[0001] Die Erfindung betrifft ein Treibriegel-Schaltschloss nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die
DE 3535344 A1 offenbart ein Treibriegelschaltschloss, bei dem eine Hilfsfalle über den Schlossstulp
vorragt und beim Schließen des Flügels durch den Rahmen senkrecht zum Falz verlagert
wird. Die Hilfsfalle besitzt an ihrem Fallenschwanz eine konische Verjüngung, die
einer Ausnehmung eines Sperrelementes zugeordnet ist. Im aktivierten Zustand des Sperrelementes
tritt der verdickte Abschnitt des Fallenschwanzes in Öffnung, die dadurch vom Treibriegel
zurückgezogen wird. In der deaktivierten Stellung, also bei geöffnetem Flügel, wird
die Hilfsfalle durch eine Feder vor den Stulp gedrängt und die konische Verjüngung
durchgreift mit dem durchmesserkleineren Abschnitt die Öffnung in dem Sperrelement,
welches dadurch über eine zweite Feder kraftbeaufschlagt in seine Verriegelungsstellung
gelangen kann. Die Ausgestaltung erfordert neben mehreren Bauteilen auch einen großen
Bauraum, der durch eine Ausnehmung geschaffen werden muss.
[0003] Die
JP S528097 U zeigt ein Treibriegelschaltschloss, bei dem der in seine Verschlusstellung vorgespannte
Treibriegel durch einen Auslöser gehalten wird. Der Auslöser ist ein schwenkbar in
einem Gehäuse gelagerter zweiarmiger Hebel, der über einen ersten Arm an den Rahmen
anschlägt und dadurch so verschwenkt, dass sein zweiter Arm einen Anschlag des Treibriegels
freigibt. Dadurch wird der Treibriegel freigegeben und verriegelt. Zur Realisierung
der Ausgestaltung muss der erste Arm an der Rahmensichtfläche des Rahmens anschlagen,
was zu Betätigungspuren führt. Zudem ist der Bauraum des senkrecht zur Rahmenebene
schwenkbaren Hebels groß und setzt eine entsprechende anzufertigende oder vorhandene
Hohlraumgestaltung voraus.
[0004] Gattungsgemäße Treibriegel-Schaltschlösser sind bereits bekannt. Bei dem aus der
EP 0859106 B1 bekannten Treibriegel-Schaltschloss hat der Schlossstulp eine Bohrung, welche eine
Durchtrittsöffnung für einen in Richtung seiner ausgefahrenen Verriegelungsstellung
federbelasteten Treibriegel bildet. Es ist an dem Schlossgehäuse ferner eine federbelastete
Klemmplatte vorgesehen, die den Treibriegel mit einem Klemmauge umgreift und ihn in
beliebigen Einfahrstellungen zu blockieren erlaubt. Vorgesehen ist auch eine den Schlossstulp
gleichfalls durchdringende und unter Federkraft stehende Schaltfalle, die bei Auftreffen
auf den Türrahmen einzudrücken ist und dabei die Klemmplatte in ihre den Treibriegel
freigebende Freigabestellung verschwenkt.
