| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 645 398 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
01.02.2017 Patentblatt 2017/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.03.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Relais mit verbesserten Isolationseigenschaften
Relay with improved insulating properties
Relais doté de propriétés d'isolation améliorées
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.03.2012 DE 102012006432
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
02.10.2013 Patentblatt 2013/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Phoenix Contact GmbH & Co KG |
|
32825 Blomberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Hoffmann, Ralf
12349 Berlin (DE)
- Heinrich, Jens
14612 Falkensee (DE)
- Müller, Christian
12587 Berlin (DE)
- Abel, Olaf
14542 Werder (DE)
- Kühne, Thomas
10115 Berlin (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Blumbach Zinngrebe |
|
Patentanwälte
Alexandrastrasse 5 65187 Wiesbaden 65187 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 780 870 JP-A- S53 855
|
DE-C1- 19 705 508 US-B1- 6 670 871
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Relais mit einem Anker, einem
Elektromagnetsystem und einem ersten und zweiten Schalter.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Relais dieser Art sind bekannt (
US 4,703,293,
US 6,107,903). Diese Relais umfassen ein Elektromagnetsystem mit wenigstens einer Spule, einem
Spulenkern und zwei Polschuhen, die zwei sich gegenüberstehende Relaisseiten definieren.
Das Relaisgehäuse weist an den sich gegenüberstehenden Relaisseiten Festkontakte der
Schalter auf. Die beweglichen Kontakte der Schalter sitzen am Ende von Kontaktfedern
und werden von einer Isolationsplattform getragen, die Teil eines beweglichen Blockes
ist, dem auch der Anker angehört. Jede der Kontaktfedern führt zu einem Mittelanschluss,
die jeweils mit Anschlussstiften elektrisch verbunden sind. Die Isolationsstrecke
zwischen jeweiliger Kontaktfeder und Anker bzw. Polschuh ist nicht sehr lang, so dass
die bekannten Relais kein guten Isolationseigenschaften zeigen.
[0003] JP S53-855 A zeigt ein elektromagnetisches Relais nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Es gibt
einen Wippanker, der oberhalb des Bereichs der Wippanker-Schwenkachse einen isolierenden
Klotz aufweist, von dem aus u-förmige Kontaktfedern zu beiden zusammenarbeiten. Auf
diese Weise werden zwei Schalter gebildet, von denen der eine geöffnet ist, wenn der
andere geschlossen ist, und umgekehrt. Die Kontaktfedern sind durch Luftspalte und
durch den Isolationsklotz gegenüber dem Anker getrennt, wobei die Oberfläche des Isolationsklotzes
eine kurze, dem Luftspalt überbrückende Kriechstrecke bildet.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein elektromagnetisches Relais anzugeben,
das verbesserte Isolationseigenschaften gegenüber dem erörterten Stand der Technik
zeigt.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
[0006] Das elektromagnetische Relais umfasst ein Elektromagnetsystem mit wenigstens einer
Spule, einem Spulenkern und zwei Polschuhen, die eine erste und eine zweite sich gegenüberstehende
Relaisseite definieren. Dem Elektromagnetsystem ist ein Anker zugeordnet, dessen Stellung
vom Erregungszustand des Elektromagneten abhängt.
[0007] Es ist ein Relaisgehäuse zur Aufnahme des Elektromagnetsystems und von zwei an der
ersten Relaisseite nebeneinander angeordneten Festkontakten vorgesehen, die räumlich
vom Elektromagnetsystem getrennt sind und mit Anschlussstiften zur Nutzspannung verbunden
sind. Das Relais umfasst wenigstens einen (ersten) Schalter, der eine erste Ankerfeder
mit Brückenkontakt aufweist, die mit den beiden nebeneinander angeordneten Festkontakten
zusammenarbeitet, um diese je nach Ankerstellung zu überbrücken oder zu trennen. Dabei
ist der Schalter von Isolationsmaterialwänden umgeben. Die Schalterkontakte können
in einem durch diese Isolationsmaterialwände gebildeten Kapselraum eingeschlossen
sein. Indem zwei Festkontakte nebeneinander und in räumlicher Trennung von dem Elektromagnetsystem
angeordnet sind, ist das Elektromagnetsystem von Kriechströmen oder Spannungsüberschlägen
der geschalteten Nutzspannung weniger gefährdet. Zudem kann die Anordnung und die
Gestaltung der beiden Festkontakte und des Brückenkontakts in Anpassung an die zu
schaltende Spannung getroffen werden.
