Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen modularen Bausatz für Rohrtrenneranordnungen zum physischen
Trennen eines stromaufwärtigen Flüssigkeitssystems von einem stromabwärtigen Flüssigkeitssystem
mittels eines Ablassventils.
[0002] Rohrtrenner oder Systemtrenner dienen dazu, einen Rückfluss von Flüssigkeit aus einem
stromabwärtigen Flüssigkeitssystem in ein stromaufwärtiges Flüssigkeitssystem sicher
zu verhindern. Das stromaufwärtige Flüssigkeitssystem kann dabei ein Trinkwassersystem
sein. Das stromabwärtige Flüssigkeitssystem kann z.B. ein Heizungssystem sein. Es
muss unbedingt verhindert werden, dass verunreinigtes Wasser aus dem Heizungssystem
beim Auf- oder Nachfüllen des Heizungssystems in das Trinkwassersystem zurückfließt,
beispielsweise dadurch, dass der Druck im Trinkwassersystem aus irgendeinem Grund
zusammenbricht.
[0003] Es gibt sog. Rückflussverhinderer. Das sind federbelastete Ventile, welche einen
Flüssigkeitsdurchfluss nur in einer Richtung, nämlich vom stromaufwärtigen zum stromabwärtigen
System zulassen. Solche Rückflussverhinderer können aber undicht werden. Daher ist
z.B. bei Trinkwasser und Heizungswasser eine Trennung der Flüssigkeitssysteme allein
durch Rückflussverhinderer nicht zulässig. Es muss eine physische Trennung der Flüssigkeitssysteme
erfolgen, derart dass im Störfall zwischen den Systemen eine Verbindung zu einem Ablauf
und zur Atmosphäre hergestellt wird. System- oder Rohrtrenner enthalten einen stromaufwärtigen,
an das stromaufwärtige Flüssigkeitssystem angeschlossenen Rückflussverhinderer und
einen stromabwärtigen mit dem stromabwärtigen System verbundenen Rückflussverhinderer.
Bei bekannten Rohrtrennern ist zwischen den Rückflussverhinderern ein druckgesteuertes
Ablassventil angeordnet, welches einen Durchgang von dem stromaufwärtigen Flüssigkeitssystem
zu dem stromabwärtigen Flüssigkeitssystem herstellt, wenn zwischen den beiden Flüssigkeitssystemen
ein ausreichendes Druckgefälle besteht, so dass die Flüssigkeit sicher nur von dem
stromaufwärtigen zum stromabwärtigen Flüssigkeitssystem strömen kann. Wenn dieses
Druckgefälle nicht besteht, stellt das Ablassventil eine Verbindung des Raumes zwischen
den Rückflussverhinderern mit der Atmosphäre und einem Ablauf her.
Stand der Technik
[0004] Bei bekannten Rohrtrennern, wie z.B. auch in der
DE 102 14 747 oder
DE 10 2005 031 422 offenbart, ist das Ablassventil ein in einem Armaturengehäuse verschiebbarer Kolben.
Dieser Kolben weist einen zentralen Durchgang und an seiner stromabwärtigen Stirnfläche
einen ringförmigen Ventilsitz auf, der an einer armaturenfesten Ringdichtung axial
zur Anlage kommt. Der Durchgang stellt dann eine zur Atmosphäre hin geschlossene Verbindung
zwischen stromaufwärtigem und stromabwärtigen Flüssigkeitssystem her. Der stromaufwärtige
Rückflussverhinderer sitzt in dem Durchgang. Dadurch wirkt auf den Kolben gegen eine
in Öffnungsrichtung wirksame Feder die Druckdifferenz zwischen dem Eingangsdruck im
stromaufwärtigen Flüssigkeitssystem und einem Mitteldruck, der sich in einem Mitteldruckraum
zwischen Kolben und stromabwärtigen Rückflussverhinderer einstellt. Damit ein Durchfluss
zu dem stromabwärtigen System stattfinden kann, muss schon diese Druckdifferenz ein
vorgegebenes, durch die Federkraft bestimmtes Maß überschreiten. Der Ablassventilkörper
ist dabei koaxial zu den Rückflussverhinderern angeordnet.
[0005] Wenn -als Beispiel- ein unter geringem Wasserdruck stehendes Heizungssystem aus einem
Trinkwassersystem über den Systemtrenner gefüllt werden soll, wird durch den Eingangsdruck
im Trinkwassersystem zunächst der Kolben des Ablassventils gegen die Wirkung der darauf
wirkenden Feder in seine Betriebsstellung gedrückt, in welcher er die Verbindung zur
Atmosphäre und zu dem Ablauf unterbricht und eine Verbindung zwischen Trinkwassersystem
und Heizungssystem herstellt. Dann werden die stromaufwärtigen und stromabwärtigen
Rückflussverhinderer aufgedrückt. Es strömt Trinkwasser zu dem Heizungssystem und
füllt dieses auf oder nach.
[0006] Das Heizungssystem wird dann auf einen Ausgangsdruck aufgefüllt, der unterhalb des
Eingangsdrucks liegt. Im normalen Betrieb wird die Differenz zwischen Eingangsdruck
und Ausgangsdruck durch den Druckabfall an den Rückflussverhinderern, also durch die
Stärke der Federn der Rückflussverhinderer bestimmt. Der Mitteldruck liegt entsprechend
dem Druckabfall an dem stromaufwärtigen Rückflussverhinderer und dem Druckabfall an
dem stromaufwärtigen Rückflussverhinderer dazwischen. Die Druckdifferenz zwischen
Eingangsdruck und Mitteldruck muss größer sein als ein durch die Belastungsfeder des
Ventilkörpers des Ablassventils bestimmter Grenzwert.
[0007] DE 10 2007 030 654 A1 offenbart eine Rohrtrenneranordnung, bei welcher der Ventilsitz des Ablassventils
mit einem federbeaufschlagten Kolben verbunden ist. Die Hubrichtung des Kolbens verläuft
senkrecht zur Mittenachse der Rohrleitung und der Öffnungsrichtung der Rückflussverhinderer.
Der Kolben ist gegen die Wirkung einer Federkraft vom Eingangsdruck beaufschlagt.
[0008] Alle bekannten Rohrtrenner verwenden einen fest mit der Armatur verbundenen Ablauftrichter.
Über den Ablauftrichter läuft zurückfließendes Wasser nach unten ab. Entsprechend
ist die Orientierung des Rohrtrenners vorgegeben. Der Ablauftrichter muss immer nach
unten zeigen. Je nach Ausrichtung der Rohrleitung, in welche der Rohrtrenner eingebaut
werden soll, d.h. horizontal oder vertikal, muss die Rohrleitung umgebaut werden.
Das ist aufwändig. Für unterschiedliche Fließrichtungen sind unterschiedliche Rohrtrenner
erforderlich.
[0009] DE 20 2009 001 951 U1 offenbart eine Modulanordnung mit einem Armaturengehäuse, an welches sich ein oder
mehrere Armaturenmodule anflanschen lassen. Unter anderem ist auch ein Rohrtrenner
als Armaturenmodul aufgeführt. Das für alle gleiche Armaturengehäuse, welches in die
Rohrleitung eingebaut wird, ist eine Anschlussarmatur, die außer zwei Absperrhähnen
keine weiteren Funktionalitäten hat.
