[0001] Die Erfindung betrifft einen Fenster- oder Türflügel gemäss Oberbegriff von Anspruch
1 sowie ein Profil für einen Fenster- oder Türflügel gemäss Oberbegriff des Anspruchs
13
Stand der Technik:
[0002] Mit Hochdruck sucht die herstellende Industrie von Metall-Verbund-Systemen (MVS für
wärmegedämmte Aluprofile) derzeit nach Lösungen, den Energiebedarf an Gebäuden deutlich
zu senken. In Deutschland besteht sogar eine Verordnung, gemäss welcher ab 2019 alle
öffentlichen Gebäude als Plusenergie Gebäude zu bauen sind. Plusenergie Häuser sind
die Fortsetzung von Passivhäusern. Passivhäuser haben keine Heizung mehr eingebaut.
Plusenergiehäuser geben sogar noch Energie ab. Energie wird dabei aus latenter Wärme
(Kochen, Duschen, Geräte, Menschen,...) und solaren Gewinnen (grosse Fenster, Warmwasserkollektoren
und Photovoltaik) gewonnen, sowie durch Wärmerückgewinnung aus dem Luftwechsel beim
Lüften und aus dem Abwasser gewonnen.
[0003] Gängige Fensterkonzepte sind nur durch Vergrösserung der Bautiefe in ihrer Wärmedämmung
zu verbessern. Gegenwärtig ist die Branche daran, die derzeitige Bautiefe von 70mm
auf 80mm zu erhöhen, und es gibt schon erste marktreife Fenstersysteme mit 90mm Bautiefe.
[0004] Grosse Bautiefen von Fensterprofilen sind in der Bearbeitung (präziser Zuschnitt,
präzises Fügen) äusserst anspruchsvoll. Zudem führen grosse Bautiefen geometrisch
zu Problemen. Weil an Fenstern der Drehpunkt exzentrisch angebracht ist, benötigt
ein Fensterflügel geometrisch eine gewisse Flügelbreite, um sich öffnen zu lassen.
Je grösser die Bautiefe, desto grösser wird der nötige minimale Radius. Im Sanierungsbau
sind die Flügelbreiten vorgegeben, sodass hier gar keine Fenster neuester Generation
eingebaut werden können.
[0005] Konventionelle Fensterflügel aus Metall (Fig. 1) besitzen einen Flügelrahmen 209
bestehend aus einer Innenschale 211, einer zwingenden Aussenschale 213 und einer Mehrfachverglasung
215, welche zwischen der Innen- und der Aussenschale angeordnet ist. Die Mehrfachverglasung
215 umfasst zwei oder drei Glasscheiben 217,219, welche randseitig mittels eines Distanzhalters
221 miteinander verbunden sind. Zur Reduzierung der Wärmeleitfähigkeit kann der Raum
223 zwischen den Glasscheiben eine Edelgasfüllung aufweisen. Auf diese Weise lassen
sich Mehrfachverglasungen mit einem Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten < 0.5 W/m
2 K herstellen, die jedoch relativ teuer sind.
[0006] Das in Figur 1 gezeigte Fenster ist ein Metallfenster, bei welchem die Innen- und
Aussenschale aus einem oder mehreren Aluminiumprofilen 225,227 resp. 229 gebildet
ist. Innenschale und Aussenschale sind durch eine glasfaserverstärkte Kunststoffdichtung
231, meist aus Polyamid, zusammengehalten. Die Polyamiddichtung 231 ist mit den Aluminiumprofilen
225,227 resp. 229 form- und/oder kraftschlüssig verbunden, sodass eine tragende Verbundstruktur
geschaffen ist. Die Mehrfachverglasung 215 ruht dabei auf einem Glasauflager 233,
welches sich auf der Innenschale und der Aussenschale (Profil 229) abstützt. Das Glasauflager
233 kann beispielsweise durch ein örtliches Holzstück gebildet sein.
[0007] Schwachstelle bezüglich Wärmeleitfähigkeit ist auch bei modernen Fenstern immer noch
der Flügelrahmen 209. Hier bestehen meist Kältebrücken, die den Gesamtwärmeleitfähigkeitskoeffizienten
des Fensterflügels merklich erhöhen. Auch ausgeklügelte Dichtungen mit mehreren voneinander
getrennten Kammern, wie in Fig. 1 gezeigt, können Luftkonvektion und damit einen Wärmeaustausch
nicht verhindern. Aus diesem Grund ist der gemessene u-Wert von solchen Fenstern je
nach Einbaulage (horizontal oder vertikal) verschieden. Wird von der idealtypischen
Einbaulage abgewichen, verschlechtert sich der u-Wert um bis zu 30 bis 50%.
[0008] Die europäische Patentanmeldung
EP-A1-2 314 815 zeigt ein Fenster bestehend aus einem Fensterflügel und einem Fensterrahmen. Der
Fensterflügelrahmen umfasst ein inneres und ein äusseres Profil, zwischen welchen
eine Doppelverglasung angeordnet ist. Inneres und äusseres Profil sind über eine Dichtung
miteinander verbunden. Der Fensterrahmen umfasst ebenfalls ein inneres und ein äusseres
Profil, welche über eine Dichtung miteinander verbunden sind. Zwecks Isolation ist
an der Innenseite des äusseren Profils ein isolierendes Profil angeordnet, welches
gemäss einer zweiten Ausführungsform mit einem Schenkel bis zum inneren Profil reichen
kann. Das isolierende Profil besitzt einen geschäumten Kern aus PVC und eine Beschichtung
aus einem thermoplastischen Material wie PVC. Das erwähnte Profil hat ausschliesslich
eine isolierende und keine statische Wirkung und ist im Fensterrahmen und nicht im
Fensterflügelrahmen angeordnet.
[0009] Die
EP-A1-1 201 868 zeigt ein Fenster mit einem feststehenden Fenster- und einem verschwenkbaren Fensterflügelrahmen.
Beide Rahmen besitzen innere und äussere Profile, welche mittels einer Dichtung miteinander
verbunden sind. Gemäss einem gezeigten Ausführungsbeispiel ist am inneren Profil des
Fensterflügelrahmens ein länglicher Kanal mit einer Hinterschneidung vorgesehen. In
diesem Kanal ist ein Fortsatz eines Glasauflagers aufgenommen, welches sich unterhalb
der Mehrfachverglasung erstreckt. Das Glasauflager dient dazu, das Gewicht der Mehrfachverglasung
aufzunehmen und abzutragen.
