[0001] Die Erfindung betrifft ein Maschinenuntergestell für eine Werkzeugmaschine, insbesondere
für eine angetriebene Tischkreissäge, umfassend einen Maschinenrahmen, der zumindest
in einer Lagerstellung des Maschinenuntergestells einen Aufnahmeraum zur geschützten
Aufnahme und Abstützung der Werkzeugmaschine begrenzt, und wenigstens drei, vorzugsweise
vier Stützbeine, die schwenkbar an dem Maschinenrahmen gelagert sind.
[0002] Derartige Maschinenuntergestelle sind aus dem Stand der Technik bekannt und bieten
grundsätzlich den Vorteil, dass das Maschinenuntergestell aus einer Lagerstellung
in eine Betriebsstellung überführt werden kann, in der die Stützbeine zur Abstützung
des Maschinenrahmens auf einem Untergrund dienen, wobei die Stützbeine in der Lagerstellung
zumindest abschnittsweise innerhalb des durch den Maschinenrahmen begrenzten Aufnahmeraums
aufgenommen sind. Hierdurch ist das Maschinenuntergestell mit der Werkzeugmaschine
in der Lagerstellung vergleichsweise kompakt, während in der Betriebsstellung des
Maschinenuntergestells eine zuverlässige Abstützung der Werkzeugmaschine erreicht
wird.
[0003] Ein solches Maschinenuntergestell ist beispielsweise von der Firma Festool bekannt,
wobei die Stützbeine jeweils paarweise gegenüber dem Maschinenrahmen in den Aufnahmeraum
eingeschwenkt werden können. Damit sich die paarweise verbundenen Stützbeine in eingeschwenktem
Zustand nicht gegenseitig behindern, ist die Schwenkachse des ersten Stützbeinpaares
mit einem in der Betriebsstellung größeren Abstand zu dem Untergrund angeordnet als
die Schwenkachse des zweiten Stützbeinpaares.
[0004] Weiterhin sind aus dem Stand der Technik Gestelle zum Abstützen und Lagern einer
Werkzeugmaschine bekannt, die klappbar gestaltet sind, wobei die Gestelle ferner auch
zum Transport der Werkzeugmaschinen geeignet sind. Derartige Gestelle sind beispielsweise
aus den Dokumenten
DE 10 2009 058 464 A1 und
US 7,690,408 B2 bekannt.
[0005] Ein Nachteil von solchen Gestellen, die gleichzeitig auch noch zum Transport genutzt
werden können, ist oftmals, dass diese in der Lagerstellung vergleichsweise sperrig
sind. Weiterhin weisen diese oftmals eine in der Praxis begrenzte Stabilität in der
Betriebsstellung auf.
[0006] Dem gegenüber besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Maschinenuntergestell
bereitzustellen, das in der Betriebsstellung eine möglichst stabile Abstützung einer
daran angebrachten Werkzeugmaschine ermöglicht und in einer Lagerstellung möglichst
kompakt zusammenklappbar ist, wobei die Werkzeugmaschine insbesondere in der Lagerstellung
durch die Komponenten des Maschinenuntergestells geschützt innerhalb des Aufnahmeraums
aufgenommen ist.
[0007] Demgemäß schlägt die vorliegende Erfindung ein Maschinenuntergestell für eine Werkzeugmaschine
vor, insbesondere für eine angetriebene Tischkreissäge, das einen Maschinenrahmen,
der zumindest in einer Lagerstellung des Maschinenuntergestells einen Aufnahmeraum
zur geschützten Aufnahme und Abstützung der Werkzeugmaschine begrenzt, und wenigstens
drei, vorzugsweise vier, Stützbeine umfasst, die schwenkbar an dem Maschinenrahmen
gelagert sind, wobei das Maschinenuntergestell aus seiner Lagerstellung in eine Betriebsstellung
überführt werden kann, in der die Stützbeine zur Abstützung des Maschinenrahmens auf
einem Untergrund dienen, wobei die Stützbeine in der Lagerstellung zumindest abschnittsweise
innerhalb des durch den Maschinenrahmen begrenzten Aufnahmeraums aufgenommen sind,
und wobei die Stützbeine in der Lagerstellung bezüglich des Maschinenrahmens alle
in einer im Wesentlichen gleichen Schwenkrichtung verschwenkt sind.
[0008] Dadurch, dass nicht, wie im Stand der Technik, die Stützbeine zueinander verschwenkt
werden, sondern in eine gleiche Verschwenkrichtung, ist es nicht notwendig, die Schwenkachsen
in unterschiedlichen Abständen zum Untergrund anzuordnen, wodurch eine höhere Stabilität
erreicht wird. Gleichzeitig jedoch können die Stützbeine weiterhin weitestgehend in
dem Aufnahmeraum des Maschinenrahmens aufgenommen werden, ohne dass diese sich dabei
gegenseitig behindern. Hierdurch ist eine äußerst kompakte Lagerstellung des Maschinenuntergestells
erreichbar.
[0009] Gemäß der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Maschinenrahmen nicht notwendigerweise
einen geschlossenen, d. h. umlaufenden, Rahmen. Stattdessen wird damit eine Rahmenanordnung
bezeichnet, die beispielsweise über Rahmen-Streben oder - Profile und dergleichen
einen entsprechenden Aufnahmeraum aufspannt. An diesen Streben oder Profilen können
zusätzlich Seitenwände bzw. Seitenteile angebracht werden, die einen seitlich umschlossenen
Aufnahmeraum bereitstellen.
[0010] Der Aufnahmeraum muss jedoch nicht notwendigerweise durch den Rahmen seitlich umschlossen
sein. So kann es hingegen für eine besonders leichte Ausführungsform eines derartigen
Maschinenuntergestells sinnvoll sein, den Maschinenrahmen möglichst nur durch einzelne
miteinander verbundene Streben zu bilden, die den Aufnahmeraum wie beispielsweise
Seitenkanten eines Quaders begrenzen.
