[0001] Die Erfindung betrifft eine mechanisch von einer Riemenscheibe, einem Zahnrad, einer
Steckwelle o.ä. angetriebene Kühlmittelpumpe für Verbrennungsmotore in der Bauform
einer axial durchströmten Kühlmittelpumpe.
[0002] Im Stand der Technik sind axial durchströmte Kühlmittelpumpen für Verbrennungsmotore
vorbeschrieben. Diese werden entweder mittels Elektromotor oder aber auch mechanisch
z.B. über Riemenscheiben o.ä. von der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors angetrieben.
So ist unter anderem aus der
US 6 056 518 A eine nicht über eine Welle, sondern von einem geschalteten Reluktanzmotor angetriebene,
mit einem Halbaxialflügelrad ausgestattete Kühlmittelpumpe vorbeschrieben, deren von
einem Elektromotor angetriebenes Halbaxialflügelrad an seinem Außenumfang in einem
Pumpengehäuse mit zentralem Strömungseintritt und zentralem Strömungsaustritt gelagert
ist.
Von der Anmelderin wurde in der
DE 100 47 387 A1 ebenfalls eine bereits in der Praxis bewährte, elektrisch angetriebene, regelbare
Kühlmittelpumpe für Verbrennungsmotore mit einem Axialschaufelrad, in der Bauform
einer regelbaren axial durchströmten Kühlmittelpumpe vorgestellt.
[0003] Weitere ebenfalls bereits in der Praxis bewährte, regelbare Kühlmittelpumpen für
Verbrennungsmotore mit Axialschaufelrädern wurden von der Anmelderin zudem in der
DE 102 07 653 C1 wie auch in der
DE 103 14 526 B4 vorgestellt. Wesentliche Nachteile dieser vorgenannten Kühlmittelpumpen resultieren
nicht zuletzt aus deren Antrieb, und da die Elektromotore innerhalb des Kühlmittelstromes
angeordnet sind können die jeweils eingesetzten Elektromotore bauraumbedingt stets
nur begrenzte Drehmomente übertragen. Zudem hat auch die zwangsläufig erforderliche,
wasserdichte Kapselung der Elektromotore zwangsläufig höhere Fertigungskosten zur
Folge.
Darüber hinaus sind bei diesen Lösungen, infolge der eingesetzten elektrischen Bauteile
bzw. elektronischen Komponenten, stets obere Grenzwerte der Temperaturbelastung einzuhalten
um ein Versagen dieser Bauteile zu vermeiden.
Zudem kann mittels dieser elektromotorisch angetriebenen Kühlmittelpumpen nach einem
"Stromausfall" auch kein "Fail-safe" (Weiterfunktionieren der Kühlmittelpumpen nach
Ausfall der Regelung) gewährleistet werden.
Zudem haben Pumpen mit Axialschaufelrädern (wie beispielsweise auch die in der
DE 102 07 653 C1 vorgestellte Bauform) bei saugseitiger Drosselung gezeigt, dass sie strömungstechnisch
verbesserungsbedürftig sind, da verstärkt Kavitationserscheinungen und Verwirbelungen
auftreten, welche einen erhöhten Verschleiß und auch Leistungsverluste zur Folge haben.
Aus der
DE 10 2006 034 952 B4 ist zudem eine mechanisch angetriebene Pumpe mit einem Axialschaufelrad für den Kühlkreislauf
einer Verbrennungskraftmaschine bekannt. Diese als regelbare Axialpumpe ausgebildete
Kühlmittelpumpe weist eine von einer Zahnriemenscheibe angetriebene Hohlwelle auf,
auf der drehfest mehrere Rotorschaufeln derart angeordnet sind, dass deren Anstellwinkel
über einen innerhalb der Hohlwelle angeordneten Wirkmechanismus mechanisch verstellt
werden können.
Die Betätigung des mechanischen Verstellmechanismusses erfolgt dabei über ein Stellelement,
welches elektrisch, elektronisch, hydraulisch oder auch pneumatisch angesteuert werden
kann.
[0004] In Abhängigkeit vom Anstellwinkel der Rotorschaufeln wird dann das durch das Pumpengehäuse
strömende Kühlmittel mehr oder weniger stark beschleunigt. Mittels dieser vorgenannten
Kühlmittelpumpe in der Bauform einer von einer Zahnriemenscheibe angetriebenen regelbaren
Axialpumpe kann die Kühlleistung wie auch die Antriebsleistung der Kühlmittelpumpen
in bestimmten Grenzen variiert werden, wobei das übertragbare Drehmoment, und damit
auch der maximale Fördervolumenstrom von der "Belastbarkeit/Haltbarkeit" der verstellbar
gelagerten Rotorschaufeln begrenzt wird.
