[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betreiben und insbesondere auch zum Testen
einer Wirkeinheit. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Dämpfen,
bevorzugt auch zum Simulieren, von Bewegungen einer Trägerplattform, auf die die Wirkeinheit
unter realen Bedingungen montierbar ist.
[0002] Zur Abwehr von Bedrohungen aus fliegenden Waffen, wie beispielsweise Granaten oder
Raketen, werden häufig Laserwaffensysteme eingesetzt. Ein Laserwaffensystem kann auf
ein Ziel einwirken, indem es einen hochenergetischen Laserstrahl auf das Ziel richtet.
Durch die Absorption des Laserstrahls durch das Ziel wird dieses aufgeheizt, was schließlich
zur Abwehr des Ziels führt.
[0003] Im Betrieb sind solche Laserwaffensysteme meist auf eine größere Trägerplattform,
wie beispielsweise ein Fahrzeug, ein Schiff oder in Flugzeug, montiert. Dies stellt
jedoch einige Herausforderungen an den Betrieb des Laserwaffensystems: Zum einen müssen
Störungen ausgeglichen werden, die auf einer Bewegung der Trägerplattform, wie beispielsweise
das Schwanken eines Schiffs bei hohem Seegang, beruhen, andererseits muss das Laserwaffensystem
auf ein zu bekämpfendes Ziel gerichtet werden und dessen Bewegung folgen. Es ist offensichtlich,
dass hierfür komplexe Regelungstechnik benötigt wird, um einen sicheren und zuverlässigen
Betrieb des Laserwaffensystems sicherzustellen.
[0004] Bisher wurden neue Regelungsansätze sowie neue Verfahren zum Erfassen und Verfolgen
eines zu treffenden Ziels, beispielsweise unter Verwendung von optischer Bildverarbeitung,
direkt auf einem realen System auf einer realen Plattform getestet. Diese Versuche
sind jedoch zeit- und kostenintensiv, was einen erheblichen Nachteil bei der Entwicklung
von Laserwaffensystemen darstellt.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, die
bei kostengünstiger und aufwandsarmer Fertigung einen sicheren und wartungsarmen Betrieb
von Wirksystemen ermöglicht.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1. Dieser
umfasst eine Vorrichtung zum Betreiben, und bevorzugt auch zum Testen, einer Wirkeinheit
zum Einwirken auf ein Ziel, wobei die Vorrichtung eine Stelleinheit und eine Steuereinheit
umfasst. Die Wirkeinheit ist dabei auf der Stelleinheit montiert, so dass die Stelleinheit
die Wirkeinheit bewegen kann. Die Steuereinheit ist mit der Stelleinheit verbunden
und dient zum Ansteuern der Stelleinheit durch Vorgabe von Bewegungen.
[0007] Die Steuereinheit ist einerseits eingerichtet, mittels der Stelleinheit Beschleunigungen
und daraus resultierende Geschwindigkeiten und Bewegungen einer realen Trägerplattform
zu dämpfen. Somit kann die Vorrichtung als auf die Trägerplattform montiertes Trägersystem
für die Wirkeinheit unter Einsatzbedingungen verwendet werden. Durch die dämpfende
Wirkung wird die Wirkeinheit vor großen Beschleunigungen geschützt, die von der Trägerplattform
erzeugt werden. Es ist daher erfindungsgemäß möglich, eine Wirkeinheit zu verwenden,
die beispielsweise eine hochpräzise Mechanik zur Ausrichtung auf das zu treffendes
Ziel aufweist, die ansonsten durch die von der Trägerplattform übertragenen Beschleunigungen
beeinträchtigt werden würde.
[0008] Andererseits ist die Steuereinheit bevorzugt eingerichtet, mittels der Stelleinheit
Beschleunigungen einer Trägerplattform zu simulieren. Da die Wirkeinheit unter realen
Bedingungen auf eine Trägerplattform montierbar ist, ist die Wirkeinheit unter realen
Bedingungen stets den störenden Beschleunigungen der Trägerplattform ausgesetzt. Mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung können diese Beschleunigungen durch die Stelleinheit
simuliert werden. Somit ist es nicht mehr nötig, die Wirkeinheit auf einer realen
Plattform zu montieren, nur um neue Regelungsansätze zu testen. Dadurch wird der zeitliche
und finanzielle Aufwand zum Testen von Wirkeinheiten deutlich gesenkt. Dennoch ist
es möglich, die Wirkeinheit unter Bedingungen zu testen, die den realen Bedingungen
entsprechen oder zumindest sehr nahe kommen.