[0011] Der Maschinenrahmen wird erfindungsgemäß durch wenigstens drei Stützbeine in seiner
Betriebsstellung von einem Untergrund abgestützt, wobei für eine verbesserte Stabilität
vorzugsweise vier Stützbeine vorgesehen sind. Das Anordnen von mehr als vier Stützbeinen
ist selbstverständlich grundsätzlich ebenfalls denkbar, wobei regelmäßig jedoch hierdurch
kein zusätzlicher technischer Vorteil erzielt werden wird.
[0012] Um den Maschinenrahmen aus der Betriebsstellung in seine Lagerstellung und umgekehrt
zu überführen, werden die Stützbeine relativ zu dem Maschinenrahmen verschwenkt. Hierzu
sind diese schwenkbar an dem Maschinenrahmen gelagert.
[0013] Erfindungswesentlich ist gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung, dass
die Stützbeine nicht in Richtung zueinander und somit in verschiedene Richtungen bezüglich
des Maschinenrahmens verschwenkt werden, sondern alle in einer im Wesentlichen gleichen
Schwenkrichtung. Von vorne betrachtet, d.h. von der Position, die ein Anwender in
Benutzung der Werkzeugmaschine regelmäßig einnehmen würde, können alle Stützbeine
bezüglich dem Maschinenrahmen beispielsweise nach rechts oder nach links, nach hinten
oder nach vorne verschwenkt werden.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist zudem wenigstens eines der Stützbeine
mittels einer Gelenkverbindung an dem Maschinenrahmen gelagert, die neben der Verschwenkbarkeit
des Stützbeins relativ zu dem Maschinenrahmen auch eine translatorische Verschiebung
des wenigstens einen Stützbeins relativ zu dem Maschinenrahmen ermöglicht. Durch Vorsehen
dieser speziellen Gelenkverbindung ist es möglich, wenigstens eines, bevorzugt zwei
der Stützbeine nicht nur zu verschwenken, sondern (für eine kompaktere Lagerung) in
den Aufnahmeraum des Maschinenrahmens hineinzuschieben. So kann ein erstes Paar von
Stützbeinen in den Aufnahmeraum hinein verschwenkt werden, während das zweite Paar
von Stützbeinen von dem Aufnahmeraum weg verschwenkt wird und dann in einem weiteren
Schritt (vor oder nach dem Verschwenken) durch relatives Verschieben in den Aufnahmeraum
hinein geschoben wird. Die Füße der Stützbeine, d. h. diejenigen Enden der Stützbeine,
die in der Betriebsstellung den Untergrund kontaktieren, können bei dem zweiten Paar
von Stützbeinen noch aus dem Maschinenrahmen vorstehen, wodurch eine leichtere Handhabung
gewährleistet ist, wenn das Maschinenuntergestell wieder aus der Lagerstellung zurück
in eine Betriebsstellung überführt werden soll.
[0015] Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Maschinenuntergestell
für eine Werkzeugmaschine bereitgestellt, insbesondere für eine angetriebene Tischkreissäge,
das einen Maschinenrahmen, der zumindest in einer Lagerstellung des Maschinenuntergestells
einen Aufnahmeraum zur geschützten Aufnahme und Abstützung der Werkzeugmaschine begrenzt,
und wenigstens drei, vorzugsweise vier Stützbeine umfasst, die schwenkbar an dem Maschinenrahmen
gelagert sind, wobei das Maschinenuntergestell aus seiner Lagerstellung in eine Betriebsstellung
überführt werden kann, in der die Stützbeine zur Abstützung des Maschinenrahmens auf
einem Untergrund dienen, wobei die Stützbeine in der Lagerstellung zumindest abschnittsweise
innerhalb des durch den Maschinenrahmen begrenzten Aufnahmeraums aufgenommen sind,
und wobei die Stützbeine mittels einer Gelenkverbindung an dem Maschinenrahmen gelagert
sind, die neben der Verschwenkbarkeit des jeweiligen Stützbeins relativ zu dem Maschinenrahmen
auch eine translatorische Verschiebung des jeweiligen Stützbeins relativ zu dem Maschinenrahmen
ermöglicht.
[0016] Bei diesem zweiten Aspekt der Erfindung werden folglich nicht nur ein oder zwei der
Stützbeine sowohl relativ zu dem Maschinenrahmen verschwenkt als auch verschoben,
sondern alle Stützbeine.
[0017] Dabei kann jedem Stützbein eine separate Gelenkverbindung zugeordnet sein oder beispielsweise
jedem Paar von Stützbeinen eine separate Gelenkverbindung.
[0018] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Gelenkverbindung
wenigstens einen ersten Aufnahmebereich umfasst, durch den sich eine Rahmenstrebe
des Maschinenrahmens zu erstrecken vermag, sowie einen zweiten Aufnahmebereich durch
den sich ein Stützbein zu erstrecken vermag.
[0019] Alternativ kann die Gelenkverbindung jedoch auch an einer Rahmenstrebe oder einem
anderen Teil des Maschinenrahmens angebracht sein, ohne dass sich die Rahmenstrebe
durch einen ersten Aufnahmebereich der Gelenkverbindung erstrecken muss. Bei einer
solchen Ausführungsform reicht selbstverständlich die Ausbildung eines einzigen Aufnahmebereichs
aus.
[0020] Dabei kann die Gelenkverbindung sich um die in ihrem ersten Aufnahmebereich aufgenommene
Rahmenstrebe verschwenken, so dass das damit verbundene Stützbein ebenfalls eine Schwenkbewegung
um die sich durch den Aufnahmebereich erstreckende Rahmenstrebe vollführen kann. Zudem
kann das Stützbein relativ zu der Gelenkverbindung entlang des zweiten Aufnahmebereichs,
durch den es sich erstreckt, verschoben werden.