[0010] Die
WO 2011/032193 offenbart einen Flügel- und einen Stockrahmen, welche jeweils aus einem Innen- und
einem Aussenprofil aus Aluminium zusammengesetzt sind. Das Innen- und das Aussenprofil
sind mittels eines Isolierteils zu einem Profilstab verbunden. Das Isolierteil besteht
aus einem feinporigen, homogenen Polyurethan-Kunststoff mit einer Wärmeleitfähigkeit
im Bereich von λ < 0.024 W/mK, einer Druckfestigkeit von 140 bis 160 Kg/cm
3 und eine Schlagzähigkeit von etwa 25 mJ/mm2. Um die Aussen- und Innenprofile miteinander
über die Isolierteile verbinden zu können, weisen diese Teilprofile Verankerungsleisten
für die Aufnahme des flüssigen Polyurethanschaumes auf.
[0011] Die
DE-OS-10 2008 009 495 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Profilleiste mit einem geschäumten
Dämmkern und einer den Dämmkern umgebenden Umhüllung, bei welchem Verfahren zuerst
ein Dämmkern in einem ersten Formwerkzeug hergestellt und dann in einem zweiten Formwerkzeug
mit einer starren Umhüllung umspritzt wird. Vorzugsweise bestehen sowohl Dämmkern
als auch Umhüllung aus Polyurethan. Die Profilleiste dient der Herstellung eines Fensterflügels
und eines Fensterrahmens. Um ein Ausbrechen der Umhüllung im Bereich der Beschlagteile
beim Angriff höherer Zug- oder Druckkräfte zu verhindern, kann an diesen Stellen in
die Umhüllung ein Fasermattenabschnitt aus CfK-Gewebe eingebettet sein. Die gesamte
Profilleiste weist zudem zur Verstärkung im Innern eine U- oder S-förmige Schiene
auf, welche vollständig im Polyurethankern eingebettet sind. Dadurch ist es möglich,
die Last der Verglasung auf der Profilleiste abzustützen.
[0012] Aus der
WO 97/22779 ist ein Fenster oder eine Tür bekannt, bestehend aus einem Blendrahmen, einem Flügelrahmen
und einer in den Blendrahmen oder Flügelrahmen eingesetzter Verglasung. Die Blendrahmen
und Flügelrahmen bestehen aus auf vorgegebene Masse abgelängte und durch Verbinden
an den Ecken zu den Rahmen zusammengefügten Blendrahmen- bzw. Flügelrahmenprofilen.
Die Blendrahmen- bzw. Flügelrahmenprofile besitzen einen Kern aus einem geschlossenzelligen
Hartschaumstoff, z.B. Polystyrolschaumstoff und eine Schale aus Profilen, welche mittels
Kleben und Zusammenpressen mit dem Kern verbunden werden. Der Polystyrolschaumstoff
des Kerns hat eine Rohdichte von ca. 45 Kg/m3 und eine Wärmeleitfähigkeit von 0.03
bis 0.035 W/mK. Die Druckfestigkeit beträgt 0.7 N/mm2.
[0013] Den eingangs beschriebenen Fenstern ist gemeinsam, dass die Verglasung am Rand zwischen
der Innenschale und der Aussenschale aufgenommen ist. Die Innenschale kann dabei auch
durch eine Glashalteleiste gebildet sein kann, welche auf ein Profil aufgesteckt ist.
Im Randbereich ist die Flachseite der Verglasung jedoch nicht mit der Innenschale
verbunden.
Aufgabe
[0014] Folglich besteht ein Bedürfnis nach Fenstern oder Türen, bei denen der Flügelrahmen
einen niedrigen u-Wert aufweist, und der u-Wert sich nicht in Abhängigkeit von der
Einbaulage ändert. Es ist ausserdem ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Fensterflügel
vorzuschlagen, bei welchem auch bei kleiner Einbautiefe von ca. 80 mm ein geringer
u-Wert erreichbar ist.
Beschreibung
[0015] Diese und weitere Ziele werden durch den Gegenstand gemäss Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Gegenstands sind in den Unteransprüchen definiert.
[0016] Die Erfindung betrifft eine Tür oder einen Fensterflügel mit einem Flügelrahmen,
welcher aus einer Innenschale und einer Aussenschale besteht. Eine Füllung, z.B. eine
Mehrfachverglasung mit zwei, drei oder mehr Glasscheiben, ist zwischen der Innen-
und der Aussenschale angeordnet. Innen- und Aussenschale sind durch eine Isolation,
d.h. durch einen Bereich einer geringen thermischen Leitfähigkeit, thermisch getrennt
voneinander, um einen Wärmeaustausch zwischen Umgebung und Gebäudeinnerem weitgehend
zu verhindern. Die Isolation, meist in der Gestalt eines Kunststoffprofils oder -stegs,
verbindet die Innen- mit der Aussenschale. Gemäss der vorliegenden Erfindung ist jedoch
auch denkbar, auf die Aussenschale zu verzichten. Erfindungsgemäss ist nun die Füllung
durch eine Formschluss- und/oder Stoffschlussverbindung mit der Innenschale verbunden,
sodass die Innenschale durch die Füllung zusätzlich versteift ist. Auch wird das Gewicht
dadurch unmittelbar durch die Innenschale abgetragen. Die Isolation zwischen der Innen-
und der Aussenschale ist durch einen Isolationskörper mit einem mit einem λ-Wert von
vorzugsweise < 0.05 W/m K und einer Druckfestigkeit zwischen 1 und 5 N/mm
2, vorzugsweise zwischen 1 und 3 N/mm
2 und besonders bevorzugt zwischen 1.4 und 2.3 N/mm
2 realisiert. Von Bedeutung am erfindungsgemässen Fensterflügel ist, dass die Füllung
nur von der Innenschale und nicht zusätzlich von der Aussenschale und/oder der thermischen
Isolation getragen ist, wie das bei konventionellen Flügelrahmen in der Regel der
Fall ist. Beim erfindungsgemässen Fenster sind somit Tragfunktion und Isolationsfunktion
voneinander völlig getrennt. Die zwischen der Füllung und der Innenschale wirkende
Stoffschluss- und/oder Formschlussverbindung trägt das Gewicht der Füllung praktisch
vollständig über die Innenschale ab. Dies erlaubt es, einen feinporigen Kunststoff
mit den oben angegebenen physikalischen Eigenschaften als Isolation zu verwenden,
weil diesem keine wesentliche Tragfunktion mehr zukommt. Im Unterschied zu konventionellen
Fensterflügeln, wo eine Glashalteleiste auf das Profil der Innenschale aufgesteckt
ist, ist beim erfindungsgemässen Fensterflügel die Glashalteleiste einstückig mit
dem Profil der Innenschale. Das heisst, die Glashalteleiste ist so ausgeführt, dass
sie das Gewicht der Verglasung aufnehmen und abtragen kann.
[0017] Die stoffschlüssige Verbindung kann beispielsweise durch eine randseitige, umlaufende
Klebestelle realisiert sein. Diese kann ein Streifen einer Breite zwischen 1 und 6
cm, vorzugsweise zwischen 2 bis 5, und besonders bevorzugt 2,5 bis 4 cm an den Flachseiten
der Füllung einnehmen. Zusätzlich kann ein Glasauflagerelement vorgesehen sein. Durch
die Trennung von Trag- und Isolationsfunktion muss die Isolation nur noch den Randverbund
oder die relativ leichte Aussenschale tragen. Bei einem Integralfenster muss die Isolation
sogar nur das Eigengewicht tragen können. Auf der anderen Seite soll die Isolation
eine solche Druckfestigkeit aufweisen, dass diese beim Abstellen des Fensterflügels
nicht zusammengedrückt wird. Entsprechend kann als Isolationsmaterial ein Isolationskörper
mit geringer Druckfestigkeit und dafür umso besserem Isolationswert eingesetzt werden.
Die Erfinder haben gefunden, dass in diesem Fall beispielsweise ein geschäumter feinporiger
Kunststoff mit einer Druckfestigkeit zwischen 0.5 und 5 N/mm
2 und vorzugsweise zwischen 1 und 3 N/mm
2 und besonders bevorzugt zwischen 1.4 und 2.3 N/mm
2 diese Anforderungen am besten erfüllt. Beim erfindungsgemässen Fenster kommen somit
keine Polyamiddichtungen, die meist mehrere Kammern besitzen, mehr zum Einsatz. Durch
die direkte Befestigung der Verglasung an der Innenschale können Fensterflügel oder
Türen mit geringer Bautiefe und einem kleinen u-Wert hergestellt werden. So kann bei
einer Stärke der Füllung resp. der Mehrfachverglasung zwischen 44 und 52 mm eine Bautiefe
eines Fensterflügels von weniger als 90 und vorzugsweise weniger als 85 mm, konkret
zwischen 78 und 82 mm erreicht werden. Damit eignet sich der Fensterflügel auch für
Renovierungen.
[0018] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Formschlussverbindung durch ein
Eckwinkelprofil gebildet. Das Eckwinkelprofil ist dabei direkt an der Innenschale
befestigt. Dadurch, dass das Eckwinkelprofil an zwei Seitenkanten an der Füllung anliegt,
ist die Füllung an der Innenschale festgelegt. Das Eckwinkelprofil kann aus einem
L-Profil hergestellt sein. Dabei kann der eine Schenkel des L-Profils an der Innenschale
mittels Schrauben oder Verklebung oder mittels einer formschlüssigen Verbindung festgelegt
sein. Der andere Schenkel des L-Profils dient als Anschlag für die Seitenkanten der
Füllung, wobei vorzugsweise zusätzlich eine Verklotzung der Füllung erfolgt.
[0019] Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens zwei Eckwinkelprofile
in zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken des Fensterflügels angeordnet. Durch eine
solche Anordnung der Eckwinkelprofile erreicht man eine hohe Steifigkeit des Fensterflügels,
sodass eine Torsion des Rahmens verhindert ist, insbesondere dann wenn die Füllung
zusätzlich verklotzt wird. In diesem Fall ist die Füllung zwischen den Eckwinkelprofilen
eingespannt, und die Innenschale wird durch die Füllung versteift. Zweckmässigerweise
ist das Eckwinkelprofil scharnierseitig in der unteren Ecke des Fensterflügels angeordnet.
Dadurch lässt sich die Hauptlast direkt in die Scharniere ableiten. In einer vorteilhaften
Ausführungsform sind in allen vier Ecken lastabtragende Eckwinkelprofile vorgesehen.
[0020] Vorteilhaft dient das Eckwinkelprofil auch als mechanische Sicherung der Füllung
oder Verglasung. Dazu kann am Eckwinkelprofil ein Winkel festgemacht oder angeformt
sein. Die mechanische Sicherung gewährleistet, dass die Füllung, resp. (Mehrfach)-Verglasung
sich nicht von der Innenschale lösen kann. Denkbar ist auch, dass das Eckwinkelprofil
an der Innenfläche, an welcher die Füllung am Eckwinkelprofil anschlägt, eine Riffelung
aufweist.
[0021] Vorzugsweise ist das Eckwinkelprofil aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt,
insbesondere aus einem Kunststoff aus der Gruppe der Polyamide, Polycarbonate, Polyether,
Polystyrole, Polyethylen, Polypropylen, wobei Polyamid bevorzugt ist. Dabei kann der
Kunststoff auch einen Anteil an Rezyklat und / oder Blähanteile umfassen. Faserverstärkter
Kunststoff hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit und kann mit einer ausreichenden Biegefestigkeit
hergestellt werden, damit ein solches Eckprofil die Last der Mehrfachverglasung aufnehmen
kann. Weil das Eckwinkelprofil mit der Aussenschale vorteilhafterweise nicht in Kontakt
ist, kommt es durch dieses auch nicht zu einem merklichen Wärmeaustausch.
[0022] Vorteilhaft ist die Biegefestigkeit des Eckwinkelprofils grösser als 2 N/mm2, vorzugsweise
grösser als 4 N/mm2 und besonders bevorzugt grösser als 15 N/mm2. Die Schenkel des
Eckwinkelprofils haben vorteilhaft eine Länge von weniger als 30 cm und vorzugsweise
weniger als 20 cm und besonders bevorzugt weniger als 8 cm. Ein allfälliger Spalt
zwischen der Isolation und der Mehrfachverglasung - bedingt durch die Stärke des Eckprofils
- kann mit einem Dichtungsprofil oder einem Kunststoffschaum ausgefüllt sein.
[0023] Zweckmässigerweise hat der erste Schenkel des Eckwinkelprofils eine Breite, welche
im Wesentlichen der Stärke der Füllung entspricht.
[0024] Vorteilhaft ist der Isolationskörper ein expandierter Polystyrol-Partikelhartschaumstoff
oder ein geschäumter PET Kunststoff. Diese Kunststoffe weisen exzellente Isolationseigenschaften
auf und können mit der geforderten Festigkeit hergestellt werden. Zweckmässiger kann
der Kunststoff ein spezifisches Gewicht von < 180 Kg/m3, vorzugsweise < 160 Kg/m3,
und besonders bevorzugt < 130 Kg/m3, mindestens jedoch 80 Kg/m3 aufweisen (gemessen
nach der aktuellen sich in Kraft befindenden ISO-Norm 845). Der λ-Wert des Isolationskörpers
beträgt vorzugsweise weniger als 0.08 W/m * K, vorzugsweise weniger als 0.06 W/m*
K und besonders bevorzugt weniger als 0.04 W/m * K.
[0025] Vorteilhaft bildet die Innenschale, Isolation und eine optionale Aussenschale eine
Verbundstruktur. Dazu kann der Isolationskörper an der Innenschale und an der Aussenschale,
wenn eine solche vorhanden ist, festgeklebt und/oder eingerollt oder anderweitig verbunden
sein. Zweckmässigerweise hat der Isolationskörper eine Stärke von > 15 mm, vorzugsweise
> 25 mm und besonders bevorzugt > 35 mm.