[0010] DE 42 17 334 A1 offenbart einen zweiteiligen Rohrtrenner, bei dem ein Ablassventil in einem zweiten
Gehäuseteil an ein erstes Gehäuseteil anflanschbar ist. Das zweite Gehäuseteil ist
drehbar, so dass der Ablauf immer unten ist. Die bekannte Anordnung weist einen Kolben
auf, der einerseits über einen am stromaufwärtigen Rückflussverhinderer vorbei führenden
Verbindungskanal mit Eingangsdruck beaufschlagt ist und andererseits mit Mitteldruck.
Der Kolben ist mit einem beweglichen Ventilteller verbunden.
[0011] DE 20 2011 050 267 offenbart einen zweiteiligen Rohrtrenner mit einem Ablassventil mit einem Kolben,
der senkrecht zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit zwischen den Rückflussverhinderern
angeordnet ist. Nachteilig bei der Anordnung ist es, dass der Kolben sich in der Strömung
mitten in der Mitteldruckkammer befindet. Dadurch erfolgt ein unerwünschter hoher
Druckabfall. Die Anordnung ist vergleichsweise voluminös. Gerade bei hohen Drücken
und großen Armaturen ist dies nachteilig.
[0012] Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Umgebungen, in denen ein Rohrtrenner eingesetzt
wird. Üblicherweise muss die Rohrleitung aufgebrochen, und eine Anschlussarmatur oder
der vollständige Rohrtrenner in der Rohrleitung installiert werden. Das ist aufwändig.
Für verschiedene Konstellationen und Umgebungen werden unterschiedliche Rohrtrenner
verwendet, die hergestellt, beim Händler gelagert und installiert werden.
Offenbarung der Erfindung
[0013] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Herstellungs-, Lager- und Installationskosten für
Rohrtrenneranordnungen zu verringern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen
modularen Bausatz gelöst, der enthält
I. ein Rohrtrennermodul, enthaltend
- (a) ein Gehäuse mit einem Einlass und einem Auslass,
- (b) einen in dem Gehäuse angeordneten, stromaufwärtigen Rückflussverhinderer,
- (c) einen stromabwärtigen Rückflussverhinderer,
- (d) ein von einer Belastungsfeder beaufschlagtes Ablassventil mit einer Sitzdichtung
und einem mit der Sitzdichtung zusammenwirkenden, Ventilsitz, wobei
- (e) stromaufwärts von dem stromaufwärtigen Rückflussverhinderer ein Eingangsdruck
des stromaufwärtigen Flüssigkeitssystems,
- (f) zwischen den Rückflussverhinderern ein Mitteldruck in einer Mitteldruckkammer,
und
- (g) stromabwärts von dem stromabwärtigen Rückflussverhinderer ein Ausgangsdruck des
stromabwärtigen Flüssigkeitssystems herrscht; und
- (h) einen Anschlussflansch mit einer plane Verbindungsfläche, mit welcher das Rohrtrennermodul
an eine korrespondierende Verbindungsfläche eines weiteren Moduls anflanschbar ist,
und ein mit dem Auslass verbundener Ausgangskanal im Bereich der Verbindung ein Ringkanal
ist, welcher um einen mit dem Einlass verbundenen zentralen Eingangskanal herum angeordnet
ist oder der mit dem Einlass verbundene Eingangskanal im Bereich der Verbindung ein
Ringkanal ist, welcher um einen mit dem Auslass verbundener zentralen Ausgangskanal
herum angeordnet ist;
und
II. wenigstens zwei Anschlussmodule mit einem an den Anschlussflansch des Rohrtrennermoduls
anschließbaren Anschlussflansch mit einem Einlass und einem Auslass, von denen einer
mit einem zentralen Kanal und einer mit einem Ringkanal in dem Anschlussflansch in
Verbindung steht, wobei die Anschlussmodule ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend
- (a) ein in einer mit einer einlass- und auslassseitigen Absperrung versehenen Rohrleitung
installierbares Anschlussmodul mit einem Einlass und einem koaxialen Auslass;
- (b) ein in einer mit einer einlass- und auslassseitigen Absperrung versehenen Rohrleitung
installierbares Anschlussmodul mit einem Einlass und einem koaxialen Auslass, wobei
ausgangsseitig ein Druckminderer und optional ein Manometer vorgesehen sind;
- (c) ein an einen absperrbaren Wasserhahn anschließbares Anschlussmodul mit einem sich
nach oben erstreckenden Einlass zum Anschrauben an den Wasserhahn und einem von einem
Schlauchanschluss gebildeten Auslass, und
- (d) ein an das Ende einer Rohrleitung ohne Absperrung anschließbares Anschlussmodul
mit einer eigenen Absperrung und einem von einem Schlauchanschluss gebildeten Auslass.
[0014] Jeweils ein Anschlussmodul und ein Rohrtrennermodul bilden gemeinsam eine Rohrtrenneranordnung.
Wenn beispielsweise ein Wasserhahn im Verwendungsbereich des Rohrtrenners zur Verfügung
steht, kann ein Modul verwendet werden, das an den Wasserhahn angeschlossen werden
kann. Dabei muss keine Rohrleitung aufgebrochen werden. Die Installation ist besonders
einfach und kostengünstig. Steht hingegen bereits eine Rohrleitung zur Verfügung,
die eine Absperrung aufweist, so kann ein besonders einfach aufgebautes Anschlussmodul
mit koaxialem Einlass und Auslass verwendet werden. Die Installation ist dann etwas
aufwändiger, aber das Anschlussmodul entsprechend kostengünstiger.
[0015] Da alle Anschlussmodule mit dem gleichen Rohrtrennermodul arbeiten, kann das Rohrtrennermodul
in größeren Stückzahlen, und somit kostengünstiger hergestellt werden. Umgekehrt reicht
bei der Lagerhaltung eine insgesamt geringere Anzahl an Rohrtrennermodulen aus, da
diese für alle Anschlussmodule verwendet werden können. Dadurch verringern sich die
Kosten bei der Lagerhaltung.
[0016] Wenn die Schlauchanschlüsse nicht zum Befüllen einer Heizung oder dergleichen verwendet
werden, kann an diesen Anschlüssen Wasser aus dem Wasserhan gezapft werden. Die Funktionalität
des Wasserhahns wird daher nicht beeinträchtigt. Das Modul mit einem eigenen Absperrhahn
und Schlauchanschluss übt dabei auch die Funktion eines Wasserhahns aus, so dass hier
ein zusätzlicher Nutzen entsteht.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Kolben in dem Gehäusestutzen außerhalb der
in der Mitteldruckkammer herrschenden Strömung beweglich geführt ist. Insbesondere
kann die Anordnung einen ersten Verbindungskanal zwischen dem Bereich in dem Gehäusestutzen
oberhalb des Kolbens und dem Bereich stromaufwärts des stromaufwärtigen Rückflussverhinderers
und einen zweiten Verbindungskanal zwischen dem Bereich in dem Gehäusestutzen unterhalb
des Kolbens und der Mitteldruckkammer enthalten. Der Kolben hat immer eine geöffnete
Stellung, wenn der Mitteldruck größer ist als der Eingangsdruck. Er befindet sich
aber nicht mehr im Strömungsweg innerhalb der Mitteldruckkammer. Entsprechend sind
die Strömungsverhältnisse besonders gut. Der Kolben verursacht praktisch keinen Druckabfall
mehr. Da der Kolben nicht mehr zwischen den Rückflussverhinderern sitzt, können diese
näher aneinander angeordnet werden. Dadurch wird die Anordnung besonders kompakt.
[0018] Eine besonders kompakte Anordnung wird erreicht, wenn die Rückflussverhinderer koaxial
angeordnet sind. Sie können koaxial innerhalb des Rohrtrennermoduls angeordnet sein,
bei dem der Rohrtrenner an das Anschlussmodul angeflanscht wird. Dabei weist ein erster
Gehäuseteil in Form des Anschlussmoduls, eine plane Verbindungsfläche auf, mit welcher
er an eine korrespondierende Verbindungsfläche am zweiten Gehäuseteil des Rohrtrennermoduls
anflanschbar ist, wobei der Ausgangskanal im Bereich der Verbindung ein Ringkanal
ist, welcher um einen zentralen Eingangskanal herum angeordnet ist. Derartige Flanschverbindungen
mit koaxialen Anordnungen eines Ringkanals um einen zentralen Eingangskanal sind aus
dem Stand der Technik bekannt. Sie eignen sich auch für die Verbindung eines Rohrtrenners
in verschiedenen Winkelpositionen.
[0019] Bei solchen Anordnungen ist der Einlass mit einem Zentralkanal verbunden und der
Auslass mit einem um den Zentralkanal verbundenen Ringkanal. Die Rückflussverhinderer
können im Zentralkanal koaxial angeordnet sein.
[0020] Zur Wartung oder Austausch der Rückflussverhinderer werden die Gehäuseteile getrennt.
Die Rückflussverhinderer sind dann offen und leicht zugänglich. Die modulare Anordnung
erlaubt es aber auch, das komplette Rohrtrennermodul auszutauschen. Dann kann das
defekte oder wartungsbedürftige Rohrtrennermodul zurück ins Werk geschickt werden
und in gewartetem Zustand an dieser oder anderer Stelle eingesetzt werden.
[0021] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung weist ein erster Gehäuseteil des
Anschlussmoduls ebenfalls eine plane Verbindungsfläche auf, mit welcher er an eine
korrespondierende Verbindungsfläche am zweiten Gehäuseteil des Rohrtrennermoduls anflanschbar
ist. Bei der Alternative ist aber der Eingangskanal im Bereich der Verbindung ein
Ringkanal, welcher um einen zentralen Ausgangskanal herum angeordnet ist. Bei dieser
Alternative wird ein höherer Strömungsquerschnitt und geringerer Strömungswiderstand
erreicht.
[0022] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Kolben in einem Gehäusestutzen beweglich
angeordnet. Dabei umfasst der Gehäusestutzen einen lösbaren, gehäusefesten Adapter,
an welchem ein Ablauftrichter befestigt ist. Alternativ ist der Ablauftrichter an
den Adapter angeformt. Der Gehäusestutzen kann aber auch vollständig an das Gehäuse
angeformt sein. Ein lösbarer Adapter hat den Vorteil, dass er aus kostengünstigerem
Material, beispielsweise Kunststoff, statt teurem Messing hergestellt werden kann,
da hier kein erhöhter Druck herrscht. Weiterhin wird die Herstellung komplexer Geometrien
mittels Spritzgussverfahren ermöglicht.
[0023] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Ablassventil ein mit dem Kolben
verbundenes Ventilsitzteil, das mit einem gehäusefesten Ventilteller zusammenwirkt.
Der Ventilteller kann mit dem Ablauftrichter oder mit dem gehäusefesten Adapter verbunden
sein. Wenn sich der Kolben bei hohem Eingangsdruck gegen die Kraft der Belastungsfeder
und gegen den Mitteldruck nach unten in Richtung des Ventiltellers bewegt, schließt
das Ventil. Dann kann Wasser durch die Armatur zum Ausgang fließen. Bei geringem Eingangsdruck
wird durch die Federkraft der Kolben und damit das Ventilsitzteil nach oben bewegt.
Dann ist das Ablassventil geöffnet. Es kann kein Wasser zurück zum Einlass fließen.
[0024] Der Adapter kann einen oberen Rand aufweisen, der ein Federwiderlager für die Belastungsfeder
des Kolbens bildet.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der
zweite Gehäuseteil des Rohrtrennermoduls in mehreren verschiedenen Positionen an dem
ersten Gehäuseteil anschließbar sind, welche um eine horizontale Verbindungsachse
winkelversetzt sind.
[0026] Bei einer solchen Rohrtrenneranordnung kann das zweite Gehäuseteil immer so an dem
ersten Gehäuseteil befestigt werden, dass die Öffnung des Ablassventils und der Ablauftrichter
nach unten zeigt. Auch die Strömungsrichtung kann entsprechend berücksichtigt werden.
Vorzugsweise sind vier Winkelpositionen vorgesehen, in denen der zweite Gehäuseteil
an dem ersten Gehäuseteil befestigt werden kann. Damit können die am häufigsten vorkommenden
Fälle eines vertikalen und horizontalen Rohrverlaufs in jeweils beiden Durchflussrichtungen
berücksichtigt werden. Die Rohrleitung muss bei Wechsel der Armatur nicht aufgebrochen
werden. Eine Armatur kann für alle Fälle ohne besondere Maßnahmen verwendet werden.
Lediglich die Winkelposition bei der Montage muss an die örtlichen Gegebenheiten angepasst
werden.
[0027] In einem weiteren Modul ist ein Druckminderer hinter dem stromabwärtigen Rückflussverhinderer
vorgesehen. Dadurch wird der Druck im stromabwärtigen System, beispielsweise beim
Befüllen einer Heizungsanlage, kontrolliert.
[0028] Eine besonders kompakte Anordnung und einfache Montage wird mit einem Modul erreicht,
das einen eingangsseitigen und einen ausgangsseitigen Absperrhahn aufweist. Die Absperrhähne
müssen dann nicht mehr gesondert installiert werden. Auch ein solches Modul kann Teil
des Bausatzes sein.
[0029] In einer besonders kostengünstigen Variante der Erfindung sind einige Komponenten
der Module, insbesondere Kolben und Ventilsitz des Ablassventils aus Kunststoff gefertigt.
Dadurch kann die Armatur wirtschaftlicher hergestellt werden.
[0030] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Ventilsitz einen
kleineren Durchmesser auf als der Kolben. Der auf den Kolben wirkende Eingangsdruck
erzeugt somit aufgrund des größeren Durchmessers eine größere Kraft in Schließrichtung
des Ablassventils, als dies mit dem Ventilsitz der Fall wäre. Entsprechend besser
ist die Dichtkraft des Ablassventils.
[0031] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Ausführungsbeispiel
ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0032]
- Fig. 1
- ist eine Übersicht über die verschiedenen Module, mit denen Rohrtrenner an die Anforderungen
angepasst werden können.
- Fig.2
- ist eine perspektivische Darstellung einer Rohrtrenneranordnung mit einem als Ringkanal
ausgebildeten Einlasskanal.
- Fig.3
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 2.
- Fig.4
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 2 aus einer gegenüber Figur
16 um 90 Grad versetzten Perspektive.
- Fig.5
- ist eine Draufsicht auf die Anordnung aus Figur 2.