In der
DE 10 2008 048 893 A1 ist eine weitere mechanisch angetriebene Pumpe für den Kühlkreislauf einer Verbrennungskraftmaschine
vorbeschrieben. Bei dieser Bauform ist in einem Pumpengehäuse ein einseitig gelagertes
Axialpumpenrad angeordnet, wobei die Pumpe über zwei Kühlmittelaustrittsöffnungen
verfügt, von denen eine mittels eines nach dem Axialpumpenrad angeordneten Regelorgan
vollständig verschlossen werden kann.
Die in der
DE 10 2008 048 893 A1 offenbarte Lösung mit einer einseitigen Lagerung des Axialpumpenrades hat jedoch
die Nachteile, dass der kleinstmögliche Durchmesser der Riemenscheibe vom Lagerdurchmesser
begrenzt wird, und dass zudem die einseitige Lagerung die erforderlichen Mindest-Spaltmaße
am Axialpumpenrad negativ beeinflusst, so dass auf Grund des konstruktiv bedingten,
hohen Spaltmaßes zwangsläufig Wirkungsgradverluste in Kauf genommen werden müssen.
Darüber hinaus ist aus der
US 4 865 519 A eine Öl-Tauchpumpe zur Förderung von Rohöl aus "nicht-fließenden" Ölquellen bekannt.
Das Laufrad ist bei dieser in der
US 4 865 519 A vorbeschriebenen Lösung auf die speziellen Bedürfnisse der Förderung von verunreinigtem
Rohöl abgestimmt, daher mit Druckentlastungsbohrungen versehen und weist zudem spezielle
auf Bedürfnisse des Einsatzes abgestimmte Schaufelformen auf. Diese in der
US 4 865 519 A vorbeschriebene Lösung unter zeichnet sich anderem auch dadurch aus, dass die Deckscheibe
des Laufrades, mit einem mantelseitig angeordneten Spalt, innerhalb des Mantels des
Leitrades liegt, und zwischen dem Laufrad und dem Leitrad, ein auf die Bedürfnisse
der Rohölförderung abgestimmter, großer Übergangsraum angeordnet ist.
Diese erfindungswesentlichen Merkmale der
US 4 865 519 A sind in Verbindung mit den speziell ausgestalteten Lauf- und Leitradschaufeln erforderlich,
um mittels der in der
US 4 865 519 A vorgestellten Öl-Tauchpumpe, selbst mit einstufigen Kopf, bei deutlich reduzierten
Produktionskosten und reduzierter Pumpengröße die Ölförderung mit reduziertem Energieverbrauch
zu realisieren.
Diese Lösung nach der
US 4 865 519 A würde jedoch im Zusammenhang mit einem analogen Einsatz dieser Ölförderpumpenbauform
als KFZ-Kühlmittelpumpe, auf Grund der bei Kühlmittelpumpen gefahrenen Temperatur-
und Drehzahlbereiche, unter anderem zwangsläufig zu Kavitationserscheinungen im Kühlmedium,
mit all den daraus resultierenden Nachteilen, führen.
Von der Anmelderin wurde zudem in der
DE 10 2009 012 923 B3 eine weitere, ebenfalls in der Praxis bereits bewährte, mechanisch angetriebene,
regelbare Kühlmittelpumpe für Verbrennungsmotore in der Bauform einer regelbaren Pumpe
mit einem zweiseitig gelagerten Axialpumpenrad vorgestellt, bei der die Kühlmittelaustrittsöffnung
mittels eines nach dem Axialpumpenrad angeordneten Regelorgans vollständig verschlossen
werden kann.
Diese Lösung mit einem zweiseitig gelagerten Axialschaufelrad ermöglicht eine deutliche
Reduzierung der Spaltmaße und verbessert gegenüber den vorgenannten Bauformen u.a.
auch dadurch deutlich den Pumpenwirkungsgrad.
Allen vorgenannten Bauformen ist gemeinsam, dass das Fördermedium, das Kühlmittel,
unmittelbar vor dem jeweiligen Axialschaufelrad etwa bogenförmig, auch über ein Vorleitrad
in den Arbeitsbereich des Axialschaufelrades eingeleitet wird und von dort über ringzylindrische
Leiteinrichtungen, Leiträder in den mit oder ohne Regeleinrichtung versehenen Druckstutzen
gefördert wird. All die bei den axial durchströmten Kühlmittelpumpen des Standes eingesetzten
Axialschaufelräder sind kavitationsempfindlich und erzielen mit ihrer zweidimensionalen
Schaufelgeometrie selbst bei minimalem Spaltmaß im Bereich der für Kühlmittelpumpen
üblichen Drehzahl einen Wirkungsgrad von maximal 50%. Dabei ermöglicht der im Motorraum
eines Kraftfahrzeuges vorgegebene, begrenzte Bauraum zwangsläufig auch nur eine stark
begrenzte Druckerhöhung.