[0008] Zur Bildung dieser Abkapselung weist das Relaisgehäuse eine isolierende stationär
angeordnete Haube auf, die an der ersten Relaisseite den Anker und das Elektromagnetsystem
abdeckt und diese gegenüber Kriechströmen durch Luft und entlang von Oberflächen absichert.
Eine solche Haube bildet eine sehr lange Strecke für Kriechströme, so dass solche
Kriechströme weitgehend unterdrückt werden.
[0009] Bei dieser Gestaltung mit vorzugsweise stationär angeordneter Haube ist es vorteilhaft,
wenn der Anker mit einem isolierenden Block fest verbunden ist, der einen ersten Schenkel
an der ersten Relaisseite und einen zweiten Schenkel an der zweiten Relaisseite aufweist,
die Ankerfedern befestigt und die Bewegungen des Ankers mitmacht. Der erste Schenkel
des isolierenden Blockes ist zum Anker hin mit einem Aussparungsfreiraum für die Haube
ausgebildet. Die vorzugsweise stationäre Haube greift in den Aussparungsfreiraum hinein,
der zwischen dem isolierenden Block und dem Anker gebildet ist und der genügend weit
ist, um die Ankerbewegungen zuzulassen.
[0010] Das Elektromagnetsystem des Relais definiert eine vorbestimmte Baulänge innerhalb
des Relaisgehäuses. Außerhalb der Baulänge des Elektromagnetsystems wird der Schalter
angeordnet, der die Nutzspannung schaltet. Diese konstruktive Maßnahme führt zur guten
räumlichen Trennung des Schalters von dem Elektromagnetsystem.
[0011] Zu Zwecken der Überwachung der Ankerstellung kann ein zweiter Schalter vorgesehen
sein, der eine zweite Ankerfeder mit Brückenkontakt aufweist und an der zweiten Relaisseite
angeordnet ist, um mit zwei dort nebeneinander angeordneten Festkontakten zusammenzuarbeiten.
Durch diese Konstruktion wird eine gewisse Symmetrie der Bauteile des Relais erzielt.
[0012] Das erfindungsgemäße Relais kann als gepoltes Relais konzipiert werden. Hierzu gibt
es einen Permanentmagneten, der zwischen den Polschuhen des Elektromagnetsystems angeordnet
ist. Es ist zweckmäßig, das Elektromagnetsystem in einer Baugruppe zusammenzufassen
und eine Polbaugruppe mit Polstücken und dem Permanentmagneten zu bilden. Dies erleichtert
die Montage des Relais.
[0013] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels sowie aus den Ansprüchen.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung des Relais bei abgezogener Gehäusekappe,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Relais,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch das Relais und
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung des Relais.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0015] Das elektromagnetische Relais ist aus einem Magnetsystem und einem Schaltersystem
aufgebaut, die durch Gehäusebauteile zusammengehalten und geschützt werden. Das Magnetsystem
umfasst ein Elektromagnetsystem, das eine Spulenbaugruppe 10 aus einer auf einen Trägerkörper
5 gewickelten Spule 1, einem ferromagnetischen Kern 2 und aus ferromagnetischen Polschuhen
3 und 4 als Baueinheit aufweist. Zu dem Magnetsystem gehören noch Magnetflussteile
7, 8, ein Permanentmagnet 11 und ein Anker 12. Die Magnetflussteile 7 und 8 bilden
die Pole des Elektromagnetsystem. Der Permanentmagnet 11 kann als Dreipol-Magnet ausgebildet
sein, es ist jedoch auch möglich, einen Zweipol-Permanentmagneten zu verwenden, der
zwischen einem ferromagnetischen Lagerstück für den Anker 12 und einem der Pole 7
oder 8 gefügt ist.
[0016] Das Relais umfasst einen ersten Schalter oder Lastschalter 20 und einen zweiten Schalter
oder Diagnoseschalter 30, die an sich gegenüberliegenden Seiten des Relais angeordnet
sind. Der Schalter 20 weist zwei in gewissem Abstand voneinander angeordnete Festkontakte
21 und 22 sowie einen beweglichen Kontakt mit Kontaktstücken auf, die fest mit einer
Kontaktfeder 24 verbunden sind und einen Brückenkontakt 23 bilden. Die Kontaktfeder
24 ist isolierend am Anker 12 befestigt. Die Festkontakte 21, 22 sind an metallischen
Festkontaktträgern 25, 26 befestigt, die in dem isolierenden Trägerkörper 5 sitzen.
[0017] Der zweite Schalter 30 ist gleichartig zum ersten Schalter ausgebildet und weist
Festkontakte 31, 32 und einen beweglichen Kontakt mit Kontaktstücken auf, die an einer
Kontaktfeder 34 angebracht sind und einen Brückenkontakt 33 bilden. Die Kontaktfeder
34 ist isolierend am Anker 12 befestigt. Die Festkontakte 31, 32 sind an metallischen
Festkontaktträgern 35, 36 befestigt, die nebeneinander in den Trägerkörper 5 eingesetzt
sind.
[0018] Jede Kontaktfeder 24, 34 weist ein freies Ende auf, das den beweglichen Kontakt darstellt
und gabelförmig gespalten ist, um zwei Kontaktfederschenkel zu bilden, an deren Unterseiten
die Kontaktstücke der Brückenkontakte 23 bzw. 33 angebracht sind. Auf diese Weise
ist sichergestellt, dass beim Schließen des jeweiligen Schalters 20 oder 30 die jeweiligen
Brückenkontakte 23 bzw. 33 über Federkraft mit den Festkontakten 21 und 22 bzw. 31
und 32 in Berührung kommen. Es versteht sich, dass die Federkraft auch von den Festkontakten
ausgehen kann, wenn diese federnd ausgebildet sind (nicht dargestellt).
[0019] Der isolierende Trägerkörper 5 weist zwei Schenkel auf, an denen die jeweiligen Festkontakte
der Schalter 20 bzw. 30 befestigt sind, und ein Verbindungsstück zwischen den Schenkeln
des Trägerkörpers, das einen Spulenkörper zur Aufnahme der Spule 1 bildet.
[0020] Die Kontaktfedern 24 und 34 sind über einen isolierenden Block 13 mit dem Anker 12
verbunden, um dessen Bewegungen mitzumachen. Der isolierende Block 13 weist eine Aussparung
14 zur Seite des Schalters 20 auf, um einen Freiraum für eine isolierende Haube 15
zu bilden, die an dem isolierenden Trägerkörper 5 festgemacht ist. Wenn sich der Anker
12 und mit diesem der isolierende Block 13 bewegt, um den Schalter 20 oder 30 zu schließen,
dann treffen die zur Haube 15 benachbarten Schenkel des Ankers 12 und des isolierenden
Blocks 13 nicht auf die isolierende Haube 15. Es bleibt somit eine Strecke entlang
der Oberfläche der isolierenden Haube 15 frei, die ausreichend lang ist, um Kriechströme
von dem Schalter 20 zu dem Elektromagnetsystem zu verhindern.
[0021] In einer abgewandten Ausführungsform ist es auch möglich, die isolierende Haube an
dem isolierenden Block anzubringen und einen Bewegungsspalt zwischen dem aufragenden
Schenkel des Trägerkörpers 5 und den Stirnflächen des Polschuhes 3 und des Poles 7
vorzusehen.
[0022] Allerdings können bei dieser Ausführungsform keine so langen Strecken zur Verhinderung
von Kriechströmen geschaffen werden wie bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform.
[0023] Der isolierende Block 13 weist einen Fortsatz auf, der die rechte Stirnseite des
Ankers 12 in Fig. 3 abdeckt und so eine Isolationsmaterialwand gegenüber den Schalterkontakten
31, 32, 33 bildet.
[0024] Das Relaisgehäuse umfasst noch einen Sockel 40, der Träger für elektrische Anschlussstifte
41 bis 46 zu den Schaltern 20, 30 und zu der Spule 1 ist. Die Anschlussstifte 41,
42 für die Spule 1 stellen mehrfach gekröpfte Leiter dar. Die Anschlussstifte 43,
44 für den Schalter 20 sind kräftiger ausgeführt als die Anschlussstifte 45, 46 für
den Schalter 30, da diese Anschlussstifte 43, 44 den Laststromkreis bedienen. Die
Anschlussstifte 43 und 44 sind auf einer Seite des Sockels 40 eingebettet, während
die Anschlussstifte 45 und 46 auf der anderen Seite des Sockels eingebettet sind.
