[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kunststoffbehältnis und insbesondere
ein Behältnis für karbonisierte Flüssigkeiten und insbesondere Getränke. Aus dem Stand
der Technik ist eine Vielzahl von Kunststoffbehältnissen bekannt. Diese Kunststoffbehältnisse
weisen üblicherweise einen Boden, einen sich an diesen Boden anschließenden Grundkörper
sowie einen sich an den Grundkörper anschließenden Schulterbereich und eine Mündung
auf.
[0002] Bereits seit längerem ist man bestrebt, derartige Kunststoffbehältnisse möglichst
leicht zu gestalten. Auf der anderen Seite müssen derartige Kunststoffbehältnisse,
insbesondere, wenn sie für die Befüllung mit einem karbonisierten Getränk gedacht
sind, auch einem gewissen Innendruck standhalten können. Je leichter das Flaschengewicht
wird, desto anfälliger sind üblicherweise diese Behältnisse für Deformationen bei
Innendruck (Durchmesserzuwachs, Höhenwachstum).
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Behältnisse bekannt, welche einen bestimmten Innendruck
kompensieren können bzw. sich gezielt ausdehnen können. Die
US 6,841,262 beschreibt ein Behältnis mit einem Griffbereich. Dieser Griffbereich ist dabei gegenüber
einem Grundkörperbereich eingeschnürt.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kunststoffbehältnis
zur Verfügung zustellen, welches einerseits sehr leicht ist und andererseits auch
für die Befüllung mit karbonisierten Getränken geeignet ist.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß durch ein Kunststoffbehältnis nach Anspruch 1 erreicht.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Kunststoffbehältnis zur Aufnahme von Flüssigkeiten und insbesondere
zur Aufnahme von karbonisierten Getränken weist einen Bodenbereich auf, einen sich
in einer Längsrichtung des Behältnisses an diesen Bodenbereich anschließenden Grundkörper,
einen sich in der Längsrichtung des Behältnisses an diesen Grundkörper anschließenden
Schulterbereich und einen sich in der Längsrichtung des Behältnisses an diesen Schulterbereich
anschließenden Mündungsbereich mit einer Behältnismündung.
[0007] Erfindungsgemäß weist das Behältnis einen in der Längsrichtung des Behältnisses zwischen
dem Grundkörper und der Behältnismündung angeordneten Griffbereich auf, dessen Außenquerschnitt
(bzw. insbesondere im Fall eines kreisförmigen Querschnitts dessen Außendurchmesser)
wenigstens abschnittsweise geringer ist als ein mittlerer Außenquerschnitt (bzw. insbesondere
im Fall eines kreisförmigen Querschnitts dessen Außendurchmesser) des Schulterbereichs.
[0008] Unter einem sich Anschließen eines Bereiches an einen anderen Bereich wird verstanden,
dass dieser auf den jeweils anderen Bereich folgt, wobei dabei kein unmittelbares
Folgen vorliegen muss (jedoch vorliegen kann). So kann sich beispielsweise der Grundkörper
mittelbar über einen Zwischenbereich (etwa an den Bodenbereich) anschließen. Das Gleiche
gilt auch für den Schulterbereich, den Mündungsbereich und auch die Mündung.
[0009] Unter einem geringeren Außenquerschnitt des Griffbereichs gegenüber dem Schulterbereich
wird insbesondere verstanden, dass ein mittlerer Außenquerschnitt (gemittelt in der
Längsrichtung) des Schulterbereichs größer ist als ein Außenquerschnitt des Griffbereichs.
Vorteilhaft ist der Außenquerschnitt des Griffbereichs geringer als der Außenquerschnitt
des Schulterbereichs und zwar unabhängig von der Position in der Längsrichtung des
Behältnisses, an der der Querschnitt des Schulterbereichs bestimmt wird. Mit anderen
Worten ist ein beliebiger senkrecht zur Längsrichtung des Behältnisses gemessener
Querschnitt des Schulterbereichs stets größer als ein beliebiger senkrecht zur Längsrichtung
des Behältnisses gemessener Querschnitt bzw. Durchmesser des Griffbereichs.