- Fig.6
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 2 entlang einer vertikalen Schnittebene
F-F.
- Fig.7
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 2 entlang einer vertikalen Schnittebene
P-P.
- Fig.8
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 2 entlang einer horizontalen Schnittebene
C-C.
- Fig. 9
- ist eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Figur 2.
- Fig.10
- ist eine perspektivische Darstellung eines Kolbens zur Steuerung des Auslassventils
für den Rohrtrenner aus Figur 2.
- Fig.11
- ist eine Seitenansicht des Kolbens aus Figur 10.
- Fig.12
- ist ein vertikaler Querschnitt durch den Kolben aus Figur 10.
- Fig.13
- ist eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Figur 10.
- Fig. 14
- ist eine perspektivische Darstellung einer Funktionseinheit mit zwei Rückflussverhinderern
für den Rohrtrenner aus Figur 2.
- Fig.15
- ist eine Seitenansicht der Einheit aus Figur 14.
- Fig.16
- ist ein Querschnitt durch die Einheit aus Figur 14.
- Fig.17
- ist eine Explosionsdarstellung der Einheit aus Figur 14.
- Fig. 18
- ist eine perspektivische Darstellung einer Rohrtrenneranordnung mit einem als Ringkanal
ausgebildeten Einlasskanal, die an einen bestehenden Wasserhahn anschließbar ist und
einen Schlauchanschluss aufweist.
- Fig.19
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 18.
- Fig.20
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur aus einer gegenüber Figur 19
um 90 Grad versetzten Perspektive.
- Fig.21
- ist eine Draufsicht auf die Anordnung aus Figur 18.
- Fig.22
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 18 entlang einer vertikalen Schnittebene
G-G.
- Fig.23
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 18 entlang einer vertikalen Schnittebene
H-H.
- Fig.24
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 18 entlang einer horizontalen Schnittebene
I-I.
- Fig.25
- ist eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Figur 18.
- Fig. 26
- ist eine perspektivische Darstellung einer Rohrtrenneranordnung mit einem als Ringkanal
ausgebildeten Einlasskanal, die mit einer Absperrung in einer Rohrleitung anschließbar
ist und einen Schlauchanschluss aufweist.
- Fig.27
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 26.
- Fig.28
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 26 aus einer gegenüber Figur
27 um 90 Grad versetzten Perspektive.
- Fig.29
- ist eine Draufsicht auf die Anordnung aus Figur 26.
- Fig.30
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 26 entlang einer vertikalen Schnittebene
J-J.
- Fig.31
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 26 entlang einer vertikalen Schnittebene
K-K.
- Fig.32
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 26 entlang einer horizontalen Schnittebene
L-L.
- Fig.33
- ist eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Figur 26.
- Fig. 34
- ist eine perspektivische Darstellung einer Rohrtrenneranordnung mit einem als Ringkanal
ausgebildeten Einlasskanal, die in eine Rohrleitung anschließbar ist und einen Druckminderer
aufweist.
- Fig.35
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 34.
- Fig.36
- ist eine seitliche Darstellung der Anordnung aus Figur 34 aus einer gegenüber Figur
35 um 90 Grad versetzten Perspektive.
- Fig.37
- ist eine Draufsicht auf die Anordnung aus Figur 34.
- Fig.38
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 34 entlang einer vertikalen Schnittebene
M-M.
- Fig.39
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 34 entlang einer vertikalen Schnittebene
N-N.
- Fig.40
- ist ein Querschnitt der Anordnung aus Figur 34 entlang einer horizontalen Schnittebene
O-O.
- Fig.41
- ist eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Figur 34.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0033] Figur 1 illustriert, wie die verschiedene Module für Rohrtrenneranordnungen einen
modularen Bausatz bilden, aus dem sich verschiedene Rohrtrenner bilden lassen. Die
vorliegenden Rohrtrenneranordnungen verwenden unterschiedliche Module in Form eines
ersten Gehäuseteils 212, 312, 412 und 512. Alle diese ersten Gehäuseteile lassen sich
an ein für alle Baugruppen identisches zweites Gehäuseteil 213 anschließen. Das hat
den Vorteil, dass die Produktions- und Lagerhaltungskosten wesentlich gesenkt werden
können. Zudem muss für Wartung und Erneuerung des Rohrtrenners immer nur das zweite
Gehäuseteil 213 entfernt und gewartet bzw. ersetzt werden. Die Handhabung wird für
den Installateur erleichtert und der Schulungsaufwand reduziert.
Modul 1 (Fig.2 - 17): Flansch-Rohrtrenner mit Ringkanal als Eingangskanal
[0034] In Fig.2 bis 17 ist eine allgemein mit 210 bezeichnete Armatur in Form einer Rohrtrenneranordnung
dargestellt. Die Rohrtrenneranordnung 210 umfasst ein Gehäuse mit einem ersten Gehäuseteil
212 und einem zweiten Gehäuseteil 213. Der erste Gehäuseteil 212 bildet eine Anschlussarmatur
mit einem als Einlassstutzen 214 ausgebildeten Einlass und einem koaxial dazu angeordneten
Auslassstutzen 216 als Auslass. Die Rohrtrenneranordnung 210 wird in eine Rohrleitung
(nicht dargestellt) zum Beispiel zwischen einer einlassseitig angeordneten Trinkwasserversorgung
vor einer auslassseitig angeordneten Heizungsanlage (nicht dargestellt) eingebaut.
Das Wasser fließt also von der Trinkwasserversorgung durch den Einlass 214 in die
Armatur und von dort aus dem Auslass 216 heraus. Kugelhähne (nicht dargestellt) auf
beiden Seiten dienen zum Absperren des Einlasses 214 bzw. Auslasses 216.
[0035] Der zweite Gehäuseteil 213 ist über eine Flanschverbindung an den ersten Gehäuseteil
212 angeflanscht. Dies ist in Figur 2 bis 9 gut zu erkennen. Die Figuren zeigen den
Flansch an dem ersten Gehäuseteil mit einer ebenen Fläche 227. Die Flanschverbindung
wird mittels Schrauben 211 in Öffnungen 219 (Fig.9) fixiert. Anders als bei den beiden
obigen Ausführungsbeispielen ist der Einlass 214 nicht mit einem zentralen Eingangskanal,
sondern mit einem Ringkanal 221 verbunden. Dies ist in Figur 8 gut zu erkennen. Der
Auslass 216 ist demzufolge statt mit einem Ringkanal mit einem zentralen Auslasskanal
223 verbunden. Das Wasser strömt vom Einlass 214 durch den Ringkanal 221 in den zweiten
Gehäuseteil 213 hinein und durch den zentralen Auslasskanal 223 wieder hinaus zum
Auslass 216.
[0036] Zwischen Einlass und Auslass sind ein stromaufwärtiger Rückflussverhinderer 218 und
ein stromabwärtiger Rückflussverhinderer 220 vorgesehen. Diese sind in Figur 7 und
8 zu erkennen. Man erkennt, dass die Rückflussverhinderer 218 und 220 anders als bei
obigen Ausführungsbeispielen von rechts nach links in der Darstellung durchflossen
werden.
[0037] Der stromabwärtige Rückflussverhinderer 220 sitzt im zentralen Ausgangskanal 223
auf der Seite des zweiten Gehäuseteils unmittelbar hinter der Flanschverbindung. Dies
ist gut in Figur 7 und 8 erkennbar. Figur 14 bis 17 zeigen die Rückflussverhinderer
218 und 220, sowie die übrigen Komponenten, die in einer gemeinsamen, horizontalen
Gehäusebohrung im ersten und zweiten Gehäuseteil angeordnet sind.
[0038] Die Rückflussverhinderer 218 und 220 öffnen im Strömungsweg in Richtung des Auslasses,
d.h. nach links in Figur 7 und 8. Figur 16 und 17 zeigen die Anordnung der Rückflussverhinderer
im Detail. Der stromabwärtige Rückflussverhinderer 220 sitzt in einer Rückflussverhindererpatrone
225. Die Rückflussverhindererpatrone 225 bildet ein Federwiderlager für die Feder
227 des Rückflussverhinderers 220. Die Feder 227 drückt einen Ventilteller 229 des
Rückflussverhinderers 220 gegen einen Ventilsitz, der von einem Ventilsitzteil 231
und einer Dichtung 202 gebildet ist. Dies ist in Figur 16 gut zu erkennen.
[0039] Das Ventilsitzteil 231 weist außen eine Ringnut auf. In der Ringnut sitzt eine Ringdichtung
208. Das Ventilsitzteil 231 ist abdichtend in ein Einsatzteil 206 eingesetzt. Das
Ventilsitzteil 231 liegt dabei an einem nach innen ragenden Rand 201 des Einsatzteils
206 an. Das Einsatzteil 206 weist außen eine Ringnut auf. In der Ringnut ist eine
Ringdichtung 203 angeordnet. Das Einsatzteil 206 ist mit der Ringdichtung 203 im stromabwärtigen
Bereich einer gehäusefeste Hülse 235 eingesetzt.
[0040] Die Hülse 235 ist mit einer stromabwärtigen Ringnut mit einer Ringdichtung 205 versehen.
Die Hülse 235 ist ferner mit einer stromaufwärtigen Ringnut mit einer Ringdichtung
207 versehen. Die Hülse 235 sitzt in einer horizontalen Gehäusebohrung in Verlängerung
des Auslasskanals 221 im ersten und zweiten Gehäuseteil. Die Hülse 235 ist mit der
Ringdichtung 205 gegen den ersten Gehäuseteil und mit der Ringdichtung 207 gegen das
zweite Gehäuseteil abgedichtet.
[0041] Im Bereich zwischen den Ringdichtungen 205 und 207 weist die Hülse 235 einen offenen
Bereich mit Rippen 209 auf. Diese sind in Figur 14, 15 und 17 gut zu erkennen. Das
Einsatzteil 206 ist mit einem radial nach außen vorspringenden Randteil 237 verbunden.
Das Randteil grenzt von außen an das stromabwärtige Ende der Hülse 235 und hält das
Einsatzteil in seiner Lage. Dies ist in Figur 16 zu erkennen.
[0042] Der stromaufwärtige Rückflussverhinderer 218 umfasst einen Ventilteller 239, der
mit einer Dichtung 204 in einem Ventilsitzteil 233 zusammenwirkt. Das Ventilsitzteil
233 ist gehäusefest und hülsenförmig. Die Hülse 235 weist am stromaufwärtigen Ende
einen nach innen ragenden Rand auf. Das Ventilsitzteil 233 des stromaufwärtigen Rückflussverhinderers
218 ist bis zu dem Rand der Hülse 235 eingeschoben und mit der Dichtung 204 gegen
diesen abgedichtet. Das Ventilsitzteil 233 bildet am innen liegenden Ende einen Kragen
200. Der Kragen 200 bildet ein Federwiderlager für die Feder 241 des Rückflussverhinderers.
Die Feder 241 drückt den Ventilteller 239 des Rückflussverhinderers 218 gegen die
Dichtung 204.
[0043] Anders als bei bekannten Beispielen aus dem Stand der Technik ist hier kein Kompensationskolben
erforderlich. Die Kompensation von geringen Druckschwankungen des Eingangsdrucks ohne
Öffnen des Ablassventils erfolgt auf nachstehend beschriebene Weise. Es versteht sich
aber, dass statt der nachstehend beschriebenen Kompensation auch ein Kompensationskolben
eingesetzt werden kann, mit dem das Volumen der Mitteldruckkammer in gewissem Maße
veränderlich ist, so dass Druckschwankungen des Eingangsdrucks kompensiert werden
können.
[0044] Zwischen den Rückftussverhinderern 218 und 220 und zwischen den Ringdichtungen 205
und 207 ist eine Mitteldruckkammer 243 gebildet. Oben am Gehäuse ist jeweils ein mit
einem Stopfen 228 bzw. 230 verschlossener Prüfanschluss 232 und 234 vorgesehen. Der
Prüfanschluss 232 ist über den Ringkanal 221 mit dem Einlass 214 verbunden. Dort herrscht
Eingangsdruck. Dies ist in Figur 7 zu erkennen. Der Prüfanschluss 234 ist über einen
Kanal 247 mit dem zentralen Auslass 216 verbunden. Dort herrscht Ausgangsdruck.
[0045] Seitlich am Gehäuse ist ein Prüfanschluss 236 mit einem Stopfen 238 vorgesehen. Dieser
ist in Figur 6 gut erkennbar. Der Prüfanschluss 236 ist über einen Kanal 245 mit der
Mitteldruckkammer 243 zwischen den Rückflussverhinderern 218 und 220 verbunden. Dort
herrscht Mitteldruck. Auf diese Weise kann z.B. mittels Manometer an den Prüfanschlüssen
der Eingangs-, Mittel- und Ausgangsdruck ermittelt werden.
[0046] Der zweite Gehäuseteil 213 weist einen Gehäusestutzen 240 mit einer nach unten gerichteten
Öffnung auf. Der Gehäusestutzen 240 verläuft in vertikaler Richtung, senkrecht zur
Strömungsrichtung durch den stromaufwärtigen Rückflussverhinderer 218 und zur Verbindungsachse
der Flanschverbindung.
[0047] Auf den Gehäusestutzen 240 ist am unteren Ende Ablauftrichter 256 aus Kunststoff
aufgeschraubt und mit einer Dichtung 245 abgedichtet. Hierzu ist der Gehäusestutzen
240 mit einem Außengewinde 258 versehen.
[0048] In dem Gehäusestutzen 240 ist eine allgemein mit 244 bezeichnete Kolbenanordnung
angeordnet, die nachstehend anhand der Figuren 10 bis 13 beschrieben wird. Die Kolbenanordnung
umfasst einen axialbeweglichen Kolben 260. Der Kolben 260 wird von der Federkraft
einer Belastungsfeder 252 nach oben gedrückt. Der Kolben 260 wird in einer gehäusefesten
Führungshülse 248 mit einer Dichtung 254 abdichtend geführt. Die Führungshülse 248
weist einen oberen Hülsenteil 268 und einen daran angeformten unteren Hülsenteil 269
auf. Der untere Hülsenteil 269 sitzt konzentrisch in dem Gehäusestutzen 240. Der obere
Hülsenteil 268 ist außeraxial an den unteren Hülsenteil 269 angeformt. Der untere
Hülsenteil 269 ist mit einer in einer äußeren Ringnut angeordneten Dichtung 242 gegenüber
dem Gehäusestutzen 240 abgedichtet. Der obere Hülsenteil 268 weist eine außen umlaufende
Ringnut mit einer Dichtung 246 auf.
[0049] Der zweite Gehäuseteil 213 weist einen inneren Gehäusestutzen 250 auf, der mit geringerem
Durchmesser außeraxial innerhalb des Gehäusestutzens 240 angeordnet ist. Der obere
Hülsenteil 268 ist mit der Dichtung 246 gegenüber dem inneren Gehäusestutzen 250 abgedichtet.
Dies ist in Figur 12 zu erkennen. Der Kolben 260 ist mit der Dichtung 254 innerhalb
des oberen Hülsenteils axial verschieblich geführt. Es kann somit kein Wasser am Kolben
260 vorbei nach unten gelangen.
[0050] Die Führungshülse 248 ist zwischen dem oberen und dem unteren Hülsenteil 268 und
269 mit einem nach innen ragenden Rand 258 versehen. Der Rand 258 erstreckt sich nach
innen und hält ein rohrförmiges, inneres Führungsteil 262. Das innere Führungsteil
262 verläuft koaxial zum oberen Hülsenteil 268. Auf der Oberseite des Randes 258 stützt
sich die Belastungsfeder 252 ab. Der Rand 258 bildet so ein Federwiderlager. Das obere
Ende der Belastungsfeder 252 drückt auf die Unterseite des Kolbens 260.
[0051] Der Kolben 260 weist am unteren Ende einen Gewindering 264 auf, der über Rippen 266
mit der Unterseite der oberen Kolbenfläche verbunden ist. Der Gewindering 264 ist
mit einem Außengewinde versehen. Auf das Außengewinde ist ein im wesentlichen rohrförmiger
Ventilschließkörper 267 aufgeschraubt.
[0052] Der Ventilschließkörper 267 bildet zusammen mit einer Ventildichtung 272 ein Ablassventil.
Die Ventildichtung 272 ist mit einer Schraube 270 auf einem als Ventilsitz dienenden
Teller 274 befestigt. Der Teller 274 wird mittels radialer Rippen 276 außeraxial in
einem Ring 278 gehalten. Der Ring 278 ist auf einem Rand abgestützt, der sich von
dem Ablasstrichter nach innen erstreckt. Man erkennt, dass die Ventildichtung 272,
die Schraube 270 und der Teller 274 gehäusefest ausgebildet sind. Der Kolben 260 mit
dem Ventilschließkörper 267 sind hingegen axialbeweglich.
[0053] Der Mitteldruckraum 243 ist über den zwischen dem Gehäusestutzen 240 und dem inneren
Gehäusestutzen 250 gebildeten Zwischenraum 280 mit dem Bereich unterhalb der oberen
Kolbenfläche und dem Innenraum des Ventilschließkörpers 267 verbunden. Hier herrscht
somit Mitteldruck. Wenn der Ventilschließkörper 267 mit seinem unteren Rand auf die
Ventildichtung 272 drückt, ist das Ablassventil geschlossen. Es kann kein Wasser austreten.
[0054] Der Bereich 282 stromaufwärts von den Rückflussverhinderern und somit der Einlass
ist über einen Kanal 284 mit dem Bereich oberhalb der oberen Kolbenfläche des Kolbens
260 verbunden. Hier herrscht somit Eingangsdruck. Die Feder 252 versucht dabei den
Kolben 260 nach oben in Figur 7 zu drücken und so den mit dem Kolben 260 verbundenen
Ventilschließkörper 267 in einer Offenstellung des Ablassventils zu halten. Wenn der
Eingangsdruck absinkt wird der Kolben 260 nach oben bewegt. Dann öffnet das Ablassventil.
Wasser fließt aus der Mitteldruckkammer ab, bis der Druck wieder geringer ist als
der Eingangsdruck.
[0055] Bei geringem Eingangsdruck im Einlass 214 sind die Rückflussverhinderer 218 und 220
geschlossen. Der Kolben 260 ist in einer oberen Position. Der Ventilschließkörper
269 des Ablassventils ist in einer oberen, geöffneten Stellung. Wenn nun der stromabwärtige
Rückflussverhinderer 20 undicht ist, fließt das Wasser in die Mitteldruckkammer 243
und nach unten durch das Ablassventil nach unten in die Atmosphäre ab.
[0056] Zum Befüllen der Heizungsanlage oder dergleichen werden die Absperrungen am Einlass
und am Auslass geöffnet. Dann herrscht im Einlass 214 ein erhöhter Eingangsdruck.
Der Kolben 260 ist immer über den Kanal 284 gegen die Federwirkung der Belastungsfeder
252 mit Eingangsdruck beaufschlagt. Bei erhöhtem Eingangsdruck wird zunächst der Kolben
260 nach unten gedrückt. Anschließend öffnen die Rückflussverhinderer 218 und 220.
Dann herrscht zwischen dem Druck in der Mitteldruckkammer und dem Eingangsdruck ein
Differenzdruck. Das Wasser fließt durch den stromaufwärtigen Rückflussverhinderer
218 in die Mitteldruckkammer 243 und von dort durch den stromabwärtigen Rückflussverhinderer
220 zum Auslass 216. Die auf den Kolben nach unten wirkende Kraft des Eingangsdrucks
ist größer, als die Federkraft und die von unten auf den Kolben nach oben wirkende
Kraft des Mitteldrucks. Das Ablassventil ist dadurch geschlossen. Bei abfallendem
Eingangsdruck öffnet das Ablassventil und die Rückflussverhinderer schließen.
[0057] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Rückflussverhinderer unmittelbar hinter
einander angeordnet. Dadurch wird die Strömung nur wenig beeinflusst. Man erkennt,
dass die Anordnung besonders kompakt ist. Die Baulänge ist gegenüber bekannten Anordnungen
gering. Die Durchmesser sind ebenfalls gering. Da alle innen liegenden Komponenten
aus Kunststoff gefertigt sind, ist der Materialverbrauch für Metall gering.
[0058] Man erkennt, dass die wirksame Kolbenfläche des Kolbens 260 größer ist, als der Sitzdurchmesser
des Kolbenschließkörpers 267. Dadurch ist die auf den Kolben ausgeübte Kraft bei jedem
Druck größer, als die auf das Ventil ausgeübte Kraft.
[0059] Wenn, was häufig vorkommen kann, der Eingangsdruck leicht schwankt und - wie hier
- kein Kompensationskolben vorgesehen ist, würde ein herkömmliches Ablassventil ständig
öffnen. Das vorliegende Ausführungsbeispiel verwendet daher eine Ventildichtung 272,
die am Rand eine umlaufende Lippe 600 aufweist. Die Lippe 600 erstreckt sich nach
oben in Figur 12 und etwas nach innen. Dadurch liegt die Lippe 600 außen etwas oberhalb
des unteren Randes des Ventilschließkörpers 267 an. Der Ventilschließkörper muss einen
kleinen Hub ausführen, bevor das Ablassventil öffnet. Das letzte Ende 602 des unteren
Randes des Ventilschließkörpers 267 überstreicht dabei die Lippe 600. Während dieses
Hubs bleibt das Ablassventil geschlossen. Das bedeutet, dass das Ablassventil bei
kleinen Druckschwankungen des Eingangsdruckes nicht öffnet. Solange die Druckschwankungen
keinen Hub des Ventilschließkörpers auslösen, bei dem der untere Rand die Ventildichtung
272 verlässt, wird ein Tropfen vermieden.