Die Anschlussstifte 43, 44 sind mit den Festkontaktträgern 25, 26 und die Anschlussstifte
45, 46 mit den Festkontaktträgern 35, 36 elektrisch verbunden.
[0025] Das Sockelgehäuse 40 umfasst noch einen Einsatzraum zur Aufnahme des isolierenden
Trägerkörpers 5, der wiederum die Spulenbaugruppe 10 haltert. Zum Schutz des Inneren
des Relais ist noch eine Gehäusekappe 50 vorgesehen, welche die Schalter 20, 30, den
Trägerkörper 5 und das Sockelgehäuse 40 abdeckt.
[0026] Der Schalter 20 ist als Lastschalter und der Schalter 30 als Diagnoseschalter vorgesehen.
Der Lastschalter 20 soll als Arbeitskontaktschalter betrieben werden, d. h. bei stromlosem
Relais geöffnet sein, während der Diagnoseschalter 30 als Ruhekontaktschalter betrieben
werden soll, d. h. bei stromlosem Relais geschlossen sein soll. Um dies zu erreichen,
wird der Anker 12 als Wippanker mit unterschiedlich langen Schenkeln ausgebildet.
Alternativ können die Polstücke 7, 8 unterschiedlich groß gemacht werden, um die magnetische
Kraft auf einer Seite des Wippankers größer als auf der anderen Seite zu machen.
[0027] Der Lastschalter 20 kann für höhere Spannungen und/oder höhere Stromstärken ausgelegt
werden. Zu diesem Zweck wird ein größerer Abstand zwischen den beiden Festkontakten
21, 22 gewählt, wodurch auch die beiden Kontaktkörper des beweglichen Kontaktes 23
auseinander rücken und die Funkenbildung zwischen den beiden Festkontakten 21, 22
erschwert wird.
[0028] Bemerkenswert an dem erfindungsgemäßen Relais ist der relativ große Abstand zwischen
dem Lastschalter 20 und dem Elektromagnetsystem. Dies wird dadurch ermöglicht, dass
der Schalter 20 gewissermaßen außerhalb der Baulänge des Elektromagnetsystems angeordnet
ist, die Schalterbauteile sich also nicht mit den Bauteilen des Elektromagnetsystems
überdecken. Der Lastschalter 20 befindet sich gewissermaßen in einem Kapselraum, der
durch Wandteile der Gehäusekappe 50, Teilen des isolierenden Blocks 13, Teilen der
isolierenden Haube 15 und Teilen des isolierenden Trägerkörpers 5 gebildet wird.
[0029] Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beispielhaft zu verstehen sind, und die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist,
sondern in vielfältiger Weise variiert werden kann, ohne den Schutzbereich der Ansprüche
zu verlassen. Ferner definieren die Merkmale unabhängig davon, ob sie in der Beschreibung,
den Ansprüchen, den Figuren oder anderweitig offenbart sind, auch einzeln wesentliche
Bestandteile der Erfindung, selbst wenn sie zusammen mit anderen Merkmalen gemeinsam
beschrieben sind.
