[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein entsprechendes Verfahren
zum Trainieren des Golfschwungs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 15.
[0002] Der Golfschwung gilt als einer der schwierigsten Bewegungsabläufe im Sport und wird
üblicherweise unter der Anleitung eines Golflehrers erlernt und trainiert. Eine Alternative
oder zusätzliche Möglichkeit des Golfschwungtrainings stellen Trainingsgeräte dar,
mit deren Hilfe der Golfspieler den typischen Bewegungsablauf mit, aber auch ohne
Golflehrer üben kann.
[0003] Eine wichtige Voraussetzung für einen korrekten Golfschwung ist, dass der Golfschläger
stets in der richtigen Ebene geführt wird. Dies bedarf einer guten Haltung und der
richtigen Kombination aus Körperdrehung, Handgelenkwinkel, Unterarmrotation und Armschwung.
[0004] Aus dem Stand der Technik (siehe z.B. Dokument
US 2010/0216562) sind Trainingsgeräte mit einer kreis- oder bogenförmigen Führung bekannt, an welcher
der Golfschläger mittels eines oder mehrerer, am Schaft des Schlägers angebrachter
Führungselemente gekoppelt und entlang geführt werden kann.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung sowie ein entsprechendes
Verfahren anzugeben, welche bzw. welches ein verbessertes Golfschwungtraining ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung bzw. das Verfahren gemäß Anspruch 1 bzw.
15 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass eine Führung, entlang
welcher ein Golfschläger auf einer vorgegebenen Bahn geführt werden kann, mindestens
einen Teilabschnitt aufweist, welcher in einer ersten Stellung in der vorgegebenen
Bahn liegt und in einer zweiten Stellung von der vorgegebenen Bahn abweicht. Ferner
ist eine Einrichtung vorgesehen, welche den Teilabschnitt von der ersten in die zweite
Stellung und umgekehrt bringen kann.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Golfschläger entlang einer Führung auf
einer vorgegebenen Bahn geführt und ein Teilabschnitt der Führung von einer ersten
Stellung, in welcher der Teilabschnitt in der vorgegebenen Bahn liegt, in eine zweite
Stellung, in welcher der Teilabschnitt von der vorgegebenen Bahn abweicht, gebracht.
[0009] Die vorgegebene Bahn hat vorzugsweise einen kreisförmigen Verlauf und weist insbesondere
die Form eines Kreisbogens auf. Grundsätzlich kann die vorgegebene Bahn aber auch
eine von einem kreisförmigen Verlauf abweichende Form aufweisen, vorzugsweise die
Form eines Ellipsenbogens.
[0010] Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, einen Teil der Führungsbahn in der Weise
auszugestalten, dass dieser während bestimmter Phasen des Golfschwungs, vorzugsweise
während des Rück- und Abschwungs, in der Führungsbahn liegt und als Führung des Golfschlägers
dient und in bestimmten anderen Phasen des Golfschwungs, vorzugsweise beim Durchschwung
und/oder Finish, aus der Führungsbahn entfernt wird, so dass der Golfschläger nicht
mehr mit diesem Teil der Führung in Berührung kommen kann. Dadurch wird auf einfache
Weise erreicht, dass der Golfspieler einerseits den Golfschläger entlang der vorgegebenen
Führungsbahn zuverlässig führen kann, wodurch ein Führen des Golfschlägers in der
richtigen Ebene unterstützt wird entsprechend trainiert werden kann, und andererseits
in bestimmten Phasen des Golfschwungs durch die Führungsbahn nicht unnötig in seiner
Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Das Golfschwungtraining wird dadurch effizienter
und besser.
[0011] Bei einer ersten Ausführung der Erfindung ist die Einrichtung so ausgestaltet, dass
der Teilabschnitt in mindestens einer Phase des Golfschwungs in die zweite Stellung
gebracht wird. Dies hat den Vorteil, dass der Teilabschnitt in Phasen des Golfschwungs,
in welchen eine exakte Führung des Golfschlägers auf einer vorgegebenen Bahn nicht
unbedingt erforderlich oder zu bestimmten Trainingszwecken nicht erwünscht ist, wie
z.B. beim Durchschwung und/oder Finish, aus der ursprünglichen Bahn entfernt oder
in eine davon abweichende Stellung gebracht werden kann und damit dem Golfspieler
beim Golfschwung zusätzliche Bewegungsfreiheiten ermöglicht.
[0012] Bei einer weiteren Ausführungsform kann der Golfschläger, insbesondere in mindestens
einer Phase des Golfschwungs, nicht in Kontakt mit dem in der zweiten Stellung befindlichen
Teilabschnitt kommen. Hierdurch wird ein besonders hohes Maß an zusätzlicher Bewegungsfreiheit
gewährleistet.
[0013] Die Einrichtung kann insbesondere so ausgestaltet sein, dass der Teilabschnitt der
Führung von der ersten in die zweite Stellung - und umgekehrt - geschwenkt werden
kann. Ein Verschwenken des Teilabschnitts stellt eine besonders einfach realisierbare,
steuerbare und dabei gleichzeitig zuverlässige Möglichkeit dar, den Teilabschnitt
von der ersten in die zweite Stellung zu bringen.
[0014] Vorzugsweise ist der Teilabschnitt mittels eines Scharniers am übrigen Teil der Führung
angebracht. Die Schwenkbewegung kann vorzugsweise durch einen motorischen Antrieb
realisiert werden, welcher direkt oder indirekt, insbesondere über ein Getriebe, mit
dem Scharnier gekoppelt ist. Es ist auch möglich, die Schwenkbewegung mittels eines
hydraulischen Antriebs, welche mit dem Teilabschnitt gekoppelt ist, zu realisieren.
Bei einer besonders einfachen Realisierung der Schwenkbewegung ist lediglich ein Sperrmechanismus,
z.B. ein Riegel, vorgesehen, mit welchem der Teilabschnitt in der ersten Stellung
an der Führung gehalten wird. Bei einem Lösen des Sperrmechanismus wird der Teilabschnitt
freigegeben und kann der Schwerkraft folgen, wodurch dieser aus der vorgegebenen Bahn
herausklappt.
[0015] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Einrichtung den Teilabschnitt
von der ersten in die zweite Stellung bringen, indem der Teilabschnitt in Richtung
eines hinteren Bereichs der Führung bewegt, insbesondere geschwenkt, wird. Als hinterer
Bereich der Führung ist in diesem Zusammenhang der Bereich zu verstehen, welcher sich
hinter dem Golfspieler befindet und welcher dem vorderen Bereich der Führung, entlang
welchem der Golfschläger auf der vorgegebenen Bahn geführt wird, gegenüberliegt.
[0016] Vorzugsweise ist die Einrichtung so ausgestaltet, dass der Teilabschnitt von der
ersten in die zweite Stellung verschoben werden kann. Hierdurch kann der Teilabschnitt
auf einfache und präzise Weise von der ersten in die zweite Stellung und umgekehrt
gebracht werden.
[0017] In diesem Fall kann die Einrichtung einen Schlittenmechanismus aufweisen, mit welchem
der Teilabschnitt, insbesondere entlang dem Verlauf der Führung, verschoben werden
kann. Der Schlittenmechanismus kann vorzugsweise durch eine oder mehrere am Teilabschnitt
befindliche Kufen realisiert werden, welche in entsprechende Führungsnuten an der
Führung eingreifen. Alternativ oder zusätzlich können im Bereich der Führung mehrere
Rollenpaare angeordnet sein, durch welche hindurch eine am Teilabschnitt angebrachte
Führungsschiene bewegt werden kann. Umgekehrt ist es möglich, die Rollenpaare am Teilabschnitt
und die Führungsschiene im Bereich der Führung anzuordnen. Durch den Schlittenmechanismus
wird die Verschiebung des Teilabschnitts auf eine sichere und robuste Weise gewährleistet.