[0026] Vorteilhaft umfasst die Innenschale ein Profil, insbesondere ein Metall-, Holz- oder
Kunststoffprofil. Eine Kombination verschiedener Materialien, wie Metall/Holz, Holz/Kunststoff
oder Metall/Kunststoff, ist ebenso denkbar.
[0027] Vorzugsweise ist am Profil eine Auflage für das Eckwinkelprofil vorgesehen. Dadurch
wird die Last der Mehrfachverglasung direkt in die Innenschale eingeleitet. Vorteilhaft
ist an der Vorderseite des Profils, d.h. raumabgewandt, eine zweite Nut vorgesehen,
in welcher der zweite Schenkel des Winkelprofils aufgenommen ist. Beim Zusammenbau
des Fensterflügels kann das Eckwinkelprofil somit in das Profil der Innenschale eingeschoben
werden.
[0028] Bei einem Metallflügelfenster ist vorzugsweise benachbart zum ersten Eckwinkelprofil
ein Eckverbinder im Profil (Hohlkammer) der Innenschale angeordnet. Daran kann ein
Scharnier befestigt sein, um das Gewicht des Fensterflügels direkt in den Fensterrahmen
abzuleiten.
[0029] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein einstückiges Profil für die Innenschale
eines Tür- oder Flügelrahmens mit einer im Wesentlichen rechteckeckigen, über die
ganze Länge des Profils sich erstreckenden Hohlkammer. Das Profil ist dadurch gekennzeichnet,
dass aussenseitig an einer ersten Hohlkammerwand eine erste Nut vorgesehen ist, deren
freier Schenkel parallel zur ersten Hohlkammerwand verläuft und deren Nutöffnung parallel
zu einer zweiten, zur ersten Hohlkammerwand benachbarten Hohlkammerwand ist. Aussenseitig
an der ersten Hohlkammerwand ist im Abstand von der Nutöffnung ein Vorsprung vorgesehen.
Ausserdem ist auf der Seite der ersten Hohlkammerwand eine Nut für die Aufnahme einer
Isolation vorhanden. Das erfindungsgemässe Profil hat den Vorteil, dass damit schmale
Flügelrahmen mit hervorragenden Dämmeigenschaften (Wärme wie auch Schall) hergestellt
werden können. Weil die Glashalteleiste (entsprechend dem Teil des Innenprofils, welcher
sich seitlich und oberhalb der Auflage 35 befindet) einstückig mit dem Profil ausgebildet
ist, kann die Verglasung mittels einer Klebeschicht an der Glashalteleiste resp. dem
Schenkel 37 angeordnet sein. Als Hohlkammerwand ist im Rahmen der vorliegenden Beschreibung
jede Wand bezeichnet, welche wenigstens bereichsweise den Hohlkammerraum bildet.
[0030] Vorteilhaft hat die Nut für die Aufnahme der Isolation Hinterschneidungen. Dadurch
ist die Isolation formschlüssig und unlösbar mit dem Profil verbindbar ist. Die Isolation
kann zusätzlich mit dem Profil verklebt und/oder eingerollt sein. Zweckmässigerweise
ist an der zweiten Hohlkammerwand ein zur ersten Hohlkammerwand paralleler Steg vorgesehen.
Dieser Steg kann als Befestigungssteg dienen, z.B. zur Befestigung des Profils an
einem Holzrahmen. Bei einem Metall- oder Metall/Kunststofffenster kann am freien Ende
des Stegs eine Einstecknut für eine Dichtung vorgesehen sein, um das Profil gegenüber
einem Fenster- oder Türrahmen abzudichten. Dabei kann der Steg eine Verlängerung der
dritten Kammerwand sein. An der zweiten Hohlkammerwand kann ausserdem eine Beschlagsnut
vorgesehen sein. Diese dient der Aufnahme von Beschlägen zum Öffnen, Verschliessen
und Verschwenken von Tür- und Fensterflügeln. Weitere vorteilhafte Merkmale sind der
übrigen Beschreibung zu entnehmen.
[0031] Vorzugsweise hat der Isolationskörper eine bereichsweise Laminierung aus einem Kunstharz.
Durch die Verwendung eines Isolationskörpers, vorzugsweise eines feinporigen, möglichst
tragfähigen Kunststoffs mit einem möglichst kleinen λ-Wert, kann eine hervorragende
thermische Trennung der Aussen- von der Innenschale erreicht werden, ohne dass das
Bauprinzip des eingangs erwähnten konventionellen Fensters wesentlich geändert werden
müsste. Die bei konventionellen Metallfenstern vorhandenen, glasfaserverstärkten Polyamiddichtungen
sind erfindungsgemäss durch einen vorzugsweise laminierten, feinporigen Isolationskörper
ersetzt. Durch die Laminierung kann der feinporige Isolationskörper, welcher für sich
allein keine ausreichende Tragkraft hat, so weit verstärkt werden, dass der erzeugte
Verbundwerkstoff die herkömmlichen Polyamiddichtungen vollumfänglich ersetzen kann.
[0032] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Laminierung mit einer Faserverstärkung
versehen. Die Faserverstärkung kann durch ein Fasergewebe, Matte, Netze, ausgerichtete
Rovingstränge, mehrheitlich unidirektionale oder ungerichtete Faserschichten und Ähnlichem
gebildet sein. Damit kann die Faserverstärkung zielgerichtet auf die zu erwartenden
Hauptbeanspruchungsrichtungen ausgerichtet sein. Vorzugsweise erstrecken sich die
Fasern der Faserverstärkung mehrheitlich quer zur Längserstreckung der Profile.
[0033] Vorteilhaft ist die Laminierung stoffschlüssig mit dem Isolationskörper verbunden.
Dadurch ergibt sich ein stabiler Verbund zwischen dem Isolationskörper und der Faserverstärkung.
[0034] Zweckmässigerweise ist die Laminierung an wenigstens einer Seite des Isolationskörpers,
nämlich entweder an jener, welche zur Füllung hin orientiert oder von der Füllung
abgewandt ist, vorgesehen. Durch eine solche, mindestens einseitige Laminierung kann
der Kunststoffkörper in vielen Fällen die geforderte Tragfunktion bereits erfüllen.
Es ist jedoch denkbar, die Laminierung an einander gegenüberliegenden Seiten des Kunststoffkörpers,
nämlich an den Längsseiten, welche der Füllung resp. Mehrfachverglasung zu- und abgewandt
sind, vorzusehen. Damit können die erwähnten Längsseiten die Funktion von Zug- und
Druckstegen einnehmen. Produktionstechnisch kann es jedoch auch sinnvoll sein, den
Isolationskörper allseitig oder wenigstens an allen Längsseiten mit einer Laminierung
zu versehen.
[0035] Zur Erreichung der erforderlichen Stabilität kann sich die Laminierung mindestens
teilweise auf die Innenschale und vorzugsweise auf die Aussenschale erstrecken. Damit
können die Innenschale und gegebenenfalls auch die Aussenschale kraft- und vorzugsweise
formschlüssig mit dem Isolationskörper verbunden sein.
[0036] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- Im Schnitt ein herkömmliches Metallfenster bestehend aus einer Innen- und einer Aussenschale,
welche durch ein Kunststoffprofil miteinander verbunden sind;
- Figur 2:
- die untere Ecke eines erfindungsgemässen Fensterflügels mit einem ersten Eckprofil
als Glasauflager und einer geschäumten Kunststoffverbindung zwischen der Innen- und
der Aussenschale im Schnitt und in perspektivischer Ansicht;
- Figur 3:
- Der Fensterflügel von Fig. 2 mit einem im Profil der Innenschale angeordneten Eckverbinder;
- Figur 4:
- der Fensterflügel von Fig. 2 von hinten und in perspektivischer Ansicht;
- Figur 5:
- das Eckprofil in Seitenansicht (a), in Stirnansicht (b) und in perspektivischer Ansicht
(c);
- Figur 6:
- der Eckverbinder in Seitenansicht (a), in Stirnansicht (b) und in perspektivischer
Ansicht (c);
- Fig. 7:
- ein Fensterflügel in Metallausführung mit Maueranschluss;
- Fig. 8:
- ein Holz-Metallfenster.
- Fig. 9:
- ein Doppelflügel im Grundriss; und
- Fig. 10:
- eine Festverglasung kombiniert mit einem erfindungsgemässen Fensterflügel;
- Fig. 11:
- ein zweites, alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 12:
- ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0037] Der in den Figuren 2 bis 4 gezeigte Rahmen 9 eines erfindungsgemässen Fensterflügels
besitzt eine Innenschale 11 und eine optionale Aussenschale 13, welche thermisch isoliert
miteinander verbunden sind. Innen- und Aussenschale sind durch Metallprofile 15,17,
insbesondere Aluprofile, gebildet. Die Metallprofile 15,17 sind mittels einer thermischen
Isolation miteinander verbunden. Die thermische Isolation ist durch einen Isolationskörper,
insbesondere einem geschäumten feinporigen Kunststoffkörper 19, gebildet, welcher
in Nuten 21,23 der Profile aufgenommen und unlösbar verbunden ist. Vorzugsweise ist
der Isolationskörper 19 in die Aluprofile eingerollt, d.h. durch Hinterschneidungen
in den Nuten 21,23 festgehalten und gegebenenfalls verklebt (s.unten Beschreibung
zu den Figuren 7 bis 10).
[0038] Von Bedeutung ist nun, dass - im Unterschied zu konventionellen Fenstern - das Gewicht
einer Mehrfachverglasung oder einer anderen Füllung ausschliesslich auf die Innenschale
und vorzugsweise auf die Rahmenecke der Innenschale abgetragen ist. Zu diesem Zweck
ist gemäss einem Ausführungsbeispiel ein erstes Eckwinkelprofil 25 vorgesehen, welches
an der Innenschale befestigt ist und/oder sich an dieser abstützt. Gemäss der gezeigten
bevorzugten Ausführungsform ist das Eckwinkelprofil 25 mit den zwei in einem rechten
Winkel zueinander angeordneten Schenkeln 24,26 aus einem Winkelprofil 27 hergestellt.
Das Winkelprofil 27 hat im Querschnitt einen ersten Schenkel 29, welcher als Auflager
oder Anschlag für die Mehrfachverglasung (in den Fig. 2 bis 4 nicht gezeigt) dient,
und einen zweiten Schenkel 31, welcher formschlüssig vorzugsweise in einer Nut 33
des Profils 15 aufgenommen ist. Ein Vorsprung 35, welcher im Abstand zum freien Schenkel
37 der Nut 33 vorgesehen ist, dient dabei als Auflager für den Winkelprofilschenkel
29. Der Abstand zwischen der Stirnseite 39 der Nut 33 und dem Vorsprung 35 entspricht
dabei vorzugsweise der Stärke des Schenkels 29. Ein kürzerer Schenkel 37 ist jedoch
denkbar, solange sichergestellt ist, dass das Gewicht der Mehrfachverglasung im Wesentlichen
vollständig an die Innenschale 11 abgeleitet wird. Vorteilhaft hat die Nut eine Tiefe
von wenigstens 10 mm und vorzugsweise wenigstens 15 mm. Dadurch, dass das Eckwinkelprofil
25 sich um die Ecke des Fensterflügelrahmens erstreckt, ergibt sich eine besonders
steife Konstruktion.
[0039] Aus Stabilitätsgründen ist benachbart zum Eckwinkelprofil 25 ein Eckverbinder 41
vorgesehen, welcher in einer Hohlkammer 43 des Profils 15 aufgenommen ist (Fig. 3).
Der Eckverbinder 41 ist vorzugsweise ein stabiles Vierkantprofil mit starken Wandungen,
sodass ein Scharnier 50 mittels entsprechenden Schrauben, Nieten oder dergleichen
(in den Figuren nicht gezeigt) daran befestigbar ist (s. Fig. 4).
[0040] Unterhalb der Hohlkammer 43 ist eine Beschlagsnut 44 vorgesehen, welche der Aufnahme
von konventionellen Beschlägen dient. An die gebäudeinnenseitige Wand des Profils
15 schliesst ein Steg 46 an, an dessen freiem Ende eine Dichtungsnut 48 für die Aufnahme
einer Kunststoffdichtung vorgesehen ist.
[0041] In den Figuren 5 und 6 sind das Eckwinkelprofil 25 und der Eckverbinder 41 näher
im Detail gezeigt. Beim Eckwinkelprofil 25 ist von Bedeutung, dass dieses einen möglichst
kleinen Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten aufweist. Es ist deshalb vorzugsweise aus
einem faserverstärkten Kunststoff hergestellt. Als Verstärkungen kommen Glas-, Kohle-,
Natur-, Aramidfasern und Fasern mit ähnlichen Eigenschaften in Frage. Die Steifigkeit
des Eckwinkelprofils kann durch entsprechende Orientierung der Fasern in Längsrichtung
der Schenkel 29,31 und durch den Einsatz von Rovings erhöht werden. Vorzugsweise wird
die Länge des Schenkels 29 so gewählt, dass kein Kontakt zwischen dem Eckwinkelprofil
25 und der Aussenschale 13 besteht. Auch kann zwischen dem Eckwinkelprofil und der
Isolation 19 ein kleiner Luftspalt von 0.5 bis 5 mm, vorzugsweise 1 bis 2 mm vorhanden
sein. Bevorzugt ist jedoch kein Spalt zwischen der Isolation und den Seitenflächen
der Mehrfachverglasung oder Füllung vorhanden.
