat und während
der Fahrt mit dem Fahrzeug nicht stört.
[0004] In der zweiten Position ist der Fahrzeuglift ausgefahren und die Plattform befindet
sich im Wesentlichen horizontal in Bodennähe, sodass beispielsweise ein Rollstuhlfahrer
vom Boden leicht auf die Plattform fahren kann. Meist ist noch eine Zwischenposition
vorgesehen, in der die Plattform etwa auf dem Niveau eines Fahrzeuginnenraums ist,
sodass beispielsweise ein Rollstuhlfahrer von der Plattform in den Fahrzeuginnenraum
fahren kann. Zwischen der Zwischenposition und der zweiten, ausgefahrenen Position
wird die Plattform im Wesentlichen parallel zu sich selbst mittels der Hubeinrichtung
abgesenkt.
[0005] Zum Verbringen des Fahrzeuglifts von der eingefahrenen in die ausgefahrene Position
muss folglich die Plattform einerseits von der vertikalen in die horizontale Position
gebracht werden, andererseits muss diese auf ein Bodenniveau abgesenkt werden, sodass
beispielsweise Rollstuhlfahrer diese leicht befahren können. Dabei ist es wünschenswert,
dass die Hubeinrichtungen, die dazu verwendet werden zwar eine ausreichende Leistung
aufbringen, um auch schwerere Lasten mittels des Fahrzeuglifts anzuheben, jedoch dennoch
möglichst klein dimensioniert sind, sodass einerseits das Gewicht als auch der Energieverbrauch
des Fahrzeuglifts gering ist. Ein kritischer Punkt ist hierbei der Start beim verbringen
von der eingefahrenen in die ausgefahrene Position.
[0006] Bei bekannten Liftvorrichtungen werden dazu beispielsweise Spiralfedern eingesetzt,
die um einen Anlenkpunkt zwischen Hubeinrichtung und dem entsprechenden Fahrzeug angreifen
und so die Bewegung unterstützen, den Fahrzeuglift von der ersten in die zweite Position
zu verbringen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass diese Spiralfedern aufgrund der
hohen benötigten Momente groß dimensioniert sein müssen. Andererseits kann es an solchen
Spiralfedern zu defekten kommen, beispielsweise aufgrund von Ermüdung. Zum Warten
oder Auswechseln dieser Federn ist es dann erforderlich im Wesentlichen den gesamten
Lift zu demontieren. Dies ist oft aufwändig und in der Regel unerwünscht.
Gattungsgemäße Liftvorrichtungen sind beispielsweise in
US 4,534,450,
GB 2480489 A und
US 5,806,632 offenbart. Ferner offenbaren
DE 83 28 858 U1 und
EP 1 369 299 A1 LKW-Ladebordwände, die mittels einer Drehstabfeder gegenüber einem Schwenkarm zum
Verschwenken der Ladebordwand vorgespannt sind.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher einen Fahrzeuglift der eingangs genannten
Art anzugeben, der bezüglich wenigstens eines der oben genannten Probleme verbessert
ist. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Fahrzeuglift lift
anzugeben, der sicher und effektiv von der ersten in die zweite Position verbringbar
ist und zu dem wartungsarm ist.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe bei einem Fahrzeuglift der eingangs genannten Art
mit den Mitteln des ersten Patentanspruchs, insbesondere also dadurch, dass eine wenigstens
eine Drehstabfeder aufweisende Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des Fahrzeuglifts
in die zweite Position vorgesehen ist, die im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen
der Plattform und Tragholm angreift.
[0009] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass insbesondere der Startpunkt beim
Verbringen von der ersten in die zweite Position des Fahrzeuglifts kritisch ist. Ferner
liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass es nicht erforderlich ist, die Bewegung
bei dem Verbringen von der ersten in die zweite Position vollständig zu unterstützen,
sondern dass es ausreicht nur in einem gewissen Bereich zu unterstützen. Es hat sich
als besonders effizient erwiesen, wenn die Vorspanneinrichtung an der gelenkigen Verbindung
zwischen Plattform und Tragholm angreift. Die Vorspanneinrichtung, welche zum Vorspannen
des Fahrzeuglifts in die zweite Position angeordnet ist, spannt demnach die Plattform
so vor, dass diese selbsttätig wenigstens in einem gewissen Schwenkwinkel von der
ersten Position, in der die Plattform im Wesentlichen vertikal angeordnet ist, in
Richtung auf die zweite Position, in der die Plattform im Wesentlichen horizontal
unter angeordnet ist, vorgespannt wird. Ist die Plattform, unterstützt durch die Vorspannung,
bereits ein Stückchen von der ersten in die zweite Position bewegt, kann die restliche
Bewegung allein durch die Gewichtskraft der Plattform erfolgen. Folglich ist es möglich,
die Vorspanneinrichtung wesentlich kleiner zu dimensionieren, wodurch auch das Gewicht
des Fahrzeuglifts verringert wird. Ferner ist dadurch, dass die Vorspanneinrichtung
im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen Plattform und Tragholm angreift die
Wartung wesentlich vereinfacht.
[0010] Die Vorspanneinrichtung weist wenigstens ein Federelement auf. Federelemente sind
einfache Bauteile, die keiner zusätzlichen Energie und nur geringer Wartung bedürfen.
Das wenigstens eine Federelement ist als Torsionsfeder ausgebildet.
[0011] Insbesondere eine Torsionsfeder lässt sich vorteilhaft als Vorspanneinrichtung verwenden,
da die Vorspanneinrichtung im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen Plattform
und Tragholm angreift. Diese Verbindung ist vorzugsweise als schwenkbare Verbindung
ausgestaltet, sodass der Einsatz von Torsionsfedern besonders bevorzugt ist. Selbstverständlich
könnten auch andere Zug- oder Druckfedern zum Einsatz kommen. Jedoch ist insbesondere
auch die Konstruktion wesentlich vereinfacht, wenn Torsionsfedern genutzt werden.
Eine solche Torsionsfeder ist vorzugsweise als Schenkelfeder ausgebildet. Dabei greift
vorzugsweise ein erster Schenkel an dem Tragholm und ein zweiter Schenkel an der Plattform
an, sodass die in der Torsionsfeder gespeicherte Energie in Form von Momenten zum
Vorspannen des Fahrzeuglifts in die zweite Position genutzt werden kann.