[0018] Es ist außerdem bevorzugt, dass sich der Teilabschnitt an einem oberen freien Ende
der Führung befindet. Dadurch wird in der ersten Stellung des Teilabschnitts eine
Führung des Golfschlägers beim Rück- und Abschwung gewährleistet, ohne die Bewegungsfreiheit
des Golfspielers beim Durchschwung und insbesondere beim Finish einzuschränken, wenn
sich in diesen Phasen der Teilabschnitt in seiner zweiten Stellung außerhalb der vorgegebenen
Bahn befindet.
[0019] Es ist außerdem bevorzugt, dass die Führung eine gegen die Vertikale geneigte Lage
im Raum aufweist. Insbesondere ist die Neigung der Führung gegen die Vertikale einstellbar,
wodurch die Vorrichtung an die spezifischen Gegebenheiten, wie z.B. die Größe, Konstitution
und Schwungtechnik des Golfspielers, und Bedürfnisse, wie z.B. den gewünschten Trainingszweck,
angepasst werden kann.
[0020] Alternativ oder zusätzlich sind Mittel vorgesehen, mit welchen die Höhe der Führung
über dem Boden eingestellt werden kann. Hierzu können z.B. mit Kontermuttern versehene
Schrauben dienen, auf welchen die Führung steht. Es ist auch möglich, die Führung
mit Beinen zu versehen, deren Länge über eine Hydraulik verstellt werden kann. Die
Einstellung der gewünschten Höhe der Führung kann dadurch auf bequeme und schnelle
Weise vorgenommen werden. Auch durch diese Maßnahmen lässt sich die Vorrichtung an
die spezifischen Gegebenheiten und Bedürfnisse beim Training anpassen.
[0021] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind im Bereich der Führung ein oder
mehrere Sensoren zum Erfassen des Ortes und/oder Orientierung und/oder Geschwindigkeit
und/oder Beschleunigung des entlang der Bahn geführten Golfschlägers vorgesehen. Bei
den Sensoren kann es sich um optische Sensoren handeln, wie z.B. Lichtschranken zur
Erfassung des Vorhandenseins des Golfschlägers an einem bestimmten Ort auf der Führungsbahn
oder Distanzsensoren zur Erfassung der Entfernung zwischen dem Golfschläger und der
Führungsbahn. Es können auch Induktionssensoren verwendet werden, die ein elektromagnetisches
Wechselfeld aussenden, das in dem vorbeigeführten Golfschläger aus elektrisch leitendem
Material Wirbelströme hervorruft, welche die Amplitude des elektromagnetischen Wechselfeldes
verändern und auf diese Weise erfasst werden können.
[0022] Die durch die Sensoren erfassten Größen können auf einer Anzeigeeinrichtung, wie
z.B. einem Computer mit Bildschirm, dargestellt werden. Die Anzeigeeinrichtung ist
vorzugsweise derart ausgestaltet, dass diese aus den erfassten Größen Informationen
ableitet, die mit vorgegebenen Informationen verglichen werden. Vorzugsweise kann
die Anzeigeeinrichtung aus den erfassten Orten des Golfschlägers durch Interpolation
dessen Bahn ermitteln, welche wiederum zusammen mit einer vorgegebenen Idealbahn an
der Anzeigeeinrichtung ausgegeben wird und mit dieser verglichen werden kann. Entsprechendes
gilt für den erfassten Abstand sowie die daraus abgeleitete Orientierung, für die
Geschwindigkeit sowie die Beschleunigung des Golfschlägers entlang der Bahn. Durch
diese Maßnahme kann der Golfspieler auch ohne die Anwesenheit eines Golflehrers etwaige
Abweichungen seines Golfschwungs von vorgegebenen Werten einfach erkennen und den
Verlauf des Schwungs gezielt verändern.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen einer Position und/oder Haltung und/oder
einer Gewichtsverlagerung eines Golfspielers vorgesehen. Dadurch kann auf einfache
Weise Aufschluss über die für ein korrektes Führen des Golfschlägers in der richtigen
Ebene erforderliche Position bzw. Haltung des Golfspielers bzw. die Gewichtsverlagerung
auf die beiden Beine des Golfspielers während der einzelnen Phasen des Golfschwungs
gewonnen werden. Ein Training des Golfschwungs mithilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird hierdurch noch effizienter. Zur Erfassung der Position bzw. Haltung des Golfspielers
kann die Erfassungseinrichtung z.B. mehrere optische und/oder akustische Sensoren
aufweisen, mittels welcher der Ort und die Lage einzelner Körperpartien des Golfspielers,
insbesondere der Füße, der Beine oder des Oberkörpers, berührungslos erfasst werden
kann. Es ist auch möglich, aus der erfassten Position bzw. Haltung des Golfspielers
während des Golfschwungs auf die Veränderung der Verlagerung des Gewichts in den Beinen
zu schließen. Die ermittelte Position, Haltung bzw. Gewichtsverteilung kann von einer
Anzeigeeinrichtung angezeigt und/oder mit Sollwerten verglichen werden, um dem Golfspieler
gegebenenfalls eine entsprechende Rückmeldung, beispielsweise einen Korrekturhinweis,
zu geben.
[0024] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Erfassungseinrichtung
einen Druckverteilungssensor auf, welcher eine Druckverteilung im Bereich zumindest
eines Fußes des Golfspielers, insbesondere während des Golfschwungs, erfassen kann.
Dadurch lässt sich ein Maß für die Gewichtsverlagerung sowohl in den Beinen - z.B.
vom linken auf das rechte Bein - als auch im Bereich einer einzelnen Fußfläche - z.B.
von den Zehen auf die Ferse - des Golfspielers während des Golfschwungs auf einfache
Weise direkt ermitteln. Der Druckverteilungssensor kann derart am Boden, auf welchem
die Vorrichtung steht, angeordnet sein, so dass der Golfspieler während des Trainings
mit oder ohne Schuhe auf dem Sensor stehen kann. Alternativ oder zusätzlich kann ein
Druckverteilungssensor aber auch in die Sohle der Schuhe des Golfspielers integriert
sein, beispielsweise in Form einer druckempfindlichen Schuheinlage. Zur Gewährleistung
einer möglichst großen Bewegungsfreiheit beim Training kann es hierbei von Vorteil
sein, die Ausgangssignale des jeweiligen Druckverteilungssensors mittels kontaktloser
Signalübertragung an eine Steuerungseinheit zur weiteren Verarbeitung und ggf. Anzeige
weiterzuleiten.
[0025] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist eine Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe einer Information bezüglich einer Position,
Haltung und/oder einer Gewichtsverlagerung eines Golfspielers vorgesehen. Auf diese
Weise können dem Golfspieler die für eine korrekte Ausführung des Golfschwungs erforderlichen
Informationen bezüglich seiner räumlichen Position, Körperhaltung bzw. der Verlagerung
seines Körpergewichts auf die beiden Beine und insbesondere auf einzelne Bereiche
der Füße gegeben werden. Im einfachsten Fall erfolgt dies durch eine visuelle Anzeige,
z.B. in Form von Lichtsignalen oder einer Bildschirmanzeige, oder eine akustische
Anzeige, z.B. in Form von Signaltönen oder Sprachanweisungen. Die ausgegebene Information
kann hierbei von der von der Erfassungseinrichtung erfassten Position, Haltung bzw.
Gewichtsverlagerung des Golfspielers abgeleitet sein und insbesondere den Charakter
einer Korrekturanweisung haben, wenn die erfasste Position, Haltung bzw. Gewichtsverlagerung
von einem Sollwert abweicht. Alternativ oder zusätzlich kann die ausgegebene Information
aber auch den Charakter eines Hinweises haben, der bereits vor Erreichen einer bestimmten
Schwungphase oder aber auch erst während einer bestimmten Schwungphase gegeben wird,
um den Golfspieler an die korrekte Position, Körper- und/oder Schlägerhaltung bzw.
Gewichtsverlagerung zu erinnern.
