[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere eine Decken- oder Wandleuchte,
welche speziell dafür eingerichtet ist, einen Bereich um die Lichtaustrittsfläche
der Leuchte herum aufzuhellen.
[0002] Eine Leuchte der eingangs genannten Art ist z.B. aus der Druckschrift
DE 2 121 0743 A bekannt. Diese offenbart eine Leuchte zur Unterdeckenmontage oder zum Deckeneinbau
mit einem Ringspiegel, welcher einen Lichtstromanteil der Lampe abfängt und zur Raumdecke
umlenkt, um diesen anzustrahlen.
[0003] Ferner sind aus der
DE 43 12 889 B4,
DE 37 37 324 C2 und
DE 36 33 976 A1 Deckeneinbauleuchten bekannt, welche einen ringförmigen Lichtleitkörper oder Lichtstreukörper
aufweisen, der ähnlich dem vorhergehend genannten Ringspiegel die Aufgabe hat, Licht
in Richtung zum Umfangsbereich der Deckenleuchte umzulenken.
[0004] Die eingangs genannten Leuchten nach dem Stand der Technik besitzen jedoch den Nachteil,
dass an der Lichtaustrittsfläche der Leuchte ein ringförmiges Element vorgesehen ist,
welches separat zu den sonstigen Leuchtenbauteilen montiert werden muss und innerhalb
der Lichtaustrittsöffnung der Leuchte dem Betrachter als separates Bauteil auffällt.
Insbesondere werden Reflektoren als dunkle Elemente in der Lichtaustrittsöffnung wahrgenommen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Leuchtenkonstruktion der eingangs
genannten Art bereitzustellen, welche konstruktiv einfach zu verwirklichen ist und
mit einem in der Lichtaustrittsöffnung einheitlichen Erscheinungsbild für eine Aufhellung
eines Bereichs um die Leuchte herum, insbesondere eines umliegenden Decken- oder Wandbereichs
um die Leuchte, sorgt.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte gemäß Anspruch 1 sowie eine Abdeckung für eine
Leuchte gemäß Anspruch 11 gelöst.
[0007] Die Erfindung stellt eine Leuchte, insbesondere eine Decken- oder Wandleuchte, mit
zumindest einem Leuchtmittel, einem Leuchtengehäuse und einer transparenten Abdeckung
bereit, wobei die transparente Abdeckung zur Lichtabstrahlung in eine primäre Abstrahlrichtung
der Leuchte einen primären Abschnitt, welcher im Bereich der Lichtaustrittsöffnung
des Leuchtengehäuses angeordnet ist, aufweist. Die Abdeckung weist ferner einen sekundären
Abschnitt, welcher außerhalb des Bereichs der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtengehäuses
angeordnet ist, auf. Darüber hinaus weist die Abdeckung eine dem Leuchtmittel abgewandte
erste Oberfläche und eine dem Leuchtmittel zugewandte zweite Oberfläche auf, wobei
die erste Oberfläche in dem sekundären Abschnitt einen Reflektionsbereich aufweist,
welcher von dem Leuchtmittel weg gekrümmt oder abgewinkelt ist, wobei der Reflektionsbereich
Licht, welches von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche auf den Reflektionsbereich
auftrifft, total reflektiert und von der primären Abstrahlrichtung weglenkt.
[0008] Erfindungsgemäß wird Licht, welches von dem Leuchtmittel abgestrahlt wird und auf
der dem Leuchtmittel zugewandten zweiten Oberfläche in die transparente Abdeckung
eintritt, teilweise in den sekundären Abschnitt geleitet, wo es auf den Reflektionsbereich
trifft. Als Reflektionsbereich ist ein an der dem Leuchtmittel abgewandten ersten
Oberfläche der transparenten Abdeckung in dem sekundären Abschnitt befindlicher Bereich
vorgesehen. Dabei wird das Licht, welches an dem Reflektionsbereich total reflektiert
wird, von der primären Abstrahlrichtung weggelenkt und z.B. in Richtung eines Umfangs
der Leuchte umgelenkt. Dies kann eine Richtung quer, insbesondere senkrecht, und/oder
entgegengesetzt zu der primären Lichtabstrahlrichtung der Leuchte sein. Die Leuchte
kann zur Montage in oder an einer Decke oder Wand eingerichtet sein, wobei der Reflektionsbereich
Licht, welches von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche auf den Reflektionsbereich
auftrifft, total reflektiert und zumindest teilweise in Richtung der Decke bzw. Wand
umlenkt.
[0009] Indem sie das auf den Reflektionsbereich auftreffende Licht von der primären Abstrahlrichtung
weglenkt, erhält die Leuchte eine Lichtverteilungskurve mit einem sanfteren Übergang
zwischen primären, in Richtung der primären Lichtabstrahlrichtung gelegenen, und sekundären
zu beleuchtenden Winkelbereichen. Bei einer Ausbildung als Deckenleuchte wird z.B.
nicht nur ein Flächenbereich direkt unterhalb der Leuchte angestrahlt, sondern auch
eine daneben befindliche Fläche wie eine Wand und/oder die Decke, an oder in welcher
die Leuchte montiert ist. Hierdurch wird ein Beleuchtungseindruck erreicht, bei welchem
zu starke Gradienten in der Helligkeit vermieden werden.
[0010] Die primäre Lichtabstrahlrichtung kann eine Hauptabstrahlrichtung der Leuchte sein.
Die primäre Lichtabstrahlrichtung kann auch durch eine Symmetrieachse der Lichtverteilungskurve
der Leuchte gebildet sein. In einigen Ausführungsformen entspricht die primäre Lichtabstrahlrichtung
der Leuchte einer Flächennormalen der ersten Oberfläche der transparenten Abdeckung
in dem primären Abschnitt.
[0011] Durch die Anordnung des sekundären Abschnitts außerhalb der Lichtaustrittsöffnung
des Leuchtengehäuses findet die Totalreflektion in einem Bereich statt, der nicht
für die primäre Lichtabstrahlung benötigt wird. Auf diese Weise werden störende dunkle
oder allzu helle Stellen im Bereich der Lichtaustrittsöffnung verhindert und somit
größere Unterschiede in der Leuchtdichte vermieden.
[0012] Der Reflektionsbereich kann dadurch von dem Leuchtmittel weg gekrümmt oder abgewinkelt
sein, dass er in Richtung der primären Lichtabstrahlrichtung der Leuchte gekrümmt
oder abgewinkelt ist. Ein gekrümmter Reflektionsbereich ist bevorzugt, da dieser eine
Totalreflektion über einen größeren Bereich erlaubt und eine weichere Lichtverteilungskurve
ermöglicht. Der Reflektionsbereich kann insbesondere konkav gekrümmt sein.
[0013] In einigen Ausführungsformen ist der Reflektionsbereich durch eine Krümmung oder
Abwinklung der ersten Oberfläche gebildet, ohne dass in dieser eine Vertiefung, eine
Nut, ein Vorsprung oder Ähnliches gebildet ist. Dies erlaubt eine einfachere Fertigung
der Abdeckung und vermeidet störende Bereiche auf der ersten Oberfläche.
[0014] Der primäre Abschnitt und der sekundäre Abschnitt der transparenten Abdeckung können
einstückig gefertigt sein. Dies erlaubt eine einfache Fertigung und Montage der Leuchte.
Der primäre und der sekundäre Abschnitt können benachbart sein. Die transparente Abdeckung
kann insbesondere aus einem Kunststoff, z.B. Polymethylmetacrylat (PMMA) gefertigt
sein. In einigen Ausführungsformen ist der sekundäre Abschnitt der transparenten Abdeckung
von dem Leuchtmittel weg gekrümmt oder abgewinkelt.
[0015] Licht, welches von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche auf den Reflektionsbereich
auftrifft und dort total reflektiert wird, kann insbesondere von dem Leuchtmittel
durch die zweite Oberfläche in dem primären Abschnitt in die transparente Abdeckung
eintreten. In einigen Ausführungsformen kann alternativ oder zusätzlich Licht, welches
von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche auf den Reflektionsbereich auftrifft
und dort total reflektiert wird, von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche
in einem Übergangsabschnitt der Abdeckung zwischen dem primären Abschnitt und dem
sekundären Abschnitt in die transparente Abdeckung eintreten.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die transparente Abdeckung ferner auf
der zweiten Oberfläche eine Lichteinkoppelstruktur, insbesondere eine Prismenstruktur,
auf, welche Licht, welches von dem Leuchtmittel auftrifft, in die transparente Abdeckung
einkoppelt und bricht, so dass es zumindest teilweise auf den Reflektionsbereich trifft.
Die Lichteinkoppelstruktur lenkt auf diese Weise einen größeren Anteil des von dem
Leuchtmittel abgestrahlten Lichts in den sekundären Abschnitt zu dem Reflektionsbereich.
Der Anteil des in die Umgebung der Leuchte abgegebenen Lichts wird hierdurch erhöht.
[0017] Besonders bevorzugt ist dabei, dass die Lichteinkoppelstruktur in dem primären Abschnitt
der transparenten Abdeckung angeordnet ist. Auf diese Weise sind keine weiteren Abschnitte
an der transparenten Abdeckung erforderlich. Insbesondere kann der primäre Abschnitt,
welcher gleichzeitig die Lichtabstrahlung in die primären Lichtabstrahlrichtung bestimmt,
zum Umlenken eines Lichtanteils in Richtung des Reflektionsbereichs eingesetzt werden.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verlässt die Lichtstrahlung nach der Totalreflexion
die Abdeckung durch eine den Reflektionsbereich gegenüberliegende Auskoppelfläche
des sekundären Abschnitts. Diese ermöglicht eine einfache Fertigung der Abdeckung,
da keine weiteren Abschnitte der transparenten Abdeckung erforderlich sind, um das
Licht nach der Totalreflexion weiterzuleiten. Besonders bevorzugt ist, dass die Auskoppelfläche
eine Teilfläche der zweiten Oberfläche in dem sekundären Abschnitt darstellt. Dies
vereinfacht die Fertigung weitergehend, da die erste und zweite Oberfläche über beide
Abschnitte der Abdeckung zur Gestaltung der Lichtverteilungskurve eingesetzt werden
können, ohne dass weitere Vorrichtungen erforderlich sind. Diese können jedoch in
einigen Ausführungsformen außerdem vorgesehen sein, um die Lichtverteilungskurve weitergehend
zu gestalten.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die transparente Abdeckung an der Lichtauskoppelfläche
mehrere Facetten auf. Diese können so ausgeführt sein, dass das Licht noch weitere
Male reflektiert wird, bevor es die transparente Abdeckung an der Auskoppelfläche
verlässt. Die Facetten können eben oder gekrümmt, insbesondere konkav oder konvex
gekrümmt ausgeführt sein. Die Facetten ermöglichen es insbesondere, eine gewünschte
Austrittsrichtung und eine gewünschte Lichtbündelung oder Lichtaufweitung des austretenden
Lichts vorzugeben. In einigen Ausführungsformen verlaufen die Facetten stufenförmig.
Zumindest einige der Stufen können dabei eine Fläche aufwiesen, welche parallel zu
der primären Lichtabstrahlrichtung verlaufen. Durch diese Flächen kann das austretende
Licht quer zu der primären Lichtabstrahlrichtung gebrochen werden, so dass es gezielt
in Richtung eines Umfangs der Leuchte umgelenkt wird.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die transparente Abdeckung in dem primären
Abschnitt eben. Gegenüber einer Ausführungsform, in welcher die transparente Abdeckung
konvex gekrümmt ist, wird hierdurch eine geringere Bauhöhe der Leuchte erreicht. Ferner
ist die Abdeckung für den Betrachter weniger auffällig.
[0021] In einigen Ausführungsformen weist das Leuchtengehäuse ferner ein oder mehrere Mittel
zur Lichtlenkung, insbesondere einen oder mehrere Reflektoren oder Reflektorabschnitte
auf. Die Mittel zur Lichtlenkung können insbesondere so gestaltet sein, dass sie Licht
von dem Leuchtmittel in die primäre Lichtabstrahlrichtung und/oder in Richtung der
Lichtaustrittsöffnung des Leuchtengehäuses umlenken.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsformen ist die transparente Abdeckung in dem primären
Abschnitt durchgängig. In diesen Ausführungsformen weist die transparente Abdeckung
im primären Abschnitt keine Durchgangslöcher auf. Auf diese Weise kann der gesamte
Bereich der transparenten Abdeckung im primären Abschnitt zur Einstellung einer gewünschten
Lichtverteilungskurve genutzt werden. Ferner wird in diesen Ausführungsformen ein
besserer Schutz vor herabfallenden Teilen, beispielsweise Splittern einer Leuchtstoffröhre
erreicht. Darüber hinaus wird ein direkter Blick des Betrachters auf das Leuchtmittel
verhindert. Insbesondere bei LEDs oder OLEDs als Leuchtmittel ist dies vorteilhaft,
da diese eine hohe Leuchtdichte aufweisen können. In einigen Ausführungsformen verläuft
die transparente Abdeckung zusätzlich oder alternativ in dem sekundären Abschnitt
durchgängig. Durch das Vermeiden von Durchgangslöchern in dem sekundären Abschnitt
wird eine ungewünschte Reflexion oder Streuung des durch den sekundären Abschnitt
verlaufenden Lichts vermieden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der primäre
Abschnitt der transparenten Abdeckung auf der ersten und/oder auf der zweiten Oberfläche
zumindest zum Teil mit einer lichtbrechenden Struktur, insbesondere mit einer Prismenstruktur
versehen. Die Prismenstruktur kann direkt in der ersten bzw. zweiten Oberfläche der
Abdeckung integriert sein. Alternativ oder zusätzlich kann sie als Folie oder als
weitere Platte an der Oberfläche der Abdeckung vorgesehen sein. Die Prismenstruktur
kann von der ersten bzw. zweiten Oberfläche der Abdeckung nach außen weisen, d.h.
zur Lichtaustrittsfläche oder zum Leuchtmittel. Bei der Verwendung von Prismenfolien
oder Prismenplatten können die Prismen in Richtung des zumindest einen Leuchtmittels
oder davon weg weisen. Ferner kann vorgesehen sein, die lichtbrechende Struktur bereichsweise
auf der ersten bzw. zweiten Oberfläche der Abdeckung auszubilden.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform umgibt der sekundäre Abschnitt den primären
Abschnitt zumindest teilweise, bevorzugt vollständig. In diesen Ausführungsformen
kann Licht, welches in verschiedenen Bereichen des primären Abschnitts in die transparente
Abdeckung eintritt, zu dem Reflektionsbereich gelenkt werden. Hierdurch wird eine
radiale Lichtabstrahlung in mehrere oder sogar alle seitlichen Umgebungsbereiche der
Leuchte ermöglicht.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform bildet der sekundäre Abschnitt zumindest teilweise
einen Rand der transparenten Abdeckung. Auf diese Weise kann das Licht nach der Totalreflexion
direkt an die Umgebung abgegeben werden, ohne dass es noch weitere Abschnitte der
transparenten Abdeckung passieren muss. Hierdurch wird eine zusätzliche Streuung oder
anderweitige ungewollte Beeinflussung des Lichts vermieden.
[0025] Die transparente Abdeckung kann Mittel zur Befestigung an dem Leuchtengehäuse, insbesondere
Schraublöcher, Rasthaken, Löcher oder Ausnehmungen aufweisen. Die Mittel zur Befestigung
können insbesondere in einem Übergangsabschnitt zwischen dem primären und dem sekundären
Abschnitt vorgesehen sein.
[0026] In einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung eine transparente Abdeckung für eine
Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche bereit, wobei die transparente Abdeckung
zur Lichtabstrahlung in eine primäre Abstrahlrichtung einen primären Abschnitt aufweist
und ferner einen sekundären Abschnitt sowie eine erste Oberfläche und eine der ersten
Oberfläche gegenüberliegende zweite Oberfläche aufweist, wobei die erste Oberfläche
in dem sekundären Abschnitt einen Reflektionsbereich aufweist, welcher konkav gekrümmt
oder gegenüber der ersten Oberfläche in dem primären Abschnitt abgewinkelt ist und
bemessen ist, um Licht, welches in dem primären Abschnitt auf der zweiten Oberfläche
in die transparente Abdeckung eintritt und auf den Reflektionsbereich auftrifft, total
zu reflektieren und von der primären Lichtabstrahlrichtung wegzulenken, insbesondere
in Richtung eines Umfangs der Abdeckung umzulenken.
[0027] Insbesondere kann die Abdeckung auf der zweiten Oberfläche in dem primären Abschnitt
eine Lichteinkoppelstruktur, insbesondere eine Prismenstruktur, aufweisen. Die Lichteinkoppelstruktur
kann bevorzugt in einer Umgebung eines Übergangs zwischen dem primären und dem sekundären
Abschnitt vorgesehen sein.
[0028] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsform deutlich. In den Figuren ist Folgendes dargestellt:
- Figur 1
- zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer Leuchte.
- Figur 2
- zeigt einen Ausschnitt eines Querschnitts einer Ausführungsform einer Leuchte mit
eingezeichnetem Strahlengang.
[0029] Eine Leuchte der vorliegenden Erfindung ist insbesondere als Deckeneinbau- oder Deckenanbauleuchte
oder als Wandeinbau- oder Wandanbauleuchte ausgeführt. Die Leuchte umfasst ein oder
mehrere Leuchtmittel 2, insbesondere eine oder mehrere Leuchtstoffröhren oder eine
Anordnung von LEDs oder OLEDs. Das Leuchtmittel 2 ist in einem Leuchtengehäuse 3 angeordnet.
In dem Leuchtengehäuse 3 sind darüber hinaus Reflektoren 5 angeordnet, welche von
dem Leuchtmittel 2 abgestrahltes Licht in Richtung einer Lichtaustrittsöffnung des
Leuchtengehäuses 3 umlenken. Vor der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtengehäuses 3
befindet sich eine transparente Abdeckung 4.
[0030] Die transparente Abdeckung 4 umfasst einen zentral gelegenen primären Abschnitt 41,
welcher sich durch die Lichtaustrittsöffnung des Leuchtegehäuses 3 erstreckt und diese
vollständig abdeckt. Ferner weist die transparente Abdeckung 4 sekundäre Abschnitte
42 auf, welche sich außerhalb der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtengehäuses 3 befinden.
Die sekundären Abschnitte 42 sind dabei als Rand der transparenten Abdeckung 4 ausgebildet.
[0031] Die in der Figur 1 dargestellte Leuchte weist eine primäre Lichtabstrahlung auf,
welche um eine primäre Lichtabstrahlrichtung 71 herum verläuft. Bei einem Einsatz
der Leuchte als Deckenleuchte verläuft die primäre Lichtabstrahlrichtung 71 vertikal
nach unten, so dass hierdurch der Boden unterhalb der Leuchte beleuchtet wird. Die
primäre Lichtabstrahlung verläuft durch den primären Abschnitt 41 der transparenten
Abdeckung 4 und kann durch diesen gezielt beeinflusst werden, um eine gewünschte Lichtverteilungskurve
der primären Lichtabstrahlung einzustellen. Hierzu kann der primäre Abschnitt 41 eine
Prismenstruktur 413 aufweisen, wie sie in Figur 2 dargestellt ist.
[0032] Darüber hinaus weist die Leuchte auch eine sekundäre Lichtabstrahlung auf, welche
in Richtung 72, 72' eines Umfangs der Leuchte ausgerichtet ist. Die sekundäre Lichtabstrahlung
verläuft in seitlicher Richtung und quer zu der primären Lichtabstrahlrichtung 71.
Die sekundäre Lichtabstrahlung verlässt die Leuchte in den sekundären Abschnitten
42 wie im Folgenden anhand der Figur 2 erläutert.
[0033] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt eines Querschnitts durch eine Leuchte. Dargestellt
ist ein Bereich des Leuchtengehäuses 3 sowie ein Reflektorbereich 5. Darüber hinaus
zeigt Figur 2 einen sekundären Abschnitt 42 sowie einen Teil des primären Abschnitts
41 der transparenten Abdeckung 4. Ein Lichtanteil 6, welcher von dem Leuchtmittel
kommt, tritt auf der dem Leuchtmittel zugewandten ersten Oberfläche 412 in die transparente
Abdeckung ein. Zur besseren Einkopplung des Lichts 6 ist an der dem Leuchtmittel zugewandten
ersten Oberfläche 412 in den primären Abschnitt 41 eine Prismenstruktur 414 vorgesehen.