1. Elektromagnetisches Relais, umfassend:
- ein Elektromagnetsystem mit wenigstens einer Spule (1), einem Spulenkern (2) und
zwei Polschuhen (3, 4), die an einer ersten und einer zweiten sich gegenüberstehenden
Relaisseite angeordnet sind,
- einen Anker (12) mit einem ersten Ankerende und einem zweiten Ankerende korrespondierend
zu der ersten und zweiten Relaisseite, sowie mit zwei Stellungen, die vom Erregungszustand
des Elektromagnetsystems abhängen,
- ein Relaisgehäuse zur Aufnahme des Elektromagnetsystems und von zwei an der ersten
Relaisseite nebeneinander angeordneten Festkontakten (21, 22), die im Relaisgehäuse
verankert sind, räumlich vom Elektromagnetsystem getrennt sind und mit Anschlussstiften
(43, 44) verbunden sind,
- wenigstens einen ersten Schalter (20), der eine erste isolierend am Anker befestigte
Kontaktfeder (24) mit Brückenkontakt (23) zu den beiden nebeneinander angeordneten
Festkontakten (21, 22) aufweist, die Teile des ersten Schalters (20) bilden, wobei
der Brückenkontakt (23) die beiden nebeneinander angeordneten, im Relaisgehäuse verankerten
Festkontakte (21, 22) je nach Ankerstellung überbrückt oder trennt, gekennzeichnet durch:
- Isolationsmaterialwände, die den ersten Schalter (20) umgeben und
eine isolierende Haube (15) umfassen, die an der ersten Relaisseite den Bereich der
Kontaktteile (21, 22, 23) gegenüber dem Bereich des Ankers (12) abtrennt sowie den
Anker (12) und das Elektromagnetsystem abdeckt und gegenüber dem ersten Schalter (20)
durch Schaffung von langen Kriechstromstrecken zusätzlich elektrisch isoliert.
2. Relais nach Anspruch 1,
wobei der Anker (12) mit einem isolierenden Block (13) fest verbunden ist, der einen
ersten Schenkel an der ersten Relaisseite und einen zweiten Schenkel an der zweiten
Relaisseite aufweist und die Bewegungen des Ankers (12) mitmacht,
wobei der erste Schenkel des isolierenden Blockes (13) die erste Kontaktfeder (24)
aufnimmt und mit einem Aussparungsfreiraum (14) für die Haube (15) ausgebildet ist.
3. Relais nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Elektromagnetsystem eine vorbestimmte Baulänge innerhalb des Relaisgehäuses
definiert und außerhalb der Baulänge des Elektromagnetsystems der erste Schalter (20)
angeordnet ist.
4. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei ein zweiter Schalter (30) vorgesehen ist, der eine zweite Kontaktfeder (34)
mit Brückenkontakt (33) aufweist und an der zweiten Relaisseite angeordnet ist, um
mit zwei dort nebeneinander angeordneten Festkontakten (31, 32) dieses zweiten Schalters
(30) zusammenzuarbeiten.
5. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das Elektromagnetsystem eine Spulenbaugruppe (10) aus einer auf einen Trägerkörper
(5) gewickelten Spule (1), einem ferromagnetischen Kern (2) und aus ferromagnetischen
Polschuhen (3, 4) umfasst und wobei eine Polbaugruppe mit Polstücken (7, 8) und einem
dazwischen angeordneten Permanentmagneten (11) vorgesehen ist und mit den Polschuhen
(3, 4) des Elektromagnetsystem zusammenarbeitet.
6. Relais nach Anspruch 5,
wobei der Anker (12) als Wippanker mit leicht außermittiger Lagerung und mit magnetischer
Verbindung zum Permanentmagneten (11) ausgebildet ist.
7. Relais nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
wobei das Relaisgehäuse einen isolierenden Trägerkörper (5) zur Aufnahme der Spulenbaugruppe
(10) und, jenseits der Baulänge des Elektromagnetsystems, der Festkontakte (21, 22;
31, 32) des ersten Schalters (20) und des zweiten Schalters (30) aufweist.
8. Relais nach Anspruch 7,
wobei die Festkontakte (21, 22; 31, 32) und mit diesen verbundene Festkontaktträger
(25, 26; 35, 36) im isolierenden Trägerkörper (5) durch teilweises Einbetten der Festkontaktträger
befestigt sind.
9. Relais nach Anspruch 8,
wobei der isolierende Trägerkörper (5) zwei Schenkel zur Aufnahme der Festkontaktträger
(25, 26; 35, 36) und ein Zwischenstück aufweist, das als Spulenkörper zur Aufnahme
der gewickelten Spule (1) ausgebildet ist.
10. Relais nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
wobei ein Sockelgehäuse (40) mit einem Einsatzraum zur Aufnahme des isolierenden Trägerkörpers
(5) vorgesehen ist, und wobei das Sockelgehäuse (40) seitlich angeordnete Bettungsbereiche
zur Befestigung von Schalter-Anschlussstiften (43 - 46) aufweist.
11. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei der erste Schalter (20) ein Arbeitskontaktschalter und der zweite Schalter (30)
ein Ruhekontaktschalter ist.
