[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Induktionskochfelds, bei
welchem ein Zubereitungsgefäß auf einer Oberseite einer Kochfeldplatte aufgestellt
wird und ein Beheizen des Zubereitungsgefäßes mittels zumindest eines aktiven Induktors
optisch angezeigt wird. Dazu wird eine an der Kochfeldplatte angebrachte Beschichtung
so ausgebildet, dass sie in elektromagnetischer Wechselwirkung mit dem Induktionsfeld
zwischen dem aktiven Induktor und dem Zubereitungsgefäß seine Farbe ändert, und dadurch
eine Fläche der Kochfeldplatte unter dem Zubereitungsgefäß und/oder in einem Nahbereich
um den Rand des Bodens des Zubereitungsgefäßes in einer ersten Farbe leuchtet, wobei
ein Betriebsparameterwert der Induktoren zur Beheizung des Zubereitungsgefäßes durch
Betätigen eines Bedienelements geändert wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung
ein Induktionskochfeld mit einer Kochfeldplatte und unter der Kochfeldplatte angeordneten
Induktoren, welche im aktiven Zustand in elektromagnetischer Wechselwirkung mit einem
auf einer Oberseite der Kochfeldplatte aufgestellten Zubereitungsgefäß zum Erhitzen
des Zubereitungsgefäßes ausgebildet sind. An der Kochfeldplatte ist eine Beschichtung
ausgebildet, die in dem Induktionsfeld zwischen einem aktiven Induktor und dem Zubereitungsgefäß
seine Farbe ändern kann.
[0002] Eine derartige Vorgehensweise und ein entsprechendes Induktionskochfeld sind aus
der
EP 1 858 299 B1 bekannt. Dort sind auch entsprechend taugliche Materialien für die Beschichtung offenbart,
die als linkshändige Metamaterialien im Besonderen bezeichnet werden. Diesbezügliche
Ausgangsmaterialien für Metamaterialien können beispielsweise Kupfer und Gold jeweils
mit Strukturen im Bereich < 10 µm sein. Auch Ferroelektrika sind diesbezüglich tauglich,
wobei hierzu auf die
US 6,963,259 B2 verwiesen wird. Von Vorteil ist es, bei der Beschichtung keine Materialien zu verwenden,
die im Induktionsfeld eine eigene entsprechende Erhitzung erfahren, wodurch sich dann
Beschädigungen oder eine Zerstörung der Beschichtung ergeben würde. Ein beispielsweises
Material, welches diesbezüglich somit für eine Beschichtung nicht tauglich ist, ist
Nickel.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Induktionskochfelds
als auch ein Induktionskochfeld zu schaffen, welches die optische Nachvollziehbarkeit
von Betriebszuständen für einen Nutzer vereinfacht ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Induktionskochfeld gemäß den unabhängigen
Ansprüchen gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Induktionskochfelds wird
ein Zubereitungsgefäß auf einer Oberseite einer Kochfeldplatte aufgestellt und ein
Beheizen des Zubereitungsgefäßes mittels zumindest eines aktiven Induktors optisch
angezeigt. Dazu wird eine an der Kochfeldplatte angebrachte Beschichtung so ausgebildet,
dass sie in elektromagnetischer Wechselwirkung mit dem Induktionsfeld zwischen dem
aktiven Induktor und dem Zubereitungsgefäß seine Farbe verändert. Dadurch wird ein
Leuchten einer Fläche der Kochfeldplatte unter dem Zubereitungsgefäß und/oder einer
Fläche in einem Nahbereich um den Rand des Bodens des Zubereitungsgefäßes in einer
ersten Farbe erzeugt. Ein Einstellen und Ändern eines Betriebsparameterwerts der Induktoren
zur Beheizung des Zubereitungsgefäßes wird durch Betätigen eines Bedienelements des
Induktionskochfelds erreicht. In einem derartigen Änderungsmodus zum Ändern des Betriebsparameterwerts
leuchtet die Fläche der Kochfeldplatte unter dem Zubereitungsgefäß und/oder in einem
Nahbereich um den Rand des Bodens des Zubereitungsgefäßes blinkend in einer Farbe
auf, wobei dies durch die Beeinflussung der Beschichtung durch das elektromagnetische
Induktionsfeld zwischen dem aktiven Induktor und dem Zubereitungsgefäß erzeugt wird.