Daneben ist aus der
US 2010/143109 A1 eine Kühlmittelpumpe zur gleichzeitigen Kühlmittelförderung zum einen in einen Niedertemperatur-
und zum anderen in einen Hochtemperatur-Kreislauf, mit einem Niedertemperatur-Gehäuse
nebst innen liegender Niedertemperatur-Spirale, und einem Hochtemperatur-Gehäuse nebst
innen liegender Hochtemperatur-Spirale, mit einem speziellen Kühlmittelpumpen-Radiallaufrad
zur gleichzeitigen Kühlmittelförderung in die Niedertemperatur-Spirale sowie die Hochtemperatur-Spirale
mit einer Antriebswelle zum Antreiben des Kühlmittelpumpen-Radiallaufrads bekannt.
Zudem ist aus der
GB 2 088 480 A eine weitere Kühlmittelpumpe in radialer Bauweise, d.h. mit axialem Strömungseintritt,
einem Radiallaufrad und radialem Strömungsaustritt bekannt, bei der zwischen der Antriebswelle
und dem Lagerelement zwei Reihen von Wälzkörpern und eine Anzahl von Dichtungsanordnungen
vorgesehen sind, welche zwischen der Antriebswelle und dem Lagerelement eine Abdichtung
bewirken. Eine der Dichtanordnungen weist dabei einen Dichtring auf, der durch elastische
Mittel gegen eine Rückenfläche des Flügelrads gedrückt wird.
Für die im Stand der Technik vorbeschriebenen axial durchströmten Kühlmittelpumpen
ist zudem ein instabiler Verlauf der Kennlinie des Kühlmittelvolumenstromes über den
Pumpendruck bei konstanter Drehzahl charakteristisch, d.h. wenn bei konstanter Drehzahl
(Motordrehzahl) ein Verbraucher im Kühlmittelkreislauf teilweise zu- oder abgeschaltet
wird, dann verändert sich damit der Kühlmittelvolumenstrom.
Auf Grund der instabilen Kennlinie dieser axial durchströmtem Kühlmittelpumpen des
Standes der Technik hat dies jedoch bei den axial durchströmtem Kühlmittelpumpen des
Standes der Technik eine sich sehr nachteilig auswirkende, plötzliche, und zumeist
gravierende Änderung des jeweiligen Pumpendruckes zur Folge.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine mechanisch von einer Riemenscheibe,
einem Zahnrad, einer Steckwelle o.ä. angetriebene axial durchströmte Kühlmittelpumpe
für Verbrennungsmotore zu entwickeln, welche die vorgenannten Nachteile des Standes
der Technik vermeidet, bei gegenüber dem Stand der Technik geringerem Bauraum/Einbauvolumen
und gleicher, d.h. für Kühlmittelpumpen üblicher Pumpenwellendrehzahl eine deutliche
Erhöhung des Pumpendruckes bei axial durchströmten Kühlmittelpumpen ermöglicht, und
die sich gleichzeitig durch eine gegenüber dem Stand der Technik deutlich verbesserte,
stabile Kennlinie des Kühlmittelvolumenstromes über den Pumpendruck bei konstanter
Drehzahl auszeichnet, zudem kavitationsunempfindlich ist, Verwirbelungen des Fördervolumenstromes
vermeidet, gleichzeitig einen sehr hohen Wirkungsgrad gewährleistet, sich darüber
hinaus durch eine sehr kompakte, fertigungs- und montagetechnisch einfache, kostengünstige
und robuste Bauform auszeichnet und auch selbst bei mit Schmutzfracht beladenem Kühlmittel
eine hohe Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit bei sehr langer Lebensdauer gewährleistet.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine mechanisch von einer Riemenscheibe,
einem Zahnrad, einer Steckwelle o.ä. angetriebene Kühlmittelpumpe für Verbrennungsmotore
in der Bauform einer axial durchströmten Kühlmittelpumpe nach den Merkmalen des unabhängigen
Anspruches der Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung der erfindungsgemäßen Lösung
in Verbindung mit der zeichnerischen Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung.
