[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein modulares Montagesystem, wie ein System zur
Türkommunikation, umfassend einen Träger für erste und zweite Funktionseinheiten,
wobei die Funktionseinheiten - jeweils mindestens eine erste Funktionseinheit und/oder
mindestens eine zweite Funktionseinheit - jeweils in einer Ausnehmung des Trägers
in einem aus Spalten und/oder Reihen bestehenden Raster festlegbar sind.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine modulare Funktionseinheit für ein derartiges
modulares Montagesystem, mit einem Grundkörper, der mindestens eine rechteckige Seitenbegrenzungskontur
aufweist. Bei einer solchen Funktionseinheit kann es sich um eine elektrische Funktionseinheit,
wie eine Ruftaste, einen Lautsprecher oder eine Kamera, oder um eine nichtelektrische
Funktionseinheit, wie einen Briefkasten oder eine Dekorationsplatte, handeln.
[0003] Bekannte, modular aufgebaute Türkommunikationssysteme werden mit Hilfe von Rahmensystemen
mit einem integrierten Modulträger aus Blech oder Druckguss zusammengebaut. Die Oberflächen
derartiger Systeme werden durch umrahmte Teiloberflächen der Funktionseinheiten gebildet,
die oft aus lackiertem Kunststoff bestehen, wobei in der Regel nur eine geringe Variationsmöglichkeit
der Oberflächengestaltung besteht.
[0004] Ein Modulsystem sowie eine Funktionseinheit der eingangs genannten Art sind beispielsweise
aus der
DE 31 08 056 C2 bekannt. Das Dokument beschreibt eine Türanlage mit einem gemeinsamen Rasterrahmen
zur Aufnahme von einzelnen Funktionseinheiten, wie Namensschildern, Klingeltasten,
Türlautsprechern usw., für die durch die Rasteranordnung ein flexibles Baukastensystem
geschaffen werden soll. Der Rasterrahmen ist gelenkig mit einem Gehäuse verbunden
und weist eine oder mehrere durch Stege getrennte, gleich große Rasteröffnungen auf,
um Funktionseinheiten mit gleichen äußeren Abmessungen aufzunehmen.
[0005] Die bekannte Funktionseinheit weist dabei in ihrem Grundkörper ein von der Grundgestalt
her quaderförmiges, nach der Montage außen liegendes Teil mit einer rechteckigen Seitenbegrenzugskontur
auf, das, wenn es in den Rasterrahmen eingesetzt wird, die Stege zwischen den Rasteröffungen
überdeckt und darauf aufsitzt. Außerdem ist der Grundkörper der Funktionseinheit gestuft,
indem sich an dem äußeren Teil ein ebenfalls von der Grundgestalt her quaderförmiges,
nach der Montage innen liegendes Teil befindet, das im Montagezustand formangepasst
von der jeweilgen Rasteröffnung umschlossen ist. Auch das innere Teil besitzt eine
rechteckige Seitenbegrenzungskontur, die jedoch kleiner ist als die des äußeren Teils.
[0006] Das Gehäuse ist mittels Befestigungsbolzen an einem Unterputzgehäuse befestigbar.
Neben Gummiabdichtungen, die zwischen Funktionseinheiten und Rasterrahmen liegen,
sind eine weitere Abdichtung und ein Montagetoleranz-Ausgleich vorgesehen, indem das
Gehäuse in einen Abdicht-, Ausgleichs- und Verblendrahmen einfügbar ist und mit diesem
zusammen montiert werden kann. Da das Raster nicht die gesamte Anlage umfasst, sind
zusätzliche Verblendleisten, wie beispielsweise für das Gelenk zwischen Rasterrahmen
und Gehäuse, erforderlich.
[0007] Es ist auch bekannt, insbesondere metallische Oberflächen für modulare Montagesysteme
zu bilden, indem diese durch einstückige, insbesondere metallische Frontplatten abgedeckt
werden oder indem Module mit metallischen Oberflächen durch Öffnungen, die in einstückige
Frontplatten geschnitten sind, eingesetzt werden.
[0008] Diesbezüglich ist aus der
DE 199 18 892 A1 die Gestaltung der Vorderseite einer Türanlage bekannt, auf der zwei, drei oder mehr
Funktionselemente bzw. deren Abdeckungen sichtbar sind. Im Gegensatz zur
DE 31 08 056 C2 müssen diese Elemente nicht gleichartiger Natur sein und können unterschiedliche
Abmessungen aufweisen. So ist exemplarisch das Vorhandensein von Ruftasten, Briefkästen,
einer Kamera und von einem, durch ein Gitter abgedecktem Lautsprecher beschrieben.
Die Bemaßung der Frontplatte erfolgt unter Zugrundelegung eines Rasters mit in senkrechten
Spalten und waagerechten Reihen angeordneten quadratischen Einheitsflächen. Die Konturen
der Funktionselemente sind dabei in der Draufsicht quadratisch, rechteckig oder rund,
wobei alle waagerechten und alle senkrechten Komponenten der Abstände zwischen den
Mittelpunkten der Funktionseinheiten insbesondere ein ganzzahliges Vielfaches der
Kantenlänge der Einheitsflächen sein sollen, welche exemplarisch auf 14 mm festgelegt
ist. Durch die Rasteraufteilung der Abdeckplatte soll eine beliebige Anordnung der
Funktionselemente ein in der Draufsicht ästhetisch ansprechendes Bild ergeben, wobei
auch eine zumindest teilweise Automatisierung der Auslegung der Anordnung unter Verwendung
eines Computersystems ermöglicht werden soll. Für die beschriebene technische Lösung
ist es wesentlich, dass die Abmessungen der Konturen der Funktionselemente von einem
aus der Einheitskantenlänge bestimmten Maß um bis zu 33,3 Prozent nach oben und nach
unten abweichen können, wofür eine Berechnungsformel angegeben ist, die die eigentlich
angestrebte Rasterung weitgehend wieder relativiert. Eine Trägerstruktur für die Funktionsmodule
ist nicht beschrieben. Auch bleibt unklar, wie die Funktionsmodule montiert werden.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein modulares Montagesystem
und eine modulare Funktionseinheit der jeweiligen eingangs genannten Art zu schaffen,
welche bei Wahrung der vorstehend beschriebenen Vorteile eines Baukastensystems und
bei einfacher und funktionssicherer Montage und Bedienbarkeit dem vorstehend genannten
Anforderungsprofil besser gerecht werden und insbesondere unter Verwendung bekannter
seriell hergestellter, unterschiedlich genormter Bauteile eine maximale Ausnutzung
der zur Verfügung stehenden Sicht- bzw. Bedienfläche gewährleisten.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies für das modulare Montagesystem dadurch erreicht, dass die
erste Funktionseinheit und die zweite Funktionseinheit maßlich unterschiedlich genormt
sind, wobei für den Träger ein Raster mit quadratischen Einheitsflächen vorgegeben
ist, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß aufweist, nach welchem die jeweilige
Länge und/oder die jeweilige Breite der Ausnehmung(en) und/oder bei Vorhandensein
von zwei oder mehr Ausnehmungen der jeweilige Mittenabstand zwischen den Ausnehmungen
als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes dimensioniert sind, wobei das Rastermaß als
eine Größe festgelegt ist, durch die sowohl eine charakteristische Längen- oder Breitenabmessung,
die nicht kleiner ist als eine genormte minimal zulässige Abmessung der einen Funktionseinheit,
als auch ein genormter Montageabstand der anderen Funktionseinheit ganzzahlig teilbar
ist.
[0011] Mit anderen Worten ist das Rastermaß als ein gemeinsamer Teiler einer charakteristischen
Längen- oder Breitenabmessung, die nicht kleiner ist als eine genormte minimal zulässige
Abmessung der einen Funktionseinheit, und eines genormten zulässigen Montageabstandes
der anderen Funktionseinheit festgelegt, wobei das Rastermaß jeweils mit einer ganzen
Zahl multipliziert sowohl die Längen- oder Breitenabmessung der einen Funktionseinheit,
als auch einen genormten Mittenabstand der anderen Funktionseinheit ergibt.
[0012] Diese erfindungsgemäße technische Lösung ist besonders dort von Bedeutung, wo als
erste und zweite Funktionseinheiten elektrische Baueinheiten, wie Schalter, Taster,
Kameras usw., zusammen mit nichtelektrischen Baueinheiten, wie insbesondere zusammen
mit ein oder mehreren Briefkästen, in demselben modularen Montagesystem vorgesehen
sein können. Einerseits kann dadurch in einem erfindungsgemäßen modularen Montagesystem
bei einfacher und funktionssicherer Montage und Bedienbarkeit sowie bei einer - im
Hinblick auf die Gestaltung und des Neuentwurfs von Oberflächendesigns - leicht handhabbaren
Rastergestaltung, d. h. insbesondere ohne irgendwelche Abweichungen der Hauptmaße
Länge, Breite, Mittenabstand vom Raster, eine maximale Ausnutzung der zur Verfügung
stehenden Sicht- bzw. Bedienfläche gewährleistet werden, und andererseits ermöglicht
dies einen, im Sinne der vorstehenden Definition "rahmenlosen" Aufbau des Systems
mit an der Designoberfläche liegenden, jeweils individuell austauschbaren Material-
und/oder Farboberflächen für die einzelnen Funktionseinheiten. Auf Abdeck- bzw. Frontplatten,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, kann auf diese Weise mit Vorteil verzichtet
werden.
[0013] Das erfindungsgemäße modulare Montagesystem gestattet, insbesondere wenn es als Kommunikationssystem
an Türen, als Kommunikations-Paneelen oder auch an freistehenden Briefkästen zur Anwendung
kommt, die Erfüllung der eingangs genannten Forderungen, wie die Ermöglichung einer
Baukastenbauweise, eine flexible Gestaltung der Anordnung der Funktionselemente und
das Design eines ästhetischen Erscheinungsbildes, denen durch die technischen Lösungen
gemäß der
DE 31 08 056 C2 und der
DE 199 18 892 A1 bereits in unterschiedlichem Maß Rechnung getragen wird. Des Weiteren gewährleistet
es darüber hinaus aber auch eine maximal einfache Montage des Systems, die Einhaltung
unterschiedlich genormter Montageabstände für die Funktionselemente sowie auch genormter
Längen- und/oder Breitenabmessungen dieser Elemente und, insbesondere unter dem Gesichtspunkt
der Bedienbarkeit, eine ergonomisch optimale, aber dabei gleichzeitig wenig flächenextensive
Gestaltung der Sichtfläche. Des Weiteren bestehen umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten
der Oberfläche durch spezielle Designgestaltung, insbesondere mit einer in der Draufsicht
flächenbündigen Anlage der Funktionseinheiten aneinander - einer sogenannten "Rahmenlosigkeit".
[0014] Insbesondere durch die Kompatibilität mit normierten Teilen ist einem erfindungsgemäßen
System vorteilhafterweise die Verwendung von bekannten Serienteilen, die als modulare
Funktionseinheiten einsetzbar sind, möglich. Hierbei können solche Teile auch mehrfach
eingesetzt werden, wobei der bauliche Gesamtaufwand und die Anzahl der verbauten Komponenten
optimiert werden können.
[0015] Des Weiteren wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe für die Funktionseinheit
dadurch gelöst, dass für ihre rechteckige Seitenbegrenzungskontur ein Raster mit quadratischen
Einheitsflächen vorgegeben ist, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß aufweist,
nach welchem die jeweilige Länge und/oder die jeweilige Breite der Kontur und/oder
bei Vorhandensein von zwei oder mehr Funktionseinheiten in einem modularen Montagesystem
der jeweilige Mittenabstand AM zwischen den Funktionseinheiten als ganzzahliges Produkt
des Rastermaßes dimensioniert sind, wobei das Rastermaß als eine Größe festgelegt
ist, durch die sowohl eine charakteristische Längen- oder Breitenabmessung, die nicht
kleiner ist als eine genormte minimal zulässige Abmessung einer nichtelektrischen
Funktionseinheit, als auch ein genormter Montageabstand einer elektrischen Funktionseinheit
ganzzahlig teilbar ist. Das heißt, dass die erfindungsgemäße Rastergestaltung sowohl
auf den Träger des modularen Montagesystems, als auch auf die im Träger montierbaren
modularen Funktionseinheiten applizierbar ist.
[0016] Hierbei kann vorteilhafterweise unter Verzicht auf eine zusätzliche Frontplatte eine
gesamte Sichtfläche oder zumindest ein überwiegender Anteil der Sichtfläche des erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems aus Teiloberflächen zusammengesetzt sein, die ausschließlich
aus den jeweiligen Oberflächen der erfindungsgemäßen modularen Funktionseinheiten
bestehen und flächenbündig aneinander anliegen. Mit der erfindungsgemäßen Oberflächensegmentierung
ist vorteilhafterweise eine hohe Individualisierungsmöglichkeit der Oberfläche gegeben.
So kann für jede Teiloberfläche bedarfsweise eine unterschiedliche oder einheitlich
mit anderen Teiloberflächen ausgeführte Gestaltung erfolgen, wie durch Edelstahlauflagen,
eloxierte Aluminiumplatten, Kunststoff, Lack oder, vorzugsweise selbstklebenden, Dekorationsfolien.
[0017] Zwischen den Funktionseinheiten kann dabei mit Vorteil im Bereich der sichtbaren
Frontfläche ein minimaler Spaltabstand im Bereich von etwa nur 1 mm eingehalten werden,
was soviel bedeutet, dass eine Spaltbreite zwischen zwei Funktionseinheiten unter
Berücksichtigung von etwaigen Toleranzabweichungen im Bereich zwischen 0,5 mm und
1,5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und 1,2 mm, liegt.
[0018] Bevorzugt ist dabei im Sinne einer besonders übersichtlichen Rastergestaltung mit
nicht zu kleinem Rastermaß, dass dieses aus einer genormten charakteristischen Längen-
oder Breitenabmessung der einen, insbesondere nichtelektrischen, Funktionseinheit
gebildet ist, die nicht kleiner ist als eine normgemäß minimal zulässige Abmessung,
wobei das Rastermaß mit einer ganzen Zahl multipliziert einen zulässigen genormten,
insbesondere minimalen Mittenabstand der anderen, insbesondere elektrischen, Funktionseinheit
ergibt.
[0019] Für elektrische Funktionseinheiten gilt in Deutschland die Norm DIN 49075, welche
sich auf "Abdeckplatten für Installationsgeräte zum Einbau in Gerätedosen mit Öffnungen
von 45 mm und mit festgelegten Einsätzen (Teil 1) bzw. ohne festgelegte Einsätze (Teil
2); Hauptmaße" bezieht. Hiernach beträgt der genormte Kombinationsabstand für Gerätedosen
oder Geräteverbindungsdosen 71 mm, wobei bei mehrzeiligen Installationen mit getrennten
UP-Geräten zur Trennung der einzelnen Zeilen in Mehrfach-Abdeckrahmen Distanzstücke
eingesetzt werden können, durch die eine Vergrößerung des zulässigen normierten Kombinationsabstandes
auf 91 mm bewirkt wird. Unter Kombinationsabstand wird dabei der Mittenabstand der
Bauteile - unabhängig von deren Länge und Breite - verstanden. Der normgemäß minimal
zulässige Mittenabstand beträgt also 71 mm.