Durch eine derartige Ausgestaltung wird es dem Nutzer wesentlich erleichtert zu erkennen,
wie die einzelnen Betriebszustände an den Zubereitungsgefäßen und den darunter angeordneten
Induktoren sind. Somit kann er wesentlich einfacher und schneller erkennen, wie die
einzelnen Abläufe sind und wo gegebenenfalls gerade Handlungsbedarf seinerseits durchzuführen
ist. Gerade dann, wenn eine Mehrzahl von Zubereitungsgefäßen auf der Kochfeldplatte
angeordnet sind, kann durch eine derartige optische Anzeige und deren Variabilität
einfachst und auch schnell intuitiv wahrgenommen werden, was bei den einzelnen Zubereitungsgefäßen
momentan für ein Betrieb eingestellt ist. Es kann durch einen Nutzer somit unverzüglich
festgestellt werden, welche Zubereitungsgefäße nicht beheizt werden, da dort keinerlei
optische Anzeige durch ein Aufleuchten der Beschichtung auftritt. Andererseits kann
demgegenüber einfach erkannt werden, wenn ein Zubereitungsgefäß beheizt wird, diesbezüglich
gegenwärtig aber keinerlei weitere Handlung bezüglich eines Einstellens der Heizleistung
durch einen Nutzer erforderlich ist. Andererseits kann an den Positionen, an denen
die blinkende Aufleuchtung einer Farbe erfolgt, erkannt werden, dass der Nutzer hier
reagieren muss und eine entsprechende Einstellung eines Betriebsparameterwerts durch
Betätigen des Bedienelements durchführen muss.
[0006] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass ein erstes und ein zweites Zubereitungsgefäß auf
der Kochfeldplatte aufgestellt werden und jedes Zubereitungsgefäß in elektromagnetischer
Wechselwirkung mit jeweils zumindest einem aktiven Induktor beheizt wird, wobei durch
das Betätigen des Bedienelements ein Auswählen eines ein Zubereitungsgefäß beheizenden
Induktors durchgeführt wird und bei einem Wechseln der Auswahl des aktiven Induktors
jeweils die Fläche der Kochfeldplatte unter dem Zubereitungsgefäß, welches von dem
zumindest einen ausgewählten aktiven Induktor beheizt wird, und/oder in einem Nahbereich
um den Rand des Bodens des Zubereitungsgefäßes, welches von dem zumindest einen ausgewählten
aktiven Induktor beheizt wird, blinkend in einer Farbe aufleuchtet, welche durch die
Beeinflussung der Beschichtung durch das elektromagnetische Induktionsfeld zwischen
dem aktiven Induktor und dem Zubereitungsgefäß erzeugt wird.
[0007] Im Unterschied zu der Ausführung, bei der im Änderungsmodus ein Betriebsparameter
eines aktiven Induktors verändert wird, wird hier alternativ dazu die Möglichkeit
geboten, dass zwischen zwei separaten Induktoren bzw. einer jeweils vorhandenen Induktorenmehrzahl
zum Beheizen jeweils eines Zubereitungsgefäßes durch Betätigen des Bedienelements
hin- und hergewechselt werden kann und der Wechsel jeweils dadurch aufgezeigt und
kenntlich gemacht wird, dass diejenigen aktiven Induktoren, die durch das Betätigen
des Bedienelements nun ausgewählt sind, eine entsprechende blinkende Aufleuchtung
der angeregten Beschichtung erzeugt wird. Bei einem derartigen Wechselmodus ist es
dann nicht zwingend erforderlich, dass auch automatisch ein Änderungsmodus zum Einstellen
von Betriebsparametern aktiviert wird, wobei dies vorteilhaft der Fall ist.
