[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vereinzeln von Druckplatten von einem Druckplattenstapel,
wobei eine Druckplatte mittels wenigstens eines Entnahmeorgans vom Druckplattenstapel
abgehoben wird, das Entnahmeorgan die Druckplatte zu einer Ablageposition bewegt und
die Druckplatte auf einer Ablage abgelegt wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung
eine entsprechend Vorrichtung zum Vereinzeln von Druckplatten von einem Druckplattenstapel,
umfassend wenigstens ein Entnahmeorgan zum Abheben von Druckplatten vom Druckplattenstapel,
vorzugsweise zur Durchführung des genannten Verfahrens.
[0002] Für eine einzelne Bearbeitung müssen zu einem Stapel aufeinander gestapelte und insbesondere
in einem solchen Stapel angelieferte Druckplatten zunächst vereinzelt werden und dann
einzeln nacheinander in eine Bearbeitungsmaschine, insbesondere in einen Druckplattenbelichter,
eingespeist werden. Dies kann manuell oder innerhalb einer automatischen Ladeeinrichtung
(Loader) erfolgen. Ein Loader kann dem Druckplattenbelichter vorgeschaltet oder modular
vorgedockt sein. Bei Druckplatten kleineren oder mittleren Formats können die Druckplatten
in Kassetten oder in Form von Druckplattenstapeln auf Druckplattentabletts bereitgestellt
sein. Werden Druckplatten eines besonders großen Formats bereitgestellt, so werden
diese Druckplatten auf entsprechenden Paletten als Druckplattenstapel bereitgestellt.
Die Vereinzelung erfolgt dann jeweils von dem Druckplattenstapel in einer Kassette
auf einem Tablett oder auf einer Palette.
[0003] Zum Vereinzeln der Druckplatten von dem Druckplattenstapel sind beispielsweise Hebeeinrichtungen
bereitgestellt. Diese Hebeeinrichtung kann beispielsweise Saugelemente umfassen, welche
die Objekte ansaugen. Durch Anheben der Druckplatten werden diese gegebenenfalls unter
Zuhilfenahme weiterer Elemente entsprechend vereinzelt und, wenn nötig, von Zwischenlagen
bzw. an der obersten Druckplatte anhaftenden weiteren Druckplatten getrennt. Entsprechende
Hebeorgane, welche insbesondere geeignet sind, Druckplatten und Zwischenlagen zu trennen,
sind beispielsweise in der
US 7,559,544 B2 gezeigt, auf welche hiermit insbesondere zur Ausführungsform eines Hebeorgans verwiesen
wird.
[0004] Um Druckplatten besonders großen Formats erfolgreich voneinander zu vereinzeln, d.h.
zu trennen, ist es aus der
DE 10 2009 020102 A1 bekannt, mehrere Trennelemente mit fortlaufenden Abständen zueinander unter eine
angehobene Druckplatte zu bewegen.
[0005] Problematisch kann es bei den beschriebenen Vorrichtungen und Verfahren zum Vereinzeln
der Druckplatten von Druckplattenstapeln sein, wenn die Druckplattenstapel selber
nicht korrekt ausgerichtet sind. Dieses Problem tritt insbesondere bei sehr großen
Druckplattenformaten auf, wenn diese auf Paletten angeliefert werden und nicht in
Kassetten oder auf Tabletts umgepackt werden. Die Paletten können dann dem Loader
zugeführt werden, wobei es zu entsprechenden Fehlstellungen der Paletten und damit
auch des Druckplattenstapels in Bezug auf den Loader bzw. den Druckplattenbelichter
kommen kann. Aus der
EP 1 980 510 A1 ist es bekannt, für solch einen Fall von fehlausgerichteten Druckplattenstapeln Sensoren
im Bereich der Druckplattenablage bereitzustellen, um die Position der Druckplatte,
welche abgehoben und vereinzelt wurde, unmittelbar für die Ablage zu erkennen, dort
auszurichten und auf diese Weise eine ordnungsgemäß ausgerichtete Druckplatte im Ablagebereich,
d.h. in der Ablageposition, zu gewährleisten.
[0006] Problematisch beim genannten Stand der Technik ist es, dass bei einem fehlausgerichteten
Druckplattenstapel die Druckplatte an nicht definierten Positionen durch das Entnahmeorgan,
d.h. z.B. durch Sauger, ergriffen wird. Hierbei kann es zu Beschädigungen der besonders
empfindlichen zu belichtenden Flächen kommen.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, die genannten Nachteile
aus dem Stand der Technik wenigstens zu verringern.
[0008] In Verfahrenshinsicht wird die Aufgabe der vorliegenden Erfindung durch ein gattungsgemäßes
Verfahren gelöst, bei dem zunächst die Ausrichtung des Druckplattenstapels in der
Ebene der Druckplatten mittels wenigstens eines Erfassungsorgans erfasst wird. Bei
dem wenigstens einen Erfassungsorgan kann es sich z.B. um eine Kamera handeln, die
oberhalb und oder an wenigstens einer Seite des Druckplattenstapels bereitgestellt
wird. Diese Kamera kann in einer Weiterführung insbesondere auch innerhalb des Entnahmeorgans
bzw. von diesem umfasst bereitgestellt werden und somit jeweils gleichzeitig mit dem
Entnahmeorgan zu einer Position oberhalb des Druckplattenstapels bewegt werden. Bei
dem Erfassungsorgan kann es sich auch um ein oder mehrere Sensoren im Randbereich
des Druckplattenstapels handeln, die die Position der einzelnen Druckplatten des Druckplattenstapels,
d.h. die absolute Position des Druckplattenstapels in der Ebene der einzelnen Druckplatten,
erfassen. Solche Sensoren können insbesondere auch von dem Entnahmeorgan umfasst werden
und durch ein entsprechendes Bewegen des Entnahmeorgans in einer ersten Richtung zur
Erkennung einer ersten Kante des Druckplattenstapels und in einer zweiten Richtung,
welche im Wesentlichen senkrecht zur ersten liegt, zum Erkennen einer zweiten Kante
des Druckplattenstapels verwendet werden. Auch eine hybride Anordnung vom Erfassungsorgan
in Form von Sensoren und / oder Kameras, welche teilweise seitlich und / oder oberhalb
des Druckplattenstapels und / oder umfasst von einem Entnahmeorgan bereitgestellt
sind, ist erfindungsgemäß mit umfasst.
[0009] In einem weiteren Verfahrensschritt wird die Ausrichtung des Druckplattenstapels
mit einer Sollausrichtung der Druckplatte in der Ablageposition verglichen. Auf diese
Weise wird dann wenigstens eine Abweichung der erfassten Ausrichtung von der Sollausrichtung
ermittelt. Das Entnahmeorgan hebt nun die oberste Druckplatte des Druckplattenstapels
ab und bewegt sie in Richtung einer Ablageposition auf einer Ablage. Durch entsprechende
Ansteuerung des oder der Entnahmeorgane wird die von diesem ergriffene bzw. abgehobene
Druckplatte nun in Abhängigkeit von der ermittelten Abweichung des Druckplattenstapels
so bewegt, dass die so ermittelte Abweichung vor der Ablage der Druckplatte in der
Ablageposition ausgeglichen wird. Hierfür sind entsprechende Drehbewegungen und /
oder lineare Bewegungen in der Ebene der Druckplatte vorgesehen. Die Druckplatte kann
bereits bei dem Transport zur Ablageposition korrekt ausgerichtet werden, es sind
des Weiteren keine Sensoren und / oder Anschläge im Bereich der Ablageposition notwendig
bzw. erfindungsgemäß auch nicht vorgesehen. Vorrichtungsgemäß wird die Erfindung entsprechend
durch eine gattungsgemäße Vorrichtung gelöst, die wenigstens ein entsprechendes Erfassungsorgan
zur Erfassung einer Ausrichtung des Druckplattenstapels aufweist. Bei dem Erfassungsorgan
kann es sich um wenigstens ein Erfassungsorgan handeln, wie es bereits oben beschrieben
wurde. Des Weiteren ist zumindest ein Speichermittel vorgesehen, welches geeignet
ist, die Daten einer Sollausrichtung der Druckplatte in der Ablageposition zu speichern
und bereitzustellen. Es ist weiter ein Vergleichsorgan vorgesehen, welches aus dieser
bereitgestellten Sollausrichtung durch Vergleich mit der erfassten Ausrichtung des
Druckplattenstapels eine Abweichung des Druckplattenstapels ermittelt und diese ermittelte
Abweichung weiter an ein entsprechend vorgesehenes Steuerungsorgan zum Ansteuern des
wenigstens einen Entnahmeorgans weiter gibt, welches dann das Entnahmeorgan so ansteuert,
dass die Abweichung wenigstens verringert wird. Bei den möglichen Ansteuerungen des
Entnahmeorgans handelt es sich um diejenigen, welche in Bewegungen resultieren, wie
sie bereits in Bezug auf das Verfahren beschrieben wurden.
[0010] Bei dem Entnahmeorgan bzw. dem wenigstens einen Entnahmeorgan kann es sich erfindungsgemäß
beispielsweise um ein einzelnes Entnahmeorgan handeln, welches sich über die gesamte
zu erfassende Breite der Druckplatte erstreckt und in einer weiteren Ausführungsform
einzelne Saugköpfe aufweist, welche die Druckplatte mit Vakuum beaufschlagt erfassen
und anheben können. Diese Saugköpfe können beispielsweise weiterhin auch in Richtung
der Erstreckung des Entnahmeorgans bewegbar ausgestaltet sein und / oder in einer
Richtung senkrecht dazu. Hierdurch können auch entsprechend ermittelte Abweichungen
des Druckplattenstapels, welche in einer entsprechenden Abweichung der abgehobenen
Druckplatten resultieren, zumindest teilweise durch entsprechende Bewegungen ausgeglichen
werden. Des Weiteren, zusätzlich oder alternativ, kann das sich über die gesamte Breite
erstreckende Entnahmeorgan mittels zweier im Wesentlichen an den Kopfenden bereitgestellter
Antriebsmittel, welche im Wesentlichen unabhängig voneinander angetrieben und gesteuert
werden können, so bewegt werden, dass die gesamte Druckplatte durch entsprechende
Bewegungen des Entnahmeorgans Ausgleichsbewegungen erfährt, wie sie oben beschrieben
wurden.
[0011] In der weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass wenigstens
zwei Entnahmeorgane umfasst sind, welche von wenigstens einem Steuerungsorgan getrennt
voneinander angesteuert werden können. Diese Ansteuerung kann beispielsweise linear
erfolgen, so dass durch entsprechende lineare Ansteuerung der Entnahmeorgane eine
Drehbewegung und / oder eine lineare Bewegung der abgehobenen Druckplatte in ihrer
Ebene erzeugt werden kann, so dass die ermittelte Abweichung ausgeglichen wird. Die
Ansteuerung der hier getrennten Entnahmeorgane erfolgt dann analog wie bei einem Entnahmeorgan,
welches wie oben beschrieben sich über die Gesamtbreite der Druckplatte zumindest
im Wesentlichen erstreckt.
[0012] Verfahrensmäßig kann es sich bei den ermittelten Abweichungen, welche ausgeglichen
werden sollen, um wenigstens eine Abweichung aus der Menge Schrägstellung, Längsabweichung
in einer ersten Richtung in der Ebene des Druckplattenstapels, vorzugsweise in eine
Richtung vom Druckplattenstapel zur Ablageposition und seitliche Abweichung in eine
Richtung quer zur ersten Richtung handeln. Entsprechende Ausgleichsbewegungen durch
das Entnahmeorgan können die so erkannten Abweichungen erfindungsgemäß ausgleichen.
[0013] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bei der Ausrichtung des Druckplattenstapels
im Wesentlichen nicht auf eine Ausrichtung ankommt, die sich auf eine Senkrechte in
Bezug auf die Druckplattenebene bezieht. Solche Abweichungen können bewusst vorgesehen
sein, indem ein Druckplattenstapel in Bezug auf eine Horizontale, insbesondere zur
Ablage für die Druckplatte schräg eingestellt wird. Hierdurch kann es erfindungsgemäß
beispielsweise realisiert werden, dass eine Vorausrichtung des Druckplattenstapels
durch ein Anlegen des Druckplattenstapels gegen einen sich über die gesamte Höhe des
Druckplattenstapels erstreckenden Anschlag ausgeführt wird. Es kann sich aber auch
um eine sonst wie in der Höhe vorliegende Abweichung handeln. Solch eine Abweichung
in der Höhe oder eine entsprechende Schrägstellung des Druckplattenstapels kann dann
alleine durch eine Anhebebewegung des wenigstens einen Entnahmeorgans ausgeglichen
werden. Ein entsprechendes Verfahren, welches geeignet ist, eine Abweichung in der
Höhe zu erkennen, und entsprechend auszugleichen, ist beispielsweise in der
US 7, 637,492 B2 beschrieben, auf welche hier in Bezug auf diese Verfahren Bezug genommen wird.
[0014] Erfindungsgemäß ist es weiter vorgesehen, dass beispielsweise Abweichungen in einer
Richtung vom Druckplattenstapel zur Ablageposition dadurch erkannt werden können,
dass ein Sollabstand zwischen einer vorderen und / oder einer hinteren Kante des Druckplattenstapels
zur Ablageposition vorgegeben ist. Abweichungen von diesem Sollabstand werden dann
entsprechend als Abweichung in die so definierte Richtung erkannt.
[0015] Da der Druckplattenstapel in sich selber windschief oder anders wie von einer perfekt
quaderförmigen Gestalt abweichen kann, ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise
vorgesehen, dass die Abweichung des Druckplattenstapels als Funktion einer Position
innerhalb des Druckplattenstapels in einer Richtung senkrecht zur Ebene der Druckplatten
selber ermittelt wird.
[0016] Wie bereits oben beschrieben, kann eine Abweichung des Druckplattenstapels durch
entsprechende Bewegungen der abgehobenen obersten Druckplatte mittels eines Entnahmeorgans
ausgeglichen werden, wobei das Entnahmeorgan sich im Wesentlichen über die gesamte
Breite der Druckplatte erstreckt. In einer weiteren Ausführungsform sind alternativ
auch mehrere, wenigstens zwei Entnahmeorgane vorgesehen, die die oberste Platte des
Druckplattenstapels ergreifen sollen und durch entsprechende Bewegungen der Entnahmeorgane
eine Bewegung der Druckplatte so erreichen, dass durch lineare Bewegungen der wenigstens
zwei Entnahmeorgane, bzw. von im Wesentlichen zwei Kopfenden des einene Entnahmeorgans
die ermittelte Abweichung ausgeglichen oder wenigstens verringert wird.
[0017] Da durch das beschrieben Verfahren nun eine Abweichung oder mehrere Abweichungen
des Druckplattenstapels selber gegebenenfalls auch in der Höhe bekannt sind, ist erfindungsgemäß
in einem weiteren Schritt vorgesehen, dass das wenigstens eine Entnahmeorgan die oberste
Druckplatte in Abhängigkeit von der erfassten Position des Druckplattenstapels insbesondere
in ihrer Höhe in einem Randbereich der Druckplatte ergreift. Auf diese Weise können
Druckbebilderungen oder andere Beschädigungen von zu bebildernden Bereichen der Druckplatte
erfolgreich vermieden werden.
[0018] Ausführungsformen der Erfindung, auf die die Erfindung aber nicht beschränkt ist,
und durch die sich weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben können, sind in den folgenden
Figuren dargestellt. Es zeigen
Fig. 1:
eine seitliche Ansicht eines Druckplattenstapels und einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Vereinzelung von Druckplatten,
Fig. 2:
eine Aufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 mit einer ersten Alternative von Entnahmeorganen,
und
Fig. 3:
eine Aufsicht auf eine Vorrichtung nach Fig. 1 mit einer alternativen Ausführung eines
Entnahmeorgans.
[0019] Die Fig. 1 zeigt Druckplatten 1, welche in einem Druckplattenstapel 2 zur Vereinzelung
bereitgestellt sind. Dieser Druckplattenstapel 2 soll dabei beispielsweise auf einer
Palette 16 einer Vereinzelungseinrichtung, d.h. einem Loader, zur Verfügung gestellt
werden. Die oberste Druckplatte 1 vom Druckplattenstapel 2 wird mittels eines Entnahmeorgans
3 abgehoben und das Entnahmeorgan 3 weist dafür wenigstens Sauger 11 auf, die in einer
Richtung senkrecht zum Druckplattenstapel verfahrbar sind. Die Sauger 11 sind dabei
mit Vakuum beaufschlagbar und können so die Druckplatte 1 in einem Randbereich ergreifen.
Das Entnahmeorgan 3 kann mittels eines Antriebs 12 in einer Richtung weg vom Druckplattenstapel
2 zu einer Ablageposition 4, welche die Positionen jeweils einer vorderen und hinteren
Kante einer Druckplatte 1 auf eine Ablage 5 beschreibt, transportiert werden. Zur
Erfassung der Position, d.h. der Ausrichtung des Druckplattenstapels 2 sind ortsfeste
Sensoren 6 wenigstens in einem Randbereich des Druckplattenstapels 2 und oberhalb
des Druckplattenstapels 2 bereitgestellt. In Abhängigkeit von einer erkannten Abweichung
des Druckplattenstapels 2 von einer vorgegebenen Sollposition wird die abgehobene
oberste Druckplatte 1 mittels des Entnahmeorgans 3 so bewegt, dass diese Abweichung
spätestens bei der Ablage die Ablageposition 4 ausgeglichen ist. Um die Vereinzelung
der Druckplatten 1 zu erleichtern, ist ein Unterzug 15, wie er beispielsweise in der
DE 10 2009 020 102 A1 beschrieben ist, im Randbereich des Druckplattenstapels 2 zur Bewegung unter die
abgehobene Druckplatte 1 vorgesehen. Der Unterzug ist hier nur beispielhaft dargestellt.
Seine Funktionsweise und Aufbau ist genauer in der erwähnten
DE 10 2009 020 102 A1 beschrieben.
[0020] Von der Ablage 5 wird die so vereinzelte Druckplatte dann weiter an einer Belichtertrommel
31 eines Druckplattenbelichters 30 zugeführt, auf diesen aufgespannt und mittels eines
Belichterkopfs 32 bebildert. Bei der Ablage 5 kann es sich beispielsweise um eine
Fläche eines schwenkbaren Tisches handeln, wie sie in der
US 7,165,493 B2 bzw. der
US 7,370,582 B2 beschrieben ist. Die hier abgelegte Druckplatte 1 kann dann entsprechend, wie in
den genannten Schriften beschrieben, auf welche Bezug genommen wird, der Belichtertrommel
31 eines Druckplattenbelichters 30 zugeführt werden.
[0021] Fig. 2 zeigt eine entsprechende Vorrichtung zum Vereinzeln der Druckplatten von oben.
