[0001] Die Erfindung betrifft eine Duscheinrichtung umfassend eine im Querschnitt U-förmige
Führungsschiene und einen in der Führungsschiene verschieblich angeordneten Schlitten,
wobei der Schlitten einen Halter zur Aufnahme einer Handbrause aufweist, wobei der
Schlitten eine Schlittenkufe zeigt, wobei die Schlittenkufe zu beiden Seiten jeweils
mindestens ein Führungsglied aufweist.
[0002] Duscheinrichtungen der eingangs genannten Art sind bekannt. So ist beispielsweise
aus der
CH 453237 eine Halteeinrichtung für die Brause einer Duschanlage bekannt, wobei eine im Querschnitt
C-förmige Führungsschiene vorgesehen ist, in der ein Schlitten längs verfahrbar angeordnet
ist, wobei auf der Rückseite des Schlittens eine Blattfeder angeordnet ist, durch
die der Schlitten gegen die Führungsschiene gepresst gehalten wird. Das heißt, dass
durch die Blattfeder eine Reibkraft erzeugt wird, die derart ist, dass der Schlitten
mit der Handbrause in jeder beliebigen Stellung in der Schiene feststellbar ist. Nachteilig
hierbei ist, dass der Steg der C-förmigen Schiene auf seiner Vorderseite, also auf
der Sichtseite aufgrund der Blattfeder verkratzen wird.
[0003] Aus der
DE-OS 14980255 ist eine Vorrichtung zum Verschieben und Feststellen einer Handbrause an einer feststehenden
Führungssäule bekannt, wobei der Halter für die Handbrause als ein Kunststoffgehäuse
ausgebildet ist, das einen Dauermagneten aufnimmt, wobei durch den Dauermagneten in
Verbindung mit einem in dem Führungsgestänge angeordneten Eisenrohr eine Haltekraft
für das Gehäuse erzeugt werden soll, die es erlaubt, dieses Gehäuse an jeder beliebigen
Stelle der Führungssäule zu fixieren.
[0004] Aus der
EP 1 087 073 A2 ist des Weiteren eine Führungseinrichtung, beispielsweise für eine Handbrause bekannt,
bei der ebenfalls ein Gehäuse vorgesehen ist. Das Gehäuse weist auf seiner der C-förmigen
Schiene zugewandten Seite eine Kunststoffleiste auf, wobei in der C-förmigen Schiene
ein Gleitstück ebenfalls aus Kunststoff vorgesehen ist, das durch eine Schraube in
dem Gehäuse gegen die C-förmige Schiene anziehbar ist. Diese in der EP beschriebene
Vorrichtung erscheint nicht praxisgerecht, da die Justierung der Haltekraft ohne Demontage
der Handbrause nicht möglich ist.
[0005] Aus der
DE 69 011 79 ist eine Brausegarnitur bekannt, wobei eine Schiene vorgesehen ist, wobei auf der
Schiene mittels eines an der Handbrause angeordneten Magneten die Handbrause fixierbar
ist.
[0006] In der
DE 40 006 21 A1 ist eine Wandstange beschrieben, die eine schwalbenschwanzförmige Ausnehmung aufweist.
Diese Wandstange ist beabstandet zur Wand eines Gebäudes angeordnet. Durch die schwalbenschwanzförmige
Nut ist ein ebenfalls schwalbenschwanzförmiger Schuh verschieblich aufgenommen, wobei
in dem schwalbenschwanzförmigen Schuh eine zentrische Öffnung vorgesehen ist, in der
eine Kugel verschieblich geführt ist. Auf die Kugel wirkt ein Druckstück, das federbelastet
einstellbar ist. Mit zunehmendem Druck auf die Kugel wird die Kraft mit der sich die
Keilflächen des Schuhs an die Führung der schwalbenschwanzförmigen Nut der Wandstange
anliegen immer größer. Das heißt, die Kraft und hier insbesondere die Reibkraft zum
Verschieben des Schuhs in der Wandstange bzw. in der schwalbenschwanzförmigen Nut
der Wandstange wird dabei ebenfalls immer größer. Es ist hierbei davon auszugehen,
dass die Kugel auf der Schiene weniger entlang läuft, als vielmehr gleitet, und hierbei
Riefen auf der Schiene entstehen, die einen optisch unschönen Eindruck beim Betrachter
hinterlassen. Außerdem ist die Justierung der Anpresskraft problematisch.