[0008] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass das Blinken mit dem Beenden des Änderungsmodus
beendet wird und ein dann wieder kontinuierliches Leuchten der Beschichtung insbesondere
in der ersten Farbe durchgeführt wird.
[0009] Dabei wird schnell und unverzüglich und leicht nachvollziehbar dem Benutzer optisch
angezeigt, dass eine weitere Handlungsaktion durch ihn gegenwärtig nicht erforderlich
ist.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Blinken im Änderungsmodus auch in der ersten
Farbe erfolgt.
[0011] Ein Blinken erfolgt insbesondere dadurch, dass Induktoren alternierend aktiviert
und deaktiviert werden. Diese Frequenz ist derart, dass die Beschichtung so zur Lichtemission
angeregt wird, dass es durch das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges als Blinken
wahrgenommen wird.
[0012] Hierzu kann erwähnt werden, dass die Farbe, in welcher die Beschichtung aufleuchtet,
individuell wählbar ist, wobei dies abhängig von der Materialzusammensetzung der Beschichtung
ermöglicht ist.
[0013] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass unter der Kochfeldplatte eine Vielzahl von Induktoren
dichtest gepackt angeordnet werden und durch eine Topferkennung nur die Induktoren
aktiviert werden, die von dem Boden des auf der Kochfeldplatte aufgestellten Zubereitungsgefäßes
zumindest bereichsweise bedeckt werden. Es wird also hier ein Kochfeld ausgebildet,
welches keine fest vorgegebenen Kochzonen aufweist, sondern die gesamte Oberseite
der Kochfeldplatte, auf welcher Zubereitungsgefäße aufgestellt werden können, quasi
als beheizbare Zone dienen kann, wobei dies dann abhängig davon ist, wo und welche
Größe der Boden des Zubereitungsgefäßes aufweist, was durch die Topferkennung mittels
einer Topferkennungseinrichtung des Induktionskochfelds erkannt wird. Vorzugsweise
ist hier vorgesehen, dass die Vielzahl von Induktoren dicht gepackt nebeneinander
positioniert sind, so dass eine möglichst große Fläche der Kochfeldplatte quasi durch
die Induktoren bedeckbar und somit quasi eine nahezu vollständig zusammenhängende
Flächenbildung durch die Induktoren gegeben ist. Beispielsweise können die Induktoren
matrixartig oder wabenartig angeordnet sein. Vorzugsweise ist die Zahl der Induktoren
>20, insbesondere >35, vorzugsweise >40. Vorzugsweise wird vorgesehen, dass die Einstellung
und Auswahl nur mit einem einzigen Bedienelement durchgeführt wird, welches insbesondere
als Dreh- und/oder Drückelement ausgebildet wird. Dieses ist insbesondere gegenständlich
vorhanden und kann beispielsweise scheibenförmig oder diskusförmig ausgestaltet sein,
und kann insbesondere auch zerstörungsfrei reversibel von einer Bedienelementaufnahme
des Induktionskochfels abgenommen und wieder aufgesetzt werden.
[0014] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass die Beschichtung vollflächig und eine Vielzahl
von Induktoren bedeckend an der Unterseite der Kochfeldplatte ausgebildet wird. Dies
ist gerade im Hinblick auf die oben genannte Ausgestaltung und Anordnung von Induktoren
vorteilhaft, da somit bei einem beliebigen Aufstellen des Zubereitungsgefäßes auf
der Oberseite der Kochfeldplatte eine individuelle und variable Kochzone gebildet
wird und durch die vollflächige Beschichtung auch quasi an jeder Stelle eine entsprechende
optische Anzeige durch die Farbaufleuchtung der Beschichtung erzeugt werden kann.
