[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Bussysteme in Fahrzeugen.
[0002] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Anbindung von Bussystemen an
Kfz-Steuergeräte mit magnetischer und/oder elektrischer Schirmung in einem Anschlusssteckerelement.
Stand der Technik
[0003] Die Verkabelung in Kraftfahrzeugen wird meist unter Verwendung eines Bussystems realisiert.
Eine Mehrzahl von Steuergeräten wird elektrisch über einen gemeinsamen Bus miteinander
verbunden. Die Steuergeräte tauschen unter Verwendung des Busses miteinander Daten
bzw. Informationen aus und/oder steuern Komponenten des Fahrzeugs. Beispielsweise
wird hierzu das CAN-Bussystem oder das Flexray-Bussystem verwendet.
[0004] Von einem zentral verlegten Kabelbaum aus werden einzelne Steuergeräte mittels im/am
Kabelbaum angeordneten Stecker bzw. Buchsen angebunden. Die Steuergeräte weisen jeweils
komplementäre Buchsen bzw. Stecker auf, welche eingerichtet sind, das Bussystem an
das Steuergerät anzuschließen.
[0005] In Steuergeräten, insbesondere in Kfz-Steuergeräten, werden Steckerpins eines entsprechenden
Anschlusssteckers üblicherweise parallel zueinander liegend bzw. ausgerichtet bis
zu einer Platine des Steuergerätes geführt bzw. im Stecker/in der Buchse eingespritzt
bzw. eingeschossen.
[0006] Die Verkabelung eines entsprechenden Steuergerätes mag einerseits (Low Speed-) Signal-
und/oder Versorgungsleitungen aufweisen, beispielsweise
[0007] Versorgungsleitungen für eine Spannungsversorgung des Steuergerätes, und andererseits
Hochgeschwindigkeitsdatenleitungen (High Speed) aufweisen.
[0008] Für High Speed-Bussysteme werden üblicherweise spezielle wellenwiderstandsangepasste
und geschirmte Stecker verwendet. Entsprechende Stecker erhöhen jedoch meist signifikant
die Kosten eines Bussystems. Aufgrund des hohen Kostendrucks wird oft auf diese Spezialstecker
verzichtet und die Signale des Hochgeschwindigkeitsbusses über einfache Steckerpins
in ein Steuergerät geführt.
[0009] Aus der
US2008/0085618 A1 ist ein Steckersystem entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
[0010] Die beispielsweise im Kfz-Bereich üblichen Stecker sind jedoch meist als in parallel
liegenden Kammern geführte Einlegeteile ausgebildet, welche bis zu einer Platine reichen
oder nur im Stecker eingespritzt bzw. eingeschossen werden.
[0011] Sind nun in einem System viele parallele Leitungen vorhanden, besteht die Gefahr
von Überkopplungen auf Nachbarleitungen. Um diesen Überkopplungen entgegenzuwirken
werden beispielsweise im Falle von High Speed-Bussystemen die entsprechenden zusammengehörigen
Leiter im Kabelbaum bis zum Stecker verdrillt ausgeführt, als ein sogenanntes "Twisted
Pair".
[0012] Ab dem Punkt, an dem die Kabel jedoch in den Stecker bzw. die Buchse übergehen, ist
diese Verdrillung aufgehoben. Im Stecker werden beispielsweise mit schnellen Signalen
beaufschlagten Leitungen wieder parallel nebeneinander liegend und insbesondere neben
anderen Leitungen liegend (aus)geführt. Auf diese mag nachfolgend eine Überkopplung
stattfinden. Solch eine Überkopplung mag in den parallel angeordneten Leitungen ein
Störsignal hervorrufen; die Leitungen können sodann zu erhöhten elektromagnetischen
Emissionen des Steuergerätes beitragen.
[0013] Bekannte Stecker, die einer entsprechenden Einkopplung entgegenwirken, sind entweder
als Stecker ausgeführt, welche unter Hochfrequenzgesichtspunkten entwickelt wurden,
beispielsweise mit vollständiger Schirmung mit Hochfrequenzschirmelementen, z.B. Hochfrequenzblechen,
und somit erhöhte Kosten verursachen mögen.
[0014] Alternativ werden Pins in der Nähe des Hochgeschwindigkeitsbussystems nicht benutzt,
somit der Abstand von weiteren Leitungen zum Bussystem vergrößert, so dass es zu keiner
bzw. einer reduzierten Überkopplung kommt. Im zweiten Fall sinkt jedoch aufgrund einer
nicht vollständigen Belegung die Effizienz eines Steckersystems.
Offenbarung der Erfindung
[0015] Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung mag somit darin gesehen werden, elektromagnetische
Emissionen eines Steuergerätes zu reduzieren und hierzu Überkopplungen in einem Bussystem
auf benachbarte Leitungen ohne die Verwendung von speziellen hochfrequenzoptimierten
Steckersystemen zu reduzieren.
[0016] Dieser Aspekt wird gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs.
[0017] Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0018] Eine Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, dass normale, im Kfz-Bereich übliche
Stecker weiterhin verwendet werden können und insbesondere kein geschlossener Schirm
bzw. Abschirmung um ein High Speed-Signal gelegt werden muss. Kopplungen auf benachbarte
Leitungen zu den Datenleitungen des High Speed-Bussystems werden gedämpft durch gezieltes
Schwächen eines elektromagnetischen Feldes, welches von dem Bussystem ausgeht. Hierdurch
mögen sich geringere Emissionswerte erzielen lassen.
[0019] Die vorliegende Erfindung verwendet insbesondere den Effekt einer Gegenstrominduktion
in einer Leiterschleife, welche beispielsweise unmittelbar um die Datenleitung(en)
eines High Speed-Busses angeordnet ist. Eine entsprechende Leiterschleife mag sich
beispielsweise dadurch realisieren lassen, dass in einem Steckersystem verwendete
Stecker bzw. Steckerpins oder Leitungen, welche unmittelbar neben den Leitungen des
High Speed-Busses angeordnet sind, derart miteinander verbunden bzw. verschaltet werden,
so dass sie die gewünschte Leiterschleife ausbilden.
[0020] Ein übliches Steckersystem für ein Steuergerät ist meist aus zwei Anschlusselementen
aufgebaut, welche einerseits am Steuergerät angeordnet und andererseits am Kabelbaum
des Bussystems angebracht sind. Erstes und zweites Anschlusselement mögen somit beispielsweise
eine im oder am Gehäuse des Steuerelementes angeordneter Stecker sowie eine am Kabelbaum
angeordnete Buchse sein. Stecker bzw. Buchse weisen interne Leitungen, zum Beispiel
Steckerpins auf, welche letztendlich im Stecker als parallel verlaufende Leiter angesehen
werden mögen.
[0021] Ein Anschlusselement muss hierbei nicht zwingend notwendig als ein kompaktes Element
aufgefasst werden, welches beispielsweise ermöglicht, eine Vielzahl von elektronischen
Kontakten in einem Ansteckvorgang herzustellen. Auch ist denkbar, dass ein Anschlusselement
einfach aus einer Vielzahl an einzelnen Kontaktelementen besteht, welche beispielsweise
auf Pins des jeweils anderen Anschlusselementes aufgesteckt wird.
[0022] Das zu schirmende Datensignal wird, je nach seiner Ausgestaltung, über zumindest
ein erstes Kontaktelement durch das erste und zweite Anschlusselement geführt, wodurch
Bussystem und Steuergerät miteinander verbindbar sind. Im Falle der Verwendung einer
verdrillten Hochgeschwindigkeitsdatenleitung, beispielsweise ausgeführt als "Twisted
Pair", mögen beispielsweise zumindest zwei erste Kontaktelemente verwendet werden.
[0023] Das Bussystem weist somit z.B. im Kabelbaum die verdrillte Hochgeschwindigkeits-Datenleitung
auf, welche in den beiden Anschlusselementen in parallel verlaufende Leitungen bzw.
Steckerpins übergehen. Die zweiten Kontaktelemente mögen somit diejenigen Steckerpins
sein, die unmittelbar neben den Steckerpins der Hochgeschwindigkeits-Datenleitung
in den beiden Anschlusselementen geführt werden.