Die Prismenstruktur 414 dient dem verbesserten Einkoppeln des von dem Leuchtmittel
kommenden Lichts 6 in die transparente Abdeckung 4, wobei eine Reflektion des Lichts
6 an dieser Stelle weitestgehend vermieden wird. Ferner bricht die Prismenstruktur
414 das auftreffende Licht 6 und lenkt es zumindest teilweise in Richtung eines Reflektionsbereichs
der Abdeckung 4, so dass es unter einem die Bedingung der Totalreflektion erfüllenden
Winkel auf den Reflektionsbereich auftrifft, wie im Folgenden näher beschrieben ist.
[0034] Licht 6, welches auf die Prismenstruktur 414 trifft, wird dort zumindest teilweise
gebrochen und in die transparente Abdeckung 4 eingekoppelt. Es trifft anschließend
auf die dem Leuchtmittel abgewandte erste Oberfläche 421 in dem sekundären Abschnitt
42. Die erste Oberfläche 421 in dem sekundären Abschnitt 42 ist dabei in einem Reflektionsbereich
von dem Leuchtmittel weg, d.h. konkav gekrümmt. Das Licht 6 wird von dem Refklektionsbereich
total reflektiert und trifft auf die zweite Oberfläche 422 der transparenten Abdeckung
4 in dem sekundären Abschnitt 42. An der zweiten Oberfläche 422 in dem sekundären
Abschnitt 42 sind Facetten 424 in der Form von Stufen vorgesehen. Das Licht 6 verlässt
die transparente Abdeckung 4 durch die Facetten 424 und verläuft in radiale Richtung
in Richtung eines Umfangs der Leuchte wie in Figur 1 mit dem Bezugszeichen 72 dargestellt.
Die Facetten 424 erlauben es, die Lichtverteilungskurve der sekundären Lichtabstrahlung
wie gewünscht einzustellen.
[0035] Die transparente Abdeckung 4 weist ferner auf der dem Leuchtmittel 2 abgewandten
ersten Oberfläche 411 in dem primären Abschnitt 41 eine Prismenstruktur 413 auf. Diese
ermöglicht eine Einstellung der Lichtverteilungskurve der primären Lichtabstrahlung.
[0036] Ferner weist die transparente Abdeckung 4 auf der dem Leuchtmittel 2 zugewandten
zweiten Oberfläche einen Vorsprung 43 auf. Der Vorsprung 43 befindet sind am Übergang
zwischen dem primären Abschnitt 41 und dem sekundären Abschnitt 42. Der Vorsprung
43 liegt im montierten Zustand an einer Seitenwand des Leuchtengehäuses 3 an. Hierdurch
wird das Innere des Leuchtengehäuses nach außen abgeschlossen, so dass kein Staub
o.ä. eindringen kann. Ferner ermöglicht der Vorsprung 43 ein Ausrichten der Abdeckung
4 relativ zum Leuchtengehäuse 3 während der Montage. An dem Vorsprung können Mittel
zur Befestigung der Abdeckung 4 an dem Leuchtengehäuse 3 vorgesehen sein wie z.B.
ein oder mehrere Bohrungen, Vorsprüunge, Rücksprünge und/oder Haken (in Fig. 2 nicht
gezeigt).
[0037] Modifikationen der vorstehend beschriebenen Ausführungsform sind möglich. Insbesondere
kann der Reflektionsbereich in dem sekundären Abschnitt gegenüber der ersten Oberfläche
in dem primären Abschnitt abgewinkelt sein.
Bezugszeichenliste:
[0038]
| 2 |
Leuchtmittel |
| 3 |
Leuchtengehäuse |
| 4 |
transparente Abdeckung |
| 5 |
Reflektor |
| 6 |
Licht |
| 41 |
primärer Abschnitt |
| 42 |
sekundärer Abschnitt |
| 43 |
Vorsprung |
| 411, 421 |
erste Oberfläche |
| 412, 422 |
zweite Oberfläche |
| 413 |
lichtbrechende Struktur |
| 414 |
Prismenstruktur |
| 424 |
Facetten |
| 71 |
primäre Lichtabstrahlrichtung |
| 72, 72' |
sekundäre Lichtabstrahlrichtung |
1. Leuchte, insbesondere Decken- oder Wandleuchte, mit zumindest einem Leuchtmittel,
einem Leuchtengehäuse (3) und einer transparenten Abdeckung (4), wobei die transparente
Abdeckung (4) zur Lichtabstrahlung in eine primäre Abstrahlrichtung (71) der Leuchte
einen primären Abschnitt (41), welcher im Bereich der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtengehäuses
(3) angeordnet ist, aufweist, und wobei die Abdeckung (4) ferner einen sekundären
Abschnitt (42), welcher außerhalb des Bereichs der Lichtaustrittsöffnung angeordnet
ist, aufweist,
wobei die Abdeckung (4) darüber hinaus eine dem Leuchtmittel abgewandte erste Oberfläche
(411, 421) und eine dem Leuchtmittel zugewandte zweite Oberfläche (412, 422) aufweist,
wobei die erste Oberfläche (421) in dem sekundären Abschnitt (42) einen Reflektionsbereich
aufweist, welcher von dem Leuchtmittel weg gekrümmt oder abgewinkelt ist, wobei der
Reflektionsbereich Licht (6), welches von dem Leuchtmittel durch die zweite Oberfläche
(412) auf den Reflektionsbereich auftrifft, total reflektiert und von der primären
Abstrahlrichtung (71) weglenkt.
2. Leuchte nach Anspruch 1, wobei die transparente Abdeckung (4) ferner auf der zweiten
Oberfläche (412) eine Lichteinkoppelstruktur (414), insbesondere eine Prismenstruktur,
aufweist, welche Licht (6), welches von dem Leuchtmittel auftrifft, in die transparente
Abdeckung (4) einkoppelt und bricht, so dass es zumindest teilweise auf den Reflektionsbereich
trifft.
3. Leuchte nach Anspruch 2, wobei die Lichteinkoppelstruktur (414) in dem primären Abschnitt
(41) der transparenten Abdeckung (4) angeordnet ist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtstrahlung (6) nach
der Totalreflexion die Abdeckung (4) durch eine dem Reflektionsbereich gegenüberliegende
Auskoppelfläche des sekundären Abschnitts (42) verlässt, wobei die Auskoppelfläche
insbesondere eine Teilfläche der zweiten Oberfläche (422) in dem sekundären Abschnitt
(42) darstellt.
5. Leuchte nach Anspruch 4, wobei die transparente Abdeckung (4) an der Auskoppelfläche
mehrere Facetten (424) aufweist.
6. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die transparente Abdeckung
(4) in dem primären Abschnitt (41) eben verläuft.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die transparente Abdeckung
(4) in dem primären (41) und/oder dem sekundären (42) Abschnitt durchgängig ist.
8. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der primäre Abschnitt (41)
der transparenten Abdeckung (4) auf der ersten und/oder auf der zweiten Oberfläche
(411, 412) zumindest zum Teil mit einer lichtbrechenden Struktur (413), insbesondere
mit einer Prismenstruktur, versehen ist.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der sekundäre Abschnitt (42)
den primären Abschnitt (41) zumindest teilweise, bevorzugt vollständig umgibt.
10. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der sekundäre Abschnitt (42)
zumindest teilweise einen Rand der transparenten Abdeckung (4) bildet.
11. Transparente Abdeckung (4) für eine Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die transparente Abdeckung (4) zur Lichtabstrahlung in eine primäre Abstrahlrichtung
(71) einen primären Abschnitt (41) aufweist und ferner einen sekundären Abschnitt
(42) sowie eine erste Oberfläche (411, 421) und eine der ersten Oberfläche (411, 421)
gegenüberliegende zweite Oberfläche (412, 422) aufweist,
wobei die erste Oberfläche (421) in dem sekundären Abschnitt (42) einen Reflektionsbereich
aufweist, welcher konkav gekrümmt oder gegenüber der ersten Oberfläche (411) in dem
primären Abschnitt (41) abgewinkelt ist und bemessen ist, um Licht (6), welches in
dem primären Abschnitt (41) auf der zweiten Oberfläche (412) in die transparente Abdeckung
(4) eintritt und auf den Reflektionsbereich auftrifft, total zu reflektieren und von
der primären Abstrahlrichtung (71) wegzulenken.