[0060] Fällt der Eingangsdruck weiter ab, ist der Mitteldruck größer als der Eingangsdruck.
Der Kolben 260 bewegt sich nach oben. Dadurch wird auch der Ventilschließkörper 267
nach oben bewegt. Das Ablassventil öffnet. Wasser aus dem Mitteldruckraum fließt ab.
Die Feder 252 hält das Ablassventil in geöffnetem Zustand, bis der Eingangsdruck wieder
ansteigt. Steigt hingegen der Ausgangsdruck und sollte gleichzeitig der stromabwärtige
Rückflussverhinderer defekt sein, so herrscht dieser erhöhte Ausgangsdruck auch in
der Mitteldruckkammer. Dann ist der Mitteldruck größer als der Eingangsdruck. Der
Kolben wird auch hier nach oben bewegt und das Ablassventil öffnet. Heizungswasser
wird abgelassen.
[0061] Das vorliegende Ausführungsbeispiel ermöglicht den Einbau der Anordnung in praktisch
beliebiger Orientierung. Dabei hat die Anordnung nach diesem Ausführungsbeispiel einen
noch geringeren Strömungswiderstand als die Anordnung mit zentralem Einlasskanal.
Alle wartungsbedürftigen Bauteile, insbesondere die Rückflussverhinderer sind am zweiten
Gehäuseteil 213 vorgesehen. Dadurch wird es ermöglicht, das zweite Gehäuseteil 213
einfach auszutauschen und im Werk zu warten. Der mit der Wartung befasste Installateur
braucht lediglich die Schrauben zu lösen und muss das Gerät nicht weiter kennen. Dadurch
wird der Schulungsaufwand und das Risiko einer fehlerhaften Montage und Wartung reduziert.
Modul 2 (Fig. 8 - 25): Flansch-Rohrtrenner mit Ringkanal als Eingangskanal und Schlauchanschluss
[0062] Figur 18 bis 25 zeigen eine Variante des dritten Ausführungsbeispiels. Bei dieser
Variante wird der Rohrtrenner nicht in eine Rohrleitung eingebaut, sondern an einen
bestehenden, absperrbaren Wasserhahn (nicht dargestellt) angeschraubt. Der allgemein
mit 310 bezeichnete Rohrtrenner besteht aus einem ersten Gehäuseteil 312 und einem
zweiten Gehäuseteil 313. Der zweite Gehäuseteil 313 und alle seine darin verbauten
Komponenten und Funktionen sind identisch zum Gehäuseteil 213 des dritten Ausführungsbeispiels
und brauchen daher hier nicht weiter erläutert werden.
[0063] Der erste Gehäusteil 312 weist einen Flansch 327 auf, mit dem der zweite Gehäuseteil
313 wie bei dem dritten Ausführungsbeispiel an den ersten Gehäuseteil 312 angeflanscht
wird. Zwischen den Gehäuseteilen 312 und 313 ist eine Dichtung 315 angeordnet. Diese
ist in Figur 25 gut zu erkennen.
[0064] In Figur 23 ist gut zu erkennen, dass der Einlass 314 mit einem Ringkanal 321 verbunden
ist. Der Auslass 316 ist mit einem zentralen Auslasskanal 323 verbunden. Dieser ist
ferner mit einem mit Stopfen verschlossenen Prüfanschluss 330 verbunden. Am Prüfanschluss
330 kann der Ausgangsdruck ermittelt werden.
[0065] Diese Anordnung ermöglicht es, einen Rohrtrenner in eine bestehende Heizungsanlage
zu integrieren ohne eine Rohrleitung aufbrechen zu müssen. Die Anordnung 310 wird
mit dem Einlass 314 an einen bestehenden Wasseranschluss angeschraubt. Der Auslass
316 ist als Schlauchanschluss ausgebildet. Ein daran angeschlossener Schlauch kann
fest an die Heizungsanlage angeschlossen werden, was ohne Rohrtrenner nicht Normgerecht
wäre.
[0066] Selbstverständlich kann der Schlauch auch abgezogen werden und Wasser am Auslass
316 gezapft werden.
Modul 3 (Fig.26 - 33): Flansch-Rohrtrenner mit Ringkanal als Eingangskanal, Schlauchanschluss
und Absperrhahn.
[0067] Figur 26 bis 33 zeigen eine weitere Variante des dritten Ausführungsbeispiels. Bei
dieser Variante wird der Rohrtrenner nicht in eine Rohrleitung integriert, sondern
an das Ende einer Rohrleitung (nicht dargestellt) angeschlossen. Der allgemein mit
410 bezeichnete Rohrtrenner besteht aus einem ersten Gehäuseteil 412 und einem zweiten
Gehäuseteil 413. Der zweite Gehäuseteil 413 und alle seine darin verbauten Komponenten
und Funktionen sind identisch zum Gehäuseteil 213 des dritten Ausführungsbeispiels
und brauchen daher hier nicht weiter erläutert werden.
[0068] Der erste Gehäusteil 412 weist einen Flansch 427 auf, mit dem der zweite Gehäuseteil
413 wie bei dem dritten Ausführungsbeispiel mit einer Dichtung 415 an den ersten Gehäuseteil
412 angeflanscht wird.
[0069] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst der erste Gehäuseteil 412 einen
rohrförmigen Einlass 414. Der rohrförmige Einlass 414 liegt auf einer Stütze mit einem
nach unten ragenden Stutzen 486 auf. Der Stutzen 486 ist auf den Prüfanschluss 434
ohne Stopfen aufgesteckt, der in den Ausführungsbeispielen 3 und 4 als Prüfanschluss
zum Prüfen des Eingangsdrucks dient. Dadurch wird der vergleichsweise lange, rohrförmige
Einlass 414 abgestützt und in seiner Lage gehalten. Dies ist in Figur 33 zu erkennen.
[0070] Der rohrförmige Einlass 414 bildet an seinem geräteseitigen Ende (rechts in Figur
31) eine Schulter 487. Die Schulter 487 dient als Ventilsitz für ein handbetätigtes
Absperrventil. Das Absperrventil umfasst einen Stellgriff 488, eine Spindel 489 und
einen mit dem Stellgriff einstellbaren Ventilteller 490. Durch Drehen des Stellgriffs
488 kann das Ventil geschlossen und somit der Einlass 414 abgesperrt werden. Im Bereich
hinter dem Absperrventil ist ein mit einem Stopfen verschlossener Prüfanschluss 491
an das erste Gehäuseteil 412 angeformt. Dieser ersetzt den in den Ausführungsbeispielen
3 und 4 am Gehäuseteil 413 vorgesehenen Prüfanschluss, der zum Prüfen des Eingangsdrucks
verwendet wird.
[0071] Hinter dem Absperrventil ist ferner ein Kanal 492 vorgesehen, der mit einem Ringkanal
421 verbunden ist. Der Ringkanal 421 ist als Einlass wie auf oben beschriebene Weise
mit dem Ringkanal im zweiten Gehäuseteil 413 verbunden. Der Auslass 416 ist hinter
den beiden Rückflussverhinderern mit dem zentralen Kanal im zweiten Gehäuseteil 413
verbunden. Der Auslass 416 hat wie bei obigem Ausführungsbeispiel die Form eines Schlauchanschlusses.