[0007] Aus der
DE-A 21 096 42 ist ebenfalls eine Handbrause bekannt, die mittels Magneten an einer entsprechenden
Schiene fixierbar ist. Gleiches gilt für die
DE 197 10 396 A1.
[0008] Aus der
EP 2 096 215 A2 ist eine Vorrichtung zur Halterung einer Handbrause an einer Wand eines Gebäudes
bekannt, wobei eine an der Wand anliegende, aus einem magnetischen Werkstoff bestehende
Schiene vorgesehen ist, sowie ein auf der Schiene verschieblicher, länglicher Schlitten.
Hierbei besitzt der Schlitten einen Ausleger zur Aufnahme einer Handbrause, wobei
der Schlitten mindestens einen Magneten aufweist. Die Schiene zur Aufnahme des Schlittens
ist hierbei im Querschnitt C-förmig ausgebildet und ist in der Lage den Schlitten
insofern formschlüssig zu erfassen. Dem Steg der Schiene zugewandt weist der Schlitten
Gleiter aus Kunststoff auf, wobei beabstandet zur Schiene an dem Schlitten Dauermagnete
vorgesehen sind. Hierdurch wird erreicht, dass obwohl der Schlitten mittels Magnetkraft
an der Schiene gehalten wird, aufgrund der Gleiter die minimal über die Magnete überstehen,
die Magnete nicht in unmittelbaren Kontakt mit der Schiene gelangen, und insofern
die Gefahr des Verkratzens der Schiene durch Kontakt mit dem Magneten nicht besteht.
Allerdings ist die Einstellung der Haltekraft diffizil, da diese abhängig ist von
dem Abstand der Magnete zu der Schiene. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass mit zunehmendem
Abstand der Magnete von der Schiene die Haltekraft nicht etwa linear abnimmt, sondern
exponentiell.
[0009] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestehend demzufolge darin, eine Duscheinrichtung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei der auf einfache Art und Weise die
Führung eines Schlittens zur Aufnahme einer Handbrause ohne Verkratzen der Sichtflächen
der Führungsschiene gewährleistet ist. Darüber hinaus soll eine ruckfreie Verschiebung
des Schlittens in der Schiene ermöglicht werden.
[0010] Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die an beiden Seiten
der verschieblichen Schlittenkufe angeordneten Führungsglieder in entsprechenden in
den beiden Schenkeln der im Querschnitt U-förmigen Schiene angeordneten Führungsnuten
lagern. Das heißt, die eigentlichen Gleitflächen sind von außen nicht sichtbar, sodass
auch keine Kratzspuren erkennbar sind. Die Führungsnuten sind bevorzugt bogenförmig
ausgebildet, wobei die Führungsglieder korrespondierend hierzu ausgebildet sind, also
ebenfalls eine bogenförmige Anlagefläche zur Anlage an der Führungsnut aufweisen.
Von der Erfindung umfasst sind allerdings auch eckige Führungsnuten oder auch Führungsnuten
in Schwalbenschwanzform; die Führungsglieder sind dann ebenfalls entsprechend ausgebildet.
Der Vorteil einer bogenförmigen Ausgestaltung der Führungsnuten und der Führungsschienen
besteht in der leichteren Reinigung und der selbsttätigen Zentrierung.