[0021] Das Maschinenuntergestell kann ferner eine Rollenanordnung zum Rollen des Maschinenuntergestells
auf dem Untergrund aufweisen. Dies ist besonders günstig, wenn die Werkzeugmaschine
nicht nur an einem Ort in Betrieb genommen und gelagert werden soll, sondern von dem
Ort, an dem sie betrieben wird, zu einem anderen Ort, an dem sie gelagert werden soll,
transportiert werden muss. Dabei kann die Rollenanordnung bevorzugt an dem Maschinenrahmen
angeordnet sein.
[0022] Bei einer solchen Ausführungsform kann es in Kombination mit dem wenigstens einen
verschiebbaren Stützbein eine dritte definierte Stellung des Maschinenuntergestells
geben, die sogenannte Transport- bzw. Trolleystellung, in der eines oder zwei verschiebbare
Stützbeine wie auch die anderen verschwenkbaren Stützbeine bereits aus der Betriebsstellung
in die Lagerstellung gebracht wurde bzw. wurden, jedoch noch nicht in den Aufnahmeraum
eingeschoben ist bzw. sind. Dieses Stützbein bzw. diese Stützbeine können dann, ähnlich
wie bei einem Koffertrolley, als Haltegriff zum Führen des Maschinenuntergestells
genutzt werden. Die Rollenanordnung kann dabei beispielsweise in der Nähe der anderen
beiden Stützbeinlagerstellen an dem Maschinenrahmen angeordnet sein.
[0023] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Maschinenrahmen eine Grundplatte umfasst,
die in der Betriebsstellung des Maschinenuntergestells als Auflagefläche für ein zu
bearbeitendes Werkstück genutzt werden kann. Diese Grundplatte kann insbesondere über
den Maschinenrahmen seitlich überstehen, d. h. in ihren Grundabmessungen breiter und
tiefer sein als der diese unterstützende Maschinenrahmen. Insbesondere bei einer solchen
Ausführungsform kann es weiter vorteilhaft sein, dass die Stützbeine unabhängig voneinander
verschwenkbar sind und die Verschwenkachsen, um die die Stützbeine verschwenkbar sind,
geneigt zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise ist es möglich, die in der Betriebsstellung
des Maschinenuntergestells durch die Stützbeine aufgespannte Aufstandsfläche der Stützbeine
zu vergrößern und somit eine bessere Stabilität des Maschinenuntergestells zu gewährleisten.
[0024] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Stützbeine in der Betriebsstellung und/oder
in der Lagerstellung mittels eines Sicherungsmechanismus in ihrer Stellung gegen ein
Verschwenken gesichert werden können. Zudem kann vorgesehen sein, dass bei einer Ausführungsform,
in der wenigstens ein verschwenkbares und zugleich relativ verschiebbares Stützbein
vorgesehen ist, der Sicherungsmechanismus auch dazu dienen kann, dass wenigstens eine
schwenkbare und verschiebbare Stützbein zusätzlich gegen ein relatives Verschieben
zu sichern. Bei einer Koppelung einer Sicherung gegen ein Verschwenken und einer Sicherung
gegen ein Verschieben (translatorische Bewegung) kann beispielsweise der Sicherungsmechanismus
auch derart ausgebildet sein, dass eine Verschiebung des jeweiligen Stützbeins nur
in bestimmten Winkellagen des Stützbeins vorgesehen ist, z.B. nur in einer ausgeschwenkten
Stellung, in der das Stützbein zur Abstützung des Maschinenrahmens dient wird eine
translatorische Verschiebung des Stützbeins relativ zu dem Maschinenrahmen durch den
Sicherungsmechanismus verhindert.
[0025] Der Sicherungsmechanismus kann eine Anzahl von Sicherungsteilen umfassen, von denen
wenigstens ein Sicherungsteil fest mit dem Maschinenrahmen verbunden ist (Rahmensicherungsteil)
und mit wenigstens einem korrespondierenden Sicherungsteil sichernd zusammenzuwirken
vermag, das fest mit einem der Stützbeine verbunden ist
[0026] (Stützbein-Sicherungsteil). Dabei kann eines der Sicherungsteile oder der korrespondierenden
Sicherungsteile (d.h. das Rahmensicherungsteil oder das Stützbein-Sicherungsteil)
beispielsweise einen Sicherungsvorsprung umfassen, der in ein als Ausnehmung gebildetes
anderes Sicherungsteil (d.h. Stützbein-Sicherungsteil oder das das Rahmensicherungsteil)
sichernd einzugreifen vermag. Alternative Ausführungsformen sind jedoch ebenfalls
denkbar, beispielsweise dass das Rahmensicherungsteil und das Stützbein-Sicherungsteil
als zwei Vorsprünge ausgebildet sind, die sich sichernd aneinander abzustützen vermögen.
[0027] Der Sicherungsvorsprung kann beispielsweise an einem manuell betätigbaren Hebel oder
dergleichen angeordnet sein und durch Betätigung des Hebels außer Eingriff oder in
Eingriff mit der Ausnehmung oder dem jeweils anderen Vorsprung gebracht werden. Weiterhin
kann es günstig sein, eines der Sicherungsteile elastisch in Richtung zu der sichernden
Position vorzuspannen, beispielsweise mit Hilfe eines Federelements.
[0028] Schließlich kann der Sicherungsmechanismus eine Anzahl von Sicherungsanschlägen umfassen,
die an dem Maschinenrahmen fest angebracht sind und ein Verschwenken der Stützbeine
in nur eine vorgegebene Verschwenkrichtung erlauben oder den möglichen Schwenkwinkel
zumindest einseitig begrenzen. Hierdurch wird für den Benutzer, der möglicherweise
mit anderen klappbaren Maschinenuntergestellen aus dem Stand der Technik vertraut
war, die Bedienung des erfindungsgemäßen Maschinenuntergestells erleichtert, da eine
Fehlbedienung (Einklappen der Stützbeine in die falsche Richtung) hierdurch ausgeschlossen
werden kann. Weiterhin wird durch Vorsehen derartiger Sicherungsanschläge die Stabilität
des Maschinenuntergestells insbesondere in der Betriebsstellung zusätzlich erhöht.