[0010] Vorteilhaft ist das Kunststoffbehältnis im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass ein Kunststoffbehältnis beispielsweise eine elliptische
Form aufweist oder auch eine polygonale Form. Bei einer kreisförmigen Ausbildung des
Behältnisses können die Begriffe Außenquerschnitt und Außendurchmesser synonym verwendet
werden. Im Falle von anderen Querschnitten als kreisförmigen Querschnitten kann von
einem mittleren Durchmesser (gemittelt in Umfangsrichtung) ausgegangen werden. Bevorzugt
ist jedoch bei allen Querschnitten ein Abstand der Wandung zu einer geometrischen
Symmetrieachse des Behältnisses im Falle des Griffbereichs kleiner als ein mittlerer
Abstand der Wandung des Schulterbereichs zu dieser geometrischen Symmetrieachse.
[0011] Vorteilhaft weist daher der Griffbereich in seiner Gesamtheit einen geringeren Außenquerschnitt
auf als der Schulterbereich.
[0012] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Griffbereich auch einen
geringeren Außenquerschnitt auf als der Grundkörper und besonders bevorzugt auch einen
geringeren Außenquerschnitt als der Bodenbereich.
[0013] Dies bedeutet vorteilhaft, dass einer senkrecht zu der Längsrichtung des Behältnis
stehenden Richtung alle Bereiche des Schulterbereichs und/oder des Grundkörpers und/oder
des Bodenbereichs einen größeren Querschnitt aufweisen als der Griffbereich.
[0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Griffbereich eine strukturierte
Außenoberfläche auf. Diese strukturierte Oberfläche kann dabei in der Umfangsrichtung
des Behältnisses vollumfänglich ausgebildet sein, jedoch auch nur abschnittsweise.
Über diese strukturierte Außenoberfläche kann der Griffbereich von einem Benutzer,
insbesondere mit der Hand, bequem gegriffen werden. So kann der Griffbereich beispielsweise
mehrere umlaufende Rillen aufweisen und/oder auch mehrere sich in der Längsrichtung
des Behältnisses erstreckende Rillen. Auch kann die Strukturierung in Form anderer
Muster gegeben sein. Vorzugsweise weisen andere Bereiche des Behältnisses keine derartigen
Strukturen auf. Gleichwohl können andere Wand(ungs)bereiche des Behältnisses Stabilisationselemente
wie Stützstege oder dergleichen aufweisen. Die Strukturierung des Griffbereichs dient
zumindest bevorzugt nicht zu Stabilitätszwecken.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Griffbereich eine höhere
Wandungsstärke auf als insbesondere der Grundkörper.
[0016] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Griffbereich in der Längsrichtung
des Behältnisses zwischen dem Schulterbereich und dem Mündungsbereich angeordnet.
Dies bedeutet, dass vorteilhaft das Behältnis zwischen dem Schulterbereich und dem
Mündungsbereich gegriffen werden kann.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist zwischen dem Griffbereich und
der Mündung ein Wulstbereich vorgesehen. Unter einem Wulstbereich wird dabei insbesondere
ein Bereich verstanden, der einen größeren Querschnitt aufweist als die Mündung des
Behältnisses und insbesondere auch einen größeren Querschnitt als der Mündungsbereich.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Wulstbereich einen größeren
Außenquerschnitt auf als der Griffbereich.
[0019] Vorteilhaft dient der Wulstbereich auch zur Kompensation von Druckschwankungen und
weist besonders bevorzugt ein im gewissen Rahmen veränderbares Volumen auf.
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist eine Wandung des Wulstbereiches wenigstens
eine Einkerbung auf. Vorteilhaft weist die Wandung des Wulstbereiches mehrere Einkerbungen
auf. Besonders bevorzugt sind dabei diese Einkerbungen in der Umfangsrichtung des
Wulstbereichs verteilt und besonders bevorzugt gleichmäßig in dieser Umfangsrichtung
verteilt.
[0021] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich eine Längsrichtung
der Einkerbungen parallel zu einer Längsachse des Behältnisses. Diese Einkerbungen
ragen damit bevorzugt in einen Innenraum des Behältnisses. Auch der Wulstbereich kann
dabei zum Greifen des Behältnisses dienen und weist überdies bevorzugt eine höhere
Materialstärke auf als etwa die Wandung des Grundkörpers. Es wäre daher auch denkbar,
den Griffbereich und den Wulstbereich gemeinsam als Greifabschnitt des Behältnisses
anzusehen.
[0022] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist daher das Behältnis aus wenigstens
zwei Zonen aufgebaut, die sich zumindest hinsichtlich ihrer Wandstärke voneinander
unterscheiden.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ein Außendurchmesser des Griffbereichs
< 50 mm, bevorzugt < 45 mm und besonders bevorzugt < 40 mm.
[0024] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Grundkörper des Behältnisses
einen konkaven Wandungsabschnitt auf. Dies bedeutet, dass sich der Grundkörper wenigstens
abschnittsweise, insbesondere gegenüber anderen Bereichen des Behältnisses nach innen,
d.h. auf eine geometrische Längsachse des Behältnisses hinzu erstreckt.
[0025] Anders ausgedrückt ist eine Projektion einer Wandung des Grundkörpers senkrecht zu
der Längsrichtung des Behältnisses konkav ausgebildet, d.h. nach innen gewölbt. Mit
anderen Worten weist der Grundkörper einen ersten Endabschnitt und einen zweiten Endabschnitt
auf sowie einen zwischen diesem ersten Abschnitt und dem zweiten Endabschnitt liegenden
mittleren Abschnitt. Dabei weist der mittlere Abschnitt einen geringeren Außenquerschnitt
auf als der erste Endabschnitt und der zweite Endabschnitt. Durch diese konkave Ausbildung
des Behältnisses kann insbesondere bei der Abfüllung von karbonisierten Getränken
erreicht werden, dass sich das Behältnis geringfügig ausdehnen kann.
[0026] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Kunststoffbehältnis eine
sich in der Längsrichtung des Behältnisses sich ändernde Wandstärke auf. Dabei kann
beispielsweise der Grundkörper eine geringere Wandstärke aufweisen als der Griffbereich
und/oder eine geringere Wandstärke aufweisen als der Schulterbereich. Der Griffbereich
kann eine größere Wandstärke aufweisen als der Schulterbereich.
[0027] Die folgende Tabelle gibt Wandstärken für die jeweiligen Bereiche des Behältnisses
an, die sich als besonders vorteilhaft erwiesen haben. Im Einzelnen werden hierbei
für die jeweiligen Bereiche typische Wandstärken, bevorzugte und besonders bevorzugte
Wandstärken angegeben. Insbesondere auch eine Kombination dieser jeweiligen Wandungsstärken
in den einzelnen Bereichen hat sich, wie in umfangreichen Experimenten ermittelt wurde,
als besonders vorteilhaft gezeigt.
| |
Typische Wandstärke [mm] |
bevorzugte Wandstärke [mm] |
Besonders bevorzugte Wandstärke [mm] |
| Mündungsbereich 8 |
0,10 - 0,30 |
0,17 - 0,23 |
0,19 - 0,21 |
| Wulstbereich 14 |
0,18 - 0,28 |
0,20 - 0,26 |
0,22 - 0,24 |
| Schulterbereich 6 |
0,07 - 0,17 |
0,09 - 0,15 |
0,11 - 0,13 |
| Grundkörper 4 |
0,08 - 0,18 |
0,10 - 0,16 |
0,12 - 0,14 |
| Bodenbereich 2 |
0,04 - 0,14 |
0,06 - 0,12 |
0,08 - 0,10 |
[0028] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Behältnis ein Gewinde auf,
um einen Verschluss an dem Behältnis anzubringen. Besonders bevorzugt handelt es sich
hierbei um ein Außengewinde. Vorteilhaft wird dabei auch ein vergleichsweise kurzes
Gewinde verwendet, dessen Gewinde dann maximal dreimal um einen Gewindegrundkörper
herum verläuft.
[0029] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Behältnis einen hohen
Boden auf. Vorteilhaft beträgt eine Bodenhöhe des Bodenbereiches wenigstens 40%, bevorzugt
wenigstens 45% und besonders bevorzugt wenigstens 50% des Durchmessers des Bodenbereichs.
[0030] Vorteilhaft bildet der Bodenbereich wenigstens drei, bevorzugt wenigstens vier und
besonders bevorzugt wenigstens fünf Standflächen für das Behältnis auf. Bevorzugt
handelt es sich bei dem Bodenbereich um einen sogenannten Petaloidboden.
[0031] Vorteilhaft handelt es sich bei dem Kunststoffbehältnis um ein durch einen Blasvorgang
und insbesondere durch einen Streckblasvorgang herstellbares Kunststoffbehältnis.
Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf die Verwendung eines Kunststoffbehältnisses
der oben beschrieben Art für karbonisierte Getränke und/oder erwärmt abzufüllende
Getränke gerichtet. Vorteilhaft dient dabei wenigstens ein Wandungsbereich und besonders
bevorzugt wenigstens ein Wandungsbereich des Grundkörpers und/oder des Wulstbereichs
zum Kompensation eines Innendrucks der in das Behältnis abzufüllenden bzw. in das
Behältnis abgefüllten Flüssigkeit. Unter erwärmt abzufüllenden Flüssigkeiten bzw.
Getränken werden insbesondere solche Flüssigkeiten bzw. Getränke verstanden, die mit
einer Temperatur in das Behältnis eingefüllt werden, welche höher ist als 30°C, bevorzugt
höher als 40 °C, bevorzugt höher als 50 °C und besonders bevorzugt höher als 60 °C.
[0032] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Befüllen eines Behältnisses
der oben beschriebenen Art (d.h. unter Verwendung eines Behältnisses der oben beschriebenen
Art) gerichtet. Dabei wird in das Behältnis eine Flüssigkeit eingefüllt und dem Behältnis
wird weiterhin ein weiteres Medium, insbesondere ein gasförmiges oder flüssiges Medium
zugeführt.
[0033] Bevorzugt wird eine erwärmte Flüssigkeit und insbesondere ein erwärmtes Getränk in
das Behältnis eingefüllt. Bevorzugt handelt es sich bei dem gasförmigen oder flüssigen
Medium um ein Medium, welches Sauerstoff oder Stickstoff enthält (also etwa eine Sauerstoff-
oder eine Stickstoffverbindung) und besonderes bevorzugt um Sauerstoff oder Stickstoff.
[0034] Bevorzugt wird das Behältnis während des Befüllungsvorgangs (zu welchem insbesondere
auch ein sich anschließender Verschließvorgang zählt) mit einem Druck, insb. einem
Innendruck beaufschlagt. Vorzugsweise wird das Behältnis nach dem Befüllen mit der
Flüssigkeit und dem Zuführen des gasförmigen Mediums verschlossen. Vorzugsweise wird
das gasförmige Medium derart zugeführt bzw. unter solchen physikalischen Bedingungen
zugeführt, dass es sich nach dem Verschließen des Behältnisses im Inneren des Behältnisses
ausdehnt und so das Behältnis mit einem Innendruck beaufschlagt. Bevorzugt wird das
gasförmige Medium einem Kopfraum des Behältnisses zugeführt.
[0035] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:
[0036] Darin zeigen:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Kunststoffbehältnisses;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht, des in Fig. 1 gezeigten Behältnisses;
- Fig. 2a
- die Ansicht aus Fig. 2 mit geometrischen Längenangaben; und
- Fig. 3
- eine Draufsicht von oben auf das in Fig. 1 und 2 gezeigte Behältnis.
[0037] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kunststoffbehältnisses
1. Dieses Kunststoffbehältnis 1 weist dabei einen Bodenbereich 2 auf, an dem hier
eine Vielzahl von Standflächen 26 ausgebildet ist. An diesen Bodenbereich schließt
sich ein Grundkörper 4 des Behältnisses an und an diesen Grundkörper 4 wiederum ein
Schulterbereich 6. Dieser Schulterbereich 6 verjüngt sich dabei in der Längsrichtung
L des Behältnisses 1 von dem Bodenbereich 2 in Richtung einer Mündung 12 des Behältnisses.
[0038] Das Bezugszeichen 10 kennzeichnet einen Griffbereich des Behältnisses, der zumindest
abschnittsweise eine strukturierte Außenoberfläche 22 aufweist. Man erkennt, dass
ein Querschnitt bzw. Durchmesser dieses Griffbereichs 10 geringer ist als ein Querschnitt
des Schulterbereichs 6. Oberhalb des Griffbereichs 10 befindet sich ein Wulst 14,
der insbesondere zur Kompensation von Innendrücken des Behältnisses dient. Das Bezugszeichen
16 kennzeichnet einen Tragring des Behältnisses. Man erkennt, dass der Wulst 14 unterhalb
dieses Tragrings 16 ausgebildet ist. Es wäre jedoch auch möglich, den Wulst zwischen
dem Schulterbereich 6 und dem Griffbereich 10 vorzusehen.
[0039] Der Wulstbereich 14 weist eine Vielzahl von Einkerbungen 24, welche ebenfalls zur
Kompensation von Druckunterschieden im Inneren des Behältnisses dienen.
[0040] Das Bezugszeichen 8 kennzeichnet den Mündungsbereich des Behältnisses, der mit der
Mündung bzw. der Mündungsöffnung 12 abschließt.
[0041] Damit ist das in Fig. 1 gezeigte Behältnis, insbesondere für die Befüllung mit einem
karbonisierten Produkt optimiert. Das Behältnis bildet mit seinem Grundkörper einen
sogenannten Pouchbereich aus, der bevorzugt relativ weich bzw. komprimierbar ist.
Neben dem Griffbereich 10 kann das Behältnis auch vorteilhaft an dem darüberliegenden
Wulst 14 gegriffen werden. Dieser Wulst gewährleistet bevorzugt auch einen sicheren
Griff des Behältnisses, insbesondere, da karbonisierte Getränke bzw. deren Behältnisse
beim Öffnen ein höheres Drehmoment für den Verschluss benötigen. Durch die Einkerbungen
24 wird, wie oben erwähnt, eine höhere Durchmesserzunahme ermöglicht. Bei einem Behältnis
nach dem Stand der Technik verformen sich kleinere Durchmesser in der Regel stärker
als größere und hieraus würde ein Konturverlust des Behältnisses in diesem Bereich
resultieren.
[0042] Die Anmelderin behält sich in diesem Zusammenhang vor, ein eigenes Schutzbegehren
speziell auf den dargestellten Wulstbereich zu richten bzw. ein Behältnis, das einen
derartigen Wulstbereich mit einer Vielzahl von umlaufenden Einkerbungen aufweist.
[0043] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Behältnisses 1. Man erkennt
auch hier, dass der Grundkörper 4 eine leicht konkave Gestalt aufweist. Dieser konkave
Bereich 4a verhindert eine konvexe Verformung, insbesondere durch einen Innendruck
der in dem Behältnis befindlichen Flüssigkeit.
[0044] Weiterhin wurden in Fig. 2a diverse geometrische Verhältnisse des Behältnisses eingezeichnet.
Dabei bezeichnen DB1 und DB2 die Durchmesser des Bodenbereichs einmal den unteren
Bereich mit den Standfüßen und einmal den Bereich, in dem der Bodenbereich in den
Grundbereich bzw. Grundkörper 4 übergeht. Bevorzugt umschließt der Grundkörper 2 jedoch
in Umfangsrichtung den größten Teil des Innenvolumens des Behältnisses, insbesondere
jedoch ein größeres Innenvolumen als alle anderen Bereiche bzw. Abschnitte des Behältnisses.
Das Bezugszeichen DG1 bezeichnet den Durchmesser des Grundbereichs am Übergangsabschnitt
zum Bodenbereich und das Bezugszeichen DG2 den Durchmesser in einem zentralen Bereich
des Grundkörpers. Das Bezugszeichen DS1 kennzeichnet einen Querschnitt des Schulterbereichs
in einem Übergangsabschnitt zu dem Grundkörper und das Bezugszeichen DS2 bezeichnet
den Querschnitt des Schulterbereichs 6 in einem Übergangsabschnitt zu dem Griffbereich
10. Das Bezugszeichen DGr kennzeichnet den Durchmesser des Griffbereichs.
[0045] Das Bezugszeichen DWmax kennzeichnet den maximalen Durchmesser des Wulstbereichs
14 und das Bezugszeichen DWmin den minimalen Durchmesser. Das Bezugszeichen DM kennzeichnet
den Durchmesser der Mündung 12.
[0046] Die Bezugszeichen HB, HG, HS, HGr und HM bezeichnen jeweils die Höhen des Bodenbereichs,
die Höhe des Grundkörpers (HG), die Höhe des Schulterbereichs (HS), die Höhe des Griffbereichs
(HGr), die Höhe des Wulstes (HW) und die Höhe der Mündung (HM).
[0047] Der Durchmesser DG2 in einem zentralen Bereich des Grundkörpers liegt zwischen dem
0,8-fachen und dem 0,98-fachen, bevorzugt zwischen dem 0,9-fachen und dem 0,99-fachen
des Durchmessers DG1. Der obere Durchmesser des Schulterbereichs DS2 liegt zu dem
unteren Durchmesser des Schulterbereichs DS in einem Verhältnis, welches zwischen
2:10 und 8:10, bevorzugt zwischen 4:10 und 7:10 und besonders bevorzugt zwischen 5:10
und 7:10 liegt. Auch das Verhältnis zwischen dem Durchmesser DGr des Griffbereichs
und einem beliebigen Durchmesser des Schulterbereichs, der jedoch stets zwischen DS1
und DS2, liegt zwischen 2:10 und 9,9:10, bevorzugt zwischen 4:10 und 9, 8:10, bevorzugt
zwischen 6:10 und 9,5:10.
[0048] Der minimale Durchmesser DWmin des Wulstbereichs 14, der bevorzugt an einem Übergang
zu dem Mündungsbereich 8 liegt, ist, wie in Fig. 2 ersichtlich, bevorzugt etwas geringer
als der Durchmesser DGr des Griffbereichs. Auch ist der Durchmesser DGr des Griffsbereichs
10 insbesondere geringfügig größer als der Durchmesser DM der Mündung.
[0049] Der minimale Durchmesser DWmin des Wulstbereichs liegt im Hinblick auf den maximalen
Durchmesser DWmax des Wulstbereiches in einem Verhältnis, welches zwischen 1:3 und
2,5:3, bevorzugt bei etwa 2:3 liegt.
[0050] Man erkennt weiterhin, dass die Höhe HGr des Griffbereichs bevorzugt kleiner ist
als die Höhe HW des Wulstbereichs. Weiterhin ist jedoch bevorzugt auch die Höhe HS
des Schulterbereichs größer als die Höhe HW des Wulstes. Die Höhe HB des Bodenbereichs
ist bevorzugt etwas geringer als die Höhe HS des Schulterbereichs und verhält sich
zu dieser in einem Verhältnis, welches insbesondere zwischen 0,7:1 und 1:1, bevorzugt
zwischen 0,8:1 und 0,95:1 liegt.
[0051] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das in den Figuren 1 und 2 gezeigte Behältnis. Man
erkennt hier wiederum die Mündung 12, den Tragring 16 sowie den darunter angeordneten
Wulst 14 mit den Einkerbungen 24. Der Griffbereich 10 ist in Fig. 3 nicht sichtbar,
sondern lediglich der sich an diesem anschließende Schulterbereich 6 sowie auch der
Grundkörper 4.
[0052] Die Anmelderin behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten
Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination
gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Bezugszeichenliste
[0053]
| 1 |
Behältnis |
| 2 |
Bodenbereich |
| 4 |
Grundkörper |
| 4a |
konkaver Bereich |
| 6 |
Schulterbereich |
| 8 |
Mündungsbereich |
| 10 |
Griffbereich |
| 12 |
Mündung |
| 14 |
Wulst(bereich) |
| 16 |
Tragring |
| 22 |
Außenoberfläche des Griffbereichs 10 |
| 24 |
Einkerbungen |
| 26 |
Standflächen |
| DB1 |
Querschnitt des Bodenbereichs (unterer Bereich) |
| DB2 |
Querschnitt des Bodenbereichs (Übergang in Grundbereich) |
| DG1 |
Querschnitt des Grundbereichs (Übergangsabschnitt zu Schulterbereich) |
| DG2 |
Querschnitt des Grundbereichs (zentraler Bereich) |
| DS1 |
Querschnitt des Schulterbereichs (Übergangsabschnitt zu Grundkörper) |
| DS2 |
Querschnitt des Schulterbereichs (Übergangsabschnitt zu Griffbereich) |
| DGr |
Querschnitt des Griffbereichs |
| DWmax |
maximaler Querschnitt des Wulstes |
| DWmin |
minimaler Querschnitt des Wulstes |
| DM |
Querschnitt der Mündung |
| HB |
Höhe des Bodenbereichs |
| HG |
Höhe des Grundkörpers |
| HS |
Höhe des Schulterbereichs |
| HGr |
Höhe des Griffbereichs |
| HW |
Höhe der Wulst |
| HM |
Höhe des Mündungbereichs |
1. Kunststoffbehältnis (1) zur Aufnahme von Flüssigkeiten mit einem Bodenbereich (2),
einem sich in einer Längsrichtung (L) des Behältnisses an diesen Bodenbereich (2)
anschließenden Grundkörper (4) einem sich in der Längsrichtung (L) des Behältnisses
(1) an diesen Grundkörper (4) anschließenden Schulterbereich (6) und mit einem sich
in der Längsrichtung (L) des Behältnisses (1) an diesen Schulterbereich (6) anschließenden
Mündungsbereich (8) mit einer Behältnismündung (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Behältnis (1) einen in der Längsrichtung (L) des Behältnisses (1) zwischen dem
Grundkörper (4) und der Behältnismündung (12) angeordneten Griffbereich (10) aufweist,
dessen Außenquerschnitt geringer ist als ein mittlerer Außenquerschnitt des Schulterbereichs
(6).
2. Kunststoffbehältnis nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Griffbereich (10) einen geringeren Außenquerschnitt aufweist als der Schulterbereich
(6).
3. Kunststoffbehältnis nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Griffbereich (10) wenigstens abschnittsweise eine strukturierte Oberfläche (22)
aufweist.
4. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Griffbereich (10) in der Längsrichtung des Behältnisses (1) zwischen dem Schulterbereich
(6) und dem Mündungsbereich (8) angeordnet ist.
5. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Griffbereich (10) und der Mündung (12) ein Wulstbereich (14) vorgesehen
ist.
6. Kunststoffbehältnis (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wulstbereich (14) einen größeren Außenquerschnitt aufweist als der Griffbereich
(10).
7. Kunststoffbehältnis nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Wandung des Wulstbereichs (14) wenigstens eine Einkerbung (24) aufweist.
8. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Außendurchmesser des Griffbereichs (10) kleiner ist als 50mm, bevorzugt kleiner
als 45mm und besonders bevorzugt kleiner als 40mm.
9. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper (4) einen konkaven Wandungsabschnitt (4a) aufweist.
10. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kunststoffbehältnis (1) eine sich in der Längsrichtung (L) des Behältnis (1) ändernde
Wandstärke aufweist.
11. Kunststoffbehältnis (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bodenhöhe des Bodenbereichs (HB) wenigstens 40%, bevorzugt wenigstens 45% und
besonders bevorzugt wenigstens 50% des Durchmessers (DB1, DB2) des Bodenbereichs beträgt.
12. Verwendung eines Kunststoffbehältnisses nach wenigstens einem der vorangegangenen
Ansprüche zur Aufnahme von karbonisierten Getränken und/oder erwärmt abzufüllenden
Flüssigkeiten.
13. Verfahren zum Befüllen eines Kunststoffbehältnisses (1) nach wenigstens einem vorangegangen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in das Kunststoffbehältnis (1) eine Flüssigkeit eingefüllt wird und dem Kunststoffbehältnis
(1) weiterhin ein gasförmiges oder flüssiges Medium zugeführt wird.