[0011] Insbesondere ist die Anordnung der Führungsnuten derart, dass der Schlitten allseitig
einen Abstand zu der Führungsschiene aufweist, d. h. bis auf die Führungsglieder mit
der Führungsschiene nicht in Kontakt steht. Dadurch, dass lediglich die Führungsglieder
mit der Schiene in Kontakt stehen, wird eine ruckfreie Verschiebung des Schlittens
ermöglicht.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Führungsnuten im Querschnitt bogenförmig
ausgebildet, wobei korrespondierend hierzu das Führungsglied einen im Querschnitt
bogenförmigen Kopf aufweist. Hierdurch wird eine quasi automatische Zentrierung des
Schlittens in den Führungsnuten gewährleistet, was zur Folge hat, dass der Schlitten
spielfrei in der Schiene geführt ist.
[0013] Nach einem weiteren, besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Schlitten quer zur Längsachse der Führungsschiene derart verschiebbar ist,
dass mindestens ein Führungsglied auf einer Seite der Schlittenkufe außer Eingriff
mit der diesem mindestens einem Führungsglied zugeordneten Führungsnut gelangt. Die
Herausnahme des Schlittens aus der Führungsschiene ist so auf einfache Art und Weise
möglich. Wie aus dem Stand der Technik bereits hinreichend bekannt ist, wird üblicherweise
die Führungsschiene zur Aufnahme des Schlittens für eine Handbrause als eine Konstruktion
ausgestaltet, die auf der Wand angeordnet ist. Dies ist im Wesentlichen nicht mehr
zeitgemäß, unter anderem auch deshalb, weil solche auf der Wand aufbauenden Führungsschienen
schwierig zu reinigen sind. Wird eine Schiene allerdings in der Wand eingelassen,
dann kann der Schlitten zu Reinigungszwecken oder auch zum Zwecke des Austausches
nicht mehr so ohne Weiteres aus der Schiene herausgenommen werden, da die Enden der
Schiene nicht freiliegen. Wenn nun allerdings der Schlitten quer zur Längsachse der
Führungsschiene verschieblich ist, und zwar derart verschieblich ist, dass das mindestens
eine Führungsglied auf der einen Seite der Schlittenkufe außer Eingriff mit der diesem
mindestens einen Führungsglied zugeordneten Führungsnut gelangt, dann ist insofern
eine einfache Möglichkeit des Ausbaues des Schlittens aus der Führungsschiene gegeben.
Gleiches gilt in äquivalenter Weise für den Einbau des Schlittens in die Führungsschiene.
Hierauf wird an anderer Stelle noch näher eingegangen werden.
[0014] In diesem Zusammenhang ist das mindestens auf einer Seite der Schlittenkufe angeordnete
mindestens eine Führungsglied in Richtung des Schlittens beweglich von dem Schlitten
aufnehmbar. Das heißt, dass das Führungsglied in Richtung der Kufe des Schlittens
beweglich an der Längskante der Kufe des Schlittens angeordnet ist. Insbesondere ist
in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass das Führungsglied mindestens einen Führungsfinger
zur Aufnahme durch eine Aussparung in der Schlittenkufe aufweist. Hieraus wird deutlich,
dass durch den Führungsfinger das Führungsglied in der Aussparung der Schlittenkufe
beweglich geführt ist. In diesem Zusammenhang ist in der Aussparung zur Aufnahme des
Führungsfingers vorteilhaft ein Federelement angeordnet, beispielsweise eine Druckfeder,
sodass das Führungsglied quer zur Längsachse der Führungsschiene entgegen der Kraft
der Feder beweglich durch die Schlittenkufe aufnehmbar ist. Hieraus wird deutlich,
dass wenn der Schlitten quer zur Längsachse der Führungsschiene in der Führungsschiene
verschoben wird, sich das Führungsglied auf der einen Seite in Richtung auf die Kufe
des Schlittens zubewegen wird, wobei dann, wenn das gegenüberliegende Führungsglied
freiliegt, d. h. aus der entsprechenden Führungsnut herausgelangt der Schlitten von
der Führungsschiene abgenommen werden kann.