[0007] Nachfolgend wird nun die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung
mit einer dem Ausführungsbeispiel zugeordneten Darstellung, der Figur 1, näher erläutert.
[0008] In dieser Figur 1 ist eine mögliche Bauform einer mechanisch von einer Riemenscheibe
1 angetriebenen, erfindungsgemäßen axial durchströmten Kühlmittelpumpe für Verbrennungsmotore
im Schnitt, in der Seitenansicht dargestellt.
Diese erfindungsgemäße, axial durchströmte Kühlmittelpumpe mit einem Pumpengehäuse
2, einer an diesem saugseitig angeordneten Strömungseintrittsöffnung 3 und einer am
Pumpengehäuse druckseitig angeordneten Strömungsaustrittsöffnung 4, einer im/am Pumpengehäuse
2 mittels eines Pumpenlagers 5 drehbar gelagerten, mit einer Riemenscheibe 1 drehfest
verbundenen Pumpenwelle 6, einer antriebseitig neben der Strömungseintrittsöffnung
3 in einem Dichtungssitz 7 im Pumpengehäuse 2 zwischen diesem und der Pumpenwelle
6 angeordneten Pumpenwellendichtung 8, mit einem drehfest im Pumpengehäuse 2 angeordneten
Leitrad 9 mit Leitschaufeln 10, in dem sich eine Lageraufnahme 11 befindet, in der
ein Gleitlager 12 angeordnet ist, in welchem die Pumpenwelle 6 mit ihrem der Antriebsseite,
beispielsweise der Riemenscheibe 1, gegenüberliegenden Pumpenwellende gelagert ist,
wobei drehfest auf der Pumpenwelle 6, dem Leitrad 9 mit dem Gleitlager 12 in Richtung
der Strömungseintrittsöffnung 3 um einen Ringspalt 13 benachbart, ein Laufrad 14 mit
Schaufeln 15 angeordnet ist, zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass das Laufrad
14 ein Halbaxialschaufelrad, ein Francis- oder Diagonalschaufelrad mit dreidimensional
räumlich gekrümmten Schaufeln 15 ist.
Halbaxialschaufelräder, Francis- und Diagonalschaufelräder sind durch eine dreidimensional
räumlich gekrümmte Schaufelgeometrie gekennzeichnet.
Unter optimalen Randbedingungen und bei minimalem Spaltmaß können derartige Halbaxialschaufelräder,
Francis- und Diagonalschaufelräder aufgrund ihrer räumlich gekrümmten Schaufeln und
dem radialen Strömungsaustritt auch bei für Kühlmittelpumpen üblichen Drehzahlen einen
Wirkungsgrad von bis zu 80 % erreichen.
Gegenüber den im Stand der Technik bei axial durchströmten Kühlmittelpumpen eingesetzten
Axialschaufelrädern, sind Halbaxialschaufelräder, Francis- und Diagonalschaufelräder
kavitationsunempfindlicher und ermöglichen bei begrenztem Bauraum eine deutliche Druckerhöhung.
Erfindungswesentlich in diesem Zusammenhang ist, dass die beidseitig einerseits im
Pumpenlager 5 und andererseits in einem Gleitlager 12 im Leitrad 9 gelagerte Pumpenwelle
6 einen minimalen Ringspalt 13 zwischen dem Laufrad 14 und dem Leitrad 9 gewährleistet,
wobei das Laufrad (14) vom Leitrad (9) um einen minimalen Ringspalt (13) so beabstandet
ist, dass das Laufrad (14) sowohl stirnseitig vom benachbarten Außenrand des Leitkegels
(16), wie auch stirnseitig vom benachbarten Außenrand des Leithutes (17) um den Ringspalt
(13) minimal beabstandet ist, so dass die parallel zu den Laufradaustrittskanten verlaufenden
Leitradeintrittskanten zwei voneinander beabstandete Dichtspaltgeometrien ausbilden,
wodurch ein strömungstechnisch optimaler Übergang des diagonal aus dem Laufrad 14
ausströmenden Fördervolumenstromes direkt in das erfindungsgemäße Leitrad 9 gewährleistet
ist.
Der diagonal nach außen aus dem Laufrad 14 austretende Fördervolumenstrom wird, dadurch
dass das Laufrad 14 sowohl stirnseitig vom benachbarten Außenrand des Leitkegels 16,
wie auch stirnseitig vom benachbarten Außenrand des Leithutes 17 um jeweils einen
minimalem Ringspalt 13 (einen "Dichtspalt") beabstandet ist, optimal in das mit minimalem
Ringspalt 13 benachbarte, erfindungsgemäß aufgebaute Leitrad 9 eingeleitet, und unmittelbar
nach dem von den beiden Dichtspaltgeometrien begrenzten Übergangsbereich, erfindungsgemäß
im Leitrad 9 sofort "umgelenkt".
[0009] Das erfindungsgemäße Leitrad 9 zeichnet sich dabei dadurch aus, dass es einen inneren,
sich in Strömungsrichtung verjüngenden Leitkegel 16, und einen von diesem beabstandet
angeordneten äußeren kegelförmigen Leithut 17 besitzt, und der Leitkegel 16 mit dem
Leithut 17 über dreidimensional, räumlich gekrümmte Leitschaufeln 10 verbunden ist.
Dieser im erfindungsgemäßen Leitrad angeordnete, mit räumlich gekrümmten Leitschaufeln
10 bestückte, sich erfindungsgemäß nach innen verjüngende Raum zwischen dem Leitkegel
16 und dem Leithut 17 bewirkt nun, dass der zunächst diagonal nach außen aus dem erfindungsgemäßen
Laufrad 14 austretende, und sofort wieder "umgelenkt" in das Leitrad 9 eintretende
Fördervolumenstrom bei seinem Eintritt, und während seines Durchflusses durch das
erfindungsgemäße Leitrad 9, im Innern des erfindungsgemäßen Leitrades 9 auf minimalem
Bauraum, nahezu verlustfrei, kavitationsfrei und ohne Verwirbelungen, wieder in einen
axial aus dem Leitrad 9 austretenden Fördervolumenstrom umgewandelt wird, wobei Kavitationserscheinungen
selbst im Hochdrehzahlbereich und selbst bei heißem Kühlmedium ausgeschlossen werden
können.
Die erfindungsgemäße Kühlmittelpumpe gewährleistet zudem auf Grund ihrer robusten
strömungstechnischen Gestaltung selbst bei mit Schmutzfracht beladenem Kühlmittel
eine hohe Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit mit sehr langer Lebensdauer.
Diese erfindungsgemäße, kavitationsunempfindliche Pumpe gewährleistet in ihrer Gesamtheit
bei minimalem Bauvolumen einen hohen Wirkungsgrad, und ermöglicht trotz stark begrenztem
Bauraum eine deutliche Druckerhöhung und zeichnet sich dabei gleichzeitig durch eine
sehr kompakte, fertigungs- und montagetechnisch einfache, kostengünstige und robuste
Bauform aus.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass sich die erfindungsgemäße Kühlmittelpumpe
gegenüber den im Stand der Technik bekannten axial durchströmten Kühlmittelpumpen,
infolge der Anordnung und des Zusammenwirkens der erfindungsgemäßen Baugruppen, überraschenderweise
zudem insbesondere auch durch einen stabilen Verlauf der Kennlinie des Volumenstromes
über den Pumpendruck bei konstanter Drehzahl auszeichnet. D.h. wenn zum Beispiel bei
konstanter Drehzahl (Motordrehzahl) ein Verbraucher im Kühlmittelkreislauf teilweise
zu- oder abgeschaltet wird, verändert sich zwangsläufig sofort der Kühlmittelvolumenstrom.
Dies hat jedoch gegenüber Axialkühlmittelpumpen des Standes der Technik mit herkömmlichen
Axialschaufelrädern, auf Grund der erfindungsgemäßen stabilen Kennlinie, nun keine
Änderung des Pumpendruckes mehr zur Folge. Dabei ermöglicht die erfindungsgemäße Kühlmittelpumpe
gegenüber den Axialkühlmittelpumpen des Standes der Technik bei gleichem Bauraum/Einbauvolumen
und gleicher Drehzahl eine sehr deutliche Erhöhung des Pumpendruckes.
In Versuchsreihen wurden mit den mit Axialschaufelrädern ausgestatteten Axialkühlmittelpumpen
des Standes der Technik bei etwa gleichem Bauraum/Einbauvolumen Vergleichswerte ermittelt,
die belegen, dass bei einer Drehzahl von 12.000 U/min (Hochdrehzahlbereich) mit herkömmlichen
Axialkühlmittelpumpen ein Pumpendruck von etwa 1 bar erzielt werden kann. Demgegenüber
wurden mittels der hier vorgestellten erfindungsgemäßen Axialkühlmittelpumpe bei gleichem
Bauraum und einer analogen Drehzahl von 12.000 U/min ein wesentlich höherer Pumpendruck
von etwa 1,7 bar erzielt. Kennzeichnend ist auch, dass sich im Pumpengehäuse 2, unmittelbar
vor dem Laufrad 14 eine rotationssymmetrisch zur Pumpenwelle 6 angeordnete Einströmkammer
19 mit einem Innendurchmesser D befindet, deren Kammerlänge L etwa 0,7 bis 1,5-fache
des Innendurchmessers D beträgt.
