[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel mit einem Aufnahmeraum, einer Öffnungseinrichtung
und zumindest einer Öffnungslasche. Die Öffnungslasche ist der Öffnungseinrichtung
zugeordnet. In einer ersten Stellung verschließt die Öffnungseinrichtung den Aufnahmeraum
und in einer zweiten Stellung gibt sie diesen frei.
[0002] Gattungsgemäße Beutel sind im Stand der Technik schon seit langem bekannt. Ein solcher
Beutel zeichnet sich üblicherweise durch ein Beutelmaterial aus, welches den Aufnahmeraum
derart umgibt, dass ein innerhalb des Aufnahmeraumes aufgenommener Gegenstand bzw.
Stoff am Herausfallen gehindert wird. Insbesondere hat die vorliegende Erfindung einen
Beutel zur Verpackung, zum Transport, zur Lagerung bzw. zur Zubereitung von Lebensmitteln,
zum Beispiel von sogenannten Convenient Food-Produkten, wie verzehrfertig vorbereitete
Pasta-Gerichte, frittierte Hühnchenteile oder auch Süßspeisen im Sinn.
[0003] Heutzutage steigen die Ansprüche von Verbrauchern ständig. Dementsprechend steigen
ebenso die Anforderungen an die Beutel.
[0004] So sind am Markt Beutel bekannt, in denen das Lebensmittel sowohl vertrieben, als
auch ohne herausgenommen zu werden, direkt in diesem zubereitet, insbesondere erwärmt
wird. Um Zeit zu sparen, erwärmt der Verbraucher das Lebensmittel mitsamt dem Beutel
in einem Mikrowellenofen. In diesem wird das Lebensmittel durch Mikrowellenbeaufschlagung
erwärmt. Das Lebensmittel wird üblicherweise nur in seinem Inneren ausreichend erwärmt,
während seine Oberfläche relativ kalt bleibt. Aufgrund des zum konventionellen Kochen
oder Braten unterschiedlichen Erwärmungsmechanismus durch die Mirkowellenbeaufschlagung,
ist das Garergebnis unterschiedlich von dem, wie es durch die konventionellen Methoden
erreicht wird.
[0005] Der Verbraucher wünscht aber ein von der konventionellen Garmethoden nicht zu unterscheidendes
Garergebnis bei gleichzeitiger Zeitersparnis durch die Zubereitung in dem Mikrowellenofen.
Deshalb sind heutzutage Beutel am Markt erhältlich, welche den Garvorgang dahingehend
unterstützen, dass ein im Mikrowellenofen gegartes Lebensmittel fast nicht mehr von
einem konventionell gegarten Lebensmittel zu unterscheiden ist. So sind Beutel bekannt,
die derart abgedichtet sind, dass sich im Zuge des Garvorgangs im Mikrowellenofen
eine Garatmosphäre innerhalb des Aufnahmeraums ausbildet, die ähnlich einer Garatmosphäre
in einem Dampfkochtopf ist.
[0006] Es kann aber alternativ auch erforderlich sein, dass das zu garende Lebensmittel
nicht dampfgegart werden, sondern, wie es zum Beispiel für Fertigpizzen der Fall ist,
knusprig gebacken werden soll. Zur Lösung dieses Problems sind zum Beispiel im Stand
der Technik Faltschachteln bekannt, in deren Aufnahmeraum ein bei Mikrowellenbeaufschlagung
sich erwärmender Suszeptor aufgebracht ist. Dieser Suszeptor erwärmt sich bei Mikrowellenbeaufschlagung
derart, dass eine mit einem Toaster vergleichbare oberflächliche Röstung des in der
Faltschachtel zubereiteten Lebensmittels erreicht wird.
[0007] Aus alledem ergibt sich, dass heutzutage Verpackungen für Lebensmittel im Convenient-Food-Bereich
bekannt sind, die entweder zum Rösten des Lebensmittels oder zum Dampfgaren desselben
in dem Mikrowellenofen in angepasster Weise ausgebildet sind.
[0008] Nach der Garung des in dem Beutel gelagerten Lebensmittels in dem Mikrowellenofen
muss der Verbraucher üblicherweise den Beutel öffnen. Es ist oftmals sehr schwierig
für den Verbraucher, den nach der Zubereitung in dem Mikrowellenofen noch sehr heißen
Beutel zu öffnen, ohne das hierbei Verbrennungen an Extremitäten auftreten, oder zumindest
ohne einer unangenehmen Hitze ausgesetzt zu sein. So liegen bei im Stand der Technik
bekannten Beuteln zum Beispiel zum leichten Öffnen des Beutels vorgesehene Öffnungslaschen
regelmäßig direkt an der heißen Beuteloberfläche an. Die Öffnungslaschen müssen demnach
zum Öffnen zuerst vorsichtig bei gleichzeitig herrschender Gefahr von Verbrennungen
und/oder unangenehmer Hitze freigelegt bzw. ausgestellt werden. Hiernach kann erst
an den Öffnungslaschen gezogen werden, um den Beutel zu öffnen und das gegarte Lebensmittel
zu entnehmen.
[0009] Aufgrund der Anzahl der produzierten Beutel machen des Weiteren schon kleine Einsparungen
an Material große wirtschaftliche Effekte aus.
[0010] Bei den im Stand der Technik bekannten Beuteln besteht demnach das Problem, dass
diese unzureichend meist aus Kostenaspekten auf das jeweilige Lebensmittel abgestimmt
sind sowie, dass die Handhabung des Beutels durch den Verbraucher zur Entnahme des
gegarten Lebensmittels schwierig ist. Insbesondere besteht das Problem, dass der Beutel
möglichst günstig in der Herstellung sein und dennoch, um den Bedürfnissen des Verbrauches
gerecht zu werden, eine möglichst hohe Funktionalität aufweisen muss.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, den immer höher werdenden
Verbraucherinteressen bei gleichzeitig hohem Wettbewerbsdruck gerecht zu werden. Insbesondere
ist es Aufgabe der Erfindung, einen Beutel anzugeben, der nach dem Garen des Lebensmittels
in einem Mikrowellenofen eine verbesserte Handhabbarkeit bietet.
[0012] Zur Lösung dieses Problems wird mit der vorliegenden Erfindung ein Beutel mit den
Merkmalen von Anspruch 1 angegeben.
[0013] Der erfindungsgemäße Beutel unterscheidet sich dahingehend vom Stand der Technik,
dass diesem ein Verformungsmittel zugeordnet ist, welches den Beutel aufgrund von
Mikrowellenbeaufschlagung zumindest in einem Abschnitt derart verformt, dass die Öffnungslasche
von einer Ausgangsstellung in eine Öffnungserleichterungsstellung verbracht wird.
Beutelabschnitte sind jedenfalls alle Teile bzw. Regionen von Teilen, die zu dem Beutel
als solches gehören.
[0014] Ein solcher Beutel ist üblicherweise aus einem Beutelmaterial hergestellt, welches
den Aufnahmeraum umgibt. Das Beutelmaterial ist üblicherweise ein flächiges Material,
welches aus einer oder auch aus mehreren Lagen aufgebaut sein kann oder eine löchrige
Netzstruktur aufweisen kann. Es begrenzt jedenfalls den Aufnahmeraum derart, dass
insbesondere ein in diesem aufgenommenes Lebensmittel an einem Herausfallen und/oder
Herauslaufen gehindert ist.
[0015] Bevorzugt ist der Aufnahmeraum auf die Größe eines in diesem gelagerten Gegenstandes,
insbesondere Lebensmittels abgestimmt, weist demnach im Wesentlichen dessen Dimensionen
auf. Zudem weist der erfindungsgemäße Beutel zweckmäßigerweise eine derartige Größe
auf, dass er in einen handelsüblichen Mikrowellenofen hinein passt.
