[0001] Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Einstellung der Gebrauchseigenschaften
von polymerisierbaren fließfähigen, in der Regel ungehärteten Dentalkompositen, Dentalkomposite
mit verbesserten oder optimierten Gebrauchseigenschaften, insbesondere nach dem Verfahren
hergestellte Dentalkomposite.
[0002] Nach dem Stand der Technik sind viele Dentalkomposite bekannt, die universell einsetzbar
sind, d.h. die Anforderungen für die Restauration von Zahnhartsubstanz in allen Kavitätenklassen
I, II, III, IV und V nach G. V. BLACK erfüllen. Aus der Materialklasse der Dentalkomposite
eignen sich dafür grundsätzlich nur die anorganisch-organischen Hybridmaterialien
mit größeren Anteilen anorganischer Füllkörper wie z.B. Dentalglas oder mineralischen
nano-Agglomeraten. Die in den 80er Jahren eingeführten Microfüllerkomposite mit Präpolymerfüllern
eignen sich aufgrund der limitierten Verschleißfestigkeit (Abrasionsfestigkeit) und
Bruchfestigkeit (Biegebruchfestigkeit) nicht für den Einsatz im Seitenzahn (Klassen
I und II). Vorteilhaft ist ein hoher Füllstoffgehalt, um sehr gute mechanische Eigenschaften
des ausgehärteten Komposites zu erreichen und gleichzeitig den auftretenden Polymerisationschrumpf
bei der Aushärtung zu reduzieren. Diese Eigenschaften sind auch maßgeblich für den
Langzeiterfolg der Behandlungstherapie mit Dentalkompositen.
[0003] EP2193776A2 offenbart Dental-Kompositmaterialien auf (Meth)acrylatbasis mit anorganischen Füllstoffen.
EP1872767A1 offenbart ein pastöses Dentalmaterial enthalten ein PEG 400 (PEG mit 400 g/mol).
WO2006/111373A1 betrifft ebenfalls Dentalmaterialien mit anorganischen Füllstoffen und einem Urethan-Gruppen
enthaltenden Silan.
EP1502571A1 offenbart Dentalmaterialien umfassend Splitterpolymere und anorganisch verstärkte
Perlpolymere.
[0004] Neben den Materialeigenschaften eines ausgehärteten Dentalkomposits ist aber auch
die Verarbeitung vor der Polymerisation durch den Anwender entscheidend für den Langzeiterfolg
der medizinischen Versorgung. Das Applizieren aus dem Packmittel, Einbringen in die
Kavität, Adaptieren an die Zahnhartsubstanz und Modellieren der Kompositschicht ist
dabei extrem abhängig von der Plastizität und Klebrigkeit des unpolymerisierten Materials.
Gerade die gewünschten hohen Füllstoffanteile anorganischer Füller bringen wegen der
Oberfächenwechselwirkung eine nachteilige Thixotropie in das System. Verursacht durch
die polaren Wechselwirkungen unter den oxydischen Füllstoffpartikeln (Silikate) können
diese Kräfte unter Scherung zum Teil temporär gestört werden, und die Komposite sind
durch eine Strukturviskosität charakterisiert. Die gleichen Wechselwirkungen führen
an der Oberfläche des Komposites zur Klebrigkeit. Insbesondere weiche Komposite neigen
wegen des besseren Fließverhaltens zu einer nachteiligen Klebrigkeit.
[0005] Zur Bestimmung des viskoelastischen Fließverhaltens werden für gewöhnlich Rheometer
eingesetzt. Nach heutigem Stand der Technik wird die Konsistenz der Komposite allein
durch geringfügige Anpassung des Füllstoffanteils korrigiert. Dabei verändert sich
gleichzeitig die Klebrigkeit unkontrolliert. Es ist bis heute nicht üblich, die Klebrigkeit
der Komposite überhaupt zu messen bzw. kontrolliert einzustellen. Die Produkteigenschaften
variieren deshalb in einem größeren Bereich, so dass die Qualitätsvarianz durch den
Anwender wahrnehmbar ist.
Aufgabe
[0006] Für eine möglichst anwendungssichere und erfolgreiche zahnärztliche Versorgung oder
zahntechnische Arbeit mit fließfähigen Dentalkompositen werden als Gebrauchs- bzw.
Handlingseigenschaften eine nicht zu feste Plastizität (ausreichendes Fließverhalten)
und eine geringe Klebrigkeit (am Applikationsinstrument) gewünscht.
Die Erfindung
[0007] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung oder Verbesserung oder Optimierung
der Gebrauchseigenschaften von Dentalkompositen, besonders solcher mit hohem Füllstoffanteil,
durch Inbeziehungsetzen und Optimieren der Parameter Texturierung und Klebrigkeit.
Die Erfindung betrifft außerdem Dentalkomposite, insbesondere nach dem Verfahren optimierte
Dentalkomposite, die vor allem in Bezug auf die Parameter Texturierung und Klebrigkeit
verbesserte Gebrauchseigenschaften aufweisen. Insbesondere werden die weiter unten
beschriebenen Komponenten A1 und A2 als Additive oder Füllstoffanteil in den Dentalkompositen
eingesetzt.
[0008] Nach dem Verfahren der Erfindung eingestellte bzw. optimierte Dentalkomposite weisen
durch ihre spezielle Zusammensetzung eine optimale Balance von Plastizität und Klebrigkeit
bei gleichzeitig sehr guten Materialeigenschaften auf. Hervorragenden Materialeigenschaften,
insbesondere die niedrigere Schrumpfkraft bei hoher Biegefestigkeit, sind von Kompositen
basierend auf dem Vernetzer TCD-di-HEA beschrieben (
EP 1 719 497 A1,
EP 2 193 776 A2). Die Urethan-Vernetzer (TCD-di-HEA, HEMA-TMDI) bilden üblicherweise Wasserstoffbrücken
aus und führen damit zu einer stärkeren Klebrigkeit bzw. festen Konsistenz/Plastizität.
Eine vorzugsweise weiche Plastizität führt in derartigen Systemen automatisch zu einer
unerwünscht starken Klebrigkeit.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist auf der stofflichen Seite das Einbringen von
zwei zusätzlichen Komponenten A1 und A2 in kleineren Anteilen bis jeweils maximal
5 Gew.-%, bevorzugt von 0,5 bis 5, besonders bevorzugt von 1 bis 4 Gew. -% , von Vorteil.
Komponente A1: Prä-Polymer-Füller
[0009] Bei Zusatz von Prä-Polymer-Füllern, auch als Splitterpolymere oder Splitterpolymerisate
bekannt, ist nach dem Fachwissen zu erwarten, dass die Strukturviskosität geringer
wird. Neben diesem bekannten Effekt wurde jedoch von den Erfindern eine überraschend
deutlich geringere Klebrigkeit an der Kompositoberfläche festgestellt (wie sie durch
Messen der Abzugskraft quantifiziert werden kann, wie weiter unten beschrieben). Durch
Variation des vergleichsweise geringen Anteils der Komponente A1 kann die Klebrigkeit
in einem weiten Bereich eingestellt werden, ohne stärkere Veränderungen der Strukturviskosität
zu bewirken. Die mechanischen Eigenschaften bleiben überraschend stabil, obgleich
die Polymerpartikel deutlich weicher sind.
Komponente A2: hydroxyfunktionalisierte Additive
[0010] Überraschend vorteilhaft wirkt sich auch die Zugabe von flüssigen hydroxyfunktionalisierten
Additiven mit einem Molekulargewicht < 250 g/mol, bevorzugt entsprechend der weiter
unten angegebenen Strukturformel (I), auf die Senkung der Plastizität (das entspricht
einer Verringerung der Strukturviskosität) aus. Diese Wirkung ist überraschend, weil
polare hydroxyfunktionalisierte Substanzen dafür bekannt sind, die Wechselwirkungen
und damit die Thixotropie zu erhöhen. Ohne die Erfindung durch eine Theorie zu beschränken,
lässt sich der gefundene Effekt eventuell damit erklären, dass kleine Moleküle die
bestehenden Wechselwirkungen auch reduzieren können, indem sie vermutlich zwischen
die vorhandenen polaren Gruppen eindringen und damit eine direkte Wechselwirkung der
Partikeloberflächen reduzieren.
[0011] Als derartige Moleküle mit geringem Molekulargewicht lassen sich diejenigen der folgenden
Formel
H-Y-Z (I)
nennen, worin bedeuten:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-Alkyl
R2 = C1-C15-Alkyl, durch ein oder mehrere O-Atome unterbrochenes C2-C14-Alkyl,
n = 2 bis 5
m = 4 bis 11
p = n.
[0012] C
1-C
15-Alkyl kann linear oder verzweigt sein und bedeutet beispielsweise Methyl, Ethyl,
Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, Pentyl, Isopentyl, Hexyl,
Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Dodecyl oder Pentadecyl. Bevorzugt sind C
1-C
12-, z.B. C
1-C
8- oder C
1-C
6-, insbesondere C
1-C
4-Alkyl. C
1-C
12-Alkyl, C
1-C
8-Alkyl, C
1-C
6Alkyl und C
1-C
4-Alkyl können die gleichen Bedeutungen haben wie oben angegeben, bis zur entsprechenden
Anzahl der C-Atome.
Ein durch ein oder mehrere O-Atome unterbrochenes C
2-C
14-Alkyl ist beispielsweise 1 bis 5, z.B. 1 bis 3 oder 1 oder 2 mal durch -O- unterbrochen.
Es ergeben sich z.B. Struktureinheiten wie-O(CH
2)
2OH,-O(CH
2)
2OCH
3,-O(CH
2CH
2O)
2CH
2CH
3,-CH
2-O-CH
3,-CH
2CH
2-O-CH
2CH
3,-[CH
2CH
2O]
y-CH
3, mit y = 1 bis 5, -(CH
2CH
2O)
5CH
2CH
3, -CH
2-CH(CH
3)-O-CH
2-CH
2CH
3 oder -CH
2-CH(CH
3)-O-CH
2-CH
3.
Beispiele für bevorzugte derartige Verbindungen mit geringem Molekulargewicht von
unter 250 g/mol sind neben Wasser niedermolekulare Alkohole wie Ethanol, Propanol,
Isopropanol, n-Butanol, mehrwertige Alkohole, z.B. Glykole wie Ethylenglykol, Glycerin
oder Polyethylenglykole, aber auch methacrylfunktionelle Silane,
[0013] Besonders bevorzugt sind Ethanol, Glycerin, Polyethylenglykol 200 und methacrylfunktionelle
Silane wie z.B. das als "MEMO" oder "Silan A174" bekannte gamma-(Methacryloxy)-propyl-trimethoxysilan
(CAS-Nummer: 2530-85-0), sowie Wasser.
[0014] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man die Eigenschaften vorhandener Rezepturen
einstellen; es kann aber auch bei der Entwicklung neuer Rezepturen eingesetzt werden.
Zweckmäßig geht man von bekannten Dentalkompositen mit hohem Füllstoffanteil aus.
Ziel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei die Einstellung bzw. Verbesserung
oder Optimierung der Gebrauchseigenschaften. Das praktische Vorgehen in einer möglichen
Ausführungsform des Verfahrens wird im Folgenden näher erläutert:
Ausgehend von einem bekannten Dentalkomposit, z.B. VENUS Diamond® (Fa. Heraeus Kulzer)
mit dem Hauptvernetzer TCD-di-HEA
1, wird zunächst das Füllstoffsystem modifiziert. Die dort vorhandene weite Partikelgrößenverteilung,
vorteilhaft für eine hohe Füllkörperpackungsdichte und hervorragende mechanische Eigenschaften,
wird in eine enge Partikelgrößenverteilung um den Mittelwert im Bereich von 1 bis
2 µm umgestellt. Die geringere Packungsdichte und reduzierte Füllstoffoberfläche soll
eine bessere Fließfähigkeit (geringere Strukturviskosität) ermöglichen. Der dadurch
bedingte höhere Schrumpf des Komposites wird durch Zugabe eines deutlich größeren
Prä-Polymerfüllers (mittlere Partikelgröße ca. 30 µm) verbessert. Überraschenderweise
haben kleinere Anteile des Präpolymer-Füllers keine nachteiligen Auswirkungen auf
die mechanischen Eigenschaften, senken aber die Klebrigkeit sehr deutlich.
[0015] Dass kleine polare Moleküle, wie die mit der Formel I zusammengefassten Verbindungen,
wie z.B. Wasser, Polyethylenglykol (PEG) mit MG < 250 und Glycerin, einen Einfluss
auf die rheologischen Eigenschaften von Kompositen ausüben, ist an sich bekannt. Deren
konkreter Einfluss auf bzw. deren gezielter Einsatz in unpolymerisierte(n) Kompositen
wurde jedoch bis heute weder systematisch untersucht noch genutzt.
[0016] Ausgehend vom Fachwissen sollte im Allgemeinen eine zunehmende Polarität im System
zu einer Zunahme der Thixotropie führen. Insbesondere die Silikatoberflächen der marktüblichen
Dentalgläser sind hinsichtlich ihrer Chemie bekannt und bilden unter Wasseraufnahme
weitere Hydroxygruppen aus, die entsprechend dem Fachwissen zu einer Thixotropie führen.
Dieser Effekt ist auch in Dentalkompositen erkennbar, insbesondere bei einer geringen
Wasseraufnahme des trockenen Glasmaterials. Obwohl die eingesetzten Dentalglaspartikel
zur Verwendung silanisiert werden, bleibt ein Effekt der Thixotropie deutlich erkennbar.
Nach einer ersten Wasseraufnahme (Adsorption an der Glaspartikeloberfläche) kehrt
sich dieser Effekt jedoch überraschend um und führt zu einer deutlichen Absenkung
der Strukturviskosität. Dabei kommt es in den untersuchten Fällen bis ca. 3 bis 4
% Wasserzugabe nicht zur erwarteten Phasenbildung. Die Polymerisation der Komposite
wird durch den Anteil Wasser nicht beeinträchtigt.
[0017] Ein bevorzugtes Dentalkomposit im Sinne der Erfindung enthält folgende Komponenten:
65 bis 75 Gew.-% Glasfüller, vorzugsweise BaAlSilikatglas
1 bis 5 Gew.-% Splitterpolymer
0,1 bis 5 Gew.-% Additiv der Formel H-Y-Z
15 bis 25 Gew.-% Monomermischung, vorzugsweise Urethan(meth)acrylate
15 bis 20 Gew.-% Vernetzer, bevorzugt aus der Gruppe TCD-DI-HEA und HEMA-TMDI.
[0018] Derartige Komposite werden bevorzugt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
oder optimiert, oder sie werden durch Verbesserung bestehender Rezepturen erhalten.
[0019] Die Gebrauchseigenschaften eines Komposites sind ein komplexes Zusammenwirken von
Thixotropie, Strukturviskosität und Klebrigkeit. Diese Eigenschaften sind ebenfalls
ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Restaurationstherapie und können mit der erfindungsgemäßen
Methode passend eingestellt werden.
[0020] Um die Effekte sicher zu beurteilen wurden Prüfmethoden entwickelt, um die Kompositeigenschaften
(Fließverhalten/Strukturviskosität und Klebrigkeit) messbar zu erfassen.
[0021] Die Texturierung wird z.B. durch eine Fließfähigkeitsmessung bestimmt. Vor der Messung
wird eine standardisierte Scherung vorgenommen, so dass der Zustand des Komposites
während der Verarbeitung und nach Extrusion aus dem Packmittel simuliert wird. Dann
wird die Konsistenz des Komposites - beispielsweise mittels Penetration durch eine
definierte Nadel (Sonde) bei einer definierten Penetrationsgeschwindigkeit anhand
der Widerstandskraft (entsprechend einer Gewichtskraft) - bestimmt (die Konsistenz
kann zwar im Ruhezustand ohne vorbereitende Scherung bestimmt werden; dies ist aber
für die praktische Verarbeitung kaum relevant). Es ergibt sich ein Zahlenwert IG (entsprechend
einer Gewichtskraft), der in den Tabellen und Diagrammen der Beispiele zu finden ist.
[0022] Die Klebrigkeit (Initialklebrigkeit) wird durch eine Messung der Abzugskraft von
der Kompositoberfläche bestimmt. Dabei wird auf das vorbereitete Material ein Metall-Prüfstempel
definiert aufgesetzt und nach kurzer Verweilzeit definiert abgezogen, wobei die Anhaftung
als Kraft gemessen wird. Es ergibt sich ein Zahlenwert IK (entsprechend einer Gewichtskraft),
der in den Tabellen und Diagrammen der Beispiele zu finden ist. Er wird in den Diagrammen
gegen den Wert IG aufgetragen.
[0023] Bei der Entwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens kam noch eine empirisch ermittelte
Qualitätsbeurteilung hinzu: Die entsprechenden Kompositmaterialien wurden einem Praxistest
unterzogen und deren gute, mittelmäßige oder weniger gute Gebrauchseigenschaften von
den Anwendern (Zahntechnikern und Zahnärzten) beurteilt. Die als besonders geeignet
bzw. akzeptabel empfundenen Mischungen sind in den Tabellen der Beispiele mit
! bzw. * gekennzeichnet. Als weniger oder völlig ungeeignet empfundene Mischungen sind
mit einem ● für weniger geeignet und einem
Ø für völlig ungeeignet gekennzeichnet.
[0024] Demgemäß wurde festgestellt, dass diejenigen Zusammensetzungen, die sich in den Gebrauchseigenschaften
als vorteilhaft herausstellten, IG/IK Quotienten von 2-5 aufweisen, besonders vorteilhafte
von 2-3. Diese empirisch ermittelte Grundlage erlaubt es, sowohl die Art der Additive
zu optimieren als auch deren mengenmäßigen Anteil an der Zusammensetzung, und außerdem
das optimale Mengenverhältnis zwischen Glasfüller und Splitterpolymer, zu ermitteln
(vgl. Beispiel 7).
[0025] Im Umkehrschluss erlaubt dies eine Prognose der Gebrauchseigenschaften nach Bestimmung
der IK und IG Werte. Dem Fachmann wird ein Mittel in die Hand gegeben, die Gebrauchseigenschaften
gezielt zu beeinflussen, und er ist dabei nicht auf Versuch und Irrtum angewiesen.
Der Umfang der Praxistests kann bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens weitgehend
reduziert werden.
[0026] Im Vorliegenden wird unter "fließfähiges Dentalkomposit" bevorzugt ein verformbares
Material, nicht unbedingt aber ein dünnflüssiges Dentalmaterial, verstanden. Insbesondere
wird der Grad der "Fließfähigkeit" geeigneter Materialien im Allgemeinen dadurch bestimmt,
dass Messmethoden für Festigkeit/Konsistenz und Klebrigkeit anwendbar sind.
Initialklebrigkeit
[0027] Gemessen wird die Klebrigkeit (Klebekraft) in Gramm, die beim Abzug eines Messstempels,
welcher mit einer definierten Kraft auf die Probe gedrückt wird, benötigt wird.
Festigkeit
[0028] Gemessen wird die einer festgelegten Eindringtiefe eines Messstempels entgegengesetzte
Kraft in Gramm.
[0029] Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung näher. Teile- und Prozentangaben
beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
Beispiele und Beschreibung der Figuren
[0030] Es werden zahlreiche Kompositvarianten hergestellt. Eine davon (ohne Splitterpolymer)
setzt sich wie folgt zusammen: 1% TEGDMA, 6% HEMA-TMDI, 15% TCD-di-HEA, 6% SiO
2, 72% Dentalglas. Daraus sind die in den Zusammensetzungen der Tabellen nicht explizit
aufgeführten Komponenten zu ersehen.
[0031] Die aus den Tabellen zu ersehenden Kompositvarianten werden erfindungsgemäß auf die
Klebrigkeit und das Fließverhalten geprüft. Letzteres wird über den Grad der Festigkeit
ermittelt. Das Vorgehen ist wie folgt:
Proben: Mit einem Zentrifugalmischer frisch homogenisierte Proben der zu messenden
Pastenmischung.
Umgebungsbedingungen: Messraum mit definiertem Klima.
Beispiel A: Prüfung der Initialklebrigkeit hochviskoser Pasten
[0032] Gemessen wird die Klebrigkeit (Klebekraft) in Gramm, die beim Abzug eines Messstempels,
welcher mit einer definierten Kraft auf die Probe gedrückt wird, benötigt wird.
Gerät: Kraft-Weg Messgerät mit definiertem Prüfstempel
[0033] Auf die mit einem Zentrifugalmischer frisch homogenisierte Probe wird der Messstempel
definiert aufgesetzt und die Abzugskraft ermittelt. Als Ergebnis wird der Mittelwert
der Klebekraft in Pond bzw. Gramm [g] angegeben.
Beispiel B: Prüfung der Festigkeit hochviskoser Pasten
[0034] Gemessen wird die einer festgelegten Eindringtiefe eines Messstempels entgegengesetzte
Kraft in Gramm.
Gerät: Kraft-Weg Messgerät mit definiertem Prüfstempel.
[0035] Als Ergebnis wird der Mittelwert der Kraft in Pond bzw. Gramm [g] angegeben.
Bespiele 1, 2 und 3: Einbezug der im Praxistest ermittelten Beurteilungen
[0036] Die wie oben beschrieben ermittelten Resultate der IG und IK Werte sowie die Ergebnisse
der Beurteilung durch Anwender in Praxistests (Symbole !, *, ●, Ø für optimiert, akzeptabel,
weniger geeignet und ungeeignet) sind am Beispiel von Variationen der Rezeptur des
Dentalkomposits VENUS Diamond® (Heraeus Kulzer GmbH; Geschäftsbereich Dentalprodukte
- Heraeus Dental) in Beispiel 1, Tabelle 1, zusammengestellt.
[0037] Die rechnerisch ermittelten Werte IG/IK wurden mit den Symbol - für weniger geeignet,
* für akzeptabel) und
! für freigegeben (bzw. als optimiert zu betrachten) gekennzeichnet.
[0038] Die einzelnen Tabellen des Beispiels 2 zeigen Zusammensetzungen mit verschiedenen
Glas- und Splitter-Anteilen und einem ansteigenden Wassergehalt, wobei das Wasser
in definierten Mengen als Additiv zugesetzt wurde. Die Bewertungsresultate in Bezug
auf die Gebrauchseigenschaften sind wieder mit den Symbolen !, *, ● und Ø gekennzeichnet.
Beispiel 3 zeigt analog Beispiel 1 den Einfluss der Additive PEG und MEMO.
[0039] Die Beziehungen zwischen den ermittelten Werten für Klebrigkeit und Texturierung
zeigen anschaulich das wissenschaftliche Herangehen an die Optimierung von Dentalkompositen.
Sie sind in den Diagrammen der Figuren zusammengefasst:
Fig. 1 (Beispiel 4) zeigt das Verhalten von Konsistenz und Klebrigkeit bei Zugabe
von Glasfüllstoff und konstantem Anteil Präpolymer-Füllstoff ohne Additiv.
Fig. 2 (Beispiel 5) zeigt unter den Bedingungen des Beispiels 4 den Effekt von Wasser
als Additiv.
Fig. 3 (Beispiel 6) zeigt die Effekte der Variation des Präpolymer-Füllstoffanteils
und des Wasseranteils bei konstantem Glasfüllstoff-Anteil.
Fig. 4 (Beispiel 7) zeigt, wie sich die Optima aus den Beispielen 5 und 6 via Auftragung
der IG/IK Werte ermitteln lassen.
Fig.5 (Beispiel 8 zeigt das Verhalten von Konsistenz und Klebrigkeit bei Zugabe von
Glasfüllstoff und konstantem Anteil Präpolymer-Füllstoff ohne und mit 3 Mengenvarianten
des Additivs MEMO.
Fig. 6 (Beispiel 9) zeigt die Auswertung des Beispiels 8 via Auftragung der IG/IK
Werte.
[0040] Abkürzungen:
- i) F% = Füllstoffanteil in % (Masseanteil aller Füllstoffe: Dentalglas und Prä-Polymer)
- ii) Stabw = Standardabweichung
- iii) GRM = Grundmasse (Komposit ohne farbgebende Pigmentierung)
- iv) o. = ohne
- v) Std. = Standard
- vi) Splitter = Prä-Polymer Füllstoff
- vii) HEMA= 2-Hydroxyethylmethacrylat
- viii) TMDI = 2,2,4(2,4,4)-Trimethyl-1,6-hexanediisocyanat
- ix) HEMA/TMDI = Additionsprodukt aus vii und viii
- x) TEGDMA =Triethylenglykoldimethacrylat
- xi) TCD-di-HEA = (Bis-(acryloyloxymethyl)tricyclo[5.2.1.02,6]decan)
Beispiel 1: Einfluss durch Additiv Wasser - Messwerte / Beurteilungen
[0041]
| |
Messergebnisse Texturen Analysen |
| Materialbezeichnung |
Bemerkung |
Wasser [%] |
Präpolymer [%] |
Glas [%] |
F% |
IG |
|
IK |
|
Bemerkungen |
IG |
Koeffizient IG/IK |
| |
|
|
|
|
|
Kraft, g |
Stab w |
Kraft ,g |
Stab w |
Akzeptanzbereich |
110-170 |
1,25-5,6 |
| SOCO |
|
|
|
|
|
120-170 |
|
30-100 |
|
Freigabebereich |
125-160 |
1,7-4,16 |
| GRM |
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 050711 KR1 |
o. H2O - Std. Paste |
0 |
2 |
66 |
68 |
64● |
3 |
187Ø |
6 |
|
64 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 050711 KR1/ K1 |
|
0 |
2 |
67 |
69 |
88● |
4 |
181Ø |
7 |
|
88 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 050711 KR1/ K2 |
|
0 |
2 |
68 |
70 |
102● |
2 |
144Ø |
7 |
|
102 |
0,7- |
| SOCO GRM VP 050711 KR1/ K3 |
|
0 |
2 |
69 |
71 |
181 Ø |
7 |
81! |
7 |
|
181 |
2,2! |
| SOCO GRM VP 050711 KR1/ K4 |
|
0 |
2 |
70 |
72 |
307 Ø |
6 |
35! |
4 |
|
307 |
8,8- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR2 |
o. H2O / G 018-053 |
0 |
0 |
68 |
68 |
64● |
2 |
200Ø |
6 |
|
64 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K1 |
|
0 |
0 |
69 |
69 |
90● |
4 |
180Ø |
12 |
|
90 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K2 |
|
0 |
0 |
70 |
70 |
118● |
4 |
139Ø |
9 |
|
118 |
0,8- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K3 |
|
0 |
0 |
71 |
71 |
200 Ø |
3 |
71! |
6 |
|
200 |
2,8! |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K4 |
|
0 |
0 |
72 |
72 |
336 Ø |
13 |
35! |
3 |
|
336 |
9,6- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR2 |
o. H2O / Splitter |
0 |
2 |
66 |
68 |
64● |
2 |
200Ø |
6 |
|
64 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/SP/K1 |
|
0 |
3 |
66 |
69 |
87● |
3 |
178Ø |
6 |
|
87 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/SP/K2 |
|
0 |
4 |
66 |
70 |
110● |
1 |
150Ø |
8 |
|
110 |
0,7- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/SP/K3 |
|
0 |
5 |
66 |
71 |
142! |
5 |
103Ø |
5 |
|
142 |
1,4* |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/SP/K4 |
|
0 |
6 |
66 |
72 |
195 Ø |
6 |
74! |
3 |
|
195 |
2,6! |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR3 |
0,5% H2O/G018-053 UF |
0,5 |
2 |
66 |
68 |
44● |
1 |
175 Ø |
10 |
|
44 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K1 |
|
0,5 |
2 |
67 |
69 |
59● |
2 |
162Ø |
11 |
|
59 |
0,4- |
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K2 |
|
0,5 |
2 |
68 |
70 |
110● |
3 |
112Ø |
12 |
|
110 |
1,0- |
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K3 |
|
0,5 |
2 |
69 |
71 |
164! |
8 |
61! |
5 |
|
164 |
2,7! |
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K4 |
|
0,5 |
2 |
70 |
72 |
242Ø |
7 |
29 |
3 |
|
242 |
8,3- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR3 |
0,5% H2O / Splitter |
0,5 |
2 |
66 |
68 |
44● |
1 |
175Ø |
10 |
|
44 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 200611 KR1 |
0,5% H2O / Splitter |
0,5 |
2 |
66 |
68 |
43● |
2 |
166Ø |
10 |
|
43 |
0,3- |
| SOCO GRM VP 200611 KR1/SP/ K1 |
|
0,5 |
3 |
66 |
69 |
58● |
3 |
158Ø |
8 |
|
58 |
0,4- |
| SOCO GRM VP 200611 KR1/SP/ K2 |
|
0,5 |
4 |
66 |
70 |
76● |
3 |
125Ø |
5 |
|
76 |
0,6- |
| SOCO GRM VP 200611 KR1/SP/ K3 |
|
0,5 |
5 |
66 |
71 |
101● |
3 |
78! |
3 |
|
101 |
1,3* |
| SOCO GRM VP 200611 KR1/SP/ K4 |
|
0,5 |
6 |
66 |
72 |
133! |
3 |
60! |
2 |
|
133 |
2,2! |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 270611 KR |
1,0% H2O / G018-053 UF |
1 |
2 |
66 |
68 |
50● |
1 |
104Ø |
9 |
|
50 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K1 |
|
1 |
2 |
67 |
69 |
58● |
2 |
87! |
8 |
|
58 |
0,7- |
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K2 |
|
1 |
2 |
68 |
70 |
68● |
2 |
65! |
4 |
|
68 |
1,0- |
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K3 |
|
1 |
2 |
69 |
71 |
119● |
4 |
37! |
1 |
|
119 |
3,2! |
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K4 |
|
1 |
2 |
70 |
72 |
162! |
5 |
22 |
7 |
|
162 |
7,4- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 220611 KR. |
1,0% H2O /-Splitter |
1 |
2 |
66 |
68 |
51● |
2 |
100! |
12 |
|
51 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 220611 KR/SP/ K1 |
|
1 |
3 |
66 |
69 |
60● |
2 |
73! |
5 |
|
60 |
0,8- |
| SOCO GRM VP 220611 KR/SP/ K2 |
|
1 |
4 |
66 |
70 |
75● |
2 |
58! |
5 |
|
75 |
1,3* |
| SOCO GRM VP 220611 KR/SP/ K3 |
|
1 |
5 |
66 |
71 |
103● |
2 |
45! |
5 |
|
103 |
2,3! |
| Materialbezeichnung |
Bemerkung |
Wasser [%] |
Präpolymer [%] |
Glas [%] |
F% |
IG |
|
IK |
|
Bemerkungen |
IG |
Koeffizient IG/IK |
| SOCO GRM VP 220611 KR/SP/ K4 |
|
1 |
6 |
66 |
72 |
145! |
4 |
26 |
4 |
|
145 |
5,6* |
| SOCO GRM VP300611 KR |
1,5% H2O/G018-053 UF |
1,5 |
2 |
66 |
68 |
56● |
3 |
93! |
10 |
|
56 |
0,6- |
| SOCO GRM VP300611 KR/ K1 |
|
1,5 |
2 |
67 |
69 |
77● |
2 |
46! |
4 |
|
77 |
1,7* |
| SOCO GRM VP300611 KR/ K2 |
|
1,5 |
2 |
68 |
70 |
118● |
1 |
24 |
4 |
|
118 |
4,9* |
| SOCO GRM VP300611 KR/ K3 |
|
1,5 |
2 |
69 |
71 |
177 Ø |
3 |
12 |
1 |
|
177 |
14,8- |
| SOCO GRM VP300611 KR/ K4 |
|
1,5 |
2 |
70 |
72 |
297 Ø |
9 |
4 |
1 |
|
297 |
74,3- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 040711 KR1 |
1,5% H2O / Splitter |
1,5 |
2 |
66 |
68 |
64● |
5 |
81! |
9 |
|
64 |
0,8- |
| SOCO GRM VP 040711 KR1 /SP/ K1 |
|
1,5 |
3 |
66 |
69 |
72● |
3 |
55! |
3 |
|
72 |
1,3* |
| SOCO GRM VP 040711 KR1 /SP/ K2 |
|
1,5 |
4 |
66 |
70 |
99● |
3 |
38! |
3 |
|
99 |
2,6! |
| SOCO GRM VP 040711 KR1 /SP/ K3 |
|
1,5 |
5 |
66 |
71 |
117● |
2 |
24 |
3 |
|
117 |
4,9* |
| SOCO GRM VP 040711 KR1 /SP/ K4 |
|
1,5 |
6 |
66 |
72 |
157! |
3 |
11 |
1 |
|
157 |
14,3- |
| |
|
|
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K1 |
1,0% H2O/ Splitter |
1 |
2 |
67 |
69 |
58● |
2 |
87! |
8 |
|
58 |
0,7- |
| SOCO GRM VP 160811 Rei1 FK67/3 1% H2O |
|
1 |
3 |
67 |
70 |
92● |
3 |
38! |
3 |
|
92 |
2,4! |
| SOCO GRM VP 160811 Rei2 FK67/4 1% H2O |
|
1 |
4 |
67 |
71 |
135 |
3 |
27 |
1 |
|
135 |
5,0* |
| SOCO GRM VP 170811 Rei1 FK67/5 1% H2O |
|
1 |
5 |
67 |
72 |
187Ø |
2 |
7 |
2 |
|
187 |
26,7- |
| SOCO GRM VP 170811 Rei2 FK67/6 1% H2O |
|
1 |
6 |
67 |
73 |
265Ø |
9 |
3 |
1 |
|
265 |
88,3- |
| |
|
|
| SOCO GRM VP 270611 KR/ K2 |
1,0% H2O/Split-ter |
1 |
2 |
68 |
70 |
68● |
2 |
65! |
4 |
|
68 |
1,0- |
| SOCO GRM VP 170811 Rei2 FK68/3 1% H2O |
|
1 |
3 |
68 |
71 |
178Ø |
4 |
14 |
3 |
|
178 |
12,7- |
| SOCO GRM VP 180811 Rei2 FK68/4 1% H2O |
|
1 |
4 |
68 |
72 |
208Ø |
5 |
11 |
2 |
|
208 |
18,9- |
| |
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K1 |
0,5% H2O/ Splitter |
0,5 |
2 |
67 |
69 |
59● |
2 |
162Ø |
11 |
|
59 |
0,4- |
| SOCO GRM VP 180811 Rei2 FK63/3 0,5% H2O |
|
0,5 |
3 |
67 |
70 |
92● |
2 |
115Ø |
9 |
|
|
|
| SOCO GRM VP 180811 Rei3 FK67/4 0,5% H2O |
|
0,5 |
4 |
67 |
71 |
130! |
4 |
60! |
3 |
|
130 |
2,2! |
| SOCO GRM VP 190811 Rei1 FK67/5 0,5% H2O |
|
0,5 |
5 |
67 |
72 |
167! |
3 |
27 |
3 |
|
167 |
6,2- |
| |
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR3/ K2 |
0,5% H2O/Sp litter |
0,5 |
2 |
68 |
70 |
110● |
3 |
112Ø |
12 |
|
110 |
1,0- |
| SOCO GRM VP 190811 Rei2 FK68/3 0,5,% H2O |
|
0,5 |
3 |
68 |
71 |
132! |
2 |
57! |
1 |
|
132 |
2,3! |
| SOCO GRM VP 190811 Rei3 FK68/4 0,5% H2O |
|
0,5 |
4 |
68 |
72 |
194Ø |
1 |
28 |
1 |
|
194 |
6,9- |
Beispiel 2: Einfluss durch Additiv Wasser - Matrixauswertung
Beispiel 3: Einfluss durch hydroxyfunktionelle Additive (PEG200, Glycerin, MEMO) -
Messwerte und Beurteilungen
[0043]
| |
Messergebnisse Texturen Analysen |
| Material |
|
Präpolymer [%] |
Glas [%] |
F% |
IG |
|
IK |
|
Bemerkungen |
IG |
Koeffizient IG/IK |
| |
|
|
|
|
Kraft, g |
Stabw |
Kraft,g |
Stabw |
|
|
|
| SOCO |
|
|
|
|
130-170 |
|
30-100 |
|
Freigabebereich |
130-170 |
1,3-5,67 |
| GRM |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 250711 Rei |
Glycerin |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 100811 Rei1 |
0,5% Glycerin |
2 |
67 |
69 |
135! |
3 |
87! |
5 |
|
135! |
1,6* |
| SOCO GRM VP 100811 Rei2 |
1,0% Glycerin |
2 |
67 |
69 |
215 Ø |
4 |
15● |
2 |
|
215 |
14,3- |
| SOCO GRM VP 110811 Rei1 |
1,5% Glycerin |
2 |
67 |
69 |
268 Ø |
6 |
15● |
2 |
|
268 |
17,9- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 250711 Rei1 |
0,5% Glycerin |
2 |
69 |
71 |
321 Ø |
6 |
8● |
0,5 |
|
321 |
40,1- |
| SOCO GRM VP 250711 Rei2 |
1,0% Glycerin |
2 |
69 |
71 |
414 Ø |
8 |
6● |
2 |
|
414 |
69,0- |
| SOCO GRM VP 250711 Rei3 |
1,5% Glycerin |
2 |
69 |
71 |
534 Ø |
38 |
10● |
1 |
|
534 |
53,4- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 280711 Rei |
PEG 200 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 110811 Rei2 |
0,5% PEG 200 |
2 |
67 |
69 |
87● |
2 |
76! |
6 |
|
87 |
1,1- |
| SOCO GRM VP 110811 Rei3 |
1,0% PEG 200 |
2 |
67 |
69 |
94● |
2 |
70! |
7 |
|
94 |
1,3* |
| SOCO GRM VP 110811 Rei4 |
1,5% PEG 200 |
2 |
67 |
69 |
72● |
3 |
72! |
8 |
|
72 |
1,0- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 280711 Rei1 |
0,5% PEG 200 |
2 |
69 |
71 |
222 Ø |
5 |
30! |
3 |
|
222 |
7,4- |
| SOCO GRM VP 280711 Rei2 |
1,0% PEG 200 |
2 |
69 |
71 |
171 Ø |
7 |
26● |
3 |
|
171 |
6,6- |
| SOCO GRM VP 280711 Rei3 |
1,5% PEG 200 |
2 |
69 |
71 |
166! |
1 |
29● |
3 |
|
166 |
5,7- |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 250711 Rei |
MEMO Silan GF31 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| SOCO GRM VP 280711 Rei4 |
0,5% GF31 |
32 |
69 |
71 |
112● |
2 |
150 Ø |
5 |
|
112 |
0,7- |
| SOCO GRM VP 250711 Rei2 |
1,0% GF31 |
Messungen entfallen zu weich |
|
|
|
| SOCO GRM VP 250711 Rei3 |
1,5% GF31 |
|
|
|
| |
|
|
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K1 |
o. H2O / G 018-053 |
0 |
69 |
69 |
90● |
4 |
180 Ø |
12 |
|
90 |
0,5- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K2 |
o. H2O / G 018-053 |
0 |
70 |
70 |
118● |
4 |
139 Ø |
9 |
|
118 |
0,8- |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K3 |
o. H2O / G 018-053 |
0 |
71 |
71 |
200 Ø |
3 |
71! |
6 |
|
200 |
2,8! |
| SOCO GRM VP 140611 KR2/ K4 |
o. H2O / G 018-053 |
0 |
72 |
72 |
336 Ø |
13 |
35! |
3 |
|
336 |
9,6- |
| |
|
|
| SOCO GRM VP 110811 Rei2 |
0,5% PEG 200 |
2 |
68 |
70 |
158! |
5 |
39! |
3 |
|
158 |
4,1! |
| SOCO GRM VP 110811 Rei3 |
1,0% PEG 200 |
2 |
68 |
70 |
143! |
1 |
36! |
3 |
|
143 |
4,0! |
| SOCO GRM VP 110811 Rei4 |
1,5% PEG 200 |
2 |
68 |
70 |
151! |
3 |
35! |
2 |
|
151 |
4,3* |
Beispiel 3a: Einfluss durch hydroxyfunktionelle Additive - Matrixauswertung
Fortsetzung Beispiel 3a
1. Verfahren zur Einstellung oder Verbesserung oder Optimierung der Gebrauchseigenschaften
von Füllstoff(e) und Glasfüller(n) enthaltenden, fließfähigen Dentalkompositen, bei
dem
i) mindestens ein Splitterpolymerisat-Füller A1 zugegeben wird,
ii) der Anteil der Komponente A1 variiert wird,
iii) mindestens ein hydroxyfunktionalisiertes Additiv A2 mit einem Molekulargewicht < 250 g/mol zugegeben wird, wobei
das Additiv A2 der Formel H-Y-Z (I) entspricht, worin bedeuten:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-Alkyl
R2 = C1-C15-Alkyl, durch ein oder mehrere O-Atome unterbrochenes C2-C14-Alkyl,
n = 2 bis 5
m = 4 bis 10
p = n,
wobei jeweils maximal 5 Gew.-% des mindestens einen Additivs A1 und A2, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung des Dentalkomposits, zugegeben werden,
iv) eine Messgröße IK [Kraft, Gramm] für die Klebrigkeit gemessen wird, eine Messgröße
IG [Kraft, Gramm] für die Texturierung oder Plastizität oder Konsistenz gemessen wird
und beide Messgrößen zueinander in Beziehung gesetzt werden, wobei
- der Wert IG für die Texturierung/Plastizität/Konsistenz aus dem Kraftaufwand bei
Durchtritt durch eine definierte Verengung oder
aus der einer festgelegten Eindringtiefe eines Messstempels entgegengesetzten Kraft
ermittelt wird, und
- der Wert IK für die Klebrigkeit aus der Abzugskraft beim Abzug des Messstempels
von der Kompositoberfläche, welcher mit einer definierten Kraft auf die Probe gedrückt
worden ist, ermittelt wird, und sodann
v) ein optimiertes Mengenverhältnis von Glasfüller(n) und Splitterpolymerisat-Füller
ermittelt wird, wobei
der Quotient aus dem Wert IG für Texturierung/Plastizität/Konsistenz geteilt durch
den Klebrigkeitswert IK als Messgröße zur Gütebeurteilung dient.
2. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem zusätzlich das Mengenverhältnis
zwischen Splitterpolymerisat-Füller und dem/den weiteren Füllstoff(en) variiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung
des Dentalkomposits, des mindestens einen Additivs A2 der Formel H-Y-Z (I) zugegeben werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Additiv A2 ausgewählt wird aus Wasser, Polyethylenglykol (PEG) mit MG < 250 und Glycerin.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Dentalkomposit folgende Komponenten
umfasst:
65 bis 75 Gew.-% Glasfüller
1 bis 5 Gew.-% Splitterpolymerisat-Füller
0,1 bis 5 Gew.-% Additiv A2 der Formel H-Y-Z
15 bis 25 Gew.-% Monomermischung
15 bis 20 Gew.-% Vernetzer.
6. Fließfähiges, Füllstoffe enthaltendes, durch das Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 5 behandeltes Dentalkomposit,
wobei die Füllstoffe mindestens einen Glasfüllstoff und mindestens einen Füllstoff
A1 aus der Gruppe der Splitterpolymerisate auf der Basis von gemahlenem, zusammen mit
anorganischen Partikeln aus Siliziumdioxid vorpolymerisiertem Polymer umfassen und
wobei das Dentalkomposit mindestens eine hydroxyfunktionalisierte Verbindung der Formel
H-Y-Z (I) mit einem Molekulargewicht < 250 g/mol als Additiv
A2 enthält, worin bedeuten:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-Alkyl
R2 = C1-C15-Alkyl, durch ein oder mehrere O-Atome unterbrochenes C2-C14-Alkyl,
n = 2 bis 5
m = 4 bis 10
p = n und
wobei die Additive A1 und A2 jeweils mit maximal 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung des Dentalkomposits,
enthalten sind und
wobei das Dentalkomposit einen Quotienten IG/IK von 2-5 aufweist, wobei IG für den
Wert für Texturierung/Plastizität/Konsistenz und IK für den Klebrigkeitswert IK stehen.
7. Dentalkomposit nach Anspruch 6 wobei der IG/IK Wert im Bereich von 2 bis 3 liegt.
8. Dentalkomposit-Zusammensetzung erhalten durch das Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 5 enthaltend
65 bis 75 Gew.-% Glasfüller, vorzugsweise BaAl-Silikatglas (röntgenopakes Dentalglas)
1 bis 5 Gew.-% Splitterpolymerisat-Füller
0,1 bis 5 Gew.-% Additiv der Formel (I) H-Y-Z
15 bis 25 Gew.-% Monomermischung, vorzugsweise Urethan(meth)acrylate
15 bis 20 Gew.-% Vernetzer, bevorzugt aus der Gruppe TCD-di-HEA und HEMA-TMDI, wobei
das Dentalkomposit einen Quotienten IG/IK von 2-5 aufweist, wobei IG für den Wert
für Texturierung/Plastizität/Konsistenz und IK für den Klebrigkeitswert IK stehen.
9. Verwendung mindestens einer hydroxyfunktionalisierten Verbindung der Formel H-Y-Z
(I) mit einem Molekulargewicht < 250 g/mol, worin bedeuten:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-Alkyl
R2 = C1-C15-Alkyl, durch ein oder mehrere O-Atome unterbrochenes C2-C14-Alkyl,
n = 2 bis 5
m = 4 bis 10
p = n
als Additiv A2 und
mindestens ein Splitterpolymerisat-Füller A1
jeweils zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften fließfähiger, Füllstoff(e) enthaltender
Dentalkomposite, wobei das Additiv A1 und A2 jeweils in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, verwendet
wird.
1. Method for adjusting or improving the usage properties of flowable dental composites
containing fillers(s) and glass filler(s), in which
i) at least one prepolymer filler A1 is added,
ii) the content of component A1 is varied,
iii) at least one hydroxy-functionalised additive A2 having a molecular weight < 250 g/mol is added,
the additive A2 being of formula H-Y-Z (I), where:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyl
R2 = C1-C15-alkyl, C2-C14-alkyl interrupted by one or more O-atoms,
n = 2 to 5
m = 4 to 10
p = n,
a maximum of 5 % by weight each of the at least one additive A1 and A2, based on the total composition of the dental composite, being added,
iv) a measurand IK [Force, gram] for adhesiveness and a measurand IG [Force, gram]
for texturing or plasticity or consistency are being related to each other,
- the value IG for texturing/plasticity/consistency being determined from the effort
of force upon passage through a defined constriction or
from the force opposing a predetermined penetration depth of a measuring stamp, and
- the value IK for adhesiveness being determined from the pull-off force upon pull-off
of the measuring stamp from the composite surface, which has been pressed onto the
sample with a defined force, and thereafter
v) an optimised proportion of glass filler(s) and prepolymer filler is determined,
the quotient of the value IG for texturing/plasticity/consistency divided by the adhesiveness
value IK functioning as measurand for quality evaluation.
2. Method according to any one of the preceding claims, in which the proportion of prepolymer
filler and the further filler(s) is varied additionally.
3. Method according to claim 1 or 2, 0.1 to 5 % by weight, based on the total composition
of the dental composite, of the at least one additive A2 of formula H-Y-Z (I) being added.
4. Method according to any one of the claims 1 to 3, the additive A2 being selected from water, polyethylene glycol (PEG) with MW < 250 and glycerol.
5. Method according to any one of the claims 1 to 4, the dental composite comprising
the following components:
65 to 75 % by weight glass filler
1 to 5 % by weight prepolymer filler
0.1 to 5 % by weight additive A2 of formula H-Y-Z
15 to 25 % by weight monomer mixture
15 to 20 % by weight cross-linker.
6. Flowable dental composite containing fillers, treated by a method according to any
one of the claims 1 to 5,
the fillers containing at least one glass filler and at least one filler
A1 from the group of prepolymers on the basis of ground polymer pre-polymerised together
with inorganic particles from silicon dioxide, and
the dental composite containing at least one hydroxy-functionalised compound of formula
H-Y-Z (I) having a molecular weight < 250 g/mol as additive
A2, where:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyl
R2 = C1-C15-alkyl, C2-C14-alkyl interrupted by one or more O-atoms,
n = 2 to 5
m = 4 to 10
p = n, and
the additives A1 and A2 each being contained with a maximum of 5 % by weight, based on the total composition
of the dental composite, and
the dental composite having a quotient IG/IK of 2-5, IG representing the value for
texturing/plasticity/consistency and IK representing the adhesiveness value IK.
7. Dental composite according to claim 6, the IG/IK value being in the range of 2 to
3.
8. Dental composite composition obtained by a method according to any one of the claims
1 to 5 containing
65 to 75 % by weight glass filler, preferably BaAl silicate glass (radiopaque dental
glass)
1 to 5 % by weight prepolymer filler
0.1 to 5 % by weight additive of formula (I) H-Y-Z
15 to 25 % by weight monomer mixture, preferably urethane (meth)acrylate
15 to 20 % by weight cross-linker, preferably from the group TCD-di-HEA and HEMA-TMDI,
the dental composite having a quotient IG/IK of 2-5, IG representing the value for
texturing/plasticity/consistency and IK representing the adhesiveness value IK.
9. Use of a hydroxy-functionalised compound of formula H-Y-Z (I) having a molecular weight
< 250 g/mol, where:
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyl
R2 = C1-C15-alkyl, C2-C14-alkyl interrupted by one or more O-atoms,
n = 2 to 5
m = 4 to 10
p = n
as additive A2, and
at least one prepolymer filler A1
each for improving the usage properties of flowable dental composites containing filler(s),
the additive A1 and A2 each being used in amounts of 0.5 to 5 % by weight, based on the total composition.
1. Procédé pour ajuster ou améliorer les propriétés d'utilisation des composites dentaires
fluides contenant de la/des charge(s) et de la/des charge(s) de verre, dans lequel
i) au moins une charge de prépolymère A1 est ajoutée,
ii) le teneur du composant A1 est varié,
iii) au moins un additif fonctionnalisé hydroxy A2 ayant un poids moléculaire
< 250 g/mol est ajouté,
l'additif A2 étant de la formule H-Y-Z (I), où :
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyle
R2 = C1-C15-alkyle, C2-C14-alkyle interrompu par un ou plusieurs O-atomes,
n = 2 à 5
m = 4 à 10
p = n,
un maximum de 5 % en poids à chaque fois d'au moins un additif A1 et A2, basé sur la composition totale du composite dentaire, étant ajouté,
iv) un mesurande IK [Force, gramme] pour l'adhésivité et un mesurande IG [Force, gramme]
pour la texturation ou la plasticité ou la consistance sont être liés l'un à l'autre,
- la valeur IG pour la texturation/plasticité/consistance étant déterminée de l'effort
de force lors du passage à travers d'une constriction définie ou
de la force opposante une profondeur de pénétration prédéterminée d'un poinçon de
mesure, et
- la valeur IK pour l'adhésivité étant déterminée de la force de traction lors de
la traction du poinçon de mesure loin de la surface de composite, qui a été pressé
sur l'échantillon avec une force définie, et ensuite
v) une proportion optimisée de la/des charge(s) de verre et du prépolymère est déterminée,
le quotient de la valeur IG pour la texturation/plasticité/consistance divisé par
la valeur d'adhésivité IK servant du mesurande pour l'évaluation de qualité.
2. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la proportion de la
charge de prépolymère et l'/les autre(s) charge(s) est variée additionnellement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, 0,1 to 5 % en poids, basés sur la composition
totale du composite dentaire, de l'au moins un additif A2 de la formule H-Y-Z (I) étant ajoutés.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, l'additif A2 étant sélectionné parmi de l'eau, du polyéthylène glycol (PEG) avec PM < 250 et glycérine.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, le composite dentaire comprenant les
composants suivants :
65 à 75 % en poids de la charge de verre,
1 à 5 % en poids de la charge de prépolymère
0.1 à 5 % en poids de l'additif A2 de la formule H-Y-Z
15 à 25 % en poids de la mixture monomère
15 à 20 % en poids de l'agent de réticulation.
6. Composite dentaire fluide contenant des charges, traité par le procédé selon l'une
des revendications 1 à 5,
les charges contenant au moins une charge de verre et au moins une charge
A1 de la groupe des prépolymères sur la base du polymère moulu prépolymérisé conjointement
avec des particules inorganiques du dioxyde de silicium, et
le composite dentaire contenant au moins un composé fonctionnalisé hydroxy de la formule
H-Y-Z (I) ayant un poids moléculaire < 250 g/mol en tant que l'additif
A2, où :
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyle
R2 = C1-C15-alkyle, C2-C14-alkyle interrompu par un ou plusieurs O-atomes,
n = 2 à 5
m = 4 à 10
p = n, et
les additifs A1 et A2 à chaque fois étant contenus avec un maximum de 5 % en poids, basé sur la composition
totale du composite dentaire, et
le composite dentaire ayant un quotient IG/IK de 2-5, IG représentant la valeur pour
la texturation/plasticité/consistance et IK représentant la valeur d'adhésivité IK.
7. Composite dentaire selon la revendication 6, le valeur IG/IK étant de l'ordre de 2
à 3.
8. Composition de composite dentaire obtenu par le procédé selon l'une des revendications
1 à 5 contenant
65 à 75 % en poids de la charge de verre, de préférence du verre au silicate de BaAl
(de la verre dentaire radio-opaque)
1 à 5 % en poids de la charge de prépolymère
0.1 à 5 % en poids de l'additif de la formule (I) H-Y-Z
15 à 25 % en poids de la mixture monomère, de préférence du (méth)acrylate d'uréthane
15 à 20 % en poids de l'agent de réticulation, de préférence de la groupe TCD-di-HEA
et HEMA-TMDI,
le composite dentaire ayant un quotient IG/IK de 2-5, IG représentant la valeur pour
la texturation/plasticité/consistance et IK représentant la valeur d'adhésivité IK.
9. Utilisation d'un composé fonctionnalisé hydroxy de la formule H-Y-Z (I) ayant un poids
moléculaire < 250 g/mol, où :
Y = -O-, -S-, -CO-, -OSi(OR1)2-, -OE
Z = H, OH, SH, NH2, COOH, COOR2
E = -CnHmOp-
R1 = H, C1-C4-alkyle
R2 = C1-C15-alkyle, C2-C14-alkyle interrompu par un ou plusieurs O-atomes,
n = 2 à 5
m = 4 à 10
p = n, et
en tant que l'additif A2, et
au moins une charge de prépolymère A1
à chaque fois pour améliorer les propriétés d'utilisation des composites dentaires
fluides contenant de la/des charge(s), l'additifs A1 et A2 à chaque fois étant utilisé en montants de 0,5 à 5 % en poids, basés sur la composition
totale.