Die in der Figur 1 dargestellte Bauform weist eine Einströmkammer 19 auf, deren Kammerlänge
L etwa das 0,9-fache des Innendurchmessers D beträgt. Diese erfindungsgemäße Einströmkammer
19 bewirkt eine ungestörte Zuströmung, dient insbesondere einer "Vergleichmäßigung"
des Ansaugvolumenstromes und trägt dadurch deutlich zu einer weiteren Optimierung
der erfindungsgemäßen Wirkungen bei.
[0010] Erfindungswesentlich ist auch, dass am strömungsaustrittseitigen freien Ende des
Leithutes 17 eine Leitzunge 18 angeordnet ist.
Diese Leitzunge 18 vermeidet erfindungsgemäß Wirbelbildungen im Bereich des druckseitigen
Strömungsaustrittes und dient ebenso einer weiteren Optimierung der erfindungsgemäßen
Wirkungen.
Die erfindungsgemäße Lösung bewirkt in Ihrer Gesamtheit aber auch, dass die erfindungsgemäße
Lösung, im Vergleich zu den axial durchströmten Kühlmittelpumpen des Standes der Technik,
bei vollständig geschlossenem/abgeschieberten Hauptstromkanal 21 eine deutlich geringere
Antriebsleistung der Pumpenwelle 6 erfordert, so dass der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen,
axial durchströmten Kühlmittelpumpe auch dadurch nochmals erhöht wird.
In dieser in der Figur 1 dargestellten Bauform ist im Bereich der Strömungsaustrittsöffnung
4 am Pumpengehäuse 2 der erfindungsgemäßen, axial durchströmten Kühlmittelpumpe ein
Kühlmittelaustrittsflansch 20 mit dem Hauptstromkanal 21 angeordnet.
Dieser Hauptstromkanal 21 mündet, wie im Stand der Technik üblich, in den Kühlmittelkreislauf
und ermöglicht, z.B. in Verbindung mit Aktuatoren, die optimale Kühlung des Zylinderkurbelgehäuses,
des Zylinderkopfes, wie auch die Kühlung spezieller Komponenten, wie z.B. der Abgasrückführung,
des Abgaskrümmers, aber auch die Wärmeversorgung der Heizung des Fahrgastraumes, u.a.m..
Bezugszeichenzusammenstellung
[0011]
- 1
- Riemenscheibe
- 2
- Pumpengehäuse
- 3
- Strömungseintrittsöffnung
- 4
- Strömungsaustrittsöffnung
- 5
- Pumpenlager
- 6
- Pumpenwelle
- 7
- Dichtungssitz
- 8
- Pumpenwellendichtung
- 9
- Leitrad
- 10
- Leitschaufel
- 11
- Lageraufnahme
- 12
- Gleitlager
- 13
- Ringspalt
- 14
- Laufrad
- 15
- Schaufel
- 16
- Leitkegel
- 17
- Leithut
- 18
- Leitzunge
- 19
- Einströmkammer
- 20
- Kühlmittelaustrittsflansch
- 21
- Hauptstromkanal
- D
- Innendurchmesser
- L
- Kammerlänge
1. Kühlmittelpumpe in der Bauform einer mechanisch angetriebenen Kühlmittelpumpe für
Verbrennungsmotore mit einem Pumpengehäuse (2) mit einer Strömungseintrittsöffnung
(3) und einer Strömungsaustrittsöffnung (4), einer im/am Pumpengehäuse (2) mittels
eines Pumpenlagers (5) drehbar gelagerten Pumpenwelle (6), einer antriebseitig neben
der Strömungseintrittsöffnung (3) in einem Dichtungssitz (7) im Pumpengehäuse (2)
zwischen diesem und der Pumpenwelle (6) angeordneten Pumpenwellendichtung (8), mit
einem drehfest im Pumpengehäuse (2) angeordneten Leitrad (9) mit Leitschaufeln (10),
in dem sich eine Lageraufnahme (11) befindet, in der ein Gleitlager (12) angeordnet
ist, in welchem die Pumpenwelle (6) mit ihrem der Antriebsseite gegenüberliegenden
Pumpenwellenende gelagert ist, wobei drehfest auf der Pumpenwelle (6), dem Leitrad
(9) mit dem Gleitlager (12) in Richtung der Strömungseintrittsöffnung (3) um einen
Ringspalt (13) benachbart, ein Laufrad (14) mit Schaufeln (15) angeordnet ist, und
dass die Strömungseintrittsöffnung (3) seitlich von der Mittenachse der Pumpenwelle
(6) angeordnet ist, so dass der Strömungseintritt schräg zur Rotationsachse des Laufrades
(14) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Laufrad (14) ein Halbaxialschaufelrad, mit dreidimensional räumlich gekrümmten
Schaufeln (15) ist, und
- dass das drehfest im Pumpengehäuse (2) angeordnete Leitrad (9) einen inneren, sich in
Strömungsrichtung verjüngenden Leitkegel (16) und einen von diesem beabstandet angeordneten
äußeren kegelförmigen Leithut (17) besitzt, und
- dass der Leitkegel (16) mit dem Leithut (17) symmetrisch voneinander beabstandet über
dreidimensional, räumlich gekrümmte Leitschaufeln (10) verbunden ist, und
- dass das Laufrad (14) vom Leitrad (9) um einen minimalen Ringspalt (13), in Form eines
Dichtspaltes, beabstandet ist, wobei das Laufrad (14) stirnseitig vom benachbarten
Außenrand des Leitkegels (16) wie auch vom benachbarten Außenrand des Leithutes (17)
um einen Ringspalt (13), in Form eines Dichtspaltes, minimal beabstandet ist, und
- dass sich im Pumpengehäuse (2), unmittelbar vor dem Laufrad (14) eine rotationssymmetrisch
zur Pumpenwelle (6) angeordnete Einströmkammer (19) mit einem Innendurchmesser (D)
befindet, deren Kammerlänge (L) im Bereich des 0,7 bis 1,5-fachen des Innendurchmessers
(D) liegt.
2. Kühlmittelpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende des Leithutes (17) eine Leitzunge (18) angeordnet ist.
3. Kühlmittelpumpe nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Strömungsaustrittsöffnung (4) am Pumpengehäuse (2) ein Kühlmittelaustrittsflansch
(20) angeordnet ist.
4. Kühlmittelpumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanisch angetriebene Kühlmittelpumpe von einer Riemenscheibe (1), einem Zahnrad
oder einer Steckwelle in Rotation versetzt wird.
5. Kühlmittelpumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (14) ein Francis- oder Diagonalschaufelrad mit dreidimensional räumlich
gekrümmten Schaufeln (15) ist.
1. Coolant pump constructed as a mechanically driven coolant pump for combustion motors
with a pump housing (2), a flow intake port (3) and a flow discharge port (4), a pump
shaft (6) rotating freely in a pump bearing (5) located at/in the pump housing (2)
and a pump shaft seal (8) located on the drive side next to the flow intake port (3)
in a seal seating (7) in the pump housing (2) between this and the pump shaft (6),
with a guide wheel (9) with guide vanes (10) located in a torque-proof manner in the
pump housing (2) where a bearing seal (11) is located, where a sliding bearing (12)
is fitted, where the pump shaft (6) is located with its pump shaft end positioned
opposite to its drive side, so that an impeller (14) with vanes (15) is located in
a torque-proof manner on the pump shaft (6) adjacent to the guide wheel (9) with the
sliding bearing (12) is adjacent by an annular gap (13) in distance in the direction
of the flow intake port (3) and that the flow intake port (3) on the side of the centre
axis of the pump shaft (6) is located so that the flow intake takes place obliquely
relative to the rotational axis of the impeller (14),
characterized by the fact
- that the impeller (14) is a mixed flow impeller with vanes (15) curved spatially
in three dimensions, and
- that the guide wheel (9) located in a torque-proof manner in the pump housing (2)
has a guide cone (16) tapering towards the flow direction and has a cone shaped guide
cap (17) spaced apart from this and located on the outside, and
- that the guide cone (16) is connected to the guide cap (17) via spatially curved
guide vanes (10) curved in three dimensions and symmetrically spaced out from each
other, and
- that the impeller (14) of the guide wheel (9) is distanced by a minimum annular
gap (13) in the form of a sealing gap, where the front side of the impeller (14) is
at a minimum distance fro m the adjacent outside edge of the guide cone (16) and is
also at a minimum distance from the adjacent outside edge of the guide cap (17) by
an annular gap (13) in the form of a sealing gap, and
- that an intake chamber (19) with an inside diameter (D) is located in the pump housing
(2) directly in front of the impeller (14) rotationally symmetric to the pump shaft
(6) whose chamber length (L) is between 0.7 to 1.5 times the inside diameter (D).