[0029] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
detaillierter erläutert. In den Figuren sind drei bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung gezeigt, wobei einzelne Merkmale miteinander kombiniert sind. Der Fachmann
wird jedoch die einzelnen Merkmale für sich genommen betrachten und gegebenenfalls
zu anderen sinnvollen Kombinationen zusammenfügen können.
[0030] Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- eine isometrische Ansicht des erfindungsgemäßen Maschinenuntergestells gemäß einer
ersten Ausführungsform in Betriebsstellung,
- Figuren 2a-f
- das Maschinenuntergestell der Figur 1 in unterschiedlichen Stellungen;
- Figuren 3a-d
- ein erfindungsgemäßes Maschinenuntergestell gemäß einer zweiten Ausführungsform in
unterschiedlichen Stellungen und Ansichten; und
- Figuren 4a-d
- ein erfindungsgemäßes Maschinenuntergestell gemäß einer dritten Ausführungsform in
unterschiedlichen Stellungen und Ansichten.
[0031] In den Figuren sind unterschiedliche beispielshafte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Maschinenuntergestells gezeigt. Dabei betreffen die Figuren 1 bis 2f eine erste Ausführungsform,
die Figuren 3a bis d eine zweite Ausführungsform, welche der ersten weitestgehend
entspricht, sowie die Figuren 4a bis d eine dritte Ausführungsform. Übereinstimmende
Merkmale sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei diesen
bei der zweiten Ausführungsform die Ziffer "1" und bei der dritten Ausführungsform
die Ziffer "2" vorangestellt ist.
[0032] Die Figuren 1 bis 2f zeigen ein erfindungsgemäßes Maschinenuntergestell gemäß der
ersten Ausführungsform, das allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Das
Maschinenuntergestell 10 umfasst einen Maschinenrahmen 20 sowie daran gelenkig angebrachte
Stützbeine 30. Wie in Figur 1 zu erkennen ist, wird der Maschinenrahmen 20 im Wesentlichen
durch miteinander verbundene Rahmen-Streben 20a begrenzt, die beispielsweise über
separate Verbindungsteile 20c miteinander verbunden sein können. Alternativ können
diese jedoch ebenfalls direkt, beispielsweise durch Schweißen, stoffschlüssig oder
formschlüssig, beispielsweise durch Umformen, miteinander verbunden sein.
[0033] Ferner sind vier Seitenteile 20b an den Streben 20a des Maschinenrahmens 20 angeordnet,
die den Maschinenrahmen 20 in der gezeigten Ausführungsform seitlich abschließen.
In einer alternativen Ausgestaltungsvariante kann jedoch selbstverständlich auch auf
diese Seitenteile 20b verzichtet werden.
[0034] Die Streben 20a begrenzen einen Aufnahmeraum im Inneren des Maschinenrahmens 20,
in dem Komponenten einer daran angebrachten Werkzeugmaschine, wie beispielsweise der
Antrieb, geschützt aufgenommen werden können. In der gezeigten Ausführungsform ist
in der Figur 1 von der Werkzeugmaschine, einer Tischkreissäge, nur die Sägeanordnung
60 umfassend das Sägeblatt 62 und eine zugehörige Schutzanordnung 64 gezeigt, wobei
das Sägeblatt 62 nur teilweise aus einer Grundplatte 24 des Maschinenrahmens 20 vorragt.
[0035] Die Grundplatte 24 dient im Betrieb der Werkzeugmaschine dazu, zu bearbeitende Werkstücke
abzustützen. Dementsprechend weist die Grundplatte 24 im Bereich des Sägeblatts 62
der Tischkreissäge eine definierte schlitzförmige Ausnehmung 26 auf, durch die sich
das Sägeblatt 62 im Betrieb der Werkzeugmaschine zumindest teilweise erstrecken kann.
Des Weiteren sind auf der Grundplatte 24 verschiebbare Anschläge 28a und 28b vorgesehen,
die eine Anlagefläche für das zu bearbeitende Werkzeug bilden können.
[0036] Schließlich ist an dem Maschinenrahmen 20 eine Rollenanordnung mit zwei Rollen 22
angebracht, welche zum rollenden Transport der an dem Maschinenuntergestell 10 angeordneten
Werkzeugmaschine dienen können.
[0037] Auf weitere an dem Maschinenrahmen 20 angebrachte Details, wie beispielsweise eine
Kabelhalterung sowie Betätigungseinheiten zur Betätigung (Ein- und Ausschalten sowie
Steuern) der Tischkreissäge soll in dem Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
nicht näher eingegangen werden.
[0038] Die Stützbeine 30 sind in der in der Figur 1 gezeigten Stellung des Maschinenuntergestells
ausgeklappt und stützen den Maschinenrahmen 20 zusammen mit der Werkzeugmaschine (repräsentiert
durch die Sägeanordnung 60) von einem (nicht dargestellten) Untergrund ab. Dabei weisen
die Stützbeine 30 Stützfüße 30a und 30b auf, welche beispielsweise aus einem anderen
Material als die Stützbeine 30 selbst hergestellt sein können, insbesondere aus Gummi
oder dergleichen, um eine bessere Rutschfestigkeit und Standfestigkeit auf dem Untergrund
bereitzustellen. Die Stützfüße 30a unterscheiden sich von den Stützfüßen 30b insoweit,
als dass diese einen Flansch aufweisen, der als Anschlag für die einschiebbaren Stützbeine
(vergleiche Figur 2b) dient. Zugleich können die Stützfüße 30a aufgrund ihrer Form
als Handgriffe genutzt werden (vgl. Figur 2c).
[0039] Wie nachfolgend anhand der unterschiedlichen Stellungen des Maschinenuntergestells
näher erläutert wird, sind die Stützbeine 30 über Gelenkverbindungen 32 und 34 verschwenkbar
an dem Maschinenrahmen 20 gelagert. Dabei unterscheiden sich in der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Gelenkverbindungen 32 und 34 in der Weise voneinander,
dass durch die Gelenkverbindungen 34 zusätzlich zu einer Verschwenkbarkeit der Stützbeine
30 relativ zu dem Maschinenrahmen 20 auch eine translatorische Verschiebbarkeit der
Stützbeine 30 relativ zu dem Maschinenrahmen 20 bereitgestellt wird.
[0040] Die unterschiedlichen Stellungen des erfindungsgemäßen Maschinenuntergestells sind
in den Figuren 2a bis 2f gezeigt, wobei Figur 2a eine Lagerstellung des Maschinenuntergestells
10 und der daran angebrachten Werkzeugmaschine zeigt. Aus dieser Lagerstellung kann
das Maschinenuntergestell 10 durch eine Kippbewegung (vergleiche den mit "B" bezeichneten
Pfeil in der Figur 2b) in eine Transportstellung überführt werden. Um den Rolltransport
des Maschinenuntergestells und der daran angeordneten Werkzeugmaschine zu erleichtern,
können zwei der Stützbeine 30, die in der Lagerstellung zumindest größtenteils innerhalb
des Aufnahmeraums des Maschinenrahmens 20 aufgenommen waren, aus diesem herausgezogen
werden (vergleiche den mit "C" bezeichneten Pfeil in der Figur 2c). In dieser Stellung,
der sogenannten Trolleystellung, lässt sich das Maschinenuntergestell ähnlich wie
ein Koffertrolley einfach von einem Ort zum anderen transportieren, wobei die ausgefahrenen
Stützbeine 30 zum Führen und Lenken des rollenden Maschinenuntergestells dienen können.
[0041] Soll nun das Maschinenuntergestell in die Betriebsstellung der Figur 2f gebracht
werden, so werden zusätzlich auch die anderen beiden Stützbeine aus dem Aufnahmeraum
herausgeschwenkt (vergleiche den durch "D" bezeichneten Pfeil der Figur 2d) und die
zur Führung des Maschinenuntergestells genutzten Stützbeine 30 in die Betriebsstellung
relativ zu dem Maschinenrahmen 20 verschwenkt (vergleiche den mit "E" bezeichneten
Pfeil der Figur 2e). Schließlich muss das Maschinenuntergestell nur noch erneut gekippt
werden, um in die Betriebsstellung zu gelangen, in der alle vier Stützbeine zur Abstützung
auf dem Untergrund dienen.
[0042] In den Figuren 3a bis 3c sind die einzelnen nutzbaren Positionen des Maschinenuntergestells
nochmals im Detail gezeigt. In Figur 3d ist das Maschinenuntergestell wie in der Figur
3c in seiner Betriebsstellung gezeigt, allerdings nicht von vorne, wie in den Figuren
3a-c, sondern von der Seite.
[0043] Die zweite Ausführungsvariante der Figuren 3a bis 3c und 3d entspricht dabei weitestgehend
dem Maschinenuntergestell der Figuren 1 und 2a bis 2f, wobei diese Ausführungsform
keine Seitenwangen 20b aufweist und die an dem Maschinenuntergestell anbringbare Werkzeugmaschine
weggelassen wurde. Des Weiteren unterscheidet sich die Ausführungsform der Figuren
3a bis 3d durch die Ausprägung der Stützfüße der verschiebbaren Stützbeine. Die Stützfüße
130a der Figuren 3a bis 3d sind dabei derart ausgebildet, dass diese wie in der ersten
Ausführungsform sowohl als Handgriff bei der Trolleystellung als auch als Anschläge
dienen können. Zusätzlich erschweren oder verhindern diese jedoch aufgrund ihrer Ausgestaltung
ein unerwünschtes Verkippen des Maschinenuntergestells in der Betriebsstellung und
sorgen somit für eine höhere Stabilität der Maschinenuntergestells 110 in dessen Betriebsstellung.
[0044] Wie in den Figuren, insbesondere in den Figuren 3c und 3d zu erkennen ist, unterscheiden
sich die Gelenkverbindungen bzw. Gelenke 132 und 134 wie folgt voneinander: Das in
der Figur 3c links gezeigte Gelenk 132 dient ausschließlich zur gelenkigen Lagerung
des zugehörigen Stützbeins 130 an dem Maschinenrahmen 120, wobei, wie insbesondere
in Figur 3d zu erkennen ist, die zugehörige Strebe 120a des Maschinenrahmens 120 in
den Bereichen, in denen daran ein Gelenk 132 angebracht ist, nicht parallel zu der
Grundplatte 124 verläuft, sondern leicht hierzu geneigt ist. Hieraus ergibt sich,
dass die Schwenkachsen, um die die Gelenke 132 und somit die damit verbundenen Stützbeine
130 relativ zu dem Maschinenrahmen 120 verschwenkbar sind, ebenfalls zueinander geneigt
sind. In ausgeklappter Stellung wird hierdurch eine größere Aufstandsfläche der Stützbeine
130 auf dem Untergrund erreicht, während in eingeklappter Stellung die Stützbeine
130 besser in dem Aufnahmeraum aufgenommen werden können, ohne sich gegenseitig dabei
zu behindern.