1. An electromagnetic relay, comprising:
- an electromagnetic system comprising at least one coil (1), one winding core (2),
and two pole shoes (3,4) arranged on first and second opposite ends of the relay;
- an armature (12) having a first armature end and a second armature end corresponding
to the first and second relay ends, and having two positions which depend on the excitation
state of the electromagnetic system;
- a relay housing for accommodating the electromagnetic system and two fixed contacts
(21, 22) arranged adjacent to each other on the first relay end and anchored in the
relay housing, which are spatially separated from the electromagnetic system and are
connected to connection pins (43, 44);
- at least one first switch (20) comprising a first contact spring (24) secured to
the armature in insulating manner and having a bridging contact (23) for the two adjacent
fixed contacts (21, 22), defining components of the first switch (20), wherein, depending
on the position of the armature, the bridging contact (23) bridges or separates the
two adjacent fixed contacts (21, 22) that are anchored in the relay housing;
characterized by:
- walls of insulating material surrounding the first switch (20) and
comprising an insulating hood (15) which on the first relay end separates the area
of the contact components (21, 22, 23) from the area of the armature (12) and covers
the armature (12) and the electromagnetic system and additionally electrically insulates
it from the first switch (20) by providing long leakage current paths.
2. The relay according to claim 1,
wherein the armature (12) is firmly attached to an insulating block (13) which has
a first leg at the first relay end and a second leg at the second relay end and follows
the movements of the armature (12);
wherein the first leg of the insulating block (13) accommodates the first contact
spring (24) and is formed with a recessed space (14) for the hood (15).
3. The relay according to any one of claims 1 or 2,
wherein the electromagnetic system defines a predetermined overall length within the
relay housing, and wherein the first switch (20) is arranged beyond the overall length
of the electromagnetic system.
4. The relay according to any one of claims 1 to 3,
wherein a second switch (30) is provided, which comprises a second contact spring
(34) with a bridging contact (33) and is arranged at the second end of the relay to
cooperate with two fixed contacts (31,32) of this second switch (30), which are arranged
there adjacent to each other.
5. The relay according to any one of claims 1 to 4,
wherein the electromagnetic system comprises a coil assembly (10) consisting of a
coil (1) wound around a support body (5), a ferromagnetic core (2), and ferromagnetic
pole shoes (3, 4), and wherein a pole assembly comprising pole pieces (7, 8) and a
permanent magnet (11) arranged therebetween is provided and cooperates with the pole
shoes (3, 4) of the electromagnetic system.
6. The relay according to claim 5,
wherein the armature (12) is configured as a rocking armature with slightly out-of-centre
mounting and in magnetic communication with the permanent magnet (11).
7. The relay according to any one of claims 5 or 6,
wherein the relay housing has an insulating support body (5) for accommodating the
coil assembly (10) and, beyond the overall length of the electromagnetic system, the
fixed contacts (21, 22; 31, 32) of the first switch (20) and of the second switch
(30).
8. The relay according to claim 7,
wherein the fixed contacts (21, 22; 31,32) and the fixed contact supports (25, 26;
35, 36) connected thereto are fixed in the insulating support body (5) by partial
embedding of the fixed contact supports therein.
9. The relay according to claim 8,
wherein the insulating support body (5) has two legs for receiving the fixed contact
supports (25, 26; 35, 36) and an intermediate portion which is designed as a coil
body for receiving the wound coil (1).
10. The relay according to any one of claims 7 to 9,
wherein a base housing (40) is provided with an insertion space for accommodating
the insulating support body (5), and wherein the base housing (40) has embedding areas
arranged on the ends thereof for mounting switch connection pins (43 - 46).
11. The relay according to any one of claims 1 to 10, wherein the first switch (20) is
a normally open contact switch and the second switch is a normally closed contact
switch.
