[0001] Die Erfindung betrifft ein Backblech oder eine Pfanne für ein Gargerät mit einem
Aufnahmebereich für das Gargut und zumindest einen Haltebereich für den Eingriff in
eine Gargutträgeraufnahme des Gargeräts, wie z.B. ein Rost oder ein Blecheinschubelement
wie ein Backblech oder eine Backform. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Gargerät
zur Aufnahme solch eines Gargutträgers.
[0002] Die Haltebereiche von bekannten Backblechen, wie sie beispielsweise aus der
DE102011005226A1 hervorgehen, werden in der Regel in den seitlichen Führungen des Gargeräts aufgenommen.
Jede Führung umfasst dabei obere und untere Führungsmittel, wobei das Backblech oder
die Pfanne zwischen das obere und das untere Führungsmittel eingeschoben wird, derart,
dass beim Herausziehen des Gargutträgers ein Kippen desselben durch Anschlagen des
hinteren Endes des Einschubs an den oberen Führungsmitteln limitiert wird.
[0003] Um zu verhindern, dass ein derartiges Backblech unabsichtlich zu weit aus dem Garraum
herausgezogen wird, so dass er aus der Führung fällt und sich z.B. heißes Gargut gegen
den Benutzer ergießt, wurde vorgeschlagen, am Backblech einen zusätzlichen Anschlagblock
anzubringen, welcher am unteren Führungsmittel beim Herausziehen anschlägt.
[0004] Dies führt zu einer erhöhten Sicherheit bei der Bedienung, wobei dieser zusätzliche
Anschlagblock jedoch vom Benutzer oft als störend empfunden wird.
[0005] Zudem ergibt sich aus der
EP2520866A1 ein Backofen mit einem durch eine Ofentür verschließbaren Garraum, in den wenigstens
ein Gargutträger auf beidseitig des Garraums angeordneten flächigen, vorzugsweise
rippenartig an Garraumwänden ausgeprägten Gleitelementen einschiebbar ist, wobei an
mindestens einem Gleitelement eine Ausformung vorgesehen ist, in welcher der mit einer
entsprechenden reziproken Ausformung versehene Gargutträger unter Bildung eines die
Ausschiebebewegung des Gargutträgers begrenzenden Raststops verrastbar ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Backblech oder eine Pfanne für ein Gargerät
bereit zu stellen, das oder die verbesserte Bedieneigenschaften mit sicherheitsrelevanten
Funktionen in Einklang bringt.
[0007] Die Erfindung geht aus von einem Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder
einer Pfanne für ein Gargerät mit einem Aufnahmebereich für das Gargut sowie dessen
Begleitprodukte mit zumindest einem in Einschieberichtung seitlich angeordneten Haltebereich
für den Eingriff in eine Gargutträgeraufnahme.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Haltebereich mit zumindest einer Ausformung,
die zumindest eine Flanke mit einem ersten Flankenwinkel und eine zweite Flanke mit
einem zweiten Flankenwinkel zum Eingriff in die Gargutträgeraufnahme aufweist, wobei
die Gargutträgeraufnahme sowohl ein Drahteinhängegestell als auch ein Rippenaufbau
sein kann. Solch eine Ausformung wird aus dem zumeist blechförmigen Haltebereich des
Gargutträgers mechanisch herausgearbeitet. In der Seitenansicht des Gargutträgers
entsteht dadurch, ausgehend vom in Einschubrichtung vorderen Ende gesehen, eine Geometrie
die nach dem Haltebereich eine erste Flanke aufweist, die unter einem Flankenwinkel
vom Haltebereich nach unten wegführt. Eine zweite Flanke, die unter einem zweiten
Flankenwinkel wieder zum Haltebereich zurückführt, schließt sich direkt oder indirekt
an. Solch eine Ausformung im Haltebereich des Gargutträgers erzeugt einen Eingriff
in die Gargutträgeraufnahme, die in Einschubrichtung sowie in Auszugsrichtung anschlägt.