[0045] Die Gelenke 132 können zwei Gelenkteile umfassen, die gemeinsam eine erste Aufnahme
für die Rahmenstrebe 120a bilden, an der sie angeordnet sind, sowie eine zweite Aufnahme
für das zu befestigende Stützbein. Die Stützbeine können auf unterschiedliche Weise
an den Gelenken 132 befestigt werden, beispielsweise kann die Aufnahme sich zunehmend
verjüngen, so dass ein eingestecktes Stützbein durch Reibung in der Aufnahme gehalten
wird. Alternative Befestigungsvarianten, wie durch Form- oder Stoffschluss sind ebenfalls
denkbar.
[0046] Weiterhin können im Bereich der ersten Aufnahme Mittel vorgesehen sein, die ein möglichst
reibungsarmes Verschwenken des jeweiligen Gelenks 132 relativ zu der Rahmenstrebe
120a ermöglichen, wie z.B. ein Gleitlagerring oder dergleichen. Schließlich kann im
Bereich der zweiten Aufnahme ein Sicherungsmechanismus bzw. eine Sicherungsanordnung
150 zur Sicherung des jeweiligen Gelenks in wenigstens einer Stellung relativ zu der
Rahmenstrebe 120a vorgesehen sein.
[0047] Die in der Figur 3c rechts dargestellten Gelenkverbindungen 134 können in ähnlicher
Weise an dem Maschinenrahmen 120 angebracht sein, wobei auch bei diesen Gelenkverbindungen
134 eine geneigte Stellung der Verschwenkachsen durch die Ausbildung der zugehörigen
Rahmenstrebe 120 vorgesehen werden kann. Zusätzlich zu einer Verschwenkbarkeit der
zugehörigen Stützbeine 130 wird durch die Gelenkverbindungen 134 jedoch auch eine
translatorische Verschiebbarkeit der Stützbeine 130 bereitgestellt. So ist an den
Gelenkverbindungen 134 im Bereich der zweiten Aufnahme eine Durchgangsöffnung vorgesehen,
durch die das zugehörige Stützbein 130 hindurchgeschoben werden kann, wodurch der
zugehörige Stützfuß 130a zu dem Maschinenrahmen 120 hin oder von diesem weg verlagert
werden kann. Eine eingeschobene Stellung ist in der Figur 3a gezeigt, wobei diese
ebenso wie die Figur 2b zeigt, dass für eine besonders platzsparende Aufnahme der
Stützbeine 130 innerhalb des Aufnahmeraums der Anstellwinkel der Verschwenkachsen
der jeweiligen Stützbeine derart gewählt ist, dass die in den Figuren 3a bis 3c rechts
angeordneten Stützbeine seitlich an den links angeordneten Stützbeinen vorbeigeführt
werden können.
[0048] Damit das Maschinenuntergestell eine zuverlässige und sichere Abstützung eines in
der Betriebsstellung zu bearbeitenden Werkstücks bereitstellen kann, ist zudem die
Sicherungsanordnung 150 vorgesehen, welche bei den Gelenkverbindungen 132 ein unerwünschtes
Verschwenken der Stützbeine 130 relativ zu dem Maschinenrahmen 120 verhindert und
bei den Gelenkverbindungen 134 neben einem unerwünschten Verschwenken zusätzlich noch
ein unerwünschtes Verschieben der Stützbeine 130 relativ zu dem Maschinenrahmen 120
unterbindet.
[0049] Eine solche Sicherungsanordnung 150 kann beispielsweise durch einen verlagerbaren
Rastbolzen oder dergleichen gebildet sein, der zur Sicherung gegen eine unerwünschte
Verschwenkbewegung mit einem korrespondierenden Sicherungselement an der zugehörigen
Rahmenstrebe 120a in Eingriff bringbar ist. Ein solches korrespondierendes Sicherungselement
kann beispielsweise eine Ausnehmung, eine Vertiefung oder einen Gegenanschlag umfassen.
Das Sicherungselement kann unmittelbar an der Rahmenstrebe 120a angeordnet sein oder
an einem zusätzlich damit fest verbundenen Teil, wie einem Rastblech. Weiterhin kann
der verlagerbare Rastbolzen einen Anschlag bilden und dadurch eine unerwünschte translatorische
Bewegung der Stützbeine relativ zu dem Gelenk 134 verhindern.
[0050] In einer denkbaren Ausführungsvariante kann ein Rasthebel mit einem zugehörigen Rastbolzen
im Bereich der zweiten Aufnahme des Gelenks 132 oder 134 vorgesehen sein, der sichernd
in eine Ausnehmung an der zugehörigen Rahmenstrebe 120a einzugreifen vermag, um das
Gelenk 132 oder 134 in seiner Stellung zu fixieren. Der gleiche Rastbolzen oder ein
weiterer Rastbolzen kann als Anschlag für das Stützbein 130 in der zweiten Aufnahme
des Gelenks 134 dienen und dieses in seiner ausgefahrenen Stellung halten. Zum Lösen
der Sicherungsanordnung 150 kann der Hebel einfach in der Weise bewegt werden, dass
der Bolzen aus dem jeweiligen Eingriff gelöst wird, so dass dieser eine Bewegung des
Gelenks 132 oder 134 relativ zu der Rahmenstrebe 120a und/oder des Stützbeins 130
relativ zu der zugehörigen Gelenkverbindung 134 ermöglicht. Besonders bevorzugt kann
die Sicherungsanordnung 150 zusätzlich ein elastisches Element umfassen, das das wie
auch immer geartete Sicherungsmittel in einer sichernden Stellung vorspannt.
[0051] Die Figuren 4a bis 4d zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Maschinenuntergestells, bei dem sowohl die Ausbildung des Maschinenrahmens 220 als
auch die gelenkige Anbindung der Stützbeine 230 an dem Maschinenrahmen 220 sich von
den ersten beiden Ausführungsformen unterscheidet. Die Ansichten der Figuren 4a bis
4d entsprechen dabei denen der Figuren 3a bis 3d.