[0016] Die Öffnungseinrichtung ermöglicht es, den Gegenstand, insbesondere das Lebensmittel,
üblicherweise in den Aufnahmeraum hinein- bzw. auf jedem Fall aber aus dem Aufnahmeraum
herauszuholen. Es ist nicht notwendigerweise der Fall, dass die Öffnungseinrichtung
schon von vornherein an dem Beutel sichtbar ausgebildet ist, vielmehr ist es bevorzugt,
dass das Beutelmaterial zum Beispiel eine sogenannte Sollbruchstelle als Öffnungseinrichtung
aufweist, an welcher dieses durch Betätigung der Öffnungslasche derart aufgerissen
werden kann, dass eine Öffnung zur Entnahme des Lebensmittels freigegeben wird. In
der zweiten Stellung gibt die Öffnungseinrichtung demnach eine Öffnung frei, die derart
bemessen ist, dass der Gegenstand, insbesondere das Lebensmittel zumindest nach dem
Garen aus dem Beutel herausgeholt werden kann.
[0017] Die vorliegende Erfindung hat insbesondere die im Stand der Technik bekannten gängigen
Beuteltypen, wie zum Beispiel Vierrand-, Dreirand-, Zweirandsiegelbeutel, Standbodenbeutel
sowie Schlauchbeutel und Klotzbodenbeutel im Sinn.
[0018] Die vorliegende Erfindung lässt sich von der Vorstellung leiten, dass an dem Beutel
zumindest eine Öffnungslasche ausgebildet ist, die es dem Verbraucher bzw. einer Person
ermöglicht, im wesentlichen durch Ziehen an dieser die Öffnungseinrichtung in die
zweite Stellung zu verbringen bzw. eine Öffnung freizugeben. Üblicherweise fasst der
Verbraucher bzw. die Person, nachdem das in dem Aufnahmeraum enthaltene Lebensmittel
in dem Mikrowellenofen gegart ist, zweckmäßigerweise an der Öffnungslasche an und
betätigt diese um den Beutel zu öffnen, so dass er das Lebensmittel aus dem Aufnahmeraum
entnehmen kann. Demnach muss die Öffnungslasche der Öffnungseinrichtung derart zugeordnet
sein, dass eine Betätigung der Öffnungslasche zu einer Öffnung des Beutels führt d.h.
die Öffnungseinrichtung von einer ersten in eine zweite Stellung überführt wird. Eine
solche Öffnungslasche ist bevorzugt aus einem flächigen Material insbesondere integral
mit dem Beutelmaterial oder aber als zusätzliches Element ausgebildet.
[0019] Die vorliegende Erfindung geht davon aus, dass diese Öffnungslasche in einem nicht
mikrowellenbeaufschlagten Ausgangszustand im Wesentlichen flächig an einer Beuteloberfläche
bzw. Außenfläche des Beutelmaterials bzw. einer den Aufnahmeraum umgebenden Wandung
des Beutels anliegt und demnach nicht von dem Beutel abragt. Die Öffnungslasche kann
zum Beispiel ein sogenannter "Sticker" aus einem flächigen Material sein, der mit
einem randseitigen Ende an dem Beutelmaterial befestigt, insbesondere angeklebt ist.
[0020] Die Öffnungslasche erstreckt sich jedenfalls bevorzugt in seiner Ausgangsstellung
bevor eine Mikrowellenbeaufschlagung des Beutels bzw. des in dem Aufnahmeraum des
Beutels enthaltenen Lebensmittels stattgefunden hat, im Wesentlichen parallel zu der
Beuteloberfläche bzw. der Außenfläche des Beutelmaterials bzw. der den Aufnahmeraum
umgebenden Wandung des Beutels. Derart kurze Laschen, welche an dem Beutel zum Beispiel
aufgrund des Produktionsverfahrens des Beutels als Reste überstehendes Beutelmaterial
ausgebildet sind und nicht von einem Verbraucher derart angefasst werden können, dass
es ihm möglich ist, an diesem zu ziehen, um den Beutel zu öffnen, sind keine Öffnungslaschen
im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0021] Die vorliegende Erfindung wird bevorzugt als Beutel zur Zubereitung bzw. zum Garen
des Lebensmittels in dem Mikrowellenofen verwirklicht. Im Zuge des Garens des Lebensmittels
tritt aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung eine Verformung des Beutels bzw. des
Abschnitts des Beutels ein.
[0022] Diese Verformung des Beutels bzw. des Abschnitts des Beutels ist ursächlich für ein
"Aufstellen" der bis dahin an der Beuteloberfläche bzw. der Außenfläche des Beutelmaterials
bzw. der den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des Beutels anliegenden Öffnungslasche.
Der Beutel verformt sich vorzugsweise derart, dass sich die Öffnungslasche nach der
Verformung in eine solche Richtung erstreckt, die es dem Verbraucher vereinfacht diese
zu greifen, um diese zum Öffnen des Beutels zu betätigen. Insbesondere ist es bevorzugt,
dass die Öffnungslasche nach Mikrowellenbeaufschlagung des Beutels und der hieraus
resultierenden Verformung im Wesentlichen senkrecht von einer den Aufnahmeraum umgebenden
Wandung des Beutels abragt. Nach Verformung des Beutels ragt die Öffnungslaschen demnach
in der Öffnungserleichterungsstellung von der Beuteloberfläche bzw. der Außenfläche
des Beutelmaterials ab.
[0023] Hier sind z.B. verschiedene Verformungsmittel denkbar. Ein solches Verformungsmittel
hat üblicherweise die Funktion, resultierend aus einer Mikrowellenbeaufschlagung unmittelbar
oder mittelbar den Beutel zumindest in dem Abschnitt des Beutels derart zu verformen,
dass sich die Öffnungslasche ausstellt bzw. freilegt.
[0024] Bevorzugt hat die vorliegende Erfindung zwei unterschiedliche Verformungsmittel im
Sinn.
[0025] Zum einen mag die Garatmosphäre, welche nach Mikrowellenbeaufschlagung des in dem
Aufnahmeraum gelagerten Lebensmittels entsteht, als Verformungsmittel dienen. Hierzu
ist es nötig, dass der Beutel derart verschlossen ist, dass die entstehenden Gardämpfe
nicht entweichen können. So entsteht innerhalb des Aufnahmeraums ein Überdruck, der
eine Verformung des Beutels bewirkt. Aufgrund dieser Verformung wird die Öffnungslasche
von der Ausgangsstellung in die Öffnungserleichterungsstellung verbracht.
[0026] Zum anderen hat die vorliegende Erfindung ein zusätzliches Element, wie zum Beispiel
einen in den bevorzugten Weiterbildungen beschriebenen mikrowellenempfindlichen Suszeptor
im Sinn, der aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung aktiv auf das Beutelmaterial derart
einwirkt, dass dieses zumindest in Abschnitten verformt wird und die Öffnungslasche
aufstellt. Der Suszeptor ist demnach bevorzugt direkt an dem Beutelmaterial oder auch
als Teil des Beutelmaterials vorgesehen und bewirkt das Aufstellen der Öffnungslasche
bevorzugt unmittelbar, weil er sich selber aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung
verformt, zumindest jedoch mittelbar, indem er auf das Beutelmaterial einwirkt, damit
sich dieses verformt.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Öffnungslasche derart
bemessen, dass sie zwischen den Fingern eines Benutzers bzw. Verbrauchers greifbar
ist. Üblicherweise sind die Öffnungslaschen an Beuteln im Stand der Technik sehr kurz
ausgeführt, so dass der Verbraucher trotz Aufstellen der Öffnungslaschen aufgrund
einer Verformung des Beutels nach Mikrowellenbeaufschlagung heiße Finger bekommt,
bzw. sich Verbrennungen an den Fingern zuzieht. Es versteht sich von selbst, dass
sich die vergrößerte Dimensionierung der Öffnungslasche vorzugsweise auf deren Quererstreckung,
also die Erstreckung in Richtung derer die Öffnungslasche von dem Beutel abragt, bezieht.