[0012] Die Torsionsfeder ist als Drehstabfeder ausgebildet. Drehstabfedern sind aufgrund
ihrer wesentlich geringeren bzw. wegfallenden Beanspruchung auf Biegung weniger anfällig
für einen Ausfall als Spiralfedern. Dadurch können Wartungsintervalle länger gewählt
werden, wodurch die Wartung wesentlich vereinfacht ist. Ferner können Drehstabfedern
bei entsprechender Auslegung in kompakter Bauweise mehr Energie speichern als Spiralfedern,
wodurch die Konstruktion vereinfacht ist und auch Gewicht eingespart werden kann.
[0013] In einer bevorzugten Weiterbildung, weist die Drehstabfeder einen Federkörper sowie
zwei sich von dem Federkörper erstreckende Schenkel zum Einleiten von Momenten in
den Federkörper auf. Durch die beiden Schenkel lassen sich auf einfache Art und Weise
Momente in den Federkörper einleiten. Spezielle Einspannungen entfallen dadurch.
[0014] Vorzugsweise steht das Federelement mit einem ersten Abschnitt mit dem Tragholm in
Eingriff und mit einem zweiten Abschnitt mit der Plattform in Eingriff. Vorzugsweise
greift dabei der erste Schenkel an dem Tragholm an und der zweite Schenkel an der
Plattform. So lassen sich die Momente besonders effektiv einleiten und die Vorspanneinrichtung
ist effizient und wartungsarm gestaltet.
[0015] Besonders bevorzugt ist der Federkörper im Wesentlichen in einer Ebene der Plattform
angeordnet. So ist eine besonders platzsparende Anordnung erreicht.
[0016] Vorzugsweise erstreckt sich dabei der Federkörper im Wesentlichen über seine gesamte
Länge entlang der Plattform. Vorzugsweise erstreckt sich der Federkörper im Wesentlichen
parallel zu der Schwenkachse der Plattform an dieser entlang. Dadurch ist eine besonders
effektive Krafteinleitung möglich und der Federkörper bzw. die gesamte Drehstabfeder
sind platzsparend an der Plattform angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Federkörper
an der Unterseite der Plattform angeordnet. Der Begriff Unterseite bezieht sich hier
auf die Seite der Plattform, die in der zweiten Position vorzugsweise an einem Boden
anliegt bzw. zu diesem hingerichtet ist. Dadurch liegt die Drehstabfeder nicht an
dem Bereich der Plattform an, der von beispielsweise einem Rollstuhlfahrer befahren
wird und stört somit nicht. Ferner ist die Drehstabfeder so auf einfacher Art und
Weise zugänglich, wenn sich der Fahrzeuglift in der ersten Position befindet. Dadurch
ist einerseits die Bauweise des Fahrzeuglifts kompakt möglich andererseits ist auch
die Wartung wesentlich vereinfacht.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Fahrzeuglift zwei Tragholme
auf, die jeweils gelenkig an der Plattform angelenkt sind und die Vorspanneinrichtung
weist zwei Federelemente auf. Vorzugsweise wirkt dabei ein erstes Federelement mit
dem ersten Tragholm zusammen und ein zweites Federelement mit dem zweiten Tragholm.
Vorzugsweise sind beide Federelemente als Drehstabfedern ausgebildet und erstrecken
sich mit ihren Federkörpern an der Unterseite der Plattform. Dadurch ist die Plattform
gleichmäßiger belastet und auf einfacher Art und Weise vorspannbar. Ferner ist so
die Vorspanneinrichtung wenigstens teilweise redundant gestaltet und die Funktionsweise
ist auch bei Ausfall von einer der beiden Federelemente immer noch wenigstens teilweise
sicher gestellt.
[0018] Vorzugsweise weist die Hubeinrichtung ein Parallelogramm-Gestänge mit wenigstens
zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Tragarmen auf, die jeweils mit
einem Ende an dem Tragholm und dem anderen Ende an einem fahrzeugseitigem Befestigungsabschnitt
angelenkt sind. Ein derartiges Parallelogramm-Gestänge ist grundsätzlich beispielsweise
auch in der eingangs genannten
DE 203 09 868 U1 offenbart und lässt sich vorteilhaft zum Bewegen des Fahrzeuglifts einsetzen. Sind
zwei Tragholme vorgesehen sind vorzugsweise ebenfalls zwei Parallelogramm-Gestänge
vorgesehen. Alternativ zu dem Parallelogramm-Gestänge könnten auch andere Hubeinrichtungen,
wie beispielsweise rein hydraulische, pneumatische, elektrische oder auch andere mechanische
Hubeinrichtungen, wie beispielsweise verschiedene Seilzüge und dergleichen zum Einsatz
kommen.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der wenigstens eine Tragholm
und/oder die Tragarme als Aluminiumprofile ausgebildet. Indem der Tragholm und/oder
die Tragarme als Aluminiumprofile ausgebildet sind, sind keinerlei Schweißnähte oder
andere Fügeverfahrensschritte notwendig. Vorzugsweise ist der Tragholm als gebogenes
Aluminiumprofil ausgebildet. Vorzugsweise sind der wenigstens eine Tragholm und /oder
die Tragarme vollständig einstückig ausgebildet. Dadurch ist einerseits die Herstellung
wesentlich vereinfacht, andererseits entfallen kritische Verbindungsstellen, wodurch
die Lebensdauer als auch die Sicherheit des Fahrzeuglifts verbessert ist. Zudem ist
das Gewicht des Fahrzeuglifts wesentlich reduziert. Auch ist der optische Eindruck
des Tragholms und somit des gesamten Fahrzeuglifts wesentlich verbessert. Es ersteht
ein sanft geschwungener, gefälliger und sportlicher Eindruck, der durch die einstückige
gebogene Bauweise des Tragholms hervorgerufen wird. Ist der wenigstens eine Tragholm
als einstückig gebogener Tragholm ausgebildet ist selbstverständlich auch jedes andere
Material, wie etwa Stahl, bevorzugt, auch wenn Aluminium besonders bevorzugt ist,
auch in Hinblick auf ein Gewichtsersparnis.