[0015] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Induktionskochfeld mit einer Kochfeldplatte
und unter der Kochfeldplatte angeordneten Induktoren, welche im aktiven Zustand in
elektromagnetischer Wechselwirkung mit einem auf einer Oberseite der Kochfeldplatte
aufgestellten Zubereitungsgefäß zum Erhitzen des Zubereitungsgefäßes ausgebildet sind.
An der Kochfeldplatte ist eine Beschichtung ausgebildet, welche im elektromagnetischen
Induktionsfeld zwischen einem aktiven Induktor und einem Zubereitungsgefäß seine Farbe
ändert und dadurch eine Fläche der Kochfeldplatte unter dem Zubereitungsgefäß und/oder
in einem Nahbereich um den Rand des Bodens des Zubereitungsgefäßes in einer ersten
Farbe leuchtet und dadurch eine für den Nutzer wahrnehmbare optische Anzeige erzeugt
ist. Das Induktionskochfeld umfasst ein Bedienelement, mit welchem ein Betriebsparameterwert
der Induktoren zur Beheizung des Zubereitungsgefäßes veränderbar ist. In einem Änderungsmodus
zum Ändern des Betriebsparameterwerts leuchtet die Fläche der Kochfeldplatte unter
dem Zubereitungsgefäß und/oder die Fläche in einem Nahbereich um den Rand des Bodens
des Zubereitungsgefäßes blinkend in einer Farbe auf, wobei dies durch die Beeinflussung
der Beschichtung durch das elektromagnetische Feld zwischen dem aktiven Induktor und
dem Zubereitungsgefäß erzeugt ist.
[0016] Vorzugsweise weist das Induktionskochfeld nur ein einziges Bedienelement zur Einstellung
der Betriebsbedingungen auf, welches gemäß den oben genannten vorteilhaften Ausführungen
ausgestaltet sein kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass das Induktionskochfeld kein
teures und großes Voll-Touch-Bedienfeld benötigt, auf dem dann gegebenenfalls auch
noch die aufgestellten Zubereitungsgefäße symbolhaft in Größe und Position angezeigt
werden würden.
[0017] Vorteilhaft bei dieser spezifischen Ausgestaltung des Induktionskochfelds ist gerade
im Hinblick auf die üblicherweise horizontale Anordnung und dem entsprechenden Einbau
der Kochfeldplatte und die Position der Augen eines Nutzers dazu erreicht, dass durch
Parallaxefehler durch die Benutzeransicht von vorne sowie durch seitliche Streuung
des Induktionsfeldes sich im Betrieb ein leuchtender Rahmen bzw. ein Ring um die Zubereitungsgefäße
bzw. den Boden der Zubereitungsgefäße bildet, der durch einen Nutzer leicht erkannt
werden kann.
[0018] Vorzugsweise weist das Bedienelement ein Anzeigefeld auf, in dem ein eingestellter
Betriebsparameterwert angezeigt werden kann.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Induktionskochfelds
von oben; und
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung durch das Induktionskochfeld gemäß Fig. 1.
[0020] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0021] In Fig. 1 ist in einer schematischen perspektivischen Darstellung ein Induktionskochfeld
1 gezeigt, welches eine Kochfeldplatte 2 aufweist, die beispielsweise aus Glas oder
Glaskeramik ausgebildet sein kann.