[0009] Es ist die Ausformung durch eine Umbördelung des Haltebereichs gebildet. Hierbei
wird, meist über die gesamte Länge des Haltebereichs und meist um den gesamten Gargutträger,
das Grundmaterial des Gargutträgers im Bereich derart umgebogen, dass eine im Wesentlichen
halbkreisförmige Abrundung entsteht. Diese wird im Bereich der Ausformung derart gestreckt,
dass ein quer zur Einschieberichtung nach unten orientierter Abschnitt die Ausformung
mit ihren Flanken bildet.
[0010] Die erste Flanke weist einen Flankenwinkel zwischen 45° und 90°, insbesondere zwischen
50° und 80°, idealerweise 75° auf und/oder die zweite Flanke weist einen Flankenwinkel
zwischen 0° und 70°, insbesondere zwischen 0° und 60°, vorzugsweise 50° auf.
[0011] Vorzugsweise ist zwischen der ersten und der zweiten Flanke der Ausformung ein Zwischenabschnitt
ausgebildet. Dieser Zwischenabschnitt kann sowohl als gerader als auch als bogen-
oder kurvenförmiger Zwischenabschnitt ausgeführt sein. Der Zwischenabschnitt ermöglicht
es dem Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne nach Überwindung
der ersten Flanke in Einschubrichtung gesehen auf diesem Höhenniveau zum Haltebereich
zu gleiten bis der Zwischenabschnitt mit der zweiten Flanke endet. Eine besonders
komfortable Einschubbewegung wird erzielt, wenn der Zwischenbereich so lange ausgeführt
ist, dass dieser den Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne
so lange auf dem Niveau hält, bis die zweite Flanke über den in Einschubrichtung zweiten
Anschlag der Gargutträgeraufnahme hinweg ist. Zudem wird der Abstand zwischen dem
oberen Führungsmittel und dem Haltebereich verringert, so dass beim Herausziehen der
mögliche Kippwinkel minimiert wird.
[0012] Vorzugsweise weist die Ausformung eines in Garposition befindlichen Gargutträgers
nach unten. Diese Orientierung ist besonders vorteilhaft, da die Gewichtskräfte des
Gargutträgers mit Gargut in der Anschlagposition die Ausformung gegen den Anschlag
der Gargutträgeraufnahme drücken und somit entgegen dem unbeabsichtigten Einschieben-
bzw. Ausziehen des Gargutträgers wirken.
[0013] Eine besonders gute Funktion wird erzielt, wenn die erste Flanke eines in Garposition
befindlichen Gargutträgers der Garraumrückwand zugewandt und die zweite Flanke der
Garraumrückwand abgewandt ist. Dabei bildet die erste Flanke den Übergang zwischen
einem in Einschubrichtung ersten Abschnitt des Haltebereichs und der Ausformung. Die
zweite Flanke bildet den Übergang zwischen der Ausformung und einem zweiten Abschnitt
des Haltebereichs. Die erste Flanke erzeugt im Zusammenwirken mit der Gargutträgeraufnahme
einen in Einschieberichtung gesehenen Anschlag, sobald der Gargutträger in Ausgestaltung
eines Backblechs oder einer Pfanne auf der Gargutträgeraufnahme in das Gargerät eingeschoben
wird und signalisiert dem Benutzer, dass er noch weiter einschieben muss, bis der
Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne sicher aufgenommen
ist. Mit erhöhtem Kraftaufwand in Einschieberichtung ist dieser Anschlag zu überwinden,
wodurch die Ausformung auf ihrer ersten Flanke auf dem Anschlag der Gargutträgeraufnahme
rampenartig nach oben fährt.