[0026] Vorzugsweise ist die Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe eines haptischen Signals, insbesondere
in Form eines oder mehrerer Stöße oder einer Vibration, an einen Fuß des Golfspielers
ausgebildet. Hierdurch können dem Golfspieler entsprechende Informationen zur richtigen
Haltung, Position bzw. Gewichtsverlagerung auf einfache, zuverlässige und intuitiv
leicht zu erfassende Weise übermittelt werden. Beispielsweise kann im Bodenbereich
des für den Golfspieler vorgesehenen Standortes ein von einem elektromechanischen
Aktor angetriebener Stößel vorgesehen sein, welcher an einen Fuß, insbesondere an
die äußere Schuhsohle des Fußes, des Golfspielers klopft oder Vibrationen überträgt
und diesem dadurch ein Zeichen dafür gibt, das Körpergewicht auf diesen Fuß zu verlagern.
Vorzugsweise ist der Aktor mit Stößel relativ zum vorgesehenen Standort so angeordnet,
dass dieser an den hinteren Bereich, insbesondere im Fersenbereich, des Fußes bzw.
der Schuhsohle klopft bzw. Vibrationen überträgt.
[0027] Vorstehend wurden die Vorteile und vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfassungseinrichtung
bzw. der Ausgabeeinrichtung im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung erläutert.
Alternativ kommen die genannten Vorteile der Erfassungseinrichtung bzw. Ausgabeeinrichtung
aber auch zum Tragen, wenn der Teilabschnitt der Führung nicht von der ersten in die
zweite Stellung und umgekehrt gebracht wird bzw. werden kann.
[0028] Als eine Erfindung wird daher auch eine Vorrichtung zum Trainieren des Golfschwungs
mit einer Führung, entlang welcher ein Golfschläger auf einer vorgegebenen Bahn geführt
werden kann, angesehen, wobei die Vorrichtung gekennzeichnet ist durch eine Erfassungseinrichtung
zum Erfassen einer Position und/oder Haltung und/oder einer Gewichtsverlagerung eines
Golfspielers und/oder durch eine Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe einer Information
bezüglich einer Position und/oder Haltung und/oder einer Gewichtsverlagerung eines
Golfspielers. Die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung beschriebenen bevorzugten
Ausführungen und deren Vorteile sind auch mit dieser alternativen Erfindung kombinierbar
bzw. zu erzielen.
[0029] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Figuren. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Vorderansicht eines ersten Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Rückansicht (Ausschnitt) des in Fig. 1 gezeigten ersten Beispiels;
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Rückansicht (Ausschnitt) des in Fig. 1 gezeigten Beispiels;
- Fig. 4
- eine perspektivische Vorderansicht eines zweiten Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 5
- eine weitere perspektivische Vorderansicht des in Fig. 4 gezeigten zweiten Beispiels;
- Fig. 6
- eine stark schematisierte Vorderansicht der in Fig. 1 gezeigten Führung mit einem
Golfschläger in bestimmten Phasen des Golfschwungs;
- Fig. 7
- eine stark schematisierte Vorderansicht der in Fig. 1 gezeigten Führung mit einem
Golfschläger in weiteren Phasen des Golfschwungs;
- Fig. 8
- eine stark schematisierte Vorderansicht der in Fig. 4 und 5 gezeigten Führung mit
einem Golfschläger in bestimmten Phasen des Golfschwungs;
- Fig. 9
- eine stark schematisierte Vorderansicht der in Fig. 4 und 5 gezeigten Führung mit
einem Golfschläger in weiteren Phasen des Golfschwungs;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten ersten Beispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 11
- eine weitere perspektivische Vorderansicht des zweiten Beispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 13
- eine perspektivische Vorderansicht eines dritten Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 14
- eine perspektivische Vorderansicht eines vierten Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 15
- eine Seitenansicht eines fünften Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 16
- eine Draufsicht des fünften Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0030] Figur 1 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines ersten Beispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Eine bogenförmige Führung 10 wird in ihrem unteren Bereich durch eine
gekrümmte Stange gebildet, die im oberen Bereich in einen abgeflachten Abschnitt übergeht.
[0031] Die Führung 10 wird von zwei vertikal verlaufenden Stangen 8 und 9 getragen, die
mit Beinen 11 auf einer Grundplatte 12 stehen. Zwischen den Stangen 8 und 9 ist eine
gebogene Wandung 14 vorgesehen, welche die Führung 10 zusätzlich abstützt. Im vorderen
Bereich der Grundplatte 12, auf welcher beim Training ein Golfspieler 20 steht, ist
eine Abschlagplatte 13 vorgesehen, auf welche beim Training der Golfball gelegt wird.
Auf die Abschlagplatte 13 kann bei Bedarf ein sogenanntes Tee gesteckt werden, auf
welches der Ball aufgelegt werden kann.
[0032] Die Führung 10 mit ihrer vorgegebenen Bahn, an welcher der Golfspieler 20 beim Training
den Golfschläger entlang führt, liegt in dem hier gezeigten Beispiel im Wesentlichen
in einer Ebene, die gegen die Vertikale geneigt ist, wodurch der aufrecht stehende
Golfspieler 20 mit seinem Oberkörper aus der Ebene herausragt.
[0033] Im oberen Bereich der Führung 10 weist diese einen Teilabschnitt 15 auf, welcher
das obere freie Ende der Führung 10 bildet. Der Teilabschnitt 15 ist an der Führung
10 über ein Scharnier 16 schwenkbar gelagert und kann mit Hilfe einer Hydraulik 17
aus der ursprünglichen Bahn der Führung 10 herausgeschwenkt werden.
[0034] Dies ist in den Figuren 2 und 3, welche jeweils eine perspektivische Rückansicht
des in Figur 1 gezeigten ersten Beispiels zeigen, näher veranschaulicht.
[0035] Die in Figur 2 gezeigte Stellung des Teilabschnitts 15 der Führung 10 entspricht
der in Figur 1 gezeigten ersten Stellung, bei welcher der Teilabschnitt 15 in der
Bahn der Führung 10 liegt und einen Teil der Führung 10 bildet.
[0036] Bei dem in Figur 3 gezeigten Beispiel wurde der Teilabschnitt 15 aus der ursprünglich
vorgegebenen Bahn der Führung 10 mit Hilfe der Hydraulik 17 am Scharnier 16 nach hinten
geschwenkt, so dass sich dieser in einer zweiten Stellung befindet. In dieser zweiten
Stellung wird der Teilabschnitt 15 der Führung 10 mehr vom Golfschläger erreicht,
wenn dieser durch den Golfspieler 20 nach dem Abschlagen des Golfballs beim Durchschwung
und dem sich daran anschließenden sogenannten Finish über die Schulter des Golfspielers
20 hinweg in Richtung auf das hintere obere freie Ende der Führung 10 zu bewegt.
[0037] Die Figuren 4 und 5 zeigen jeweils eine perspektivische Vorderansicht eines zweiten
Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0038] Die Führung 10 wird in diesem Beispiel durch eine Wandung 14 getragen, welche auf
höhenverstellbaren Beinen 11 auf einer Grundplatte 12 steht. Der untere Bereich der
Führung 10 wird durch eine gebogene Stange gebildet, die im oberen Bereich der Führung
10 in parallel verlaufende gebogene Wandungen 21 und 22 übergeht, welche einen rinnenartigen
Bereich der Führung 10 bilden.
[0039] Innerhalb der durch die Führung 10 vorgegebenen Bahn verläuft ein Trägerelement 18,
das im gezeigten Beispiel aus einer Rinne mit einem U-förmigen Profil oder einer Röhre
mit rechteckigem Querschnitt gebildet wird. Am Trägerelement 18 sowie im oberen, rinnenartigen
Bereich der Führung 10 sind Sensoren 25 bzw. 26 vorgesehen, die zur Erfassung der
Position und/oder der Orientierung und/oder der Geschwindigkeit und/oder der Beschleunigung
des entlang der Bahn der Führung 10 geführten Golfschlägers dienen.