[0009] Die Unteransprüche haben bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0010] Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Erkennungseinheit auf, mit der ein zu treffendes
Ziel erfasst werden kann. Die Erkennungseinheit ist ebenfalls mit der Steuereinheit
verbunden, so dass die Steuereinheit über die Stelleinheit die Wirkeinheit auf das
erfasste Ziel richten kann, um auf dieses einzuwirken. Beispielsweise kann es sich
bei der Erkennungseinheit um eine Kamera handeln, mittels der fliegende Ziele erkannt
und erfasst werden können. Zusätzlich ist, es bevorzugt möglich, dass die Wirkeinheit
derart eingerichtet ist, dass die Wirkung, insbesondere hochfrequent, den Bewegungen
des Ziels gemäß den Vorgaben der Steuereinheit nachgeführt wird.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Stelleinheit zumindest
drei rotatorische und/oder zumindest drei translatorische Freiheitsgrade auf. Insbesondere
kann die Stelleinheit die Wirkeinheit in jede beliebige Raumrichtung und in jede beliebige
Lage bewegen. Es ist somit möglich, eine detailgetreue Simulation von Trägerplattformbewegungen
zu erzeugen, so dass eine Wirkeinheit unter realen und annähernd realen Bedingungen
getestet werden kann.
[0012] Es ist vorteilhaft, wenn die Steuereinheit eingerichtet ist, dass diese die Stelleinheit
derart ansteuert, so dass die Wirkeinheit auf ein zu treffendes Ziel gerichtet wird.
Dabei ist die Steuereinheit weiterhin bevorzugt derart eingerichtet, dass nachdem
die Wirkeinheit auf das Ziel gerichtet wurde, die Wirkeinheit automatisch dem Ziel
nachgeführt wird, so dass diese weiterhin auf das Ziel gerichtet bleibt. Nur so ist
es möglich, wirkungsvoll auf das Ziel einzuwirken.
[0013] Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass die Steuereinheit eingerichtet ist, über
die Stelleinheit reale Bewegungen, und bevorzugt auch simulierte Bewegungen, der Trägerplattform
auszugleichen. Somit können Einflüsse der Trägerplattform auf die Genauigkeit der
Zielverfolgung und/oder der Zielbekämpfung minimiert werden. Durch das Ausgleichen
der Bewegungen der Trägerplattform bleibt die Wirkeinheit idealerweise unbewegt an
einer Stelle und kann daher jederzeit dazu verwendet werden, auf ein erkanntes Ziel
einzuwirken.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst die Wirkeinheit einen
Laser. Ein Laser hat sich vorwiegend zur Einwirkung auf fliegende Ziele als nützlich
erwiesen, da beispielsweise kein Vorhaltewinkel beachtet werden muss.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Stelleinheit
einen Industrieroboter. Insbesondere wird ein Industrieroboter mit sechs Achsen verwendet,
der daher in der Lage ist, die Wirkeinheit in sämtliche mögliche Raumpositionen oder
Lagen innerhalb seines Arbeitsraumes zu manövrieren. Zusätzlich sind Industrieroboter
günstiger als Spezialkonstruktionen oder reale Trägerplattformen, die zum Bewegen
der Wirkeinheit vonnöten wären.
[0016] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betreiben, und bevorzugt auch
zum Testen, einer Wirkeinheit zum Einwirken auf ein Ziel mittels der zuvor genannten
Vorrichtung. Dafür werden auf der Steuereinheit je nach Anwendungsfall drei oder vier
verschiedene Programme betrieben, die jeweils unterschiedliche Aufgaben aufweisen.
Im Falle des Simulationsbetriebs dient ein erstes Programm auf der Steuereinheit zum
Simulieren von Bewegungen der Trägerplattform, ein zweites Programm auf der Steuereinheit
zum Dämpfen und/oder Ausgleichen dieser simulierten Bewegungen der Trägerplattform.
Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben der Wirkeinheit verwendet, so
wird lediglich das zweite Programm verwendet, das Bewegungen einer realen Trägerplattform
ausgleicht und/oder dämpft. In beiden Fällen dient ein drittes Programm zum Erfassen
und Verfolgen des Ziels und ein viertes Programm zum Ausrichten der Wirkeinheit auf
das erfasste Ziel. Mit ersterem, in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
vorgesehenen Anwendungsfall des Verfahrens ist es beispielsweise möglich, neue Regler
zu testen, die die Bewegung der Trägerplattform ausgleichen sollen. Ebenso können
neue Verfahren zum Erfassen und Verfolgen des Ziels erprobt werden. Zum Durchführen
dieser Tests muss die erfindungsgemäße Vorrichtung jedoch nicht auf einer realen Trägerplattform
montiert sein, sondern kann beispielsweise auf einem einfachen Fundament angebracht
sein. Dennoch ist es möglich, Bedingungen zu erzeugen, die den realen Bedingungen
entsprechen oder diesen zumindest sehr ähnlich sind. Mit dem erfindungsgemäß vorgesehenen
zweiten Anwendungsfall des Verfahrens wird die Wirkeinheit unter realen Bedingungen
betrieben. Sollten Stoßbelastungen drohen, die von der Trägerplattform auf die Wirkeinheit
übertragen werden können, so dämpft die Stelleinheit diese Belastung und/oder gleicht
Bewegungen der Trägerplattform aus.
[0017] In einer vorteilhaften Weise wird das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt, indem
nacheinander die folgenden Schritte ausgeführt werden: Zunächst wird eine erste Variante
des ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Programms auf der Steuereinheit betrieben.
Die erste Variante dient beispielsweise als Vergleichsvariante, um neue Programme
zu testen. Anschließend wird auf ein Ziel eingewirkt und die energetische Wirkung
des Einwirkens gemessen. Diese erste Einwirkung kann beispielsweise ebenfalls als
Vergleichswert dienen, um die Effizienz von neuen Programmen für die Steuereinheit
zu überprüfen. Daher wird in einem dritten Schritt die erste Variante des ersten,
zweiten, dritten und/oder vierten Programms auf der Steuereinheit gegen eine zweite
Variante ausgetauscht. Anschließend wird ein zweites Einwirken auf das Ziel durchgeführt,
wobei wiederum die energetische Wirkung des Einwirkens gemessen wird. Somit stehen
sich nun die Messergebnisse der ersten Einwirkung und die Messergebnisse der zweiten
Einwirkung gegenüber. Daher wird in einem dritten Schritt die Messung der ersten Einwirkung
mit der Messung der zweiten Einwirkung verglichen. Auf diese Weise ist es möglich,
eindeutige Rückschlüsse daraus zu ziehen, ob die zweite Variante eines Programms eine
bessere Wirkung als die erste Variante erzielt. Es ist außerdem ersichtlich, dass
mit diesem Verfahren eine Vielzahl an Programmen getestet werden kann, ohne dass kosten-
und zeitintensive Versuche auf realen Trägerplattformen durchgeführt werden müssen.
[0018] In einer bevorzugten Weise wird das erfindungsgemäße Verfahren dadurch ausgeführt,
indem die Wirkeinheit auf ein Ziel einwirkt, dessen Bewegung durch einen Zielsimulator
simuliert wird. Die Verwendung eines Zielsimulators bedeutet, dass keine aufwändigen
Schießversuche mit realen Flugobjekten durchgeführt werden müssen. Somit wird die
Effizienz des Tests von Wirkeinheiten weiter gesteigert. Der Zielsimulator kann beispielsweise
charakteristische Bewegungen, die beim Flug einer realen Granate auftreten, simulieren,
so dass kein realer Flugversuch durchgeführt werden muss, um die Wirkeinheit zu testen.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Berücksichtigung
der angehängten Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Testen einer Wirkeinheit
gemäß aller bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung, und
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht des Aufbaus der Steuereinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß eines ersten bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung, und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht des Aufbaus der Steuereinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß eines zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
[0020] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Testen und/oder Betreiben einer Wirkeinheit 2.
Die Wirkeinheit ist dabei ein Laserwaffensystem, das einen Laserstrahl 3 aussendet.