[0014] Die zweite Flanke bildet einen in Auszugsrichtung gesehenen Auszugsstopp. Bei einem
Drahteinhängegestell ermöglicht solch eine Ausformung zudem, dass die beiden Führungsmittel
nah zueinander positioniert werden können, da die Ausformung nach dem Überwinden des
Anschlags in einen Freiraum des gebogenen unteren Führungsmittels verschwindet. Dabei
dienen die gekröpften Enden der Führungsmittel als quer zur Einschubrichtung verlaufende
Anschläge, über die der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer
Pfanne zu schieben ist. Befindet sich die Ausformung im Freiraum zwischen den Anschlägen
ist der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne nicht mehr
angehoben und sitzt durchgängig oder auf ausgewählten Punkten auf und lässt sich auf
diesen leicht und benutzerfreundlich bewegen. Läuft der Gargutträger in Ausgestaltung
eines Backblechs oder einer Pfanne auf den nächsten Anschlag auf, wird der Gargutträger
in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne über die Flanken wieder angehoben.
Dieser Aufbau und die damit enge Positionierung der beiden Führungsmittel zueinander
verringert den möglichen Kippwinkel des Gargutträgers, insbesondere in der Endphase
der Auszugsbewegung.
[0015] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der erste Flankenwinkel größer als
der zweite Flankenwinkel. Dadurch ist sichergestellt, dass ein einfaches Einschieben
über die flache Flanke dem Benutzer weniger Kraft abverlangt, als das Überwinden der
steileren zweiten Flanke, die den Auszugsstopp realisiert. Ein gutes Einschieben des
Gargutträgers wird erzielt, da die erste Flanke einen Flankenwinkel zwischen 45° und
90° aufweist, wobei ein besonders gutes Ergebnis erzielt wird, da dieser Flankenwinkel
zwischen 50° und 80°, idealerweise 75° liegt. Durch einen derartigen ersten Flankenwinkel
wird ein besonders leichtes Einschieben des Gargutträgers in das Gargerät ermöglicht,
da ein geringerer Kraftaufwand benötigt wird, um den Anschlag zu überwinden, als bei
einem steileren Flankenwinkel. Ein flacher Flankenwinkel schont zudem das Material
der Gargutträgeraufnahme sowie des Anschlags, was besonders im Sichtbereich des Garraums
von Vorteil ist, da weniger Beschädigungen wie Kratzer oder Emailabplatzer die Folge
sind. Zudem kann die erste Flanke im Verlauf des weiteren Einschiebens an einem zusätzlichen
hinteren Anschlag verhindern, dass der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs
oder einer Pfanne gegen eine Prallwand stößt, indem die erste Flanke gegen den hinteren
Anschlag stößt und der erste Flankenwinkel die Einschubbewegung abdämpft, so dass
der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne zum Stehen kommt,
bevor dieser gegen die Prallwand stößt. Zudem kann dieser Aufbau den Gargutträger
in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne innerhalb des Garraums in Einschubrichtung
positionieren oder zentrieren. Sollte der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs
oder einer Pfanne zu weit in Richtung Garraumrückwand geschoben worden sein, bewirkt
die auf die erste Flanke wirkende Gewichtskraft des Gargutträgers mit Gargut ein Zurückgleiten
in eine vordefinierte Position zwischen dem vorderen und hinteren Anschlag. Eine definierte
Position des Gargutträgers beeinflusst die Wärmeausbreitung und das Garergebnis positiv.
[0016] Ein besonders guter Auszugsstopp wird erzielt, da die zweite Flanke einen Flankenwinkel
zwischen 0° und 70°, insbesondere zwischen 0° und 60° und in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
50° aufweist. Die zweite Flanke der Ausformung hat die Aufgabe eines Auszugsstopps
beim Herausziehen des Gargutträgers aus dem Gargerät. Hierbei schlägt die zweite Flanke
der Ausformung gegen den Anschlag der Gargutträgeraufnahme, und signalisiert den Benutzer
das nahende Ende des Haltebereichs in der Gargutträgeraufnahme, bevor der Gargutträger
in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne von der Gargutträgeraufnahme freigegeben
wird. Diesen Zustand muss der Benutzer mit einem erhöhten Kraftaufwand überwinden,
um den Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne komplett aus
dem Haltebereich der Gargutträgeraufnahme zu lösen. Dabei bestimmt der Flankenwinkel
der zweiten Flanke die dazu nötige Kraft, die umso höher ist, je geringer der Flankenwinkel
der zweiten Flanke ist. Je größer dieser Flankenwinkel ist, desto sanfter und gedämpfter
fährt der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne gegen den
Anschlag der Gargutträgeraufnahme. Dieser so funktionierende Auszugsstopp kann auch
genutzt werden, um den Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne
in seiner hinteren eingeschobenen Position gegen unbeabsichtigtes oder ungewünschtes
Herausschieben zu sichern.
