[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben von Geräten in einem
Beleuchtungssystem, welches einen DALI-Bus aufweist. Ferner betrifft die vorliegende
Erfindung eine sogenannte Umsetzer-Einheit zur Verwendung in einem DALI-System sowie
ein Beleuchtungssystem mit einem DALI-Bus und einer entsprechenden Umsetzer-Einheit.
[0002] Zum Ansteuern von Leuchten hat sich in der Vergangenheit der sogenannte DALI (Digital
Addressable Lighting Interface)-Standard bewehrt. Es handelt sich um ein Kommunikationsprotokoll
zur digitalen Ansteuerung insbesondere von Betriebsgeräten für Lichtquellen, das es
ermöglicht, mehreren Geräten entweder gruppenweise oder individuell Befehle zu übermitteln,
um z.B. die Lichtquellen innerhalb eines bestimmten Helligkeitsbereichs einzustellen
bzw. zu dimmen. Dieser DALI-Standard ermöglicht dabei nicht nur das digitale Ansteuern
der Geräte sondern erlaubt gleichzeitig auch, dass Lampenbetriebsgeräte an eine zentrale
Steuereinheit Rückmeldungen bezüglich des Betriebszustands übermitteln, wodurch Defekte
einzelner Geräte sehr einfach und schnell ermittelt werden können. Ferner können auch
andere Geräte wie z. B. Sensoren oder dgl. in das System integriert werden.
[0003] Üblicherweise weist ein Beleuchtungssystem auf Basis des zuvor erwähnten DALI-Standards
eine Busleitung, den sogenannten DALI-Bus auf, an den alle Geräte angeschlossen sind.
Bei diesem DALI-Bus handelt es sich um eine von der allgemeinen Stromversorgung getrennte
Datenleitung, über welche den Geräten, bei denen es sich überwiegend um sogenannte
elektronische Vorschaltgeräte handelt, Befehle übermittelt werden. Ein individuelles
Ansteuern einzelner Geräte wird dabei dadurch ermöglicht, dass jedem Gerät eine einzelne,
individuelle Betriebsadresse zugewiesen wird, über welche es angesteuert werden kann.
Darüber hinaus bietet der DALI-Standard die Möglichkeit, Gruppenadressen zu vergeben,
um mehrere Betriebsgeräte einheitlich anzusteuern.
[0004] Da entsprechend dem DALI-Standard lediglich die Möglichkeit besteht, 64 Adressen
innerhalb eines Bus-Bereichs zu vergeben, und ferner jedes der nutzbaren Geräte eine
individuelle Adresse aufweisen muss, ist die Anzahl der Geräte, die an das System
angeschlossen werden können, zwangsläufig beschränkt. Ein weiteres Problem besteht
dabei darin, dass bei Leuchten mit mehreren Betriebsgeräten oder Leuchten, welche
ein Betriebsgerät für einen regulären Betrieb sowie ein Notlichtgerät zum Betreiben
in Notfallsituationen aufweisen, jedem Betriebsgerät eine einzelne Adresse zugewiesen
werden muss, was die Anzahl der an das System anschließbaren Leuchten weiter reduziert.
[0005] Um die zuvor beschriebene Problematik zu vermeiden ist es bekannt, sogenannte Umsetzer
einzusetzen. Es handelt sich hierbei um Geräte, welche an den DALI-Bus angeschlossen
werden und in der Lage sind, eingangsseitig eintreffende DALI-Befehle zu empfangen.
Ausgangsseitig sind diese Umsetzer mit mehreren wiederum DALIkompatiblen Geräten verbunden,
wobei diese zu einer Gruppe zusammengefasst von dem Umsetzer im Rahmen sogenannter
Broadcast-Befehle angesteuert werden, also mit Signalen bzw. Befehlen, die ohne Adresse
an alle Geräte gleichzeitig übermittelt werden. Die Verwendung derartiger Umsetzer
bietet sich insbesondere dann an, wenn alle ausgangsseitig an den Umsetzer angeschlossenen
Geräte grundsätzlich in gleicher Weise angesteuert werden sollen, was in einigen Anwendungsfällen
durchaus sinnvoll ist, beispielsweise wenn sich die zugehörigen Leuchten innerhalb
eines gemeinsamen Bereichs befinden. Ein Nachteil dieser Lösung besteht allerdings
darin, dass auf diesem Wege die ausgangsseitigen Geräte tatsächlich grundsätzlich
nur noch einheitlich angesteuert werden können. Ferner ist es nicht möglich, ausgangsseitig
an einen derartigen Umsetzer Geräte eines anderen Typs, beispielsweise eines Sensors
anzuschließen und dessen Signale auf dieser Leitung auszuwerten. Schließlich stehen
für diese Geräte dann die in dem DALI-Standard vorgesehenen und sich oftmals als sehr
sinnvoll erweisenden Abfragemöglichkeiten, über die ein Fehler erkannt werden oder
der Energieverbrauch ermittelt werden kann, nicht zur Verfügung.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabenstellung zugrunde, die
soeben beschriebenen, sich im Zusammenhang mit dem DALI-Standard ergebenden Probleme
zu vermeiden. Insbesondere soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die Anzahl der
in einem DALI-System sinnvoll nutzbaren Geräte zu vergrößern.