[0020] Weiterhin ist bevorzugt, dass ein Mechanismus zum Schwenken der Plattform vorgesehen
ist, der an der Plattform angreift. Der Mechanismus ist dafür vorgesehen, die Plattform
von der ersten, eingefahrenen Position, in der die Plattform im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet ist, in die Horizontale zu schwenken, in der die Plattform in der zweiten,
ausgefahrenen Position angeordnet ist. Diese Schwenkbewegung wird erfindungsgemäß
in einem ersten Schwenkabschnitt von der Vorspanneinrichtung unterstützt. Folglich
ist die Hubeinrichtung zum Anheben und Absenken vorgesehen, und der Mechanismus nur
zum Schwenken der Plattform.
[0021] Vorzugsweise weist dieser Mechanismus zum Schwenken der Plattform einen Kniehebel
mit einem ersten Schenkel und einen mit diesem kniegelenkig verbundenen zweiten Schenkel
auf, wobei der erste Schenkel an dem Tragholm und der zweite Schenkel an der Plattform
angelenkt ist. Ein solcher Kniehebel ist eine besonders einfache Möglichkeit die Plattform
zu schwenken. Beispielsweise kann beim Verbringen des Fahrzeuglifts von der ersten
in die zweite Position das Kniegelenk, an welchem vorzugsweise ein Gleitschuh vorgesehen
ist, in Kontakt mit einem der Tragarme des Parallelogramm-Gestänges kommen und so
die Plattform verschwenken.
[0022] Besonders bevorzugt ist der zweite Schenkel als Schubstange ausgebildet, wobei an
beiden Enden Gelenkelemente relativ zu der Schubstange einstellbar angeordnet sind.
Beispielsweise sind die Gelenkelemente, wobei ein Gelenkelement mit einen Teil des
Kniegelenks bildet und das zweite Gelenkelement an der Plattform und/oder an der Abstützung
angelenkt ist, mittels gegenläufigen Gewinden mit der Schubstange verbunden. So sind
die beiden Gelenkelemente etwa mittels Drehen der Schubstange aufeinander zu bzw.
voneinander weg bewegbar und so relativ zueinander einstellbar. Dadurch ist ein Schwenkwinkel
der Plattform beim Verbringen von der ersten Position in die zweite Position einstellbar.
Je nach Fahrzeugtyp und Einbausituation kann dieser Winkel variieren, sodass es vorteilhaft
ist, diesen Winkel auf einfache Art und Weise einstellbar auszubilden.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind an der Plattform zwei Seitenbleche
angeordnet, welche jeweils eine Prägung aufweisen. Seitenbleche dienen einerseits
zur seitlichen Führung von beispielweise auf die Plattform fahrenden Rollstühlen und
erhöhen so einerseits die Sicherheit. Andererseits dienen sie auch der Stabilisierung
der Plattform, sodass diese bei Belastung nicht durchbiegt. Die Seitenbleche sind
dazu vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zu der durch die Plattform gebildeten
Ebene angeordnet. Indem Prägungen in den Seitenblechen eingebracht sind, ist die Steifigkeit
dieser erhöht, sodass die Seitenbleche und die Plattform selbst mit geringeren Materialstärken
realisiert werden kann, wodurch das Gewicht des Fahrzeuglifts verringert ist. Die
Prägung ist vorzugsweise entlang einer Längsachse der Seitenbleche eingebracht.
[0024] Weiterhin ist in einer bevorzugten Ausführungsform wenigstens eine Abstützung zum
Abstützen von Momenten gegen den Tragholm an der Plattform angeordnet. Momente, die
durch Lasten auf der Plattform um die gelenkige Verbindung zwischen Plattform und
Tragholm herum hervorgerufen werden, müssen abgestützt werden. Dazu ist die Abstützung
vorzugsweise fest an der Plattform angebracht und weist einen Kontaktabschnitt auf,
mit dem sie mit dem Tragholm in Kontakt kommt, um so Momente gegen diesen abzustützen.
Die Abstützung ist vorzugsweise als Freiform- und/oder Gussteil ausgebildet. So wird
auch das Gewicht des Fahrzeuglifts weiter reduziert.
[0025] Vorzugsweise ist die Abstützung dazu vorgesehen eine Schwenkbewegung der Plattform
relativ zu dem Tragholm zu begrenzen, indem ein an der Abstützung ausgebildeter Anschlag
mit dem Tragholm in Kontakt kommt, wobei die Krafteinleitung in den Tragholm in einem
mittleren Bereich des Tragholms, vorzugsweise im Wesentlichen mittig bezogen auf eine
Richtung senkrecht zu der Längsachse des Tragholms stattfindet. Bevorzugt findet die
Krafteinleitung im Bereich eines Rückens des im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen
Tragholms statt, vorzugsweise zwischen den zwei Schenkeln des U-förmigen Tragholms
und nicht an einem der Schenkel. Durch eine Krafteinleitung in den mittleren Bereich
des Tragholms, bezogen auf eine Richtung senkrecht zu einer Längsachse, das heißt
also bevorzugt im Wesentlichen in einer horizontalen Mitte des Tragholms, wird ein
Tordieren des Tragholms vermieden. Der Anschlag der Abstützung ist vorzugsweise an
einem Vorsprung ausgebildet, welcher sich von der Plattform aus armförmig in Richtung
des Tragholms erstreckt. So ist auf vorteilhafte Weise das Einleiten der Kräfte in
der Mitte des Tragholms möglich. Dies ist besonders bevorzugt, wenn der Tragholm als
Aluminium-Profil ausgebildet ist.
[0026] Ferner ist bevorzugt, dass an dem Tragholm ein Verstärkungsprofil zum Zusammenwirken
mit dem Anschlag der Abstützung angeordnet ist. Dies ist insbesondere vorteilhaft,
wenn der Tragholm aus Aluminium ausgebildet ist. Aluminium ist ein Leichtbaumaterial
mit einer geringen Dichte. Aufgrund dieser Eigenschaften können Schlag- und Abrasionsbeanspruchungen
unter Umständen zu schnellerem Verschleiß führen. Daher ist vorzugsweise zur Schonung
des Materials dieses Verstärkungsprofil an dem Tragholm angeordnet. Das Verstärkungsprofil
kann beispielsweise in dem U-förmigen Bereich des Tragholms innerlich angeordnet sein.
