Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Zur Befestigung eines Wärmeübertragers an einer dafür vorgesehenen Position oder
an einem Aggregat sind Befestigungsplatten als Befestigungselemente bekannt. Beispielsweise
sind Stapelscheibenwärmeübertrager, wie beispielsweise Stapelscheibenölkühler, im
Stand der Technik bekannt, welche mittels einer Befestigungsplatte an einem Motor-oder
Getriebegehäuse eines Kraftfahrzeugs befestigbar sind.
[0003] Dabei sind in der Befestigungsplatte zum Teil auch die Anschlüsse des Wärmeübertragers
integriert, so dass durch die Befestigung des Wärmeübertragers am Aggregat auch gleichzeitig
die Anschlussbereiche mit dafür vorgesehenen Anschlüssen des Aggregats fluiddicht
verbunden werden können.
[0004] Dabei ist es insbesondere bekannt geworden, dass der Wärmeübertrager mit an den Eckbereichen
der Befestigungsplatte versehenen Bohrungen an Anschraubpunkte des Aggregats geschraubt
wird.
[0005] Alternativ sind auch Wärmeübertrager bekannt geworden, die mit der Befestigungsplatte
in einem Gehäuse aufgenommen und befestigt sind, wobei in diesen Fällen die Befestigungsplatte
einen überstehenden Rand aufweist, der als Befestigungsflansch verwendet wird.
[0006] Solche Wärmeübertrager sind beispielweise durch die
DE 10 2005 048 452 A1 bekannt geworden. Darin ist ein Stapelscheibenölkühler offenbart, bei dem eine Befestigungsplatte
mit Schraubbohrungen zur Befestigung vorgesehen ist und bei welchem der Wärmeübertragerblock
auf die Befestigungsplatte aufgelötet ist.
[0007] Bei solchen Wärmeübertragern hat sich herausgestellt, dass aufgrund der Druckbeaufschlagung
der Fluidkanäle sich mechanische Belastungen ergeben, die auf die Befestigungsplatte
übertragen werden. So sind Biegeschwingungen der Fluidkanäle bekannt, die auf Befestigungsplatte
bzw. auf die Grenzfläche zwischen Wärmeübertragerblock und Befestigungsplatte übertragen,
die auf Dauer zu Ermüdungserscheinungen des Materials und damit zu Versagen des Wärmeübertragers
führen.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0008] Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Wärmeübertrager zu schaffen, der gegenüber
dem Stand der Technik weitergebildet ist, so dass er den Festigkeitsanforderungen
besser genügt.
[0009] Dies wird erreicht mit den Merkmalen von Anspruch 1.
[0010] Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager
mit einem Wärmeübertragerblock mit ersten Fluidkanälen zur Durchströmung eines ersten
Fluids und mit zweiten Fluidkanälen zur Durchströmung für ein zweites Fluid, wobei
der Wärmeübertrager eine Befestigungsplatte aufweist, welche den Wärmeübertragerblock
trägt, wobei die Befestigung des Wärmeübertragers mittels der Befestigungsplatte erfolgt,
wobei die Befestigungsplatte zur Befestigung Befestigungsbereiche aufweist, die benachbart
zu dem Wärmeübertragerblock angeordnet sind, wobei zwischen den Befestigungsbereichen
und dem Wärmeübertragerblock zumindest ein Bereich einer Schwächung der Befestigungsplatte
vorliegt.
[0011] Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Befestigungsbereiche als Befestigungs-oder Verschraubungsbohrungen
vorgesehen sind, wobei zwischen zumindest einer Befestigungs- oder Verschraubungsbohrung
und dem Wärmeübertragerblock in der Befestigungsplatte eine Schwächung vorgesehen
ist. Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist die Schwächung zwischen dem Wärmeübertragerblock
und jeder Befestigungs-oder Verschraubungsbohrung vorgesehen.
[0012] Dabei ist es alternativ besonders vorteilhaft, wenn die Befestigungsbereiche als
Bereiche vorgesehen sind, mittels welchen die Befestigungsplatte mit einem Halteelement
oder Gehäuse verbunden ist, wie verlötet oder mechanisch gefügt ist, wobei zwischen
zumindest einem Befestigungsbereich und dem Wärmeübertragerblock in der Befestigungsplatte
zumindest eine Schwächung vorgesehen ist.
[0013] So ist es auch vorteilhaft, wenn die zumindest eine Schwächung eine Aussparung, wie
eine Öffnung, in der Befestigungsplatte ist.
[0014] Auch ist es alternativ vorteilhaft, wenn die zumindest eine Schwächung eine Materialreduktion
in der Befestigungsplatte ist.
[0015] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Schwächung, wie Aussparung oder Materialreduktion
linienförmig, wie beispielsweise bogenförmig ausgestaltet ist. Bei Befestigungs- oder
Verschraubungsbohrungen ist es vorteilhaft, wenn der bogenförmige Verlauf zumindest
teilweise um die Bohrung herum verläuft oder angeordnet ist.
[0016] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Aussparung oder Materialreduktion eine linienförmige
oder bogenförmige Kontur aufweist, die zumindest teilweise zwischen einem Befestigungsbereich
und einem Wärmeübertragerblock angeordnet ist.
[0017] Dies führt dazu, dass die Befestigungsplatte gegenüber den Befestigungsbereichen
schwingen kann, während die Befestigungsbereiche mit einem anderen Gegenstand, wie
einem Motorblock, einem Aggregat oder Gehäuse verbunden sind.
[0018] Auch ist es zweckmäßig, wenn der Wärmeübertragerblock ein Block aus aufeinandergestapelten
Stapelscheiben oder Scheibenpaaren ist. Alternativ kann der Wärmeübertragerblock als
Rohr-Rippen-Block ausgebildet sein.
[0019] Auch ist es vorteilhaft, wenn ein erstes Medium Öl und ein zweites Medium ein Kühlfluid
ist.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind durch die nachfolgende Figurenbeschreibung
und durch die Unteransprüche beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Nachstehend wird die Erfindung auf der Grundlage zumindest eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Wärmeübertrager mit Wärmeübertragerblock und Befestigungsplatte,
- Fig. 2
- einen Wärmeübertrager mit Wärmeübertragerblock und Befestigungsplatte,
- Fig. 3
- eine Befestigungsplatte,
- Fig. 4
- einen Wärmeübertrager mit Wärmeübertragerblock und Befestigungsplatte,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer Befestigungsplatte, und
- Fig. 6
- einen Ausschnitt einer Befestigungsplatte.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0022] Die Figur 1 zeigt einen Wärmeübertrager 1 mit einem Wärmeübertragerblock 2 mit einer
Befestigungsplatte 3. Der Wärmeübertragerblock 2 weist im inneren erste Fluidkanäle
zur Durchströmung eines ersten Fluids und zweite Fluidkanäle zur Durchströmung eines
zweiten Fluids auf. Diese Fluidkanäle können sich vorteilhaft abwechseln, so dass
ein guter Wärmeübergang zwischen den beiden Fluiden erfolgen kann. Die Anschlussrohre
4, 5 dienen zur Zu- bzw. Ableitung des ersten oder des zweiten Fluides in den Wärmeübertragerblock
2 und zur dortigen Verteilung auf die jeweiligen Fluidkanäle.
[0023] Der Wärmeübertragerblock 2 ist vorteilhaft auf der Befestigungsplatte platziert und
mit dieser verbunden. Dabei kann der Wärmeübertragerblock 2 mit der Befestigungsplatte
verlötet oder auch verschweißt sein. Alternative Befestigungsmethoden, wie durch Kleben
oder durch eine mechanische Verbindung durch Klipsen oder Schrauben oder Nieten, sind
ebenso möglich.
[0024] Wie zu erkennen ist, weist die Befestigungsplatte 3 außen liegende Befestigungsbereiche
6 auf, die der Befestigung des Wärmeübertragers an einem anderen Aggregat oder in
einem Gehäuse etc. dienen, wobei die Befestigungsbereiche 6 benachbart zu dem Wärmeübertragerblock
2 in der Befestigungsplatte 3 angeordnet sind. Die Befestigungsbereiche 6 sind im
Beispiel der Figur 1 als Befestigungs- oder Verschraubungsbohrungen 7 ausgebildet.
[0025] Die Figur 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Wärmeübertrager 10, welcher einen Wärmeübertragerblock
11 und eine Befestigungsplatte 12 aufweist. Die Befestigungsplatte 12 ist in der Figur
3 auch noch einmal für sich betrachtet dargestellt. Die Befestigungsplatte12 weist
Befestigungsbereiche 13 auf, die der Befestigung der Befestigungsplatte 12 und somit
auch des Wärmeübertragers dienen. Dabei ist der Wärmeübertragerblock 11 auf der Befestigungsplatte
12 angeordnet und mit dieser verbunden. Die Verbindung kann auch in diesem Ausführungsbeispiel
durch ein Verlöten, Verschweißen, Kleben, Klemmen, Klipsen, Schrauben oder eine anderweitige
mechanische Befestigung erfolgen.
[0026] Wie in Figur 2 und in Figur 3 zu erkennen ist, ist zwischen zumindest einigen der
Befestigungsbereiche 13 und dem Wärmeübertragerblock 11 zumindest ein Bereich 14 einer
Schwächung der Befestigungsplatte vorgesehen. Dieser Bereich 14 der Schwächung ist
im Ausführungsbeispiel der Figuren 2 und 3 als Aussparung, wie als Schlitz, ausgebildet,
wobei die Schwächung zwischen dem Befestigungsbereich und dem Wärmeübertragerblock
angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel der Figuren 2 und 3 sind die Befestigungsbereiche
als Befestigungs- oder Verschraubungsbohrungen ausgebildet, wobei die Schwächung als
schlitzförmige oder bogenförmige Aussparung in die Befestigungsplatte eingebracht
ist und zwischen einem Eckbereich des Wärmeübertragerblocks und dem Befestigungsbereich
angeordnet.
[0027] Alternativ kann statt des durch das Material der Befestigungsplatte durchgängigen
Schlitzes als Aussparung auch eine nur teilweise durchgängige Schwächung als Materialreduktion
ausgebildet sein. Diese Art der Schwächung ist also etwa als Nut ausgebildet. Sie
kann einseitig oder beidseitige der Befestigungsplatte in die Oberfläche der Befestigungsplatte
eingebracht sein.
[0028] Im vorliegenden Fall, ist die bogenförmige Kontur der Aussparung zwischen der Befestigungsbohrung
und dem Wärmeübertragerblock so ausgebildet, dass die bogenförmige Kontur der Aussparung
der bogenförmigen Kontur des Wärmeübertragerblocks im Eckbereich im Wesentlichen folgt.
[0029] Dabei sind die Schwächungen bzw. Aussparungen im Ausführungsbeispiel der Figur 3
nicht an jeder Ecke des Wärmeübertragerblocks vorgesehen. Es sind lediglich zwei Schwächungen
bzw. Aussparungen benachbart von Ecken einer Längsseite des Wärmeübertragers vorgesehen.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Schwächungen bzw. Aussparungen
auch benachbart von allen vier Ecken des Wärmeübertragerblocks vorgesehen sein.
[0030] Im Ausführungsbeispiel der Figur 3 geht die Aussparung 14 in die Befestigungs- oder
Verschraubungsbohrung 13 über. In einem alternativen Ausführungsbeispiel, kann es
auch vorteilhaft sein, wenn die Aussparung 14 von der Befestigungsbohrung 13 getrennt
ausgebildet und beabstandet ist.
[0031] Die Figur 4 zeigt den Wärmeübertrager 10 von seiner Unterseite, wobei die Befestigungsplatte
12 mit den Befestigungsbereichen 13, die als Befestigungs- oder Verschraubungsbohrungen
ausgebildet sind zu erkennen ist. Auch sind die Aussparungen 14 im Bereich der Befestigungsbereiche
13 zu erkennen, wie sie in die Befestigungsbereiche 13 übergehen. Auf der Unterseite
sind weiterhin Anschlussbereiche 15, 16 vorgesehen, um ein zweites Medium oder ein
erstes Medium ein und aus dem Wärmeübertrager zu führen.
[0032] Die Figur 5 zeigt schematisch noch einmal einen Ausschnitt einer Befestigungsplatte
20 mit einem Befestigungsbereich 21, der als Verschraubungsbohrung ausgebildet ist.
Mit diesem Verschraubungsbereich ist ein Schwächungsbereich 22 verbunden, der als
Aussparung ausgebildet ist. Im Ausführungsbeispiel der Figur 5 geht der Schwächungsbereich
22 in den Befestigungsbereich 21 über, so dass die beiden Bereiche eine gemeinsame
Aussparung bilden. Vorteilhaft ist es bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 5, wenn
der Bereich der Aussparung 22 bogenförmig ausgebildet ist und bevorzugt bogenförmig
um die Ein- bzw. Auslassöffnung 23 zum Ein- oder Auslassen eines Fluids in den Wärmetauscher
oder aus dem Wärmetauscher durch eine Öffnung in der Befestigungsplatte.
[0033] Die Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ausschnitts einer Befestigungsplatte
30, die einen Befestigungsbereich 31 und einen Bereich einer Schwächung 32 aufweist,
wobei der Befestigungsbereich 31 von dem Bereich der Schwächung 32 räumlich getrennt
ist. Der Befestigungsbereich 31 ist im Ausführungsbeispiel der Figur 6 als Öffnung
oder Bohrung dargestellt, wobei der Bereich der Schwächung ebenso als Aussparung dargestellt
ist. In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann es vorteilhaft sein, wenn der
Befestigungsbereich als Flansch um den Wärmeübertragerblock herum verläuft und beispielsweise
zur mechanischen oder stoffschlüssigen Verbindung mit einem Gehäuse vorgesehen ist.
1. Wärmeübertrager mit einem Wärmeübertragerblock mit ersten Fluidkanälen zur Durchströmung
eines ersten Fluids und mit zweiten Fluidkanälen zur Durchströmung für ein zweites
Fluid, wobei der Wärmeübertrager eine Befestigungsplatte aufweist, welche den Wärmeübertragerblock
trägt, wobei die Befestigung des Wärmeübertragers mittels der Befestigungsplatte erfolgt,
wobei die Befestigungsplatte zur Befestigung Befestigungsbereiche aufweist, die benachbart
zu dem Wärmeübertragerblock angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Befestigungsbereichen und dem Wärmeübertragerblock zumindest ein Bereich
einer Schwächung der Befestigungsplatte vorliegt.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsbereiche als Befestigungs- oder Verschraubungsbohrungen vorgesehen
sind, wobei zwischen zumindest einer Befestigungs- oder Verschraubungsbohrung und
dem Wärmeübertragerblock in der Befestigungsplatte eine Schwächung vorgesehen ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsbereiche als Bereiche vorgesehen sind, mittels welchen die Befestigungsplatte
mit einem Halteelement oder Gehäuse verbunden ist, wie verlötet oder mechanisch gefügt
ist, wobei zwischen zumindest einem Befestigungsbereich und dem Wärmeübertragerblock
in der Befestigungsplatte zumindest eine Schwächung vorgesehen ist
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Schwächung eine Aussparung in der Befestigungsplatte ist.
5. Wärmeübertrager nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Schwächung eine Materialreduktion in der Befestigungsplatte ist.
6. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung oder Materialreduktion eine linienförmige oder bogenförmige Kontur
aufweist, die teilweise um eine Befestigungs- oder Verschraubungsbohrung angeordnet
ist.
7. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung oder Materialreduktion eine linienförmige oder bogenförmige Kontur
aufweist, die zumindest teilweise zwischen einem Befestigungsbereich und einem Wärmeübertragerblock
angeordnet ist.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertragerblock ein Block aus aufeinandergestapelten Stapelscheiben oder
Scheibenpaaren ist.
9. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Medium Öl und ein zweites Medium ein Kühlfluid ist.