[0042] Ein einzelnes Eckwinkelprofil 25 ist mindestens in zwei Ecken eines Fensterflügels
vorzusehen. Es kann beispielsweise in den beiden unteren Ecken eines Fensterflügels
oder gemäss der bevorzugten Ausführungsvariante in zwei einander diagonal gegenüberliegenden
Ecken des Fensterflügels vorgesehen sein. Gemäss der letztgenannten Variante ist ein
Eckprofil scharnierseitig vorzugsweise in der unteren Ecke anzuordnen.
[0043] Die Ausführungsform gemäss Fig. 7 zeigt ein Metallfenster im Schnitt. Die Mehrfachverglasung
besteht aus einer Dreifachverglasung mit einer inneren Glasscheibe 45, einer mittleren
Glasscheibe 47 und einer äusseren Glasscheibe 49, welche Scheiben durch Distanzblöcke
51 voneinander beabstandet sind. Um Grössentoleranzen der Mehrfachverglasung in Länge,
Breite und Einbaustärke auszugleichen, können Ausgleichselemente 53, wie Ausgleichshölzchen,
vorgesehen sein (Verklotzung). Es ist ersichtlich, dass die Mehrfachverglasung durch
eine Klebeschicht 54 mit dem Profil 15 fest verbunden ist. Die direkte Verklebung
mit dem Profil 15 hat den Vorteil, dass ein Glasauflager nicht mehr zwingend nötig
ist, obwohl ein solches in der Figur 7 noch eingezeichnet ist.
[0044] Im Aussenprofil 17 ist in einer Nut 55 ein als Wetterschutzprofil dienendes Profil
57 eingesteckt. Am oberen Ende des Profils ist eine Dichtung 59 vorgesehen, welche
die Aussenschale und die äussere Glasscheibe 49 gegeneinander abdichtet.
[0045] Ein als Maueranschlussteil dienender Fensterrahmen 61, welcher ebenfalls einen Kern
63 aus geschäumtem Kunststoff besitzt, dient als Anschlag für den Fensterflügel. Der
Kunststoffkern 63, welcher vorzugsweise aus dem gleichen Material ist wie der Isolationskörper
19, ist fest mit einem Aussenprofil 65 und einem Innenprofil 67 verbunden. Ein innenseitig
am Aussenprofil 65 angeordnetes Dichtungsprofil 69 dient der Abdichtung eines zwischen
dem Isolationskörper 19 und dem Kunststoffkern 63 vorhandenen Spaltes 64. Das Maueranschlussteil
61 wird in der Leibung einer Fensteröffnung (in der Figur nicht gezeigt) angeschlagen
und befestigt.
[0046] Das Ausführungsbeispiel gemäss Figur 8 unterscheidet sich vom Fenster gemäss Figur
7 dadurch, dass der Fensterrahmen 61 und die Innenschale raumseitig teilweise aus
Holz gefertigt ist. Die Innenschale 11 besteht aus einem Holzprofil 70, in welchem
in einem Falz 71 ein Metallprofil 72 aufgenommen ist. Das Metallprofil 72 ist über
den Kunststoffkörper 19 mit der Aussenschale 13 fest verbunden. Das Metallprofil 72
hat wie das Profil 15 (Figur 7) eine Nut 33, welche der Aufnahme des Winkelprofilschenkels
31 dient. Im Zusammenwirken von Nut 33 und Vorsprung 35 resultiert für das eingesetzte
Eckprofil 25 ein Formschluss mit geringem Spiel. Auch in diesem Ausführungsbeispiel
ist die Verglasung mittels einer Klebemittelschicht 54 an der Aussenseite des Schenkels
37 unlösbar verbunden.
[0047] Die Ausführungsvariante gemäss Fig. 10 ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Fensterflügel
mit einer Festverglasung kombiniert ist. Im Übrigen ist der Aufbau gleich wie beim
Fensterflügel von Fig. 7.
[0048] In der Figur 9 ist ein Doppelfensterflügel gezeigt, dessen Fensterflügel sich in
gleichen oder entgegengesetzten Drehrichtungen öffnen lassen. Am Fensterflügel, welcher
in der Darstellung unten ist, ist eine Mittelstulpe 73 angeordnet, an welcher der
obere Flügel anschlägt. Im Übrigen entspricht diese Ausführung den bereits beschriebenen,
sodass nicht näher darauf eingegangen werden muss.
[0049] Gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung (Figur 11) ist als Isolation ein
Verbundisolationskörper vorgesehen, umfassend einen feinporigen, formstabilen und
druckfesten Isolationskörper aus einem Material wie oben beschrieben und einer optionalen
Laminierung 74 aus einem Kunstharz und einer optionalen Faserverstärkung (in Figur
11 nicht ersichtlich). Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Laminierung 74 nur
an der der Füllung 76 (hier: Mehrfachverglasung) zugewandten Längsseite 75 und der
der Füllung 76 abgewandten Seite 77 vorgesehen. Denkbar ist jedoch, dass die Laminierung
74 wenigstens an allen Längsseiten des Isolationskörpers 19 vorgesehen ist. Vorteilhaft,
jedoch nicht zwingend, erstreckt sich die Laminierung bis in die Nuten 21 des Metallprofils
15 und vorzugsweise in die Nuten 23 des Metallprofils 17 hinein, wo durch Hinterschneidungen
79 resp. 81 ein Formschluss realisiert ist. Es ist denkbar, dass eine Laminierung
des Isolationskörpers nur an den zum Innenprofil 15 und dem Aussenprofil 57 orientierten
Seitenflächen, die Vorsprünge mit einschliessend, erfolgt. Die Hinterschneidungen
79,81 werden durch "Einrollen" gebildet, einem Verfahren, in welchem durch Verformen
von Aluminiumstegen das Kunststoffmaterial teilweise umfasst wird.
[0050] Damit der Verbundisolationskörper auch in Längsrichtung einer grossen Querzugskraft
widerstehen kann, ist mindestens die Stirnseite 83 eines mit dem Körper verbundenen,
ersten Vorsprungs 87 mit dem Profil 15 der Innenschale 11 fest verklebt. Analog kann
auch die Stirnseite 89 eines zweiten Vorsprungs 91 mit dem Profil 17 der Aussenschale
13 fest verklebt sein. Die Vorsprünge 89,91 können aus dem gleichen oder einem anderen
Material wie der Verbundisolationskörper sein.
[0051] Wie der erfindungsgemässe Fensterflügel besitzt auch der Fensterrahmen 61 vorzugsweise
einen laminierten Isolationskörper 93. Der Isolationskörper 93 kann aus demselben
Material wie der Isolationskörper 19 bestehen und ist ebenfalls mittels angeformter
Vorsprünge 103,105 vorzugsweise in die Profile 65,67 eingerollt. Das Profil 67 besitzt
zu diesem Zweck Nuten 95, dessen Seitenwände Hinterschneidungen 97 bilden. Ebenso
weist das Profil 65 Nuten 99 auf, dessen Seitenwände Hinterschneidungen 101 bilden.
In den Nuten 95,99 sind die Vorsprünge 103, 105 des Isolationskörpers 93 formschlüssig
gehalten.
[0052] Gemäss dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind an den Seitenwänden 107, 109 des Kunststoffkerns
93 jeweils zwei Vorsprünge 103 resp.105 vorgesehen, welche in jeweils entsprechende
Nuten 95,99 eingerollt sind. Denkbar ist jedoch auch, nur eine oder mehr als zwei
Nuten 95,99 vorzusehen. Um eine feste Verbindung auch bezüglich von in Längsrichtung
der Profile wirkender Kräfte zu erreichen, sind die Seitenwände 107, 109 mindestens
bereichsweise und vorzugsweise im Wesentlichen ganzflächig mit den Innenflächen der
Profile 65,67 verklebt.
[0053] Wie im gezeigten Ausführungsbeispiel dargestellt, können die Vorsprünge 87,91 resp.
99,101 aus einem anderen Material als der übrige Kunststoffkern 93 sein. Insbesondere
ist denkbar, dass die Vorsprünge durch ein Polyamidprofil gebildet sind. Das Polyamidprofil
kann wiederum mit dem feinporigen Material des Kunststoffkerns 93 umspritzt sein oder
auf eine andere Art. z.B. durch Formschluss oder Verklebung verbunden sein.
[0054] Zur Erreichung eines möglichst hohen u-Werts ist vorzugsweise der ganze oder zumindest
der grösste Teil des Falzraumvolumens zwischen dem Fensterflügel und dem Fensterrahmen
durch einen Dichtungskörper 111 ausgefüllt. Eine Besonderheit dieser Fensterkonstruktion
ist, dass über wenigstens die Hälfte und vorzugsweise über wenigstens 2/3 der Dicke
des Kunststoffkörpers 19 der Dichtungskörper 111 am Isolationskörper 19 resp. Kunststoffkern
93 anliegt oder nur einen minimalen Spalt von weniger als 3 mm und vorzugsweise weniger
als 1 mm freigibt. Durch diese Konstruktion, welche einen unabhängigen Aspekt der
Erfindung darstellt, kann ein Wärmeaustausch im Zwischenraum zwischen dem Flügelrahmen
und dem Fensterrahmen weitgehend unterbunden werden.
[0055] Der Dichtungskörper 111 kann ein ko-extrudiertes Dichtungsprofil sein mit einem ersten
Abschnitt 113 aus einem ersten Kunststoff und einem zweiten Abschnitt 115 aus einem
zweiten Kunststoff. Der zweite Kunststoff ist dabei vorzugsweise ein Elastomer, z.B.
auf Olefin- oder Urethanbasis, oder ein thermoplastisches Polyamid. Der zweite Abschnitt
115 des Dichtungskörpers weist vorteilhafterweise mehrere hintereinander angeordnete
Kammern 117 auf, welche in ihrem Bereich den Zwischenraum zwischen dem Flügelrahmen
und dem Fensterrahmen ausfüllen.
[0056] Der Dichtungskörper 111 ist einerseits in einer im Profil 67 vorgesehenen Dichtungsnut
119 und andererseits in einer Ausnehmung 121 formschlüssig aufgenommen.
[0057] Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 12 unterscheidet sich von demjenigen von Fig.
11 im Wesentlichen dadurch, dass die Kunststoffkörper 19,93 allseitig mit einer Laminierung
74 versehen sind. Ausserdem ist erkennbar, dass die Füllung 76 auf einem Glasauflager
123 ruht, welches sich einerseits auf der Innenschale 15 und andererseits auf der
Aussenschale 17 abstützt.
[0058] Als Isolation werden vorzugsweise Kunststoffe eingesetzt, deren Eigenschaften wenigstens
in einem der unten stehenden physikalischen Parameter den angegebenen Werten entsprechen.
Dabei ist in der fünften und sechsten Spalte der bevorzugte resp. bevorzugteste Bereich
der Parameter angegeben.
| Parameter |
Norm |
Dimension |
|
|
|
| Dichte |
ISO 845 |
Kg/m3 |
>80 |
>100 |
>145 |
| Druckfestigkeit |
ISO 844 |
N/mm2 |
>1.0 |
>1.4 |
>2 |
| Druckmodul senkrecht |
DIN 53421 |
N/mm2 |
> 70 |
> 80 |
> 100 |
| Zugfestigkeit senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
>1.8 |
>2.1 |
>2.5 |
| Zugmodul senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
> 90 |
>110 |
>150 |
| Schubfestigkeit |
ISO 1922 |
N/mm2 |
>0.7 |
> 0.9 |
>1.1 |
| Schubbruchdehnung |
ISO 1922 |
% |
< 12 |
< 10 |
< 9 |
| Wärmeleitfähigkeit |
ISO 8301 |
W/m K |
< 0.05 |
<0.044 |
>0.038 |
[0059] Bei einem bevorzugt eingesetzten Isolationskörper liegen die idealen Werte in den
nachfolgend genannten Bereichen:
| Parameter |
Norm |
Dimension |
Bereich |
| Dichte |
ISO 845 |
Kg/m3 |
100 bis 210, vorzugsweise bis 160 |
| Druckfestigkeit |
ISO 844 |
N/mm2 |
1.4 bis 2.3 |
| Druckmodul senkrecht |
DIN 53421 |
N/mm2 |
80 bis 120 |
| Zugfestigkeit senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
2.0 bis 2.8 |
| Zugmodul senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
100 bis 180 |
| Schubfestigkeit |
ISO 1922 |
N/mm2 |
0.75 bis 1.3 |
| Schubbruchdehnung |
ISO 1922 |
% |
7 bis 11 |
| Wärmeleitfähigkeit |
ISO 8301 |
W/m K |
0.032 bis 0.041 |
| |
|
|
oder max. 0.041 |
Legende
[0060]
| 9 |
Flügelrahmen |
| 11 |
Innenschale |
| 13 |
Aussenschale |
| 15 |
Metallprofil der Innenschale |
| 17 |
Metallprofil der Aussenschale |
| 19 |
feinporiger Isolationskörper |
| 21 |
Nute des Metallprofils 15 |
| 23 |
Nute des Metallprofils 17 |
| 24,26 |
Schenkel des Eckprofils |
| 25 |
Eckwinkelprofil |
| 27 |
Winkelprofil |
| 29 |
erster Schenkel des Eckwinkelprofils |
| 31 |
zweiter Schenkel des Eckwinkelprofils |
| 33 |
Nut |
| 35 |
Vorsprung, Auflage |
| 37 |
freier Schenkel |
| 39 |
Stirnseite der Wand 37 |
| 41 |
Eckverbinder |
| 43 |
Hohlkammer |
| 44 |
Beschlagsnut |
| 45 |
innere Glasscheibe |
| 46 |
Steg |
| 47 |
mittlere Glasscheibe |
| 48 |
Dichtungsnut |
| 49 |
äussere Glasscheibe |
| 50 |
Scharnier |
| 51 |
Distanzblöcke |
| 53 |
Ausgleichselemente |
| 54 |
Klebeschicht |
| 55 |
Nut |
| 57 |
Profil |
| 59 |
Dichtung |
| 61 |
Fensterrahmen |
| 63 |