[0015] Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn das Führungsglied nach Art
einer Kopfleiste ausgebildet ist, wobei die Kopfleiste mehrere Führungsfinger, die
insbesondere in Reihe angeordnet sind, aufweist, die durch entsprechende ebenfalls
in Reihe angeordneter Aussparungen in der Schlittenkufe aufgenommen werden. Die Verwendung
einer Kopfleiste hat den Vorteil, dass eine Verkantung des Schlittens bei Verschiebung
in der Schiene vermieden wird, da die Anlage- oder Gleitflächen entsprechend lang
sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, auf jeder Leiste des Schlittens, d. h. zu
jeder Seite der Schlittenkufe unter Umständen auch mehrere derartige Kopfleisten,
insbesondere zwei Kopfleisten hintereinander anzuordnen, die für die Führung und die
Fixierung des Schlittens in der Führungsschiene sorgen. In diesem Zusammenhang ist
darauf hinzuweisen, dass die Federelemente mit der zumindest auf einer Seite der Schlittenkufe
das mindestens eine Führungsglied beaufschlagt wird, nicht nur dazu dienen, einen
entsprechenden Verschiebeweg bei Bewegung des Schlittens quer zur Längsachse der Führungsschiene
zu ermöglichen, sondern dass darüber hinaus durch die Anzahl und Art der Federelemente
auch die Druckkraft einstellbar ist, mit welcher die Führungsglieder zu beiden Seiten
der Kufe des Schlittens in die entsprechende Führungsnut gedrückt werden. Da das mindestens
eine Führungsglied lösbar mit dem Schlitten in Verbindung steht, können nach Entnahme
des Führungsgliedes durch einfachen Austausch von Federn unterschiedlicher Federkraft
oder durch die Anzahl der eingesetzten Federn auch unterschiedliche Anpressdrücke
bewerkstelligt werden. Hieraus wird deutlich, dass auf verhältnismäßig einfache Art
und Weise eine Veränderung der Anpresskraft, beispielsweise bei Verschleiß der insbesondere
aus einem Kunststoff bestehenden Führungsglieder vorgenommen werden kann. Auch kann
durch die Auswahl und/oder Anzahl der Federn die Haltekraft des Schlittens in der
Schiene an das Gewicht der Handbrause angepasst werden, denn diese sind je nach Typ
unterschiedlich schwer. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die Reibkraft zwischen
den Führungsgliedern des Schlittens und der Schiene so stark eingestellt wird, dass
der Schlitten nicht nur sicher in der Schiene gehalten wird, sondern der Schlitten
sich noch leichtgängig in der Schiene bewegen lässt.
[0016] In diesem Zusammenhang ist insbesondere vorgesehen, dass die Schlittenkufe auf einer
Seite einen seitlichen Verschiebeweg zu dem zu der Schlittenkufe benachbarten einen
Schenkel der Führungsschiene aufweist. Dieser Abstand ist größer, als die Tiefe der
Führungsnut in dem anderen, gegenüberliegenden Schenkel der Führungsschiene. Des Weiteren
weist das Führungsglied im Bereich des einen Schenkels der Führungsschiene einen Verschiebeweg
in Richtung zur Schlittenkufe auf, der ebenfalls in etwa der Tiefe der Führungsnut
in dem anderen Schenkel der Führungsschiene entspricht. Oder anders ausgedrückt bedeutet
dies, dass wenn das eine Führungsglied auf einer Seite des Schlittens in der Kufe
federbelastet quer zur Längsachse der Schiene beweglich durch die Kufe aufgenommen
ist, dann ein seitlicher Abstand zwischen der Kufe einerseits und dem Schenkel der
im Querschnitt U-förmigen Führungsschiene vorhanden sein muss, der in etwa der Tiefe
der Führungsnut zur Aufnahme des Führungsgliedes im gegenüberliegenden Schenkel der
Führungsschiene entspricht. Entsprechendes gilt, wenn das Führungsglied einen Kopf
oder eine Kopfleiste zeigt, die über den Führungsfinger übersteht, da in einem solchen
Fall der Kopf den Anschlag für den Schlitten bildet.
[0017] Denkbar ist in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Ausführungsform, bei dem die Kopfleisten
zu beiden Seiten der Kufe des Schlittens jeweils federbelastet in den entsprechenden
Aussparungen gelagert sind, wobei bei einer solchen Ausführungsform der Abstand der
Kufe zu den beiden Schenkeln der Führungsschiene gleich gewählt sein kann, er muss
lediglich derart bemessen sein, dass zumindest die mindestens eine Kopfleiste auf
einer Seite der Schlittenkufe außer Eingriff mit der sie aufnehmenden Führungsnut
gelangen kann.
[0018] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielhaft näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt in perspektivischer Darstellung die U-förmige Führungsschiene einschließlich
des Schlittens mit dem Halter zur Aufnahme der Handbrause;
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt durch den Schlitten und die U-förmige Führungsschiene gemäß Fig.
1;
- Fig. 2a
- zeigt schematisch den Vorgang des Aushebens des Schlittens aus der Schiene;
- Fig. 3
- zeigt eine Seitenansicht auf den Schlitten gemäß Fig. 2, wobei die U-förmige Führungsschiene
weggelassen ist.
- Fig. 4
- zeigt einen Schnitt der einen Seite des Schlittens.
[0019] Gemäß Fig. 1 ist die im Querschnitt U-förmige Führungsschiene mit 1 bezeichnet, der
durch die U-förmige Führungsschiene aufgenommene Schlitten mit 10, wobei der Schlitten
10 den Halter 20 aufweist, der schlussendlich über einen Adapter 21 die nicht dargestellte
Handbrause aufnimmt. Der Schlitten 10 ist in der U-förmig ausgebildeten Führungsschiene
1 verschieblich angeordnet. Die U-förmige Führungsschiene 1 wird auf der Wand oder
vorzugsweise in der Wand einer Dusche eingebaut, was jedoch bedeutet, dass die Enden
der Schiene nicht freiliegen. Hieraus folgt, dass der Schlitten 10 nicht an den Enden
aus der Schiene herausgeschoben werden kann. Entsprechendes gilt für die Montage der
Schiene auf der Wand, wenn die Schiene Endstücke aufweist.
[0020] Relevant für das Verständnis der Erfindung sind die Figuren 2 bis 4. Der Schlitten
10 weist an seinen Längskanten 11 a vier hintereinander angeordnete Aussparungen 6
auf. Die Aussparungen 6 zu beiden Seiten des Schlittens 10 dienen der Aufnahme von
Führungsgliedern 12, 13. Ein jedes Führungsglied 12, 13 zeigt eine Kopfleiste 14,
15, wobei eine solche Kopfleiste 14, 15 mehrere hintereinander angeordnete Führungsfinger
16, 17 aufweist. Zur Aufnahme der Führungsfinger 16, 17 in der Schlittenkufe 11 des
Schlittens 10 dienen im vorliegenden Fall vier hintereinander in der Schlittenkufe
angeordnete Aussparungen 6.
[0021] Die im Querschnitt U-förmige Führungsschiene 1 zeigt im Bereich ihrer Schenkel jeweils
eine längs verlaufende Führungsnut 3. Die Führungsnut 3 ist gewölbt, insbesondere
kreisbogenförmig gewölbt ausgebildet. Korrespondierend zu der Form der Nut 3 sind
die Kopfleisten 14, 15 ausgebildet. Durch die korrespondierende Ausbildung der Kopfleisten
14, 15 zu der Form der Nut 3 wird erreicht, dass der Schlitten 10 in der im Querschnitt
U-förmigen Schiene zentriert geführt ist. Erkennbar weist der Schlitten umlaufend
einen Abstand zu der Schiene 1 auf. Das heißt, dass der Schlitten ausschließlich durch
die Führungsglieder in den Führungsnuten geführt ist. Dies hat insbesondere zur Folge,
dass der Boden 4 der Schiene 1 beabstandet zur Unterseite der Schlittenkufe 11 verläuft,
wie sich das unmittelbar aus der Darstellung gemäß Fig. 2 ergibt. Somit schwebt der
Schlitten über dem Boden (Steg) der U-förmigen Führungsschiene. Insofern können auf
dem Boden 4 der Schiene 1 auch keine Kratzer entstehen.
[0022] Für die Lagerung des Führungsgliedes 12, 13 sind Führungsfinger 16, 17 vorgesehen,
die an dem als Kopfleiste ausgebildeten Kopf des
[0023] Führungsgliedes angeordnet sind. Zur Aufnahme der Führungsfinger 16, 17 dienen die
Aussparungen 6 in der Längskante 11 a des Schlittens 11, wie sich dies aus der Darstellung
gemäß Fig. 3 und Fig. 4 ergibt. Hierbei ist wesentlich, dass die Führungsfinger 16
des Führungsgliedes 12 in jeweils einer Aussparung 6 lagern, wobei in einer Mehrzahl
dieser Aussparungen 6 ein Federelement 7 in Form einer Druckfeder angeordnet ist.
Dieses Federelement 7 sorgt dafür, dass nicht nur das Führungsglied 12 mit der Kopfleiste
14 gegen die Führungsnut 3 gedrückt wird, sondern auch die Kopfleiste 15 gegen die
entsprechende Führungsnut 3 in dem gegenüberliegenden Schenkel der U-förmigen Führungsschiene
1. Die Druckkraft ist hierbei einstellbar entweder dadurch, dass eine Mehrzahl der
Führungsfinger 16 unter der Last einer Feder stehen, oder dadurch, dass Federn mit
größerer oder kleinerer Federkraft Verwendung finden.
[0024] Die Führungsnut 3 weist eine Tiefe auf, die in der Fig. 2 mit "x" bezeichnet ist.
Der Abstand der Längskante 11 a zur Kopfleiste ist mit "S
1", der maximale Federweg mit "S
2" gekennzeichnet. Soll nun der Schlitten aus der Führungsschiene 1 herausgenommen
werden, so ist erforderlich, dass die Kopfleiste 15 aus dem Bereich der Führungsnut
3 gelangt. Hierzu ist es erforderlich, dass der Schlitten 10 in Richtung des Pfeiles
40 verschoben wird, wobei der Verschiebeweg des Schlittens in Richtung des Pfeiles
40 mindestens der Tiefe "x" der Führungsnut entsprechen muss. Dies ist dann gewährleistet,
wenn sich die Federelemente 7 in den Aussparungen 6 mindestens um den Weg "S
2" der Tiefe der Führungsnut zusammendrücken lassen. Insofern ist es auch erforderlich,
dass die Längskante 11 a der Schlittenkufe 11 einen Abstand "S
1" zur Kopfleiste 14 bzw. zur entsprechenden Kante des Schenkels der Führungsschiene
im Bereich der Führungsnut aufweist, der ebenfalls mindestens der Tiefe "x" der Führungsnut
entspricht. Oder anders ausgedrückt bedeutet dies, dass "S
1" und "S
2" jeweils größer oder gleich "X" sein müssen. Aus Fig. 2a ergibt sich nun, wie das
Herausheben des Schlittens aus der Schiene vorgenommen wird. Hierbei ist auch wesentlich,
dass die Kufe einen Abstand "A" zur Oberseite der Schiene aufweist, der ein Verkanten
zum Herausheben des Schlittens aus der Schiene zulässt.
[0025] Aus den Figuren 3 und 4 ist erkennbar, dass nicht nur ein Führungsglied 12, 13 zu
jeder Seite der Schlittenkufe 11 angeordnet sein kann, sondern beispielsweise auch
zwei derartige Führungsglieder hintereinander. Entsprechend sind mehrere Aussparungen
6 an der Längsseite der Schlittenkufe 11 vorgesehen. Hierdurch werden die Führungseigenschaften
des Schlittens verbessert.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 1
- U-förmige Schiene
- 3
- Führungsnut in der U-förmigen Schiene
- 4
- Boden
- 6
- Aussparung in der Schlittenkufe
- 7
- Feder
- 10
- Schlitten
- 11
- Schlittenkufe
- 11 a
- Längskante der Schlittenkufe
- 12, 13
- Führungsglied
- 14, 15
- Kopfleiste
- 16, 17
- Führungsfinger
- 20
- Halter
- 21
- Adapter für die Handbrause
- 40
- Pfeil
- "x"
- Tiefe der Führungsnut
- S1
- Abstand von Kufenlängskante zur Kopfleiste
- S2
- maximaler Federweg
1. Duscheinrichtung umfassend eine im Querschnitt U-förmige Führungsschiene (1) und einen
in der Führungsschiene verschieblich angeordneten Schlitten (10), wobei der Schlitten
(10) einen Halter (20) zur Aufnahme einer Handbrause aufweist, wobei der Schlitten
(10) eine Schlittenkufe (11) aufweist, wobei die Schlittenkufe (11) zu beiden Seiten
jeweils mindestens ein Führungsglied (12, 13) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an beiden Seiten der Schlittenkufe (11) angeordneten Führungsglieder (12, 13)
in entsprechenden, in den beiden Schenkeln der im Querschnitt U-förmigen Schiene (1)
angeordneten Führungsnuten (3) lagern.
2. Duscheinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung der Führungsnuten (3) und/oder der Führungsglieder (12, 13) derart
ist, dass der Schlitten (10) allseitig einen Abstand zur U-förmigen Führungsschiene
(1) aufweist.
3. Duscheinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsnuten (3) im Querschnitt bogenförmig ausgebildet sind.
4. Duscheinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsglied (12, 13) korrespondierend zu dem Querschnitt der Führungsnuten
(3) einen im Querschnitt bogenförmigen Kopf aufweist.
5. Duscheinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsglied (12, 13) lösbar mit dem Schlitten (10) in Verbindung steht.
6. Duscheinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlitten (10) quer zur Längsachse (Pfeil 40) der U-förmigen Führungsschiene
derart verschiebbar ist, dass das mindestens eine Führungsglied (12, 13) auf einer
Seite der Schlittenkufe (11) außer Eingriff mit der diesem mindestens einem Führungsglied
(12, 13) zugeordneten Führungsnut (3) gelangt.
7. Duscheinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens das auf einer Seite der Schlittenkufe (11) angeordnete mindestens eine
Führungsglied (12, 13) in Richtung des Schlittens (10) beweglich von dem Schlitten
(10) aufnehmbar ist.
8. Duscheinrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsglied (12, 13) mindestens einen Führungsfinger (16, 17) zur Aufnahme
durch eine Aussparung (6) in der Schlittenkufe (11) aufweist.
9. Duscheinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Aussparung (6) zur Aufnahme des Führungsfingers (16, 17) ein Federelement
(7) angeordnet ist, sodass das Führungsglied (12, 13) entgegen der Kraft des Federelements
(7) beweglich durch die Schlittenkufe (11) aufnehmbar ist.
10. Duscheinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsglied (12, 13) eine Kopfleiste (14, 15) aufweist, wobei die Kopfleiste
(14, 15) mehrere Führungsfinger (16, 17) aufweist, die durch entsprechende Aussparungen
(6) in der Schlittenkufe (11) aufgenommen werden.
11. Duscheinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlittenkufe (11) einen seitlichen Verschiebeweg zu dem benachbarten einen Schenkel
der U-förmigen Führungsschiene (1) aufweist, wobei zum einen dieser Abstand größer
ist als die Tiefe ("x") der Führungsnut (3) in dem anderen Schenkel der Führungsschiene
(1) und wobei zum anderen das Führungsglied (12, 13) im Bereich des einen Schenkels
der U-förmigen Führungsschiene (1) einen Verschiebeweg relativ zur Schlittenkufe (11)
aufweist, der in etwa der Tiefe ("x") der Führungsnut (3) in dem anderen Schenkel
der U-förmigen Führungsschiene (1) entspricht.
12. Duscheinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (7) als Druckfeder ausgebildet ist.
13. Duscheinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlitten (10) mit seinen Längskanten zu dem Abstand zu dem jeweiligen Schenkel
der U-förmigen Führungsschiene (1) überdeckt.