[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Konfektioniervorrichtung zur Herstellung
einer flächigen Darreichungsform, insbesondere einer aus einer bandförmigen Matrix
gebildeten Darreichungsform.
[0002] Die perorale Gabe von Arzneistoffen stellt nach wie vor die am häufigsten angewandte
Art der Verabreichung von Medikamenten dar. Traditionelle Darreichungsformen sind
bspw. Tabletten oder Kapseln, die als Trägersysteme für die orale Verabreichung von
Arzneistoffen verwendet werden. Die Tabletten oder Kapseln werden dabei in der Regel
geschluckt, was bedingt, dass der Patient eine Flüssigkeit bereithält, mit der er
diese Darreichungsform einnehmen kann. Teilweise bestehen jedoch, gerade bei älteren
Patienten und Kindern, Schluckbeschwerden, sodass diese die Einnahme von Tabletten
oder Kapseln ablehnen bzw. eine Einnahme nur ungern erfolgt. Hieraus resultiert dann
nicht selten eine schlechte Compliance, die für den Heilungsfortschritt bzw. den Therapieerfolg
nachteilige Auswirkungen hat. Ein weiterer Nachteil von Tabletten oder Kapseln ist,
dass diese, aufgrund verzögerter Auflösung, aus dem Mund entfernt werden können, ohne
dass es bspw. dem zu überwachenden medizinischen Personal auffällt.
[0003] Um die beschriebenen Probleme zu überwinden, sind pharmazeutische Darreichungsformen,
wie z.B. orale Filme entwickelt worden, die ohne Flüssigkeitszufuhr eingenommen werden
können und die in der Mundhöhle rasch zerfallen. Orale Filme zeichnen sich bspw. dadurch
aus, dass sie eine geringe Schichtdicke und eine große Oberfläche aufweisen und in
kürzester Zeit in der Mundhöhle zerfallen. Sie können jederzeit und überall, je nach
Bedarf des Patienten, auch diskret eingenommen werden. Eine gleichzeitige Einnahme
von Flüssigkeit ist nicht notwendig, da die in der Mundhöhle vorhandene Speichelflüssigkeit
ausreicht, um die Filme aufzulösen und den Wirkstoff freizusetzen.
[0004] Bei der Herstellung derartiger oraler Filme wird zunächst ein verflüssigtes ggf.
gelartiges Matrixmaterial mit dem Wirkstoff versetzt, dann dieses Wirkstoff-Trägermaterial-Gemisch
als Folie mit einer definierten Schichtdicke ausgezogen bzw. in einer geeigneten Gießform
in der gewünschten Schichtdicke hergestellt.
[0005] Aufgrund der gleichmäßigen Schichtdicke und der homogenen Verteilung des Wirkstoffs
im Trägermaterial, kann die gewünschte Wirkstoffkonzentration über die Größe der aus
dem Matrixmaterial gebildeten Abschnitte eingestellt werden. Die letztendliche Wirkstoffkonzentration
ist somit eine Funktion aus Schichtdicke und Fläche des oralen bzw. orodispersiblen
Filmes.
[0006] Um Abschnitte gleicher Fläche herstellen zu können, werden Schneiden, Stanzen oder
Messer verwendet, die die zugeführte Folienbahn, bspw. folienförmige Matrix, in gleichmäßige
Abschnitte zerteilen.
[0007] Insbesondere bei Matrixmaterialien mit einer zähen oder klebrigen Konsistenz erweist
es sich als schwierig, gleichmäßige Schnittlinien zu erzeugen und somit reproduzierbare
Flächengrößen der gebildeten Darreichungsform sicherzustellen. Aufgrund dessen, dass
während des Schneidvorganges eine kontinuierliche Zuführung des Matrixmaterials vorgenommen
wird, wirken sich an der Schneidvorrichtung anhaftende Abschnitte bzw. Matrixreste
als nachteilig auf die nachfolgend zu schneidenden bzw. zu bildenden Darreichungsformen
aus. Nicht selten kommt es zu einer Überlappung von Abschnitten, was sich wiederum
bei der Einzelverpackung der Abschnitte in einer nachgeordneten Verpackungs- oder
Siegeleinrichtung als nachteilig erweist.
[0008] Es wurde gefunden, dass unterhalb einer bestimmten, für jedes Matrixmaterial definierten
Temperatur, ein Anhaften bzw. Verkleben des Matrixmaterials oder der Abschnitte mit
der Schneidvorrichtung wirksam unterbunden werden kann. Im Stand der Technik wird
daher dazu übergegangen, die entsprechenden Schneid- und Zuführvorrichtungen in temperierten
Räumen aufzustellen. Der Aufwand, der notwendig ist, um eine zufriedenstellende Kühlung
bzw. Schneidtemperatur der Matrix einzustellen, ist dabei sehr hoch. Die Temperierung
einer, eine mehrere Bearbeitungsstationen beinhaltenden Schneidevorrichtung erweist
sich zudem als äußerst energieaufwändig. Als weitere Maßnahme wird eine Verkapselung
der Schneidevorrichtung vorgeschlagen. Dies bedingt zwar einen niedrigeren Kühlaufwand,
um Zugriff auf die Schneidvorrichtung zu erlangen, muss jedoch, bspw. bei Störungen
oder Ausfällen oder beim Austausch der Schneidvorrichtung an sich, das gesamte Gehäuse
geöffnet werden. Dies geht mit einen erhöhten Handhabungsaufwand und verlängertem
Stillstandszeiten der Gesamtvorrichtung einher, was sich auf den Produktionsprozess
nachteilig auswirkt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, in der mit vermindertem Kühlaufwand das Schneidergebnis wesentlich verbessert
werden kann. Die Aufgabe wird gelöst durch die eingangs beschriebene Konfektioniervorrichtung
für eine flächige Darreichungsform.
[0010] In der erfindungsgemäßen Konfektioniervorrichtung für eine flächige Darreichungsform
ist wenigstens eine temperierbare Schneidvorrichtung vorgesehen. Die Schneidvorrichtung
bzw. deren Temperatur ist an die Verarbeitungsbedingungen und -ausführung, insbesondere
Fläche, Länge, Material und Verarbeitungstemperatur der zu konfektionierenden Darreichungsform
anpassbar. Die flächige Darreichungsform wird hierbei insbesondere aus einer bandförmig
zur Verfügung gestellten Matrix gebildet.
[0011] Bei der flächigen Darreichungsform handelt es sich insbesondere um einen orodispersiblen
Film. Dieser kann mit einem aktiven pharmazeutischen Wirkstoff versetzt sein. Selbstverständlich
ist die Erfindung jedoch nicht auf die Verwendung mit pharmazeutischen Filmen beschränkt.
Vielmehr können sämtliche, aus bandförmiger Matrices hergestellte Darreichungsformen
mit der Konfektioniervorrichtung bearbeitet bzw. erstellt oder zugeschnitten werden.
[0012] Die Konfektioniervorrichtung weist eine Schneidvorrichtung auf. Die Größe oder Länge
der konfektionierten Darreichungsform ist dabei einstellbar über die Positionierung
bzw. die Eingriffsfrequenz der Schneidvorrichtung in die Matrix. Hierbei ist vorgesehen,
dass das bandförmige Matrixmaterial der Schneidvorrichtung zugeführt wird. Dies geschieht
beispielsweise über ein elektromotorisiertes und/oder mikrocontrollergesteuertes Filmziehgerät.
Je nach Eingriffshäufigkeit der Schneidvorrichtung wird damit dann die Größe bzw.
Länge der Darreichungsform festgelegt. Ist die Schneidvorrichtung bspw. als rotierender
Zylinder ausgebildet, an dem Schneiden oder dergleichen angebracht sind, so kann auch
über die Positionierung sowie die Rotationsgeschwindigkeit der Schneidvorrichtung
Größe und/oder Länge der zu konfektionierenden Darreichungsform bestimmt bzw. beeinflusst
werden.
[0013] Bevorzugt weist die Schneidvorrichtung eine Schneide auf. Diese greift in definierter
Frequenz in die bandförmige Ausgangsmatrix ein und bildet dabei die Abschnitte, die
die flächige Darreichungsform darstellen. Um ein zufriedenstellendes Schneid- bzw.
Zuschnittergebnis zu erzielen, ist vorgesehen, dass der Schneide eine Gegenschneide
bzw. eine Auflageplatte zugeordnet ist. Diese bildet ein Widerlager und ermöglicht
so eine saubere Schnittführung.
[0014] Bei der Schneide handelt es sich bspw. um eine Klinge. Diese kann gebildet sein aus
Stahl, Keramik, Titan, Titannitrit (TiN) und je nach Zusammensetzung bzw. vorgegebenen
Bearbeitungsbedingungen der bandförmigen Matrix einen definierten Klingenschliff bzw.
Klingengeometrie aufweisen. Hierbei ist bevorzugt vorgesehen, die Klinge beidseitig
oder einseitig angeschliffen auszuführen.
[0015] Um die Standzeiten der Klingen zu erhöhen, wird vorgeschlagen, dass die Klinge eine
Beschichtung aus einem Hartstoff, insbesondere Titannitrit, Siliciumnitrit, Siliciumcarbid,
Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid, Tantalcarbid, Aluminiumoxid
oder Zirkoniumdioxid aufweist. Gleichzeitig oder alternativ besteht die Möglichkeit,
dass zusätzlich eine Diamantbeschichtung der Klinge durchgeführt wird.
[0016] Um die Anhaftneigung der Darreichungsform zu mindern, besteht die Möglichkeit, dass
das Klingenmaterial zusätzlich eine Oberflächenbeschichtung aus Polytetrafluorethylen
(PTFE) oder einem anderen geeigneten, haftungsmindernden Material aufweist.
[0017] Als besonders bevorzugt wird angesehen, wenn die Schneide, die Gegenschneide oder
Auflageplatte und/oder der Eingriffsbereich der Schneide in die Matrix, insbesondere
die bandförmige Matrix, temperierbar, insbesondere abkühl- oder tiefkühlbar ausgebildet
ist. Diese Ausführungsform resultiert daraus, dass überraschend festgestellt wurde,
dass bei einer punkt- bzw. linienförmigen Kühlung lediglich der Schneidfläche bzw.
des Eingriffsbereiches der Schneide in die Matrix eine Anhaftung wirkungsvoll verhindert
werden kann. Gleichzeitig verbessert sich das Schneidergebnis sowie die Haltbarkeit
und Standzeit der für das Schneiden verwendeten Schneide.
[0018] Die Temperierung der Schneide, Gegenschneide, Auflageplatte oder des Eingriffsbereichs
der Schneide in die Matrix vermeidet zudem eine vollständige Klimatisierung bzw. Kühlung
der gesamten Konfektioniervorrichtung. Hierdurch kann in besonders ressourcen- und
energieschonender Art und Weise das Schneidergebnis wesentlich verbessert werden,
da die übrigen Teile der Konfektioniervorrichtung bei Raumtemperatur betrieben werden
können.