Es ist zu bevorzugen, die Öffnungslasche als längliches, von dem Beutel abragendes
Element auszubilden. Schon bei einer Quererstreckung der Öffnungslasche von einem
Zentimeter ist es dem Verbraucher möglich, den Beutel nach Mikrowellenbeaufschlagung
bzw. nach Zubereitung des Lebensmittels zu öffnen, ohne dass unangenehme Hitzeeffekte
an dessen Extremitäten auftreten. Besonders bevorzugt weist die Öffnungslasche eine
Quererstreckung von mehr als zwei Zentimetern auf, weil durch die Wärmeleitfähigkeit
des Beutelmaterials erst dann die Wärme nicht mehr in einem derartigen Maß an das
Ende der Öffnungslasche übertragen wird, dass dies noch zu einer Gefahr der unangenehmen
Erwärmung der Extremitäten des Verbrauchers führt. Ganz besonders bevorzugt ist es,
eine Quererstreckung von mehr als drei Zentimeter zu wählen.
[0028] Es versteht sich von selbst, dass es zweckmäßig ist, zumindest das Material der Öffnungslasche,
besser noch auch das Beutelmaterial aus einem wärmeisolierendem Material, insbesondere
Kunststofffolie, auszubilden, so dass sich die Öffnungslasche aufgrund von Wärmeleitung
nur geringfügig erwärmt.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung soll der Beutel zumindest ein
Paar von Öffnungslaschen enthalten, welche sich einander gegenüberliegen. Ein Gegenüberliegen
des Öffnungslaschenpaares ist hiernach insbesondere so zu verstehen, dass, wenn der
Verbraucher an beiden Öffnungslaschen gleichzeitig in im Wesentlichen in entgegengesetzter
Richtung zieht, diese in entgegengesetzte Richtungen auf das Öffnungslaschenpaares
wirkende Kraft zur Öffnung des Beutels führt.
[0030] Insbesondere, wenn im geöffneten Zustand (zweite Stellung der Öffnungseinrichtung)
die Öffnung des Beutels zwischen den beiden Öffnungslaschen des Beutels liegt, ist
ein Öffnen des Beutels ohne einen erhöhten Kraftaufwand möglich. Üblicherweise liegt
das Paar von Öffnungslaschen bevorzugt direkt beabstandet über die Öffnung einander
gegenüber. In der Ausgangsstellung liegen zum Beispiel Laschenenden einer jeden Öffnungslasche
des Paares derart an der den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des Beutels an, dass
die Öffnungslaschen sich jeweils in entgegengesetzter Richtung verlaufend an den Beutel
bzw. der den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des Beutels anschmiegen. Üblicherweise
werden, sofern zumindest zwei Öffnungslaschen vorgesehen sind, diese in der Ausgangsstellung
übereinanderliegend angeordnet und falten sich in Folge der Mikrowellenbeaufschlagung
auf.
[0031] In dem Fall dass ein Paar von Öffnungslaschen an dem Beutel vorgesehen ist, ist es
besonders bevorzugt, dass eine jede Öffnungslasche in der Öffnungserleichterungsstellung
sich nicht senkrecht zu der Beuteloberfläche bzw. Außenfläche des Beutels bzw. der
den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des Beutels an sich erstreckt, sondern in einem
schrägen Winkel von der den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des Beutels abragt. In
diesem Fall weisen die beiden Öffnungslaschen des Paares bevorzugt zwischen sich einen
Winkel von zumindest 10°, besonders bevorzugt zumindest 20°, ganz besonders bevorzugt
zumindest 45° auf. Gleichzeitig aber soll der Winkel, den eine jede Öffnungslasche
mit der der Beuteloberfläche bzw. Außenfläche des Beutels bzw. der den Aufnahmeraum
umgebenden Wandung des Beutels einschließt mindestens 20°, besonders bevorzugt 45°,
ganz besonders bevorzugt 90° sein. Es ist vorteilhaft, wenn beide Laschen in der Öffnungserleichterungsstellung
in demselben Winkel von dem Beutel bzw. der den Aufnahmeraum umgebenden Wandung des
Beutels abragen. Weil üblicherweise die Beuteloberfläche bzw. Außenfläche des Beutels
nicht eben ist, ist der Winkel zwischen der Öffnungslasche und der Beuteloberfläche
bzw. Außenfläche des Beutels der Winkel im Fußpunkt der Öffnungslasche zwischen der
Öffnungslasche und der Tangente im Fußpunkt der Beuteloberfläche bzw. Außenfläche
des Beutels.
[0032] Durch diese bevorzugte Weiterbildung muss zum Beispiel der Verbraucher nicht mehr
umständlich mit einer Hand den Beutel festhalten und mit der zweiten Hand an einer
Öffnungslasche ziehen, sondern kann mit beiden Händen an jeweils einer Öffnungslasche
des Paares ziehen um den Beutel zu öffnen. Wenn der Beutel z.B. auf einem Tisch liegt,
bedarf es keiner zusätzlichen Halterung des Beutels, sondern dieser wird sicher in
Position gehalten, während der Verbraucher nur an beiden Öffnungslaschen anfasst.
[0033] Nach einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Beutel als Schlauchbeutel
ausgebildet. Ein solcher Schlauchbeutel enthält üblicherweise in Längsrichtung eine
Längsschweißnaht und im Wesentlichen sich rechtwinklig dazu erstreckende Querschweißnähte.
Ein entsprechender Schlauchbeutel wird üblicherweise derart hergestellt, dass zunächst
eine ebene Bahn einer Folie über eine Formschulter geformt und durch die Längsschweißnaht
zu einem Schlauch gebildet wird, die sich in Zuführrichtung des Schlauches erstreckt.
Schüttgut wird üblicherweise in einen bereits unterseitig verschlossenen Längenabschnitt
des Schlauches eingefüllt und anschließend auch oberseitig durch eine Querschweißnaht
geschlossen.
[0034] Vorzugsweise ist auch der Öffnungseinrichtung ein Suszeptor derart zugeordnet, dass
durch Mikrowellenbeaufschlagung die Öffnungseinrichtung geöffnet und/oder geschwächt
wird, so dass eine Handhabung der Öffnungslaschen zu einer leichten Entnahme des in
dem Beutel enthaltenen Gutes führt und insbesondere der Aufnahmeraum durch Betätigen
der Öffnungslaschen leicht geöffnet werden kann. So ist es denkbar, den Suszeptor
so im Bereich der Öffnungseinrichtung, bevorzugt einer Schweißnaht des den Aufnahmeraum
umgebenden Beutelmaterials anzuordnen, dass die Erwärmung des Suszeptors infolge der
Mikrowellenbeaufschlagung eine Verklebung von Beutelmaterial an einer Naht oder eine
Schweißnaht geschwächt bzw. im Wesentlichen zerstört wird.
[0035] Zur weiteren Vereinfachung des Öffnens wird gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
vorgeschlagen, das Beutelmaterial im Bereich einer Naht peelbar auszugestalten, d.h.
das Öffnen im Bereich der Naht gegenüber einem nicht peelbar ausgestalteten Beutelmaterial
zu erleichtern. So kann beispielsweise das Beutelmaterial insgesamt mit Peel ausgestattet
sein, so dass sämtliche Nahtstellen aufgrund des Peels geschwächt wird und somit die
Betätigung der Öffnungslaschen zu einem leichteren Öffnen des Aufnahmeraumes führt.