Vorzugsweise ist das Verstärkungsprofil mittels einer Schraubverbindung mit dem Tragholm
verbunden. Das Verstärkungsprofil ist vorzugsweise als Verschleißteil vorgesehen.
So ist im Verschleißfall allein das Verstärkungsprofil auszutauschen, während der
Tragholm intakt bleibt. Dadurch sind einerseits die Kosten reduziert, andererseits
ist auch eine Reparatur bzw. Wartung des Fahrzeuglifts vereinfacht. Das Verstärkungsprofil
besteht ebenfalls vorzugsweise aus Aluminium. Alternativ besteht das Verstärkungsprofil
aus einem anderen Metall- oder Kunststoffwerkstoff.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeuglifts in der Zwischenposition;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Fahrzeuglifts in der Zwischenposition;
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung durch den Fahrzeuglift in der Zwischenposition;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht des Fahrzeuglifts in der ersten Position;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht zweier Tragholme mit einer Plattform, sowie zwei Detailausschnitten;
- Figur 6
- eine Unteransicht der Anordnung gemäß Figur 5;
- Figur 7a
- die Schnittdarstellung A-A gemäß Figur 6;
- Figur 7b
- die Schnittdarstellung B-B gemäß Figur 6;
- Figur 7c
- die Schnittdarstellung C-C gemäß Figur 6;
- Figur 8
- die Schnittdarstellung D-D gemäß Figur 6;
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht einer Drehstabfeder; und
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht einer Abstützung.
[0028] In Figur 1 ist ein Fahrzeuglift 1 in perspektivischer Darstellung in einer Position
gezeigt, die vorstehend als Zwischenposition bezeichnet ist. Auf einer Bodenplatte
2 sind zwei zueinander spiegelsymmetrische Ständer 4, 4' befestigt. Die Bodenplatte
2 sowie die Ständer 4, 4' bilden gemeinsam einen fahrzeugseitigen Halteabschnitt.
An den Ständern 4, 4' ist jeweils eine Hubeinrichtung 6, 6' angeordnet, die gemäß
diesem Ausführungsbeispiel als Parallelogramm-Gestänge ausgebildet ist. An der Hubeinrichtung
6, 6' (die weiter unten detaillierter beschrieben ist) ist an dem den Ständern 4,
4' gegenüberliegenden Ende jeweils ein Tragholm 10, 10' angeordnet. Der Tragholm 10,
10' weist einen oberen Abschnitt 12, 12' und einen unteren Abschnitt 14, 14' auf.
Mit dem oberen Abschnitt 12, 12' ist der Tragholm 10, 10' mit der Hubeinrichtung 6,
6' verbunden. Am unteren Ende 14, 14' ist an dem Tragholm 10, 10' eine Plattform 16
mittels einer Welle 19 schwenkbar um die Schwenkachse 18 angelenkt. Zum Vorspannen
der Plattform 16 in die zweite, ausgefahrene Position, ist eine Vorspanneinrichtung
100 vorgesehen, die im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen Plattform 16 und
Tragholmen 10, 10' angreift. Die Vorspanneinrichtung 100 ist weiter unten, insbesondere
mit Bezug auf die Figuren 4 bis 9 detaillierter erläutert.
[0029] An der Plattform 16 sind an den seitlichen Rändern jeweils Seitenbleche 20, 20' angeordnet,
wobei entlang der Längsachse eine Prägung 21 (nur bei einem Seitenblech gezeigt) eingebracht
ist. An dem Tragholm 10 ist ferner ein Handgriff 22 angeordnet. An diesem Handgriff
22 kann sich ein Rollstuhlfahrer, der mittels des Fahrzeuglifts 1 transportiert wird,
während des Transports festhalten. Der Tragholm 10, 10' ist einstückig und in dem
oberen Abschnitt 12, 12' entlang seiner Längsachse gebogen ausgebildet. Der Tragholm
10, 10' ist als Aluminium-Profil mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt ausgebildet.
[0030] Die Hubeinrichtung 6, 6' (siehe Figur 2) ist als Parallelogramm-Gestänge ausgebildet.
Sie weist einen ersten Tragarm 24 und einen parallel dazu angeordneten zweiten Tragarm
26 auf. Beide Tragarme 24, 26 sind sowohl mit dem Ständer 4, als auch mit dem Tragholm
10 mittels der Anlenkpunkte 30, 31, 32, 33 gelenkig verbunden. Alle Anlenkpunkte 30,
31, 32, 33 sind als Bolzensteckverbindungen ausgebildet, wobei an den Anlenkpunkten
32, 33, welche in dem Tragholm 10 angeordnet sind, zusätzlich hier nicht gezeigte
Buchsen in die Bohrungen an dem Tragholm 10 eingebracht sind, um Verschleiß an dem
Tragholm 10 zu verhindern.
[0031] Die beiden Tragarme 24, 26 sind gleich lang und im Wesentlichen identisch ausgebildet.
Die Anlenkpunkte 30, 31 an dem Ständer 4 sind derart gewählt, dass die das Parallelogramm
bildenden Tragarme 24, 26 in eine erste eingefahrene Position verbringbar sind, in
der die beiden Tragarme 24, 26 im Wesentlichen senkrecht angeordnet sind (vgl. Figur
4) sowie in eine (hier nicht gezeigte) zweite Position, in der die Tragarme 24, 26
im Wesentlichen horizontal angeordnet sind. Die Anlenkpunkte 32, 33 am Tragholm 10
sind entsprechend versetzt angeordnet, um so das Parallelogramm der Hubeinrichtung
6 zu ermöglichen. Der obere Abschnitt 12 des Tragholms 10 ist derart gebogen ausgebildet,
dass der Versatz zwischen den Anlenkpunkten 32 und 33 ausgeglichen wird. Der untere
Abschnitt 14 des Tragholms 10 ist im Wesentlichen gerade ausgebildet. So wird eine
kompakte Bauform ermöglicht, die zudem gewichtssparend ist.
[0032] Zum Antreiben der Hubeinrichtung 6 ist ein Hydraulikzylinder 28 vorgesehen. Der Hydraulikzylinder
28 ist diagonal in dem durch die Tragarme 24, 26 gebildeten Parallelogramm angeordnet.