In dieser Alternative sind zwei Erfassungsorgane 3 dargestellt. Jedes Erfassungsorgan
3 kann dabei eine Erstreckung parallel zur vorderen Kante des Druckplattenstapels
2 aufweisen. Mit vorderer Kante ist hier die Kante des Druckplattenstapels 2 gemeint,
welche der Ablage 5 zugewandt ist. Jedes Erfassungsorgan 3 kann dabei mehrere Sauger
11 aufweisen, die hier aber nicht zu erkennen sind. Die oberste Druckplatte 1 und
auch jede weitere darunterliegende Druckplatte 1 weist einen Randbereich 7 und einen
zu belichtenden Bereich 20 auf. Mittels der Sensoren 6, welche hier dem vorderen und
dem seitlichen Randbereich des Druckplattenstapels 2 zugeordnet sind, kann eine Ausrichtung
des Druckplattenstapels 2 und somit eine genaue Position der oberen Druckplatte 1
erkannt werden. Diese erkannte Position der oberen Druckplatte 1 bzw. des Druckplattenstapels
2 wird einem Vergleichsorgan 8 zugeführt. Das Vergleichsorgan 8 ist mit einem Speichermittel
10 verbunden. Das Speichermittel 10 stellt dem Vergleichsorgan 8 eine abgelegte Sollposition
der Druckplatte 1 im Bereich der Ablageposition 4 auf der Ablage 5 zur Verfügung.
Das Vergleichsorgan 8 vergleicht die ermittelte Ausrichtung des Druckplattenstapels
2 mit der bereitgestellten Sollposition der Druckplatte 1 und ermittelt so eine auf
diese Weise definierte Abweichung des Druckplattenstapels 2. Diese Abweichung des
Druckplattenstapels 2 wird hier gemeinsam mit der erkannten Position des Druckplattenstapels
2 an ein Steuerungsorgan 9 weiter geleitet. Das Steuerungsorgan 9 ist mit Antrieben
13 zum Antreiben der Entnahmeorgane 3 verbunden. Mittels der Antriebe 13 können die
Entnahmeorgane 3 in einer ersten Richtung 21 jeweils unabhängig bewegt werden. Die
Richtung 21 beschreibt eine Richtung vom Druckplattenstapel 2 in Richtung zur Ablage
5 bzw. zur Ablageposition 4. Des Weiteren können die Entnahmeorgane 3 auch in einer
Richtung 22 senkrecht zu dieser ersten Richtung bewegt werden. Auf diese Weise kann
entsprechend der erkannten Position des Druckplattenstapels 2, welche durch die Sensoren
6 festgestellt wurde, das Steuerungsorgan 9 die Entnahmeorgane 3 unabhängig voneinander
so ansteuern, dass sie jeweils in einen Bereich des Randbereichs 7 der Druckplatte
1 geführt, hier herabgesenkt werden und mittels einer Vakuumbeaufschlagung der Sauger
11 die oberste Druckplatte 1 erfassen und abheben können. Die so erfasste Druckplatte
1 kann mittels der Antriebe 13 durch die Entnahmeorgane 3 in die erste Richtung 21
zur Ablageposition 4 bewegt werden. Das Steuerungsorgan 9 steuert die Antriebe 13
in Abhängigkeit von der durch das Vergleichsorgan 8 festgestellten Abweichung so,
dass diese Abweichung durch lineare Bewegungen der Entnahmeorgane 3 in die erste Richtung
21 und / oder in die zweite Richtung 22 senkrecht dazu vor der Ablage der Druckplatte
1 in der Ablageposition 4 ausgeglichen wird. Dieses Ausgleichen erfolgt vorteilhafter
Weise schon während des Transports der Druckplatte 1 zur Ablageposition 4. Ohne Sensoren
im Bereich der Ablage 5 wird dann die Druckplatte 1 ohne Abweichung von der im Speichermittel
10 abgelegten Sollposition in der Ablageposition 4 abgelegt und kann, wie oben beschrieben,
richtig ausgerichtet einem Druckplattenzylinder 31 zugeführt werden.