[0005] Treibriegel-Schaltschlösser obiger Art sind auch durch die DE-PS
2746049 und DE-PS
2912881 bekannt. Sie werden üblicherweise in den Standflügel zweiflügeliger Türen eingebaut,
z. B. entsprechend dem DE-GM
8701630, um sicherzustellen, dass der unter Federkraft stehende Treibriegel bei geöffnetem
Flügel in seiner Entriegelungsstellung gehalten wird und erst in seine Verriegelungsstellung
ausfährt, nachdem der Standflügel seine Schliesslage erreicht hat. Dabei greift dann
der Treibriegel mit seinem äußeren Ende in das Schliessloch eines am festen Türrahmen
vorhandenen Schliessblechs ein, das zugleich auch als Anschlag für die Schaltfalle
dient. Besondere Bedeutung kommt dabei der im Schlossgehäuse untergebrachten Klemmplatte
zu, die den Treibriegel nicht nur in seiner voll eingefahrenen Stellung sondern ihn
auch in beliebigen anderen Einfahrstellungen zu blockieren erlaubt. Das ist deswegen
wichtig, weil die Treibriegelstangen bei z.B. großer Tür-Falzluft nicht immer unbedingt
vollständig eingefahren werden müssen. Die vorbeschriebenen bekannten Schaltschlösser
sind aber noch von vergleichsweise sperriger Bauart, da sie ein herkömmlich als rechteckiger
Kasten ausgebildetes Schlossgehäuse besitzen, in welchem der Treibriegel und die Schaltfalle
mit Abstand nebeneinander liegen und auch eine entsprechend lang ausgebildete Klemmplatte
erfordern. Der Einbau dieser bekannten Schaltschlösser erfordert daher auch entsprechend
große Aussparungen im Türflügel, zumeist an der oberen Flügelecke, was vor allem bei
Rohrrahmentüren problematisch ist. Letztere bestehen nämlich aus Rohrprofilen, die
auf Gehrung geschnitten und über besondere Eckverstärkungen miteinander verbunden
sind. Gerade hier aber muss das Treibriegel-Schaltschloss installiert werden, was
nicht nur mit Schwierigkeiten verbunden ist, sondern auch eine entsprechende Schwächung
gerade dieser Eckverstärkung mit sich bringt. Ähnliche Ausgestaltungen finden sich
in der
EP 0635611 B1 und der
EP 1201853 B1.
[0006] Bei dem aus der
EP 0859106 B1 bekannten Treibriegel-Schaltschloss ist der zylindrische Treibriegel in einer Klemmhülse
aufgenommen, welche ihrerseits in einer sich am Innendurchmesser konisch verjüngenden
Hülse aufgenommen ist. Die äußere Hülse lässt sich über einen Taster relativ zur Klemmhülse
verlagern, so dass der Treibriegel freigegeben wird, wenn der Taster durch Anlage
an dem Rahmen betätigt wird.
[0007] Aus der DE-PS
75175 ist ein Schloss mit einer Hilfsfalle bekannt geworden, dessen Riegel bei zurück gedrückter
Hilfsfalle freigegeben wird. Dazu weise die geneigt zum Riegel und begrenzt schwenkbar
gelagerte Hilfsfalle einen Sperrarm auf, der einer Sperrausnehmung des Riegels zuordnenbar
ist. Wird die Hilfsfalle entgegen einer Rückstellfeder eingeschoben, schwenkt diese
mit dem Sperrarm aus der Sperrausnehmung heraus und der federkraftbeaufschlagte Riegel
schließt vor.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine sichere und zuverlässige Auslösung
des Treibriegels bei minimalem Bauraum zu ermöglichen.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, dass das aktivierte Sperrelement
in eine Ausnehmung des Treibriegels eintaucht, und dass nur die das Sperrelement in
die aktivierte Stellung drängende Druckfeder über die Flächen der Rückstellung des
Tasters dient. Sperrelement und Taster sind daher unabhängige Bauteile, die räumlich
beabstandet zueinander angeordnet werden können. Dabei sind die verwendeten Mittel
einfach beschaffen und leicht herstellbar und bewirken bei geringer Baugröße den erforderlichen
Bewegungsweg.
[0010] Eine Weiterbildung sieht vor, dass der Taster eine Spitzkeilform hat und mit seinem
dachförmigen Ende eine Bohrung des Schlossstulps durchsetzt. Diese Ausgestaltung erlaubt
eine symmetrische Ausgestaltung des Tasters, so dass das Treibriegel-Schaltschloss
für nach rechts und nach links schwenkende Flügel verwendet werden kann.
[0011] Zur Vereinfachung der Herstellung des Treibriegel-Schaltschlosses ist vorgesehen,
dass das Schlossgehäuse und/oder der Schlossstulp aus einem im Wesentlichen U-förmigen
Profilabschnitt besteht, in dem ein das Sperrelement führende Basisplatte aufgenommen
ist.
[0012] Um eine versetzte Anordnung des Riegels bezogen auf das Treibstangenschloss zu erreichen,
ist vorgesehen, dass der Treibstange des Treibstangenschlosses ein Kopplungsglied
zur Verbindung mit dem Riegel zugeordnet ist. Dadurch wird auch erreicht, dass die
Anpassung des Riegels in oder nahe der oberen Flügelkante erfolgen kann.
