[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Düse, insbesondere für eine Gegenstromschwimmanlage
oder als Massagedüse, mit einem topfförmigen Gehäuse und mindestens einem Düsenkopf,
der innerhalb des Gehäuses angeordnet ist und frontseitig aus dem Gehäuse herausführt.
[0002] Derartige Düsen werden sowohl in kleineren Schwimmbecken in Privathäusern als auch
in öffentlichen Schwimmbädern als Gegenstromschwimmanlage oder als Massagedüse eingesetzt.
Das Funktionsprinzip solcher Düsen ist stets das gleiche, nämlich dass Wasser oder
ein Wasserluftgemisch über eine Pumpe angesaugt wird und durch eine Verengung an der
Düse mit erhöhter Geschwindigkeit in das Schwimmbecken ausgestoßen wird.
[0003] Neben derartigen Düsen oder auch anderen Wasserattraktionen werden zunehmend mehr
Beleuchtungsvorrichtungen in Schwimmbecken installiert, um hierdurch optische Anreize
zu schaffen, wodurch in unmittelbarer Umgebung und innerhalb von Schwimmbecken eine
Wohlfühlatmosphäre geschaffen wird. In der Regel sind die Wasserattraktionen und die
Beleuchtungen separate Bauteile. Allerdings gibt es bereits Kombinationsgeräte, bei
denen eine Düse außenseitig mit einer LED bestückt ist, die bei Bedarf leuchtet.
[0004] Ausgehend von Düsen, wie sie nach dem Stand der Technik bekannt sind, ist es die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Düse zu schaffen, die zusätzlich zu ihrer
Funktion als Wasserattraktion auch optische Anreize schafft.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Düse nach Anspruch 1 gelöst, bei der erfindungsgemäß
zwischen dem Gehäuse und der Düse ein Hohlraum gebildet wird, in dem mindestens eine
LED angeordnet ist und der von einer Blende frontseitig bereichsweise verschlossen
ist. Durch die besondere Anordnung der LED hinter einer Blende wird das von der LED
emittierte Licht mehrfach in den Hohlraum zurück reflektiert und tritt seitlich der
Blende aus einer Lichtaustrittsfläche aus dem Hohlraum heraus, wodurch eine besonders
intensive Farbwiedergabe entsteht.
[0006] Bevorzugte Ausführungsformen werden im Folgenden und in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Blende ringförmig mit einer konkaven oder konvexen Oberfläche ausgebildet ist.
Bei dieser Ausgestaltung steht die konvexe oder konkave Oberfläche der Blende im Vordergrund,
wodurch das Licht innerhalb des Hohlraums in verschiedenen Richtungen reflektiert
wird und wodurch letzen Endes eine homogene Lichtintensität an der Lichtaustrittsfläche
entsteht. Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Blende ringförmig
ausgebildet, wobei aber auch andere Blendenformen verwendbar sind.
[0008] Vorzugsweise sind die Düse und die Blende koaxial zueinander angeordnet und zwischen
der Blende und der Düse entsteht ein erster Spalt, der als ringförmige Lichtaustrittsfläche
dient. Eine weitere Lichtaustrittsfläche entsteht zwischen der Blende und dem Gehäuse,
die vorzugsweise derart angeordnet sind, dass hierzwischen ein zweiter ringförmiger
Spalt entsteht. Bei einer derartigen Ausgestaltung entstehen im beleuchteten Zustand
zwei koaxial zueinander angeordnete Leuchtringe, die um die Düse herum angeordnet
sind, was einen besonders ansprechenden optischen Eindruck liefert.
[0009] Zur Beleuchtung ist vorzugsweise eine oder eine Vielzahl von LED's vorgesehen, die
innerhalb eines transparenten und wasserdichten Kunststoffgehäuses angeordnet sind.
Das Kunststoffgehäuse kann nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kreisförmig
ausgebildet sein und dabei die Düse umgreifen. Bei einer solchen Ausgestaltung ist
vorzugsweise eine Vielzahl von LEDs vorgesehen, die kreisförmig innerhalb des Kunststoffgehäuses
angeordnet sind. Auch diese Ausgestaltung sorgt für eine homogene Verteilung des Lichts
innerhalb des Hohlraums und somit für einen homogenen Lichtaustritt.
[0010] Neben den ringförmigen Lichtaustrittsflächen ist zur zusätzlichen Beleuchtung nach
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Düse transparent ausgebildet,
so dass das von der LED emittierte Licht auch in den Wasserstrahl bzw. das WasserLuftgemisch
geleitet wird, so dass durch die im Wasser enthaltenen Luftblasen zusätzliche Beleuchtungseffekte
entstehen.