Der Laserstrahl 3 dient zum Bekämpfen eines Zieles, das ebenfalls simuliert oder real
sein kann. An der Wirkeinheit befindet sich außerdem eine Erkennungseinheit 4, mit
der mögliche Ziele erkannt werden. Weiterhin dient die Erkennungseinheit 4 zum Erfassen
der Flugbahn des Ziels und zum Nachführen der Wirkeinheit 2, so dass der Laserstrahl
3 stets auf das erfasste Ziel gerichtet bleibt. Das Ausrichten und Nachführen der
Wirkeinheit geschieht über eine Stelleinheit 5, die in diesem Beispiel einen Industrieroboter
mit sechs Achsen umfasst. Daher ist es der Stelleinheit 5 möglich, die Wirkeinheit
2 in jede beliebige räumliche Lage und in jede beliebige räumliche Position innerhalb
eines Arbeitsbereichs der Stelleinheit 5 zu manövrieren.
[0021] Die Stelleinheit 5 ist auf einem Fundament 7 montiert und mit einer Steuereinheit
6 verbunden. Die Steuereinheit 6 dient zum Initiieren einer Bewegung der Stelleinheit
5 und koordiniert das Erfassen eines Ziels über die Erkennungsvorrichtung 4 und das
Ausrichten der Wirkeinheit 2 auf ein erkanntes Ziel. Da es sich bei dem Fundament
7 um einen festen und unbeweglichen Untergrund handelt, ist die Steuereinheit 6 weiterhin
dazu eingerichtet, Bewegungen zu simulieren, die auftreten würden, wenn die Wirkeinheit
2 auf einer realen Trägerplattform montiert ist. Auf diese Weise kann getestet werden,
wie das Laserwaffensystem unter Einsatzbedingungen auf Störungen reagiert, die durch
Bewegungen der Trägerplattform initiiert werden. Alternativ kann es sich bei dem Fundament
7 auch um eine reale Trägerplattform, beispielsweise ein Fahrzeug handeln. In diesem
Fall muss die Steuereinheit nicht dazu eingerichtet sein, Beschleunigungen und/oder
Bewegungen der Trägerplattform zu simulieren, sondern lediglich zu dämpfen und/oder
auszugleichen.
[0022] Die logische Struktur der Steuereinheit 6 im Simulationsbetrieb ist in Fig. 2 dargestellt.
Es werden hier vier Programme auf der Steuereinheit betrieben, die jeweils unterschiedliche
Aufgaben aufweisen. Das erste Programm 101 dient zum Simulieren von Bewegungen einer
Trägerplattform, auf die die Wirkeinheit 2 unter realen Bedingungen montiert wäre.
Die Ausgabe des ersten Programms 101 sind daher Steuerbefehle an die Stelleinheit
5, die zu den simulierten Bewegungen korrespondieren. Ein zweites Programm 102 dient
zum Ausgleichen der simulierten Bewegungen der Trägerplattform. Hier können beispielsweise
verschiedene Regelansätze getestet werden, die für den realen Betrieb der Wirkeinheit
2 verwendet werden sollen. Auch das zweite Programm 102 gibt daher Befehle an die
Stelleinheit 5 aus, so dass diese den Steuerbefehlen des ersten Programms 101 entgegenstehen,
um die simulierten Bewegungen auszugleichen. Ein drittes Programm 103 dient zum Erfassen
und Verfolgen eines Ziels. Das dritte Programm tauscht daher Daten mit der Erkennungseinheit
4 aus und berechnet beispielsweise die Entfernung, die Flugbahn und die Richtung zu
einem erkannten Ziel. Diese Daten werden mit einem vierten Programm 104 ausgetauscht,
das dafür verantwortlich ist, die Wirkeinheit 2 auf das erkannte Ziel auszurichten.
Somit gibt das vierte Programm wiederum Steuerbefehle an die Stelleinheit 5 aus. Durch
den ständigen Datenaustausch zwischen dem dritten Programm 103 und dem vierten Programm
104 kann die Wirkeinheit 2 der Flugbahn des erkannten Ziels nachgeführt werden.
[0023] Somit entspricht das erste Programm 101 einem Simulationsmodell, während das zweite
Programm 102, das dritte Programm 103 und das vierte Programm 104 dem realen System
entsprechen, so dass diese Programme oder zumindest Komponenten davon für das reale
System eingesetzt werden. Somit eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ideal
zum Testen dieser Softwarekomponenten unter simulierten Einsatzbedingungen.
[0024] Im Anwendungsfall der Vorrichtung 1 umfasst die Steuereinheit 6 drei Programme. Dies
ist in Figur 3 dargestellt. Im Gegensatz zu Figur 2 wird das erste Programm 101 nicht
verwendet, so dass die Steuereinheit 6 das zweite Programm 102, das dritte Programm
103 und das vierte Programm 104 enthält. Daher kann die Steuereinheit 6 die Stelleinheit
5 derart ansteuert, dass zum einen die Bewegungen und/oder Beschleunigungen der Trägerplattform
ausgeglichen oder zumindest gedämpft werden, zum anderen die Wirkeinheit auf das Ziel
ausgerichtet wird.
Bezugszeichenliste
[0025]
| 1 |
Vorrichtung zum Testen und/oder Betreiben einer Wirkeinheit |
| 2 |
Wirkeinheit |
| 3 |
Laserstrahl |
| 4 |
Erkennungseinheit |
| 5 |
Stelleinheit |
| 6 |
Steuereinheit |
| 7 |
Fundament |
| 101 |
erstes Programm der Steuereinheit |
| 102 |
zweites Programm der Steuereinheit |
| 103 |
drittes Programm der Steuereinheit |
| 104 |
viertes Programm der Steuereinheit |
1. Vorrichtung (1) zum Ausrichten, und bevorzugt auch zum Testen, einer Wirkeinheit (2)
zum Einwirken auf ein Ziel, umfassend
eine Stelleinheit (5) zum Bewegen der Wirkeinheit (2),
eine Steuereinheit (6) zum Ansteuern der Stelleinheit (5),
wobei die Steuereinheit (6) eingerichtet ist, mittels der Stelleinheit (5) Beschleunigungen
und daraus resultierende Geschwindigkeiten und Bewegungen einer Trägerplattform zu
dämpfen, und insbesondere auch zu simulieren, auf die die Vorrichtung (1) unter realen
Bedingungen montierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, umfassend eine Erkennungseinheit (4) zum Erfassen des
Ziels.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stelleinheit (5) zumindest
drei rotatorischen und/oder zumindest drei translatorischen Freiheitsgrade aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinheit (6) eingerichtet
ist, die Wirkeinheit (2) über die Stelleinheit (5) auf das Ziel zu richten.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinheit (6) eingerichtet
ist, die realen oder simulierten Bewegungen der Trägerplattform über die Stelleinheit
(5) auszugleichen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wirkeinheit (2) ein
Laserwaffensystem ist, das einen Laserstrahl (3) aussendet.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stelleinheit (5) ein
Industrieroboter ist.
8. Verfahren zum Betreiben, und bevorzugt auch zum Testen, einer Wirkeinheit (2) zum
Einwirken auf ein Ziel mittels einer Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, umfassend:
Bevorzugt Betreiben eines ersten Programms (101) auf der Steuereinheit (6) zum Simulieren
von Bewegungen der Trägerplattform,
Betreiben eines zweiten Programms (102) auf der Steuereinheit (6) zum Ausgleichen
von Bewegungen der Trägerplattform,
Betreiben eines dritten Programms (103) auf der Steuereinheit (6) zum Erfassen und
Verfolgen des Ziels, und
Betreiben eines vierten Programms (104) auf der Steuereinheit (6) zum Ausrichten der
Wirkeinheit (2) auf das Ziel.
9. Verfahren nach Anspruch 8, umfassend die Schritte:
Betreiben einer ersten Variante des ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Programms
(101, 102, 103, 104) auf der Steuereinheit (6),
Ausführen eines ersten Einwirkens auf das Ziel und Messen der energetischen Wirkung
der ersten Einwirkung,
Austauschen der ersten Variante des ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Programms
(101, 102, 103, 104) auf der Steuereinheit (6) gegen eine zweite Variante,
Ausführung eines zweiten Einwirkens auf das Ziels und Messen der energetischen Wirkung
der zweiten Einwirkung,
Vergleichen der Messung der ersten Einwirkung mit der Messung der zweiten Einwirkung.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei eine Bewegung des Ziels durch einen
Zielsimulator simuliert wird.