Dazu ist der Hydraulikzylinder 28 einerseits mit dem Anlenkpunkt 30 und andererseits
mit dem Anlenkpunkt 33 verbunden. Beim Ausfahren des Hydraulikzylinders 28 wird demnach
der Fahrzeuglift in die erste Position verbracht, entsprechend beim Einfahren des
Hydraulikzylinders 28 in die zweite Position, wie leicht aus Figur 2 ersichtlich ist.
[0033] Ferner ist an dem Fahrzeuglift 1 ein Mechanismus 34 zum Schwenken der Plattform 16
angeordnet. Der Mechanismus 34 weist einen ersten Schenkel 38 auf, der an dem Tragholm
10 angelenkt ist und einen zweiten Schenkel 36, der mittels eines Gelenks 40 mit dem
ersten Schenkel 38 verbunden ist. An diesem Knie-Gelenk 40 ist ferner ein Gleitschuh
37 angeordnet. Das andere Ende des zweiten Schenkels 36 wirkt mit der Plattform 16
zusammen. Dazu ist an der Plattform 16 eine Abstützung 42 zum Abstützen von Momenten
gegen den Tragholm 10 angeordnet. An dieser Abstützung 42 greift der zweite Schenkel
36 an, indem er mittels eines Gelenks 44 mit diesem gelenkig verbunden ist.
[0034] Die entsprechenden Gelenkstücke 46, 47 des zweiten Schenkels 36, der als Schubstange
ausgebildet ist, sind relativ verschiebbar zueinander an diesem befestigt. Wie leicht
aus Figur 2 ersichtlich, kommt der Gleitschuh 37 in Kontakt mit dem zweiten Tragarm
26, wenn der Fahrzeuglift in die erste eingefahrene Position verbracht wird. Dabei
wirkt eine Kraft derart über den zweiten Schenkel 36 auf die Abstützung 42 und so
auf die Plattform 16, dass diese um die Schwenkachse 18 herum in die Vertikale geschwenkt
wird. Andersherum, beim Ausfahren des Fahrzeuglifts 1, verliert der Gleitschuh 37
ab einem bestimmten Ausfahrpunkt (beispielsweise ab der Zwischenposition wie in Figur
2 gezeigt) den Kontakt mit dem zweiten Tragarm 26. Um dann ein weiteres Absinken der
Plattform 16 zu verhindern, ist an der Abstützung 42 ein armförmiger Vorsprung 48
angeordnet, der als Anschlag dient und eine Schwenkbewegung der Plattform 16 relativ
zu dem Tragholm 10 begrenzt, indem der Vorsprung 48 in Kontakt kommt mit einem Verstärkungsprofil
50 (siehe Figur 3). Wie insbesondere aus dem Detail in Figur 3 ersichtlich, ist an
dem Vorsprung 48 eine Schraube 49 angeordnet, die als verstellbarer Anschlag dient.
Dadurch ist der Schwenkwinkel, ab dem die Verschwenkung der Plattform 16 relativ zu
dem Tragholm 10 begrenzt ist, einstellbar. Das Verstärkungsprofil 50 ist dazu mittels
zweier Schraubverbindungen 51, 52 mit dem Tragholm 10 verschraubt. Die Welle 19, die
die Schwenkachse 18 definiert ist ebenfalls in dem Verstärkungsprofil 50 aufgenommen
und in diesem mit einer Klemmung 54 fest verspannt. Dazu weist die Welle 19 einen
abgeflachten Bereich auf, sodass das Verstärkungsprofil 50 formschlüssig an dieser
angreifen kann.
[0035] Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich, erstreckt sich der erste Schenkel 38 des
Mechanismus 34 durch den Tragholm 10 hindurch, über die Schwenklagerung 45 hinaus.
An diesem sich über den Tragholm 10 hinaus erstreckenden Abschnitt 39 ist der Handgriff
22 befestigt. So ist dieser beim Verbringen von der ersten in die zweite bzw. von
der zweiten in die erste Position des Fahrzeuglifts 1 selbsttätig mit bewegbar und
befindet sich in der ersten Position vertikal nach oben geschwenkt. Indem der Handgriff
22 die in Figur 3 gezeigte gebogene Form hat, fügt sich dieser im Wesentlichen an
den gebogenen Abschnitt 12 des Tragholms 10 an. Dadurch ist der Fahrzeuglift 1 besonders
platzsparend.
[0036] In Figur 4, die die erste Position des Fahrzeuglifts 1 illustriert, ist zusätzlich
seitlich an der Hubeinrichtung 6 ein Seitenblech 60 angeordnet. Dies dient einerseits
der Verringerung eines Verletzungsrisikos, indem verhindert wird dass beispielsweise
Bediener mit Fingern zwischen die Tragarme 24, 26 geraten. Andererseits hat das Seitenblech
60 optische Gründe. Zu Illustrationszwecken ist der bezogen auf Figur 4 linke Tragholm
10' weggelassen, sodass die Tragarme 24', 26' sichtbar sind. Nur der rechte Tragholm
10 ist dargestellt.
[0037] Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Vorspanneinrichtung
100 zwei symmetrisch ausgebildete Drehstabfedern 102, 102' auf (in Fig. 5 nur eine
gezeigt), die sich jeweils an der Unterseite der Plattform 16 erstrecken (siehe insbesondere
Fig. 6). Die Vorspanneinrichtung 100 ist dazu vorgesehen, die schwenkbare Verbindung
zwischen der Plattform 16 und den Tragholmen 10, 10' um die Schwenkachse 18 herum
in die in Fig. 5 gezeigte zweite Position vorzuspannen.
[0038] Jede Drehstabfeder 102, 102' (siehe insbesondere Fig. 9) weist einen Federkörper
106, 106' sowie zwei sich von dem Federkörper 106, 106' erstreckende Schenkel 104,
104', 108, 108' auf. Die Drehstabfedern 102, 102' sind so an der Unterseite der Plattform
116 angeordnet, dass sie jeweils etwa die Hälfte der Breite der Plattform 16 einnehmen.