[0013] Eine einfache Ausgestaltung, die zudem eine leichte Justierbarkeit des Riegels ermöglicht,
sieht vor, dass das Kopplungsglied eine Gewindebohrung zur Kopplung mit einer zylindrischen
Stange des Riegelbauteils hat.
[0014] Wenn der Stange des Riegelbauteils ein flachrechteckiger Riegel zugeordnet ist, dann
ist in Verbindung mit einer zur Formgebung des Riegels angepassten Durchtrittsöffnung
im Treibriegel-Schaltschloss eine Verdrehsicherung erreicht.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Übersicht der drehachsenfernen Beschlagteile eines Standflügels
einer zweiflügeligen Tür mit einem Treibriegel-Schaltschloss,
- Fig. 2a
- das Treibriegel-Schaltschloss und ein diesem zugeordneten Treibstangenbeschlag in
einer Rückansicht,
- Fig. 2b
- das Treibriegel-Schaltschloss nach Fig. 2a in einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt entlang der Linie A-A in der Fig. 5 mit deaktiviertem Sperrglied,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt entlang der Linie A-A in der Fig. 5 mit aktiviertem Sperrglied,
und
- Fig. 5
- eine Draufsicht und ein Querschnitt des Treibriegel-Schaltschlosses unter Verzicht
der Schlossstulp-Darstellung.
[0016] In der Fig. 1 ist in der schematischen Darstellung ein an einem Standflügel einer
zweiflügeligen Tür angebrachtes Treibstangenschloss mit 4 bezeichnet kann in bekannter
Weise über einen hier nicht dargestellten Drücker betätigt werden.
[0017] Der Standflügel ist auch bei geöffnetem Gangflügel über Treibstangenschloss 4 und
das daran bewegungsgekoppelte Riegelbauteil 6 und dessen Riegel 7 an dem Rahmen festlegbar.
Der Riegel 7 greift in eine Schließöffnung eines rahmenseitigen Riegeleingriffs 30
ein, welches seinerseits einen in Richtung des Standflügels vorragenden Nocken trägt.
Das Riegelbauteil 6 wird über eine Treibstange 9 mit dem Treibstangenschloss 4 gekoppelt
und ist mit diesem antriebsverbunden. Die Treibstange 9 und dadurch auch der starr
damit antriebsverbundene Riegel 7 sind infolge der Ausgestaltung des Treibstangenschlosses
4 in Verschlussrichtung federkraftbeaufschlagt.
[0018] Insbesondere bei Türen, deren Flügel aus Hohlprofilen zusammengesetzt werden, besteht
die Notwendigkeit, eine im Eckbereich der aneinanderstoßenden Hohlprofilstäbe vorhandene
Eckverbindung und -verstärkung bearbeitungsfrei zu halten und nicht zu schwächen.
Daher ist der Treibstange 9 ein Kopplungsglied 31 zugeordnet, welches die Bewegung
der Treibstange 9 in eine versetzt liegende Ebene überträgt. Dazu ragt das Kopplungsglied
31 rückseitig der Treibstange 9 vor und das Riegelbauteil 6 koppelt hieran in einer
Aufnahme an.
Dadurch wird auch erreicht, dass die Anpassung des Riegels in oder nahe der oberen
Flügelkante erfolgen kann. Um eine leichte Justierbarkeit des Riegels 7 zu ermöglichen,
ist vorgesehen, dass das Kopplungsglied eine Gewindebohrung 7a zur Kopplung mit einer
zylindrischen Stange 7b des Riegelbauteils hat. Die Stange 7b kann dabei als Gewindestange
ausgebildet sein. Der zylindrischen Stange des Riegelbauteils ist der flachrechteckigen
oder ein an gegenüberliegenden Längskanten abgeflachter Riegel 7 zugeordnet. Der Riegel
7 und die Stange 7b sind über eine Gewindeverbindung gekoppelt. Abweichend von der
Darstellung kann das Kopplungsglied auch in dem Nebenschlosskasten angeordnet sein.