[0019] Um eine Temperierung der Schneide, Gegenschneide, Auflageplatte oder des Eingriffsbereichs
vorzunehmen, wird es als günstig angesehen, wenn die Schneiden- bzw. die Gegenschneiden-
oder Auflageplattentemperatur über ein Peltierelement einstellbar ist. Dabei kann
die Schneide bzw. Gegenschneide oder Auflageplatte direkt mit dem temperaturregulierenden
Peltierelement verbunden werden. Gleichzeitig bzw. alternativ besteht die Möglichkeit,
dass ein derartiges Peltierelement lediglich in der Auflageplatte bzw. Gegenschneide
vorgesehen ist bzw. der Schneidvorrichtung zugeordnet vorliegt. Vorteil bei der Verwendung
eines Peltier-Elements ist die geringe Größe und die Vermeidung jeglicher bewegter
Bauteile. Gase und Flüssigkeiten, die einen Kühleffekt erzeugen, müssen nicht vorgesehen
werden. Gleichzeitig kann, bspw. durch Umkehr der Stromrichtung mit dem Peltierelement
auch eine Beheizung der Schneiden, Gegenschneiden oder Auflageplatten durchgeführt
werden. Dies erlaubt somit eine vollständig freie Konfigurierbarkeit der Konfektioniervorrichtung
und erweitert damit deren Einsatzbereich.
[0020] Eine weitere als günstig angesehene Ausführungsform sieht vor, dass der Schneide
und/oder der Gegenschneide bzw. Auflageplatte wenigstens eine Düse zur Beaufschlagung
mit einem kalten oder tiefkalten Fluid zugeordnet ist. Auch hierdurch kann eine punktuelle
linien- oder bandförmige Kühlung im Bereich der Schneide bzw. Gegenschneide oder Auflagefläche
erreicht werden. Je nach Ausrichtung der Düse kann entweder die Schneide bzw. Gegenschneide
oder Auflagefläche oder das dort eingebrachte Matrixmaterial, in das die Schneide
bzw. Gegenschneide eingreift, gekühlt bzw. in der Temperatur so weit abgesenkt werden,
dass eine zufriedenstellende Schneidleistung gewährleistet ist.
[0021] Als günstig wird in diesem Zusammenhang angesehen, wenn eine punktuelle oder flächige
Temperierung, insbesondere Kühlung oder Tiefkühlung der Schneide, der Gegenschneide
oder Auflageplatte und/oder des Eingriffsbereichs der Schneide in die Matrix vorgesehen
ist. Über die Anordnung der Düsen bzw. die entsprechende Zuordnung von Peltier-Elementen
kann die Temperierung auf einer begrenzten, klar definierten Fläche durchgeführt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine punkt- oder linienförmige Kühlung oder
Tiefkühlung der Schnittlinie auf der Matrix vorgesehen. Eine derartige punkt- oder
linienförmige Kühlung oder Tiefkühlung verhindert gleichzeitig, dass eine Tieftemperaturbeaufschlagung
des Matrixmaterials durchgeführt wird, die sich unter Umständen negativ auf die im
Matrixmaterial gleichmäßig verteilten aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffe auswirken
könnte.
[0022] Eine als günstig angesehene Ausführungsform der Konfektioniervorrichtung sieht vor,
dass die Schneide und/oder Gegenschneide oder die Auflageplatte federnd gelagert ist
bzw. sind. Hierdurch wird eine Einstellung der Schneide bzw. Gegenschneide auf die
Materialstärke bzw. Materialart der zu schneidenden Matrix möglich. Gleichzeitig wird
die Standzeit der Schneide erhöht, da, aufgrund der federnden Lagerung, eine zu starke
Beaufschlagung der Schneide bzw. Gegenschneide verhindert wird. Auch können so mit
ein und derselben Schneide bzw. Gegenschneide verschiedene Matrixmaterialien geschnitten
werden. Der Austausch der Schneide bzw. Gegenschneide oder der Auflageplatte entfällt
somit.
[0023] Das Schneidergebnis wird weiter dadurch verbessert, dass in der Gegenschneide bzw.
Auflagefläche eine Nut vorgesehen ist. Während des Schneidvorganges greift die Schneide
in diese Nut ein bzw. steht in die Nut ein oder wird durch die Nut geführt. Bei entsprechender
Kühlung der Nut wird auch die Kühlung des dort eingetragenen Matrixmaterials verbessert
und damit der Schneidvorgang begünstigt.
[0024] Die Konfektioniervorrichtung wird vorliegend im Zusammenhang mit einer Schneide beschrieben.
Der Begriff "Schneide" deckt dabei sämtliche Schnittführungen ab. So kann bspw. der
Zuschnitt der Matrixabschnitte bzw. die Konfektionierung der Darreichungsform in einem
Stanzvorgang durchgeführt werden. Als Stanzen oder Schneiden kommen hier beispielsweise
Kreisschneider, Marbachstanzen oder Stanzeisen zum Einsatz. Alternativ hierzu besteht
selbstverständlich auch die Möglichkeit, dass ein Ziehen der Schneide und damit eine
Schnittführung durchgeführt wird. Sämtliche vorgenannten Ausführungs- und Verfahrensformen
sind von der Erfindung umfasst. Über die Auswahl der Schneiden- bzw. Stanzenform wird
auch die Form der Darreichungsform definiert. Diese kann neben der rechteckigen auch
eine drei oder mehreckige Form, unter anderem auch mit abgerundeten Ecken aufweisen.
Alternativ ist auch eine runde oder ovale Ausführung denkbar.
[0025] Die Schneidvorrichtung kann neben der die vollständige Trennung des Matrixmaterials
durchführenden Schneide zugleich eine Perforationsschneide bzw. -klinge aufweisen.
Hierdurch wird in den gebildeten Abschnitt eine Perforation eingebracht, sodass in
einfacher Art und Weise die Wirkstoffmenge, die in der flächigen Darreichungsform
beinhaltet ist, geteilt werden kann. Die Perforationsklinge bzw. - schneide ist der
eigentlichen Schneide nachgeordnet und bildet eine oder mehr Perforationslinien, die
die flächige Darreichungsform in gleichmäßige Abschnitte unterteilt und somit eine
einfache Teilung der Darreichungsform ermöglicht.
[0026] Neben der Schneidfunktion kann über die Schneidvorrichtung auch eine Prägung der
Darreichungsform erfolgen. So besteht bspw. die Möglichkeit, durch die Anordnung eines
geeigneten Stempels gleichzeitig oder nach dem Bilden des Abschnittes eine Prägung
der gebildeten Darreichungsform vorzusehen. Hier können bspw. Logos oder dergleichen
in die gebildeten Abschnitte eingeprägt werden. Selbstverständlich besteht auch die
Möglichkeit, dass die Prägung bzw. eine Prägevorrichtung der eigentlichen Schneiden
vorgelagert durchgeführt wird. Auch denkbar ist eine nachträgliche Prägung der gebildeten
Abschnitte in einer gesonderten Prägevorrichtung, die bspw. einer Siegeleinheit bzw.
Siegelvorrichtung vorgelagert vorgesehen ist.
[0027] Um das Schneidergebnis weiter zu verbessern und die Positionierung der bandförmigen
Matrix relativ zur Schneidvorrichtung zu begünstigen ist vorgesehen, dass der Schneidvorrichtung
ein Niederhalter zugeordnet ist. Dieser wirkt auf die Matrix ein bzw. es wird die
bandförmige Matrix in den Niederhalter eingeführt und von diesem während des Schneid-
bzw. Stanzvorganges relativ zur Schneide positioniert. Erfindungsgemäß ist wenigstens
eine, bevorzugt wenigstens zwei Schneiden an oder in der Mantelfläche des Zylinders
angeordnet. Durch Rotation des Zylinders greifen die eine oder mehr Schneiden in das
zugeführte Matrixmaterial ein und bilden somit die konfektionierte Darreichungsform.
Über die Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders und/oder die Anordnung der Schneiden
kann die Größe oder Länge der konfektionierten Darreichungsform eingestellt werden.
Der Zylinder selbst kann aus Stahl, Keramik oder Kunststoff gebildet werden. Zur Verbesserung
der Oberflächeneigenschaften des Zylinders kann dieser zusätzlich eine Beschichtung
mit einem Hartstoff, bspw. Bornitrid, Titannitrid, Siliciumnitrid, Siliciumcarbid,
Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid, Tantalcarbid, Aluminiumoxid,
Zirkoniumdioxid oder mit PTFE oder eine sonstige Gleitbeschichtung aufweisen. Hierdurch
wird zum einen die Standzeit des Zylinders verbessert, zum anderen die Anhaftneigung
der Darreichungsform an der Mantelfläche des Zylinders abgesenkt.
[0028] Im Zylinder ist die Anordnung von wenigstens einer, bevorzugt wenigstens zwei Schneiden
vorgesehen. Diese sind günstiger Weise lage- und/oder ausrichtungsvariabel an oder
in der Mantelfläche des Zylinders anordenbar. So können bspw. in der Mantelfläche
mehrere Aufnahmen für Schneiden vorgesehen werden. Je nach vorgesehener Größe oder
Länge der zu konfektionierenden Darreichungsform werden dann mehr oder weniger Schneiden
in die Mantelfläche des Zylinders eingesetzt. Als günstig erweist es sich in diesem
Zusammenhang, wenn die Schneiden am Zylinder durch Schrauben, Stecken, Klemmen oder
dergleichen anbringbar sind. Selbstverständlich besteht hier auch die Möglichkeit,
dass ein oder mehr Schneiden ein- oder ausfahrbar in der Mantelfläche angeordnet sind.
Durch einen entsprechenden Beaufschlagungsmechanismus, insbesondere hydraulisch, pneumatisch
oder elektromotorisch kann dann ein vollautomatisiertes Anordnen der Schneiden erfolgen.
Hierdurch besteht die Möglichkeit, dass ohne Austausch des Schneidwerkzeuges, d.h.
ohne Austausch des Zylinders, eine Einstellung der Parameter der zu konfektionierenden
Darreichungsform erfolgen kann.
[0029] Als vorteilhaft wird angesehen, wenn dem Zylinder ein Mitnehmer für die Matrix oder
die konfektionierte Darreichungsform zugeordnet ist. Ein derartiger Mitnehmer kann
als zusätzliches Bauteil im Bereich des Zylinders vorgesehen werden und bewirkt, dass
mit Rotation des Zylinders eine bestimmte Länge der bandförmigen Matrix zugeführt
wird. In Abstimmung mit der Schneidenposition am Zylinder erfolgt dann ein entsprechender
Zuschnitt des bandförmigen Matrixmaterials auf die letztendlich vorgesehene Größe
bzw. Fläche der Darreichungsform. Der Mitnehmer kann auch auf einfache Art und Weise
in den Zylinder integriert werden, indem der Zylinder eine für die Matrix oder die
konfektionierte Darreichungsform haftende Oberflächenvergütung aufweist. Eine derartige
Oberflächenvergütung kann punktuell oder bereichsweise am Zylinder bzw. der Mantelfläche
des Zylinders vorgesehen werden und insbesondere als Aufrauung ausgebildet sein. Eine
Zuführgeschwindigkeit der Matrix und/oder die Weitergabegeschwindigkeit der konfektionierten
Darreichungsform wird dann über die Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders oder den
Mitnehmer einstellbar. Der haftenden Oberflächenvergütung des Zylinders aufweisende
Mantelbereich bewirkt dabei eine ziehende oder schleifende Mitführung des bandförmigen
Matrixmaterials. Durch entsprechende Einstellung der Oberflächenvergütung kann die
Länge des jeweils mitgeführten bandförmigen Matrixmaterials eingestellt werden. Das
heißt, die Mantelfläche bewegt sich relativ zum Matrixmaterial, das teilweise an der
Mantelfläche anhaftet und von dieser mitgezogen oder mitgeschleppt wird. Über die
Stärke der Anhaftung wird die Dauer bzw. Weglänge der Mitführung eingestellt. Die
ebenfalls am Zylinder angeordneten Schneiden bewirken dann die Bildung von Abschnitten
aus dem mitgeführten bandförmigen Matrixmaterial. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit,
dass, zusätzlich zu dem mit den Schneiden ausgestatteten Zylinder, ein weiterer Zuführzylinder
vorgesehen ist. Über diesen wird das bandförmige Matrixmaterial dem mit den Schneiden
ausgestatteten Zylinder zugeführt. Die beiden Zylinder können hierbei, bspw. über
ein entsprechendes Getriebe gesteuert, unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten
aufweisen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Rotationsgeschwindigkeit des
Zuführzylinders in Abhängigkeit von der bevorzugten Länge der zu bildenden Abschnitte
einzustellen.