2. Coolant pump according to claim 1, characterized by the fact that a guide tongue (18) is located at the free end of the guide cap (17).
3. Coolant pump according to claim 1 or claim 2 characterized by the fact that a coolant discharge flange (20) is located in the area of the flow
discharge port (4) at the pump housing (2).
4. Coolant pump according to one or several of the claims 1 to 3, characterized by the fact that the mechanically driven coolant pump is moved into rotation by a belt
driven pulley (1), a gear wheel or a stub shaft.
5. Coolant pump according to one or several of the claims 1 to 4, characterized by he fact that the impeller (14) is a Francis-type or a diagonal paddle wheel with
vanes (15) curved spatially in three dimensions.
1. Pompe de refroidissement construite selon le principe d'une pompe de refroidissement
à entraînement mécanique pour moteurs à combustion avec un carter de pompe (2) avec
une ouverture d'admission de courant (3) et une ouverture de sortie de courant (4),
un arbre de pompe (6) disposé dans/sur le carter de pompe (2) de manière rotative
au moyen d'un palier de pompe (5), un joint d'arbre de pompe (8) disposé du côté de
l'entraînement à côté de l'ouverture d'admission de courant (3) dans une garniture
(7), dans le carter de pompe (2) entre celui-ci et l'arbre de pompe (6), avec une
roue directrice (9) équipée de pales directrice (10) fixe quant à la rotation et disposée
dans le carter de pompe (2), dans laquelle roue directrice (9) se trouve un logement
de palier (11) dans lequel est disposé un palier glissant (12), dans lequel est disposé
l'arbre de pompe (6) avec son extrémité d'arbre de pompe située à l'opposé du côté
d'entraînement, une roue (14) avec pales (15) étant disposée de manière fixe quant
à la rotation sur l'arbre de pompe (6), au voisinage de la roue directrice (9) avec
le palier glissant (12) en direction de l'ouverture d'admission de courant (3) autour
d'une fente annulaire (13), et que l'ouverture d'admission de courant (3) est disposée
latéralement par rapport à l'axe central d'arbre de pompe (6), de telle manière que
l'admission de courant s'effectue en biais par rapport à l'axe de rotation de la roue
(14),
caractérisée par le fait
- que la roue (14) est une roue à ailettes semi-axiale avec des pales (15) courbées de
manière tridimensionnelle, et
- que la roue directrice (9) fixe quant à la rotation dans le carter de pompe (2) possède
un cône directeur (16) interne effilé en direction du courant et un chapeau directeur
(17) externe de forme conique à une certaine distance du cône directeur (16), et
- que le cône directeur (16) et le chapeau directeur (17), espacés l'un de l'autre de manière
symétrique, sont reliés au moyen de pales directrices (10) courbées de manière tridimensionnelle,
et
- que la roue (14) est espacée de la roue directrice (9) par une fente annulaire (13) minimale
en forme de fente d'étanchéité, la roue (14) étant espacée de manière minimale sur
le côté frontal du bord extérieur voisin du cône directeur (16) comme également du
bord extérieur voisin du chapeau directeur (17) par une fente annulaire (13) en forme
de fente d'étanchéité, et
- qu'une chambre d'amission (19) d'un diamètre intérieur (D) est disposée dans le carter
de pompe (2) de manière symétrique en rotation par rapport à l'arbre de pompe (6)
et placée immédiatement devant la roue (14), la longueur de chambre (L) se trouvant
dans un intervalle de 0,7 à 1,5 fois le diamètre intérieur (D).
2. Pompe de refroidissement selon l'exigence 1 caractérisée par le fait qu'une languette directrice (18) est disposée sur l'extrémité libre du chapeau directeur
(17).
3. Pompe de refroidissement selon l'exigence 1 ou l'exigence 2 caractérisée par le fait que, dans la zone d'ouverture de sortie de courant (4) sur le carter de pompe (2), une
bride de sortie de liquide de refroidissement (20) est disposée.
4. Pompe de refroidissement selon une ou plusieurs des exigences 1 à 3 caractérisée par le fait que la pompe de refroidissement entraînée mécaniquement est mise en rotation par une
poulie à courroie (1), une roue dentée ou un arbre d'emboîtement.
5. Pompe de refroidissement selon une ou plusieurs des exigences 1 à 4 caractérisée par le fait que la roue (14) est une roue de type Francis ou une roue à ailettes diagonale avec des
pales (15) courbées de manière tridimensionnelle.