[0017] Vorteilhafterweise ist die Ausformung in Einschubrichtung gesehen in der hinteren,
der Garraumrückwand zugewandten Hälfte angeordnet. Einen besonders guten Schutz vor
unbeabsichtigtem Herausziehen des Gargutträgers aus dem Bereich der Gargutträgeraufnahme
wird erzeugt, wenn die Ausformung im hinteren Drittel angeordnet ist, wodurch der
Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne in Auszugsrichtung
zum Großteil aus dem Gargerät heraus ragt, und dennoch in der Gargutträgeraufnahme
geführt ist, bis die zweite Flanke der Ausformung gegen den Anschlag der Gargutträgeraufnahme
stößt.
[0018] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Ausformung einstückig aus dem Gargutträger
in Ausgestaltung eines Backblechs oder einer Pfanne geformt. Dadurch wird ein konstruktiv
einfacher, leichter und leicht zu reinigender Aufbau des Gargutträgers ermöglicht.
[0019] Gemäß einer Variante ist die Ausformung durch eine Abkantung des Haltebereichs gebildet.
Dazu ist die Ausformung mit ihrer ersten und zweiten Flanke neben dem Haltebereich
einstückig aus dem Grundkörper geformt und wir durch eine Abkantung nach unten orientiert.
Abrundungen und Radien sind vorgesehen, um die Gargutträgeraufnahme und den Benutzer
zu schützen.
[0020] Eine besonders einfache Ausformung ergibt sich, wenn im Haltebereich eine Einprägung
die erste und zweite Flanke erzeugt. Diese Einprägung kann beispielsweise durch Tiefziehen
oder durch einen Stempel erzeugt werden. Hierbei ist es auch möglich, dass die Ausformung
aus einer Einprägung und einem ausgestanzten Bereich gebildet ist. Diese Variante
empfiehlt sich insbesondere für Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs oder
einer Pfanne aus Edelstahl.
[0021] Vorzugsweise dient die Ausformung als Auszugsstopp und/oder als Aufnahme für einen
Emaillierhaken.
[0022] Die Erfindung löst die Aufgabe zusätzlich mit einem Gargerät aufweisend eine Gargutträgeraufnahme
sowie einen erfindungsgemäßen Gargutträger.
[0023] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein Gargerät mit einer Gargutträgeraufnahme,
- Fig. 2
- einen Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs mit erfindungsgemäßen Ausformungen,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt eines Gargutträgers in Ausgestaltung eines Backblechs nach einem
ersten Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt eines Gargutträgers in Ausgestaltung eines Backblechs nach einem
zweiten Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht, und
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer Gargutträgeraufnahme mit einem Gargutträger in Ausgestaltung
eines Backblechs oder einer Pfanne in der Seitenansicht.
[0024] Fig. 1 zeigt ein Gargerät 1, dessen geöffnete Tür 2 einen Garraum 4 freigibt. An
den Seitenwänden des Garraums 4 sind Gargutträgeraufnahmen 6 zur Aufnahme von Gargutträgern
10 angebracht. In der Gargutträgeraufnahme 6 befinden sich mehrere Einschubebenen
8.
[0025] Fig. 2 zeigt einen Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 zur Aufnahme
des Garguts innerhalb des Aufnahmebereichs 12. Der Aufnahmebereich 12 ist seitlich
durch Haltebereiche 14 abgegrenzt. Die Haltebereiche 14 dienen dem Benutzer des Gargeräts
1 zum Halten, Transportieren und Einführen des Gargutträgers 10 außerhalb des Gargeräts
1. Zudem greift der Haltebereich 14 in die Gargutträgeraufnahme 6 des Gargeräts 1
ein, um sicher in der Einschubebene 8 verschoben werden zu können. Der Haltebereich
14 weist an seiner Unterseite die dem Garraumboden zugewandt ist eine im Wesentlichen
parallel zur Einschubebene 8 verlaufende Gleitfläche 16 auf, auf der der Gargutträger
in Ausgestaltung eines Backblechs 10 auf der Gargutträgeraufnahme 6 verschoben wird.