[0011] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Düse mit einer
Pumpe verbunden und die LED sowie die Pumpe sind über eine Funkfernbedienung unabhängig
voneinander steuerbar. Insbesondere sind mittels der Fernbedienung unterschiedliche
Farbverläufe der LED's einstellbar. Der Empfänger und die Steuerung werden in einer
separaten Kunststoffbox gelagert, wobei die Stromversorgung der Steuerung mittels
eines Sicherheitstransformators 50 VA mit 12 V AC (SELV) erfolgt.
[0012] Konkrete Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Düse im Querschnitt und
- Fig. 2:
- eine Düse in einer Frontalansicht.
[0013] Die Düse 7 ist innerhalb eines Gehäuses 8 angeordnet, das frontseitig (in Pfeilrichtung
9) offen ausgestaltet ist und von einer Blende 2 bereichsweise verschlossen ist. Die
Düse 7, die Blende 2 und das Gehäuse 8 sind im Querschnitt kreisförmig und koaxial
zueinander angeordnet und so bemessen, dass ringförmige Spalte 4, 6 entstehen, die
einerseits als Lichtaustrittsflächen und andererseits zur Wasseransaugung für die
Pumpen dienen. An der Stirnfläche wird das Gehäuse 8 von einer ringförmigen Edelstahlblende
1 abgeschlossen. Durch diese Anordnung wird ein Hohlraum 10 gebildet, in dem LED's
11, 12 angeordnet sind. Die LED's 11,12 sind dabei in einem wasserdichten Kunststoffgehäuse
3 gelagert. Der Hohlraum 10 wird überwiegend durch lichtreflektierende Flächen begrenzt,
so dass die Spalten 4, 6 als Lichtaustrittsflächen dienen. Schematisch sind die Reflektionen
des Lichts in Fig. 1 durch diverse Pfeile 14. 14' dargestellt, die an entsprechender
Stelle aus dem Hohlraum 10 austreten.
[0014] Neben den Reflektionen sind durch die Pfeile 14' in Fig. 1 auch dargestellt, wie
das Licht in die transparente Düse 7 strahlt, wo im ausströmenden Wasserluftgemisch
5 ein entsprechender Beleuchtungseffekt erzeugt wird.
[0015] Fig. 2 zeigt eine Düse 7 in einer Frontalansicht. Die schraffierten Flächen 4, 6
sind kreisförmige Lichtaustrittsflächen, die durch die Anordnung der Blende 2, der
Edelstahlblende 1 und der Düse 7 gebildet werden. Die ringförmig hinter der Blende
2 angeordneten LED's 11, 12 sind in Fig. 2 nicht gezeigt.
1. Düse, insbesondere für eine Gegenstromschwimmanlage oder Massagedüse, mit einem topfförmigen
Gehäuse (8) und mindestens einem Düsenkopf (7), der innerhalb des Gehäuses (8) angeordnet
ist und frontseitig aus dem Gehäuse (8) herausführt,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Gehäuse (8) und der Düse (7) ein Hohlraum (10) gebildet wird, in dem
mindestens eine LED (11, 12) angeordnet ist und der von einer Blende (2) frontseitig
bereichsweise verschlossen ist.
2. Düse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (2) ringförmig mit einer konkaven oder konvexen Oberfläche ausgebildet
ist.
3. Düse nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (2) und die Düse (7) koaxial zueinander angeordnet sind und zwischen der
Blende (2) und der Düse (7) ein erster ringförmiger Spalt (6) gebildet wird.
4. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (2) innerhalb des Gehäuses (8) derart angeordnet ist, dass zwischen der
Blende (2) und dem Gehäuse (8) ein zweiter ringförmiger Spalt (4) entsteht.
5. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die LED (11, 12) innerhalb eines transparenten und wasserdichten Kunststoffgehäuses
(3) angeordnet ist.
6. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffgehäuse (3) kreisförmig ausgebildet ist und die Düse (7) umgreift,
wobei innerhalb des kreisförmigen Kunststoffgehäuses (3) eine Vielzahl von LEDs (11,
12) kreisförmig angeordnet sind.
7. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) transparent ausgebildet ist.
8. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (2) aus Edelstahl mit einer polierten Oberfläche besteht.
9. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) mit einer Pumpe verbunden ist und die LED (11, 12) sowie die Pumpe über
eine Funkfernbedienung ansteuerbar sind.
10. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Fernbedienung verschiedene Farbverläufe der LEDs (11, 12) einstellbar
sind.