[0072] Bei diesem Ausführungsbeispiel kann die Anordnung 410 einerseits als Rohrtrenner
zum Befüllen von beispielsweise Heizungsanlagen genutzt werden. Gleichzeitig bietet
die Anordnung aber auch die Möglichkeit, Wasser am Auslass 416 zu zapfen. Hierzu muss
lediglich der Stellgriff 488 betätigt werden.
Modul 4 (Fig.34 - 41): Flansch-Rohrtrenner mit Ringkanal als Eingangskanal, Druckminderer
und Manometer
[0073] Figur 34 bis 41 zeigen eine weitere Variante des dritten Ausführungsbeispiels. Bei
dieser Variante wird der Rohrtrenner in eine Rohrleitung integriert. Der allgemein
mit 510 bezeichnete Rohrtrenner besteht aus einem ersten Gehäuseteil 512 und einem
zweiten Gehäuseteil 513. Der zweite Gehäuseteil 513 und alle seine darin verbauten
Komponenten und Funktionen sind identisch zum Gehäuseteil 513 des dritten Ausführungsbeispiels
und brauchen daher hier nicht weiter erläutert werden.
[0074] Der erste Gehäusteil 512 weist einen Flansch 527 auf, mit dem der zweite Gehäuseteil
513 wie bei dem dritten Ausführungsbeispiel mit einer Dichtung 515 an den ersten Gehäuseteil
512 angeflanscht wird.
[0075] Zusätzlich zu den Komponenten, die bereits anhand der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschrieben wurden, weist dieses sechste Ausführungsbeispiel einen Druckminderer 580
und ein Manometer 582 auf. In Figur 39 ist zu erkennen, dass der Druckminderer 580
als Druckminderereinsatz in einen Gehäusestutzen 584 im ersten Gehäuseteil 512 ausgebildet
ist. Der Druckminderereinsatz ist bereits aus zahlreichen Veröffentlichungen und Patenten
der Anmelderin bekannt und braucht daher hier nicht näher beschrieben werden. Der
Gehäusestutzen 584 ist mit dem Auslass und dem zentralen Bereich 586 stromabwärts
von den Rückflussverhinderern angeordnet. Auf diese Weise wird der Druck am Auslass
516 geregelt. Das Manometer 582 sitzt in einem Gehäusestutzen, der mit dem Bereich
hinter dem Druckminderer 580 an das erste Gehäuseteil 512 angeformt ist. Dies ist
in Figur 41 zu erkennen.
1. Modularer Bausatz für Rohrtrenneranordnungen zum physischen Trennen eines stromaufwärtigen
Flüssigkeitssystems von einem stromabwärtigen Flüssigkeitssystem mittels eines Ablassventils
enthaltend
I. ein Rohrtrennermodul, enthaltend
(a) ein Gehäuse mit einem Einlass und einem Auslass,
(b) einen in dem Gehäuse angeordneten, stromaufwärtigen Rückflussverhinderer,
(c) einen stromabwärtigen Rückflussverhinderer,
(d) ein von einer Belastungsfeder beaufschlagtes Ablassventil mit einer Sitzdichtung
und einem mit der Sitzdichtung zusammenwirkenden, Ventilsitz, wobei
(e) stromaufwärts von dem stromaufwärtigen Rückflussverhinderer ein Eingangsdruck
des stromaufwärtigen Flüssigkeitssystems,
(f) zwischen den Rückflussverhinderern ein Mitteldruck in einer Mitteldruckkammer,
und
(g) stromabwärts von dem stromabwärtigen Rückflussverhinderer ein Ausgangsdruck des
stromabwärtigen Flüssigkeitssystems herrscht; und
(h) einen Anschlussflansch mit einer plane Verbindungsfläche, mit welcher das Rohrtrennermodul
an eine korrespondierende Verbindungsfläche eines weiteren Moduls anflanschbar ist,
und ein mit dem Auslass verbundener Ausgangskanal im Bereich der Verbindung ein Ringkanal
ist, welcher um einen mit dem Einlass verbundenen zentralen Eingangskanal herum angeordnet
ist oder der mit dem Einlass verbundene Eingangskanal im Bereich der Verbindung ein
Ringkanal ist, welcher um einen mit dem Auslass verbundener zentralen Ausgangskanal
herum angeordnet ist;
und
II. wenigstens zwei Anschlussmodule mit einem an den Anschlussflansch des Rohrtrennermoduls
anschließbaren Anschlussflansch mit einem Einlass und einem Auslass, von denen einer
mit einem zentralen Kanal und einer mit einem Ringkanal in dem Anschlussflansch in
Verbindung steht, wobei die Anschlussmodule ausgewählt sind aus der Gruppe enthaltend
(a) ein in einer mit einer einlass- und auslassseitigen Absperrung versehenen Rohrleitung
installierbares Anschlussmodul mit einem Einlass und einem koaxialen Auslass;
(b) ein in einer mit einer einlass- und auslassseitigen Absperrung versehenen Rohrleitung
installierbares Anschlussmodul mit einem Einlass und einem koaxialen Auslass, wobei
ausgangsseitig ein Druckminderer und optional ein Manometer vorgesehen sind;
(c) ein an einen absperrbaren Wasserhahn anschließbares Anschlussmodul mit einem sich
nach oben erstreckenden Einlass zum Anschrauben an den Wasserhahn und einem von einem
Schlauchanschluss gebildeten Auslass, und
(d) ein an das Ende einer Rohrleitung ohne Absperrung anschließbares Anschlussmodul
mit einer eigenen Absperrung und einem von einem Schlauchanschluss gebildeten Auslass.
2. Modularer Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Teil des Ablassventils in dem Rohrtrennermodul einen federbeaufschlagten
Kolben umfasst, der außerhalb der in der Mitteldruckkammer herrschenden Strömung und
senkrecht zu deren Strömungsrichtung in einem Gehäusestutzen beweglich ist, und einerseits
gegen die Federwirkung der Belastungsfeder mit Eingangsdruck und andererseits mit
Mitteldruck beaufschlagt ist.
3. Modularer Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen ersten Verbindungskanal zwischen dem Bereich in dem Gehäusestutzen des Rohrtrennermoduls
oberhalb des Kolbens und dem Bereich stromaufwärts des stromaufwärtigen Rückflussverhinderers
und einen zweiten Verbindungskanal zwischen dem Bereich in dem Gehäusestutzen unterhalb
des Kolbens und der Mitteldruckkammer.
4. Modularer Bausatz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückflussverhinderer in dem Rohrtrennermodul koaxial angeordnet sind.
5. Modularer Bausatz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablassventil in dem Rohrtrennermodul ein mit dem Kolben verbundenes Ventilsitzteil
umfasst, das mit einem gehäusefesten Ventilteller zusammenwirkt.
6. Modularer Bausatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilteller mit einem Ablauftrichter oder dem gehäusefesten Stutzenteil verbunden
ist.
7. Modularer Bausatz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrtrennermodul in mehreren verschiedenen Positionen an dem Anschlussmodul anschließbar
ist, welche um eine horizontale Verbindungsachse winkelversetzt sind.
8. Modularer Bausatz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass mit dem Ringkanal verbunden ist und die Rückflussverhinderer im zentralen
Ausgangskanal angeordnet sind.