[0022] Die Kochfeldplatte 2 weist eine Oberseite 3 auf, auf der Zubereitungsgefäße 4 und
5 aufgestellt werden können. Die Kochfeldplatte 2 weist keine ortsfest vorgegebenen
Kochzonen auf, sondern die Zubereitungsgefäße 4 und 5 können quasi über die gesamte
Fläche der Oberseite 3 in beliebiger Weise und variabel aufgestellt werden. Unter
der Kochfeldplatte 2 ist eine Vielzahl von Induktoren 6 angeordnet, von denen lediglich
beispielhaft und zur Verdeutlichung einige schematisch gezeichnet oder angedeutet
sind, wobei hier vorgesehen sein kann, dass diese dichtest gepackt aneinander angeordnet
sind, beispielsweise matrixartig oder wabenartig zueinander angeordnet sind. Die Anzahl
der Induktoren 6 ist vorzugsweise >40. Insbesondere ist die Anordnung der Induktoren
6 so ausgebildet, dass quasi die gesamte Größe der Kochfeldplatte 2 mit derartigen
Induktoren 6 ausgelegt ist, so dass quasi jeder Flächenbereich der Oberseite 3 mit
einem Zubereitungsgefäß 4 bzw. 5 belegt werden kann und durch elektromagnetische Wechselwirkung
zwischen Induktoren 6 und dem Zubereitungsgefäß 4 bzw. 5 beheizbar ist.
[0023] Zur Erkennung, welche Induktoren 6 zumindest bereichsweise durch einen Boden eines
Zubereitungsgefäßes 4 bzw. 5 bedeckt sind und als Folge davon, welche Induktoren 6
durch eine nicht gezeigte Steuereinheit aktiviert werden sollen, um ein Beheizen des
Zubereitungsgefäßes 4 bzw. 5 bewirken zu können, ist eine nicht näher gezeigte und
aus dem Stand der Technik bekannte Topferkennungsvorrichtung vorgesehen. Mittels dieser
kann die Position und Größe des Bodens eines Zubereitungsgefäßes 4 bzw. 5 erkannt
werden und durch die Steuereinheit können dann die entsprechend bedeckten Induktoren
6 aktiviert werden.
[0024] Das Induktionskochfeld 1 umfasst darüber hinaus eine Bedienvorrichtung 7, mit einer
Bedienelementaufnahme 8, auf welcher ein zerstörungsfrei abnehmbares und wieder aufsetzbares
Bedienelement 9 vorgesehen ist. Das Bedienelement 9 ist im Ausführungsbeispiel scheibenförmig
bzw. diskusförmig ausgestaltet und kann zur Einstellung von Betriebsbedingungen des
Induktionskochfelds 1 um seine Achse A gedreht werden und/oder entlang der Achsel
A gedrückt werden und/oder gegebenenfalls leicht gekippt werden.
[0025] Das Bedienelement 9 ist das einzige Bedienelement des Induktionskochfelds 1 zur Einstellung
von Betriebsbedingungen.
[0026] Insbesondere wird im Hinblick auf die Einstellung von Betriebsbedingungen eine Kochstufe
und somit eine induktorische Heizleistung von einem oder mehreren Induktoren 6 eingestellt.
[0027] Im Ausführungsbeispiel umfasst das Bedienelement 9 auch eine Anzeigeeinheit 10, auf
welche beispielsweise eingestellte Betriebsparameterwerte, insbesondere Kochstufen,
angezeigt werden.
[0028] An einer Unterseite 11 (Fig. 2) der Kochfeldplatte 2 ist eine durchgängige und vollflächig
ausgebildete Beschichtung 12 angebracht. Diese ist insbesondere aus linkshändigen
Metamaterialien gebildet, welche sich dadurch auszeichnen, dass sie in einem elektromagnetischen
Induktionsfeld derart wechselwirken und angeregt werden, dass sie in einer bestimmten
Lichtfarbe Licht emittieren, welches im für den Nutzer sichtbaren Spektralbereich
ist.
[0029] In der beispielhaften Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 entlang der Schnittlinie II-II
in Fig. 1 ist zu erkennen, dass die gekennzeichneten Induktoren 6a, 6b und 6c durch
den Boden 5a des Zubereitungsgefäßes 5 zumindest teilweise bedeckt sind. Dies wird
über die angesprochene Topferkennungsvorrichtung erkannt. Über eine Steuereinheit
gesteuert werden diese Induktoren 6a bis 6c aktiviert. Dadurch wird ein Induktionsfeld
erzeugt bzw. aufgebaut, welches zwischen den Induktoren 6a bis 6c und dem Zubereitungsgefäß
5 wirkt. Dadurch wird ein Flächenbereich 13 der Beschichtung 12 elektromagnetisch
angeregt und emittiert Licht in einer ersten Farbe, welche beispielsweise blau sein
kann.