1. Relais électromagnétique, comprenant :
- un système d'électroaimant comportant au moins une bobine (1), un noyau de bobine
(2) et deux masses polaires (3, 4) qui sont disposées sur un premier et un deuxième
côté de relais opposés,
- une armature (12) avec une première extrémité d'armature et une deuxième extrémité
d'armature correspondant au premier et au deuxième côté de relais, ainsi qu'avec deux
positions qui dépendent de l'état d'excitation du système d'électroaimant,
- un boîtier de relais destiné à recevoir le système d'électroaimant et deux contacts
fixes (21, 22) qui sont disposés l'un à côté de l'autre sur le premier côté de relais
et sont ancrés dans le boîtier de relais, sont séparés dans l'espace du système d'électroaimant
et sont reliés à des broches de connexion (43, 44),
- au moins un premier interrupteur (20) qui présente un premier ressort de contact
(24) fixé de façon isolante à l'armature et doté d'un pont de contact (23) vers les
deux contacts fixes (21, 22) disposés l'un à côté de l'autre et formant des parties
du premier interrupteur (20), le pont de contact (23) reliant ou séparant les deux
contacts fixes (21, 22) disposés l'un à côté de l'autre et ancrés dans le boîtier
de relais, en fonction de la position de l'armature,
caractérisé en ce qu'il comporte:
- des parois en matériau isolant qui entourent le premier interrupteur (20) et comprennent
un capot isolant (15) qui sépare, sur le premier côté de relais, la zone des pièces
de contact (21, 22, 23) vis-à-vis de la zone de l'armature (12) et recouvre l'armature
(12) et le système d'électroaimant et les isole en plus électriquement vis-à-vis du
premier interrupteur (20), en créant des trajets de courant de fuite de grande longueur.
2. Relais selon la revendication 1, dans lequel l'armature (12) est liée solidement à
un bloc isolant (13) qui présente une première aile sur le premier côté de relais
et une deuxième aile sur le deuxième côté de relais et suit les mouvements de l'armature
(12),
la première aile du bloc isolant (13) recevant le premier ressort de contact (24)
et étant réalisée avec un espace libre évidé (14) pour le capot (15).
3. Relais selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le système d'électroaimant définit
une longueur de construction prédéterminée à l'intérieur du boîtier de relais, et
le premier interrupteur (20) est disposé à l'extérieur de la longueur de construction
du système d'électroaimant.
4. Relais selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel il est prévu un deuxième
interrupteur (30) qui présente un deuxième ressort de contact (34) à pont de contact
(33) et est disposé sur le deuxième côté de relais afin de coopérer avec deux contacts
fixes (31, 32) de ce deuxième interrupteur (30) disposés l'un à côté de l'autre sur
ce côté de relais.
5. Relais selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le système d'électroaimant
comprend un module de bobine (10) constitué d'une bobine (1) enroulée sur un corps
support (5), d'un noyau (2) ferromagnétique et de masses polaires (3, 4) ferromagnétiques,
et dans lequel il est prévu un module de pôles, avec des pièces polaires (7, 8) et
un aimant permanent (11) disposé entre celles-ci, qui coopère avec les masses polaires
(3, 4) du système d'électroaimant.
6. Relais selon la revendication 5, dans lequel l'armature (12) est réalisée en tant
qu'armature basculante à support légèrement excentré et à liaison magnétique avec
l'aimant permanent (11).
7. Relais selon l'une des revendications 5 ou 6, dans lequel le boîtier de relais présente
un corps support (5) isolant destiné à recevoir le module de bobine (10) et, au-delà
de la longueur de construction du système d'électroaimant, les contacts fixes (21,
22; 31, 32) du premier interrupteur (20) et du deuxième interrupteur (30).
8. Relais selon la revendication 7, dans lequel les contacts fixes (21, 22; 31, 32) et
des supports de contact fixe (25, 26; 35, 36) reliés à ceux-ci sont fixés dans le
corps support (5) isolant par encastrement partiel des supports de contact fixe.
9. Relais selon la revendication 8, dans lequel le corps support (5) isolant présente
deux ailes destinées à recevoir les supports de contact fixe (25, 26; 35, 36) et une
pièce intercalaire qui est réalisée en tant que corps de bobine pour recevoir la bobine
(1) enroulée.
10. Relais selon l'une des revendications 7 à 9, dans lequel il est prévu un boîtier de
socle (40) avec un espace d'insertion destiné à recevoir le corps support (5) isolant,
et dans lequel le boîtier de socle (40) présente des zones d'encastrement disposées
latéralement et destinées à la fixation de broches de connexion d'interrupteur (43
à 46).
11. Relais selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel le premier interrupteur
(20) est un contacteur de travail et le deuxième interrupteur (30) est un contacteur
de repos.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente