[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem Leuchtengehäuse und einer
transparenten Abdeckung, welche das Leuchtengehäuse an einer Lichtaustrittsseite verschließt.
[0002] Leuchten der eingangs genannten Art werden als Innen- oder Außenleuchten, insbesondere
als Wand- oder Deckenleuchten eingesetzt. Abhängig vom Einsatzort ist zum Schutz der
Leuchtenbauteile häufig eine feuchtigkeitsdichte oder staubdichte Abdichtung zwischen
dem Gehäuse und der transparenten Abdeckung wünschenswert. Beispielsweise sind Feuchtraumleuchten
bekannt, welche auf der Gehäuseaußenseite Kniehebelverschlüsse aufweisen, um die transparente
Abdeckung an einen umlaufenden Rand auf eine Dichtung an dem Gehäuse zu pressen. Aufgrund
der außenliegenden Verschlüsse sind derartige Leuchten häufig weniger ästhetisch ansprechend.
Ferner sind die Kniehebelverschlüsse verhältnismäßig umständlich zu betätigen, weil
der Monteur einerseits die Abdeckung des Gehäuses halten muss und andererseits die
Kniehebelverschlüsse nacheinander schließen muss.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Leuchte der eingangs genannten Art
zur Verfügung zu stellen, welche einfacher zu handhaben ist und ferner ein geschlossenes
Leuchtendesign, insbesondere ohne außenliegende Befestigungsmittel, ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Leuchte, insbesondere eine Leuchte zu Beleuchtungszwecken
für Innenräume oder Außenräume, insbesondere Deckeneinbau- oder anbauleuchte, Pendelleuchte,
Stehleuchte oder Wandleuchte, mit einem Leuchtengehäuse und einer wenigstens teilweise
transparenten Abdeckung, die mit Seitenwänden des Leuchtengehäuses verbunden wird,
um das Gehäuse zu verschließen, wobei die Abdeckung zwei oder mehr Haken aufweist,
die mit Verschlusselementen am Gehäuse zusammenwirken, wobei die gehäuseseitigen Verschlusselemente
jeweils ein Federelement aufweisen, welches sich aus der Seitenwand des Gehäuses in
Richtung zum Gehäuseinneren erstreckt und mit einem der Haken zusammenwirkt, um die
Abdeckung am Gehäuse zu halten.
[0005] Die erfindungsgemäße Leuchte weist insbesondere einen Vorteil auf, dass durch die
Verwendung des Federelements ein Zusammenwirken der gehäuseseitigen Verschlusselemente
mit den Haken an der Abdeckung möglich ist, ohne dass ein händisches Zugreifen auf
die Verschlusselemente notwendig ist. Daher lassen sich die gehäuseseitigen Verschlusselemente
mit dem Federelement in der Seitenwand des Gehäuses integrieren, wobei das Federelement
nach innen weist. Ein Zugreifen auf die Verschlusselemente zum Schließen der Leuchte
ist nicht notwendig.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verschlusselement separat von dem
Gehäuse gebildet und in einem Ausschnitt der Seitenwand gehalten. Das Verschlusselement
lässt sich auf diese Weise kostengünstig herstellen. Vorzugsweise ist das Verschlusselement
vom Gehäuseinneren in dem Ausschnitt der Seitenwand montierbar. Das hat den Vorteil,
dass bei der Herstellung der Leuchte das Gehäuse nicht gedreht werden muss. Außerdem
kann auch später das Verschlusselement von der Innenseite der Leuchte gewechselt werden,
ohne dass eine Demontage einer Einbauleuchte zum Auswechseln des Verschlusselementes
notwendig wird. Gemäß weiteren Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass es die Anordnung
des Verschlusselements in dem Ausschnitt der Seitenwand ermöglicht, auf das Federelement
des Verschlusselements von der Außenseite, z.B. zum Öffnen der Verriegelung, zuzugreifen.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verschlusselement aus einem einzelnen
Blechbiegestanzteil gebildet. Als Blech wird ein Federstahl verwendet, der die für
das Federelement notwendige Elastizität aufweist.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der genannten Ausführungsform ist das gehäuseseitige
Verschlusselement in wenigstens zwei, bevorzugt vier, Schlitze in der Gehäusewand
eingesteckt. Beispielsweise kann das gehäuseseitige Verschlusselement in Form eines