[0019] In der Fig. 2a und 2b sind Details des Riegelbauteils 6 erkennbar. Damit der Riegel
7 bei geöffnetem Standflügel nicht in seine Verriegelungsstellung vortritt, was beim
Schließen des Standflügels zu dessen Beschädigung führen würde, kann dieser in seiner
deaktivierten, also zurückgezogenen Stellung fixiert werden. Dazu ist dem Riegelbauteil
6 ein Treibriegel-Schaltschloss 10 zugeordnet.
[0020] Das Treibriegel-Schaltschloss 10 ist im Ausführungsbeispiel dem Riegelbauteil 6 an
der oberen drehachsenfernen Flügelkante zugeordnet. Es kann gleichwohl an der gegenüberliegenden
unteren Flügelkante ggf. auch ergänzend angebracht sein. Es ist in der Fig. 2b erkennbar,
dass das Treibriegel-Schaltschloss 10 ein im Wesentlichen flach rechteckiges Schlossgehäuse
12 besitzt und dass ein Schlossstulp 13 einen oberen Gehäuseabschluss bildet. Über
diesen Schlossstulp 13 ragt ein Auslösemittel 14 vor. Es ist zudem eine rückseitig
des Riegels 7 gelegene Ausnehmung 7' erkennbar. Diese Ausnehmung 7' bildet horizontal
verlaufende Sperrkanten aus.
[0021] In den Fign. 3 und 4 ist im Längsschnitt jeweils die deaktivierte Lage eines Sperrelementes
15 (Fig. 3) und dessen aktivierte Lage (Fig. 4) dargestellt.
Der im Querschnitt flachrechteckige Riegel 7 ist, wie vorstehend bereits ausgeführt
wurde, über das Kopplungsglied 31 an die Treibstange 9 des Treibstangenschlosses 4
antriebsgekoppelt. Die Treibstange 9 und dadurch auch der Riegel 7 des Riegelbauteils
6 sind federkraftbeaufschlagt und in die in der Fig. 2a, 2b dargestellte Verriegelungsstellung
gedrängt. Der Riegel 7 durchgreift eine Durchtrittsöffnung 16 des Schlossstulps 13
und des Schlossgehäuses 12, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel an dem Schlossgehäuse
12 unterseitig eine Führungsverlängerung 32 vorgesehen ist.
[0022] Aus der Zusammenschau der Fig. 3 und 4 ist erkennbar, dass das aktivierte Sperrelement
15 in die Durchtrittsöffnung 16 des Riegels 7 vorragt und im Schlossgehäuse 12 im
Wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des Riegels 7 verschieblich gelagert ist.
Die Durchtrittsöffnung 16 ist mit Spiel an die Querschnittsform des Riegels 7 angepasst.
Dadurch ist der Riegel 7 verdrehsicher an dem Treibriegel-Schaltschloss gelagert.
Dabei ist das Sperrelement 15 mittels einer mit 18 bezeichneten und als Druckfeder
gestalteten Kraftspeichervorrichtung in seine aktivierte Stellung kraftbeaufschlagt.
[0023] Dem Sperrelement 15 ist das Auslösemittel 14 zugeordnet, welches aus einem in Bewegungsrichtung
des Riegels 7 verlagerbaren über den Schlossstulp 13 vorstehenden Taster 19 besteht,
der dem Sperrelement 15 an einer geneigt zu dessen Verschieberichtung R verlaufenden
erste Fläche 20 zugeordnet ist.
[0024] Ausweislich der Fig. 5 hat der Taster 19 eine Spitzkeilform, dessen dachförmiges
Ende 33 den Schlossstulps 13 konisch zulaufend überragt und diesen in einer Öffnung
durchgreift. In der entgegengesetzt dazu liegenden Richtung liegt der Taster 19 auf
der geneigten ersten Fläche 20 an. Die geneigte Fläche 20 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
bis zu einem horizontalen Steg 34 heruntergezogen. An diesem Steg 34 liegt der Taster
19 in seiner eingedrückten Lage an. Bedingt durch diese Anordnung ist der Taster 19
zwischen der Fläche 20, und dem Steg 34 beweglich gelagert und wird infolge der Federkraftbeaufschlagung
des Sperrelementes 15 und der in die in Fig. 4 dargestellte Lage gedrängt.