Alternativ kann der Peel auch lediglich an der bzw. denjenigen Stellen vorgesehen
sein, wo eine Siegelung von mehreren Lagen von Beutelmaterial für die Entnahme von
Gut aus dem Beutel geschwächt werden soll. Durch die räumliche Verteilung des Peels,
der beispielsweise durch einen die innige Verbindung von Lagen des Beutelmaterials
verhindernden Lack ausgeformt sein kann, können vorbestimmte und den Aufnahmeraum
umgebende Bereiche des Beutelmaterials so geschwächt sein, dass eine Betätigung der
Öffnungslasche ein leichtes Öffnen des Aufnahmeraums an der bzw. den vorbestimmten
Stellen bewirkt.
[0036] Die vorliegende Erfindung lässt sich gemäß dieser bevorzugten Weiterbildung von der
Vorstellung leiten, dass die Längsschweißnaht auch gleichzeitig als Öffnungseinrichtung
des Beutels dient. Die Längsschweißnaht ist demnach eine Art Sollbruchstelle entlang
der der Beutel nach Garung des in dem Aufnahmeraum enthaltenen Lebensmittels aufgerissen
wird. Auf jeweils über die Längsschweißnaht beabstandeten Seiten ist bevorzugt in
Längsrichtung dieser verlaufend jeweils eine Öffnungslasche ausgebildet, welche demnach
ein Paar von Öffnungslaschen bilden. Ganz besonders bevorzugt ist es in diesem Fall,
dass die Öffnungslaschen direkt schon während der Herstellung des Schlauchbeutels
an diesem ausgebildet werden. Hierzu wird die Folie während der Herstellung des Schlauchbeutels
derart über die Formschulter gezogen, dass sich entlang der Längsschweißnaht gegenüberliegende
Folienendabschnitte stehen bleiben. Diese Folienendabschnitte bilden demnach die Öffnungslaschen.
[0037] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung soll der Beutel den dem Verformungsmittel
zugeordneten Suszeptor enthalten. Als Suszeptor kann jedes Material eingesetzt werden,
welches nach Beaufschlagung mit Mikrowellenstrahlung eine wie auch immer geartete
Reaktion hierauf zeigt.
[0038] Insbesondere ist zum Beispiel daran zu denken, dass sich das Material allein aufgrund
der Einstrahlung von Mikrowellenstrahlen verformt. Des Weiteren hat die vorliegende
Erfindung insbesondere solche Suszeptoren im Blick, wie sie zum Beispiel aus der
EP 1 970 310 B1 bekannt sind, deren Offenbarungsgehalt mit diesem Verweis mit eingeschlossen wird.
Dieser Verweis gilt insbesondere für den dort offenbarten Suszeptor, wie aber auch
für die dort offenbarte mehrschichtige Folie, die das Beutelmaterial der vorliegenden
Erfindung bevorzugt ausbilden kann. Das Beutelmaterial besteht üblicherweise aus zumindest
zwei unterschiedlichen Schichten. Bei der Verwendung eine Suszeptors kann sich dieser
auf der dem innerhalb des Beutels aufgenommenen Gut zugewandten inneren Oberfläche
des Beutelmaterials befinden. Im Falle von drei- oder mehrschichtigen Folien kann
sich der Suszeptor auch in der mittleren Schicht befinden.
[0039] Soweit vorstehend auch eine spezielle räumliche Verteilung des Suszeptors innerhalb
des Beutelmaterials beschrieben worden ist, kann ein entsprechender Effekt in gleicher
Weise durch ein flächig mit einem Suszeptor beschichtetes Folienmaterial erreicht
werden, welches an vorbestimmten Stellen und/oder Bereichen mit einem Barrierelack
beschichtet ist, der den Durchtritt von Mikrowellenbestrahlung durch das Beutelmaterial
bis hin zu dem Suszeptor verhindert.
[0040] Der erfindungsgemäße Suszeptor kann ein homogenes Material oder ein Materialverbund
sein, welcher aus einer Komponente oder einer Komponentenmischung hergestellt ist.
Sowohl einlagige Suszeptoren als auch mehrlagige Suszeptoren mit mehreren sich über-
oder nebeneinander erstreckenden Schichten sind denkbar. Demnach hat die vorliegende
Erfindung solche Suszeptoren im Sinn, die sich bei Einstrahlung von Mikrowellenstrahlung
(Mikrowellenbeaufschlagung) erwärmen. Üblicherweise enthalten zum Beispiel solche
Suszeptoren ein metallisches Material. Durch Mikrowellenbeaufschlagung werden in diesem
Ringströme erzeugt, welche für die Wärmeentwicklung des Suszeptors verantwortlich
sind.
[0041] Üblicherweise zeichnet sich der Suszeptor durch eine oder mehere Folien aus einem
Polymer aus, bzw. ist auf diese aufgebracht. Diese Folien enthalten insbesondere Polybutylenterephtalat,
Polyethylenterephtalat, Polypropylen, Styrol-Butadien-Copolymere, Polyvinylchlorid,
Polystyrol oder Polycaprolactone alleinig oder in beliebigen Mischungsverhältnissen.
Diese Polymere sind nicht biologisch abbaubar bzw. biokompatibel. Bei dem erfindungsgemäßen
Suszeptor ist es besonders bevorzugt darüber hinaus biokompatible bzw. biologisch
abbaubare Polymeren zu verwenden. Beispiele hierfür sind: Cellophan, Biomaterialien
aus nachwachsenden Rohstoffen, stärkebasierte Unterlagen, Polyhydroxobutyrat, Polylactidacid.
Ganz besonders bevorzugt sind die Folien aus orientierten Polymeren aufgebaut, welche
eine Schrumpfung der Folie und damit insbesondere auch des Suszeptors bei Wärmebeaufschlagung
ermöglichen.
[0042] Des Weiteren kann auch Papier als zusätzliche Folienlage oder als Trägermaterial
in Kombination mit den oben beschriebenen nicht biokompatiblen als auch den oben beschriebenen
biokompatiblen Polymerfolien eingesetzt werden.
[0043] Die vorliegende Erfindung schlägt insbesondere die folgenden drei Weiterbildungen
vor:
[0044] Der Suszeptor ist vorzugsweise als sich bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmendes
Material gebildet, welches lose innerhalb des Aufnahmeraums vorgesehen ist. Zum Beispiel
kann dieser als Ringmanschette das sich innerhalb des Aufnahmeraum gelagerte Lebensmittel
umgeben. Zusätzlich zu dem bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmenden Material des
Suszeptors ist zumindest an Teilen des Beutels ein bei Wärmebeaufschlagung sich verformendes
Material, insbesondere ein wärmeschrumpfendes Material, zum Beispiel eine orientierte
Polymerfolie, angebracht. Besonders bevorzugt kann auch der gesamte Beutel aus dem
sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden, insbesondere schrumpfenden Material hergestellt
sein. Ein solches sich bei sich Wärmebeaufschlagung verformendes Material, insbesondere
ein wärmeschrumpfendes Material ist zum Beispiel ein polymeres Material mit eingefrorener
molekularer Orientierung. Bei Wärmebeaufschlagung setzt eine molekulare Umorientierung,
insbesondere Schrumpfung ein, die zu einer Stellung der Öffnungslasche führt (Verbringung
der Öffnungslaschen aus der Ausgangsstellung in die Öffnungserleichterungsstellung).
Demnach erfolgt das Aufstellen der Öffnungslaschen im Zuge des Garens des Lebensmittels
unter Mikrowellenbeaufschlagung derart, dass der bei Mikrowellenbeaufschlagung sich
erwärmende Suszeptor dem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden, insbesondere schrumpfenden,
Material eine derartige Wärme zukommen lässt, dass dieses ein Aufstellen der Öffnungslasche
bewirkt. In diesem Fall ist das Verformungsmittel demnach der Suszeptor in Kombination
mit der Schrumpffolie bzw. dem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material.
[0045] Alternativ oder zusätzlich ist der Suszeptor bevorzugt an das Beutelmaterial angebracht
bzw. direkt mit diesem verbunden. In der Nähe des befestigten Suszeptors ist demnach
vorzugsweise ebenso, wie im vorherigen beschrieben, ein sich bei Wärmebeaufschlagung
verformendes, insbesondere schrumpfendes Material vorgesehen. Die Öffnungslasche wird
nach Beaufschlagen des Suszeptors mit Mikrowellenstrahlung analog dazu, wie es im
vorherigen beschrieben ist, aus der Ausgangsstellung, in welcher die Öffnungslasche
an dem Beutelmaterial anliegt, in seine Öffnungserleichterungsstellung verbracht.
Insbesondere ist es hierbei bevorzugt, den Suszeptor mit einem Druckprozess direkt
auf das Beutelmaterial aufzudrucken. Zum Beispiel wird demnach für den Suszeptor eine
Tinte bzw. Farbe verwendet, die in einem Tief-, Offset-, Flexo- oder Siebdruckverfahren
aufgedruckt wird.
[0046] Des Weiteren schlägt die Erfindung auch die alternative Ausgestaltung des Suszeptors
vor, wonach sich dieser selber aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung verformt. Demnach
ist in diesem Fall der Suszeptor selber das Verformungsmittel, wohingegen der Suszeptor
in den oben genannten anderen zwei Fällen nur einen Teil des Verformungsmittels darstellt.
Gemäß der alternativen bevorzugten Weiterbildung jedenfalls soll aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung
des Suszeptors ein Aufstellen der Öffnungslasche während des Garprozesses eines in
dem Aufnahmeraum sich befindlichen Lebensmittels erreicht werden.
[0047] In Bezug auf eine einfache Herstellung ist es ebenso bevorzugt, den gesamten Beutel
aus dem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material herzustellen. Ansonsten
ist es ebenso möglich nur an einigen Stellen des Beutels das sich bei Wärmebeaufschlagung
verformende Material vorzusehen.
[0048] Besonders vorteilhaft ist es, den Suszeptor auf eine Innenwand des Beutelmaterials
derart aufzubringen, dass der Suszeptor nicht nur das Aufstellen der Öffnungslasche
im Zuge des Garens bewirkt, sondern auch zu einem Bräunen bzw. zu einer verbesserten
oberflächlichen Röstung des Lebensmittels beiträgt. Das Besondere an dieser Ausgestaltung
ist, dass der Suszeptor gleichzeitig sowohl das Bräunungsergebnis des Lebensmittels
im Zuge des Garens verbessert als auch die Öffnungslasche stellt.
[0049] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Aufnahmeraum abgedichtet
abgeschlossen. In diesem Fall wirkt der Beutel während des Garens des Lebensmittels,
welches in dem Aufnahmeraum enthalten ist, vornehmlich als eine Art Dampfkochtopf.
Demnach muss der Beutel im Wesentlichen dampfdicht verschlossen sein, um einem gewissen
Dampfdruck, den die im Zuge des Garens entstehende Garatmosphäre in dem Aufnahmeraum
erzeugt, Stand halten zu können. Der Beutel muss eine derartige Stabilität aufweisen,
dass dieser bei dem Garen des Lebensmittels in dem Mikrowellenofen üblicherweise nicht
platzt.
[0050] Durch die Verformung des Beutels aufgrund des Dampfdrucks ist es möglich, den Beutel
derart zu verformen, dass sich die Öffnungslasche aufstellt. Im Allgemeinen reicht
der Dampfdruck alleine hierfür aber noch nicht aus, so dass zusätzlich der dem Verformungsmittel
zugeordnete Suszeptor vorgesehen ist, um ein effizientes Aufstellen der Öffnungslasche
zu erreichen.
[0051] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung enthält der Beutel eine aktivierbare
Lüftungseinrichtung, welche den Aufnahmeraum in einer ersten Stellung hermetisch abschließt
und nach Aktivierung eine Lüftungsöffnung freigibt. Diese Weiterbildung der Erfindung
lässt sich von der Vorstellung leiten, dass, wenn die während des Garvorgangs in dem
Mikrowellenofen entstehende Garatmosphäre in dem Aufnahmeraum des Beutels einen vorgegebenen
Druckwert überschreitet, Lüftungsöffnungen freigegeben werden. Alternativ können diese
Lüftungsöffnungen aber auch so ausgebildet sein, dass diese nicht nur durch den Dampfdruck
der Garatmosphäre, sondern auch durch den in der Nähe der Lüftungsöffnungen angeordneten
Suszeptor in Verbindung mit dem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material
freigegeben werden.
[0052] Vorteilhaft bei dieser Weiterbildung der Erfindung ist es, den Beutel auf die Garbedürfnisse
eines spezifischen Lebensmittels abzustimmen. Ist zum Beispiel ein vorgegebener Dampfdruck,
bei dem die Lüftungsöffnungen noch nicht aktiviert sind, noch nicht erreicht, herrschen
in dem Beutel Bedingungen, wie sie beim Dampfgaren typisch sind. Wird der vorgegebene
Dampfdruck jedoch überschritten, werden die Lüftungsöffnungen freigegeben. Hierdurch
kann zum Beispiel auf folgende Weise ein besonders gutes Garergebnis erzielt werden:
[0053] Ist der sich bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmende Suszeptor innerhalb des Aufnahmeraums
angeordnet, tritt, nachdem das Lebensmittel in einem ersten Schritt vor Aktivierung
der Lüftungsöffnungen dampfgegart worden ist, nach Aktivierung der Lüftungseinrichtung
ein Röstprozess des Lebensmittels auf.
Besonders bevorzugt ist folgende Weiterbildung:
[0054] Der Beutel ist auf seiner zu dem Aufnahmeraum zugewandten Innenseite in vorherbestimmten
Regionen mit dem sich bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmenden Suszeptor und dem
sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material versehen. Die Anordnung dieser
Materialien ist jedenfalls so gewählt, dass eines dieser Elemente aus dem Suszeptor
und dem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material derart angeordnet ist,
dass dieses Element sowohl für die Stellung der Öffnungslasche, die Aktivierung bzw.
Stellung der Lüftungsöffnungen, als auch das Bräunen des Lebensmittels nach vorherigem
Dampfgaren verantwortlich ist.
[0055] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Suszeptor derart innerhalb
des Aufnahmeraums angebracht, dass er eine oberflächlich beschichtete Lebensmittelaufnahmezone
ausbildet. Die Lebensmittelaufnahmezone ist dabei eine Region innerhalb des Aufnahmeraums,
in der das in dem Aufnahmeraum gelagerte Lebensmittel üblicherweise aufgenommen ist
und an der das Lebensmittel regelmäßig direkt anliegt. Dieser Suszeptor ist üblicherweise
besonders bevorzugt dort vorgesehen, wo eine oberflächliche Bräunung des Lebensmittels
notwendig ist. Der Suszeptor ist vorzugsweise nicht in der gesamten Lebensmittelaufnahmezone
oberflächlich aufgebracht, sondern nur in dem Bereich (einer Oberseite des Beutels),
in dem das in dem Aufnahmeraum enthaltene Lebensmittel üblicherweise beim Garprozess
nicht aufliegt.
[0056] Diese bevorzugte Weiterbildung hat insbesondere Beutel im Sinn, bei denen der Suszeptor
zu einer oberflächlichen Bräunung des Lebensmittels und gleichzeitig zu einer Aufstellung
der Öffnungslaschen während des Garvorgangs dient.