[0020] Für Briefkästen gilt in Europa die Norm EN 13724, welche die frühere deutsche Norm
DIN 32617 abgelöst hat, und in der neben ergonomischen Forderungen, z. B. zur Zugänglichkeit,
wonach u. a. Hausbriefkästen, Ablagefächer und Hausverteileranlagen für Zusteller
und Empfänger jederzeit leicht zugänglich und griffgünstig anzuordnen sind, Normmaße
für u. a. charakteristische Längen- und Breitenabmessungen am Briefkasten festgeschrieben
sind. Diese maßlichen Anforderungen bestehen insbesondere darin, dass die Einwurfschlitzbreite
mindestens für Briefformate C4 geeignet bzw. mindestens 230 mm groß sein soll, bzw.
für das Format C4 quer geeignet und mindestens 325 mm betragen soll. Die Einwurfschlitzhöhe
soll mindestens 30+5 mm betragen. Eine im Innreren des Briefkastens befindliche Entnahmesicherung
soll mindestens 15 mm tief sein und sich über mindestens 80 Prozent der Einwurfschlitzbreite
erstrecken, wobei der Abstand zum Postgut 5 mm und die Stapelhöhe des Postguts bis
zur Entnahmesicherung 40 mm betragen sollen. Des Weiteren müssen entsprechend der
Norm Briefkästen so angebracht sein, dass der Abstand zwischen Unterkante am Fußboden
und der Einwurfklappe nicht unter 500 mm bzw. nicht über 1700 mm beträgt.
[0021] Unter Zugrundelegung des im Rahmen der Erfindung eingesetzten Rastergestaltungsprinzips
kann bei Vorhandensein, bzw. bei einem jeweils zumindest optionalen Vorhandensein,
von mindestens einer ersten Funktionseinheit, die eine elektrische Installationsvorrichtung
ist, und von einer zweiten Funktionseinheit, die eine nichtelektrische Baueinheit,
vorzugsweise ein Briefkasten, ist, auf die Normmaße der DIN 49075 und der EN 13724
Bezug genommen werden. Hierbei kann zur Gewinnung des Rastermaßes insbesondere von
der Mindest-Einwurfschlitzhöhe eines Briefkastens nach Norm EN 13724, die 30+5 mm
betragen soll, als normgemäß minimal zulässige Längen- oder Breitenabmessung der Funktionseinheit
ausgegangen werden, und das kleinstmögliche Maß bestimmt werden, das mit einer ganzen
Zahl multipliziert den zulässigen genormten Mittenabstand von 71 mm gemäß der DIN
49075 für die andere Funktionseinheit ergibt. Ein solches Maß ist eine Länge von 35,5
mm (2 x 35,5 mm = 71,0 mm), die in einem Raster mit quadratischen Einheitsflächen,
das für den Träger vorgegeben ist, die Länge der Quadrat-Grundseite bilden kann.
[0022] Mit anderen Worten ausgedrückt ist erfindungsgemäß somit das Rastermaß ein Teiler,
insbesondere der größte Teiler, der beiden zur Festlegung des Rastermaßes herangezogenen
normierten Größen, aus dem sich jeweils durch Multiplikation mit einer ganzen Zahl
sowohl die eine, als auch die andere genormte Größe ergibt. Das Rastermaß 35,5 mm
ist dabei selbst nicht ganzzahlig.
[0023] Die allgemeinere erfindungsgemäße Rastergestaltung sollte dann angewendet werden,
wenn keine normgemäß minimal zulässige Längen- oder Breitenabmessung der einen Funktionseinheit
gefunden werden kann, die ein Teiler des zulässigen genormten Mittenabstandes der
anderen Funktionseinheit ist.
Allerdings ist es optional zur Verfeinerung des Rastermaßstabs mit Vorteil auch möglich,
die wie vorstehend beschriebene Rasterlänge mittels einer Division durch eine ganze,
insbesondere durch eine gerade Zahl, die größer als 1 ist, noch feiner zu unterteilen.
[0024] Im dargestellten Fall erhält man mittels einer als bevorzugt anzusehenden Division
durch 2 beispielsweise ein Rastermaß von 17,75 mm.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
sowie der folgenden Beschreibung enthalten.
[0026] Anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter, bevorzugter Ausführungsbeispiele
soll im Folgenden die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Explosionsdarstellung, eine Ausführung eines erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems,
- Fig. 2
- in einer geringfügig gegenüber Fig. 1 verkleinerten Draufsicht, die Projektion einer
Ausführung eines erfindungsgemäßen Rasters auf einen Träger ähnlich dem des in Fig.
1 dargestellten erfindungsgemäßen modularen Montagesystems,
- Fig. 3
- in der Draufsicht, nicht verkleinert gegenüber Fig. 1, einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen
Rasters gemäß Fig. 2 sowie einer weiteren Ausführung eines erfindungsgemäßen Rasters,
- Fig. 4
- in perspektivischer Vorderansicht von unten, eine weitere Ausführung eines erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems,
- Fig. 5
- in perspektivischer Vorderansicht von vorn, eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems,
- Fig. 6
- in perspektivischer Explosionsdarstellung, gesehen von einer Wandseite aus, eine vierte,
insbesondere zur Unterputzmontage geeignete Ausführung eines erfindungsgemäßen modularen
Montagesystems mit erfindungsgemäß ausgebildeten modularen Funktionseinheiten, und
- Fig. 7
- in einer anderen perspektivischen Ansicht als in Fig. 6 eine in einen Träger montierte,
erfindungsgemäße modulare Funktionseinheit der vierten Ausführung eines erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems.
[0027] Zu der anschließenden Beschreibung wird ausdrücklich betont, dass die Erfindung nicht
auf die Ausführungsbeispiele und dabei auch nicht auf alle oder mehrere Merkmale von
beschriebenen Merkmalskombinationen beschränkt ist, vielmehr kann jedes einzelne Teilmerkmal
jedes Ausführungsbeispiels auch losgelöst von allen anderen im Zusammenhang damit
beschriebenen Teilmerkmalen für sich und auch in Kombination mit beliebigen Merkmalen
eines anderen Ausführungsbeispiels eine erfinderische Bedeutung haben.
[0028] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. einander entsprechende Teile stets
mit denselben Bezugszeichen versehen, so daß sie in der Regel auch jeweils nur einmal
beschrieben werden.
[0029] Wie sich zunächst aus Fig. 1 und 2 ergibt, umfasst ein erfindungsgemäßes modulares
Montagesystem 1 einen Träger 2 mit vier Ausnehmungen AE für mindestens eine erste
Funktionseinheit 3, die eine elektrische Installationsvorrichtung nach der Art ist,
wie diese die Darstellungen in Fig. 6 und 7 zeigen, und für die insbesondere als Normabmessung
ein nach DIN 49075 festgelegter minimaler Mittenabstand MA
min = 71 mm beträgt.
[0030] Des Weiteren weist der Träger 2 fünf Ausnehmungen AB für mindestens eine zweite Funktionseinheit
4 auf, die eine nichtelektrische Baueinheit, insbesondere ein Briefkasten, ist. Dieser
ist in Fig. 1 ohne Einwurfklappe 5 dargestellt, jedoch ist eine solche bei den Ausführungen
gemäß Fig. 4 und 5 gezeigt, die allerdings die durch die Klappe abgedeckten Ausnehmungen
AB nicht zeigen. Für einen derartigen Briefkasten 4 beträgt eine nach EN 13724 festgelegte
Mindest-Einwurfschlitzweite EW
min = 30+5 mm.
[0031] Der Träger 2, der auch als Systemträger bezeichnet werden kann, ist insbesondere
aus Metall, unter dem Aspekt einer angestrebten hohen Stabilität vorzugesweise aus
Edelstahlblech, gefertigt. Die Ausnehmungen AE, AB können darin beispielsweise durch
Stanzen oder vorzugsweise mit höchster Präzision durch Laserschneiden erzeugt werden.
[0032] Die Funktionseinheiten 3, 4 können am Träger 2 montiert werden, wobei sie nach einer
insbesondere durch Einstecken in die Ausnehmungen AE, AB des Träger 2 erfolgten Montage
zumindest formschlüssig in den Ausnehmungen AE, AB gehalten sind. Wie eine solche
Montage der Funktionseinheiten 3, 4 realisiert werden kann, zeigt Fig. 7 exemplarisch
für eine erste Funktionseinheit 3.
[0033] Die Funktionseinheiten 3, 4, welche also hinsichtlich ihrer zulässigen Montageabstände
MA zu weiteren Funktionseinheiten und/oder hinsichtlich mindestens einer charakteristischen
minimalen Längen- und/oder Breitenabmessung EW maßlich unterschiedlich genormt sind,
sind in den Ausnehmungen AE, AB des Trägers 2 in einem in senkrechten Spalten S und
waagerechten Reihen R angeordneten Raster RA, wie dieses in Fig. 2 und 3 gezeigt ist,
festlegbar.
[0034] Wie durch Fig. 2 und 3 veranschaulicht wird, ist für den Träger 2 ein Raster RA mit
quadratischen Einheitsflächen QE1, QE2, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß RM1,
RM2 aufweist, nach welchem die jeweilige Länge LE, LB und/oder die jeweilige Breite
BE, BB der Ausnehmungen AE, AB und/oder - wie dargestellt - bei Vorhandensein von
zwei oder mehr Ausnehmungen AE, AB der jeweilige Mittenabstand MA zwischen den Ausnehmungen
AE als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes RM1, RM2 dimensioniert sind.
[0035] Das Rastermaß RM2, welches sich aus der genormten charakteristischen Längen- oder
Breitenabmessung EW
min des Briefkastens 4 und dem genormten minimalen Mittenabstand AM
min der elektrischen Installationsvorrichtung 3 ergibt, ist mittels einer Division durch
eine ganze Zahl n, die größer als 1 ist (n = 2 oder 3 oder 4 ...), insbesondere durch
eine gerade Zahl n = 2, in ein noch feineres Rastermaß RM1 unterteilt.
[0036] Jedes Rastermaß RM1, RM2 ist somit ein gemeinsamer Teiler, insbesondere ein größter
gemeinsamer Teiler, der charakteristischen Längen- oder Breitenabmessung "Einwurfschlitz-weite
EW", die nicht kleiner ist als die genormte minimal zulässige Abmessung EW
min = 35+5 mm des Briefkastens 4 als zweiter Funktionseinheit 4, und des genormten minimal
zulässigen Montageabstandes MA
min = 71 mm der elektrischen Installationsvorrichtung 3 als der ersten Funktionseinheit
3.
[0037] Dabei ergibt das Rastermaß RM1, RM2 jeweils mit einer ganzen Zahl (n = 2 für RM2,
n = 4 für RM1) multipliziert sowohl den genormten minimalen Mittenabstand AM
min = 71 mm, als auch die charakteristische Längen- oder Breitenabmessung "Einwurfschlitzweite
EW = 35,5 mm" (n = 1 für RM2, n = 2 für RM1). Im Hinblick auf die entsprechenden Zahlenwerte
wird hierzu insbesondere auf Fig. 3 verwiesen, die dies verdeutlicht.
[0038] Außerdem ergibt die charakteristische Längen- oder Breitenabmessung EW des Briefkastens
mit einer ganzen Zahl n = 1 oder 2 oder 3 ..., insbesondere mit einer ganzen Zahl
n, die größer oder gleich 2 ist - und zwar im vorliegenden Fall mit 2 für RM2 = 35,5
mm und 4 für RM1 = 17,75 mm - multipliziert den zulässigen minimalen genormten Mittenabstand
MA
min = 71 mm der ersten elektrischen Funktionseinheit 3.
[0039] Fig. 2, die insbesondere die Projektion des erfindungsgemäßen Rasters RA mit den
kleineren Einheitsflächen QE1 auf den in Fig 1 dargestellten Träger 2 des erfindungsgemäßen
modularen Montagesystems 1 zeigt, veranschaulicht im Detail exemplarisch Folgendes:
- 1. Alle Längen LE und Breiten BE der Ausnehmungen AE für die ersten Funktionseinheiten
3 sind als ganzzahlige Produkte des feineren Rastermaßes RM1, aber auch des gröberen
Rastermaßes RM2 dimensioniert. So beträgt die Länge LE und Breite BE der Ausnehmungen
AE für die elektrischen Installationseinheiten 3 jeweils 71 mm, also das Vierfache
des feineren Rastermaßes RM1 bzw. das Doppelte des gröberen Rastermaßes RM2.
- 2. Alle Längen LB und Breiten BB der Ausnehmungen AB für die zweiten Funktionseinheiten
4 sind als ganzzahlige Produkte des feineren Rastermaßes RM1, aber auch des gröberen
Rastermaßes RM2 dimensioniert.
[0040] So beträgt die Breite BB der Ausnehmungen AB für die nichtelektrischen Installationseinheiten
4, welche insbesondere eine Einschubweite 2 * EW für einen Briefkasten darstellt,
71 mm, also ebenfalls jeweils das Vierfache des feineren Rastermaßes RM1 bzw. das
Doppelte des gröberen Rastermaßes RM2. Eine genormte Einwurfschlitzweite EW
min von 30+5 mm kann somit am Briefkasten eingehalten werden. Die Ausnehmung AB, welche
in Fig. 1 und 2 rechts neben den Ausnehmungen AE für die elektrischen Installationseinheiten
3 angeordnet ist, fluchtet daher mit den Letzteren.
[0041] Die Länge LB der Ausnehmungen AB für die nichtelektrischen Installationseinheiten
4 beträgt 390,5 mm, also jeweils das 22-fache des feineren Rastermaßes RM1 bzw. das
11-fache des gröberen Rastermaßes RM2. Die Breiten BB sind somit für den Einwurf von
Briefsendungen im Format C4 quer geeignet, wobei gemäß Norm die Schlitzbreite mindestens
325 mm betragen soll. Die vertikalen Seitenkanten der beiden Ausnehmungen AB für die
Briefkästen 4, die unter den Ausnehmungen AE für die elektrischen Funktionseinheiten
3 angeordnet sind, fluchten dabei nicht nur miteinander, sondern auch mit der ersten
und der letzten vertikalen Seitenkante der darüber angeordneten Ausnehmungen AE für
die elektrischen Funktionseinheiten 3. Dadurch ist u. a. eine Voraussetzung für eine
ästhetisch ansprechende Oberflächengestaltung des erfindungsgemäßen modularen Montagesystems
gegeben.
3. Alle Mittenabstände AM zwischen den Ausnehmungen 3 für die elektrischen Installationseinheiten
3 sind als ganzzahliges Produkt des feineren Rastermaßes RM1, aber auch des gröberen
Rastermaßes RM2 dimensioniert. Sie betragen jeweils 106,5 mm, also das Sechsfache
des feineren Rastermaßes RM1 bzw. das Dreifache des gröberen Rastermaßes RM2 und sind
damit 1,5 mal so groß wie das normgemäß minimal zulässige Abstandsmaß AMmin von 71 mm.
4. Alle horizontal verlaufenden Stege 6a und alle vertikal verlaufenden Stege 6b,
die die sich gemäß Fig. 2 in dem Träger 2 zwischen den Ausnehmungen AE, AB für die
Funktionseinheiten 3, 4 befinden, weisen jeweils eine Stegbreite SB auf, die nach
dem für den Träger 2 vorgegebenen Raster RA bemessen sind, indem die Stegbreite SB
jeweils ein Maß von 35,5 mm aufweist, das ein ganzzahliges Produkt - mit den Faktoren
n = 1 für RM2 bzw. n = 2 für RM1 - des jweiligen Rastermaßes RM1, RM2 der quadratischen
Einheitsflächen QE1, QE2 des Trägers 2 ist. Auch dies trägt zu einem ästhetisch ansprechenden
Erscheinungsbild bei.
[0042] Im Hinblick auf die Stege 6a, 6b besteht allerdings insofern zwischen der in Fig.
1 und 2 dagestellten Ausführung ein Unterschied, als das erfindungsgemäße modulare
Montagesystem 1 gemäß Fig. 1 mit Vorteil einen segmentierten Träger 2 aufweist. Dadurch
sind nicht alle horizontal verlaufenden Stege 6a und alle vertikal verlaufenden Stege
6b zwischen den Ausnehmungen AE, AB für die Funktionseinheiten 3, 4 mit der gleichen
Stegbreite SB ausgeführt.
[0043] Gemäß der Ausführung in Fig. 1 ist für die ersten Funktionseinheiten 3 ein erstes
Trägerteil 2a vorgesehen, das mit einem zweiten Trägerteil 2b für die zweiten Funktionseinheiten
4 modular verbindbar ist. Dadurch, dass der Träger 2 aus zwei oder mehr modular miteinander
verbindbaren Trägerteilen 2a, 2b besteht, die jeweils den ersten Funktionseinheiten
3 oder den zweiten Funktionseinheiten 4 zugeordnet sind, ist im Sinne des eingangs
erwähnten Baukastenprinzips eine höhere Flexibilität des erfindungsgemäßen Systems
1 gegeben, weil die einzelnen Trägerteile 2a, 2b auch unabhängig voneinander montierbar
sind. Dies zeigen beispielsweise Fig. 6 und 7 zeigen, wonach nur das Trägerteil 2a
für die elektrischen Funktionseinheiten 3 bei einer Montage verwendet wird und dort
den gesamten Träger 2 bildet. Zur gegenseitigen Verbindung der Teile 2a, 2b bei einer
Montagesituation wie gemäß Fig. 1 kann eine spezielle, leicht montierfähige Verschluss-
bzw. Verbindungstechnik vorgesehen sein.
5. Alle horizontalen verlaufenden Ränder 7a und alle vertikal verlaufenden Ränder
7b, die im Träger 2 außen an den Ausnehmungen AE, AB für die Funktionseinheiten 3,
4 angrenzen, weisen jeweils eine Randbreite RB auf, die nach dem für den Träger 2
vorgegebenen Raster RA bemessen sind, indem die Randbreite RB im Sinne einer platzsparenden
Anordnung nur ein Maß von 17,75 aufweist, das ein ganzzahliges (n = 1) Produkt des
kleineren Rastermaßes RM1 = 17,75 der quadratischen Einheitsflächen QE1 des Trägers
2 ist. Selbstverständlich könnten bedarfsweise die Ränder 7a, 7b auch mit der doppelten
Größe dieses Maßes, also mit dem gröberen Rastermaß RM2 = 35,5 mm ausgeführt werden.
[0044] Aus Fig. 1 sowie 4 bis 7 ist zu entnehmen, dass an den Rändern 7a, 7b zweckmäßigerweise
Versteifungen 8 vorgesehen sein können, die insbesondere durch rechtwinklig von der
Frontseite nach hinten weggebogene Trägerstreifen gebildet sind.
6. Der Träger 2 selbst weist eine Trägerlänge TL und/oder eine Trägerbreite TB auf,
die jeweils nach dem für den Träger 2 vorgegebenen Raster bemessen ist, indem die
Trägerlänge TL und/oder die Trägerbreite TB jeweils ein Maß aufweisen, das ein ganzzahliges
Produkt des erfindungsgemäßen Rastermaßes (48 x RM1 bzw. 24 x RM2) der quadratischen
Einheitsflächen QE1, QE2 des Trägers 2 ist.
[0045] Das erfindungsgemäße modulare System 1 kann mit Vorteil bei den verschiedensten Montagearten
und Bauformen zur Anwendung kommen, so bei Unterputzmontage, bei Aufputzmontage, im
Mauereinbau, in Kommunikationssäulen, in freistehenden Briefkästen, in Kommunikationspaneelen,
im Türseiteneinbau und in bauseitigen Frontplatten. Dabei müssen nicht alle vorstehend
unter Punkt 1. bis 6. beschriebenen Merkmalskombinationen gleichzeitig, sondern mindestens
nur eine verwirklicht sein.
[0046] In Fig. 4 ist eine Ausführung dargestellt, bei der das erfindungsgemäße System 1
ein bündig mit zwei Briefkästen 4 montiertes Gehäuse 9 umfasst, das für die drei darin
vorzusehenden elektrischen Funktionseinheiten 3 eine rückspringende, geschützte Montage
ermöglicht, was insbesondere bei freistehenden Briefkästen, Kommunikations-Paneelen
und im Türseiteneinbau von Vorteil ist. Hierbei kann - wie dargestellt - optional
ein integriertes Regendach 10 vorgesehen sein, was sich inbesondere durch die Möglichkeit
des Einbaus einer Anlagenbeleuchtung bzw. einer indirekten Objektbeleuchtung bei freistehenden
Gehäusesystemen als vorteilhaft erweist. Neben den bereits erwähnten elektrischen
Funktionseinheiten 3, die einen quadratrischen Grundriss haben und einen Mittenabstand
MA des sechsfachen kleineren Rastermaßes aufweisen, und den Briefkästen 4 sind als
weitere elektrische Funktionseinheiten Klingeltaster 3a zum Einstecken oder Aufkleben
von Namensschildern und Klingeltaster 3b zum Gravieren von Namen vorgesehen, die ebenfalls
nach dem erfindungsgemäßen Raster RA bemessen sind.
[0047] Aus Fig. 5, die eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen modularen Montagesystems
1 zeigt, welche sich - auch ohne ein die Systemfront einfassendes Gehäuse 9 - für
eine rahmenlose Montage bei Unterputz, Aufputz, Mauereinbau, Kommunikationssäulen
oder als eine bauseitige Frontplatte eignet, geht insbesondere eine durch die Erfindung
vorteilhaft mögliche Oberflächengestaltung hervor. Aus der Darstellung wird insbesondere
deutlich, dass in einem erfindungsgemäßen modularen Montagesystem 1 dessen gesamte
Sichtfläche SF oder zumindest ein überwiegender Anteil der Sichtfläche SF aus Teiloberflächen
TF zusammengesetzt sein kann, die ausschließlich aus Oberflächen TF der vorhandenen
modularen Funktionseinheiten 4, 11 bestehen. Als Funktionseinheiten 4, 11 sind hierbei
zwei Briefkastenmodule 4 sowie vier Dekorationsmodule 11 vorgesehen. Die Dekorationsmodule
11 können dabei - was in der zeichnerischen Darstellung nicht sichtbar ist - rückseitig
derart gestaltet sein, dass sie in die für die Briefkästen 4 vorgesehenen Ausnehmungen
AB formangepasst einsetzbar sind und darin gehalten werden können. Sie können somit
einen Grundkörper G nach der Art aufweisen, wie er nachstehend noch für die elektrischen
Funktionseinheiten 3 beschrieben wird.
[0048] Wie die Draufsicht auf die Sichtfläche SF zeigt, sind alle in der Figur nicht näher
bezeichneten, jeweiligen sichtbaren Längen LP und Breiten BP der Funktionseinheiten
4, 11 als ganzzahliges Produkt zumindest des Rastermaßes RM1 dimensioniert, wobei
diese Abmessungen LP, BP um ein Toleranzmaß zur Bildung eines Spalts 12 zwischen jeweils
zwei Funktionseinheiten 4/4, 5/5, 4/5 vermindert ist. Das Toleranzmaß ist dabei mit
Vorteil derart bemessen, dass die Spalte 12 jeweils nur eine Spaltweite SW von etwa
1 mm, genauer im Bereich zwischen 0,5 mm und 1,5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und
1,2 mm, aufweisen.
[0049] Fig. 6 zeigt aus einer Perspektive von einer Wandseite her, eine vierte, insbesondere
zur Unterputzmontage (UP-Montage) geeignete Ausführung eines erfindungsgemäßen modularen
Montagesystems 1. Dabei sind neben einem Rahmen 2 und vier erfindungsgemäß ausgebildeten,
modularen, genormten erfindungsgemäßen Standard-Funktionseinheiten 3 ein UP-Kasten
13 und eine zwischen Mauerwerk und Funktionsmodulen 3 montierbare Wanddichtung 14
vorgesehen. Die verschiedenen Bestandteile 13, 2, 14, 3 des Systems 1 sind in einer
der Montagereihenfolge und -lage entsprechenden Explosionsdarstellung gezeigt.
[0050] Die erfindungsgemäßen elektrischen Funktionseinheiten 3 - und dies zeigen sowohl
Fig. 6, als auch Fig. 7 - besitzen einen Grundkörper G, der zumindest eine rechteckige
Seitenbegrenzungskontur K1, K2, K3 aufweist. Wie der Zeichnung zu entnehmen ist, weist
der Grundkörper in der dargestellten exemplarischen Ausführung allerdings drei rechteckige
Seitenbegrenzungskonturen K1, K2, K3 auf.
[0051] Dies kommt dadurch zustande, dass der Grundkörper G dreifach gestuft ausgebildet
ist. Er umfasst ein von der Grundgestalt her quaderförmigen inneres erstes Teil 30,
das insbesondere formangepasst in die Ausnehmungen AE des Trägers 2 des modularen
Montagesystems 1 einpassbar ist, wie dies Fig. 7 zeigt, und eine erste rechteckige
Seitenbegrenzungskontur K1 aufweist.
[0052] Des Weiteren umfasst der Grundkörper G ein ebenfalls von der Grundgestalt her quaderförmiges
mittleres zweites Teil 31, wobei das mittlere eine zweite, größere rechteckige Seitenbegrenzungskontur
K2 aufweist als das innere Teil und dazu bestimmt ist, im Montagezustand Stege 6a,
6b des Trägers 2 zwischen den Ausnehmungen AE, AB und/oder Ränder 7a, 7b des Trägers
2 an den Ausnehmungen AE, AB ganz oder zumindest teilweise abzudecken, was auch durch
Fig. 7 veranschaulicht wird.
[0053] Schließlich umfasst der Grundkörper G ein von der Grundgestalt her ebenfalls quaderförmiges,
insbesondere jedoch dünner als das zweite Teil 31 ausgeführtes, drittes Teil 32, welches
eine dritte, größere rechteckige Seitenbegrenzungskontur K3 aufweist als das zweite
Teil 30 und im Montagezustand insbesondere einer Putzabdeckung dient und dazu im Montagezustand
die in Fig. 6 dargestellte UP-Dose 13 randseitig überragen kann.
[0054] Auf dem Grundkörper G kann bevorzugt eine Abdeckung 15, wie eine Platte oder Folie,
befestigt sein, die insbesondere aus einer Edelstahlauflage, einer eloxierten Aluminiumplatte,
aus Kunststoff, Lack oder aus einer, insbesondere selbstklebenden, Dekorationsfolie
gebildet ist. Die jeweilige Länge LP und Breite BP der Abdeckung 15 der Funktionseinheit
3, deren Gestaltung für das Erscheinungsbild der Sichtfläche SF bestimmend ist, ist
dabei insbesondere kongruent mit der darunter liegenden größten Kontur K3 des Grundkörpers
G. Durch das Vorhandensein der Abdeckung 15 ist mit Vorteil eine Trennung der Design-
von den Bedienoberflächen von den Funktionseinheiten 3 möglich. Dadurch kann mit gleichem
Funktionsmodul 3 eine große Oberflächenvielfalt erreicht werden.
[0055] Bevorzugt können insbesondere die jeweilige Länge und/oder die jeweilige Breite aller
Konturen K1, K2, K3 der Teile 30, 31, 32 des Grundkörpers G und/oder besonders bevorzugt
die Länge LP und/oder Breite BP der Abdeckung 15 - wie auch die jeweiligen Mittenabstände
AM der Teile 30, 31, 32 des Grundkörpers G zu weiteren Funktionseinheiten 3, 3a, 3b,
4, 11 als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes RM1, RM2 dimensioniert sein. Ein bevorzugtes
Maß für die Länge LP und Breite BP und den Mittenabstand AM von mit quadratischer
Oberfläche TF ausgebildeten Standardfunktionseinheiten 3 sind sechs Systemraster RA
bzw. 106,5 mm.
[0056] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen, wie dies bereits
aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht. Wenngleich im Rahmen der Erfindung insbesondere
der jeweilige Mittenabstand AM zwischen den Ausnehmungen AE, AB besonders wichtig
ist, der insbesondere identisch mit dem Mittenabstand AM der montierten Funktionseinheiten
3, 3a, 3b, 4, 11 ist, so könnte ein erfindungsgemäßes modulares Montagesystem 1 -
im Gegensatz zu den dargestellten Beispielen - auch nur eine einzige Funktionseinheit
4 oder 5 umfassen, wobei allerdings dann zumindest die jeweilige Länge LE, LB und/oder
die jeweilige Breite BE, BB der Ausnehmung AE, AB oder zumindest die jeweilige Länge
LP und/oder Breite BP der Abdeckung 15 der jeweiligen Funktionseinheit 3, 3a, 3b,
4, 11 bzw. deren in der Sichtfläche SF liegenden Kontur K3 als ganzzahliges Produkt
des Rastermaßes RM1, RM2 dimensioniert sein. Was die Ausbildung des Grundkörpers G
betrifft, so könnte unter Umständen auch das von der Grundgestalt her quaderförmige
mittlere zweite Teil 31 oder das äußere Teil 32 entfallen.
[0057] Für das erfindungsgemäße modulare System ist auch die Möglichkeit gegeben, einstückige
Oberflächen zu bauen, d. h. eine Designfront (Sichtfläche SF), die mit mehreren Funktionseinheiten
3 im Systemraster RA der einstückigen Front unterbaut ist.
[0058] Weiterhin kann der Fachmann, wie durch das exemplarisch beschriebene Regendach 10
schon deutlich wurde, zusätzliche technische Maßnahmen vorsehen, durch die die Erfindung
in zweckmäßiger Weise ausgestaltet wird. Auch hier kann es vorteilhaft sein, die Abmessungen
der zusätzlichen Teile entsprechend dem erfindungsgemäßen Rastermaß zu gestalten.
[0059] Für die Funktionseinheiten 3, 3a, 3b, 4, 11 kann - wie dies insbesondere in Fig.
1, 4, 6 und 7 für die elektrischen Funktionseinheiten 3 gezeigt ist - eine Codierung,
beispielsweise durch entsprechende Freischnitte 16 im Systemträger 2, vorgesehen sein,
die für das erfindungsgemäße Montagesystem 1 eine ausschließlich lage- und funktionsrichtige
Anordnung und eine Verdrehsicherheit der Funktionsmodule gewährleisten.
[0060] Wie Fig. 1 zeigt, können, insbesondere unter dem Aspekt der Montage von Briefkästen
4, im Montagesystem ein vorderer Träger 2 und ein hinterer Träger 2 vorgesehen sein,
die aus individuelle Blechabwicklungen - insbesondere beide unter Zugrundelegung des
erfindungsgemäßen Rastergestaltungsprinzips - hergestellt sind, wobei für freistehende
Systeme ein Toleranzausgleich vorgesehen werden kann.
[0061] Im Rahmen der Erfindung kann für Briefkästen 4 als erfindungsgemäße modulare Funktionseinheiten,
insbesondere hinsichtlich der Anordnung und Größe von Postentnahmetüren, Rückwänden,
Blenden etc., den unterschiedlichen üblichen Bauformen und Montagearten problemlos
Rechnung getragen werden.
[0062] Die Erfindung ist nicht auf die in den Ansprüchen 1 und 17 definierten Merkmalskombinationen
beschränkt. So kommt unter den beschriebenen Voraussetzungen der Normung insbesondere
dem Rastermaß RM2 von 35,5 mm gemäß Anspruch 7, das in ein feineres Rastermaß RM1
unterteilbar ist, eine eigene erfinderische Bedeutung zu. Jedoch kann die Erfindung
auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt
offenbarten Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet, dass grundsätzlich praktisch
jedes Einzelmerkmal der Ansprüche 1, 7 und 17 weggelassen bzw. durch mindestens ein
an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern
sind die Ansprüche lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung
zu verstehen.
Bezugszeichen
[0063]
- 1
- Montagesystem
- 2
- Träger von 1
- 2a
- erstes Trägerteil von 2 (für 3)
- 2b
- zweites Trägerteil von 2 (für 4)
- 3
- erste Funktionseinheit, Ausführung als elektrische Standardinstallationsvorrichtung
- 3a
- erste Funktionseinheit, Ausführung als Klingeltaster mit Namensschild
- 3b
- erste Funktionseinheit, Ausführung als gravierbarer Klingeltaster
- 4
- zweite (nichtelektrische) Funktionseinheit, Ausführung als Briefkasten
- 5
- Einwurfklappe von 4
- 6a
- horizontaler Steg zwischen AE, AB
- 6b
- vertikaler Steg zwischen AE, AB
- 7a
- horizontaler Rand um AE, AB
- 7b
- vertikaler Rand um AE, AB
- 8
- Versteifung von 2
- 9
- Gehäuse von 1
- 10
- Regendach von 1
- 11
- Dekorationsmodul
- 12
- Spalt
- 13
- UP-Kasten (Fig. 6)
- 14
- Wanddichtung (Fig. 6)
- 15
- Abdeckung von 1 für 3, 3a, 3b, 4, 5, 11
- 16
- Codierung in 2 für 3
- 30
- erstes Teil von 3 (mit K1)
- 31
- zweites Teil von 3 (mit K2)
- 32
- drittes Teil von 3 (mit K3)
- AB
- Ausnehmung für 4
- AE
- Ausnehmung für 3
- BB
- Breite von AB
- BE
- Breite von AE
- BP
- Breite von 15, 32
- EW
- charakteristische Abmessung von 4
- EWmin
- genormte minimale Abmessung von 4, minimale Einwurfschlitzweite
- G
- Grundkörper von 3
- K1
- Seitenbegrenzungskontur von 30
- K2
- Seitenbegrenzungskontur von 31
- K3
- Seitenbegrenzungskontur von 32
- LB
- Länge von AB
- LE
- Länge von AE
- LP
- Länge von 15, 32
- MA
- Montageabstand
- MAmin
- minimaler genormter Montageabstand
- QE1
- kleine Einheitsfläche in RA
- QE2
- große Einheitsfläche in RA
- R
- Reihe von RA
- RA
- Raster
- RB
- Randbreite von 7a, 7b
- RM1
- kleines Rastermaß
- RM2
- großes Rastermaß
- S
- Spalte von RA
- SB
- Stegbreite von 6a, 6b
- SF
- Sichtfläche von 1
- SW
- Spaltweite von 12
- TB
- Trägerbreite von 2
- TF
- Teiloberfläche von SF, Oberfläche von 3, 3a, 3b, 4, 11
- TL
- Trägerlänge von 2
- Z
- Zeile von RA
1. Modulares Montagesystem, wie ein System zur Türkommunikation, umfassend einen Träger
(2) für erste und zweite Funktionseinheiten (3, 3a, 3b, 4, 11), wobei die Funktionseinheiten
(3, 3a, 3b, 4, 11) - jeweils mindestens eine erste Funktionseinheit (3, 3a, 3b) und/oder
mindestens eine zweite Funktionseinheit (4, 11) - jeweils in einer Ausnehmung (AE,
AB) des Trägers (2) in einem aus Spalten (S) und/oder Reihen (R) bestehenden Raster
(RA) festlegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Funktionseinheit (3, 3a, 3b) und die zweite Funktionseinheit (4) maßlich
unterschiedlich genormt sind, wobei für den Träger (2) ein Raster (RA) mit quadratischen
Einheitsflächen (QE1, QE2) vorgegeben ist, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß
(RM1, RM2) aufweist, nach welchem die jeweilige Länge (LE, LB) und/oder die jeweilige
Breite (BE, BB) der Ausnehmung(en) (AE, AB) und/oder bei Vorhandensein von zwei oder
mehr Ausnehmungen (AE, AB) der jeweilige Mittenabstand (AM) zwischen den Ausnehmungen
(AE, AB) als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) dimensioniert sind, wobei
das Rastermaß (RM1, RM2) als eine Größe festgelegt ist, durch die sowohl eine charakteristische
Längen- oder Breitenabmessung (EW), die nicht kleiner ist als eine genormte minimal
zulässige Abmessung (EWmin) der einen Funktionseinheit (4), als auch ein genormter Montageabstand (AM) der anderen
Funktionseinheit (3) ganzzahlig teilbar ist.
2. Montagesystem (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wert des Rastermaßes (RM2) als eine rationale Zahl festgelegt ist, die ein größter
gemeinsamer Teiler der charakteristischen Längen- oder Breitenabmessung (EW) der einen
Funktionseinheit (4) und eines genormten, minimal zulässigen Montageabstandes (AMmin) der anderen Funktionseinheit (3, 3a, 3b) ist.
3. Montagesystem (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastermaß (RM1, RM2) aus einer charakteristischen Längen- oder Breitenabmessung
(EW) der einen Funktionseinheit (4), vorzugsweise der zweiten Funktionseinheit (4),
gebildet ist, die nicht kleiner ist als eine normgemäß minimal zulässige Abmessung
(EWmin), wobei die charakteristische Längen- oder Breitenabmessung (EW) mit einer ganzen
Zahl (n = 1 oder 2 oder 3 ...), insbesondere mit einer ganzen Zahl (n), die größer
oder gleich 2 ist, multipliziert den genormten Mittenabstand (MA), insbesondere den
minimal zulässigen Montageabstand (AMmin), der anderen Funktionseinheit (3), vorzugsweise der ersten Funktionseinheit (3),
ergibt.
4. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastermaß (RM1, RM2) aus einer kleinstmöglichen, normgemäß minimal zulässigen
Längen- oder Breitenabmessung (EW) der zweiten Funktionseinheit (4) gebildet ist,
die mit einer ganzen Zahl (n = 1 oder 2 oder 3 ...) multipliziert den zulässigen genormten
Mittenabstand (MA), insbesondere einen zulässigen genormten minimalen Mittenabstand
(AMmin) der anderen Funktionseinheit (3, 3a, 3b) ergibt.
5. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Funktionseinheit (3, 3a, 3b) eine elektrische Installationsvorrichtung
ist, für die als Normabmessung ein nach DIN 49075 festgelegter minimaler Mittenabstand
(AMmin) 71 mm beträgt.
6. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funktionseinheit (4) eine nichtelektrische Baueinheit (4), insbesondere
ein Briefkasten (4), ist, für den als genormte Längen- oder Breitenabmessung (EW)
eine nach EN 13724 festgelegte Mindest-Einwurfschlitzweite (EWmin) 30 + 5 mmm beträgt.
7. Montagesystem (1) nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere Montagesystem
nach den Ansprüchen 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass für den Träger (2) ein Raster (RA) mit quadratischen Einheitsflächen (QE1, QE2) vorgegeben
ist, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß (RM1, RM2) aufweist, nach welchem die
jeweilige Länge und/oder die jeweilige Breite der Ausnehmung(en) (AE, AB) und/oder
bei Vorhandensein von zwei oder mehr Ausnehmungen (AE, AB) der jeweilige Mittenabstand
(AM) zwischen den Ausnehmungen (AE, AB) als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1,
RM2) dimensioniert sind, wobei das Rastermaß (RM2) 35,5 mm beträgt.
8. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastermaß (RM2), welches sich aus der genormten charakteristischen Längen- oder
Breitenabmessung (EW) der einen Funktionseinheit (4) und dem genormten Mittenabstand
(AM) der anderen Funktionseinheit (3, 3a, 3b) ergibt, mittels einer Division durch
eine ganze Zahl, die größer als 1 ist, (n = 2 oder 3 oder 4 ...) insbesondere durch
eine gerade Zahl (n = 2 oder 4 oder 6 ...), in ein noch feineres Rastermaß (RM1) unterteilt
ist.
9. Montagesystem (1) nach den Ansprüchen 7 und 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das feinere Rastermaß (RM1) 17,75 mm beträgt.
10. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass Stege (6a, 6b), die sich in dem Träger (2) zwischen den Ausnehmungen (AE, AB) für
die Funktionseinheiten (3, 3a, 3b, 4, 11) befinden, eine Stegbreite (SB) aufweisen,
die nach dem für den Träger (2) vorgegebenen Raster (RA) bemessen ist, indem die Stegbreite
(SB) ein Maß aufweist, das ein ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) der
quadratischen Einheitsflächen (QE1, QE2) des Trägers (2) ist.
11. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass Ränder (7a, 7b), die im Träger (2) außen an den Ausnehmungen (AE, AB) für die Funktionseinheiten
(3, 3a, 3b, 4, 11) angrenzen, eine Randbreite (RB) aufweisen, die nach dem für den
Träger (2) vorgegebenen Raster (RA) bemessen ist, indem die Randbreite (RB) ein Maß
aufweist, das ein ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) der quadratischen
Einheitsflächen (QE1, QE2) des Trägers (2) ist.
12. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) eine Trägerlänge (TL) und/oder eine Trägerbreite (TB) aufweist, die
jeweils nach dem für den Träger (2) vorgegebenen Raster (RA) bemessen ist, indem die
Trägerlänge (TL) und/oder die Trägerbreite (TB) jeweils ein Maß aufweisen, das ein
ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) der quadratischen Einheitsflächen
(QE1, QE2) des Trägers (2) ist.
13. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) aus zwei oder mehr modular miteinander verbindbaren Trägerteilen (2a,
2b) besteht, die jeweils insbesondere den ersten Funktionseinheiten (3, 3a, 3b) und/oder
den zweiten Funktionseinheiten (4, 11) zugeordnet sind.
14. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) in ein Gehäuse (9) eingebaut oder an ein Gehäuse (9) angebaut ist,
welches vorzugsweise ein integriertes Regendach (10) aufweist.
15. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit(en) (3, 3a, 3b, 4, 11) am Träger (2) montiert und insbesondere
durch Einstecken in dessen Ausnehmungen (AE, AB) im Träger (2) zumindest formschlüssig
gehalten sind.
16. Montagesystem (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass eine gesamte Sichtfläche (SF) des Montagesystems (1) oder zumindest ein überwiegender
Anteil der Sichtfläche (SF) aus Teiloberflächen (TF) zusammengesetzt ist, die ausschließlich
aus Oberflächen der Funktionseinheit(en) (3, 3a, 3b, 4, 11) bestehen.
17. Modulare, insbesondere elektrische Funktionseinheit (3), mit einem Grundkörper (G),
der zumindest eine rechteckige Seitenbegrenzungskontur (K1, K2, K3) aufweist, für
ein modulares Montagesystem (1), wie ein System zur Türkommunikation, umfassend einen
Träger (2) für eine erste Funktionseinheit (3, 3a, 3b) und eine zweite Funktionseinheit
(4, 11), wobei die Funktionseinheiten (3, 3a, 3b, 4, 11) - jeweils mindestens eine
erste Funktionseinheit (3, 3a, 3b) und/oder mindestens eine zweite Funktionseinheit
(4, 11) - in oder an dem Träger (2) in einem aus Spalten (S) und/oder Reihen (R) bestehenden
Raster (RA) festlegbar sind, insbesondere für ein Montagesystem (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass für die rechteckige Seitenbegrenzungskontur (K1, K2, K3) ein Raster (RA) mit quadratischen
Einheitsflächen (QE1, QE2) vorgegeben ist, deren jeweilige Grundseite ein Rastermaß
(RM1, RM2) aufweist, nach welchem die jeweilige Länge und/oder die jeweilige Breite
der Kontur (K1, K2, K3) und/oder bei Vorhandensein von zwei oder mehr Funktionseinheiten
(3, 3a, 3b, 4, 11) in einem modularen Montagesystem (1) der jeweilige Mittenabstand
(AM) zwischen den Funktionseinheiten (3, 3a, 3b, 4, 11) als ganzzahliges Produkt des
Rastermaßes (RM1, RM2) dimensioniert sind, wobei das Rastermaß (RM1, RM2) als eine
Größe festgelegt ist, durch die sowohl eine charakteristische Längen- oder Breitenabmessung
(EW), die nicht kleiner ist als eine genormte minimal zulässige Abmessung (EWmin) einer nichtelektrischen Funktionseinheit (4), als auch ein genormter Montageabstand
(AM) einer elektrischen Funktionseinheit (3) ganzzahlig teilbar ist.
18. Funktionseinheit (3) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (G) ein von der Grundgestalt her quaderförmiges erstes Teil (30)
umfasst, das insbesondere formangepasst in Ausnehmungen (AE, AB) eines/des Trägers
(2) des modularen Montagesystems (1) einpassbar ist und eine erste rechteckige Seitenbegrenzungskontur
(K1) aufweist, wobei insbesondere die jeweilige Länge und/oder die jeweilige Breite
der ersten Kontur (K1) als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) dimensioniert
sind.
19. Funktionseinheit (3) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (G) ein von der Grundgestalt her quaderförmiges zweites Teil (31)
umfasst, welches eine zweite, größere rechteckige Seitenbegrenzungskontur (K2) aufweist
als das erste Teil (30) und im Montagezustand Stege (6a, 6b) des Trägers (2) zwischen
den Ausnehmungen (AE, AB) und/oder Ränder (7a, 7b) des Trägers (2) an den Ausnehmungen
(AE, AB) ganz oder teilweise abdeckt, wobei insbesondere die jeweilige Länge und/oder
die jeweilige Breite der zweiten Kontur (K2) als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes
(RM1, RM2) dimensioniert sind.
20. Funktionseinheit (3) nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (G) ein von der Grundgestalt her quaderförmiges, insbesondere dünner
als das zweite Teil (31) ausgeführtes, drittes Teil (32) umfasst, welches eine dritte,
größere rechteckige Seitenbegrenzungskontur (K3) aufweist als das zweite Teil (30)
und im Montagezustand insbesondere einer Putzabdeckung dient, wobei insbesondere die
jeweilige Länge (LP) und/oder die jeweilige Breite (BP) der dritten Kontur (K3) als
ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) dimensioniert sind.
21. Funktionseinheit (3) nach einem der Ansprüche 17 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grundkörper (G) eine Abdeckung (15), wie eine Platte oder Folie, befestigt
ist, deren jeweilige Länge (LP) und/oder Breite (BP) als ganzzahliges Produkt des
Rastermaßes (RM1, RM2) dimensioniert sind.
22. Funktionseinheit (3) nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (15) aus einer Edelstahlauflage, einer eloxierten Aluminiumplatte,
Kunststoff, Lack oder aus einer, insbesondere selbstklebenden, Dekorationsfolie gebildet
ist.
23. Funktionseinheit (3) nach einem der Ansprüche 17 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige, als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) dimensionierte
Länge und/oder Breite der rechteckigen Kontur (K1, K2, K3) des Grundkörpers (G), zumindest
bereichsweise, insbesondere im Bereich des dritten Teils des Grundkörpers (32) und/oder
die jeweilige, als ganzzahliges Produkt des Rastermaßes (RM1, RM2) dimensionierte
Länge (LP) und/oder Breite (BP) der Abdeckung (15) zur Bildung eines Spalts (12) zwischen
zwei Funktionseinheiten (3, 3a, 4, 4a) um ein Toleranzmaß vermindert ist.
24. Funktionseinheit (3) nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass das Toleranzmaß derart bemessen ist, dass der Spalt (12) eine Spaltweite (SW) im
Bereich zwischen 0,5 mm und 1,5 mm, bevorzugt im Bereich zwischen 0,8 mm und 1,2 mm,
besonders bevorzugt von 1 mm, aufweist.