[0052] Der Maschinenrahmen 220 der dritten Ausführungsform umfasst ebenfalls eine Grundplatte
224, von der sich in der Art eines Tisches vier Rahmenstreben 220a wie Beine nach
unten erstrecken. Zur Stabilisierung sind zusätzliche Stützstreben 254 vorgesehen,
welche wie nachfolgend erläutert wird auch als Führungsschienen für die einschiebbaren
Stützbeine dienen können.
[0053] Die klappbaren Stützbeine 230 sind in dieser Ausführungsvariante allesamt nicht nur
gelenkig, d. h. relativ zu diesem verschwenkbar, mit dem Maschinenrahmen 220 verbunden,
sondern zudem auch verschiebbar an diesem angebracht. Dabei weist jede der beinartigen
Stützstreben bzw. Beinstrebe 220a des Maschinenrahmens 220 eine Ausnehmung 240 (strichliniert
angedeutet in der Figur 4b) auf, durch welche sich die Stützbeine 230 erstrecken und
durch welche sie in den Aufnahmeraum eingeschoben werden können.
[0054] Die translatorische Verschiebbarkeit der Stützbeine 230 wird durch zwei Anschläge
250 und 252 an den Stützbeinen 230 begrenzt. Der erste im Aufnahmeraum angeordnete
Anschlag 250 ist dabei durch ein separates Element gebildet, welches über eine Gelenkverbindung
234 mit dem zugehörigen Stützbein 230 verbunden ist. Der Anschlag begrenzt zum einen
die Auszugsbewegung des jeweiligen Stützbeins 230 aus dem Aufnahmeraum des Maschinenrahmens
220. Weiterhin kann der Anschlag 250 jedoch auch als Gleitfuß dienen, der in der Führungsschiene
254 geführt ist.
[0055] Die Gelenkverbindung 234 umfasst dabei im Wesentlichen ein Langloch 234b, in welchem
ein Lagerbolzen 234a drehbar und verlagerbar aufgenommen ist. Dabei kann der Lagerbolzen
234a fest mit dem Stützbein 230 verbunden sein und das Langloch 234b dem Anschlagselement
250 zugeordnet sein. Zudem kann die Gelenkverbindung 234 zwei Gelenkteile umfassen,
den Beinhalter und das Beingelenk, welche an einem Ende jeweils mit dem Stützbein
230 oder dem Anschlag 250 fest verbunden sind. An dem jeweiligen anderen Ende der
Gelenkteile ist das Langloch 234b oder der darin aufgenommene Lagerbolzen 234a ausgebildet.
[0056] Wird nun eine Stützbein 230 durch die Ausnehmung 240 so weit herausgezogen, bis der
Anschlag 250 an der Innenseite der Beinstrebe 220a anschlägt, so ragt die Gelenkverbindung
234 mit dem Lagerbolzen 234a und dem zugehörigen Langloch 234b bereits auf der anderen
Seite der Stützstrebe 220a hervor, so dass das Stützbein 230 relativ zu dem Anschlag
250 und somit auch zu dem Maschinenrahmen 220 verschwenkt werden kann (vergleiche
Figur 4c). Durch das Eigengewicht des Maschinenrahmens 220 wird der Lagerbolzen 234a
innerhalb des Langlochs 234b nach unten verlagert, so dass die Ausnehmen 240 relativ
zu der Oberkante des Beingelenks der Gelenkverbindung 234 verschoben wird. Ein unerwünschtes
Wegklappen bzw. Einschieben der Stützbeine 230 wird bei diesem Mechanismus folglich
durch eine selbsttätige Verriegelung verhindert.
[0057] Die Gelenkverbindung 234 liegt in der ausgeklappten Stellung der Stützbeine (vergleiche
Figur 4c) außenseitig an dem Maschinenrahmen 220 an, wobei der Abstand zwischen dem
inneren Anschlag 250 und dem Gelenklagerbolzen 234a derart gewählt ist, dass die Gelenkverbindung
234 mit dem Stützbein 230 in Anlage an dem Maschinenrahmen 220 gehalten wird. Auf
diese Weise wird gewährleistet, dass die Stützbeine nicht unerwünscht verschwenkt
werden können, sondern in der Betriebsstellung des Maschinenuntergestells 210 (vgl.
Fig. 4c und 4d) einen stabilen Stand des Maschinenuntergestells bereitstellen.
[0058] Die Anlagefläche an der Außenseite des Maschinenrahmens 220 sowie die Ausrichtung
des Langlochs 234b sind ebenfalls derart gewählt, dass ein Verschwenken des zugehörigen
Stützbeins 230 nur in einer solchen Position möglich ist, in der der Lagerbolzen 234a
an dem in Figur 5c oberen Ende des Langlochs 234b anliegt. Eine solche Stellung des
Lagerbolzens 234a bezüglich des Langlochs 234b kann nur dadurch erreicht werden, dass
das Maschinenuntergestell angehoben wird oder in eine andere Position (vergleichbar
mit der Position in der Figur 2b) verlagert wird, in welcher der Anwender das Stützbein
230 gegenüber dem Maschinenrahmen 220 in der gewünschten Weise verschiebt, bis er
dieses relativ zu dem Maschinenrahmen 220 verschwenken kann. Erst wenn das Stützbein
230 relativ zu dem Maschinenrahmen 220 verschwenkt ist, kann dieses wiederum durch
die Ausnehmung 240 hindurchgeführt und in den Aufnahmeraum des Maschinenrahmens 220
eingeschoben werden.
[0059] Dabei lässt sich das Stützbein 230 so lange in den Aufnahmeraum einschieben, bis
der zweite Anschlag 252 an der Außenseite des Maschinenrahmens 220 zur Anlage kommt.
Wie in Figur 4d ersichtlich, dient der zweite Anschlag 252 zusätzlich auch als Stabilisierung,
indem er jeweils zwei Stützbeine 230 miteinander verbindet.