Der erste Schenkel 104, 104' wirkt zum Vorspannen mit dem Tragholm 10, 10' und der
zweite Schenkel 108, 108' mit der Plattform 16 zusammen. Dazu ist jeweils an einem
nach innen gerichteten Abschnitt des Tragholms 10, 10' ein Anschlag 11, 11' in Form
eines im Wesentlichen zylindrischen Vorsprungs vorgesehen, mit dem der erste Schenkel
104, 104' der Drehstabfeder 102, 102' zusammenwirkt, um so die Plattform 16 gegen
die Tragholme 10, 10' vorzuspannen. An den seitlichen Enden sind an der Plattform
16 jeweils zwei spiegelsymmetrisch ausgebildete Stützböcke 42, 42' angeordnet, wie
dies bereits oben beschrieben wurde. Jede Abstützung 42, 42' weist eine Durchgangsbohrung
41, 41' auf, durch die sich der erste Schenkel 104, 104' der Drehstabfeder 102, 102'
hindurch erstreckt, um so mit dem Anschlag 11, 11' der Tragholme 10, 10' in Kontakt
zu kommen. Der am gegenüberliegenden Ende des Federkörpers 106, 106' ausgebildete
zweite Schenkel 108, 108' der Drehstabfeder 102, 102' ist fest mit der Plattform 16
verbunden. Dazu ist der zweite Schenkel 108, 108' mittels eines Klemmhalters 110,
110' an der Plattform 16 festgeschraubt.
[0039] Indem der erste Schenkel 104, 104' der Drehstabfeder 102, 102' nicht fest mit dem
Anschlag 11, 11' an den Tragholmen 10, 10' verbunden ist, sondern sich nur gegen diesen
abstützt, ist es möglich, dass der Schenkel 104, 104' ab einem gewissen Schwenkwinkel
der Plattform 16 relativ zu den Tragholmen 10, 10' den Kontakt mit dem Anschlag 11,
11' verliert und so auf diesen keine Kraft mehr ausübt. So ist es ermöglicht, dass
nur beispielsweise zu Beginn der Schwenkbewegung von der ersten in die zweite Position
des Fahrzeuglifts 1 die Plattform 16 vorgespannt ist. Dadurch reicht es aus, dass
die Drehstabfeder 102, 102' einen relativ kurzen Federweg aufweist. Dadurch ist die
Konstruktion vereinfacht.
[0040] Wie insbesondere aus den Figuren 6 und 8 ersichtlich, sind die Drehstabfedern 102,
102' an der Unterseite der Plattform 16 angeordnet und von dieser aus zugänglich.
Indem die Drehstabfedern 102, 102' mit dem zweiten Schenkel 108, 108' fest an der
Plattform 16 mittels der Klemmhalter 110, 110' verbunden sind und sich mit dem ersten
Schenkel 104, 104' durch die Abstützung 42, 42' erstrecken, sind diese im Wesentlichen
an der Plattform 16 fixiert. Ferner sind die Drehstabfedern 102, 102' mittels jeweils
zweier Montagebleche 112, 114 (von denen in Fig. 6 nur zwei gezeigt sind; die beiden
Montagebleche der Drehstabfeder 102' sind aus Illustrationszwecken weggelassen) teilweise
abgedeckt. Die Montagebleche 112, 114 sind mittels Schrauben 116 (in Fig. 6 nur eine
mit Bezugszeichen versehen) an der Plattform 16 befestigt. Die Montagebleche 112,
114 dienen einerseits dazu, die Drehstabfedern 102, 102' vor Beschädigungen, wie beispielsweise
durch Schläge oder Abrasion auf einem Boden, zu schützen. Andererseits schützen die
Montagebleche 112, 114 auch einen Benutzer vor Verletzungen.
[0041] Sollte nun einmal eine der Drehstabfedern 102, 102' defekt sein, ist diese auf besonders
einfache Art und Weise auswechselbar. Zunächst ist der Fahrzeuglift 1 vorzugsweise
in die Zwischenposition zu verbringen, in der die Plattform 16 horizontal ausgerichtet
ist, jedoch nicht auf dem Boden sondern in Fahrzeugniveau befindlich ist. Alternativ
ist der Fahrzeuglift 1 in jede andere Position zu verbringen, in der die Drehstabfeder
102, 102' entlastet ist, d.h. in der der erste Schenkel 104, 104' nicht in Kontakt
mit dem Anschlag 11, 11' ist. Anschließend sind zunächst die Montagebleche 112, 114
zu entfernen. Danach kann der Klemmhalter 110, 110' geöffnet werden, so dass der zweite
Schenkel 108, 108' freigegeben ist. Anschließend ist die Drehstabfeder 102, 102' herauszunehmen,
wobei der erste Schenkel 104, 104' durch das Durchgangsloch 41, 41' der Abstützung
42, 42' zu führen ist. Nach dieser Demontage kann eine neue Drehstabfeder 102, 102'
auf ähnliche Art und Weise montiert werden. Wie leicht ersichtlich, ist dieses Auswechseln
sehr einfach und ohne großen Zeitaufwand und Werkzeug möglich, so dass die Wartung
des Fahrzeuglifts wesentlich vereinfacht ist.
[0042] Die Drehstabfeder 102, 102' kann aus einem einfachen Federstahl gebildet sein. Vorzugsweise
hat die Drehstabfeder einen Durchmesser von 5 bis 15 mm, insbesondere bevorzugt 8
mm. Dies ist eine Stärke, die eine ausreichende Federkraft hervorrufen kann, um den
Fahrzeuglift 1 in die zweite Position vorzuspannen. Wie insbesondere aus den Figuren
7c und 9 ersichtlich, ist der Federkörper 106, 106' im Wesentlichen als länglicher,
gerader Stab ausgebildet und weist keine Biegungen oder dergleichen auf. Vorzugsweise
hat der Federkörper 106, 106' eine Länge von etwa 350 bis 400 mm. Der zweite Schenkel
108, 108' ist ebenfalls im Wesentlichen als gerader Stab ausgebildet und weist vorzugsweise
einen Winkel von etwa 90° zum Federkörper 106, 106' auf. So ist die Drehstabfeder
102, 102' einerseits einfach montierbar, andererseits lassen sich so Momente vorteilhaft
in die Drehstabfeder 102, 102' einbringen. In diesem Ausführungsbeispiel weist der
erste Schenkel 104, 104' im Wesentlichen drei Abschnitte 118, 118', 120, 120', 122,
122' (siehe Fig. 7c, 9) auf. Die drei Abschnitte 118, 118', 120, 120', 122, 122' bilden
zusammen einen etwa kreisbogenförmig gebogenen Schenkel 104, 104'. Indem der erste
Schenkel 104, 104' derart segmentiert gebogen ist, ist der Federweg und somit auch
die Krafteinleitung in die Drehstabfeder 102, 102' bzw. die Vorspannung in der Plattform
16 relativ zu den Tragholmen 10, 10' einstellbar. Der Schenkel 104, 104' weist vorzugsweise
ebenfalls etwa einen Winkel von 90° zu dem Federkörper 106, 106' auf. Der erste Abschnitt
118, 118' des ersten Schenkels 104, 104' weist vorzugsweise einen Winkel von 90 bis
100° zu dem zweiten Schenkel 108, 108' auf. Die einzelnen Abschnitte 118, 118', 120,
120', 122, 122' des ersten Schenkels 104, 104' weisen vorzugsweise etwa einen Winkel
von 140 bis 150° zueinander auf. Die Längen der einzelnen Abschnitte 118, 118', 120,
120', 122, 122' sind so gewählt, dass die Drehstabfeder 102, 102' mit dem Abschnitt
122, 122' mit dem Anschlag 11, 11' des Tragholms 10, 10' in Kontakt kommt.
[0043] In Fig. 10 ist zusätzlich die Abstützung 42 dargestellt. Die Abstützung 42 weist
einen Grundkörper 43 und einen sich von diesem erstreckenden armförmigen Vorsprung
48 auf, der als Anschlag dient. Mittels des Grundkörpers 43 ist die Abstützung 42
gegen die Plattform 16 verschraubbar. In dem Grundkörper 43 ist eine Durchgangsbohrung
44a vorgesehen zur Aufnahme der gelenkigen Verbindung 44 (vgl. Fig. 3). Die Abstützung
42 ist als Freiformgussteil hergestellt. Dadurch ist dieser gewichtsoptimal gestaltet,
so dass das Gewicht des Fahrzeuglifts verringert ist.
1. Fahrzeuglift (1) für Lasten, insbesondere Rollstühle, welcher wenigstens in eine erste,
eingefahrene Position und eine zweite, ausgefahrene Position verbringbar ist, mit
wenigstens einem Tragholm (10, 10'),
einer Plattform (16), die um eine horizontale Schwenkachse (18) schwenkbar an dem
wenigstens einen Tragholm (10, 10') angelenkt ist, und
wenigstens einer mit dem Tragholm (10, 10') gelenkig verbundenen Hubeinrichtung (6,
6') zum Heben und Absenken des Tragholms (10, 10') samt Plattform (16),
wobei die Hubeinrichtung (6, 6') wenigstens ein mit dem Tragholm (10, 10') gelenkig
verbundenes Parallelogramm-Gestänge zum Heben und Senken des Tragholms (10, 10') samt
Plattform (16) im Wesentlichen senkrecht zu der Schwenkachse (18) aufweist, welches
wenigstens zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete Tragarme (24, 26)
aufweist, die jeweils mit einem Ende an dem Tragholm (10, 10') und dem anderen Ende
an einem fahrzeugseitigen Befestigungsabschnitt (2, 4, 4') angelenkt sind,
wobei eine wenigstens eine Federelement (102, 102') aufweisende Vorspanneinrichtung
(100) zum Vorspannen des Fahrzeuglifts (1) in die zweite Position, im Bereich der
gelenkigen Verbindung zwischen Plattform (16) und Tragholm (10, 10') angreift. , dadurch gekennzeichnet, dass das das wenigstens eine Federelement als Drehstabfeder (102, 102') ausgebildet ist.
2. Fahrzeuglift nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehstabfeder (102, 102') einen Federkörper (106, 106') sowie zwei sich von dem
Federkörper (106, 106') erstreckende Schenkel (104, 104', 108, 108') zum Einleiten
von Momenten in den Federkörper (106, 106') aufweist.
3. Fahrzeuglift nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehstabfeder (102, 102') mit einem ersten Abschnitt mit dem Tragholm (10, 10')
in Eingriff steht und mit einem zweiten Abschnitt mit der Plattform (16) in Eingriff
steht.
4. Fahrzeuglift nach einem der Ansprüche 2 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Federkörper (106, 106') im Wesentlichen in einer Ebene der Plattform (16) angeordnet
ist.
5. Fahrzeuglift nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Federkörper (106, 106') im Wesentlichen über seine gesamte Länge entlang
der Plattform (16) erstreckt.
6. Fahrzeuglift nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Federkörper (106, 106') im Wesentlichen parallel zu der Schwenkachse (18)
der Plattform (16) an dieser entlang erstreckt.
7. Fahrzeuglift nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Federkörper (106, 106') an einer Unterseite der Plattform (16) angeordnet ist.
8. Fahrzeuglift nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeuglift (1) zwei Tragholme (10, 10') aufweist, die jeweils gelenkig an der
Plattform (16) angelenkt sind, und dass die Vorspanneinrichtung (100) zwei Drehstabfedern
(102, 102') aufweist.
9. Fahrzeuglift nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragholm (10, 10') und/oder die Tragarme (24, 26) als Aluminium-Profile
ausgebildet sind.
10. Fahrzeuglift nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Mechanismus (34) zum Schwenken der Plattform (16), der einen Kniehebel mit
einem ersten Schenkel (38) und einen mit diesem kniegelenkig verbundenen zweiten Schenkel
(36) aufweist, wobei der erste Schenkel (38) an dem Tragholm (10. 10') und der zweite
Schenkel (36) an der Plattform (16) angelenkt ist.
11. Fahrzeuglift nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch zwei an der Plattform (16) angeordnete Seitenbleche (20, 20'), welche eine Prägung
(21) aufweisen.
1. A vehicle lift (1) for loads, in particular wheelchairs, which can be moved at least
into a first retracted position and a second extended position, comprising
at least one support pillar (10, 10'),
a platform (16) pivoted to the at least one support pillar (10, 10') pivotably about
a horizontal pivot axis (18),
and
at least one lifting device (6, 6') hingedly connected to the support pillar (10,
10') for lifting and lowering the support pillar (10, 10') together with the platform
(16),
wherein the lifting device (6, 6') has at least one parallelogram linkage hingedly
connected to the support pillar (10, 10') for lifting and lowering the support pillar
(10, 10') together with the platform (16) substantially perpendicularly to the pivot
axis (18), which parallelogram linkage has at least two support arms (24, 26) which
are arranged in substantially mutually parallel relationship and which are respectively
pivoted with one end to the support pillar (10, 10') and with the other end to a vehicle-side
fixing portion (2, 4, 4'),
wherein a biasing device (100), having at least one spring element (102, 102'), for
biasing the vehicle lift (1) into the second position, acts in the region of the hinged
connection between the platform (16) and the support pillar (10, 10'),
characterised in that the at least one spring element is in the form of a torsion bar spring (102, 102').
2. A vehicle lift according to claim 1,
characterised in that the torsion bar spring (102, 102') has a spring body (106, 106') and two legs (104,
104'; 108, 108') extending from the spring body (106, 106') for applying moments to
the spring body (106, 106').
3. A vehicle lift according to one of claims 1 to 2, characterised in that the torsion bar spring (102, 102') is in engagement with a first portion with the
support pillar (10, 10') and is engagement with a second portion with the platform
(16).
4. A vehicle lift according to one of claims 2 to 3, characterised in that the spring body (106, 106') is arranged substantially in a plane of the platform
(16).
5. A vehicle lift according to one of claims 2 to 4, characterised in that the spring body (106, 106') extends substantially over its entire length along the
platform (16).
6. A vehicle lift according to one of claims 2 to 5, characterised in that the spring body (106, 106') extends substantially parallel to the pivot axis (18)
of the platform (16) along the same.
7. A vehicle lift according to one of claims 2 to 6, characterised in that the spring body (106, 106') is arranged at an underside of the platform (16).
8. A vehicle lift according to one of the preceding claims, characterised in that the vehicle lift (1) has two support pillars (10, 10') which are respectively pivoted
hingedly to the platform (16), and in that the biasing device (100) has two torsion bar springs (102, 102').
9. A vehicle lift according to one of the preceding claims, characterised in that the at least one support pillar (10, 10') and/or the support arms (24, 26) are in
the form of aluminium profile members.
10. A vehicle lift according to one of the preceding claims, characterised by a mechanism (34) for pivoting the platform (16), which mechanism has an elbow lever
having a first leg (38) and a second leg (36) connected thereto in an elbow-hinged
relationship wherein the first leg (38) is pivoted to the support pillar (10, 10')
and the second leg (36) is pivoted to the platform (16).
11. A vehicle lift according to one of the preceding claims, characterised by two side plates (20, 20') which are arranged on the platform (16) and which have
a stamping (21).
1. Elévateur de véhicule (1) pour des charges, en particulier des fauteuils roulants,
lequel peut être amené au moins dans une première position rentrée et dans une deuxième
position déployée, comprenant
au moins un longeron porteur (10, 10'),
une plate-forme (16), qui est articulée au niveau de l'au moins un longeron porteur
(10, 10') de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe de pivotement (18) horizontal,
et
au moins un système de levage (6, 6'), relié de manière articulée au longeron porteur
(10, 10'), servant à soulever et à abaisser le longeron porteur (10, 10') conjointement
avec la plate-forme (16),
sachant que le système de levage (6, 6') présente au moins une tringlerie en parallélogramme
reliée de manière articulée au longeron porteur (10, 10') servant à soulever et à
abaisser le longeron porteur (10, 10') conjointement avec la plate-forme (16) essentiellement
de manière perpendiculaire par rapport à l'axe de pivotement (18), laquelle tringlerie
présente au moins deux bras porteurs (24, 26) disposés essentiellement de manière
parallèle l'un par rapport à l'autre, lesquels sont articulés respectivement par une
extrémité au niveau du longeron porteur (10, 10') et par l'autre extrémité au niveau
d'une section de fixation (2, 4, 4') côté véhicule,
sachant qu'un dispositif de précontrainte (100) présentant au moins un élément de
ressort (102, 102'), servant à précontraindre l'élévateur de véhicule (1) dans la
deuxième position vient en prise dans la zone de l'assemblage articulé entre la plate-forme
(16) et le longeron porteur (10, 10'),
caractérisé en ce que l'au moins un élément de ressort est réalisé sous la forme d'un ressort à barre de
torsion (102, 102').
2. Elévateur de véhicule selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le ressort à barre de torsion (102, 102') présente un corps de ressort (106, 106')
ainsi que deux branches (104, 104', 108, 108') s'étendant depuis le corps de ressort
(106, 106') et servant à imprimer des couples dans le corps de ressort (106, 106').
3. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que le ressort à barre de torsion (102, 102') se trouve en prise par une première section
avec le longeron porteur (10, 10') et se trouve en prise par une deuxième section
avec la plate-forme (16).
4. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications 2 et 3,
caractérisé en ce que le corps de ressort (106, 106') est disposé essentiellement dans un plan de la plate-forme
(16).
5. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que le corps de ressort (106, 106') s'étend essentiellement sur toute sa longueur le
long de la plate-forme (16).
6. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications 2 à 5,
caractérisé en ce que le corps de ressort (106, 106') s'étend essentiellement de manière parallèle à l'axe
de pivotement (18) de la plate-forme (16) le long de cette dernière.
7. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications 2 à 6,
caractérisé en ce que le corps de ressort (106, 106') est disposé au niveau d'un côté inférieur de la plate-forme
(16).
8. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élévateur de véhicule (1) présente deux longerons porteurs (10, 10'), qui sont
articulés respectivement de manière articulée au niveau de la plate-forme (16), et
en ce que le dispositif de précontrainte (100) présente deux ressorts à barre de torsion (102,
102').
9. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un longeron porteur (10, 10') et/ou les bras porteurs (24, 26) sont réalisés
sous la forme de profilés en aluminium.
10. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par un mécanisme (34) servant à faire pivoter la plate-forme (16), lequel présente un
levier coudé pourvu d'une première branche (38) et d'une deuxième branche (36) reliée
à celle-ci de manière articulée coudée, sachant que la première branche (38) est articulée
au niveau du longeron porteur (10, 10') et que la deuxième branche (36) est articulée
au niveau de la plate-forme (16).
11. Elévateur de véhicule selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par deux tôles latérales (20, 20') disposées au niveau de la plate-forme (16), lesquelles
présentent un estampage (21).