[0040] Die Führung 10 weist im Bereich ihres oberen freien Endes einen Teilabschnitt 15
auf, welcher in erfindungsgemäßer Weise durch eine Einrichtung in Richtung der bogenförmigen
Bahn der Führung 10 im Gegenuhrzeigersinn verschoben werden kann und dadurch das obere
freie Ende der Führung 10 für ein vollständiges Ausschwingen des Golfschlägers beim
Finish freigibt.
[0041] Dieser Zustand der Vorrichtung ist in Figur 5 dargestellt. Die Führung 10 wurde durch
ein Verschieben des Teilabschnitts 15 entlang der durch die Führung 10 vorgegebenen
Bahn teleskopartig verkürzt, indem der rinnenartige Bereich entlang der Führung 10
verschoben wurde.
[0042] Vorzugsweise ist die Führung 10, insbesondere der obere rinnenartige Bereich der
Führung 10, auf einem Teilbereich 19 des Trägerelements 18 verschiebbar gelagert.
Zum Verschieben kann ein Schlittenmechanismus vorgesehen sein, bei welchem die Unterseite
des rinnenartigen Bereichs, insbesondere des Teilabschnitts 15, mit Kufen versehen
ist, welche entlang der Bahn der Führung 10 verlaufen und in entsprechende Nuten im
Teilbereich 19 des Trägerelements 18 eingreifen.
[0043] Die Figuren 6 und 7 zeigen jeweils eine stark schematisierte Vorderansicht der in
Figur 1 gezeigten Führung 10 zusammen mit einem Golfschläger 28 in unterschiedlichen
Phasen P1 bis P8 des Golfschwungs.
[0044] Figur 6 zeigt den Golfschläger 28 in einer Phase P1, in welcher sich dieser am Beginn
der Abschwungbewegung befindet, die in der Figur mit Pfeilen im Gegenuhrzeigersinn
angedeutet ist. Während der Abschwungbewegung wird der Golfschläger 28 durch den -
aus Anschaulichkeitsgründen nicht dargestellten - Golfspieler zunächst entlang des
Teilabschnitts 15 der Führung (Phasen P1 und P2) und anschließend entlang des übrigen
Bereichs der Führung 10 (Phasen P3 und P4) bewegt, bis dieser schließlich in Phase
P5 auf den Golfball 29 trifft und diesen in Bewegung versetzt. In der Golffachsprache
wird dieser Augenblick als Treffmoment oder Impact bezeichnet.
[0045] Figur 7 zeigt die Lage des Golfschlägers 28, welcher nach dem Treffmoment die Führung
10 verlässt und nach dem Durchschwung (Phasen P6 und P7) schließlich das sogenannte
Finish (Phase P8) erreicht. In dieser Phase ist der Golfschläger 28 üblicherweise
auch stark nach hinten geneigt, was jedoch in Figur 7 aus Gründen der stark schematisierten
Darstellungsweise nicht zu erkennen ist.
[0046] Wie bereits im Zusammenhang mit dem in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Beispiel erläutert
wurde, wird der Teilabschnitt 15 der Führung 10 aus seiner ursprünglichen ersten Stellung
(siehe Figur 6) rechtzeitig in die in Figur 7 dargestellte zweite Stellung nach hinten
geschwenkt, so dass der Golfschläger 28 beim oder nach dem Durchschwung, insbesondere
beim Finish, in der dargestellten Phase P8 nicht in Berührung mit dem Teilabschnitt
15 kommen kann und somit eine vollständige Durchschwungbewegung einschließlich Finish
ermöglicht wird, ohne dass diese durch den für das Training des Abschwungs erforderlichen
Teilabschnitt 15 der Führung 10 gestört oder behindert würde.
[0047] Die Figuren 8 und 9 zeigen jeweils eine stark schematisierte Vorderansicht der in
den Figuren 4 und 5 gezeigten Führung 10 mit einem Golfschläger 28 in unterschiedlichen
Phasen des Golfschwungs. Es gelten hierbei die Ausführungen zu dem in den Figuren
6 und 7 gezeigten Bespiel entsprechend, wobei der Teilabschnitt 15 der Führung 10
in diesem Fall nicht durch ein Verschwenken von seiner ursprünglichen ersten Stellung
in die zweite Stellung gebracht wird, sondern durch ein Verschieben entlang der Führung
10, wie bereits im Zusammenhang mit dem in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel
erläutert wurde.
[0048] Anhand der Figuren 8 und 9 wird deutlich, dass auch bei diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung einerseits die Bahn des Golfschlägers beim Rück- und Abschwung (Phasen
P1 bis P5) exakt vorgegeben werden kann, ohne dass andererseits die Bewegungsfreiheit
des Golfspielers beim Durchschwung (Phasen P6 und P7) und insbesondere Finish (Phase
P8) in Bezug auf die Haltung des Golfschlägers 28 eingeschränkt wird.
[0049] Wie bereits im Zusammenhang mit dem in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel erwähnt
wurde, sind am Trägerelement 18 der Vorrichtung Sensoren 25 vorgesehen, die zur Erfassung
der Position und/oder der Orientierung und/oder der Geschwindigkeit und/oder der Beschleunigung
des entlang der Bahn der Führung 10 geführten Golfschlägers dienen. Wie in Figur 4
zu erkennen ist, können am rinnenförmigen Teilabschnitt 15 der Führung 10 weitere
Sensoren 26 vorgesehen sein. Entsprechendes gilt für das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel,
bei welchem - auch wenn dies in der dort gewählten Darstellung nicht erkennbar ist
- Sensoren sowohl im unteren Bereich der Führung 10, d.h. an der gebogenen Stange,
als auch im oberen Bereich der Führung, d.h. insbesondere am Teilabschnitt 15, vorgesehen
sein.
[0050] Wenn der jeweilige Teilabschnitt 15 der Führung 10 in seiner ersten Stellung einen
Teil der Führung 10 bildet, können die darauf befindlichen Sensoren 26 die Bewegungsgrößen,
insbesondere Ort und Geschwindigkeit, des Golfschlägers während des Rück- und Abschwungs
zuverlässig erfassen. Dadurch, dass der jeweilige Teilabschnitt 15 dann in weiteren
Phasen des Golfschwungs in erfindungsgemäßer Weise in eine zweite Stellung geschwenkt
bzw. verschoben werden kann, in welcher dieser nicht mehr in der Bahn der Führung
10 liegt, wird neben der erhöhten Bewegungsfreiheit für den Golfspieler 20 außerdem
der Vorteil erzielt, dass die auf dem Teilabschnitt 15 befindlichen Sensoren 26 nicht
durch einen Schlag des Golfschlägers in diesen Phasen, insbesondere beim Finish, beschädigt
werden können.
[0051] Figur 10 zeigt das in Figur 1 dargestellte erste Beispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer Seitenansicht. Wie zu erkennen ist, wird die Führung 10 von zwei auf einen
Querträger 6 angeordneten vertikal verlaufenden Stangen 8 und 9 getragen. Der Querträger
6 ist mit höhenverstellbaren Beinen 11 versehen, mit welchen die Vorrichtung auf der
Grundplatte 12 steht.
[0052] Im oberen Bereich der Führung 10 ist der Teilabschnitt 15 zu erkennen, welcher mittels
des Scharniers 16 und der Hydraulik 17 in Richtung des in der Figur eingezeichneten
Pfeils nach hinten verschwenkt werden kann.
[0053] Die Bahn der Führung 10 verläuft in dem dargestellten Beispiel in einer Ebene, welche
um einen Winkel α gegen die Vertikale 7 geneigt ist. Die Vorrichtung kann vorzugsweise
so ausgestaltet sein, dass die Neigung der Führung 10 gegenüber der Vertikalen 7 variiert
werden kann. In Verbindung mit oder alternativ zu den höhenverstellbaren Beinen 11
kann die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung auf diese Weise an Golfspieler mit
unterschiedlicher Größe, Konstitution oder Golfschwungtechniken bzw. an unterschiedliche
Trainingszwecke angepasst werden. Vorzugsweise beträgt der Winkel α zwischen etwa
30° und 40° insbesondere etwa 35°. Der entsprechende Neigungswinkel gegenüber der
Horizontalen liegt daher vorzugsweise zwischen etwa 50° und 60°, insbesondere bei
etwa 55°.