[0060] In eingeklappter und eingeschobener Stellung dienen die Stützbeine 230 aufgrund ihrer
einseitigen Führung über die Stützstrebe 254 und den Anschlag 250 zudem als zusätzlicher
Schutz der innerhalb des Aufnahmeraums aufgenommenen Werkzeugmaschinen-Komponenten.
1. Maschinenuntergestell (10; 110) für eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine angetriebene
Tischkreissäge, umfassend:
- einen Maschinenrahmen (20; 120), der zumindest in einer Lagerstellung des Maschinenuntergestells
einen Aufnahmeraum zur geschützten Aufnahme und Abstützung der Werkzeugmaschine begrenzt,
und
- wenigstens drei, vorzugsweise vier, Stützbeine (30; 130), die schwenkbar an dem
Maschinenrahmen gelagert sind,
wobei das Maschinenuntergestell (10; 110) aus seiner Lagerstellung in eine Betriebsstellung
überführt werden kann, in der die Stützbeine (30; 130) zur Abstützung des Maschinenrahmens
auf einem Untergrund dienen, wobei die Stützbeine (30; 130) in der Lagerstellung zumindest
abschnittsweise innerhalb des durch den Maschinenrahmen (20; 120) begrenzten Aufnahmeraums
aufgenommen sind, und wobei die Stützbeine (30; 130) in der Lagerstellung bezüglich
des Maschinenrahmens (20; 120) alle in einer im wesentlichen gleichen Schwenkrichtung
verschwenkt sind.
2. Maschinenuntergestell (10; 110) nach Anspruch 1,
wobei wenigstens eines der Stützbeine (30; 130) mittels einer Gelenkverbindung (34;
134) an dem Maschinenrahmen (20; 120) gelagert ist, die neben der Verschwenkbarkeit
des Stützbeins (30; 130) zudem eine translatorische Verschiebung des wenigstens einen
Stützbeins (30; 130) relativ zu dem Maschinenrahmen (20; 120) ermöglicht.
3. Maschinenuntergestell (210) für eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine angetriebene
Tischkreissäge umfassend:
- einen Maschinenrahmen (220), der zumindest in einer Lagerstellung des Maschinenuntergestells
einen Aufnahmeraum zur geschützten Aufnahme und Abstützung der Werkzeugmaschine begrenzt,
und
- wenigstens drei, vorzugsweise vier, Stützbeine (230), die schwenkbar an dem Maschinenrahmen
(220) gelagert sind,
wobei das Maschinenuntergestell (210) aus seiner Lagerstellung in eine Betriebsstellung
überführt werden kann, in der die Stützbeine (230) zur Abstützung des Maschinenrahmens
(220) auf einem Untergrund dienen, wobei die Stützbeine (230) in der Lagerstellung
zumindest abschnittsweise innerhalb des durch den Maschinenrahmen (220) begrenzten
Aufnahmeraums aufgenommen sind, und wobei die Stützbeine (230) mittels einer Gelenkverbindung
(234) an dem Maschinenrahmen (220) gelagert sind, die neben der Verschwenkbarkeit
des jeweiligen Stützbeins (230) zudem eine translatorische Verschiebung des Stützbeins
(230) relativ zu dem Maschinenrahmen (220) ermöglicht.
4. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
wobei die Gelenkverbindung (34; 134; 234) wenigstens einen ersten Aufnahmebereich
umfasst, durch den sich eine Rahmenstrebe (20a; 120a; 220a) des Maschinenrahmens (20;
120; 220) zu erstrecken vermag, sowie einen zweiten Aufnahmebereich durch den sich
ein Stützbein (30; 130; 230) zu erstrecken vermag.
5. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das Maschinenuntergestell (10; 110; 210) ferner eine Rollenanordnung (22; 122;
222) zum Rollen des Maschinenuntergestells (10; 110; 210) auf dem Untergrund aufweist.
6. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die Stützbeine (30; 130; 230) unabhängig voneinander verschwenkbar sind
7. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Verschwenkachsen, um die die Stützbeine (10; 110; 210) verschwenkbar sind,
geneigt zueinander angeordnet sind.
8. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die Stützbeine in der Betriebsstellung und/oder der Lagerstellung mittels eines
Sicherungsmechanismus (150) in ihrer Stellung gegen ein Verschwenken und/oder gegen
ein Verschieben gesichert werden können.
9. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach Anspruch 8,
wobei der Sicherungsmechanismus die Stützbeine abhängig von ihrer Winkellage relativ
zu dem Maschinen gegen ein Verschieben zu sichern oder für ein Verschieben freizugeben
vermag.
10. Maschinenuntergestell (10; 110; 210) nach Anspruch 8 oder 9,
wobei der Sicherungsmechanismus (150) eine Anzahl von Sicherungsteilen umfasst, von
denen wenigstens ein Sicherungsteil fest mit dem Maschinenrahmen (20; 120; 220) verbunden
ist und mit wenigstens einem korrespondierenden Sicherungsteil sichernd zusammenzuwirken
vermag, das fest mit einem der Stützbeine (30; 130; 230) verbunden ist.
11. Maschinenuntergestell nach Anspruch 10,
wobei das korrespondierende Sicherungsteil einen Hebel mit einem Sicherungsvorsprung
umfasst und wobei der Sicherungsvorsprung in das als Ausnehmung gebildete Sicherungsteil
sichernd einzugreifen vermag.
12. Maschinenuntergestell nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
wobei der Sicherungsmechanismus eine Anzahl von Sicherungsanschlägen umfassen kann,
die an dem Maschinenrahmen fest angebracht sind und ein Verschwenken der Stützbeine
in nur eine vorgegebene Verschwenkrichtung erlauben oder den möglichen Schwenkwinkel
zumindest einseitig zu begrenzen.