[0057] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung soll die Öffnungseinrichtung
integral als Teil des Beutelmaterials ausgebildet sein. Insbesondere ist es bei Einwegbeuteln
vorteilhaft, die Öffnungseinrichtung integral durch sogenannte Sollbruchstellen, z.
B. durch eine Perforation oder ein dünneres Material entlang einer vorgegebenen Linie
des Beutels, auszubilden. Gemäß der bevorzugten Weiterbildung ist demnach die Offnungseinrichtung
kein separates Element, wie z. B. ein sogenannter Zipp-Verschluss, wie er im Stand
der Technik seit langem bekannt ist, oder beispielsweise ein Drehschraubverschluss,
wie er z. B. von Milchbeuteln bekannt ist, sondern vielmehr wird die Öffnungseinrichtung
durch das Beutelmaterial selber ausgebildet. So soll die Öffnungslasche, insbesondere
das Paar von Öffnungslaschen z. B. direkt benachbart zu einer Perforationslinie bzw.
einer vorgegebenen Linie an der das Beutelmaterial dünner ausgeprägt ist, vorgesehen
sein. Wenn der Verbraucher an dieser Öffnungslasche bzw. dem Paar von Öffnungslaschen
zieht, wird der Beutel demnach in vorgegebener Weise aufgerissen.
[0058] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung soll innerhalb des Aufnahmeraums
eine Adsorptionseinrichtung freiliegen. Diese Adsorptionseinrichtung ist insbesondere
ein Element, welches den bei Zubereitung des Lebensmittels in dem Mikrowellenofen
entstehenden Gardampf bzw. eine aus diesem austretende Flüssigkeit adsorbieren kann.
Im einfachsten Fall kann eine solche Adsorptionseinrichtung ein Fließmaterial sein,
welches in den Beutel eingelegt ist. Besonders bevorzugt ist jedoch, das Adsorptionsmaterial
zwischen zwei Lagen des Beutelmaterials vorzusehen, wobei eine innere Lage des Beutelmaterials
derart perforiert ist, dass aus dem Aufnahmeraum der Gardampf bzw. die Flüssigkeit
durch die Perforation hindurch zur Adsorptionseinrichtung gelangen kann. Beispielsweise
kann eine solche Adsorptionseinrichtung als Zwischenschicht zwischen zwei Beutelmateriallagen
in einer Region vorgesehen sein, wo üblicherweise das Lebensmittel innerhalb des Beutels
abgelegt ist.
[0059] Eine besondere Ablageposition des Lebensmittels ergibt sich jedoch nur, wenn man
von festen Lebensmitteln ausgeht. Auf feste Lebensmittel jedoch ist der erfindungsgemäße
Beutel nicht beschränkt.
[0060] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung.
In dieser zeigen:
- Figur 1a, 1b und 1c
- eine schematische Querschnittsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Beutels
mit Öffnungslaschen in Ausgangsstellung (Fig. 1 a) und zwei verschiedene Zustände
(Fig. 1b, 1c) mit Öffnungslaschen in Öffnungserleichterungsstellung nach Erwärmen
eines in diesem Beutel enthaltenen Lebensmittels in einem Mikrowellenofen;
- Figur 2a
- eine schematische Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Beutels mit
Öffnungslaschen in Ausgangsstellung;
- Figur 2b
- eine schematische Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Figur 2a nach Mikrowellenbeaufschlagung
mit Öffnungslaschen in Öffnungserleichterungsstellung;
- Figur 2c
- eine schematische Draufsicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines Beutels mit
Öffnungslaschen in Ausgangsstellung;
- Figur 2d
- eine schematische Draufsicht eines vierten Ausführungsbeispiels eines Beutels mit
Öffnungslaschen in Ausgangsstellung;
- Figur 3a
- eine schematische Ansicht eines fünften Ausführungsbeispiels eines Beutels mit Öffnungslasche
in Ausgangsstellung; und
- Figur 3b
- eine Ansicht des Ausführungsbeispiels aus Figur 3a nach Mikrowellenbeaufschlagung
mit Öffnungslasche in Öffnungserleichterungsstellung.
[0061] In Figur 1 a ist in einer schematischen Querschnittsansicht mit Bezugszeichen 1 ein
Beutel bezeichnet. Ein Beutelmaterial 2 des Beutels 1 umgibt einen Aufnahmeraum 4,
in welchem ein Lebensmittel aufgenommen werden kann. Das Beutelmaterial 2 ist aus
einem flächigen Materialabschnitt ausgebildet, welcher mit zwei seiner gegenüberliegenden
Endabschnitte 6, 6' (vgl. Figur 1 b) derart zusammengeschweißt ist, dass jeder der
Endabschnitte 6, 6' jeweils eine Öffnungslasche 8, 8' ausbildet. Das Öffnungslaschenpaar
8, 8' ist demnach über eine Längsschweißnaht 10, welche als Sollbruchstelle zum Aufreißen
des Beutels 1 dient, beabstandet. Demnach ist die Längsschweißnaht als Öffnungseinrichtung
10 ausgebildet.
[0062] Die Längsschweißnaht 10 verläuft in einer sich quer zur Zeichenebene erstreckenden
Längsrichtung des Beutels 1. Die gezeigte erste Ausführungsform ist mithin ein Schlauchbeutel
1.
[0063] Der Öffnungseinrichtung 10 ist ein Paar in Längsrichtung verlaufender Öffnungslaschen
8, 8' zugeordnet. Diese Öffnungslaschen 8, 8' sind an einer dem Aufnahmeraum 4 zugewandten
Seite in einem schmalen Verschweißungsbereich 12 flächig miteinander verschweißt.
Figur 1 a zeigt die Öffnungslaschen 8, 8' in deren Ausgangsstellung A. In der Ausgangsstellung
A liegen beide Öffnungslaschen 8, 8' im Wesentlichen an dem Beutelmaterial 2 bzw.
der den Aufnahmeraum 4 umgebenden Wandung des Beutels 1 und aneinander an. Es ist
jedenfalls für einen Verbraucher schwierig, diese beiden Öffnungslaschen 8, 8' zu
der Öffnung des Beutels 1 nach Zubereiten des Lebensmittels in dem Mikrowellenofen
zu greifen.
[0064] Jede der beiden Öffnungslaschen 8, 8' ist jeweils in einem Bereich zwischen dem Verschweißungsbereich
12 und den freistehenden Öffnungslaschen selber bereits mit einer Falz 14, 14' versehen
(vgl. Figur 1b bzw. 1c). Aufgrund der nach Mikrowellenadsorption entstehenden Verformung
des Beutels 1 bzw. der Abschnitte des Beutels 1 klappen die Öffnungslaschen 8, 8'
entlang der als Scharniere dienenden Falzen 14, 14' aus deren Ausgangsstellung A in
deren Öffnungserleichterungsstellung B.
[0065] Die Öffnungserleichterungsstellung B der Öffnungslaschen 8, 8' ist z. B. in Figur
1b bzw. Figur 1c gezeigt. Im Bereich der Falzen 14, 14' ist in dem ersten Ausführungsbeispiel
ein flächiges Stück eines Suszeptors 16 aufgebracht (vgl. Fig. 1b, Fig. 1c). In diesem
Fall ist der Suszeptor 16 aus einem sich bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmenden
Material, kombiniert mit einem sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material
(einem Schichtmaterial aus einer Schicht des sich bei Mikrowellenbeaufschlagung erwärmenden
Material, und einer Schicht des sich bei Wärmebeaufschlagung verformenden Material),
hergestellt. Demnach verformt sich der Suszeptor 16 selbst bei Mikrowellenbeaufschlagung.
Der Suszeptor 16 dient demnach als Verformungsmittel, welches den Beutel 1, in diesem
Fall die Falzen 14, 14' verformt. In der Ausgangsstellung A liegen beide Öffnungslaschen
8, 8' übereinander und ragen in dieselbe Richtung entlang des Beutelmaterials 2 ab.
[0066] In Figur 1b und Figur 1c ist jeweils ein anderer Zustand der Öffnungserleichterungsstellung
B nach Mikrowellenbeaufschlagung des Beutels 1 bzw. nachdem das in dem Aufnahmeraum
4 enthaltenes Lebensmittel mittels Mikrowellenbeaufschlagung in dem Mikrowellenofen
gegart wurde, gezeigt. In beiden gezeigten Zuständen des Beutels 1 haben sich die
jeweiligen Öffnungslaschen 8, 8' aus ihrer Ausgangsstellung A in ihre Öffnungserleichterungsstellung
B bewegt. Durch die Spannung, welche durch den Suszeptor 16 generiert wird, hat sich
der Verschweißungsbereich 12, der in der Ausgangsstellung A im Wesentlichen parallel
zum Beutelmaterial 2 bzw. der den Aufnahmeraum 4 umgebenden Wandung des Beutels 1
verläuft, schräg zu diesem aufgestellt. Der Aufstellwinkel in Figur 1b beträgt ungefähr
30°, wobei der Aufstellwinkel in Figur 1c ungefähr 45° beträgt.
[0067] In beiden in Figur 1b bzw. in Figur 1c gezeigten Öffnungserleichterungsstellungen
B, haben sich Öffnungslaschenenden 18, 18' der jeweiligen Öffnungslaschen 8, 8' derart
voneinander wegbewegt und entlang der Falzen 14, 14' verschwenkt, dass ein Öffnen
des Beutels 1 für einen Verbraucher vereinfacht wird. Der Verbraucher kann demnach
jeweils mit den Fingern je einer Hand die Öffnungslasche 8 bzw. die Öffnungslasche
8' greifen und die beiden Öffnungslaschen 8, 8' entlang des Verschweißungsbereiches
12 auseinanderziehen. Hierbei in entgegengesetzte Richtungen auf die jeweilige Öffnungslasche
8, 8' der Öffnung des Beutels 1 entlang der Öffnungseinrichtung bzw. Längsschweißnaht
10 wirkende Zugkräfte öffnen den Beutel 1.
[0068] Der Beutel in dem in Figuren 1a bis 1c gezeigten Ausführungsbeispiel ist demnach
nicht wieder verwendbar und als Einwegbeutel ausgeführt.
[0069] In Figur 2a und 2b ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schlauchbeutels 1 gezeigt.
Figur 2a zeigt den Beutel 1 in seiner ursprünglichen Form vor dem Erwärmen in einem
Mikrowellenofen bzw. vor dem Erwärmen des in dessen Aufnahmeraum 4 enthaltenen Lebensmittels
in einem Mikrowellenofen. Figur 2b zeigt den Beutel 1 nach Beaufschlagung mit Mikrowellen
bzw. nach Garen des in dem Aufnahmeraum 4 enthaltenen Lebensmittels. Der Beutel 1
dieses Ausführungsbeispiels ist mit der Längsschweißnaht 10 versehen, welche als Sollbruchstelle
und demnach als Öffnungseinrichtung 10 zur Entnahme des Lebensmittels nach Garen desselben
in dem Mikrowellenofen dient. In Querrichtung zu der Längsschweißnaht 10 sind an den
jeweiligen gegenüberliegenden Enden Querschweißnähte 20, 20' ausgebildet, um eine
Abdichtung des Aufnahmeraums 4 des Beutels 1 zu gewährleisten. Ebenso wie im ersten
Ausführungsbeispiel sind über die Längsschweißnaht 10 beabstandet zwei in Längsrichtung
des Beutels 1 verlaufende Öffnungslaschen 8, 8' ausgebildet. In Querrichtung weisen
diese eine derartige Länge auf, dass sie leicht in der Öffnungserleichterungsstellung
B gemäß Figur 2b von dem Verbraucher gegriffen werden können.
[0070] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel verformt sich der gesamte Beutel 1 aufgrund eines
während des Garens des in dem Aufnahmeraum 4 enthaltenen Lebensmittels nach Mikrowellenbeaufschlagung
entstehenden Dampfdruckes einer Garatmosphäre derart, dass sich die beiden Öffnungslaschen
8, 8' von der Ausgangsstellung A (vgl. Figur 2a) in deren Öffnungserleichterungsstellung
B (vgl. Figur 2b) bewegen. In der Öffnungserleichterungsstellung B ragt jede der beiden
Öffnungslaschen 8, 8' schräg von dem Beutelmaterial 2 ab. Der Winkel zwischen einer
jeden Öffnungslasche 8, 8' und dem Beutelmaterial 2 bzw. der den Aufnahmeraum 4 umgebenden
Wandung des Beutels 1 beträgt ungefähr 45°. Der Winkel, den die beiden Öffnungslaschen
8, 8' miteinander einschließen, beträgt ungefähr 90°. Zum Öffnen des Beutels 1 nach
Garen des Lebensmittels muss der Verbraucher jeweils mit einer Hand in entgegengesetzter
Richtung an jeweils einer der beiden Öffnungslaschen 8, 8' ziehen, und der Beutel
1 reißt entlang der Öffnungseinrichtung 10 bzw. der Längsschweißnaht 10 auf. Üblicherweise
wird das Lebensmittel in einen solchen als Schlauchbeutel ausgeformten Beutel 1 schon
direkt in der Fabrik eingebracht und hier entlang der Längsschweißnaht und der Querschweißnaht
20, 20' verschlossen.
[0071] Figur 2c zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines als Schlauchbeutel ausgeführten
Beutels 1. Zusätzlich zu den Merkmalen, wie sie das zweite Ausführungsbeispiel in
Figur 2a und 2b zeigt, enthält das in Figur 2c gezeigte Ausführungsbeispiel anstelle
der Querschweißnähte 20, 20' einen wiederverschließbaren Schnellverschluss 22, 22'.
Der Schnellverschluss 22, 22' ermöglicht es, den Beutel 1 mehrfach zu öffnen und wieder
zu verschließen. Jeder der Schnellverschlüsse 22, 22' enthält eine nicht gezeigte
Nut, in der von der gegenüberliegenden Seite eine nicht gezeigte Rippe hereingedrängt
ist (Zipper-Verschluss). Diese aus dem Stand der Technik an sich bekannte Schnellverschlussart
ermöglicht ein schnelles mehrmaliges Öffnen und Schließen des Beutels 1. Trotzdem
enthält der Beutel in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2c ebenso die Öffnungseinrichtung
10 bzw. die Längsschweißnaht 10, entlang der der Beutel 1 nach Garen des Lebensmittels
geöffnet werden kann. Dies geschieht analog des Falls, wie er für das Ausführungsbeispiel
in Figur 2a bzw. 2b beschrieben ist.
[0072] Figur 2d zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Beutels 1. Dieser Beutel 1 ist
in der in Figur 2d gezeigten Draufsicht auf drei Seiten verschlossen und weist an
einer Seite ebenso den aus Figur 2c des dritten Ausführungsbeispiels bekannten Schnellverschluss
22 auf. Der Beutel 1 weist ebenso die Längsschweißnaht 10 bzw. Öffnungseinrichtung
10, über welche beabstandet die zwei Öffnungslaschen 8, 8' ausgebildet sind.
[0073] Bei den in den Figuren 2c und 2d gezeigten Ausführungsbeispielen der wiederverschließbaren
Beutel 1 ist der Schnellverschluss 22 bzw. 22' derart ausgebildet und fest verschlossen,
dass der Druck der Garatmosphäre, welcher beim Garen des Lebensmittels im Inneren
des Beutels entsteht, nicht ausreicht, um diesen Schnellverschluss 22, 22' zu öffnen,
jedoch ausreicht, um die Öffnungslaschen 8, 8' aus der Ausgangsstellung A in deren
Öffnungserleichterungsstellung B zu verbringen.
[0074] Figur 3a zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Schlauchbeutels 1. Der Beutel
1 hat eine Längsschweißnaht 10, welche als Öffnungseinrichtung 10 ausgebildet ist,
sowie an dessen gegenüberliegenden Enden jeweils eine Querschweißnaht 20, 20', die
bereits in Bezug auf die Ausführungsbeispiele gemäß Figuren 2a bis 2d beschrieben
ist. Entlang der Längsschweißnaht 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel nur eine Öffnungslasche
8 ausgebildet. Die Öffnungslasche 8 verläuft auch hier entlang der Längsschweißnaht
10 und ist dieser zugeordnet. Insbesondere verdeckt die Öffnungslasche 8 in ihrer
Ausgangsstellung A die Längsschweißnaht 10 indem sie sich parallel zu dem Beutelmaterial
2 bzw. der den Aufnahmeraum 4 umgebenden Wandung des Beutels 1 erstreckt und die Längsschweißnaht
10 überragt. Die Öffnungslasche 8 liegt demnach ebenso in diesem Ausführungsbeispiel
in ihrer Ausgangsstellung A flach an dem Beutelmaterial 2 bzw. der den Aufnahmeraum
4 umgebenden Wandung des Beutels 1 an. Sowohl auf dem Beutelmaterial 2 im Bereich
des Aufnahmeraums 4 als auch auf der Öffnungslasche 8 selber ist in einem mittleren
Bereich 24 ein Suszeptor 16',16 aufgetragen. Dieser ist schematisch in Figur 3a als
schwarzer gekrümmter Balken dargestellt. In dem in Figur 3a gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Suszeptor 16 bzw. 16' mittels eines konventionellen Druckverfahrens aufgedruckt.
Der Suszeptor 16 ist auf das Beutelmaterial 2 in einem Bereich des Aufnahmeraums 4,
der in der Ausgangsstellung A von der Öffnungslasche 8 überdeckt ist, aufgebracht,
und der Suszeptor 16' ist dementsprechend dem Suszeptor 16 gegenüberliegend auf die
Öffnungslasche 8 aufgedruckt. Die Suszeptoren 16, 16' können an gegenüberliegenden
Flächen aufgedruckt sein oder auch nur derart einander gegenüberliegend vorgesehen
sein, dass sie jeweils durch das Folienmaterial bzw. das Öffnungslaschenmaterial (in
diesem Fall weil integral an dem Beutel 1 angebracht das Selbe wie das Beutelmaterial),
voneinander beabstandet sind.
[0075] Der Suszeptor 16, 16' ist als Farbe bzw. Tinte auf den Beutel aufgedruckt, welche
zum Beispiel metallisch, jedenfalls elektrisch leitend ist. Bei Mikrowellenbeaufschlagung
erwärmt sich der Suszeptor 16 bzw. 16'. Das Beutelmaterial 2 ist aus einem bei Wärmebeaufschlagung
schrumpfenden Material hergestellt. Das Beutelmaterial schrumpft aber nur bei einer
derartigen Wärmebeaufschlagung, die so heiß ist wie die Wärme, die der Suszeptor selber
generiert. Die Wärme des gegarten Lebensmittels hingegen reicht nicht für ein Verformen
des Beutelmaterials 2 aus.
[0076] In Figur 3a ist die Öffnungslasche 8 an dem Beutelmaterial 2 bzw. der den Aufnahmeraum
4 umgebenden Wandung des Beutels 1 anliegend in ihrer Ausgangsstellung A gezeigt.
Nach Mikrowellenbeaufschlagung verformen sich das Beutelmaterial 2 und die Öffnungslasche
8, welche einteilig an dem Beutel 1 ausgebildet ist. Das Beutelmaterial 2 und die
ebenfalls aus dem Beutelmaterial hergestellte integrale Öffnungslasche 8 verformen
sich im Bereich des Suszeptors 16, 16' derart, dass zwischen der Öffnungslasche 8
und der Außenoberfläche des Beutelmaterials 2 im Bereich des Aufnahmeraums 4 ein Hohlraum
H entsteht, in welchen der Verbraucher leicht eingreifen kann, um an der Öffnungslasche
8 zu ziehen. Durch Zug an der Öffnungslasche 8 wird die Folie entlang der Längsschweißnaht
10 sowie den Querschweißnähten 20, 20' geöffnet. Die Öffnungseinrichtung ist demnach
in diesem Fall die Sollbruchstelle der Längsschweißnaht 10 sowie die der Querschweißnaht
20 bzw. 20'.
Bezugszeichenliste
[0077]
- 1
- Beutel/ Schlauchbeutel
- 2
- Beutelmaterial
- 4
- Aufnahmeraum
- 6, 6'
- Endabschnitt
- 8, 8'
- Öffnungslasche
- 10
- Längsschweißnaht, Öffnungseinrichtung
- 12
- Verschweißungsbereich
- 14, 14'
- Falz
- 16, 16'
- Suszeptor
- 18, 18'
- Öffnungslaschenende
- 20, 20'
- Querschweißnaht
- 22, 22'
- Schnellverschluss
- 24
- mittlerer Bereich
- A
- Ausgangsstellung
- B
- Öffnungserleichterungsstellung
- H
- Hohlraum
1. Beutel (1) mit einem Aufnahmeraum (4), einer Öffnungseinrichtung (10) und zumindest
einer dieser zugeordneten Öffnungslasche (8, 8'), wobei die Öffnungseinrichtung (10)
den Aufnahmeraum (4) in einer ersten Stellung verschließt und in einer zweiten Stellung
freigibt,
gekennzeichnet durch,
ein dem Beutel (1) zugeordnetes Verformungsmittel (16, 16'), welches den Beutel (1)
aufgrund von Mikrowellenbeaufschlagung zumindest in einem Abschnitt derart verformbar
ist, dass die Öffnungslasche (8, 8') von einer Ausgangsstellung (A) in eine Öffnungserleichterungsstellung
(B) verbracht wird.
2. Beutel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslasche (8, 8') derart bemessen ist, dass sie zwischen den Fingern eines
Benutzers greifbar ist.
3. Beutel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Paar von Öffnungslaschen (8, 8') vorgesehen ist, wobei die Öffnungslaschen (8,
8') des Paares einander gegenüberliegend angeordnet sind.
4. Beutel (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (10) durch Mikrowellenbeaufschlagung schwächbar ist.
5. Beutel (1) als Schlauchbeutel mit einer Längsschweißnaht (10) und sich im wesentlichen
rechtwinkelig dazu erstreckenden Querschweißnähten (22, 22') nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht (10) zwischen den Öffnungslaschen (8, 8') des Paares vorgesehen ist.
6. Beutel (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen dem Verformungsmittel (16, 16') zugeordneten Suszeptor (16, 16').
7. Beutel (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (4) abgedichtet abgeschlossen ist.
8. Beutel (1) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine aktivierbare Lüftungseinrichtung, welche den Aufnahmeraum (4) in einer ersten
Stellung hermetisch abschließt und nach Aktivierung eine Lüftungsöffnung freigibt.
9. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Aufnahmeraums (4) eine mit dem Suszeptor (16, 16') oberflächlich beschichtete
Lebensmittelaufnahmezone ausgebildet ist.
10. Beutel (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (10) integral als Teil eines den Aufnahmeraum (4) begrenzenden
Beutelmaterials (2) ausgebildet ist.
11. Beutel (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in dem Aufnahmeraum (4) freiliegende Adsorptionseinrichtung.
12. Beutel nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslaschen (8, 8') eines Paares in der Ausgangsstellung (A) übereinander
liegend vorgesehen sind.