[0054] Figur 11 zeigt eine Weiterbildung des in den Figuren 4 und 5 dargestellten zweiten
Beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, anhand welcher die Ansteuerung des Teilabschnitts
15 der Führung 10 beispielhaft erläutert wird. Grundsätzlich gelten die folgenden
Ausführungen auch für das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte erste Beispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung entsprechend.
[0055] Zur Ansteuerung des Teilabschnitts 15 der Führung 10 kann ein mechanischer Auslösemechanismus
vorgesehen sein, welcher durch Berührung mit dem entlang der vorgegebenen Bahn der
Führung 10 geführten Golfschläger ausgelöst wird. Vorzugsweise kann hierzu ein am
Trägerelement 18 oder an der Führung 10 angeordneter Stift 30 vorgesehen sein, welcher
mit einer im Trägerelement 18 befindlichen Auslösemechanik gekoppelt ist, die wiederum
den Teilabschnitt 15 für ein Verschieben freigibt bzw. dessen Verschiebung bewirkt.
[0056] Alternativ oder zusätzlich kann die Ansteuerung des Teilabschnitts 15 elektronisch
erfolgen, indem z.B. mittels der Sensoren 25 und/oder 26 die Anwesenheit des Golfschlägers
in einer bestimmten Position auf seinem Weg entlang der Führung 10 detektiert wird.
Die von den Sensoren 25 bzw. 26 erzeugten Sensorsignale werden einer Steuerungseinheit
31, insbesondere einem Computer, zugeführt, welche - ggf. nach einer Auswertung der
Sensorsignale - ein entsprechendes Steuersignal erzeugt, mit welchem die Einrichtung
zum Verschieben des Teilabschnitts 15 in Gang gesetzt wird.
[0057] Es ist auch möglich, die Ansteuerung des Teilabschnitts 15 elektromechanisch vorzunehmen,
indem z.B. der Stift 30 als elektrischer Schalter ausgebildet ist, der bei Betätigung
durch den Golfschläger ein entsprechendes Schaltsignal an die Steuerungseinheit 31
sendet, welche dann die Einrichtung zum Verschieben des Teilabschnitts 15 in Gang
setzen kann.
[0058] Wie bereits oben erläutert, ist es mit Hilfe der Sensoren 25 und/oder 26 möglich,
Aufschluss über die vom Golfschläger durchlaufene Schwungbahn und/oder seiner Geschwindigkeit
und/oder seiner Beschleunigung entlang der Schwungbahn zu gewinnen. Für den Fall,
dass zumindest ein Teil der Sensoren 25 bzw. 26 als Distanzsensoren ausgebildet ist,
ist es darüber hinaus möglich, etwaige Abweichungen des Golfschlägers von der vorgegebenen
Bahn bzw. der richtigen Ebene des Golfschwungs zu erfassen.
[0059] Die erfassten Informationen können, vorzugsweise auf einem Monitor 32, in Form eines
"Schwungbildes" graphisch dargestellt werden und dem Golfspieler 20 z.B. zeigen, in
welchen Phasen des Golfschwungs der Golfschläger von einer vorgegebenen Schwungbahn
bzw. Geschwindigkeit oder Beschleunigung abweicht. Insbesondere kann auf diese Weise
auch veranschaulicht werden, ob und zu welchem Zeitpunkt der Golfschläger die richtige
Ebene des Golfschwungs verlässt.
[0060] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die Steuerungseinheit 31 so auszubilden,
dass diese ein akustisches und/oder optisches Signal 33 auslöst, wenn der Golfschläger
von der vorgegebenen Schwungbahn, insbesondere von der richtigen Ebene, bzw. Geschwindigkeit
oder Beschleunigung abweicht. Der Golfspieler 20 erhält somit bereits während des
Golfschwungs eine Rückmeldung über etwaige Fehler und kann diese ggf. sofort korrigieren.
[0061] Alternativ oder zusätzlich kann ein Anschlagselement 27 (gestrichelt) vorgesehen
sein, das im Bereich der Führung 10, insbesondere in deren oberen Bereich und/oder
im Bereich des Teilabschnitts 15, in der Weise angeordnet ist, dass der Golfschläger
am Ende der Rückschwungbewegung mit diesem in Berührung kommen kann. Durch das Anschlagen
des Golfschlägers am Anschlagselement 27 und die damit verbundenen Geräusche und/oder
Erschütterungen des Golfschlägers erhält der Golfspieler eine akustische bzw. haptische
Rückmeldung, dass das Ende der Rückschwungbewegung erreicht ist. Auf diese Weise kann
das Training des Golfschwungs insbesondere hinsichtlich des Rückschwungs gezielt verbessert
werden.
[0062] Je nach Größe, Konstitution und Spieltechnik des Golfspielers sowie abhängig vom
Trainingszweck kann das Anschlagselement 27 entlang der in der Fig. 11 eingezeichneten
Richtungspfeile mehr zum oberen Ende der Führung 10 hin oder von diesem weg angeordnet
werden. Der Grundkörper des Anschlagselements 27 kann aus Metall hergestellt sein
und zumindest im Bereich des zu erwartenden Anschlags des Golfschlägers mit einer,
insbesondere elastischen, Schutzauflage versehen sein, die eine Beschädigung des Anschlagelements
27 einerseits und des Golfschlägers andererseits verhindert. Im einfachsten Fall kann
hierfür z.B. Schaumstoff oder Gummi eingesetzt werden.
[0063] Analog zum Teilabschnitt 15 der Führung 10 kann eine geeignete Einrichtung (nicht
dargestellt) vorgesehen sein, die auch das Anschlagselement 27 von einer ersten Stellung,
in welcher dieses in der vorgegebenen Bahn liegt und beim Rückschwung des Golfschlägers
mit diesem in Berührung kommen kann, in eine zweite Stellung, in der das Anschlagselement
27 nicht in der Bahn liegt, bringen kann. Dadurch wird ein verbessertes Training des
Rückschwungs ermöglicht, ohne dass der Durchschwung bzw. das Finish am Ende des Golfschwungs
behindert würde.
[0064] Alternativ oder zusätzlich zum beschriebenen mechanischen Anschlagselement 27 kann
dessen Funktion im Hinblick auf eine Rückmeldung bei Erreichen des Endes einer vorgegebenen
Rückschwungbewegung durch die Sensoren 26 am oberen Ende der Führung 10, insbesondere
im Bereich des Teilabschnitts 15 übernommen bzw. unterstützt werden. Bei dieser Ausführung
wird die Anwesenheit des Golfschlägers im oberen Bereich der Führung 10 durch die
Sensoren 26 detektiert, welche entsprechende Sensorsignale erzeugen, die der Steuerungseinheit
31 zugeführt werden. Die Steuerungseinheit 31 ist hierbei in der Weise ausgestaltet,
dass diese ein optisches und/oder akustisches Signal 33 auslöst, wenn sich der Golfschläger
im Bereich bestimmter Sensoren 26, und damit in einem definierten Ortsbereich der
Führung 10, befindet. Der Golfspieler erhält auf diese Weise eine optische bzw. akustische
Rückmeldung über das Erreichen der Endposition beim Rückschwung.
[0065] Figur 12 zeigt eine schematische Darstellung jeweils eines Ausschnitts der Führung
10 und des Golfschlägers 28 zur Erläuterung weiterer Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0066] Wie im linken Teil der Figur 12 zu erkennen ist, sind bei einer Ausgestaltung zu
beiden Seiten von zumindest einem Abschnitt der Führung 10, vorzugsweise paarweise
gegenüber liegende, Sensoren 25 in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet.
[0067] Bei seinem Weg entlang dieses Abschnitts der Führung 10 in Richtung des eingezeichneten
Pfeils überstreicht der Golfschläger 28 nacheinander die einzelnen Sensoren 25, welche
entsprechend zeitversetzte Sensorsignale erzeugen. Diese werden an die Steuerungseinrichtung
31 (siehe Fig. 11) weitergeleitet und dort in der Weise ausgewertet, dass Informationen
über die jeweilige Orientierung des Golfschlägers 28 erhalten werden, vorzugsweise
die jeweilige radiale Lage des Golfschlägers 28 und/oder sein jeweiliger Neigungswinkel
β gegenüber der Horizontalen.
[0068] Alternativ oder zusätzlich können der Golfschläger 28 und/oder die Sensoren 25 so
ausgestaltet sein, dass auch die axiale Stellung des Golfschlägers 28 erfasst oder
ermittelt werden kann. Dies ist beispielhaft anhand eines im rechten Bildteil der
Figur 12 gezeigten weiteren Ausschnitts aus dem Golfschläger 28 erläutert.
[0069] Der Ausschnitt des Golfschlägers 28, welcher beim Golfschwung im Bereich der Führung
10 geführt wird, kann mit Markierungen 35 versehen sein, welche von den entsprechend
ausgestalteten Sensoren 25 erfasst werden können. In diesem Fall ist es grundsätzlich
ausreichend, wenn die Sensoren 25 nur entlang einer Seite der Führung 10 angeordnet
sind. Die Sensoren 25 können in diesem Fall als aktive Sensoren ausgebildet sein,
die z.B. Licht oder andere elektromagnetische Strahlung aussenden und empfangen können.
Grundsätzlich sind aber auch passive Sensoren geeignet, die elektromagnetische Strahlung
nur erfassen können, wie z.B. Photodioden oder CCD-Arrays.
[0070] Im dargestellten Beispiel sind die Markierungen 35 - etwa in der Art eines Barcodes
- so ausgestaltet, dass diese eine von der jeweiligen axialen Lage des Golfschlägerschafts
abhängige radiale Ausdehnung aufweisen. Je nach Rotation des Golfschlägers 28 in Richtung
des eingezeichneten Pfeils um die Achse 36 seines Schafts erfassen die Sensoren 25
unterschiedlich große Markierungen 35 und erzeugen entsprechend unterschiedliche Sensorsignale,
aus welchen wiederum in der Steuerungseinheit 31 (siehe Figur 11) die axiale Lage
des Golfschlägers 28 abgeleitet werden kann.
[0071] Um eine besonders sichere sensorische Erfassung der Markierungen 35 zu erreichen,
können diese lichtreflektierend oder -absorbierend ausgestaltet sein. Alternativ oder
zusätzlich kann die Markierung einen phosphoreszierenden Stoff aufweisen, der nach
Bestrahlung mit Licht - wie bei einem Uhrenziffernblatteine bestimmte Zeit lang Licht
aussendet.
[0072] Figur 13 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines Ausschnitts eines dritten
Beispiels einer Vorrichtung zum Trainieren des Golfschwungs. In der Grundplatte 12
der Vorrichtung sind im Bereich des für den Golfspieler (vgl. Figur 11) vorgesehenen
Standortes zwei Druckverteilungssensoren 41 und 42 vorgesehen, mit welchen eine Druckverteilung
im Bereich der Füße des Golfspielers erfasst werden kann. Unter einer Druckverteilung
im Sinne dieser Ausführung ist hierbei jede Information zu verstehen, die ein Maß
für die im Bereich der Füße pro Flächeneinheit auftretenden Gewichtskräfte darstellt.
Anstelle von zwei Druckverteilungssensoren 41 und 42 für beide Füße kann alternativ
auch nur ein Druckverteilungssensor für einen Fuß vorgesehen sein.
[0073] Vorzugsweise handelt es sich bei den Druckverteilungssensoren 41 und 42 jeweils um
eine zweidimensionale Anordnung von einzelnen druckempfindlichen Sensoren, deren Signale
über eine, insbesondere drahtlose, Verbindung 43 an eine Steuerungseinheit übermittelt
werden und dort einer Verarbeitung und ggf. Auswertung unterzogen werden. Alternativ
oder zusätzlich können die Druckverteilungssensoren 41 und 42 auch in den Schuhsohlen
des Golfspielers untergebracht sein, was eine besonders genaue Erfassung der Druckverteilung
im Bereich der jeweiligen Fußfläche - z.B. Ferse, Zehen, Außenfuß - ermöglicht und
eine sehr differenzierte Betrachtung der Druckverteilung zulässt. Beispielsweise kann
die erfasste Druckverteilung mit vorab gespeicherten Sollwerten verglichen werden,
welche einer in der jeweiligen Phase des Golfschwungs korrekten Gewichtsverteilung
entsprechen. Im Falle einer Abweichung der erfassten Druckverteilung von den Sollwerten
kann dies optisch und/oder akustisch angezeigt werden, so dass der Golfspieler seine
Haltung bzw. Gewichtsverteilung beim aktuellen oder nächsten Golfschwung entsprechend
korrigieren kann.
[0074] Zur optischen bzw. akustischen Anzeige mittels Monitor 32 bzw. Signal 33 sowie im
Übrigen gelten die Ausführungen im Zusammenhang mit Figur 11 entsprechend.
[0075] Figur 14 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines vierten Beispiels einer Vorrichtung
zum Trainieren des Golfschwungs. In der Grundplatte 12 der Vorrichtung sind unterhalb
der für die Füße des Golfspielers (vgl. Figur 11) vorgesehenen Bereichen 51 und 52
zwei Elemente 53 und 54 vorgesehen, welche an die jeweilige Fuß- oder Schuhsohle -
vorzugsweise im Fersenbereich - des auf den Bereichen 51 und 52 stehenden Golfspielers
ein haptisches Signal, beispielsweise im Form von Stößen oder einer Vibration, geben
können. Anstelle von zwei Elementen 53 und 54 für beide Füße kann auch nur ein solches
Element für nur einen Fuß vorgesehen sein.
[0076] Die Elemente 53 und 54 sind vorzugsweise über eine Verbindung 55 mit der Steuerungseinheit
31 gekoppelt und werden von dieser angesteuert. Die Elemente 53 und 54 können beispielsweise
einen Stößel aufweisen, welcher von einem elektromechanischen Aktor angetrieben wird
und an die Sohle des Golfspielers stoßen kann. Alternativ können die Elemente 53 und
54 aber auch als Vibrationselemente ausgebildet sein, welche die Sohle des Golfspielers
mit einem Vibrationssignal beaufschlagen können.
[0077] Durch die Ausgabe eines haptischen Signals, insbesondere in Form eines oder mehrerer
Stöße oder einer Vibration, an den Fuß des Golfspielers werden diesem Informationen
zur korrekten Haltung, Position bzw. Gewichtsverlagerung auf einfache, zuverlässige
und intuitiv leicht zu erfassende Weise übermittelt. Der Golfspieler kann sich dadurch
auf die Ausführung des Golfschwungs konzentrieren, ohne beispielsweise auf eine entsprechende
Anzeige der Informationen auf einem Monitor 32 oder eines optischen Signals 33 (vgl.
Figur 11) achten zu müssen.
[0078] Die in Figur 14 gezeigte Ausführung kann vorteilhafterweise mit der in Figur 13 dargestellten
Ausgestaltung der Erfindung kombiniert werden. Die an den Golfspieler gegebene Information
in Form eines haptischen Signals kann hierbei von der von den Druckverteilungssensoren
41 und 42 erfassten Position bzw. Gewichtsverlagerung des Golfspielers abgeleitet
sein und insbesondere eine Korrekturanweisung sein, wenn die erfasste Position bzw.
Gewichtsverlagerung von einem vorgegebenen Sollwert abweicht.
[0079] Alternativ oder zusätzlich kann die übermittelte Information aber auch einen Hinweis
zur Beachtung der in einer bestimmten Schwungphase jeweils erforderlichen Körperposition,
-haltung bzw. Gewichtsverlagerung darstellen. So können die Elemente 53 und 54 beispielsweise
so angesteuert sein, dass diese während einer bestimmten Schwungphase an den Fersenbereich
klopfen. Beispielsweise wird während des Abschwungs durch das Element 53 an die Ferse
des rechten Fußes geklopft, um dem Golfspieler zu signalisieren, dass eine Gewichtsverlagerung
auf den linken oder rechten Fuß zu erfolgen hat.
[0080] Im Übrigen gelten zu Figur 14 die Ausführungen im Zusammenhang mit Figur 11 entsprechend.
[0081] Die Figuren 15 und 16 zeigen eine Seitenansicht bzw. Draufsicht eines fünften Beispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Im Unterschied zu der z.B. in den Figuren 1 und
4 gezeigten Montierung mittels Stangen 8 und 9 bzw. Beinen 11 und Wandungen 21 und
22 ist die Führung 10 in diesem Beispiel im unteren Bereich über ein erstes Gelenk
5 und im oberen Bereich über eine teleskopartige Stütze 6 mit einem zweiten Gelenk
7 an der Bodenplatte 12 gelagert. Die Länge der Stütze 6 kann eingestellt werden,
indem die Segmente 6' und 6", vorzugsweise hydraulisch, ein- bzw. ausgefahren werden.
Die einzelnen Segmente 6' und 6" der teleskopartigen Stütze 6 können aber auch mittels
Arretierschrauben oder -bolzen form- und/oder kraftschlüssig relativ zueinander arretiert
werden, um eine bestimmte Länge der Stütze 6 einzustellen. Durch die Länge der Stütze
6 kann der Neigungswinkel der Führung 10 gegenüber der Vertikalen bzw. Horizontalen
innerhalb bestimmter Grenzen eingestellt werden.
[0082] Im oberen Bereich der Führung 10 ist ein Teilabschnitt 15 schwenkbar gelagert und
derart angesteuert, dass dieser aus der ursprünglichen Bahn der Führung 10 herausgeschwenkt
ist, wenn der Golfschläger beim Golfschwung die Phase des Durchschwungs und/oder Finish
erreicht hat. Die obenstehenden Ausführungen im Zusammenhang mit den in den Figuren
1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispielen gelten entsprechend.
[0083] Der Golfschläger wird beim Golfschwung auf einem vorderen Bereich 4 der Führung 10
einschließlich des Teilabschnitts 15 entlang der vorgegebenen Bahn geführt. Bei der
hier gezeigten bevorzugten Ausführung ist im vorderen Bereich 4 ein Verschleißschutz
2 vorgesehen, durch welchen Reibungskräfte zwischen Golfschläger und Führung 10 bzw.
Teilabschnitt 15 vermindert werden und/oder ein Abrieb an der Führung 10 bzw. am Teilabschnitt
15 sowie am Golfschläger verhindert oder zumindest reduziert wird.
[0084] Der Verschleißschutz 2 ist vorzugsweise auswechselbar ausgeführt, so dass dieser
bei Bedarf von der Führung 10 bzw. vom Teilabschnitt 15 abgenommen und durch einen
neuen oder anderen ersetzt werden kann. Beispielsweise kann der Verschleißschutz 2
als selbstklebendes Band ausgeführt sein, das auf die Führung 10 bzw. den Teilabschnitt
15 aufgeklebt werden und erforderlichenfalls wieder abgezogen werden kann.
[0085] Am Teilabschnitt 15 sind im gezeigten Beispiel zwei Ultraschallsensoren 26 (siehe
Figur 16) vorgesehen, welche die Anwesenheit des Golfschlägers im Bereich des Teilabschnittes
15 erfassen können. Analog zu dem in Figur 11 gezeigten Ausführungsbeispiel können
die von den Ultraschallsensoren 26 erzeugten elektrischen Signale an eine Steuerungseinheit
31 weitergeleitet werden, welche ihrerseits die Ausgabe eines optischen, akustischen
oder haptischen Signals veranlasst, um dem Golfspieler zu signalisieren, dass der
Golfschläger die für den Beginn des Abschwungs erforderliche Ausgangsposition erreicht
hat. Wenn also der Schaft des Golfschlägers beim Rückschwung einen oder beide der
voneinander beabstandeten Ultraschallsensoren 26 überstreicht, wird ein, insbesondere
akustisches, Signal ausgegeben, um dem Golfspieler zu signalisieren, dass der Schaft
den erforderlichen bzw. korrekten Schaftwinkel im Bereich eines vorgesehenen Wendepunktes
erreicht hat und der Abschwung beginnen kann. Selbstverständlich können bei dieser
Ausführung anstelle von Ultraschallsensoren 26 auch entsprechende optische Sensoren
verwendet werden.
[0086] Im hinteren Bereich des Teilabschnitts 15 ist eine Abdeckung 3 angeordnet, welche
dazu dient, den rückwärtigen Teil der Ultraschallsensoren 26 sowie ggf. eine zu deren
Ansteuerung erforderliche Elektronik vor Umwelteinflüssen zu schützen.
[0087] Die bogenförmige Führung 10 ist vorzugsweise rohrförmig ausgebildet und weist einen
Hohlraum auf, durch welchen elektrische und/oder hydraulische Leitungen für die Ultraschallsensoren
26 bzw. einen elektromotorischen bzw. hydraulischen Mechanismus 17 (vgl. Figuren 1
bis 3) zum Schwenken des Teilabschnitts 15 geführt werden können. Vorzugsweise kann
die Führung 10 einen ovalen Querschnitt aufweisen.
1. Vorrichtung zum Trainieren des Golfschwungs mit einer Führung (10), entlang welcher
ein Golfschläger (28) auf einer vorgegebenen Bahn geführt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führung (10) mindestens einen Teilabschnitt (15) aufweist, welcher in einer ersten
Stellung in der vorgegebenen Bahn liegt und in einer zweiten Stellung von der vorgegebenen
Bahn abweicht, und
eine Einrichtung (16, 17; 18, 19) vorgesehen ist, welche den Teilabschnitt (15) von
der ersten in die zweite Stellung bringen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Einrichtung (16, 17; 18, 19) so ausgestaltet
ist, dass der Teilabschnitt (15) in mindestens einer Phase (P6 - P8) des Golfschwungs,
insbesondere beim Durchschwung und/oder Finish, in die zweite Stellung gebracht wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Golfschläger (28), insbesondere in mindestens
einer Phase (P8) des Golfschwungs, nicht in Kontakt mit dem in der zweiten Stellung
befindlichen Teilabschnitt (15) kommen kann.
4. Vorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung (16, 17)
so ausgestaltet ist, dass der Teilabschnitt (15) von der ersten in die zweite Stellung
geschwenkt werden kann.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Golfschläger (28) in
einem vorderen Bereich der Führung (10) auf der vorgegebenen Bahn geführt werden kann
und die Einrichtung (16, 17) den Teilabschnitt (15) von der ersten in die zweite Stellung
bringen kann, indem dieser in Richtung eines hinteren Bereichs der Führung (10) bewegt,
insbesondere geschwenkt, wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung (18, 19)
so ausgestaltet ist, dass der Teilabschnitt (15) von der ersten in die zweite Stellung
verschoben werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Einrichtung (18, 19) einen Schlittenmechanismus
aufweist, mit welchem der Teilabschnitt (15), insbesondere entlang dem Verlauf der
Führung (10), verschoben werden kann.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich der Teilabschnitt (15)
an einem oberen freien Ende der Führung (10) befindet.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führung (10) eine gegen
die Vertikale (7) geneigte Lage im Raum aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Bereich der Führung (10)
ein oder mehrere Sensoren (25) zum Erfassen der jeweiligen Position und/oder Orientierung
und/oder Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung des entlang der Bahn geführten Golfschlägers
(28) vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche mit mindestens einer Erfassungseinrichtung
(41, 42) zum Erfassen einer Position und/oder einer Haltung und/oder einer Gewichtsverlagerung
eines Golfspielers (20).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Erfassungseinrichtung (41, 42) einen Druckverteilungssensor
aufweist, welcher eine Druckverteilung im Bereich zumindest eines Fußes des Golfspielers
(20), insbesondere während des Golfschwungs, erfassen kann.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche mit mindestens einer Ausgabeeinrichtung
(53, 54) zur Ausgabe einer Information bezüglich einer Position und/oder einer Haltung
und/oder einer Gewichtsverlagerung eines Golfspielers (20).
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Ausgabeeinrichtung (53, 54) zur Ausgabe eines
haptischen Signals, insbesondere in Form eines oder mehrerer Stöße oder einer Vibration,
an einen Fuß des Golfspielers (20) ausgebildet ist.
15. Verfahren zum Trainieren des Golfschwungs, bei welchem ein Golfschläger (28) entlang
einer Führung (10) auf einer vorgegebenen Bahn geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Teilabschnitt (15) der Führung (10) von einer ersten Stellung, in welcher der
Teilabschnitt (15) in der vorgegebenen Bahn liegt, in eine zweite Stellung, in welcher
der Teilabschnitt (15) von der vorgegebenen Bahn abweicht, gebracht wird.
1. An apparatus for practicing the golf swing with a guide (10), along which a golf club
(28) can be guided on a predetermined path, characterized in that the guide (10) has at least one section (15), which in a first position is located
in the predetermined path and which in a second position deviates from the predetermined
path, and that a means (16, 17, 18, 19) is provided which can bring the section (15)
from the first position to the second position.
2. The apparatus according to claim 1, wherein said means (16, 17, 18, 19) is designed
such that the section (15) is brought to the second position in at least one phase
(P6 to P8) of the golf swing, particularly in the backswing and / or the finish.
3. The apparatus according to claim 1 or 2, wherein the golf club (28), in particular
in at least one phase (P8) of the golf swing, cannot come in contact with the section
(15), which is located in the second position.
4. The apparatus according to one of the preceding claims, wherein the means (16, 17)
is designed such that the section (15) can be pivoted from the first position to the
second position.
5. The apparatus according to one of the preceding claims, wherein said golf club (28)
can be guided in a front region of the guide (10) on the predetermined path and wherein
the means (16, 17) can bring the section (15) from the first position into the second
position, by moving it in the direction of a rear region of the guide (10), in particular
by pivoting it.
6. The apparatus according to one of the preceding claims, wherein the means (18, 19)
is designed such that the section (15) can be moved from the first position to the
second position.
7. The apparatus according to claim 6, wherein the means (18, 19) has a slide mechanism
by which the section (15) can be moved, in particular by which it can be moved along
the course of the guide (10).
8. The apparatus according to one of the preceding claims, wherein the section (15) is
located at an upper free end of the guide (10).
9. The apparatus according to one of the preceding claims, wherein the guide (10) has
a position in space, which is inclined against the vertical (7).
10. The apparatus according to any one of the preceding claims, wherein in the area of
the guide (10) are provided one or more sensors (25) for detecting the respective
position and / or the respective orientation and / or the respective velocity and
/ or the respective acceleration of the golf club (28) being guided along the path.
11. The apparatus according to any one of the preceding claims comprising at least one
detection means (41, 42) for detecting a position of a golf player (20) and / or a
posture of a golf player (20) and / or a weight displacement of a golf player (20).
12. The apparatus according to claim 11, wherein the detection means (41, 42) comprises
a pressure distribution sensor, which can detect a pressure distribution in the area
of at least one foot of the golf player (20), in particular during the golf swing.
13. The apparatus according to any one of the preceding claims comprising at least one
output device (53, 54) for outputting of information concerning a position of a golf
player (20) and / or a posture of a golf player (20) and / or a weight displacement
of a golf player (20).
14. The apparatus according to claim 13, wherein the output device (53, 54) is designed
for outputting a haptic signal, in particular in the form of one or several percussions
or in the form of a vibration, in the area of one foot of the golf player (20).
15. A method for practicing the golf swing, for which a golf club (28 is guided along
a guide (10) on a predetermined path, characterized in that a section (15) of the guide (10) is brought from a first position, in which the section
(15) is in the predetermined path, to a second position, in which the section (15)
deviates from the predetermined path.
1. Dispositif pour l'entraînement du swing de golf avec un élément de guidage (10) le
long duquel un club de golf (28) peut être guidé sur une trajectoire prédéfinie,
caractérisé en ce que
l'élément de guidage (10) présente au moins une portion (15) qui, dans une première
position, se trouve sur la trajectoire prédéfinie et qui, dans une deuxième position,
s'écarte de la trajectoire prédéfinie, et qu'est prévu un appareil (16, 17 ; 18, 19)
pouvant amener la portion (15) de la première position dans la deuxième position.
2. Dispositif selon la revendication 1, l'appareil (16, 17 ; 18, 19) étant conçu de sorte
que la portion (15) est amenée dans la deuxième position pendant au moins une phase
(P6-P8) du swing de golf, notamment pendant la traversée et/ou le finish.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le club de golf (28) ne peut
pas entrer en contact avec la portion (15) se trouvant dans la deuxième position,
notamment pendant au moins une phase (P8) du swing de golf.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'appareil (16,17)
étant conçu de sorte telle que la portion (15) peut pivoter de la première position
à la deuxième.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, le club de golf
(28) pouvant être guidé dans une plage antérieure de l'élément de guidage (10) sur
la trajectoire prédéfinie et l'appareil (16, 17) pouvant amener la portion (15) de
la première position dans la deuxième, en se déplaçant, notamment en pivotant, vers
la plage postérieure de l'élément de guidage (10).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'appareil (18,
19) étant conçu de sorte que la portion (15) peut coulisser de la première position
dans la deuxième.
7. Dispositif selon la revendication 6, l'appareil (18,19) présentant un coulisseau permettant
de faire coulisser la portion (15), notamment le long du tracé de l'élément de guidage
(10).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, la portion (15)
se trouvant à l'extrémité supérieure libre de l'élément de guidage (10).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément de guidage
(10) présentant une position inclinée dans l'espace vis-à-vis de la verticale (7).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, un ou plusieurs
capteurs (25) étant prévus dans la zone de l'élément de guidage (10) pour acquérir
la position momentanée et/ou l'orientation et/ou la vitesse et/ou l'accélération du
club de golf (28) guidé le long de la trajectoire.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes avec au moins un
dispositif de saisie (41, 42) pour la saisie d'une position et/ou d'une posture et/ou
d'un transfert de poids d'un golfeur (20).
12. Dispositif selon la revendication 11, le dispositif d'acquisition (41, 42) présentant
un capteur de répartition de la pression, pouvant saisir la pression dans la zone
d'au moins un pied du golfeur (20), notamment pendant le swing de golf.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes avec au moins un
dispositif de sortie (53, 54) pour sortir une information concernant une position
et/ou une posture et/ou un transfert de poids d'un golfeur (20).
14. Dispositif selon la revendication 13, le dispositif d'émission (53, 54) étant conçu
pour émettre un signal haptique, en particulier sous la forme d'un ou de plusieurs
chocs ou d'une vibration du pied du golfeur (20).
15. Procédé pour l'entraînement du swing de golf dans lequel un club de golf (28) est
guidé le long d'un élément de guidage (10) sur une trajectoire prédéfinie,
caractérisé en ce que
une portion (15) de l'élément de guidage (10) est amenée d'une première position dans
laquelle la portion (15) se trouve sur la trajectoire prédéfinie dans une deuxième
position dans laquelle la portion (15) s'écarte de la trajectoire prédéfinie.