Die Gleitfläche 16 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einer Bördelung 18 versehen,
die das Gleiten des Gargutträgers 10 weiter unterstützt und zudem den Garraum 4 vor
Beschädigungen, wie z. B. Kratzer oder Emailabplatzer schützt.
[0026] In der der Garraumrückwand zugewandten Hälfte des Gargutträgers 10 weisen die Haltebereiche
14 seitlich angebrachte Ausformungen 20 auf.
[0027] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Gargutträgers 10 mit einem Aufnahmebereich 12,
einem Haltebereich 14, einer Gleitfläche 16, einer Bördelung 18 und einer Ausformung
20. Die Ausformung 20 führt die Gleitfläche 16 mit einer ersten Flanke 22 unter einem
ersten Flankenwinkel α
1 vom Haltebereich 14 bis zu einem maximalen Abstand n. Von diesem maximalen Abstand
n führt eine zweite Flanke 24, die Gleitfläche 16 unter einem Flankenwinkel α
2 auf das ursprüngliche Niveau zurück. Die Übergangsstellen zwischen dem Haltebereich
14 und den Flanken 22, 24 sowie die Übergangsstelle zwischen den Flanken sind mit
Radien versehen, do dass die Gleitfläche 16 insbesondere im Bereich der Ausformung
20 eine möglichst homogene Kontur aufweist.
[0028] Fig. 4 zeigt die Seitenansicht eines Gargutträgers 10 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
mit einem Aufnahmebereich 12, einem Haltebereich 14, einer Gleitfläche 16, einer Bördelung
18 und einer Ausformung 20. Die Ausformung 20 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 aus einer ersten Flanke 22 und einer zweiten Flanke 24 gebildet, wobei
diese durch einen Zwischenabschnitt 26 zueinander beabstandet sind. Dieser Zwischenabschnitt
26 stellt zusammen mit der ersten Flanke 22 und der zweiten Flanke 24 eine Art Plateau
im Abstand n zur ursprünglichen Gleitfläche 16 dar.
[0029] Fig. 5 zeigt den Ausschnitt eines Gargutträgers 10 in einem Gargerät 1 aus der Sicht
der Seitenwand. Die Einschubebene 8 wird von einem oberen Führungsmittel 28 und einem
unteren Führungsmittel 30 der Gargutträgeraufnahme 6 gebildet. Die Führungsmittel
28, 30 verlaufen im Wesentlichen parallel zur Seitenwand des Garraums 4 sowie im Wesentlichen
parallel zum Boden des Garraums 4 sowie im Wesentlichen parallel zur Einschubebene
8. Die Enden der Führungsmittel 28, 30 sind in diesem Ausführungsbeispiel zu einem
Rahmen 34 der Gargutträgeraufnahme 6 hingebogen und dienen als Anschlag 32.
[0030] Im Folgenden wird die Funktion des erfindungsgemäßen Gargutträgers 10 in Einschubrichtung
beschrieben. Der Benutzer eines Gargeräts 1 greift in der Regel den Gargutträger in
Ausgestaltung eines Backblechs 10 an den seitlichen Haltebereichen 14 und führt den
Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 in die gewünschte Einschubebene
8 im Gargerät 1 ein, indem er das dem Gargerät zugewandte stirnseitige Ende des Gargutträgers
zwischen dem oberen Führungsmittel 28 und dem unteren Führungsmittel 30 einführt.