[0024] Diese unmittelbar neben dem/den Kontaktelement(en) des Hochgeschwindigkeits-Datensignals
angeordneten Steckerpins mögen nun verwendet werden, um die Leiterschleife auszubilden.
Hierbei mögen diese zweiten Kontaktelemente, zumindest zwei zweite Kontaktelemente,
an beiden Enden der in den Anschlusselementen parallel verlaufenden Leitungen leitend
miteinander verbunden sein. Somit ergibt sich im Wesentlichen eine Leiterschleife,
welche den oder die parallel geführten Leiter des Hochgeschwindigkeitsdatensignals
in den Anschlusselementen umgibt. Die Leiterschleife mag im Weiteren auch mit zumindest
einer Seite auf Masse gelegt bzw. durch Masse ausgebildet sein, beispielsweise auf
der Seite des Steuergerätes.
[0025] In anderen Worten ergibt sich die Leiterschleife dadurch, dass zumindest zwei zweite
Kontaktelemente im ersten Anschlusselement und im zweiten Anschlusselement leitfähig
miteinander verbunden sind. Die Leiterschleife umgibt hierbei bevorzugt die parallel
geführten Leitungen der High Speed-Datenleitung vollständig.
[0026] Der Effekt der Abschwächung des magnetischen Feldes der High Speed-Datenleitung ergibt
sich dadurch, dass die Steckerpins neben denen des High Speed-Busses elektrisch leitfähig
verbunden sind und damit die beschriebene Leiterschleife ausbilden, so dass in dieser
ein Gegenstrom induzierbar ist. Damit dieser Strom fließen kann, müssen die Pins der
zweiten Kontaktelemente auf beiden Seiten verbunden sein. Ein entsprechender Effekt
ergibt sich gleichfalls im Falle, dass erstes und zweites Anschlusselement eine Vollschirmung
aufweisen, und somit die zweiten Kontaktelemente mit beispielsweise einem Blech, somit
einem leitfähigen Material, umgeben sind. Die zweiten Kontaktelemente mögen dieses
leitfähige Material gleichfalls verwenden, um die Leiterschleife auszubilden.
[0027] Die leitfähige Verbindung mag einerseits durch eine dedizierte Verbindung der beiden
zweiten Kontaktelemente erfolgen, oder aber diese mögen beispielsweise nur mit Masse
verbunden werden und hierdurch die Leiterschleife ausbilden. Eine Leiterschleife mag
jedoch gleichfalls unabhängig von Masse ausgebildet sein.
[0028] Im Falle einer von Masse getrennten Leiterschleife, somit einer ausschließlich in
sich geschlossenen Leiterschleife mag im Wesentlichen eine magnetische Abschirmung
vorgenommen werden, während zusätzlich, im Falle, dass die zweiten Kontaktelemente
mit Masse verbunden sind, gleichfalls noch eine Abschwächung eines elektrischen Feldes
realisierbar sein mag.
[0029] Eine leitfähige Verbindung von Kontaktelementen mag beispielsweise unter Verwendung
sogenannter Codierbrücken im Stecker bzw. in der Buchse erfolgen.
[0030] Die vorliegende Erfindung ermöglicht somit beispielsweise eine Dämpfung von ca. 6
dB oder mehr zu im Weiteren angeordneten Nachbarpins und ist sehr kostengünstig auszuführen,
da nur die benachbarten Pins im Gerät auf Masse gelegt werden müssen. Im Stecker mag
eine zuvor erwähnte Brücke eingesetzt werden.
[0031] Das zumindest eine erste Kontaktelement, auch im Fall, dass zumindest zwei erste
Kontaktelemente Verwendung finden, beispielsweise für eine Twisted Pair-Datenverbindung,
sowie die zumindest zwei zweiten Kontaktelemente mögen bevorzugt im Wesentlichen in
einer Ebene angeordnet sein. Hierdurch lässt sich eine Art zweidimensionale Abschirmung
ausbilden.
[0032] Weitere Kontaktelemente zur Abschirmung, somit zur Ausbildung einer zweiten Leiterschleife,
zum Beispiel zumindest zwei dritte Kontaktelemente, mögen demgegenüber derart angeordnet
sein, so dass die dritten Kontaktelemente gleichfalls das zumindest eine Kontaktelement
im Wesentlichen einschließen, somit zwischen den zwei dritten Kontaktelementen angeordnet
ist und hierdurch eine zweite Ebene ausbilden, welche zweite Ebene zum Beispiel senkrecht
auf der Ebene steht, welche durch die ersten und zweiten Kontaktelemente ausgebildet
wird.
[0033] Weitere, vierte, fünfte, etc. Kontaktelemente mögen vorgesehen sein, welche weitere
Ebenen zusammen mit dem ersten Kontaktelement ausbilden und dieses in sich einschließen,
so dass die nachfolgenden Ebenen weiterhin unter einem gewissen Winkel, beispielsweise
45 Grad oder 22,5 Grad zu erster und zweiter Ebene angeordnet sind. Hierdurch lässt
sich eine weitere bevorzugte Abschirmung des zumindest einen ersten Kontaktelementes
ausbilden.
[0034] Besonders bevorzugt ist hierbei eine Ausgestaltung, wonach sämtliche Kontaktelemente,
welche das zumindest eine erste Kontaktelement umgeben, als Leiterschleife ausgebildet
sind, somit zumindest teilweise miteinander leitfähig verbunden sind.
[0035] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den nachfolgenden Zeichnungen dargestellt
und in der zugehörigen Beschreibung näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0036] Es zeigen
Figur 1 eine exemplarische Ausgestaltung eines Steckers eines Steuergerätes;
Figuren 2a, b eine schematische Zeichnung sowie eine zugehörige per Simulation berechnete
Feldverteilung einer exemplarischen Ausgestaltung eines Steckersystems;
Figuren 3a, b eine schematische Zeichnung sowie eine zugehörige per Simulation berechnete
Feldverteilung einer exemplarischen Ausgestaltung eines Steckersystems gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
[0037] In Figur 1 dargestellt ist ein exemplarisches Beispiel eines Steckersystems 2, beispielsweise
eine Kfz-Steckers eines ESP-Steuergerätes.
[0038] Das Steckersystem 2 gemäß Figur 1 ist hierbei mittig geöffnet, so dass die einzelnen
Kontaktelemente 8 sichtbar sind. Der Stecker ist exemplarisch derart ausgeführt, so
dass er mit der nach oben gerichteten Seite direkt auf eine Leiterplatte oder Platine
eines Steuergerätes aufbringbar, zum Beispiel auflötbar, ist.
[0039] Die in Figur 1 nach unten gerichteten Steckerkontakte bzw. Kontaktelemente 8 stellen
hierbei die vom Steuergerät wegragenden Anschlussmittel dar. Ein zweites Anschlusselement
6 mag nun auf das erste Anschlusselement 4 aufbringbar sein, welches im Wesentlichen
sämtliche Kontaktelemente 8 gleichzeitig leitfähig verbindet bzw. ankoppelt oder aber,
wie in Figur 1 dargestellt, mögen einzelne Kontaktelemente 8 mit Steckerpins einzeln
kontaktiert werden.
[0040] An die beiden dargestellten Steckerpins sind exemplarisch zwei Leitungen angeschlossen.
Wie in Figur 1 zu sehen, ist keine explizite magnetische und/oder elektromagnetische
Schirmung des Steckers vorgesehen.
[0041] Im Falle, dass die beiden dargestellten Leitungen der Steckerpins eine High Speed-Datenleitung
darstellen, würde diese aufgrund der parallelen Führung im ersten Anschlusselement
4 magnetische und/oder elektromagnetische Störungen in benachbarte Kontaktelemente
8 hervorrufen.
[0042] In Figur 2a ist eine derartige Verkabelung bzw. ein derartiges Steckersystem 2 schematisch
dargestellt.
[0043] Exemplarisch sind insgesamt vier Signal- bzw. Versorgungsleitungen 16 (Pins 1, 4,
5, n) dargestellt sowie eine High Speed-Datenleitung 14 (Pins 2,3), welche ein zu
schirmendes Datensignal 10 führt.
[0044] Im Kabelbereich 20 erfolgt die Schirmung durch eine Verdrillung der Hochgeschwindigkeitsdatenleitung
14, dargestellt als aufeinander folgende Leitungsschleifen der Hochgeschwindigkeitsdatenleitung
14.
[0045] Im Steckerbereich 22, im Steuergerät 26, jedoch, dadurch dass ausschließlich geradlinige
Leitungen im Steckergehäuse vorgesehen sind, ist eine verdrillte Ausbildung der Hochgeschwindigkeitsdatenleitung
14 nicht mehr möglich. Somit ergibt sich eine magnetische bzw. elektromagnetische
Belastung der umliegenden Leitungen (Pins 1, 4, 5 ... n) durch die parallel geführten
Leitungen (Pins 2 und 3) der High Speed-Datenleitung 14 im Steckerbereich 22.
[0046] In Figur 2b dargestellt ist ein Schnitt durch das Steckersystem 2, insbesondere durch
die parallel geführten Kontaktelemente 8. Hierbei ist exemplarisch an die Kontaktelemente
8a angeschlossen eine High Speed-Datenverbindung 14 dargestellt. Durch die im Stecker
selbst parallel geführten Kontaktelemente 8a wird ein magnetisches Feld H 18a erzeugt,
welches in Figur 2b schraffiert dargestellt ist.
[0047] Weiter Bezug nehmend auf Figur 3a wird eine schematische Zeichnung sowie eine zugehörige
per Simulation berechnete Feldverteilung eines Steckersystems gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt.
[0048] Steckersystem 2 gemäß Figur 3a entspricht hierbei im Wesentlichen dem Steckersystem
2 gemäß Figur 2a.
[0049] Im Unterschied zu Figur 2a werden im Steckersystem 2 gemäß Figur 3a jedoch die zur
verdrillten Hochgeschwindigkeitsdatenleitung 14 nebenliegenden Kontaktelemente 8b
unter Verwendung eines Brückenelementes 24 überbrückt. Ein vergleichbares Brückenelement
mag auf der im Steuergerät 26 angeordneten Leiterplatte 28 erfolgen, alternativ mögen
die jeweiligen Kontaktelemente 8b im Steuergerät 26, beispielsweise auf Leiterplatte
28 mit Masse 12 verbunden sein. Über das zweite Brückenelement (nicht dargestellt)
oder aber über die Verbindung zu Masse 12 wird in Kontaktelementen 8b (Pins 1 und
4) eine Leiterschleife aufgebaut, welche zur Schirmung eines magnetischen Feldes H
verwendet werden mag. Im Falle, dass nicht ausschließlich eine Leiterschleife ausgebildet
wird, sondern die Kontaktelemente 8b auch (zusätzlich) auf Masse 12 gelegt werden,
lässt sich gleichfalls ein elektrisches Feld E reduzieren.
[0050] In Figur 3b dargestellt ist der Effekt einer Leiterschleife dargestellt, welche ein
Magnetfeld H 18b, das durch die Kontaktelemente 8a der High Speed-Datenleitung 14
verursacht wird, reduziert. Die Kontaktelemente 8b sind hierbei leitfähig miteinander
verbunden sind und bilden eine erfindungsgemäße Leiterschleife aus.
[0051] Die Feldverteilung gemäß Figuren 2b und 3b wurde per Simulation berechnet.
[0052] Figuren 2b und 3b zeigen die Verteilung des magnetischen Feldes in einer Schnittebene
durch den Stecker. Deutlich ist im Vergleich von Figur 2b zu Figur 3b zu erkennen,
dass das magnetische Feld 18a weiter in den Stecker bzw. zu den umliegenden Nachbarpins
reicht als das magnetische Feld 18b.
[0053] Somit lässt sich eine Reduktion der Störungen von Nachbarpins durch Verwendung einer
Leiterschleife reduzieren.
1. Steckersystem (2) für ein High-Speed-Bussystem, aufweisend
ein erstes Anschlusselement (4); und
ein zweites Anschlusselement (6);
das erste Anschlusselement (4) und das zweite Anschlusselement (6) jeweils aufweisend
eine Mehrzahl von Kontaktelementen (8);
wobei das erste Anschlusselement (4) und das zweite Anschlusselement (6) eingerichtet
sind derart verbindbar zu sein, so dass einzelne Kontaktelemente (8) des ersten Anschlusselementes
(4) und des zweiten Anschlusselementes (6) jeweils miteinander elektrisch leitfähig
kontaktierbar sind;
wobei an zumindest einem ersten Kontaktelement (8a) des ersten (4) und/oder zweiten
Anschlusselementes (6) ein zu schirmendes Datensignal (10) anschließbar ist; und
wobei zumindest zwei zweite Kontaktelemente (8b) im ersten (4) und/oder zweiten Anschlusselement
(6) an das zumindest eine erste Kontaktelement (8a) beiderseits anschließend angeordnet
sind.
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest zwei zweiten Kontaktelemente (8b) im ersten Anschlusselement (4) und
im zweiten Anschlusselement (6) leitfähig verbunden sind.
2. Steckersystem gemäß dem vorhergehenden Anspruch,
wobei die zumindest zwei zweiten Kontaktelemente (8b) im ersten Anschlusselement (4)
und/oder im zweiten Anschlusselement (6) mit Masse (12) verbunden sind.
3. Steckersystem gemäß zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend
zumindest zwei erste Kontaktelemente (8a);
wobei an die zumindest zwei ersten Kontaktelemente (8a) eine verdrillte Hochgeschwindigkeits-Datenleitung
(14) anschließbar ist.
4. Steckersystem gemäß zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest
eine erste Kontaktelement (8a) und die zumindest zwei zweiten Kontaktelemente (8b)
im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind.
5. Steckersystem gemäß zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin aufweisend
zumindest zwei dritte Kontaktelemente (8c);
wobei die zumindest zwei dritten Kontaktelemente (8c) im ersten Anschlusselement (4)
und im zweiten Anschlusselement (6) leitfähig verbunden sind und/oder mit Masse (12)
verbunden sind; und
wobei die zumindest zwei dritten Kontaktelemente (8c) nicht in der Ebene des zumindest
einen ersten Kontaktelementes (8a) und der zumindest zwei zweiten Kontaktelemente
(8b) angeordnet sind, insbesondere zur Ebene senkrecht angeordnet sind.
6. Steckersystem gemäß zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sämtliche
das zumindest eine erste Kontaktelement (8a) umgebende Kontaktelemente (8b-d) zumindest
teilweise im ersten Anschlusselement (4) und im zweiten Anschlusselement (6) miteinander
leitfähig verbunden sind und/oder mit Masse (12) verbunden sind.
7. Steuergerät, insbesondere für ein Fahrzeug, aufweisend ein erstes Anschlusselement
(4);
und ein zweites Anschlusselement (6) welches an das erste Anschlusselement (4) anschließbar
ist;
wobei das erste Anschlusselement (4) und das zweite Anschlusselement (6) ein Steckersystem
(2) gemäß zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche ausbilden.
1. Plug system (2) for a high-speed bus system, having
a first connection element (4); and
a second connection element (6);
the first connection element (4) and the second connection element (6) each having
a plurality of contact elements (8);
wherein the first connection element (4) and the second connection element (6) are
designed such that they can be connected to one another in such a way that the individual
contact elements (8) of the first connection element (4) and of the second connection
element (6) can make electrically conductive contact with one another in each case;
wherein a data signal (10) which is to be screened can be connected to at least one
first contact element (8a) of the first connection element (4) and/or of the second
connection element (6); and
wherein at least two second contact elements (8b) in the first connection element
(4) and/or in the second connection element (6) are arranged so as to adjoin the at
least one first contact element (8a) on both sides; characterized in that
the at least two second contact elements (8b) in the first connection element (4)
and in the second connection element (6) are conductively connected.
2. Plug system according to the preceding claim,
wherein the at least two second contact elements (8b) in the first connection element
(4) and/or in the second connection element (6) are connected to earth (12).
3. Plug system according to at least one of the preceding claims, having
at least two first contact elements (8a);
wherein a twisted high-speed data line (14) can be connected to the at least two first
contact elements (8a).
4. Plug system according to at least one of the preceding claims,
wherein the at least one first contact element (8a) and the at least two second contact
elements (8b) are arranged substantially in one plane.
5. Plug system according to at least one of the preceding claims, further having
at least two third contact elements (8c);
wherein the at least two third contact elements (8c) in the first connection element
(4) and the second connection element (6) are conductively connected and/or are connected
to earth (12); and
wherein the at least two third contact elements (8c) are not arranged in the plane
of the at least one first contact element (8a) and of the at least two second contact
elements (8b), in particular are arranged perpendicular to the plane.
6. Plug system according to at least one of the preceding claims,
wherein all of the contact elements (8b-d), which surround the at least one first
contact element (8a), in the first connection element (4) and the second connection
element (6) are at least partially conductively connected to one another and/or are
connected to earth (12).
7. Control device, in particular for a vehicle, having
a first connection element (4);
and a second connection element (6) which can be connected to the first connection
element (4);
wherein the first connection element (4) and the second connection element (6) form
a plug system (2) according to at least one of the preceding claims.
1. Système d'enfichage (2) pour un système de bus haut débit, comportant :
un premier élément de raccordement (4) ; et
un deuxième élément de raccordement (6) ;
le premier élément de raccordement (4) et le deuxième élément de raccordement (6)
comportant respectivement une pluralité d'éléments de contact (8) ;
le premier élément de raccordement (4) et le deuxième élément de raccordement (6)
étant conçus pour pouvoir être reliés de façon à pouvant respectivement mettre en
contact entre eux de façon électriquement conductrice les éléments de contact individuels
(8) du premier élément de raccordement (4) et du deuxième élément de raccordement
(6) ;
un signal de données (10) à déparasiter pouvant être raccordé à au moins un premier
élément de contact (8a) du premier (4) et/ou du deuxième élément de raccordement (6)
; et
au moins deux deuxièmes éléments de contact (8b) étant ensuite disposés des deux côtés
dans le premier (4) et/ou le deuxième élément de raccordement (6) au niveau de l'au
moins un premier élément de contact (8a) ;
caractérisé en ce que les au moins deux deuxièmes éléments de contact (8b) sont reliés de façon conductrice
dans le premier élément de raccordement (4) et dans le deuxième élément de raccordement
(6).
2. Système d'enfichage selon la revendication précédente, les au moins deux deuxièmes
éléments de contact (8b) étant reliés à la masse (12) dans le premier élément de raccordement
(4) et/ou dans le deuxième élément de raccordement (6).
3. Système d'enfichage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
comportant :
au moins deux premiers éléments de contact (8a) ;
un câble de données haut débit (14) torsadé pouvant être raccordé aux au moins deux
premiers éléments de contact (8a).
4. Système d'enfichage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
l'au moins un premier élément de contact (8a) et les au moins deux deuxièmes éléments
de contact (8b) étant disposés pour l'essentiel dans un plan.
5. Système d'enfichage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
comportant en outre :
au moins deux troisièmes éléments de contact (8c) ;
les au moins deux troisièmes éléments de contact (8c) étant reliés de façon conductrice
dans le premier élément de raccordement (4) et dans le deuxième élément de raccordement
(6) et/ou étant reliés à la masse (12) ; et
les au moins deux troisièmes éléments de contact (8c) n'étant pas disposés dans le
plan de l'au moins un premier élément de contact (8a) et des au moins deux deuxièmes
éléments de contact (8b) et étant notamment disposés perpendiculairement au plan.
6. Système d'enfichage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
l'ensemble des éléments de contact (8b-d) entourant l'au moins un premier élément
de contact (8a) dans le premier élément de raccordement (4) et dans le deuxième élément
de raccordement (6) étant reliés entre eux de façon conductrice au moins en partie
et/ou étant reliés à la masse (12).
7. Appareil de commande, notamment pour un véhicule, comportant :
un premier élément de raccordement (4) ; et
un deuxième élément de raccordement (6) pouvant être raccordé au premier élément de
raccordement (4) ;
le premier élément de raccordement (4) et le deuxième élément de raccordement (6)
formant un système d'enfichage (2) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes.