[0001] Die Erfindung betrifft einen Gargutträger für ein Gargerät mit einem Aufnahmebereich
für das Gargut und zumindest einen Haltebereich für den Eingriff in eine Gargutträgeraufnahme
des Gargeräts, wie z.B. ein Rost oder ein Blecheinschubelement wie ein Backblech oder
eine Backform. Desweiteren betrifft die Erfindung ein Gargerät zur Aufnahme solch
eines Gargutträgers.
[0002] Die Haltebereiche eines Gargutträgers werden in der Regel in den seitlichen Führungen
des Gargeräts aufgenommen. Jede Führung umfasst dabei obere und untere Führungsmittel,
wobei der Gargutträger zwischen das obere und das untere Führungsmittel eingeschoben
wird, derart, dass beim Herausziehen des Gargutträgers ein Kippen desselben durch
Anschlagen des hinteren Endes des Einschubs an den oberen Führungsmitteln limitiert
wird.
[0003] Um zu verhindern, dass ein derartiger Gargutträger unabsichtlich zu weit aus dem
Garraum herausgezogen wird, so dass er aus der Führung fällt und sich z.B. heißes
Gargut gegen den Benutzer ergießt, wurde vorgeschlagen, am Gargutträger einen zusätzlichen
Anschlagblock anzubringen, welcher am unteren Führungsmittel beim Herausziehen anschlägt.
[0004] Dies führt zu einer erhöhten Sicherheit bei der Bedienung, wobei dieser zusätzliche
Anschlagblock jedoch vom Benutzer oft als störend empfunden wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Gargutträger für ein Gargerät bereit
zu stellen, der verbesserte Bedieneigenschaften mit sicherheitsrelevanten Funktionen
in Einklang bringt.
[0006] Die Erfindung geht aus von einem Gargutträger für ein Gargerät mit einem Aufnahmebereich
für das Gargut sowie dessen Begleitprodukte mit zumindest einem in Einschieberichtung
seitlich angeordneten Haltebereich für den Eingriff in eine Gargutträgeraufnahme.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Haltebereich mit zumindest einer Ausformung,
die zumindest eine Flanke mit einem ersten Flankenwinkel und eine zweite Flanke mit
einem zweiten Flankenwinkel zum Eingriff in die Gargutträgeraufnahme aufweist, wobei
die Gargutträgeraufnahme sowohl ein Drahteinhängegestell als auch ein Rippenaufbau
sein kann. Solch eine Ausformung wird aus dem zumeist blechförmigen Haltebereich des
Gargutträgers mechanisch herausgearbeitet. In der Seitenansicht des Gargutträgers
entsteht dadurch, ausgehend vom in Einschubrichtung vorderen Ende gesehen, eine Geometrie
die nach dem Haltebereich eine erste Flanke aufweist, die unter einem Flankenwinkel
vom Haltebereich nach unten wegführt. Eine zweite Flanke, die unter einem zweiten
Flankenwinkel wieder zum Haltebereich zurückführt, schließt sich direkt oder indirekt
an. Solch eine Ausformung im Haltebereich des Gargutträgers erzeugt einen Eingriff
in die Gargutträgeraufnahme, die in Einschubrichtung sowie in Auszugsrichtung anschlägt.
[0008] Vorzugsweise weist die Ausformung eines in Garposition befindlichen Gargutträgers
nach unten. Diese Orientierung ist besonders vorteilhaft, da die Gewichtskräfte des
Gargutträgers mit Gargut in der Anschlagposition die Ausformung gegen den Anschlag
der Gargutträgeraufnahme drücken und somit entgegen dem unbeabsichtigten Einschieben-
bzw. Ausziehen des Gargutträgers wirken.
[0009] Eine besonders gute Funktion wird erzielt, wenn die erste Flanke eines in Garposition
befindlichen Gargutträgers der Garraumrückwand zugewandt und die zweite Flanke der
Garraumrückwand abgewandt ist. Dabei bildet die erste Flanke den Übergang zwischen
einem in Einschubrichtung ersten Abschnitt des Haltebereichs und der Ausformung. Die
zweite Flanke bildet den Übergang zwischen der Ausformung und einem zweiten Abschnitt
des Haltebereichs. Die erste Flanke erzeugt im Zusammenwirken mit der Gargutträgeraufnahme
einen in Einschieberichtung gesehenen Anschlag, sobald der Gargutträger auf der Gargutträgeraufnahme
in das Gargerät eingeschoben wird und signalisiert dem Benutzer, dass er noch weiter
einschieben muss, bis der Gargutträger sicher aufgenommen ist. Mit erhöhtem Kraftaufwand
in Einschieberichtung ist dieser Anschlag zu überwinden, wodurch die Ausformung auf
ihrer ersten Flanke auf dem Anschlag der Gargutträgeraufnahme rampenartig nach oben
fährt. Die zweite Flanke bildet einen in Auszugsrichtung gesehenen Auszugsstopp. Bei
einem Drahteinhängegestell ermöglicht solch eine Ausformung zudem, dass die beiden
Führungsmittel nah zueinander positioniert werden können, da die Ausformung nach dem
Überwinden des Anschlags in einen Freiraum des gebogenen unteren Führungsmittels verschwindet.
Dabei dienen die gekröpften Enden der Führungsmittel als quer zur Einschubrichtung
verlaufende Anschläge, über die der Gargutträger zu schieben ist. Befindet sich die
Ausformung im Freiraum zwischen den Anschlägen ist der Gargutträger nicht mehr angehoben
und sitz durchgängig oder auf ausgewählten Punkten auf und lässt sich auf diesen leicht
und benutzerfreundlich bewegen. Läuft der Gargutträger auf den nächsten Anschlag auf,
wird der Gargutträger über die Flanken wieder angehoben. Dieser Aufbau und die damit
enge Positionierung der beiden Führungsmittel zueinander verringert den möglichen
Kippwinkel des Gargutträgers, insbesondere in der Endphase der Auszugsbewegung.
[0010] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der erste Flankenwinkel größer als
der zweite Flankenwinkel. Dadurch ist sichergestellt, dass ein einfaches Einschieben
über die flache Flanke dem Benutzer weniger Kraft abverlangt, als das Überwinden der
steileren zweiten Flanke, die den Auszugsstopp realisiert. Ein gutes Einschieben des
Gargutträgers wird erzielt, wenn die erste Flanke einen Flankenwinkel zwischen 45°
und 90° aufweist, wobei ein besonders gutes Ergebnis erzielt wird, wenn dieser Flankenwinkel
zwischen 50° und 80°, idealerweise 75° liegt. Durch einen derartigen ersten Flankenwinkel
wird ein besonders leichtes Einschieben des Gargutträgers in das Gargerät ermöglicht,
da ein geringerer Kraftaufwand benötigt wird, um den Anschlag zu überwinden, als bei
einem steileren Flankenwinkel. Ein flacher Flankenwinkel schont zudem das Material
der Gargutträgeraufnahme sowie des Anschlags, was besonders im Sichtbereich des Garraums
von Vorteil ist, da weniger Beschädigungen wie Kratzer oder Emailabplatzer die Folge
sind. Zudem kann die erste Flanke im Verlauf des weiteren Einschiebens an einem zusätzlichen
hinteren Anschlag verhindern, dass der Gargutträger gegen eine Prallwand stößt, indem
die erste Flanke gegen den hinteren Anschlag stößt und der erste Flankenwinkel die
Einschubbewegung abdämpft, so dass der Gargutträger zum Stehen kommt, bevor dieser
gegen die Prallwand stößt. Zudem kann dieser Aufbau den Gargutträger innerhalb des
Garraums in Einschubrichtung positionieren oder zentrieren. Sollte der Gargutträger
zu weit in Richtung Garraumrückwand geschoben worden sein, bewirkt die auf die erste
Flanke wirkende Gewichtskraft des Gargutträgers mit Gargut ein Zurückgleiten in eine
vordefinierte Position zwischen dem vorderen und hinteren Anschlag. Eine definierte
Position des Gargutträgers beeinflusst die Wärmeausbreitung und das Garergebnis positiv.
[0011] Ein besonders guter Auszugsstopp wird erzielt, wenn die zweite Flanke einen Flankenwinkel
zwischen 0° und 70°, insbesondere zwischen 0° und 60° und in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
50° aufweist. Die zweite Flanke der Ausformung hat die Aufgabe eines Auszugsstopps
beim Herausziehen des Gargutträgers aus dem Gargerät. Hierbei schlägt die zweite Flanke
der Ausformung gegen den Anschlag der Gargutträgeraufnahme, und signalisiert den Benutzer
das nahende Ende des Haltebereichs in der Gargutträgeraufnahme, bevor der Gargutträger
von der Gargutträgeraufnahme freigegeben wird. Diesen Zustand muss der Benutzer mit
einem erhöhten Kraftaufwand überwinden, um den Gargutträger komplett aus dem Haltebereich
der Gargutträgeraufnahme zu lösen. Dabei bestimmt der Flankenwinkel der zweiten Flanke
die dazu nötige Kraft, die umso höher ist, je geringer der Flankenwinkel der zweiten
Flanke ist. Je größer dieser Flankenwinkel ist, desto sanfter und gedämpfter fährt
der Gargutträger gegen den Anschlag der Gargutträgeraufnahme. Dieser so funktionierende
Auszugsstopp kann auch genutzt werden, um den Gargutträger in seiner hinteren eingeschobenen
Position gegen unbeabsichtigtes oder ungewünschtes Herausschieben zu sichern.
[0012] Gemäß einer Variante ist zwischen der ersten und der zweiten Flanke der Ausformung
ein Zwischenabschnitt ausgebildet. Dieser Zwischenabschnitt kann sowohl als gerade
als auch als bogen- oder kurvenförmiger Zwischenabschnitt ausgeführt sein. Der Zwischenabschnitt
ermöglicht es dem Gargutträger nach Überwindung der ersten Flanke in Einschubrichtung
gesehen auf diesem Höhenniveau zum Haltebereich zu gleiten bis der Zwischenabschnitt
mit der zweiten Flanke endet. Eine besonders komfortable Einschubbewegung wird erzielt,
wenn der Zwischenbereich so lange ausgeführt ist, dass dieser den Gargutträger so
lange auf dem Niveau hält, bis die zweite Flanke über den in Einschubrichtung zweiten
Anschlag der Gargutträgeraufnahme hinweg ist. Zudem wird der Abstand zwischen dem
oberen Führungsmittel und dem Haltebereich verringert, so dass beim Herausziehen der
mögliche Kippwinkel minimiert wird.
[0013] Vorteilhafterweise ist die Ausformung in Einschubrichtung gesehen in der hinteren,
der Garraumrückwand zugewandten Hälfte angeordnet. Einen besonders guten Schutz vor
unbeabsichtigtem Herausziehen des Gargutträgers aus dem Bereich der Gargutträgeraufnahme
wird erzeugt, wenn die Ausformung im hinteren Drittel angeordnet ist, wodurch der
Gargutträger in Auszugsrichtung zum Großteil aus dem Gargerät heraus ragt, und dennoch
in der Gargutträgeraufnahme geführt ist, bis die zweite Flanke der Ausformung gegen
den Anschlag der Gargutträgeraufnahme stößt.
[0014] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Ausformung einstückig aus dem Gargutträger
geformt. Dadurch wird ein konstruktiv einfacher, leichter und leicht zu reinigender
Aufbau des Gargutträgers ermöglicht.
[0015] Vorzugsweise ist die Ausformung durch eine Umbördelung des Haltebereichs gebildet.
Hierbei wird, meist über die gesamte Länge des Haltebereichs und meist um den gesamten
Gargutträger, das Grundmaterial des Gargutträgers im Bereich derart umgebogen, dass
eine im Wesentlichen halbkreisförmige Abrundung entsteht. Diese wird im Bereich der
Ausformung derart gestreckt, dass ein quer zur Einschieberichtung nach unten orientierter
Abschnitt die Ausformung mit ihren Flanken bildet.
[0016] Gemäß einer Variante ist die Ausformung durch eine Abkantung des Haltebereichs gebildet.
Dazu ist die Ausformung mit ihrer ersten und zweiten Flanke neben dem Haltebereich
einstückig aus dem Grundkörper geformt und wir durch eine Abkantung nach unten orientiert.
Abrundungen und Radien sind vorgesehen, um die Gargutträgeraufnahme und den Benutzer
zu schützen.
[0017] Eine besonders einfache Ausformung ergibt sich, wenn im Haltebereich eine Einprägung
die erste und zweite Flanke erzeugt. Diese Einprägung kann beispielsweise durch Tiefziehen
oder durch einen Stempel erzeugt werden. Hierbei ist es auch möglich, dass die Ausformung
aus einer Einprägung und einem ausgestanzten Bereich gebildet ist. Diese Variante
empfiehlt sich insbesondere für Gargutträger aus Edelstahl.
[0018] Vorzugsweise dient die Ausformung als Auszugsstopp und/oder als Aufnahme für einen
Emaillierhaken.
[0019] Vorteilhafterweise ist der Gargutträger als ein Einschubelement oder als Pfanne oder
einem sonstigen Blecheinschubelement, wie z.B. ein Backblech ausgeführt.
[0020] Die Erfindung löst die Aufgabe zusätzlich mit einem Gargerät aufweisend eine Gargutträgeraufnahme
sowie einen erfindungsgemäßen Gargutträger.
[0021] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein Gargerät mit einer Gargutträgeraufnahme,
- Fig. 2
- einen Gargutträger mit erfindungsgemäßen Ausformungen,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt eines Gargutträgers nach einem ersten Ausführungsbeispiel in der
Seitenansicht,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt eines Gargutträgers nach einem zweiten Ausführungsbeispiel in der
Seitenansicht, und
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer Gargutträgeraufnahme mit einem Gargutträger in der Seitenansicht.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Gargerät 1, dessen geöffnete Tür 2 einen Garraum 4 freigibt. An
den Seitenwänden des Garraums 4 sind Gargutträgeraufnahmen 6 zur Aufnahme von Gargutträgern
10 angebracht. In der Gargutträgeraufnahme 6 befinden sich mehrere Einschubebenen
8.
[0023] Fig. 2 zeigt einen Gargutträger 10 zur Aufnahme des Garguts innerhalb des Aufnahmebereichs
12. Der Aufnahmebereich 12 ist seitlich durch Haltebereiche 14 abgegrenzt. Die Haltebereiche
14 dienen dem Benutzer des Gargeräts 1 zum Halten, Transportieren und Einführen des
Gargutträgers 10 außerhalb des Gargeräts 1. Zudem greift der Haltebereich 14 in die
Gargutträgeraufnahme 6 des Gargeräts 1 ein, um sicher in der Einschubebene 8 verschoben
werden zu können. Der Haltebereich 14 weist an seiner Unterseite die dem Garraumboden
zugewandt ist eine im Wesentlichen parallel zur Einschubebene 8 verlaufende Gleitfläche
16 auf, auf der der Gargutträger 10 auf der Gargutträgeraufnahme 6 verschoben wird.
Die Gleitfläche 16 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einer Bördelung 18 versehen,
die das Gleiten des Gargutträgers 10 weiter unterstützt und zudem den Garraum 4 vor
Beschädigungen, wie z. B. Kratzer oder Emailabplatzer schützt.
[0024] In der der Garraumrückwand zugewandten Hälfte des Gargutträgers 10 weisen die Haltebereiche
14 seitlich angebrachte Ausformungen 20 auf.
[0025] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Gargutträgers 10 mit einem Aufnahmebereich 12,
einem Haltebereich 14, einer Gleitfläche 16, einer Bördelung 18 und einer Ausformung
20. Die Ausformung 20 führt die Gleitfläche 16 mit einer ersten Flanke 22 unter einem
ersten Flankenwinkel α
1 vom Haltebereich 14 bis zu einem maximalen Abstand n. Von diesem maximalen Abstand
n führt eine zweite Flanke 24, die Gleitfläche 16 unter einem Flankenwinkel α
2 auf das ursprüngliche Niveau zurück. Die Übergangsstellen zwischen dem Haltebereich
14 und den Flanken 22, 24 sowie die Übergangsstelle zwischen den Flanken sind mit
Radien versehen, do dass die Gleitfläche 16 insbesondere im Bereich der Ausformung
20 eine möglichst homogene Kontur aufweist.
[0026] Fig. 4 zeigt die Seitenansicht eines Gargutträgers 10 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
mit einem Aufnahmebereich 12, einem Haltebereich 14, einer Gleitfläche 16, einer Bördelung
18 und einer Ausformung 20. Die Ausformung 20 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 aus einer ersten Flanke 22 und einer zweiten Flanke 24 gebildet, wobei
diese durch einen Zwischenabschnitt 26 zueinander beabstandet sind. Dieser Zwischenabschnitt
26 stellt zusammen mit der ersten Flanke 22 und der zweiten Flanke 24 eine Art Plateau
im Abstand n zur ursprünglichen Gleitfläche 16 dar.
[0027] Fig. 5 zeigt den Ausschnitt eines Gargutträgers 10 in einem Gargerät 1 aus der Sicht
der Seitenwand. Die Einschubebene 8 wird von einem oberen Führungsmittel 28 und einem
unteren Führungsmittel 30 der Gargutträgeraufnahme 6 gebildet. Die Führungsmittel
28, 30 verlaufen im Wesentlichen parallel zur Seitenwand des Garraums 4 sowie im Wesentlichen
parallel zum Boden des Garraums 4 sowie im Wesentlichen parallel zur Einschubebene
8. Die Enden der Führungsmittel 28, 30 sind in diesem
[0028] Ausführungsbeispiel zu einem Rahmen 34 der Gargutträgeraufnahme 6 hingebogen und
dienen als Anschlag 32.
[0029] Im Folgenden wird die Funktion des erfindungsgemäßen Gargutträgers 10 in Einschubrichtung
beschrieben. Der Benutzer eines Gargeräts 1 greift in der Regel den Gargutträger 10
an den seitlichen Haltebereichen 14 und führt den Gargutträger 10 in die gewünschte
Einschubebene 8 im Gargerät 1 ein, indem er das dem Gargerät zugewandte stirnseitige
Ende des Gargutträgers zwischen dem oberen Führungsmittel 28 und dem unteren Führungsmittel
30 einführt. Sobald er die Einschubposition erreicht hat, beginnt er mit dem Einschieben.
Dabei wird der Gargutträger 10 zwischen dem oberen Führungsmittel 28 und dem unteren
Führungsmittel 30 im Bereich der Haltebereiche 14 von der Gargutträgeraufnahme 6 geführt.
Die Gleitfläche 16 kontaktiert dabei das untere Führungsmittel 30 umso mehr, je weiter
der Gargutträger 10 in den Garraum 4 eingeschoben wird. Aufgrund der hier gezeigten
Bördelung 18 im Bereich der Gleitflächen 16 liegt der Gargutträger 10 dabei nur punktuell
auf dem unteren Führungsmittel 30 auf. Sobald die erste Flanke 12 gegen den Anschlag
32 fährt, entsteht für den Benutzer ein merklicher Widerstand. Dieser ist umso größer,
je kleiner der Flankenwinkel α
1 ist. Im weiteren Einschiebeverlauf des Gargutträgers 10 in das Gargerät 1 läuft der
Zwischenabschnitt 26 und die zweite Flanke 24 über den Anschlag 32. Dabei ist der
Flankenwinkel α
2 der zweiten Flanke 24 derart geneigt, dass kein ruckartiges Überwinden der Höhe n
erfolgt, sondern durch den Flankenwinkel α
2 ein sanfter Verlauf ermöglicht wird. Im weiteren Einschiebeverlauf läuft nun die
Gleitfläche 16 über das untere Führungsmittel 30, bis ein nicht mehr dargestellter
zweiter Anschlag die erste Flanke 22 kontaktiert und durch den ersten Flankenwinkel
α
1 die Einschubgeschwindigkeit derart minimiert wird, dass ein Aufprall des Gargutträgers
10 gegen die Rückwand des Garraums 4 verhindert oder vermindert wird.
[0030] Im Folgenden wird die Auszugsbewegung des Gargutträgers 10 aus dem Garraum 4 beschrieben:
Zum Herausnehmen des Gargutträgers 10 aus dem Garraum 4 greift der Benutzer in der
Regel an den stirnseitigen Bereich des Gargutträgers 10 und zieht ihn so weit heraus,
bis er seitlich in den Haltebereich 14 des Gargutträgers 10 greifen kann. Im weiteren
Verlauf der Auszugsbewegung verlagert sich der Schwerpunkt des Gargutträgers aus dem
Bereich der Führungsmittel 28, 30 heraus, so dass der Gargutträger 10 zum Kippen neigt,
wodurch der Inhalt des Aufnahmebereichs 12 dem Benutzer gefährlich entgegenfließen
oder springen würde. Durch die möglichst nah aneinander geführten Führungsmittel 28,
30 wird dieses Kippmoment minimiert. Um ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Gargutträgers
10 aus der Gargutträgeraufnahme 6 zu verhindern, schlägt die zweite Flanke 24 gegen
den Anschlag 32. Je geringer der Flankenwinkel α
2 ist, desto abrupter ist der Impuls auf den Gargutträger. Je größer der zweite Flankenwinkel
α
2 ist, desto gedämpfter erfolgt dieser Impuls. Durch diesen Impuls der zweiten Flanke
24 an den Anschlag 32 erfolgt ein Stoppen der Auszugsbewegung. Der Benutzer wird somit
auf das nahende Ende des Haltebereiches in den Eingriff der Gargutträgeraufnahme 6
hingewiesen. Ein weiteres Ausziehen des Gargutträgers 10 ist nur mit erhöhtem Kraftaufwand
möglich. Dieser Kraftaufwand bestimmt sich durch den zweiten Flankenwinkel α
2. Erfolgt dieser erhöhte Kraftaufwand, so gleitet der Gargutträger 10 auf der Gleitfläche
16 über den Zwischenabschnitt 26 und die erste Flanke 22 sowie den restlichen Verlauf
der Gleitfläche 16 bis der Benutzer den gesamten Gargutträger 10 aus der Gargutträgeraufnahme
6 herausgezogen hat.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Gargerät
- 2
- Tür
- 4
- Garraum
- 6
- Gargutträgeraufnahme
- 8
- Einschubebene
- 10
- Gargutträger
- 12
- Aufnahmebereich
- 14
- Haltebereich
- 16
- Gleitfläche
- 18
- Bördelung
- 20
- Ausformung
- 22
- erste Flanke
- 24
- zweite Flanke
- 26
- Zwischenabschnitt
- 28
- oberes Führungsmittel
- 30
- unteres Führungsmittel
- 32
- Anschlag
- 34
- Rahmen
- n
- Höhenniveau
- α1
- erster Flankenwinkel
- α2
- zweiter Flankenwinkel
1. Gargutträger (10) für ein Gargerät (1) aufweisend einen Aufnahmebereich (12) für das
Gargut sowie zumindest einen in Einschieberichtung seitlich angeordneten Haltebereich
(14) für den Eingriff in eine Gargutträgeraufnahme, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (14) zumindest eine Ausformung (20) mit zumindest einer ersten Flanke
(22) mit einem ersten Flankenwinkel (α1) und eine zweite Flanke (24) mit einem zweiten Flankenwinkel (α2) zum Eingriff in die Gargutträgeraufnahme aufweist.
2. Gargutträger (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) eines in Garposition befindlichen Gargutträgers (10) nach unten
gerichtet ist.
3. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Flanke (22) der Garraumrückwand zugewandt und die zweite Flanke (24) der
Garraumrückwand abgewandt ist.
4. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Flankenwinkel (α1) größer als der zweite Flankenwinkel (α2) ist.
5. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Flanke (22) gegenüber der Senkrechten einen Flankenwinkel (α1) zwischen 45° und 90°, insbesondere zwischen 50° und 80°, vorzugsweise 75° aufweist.
6. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Flanke (24) gegenüber der Senkrechten einen Flankenwinkel (α2) zwischen 0° und 70°, insbesondere zwischen 0° und 60°, vorzugsweise 50° aufweist.
7. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Flanke (22) und der zweiten Flanke (24) ein Zwischenabschnitt
(26) ausgebildet ist, wobei der Zwischenabschnitt (26) als gerader und/oder bogenförmiger
Abschnitt ausgebildet ist.
8. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (14) die Ausformung (20) in Einschubrichtung gesehen in der hinteren
garraumseitig weisenden Hälfte, insbesondere im hinteren Drittel aufweist.
9. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) aus dem Gargutträger (10) geformt ist.
10. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) durch eine Umbördelung des Haltebereichs (14) gebildet ist.
11. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) durch eine Abkantung des Haltebereichs (14) gebildet ist.
12. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) durch eine Einprägung im Haltebereich (14) gebildet ist.
13. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) als Auszugsstopp und bevorzugt ebenfalls als Aufnahme für einen
Emailierhaken dient.
14. Gargutträger (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gargutträger (10) ein Einschubelement und/oder ein Backblech und/oder Pfanne
ist.
15. Gargerät (1) aufweisend eine Gargutträgeraufnahme (6) mit einen Gargutträger (10)
nach einem der vorgenannten Ansprüche und/oder einem ersten vorderen Anschlag und/oder
einem zweiten hinteren Anschlag.