[0030] Aufgrund der Position der Kochfeldplatte 2 und einer Position eines Nutzers dazu,
insbesondere der Augen eines Nutzers dazu, erfolgt quasi ein gewisser schräger Beobachtungswinkel,
wodurch sich aufgrund von Parallaxefehler ein einfaches Erkennen der aufleuchtenden
Farbe ergibt.
[0031] Sind die Induktoren 6a bis 6c aktiviert und eine gewünschte Kochstufe eingestellt,
so erfolgt ein dauerhaftes und unterbrechungsfreies Aufleuchten, was durch einen Nutzer
entsprechend wahrgenommen werden kann.
[0032] Soll nun beispielsweise eine Kochstufe der Induktoren 6 bzw. 6a bis 6c verändert
werden, wird dies durch das Betätigen des Bedienelements 9 erreicht. Dieses Betätigen
wird durch die Steuereinheit wiederum erkannt und es wird diesbezüglich auch erkannt,
welche Induktoren in ihrer Leistung verändert werden sollen. Dies kann beispielsweise
durch ein spezifisches Drehen oder Kippen oder Drücken des Bedienelements 9 erfolgen.
Wird beispielsweise ein Betätigen dahingehend durchgeführt, dass die das Zubereitungsgefäß
5 beheizenden Induktoren 6a bis 6c in ihrer Leistung verändert werden sollen, erfolgt
dazu ein spezifisches Betätigen des Bedienelements 9. Ist dieser Änderungsmodus zum
Ändern des Betriebsparameterwerts betreffend die Kochstufe erkannt, so erfolgt ein
Wechsel von einem dauerhaften Aufleuchten der Beschichtung 12 im Flächenbereich 13
zu einem blinkenden Aufleuchten mit einer entsprechenden Farbe, wobei diese im Ausführungsbeispiel
die gleiche erste Farbe ist, wie sie auch bei dem dauerhaften nicht blinkenden Aufleuchten
erzeugt ist. Das Blinken wird durch das wechselnde aktivieren und deaktivieren der
Induktoren 6a bis 6c erreicht, da dadurch auch eine entsprechende und auf das Auflösungsvermögen
des menschlichen Auges abgestimmte wechselnde Lichtemissionsanregung der Beschichtung
12 erfolgt.
[0033] Solange der Änderungsmodus und das Einstellen der Kochstufe durchgeführt werden,
erfolgt ein entsprechendes Blinken, wobei mit dem Beenden des Änderungsmodus ein automatisches
Wechseln von dem Blinken in dann wieder ein dauerhaftes Aufleuchten der Lichtfarbe
erfolgt.
[0034] Entsprechend kann in einem weiteren Modus, nämlich einem Wechselmodus, in dem durch
Betätigen des Bedienelements 9 zwischen den Induktoren, die vom Zubereitungsgefäß
5 zumindest teilweise bedeckt sind, zu den Induktoren, die zumindest teilweise von
dem Zubereitungsgefäß 4 bedeckt sind, hin- und hergewechselt werden. Ein derartiges
auch als Toggeln bezeichnetes Bedienen wird somit auch in einfachster Weise und leicht
wahrnehmbar dem Nutzer optisch angezeigt, und somit angezeigt wird, welche Induktoren
bezüglich der Belegung durch ein Zubereitungsgefäß 4 oder 5 gerade ausgewählt sind.
Es muss dann hier nicht zwangsweise auch gleich ein Änderungsmodus aktiviert sein,
wobei dies vorteilhaft der Fall ist. Gerade dann, wenn eine Mehrzahl von Zubereitungsgefäßen
4, 5 auf einem Induktionskochfeld 1, wie es gemäß dem Ausführungsbeispiel ausgebildet
ist und somit keine ortsfest erkennbaren und auch kenntlich gemachten Kochzonen aufweist,
aufgestellt sind, ist die genannte Vorgehensweise und Ausgestaltung besonders vorteilhaft.
[0035] Sowohl in Fig. 1 als auch in Fig. 2 sind die Ausmaße des Bodens 5a des Zubereitungsgefäßes
5 zu erkennen, wobei darüber hinaus auch der Rand 5b (Fig. 2) des Bodens 5a gezeigt
ist und darüber hinaus auch ein Nahbereich 13a der Fläche 13 dargestellt ist. Dieser
ergibt sich abhängig von der Blickrichtung und der Position der Augen des Nutzers
ringartig bzw. sichelförmig um den Rand 5b herum.
Bezugszeichenliste
[0036]
| 1 |
Induktionskochfeld |
| 2 |
Kochfeldplatte |
| 3 |
Oberseite |
| 4 |
Zubereitungsgefäß |
| 5 |
Zubereitungsgefäß |
| 5a |
Boden |
| 5b |
Rand |
| 6 |
Induktoren |
| 6a - 6c |
Induktoren |
| 7 |
Bedienvorrichtung |
| 8 |
Bedienelementaufnahme |
| 9 |
Bedienelement |
| 10 |
Anzeigeeinheit |
| 11 |
Unterseite |
| 12 |
Beschichtung |
| 13 |
Flächenbereich |
| 13a |
Nahbereich |
| A |
Achse |
| II-II |
Schnittlinie |
1. Verfahren zum Betreiben eines Induktionskochfelds (1), bei welchem ein Zubereitungsgefäß
(4, 5) auf einer Oberseite (3) einer Kochfeldplatte (2) aufgestellt wird und ein Beheizen
des Zubereitungsgefäßes (4, 5) mittels zumindest einem aktiven Induktor (6, 6a bis
6c) optisch angezeigt wird, wobei dazu eine an der Kochfeldplatte (2) angebrachte
Beschichtung (12) so ausgebildet wird, dass sie in elektromagnetischer Wechselwirkung
mit dem Induktionsfeld zwischen dem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) und dem Zubereitungsgefäß
(4, 5) seine Farbe ändert, und dadurch eine Fläche (13) der Kochfeldplatte (2) unter
dem Zubereitungsgefäß (4, 5) und/oder in einem Nahbereich (13a) um einen Rand (5b)
eines Bodens (5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5) in einer ersten Farbe leuchtet, wobei
ein Betriebsparameterwert der Induktoren (6, 6a bis 6c) zur Beheizung des Zubereitungsgefäßes
(4, 5) durch Betätigen eines Bedienelements (9) geändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Änderungsmodus zum Ändern des Betriebsparameterwerts die Fläche (13) der
Kochfeldplatte (2) unter dem Zubereitungsgefäß (4, 5) und/oder in dem Nahbereich (13a)
um den Rand (5b) des Bodens (5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5) blinkend in einer
Farbe aufleuchtet, wobei dies durch die Beeinflussung der Beschichtung (12) durch
das elektromagnetische Induktionsfeld zwischen dem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c)
und dem Zubereitungsgefäß (4, 5) erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites Zubereitungsgefäß (4, 5) auf der Kochfeldplatte (2) aufgestellt
werden und jedes Zubereitungsgefäß (4, 5) in elektromagnetischer Wechselwirkung mit
jeweils zumindest einem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) beheizt wird, wobei durch
Betätigen des Bedienelements (9) ein Auswählen eines ein Zubereitungsgefäß (4, 5)
beheizenden Induktors (6, 6a bis 6c) durchgeführt wird und bei einem Wechseln der
Auswahl des aktiven Induktors (6, 6a bis 6c) jeweils die Fläche (13) der Kochfeldplatte
(2) unter dem Zubereitungsgefäß (4, 5), welches von dem zumindest einen ausgewählten
aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) beheizt wird, und/oder in dem Nahbereich (13a) um
den Rand (5b) des Bodens (5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5), welches von dem zumindest
einen ausgewählten aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) beheizt wird, blinkend in einer
Farbe aufleuchtet, welche durch die Beeinflussung der Beschichtung (12) durch das
elektromagnetische Induktionsfeld zwischen dem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) und
dem Zubereitungsgefäß (4, 5) erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blinken mit dem Beenden des Änderungsmodus beendet wird und ein dann wieder kontinuierliches
Leuchten der Beschichtung (12) an der Fläche (13) der Kochfeldplatte (2) unter dem
Zubereitungsgefäß (4, 5) und/oder in dem Nahbereich (13a) um den Rand (5b) des Bodens
(5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Kochfeldplatte (2) eine Vielzahl von Induktoren (6, 6a bis 6c) dicht gepackt
angeordnet werden und durch eine Topferkennung nur die Induktoren (6, 6a bis 6c) aktiviert
werden, die von dem Boden des auf der Kochfeldplatte (2) aufgestellten Zubereitungsgefäßes
(4, 5) zumindest bereichsweise bedeckt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung und Auswahl nur mit einem einzigen Bedienelement (9) durchgeführt
wird, welches als Dreh- und/oder Drückelement ausgebildet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (12) vollflächig und eine Vielzahl von Induktoren (6, 6a bis 6c)
bedeckend an einer Unterseite (11) der Kochfeldplatte (2) ausgebildet wird.
7. Induktionskochfeld (1) mit einer Kochfeldplatte (2) und unter der Kochfeldplatte (2)
angeordneten Induktoren (6, 6a bis 6c), welche im aktiven Zustand in elektromagnetischer
Wechselwirkung mit einem auf einer Oberseite (3) der Kochfeldplatte (2) aufgestellten
Zubereitungsgefäß (4, 5) zum Erhitzen des Zubereitungsgefäßes (4, 5) ausgebildet sind,
wobei an der Kochfeldplatte (2) eine Beschichtung (12) ausgebildet ist, welche im
Induktionsfeld zwischen einem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c) und dem Zubereitungsgefäß
(4, 5) seine Farbe ändert, und dadurch eine Fläche (13) der Kochfeldplatte (2) unter
dem Zubereitungsgefäß (4, 5) und/oder in einem Nahbereich (13a) um einen Rand (5b)
eines Bodens (5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5) in einer ersten Farbe leuchtet, wobei
das Induktionskochfeld (1) ein Bedienelement (9) umfasst, mit welchem ein Betriebsparameterwert
der Induktoren (6, 6a bis 6c) zur Beheizung des Zubereitungsgefäßes (4, 5) veränderbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Änderungsmodus zum Ändern des Betriebsparameterwerts die Fläche (13) der
Kochfeldplatte (2) unter dem Zubereitungsgefäß (4, 5) und/oder in dem Nahbereich (13a)
um den Rand (5b) des Bodens (5a) des Zubereitungsgefäßes (4, 5) blinkend in einer
Farbe aufleuchtet, wobei dies durch die Beeinflussung der Beschichtung (12) durch
das elektromagnetische Induktionsfeld zwischen dem aktiven Induktor (6, 6a bis 6c)
und dem Zubereitungsgefäß (4, 5) erzeugt ist.
8. Induktionskochfeld (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (1) nur ein einziges Bedienelement (9) zur Einstellung der Betriebsbedingungen
aufweist.
9. Induktionskochfeld (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (9) scheibenförmig oder diskusförmig ist und als Dreh- und/oder
Drückelement ausgebildet ist, insbesondere von einer Bedienelementaufnahme (8) reversibel
abnehmbar und aufsetzbar ist.
10. Induktionskochfeld (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (12) vollflächig und eine Vielzahl von Induktoren (6, 6a bis 6c)
bedeckend an einer Unterseite (11) der Kochfeldplatte (2) ausgebildet ist.