[0030] Alternativ zur Oberflächenvergütung besteht die Möglichkeit, dass eine Mitnahme der
Matrix bzw. eine Weitergabe der konfektionierten Darreichungsform durch wechselweise
oder wahlweise Beaufschlagung des Zylinders bzw. der Mantelfläche mit Unter- bzw.
Überdruck über die Mantelfläche erfolgt. Hierzu weist die Mantelfläche Strukturen,
insbesondere Düsen, Bohrungen oder Schlitze auf, über die Unter- bzw. Überdruckbeaufschlagung
des Matrixmaterials bzw. des bandförmigen Matrixmaterials oder der gebildeten Abschnitte
erfolgen kann. Zur Zuführung des bandförmigen Matrixmaterials wird hierbei zunächst
eine Unterdruckbeaufschlagung der Mantelfläche bzw. des bandförmigen Matrixmaterials
erfolgen. Hierzu wird über die Mantelfläche und die hierin vorgesehenen Düsen, Bohrungen
oder Schlitze ein Unterdruck angelegt, der das bandförmige Matrixmaterial ansaugt
und bei Zylinderrotation mitführt. Durch weitergehende Rotation des Zylinders erfolgt
dann ein Eingriff der in der Mantelfläche vorgesehenen Schneiden in das Matrixmaterial.
Das immer noch an der Mantelfläche anhaftende Matrixmaterial wird hierdurch in Abschnitte
aufgetrennt. Nach dem Auftrennen erfolgt ein Umschalten von Unter- auf Überdruck und
damit das Abstoßen der Abschnitte von der Mantelfläche. Die Umschaltung zwischen Unter-
und Überdruck wird durch geeignete Luftführungen im Inneren des Zylinders durchgeführt.
Die Druckluftführung erfolgt insbesondere durch eine Drehdurchführung in das Innere
des Zylinders.
[0031] Die Strukturen, d.h. Düsen, Bohrungen oder Schlitze in der Mantelfläche, weisen bevorzugt
eine gleichmäßige Verteilung, insbesondere eine band-, linien- oder clusterförmige
Verteilung auf. Hierdurch wird gewährleistet, dass eine gleichmäßige Unter- bzw. Überdruckbeaufschlagung
des bandförmigen Matrixmaterials bzw. der konfektionierten Darreichungsform erfolgt
und eine Weitergabe der Abschnitte an die nachgeordneten Bearbeitungsstationen erfolgen
kann.
[0032] Dem Zylinder ist dabei günstiger Weise eine Steuerung für die Unter- bzw. Überdruckbeaufschlagung
zugeordnet. Der Zylinder weist dabei insbesondere eine sich während der Rotation ändernde
Druckluftführung auf, sodass es hier zu einer wechselweisen Ausbildung eines Über-
oder Unterdrucks an der Mantelfläche kommt.
[0033] Neben der zuvor bereits ausgeführten Temperaturbeaufschlagung der Schneide, Gegenschneide
oder Auflagefläche bzw. der zu schneidenden Matrix oder des Eingriffsbereichs der
Schneiden, besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, dass der Zylinder ganz
oder teilweise temperierbar ausgebildet ist. Hierzu wird bevorzugt im Inneren des
Zylinders ein Kühlmittelkreislauf vorgesehen. Die Kühlmittelführung ist dabei so ausgeführt,
dass eine Punkt- oder Flächenkühlung des Zylinders oder dessen Mantelfläche erfolgen
kann. Hierbei wird es als besonders bevorzugt angesehen, wenn ein die Matrix kontaktierender
Bereich der Mantelfläche gekühlt wird. Hierdurch kann auch der gesamte Kühlaufwand
für die Konfektioniervorrichtung bzw. die Schneidenanordnung gesenkt werden. Über
die Kühlung des Zylinders bzw. der Mantelfläche wird gleichzeitig eine Kühlung der
Schneiden durchgeführt. Weist der Zylinder eine entsprechend tiefe Temperatur auf,
so wird auch eine Kühlung des mitgeführten Matrixmaterials erreicht, was sich wiederum
vorteilhaft auf die Schneidqualität der Gesamtvorrichtung auswirkt.
[0034] Durch die erfindungsgemäße Konfektioniervorrichtung wird eine selektive Kühlung der
Schneidflächen bzw. des Schneidbereichs durchgeführt. Es ergibt sich hier somit ein
Temperaturunterschied zwischen der Umgebungstemperatur und der Schneide. Während die
Gesamtvorrichtung bspw. bei Raumtemperatur betrieben wird, erfolgt im Bereich der
Schneide bzw. des Eingriffsbereichs der Schneide in die Matrix eine starke Abkühlung,
die jedoch auf den klar definierten Bereich begrenzt bleibt.
[0035] Eine alternative Ausführungsform der Konfektioniervorrichtung, die gleichermaßen
von der Erfindung umfasst ist, sieht vor, dass die Schneidvorrichtung als umlaufender
oder austauschbarer Schneidedraht oder als umlaufende oder in Schnittrichtung oszillierende
Klinge ausgebildet ist. Auch hierbei ist vorgesehen, dass die Klinge bzw. der Schneidedraht
temperierbar ist. Anstelle eines stanzenden Schnitts wird hier ein Ziehen der Klinge
bzw. des Schneidedrahtes durchgeführt. Je nach Ausführung des Matrixmaterials kann
auch eine Beheizung des Schneidedrahts durchgeführt werden. Der das Matrixmaterial
beaufschlagende Schneidedraht bewirkt dann das punktuelle oder linienförmige Aufschmelzen
der Matrix und führt so zum Abtrennen eines Abschnittes. Alternativ hierzu kann der
Schneidedraht auch eine Beschichtung, bspw. mit Diamantpartikeln aufweist, sodass
beim Ziehen des Schneidedrahts über das bandförmige Matrixmaterial die Abschnitte
und damit die Darreichungsform gebildet werden.
[0036] Eine bevorzugte Ausführungsform der Konfektioniervorrichtung sieht vor, dass die
Darreichungsform als orodispersibler Film, insbesondere als ein wenigstens einen pharmazeutischen
Wirkstoff enthaltender, bei Raumtemperatur viskoser orodispersibler Film ausgebildet
ist. Viskose, orodispersible Filme, erweisen sich als besonders schwierig zu schneiden,
da aufgrund der Viskosität des Filmmaterials nicht selten ein Anhaften an der Schneide
erfolgt. Überraschend hat sich gezeigt, dass durch punktuelle, linien- oder flächenförmige
Kühlung des Schneidebereichs bzw. der Schneide oder Schneidvorrichtung das Anhaften
wesentlich verringert wird. Somit können Standzeiten, die sich aus einer notwendigen,
bspw. manuellen Reinigung der Schneidvorrichtung ergeben, wesentlich verringert werden.
Der gesamte Produktionsprozess wird somit optimiert. Gleichzeitig muss keine vollständige
Kühlung der Konfektioniervorrichtung und damit des hierin angeordneten zu schneidenden
Viskosen Films durchgeführt werden.
[0037] Die Erfindung umfasst gleichermaßen eine Produktionslinie für eine flächige Darreichungsform.
Diese Produktionslinie weist eine zuvor beschriebene Konfektioniervorrichtung als
Teil auf. In der Produktionslinie ist vorgesehen, dass der Konfektioniervorrichtung
in Produktionsrichtung vorgelagert, eine Bandschneidevorrichtung angeordnet ist. In
dieser Bandschneidevorrichtung erfolgt die Auftrennung einer flächigen Matrix in längenkonfektionierbare
Streifen oder Abschnitte. Diese Streifen werden der Konfektioniervorrichtung zugeführt
und entsprechend der Vorgaben bzgl. Länge bzw. Fläche zugeschnitten, um so die flächige
Darreichungsform zu bilden.
[0038] Des Weiteren sieht die Produktionslinie eine Zuführvorrichtung für die Matrix vor.
Über die einstellbare Zuführgeschwindigkeit der Zuführvorrichtung wird die Länge der
Abschnitte definiert. Die Zuführvorrichtung kann zusätzlich oder alternativ mit einer
Arbeitsgeschwindigkeit der Schneidvorrichtung, bevorzugt der Rotationsgeschwindigkeit
der rotierenden Zylinder oder der rotierenden Walzen synchronisierbar ausgebildet
sein. Je nach Vorgaben bzgl. der Länge konfektionierten Darreichungsform wird die
Zuführgeschwindigkeit eingestellt. Zuführvorrichtung und Schneidvorrichtung können
dabei in eine Einheit zusammengeführt sein, bspw. kann die Zuführung des bandförmigen
Matrixmaterials über die rotierenden Zylinder oder über eine dem rotierenden Zylinder
zugeordnete rotierende Walze erfolgen.
[0039] Die Produktionslinie sieht auch vor, dass eine Bevorratung und Zuführung des flächigen
Materials, aus dem zunächst die bandförmige Matrix und danach die Matrixabschnitte
gebildet werden, in der Produktionslinie selbst bevorratet bzw. zugeführt wird.
[0040] Als vorteilhaft wird angesehen, wenn der Konfektioniervorrichtung in Produktionsrichtung
nachgelagert eine Siegeleinrichtung angeordnet ist. In dieser Siegeleinrichtung erfolgt
eine Verpackung bzw. Versiegelung der gebildeten Abschnitte bzw. flächigen Darreichungsform.
Die Siegeleinrichtung ist so ausgebildet, dass hier Sachets gebildet werden können.
Hierzu wird eine untere und obere Folie zugeführt. Zwischen den Folienbahnen werden
die Matrixabschnitte, d.h. die flächige Darreichungsform, angeordnet und über eine
Versiegelungseinheit letztendlich die Sachets gebildet. Hierbei erweist es sich als
besonders vorteilhaft, wenn eine Synchronisierung von Siegelgeschwindigkeit und Schnittgeschwindigkeit
der Konfektioniervorrichtung erfolgt. Vorgesehen ist hierbei insbesondere eine schrittweise
oder kontinuierliche Weitergabe der konfektionierten Darreichungsform von der Konfektioniervorrichtung
an die Siegeleinrichtung.
[0041] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Konfektionierung einer flächigen Darreichungsform.
Das Verfahren umfasst dabei die folgenden Schritte:
(i) Mitnahme, insbesondere schleifende Mitnahme einer bandförmigen Matrix oder eines
Matrixabschnittes,
(ii) Zuführung der Matrix zu einer Schneidvorrichtung, und
(iii) Bildung eines Abschnittes definierter Länge aus der Matrix durch die Schneidvorrichtung.
[0042] Im Verfahren ist vorgesehen, dass eine wenigstens abschnitts- oder bereichsweise
Temperierung, insbesondere Kühlung oder Tiefkühlung der Schneidvorrichtung der Matrix
und/oder einer Trennlinie bzw. Schnittlinie vorgesehen ist. Durch die abschnitts-
oder bereichsweise Temperierung, das heißt Kühlung oder Tiefkühlung, kann das Schneidergebnis
wesentlich verbessert werden. Ein Anhaften des Matrixmaterials der bandförmigen Matrix
bzw. des Matrixabschnittes an der Schneidvorrichtung wird hierdurch wirkungsvoll verhindert.