[0022] Die Fig. 3 zeigt eine Alternative zum Aufbau der Entnahmeorgane 3. Gleiche Elemente
werden durch gleiche Bezugszahlen beschrieben. Im Gegensatz zur Ausführungsform der
Entnahmeorgane 3 gemäß Fig. 2 existiert hier ein einzelnes Entnahmeorgan 3, welches
sich im Wesentlichen über die gesamte Breite der Druckplatte 1 erstreckt. Mit Breite
der Druckplatte 1 ist hierbei die Breite der vorderen Seite der Druckplatte 1, d.h.
der Seite der Druckplatte 1 gemeint, welche der Ablage 5 bzw. der Ablageposition 4
zugewandt ist. Das Entnahmeorgan 3 weist hierbei mehrere nebeneinander angeordnete
Sauger 11 auf. Diese Sauger 11 können in die erste Richtung 21 und / oder auch in
der zweiten Richtung 22 selbständig mittels hier nicht dargestellter Antriebsorgane
verfahren werden und so eine entsprechende Bewegung einer angehobenen Druckplatte
1 ermöglichen.
[0023] Das Entnahmeorgan 3 ist mit Antrieben 14 an seinen Stirnflächen verbunden. Das Entnahmeorgan
3 kann mittels Kolben 33 mit diesen Antrieben 14 verbunden sein, wobei diese Kolben
selber wieder Löcher 34 zur Aufnahme des Entnahmeorgans 3 aufweisen. Diesen Löchern
34 sind weiter selbständige Antriebsmittel 35 zugeordnet, welche eine Bewegung des
Entnahmeorgans 3 in die zweite Richtung 22 ermöglichen. Sowohl die Antriebe 14 als
auch die Antriebsmittel 34 sind, wie in Fig. 2 beschrieben, mit einem entsprechenden
Steuerungsorgan 9 verbunden. In Abhängigkeit von der ermittelten Abweichung können
die Antriebe 14 und Antriebsmittel 35 so angesteuert werden, dass beim Transport der
durch die Sauger 11 angehobenen Druckplatte 1 zur Ablageposition 4 in erster Richtung
21 die ermittelte Abweichung durch entsprechende lineare Bewegungen der Antriebe 14
bzw. Antriebsmittel 35 sowohl in die erste Richtung 21 als auch in die zweite Richtung
22 durch Dreh- und / oder lineare Bewegungen innerhalb der Ebene der Druckplatte 1
verringert bzw. ausgeglichen werden. Durch die Information über die Position des Druckplattenstapels
2, die, wie oben beschrieben ermittelt wird, steuert das Steuerungsorgan 9 das Entnahmeorgan
3, wie bereits beschrieben so an, dass die Sauger 11 die Druckplatte 1 zum Anheben
im Randbereich 7 kontaktieren.
[0024] Auf diese Weise kann eine gefahrlose Kontaktierung durch die Sensoren 6 im Bereich
des Druckplattenstapels 2 erreicht und eine frühzeitige Ausgleichung der Abweichung
des Druckplattenstapels 2 noch vor dem Ende des Transports der Druckplatte 1 zur Ablageposition
4 auf der Ablage 5 erreicht werden.
Bezugszeichenliste
[0025]
| 1 |
Druckplatte |
| 2 |
Druckplattenstapel |
| 3 |
Sauger / Entnahmeorgan |
| 4 |
Ablageposition |
| 5 |
Ablage |
| 6 |
Sensor / Kamera / Erfassungsorgan |
| 7 |
Randbereich |
| 8 |
Vergleichsorgan |
| 9 |
Steuerungsorgan |
| 10 |
Speichermittel |
| 11 |
Sauger |
| 12, 13, 14 |
Antrieb |
| 15 |
Unterzug |
| 16 |
Palette |
| 20 |
zu bebildernder Bereich |
| 21 |
erste Richtung |
| 22 |
zweite Richtung |
| 30 |
Druckplattenbelichter |
| 31 |
Belichtertrommel |
| 32 |
Belichterkopf |
| 33 |
Kolben |
| 34 |
Löcher |
| 35 |
Antriebsmittel |
1. Verfahren zum Vereinzeln von Druckplatten (1) von einem Druckplattenstapel (2), wobei
eine Druckplatte (1) mittels wenigstens eines Entnahmeorgans (3) vom Druckplattenstapel
(2) abgehoben wird,
das Entnahmeorgan (3) die Druckplatte (1) zu einer Ablageposition (4) bewegt und die
Druckplatte (1) auf einer Ablage (5) ablegt,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Ausrichtung des Druckplattenstapels (2) in der Ebene der Druckplatten (1) mittels