[0007] Die Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierte Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung basiert zunächst wiederum auf dem Gedanken, zur Vergrößerung
der Anzahl der zu nutzenden Geräte die oben beschriebenen Umsetzer bzw. Umsetzer-Einheiten
einzusetzen, welche für den Anschluss an einen DALI-Bus ausgebildet sind und unter
einer der Umsetzer-Einheit zugeordneten DALI-Betriebsadresse über den Bus ansprechbar
sind. Ausgangsseitig sind an die Umsetzer-Einheiten weitere DALI-kompatible Geräte
angeschlossen, wobei die Umsetzer-Einheit in einem Normalbetrieb diese Geräte mit
Broadcast-Befehlen, also einheitlich ansteuert. Erfindungsgemäß kann allerdings zumindest
vorübergehend die Umsetzer-Einheit in einen sogenannten transparenten Betriebsmodus
oder Tunnelmodus versetzt werden. In diesem transparenten Betriebsmodus ist die Umsetzer-Einheit
in der Lage, eines der ausgangsseitig angeschlossenen Geräte unter einer individuellen
Adresse einzeln anzusprechen. Diese individuelle Adresse ist hierbei ausschließlich
für die Kommunikation zwischen der Umsetzer-Einheit und dem ausgewählten ausgangsseitig
angeschlossenen Gerät relevant, nicht jedoch für die Kommunikation der Umsetzer-Einheit
über den eigentlichen DALI-Bus. Aus Sicht einer an diesen DALI-Bus angeschlossenen
zentralen Steuereinheit ist dann im Rahmen dieses transparenten Betriebsmodus eines
der ausgangsseitig an die erfindungsgemäße Umsetzer-Einheit angeschlossenen Geräte
in herkömmlicher Weise ansprechbar und zwar unter der DALI-Betriebsadresse der Umsetzer-Einheit.
Insbesondere ist es in diesem Zustand auch möglich, dass Rückmeldungen von dem selektierten
Gerät hinsichtlich dessen Betriebszustand über die Umsetzer-Einheit an die zentrale
Steuereinheit übermittelt werden, d.h., es sind alle Steuerungs- und Abfragemöglichkeiten,
die sich im Rahmen des DALI-Standards ergeben, für dieses eine Geräte vorübergehend
nutzbar.
[0009] Erfindungsgemäß wird also eine Umsetzer-Einheit zur Verwendung in einem Beleuchtungssystem
vorgeschlagen, wobei die Umsetzer-Einheit für den Anschluss an ein DALI-Bus vorgesehen
und dazu ausgebildet ist, unter einer der Umsetzer-Einheit zugeordneten DALI-Betriebsadresse
über den DALI-Bus zu kommunizieren und ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit angeschlossene
Geräte, welche ebenfalls dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard zu
kommunizieren, gemeinsam bzw. einheitlich anzusteuern. Dabei ist erfindungsgemäß die
Umsetzer-Einheit in einem transparenten Betriebsmodus dazu ausgebildet, eines bzw.
ein ausgewähltes der ausgangsseitig angeschlossenen Geräte unter einer individuellen
Adresse einzeln anzusprechen.
[0010] Ferner wird erfindungsgemäß ein Verfahren zum Betreiben von Geräten in einem Beleuchtungssystem
vorgeschlagen, wobei das Beleuchtungssystem einen DALI-Bus aufweist, an den mehrere
Geräte angeschlossen sind, welche dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard
angesteuert zu werden und zu kommunizieren, wobei zumindest eines der Geräte eine
Umsetzer-Einheit ist, welche dazu ausgebildet ist, unter einer der Umsetzer-Einheit
zugeordneten DALI-Betriebsadresse über den DALI-Bus zu kommunizieren und ausgangsseitig
an die Umsetzer-Einheit angeschlossene Geräte, welche ebenfalls dazu ausgebildet sind,
entsprechend dem DALI-Standard zu kommunizieren, gemeinsam bzw. einheitlich anzusteuern,
und wobei erfindungsgemäß die Umsetzer-Einheit in einem transparenten Betriebsmodus
eines der ausgangsseitig angeschlossenen Geräte unter einer individuellen Adresse
einzeln anspricht.
[0011] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Umsetzer-Einheit in dem transparenten
Betriebsmodus dazu ausgebildet, eingangsseitig eintreffende Befehle weiterzuleiten,
allerdings die in den DALI-Befehlen enthaltene, der Umsetzer-Einheit zugeordnete DALI-Betriebsadresse
durch eine dem selektierten ausgangsseitig angeschlossenen Gerät zugeordnete Betriebsadresse
zu ersetzen. Ferner kann die Umsetzer-Einheit im Hinblick auf die Möglichkeit, Rückmeldungen
weiterzuleiten, dazu ausgebildet sein, von einem der ausgangsseitigen Geräte eintreffende
Rückmeldungen über den eingangsseitigen DALI-Bus weiterzuleiten, allerdings die in
der Rückmeldung enthaltene Betriebsadresse des Geräts durch die der Umsetzer-Einheit
zugeordnete DALI-Betriebsadresse zu ersetzen. Beim Weiterleiten von Befehlen oder
Rückmeldungen wird also die Betriebsadresse der Umsetzer-Einheit durch für die Kommunikation
zwischen Umsetzer-Einheit und Gerät vorgesehene Betriebsadresse ersetzt bzw. es wird
ein Austausch der Adressen in umgekehrter Richtung durchgeführt. Letztendlich ergibt
sich hierdurch der oben beschriebene Effekt, dass nämlich aus Sicht einer zentralen
Steuereinheit im Rahmen des transparenten Betriebsmodus unter der DALI-Betriebsadresse
der Umsetzer-Einheit ein Gerät individuell ansteuerbar ist und unter dieser Adresse
auch Rückmeldungen an die zentrale Steuereinheit übermitteln kann.
[0012] Ein sich aus der Erfindung unmittelbar ergebender weiterer Vorteil besteht auch darin,
dass es nicht mehr zwingend erforderlich ist, dass es sich bei den ausgangsseitig
an die Umsetzer-Einheit angeschlossenen Geräten um Geräte des gleichen Typs handelt.
Insbesondere kann es sich beispielsweise bei einem der Geräte nunmehr auch um einen
Sensor handeln, da die von diesem Sensor zur Verfügung gestellten Signale jederzeit
im Rahmen des transparenten Betriebsmodus abgefragt werden können. Die sich hieraus
ergebenden Steuermöglichkeiten und Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Beleuchtungssystems
werden dementsprechend deutlich vergrößert.
[0013] Das Umschalten der erfindungsgemäßen Umsetzer-Einheit in den transparenten Betriebsmodus
kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Vorzugsweise werden hierbei die
im Rahmen des DALI-Standards zur Verfügung stehenden Spezialbefehle, insbesondere
Befehle, durch welche auf einen Eintrag in der sogenannten Memory-Bank der Umsetzer-Einheit
verwiesen wird, genutzt. Dabei kann dieser Eintrag in der Memory-Bank gleichzeitig
auch die individuelle Adresse kennzeichnen, unter welcher die Umsetzer-Einheit mit
dem im Rahmen des transparenten Betriebsmodus ausgewählten bzw. selektierten ausgangsseitigen
Gerät kommuniziert. Das Verlassen des transparenten Betriebsmodus kann wiederum vorzugsweise
dann erfolgen, wenn an die Umsetzer-Einheit ein nicht-einzeladressierter DALI-Befehl,
insbesondere ein gruppenadressierter Befehl übermittelt wird. Dies kann von der Umsetzer-Einheit
dann dahingehend interpretiert werden, dass in den regulären Betriebszustand gewechselt
werden soll, in dem die ausgangsseitig angeschlossenen Geräte wieder einheitlich mit
Hilfe von Broadcast-Befehlen angesteuert werden.
[0014] Die Adressen zur Kommunikation zwischen der Umsetzer-Einheit und den ausgangsseitigen
Geräten können im Rahmen aller für den DALI-Standard zur Verfügung stehenden Möglichkeiten
vergeben werden. Der DALI-Standard selbst sieht hierbei unterschiedliche Varianten
zur Adressvergabe vor, wobei es lediglich erforderlich ist, dass jedem Gerät eine
individuelle Adresse zugeordnet wird. Es kann sich beispielsweise um per Zufallsgenerator
vergebene individuelle Adressen handeln. Ferner besteht auch die Möglichkeit, vorab
manuell oder durch andere Programmiervorgänge den Geräten Adressen zuzuweisen.
[0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems, in dem eine Kommunikation
entsprechend dem DALI-Standard vorgesehen ist;
- Figur 2
- die Kommunikation in dem Beleuchtungssystem gemäß Figur 1 während eines regulären
Betriebs der Umsetzer-Einheit;
- Figur 3
- die Vorgehensweise zum Weiterleiten von DALI-Befehlen durch die Umsetzer-Einheit im
regulären Betrieb;
- Figur 4
- die Kommunikation in dem Beleuchtungssystem während eines transparenten Betriebsmodus
der Umsetzer-Einheit;
- Figur 5
- das Weiterleiten von Befehlen durch die Umsetzer-Einheit im transparenten Betriebsmodus
und
- Figur 6
- das Weiterleiten von Rückmeldungen im Rahmen des transparenten Betriebsmodus.
[0016] Figur 1 zeigt den Aufbau eines allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehenen erfindungsgemäßen
Beleuchtungssystems, wobei eine Kommunikation entsprechend dem DALI-Standard vorgesehen
ist. Zentraler Bestandteil des Systems 1 ist also eine Busleitung 2, der sog. DALI-Bus,
an welche die verschiedenen Teilnehmer des Systems 1 angeschlossen sind. Nicht dargestellt
sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Leitungen zur Stromversorgung der verschiedenen
Teilnehmer des Systems 1, da die Art und Weise der Stromversorgung für das erfindungsgemäße
Konzept keine Rolle spielt. Die dargestellten Leitungen dienen im vorliegenden Fall
also ausschließlich der Kommunikation zwischen den verschiedenen Geräten.
[0017] Der DALI-Standard basiert auf dem sog. Master-Slave-Prinzip, d.h., eine Einheit des
Systems 1 ist befugt, von sich aus Steuerbefehle auf die Busleitung 2 zu geben um
die verschiedenen Teilnehmer zu kontaktieren und anzusteuern sowie eventuell Rückmeldungen
abzufragen. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen sogenannten DALI-Controller
100, also eine zentrale Steuereinheit, welche Steuerbefehle auf die Busleitung 2 gibt.
Diese werden dann an die verschiedenen Geräte, welche an die Busleitung 2 angeschlossen
sind, übermittelt. Bei diesen Geräten 10 bzw. 110 kann es sich um unterschiedlichste
Geräte handeln, sofern diese in der Lage sind, entsprechend dem DALI-Standard zu kommunizieren.
Für den vorliegenden Fall wird davon ausgegangen, dass es sich bei den mit dem Bezugszeichen
110 versehenen Geräten um elektronische Vorschaltgeräte bzw. allgemein um Betriebsgeräte
zum Betreiben von Lichtquellen handelt. Diese Geräte sind also in Leuchten integriert
und dazu ausgebildet, eingangsseitig eintreffende, von der zentralen Steuereinheit
100 stammende DALI-Befehle derart umzusetzen, dass die Lichtquellen in ihrer Helligkeit
entsprechend eingestellt werden. Denkbar wäre darüber hinaus auch der Anschluss von
Sensoren, über welche eine automatisierte Ansteuerung der Leuchten erfolgen kann.
Es kann sich hierbei um Helligkeits- oder Anwesenheitssensoren handeln. Die von diesen
Sensoren zur Verfügung gestellten Signale werden von der zentralen Steuereinheit 100
abgefragt und dann in entsprechende Befehle zur Ansteuerung der Betriebsgeräte 110
umgesetzt.
[0018] Darauf hinzuweisen ist ferner, dass das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem 1 selbstverständlich
dahingehend erweitert werden könnte, dass die zentrale Steuereinheit 100 nochmals
von einer übergeordneten Stelle aus Informationen zur Beleuchtungssteuerung erhält.
Dargestellt ist dies in Figur 1 schematisch durch eine weitere Einheit 200, welche
mit der Steuereinheit 100 kommuniziert. Hier ist es allerdings nicht erforderlich,
dass die Kommunikation entsprechend dem DALI-Standard erfolgt. Stattdessen könnte
jegliche Art der Kommunikation zwischen zwei intelligenten Geräten zum Einsatz kommen.
[0019] Ein weiteres DALI-Gerät, welches an die Busleitung 2 angeschlossen ist, ist die erfindungsgemäße
Umsetzer-Einheit 10. Auch diese empfängt über die Busleitung 2 eintreffende Befehle
von der zentralen Steuereinheit 100 entsprechend dem DALI-Standard und weist dementsprechend
ebenso wie alle anderen Geräte, die an den Bus 2 angeschlossen sind, eine ihr individuell
zugewiesene DALI-Betriebsadresse auf. Befehle, welche eine individuelle Betriebsadresse
enthalten, werden also ausschließlich durch das entsprechende Gerät verarbeitet. Auf
diesem Wege bietet der DALI-Standard die Möglichkeit, Leuchten einzeln und individuell
anzusteuern.
[0020] Die Umsetzer-Einheit 10 stellt allerdings kein Betriebsgerät dar, über welches zugehörige
Lichtquellen unmittelbar betrieben werden. Stattdessen liegt ihre Funktion darin,
ausgangsseitig angeschlossene weitere Geräte anzusteuern. Wie Figur 1 entnommen werden
kann sind also wiederum mehrere Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 ausgangsseitig über eine Steuerleitung 12 an die Umsetzer-Einheit 10 angeschlossen
und bilden hierbei eine eigenständige Gruppe innerhalb des Beleuchtungssystems 1.
Diese Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 sind wiederum DALI-kompatibel und dementsprechend in der Lage, eintreffende,
nunmehr von der Umsetzer-Einheit 10 stammende DALI-Befehle zu empfangen und entsprechend
umzusetzen. Bei den Geräten 20
1 bis 20
4 handelt es sich beispielsweise wiederum um Lampenbetriebsgeräte, während hingegen
das Gerät 30 einen Sensor darstellt. Die Ansteuerung der Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 durch die Umsetzer-Einheit 10 erfolgt also wiederum mit Hilfe von DALI-Befehlen,
wobei zunächst vorgesehen ist, dass während eines regulären Betriebs eine einheitliche
Ansteuerung dieser Gräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 mit Hilfe von Broadcast-Befehlen, also Befehlen, welche keine Adressinformation
beinhalten, erfolgt.
[0021] Die Funktionsweise der Umsetzer-Einheit 10 im Rahmen eines regulären Betriebs ist
schematisch in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Dabei wird durch die in das Beleuchtungssystem
eingezeichneten Pfeile dargestellt, in welcher Weise von der zentralen Steuereinheit
100 übermittelte DALI-Befehle zum Ansteuern der ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit10
angeschlossenen Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 weitergeleitet werden.
[0022] Wie bereits erwähnt ist der Umsetzer-Einheit 10 innerhalb des Bussystems 2 eine individuelle
Betriebsadresse zugewiesen, über welche die Umsetzer-Einheit 10 von der zentralen
Steuereinheit 100 ansteuerbar ist. Trifft ein mit der entsprechenden Adresse behafteter
DALI-Befehl bei der Umsetzer-Einheit 10 ein, so wird dieser durch die Umsetzer-Einheit
10 derart weitergeleitet, dass die ausgangsseitig angeschlossenen Geräte einheitlich
angesteuert werden. Hierzu wird der eingangsseitig an der Umsetzer-Einheit 10 eintreffende,
mit der individuellen Betriebsadresse versehene DALI-Befehl in einen ausgangsseitig
auf die Steuerleitung 12 gegebenen Broadcast-Befehl umgesetzt, der also für alle an
die ausgangsseitige Steuerleitung 12 angeschlossenen Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 Gültigkeit besitzt. Schematisch ist dies in Figur 3 dadurch verdeutlicht,
dass der hier aus zwei Bytes bestehende DALI-Befehl derart modifiziert wird, dass
die entsprechend dem DALI-Standard in dem ersten Byte enthaltene Betriebsadresse der
Umsetzer-Einheit 10 gelöscht und durch eine Information dahingehend ersetzt wird,
dass es sich um einen Broadcast-Befehl handelt. Das heißt, die in dem ersten Byte
des DALI-Befehls enthaltenden Bits werden durch die Umsetzer-Einheit 10 so modifiziert
bzw. geändert, dass der ausgangsseitig abgegebene DALI-Befehl nunmehr einen für alle
Geräte gültigen Broadcast-Befehl darstellt. Die eigentliche, in dem zweiten Byte enthaltene
Steuerinformation, also beispielsweise ein Stellwertsignal zum Ansteuern der Lichtquellen,
bleibt jedoch unverändert. Auf diesem Wege wird ein an die Umsetzer-Einheit 10 übermittelter
Stellwertbefehl, der beispielsweise die Information "50 % Helligkeit" beinhaltet,
derart an die ausgangsseitigen Geräte 20
1 bis 20
4 weitergeleitet, dass alle diese Lampenbetriebsgeräte 20
1 bis 20
4 die zugeordneten Lichtquellen bei 50 % der maximalen Helligkeit betreiben. Anzumerken
ist, dass sich die Tatsache, dass an die ausgangsseitige Steuerleitung 12 auch der
Sensor 30 angeschlossen ist, nicht störend auswirkt, da ein eintreffender Helligkeitsbefehl
von dem Sensor 30 einfach ignoriert wird, obwohl es sich um einen Broadcast-Befehl
handelt.
[0023] Die bisher beschriebene und in den Figuren 2 und 3 dargestellte Vorgehensweise der
Funktion der Umsetzer-Einheit 10 entspricht dem Stand der Technik und wird bereits
vielfach genutzt. Problematisch ist hierbei allerdings, dass in diesem Fall grundsätzlich
die ausgangsseitigen Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 nur einheitlich angesteuert werden können und insbesondere auch keine Möglichkeit
der Rückmeldung durch die Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 zu der zentralen Steuereinheit 100 hin besteht. Während dieses regulären
Betriebs wäre also das Anordnen des Sensors 30 in dem durch die Steuerleitung 12 gebildeten
Sub- bzw. Unter-System vollkommen sinnlos, da die von diesem Sensor 30 zur Verfügung
gestellten Signale nicht abgefragt und berücksichtigt werden können.
[0024] Erfindungsgemäß ist nunmehr allerdings vorgesehen, dass zumindest vorübergehend die
Umsetzer-Einheit 10 auch in einem transparenten Betriebsmodus bzw. einem Tunnelmodus
betrieben werden kann, der zumindest vorübergehend eine individuelle Kommunikation
zwischen der zentralen Steuereinheit 100 und einem der Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 ermöglicht. Die hierfür vorgesehene Art und Weise der Weiterleitung von DALI-Befehlen
im Rahmen dieses transparenten Betriebsmodus ist schematisch in den Figuren 4 bis
6 dargestellt.
[0025] Erste Voraussetzung für diesen transparenten Betriebsmodus ist, dass auch die an
die ausgangsseitige Steuerleitung 12 angeschlossenen Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 eine Betriebsadresse aufweisen. Es handelt sich wiederum um eine Betriebsadresse
entsprechend dem DALI-Standard, welche für eine Kommunikation zwischen der Umsetzer-Einheit
10 und den Geräten 20
1 bis 20
4 bzw. 30 über die Leitung 12 vorgesehen ist. Das Vergeben dieser Adressen kann mit
allen im DALI-Standard zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erfolgen. Insbesondere
kann eine Adressvergabe per Zufallsgenerator vorgesehen sein oder es besteht die Möglichkeit,
vorab den Geräten 20
1 bis 20
4 bzw. 30 entsprechende Adressen zuzuweisen. Diese Adressen der Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30 sind der Umsetzer-Einheit 10 bekannt, nicht jedoch der zentralen Steuereinheit
100.
[0026] Soll nun beispielsweise vorübergehend eine individuelle Kommunikation zwischen der
zentralen Steuereinheit 100 und dem Betriebsgerät 20
1 zugelassen werden, so wird hierzu der Umsetzer-Einheit 10 ein entsprechender Befehl
übermittelt, um den transparenten Betriebsmodus zu initiieren. Dieser Befehl beinhaltet
dabei auch die Information, welches Gerät - hier also das Gerät 20
1 - individuell ansprechbar sein soll. Zum Einleiten des transparenten Betriebsmodus
wäre dabei insbesondere die Nutzung eines DALI-Spezialbefehls denkbar, beispielsweise
eines Befehls, der auf einen entsprechenden Eintrag in der Memory-Bank der Umsetzer-Einheit
10 verweist. In der Memory-Bank befinden sich hierbei an verschiedenen Positionen,
auf welche jeweils durch den DALI-Spezialbefehl verwiesen werden kann, die Individualadressen
der ausgangsseitig angeschlossenen Geräte 20
1 bis 20
4 bzw. 30.
[0027] Wurde nun bezüglich des Geräts 20
1 der transparente Betriebsmodus aktiviert und von der zentralen Steuereinheit 100
ein DALI-Befehl an die Umsetzer-Einheit 10 übermittelt, so wird wiederum ein eingangsseitig
eintreffender DALI-Befehl in modifizierter Weise auf die ausgangsseitige Datenleitung
12 gegeben, wobei nunmehr allerdings die in dem ersten Byte enthaltene Adressinformation,
welche sich auf die Betriebsadresse der Umsetzer-Einheit 10 in dem System 2 bezieht,
durch die im System 12 geltende Betriebsadresse des Geräts 20
1 ersetzt wird. Wiederum bleibt hingegen das zweite Byte des DALI-Befehls, welches
das eigentliche DALI-Kommando enthält, unverändert. Beispielsweise würde also in diesem
Fall ein Helligkeitsstellwert dann ausschließlich an das Gerät 20
1 weitergeleitet werden. Anstelle eines Helligkeitsstellwerts kann allerdings im Rahmen
des transparenten Betriebsmodus insbesondere auch ein Befehl übermittelt werden, der
das adressierte Gerät dazu auffordert, Rückmeldungen hinsichtlich des Betriebszustands
oder dergleichen weiterzuleiten. Ist dies der Fall, wird in einem nächsten Schritt
das Gerät 20
1 eine Rückmeldung in Form eines DALI-Kommandos übermitteln, welches dann von der Umsetzer-Einheit
10 entsprechend der Darstellung von Figur 6 auf den eingangsseitigen Bus 2 weitergeleitet
wird. Es erfolgt also eine Rückübersetzung der Adresse in dem ersten Byte, wobei die
Individualadresse des selektierten Geräts 20
1 durch die DALI-Adresse der Umsetzer-Einheit 10 ersetzt wird. Die auf diese Weise
modifizierte Information wird dann über die eingangsseitige Busleitung 2 an die zentrale
Steuereinheit 100 übermittelt.
[0028] Die zuvor beschriebene Funktionsweise der Umsetzer-Einheit 10 im Rahmen des transparenten
Betriebsmodus führt also dazu, dass das selektierte Gerät während des transparenten
Betriebsmodus individuell durch die zentrale Steuereinheit 100 ansprechbar ist und
zwar - aus Sicht der zentralen Steuereinheit 100 - unter der Betriebsadresse der Umsetzer-Einheit
10. Während dieses transparenten Betriebsmodus können dann alle im Rahmen des DALI-Standards
zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten zwischen zentraler Steuereinheit
und selektiertem Gerät genutzt werden. Dies hat zur Folge, dass nunmehr auch das Anordnen
eines Sensors 30 in dem Untersystem 12 sinnvoll ist, da die von dem Sensor 30 zur
Verfügung gestellten Signale jederzeit durch die zentrale Steuereinheit 100 abgerufen
werden können. Es ist hierzu lediglich erforderlich, dass vorübergehend die Umsetzer-Einheit
10 in den transparenten Betriebsmodus versetzt und als individuell ansprechbares Gerät
der Sensor 30 selektiert wird. Die sich daran anschließende Kommunikation zwischen
zentraler Steuereinheit 100 und Sensor 30 erfolgt dabei in gleicher Weise, wie es
der Fall wäre, wenn der Sensor 30 unmittelbar an die Busleitung 2 angeschlossen wäre.
[0029] Das Verlassen des transparenten Betriebsmodus kann dann beispielsweise dadurch erfolgen,
dass der Umsetzer-Einheit 10 ein DALI-Befehl übermittelt wird, welcher sich nicht
auf eine Einzeladresse bezieht. Beispielsweise könnte der Empfang eines Gruppenbefehls
von der Umsetzer-Einheit 10 dahingehend interpretiert werden, dass der transparente
Betriebsmodus verlassen werden und wieder eine Kommunikation entsprechend den Figuren
2 und 3 erfolgen soll.
[0030] Darauf hinzuweisen ist, dass die oben beschriebene Vorgehensweise der Umsetzer-Einheit
beim Weiterleiten von DALI-Kommandos nicht auf die dargestellten 2-Byte-Befehle beschränkt
ist, sondern auch bei erweiterten DALI-Befehlen, die teilweise mehr Bytes beinhalten,
genutzt werden kann. Wesentlich ist, dass im transparenten bzw. Tunnelmodus die Umsetzer-Einheit
vorübergehen eine individuelle Kommunikation mit einem der nachgeordneten Geräte ermöglicht.
[0031] Durch die erfindungsgemäße Erweiterung der Funktionalität der Umsetzer-Einheit 10
werden also vielfältige Möglichkeiten geschaffen, Geräte in ein auf dem DALI-Standard
basierendes Beleuchtungssystem zu integrieren. Insbesondere kann auch die Anzahl der
angeschlossenen Geräte insgesamt erhöht werden, wobei trotz allem die Möglichkeit
besteht, jedes der Geräte - sofern gewünscht oder erforderlich - einzeln durch die
zentrale Steuereinheit zu kontaktieren.
1. Umsetzer-Einheit (10) zur Verwendung in einem Beleuchtungssystem (1), wobei die Umsetzer-Einheit
(10) für den Anschluss an einen DALI-Bus (2) vorgesehen und dazu ausgebildet ist,
unter einer der Umsetzer-Einheit (10) zugeordneten DALI-Betriebsadresse über den DALI-Bus
(2) zu kommunizieren und ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit (10) angeschlossene
Geräte (201- 204, 30), welche ebenfalls dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard zu kommunizieren,
einheitlich anzusteuern,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) in einem transparenten Betriebsmodus dazu ausgebildet ist,
eines der ausgangsseitig angeschlossenen Geräte (201 - 204, 30) unter einer individuellen Adresse einzeln anzusprechen.
2. Umsetzer-Einheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) in dem transparenten Betriebsmodus dazu ausgebildet ist,
a) einen eingangsseitig eintreffenden Befehl weiterzuleiten, allerdings die in dem
DALI-Befehl enthaltene, der Umsetzer-Einheit (10) zugeordnete DALI-Betriebsadresse
durch die dem ausgangsseitig angeschlossenen Gerät (201-204, 30) zugeordnete Betriebsadresse zu ersetzen, und/oder
b) eine von einem der Geräte (201 - 204, 30) eintreffende Rückmeldung über den eingangsseitigen DALI-Bus (2) weiterzuleiten,
allerdings die in der Rückmeldung enthaltene Betriebsadresse des Geräts (201 - 204, 30) durch die der Umsetzer-Einheit (10) zugeordnete DALI-Betriebsadresse zu ersetzen.
3. Umsetzer-Einheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) dazu ausgebildet ist, den transparenten Betriebsmodus bei
einem eingangsseitigen Eintreffen eines nicht-einzeladressierten DALI-Befehls, insbesondere
bei Eintreffen eines gruppenadressierten Befehls, den transparenten Betriebsmodus
zu beenden.
4. Umsetzer-Einheit nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) durch einen DALI-Spezialbefehl, insbesondere durch einen
Verweis auf einen Eintrag in einer Memory-Bank der Umsetzer-Einheit (10) dazu veranlasst
wird, den transparenten Betriebsmodus zu starten.
5. Umsetzer-Einheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verweis auf den Eintrag in der Memory-Bank die individuelle Adresse, unter welcher
die Umsetzer-Einheit (10) mit einem ausgangsseitigen Gerät (201 - 204, 30) kommuniziert, kennzeichnet.
6. Beleuchtungssystem (1) mit einem DALI-Bus (2), an den mehrere Geräte (10, 110) angeschlossen
sind, welche dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard angesteuert zu
werden und zu kommunizieren,
wobei zumindest eines der Geräte eine Umsetzer-Einheit (10) ist, welche dazu ausgebildet
ist, unter einer der Umsetzer-Einheit (10) zugeordneten DALI-Betriebsadresse über
den DALI-Bus (2) zu kommunizieren und ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit (10)
angeschlossene Geräte (201- 204, 30), welche ebenfalls dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard zu kommunizieren,
einheitlich anzusteuern,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche ausgebildet ist.
7. Beleuchtungssystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der Geräte (201 - 204, 30), welche ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit (10) angeschlossen sind, ein
Sensor ist.
8. Verfahren zum Betreiben von Geräten in einem Beleuchtungssystem (1), welches einen
DALI-Bus (2) aufweist, an den mehrere Geräte angeschlossen sind, welche dazu ausgebildet
sind, entsprechend dem DALI-Standard angesteuert zu werden und zu kommunizieren,
wobei zumindest eines der Geräte eine Umsetzer-Einheit (10) ist, welche dazu ausgebildet
ist, unter einer der Umsetzer-Einheit (10) zugeordneten DALI-Betriebsadresse über
den DALI-Bus (2) zu kommunizieren und ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit (10)
angeschlossene Geräte (201- 204, 30), welche ebenfalls dazu ausgebildet sind, entsprechend dem DALI-Standard zu kommunizieren,
einheitlich anzusteuern,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) in einem transparenten Betriebsmodus eines der ausgangsseitig
angeschlossenen Geräte (201 - 204, 30) unter einer individuellen Adresse einzeln anspricht.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) in dem transparenten Betriebsmodus
a) einen eingangsseitig eintreffenden Befehl weiterleitet, allerdings die in dem DALI-Befehl
enthaltene, der Umsetzer-Einheit (10) zugeordnete DALI-Betriebsadresse durch die dem
ausgangsseitig angeschlossenen Gerät (201-204, 30) zugeordnete Betriebsadresse ersetzt, und/oder
b) eine von einem der Geräte (201- 204, 30) eintreffende Rückmeldung über den eingangsseitigen DALI-Bus (2) weiterleitet,
allerdings die in der Rückmeldung enthaltene Betriebsadresse des Geräts (201- 204, 30) durch die der Umsetzer-Einheit (10) zugeordnete DALI-Betriebsadresse ersetzt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) den transparenten Betriebsmodus bei eingangsseitigem Eintreffen
eines nicht-einzeladressierten DALI-Befehls, insbesondere bei Eintreffen eines gruppenadressierten
Befehls den transparenten Betriebsmodus beendet.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umsetzer-Einheit (10) durch einen DALI-Spezialbefehl, insbesondere durch einen
Verweis auf einen Eintrag in einer Memory-Bank der Umsetzer-Einheit (10) dazu veranlasst
wird, den transparenten Betriebsmodus zu starten.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verweis auf den Eintrag in der Memory-Bank die individuelle Adresse, unter welche
die Umsetzer-Einheit (10) mit einem ausgangsseitigen Gerät (201 - 204, 30) kommuniziert, kennzeichnet.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der Geräte (201 - 204, 30), welche ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit (10) angeschlossen sind, ein
Sensor ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den Adressen, über welche die ausgangsseitig an die Umsetzer-Einheit
(10) angeschlossenen Geräte (201 - 204, 30) in dem transparenten Betriebsmodus von dieser angesteuert werden, um Zufallsadressen
handelt.