Sobald er die Einschubposition erreicht hat, beginnt er mit dem Einschieben. Dabei
wird der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 zwischen dem oberen Führungsmittel
28 und dem unteren Führungsmittel 30 im Bereich der Haltebereiche 14 von der Gargutträgeraufnahme
6 geführt. Die Gleitfläche 16 kontaktiert dabei das untere Führungsmittel 30 umso
mehr, je weiter der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 in den Garraum
4 eingeschoben wird. Aufgrund der hier gezeigten Bördelung 18 im Bereich der Gleitflächen
16 liegt der Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 dabei nur punktuell
auf dem unteren Führungsmittel 30 auf. Sobald die erste Flanke 12 gegen den Anschlag
32 fährt, entsteht für den Benutzer ein merklicher Widerstand. Dieser ist umso größer,
je kleiner der Flankenwinkel α
1 ist. Im weiteren Einschiebeverlauf des Gargutträgers 10 in das Gargerät 1 läuft der
Zwischenabschnitt 26 und die zweite Flanke 24 über den Anschlag 32. Dabei ist der
Flankenwinkel α
2 der zweiten Flanke 24 derart geneigt, dass kein ruckartiges Überwinden der Höhe n
erfolgt, sondern durch den Flankenwinkel α
2 ein sanfter Verlauf ermöglicht wird. Im weiteren Einschiebeverlauf läuft nun die
Gleitfläche 16 über das untere Führungsmittel 30, bis ein nicht mehr dargestellter
zweiter Anschlag die erste Flanke 22 kontaktiert und durch den ersten Flankenwinkel
α
1 die Einschubgeschwindigkeit derart minimiert wird, dass ein Aufprall des Gargutträgers
10 gegen die Rückwand des Garraums 4 verhindert oder vermindert wird.
[0031] Im Folgenden wird die Auszugsbewegung des Gargutträgers 10 aus dem Garraum 4 beschrieben:
Zum Herausnehmen des Gargutträgers 10 aus dem Garraum 4 greift der Benutzer in der
Regel an den stirnseitigen Bereich des Gargutträgers 10 und zieht ihn so weit heraus,
bis er seitlich in den Haltebereich 14 des Gargutträgers 10 greifen kann. Im weiteren
Verlauf der Auszugsbewegung verlagert sich der Schwerpunkt des Gargutträgers aus dem
Bereich der Führungsmittel 28, 30 heraus, so dass der Gargutträger in Ausgestaltung
eines Backblechs 10 zum Kippen neigt, wodurch der Inhalt des Aufnahmebereichs 12 dem
Benutzer gefährlich entgegenfließen oder springen würde. Durch die möglichst nah aneinander
geführten Führungsmittel 28, 30 wird dieses Kippmoment minimiert. Um ein unbeabsichtigtes
Herausziehen des Gargutträgers 10 aus der Gargutträgeraufnahme 6 zu verhindern, schlägt
die zweite Flanke 24 gegen den Anschlag 32. Je geringer der Flankenwinkel α
2 ist, desto abrupter ist der Impuls auf den Gargutträger. Je größer der zweite Flankenwinkel
α
2 ist, desto gedämpfter erfolgt dieser Impuls. Durch diesen Impuls der zweiten Flanke
24 an den Anschlag 32 erfolgt ein Stoppen der Auszugsbewegung. Der Benutzer wird somit
auf das nahende Ende des Haltebereiches in den Eingriff der Gargutträgeraufnahme 6
hingewiesen. Ein weiteres Ausziehen des Gargutträgers 10 ist nur mit erhöhtem Kraftaufwand
möglich. Dieser Kraftaufwand bestimmt sich durch den zweiten Flankenwinkel α
2. Erfolgt dieser erhöhte Kraftaufwand, so gleitet der Gargutträger in Ausgestaltung
eines Backblechs 10 auf der Gleitfläche 16 über den Zwischenabschnitt 26 und die erste
Flanke 22 sowie den restlichen Verlauf der Gleitfläche 16 bis der Benutzer den gesamten
Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs 10 aus der Gargutträgeraufnahme 6 herausgezogen
hat.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Gargerät
- 2
- Tür
- 4
- Garraum
- 6
- Gargutträgeraufnahme
- 8
- Einschubebene
- 10
- Gargutträger in Ausgestaltung eines Backblechs
- 12
- Aufnahmebereich
- 14
- Haltebereich
- 16
- Gleitfläche
- 18
- Bördelung
- 20
- Ausformung
- 22
- erste Flanke
- 24
- zweite Flanke
- 26
- Zwischenabschnitt
- 28
- oberes Führungsmittel
- 30
- unteres Führungsmittel
- 32
- Anschlag
- 34
- Rahmen
- n
- Höhenniveau
- α1
- erster Flankenwinkel
- α2
- zweiter Flankenwinkel
1. Backblech oder Pfanne (10) für ein Gargerät (1) aufweisend einen Aufnahmebereich (12)
für das Gargut sowie zumindest einen in Einschieberichtung seitlich angeordneten Haltebereich
(14) für den Eingriff in eine Gargutträgeraufnahme wobei der Haltebereich (14) zumindest
eine Ausformung (20) mit zumindest einer ersten Flanke (22) mit einem ersten Flankenwinkel
(α1) gegenüber einer Senkrechten des Backblechs oder der Pfanne und eine zweite Flanke
(24) mit einem zweiten Flankenwinkel (α2) gegenüber der Senkrechten des Backblechs oder der Pfanne zum Eingriff in die Gargutträgeraufnahme
aufweist, wobei die erste Flanke (22) gegenüber der Senkrechten einen Flankenwinkel
(α1) zwischen 45° und 90°, insbesondere zwischen 50° und 80°, vorzugsweise 75° aufweist
und/oder die zweite Flanke (24) gegenüber der Senkrechten einen Flankenwinkel (α2)
zwischen 0° und 70°, insbesondere zwischen 0° und 60°, vorzugsweise 50° aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) durch eine Umbördelung des Haltebereichs (14) gebildet ist, wobei
das Grundmaterial des Gargutträgers im Bereich derart umgebogen wird, dass eine im
Wesentlichen halbkreisförmige Abrundung entsteht und diese im Bereich der Ausformung
derart gestreckt wird, dass ein quer zur Einschieberichtung nach unten orientierter
Abschnitt die Ausformung mit ihren Flanken bildet.
2. Backblech oder Pfanne (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) eines in Garposition befindlichen Gargutträgers (10) nach unten
gerichtet ist.
3. Backblech oder Pfanne (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Flanke (22) der Garraumrückwand zugewandt und die zweite Flanke (24) der
Garraumrückwand abgewandt ist.
4. Backblech oder Pfanne (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Flankenwinkel (α1) größer als der zweite Flankenwinkel (α2) ist.
5. Backblech oder Pfanne (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (14) die Ausformung (20) in Einschubrichtung gesehen in der hinteren
garraumseitig weisenden Hälfte, insbesondere im hinteren Drittel aufweist.
6. Backblech oder Pfanne (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) aus dem Backblech oder der Pfanne (10) geformt ist.
7. Backblech oder Pfanne (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (20) als Auszugsstopp und bevorzugt ebenfalls als Aufnahme für einen
Emailierhaken dient.
8. Gargerät (1) aufweisend eine Gargutträgeraufnahme (6) mit einem Backblech oder einer
Pfanne (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei die Gargutträgeraufnahme
einen ersten vorderen Anschlag und/oder einen zweiten hinteren Anschlag aufweist.
1. Baking tray or pan (10) for a cooking appliance (1) having a receiving area (12) for
the food and at least one holding area (14) arranged laterally in an insertion direction
for engagement into a food carrier receptacle, wherein the holding area (14) has at
least one moulding (20) with at least one first flank (22) with a first flank angle
(α1) relative to a vertical of the baking tray or the pan and a second flank (24) with
a second flank angle (α2) relative to the vertical of the baking tray or the pan for engagement into the food
carrier receptacle, wherein the first flank (22) has a flank angle (α1) between 45° and 90°, in particular between 50° and 80°, preferably 75° relative
to the vertical, and/or the second flank (24) has a flank angle (α2) between 0° and 70°, in particular between 0° and 60°, preferably 50° relative to
the vertical,
characterised in that
the moulding (20) is formed by a beading of the holding area (14), wherein the basic
material of the food carrier is bent in the area such that a substantially semi-circular
rounding is produced, and this is extended in the area of the moulding such that a
section oriented downward at right angles to the insertion direction forms the moulding
with its edges.