[0025] Dazu trägt bei, dass der Taster 19 an der geneigten ersten Fläche 20 mit einer fasenartigen
zweiten Fläche 35 anliegt. Das stumpfwinklige Zusammentreffen von Flächen wird dadurch
vermieden. Die das Sperrelement 15 in seine aktivierte Stellung drängende Druckfeder
18 dient auch zur Rückstellung des Tasters 19.
[0026] Die Dachform des Tasters 19 und dessen mittelsymmetrische Lagerung in dem Schlossgehäuse
12 erlauben eine Verwendung des Treibriegel-Schaltschlosses 10 an rechten und linken
Flügeln.
[0027] Dabei führen die geneigten Flächen 20, 35 in Verbindung mit der Dachform des Tasters
19 auch zu einem trotz des geringen Bewegungsvermögens des Tasters 19 großen Hub des
Sperrelementes 15. Dies ermöglicht ein punktgenaues feinfühliges Zurückziehen des
Sperrelementes 15 bei einer minimierten Bauhöhe, wodurch auch sichergestellt ist,
dass der Riegel 7 erst freigegeben wird, wenn sich die Rahmenseitige Riegeleintrittsöffnung
und die Durchtrittsöffnung 16 gegenüberliegen. Dadurch, dass das Sperrelement 15 stets
federkraftbeaufschlagt ist erübrigen sich zudem Anpassungs- oder Einstellarbeiten
um die Relativlage des Sperrelementes 15 relativ zum Riegel 7 zu manipulieren.
[0028] Das Schlossgehäuse 12 besteht aus einer im Wesentlichen U-förmigen Basisplatte 25,
in der in das Sperrelement 15 geführt ist und an der sich auch die Druckfeder 18 abstützt.
Die Basisplatte 25 und der Schlossstulp 13 sind fest miteinander verbunden.
[0029] Die Funktion des Treibriegel-Schaltschlosses 10 erschließt sich aus den Fign. 3 und
4. Bei geschlossenem Standflügel wird der Taster 19 über einen hier nicht dargestellten
rahmenseitigen Anschlag in den sich zwischen dem Schlossstulp 13, der Basisplatte
25 und dem Sperrelement 15 erstreckenden Freiraum 27 gedrängt, was zu einer Verlagerung
des Sperrelementes 15 in der Fig. 3 nach rechts führt. Dadurch gerät das Sperrelement
15 außerhalb des Verschiebebereichs des Riegels 7 und wird aus der Durchtrittsöffnung
16 herausbewegt, wodurch der Riegel 7 freigesetzt wird und bedingt durch seine vom
Treibstangenschloss 4 ausgehende Federkraftbeaufschlagung den Standflügel verriegelnd
vortritt.
[0030] Wird der Riegel 7 durch Betätigung des Treibstangenschlosses 4 zurückgezogen und
der Standflügel aus dem Rahmen herausgeschwenkt, dann verliert der Taster 19 seine
rahmenseitige Abstützung in den Freiraum 27 und wird infolge der Einwirkung der Druckfeder
18 in der Fig. 4 nach oben gedrängt. Das mit der Fläche 20 nachrückende Sperrelement
15 wird nach links verlagert und tritt mit seinem dem Riegel 7 zugewandten Ende in
die Durchtrittsöffnung 16 vor. Die zum Öffnen des Standflügels erforderliche zurückgezogene
Stellung des Riegels 7 ist fixiert.
[0031] Es ist leicht erkennbar, dass das Sperrelement 15 auch mit dem stupfen Ende des Riegels
7 zusammenwirken kann, so dass es keiner besonderen Ausgestaltung des Riegels 7 oder
Sperrkanten bedarf.
[0032] Das Sperrelement ist im Wesentlichen Z-förmig ausgelegt, so dass sich ein mit einem
Vorsprung der Basisplatte 25 zusammenwirkender Anschlag ergibt, welcher das Sperrelement
15 im unverbauten Zustand in dessen Vortritt begrenzt.