Gleichzeitig wird die Schnittleistung erhöht und die Standzeit der Schneidvorrichtung
verbessert.
[0043] Als vorteilhaft wird angesehen, wenn die Mitnahme der Matrix durch die Schneidvorrichtung
selbst, insbesondere vermittelt über die Mantelfläche eines in der Schneidvorrichtung
vorgesehenen Zylinders erfolgt. Hierzu wird es als günstig angesehen, wenn eine Erfassung
des Matrixmaterials, d.h. einer bandförmigen Matrix, durch Unterdruckbeaufschlagung
des Zylinders oder der Mantelfläche erfolgt und hierdurch das Material der bandförmigen
Matrix schleifend mitgeführt wird. Während der schleifenden Mitnahme besteht die Möglichkeit,
dass sich der Zylinder relativ zum mitgenommenen Matrixmaterial bewegt und hierzu
eine Eingriffsfrequenz der in der Schneidvorrichtung, insbesondere dem Zylinder vorgesehenen
Schneiden und darüber wiederum die Länge der gebildeten Abschnitte definiert werden
kann.
[0044] Bevorzugt erfolgt eine Über- bzw. Unterdruckbeaufschlagung des Zylinders bei einem
Druck von zwischen 1 und 1000 mbar, insbesondere zwischen 10 und 950 mbar, bevorzugt
zwischen 50 und 750 mbar. Die Vorrichtung weist hierzu einen Druckregler auf, der
in Abhängigkeit von der gewünschten Abschnittslänge die Druckbeaufschlagung steuert
bzw. regelt.
[0045] In einer als günstig angesehenen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Definition der Länge der gebildeten Abschnitte über die Rotationsgeschwindigkeit
und/oder Oberflächenbeschaffenheit des Zylinders und/oder die Höhe und Dauer der Unterdruckbeaufschlagung
und die daraus resultierende Mitnahmedauer. Der Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders
liegt dabei bevorzugt bei zwischen 0,5 und 80 Umdrehungen/Minute, insbesondere bei
1 bis 40 Umdrehungen/Minute, bevorzugt bei 20 Umdrehungen/Minute.
[0046] Das zuvor beschriebene erfindungsgemäße Verfahren umfasst des Weiteren günstiger
Weise die Schritte
(iv) Abstreifen des Abschnittes und
(v) Weitergabe an eine nachgeordnete Siegel- oder Verpackungseinheit.
[0047] Das Abstreifen des Abschnittes erfolgt dabei bspw. durch einen zusätzlichen mechanischen
Abstreifer, der der Schneidvorrichtung zugeordnet in der Vorrichtung angeordnet ist.
Alternativ hierzu kann, sofern die Schneidvorrichtung einen Zylinder aufweist, eine
Überdruckbeaufschlagung der Mantelfläche des Zylinders erfolgen, sodass die gebildeten
Abschnitte von der Mantelfläche abgeblasen und von dort bspw. auf einer Fördervorrichtung
abgelegt werden. Das Abstreifen erfolgt dabei auf einen Schritt- oder Unstetigförderer.
Gleichzeitig oder alternativ besteht selbstverständlich die Möglichkeit, dass durch
eine geeignete Fördervorrichtung, bspw. ein Förderband oder dergleichen, eine Weitergabe
der gebildeten Abschnitte auf den Schritt- oder Unstetigförderer vorgesehen ist. Über
den Schritt- oder Unstetigförderer wird der gebildete Abschnitt und damit die flächige
Darreichungsform an eine Siegel- oder Verpackungseinheit weitergeführt. Diese Siegel-
oder Verpackungseinheit kann, wie in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen,
in den Schritt- oder Unstetigförderer integriert vorgesehen werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass dem Schritt (i) vorausgehend eine
Auftrennung eines flächig oder als Folienband bevorrateten Matrixmaterials vorgesehen
ist. Durch die Auftrennung erfolgt dann eine Festlegung der Breite der flächigen Darreichungsform.
[0048] Die gebildete, flächige Darreichungsform weist bevorzugt eine Breite von 0,5 bis
5 cm auf, insbesondere von 1 bis 3 cm, bevorzugt von 1,25 bis 2,5 cm auf. Die Länge
der gebildeten, flächigen Darreichungsform liegt bei zwischen 1 und 6 cm, insbesondere
bei zwischen 2 und 5 cm, bevorzugt bei zwischen 1,6 und 4,2 cm. Das Matrixmaterial
und damit die flächige Darreichungsform weist bevorzugt eine Dicke von zwischen 25
und 750 µm, insbesondere von zwischen 30 und 600 µm, bevorzugt von zwischen 50 bis
500 µm auf.
[0049] In einer als vorteilhaft angesehenen Ausführungsform ist vorgesehen, dass vor der
Bildung des Abschnittes definierter Länge aus der Matrix durch die Schneidvorrichtung
eine Besäumung der Ränder der Matrix erfolgt. Hierdurch wird die Homogenität der flächigen
Darreichungsform wesentlich verbessert und die Form und Fläche vereinheitlicht.
[0050] Das Bilden des Abschnittes definierter Länge erfolgt bevorzugt mittels Eindrücken
einer Schneide in die Matrix oder Ziehen der Schneide durch die Matrix. Beim Eindrücken
der Schneide wird der Abschnitt nach Art eine Stanzvorganges gebildet, während alternativ
hierzu selbstverständlich auch ein Ziehen der Schneide durch das Matrixmaterial durchgeführt
werden kann.
[0051] In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen schematisch
dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine bevorzugte Ausführungsform der in der Konfektioniervorrichtung verwendbaren Schneidvorrichtung
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 1b
- eine schematische Darstellung, Anordnung der Schneidvorrichtung aus Fig. 1a in einer
Konfektioniervorrichtung,
- Fig. 2a
- eine Schnittdarstellung der in Fig. 1a dargestellten Schneidvorrichtung,
- Fig. 2b
- eine Drehdurchführung in Schnittdarstellung,
- Fig. 3 bis 5
- weitere bevorzugte Ausführungsformen der Schneidvorrichtung,
- Fig. 6
- eine Detaildarstellung der Mantelfläche einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung,
- Fig. 7
- eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung,
- Fig. 8a bis 8f
- bevorzugte Ausführungsformen der in der in der erfindungsgemäßen Konfektioniervorrichtung
verwendbaren Schneidvorrichtungen,
- Fig. 9
- eine bevorzugte Ausführungsform der flächigen Darreichungsform,
- Fig. 10
- eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung,
- Fig. 11
- eine Schemadarstellung der erfindungsgemäßen Produktionslinie für eine flächige Darreichungsform.
[0052] In den Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Elemente jeweils mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden daher, sofern nicht zweckmäßig, nicht
erneut beschrieben.
[0053] Fig. 1a zeigt eine in der erfindungsgemäßen Konfektioniervorrichtung 10 verwendbare
Schneidvorrichtung 20. Diese weist einen Zylinder 11 auf, in dessen Mantelfläche 18
im Ausführungsbeispiel insgesamt drei Schneiden 12 eingesetzt sind. Die Erfindung
ist hierauf nicht beschränkt sondern kann auch mit Schneidvorrichtungen 20 realisiert
werden, die mehr oder weniger Schneiden 12 aufweisen. Den Schneiden 12 zugeordnet
weist der Zylinder 11 Düsen 60 auf, über die eine Beaufschlagung der Schneiden 12
bzw. eine mit der Schneidvorrichtung 20 in Abschnitte unterteilbare Matrix 30 erfolgt.
Über die Düsen 60 wird ein kaltes oder tiefkaltes Fluid in Richtung der Schneide 12
geleitet. Durch die damit einhergehende Tiefkühlung der Schneide kann ein Anhaften
des Materials der Matrix 30 an den Schneiden verhindert werden, insbesondere, wenn
es sich bei der Matrix 30 um eine bei Raumtemperatur viskose Polymermatrix handelt.
[0054] Der Zylinder 11 und damit die Schneidvorrichtung 20 ist drehbar in der Konfektioniervorrichtung
10 gelagert. Aus dem Abstand der Schneiden 12 zueinander ergibt sich, in Abhängigkeit
von der Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders, die letztendliche Länge der mit der
Konfektioniervorrichtung 10 herstellbaren Abschnitte 28 der flächigen Darreichungsform
40.
[0055] Fig. 1 b zeigt die in Fig. 1a gezeigte Schneidvorrichtung 20 im Einbauzustand in
einer bevorzugten Ausführungsform einer Konfektioniervorrichtung 10. Von der in Fig.
1b rechten Seite her wird eine bandförmige Matrix 30 zur Schneidvorrichtung 20 zugeführt.
Die Schneidvorrichtung 20 weist neben dem mit den Schneiden 12 versehenen Zylinder
11 eine Auflagefläche bzw. Auflageplatte 14 auf, in die die Gegenschneide 13 eingelassen
ist. Die bandförmige Matrix 30 wird zugeführt und bei Zusammentreffen von Schneide
12 und Gegenschneide 13 werden Abschnitte 28 und damit die flächige Darreichungsform
40 von der bandförmigen Matrix 30 abgetrennt. In Fig. 1 b ebenfalls erkennbar sind
die Düsen 60, über die eine Beaufschlagung der Schneiden 12 mit einem kalten Fluid
erfolgt. Die Düsen 60 können dabei auch so ausgerichtet werden, dass der Eingriffsbereich
15 der Schneide 12 bzw. Gegenschneide 13 mit der bandförmigen Matrix 30 gekühlt wird.
Hierdurch wird das Schneidergebnis wesentlich verbessert und eine Anhaftung der Matrix
30 bzw. des Abschnittes 28am Zylinder 11 bzw. der Schneide 12 verhindert.
[0056] Fig. 2a zeigt den Zylinder 11 in Schnittdarstellung. Im Inneren des Zylinders 11
sind verschiedene Kanäle 21 vorgesehen. Über diese Kanäle 21 kann ein Kühlmedium an
die Mantelfläche 18 des Zylinders 11 herangeführt werden. Durch die Verwendung eines
insgesamt gekühlten Zylinders 11 kann ebenfalls eine Kühlung der Schneiden 12 bzw.
der Matrix 30 erfolgen. Hierdurch wird der gleiche Effekt erzielt, wie durch die Düsen
60. Die im Inneren des Zylinders 11 vorgesehenen Kanäle 21 können allerdings auch
dazu verwendet werden, das tiefkalte Fluid, bspw. tiefkalte Luft oder dergleichen,
an die in der Mantelfläche 18 vorgesehenen Düsen 60 zu transportieren. Über diese
Düsen 60 kann dann eine Kühlung der Schneiden 12 bzw. der Matrix 30 oder des Eingriffsbereichs
15 erfolgen.
[0057] Der Zylinder 11 ist drehbar in der Konfektioniervorrichtung 10 bzw. den dort vorgesehenen
Lagerschalen 31 gelagert. Auf der Zuführseite für die entsprechenden Medien weist
der Zylinder 11 eine, wie in Fig. 2b detailliert dargestellte, Drehdurchführung 22
auf, über die das Kühlmedium in das Innere 29 des Zylinders 11 bzw. zu den dort vorgesehenen
Kanälen 21 geleitet werden kann.
[0058] Die Drehdurchführung 22 ist detailliert in Fig. 2b dargestellt. Die in Fig. 2b dargestellte
Drehdurchführung 22 ist insgesamt zweiflutig ausgeführt. Über die Hohlwelle 23 wird
das Kühlmittel bzw. Fluid zugeführt. Über die axialen Schnittstellen 24a, 24b wird
das Medium bzw. tiefkalte Fluid dann an den Zylinder 11 übergeben und verteilt sich
über die im Inneren 29 des Zylinders 11 bzw. im Bereich der Mantelfläche verteilten
Kanäle 21 und führt zu einer Kühlung des gesamten Zylinders 11. Über die Dichtungen
25a, b, c, d wird der Austritt von Kühlmedium verhindert, auch wenn der Zylinder 11
mit höheren Drehzahlen betrieben wird. Wie aus der Fig. 2a entnehmbar, kann über einen
axialen Rückführungskanal das Kühlmittel über die gleiche Drehdurchführung wieder
zurückgeführt und aus dem Zylinder 11 entnommen werden. Die Dichtungen 25 a - d verhindern
den Austritt von Kühlmedium. Es bildet sich somit ein geschlossener Kühlkreislauf
aus. Die Drehdurchführung 22 sichert einen Kühlmittelkreislauf auch bei entsprechend
erhöhten Drehzahlen des Zylinders 11. Die bevorzugte Geschwindigkeit des Zylinders
11 liegt im Bereich von 0,5 bis 80 Umdrehungen/Minute. Je nach Länge der zu bildenden
Darreichungsform 40 wird die Drehzahl erhöht bzw. abgesenkt und damit die gewünschten
Parameter eingestellt.
[0059] Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Schneidvorrichtung 20. Diese weist
im Bereich der Schneide 12 sowie der Gegenschneide 13 Peltierelemente 50 auf. Über
diese Peltierelemente 50 kann eine hochgenaue und schnelle Temperierung der Schneide
12 durchgeführt werden. Die Gegenschneide 13 ist im Ausführungsbeispiel mit einer
Nut ausgebildet, in die die Schneide 12 eingreift. Das zwischen dem oberen und unteren
Peltierelement 50 liegende Material der Matrix 30 wird im Bereich der Schneide 12
bzw. Gegenschneide 13 oder der Nut 16 gekühlt und dann geschnitten. Die Schneide 12
wird dabei in die Nut 16 eingepresst. Die Gegenschneide 13 ist im Ausführungsbeispiel
in eine Auflagefläche bzw. Auflageplatte 14 eingesenkt, über die die Matrix 30 der
Schneidvorrichtung 20 zugeführt wird.
[0060] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung
20 ist in Fig. 4 dargestellt. Hier weist die Schneidvorrichtung 20 anstelle eines
Zylinders einen Schneidedraht 70 auf. Dieser wird zunächst in Pfeilrichtung A in die
Matrix 30 eingedrückt und dann in Pfeilrichtung B bewegt, wobei ein Abschneiden des
Abschnittes 28 und damit die Bildung der flächigen Darreichungsform 40 durchgeführt
wird. Die Matrix 30 wird der Schneidvorrichtung 20 in Form einer bandförmigen Matrix
30 in Zuführrichtung C kontinuierlich oder getaktet zugeführt. Die Auflagefläche 14
ist im Ausführungsbeispiel zugleich eine Fördervorrichtung für die Matrix 30 sowie
die von der Matrix 30 abgeschnittenen flächige Darreichungsform 40. Über die Auflagefläche
14 werden die abgeschnittenen Teile der Matrix 30 zu einer Verpackungs- oder Siegeleinheit
weitergeführt bzw. an eine weitere Fördervorrichtung übergeben.
[0061] Fig. 5 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung
20. Hier ist die Schneidvorrichtung 20 wiederum mit einem Zylinder 11 ausgeführt,
der Schneiden 12 trägt, die mit einer Gegenschneide 13 in einer Auflageplatte oder
-fläche 14 zusammenwirken und dabei von einer zugeführten bandförmigen Matrix 30 die
flächige Darreichungsform 40 als Abschnitte 28 abtrennt. Hier ist eine Kühlung des
Eingriffsbereichs 15 der Schneide 12 bzw. Gegenschneide 13 vorgesehen. Hierzu weist
sowohl die Auflageplatte 14, wie auch der Zylinder 11 der Schneide 12 bzw. Gegenschneide
13 zugeordnete Düsen 60 auf, über die kalte Luft oder ein sonstiges gasförmiges Kühlfluid
in den Eingriffsbereich 15 eingeleitet wird. Neben der Schneide 12 weist der Zylinder
11 im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 einen Prägestempel 26 auf. Dieser prägt in die
Matrix 30 bzw. die flächige Darreichungsform 40 bspw. ein Logo oder dergleichen ein.
Über die Prägung können bspw. Informationen über die Wirkstoffkonzentration, den Hersteller
oder die Haltbarkeit sowie den pharmazeutischen Wirkstoff in die flächige Darreichungsform
40 eingebracht werden. Alternativ zur Prägung besteht selbstverständlich die Möglichkeit,
dass der Prägestempel 26 als Druckstempel ausgebildet ist und hier eine Bedruckung
der Matrix 30 bzw. der flächigen Darreichungsform 40 durchgeführt wird.
[0062] Fig. 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Zylinders 11 der Schneidvorrichtung
20. Der Zylinder 11 weist in seiner Mantelfläche 18 Strukturen auf. Hierbei handelt
es sich um Bohrungen 19, die clusterförmig in der Mantelfläche 18 angeordnet und der
Schneide 12 zugeordnet vorgesehen sind. Über die Bohrungen 19 kann eine Unter- bzw.
Überdruckbeaufschlagung der Mantelfläche 18 erfolgen. Wird die Mantelfläche 18 mit
Unterdruck beaufschlagt, erfolgt ein Ansaugen des Matrixmaterials 30 und dessen Mitführung.
Bis zum Eingriff der Schneide 12 in die Matrix 30 und dem Abtrennen eines Abschnittes
28 wird die Mantelfläche 18 mit Unterdruck beaufschlagt. Nach dem Abtrennen eines
Abschnittes von der Matrix 30 erfolgt die Umkehr der Druckbeaufschlagung und über
die Bohrungen wird nunmehr der Abschnitt 28 mit Überdruck beaufschlagt und damit von
der Mantelfläche 18 abgeblasen bzw. abgesetzt. Dies kann dann zu einer Weitergabe
des Abschnittes 28 zu einer nachgeordneten Fördervorrichtung genutzt werden. Über
die Dauer und Höhe der Druckbeaufschlagung wird auch die Verweildauer der Matrix 30
bzw. die Kontaktdauer mit der Mantelfläche 18 bestimmt und damit die Länge der letztendlich
gebildeten Abschnitte 28 der Matrix 30. Über die Höhe der Druckbeaufschlagung kann
auch eine nur schleifende Mitnahme des Matrixmaterials durch den Zylinder 11 erfolgen,
wodurch ebenfalls die Länge der jeweils zwischen den beiden Schneiden 12 geführten
Matrixabschnitte definiert werden kann.
[0063] Fig. 7 zeigt nochmals die Schneidvorrichtung 20, wie bereits im Zusammenhang mit
Fig. 5 beschrieben. Zusätzlich weist die Schneidvorrichtung 20 hier einen Abstreifer
17 auf. Dieser weist einen in Richtung der Mantelfläche 18 ausgerichteten Arm auf,
der an seinem Ende eine Abwinklung 27 aufweist, die die Mantelfläche 18 nahezu kontaktiert.
Durch die Mitnahme des Abschnittes der Matrix 30 nach der Schneide 12 mittels des
Zylinders 11 wird der Abschnitt zu dem Abstreifer 17 zugeführt. Der Abstreifer 17
bewirkt dann ein Abheben des Abschnittes von der Mantelfläche 18 und das Ablegen des
Abschnittes auf einer nachgeordneten Fördervorrichtung. Der Abstreifer 17 verhindert
somit wirkungsvoll ein Anhaften des Abschnittes 28 an der Mantelfläche 18. Dem Abstreifer
gegenüberliegend kann ein gegenläufig ausgerichteter Niederhalter vorgesehen sein,
der eine verbesserte Zuführung der Matrix 30 zu der Schneide 12 bewirkt.
[0064] Fig. 8a zeigt eine mögliche Ausführungsform der Schneidvorrichtung 20. Vorgesehen
ist hier ein Zylinder 11, in dessen Mantelfläche 18 eine Schneide 12 eingesetzt ist.
Diese wirkt mit einer Gegenschneide 13, die in einer Auflagefläche 14 vorgesehen oder
angeordnet ist, zusammen und trennt einen Abschnitt 28 von einer zugeführten bandförmigen
Matrix 30. Über die Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders 11 wird dabei die Länge
des zugeführten Matrixabschnittes definiert.
[0065] Fig. 8b zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Schneidvorrichtung 20.
Diese weist insgesamt zwei drehbare Zylinder 11 auf. Der untere Zylinder 11 weist
dabei die Gegenschneide 13 auf, die mit einer Schneide 12 im oberen Zylinder 11 in
Eingriff bringbar ist. Der untere Zylinder 11 kann im Ausführungsbeispiel dazu verwendet
werden, die Matrix 30 zuzuführen. Über die Rotationsgeschwindigkeit des oberen Zylinders
11 wird dann die Länge des letztendlich gebildeten Abschnittes 28 definiert.
[0066] Fig. 8c zeigt eine weitere Ausführungsform der Schneidvorrichtung 20. Diese weist
einen Schneidedraht 70 auf. In der Auflagefläche 14 ist eine Nut 16 eingelassen, in
die der Schneidedraht 70 eingesenkt werden kann und dabei von der von rechts zugeführten
Matrix 30 Abschnitte 28 abtrennt. Neben einem einfachen Eindrücken des Schneidedrahtes
70 in die Matrix 30 in Pfeilrichtung A besteht auch die Möglichkeit, dass der Schneidedraht
umlaufend ausgebildet ist und durch ziehendes Schneiden den Abschnitt 28 von der Matrix
30 abtrennt.
[0067] Fig. 8d zeigt ein als Stanze oder Klinge ausgebildete Schneidvorrichtung 20. Auch
hier ist in der Auflagefläche 14 eine Nut 16 eingelassen, in die die als Klinge oder
Stanze ausgebildete Schneide 12 eingreift und ein zugeführtes Matrixmaterial 30 in
Abschnitte 28 auftrennt.
[0068] Fig. 8e zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Schneidvorrichtung 20 mit
einem Prägestempel 26. Hier erfolgt ein Prägen der Matrix 30 vor dem Abtrennen eines
Abschnittes. Der Prägestempel 26 ist daher der ebenfalls in Fig. 8e erkennbaren Schneide
12 nachgeordnet an der Mantelfläche 18 angebracht.
[0069] Fig. 8f zeigt eine einer ersten Schneide 12 nachgeordnete Perforationsschneide 33.
Mittels dieser kann zusätzlich zum Abtrennen eines Abschnittes 28 eine Perforation
der Matrix erfolgen, sodass die Möglichkeit besteht, an der Perforationslinie gebildeten
Abschnitt nochmals zu unterteilen. Dies bietet insbesondere dann Vorteile, wenn eine
über einen Zeitraum verteilte Gabe des Wirkstoffes im oralen Film erfolgen soll. In
Fig. 8f ist lediglich eine Perforationsschneide 33 dargestellt. Selbstverständlich
besteht auch die Möglichkeit hier zwei und mehr derartige Schneiden 12 anzuordnen
und so eine Unterteilung der Darreichungsform 40 in mehrere perforierte Abschnitte
durchzuführen.
[0070] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform der flächigen Darreichungsform 40. Diese ist auf
einer Trägerfolie 41 a angeordnet. In einer der Schneidvorrichtung 20 nachgeordneten
Siegeleinheit wird auf die Trägerfolie 41 a und flächige Darreichungsform 40 eine
weitere Trägerfolie 41 b (nicht dargestellt) aufgelegt und die Ränder 45 der Trägerfolien
41 a,b versiegelt. Damit wird ein Sachet 42 gebildet. Nach dem Trennen der oberen
und unteren Trägerfolie 41 a, b kann eine Entnahme der flächigen Darreichungsform
40 aus dem Sachet 42 erfolgen. Die flächige Darreichungsform 40 selbst weist eine
Perforation 44 auf, sodass eine Teilung der flächigen Darreichungsform in zwei Teile
erfolgen kann. Die in Fig. 9 dargestellte flächige Darreichungsform 40 weist zusätzlich
eine Prägung 43 auf. Dabei kann es sich um ein Logo des Herstellers oder aber um Angaben
zum Wirkstoff bzw. der Wirkstoffkonzentration handeln. Das Sachet 42 weist eine Aufreißlasche
46 auf, über die die Trägerfolien 41a, b getrennt werden können, um die Darreichungsform
40 zu entnehmen.
[0071] Fig. 10 zeigt eine schematisierte Darstellung der Schneidvorrichtung 20. Diese weist
im Ausführungsbeispiel ebenfalls einen Zylinder 11 auf, der über Bohrungen 19 verfügt,
über die eine Über- bzw. Unterdruckbeaufschlagung der Mantelfläche 18 des Zylinders
11 erfolgen kann. Eine Kühlung des Zylinders 11 erfolgt über die axiale Zuführung
eines Kühlmittels in das Innere des Zylinders 11 über die Welle 32. Die Verteilung
der Schneiden 12 in der Mantelfläche 18 definiert die letztendlich gebildete Länge
der Abschnitte 28, die die flächige Darreichungsform 40 bilden. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 10 wird von der rechten Seite her eine bandförmige Matrix 30 der Schneidvorrichtung
20 zugeführt. Durch Unterdruckbeaufschlagung der Bohrungen 19 kommt es zu einer schleifenden
Mitnahme der bandförmigen Matrix 30 und letztendlich zum Eingriff der Schneiden 12
in das Matrixmaterial, wodurch dann die Abschnitte 28 der flächigen Darreichungsform
40 gebildet werden. Nach dem Abtrennen der Abschnitte 28 wird die Druckbeaufschlagung
umgekehrt und es kommt zu einer Überdruckbeaufschlagung der Bohrungen 19, wodurch
die gebildeten Abschnitte 28 von dem Zylinder 11 abgehoben und auf einer nachgeordneten
Fördervorrichtung abgelegt werden.
[0072] Die Fig. 11 zeigt eine Produktionslinie 80. Diese verfügt über eine zentral angeordnete
Konfektioniervorrichtung 10. In Produktionsrichtung vorgelagert ist eine Bandschneidevorrichtung
82 vorgesehen. In dieser werden aus einer auf einer ersten Rolle 81 a bevorrateten
Matrix 30 längenkonfektionierbare Streifen gebildet, die dann der Konfektioniervorrichtung
10 zugeführt werden. Die Konfektioniervorrichtung 10 bewirkt eine schleifende Mitnahme
der bandförmigen Matrix 30 bzw. der längenkonfektionierbaren Streifen und eine Zuführung
der Matrix 30 zur Schneidvorrichtung 20, die ebenfalls in der Konfektioniervorrichtung
10 vorgesehen ist. In der Konfektioniervorrichtung 10 bzw. durch die Schneidvorrichtung
20 werden von der bandförmigen Matrix 30 Abschnitte 28 abgetrennt und weitergegeben.
Direkt nach der Schneidvorrichtung 20 wird von einer zweiten Rolle 81 b eine untere
Trägerfolie 41 a zugeführt, auf der die Abschnitte 28 abgelegt werden. Zusammen mit
der Trägerfolie 41 a werden die Abschnitte 28 zu einer Siegeleinrichtung 83 weitergeführt.
Dort läuft eine auf einer dritten Rolle 81 c bevorratete obere Trägerfolie 41 b in
die Siegeleinrichtung 83 ein und es kommt zur Bildung von Sachets 42 in der Siegeleinrichtung
83, indem die die flächige Darreichungsform 40, d.h. die Abschnitte 28 umgebenden
Rändern der Trägerfolien 41 a, b versiegelt werden. Optional besteht die Möglichkeit,
dass der Siegeleinrichtung nachgeordnet eine Präge- , Kaschier- oder Druckvorrichtung
84 vorgesehen ist, in der Informationen über die flächige Darreichungsform 40 auf
die Sachets 42 aufgebracht werden. In der Produktionslinie 80 erfolgt lediglich eine
Kühlung im Bereich der Schneidvorrichtung 20. Aufgrund der in der erfindungsgemäßen
Konfektioniervorrichtung 10 vorgesehenen Schneidevorrichtung 20 ist keine weitergehende
Kühlung der gesamten Produktionslinie 80 notwendig. Dies führt insgesamt zur Einsparung
von Energie und zu einem wesentlich wartungsärmeren Aufbau der Produktionslinie.
[0073] Die Siegeleinrichtung 83 ist so eingestellt, dass eine schrittweise Weitergabe der
Abschnitte erfolgt. Während dieser schrittweisen Weitergabe erfolgt gleichzeitig die
Versiegelung der Sachets 42.
[0074] Die Erfindung umfasst die nachfolgend aufgeführten Gegenstände:
[0075] Eine Konfektioniervorrichtung für eine flächige Darreichungsform, insbesondere eine
aus Abschnitten einer bandförmigen Matrix gebildeten Darreichungsform, mit wenigstens
einer temperierbaren Schneidvorrichtung, wobei die Schneidvorrichtung an Verarbeitungsbedingungen
und Ausführung, insbesondere an Fläche, Länge, Material und Verarbeitungstemperatur
der zu konfektionierenden Darreichungsform, anpassbar ist.
[0076] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei Größe und/oder Länge der Abschnitte
über Positionierung und/oder Eingriffsfrequenz der Schneidvorrichtung in die Matrix
einstellbar ist/sind.
[0077] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneidvorrichtung eine Schneide
aufweist und/oder der Schneide eine Gegenschneide oder Auflageplatte und/oder zusätzlich
oder alternativ eine Perforationsschneide und/oder ein Präge - oder Druckstempel zugeordnet
ist.
[0078] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide als Stanze ausgebildet
ist.
[0079] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide aus Stahl, insbesondere
Bandstahl oder Keramik gebildet ist.
[0080] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide eine Beschichtung
aufweist, insbesondere wobei die Beschichtung ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Hartstoff, insbesondere Bornitrid, Titannitrid, Siliciumnitrid, Siliciumcarbid,
Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid, Tantalcarbid, Aluminiumoxid
oder Zirkoniumdioxid, PTFE oder Keramik.
[0081] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide, die Gegenschneide
oder Auflageplatte und/oder ein Eingriffsbereich der Schneide in die Matrix temperierbar,
insbesondere abkühl- oder tiefkühlbar ausgebildet ist, insbesondere wobei eine Schneidentemperatur
und/oder eine Gegenschneiden- oder Auflageplattentemperatur über ein Peltierelement
einstellbar ist und/oder der Schneide und/oder der Gegenschneide oder Auflageplatte
ein temperaturregulierendes Peltierelement zugeordnet ist oder wobei bevorzugt der
Schneide und/oder der Gegenschneide oder Auflageplatte wenigstens eine Düse zur Beaufschlagung
mit einem kalten oder tiefkalten Fluid zugeordnet ist.
[0082] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei eine punktuelle oder flächige
Temperierung, insbesondere Kühlung oder Tiefkühlung der Schneide, der Gegenschneide
oder Auflageplatte und/oder des Eingriffsbereich der Schneide in die Matrix vorgesehen
ist.
[0083] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei eine punkt- und/oder linienförmige
Kühlung oder Tiefkühlung einer Schnittlinie auf der Matrix vorgesehen ist.
[0084] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide und/oder die Gegenschneide
oder die Auflageplatte federnd gelagert ist/sind.
[0085] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei in der Gegenschneide oder Auflageplatte
eine Nut vorgesehen ist, wobei die Schneide während eines Schneidvorganges mit der
Nut in Eingriff bringbar ist, in die Nut einsteht oder durch die Nut geführt ist.
[0086] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei der Schneidvorrichtung (20) ein
Niederhalter für die Matrix zugeordnet ist, insbesondere wobei die bandförmige Matrix
über den Niederhalter der Schneidvorrichtung zuführbar ist und/oder durch den Niederhalter
die bandförmige Matrix klemmbar oder zwangsführbar ist.
[0087] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei der Schneidvorrichtung ein Abstreifer
für die konfektionierte Darreichungsform zugeordnet ist, insbesondere wobei der Abstreifer
einen relativ zu einer Förderrichtung abgewinkelten Arm aufweist und/oder der Abstreifer
den Abschnitt hintergreift und von der Schneidvorrichtung abhebt.
[0088] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneidvorrichtung einen rotierenden
Zylinder aufweist und wenigstens eine, bevorzugt wenigstens zwei Schneide(n) an oder
in einer Mantelfläche des Zylinders angeordnet ist/sind.
[0089] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei der Zylinder aus Stahl, Keramik
oder Kunststoff gebildet ist.
[0090] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei der Zylinder eine Beschichtung,
insbesondere eine Beschichtung mit einem Hartstoff, bevorzugt mit Bornitrid, Titannitrit,
Siliciumnitrid, Siliciumcarbid, Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid,
Tantalcarbid, Aluminiumoxid, Zirkoniumdioxid oder mit PTFE, Keramik oder einem reibungsvermindernden
Kunststoff aufweist.
[0091] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide(n) lage- und/oder
ausrichtungsvariabel an oder in der Mantelfläche des Zylinders anordenbar ist/sind.
[0092] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneide am Zylinder lösbar
fest, insbesondere schraub-, klemm- oder steckbar anordenbar ist.
[0093] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Größe und/oder Länge der konfektionierten
Darreichungsform über die Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders und/oder Anzahl und
Anordnung der Schneide(n) einstellbar ist.
[0094] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei dem Zylinder ein Mitnehmer für
die Matrix oder die konfektionierte Darreichungsform zugeordnet ist und/oder der Zylinder
eine für die Matrix oder die konfektionierte Darreichungsform haftende Oberflächenvergütung,
insbesondere Aufrauung aufweist, wobei eine Zuführgeschwindigkeit der Matrix und/oder
eine Weitergabegeschwindigkeit der konfektionierten Darreichungsform über die Rotationsgeschwindigkeit
des Zylinders oder den Mitnehmer einstellbar ist.
[0095] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei eine Mitnahme der Matrix bzw.
eine Weitergabe der konfektionierten Darreichungsform durch wahlweise Beaufschlagung
des Zylinders und/oder der Mantelfläche mit Unter- bzw. Überdruck über in der Mantelfläche
vorgesehene Strukturen, insbesondere Düsen, Bohrungen oder Schlitze vorgesehen ist.
[0096] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Strukturen eine gleichmäßige
Verteilung, insbesondere band-, linien- oder clusterförmige aufweisen.
[0097] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei dem Zylinder eine Steuerung für
die Unter- bzw. Überdruckbeaufschlagung zugeordnet ist, insbesondere wobei der Zylinder
eine sich während der Rotation ändernde Druckluftführung zur wechselweise Ausbildung
eines Über- oder Unterdrucks an der Mantelfläche aufweist.
[0098] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei der Zylinder ganz oder teilweise
temperierbar ausgebildet ist.
[0099] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei ein Kühlmittelkreislauf im Inneren
des Zylinders vorgesehen ist.
[0100] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei eine Punkt- oder Flächenkühlung
des Zylinders und/oder der Mantelfläche, insbesondere eines von der Matrix kontaktierten
Bereichs der Mantelfläche, vorgesehen ist.
[0101] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Schneidvorrichtung als umlaufender
oder austauschbarer Schneidedraht oder als umlaufende oder in Schnittrichtung oszillierende
Klinge ausgebildet ist, insbesondere wobei die Klinge oder der Schneidedraht temperierbar
ausgebildet ist.
[0102] Die zuvor genannte Konfektioniervorrichtung, wobei die Darreichungsform als orodispersibler
Film, insbesondere als ein wenigstens ein Wirkstoff enthaltender, bei Raumtemperatur
viskoser orodispersibler Film ausgebildet ist.
[0103] Die Erfindung umfasst auch eine Produktionslinie für eine flächige Darreichungsform
mit wenigstens einer wie zuvor beschriebenen Konfektioniervorrichtung.
[0104] Die zuvor genannte Produktionslinie, wobei der Konfektioniervorrichtung in Produktionsrichtung
vorgelagert eine Bandschneidevorrichtung angeordnet ist, wobei eine Auftrennung einer
flächigen Matrix in längenkonfektionierbare Streifen oder Abschnitte in der Bandschneidevorrichtung
vorgesehen ist.
[0105] Die zuvor genannte Produktionslinie, wobei eine Zuführvorrichtung für die Matrix
vorgesehen ist, insbesondere wobei eine Zuführgeschwindigkeit der Zuführvorrichtung
manuell oder automatisch einstellbar und/oder mit einer Arbeitsgeschwindigkeit der
Schneidvorrichtung, bevorzugt der Rotationsgeschwindigkeit der rotierenden Zylinder
oder der rotierenden Walze synchronisierbar ist.
[0106] Die zuvor genannte Produktionslinie, wobei eine Bevorratung und Zuführung des flächigen
Materials innerhalb der Produktionslinie vorgesehen ist.
[0107] Die zuvor genannte Produktionslinie, wobei der Konfektioniervorrichtung in Produktionsrichtung
nachgelagert eine Siegeleinrichtung, insbesondere zur Bildung von die flächige Darreichungsform
beinhaltenden Sachets angeordnet ist, und eine Synchronisation von Siegelgeschwindigkeit
und Schnittgeschwindigkeit der Konfektioniervorrichtung vorgesehen ist.
[0108] Die zuvor genannte Produktionslinie, wobei eine schrittweise oder kontinuierliche
Weitergabe der konfektionierten Darreichungsform von der Vorrichtung zur Konfektionierung
an die Siegeleinrichtung vorgesehen ist.
[0109] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Konfektionierung einer flächigen Darreichungsform,
umfassend die Schritte:
(i) Mitnahme, insbesondere schleifende Mitnahme einer bandförmigen Matrix oder eines
Matrixabschnittes,
(ii) Zuführen der Matrix zu einer Schneidvorrichtung, und
(iii) Bildung eines Abschnittes definierter Länge aus der Matrix durch die Schneidvorrichtung,
wobei eine wenigstens abschnitts- oder bereichsweise Temperierung, insbesondere Kühlung
oder Tiefkühlung der Schneidvorrichtung, der Matrix und/oder einer Trennlinie vorgesehen
ist.
[0110] Das zuvor genannte Verfahren, worin die Mitnahme der Matrix durch die Schneidvorrichtung,
insbesondere vermittelt über die Mantelfläche des in der Schneidvorrichtung vorgesehenen
Zylinders, vorgesehen ist.
[0111] Das zuvor genannte Verfahren, worin ein Erfassen durch Unterdruckbeaufschlagung des
Zylinders und/oder der Mantelfläche erfolgt.
[0112] Das zuvor genannte Verfahren, worin der Unterdruck bei zwischen 1 und 1000 mbar,
insbesondere bei zwischen 10 und 950 mbar, bevorzugt bei zwischen 50 und 750 mbar
liegt.
[0113] Das zuvor genannte Verfahren, worin ein Abheben des Abschnittes durch Überdruckbeaufschlagung
des Zylinders und/oder der Mantelfläche erfolgt.
[0114] Das zuvor genannte Verfahren, worin der Überdruck bei zwischen 1 und 1000 mbar, insbesondere
bei zwischen 10 und 950 mbar, bevorzugt bei zwischen 50 und 750 mbar liegt.
[0115] Das zuvor genannte Verfahren, worin die Definition der Länge über die Rotationsgeschwindigkeit
und/oder Oberflächenbeschaffenheit des Zylinders und/oder die Höhe und Dauer der Unterdruckbeaufschlagung
und die daraus resultierende Mitnahmedauer einstellbar ist.
[0116] Das zuvor genannte Verfahren, worin der Zylinder eine Rotationsgeschwindigkeit von
zwischen 0,5 und 80 U/Min., insbesondere von zwischen 1 und 40 U/Min., bevorzugt 20
U/Min. aufweist.
[0117] Das zuvor genannte Verfahren, ferner umfassend die Schritte,
(iv) Abstreifen des Abschnittes und
(v) Weitergabe an eine nachgeordnete Siegel- oder Verpackungseinheit.
[0118] Das zuvor genannte Verfahren, worin das Abstreifen auf oder eine Weitergabe durch
einen Schritt- oder Unstetigförderer vorgesehen ist.
[0119] Das zuvor genannte Verfahren, worin der Schritt- oder Unstetigförderer eine Fördergeschwindigkeit
von zwischen 0,5 und 7,5 m/Min., insbesondere von zwischen 1 und 6 m/Min., bevorzugt
von 5 m/Min. aufweist.
[0120] Das zuvor genannte Verfahren, worin die Siegel- oder Verpackungseinheit eine Fördergeschwindigkeit
von zwischen 0,5 und 7,5 m/Min., insbesondere von zwischen 1 und 6 m/Min., bevorzugt
von 5 m/Min. aufweist.
[0121] Das zuvor genannte Verfahren, worin die Siegel- oder Verpackungseinheit in den Schritt-
oder Unstetigförderer integriert ist.
[0122] Das zuvor genannte Verfahren, worin dem Schritt (i) eine Auftrennung eines flächig
oder als Folienband bevorrateten Matrixmaterials vorgesehen ist, insbesondere wobei
bei der Auftrennung eine Festlegung der Breite der flächigen Darreichungsformen erfolgt.
[0123] Das zuvor genannte Verfahren, worin die flächige Darreichungsform eine Breite von
0,5 bis 5, insbesondere 1 bis 3, bevorzugt 1,25 bis 2,5 cm und/oder eine Länge von
zwischen 1 und 6, insbesondere 2 bis 5, bevorzugt 1,6 bis 4,2 cm aufweist.
[0124] Das zuvor genannte Verfahren, worin die flächige Darreichungsform eine Dicke von
zwischen 25 und 750 µm, insbesondere von zwischen 30 und 600 µm, bevorzugt von zwischen
50 und 500 µm aufweist.
[0125] Das zuvor genannte Verfahren, worin vor dem Schritt (iii) Bildung eines Abschnittes
eine Besäumung der Ränder der Matrix erfolgt.
[0126] Das zuvor genannte Verfahren, worin der Schritt (iii) mittels Eindrücken einer Schneide
in die Matrix oder Ziehen der Schneide durch die Matrix erfolgt.
Bezugszeichenliste
[0127]
| 10 = |
Konfektioniervorrichtung |
25a - d = |
Dichtung |
| 11 = |
Zylinder |
26 = |
Prägestempel |
| 12 = |
Schneide |
27 = |
Abwinklung |
| 13 = |
Gegenschneide |
28 = |
Abschnitt |
| 14 = |
Auflageplatte/-fläche |
29 = |
Innere |
| 15 = |
Eingriffsbereich |
30 = |
Matrix |
| 16 = |
Nut |
31 = |
Lagerschale |
| 17 = |
Abstreifer |
32 = |
Welle |
| 18 = |
Mantelfläche |
33 = |
Perforationsschneide |
| 19 = |
Bohrung |
40 = |
flächige Darreichungsform |
| 20 = |
Schneidvorrichtung |
41 a, b = |
Trägerfolie |
| 21 = |
Kanal |
42 = |
Sachet |
| 22 = |
Drehdurchführung |
43 = |
Prägung |
| 23 = |
Hohlwelle |
44 = |
Perforation |
| 24a, b = |
Schnittstelle |
45 = |
Rand |
| 46 = |
Aufreißlasche |
|
|
| 50 = |
Peltierelement |
|
|
| 60 = |
Düse |
|
|
| 70 = |
Schneidedraht |
|
|
| 80 = |
Produktionslinie |
|
|
| 81a, b, c = |
Rolle |
|
|
| 82 = |
Bandschneidevorrichtung |
|
|
| 83 = |
Siegeleinrichtung |
|
|
| 84 = |
Druckvorrichtung |
|
|
1. Konfektioniervorrichtung (10) für eine flächige Darreichungsform (40), insbesondere
eine aus Abschnitten (28) einer bandförmigen Matrix (30) gebildeten Darreichungsform
(40), mit wenigstens einer temperierbaren Schneidvorrichtung (20), wobei die Schneidvorrichtung
(20) an Verarbeitungsbedingungen und Ausführung, insbesondere an Fläche, Länge, Material
und Verarbeitungstemperatur der zu konfektionierenden Darreichungsform (40), anpassbar
ist.
2. Konfektioniervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
Größe und/oder Länge der Abschnitte (28) über Positionierung und/oder Eingriffsfrequenz
der Schneidvorrichtung (20) in die Matrix (30) einstellbar ist/sind und/oder die Darreichungsform
(40) als orodispersibler Film, insbesondere als ein wenigstens ein Wirkstoff enthaltender,
bei Raumtemperatur viskoser orodispersibler Film ausgebildet ist.
3. Konfektioniervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schneidvorrichtung (20) eine Schneide (12) aufweist und/oder der Schneide (12)
eine Gegenschneide (13) oder Auflageplatte (14) und/oder zusätzlich oder alternativ
eine Perforationsschneide (33) und/oder ein Präge- oder Druckstempel (26) zugeordnet
ist und/oder die Schneide (12) als Stanze ausgebildet ist, und/oder die Schneide (12)
aus Stahl, insbesondere Bandstahl oder Keramik gebildet ist und/oder die Schneide
(12) eine Beschichtung aufweist, insbesondere wobei die Beschichtung ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus Hartstoff, insbesondere Bornitrid, Titannitrid, Siliciumnitrid,
Siliciumcarbid, Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid, Tantalcarbid,
Aluminiumoxid oder Zirkoniumdioxid, PTFE oder Keramik und/oder die Schneide (12),
die Gegenschneide (13) oder Auflageplatte (14) und/oder ein Eingriffsbereich (15)
der Schneide (12) in die Matrix (30) temperierbar, insbesondere abkühl- oder tiefkühlbar
ausgebildet ist, insbesondere wobei eine Schneidentemperatur und/oder eine Gegenschneiden-
oder Auflageplattentemperatur über ein Peltierelement (50) einstellbar ist und/oder
der Schneide (12) und/oder der Gegenschneide (13) oder Auflageplatte (14) ein temperaturregulierendes
Peltierelement (50) zugeordnet ist und/oder der Schneide (12) und/oder der Gegenschneide
(13) oder Auflageplatte (14) wenigstens eine Düse (60) zur Beaufschlagung mit einem
kalten oder tiefkalten Fluid zugeordnet ist, und wobei eine punktuelle oder flächige
Temperierung, insbesondere Kühlung oder Tiefkühlung der Schneide (12), der Gegenschneide
(13) oder Auflageplatte (14) und/oder des Eingriffsbereich (15) der Schneide (12)
in die Matrix (30) vorgesehen ist.
4. Konfektioniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine punkt- und/oder linienförmige Kühlung oder Tiefkühlung einer Schnittlinie auf
der Matrix (30) vorgesehen ist und/oder die Schneide (12) und/oder die Gegenschneide
(13) oder die Auflageplatte (14) federnd gelagert ist/sind und/oder in der Gegenschneide
(13) oder Auflageplatte (14) eine Nut (16) vorgesehen ist, wobei die Schneide (12)
während eines Schneidvorganges mit der Nut (16) in Eingriff bringbar ist, in die Nut
(16) einsteht oder durch die Nut (16) geführt ist.
5. Konfektioniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidvorrichtung (20) ein Niederhalter für die Matrix (30) zugeordnet ist,
insbesondere wobei die bandförmige Matrix (30) über den Niederhalter der Schneidvorrichtung
(20) zuführbar ist und/oder durch den Niederhalter die bandförmige Matrix (30) klemmbar
oder zwangsführbar ist und/oder der Schneidvorrichtung (20) ein Abstreifer (17) für
die konfektionierte Darreichungsform (40) zugeordnet ist, insbesondere wobei der Abstreifer
(17) einen relativ zu einer Förderrichtung (C) abgewinkelten Arm aufweist und/oder
der Abstreifer (17) den Abschnitt (28) hintergreift und von der Schneidvorrichtung
(20) abhebt.
6. Konfektioniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (20) einen rotierenden Zylinder (11) aufweist und wenigstens
eine, bevorzugt wenigstens zwei Schneide(n) (12) an oder in einer Mantelfläche (18)
des Zylinders (11) angeordnet ist/sind, insbesondere wobei der Zylinder (11) aus Stahl,
Keramik oder Kunststoff gebildet ist und/oder der Zylinder (11) eine Beschichtung,
insbesondere eine Beschichtung mit einem Hartstoff, bevorzugt mit Bornitrid, Titannitrid,
Siliciumnitrid, Siliciumcarbid, Borcarbid, Wolframcarbid, Vanadiumcarbid, Titancarbid,
Tantalcarbid, Aluminiumoxid, Zirkoniumdioxid oder mit PTFE, Keramik oder einem reibungsvermindernden
Kunststoff aufweist und/oder die Schneide(n) (12) lage - und/oder ausrichtungsvariabel
an oder in der Mantelfläche (18) des Zylinders (11) anordenbar ist/sind und/oder die
Schneide(n) (12) am Zylinder (11) lösbar fest, insbesondere schraub-, klemm- oder
steckbar anordenbar ist.
7. Konfektioniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Größe und/oder Länge der konfektionierten Darreichungsform (40) über die Rotationsgeschwindigkeit
des Zylinders (11) und/oder Anzahl und Anordnung der Schneide(n) (12) einstellbar
ist, und/oder dem Zylinder (11) ein Mitnehmer für die Matrix (30) oder die konfektionierte
Darreichungsform (40) zugeordnet ist und/oder der Zylinder (11) eine für die Matrix
(30) oder die konfektionierte Darreichungsform (40) haftende Oberflächenvergütung,
insbesondere Aufrauung aufweist, wobei eine Zuführgeschwindigkeit der Matrix (30)
und/oder eine Weitergabegeschwindigkeit der konfektionierten Darreichungsform (40)
über die Rotationsgeschwindigkeit des Zylinders (11) oder den Mitnehmer einstellbar
ist, und/oder eine Mitnahme der Matrix (30) bzw. eine Weitergabe der konfektionierten
Darreichungsform (40) durch wahlweise Beaufschlagung des Zylinders (11) und/oder der
Mantelfläche (18) mit Unter- bzw. Überdruck über in der Mantelfläche (18) vorgesehene
Strukturen, insbesondere Düsen, Bohrungen (19) oder Schlitze vorgesehen ist, insbesondere
wobei die Strukturen eine gleichmäßige Verteilung, insbesondere band-, linien- oder
clusterförmige aufweisen und/oder dem Zylinder (11) eine Steuerung für die Unter-
bzw. Überdruckbeaufschlagung zugeordnet ist, insbesondere wobei der Zylinder (11)
eine sich während der Rotation ändernde Druckluftführung zur wechselweise Ausbildung
eines Über- oder Unterdrucks an der Mantelfläche (18) aufweist und/oder der Zylinder
(11) ganz oder teilweise temperierbar ausgebildet ist, insbesondere wobei ein Kühlmittelkreislauf
im Inneren (29) des Zylinders (11) vorgesehen ist und/oder eine Punkt- oder Flächenkühlung
des Zylinders (11) und/oder der Mantelfläche (18), insbesondere eines von der Matrix
(30) kontaktierten Bereichs der Mantelfläche (18), vorgesehen ist.
8. Konfektioniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (20) als umlaufender oder austauschbarer Schneidedraht (70)
oder als umlaufende oder in Schnittrichtung oszillierende Klinge ausgebildet ist,
insbesondere wobei die Klinge oder der Schneidedraht (70) temperierbar ausgebildet
ist.
9. Produktionslinie (80) für eine flächige Darreichungsform (40) mit wenigstens einer
Konfektioniervorrichtung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Konfektioniervorrichtung (10) in Produktionsrichtung vorgelagert eine Bandschneidevorrichtung
(82) angeordnet ist, wobei eine Auftrennung einer flächigen Matrix (30) in längenkonfektionierbare
Streifen oder Abschnitte (28) in der Bandschneidevorrichtung (82) vorgesehen ist und/oder
eine Zuführvorrichtung für die Matrix (30) vorgesehen ist, insbesondere wobei eine
Zuführgeschwindigkeit der Zuführvorrichtung manuell oder automatisch einstellbar und/oder
mit einer Arbeitsgeschwindigkeit der Schneidvorrichtung (20), bevorzugt der Rotationsgeschwindigkeit
der rotierenden Zylinder (11) oder der rotierenden Walze synchronisierbar ist und/oder
eine Bevorratung und Zuführung des flächigen Materials innerhalb der Produktionslinie
(80) vorgesehen ist.
10. Produktionslinie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Konfektioniervorrichtung (10) in Produktionsrichtung nachgelagert eine Siegeleinrichtung
(83), insbesondere zur Bildung von die flächige Darreichungsform (40) beinhaltenden
Sachets (42) angeordnet ist, und eine Synchronisation von Siegelgeschwindigkeit und
Schnittgeschwindigkeit der Konfektioniervorrichtung (10) vorgesehen ist, insbesondere
wobei eine schrittweise oder kontinuierliche Weitergabe der konfektionierten Darreichungsform
(40) von der Vorrichtung zur Konfektionierung an die Siegeleinrichtung (83) vorgesehen
ist.
11. Verfahren zur Konfektionierung einer flächigen Darreichungsform (40), umfassend die
Schritte:
(i) Mitnahme, insbesondere schleifende Mitnahme einer bandförmigen Matrix (30) oder
eines Matrixabschnittes,
(ii) Zuführen der Matrix (30) zu einer Schneidvorrichtung (20), und
(iii) Bildung eines Abschnittes (28) definierter Länge aus der Matrix (30) durch die
Schneidvorrichtung (20),
wobei eine wenigstens abschnitts- oder bereichsweise Temperierung, insbesondere Kühlung
oder Tiefkühlung der Schneidvorrichtung (20), der Matrix (30) und/oder einer Trennlinie
vorgesehen ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahme der Matrix (30) durch die Schneidvorrichtung (20), insbesondere vermittelt
über die Mantelfläche (18) des in der Schneidvorrichtung (20) vorgesehenen Zylinders
(11), vorgesehen ist und/oder ein Erfassen durch Unterdruckbeaufschlagung des Zylinders
(11) und/oder der Mantelfläche (18) erfolgt, insbesondere wobei der Unterdruck bei
zwischen 1 und 1000 mbar, insbesondere bei zwischen 10 und 950 mbar, bevorzugt bei
zwischen 50 und 750 mbar liegt und wobei ein Abheben des Abschnittes (28) durch Überdruckbeaufschlagung
des Zylinders (11) und/oder der Mantelfläche (18) erfolgt, insbesondere wobei der
Überdruck bei zwischen 1 und 1000 mbar, insbesondere bei zwischen 10 und 950 mbar,
bevorzugt bei zwischen 50 und 750 mbar liegt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Definition der Länge über die Rotationsgeschwindigkeit und/oder Oberflächenbeschaffenheit
des Zylinders (11) und/oder die Höhe und Dauer der Unterdruckbeaufschlagung und die
daraus resultierende Mitnahmedauer einstellbar ist, insbesondere wobei der Zylinder
(11) eine Rotationsgeschwindigkeit von zwischen 0,5 und 80 U/Min., insbesondere von
zwischen 1 und 40 U/Min., bevorzugt 20 U/Min. aufweist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, ferner umfassend die Schritte,
(iv) Abstreifen des Abschnittes (28) und
(v) Weitergabe an eine nachgeordnete Siegel- oder Verpackungseinheit, insbesondere
wobei das Abstreifen auf oder eine Weitergabe durch einen Schritt - oder Unstetigförderer
vorgesehen ist, wobei der Schritt- oder Unstetigförderer bevorzugt eine Fördergeschwindigkeit
von zwischen 0,5 und 7,5 m/Min., insbesondere von zwischen 1 und 6 m/Min., bevorzugt
von 5 m/Min. aufweist und/oder die Siegel- oder Verpackungseinheit eine Fördergeschwindigkeit
von zwischen 0,5 und 7,5 m/Min., insbesondere von zwischen 1 und 6 m/Min., bevorzugt
von 5 m/Min. aufweist, und/oder die Siegel- oder Verpackungseinheit in den Schritt
- oder Unstetigförderer integriert ist
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt (i) eine Auftrennung eines flächig oder als Folienband bevorrateten
Matrixmaterials vorgesehen ist, insbesondere wobei bei der Auftrennung eine Festlegung
der Breite der flächigen Darreichungsformen (40) erfolgt, wobei die flächige Darreichungsform
(40) bevorzugt eine Breite von 0,5 bis 5, insbesondere 1 bis 3, bevorzugt 1,25 bis
2,5 cm und/oder eine Länge von zwischen 1 und 6, insbesondere 2 bis 5, bevorzugt 1,6
bis 4,2 cm aufweist und/oder die flächige Darreichungsform (40) eine Dicke von zwischen
25 und 750 µm, insbesondere von zwischen 30 und 600 µm, bevorzugt von zwischen 50
und 500 µm aufweist und/oder vor dem Schritt (iii) Bildung eines Abschnittes (28)
eine Besäumung der Ränder der Matrix (30) erfolgt und/oder Schritt (iii) mittels Eindrücken
einer Schneide (12) in die Matrix (30) oder Ziehen der Schneide (12) durch die Matrix
(30) erfolgt.