Blechbiegstanzteils zwei oder vier Haken aufweisen, die in zwei oder vier Schlitze,
jeweils ein oder zwei zu beiden Seiten eines Ausschnitts in der Gehäusewand, eingehakt
werden. Es sind wenigstens vier Schlitze bevorzugt, um ein Verdrehen oder ein Verkanten
des Verschlusselements in der Montageposition in der Gehäuseseitenwand zu verhindern.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erstrecken sich die Haken des Verschlusselements
entgegen einer Richtung der Federvorspannung, d.h. die Haken des Verschlusselements
erstrecken sich von der Gehäuseinnenseite durch die Seitenwand nach außen. Dadurch
wird das Montieren des Verschlusselements vom Inneren der Leuchte ermöglicht. Bevorzugt
weisen die Hinterschneidungen der Haken im Blechbiegestanzteil in die gleiche Richtung,
wie die Einsteckrichtung der Abdeckeinrichtung auf das Gehäuse. Dadurch werden die
gehäuseseitigen Verschlusselemente beim Einstecken der transparenten Abdeckung nicht
aus ihrer Montageposition in der Gehäuseseitenwand herausgeschoben. Ferner kann das
gehäuseseitige Verschlusselement wenigstens ein oder zwei, vorzugsweise gegenüber
der Gehäuseseitenwand abgewinkelte Anschläge aufweisen, die an einer Kante der Gehäuseseitenwand
anstoßen, wenn das gehäuseseitige Verschlusselement beim Abziehen der Abdeckung aus
dem Gehäuse in Richtung zur Abdeckung bewegt wird.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Federelement wenigstens einen Anschlag
auf, der an einer Außenwand der Gehäuseseitenwand anliegt. Durch den Anschlag wird
eine definierte Vorspannung der Feder in Richtung des Federwegs zum Zusammenwirken
mit dem Haken der Abdeckung eingestellt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verschlusselement in einem Ausschnitt
der Seitenwand eingefügt. Vorzugsweise ist der Ausschnitt oberhalb des Federelements
auf der zur Abdeckung weisenden Seite gegenüber dem Federelement soweit ausgeschnitten,
so dass ein Einfügen des Verschlusselements und ein Verschieben des Verschlusselements
mit hinter schnittenen Haken in die vorhergehend genannten Schlitzen in der Seitenwand
ermöglicht ist. Dabei ist von Vorteil, dass das Verschlusselement, obwohl Teile davon
auch von der Seitenwand nach außen weisen, vollständig von innen montiert werden kann.
Der Ausschnitt in der Seitenwand ist dazu oberhalb des Federelemnts auf der zur Abdeckung
weisenden Seite um die Höhe der Hinterschneidung der Haken des Verschlusselements
gegenüber dem Federelement erweitert.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Ausschnitt in der Seitenwand oberhalb
des Federelements auf der zur Abdeckung weisenden Seite um wenigstens 12 mm gegenüber
dem Federelement ausgeschnitten, so dass ein Durchgreifen der Seitenwand zum Erfassen
des Federelements ermöglicht wird. Bei dieser Ausführungsform kann von außen durch
die Seitenwand das Federelement ergriffen werden, um die Verriegelung zwischen dem
Haken und dem Federelement zu lösen, um die transparente Abdeckung von der Leuchte
abzunehmen.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Federelement eine Anlaufschräge
auf, die mit dem Haken beim Einführen der Abdeckung zusammenwirkt, um das Federelement
entlang eines Federwegs in Richtung gegen den Haken auszulenken. Bei dieser Ausführungsform
kann die Abdeckung in das Gehäuse eingesteckt werden, ohne dass ein Ergreifen des
Federelements zum Verriegeln der Abdeckung notwendig ist. Die Abdeckung rastet an
allen Haken in den zugeordneten Verschlusselementen selbständig ein.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind seitlich neben dem Federelement eine
oder zwei Einführstege vorgesehen, welche die Positionierung des jeweiligen Hakens
der Abdeckung an dem Federelement zum Verriegeln des Hakens erleichtern.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Federelement eine zurückspringende
Kante auf, welche im montierten Zustand der Abdeckung an einer Kante des Hakens anliegt.
Dadurch wird eine Rastverbindung zwischen dem Haken und dem Federelement gewährleistet,
die einem Abrücken der Abdeckung von dem Gehäuse entgegenwirkt. Nach einer bevorzugten
Weiterbildung dieser Ausführungsform schließt die Kante des Federelements und/oder
des Hakens mit der Seitenwand einen Winkel, gemessen auf der von der Abdeckung abgewandten
Seite, von mehr als 90° ein. Bei dieser Ausführungsform ist auch ein Demontieren der
Abdeckung entgegen der Einschiebbewegung des Hakens in das Verschlusselement möglich,
weil der stumpfe Winkel zwischen den verrasteten Kanten ein selbständiges Zurückfedern
des Federelements ermöglicht, wenn eine Kraft auf die transparente Abdeckung entgegen
der Einsteckbewegung ausgeübt wird. Durch die genaue Wahl des Winkels lässt sich die
zum Demontieren der Abdeckung notwendige Kraft einstellen. Bei einem Winkel, der sehr
nah an 90° liegt, ist die Kraft zum Abziehen der Abdeckung verhältnismäßig hoch. Bei
stumpferen Winkeln ist die Kraft zum Demontieren der Abdeckung entsprechend niedriger.
[0015] Gemäß bevorzugten Ausführungsform definiert die Lage des Verschlusselements in dem
Gehäuse den Tiefenanschlag der Abdeckung. Beispielsweise kann eine Kante von einem
oder zwei der vorhergehend genannten Führungsstege des Verschlusselements als Tiefenanschlag
für die Abdeckung dienen. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Montageposition
der Abdeckung unabhängig von der Federkraft des Federelements definiert ist.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen einem Rand der Abdeckung und
der Gehäuseseitenwand eine elastische Dichtung vorgesehen. Eine Dichtung wird zwischen
dem Rand der Abdeckung und der Gehäuseseitenwand eingequetscht. Dies dient nicht nur
zum Dichten, sondern kann auch durch die Reibungskraft zwischen dem Rand der Abdeckung
und der Gehäuseseitenwand dafür sorgen, dass die Kräfte zum Abziehen der Abdeckung
von dem Verschlusselement erhöht wird.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform in Verbindung mit den beigefügten Figuren
deutlich. In den Figuren ist Folgendes dargestellt:
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer transparenten Leuchtenabdeckung.
- Figur 2
- zeigt einen Ausschnitt der Leuchtenabdeckung nach Figur 1.
- Figur 3
- zeigt einen Ausschnitt einer Gehäuseseitenwand mit einem darin integrierten gehäuseseitigen
Verschlusselement in perspektivischer Ansicht.
- Figur 4
- zeigt eine Aufsicht auf das Verschlusselement in der Seitenwand gemäß Figur 3.
- Figur 5
- zeigt einen vertikalen Schnitt durch das Verschlusselement nach Figur 3 senkrecht
zur Seitenwand mit eingerastetem Haken einer Abdeckung nach Figur 1.
- Figur 6
- zeigt einen Ausschnitt der Figur 5 im Bereich der Gehäuseseitenwand.
[0018] Bezug nehmend auf Figur 1 ist eine transparente Abdeckung 2 einer Leuchte gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die transparente Abdeckung 2 ist durch
eine im Wesentlichen ebene Platte gebildet, die aus einem transparenten Kunststoff,
insbesondere PMMA, hergestellt ist. Die Abdeckung 2 weist auf der zum Gehäuse (in
den Figuren 1 und 2 nicht dargestellt) weisenden Seite einen umlaufenden Rand auf,
an dem sich in Richtung zum Gehäuse weisend mehrere Haken 4 anschließen. Die Haken
4, welche integral mit der Abdeckung aufgebildet sind, dienen zur Verriegelung der
Abdeckung 2 mit einem Leuchtengehäuse. Genauer gesagt dienen die Haken 4 zur Verbindung
mit gehäuseseitigen Verschlusselementen 6, die in einem Ausschnitt einer Seitenwand
8 des Gehäuses integriert sind, wie in Figur 3, welche einen Ausschnitt einer Gehäuseseitenwand
8 zeigt, dargestellt ist.
[0019] Jeder der Haken 4 weist eine Anlaufschräge 10 und eine zurückspringende Kante 12
auf, welche mit einem Federelement 14 des Verschlusselements 6 zusammenwirken, um
eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Haken 4 und dem Federelement 14 zu bilden.
[0020] Das Federelement 14 des Verschlusselements 6 weist ebenfalls eine Anlaufschräge 16
auf, die etwa dem Winkel der Anlaufschräge 10 gegenüber der Seitenwand 8 entspricht.
Ferner weist das Federelement 14 eine zurückspringende Kante 18 auf, welche etwa den
gleichen Winkel gegenüber der Seitenwand 8 einnimmt wie die zurückspringende Kante
12 des Hakens 4. Zum Einrückung der Abdeckung an dem Gehäuse wird durch den Kontakt
der Anlaufschräge 10 mit der Anlaufschräge 16 das Federelement 14 vom Gehäuseinneren
nach außen ausgelenkt, bis die zurückspringende Kante 18 des Federelements 14 über
der Kante 12 des Hakens 4 einrastet. Der im Federelement 14 eingerastete Haken 4 ist
in einem Querschnitt in Figur 5 dargestellt.
[0021] Das Verschlusselement 6 ist aus einem einzelnen Blechbiegestanzteil aus einem Federstahl
gefertigt. Es wird in einem Ausschnitt in der Seitenwand 8 des Leuchtengehäuses befestigt.
Wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist, weist die Seitenwand 8 einen Ausschnitt
20 auf, der an die Form des Federelements 14 angepasst ist. Seitlich zum Ausschnitt
20 sind ferner vier Schlitze 22 und 23 ausgebildet, wobei die unteren Schlitze 23
zum leichteren Einführen des Verschlusselements 6 einen keilförmigen Ausschnitt aufweisen.
Das Verschlusselement 6 weist vier, aus einem einfachen Blechabschnitt hergestellte
Haken 24 (siehe Figur 5) auf, mit denen das Verschlusselement in die Schlitze 22 eingesteckt
wird. Vorzugsweise weist die Hinterschneidung des Hakens 24 in eine Richtung, welche
von der Abdeckung 4 abgewandt ist. Dadurch wird beim Einrücken der Abdeckung 4 in
die Verschlusselemente 6 das Verschlusselement nicht aus einer Montageposition der
Seitenwand 8 bewegt. Die unteren der beiden Haken 24 weisen einen nach außen gerichteten
V-förmigen Abschnitt 25 auf (senkrecht zur Bildebene der Figur 4), wobei der V-förmige
Abschnitt 25 die Seitenwand 8 von beiden Seiten umgreift, um das Verschlusselement
zu stabilisieren. Die V-förmigen Abschnitte 25 können in beiden Schlitze 23 eingefügt
werden, da die Schlitze 23 einen keilförmigen Ausschnitt aufweisen.
[0022] Das Verschlusselement 6 weist ferner zwei abgewinkelte Blechzungen 28 auf, die durch
eine Abkantung (aus der Bildebene der Figur 4 heraus) einen Anschlag gegenüber einen
nach innen vorspringenden Rand des Ausschnitts 20 definieren, wenn der untere Bereich
des Verschlusselements 6 durch die Wirkung des ausgelenkten Federelements tordiert
wird. Durch die Blechzungen 28 wird ein Ausrücken des Federelements entgegen der Einsteckbewegung
der Haken 24 in die Schlitze 22 verhindert.
[0023] Ferner weist das Verschlusselement 6 zwei Blechzungen 30 auf, die als seitliche Führungsstege
30 zum Einrücken des Hakens 4 dienen. Die Blechzungen 30 weisen von dem Verschlusselement
6 aus in der Seitenwand 8 in Richtung zur Gehäuseinnenseite hinein. Wenn beim Einführen
der Abdeckung 2 die Haken 4 nicht exakt mit den gehäuseseitigen Verschlusselementen
6 fluchten, werden durch die Führungsstege 30 die Haken 4 in Richtung zu dem Federelement
14 seitlich geführt. Gleichzeitig definiert der zur Abdeckung weisende Rand der zwei
Blechzungen 20 den Tiefenanschlag der Abdeckung. Dabei ist von Vorteil, dass der Tiefenanschlag
und das Federelement 14 integral in dem Verschlusselement 6 ausgebildet sind, um Fertigungstoleranzen
auszuschließen. Solche Toleranzen können zu einem undefinierten Kraftschluss zwischen
dem Federelement 14 und dem Haken 4 führen.
[0024] Das Federelement 14 weist ferner zwei seitliche Blechzungen 32 auf, die außenseitig
an der Gehäuseseitenwand 8 neben dem Ausschnitt 20 anliegen (siehe Figuren 4 und den
Querschnitt nach Figur 6). Durch diesen Anschlag 32 wird eine definierte Vorspannung
des Federelements 14 vorgegeben. Dadurch ist die Kraft, die zum Einrücken des abdeckungsseitigen
Hakens 4 in das Verschlusselement 6 notwendig ist, definiert.
[0025] Wie in Figur 5 dargestellt, sind die zurückspringenden Kanten 12 und 18 des Verschlusselements
6 in einem Winkel gegenüber der Seitenwand 8 angeordnet, der etwas größer als 90°
ist (auf der von der Abdeckung abgewandten Seite in dem Querschnitt gemäß Figur 5
gemessen). Durch diesen Winkel ist auch ein Ausrücken der Abdeckung 2 möglich. Allerdings
ist der Kraftaufwand zum Ausrücken der Abdeckung 2 wesentlich höher als zum Einrücken,
weil der Winkel gegenüber der Seitenwand 8 im Vergleich zu den Anlaufschrägen 10 und
16 viel näher an 90° liegt. Durch den Anschlag 32 an der Gehäusewand, welcher die
Spannung des Federelements begrenzt, wird ebenfalls die Kraft definiert, welche zum
Ein- bzw. Ausrücken des Hakens in bzw. aus dem Federelement 14 notwendig ist.
[0026] Ferner ist der Ausschnitt 20, wie in Figur 4 dargestellt, oberhalb des Federelements
14 so weit gegenüber dessen oberen Rand ausgeschnitten, so dass das Verschlusselement
von innen in den Ausschnitt mit den Haken 24 in die Schlitze eingefügt werden kann
und nach unten gerückt werden kann. Obgleich das Federelement 14 von außen nach innen
durch die Seitenwand beweglich ist, ist es dadurch dennoch möglich, das Verschlusselement
6 nur vom Gehäuseinneren zu montieren. Gemäß einer Ausführungsform ist der Ausschnitt
oberhalb des Federelements sogar so groß, dass ein Durchgreifen der Seitenwand 8 von
außen möglich ist, um das Federelement 14 an seinem oberen Rand der Anlaufschräge
16 zu ergreifen und nach außen auszulenken. Dadurch kann manuell die Rastverbindung
zwischen dem Haken 4 und dem Federelement 14 gelöst werden, um die Abdeckung 2 zu
demontieren.
[0027] Bevorzugt ist eine umlaufende Dichtung 34 an dem Rand der Abdeckung 2 vorgesehen,
wobei sich die Dichtung 34 im montierten Zustand der Abdeckung 2 zwischen der Seitenwand
8 und der Abdeckung 2 einfügt. Die Dichtung 34 dichtet den Spalt zwischen der Abdeckung
2 und der Seitenwand 8 ab. Ferner hat die Dichtung den Vorteil, dass sie die Reibungskraft
zwischen der Abdeckung 2 und der Seitenwand 8 erhöht. Dadurch wird die Abdeckung nicht
nur durch die Federkraft des Verschlusselements 6 gehalten, sondern zusätzlich auch
durch die Reibungskraft, welche die Dichtung zwischen dem umlaufenden Rand der Abdeckung
2 und der Gehäuseseitenwand 8 hervorruft.
[0028] Zahlreiche Modifikationen der vorhergehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsform
sind im Rahmen der Erfindung möglich, die durch die Ansprüche definiert ist. Insbesondere
kann die Geometrie des gehäuseseitigen Verschlusselements geändert sein. Zum Befestigen
des Verschlusselements an der Seitenwand sind nicht notwendigerweise vier Haken 22
vorgesehen, sondern das Verschlusselement kann beispielsweise auch mit anderen Befestigungsmitteln
(z.B. Nieten oder Schrauben) in der Seitenwand befestigt werden.
[0029] Auch die Form der Abdeckung 2, wie in Figur 1 dargestellt, kann variieren. Beispielsweise
lässt sich das Konzept auch auf Wannenleuchten übertragen, welche eine etwa wannenförmige
transparente Abdeckung aufweisen.
Bezugszeichenliste:
[0030]
| 2 |
Abdeckung |
| 4 |
Haken der Abdeckung |
| 6 |
gehäuseseitiges Verschlusselement |
| 8 |
Gehäuseseitenwand |
| 10 |
Anlaufschräge |
| 12 |
zurückspringende Kante |
| 14 |
Federelement |
| 16 |
Anlaufschräge |
| 18 |
zurückspringende Kante |
| 20 |
Ausschnitt in der Gehäuseseitenwand |
| 22 |
Schlitze in der Gehäuseseitenwand |
| 23 |
Schlitze mit Keilform in der Gehäuseseitenwand |
| 24 |
Haken des Verschlusselements |
| 25 |
V-förmiger Abschnitt |
| 28 |
abgewinkelte Blechzungen |
| 30 |
Führungssteg z.B. als Blechzunge |
| 32 |
Anschlag |
| 34 |
Dichtung |
1. Leuchte mit einem Leuchtengehäuse und einer wenigstens teilweise transparenten Abdeckung
(2), die mit Seitenwänden (8) des Leuchtengehäuses verbunden wird, um das Gehäuse
zu verschließen,
wobei die Abdeckung (2) zwei oder mehr Haken (4) aufweist, die mit Verschlusselementen
(6) am Gehäuse zusammenwirken,
dadurch gekennzeichnet, dass die gehäuseseitigen Verschlusselemente (6) jeweils ein Federelement (14) aufweisen,
welches sich aus der Seitenwand (8) des Gehäuses in Richtung zum Gehäuseinneren erstreckt
und mit einem der Haken (4) zusammenwirkt, um die Abdeckung (2) am Gehäuse zu halten.
2. Leuchte nach Anspruch 1, wobei das gehäuseseitige Verschlusselement (6) separat von
dem Gehäuse gebildet ist und in einem Ausschnitt (20) in der Seitenwand angeordnet
ist.
3. Leuchte nach Anspruch 2, wobei das gehäuseseitige Verschlusselement (6) als ein Blechbiegestanzteil
gebildet ist.
4. Leuchte nach Anspruch 2 oder 3, wobei das gehäuseseitige Verschlusselement (6) in
wenigstens zwei, bevorzugt wenigstens vier, Schlitzen (22, 23) in der Seitenwand (8)
eingesteckt ist.
5. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Federelement (14) einen
Anschlag (32) aufweist, der außenseitig an der Seitenwand (8) anliegt.
6. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Ausschnitt (20) in der
Seitenwand (8) oberhalb des Federelements (14) auf der zur Abdeckung weisenden Seite
über einem Rand des Federelements (14) ausgeschnitten ist.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Federelement (14) eine
Anlaufschräge (16) aufweist, die mit dem Haken (4) beim Einführen der Abdeckung zusammenwirkt,
um das Federelement (14) in einer Richtung entgegen dem Haken (4) auszulenken.
8. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das gehäuseseitige Verschlusselement
(6) von der Innenseite des Gehäuses in einem Ausschnitt der Seitenwand (8) montierbar
ist.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das gehäuseseitige Verschlusselement
(6) neben dem Federelement (14) ein oder zwei Führungsstege (30) aufweist, welche
den Haken (4) zum Einrücken in das Federelement (14) führen.
10. Leuchte nach Anspruch 9, wobei eine Kante von dem einen oder den zwei der Führungsstege
(30) einen Tiefenanschlag für die Abdeckung bilden.
11. Leuchten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Federelement (149 eine
zurückspringende Kante (18) aufweist, welche im montierten Zustand der Abdeckung (2)
an einer Kante (12) des Hakens (4) anliegt.
12. Leuchte nach Anspruch 11, wobei die Kante (18) des Federelements (14) und/oder die
Kante (12) des Hakens (4) mit der Seitenwand (6) einen Winkel, gemessen auf der von
der Abdeckung (4) abgewandten Seite, von mehr als 90° einschließen.
13. Leuchte nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Kante (18) des Federelements (14) den
Tiefenanschlag der Abdeckung (2) in dem Gehäuse definiert.
14. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abdeckung (4) eine umlaufende
Dichtung (34) aufweist, die durch die Federkraft des Federelements (14) zwischen der
Abdeckung (4) und dem Gehäuse eingeklemmt wird.