[0033] Das Schlossgehäuse 12 ist zur vereinfachten Montage winkelförmig gestaltet und umgreift
dadurch zweischenkelig die Flügelkante, was die Lagezuordnung zum Treibstangenschloss
4 und dem rahmenseitigen Riegeleingriff 30 erleichtert.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 4
- Treibstangenschloss
- 6
- Riegelbauteil
- 7
- Riegel
- 7a
- Gewindebohrung
- 7b
- Stange
- 7'
- Ausnehmung
- 9
- Treibstange
- 10
- Treibriegel-Schaltschloss
- 12
- Schlossgehäuse
- 13
- Schlossstulp
- 14
- Auslösemittel
- 15
- Sperrelement
- 16
- Durchtrittsöffnung
- 18
- Druckfeder
- 19
- Taster
- 20
- Fläche
- 25
- Basisplatte
- 27
- Freiraum
- 30
- Riegeleingriff
- 31
- Kopplungsglied
- 32
- Führungsverlängerung
- 33
- Ende
- 34
- Steg
- 35
- Fläche
- R
- Verschieberichtung
1. Treibriegel-Schaltschloss (10), insbesondere für ein Treibstangenschloss (4) an Türflügeln,
mit einem einen Schlossstulp (13) mit einer Durchtrittsöffnung (16) für einen in Richtung
seiner ausgefahrenen Verriegelungsstellung federbelasteten Treibriegel (7) aufweisenden
Schlossgehäuse (12), wobei dem Treibriegel (7) ein Sperrelement (15) zugeordnet ist,
welches aktiviert diesen in einer zurückgezogenen Stellung hält und ein Auslösemittel
(14) aufweist und welches in oder nahe der flächenparallelen Schließlage des Flügels
relativ zum Rahmen mit dem Rahmen oder einem daran befestigten Beschlagteil den Treibriegel
(7) freigebend zusammenwirkt und deaktiviert wird, und im Wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung
des Treibriegels (7) verschieblich gelagert ist und mittels einer Kraftspeichervorrichtung
(18) in seine aktivierte Stellung kraftbeaufschlagt ist,
wobei das Auslösemittel (14) aus einem in Bewegungsrichtung des Treibriegels (7) verlagerbaren
über den Schlossstulp (13) vorstehenden Taster (19) besteht, welcher dem Sperrelement
(15) an einer geneigt zu dessen Verschieberichtung (R) verlaufenden erste Fläche (20)
zugeordnet ist,
wobei der Taster (19) an der geneigten ersten Fläche (20) mit einer fasenartigen zweiten
Fläche (35) anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das aktivierte Sperrelement (15) in eine Ausnehmung (7') des Treibriegels (7) eintaucht,
und dass nur die das Sperrelement (15) in die aktivierte Stellung drängende Druckfeder
(18) über die Flächen (20, 35) der Rückstellung des Tasters 19 dient.
2. Treibriegel-Schaltschloss (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Taster (19) eine Spitzkeilform hat und mit seinem dachförmigen Ende eine Bohrung
des Schlossstulps (13) durchsetzt.
3. Treibriegel-Schaltschloss (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlossgehäuse (12) und/oder der Schlossstulp (13) aus einem im Wesentlichen
U-förmigen Profilabschnitt besteht, in dem ein das Sperrelement (15) führende Basisplatte
(25) aufgenommen ist.
4. Treibriegel-Schaltschloss (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibstange (9) des Treibstangenschlosses (4) ein Kopplungsglied (31) zur Verbindung
mit dem Riegel (7) zugeordnet ist.
5. Treibriegel-Schaltschloss (1) nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsglied (31) eine Gewindebohrung zur Kopplung mit einer zylindrischen
Stange des Riegelbauteils (6) hat.
6. Treibriegel-Schaltschloss (1) nach Anspruch 65, dadurch gekennzeichnet, dass der Stange des Riegelbauteils ein flachrechteckiger Riegel (7) zugeordnet ist.
1. Cremone bolt switching lock (10), in particular for a cremone bolt lock (4) on door
leafs, with a lock housing (12) comprising a lock rod (13), with a passage opening
(16) for a latch (7) which is spring-loaded in the direction of its extended locking
position, wherein a blocking element (15) is allocated to the latch (7), which when
activated holds this in a drawn back position, and comprises an actuation means (14),
and which, in or near the surface-parallel closure position of the leaf relative to
the frame, interacts with the frame or a fitting part secured to the frame, releasing
the latch (7), and is deactivated, and is mounted such as to be displaceable essentially
transverse to the direction of movement of the latch (7), and is partially subjected
to force into its activated position by means of a force storage device (18), wherein
the actuating means (14) consist of a button (19), projecting over the lock rod (13)
and displaceable in the direction of movement of the latch (7), which is allocated
to the blocking element (15) on a first surface (20) running at an inclined angle
to its displacement direction (R),
wherein the button (19) is in contact on an inclined first surface (20) with a chamfer-shaped
second surface (35),
characterized in that
the activated blocking element (15) is immersed into a cut-out (7') of the latch (7),
and that only the pressure spring (18) which presses the blocking element (15) into
the activated position serves to reset the button (19) over the surfaces (20, 35).
2. Cremone bolt switching lock (10) according to claim 1, characterized in that the button (19) has the shape of a pointed wedge and passes with its roof-shaped
end through a borehole in the lock rod (13).
3. Cremone bolt switching lock (10) according to one of claims 1 or 2, characterized in that the lock housing (12) and/or the lock rod (13) consists of an essentially U-shaped
profile section, in which a base plate (25) is accommodated, guiding the blocking
element (15).
4. Cremone bolt switching lock (10) according to claim 1, characterized in that a coupling element (31) is allocated to the push rod (9) of the cremone bolt lock
(4) in order to connect to the latch (7).
5. Cremone bolt switching lock (1) according to claim 4, characterized in that the coupling element (31) has a threaded borehole for coupling with a cylindrical
rod of the latch component (6).
6. Cremone bolt switching lock (1) according to claim 5, characterized in that a flat rectangular latch (7) is allocated to the rod of the latch component.
1. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10), en particulier pour une serrure
à crémone (4) sur des battants de portes, avec un boîtier de serrure (12), qui est
doté d'une têtière (13), avec une ouverture de passage (16) pour un verrou d*entraînement
(7), commandé par ressort dans la direction de sa position de verrouillage, extraite,
sachant qu'au verrou d*entraînement (7) est associé un l'élément de verrouillage (15),
qui, activé, maintient celui-ci dans une position rétractée, et est doté d'un moyen
de déclenchement (14), et sachant que, dans ou près de la position de fermeture, les
surfaces du battant et du dormant étant parallèles, il cc-opère avec le dormant ou
avec une ferrure fixé sur celui-ci, en libérant le verrou d*entraînement (7), et est
désactivé, et sachant qu'il est monté en translation essentiellement transversale
par rapport à la direction de déplacement du verrou d*entraînement (7), et que, dans
sa position activée, il est soumis à l'action d'un dispositif accumulateur d'énergie
(18), sachant que le moyen de déclenchement (14) est composé d'une touche (19) en
saillie au-dessus de la têtière (13), qui, pouvant être déplacé dans la direction
de déplacement du verrou d*entraînement (7), est associé à l'élément de verrouillage
(15), sur une première surface (20) s'étendant en pente descendante dans la direction
de déplacement (R) de celui-ci,
sachant que la touche (19) porte, avec une deuxième surface genre biseau (35), contre
la première surface inclinée (20),
caractérisé en ce
que l'élément de verrouillage (15) activé plonge dans un évidement (7') du verrou relâché
lors de la fermeture d'une porte (7) et que seul le ressort de pression (18), contraignant
l'élément de verrouillage (15) dans la position activée sur les surfaces (20, 35),
sert au rappel de la touche.
2. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la touche (19) présente une forme pointue et s'engage à travers un alésage, avec
son extrémité en forme de toit.
3. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10) selon l'une des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que le boîtier de serrure (12) et / ou la têtière (13) consistent en une section profilée,
essentiellement en U, qui reçoit une plaque de base (25) qui guide l'élément de verrouillage
(15).
4. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un organe de couplage (31) est associé à la tringle d'entraînement (9) de la serrure
à crémone (4).
5. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'organe de couplage (31) est doté d'un trou fileté pour le couplage avec une tringle
cylindrique du composant de verrou (8).
6. Verrou relâché lors de la fermeture d'une porte (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu' un verrou plat, rectangulaire (7) est associé à la tringle du composant de verrou
(8).