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(11) |
EP 2 643 653 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2021 Patentblatt 2021/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/005422 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/069120 (31.05.2012 Gazette 2012/22) |
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LEISTUNGSVARIABLER IRRITATIONSKÖRPER
ADJUSTABLE-PERFORMANCE STUN GRENADES
CORPS IRRITANT À PUISSANCE VARIABLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.11.2010 DE 102010052210
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.10.2013 Patentblatt 2013/40 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- LÜBBERS, Thorsten
22956 Lütjensee (DE)
- LÜBBERS, Kai
22946 Trittau (DE)
- HABEL, Frank
21522 Hohnstorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 9 210 649 US-A- 5 654 523
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US-A- 2 094 561 US-B1- 6 871 594
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung beschäftigt sich mit der Möglichkeit der Leistungs- und damit verbunden
der Volumenänderung der Effektladung eines Irritationskörpers, die dadurch realisiert
werden kann, dass der Irritationskörper modulartig ausgeführt wird. Dabei umfasst
das eine Modul bevorzugt alle zum Entsichern und Zünden der Effektladung notwendigen
Bauteile und das andere Modul eine zentrale Kammer zur Aufnahme der Effektladung,
insbesondere einer Knall bzw. Schall erzeugenden Wirkladung. Dieses zweite Modul kann
dann unterschiedliche Kammern in Geometrie und / oder Volumen aufweisen, wodurch je
nach Wahl der Kammergröße, d.h. des entsprechenden Moduls, eine Leistungsanpassungen
und / oder -optimierung eines Irritationskörpers möglich wird. Die Leistungsfähigkeit
des Irritationskörpers ist nunmehr variierbar, die Leistungseffektivität selbst direkt
einstellbar.
[0002] Irritationskörper dieser Art dienen vorrangig zur nicht letalen Abwehr bzw. Verteidigung
und werden u. a. zur Unterstützung bei Polizei- oder Militäreinsätzen. Sie ähneln
einer Handgranate, die in der Regel manuell gezündet und danach weggeschleudert werden,
sollten jedoch selbst keine Fragmente bilden. Ein Beispiel wird in der
US 2 094 561 beschrieben.
[0003] Die
DE 199 44 486 C2 beschreibt einen Irritationskörper zum manuellen Zünden und Fortschleudern mit mehreren
im Wesentlichen parallel zur Mittelachse des Behälters verlaufenden Abteilen, die
Effektladungen aufnehmen, die ihrerseits zeitversetzt gezündet werden.
[0004] Mit der
DE 92 13 376 U1 wurde ein als Schockwaffe bezeichneter Irritationskörper offenbart, der mehrere Abteile
aufweist, die Knall- oder Blitzladungen aufnehmen können. Der Irritationskörper weist
selbst eine Zündeinrichtung mit einem gemeinsamen Zündkanal auf, von dem aus über
dessen Länge verteilt Stichbohrungen zu dem jeweiligen Abteil führen.
[0005] Aus der
DE 10 2004 059 991 B1 ist ein Irritationskörper mit einem Kipphebel bekannt, der aus einem Körper gebildet
wird, in dem der Verzögerungssatz und die Wirkladung(en) eingebunden sind. Der Verzögerungssatz
bzw. die Verzögerungsstrecke befindet sich dabei in einem separaten Röhrchen, das
mit einem Zündkopf mit Hebel in den Irritationsgrundkörper eingebracht wird. Die Querschnitte
der Ausblasöffnungen am oberen Ende des Grundkörpers des Irritationskörpers sind dabei
kleiner gehalten als die Querschnitte der Ausblasöffnung am unteren Ende, wodurch
die Ausblasöffnungen der beiden Seiten rückstoßneutral ausgebildet sind. Die Wirkladung
ist ihrerseits in Kammern, so genannten Blitzkammern, untergebracht. In der Regel
handelt es sich dabei um 6 Kammern, die ca. 8-10 g eines Blitz- bzw. Effektsatzes
aufnehmen können. Diese Kammern sind symmetrisch um die Mittelachse des Irritationskörpers
verteilt angeordnet und jede mit der Verzögerungszündstrecke verbunden. Die Befüllung
der Kammern mit dem Effektsatz erfolgt in der Regel durch die Ausblasöffnungen von
oben. Am oberen als auch am unteren Ende werden die Kammern durch Verschlusselemente
abgedichtet. Diese als Pappscheiben ausgebildeten Verschlusselemente werden nach /
mit Zündung der Effektladung bzw. des Effektsatzes in den einzelnen Kammern ausgestoßen
und bilden ihrerseits Fragmente, was jedoch bei den vorgenannten Irritationskörpern
unerwünscht ist. Die durch den Effektsatz erzeugten Effekte, beispielsweise Schall
(Knall), verlassen durch die damit gewonnenen Ausblasöffnungen (oben und unten) den
Irritationskörper
[0006] Durch die Begrenztheit der Bauraumeinnahme der Behälter im Irritationskörper kann
eine gewünschte Leistungserhöhung in der Praxis schwer umgesetzt werden. In diesem
Zusammenhang mit einer derartigen Forderung schlägt die
DE 10 2008 058 776 A1 vor, im freien Bereich am Boden des Irritationskörpers einen Zusatzkörper mit einer
weiteren Effektladung einzubinden.
[0007] Wenngleich dieser Weg effektiv erscheint, stellt sich die Erfindung die Aufgabe,
einen Irritationskörper zu schaffen, der dem Wunsch auf eine Leistungserhöhung bequemer
nachkommt.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
widerspiegeln sich in den Unteransprüchen.
[0009] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, einen Irritationskörper zu konzipieren, dessen
Leistungsanpassung bzw. -erhöhung durch das Anbieten bzw. Einbinden verschiedener
Kammern und damit verbunden verschiedener Volumen für die Aufnahme der Effektladung(en)
realisiert wird.
[0010] Infolge dessen ist vorgesehen, den Irritationskörper bevorzugt modular auszuführen.
Dazu besteht dieser aus wenigsten zwei, miteinander verbindbaren Modulen, die in Summe
den variablen Irritationskörper bilden. Beide Module sind für sich gesehen mit jedem
anderen Modul des Irritationskörpers verknüpfbar. Das eine Modul enthält dabei den
Verzögerungssatz mit Verzögerungsstrecke sowie die (Ausblas-)Öffnung(en) und nimmt
in bekannter Art und Weise den Zünderkopf mit Anzündhütchen und Zündergehäuse auf.
Das andere Modul enthält eine gemeinsame Kammer für die Aufnahme der Wirk- bzw. Effektladung.
Am untere(n) Boden der Kammer befinden sich dann die unteren Ausblasöffnung(en). Dieses
zweite Modul kann so ausgeführt werden, dass jedes verschieden große Kammern aufweist.
Diese Modularität der beiden Körperteile zu einem variierbaren Irritationskörper macht
es möglich, einen am oberen Körper des Irritationskörpers angepassten unteren Körper
mit verschiedenen Kammervolumen und / oder Ausblasanordnungen anzubringen.
[0011] Die gemeinsame bzw. zentrale Kammer ist über wenigstens eine, bevorzugt jedoch mehreren
obere Ausblasöffnungen mit dem Effektsatz befüllbar.
[0012] Es versteht sich, dass die Einzelkammer auch in zumindest zwei Teilkammern durch
eine oder mehrere senkrechte Wände unterteilt werden kann, wenn dieses erwünscht ist,
wobei die Anzündung des Effektsatzes dann ebenfalls von oben erfolgen kann und so
auch in den Teilkammern gewährleistet wird.
[0013] Die Schnittstellen zwischen der Kammer und den Ausblasöffnungen (oben und unten)
werden durch je ein Verschlusselement verschlossen. Die feste Verbindung zwischen
den beiden Modulen kann mittels Krimpen, Bördeln, Schweißen, etc. oder auch mittels
leicht lösbaren Verbindungen wie Verschrauben, Rastungen, etc. geschaffen werden.
[0014] Neben diesem bereits genannten Vorteil sind auch fertigungstechnische Vorteile zu
verzeichnen. So kann auf das Setzten der Niete innerhalb der Irritationskörper mit
einem Grundkörper verzichtet werden. Es wird nur noch ein O-Ring (zwischen dem oberen
und dem unteren Teil) benötigt, der zudem als Axialdichtung eingebunden wird. Auch
wird eine Hülse nicht mehr benötigt. Durch die größere(n) Befüllungsöffnung(en), die
nicht mehr abhängig vom Durchmesser der einzelnen zu befüllenden Kammern ist / sind,
wird ein vereinfachtes Befüllen erreicht. Durch die zentrale Kammer kann eine größere
Menge der Effektladung aufgenommen werden. Die Kammer im unteren Modul kann je nach
Modul unterschiedlich groß gewählt werden, sodass eine damit einhergehende Volumenvariabilität
eine Leistungsvariabilität mit vorgebbarer Leistungssteigerung bewirkt bzw. auch direkt
einstellbar ist.
[0015] Die Erhöhung des nutzbaren Volumens (um bis zu 100%) ist insbesondere beim Einsatz
perchloratfreier Sätze von großem Vorteil.
[0016] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Variante eines zweiteiligen Irritationskörper,
- Fig. 2
- eine weitere Variante eines zweiteiligen Irritationskörper.
[0018] Fig. 1 als auch Fig. 2 zeigen einen Irritationskörper 100, 100', der einen zweiteiligen
modulartigen Grundkörper 101, 102 aufweist. Beide Module 101, 102 sind beispielsweise
durch eine Rastverbindung 103 miteinander verbindbar. Andere lösbar als auch nicht
lösbare feste Verbindungen sind ebenfalls nutzbar. Zwischen beiden Modulen 101, 102
ist ein axial eingebrachter O-Ring 104 als Abdichtring vorgesehen.
[0019] Das obere (ersten) Modul 101 dient zur Aufnahme eines Zündkopfes 1. Dieser Zündkopf
1 umfasst neben einem Kipphebel 3 ein Anzündhütchen 4 und ein Zündergehäuse 5 zur
Aufnahme einer Anzündladung 6 mit Verzögerungssatz. Der Zündkopf 1 ist beispielsweise
im Modulgehäuse des Moduls 101 eingeschraubt, wozu es eine Zündkopfaufnahme 7 besitzt.
Um diese Aufnahme 7 herum ist wenigstens eine, bevorzugt mehrere - beispielsweise
sechs - Ausblasöffnungen 8, 9 eingebunden. Diese Öffnung(en) 8, 9 mündet/n in eine
zentrale Kammer 10 des auswechselbaren zweiten Moduls 102, die zur Aufnahme einer
Effektladung bzw. einer Effektsatzes 11 dient. Die Kammer 10 ist mittig und bevorzugt
symmetrisch um die Mittelachse M des Irritationskörpers 100 im zweiten Modul 102 eingebunden.
Die Anzündladung 6 und die Kammer 10 sind so aufeinander ausgerichtet bzw. abgestimmt,
dass diese bevorzugt von oben und zentral auf die Effektladung 11 der Kammer 10 einwirken
und diese entzünden kann. Im unteren Bereich der Kammer 10 ist wenigstens eine Öffnung
12 (Fig. 2) vorgesehen, die wie die oberen Öffnungen 8 (9) zum Ausblasen des gezündeten
Effektsatz 11 dient. Der Irritationskörper 100' kann im unteren Bereich der Kammer
10 aber auch mehrere, vorzugsweise vier bis sechs, Öffnungen 18, 19, 20 aufweisen.
[0020] Das untere (zweite) Modul 102 zeichnet sich erfindungsgemäß nunmehr dadurch aus,
dass es bei gleicher Grundkonzeption verschiedene innere Kammergröße und -geometrien
aufweisen kann, beispielsweise eine Kammer mit geringerem Volumen oder geringerer
Menge. Durch den Modulcharakter der beiden Module 101, 102 kann das untere Modul 102
problemlos an das obere Modul 101 angebunden und / oder ausgetauscht werden. Je nachdem,
welche Leistung für den Irritationskörper gefordert wird, wird das Modul 102 mit der
entsprechenden Kammergröße mit dem oberen Teil 101 verbunden, das dieser Anforderung
am meisten entspricht. - So kann ein Irritationskörper 100, 100' geschaffen werden,
der nunmehr eine Effektladung 11 im Bereich zwischen 2 - 15 g, beispielsweise 12 g
eines Blitzsatzes, aufnehmen kann und der die Funktionssicherheit in diesem Spektrum
gewährleistet. Werden die bekannten Außenmaße des Irritationskörpers 100, 100' zudem
verändert, kann auch die Kammer 10 diesen neuen Maßen angepasst und damit die Leistung
weiter erhöht werden. -
[0021] Die Schnittstellen 13, 14 - zwischen der Kammer 10 und den oberen Öffnungen 8, (9),
12 bzw. der / den unteren Öffnungen 12, 18, 19, 20 zur Umgebung - sind durch Verschlusselemente
15, 16 verschließbar. Die Verschlusselemente 15, 16 können leichte Pappscheiben sein.
[0022] Bei der Einbindung nur einer (auch größeren) Öffnung 8, 12 sollte diese als exzentrische
Bohrung ausgeführt werden, um so die Flugeigenschaften des Irritationskörpers beeinflussen
zu können.
[0023] Um zu erreichen, dass sich die Impulse beim Austreten der gezündeten Effektladung
aus diesen Öffnungen gegenseitig aufheben, sollten die Querschnitte der oberen Öffnung(en)
8, (9) als auch der unteren Öffnungen 12, 18, 19 aufeinander abgestimmt werden.
[0024] Um eine Fragmentbildung zu reduzieren ist zudem vorgesehen, dass die eine oder die
mehreren unteren Bohrungen bzw. Öffnungen 12, 18, 19 im unteren Bereich der Kammer
10 außermittig und bevorzugt ungleichmäßig um die Mittelachse M verteilt angeordnet
sind, wodurch eine Asymmetrie geschaffen wird, die zudem eine bevorzugte Verwirbelung
der gezündeten Effektladung 11 schafft.
1. Leistungsvariabler Irritationskörper (100, 100') mit einem Zündkopf (1) und Kipphebel
(3), einer Anzündladung (6) mit Verzögerungssatz und einer Effektladung (11), mit
wenigstens einer oberen und einer unteren Ausblasöffnung (8, 9, 12, 18, 19), wobei
der Irritationskörper (100, 100') aus wenigstens zwei Modulen (101, 102) besteht,
wobei die wenigstens zwei Module (101, 102) voneinander getrennt und auch miteinander
verbunden werden können, dadurch gekennzeichnet, dass das eine, obere Modul (101) den Verzögerungssatz sowie die wenigstens eine obere
Ausblasöffnung enthält und den Zündkopf (1) mit Anzündhütchen und Zündgehäuse aufnimmt,
und das andere, untere Modul (102) eine Kammer (10) zur Aufnahme der Effektladung
(11) enthält.
2. Irritationskörper (100, 100') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Effektladung (11) in einer zentralen Kammer (10) des unteren Moduls (102) eingebunden
und die Kammer (10) mit den Ausblasöffnungen (8, 9, 12, 18, 19, 20) funktional verbunden
ist.
3. Irritationskörper (100, 100') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (10) in zumindest zwei Teilkammern durch eine oder mehrere senkrechte
Wände unterteilt ist.
4. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Einbindung nur einer oberen und einer unteren Ausblasöffnung (8, 12) diese als
exzentrische Bohrung ausgeführt ist.
5. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (10) mittig und, bevorzugt symmetrisch, um die Mittelachse (M) des Irritationskörpers
(100, 100') angeordnet ist.
6. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren unteren Bohrungen bzw. Ausblasöffnungen (12, 18, 19, 20)
im unteren Bereich der Kammer (10) außermittig und bevorzugt ungleichmäßig um die
Mittelachse (M) verteilt eingebracht sind.
7. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasöffnungen (8, 9, 12, 18, 19, 20) zur Kammer (10) schräg verlaufend eingebunden
sind.
8. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Schnittstellen (13, 14) zwischen der Kammer (10) und der wenigstens einen oberen
und der einen unteren Ausblasöffnung (8, 9, 12, 18, 19, 20) durch Verschlusselemente
(15, 16) verschlossen sind.
9. Irritationskörper (100, 100') nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusselemente (15, 16) leichte Pappscheiben sind.
10. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine feste Verbindung zwischen den Modulen (101, 102) mittels Krimpen, Bördeln, Schweißen
oder auch mittels leicht lösbaren Verbindungen wie Verschrauben, Rastungen geschaffen
werden kann.
11. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Modul (101) auswechselbare, bei gleicher Grundkonzeption des unteren Moduls
(102), verschiedene untere Module (102) mit verschiedener innerer Kammergröße, -geometrie
und/oder Ausblasanordnung anbringbar sind, derart, dass durch Wahl des zweiten Moduls
(102) eine Leistungsanpassung und/oder -optimierung des Irritationskörpers (100, 100')
möglich ist..
12. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (10) im unteren Modul (102) je nach Modul groß gewählt werden kann, sodass
durch die damit einhergehende Volumenvariabilität eine Leistungsvariabilität mit vorgebbarer
Leistungssteigerung bewirkt wird bzw. direkt einstellbar ist.
13. Irritationskörper (100, 100') nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren unteren Bohrungen bzw. Öffnungen (12, 18, 19) im unteren Bereich der
Kammer (10) außermittig und ungleichmäßig um die Mittelachse (M) verteilt angeordnet
sind.
14. Irritationskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen Einsatz eines perchloratfreien Satzes.
1. Adjustable-performance stun grenade (100, 100') having a fuse head (1) and rocker
lever (3), a primer charge (6) with a delay charge and an effect charge (11), having
at least an upper and a lower blowout opening (8, 9, 12, 18, 19), wherein the stun
grenade (100, 100') comprises at least two modules (101, 102), the at least two modules
(101, 102) being separate from one another and also connected to one another, characterized in that the one upper module (101) contains the delay charge and the at least one upper blowout
opening and receives the fuse head (1) with primer cap and fuse housing, and the other
lower module (102) contains a chamber (10) for receiving the effect charge (11).
2. Stun grenade (100, 100') according to Claim 1, characterized in that the effect charge (11) is incorporated in a central chamber (10) of the lower module
(102) and the chamber (10) is functionally connected to the blowout openings (8, 9,
12, 18, 19, 20) .
3. Stun grenade (100, 100') according to Claim 1 or 2, characterized in that the chamber (10) is subdivided into at least two partial chambers by one or multiple
vertical walls.
4. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 3, characterized in that when only one upper and one lower blowout opening (8, 12) is included, this is configured
as an eccentric bore.
5. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the chamber (10) is arranged centrally and preferably symmetrically about the central
axis (M) of the stun grenade (100, 100').
6. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the one or the multiple lower bores or blowout openings (12, 18, 19, 20) in the lower
region of the chamber (10) are introduced distributed eccentrically and preferably
non-uniformly about the central axis (M).
7. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the blowout openings (8, 9, 12, 18, 19, 20) are incorporated running obliquely to
the chamber (10).
8. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 7, characterized in that interfaces (13, 14) between the chamber (10) and the at least one upper and the one
lower blowout opening (8, 9, 12, 18, 19, 20) are closed by sealing elements (15, 16).
9. Stun grenade (100, 100') according to Claim 8, characterized in that the sealing elements (15, 16) are lightweight cardboard discs.
10. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 9, characterized in that a fixed connection between the modules (101, 102) can be created by means of crimps,
flanges, welding or also by means of easily detachable connections such as screwing,
latching.
11. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 10, characterized in that, with the same basic design of the lower module (102), various interchangeable lower
modules (102) of different inner chamber sizes, geometries and/or blowout arrangements
can be attached to the upper module (101) such that, by choosing the second module
(102), an adaptation and/or optimization of the performance of the stun grenade (100,
100') is possible.
12. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the chamber (10) in the lower module (102) can be made in different sizes depending
on the module, so that a variable performance with a predefinable improvement in said
performance is brought about or directly adjustable by the volume variability associated
therewith.
13. Stun grenade (100, 100') according to one of Claims 6 to 12, characterized in that the multiple lower bores or openings (12, 18, 19) in the lower region of the chamber
(10) are arranged distributed eccentrically and non-uniformly about the central axis
(M).
14. Stun grenade according to one of Claims 1 to 13, characterized by the use of a perchlorate-free charge.
1. Corps irritant (100, 100') à puissance variable comprenant une tête d'allumage (1)
et un levier basculant (3), une charge d'amorçage (6) avec une composition retardatrice
et une charge d'effet (11), comprenant au moins une ouverture de sortie de souffle
(8, 9, 12, 18, 19) supérieure et une inférieure, le corps irritant (100, 100') se
composant d'au moins deux modules (101, 102), les au moins deux modules (101, 102)
pouvant être séparés l'un de l'autre et aussi être reliés l'un à l'autre, caractérisé en ce que l'un, le module supérieur (101), contient la composition retardatrice ainsi que l'au
moins une ouverture de sortie de souffle supérieure et accueille la tête d'allumage
(1) avec l'amorce et le boîtier d'allumage, et l'autre, le module inférieur (102),
contient une chambre (10) servant à accueillir la charge d'effet (11).
2. Corps irritant (100, 100') selon la revendication 1, caractérisé en ce que la charge d'effet (11) est incorporée dans une chambre (10) centrale du module inférieur
(102) et la chambre (10) est reliée fonctionnellement aux ouvertures de sortie de
souffle (8, 9, 12, 18, 19, 20).
3. Corps irritant (100, 100') selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la chambre (10) est subdivisée par une ou plusieurs parois perpendiculaires en au
moins deux chambres partielles.
4. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que lors de l'incorporation d'une seule ouverture de sortie de souffle (8, 12) supérieure
et une inférieure, celle-ci est réalisée sous la forme d'un perçage excentrique.
5. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la chambre (10) est disposée au centre, de préférence symétriquement, autour de l'axe
central (M) du corps irritant (100, 100').
6. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le ou les plusieurs perçages ou ouvertures de sortie de souffle inférieurs (12, 18,
19, 20) sont pratiqués dans la zone inférieure de la chambre (10) de manière excentrée
et de préférence distribués irrégulièrement autour de l'axe central (M).
7. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les ouvertures de sortie de souffle (8, 9, 12, 18, 19, 20) sont incorporées en suivant
un tracé en biais par rapport à la chambre (10).
8. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des interfaces (13, 14) entre la chambre (10) et l'au moins une ouverture de sortie
de souffle (8, 9, 12, 18, 19, 20) supérieure et l'une inférieure sont fermées par
des éléments de fermeture (15, 16).
9. Corps irritant (100, 100') selon la revendication 8, caractérisé en ce que les éléments de fermeture (15, 16) sont des disques en carton légers.
10. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une liaison fixe entre les modules (101, 102) peut être réalisée par sertissage, bordage,
soudage ou aussi au moyen de liaisons facilement séparables comme des vissages, des
enclipsages.
11. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que des modules inférieurs (102) différents, ayant des tailles et des géométries de chambre
et/ou des arrangements de soufflage différents et ayant la même conception de base
que le module inférieur (102), peuvent être montés sur le module supérieur (101) de
manière interchangeable, de sorte qu'une adaptation et/ou une optimisation de la puissance
du corps irritant (100, 100') soit possible par la sélection du deuxième module (102).
12. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la taille de la chambre (10) dans le module inférieur (102) peut être choisie en
fonction du module, de sorte qu'une variabilité du volume qui en découle produit ou
permet de régler une variabilité de puissance avec une augmentation de puissance pouvant
être prédéfinie.
13. Corps irritant (100, 100') selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que les plusieurs perçages ou ouvertures inférieurs (12, 18, 19) dans la zone inférieure
de la chambre (10) sont disposés de manière excentrée et irrégulièrement autour de
l'axe central (M).
14. Corps irritant selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par une utilisation d'une composition exempte de perchlorate.

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