wenigstens eines Erfassungsorgans (6) erfasst wird,
die Ausrichtung des Druckplattenstapels (2) mit einer Sollausrichtung der Druckplatte
(1) in der Ablageposition (4) verglichen wird,
wenigstens eine Abweichung der erfassten Ausrichtung von der Sollausrichtung ermittelt
wird,
das wenigstens eine Entnahmeorgan (3) die oberste Druckplatte (1) des Druckplattenstapels
(2) abhebt und in Richtung der Ablageposition (4) transportiert und
das wenigstens eine Entnahmeorgan (3) die ergriffene Druckplatte (1) in Abhängigkeit
von der ermittelten Abweichung mittels einer Drehbewegung und/oder einer linearen
Bewegung in der Ebene der Druckplatte (1) so bewegt, dass die ermittelte Abweichung
im Wesentlichen ausgeglichen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei der wenigstens einen ermittelten Abweichung um wenigstens eine Abweichung
aus der Menge Schrägstellung, Längsabweichung in einer ersten Richtung (21) in der
Ebene des Druckplattenstapels (29), vorzugsweise in eine Richtung vom Druckplattenstapel
(2) zur Ablageposition (4) und seitliche Abweichung in eine Richtung (22) quer zur
ersten Richtung (21) handelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sollabstand zwischen einer vorderen und/oder hinteren Kante des Druckplattenstapels
(2) zur Ablageposition (4) vorgegeben ist und Abweichungen von diesem Sollabstand
als Abweichungen in die erste Richtung (21) erkannt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Abweichungen des Druckplattenstapels (2) als Funktion einer Position innerhalb des
Druckplattenstapels in einer Richtung senkrecht zur Ebene der Druckplatten (1) ermittelt
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Entnahmeorgane (3) die oberste Druckplatte (1) des Druckplattenstapels
(2) ergreifen,
jedes Entnahmeorgan (3) bewegt wird, und
die wenigstens eine ermittelte Abweichung durch lineare Bewegungen der wenigstens
zwei Entnahmeorgane (3)ausgeglichen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Entnahmeorgan (3) die oberste Druckplatte (1) in Abhängigkeit
von der erfassten Position des Druckplattenstapels (2) in einem Randbereich (7) der
Druckplatte (1) ergreift.
7. Vorrichtung zum Vereinzeln von Druckplatten (1) von einem Druckplattenstapel (2),
umfassend wenigstens ein Entnahmeorgan (3) zum Abheben von Druckplatten (1) vom Druckplattenstapel
(2), vorzugsweise zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Erfassungsorgan(6) zur Erfassung einer Ausrichtung des Druckplattenstapels
(2),
ein Speichermittel (10) zum Speichern und Bereitstellen von Daten einer Sollausrichtung
der Druckplatte (1) in der Ablageposition (4),
ein Vergleichsorgan (8) zum Ermitteln wenigstens einer ermittelten Abweichung des
Druckplattenstapels (2) durch Vergleich der erfassten Ausrichtung des Druckplattenstapels
(2) mit der bereitgestellten Sollausrichtung der Druckplatte (1) in der Ablageposition
(4) und
wenigstens ein Steuerungsorgan (9) zum Ansteuern des wenigstens einen Entnahmeorgans
(3) in Abhängigkeit von der wenigstens einen Abweichung.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Entnahmeorgane (3) umfasst sind,
das wenigste eine Steuerungsorgan (9) die wenigstens zwei Entnahmeorgane (3) getrennt
voneinander ansteuert,
das Steuerungsorgan (9) so ausgestaltet ist, dass die wenigstens zwei Entnahmeorgane
(3) jeweils linear angesteuert werden und
so eine Drehbewegung und/oder eine linearen Bewegung der abgehobenen Druckplatte (1)
in ihrer Ebene erzeugen, so dass die ermittelte Abweichung im Wesentlichen ausgeglichen
wird.