2. Baking tray or pan (10) according to claim 1, characterised in that the moulding (20) of a food carrier (10) disposed in the cooking position is directed
downward.
3. Baking tray or pan (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the first flank (22) faces the cooking compartment rear wall and the second flank
(24) faces away from the cooking compartment rear wall.
4. Baking tray or pan (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the first flank angle (α1) is larger than the second flank angle (α2).
5. Baking tray or pan (10) according to one of the preceding claims, characterised in that, viewed in the insertion direction, the holding area (14) has the moulding (20) in
the rear half pointing to the cooking compartment side, in particular in the rear
third.
6. Baking tray or pan (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the moulding (20) is formed from the baking tray or the pan (10).
7. Baking tray or pan (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the moulding (20) is used as a pull-out stop and is preferably likewise used as a
receptacle for an enamel hook.
8. Cooking appliance (1) having a food carrier receptacle (6) with a baking tray or a
pan (10) as claimed in one of the afore-cited claims, wherein the food carrier receptacle
has a first front stop and/or a second rear stop.
1. Plaque de four ou poêle (10) pour un appareil de cuisson (1) présentant une zone de
réception (12) pour les aliments à cuire ainsi qu'au moins une zone de retenue (14)
disposée latéralement dans le sens d'insertion pour l'engrènement dans un logement
pour support d'aliments à cuire, dans laquelle la zone de retenue (14) présente au
moins une forme (20) avec au moins un premier flanc (22) avec un premier angle de
flanc (α1) par rapport à une verticale de la plaque de four ou de la poêle et un deuxième
flanc (24) avec un deuxième angle de flanc (α2) par rapport à la verticale de la plaque
de four ou de la poêle pour l'engrènement dans le logement pour support d'aliments
à cuire, dans laquelle le premier flanc (22) présente, par rapport à la verticale,
un angle de flanc (α1) entre 45° et 90°, en particulier entre 50° et 80°, de préférence
de 75° et/ou le deuxième flanc (24) présente, par rapport à la verticale, un angle
de flanc (α2) entre 0° et 70°, en particulier entre 0° et 60°, de préférence de 50°,
caractérisée en ce que la forme (20) est constituée par un bordage de la zone de retenue (14), dans laquelle
le matériau de base du support d'aliments à cuire est recourbé de telle sorte dans
la zone qu'un arrondissement essentiellement hémicirculaire est constitué et s'étend
de telle sorte dans la zone de la forme qu'une section orientée vers le bas transversalement
par rapport au sens d'insertion constitue la forme avec ses flancs.
2. Plaque de four ou poêle (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la forme (20) d'un support d'aliments à cuire (10) se trouvant en position de cuisson
est dirigée vers le bas.
3. Plaque de four ou poêle (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier flanc (22) est dirigé vers la paroi arrière de l'espace de cuisson et
le deuxième flanc (24) est éloigné de la paroi arrière de l'espace de cuisson.
4. Plaque de four ou poêle (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier angle de flanc (α1) est plus grand que le deuxième angle de flanc (α2).
5. Plaque de four ou poêle (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la zone de retenue (14) présente la forme (20), vu dans le sens d'insertion, dans
la moitié arrière dirigée vers l'espace de cuisson, en particulier dans le tiers arrière.
6. Plaque de four ou poêle (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la forme (20) est réalisée au départ de la plaque de four ou de la poêle (10).
7. Plaque de four ou poêle (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la forme (20) sert d'arrêt de sortie et de préférence également de logement pour
un crochet émaillé.
8. Appareil de cuisson (1) présentant un logement pour support d'aliments à cuire (6)
avec une plaque de four ou une poêle (10) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel le support d'aliments à cuire présente une première butée avant et/ou
une deuxième butée arrière.