Kunststoffkern |
| 64 |
Spalt |
| 65 |
Innenprofil des Fensterrahmens |
| 67 |
Aussenprofil des Fensterrahmens |
| 69 |
Dichtungsprofil |
| 70 |
Holzprofil |
| 71 |
Falz |
| 72 |
Metallprofil |
| 73 |
Mittelstulpe |
| 74 |
Laminierung |
| 75 |
der Füllung zugewandte Längsseite des Kunststoffkörpers |
| 76 |
Füllung, z.B. Mehrfachverglasung |
| 77 |
der Füllung abgewandte Längsseite des Kunststoffkörpers |
| 79 |
Hinterschneidungen der Nut 21 |
| 81 |
Hinterschneidungen der Nut 23 |
| 83 |
Stirnseite des ersten Vorsprungs 87 |
| 87 |
erster Vorsprung |
| 89 |
Stirnseite des zweiten Vorsprungs 91 |
| 91 |
zweiter Vorsprung |
| 93 |
Kunststoffkörper mit Laminierung |
| 95 |
Nut des Profils 67 |
| 97 |
Hinterschneidung |
| 99 |
Nut des Profils 69 |
| 101 |
Hinterschneidung |
| 103,105 |
Vorsprünge |
| 107,109 |
Seitenwände des Kunststoffköprers 93 |
| 111 |
Dichtungskörper im Falz zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen |
| 113 |
erster Abschnitt des Dichtungskörpers |
| 115 |
zweiter Abschnitt des Dichtungskörpers |
| 117 |
Kammern des Dichtungskörpers |
| 119 |
Dichtungsnut |
| 121 |
Ausnehmung |
| 123 |
Glasauflager |
| 209 |
Flügelrahmen |
| 211 |
Innenschale |
| 213 |
Aussenschale |
| 215 |
Mehrfachverglasung |
| 217 |
innere Glasscheibe |
| 219 |
äussere Glasscheibe |
| 221 |
Distanzhalter |
| 223 |
Raum |
| 225,227 |
Aluminiumprofile der Innenschale |
| 229 |
Aluminiumprofil der Innenschale |
| 231 |
Polyamiddichtung |
| 233 |
Glasauflager |
1. Fenster- oder Türflügel mit
- einem Flügelrahmen (9) mit einer Innenschale (11) und einer optionalen Aussenschale
(13),
- einer Füllung, beispielsweise einer Mehrfachverglasung oder einem Paneel, welche
an der Innenschale (11) angeordnet ist,
- einer der Innenschale (11) vorgesetzten Isolation, welche die Füllung umfangsseitig
umgibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Füllung durch eine Formschluss- und/oder Stoffschlussverbindung mit der Innenschale
(11) verbunden ist, und die Isolation der Innenschale (11) durch einen Isolationskörper
(19) mit einem λ- Wert < 0.08 W/m K, vorzugsweise < 0.06 W/m K und besonders bevorzugt
< 0.04 W/m K und einer Druckfestigkeit zwischen 1 und 5 N/mm
2, vorzugsweise zwischen 1 und 3 N/mm
2 und besonders bevorzugt zwischen 1.4 und 2.3 N/mm
2 realisiert ist.
2. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung durch wenigstens zwei Eckwinkelprofile (25) realisiert
ist, welche Eckwinkelprofile (25) in zwei aneinander diagonal gegenüberliegenden Ecken
der Innenschale (11) angeordnet sind, wobei ein Eckwinkelprofil in der unteren, scharnierseitigen
Ecke des Flügels vorgesehen ist.
3. Fensterflügel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Schenkel (29) des Eckwinkelprofils als Auflager für die Füllung dient
und der andere Schenkel (31) an der Innenschale (11) angeordnet ist.
4. Flügel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Eckwinkelprofil (25) aus faserverstärktem Kunststoff, insbesondere Polyamid-Kunststoff,
hergestellt ist.
5. Flügel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Eckwinkelprofil (25) eine Biegefestigkeit > 2 N/mm2, vorzugsweise > 4 N/mm2 und
besonders bevorzugt > 6 N/mm2 besitzt.
6. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskörper (19) ein expandierter Polystyrol-Partikelhartschaumstoff oder
ein geschäumter PET oder PUR Kunststoff ist, welcher vorzugsweise ein spezifisches
Gewicht von < 180 Kg/m3, vorzugsweise < 160 Kg/m3, und besonders bevorzugt < 130 Kg/m3
hat.
7. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffschlussverbindung zwischen der Füllung und der Innenschale durch eine umlaufende
Klebeverbindung realisiert ist.
8. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskörper (19) an der Innenschale (11) festgeklebt und/oder eingerollt
ist.
9. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aussenschale (13) vorgesehen ist, welche am Isolationskörper (19) befestigt,
z.B. festgeklebt oder eingerollt, ist.
10. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Profil (15) der Innenschale (11) eine Auflage oder ein Vorsprung (35) für das
Eckwinkelprofil vorgesehen ist.
11. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorderseite des Profils (15) eine zweite Nut vorgesehen ist, in welcher der
zweite Schenkel (31) des Eckwinkelprofils aufgenommen ist.
12. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zum ersten Eckwinkelprofil ein Eckverbinder (41) im Profil (15) der Innenschale
(11) angeordnet ist.
13. Profil (15) für einen Tür- oder Flügelrahmen mit
- einer im Wesentlichen rechteckeckigen, über die ganze Länge des Profils sich erstreckenden
Hohlkammer (43),
weiter
gekennzeichnet durch
- eine aussenseitig an einer ersten Hohlkammerwand vorgesehenen Nut (33), deren freier
Schenkel (37) parallel zur ersten Hohlkammerwand verläuft und deren Nutöffnung parallel
zu einer zweiten, zur ersten Hohlkammerwand benachbarten Hohlkammerwand ist,
- einen aussenseitig an der ersten Hohlkammerwand im Abstand von der Nutöffnung vorgesehenen
Vorsprung (35); und
- eine auf der Seite der ersten Hohlkammerwand vorgesehenen Nut (21) für die Aufnahme
einer Isolation.
14. Profil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (21) für die Aufnahme der Isolation Hinterschneidungen aufweist.
15. Profil nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass aussenseitig an der zweiten Hohlkammerwand benachbart zur ersten Hohlkammerwand eine
Beschlagsnut (44) vorgesehen ist.