[0001] Die Erfindung betrifft ein Gepäckstück nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei herkömmlichen Gepäckstücken ist es meist problematisch, Kleidungsstücke knitter-
oder faltenfrei zu verstauen. Falten in Kleidungsstücken entstehen generell durch
das Zusammenwirken zweier Faktoren, nämlich einem engen Radius, um den das Kleidungsstück
gelegt bzw. gefaltet wird, sowie Druck, welcher auf das Kleidungsstück aufgebracht
wird. In Gepäckstücken mit nur einem Aufbewahrungsfach sind die Kleidungsstücke dem
Druck darüber angeordneter Gegenstände ausgesetzt und bei Ausführungen des Gepäckstücks
aus flexiblem Material darüber hinaus Kräften, die von außen eingeleitet werden, ausgeliefert.
Kleidungsstücke, insbesondere Kleider, Anzüge, Hemden und Blusen aus leicht knitternden
und empfindlichen Stoffen, müssen daher nach dem Auspacken aus dem Gepäckstück gebügelt
oder anders geglättet werden. Zum Teil kann Abhilfe geschaffen werden, indem die Gepäckstücke
mit mehreren Aufbewahrungsfächern ausgebildet werden, sodass die Kleidungsstücke nicht
von den übrigen Gegenständen gepresst werden. Verbesserungen, insbesondere für den
Transport von Anzügen, können auch durch die Verwendung von Kleidersäcken erzielt
werden. Derartige Kleidersäcke sind jedoch unkomfortabel zu transportieren und sind
darüber hinaus nicht mit Rädern, welche ein Nachziehen des Gepäckstücks erlauben würden,
ausgestattet. Werden die Gepäckstücke aus festerem Material gebildet, scheidet eine
Krafteinwirkung von außen im Wesentlichen aus. Nachteilig dabei ist jedoch das dadurch
resultierende höhere Gewicht des Gepäckstücks.
[0003] Seit langem besteht daher ein Bedarf an Gepäckstücken, welche ein möglichst bequemes,
aber dennoch knitterfreies Lagern und/oder Transportieren von Kleidungsstücken ermöglichen
oder zumindest weitestgehend unterstützen.
[0004] Beispielsweise beschreibt die
US 7,416,066 B2 einen Trolley, bei dem ein Kleidersack mit dem zu schützenden Kleidungsstück außen
um den Körper des Trolleys gewunden und befestigt wird. Nachteilig dabei ist, dass
das Kleidungsstück im Kleidersack aus gezwungenermaßen weichem Material Druckkräften
ausgesetzt ist, welche zu einem Verknittern des Kleidungsstücks führen. Auch ist das
Winden des Kleidersacks um den Körper des Trolleys ein aufwändiger Prozess, bei welchem
der beladene Koffer über den weichen Anzug gerollt wird und ihn dabei leicht verknittern
kann. Weiters kann es durch eine schlechte Verbindung des Kleidersacks an der Außenseite
des Trolleys zu einem Verrutschen des Kleidersacks kommen. Die weiche Ausformung des
Kleidersacks erlaubt es nicht, Räder daran zu befestigen, wodurch diese auf der unteren,
festeren Fläche des Trolleys befestigt werden müssen. Dadurch wird die Gesamthöhe
des Trolleys deutlich erhöht und allenfalls die im Flugverkehr maximal zulässige Handgepäckgröße
überschritten. Schließlich können die Außenabmessungen des Gepäckstücks auch durch
entsprechendes Beladen des Kleidersacks überschritten werden und das Gepäckstück zum
Beispiel nicht mehr als Handgepäck im Flugverkehr akzeptiert werden. Dadurch, dass
sowohl der Körper des Trolleys als auch der Kleidersack quasi als eigenständige Gepäckstücke
ausgebildet sind, resultiert natürlich auch ein höheres Gewicht des Gepäckstücks.
[0005] Die
DE 298 07 402 U1 beschreibt einen Pilotenkoffer, in dem eine ovale Röhre angeordnet ist und dessen
Außenwände heruntergeklappt werden können, sodass ein Kleidungsstück um die Röhre
herum knitterfrei angeordnet werden kann. Das Anordnen beispielsweise eines Anzugs
in diesem Gepäckstück ist jedoch relativ aufwändig und umständlich, da dabei Hose
und Anzug einzeln unter die Röhre geschoben werden müssen. Auch verfügt der Koffer
über keine Rollen, wodurch dessen Handhabung erschwert wird.
[0006] US 2,362,807 A beschreibt einen Koffer der gegenständlichen Art mit einem kleineren Innenkoffer,
wobei zwischen äußerem Koffer und Innenkoffer Kleidungsstücke schonender gelagert
werden können. Das Gewicht des Innenkoffers lastet dabei zumindest teilweise auf dem
Kleidungsstück, und verändert je nach Handhabung und Lage des Koffers entsprechend
der Schwerkraft seine Lage und somit seinen Druck auf die Kleidungsstücke. Somit kann
ein Verknittern der Kleidungsstücke nicht verlässlich verhindert werden. Zudem ergibt
sich durch die Ausführung als zwei getrennte Koffer ein nahezu doppeltes Gewicht der
Gesamtkonstruktion verglichen mit herkömmlichen Koffern. Weiters ist das Einlegen
des Kleidungsstücks in den Koffer durch nur eine Öffnungsklappe mühsam, sodass das
Kleidungsstück an manchen Stellen umgeschlagen und gefaltet werden muss, insbesondere
wenn die Abmessungen des Koffers die international gültigen Handgepäcksbestimmungen
nicht überschreiten soll.
[0007] Die
FR 2 747 023 A1 zeigt ein Gepäckstück mit einer festen Grundplatte und an beiden Enden befestigten
quadratischen Endflächen, an denen eine sich axial über die Länge des Gepäckstücks
erstreckende weiche Innentasche befestigt werden kann, wobei beidseitig der Grundplatte
stoffbespannte Seitenteile angeordnet sind, so dass sich beim Schließen der Seitenteile
ein weicher Kleiderbügel in einem längs der Grundplatte angeordneten Kleidungsstück
U-förmig um die Innentasche legt.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe besteht daher in der Schaffung eines oben genannten
Gepäckstücks, welches eine im Wesentlichen knitterfreie und druckfreie Lagerung und/oder
Transport von Kleidungsstücken zulässt. Das Be- und Entladen des Gepäckstücks soll
möglichst rasch, intuitiv und somit einfach durchführbar sein. Das Gepäckstück soll
möglichst einfach und kostengünstig herstellbar sein und ein möglichst niedriges Gewicht
aufweisen.
[0009] Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Gepäckstück mit den Merkmalen
von Anspruch 1.
[0010] Das Gepäckstück besteht im Wesentlichen aus einem Kern und einer auffaltbaren oder
aufrollbaren Hülle, zwischen welchen ein Zwischenraum gebildet wird, in dem die Kleidungsstücke
sicher, druckfrei und im Wesentlichen faltenfrei transportiert werden können. Dadurch,
dass die Hülle auffaltbar oder aufrollbar ausgebildet ist, kann das Einlegen der Kleidungsstücke
auf die Innenseite der Hülle in besonders einfacher und rascher Weise durchgeführt
werden. Im Gegensatz zu bekannten Lösungen wird das Kleidungsstück nicht um einen
inneren Körper herumgewickelt, sondern an der Innenseite einer schützenden Hülle aus
zumindest teilweise festem Material angeschmiegt und dort durch entsprechende Halteelemente
gehalten. In dem Zwischenraum zwischen Hülle und Kern mit dem definierten Abstand
wird auf die Kleidungsstücke im Wesentlichen kein oder nur geringer Druck ausgeübt.
Somit sind die Kleidungsstücke wesentlich besser vor einem Knittern geschützt. Darüber
hinaus kann das gegenständliche Gepäckstück wie bisher bekannte Gepäckstücke verschiedenartig
ausgebildet und relativ kostengünstig hergestellt werden. Die Hülle kann an sich aus
relativ festem Material gebildet sein oder aus weichem, beispielsweise textilem, Material
bestehen und entsprechende Versteifungselemente, die das weiche, beispielsweise textile,
Material entsprechend verstärken, aufweisen. Derartige Versteifungselemente können
sich auch weitgehend über die gesamte Hülle erstrecken.
[0011] Im geschlossenen Zustand sind die einander berührenden Enden der Hülle des Gepäckstücks,
vorzugsweise versperrbar, miteinander verbunden. Die Verbindung kann verschiedenartig,
beispielsweise mittels Zippverschluss, Klettverschluss, Schnallen, Magneten oder dgl.
realisiert werden. Zum Versperren können übliche bei Koffern bekannte Schlösser und
dgl. eingesetzt werden.
[0012] Gemäß einer Variante der Erfindung ist die Hülle und bzw. oder der Kern aus gelenkig
miteinander verbundenen Elementen aus im Wesentlichen festem Material gebildet. Ein
derartiges Gepäckstück kann in Art eines Hartschalenkoffers ausgebildet sein, wobei
die Elemente aus festem Material gelenkig miteinander verbunden sind.
[0013] Erfindungsgemäß ist die Hülle und bzw. oder der Kern aus flexiblem Material mit Versteifungselementen
gebildet. Die Versteifungselemente können in Längsrichtung, Querrichtung oder auch
diagonal an den Seiten der Hülle des Gepäckstücks und an besonders empfindlichen Stellen,
wie zum Beispiel den Ecken und Kanten, angeordnet werden. Auch Kombinationen aus den
oben beschriebenen Elementen aus im Wesentlichen festem Material und aus flexiblem
Material mit Versteifungselementen sind denkbar. Die Versteifungselemente können aus
verschiedenen Materialien, beispielsweise Kunststoff, Leichtmetall aber auch härteren
Schaumstoffen, bestehen. Die Versteifungselemente erhöhen die Steifigkeit der aus
flexiblem Material bestehenden Hülle, indem ein Material für die Versteifungselemente
gewählt wird, welches steifer als das flexible Material der Hülle ausgebildet ist.
[0014] Die Seitenelemente sind im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks mit der Hülle und
bzw. oder dem Kern lösbar verbunden. Dadurch wird dem Gepäckstück im geschlossenen
Zustand auch eine entsprechende Stabilität verliehen.
[0015] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Seitenelemente vorzugsweise über
zumindest ein Verbindungsstück miteinander verbunden und die Verbindungsstücke sind
allenfalls untereinander über scharnierartige Elemente, insbesondere Filmscharniere,
miteinander verbunden. Auf diese Weise lässt sich ein kostengünstiges Gepäckstück
realisieren, da ein Großteil der Komponenten in einem Spritzgussvorgang hergestellt
werden kann.
[0016] Um die Hülle entsprechend zu stabilisieren, sind die Versteifungselemente untereinander
und bzw. oder die Versteifungselemente und die Verbindungsstücke dauerhaft verbunden.
Dabei sind die Verbindungen entsprechend intelligent anzuordnen, um einen festen,
tragenden Rahmen des Gepäckstücks zu erhalten.
[0017] Zur Herstellung dieser Verbindung zwischen den Seitenelementen und der Hülle und
bzw. oder dem Kern im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks weisen die Hülle und
bzw. oder der Kern und bzw. oder die Seitenelemente entsprechende Verbindungsstücke
zur Verbindung der Hülle und bzw. oder des Kerns mit den Seitenelementen auf. Diese
Verbindungsstücke können verschiedenartig ausgebildet werden und sollen möglichst
intuitiv, einfach und werkzeuglos gelöst werden können und das Gepäckstück möglichst
sicher im geschlossenen Zustand halten.
[0018] Wenn am Kern des Gepäckstücks Fixierelemente und an den Seitenelementen entsprechende
Gegenstücke zu den Fixierelementen vorgesehen sind, kann der Kern in der gewünschten
Lage in Bezug auf die Seitenelemente des Gepäckstücks gehalten werden und der Abstand
zwischen Kern und Hülle des Gepäckstücks für die im Wesentlichen knitterfreie und
druckfreie Lagerung des zumindest einen Kleidungsstücks eingehalten werden. Als Fixierelemente
und Gegenstücke zu den Fixierelementen kommen verschiedene Konstruktionen von Verschlüssen,
Magneten oder dgl. in Frage.
[0019] Zumindest ein Seitenelement kann fix mit der Hülle und bzw. oder dem Kern verbunden
sein oder einteilig mit der Hülle und bzw. oder dem Kern hergestellt sein. Durch eine
derartige Konstruktion können die Herstellungskosten gesenkt werden. Beispielsweise
kann die Hülle zusammen mit den Seitenelementen einstückig aus textilem Material hergestellt
werden und entsprechende Versteifungselemente aus steiferem Material als das textile
Material der Hülle enthalten. Derartige Versteifungselemente können sich auch weitgehend
über die gesamte Hülle erstrecken.
[0020] Wenn zumindest ein Seitenelement eine verschließbare Öffnung aufweist, welche in
das Innere des Kerns mündet, kann der im Inneren des Kerns gebildete Stauraum leicht
be- und entladen werden, ohne dass das Gepäckstück durch Auffalten oder Ausrollen
der Hülle geöffnet werden muss. Im Inneren des Kerns können auch Fächer zur Unterteilung
des zu beladenden Raumes angeordnet sein.
[0021] Zur Sicherstellung des Abstands zwischen dem Kern und der Hülle, welcher den auf
das Kleidungsstück ausgeübten Druck deutlich reduziert oder zumindest begrenzt, enthält
der Kern und bzw. oder die Hülle und bzw. oder die Seitenelemente geeignete Abstandselemente.
Diese Abstandselemente können mit der Hülle, dem Kern oder den Seitenelementen verbunden
sein oder auch getrennt davon angeordnet sein. Die Abstandselemente können auch als
integrierter Bauteil konstruiert sein, beispielsweise indem der Kern kleinere Abmessungen
als die Hülle hat und sowohl Hülle als auch Kern mit den Seitenelementen verbunden
sind.
[0022] Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist der Kern aus textilem Material gebildet. Bei
einer derartigen Ausführung des Gepäckstücks besteht der Kern beispielsweise aus einem
Sack oder sackähnlichen Gebilde. Durch entsprechende Abstandselemente bzw. konstruktive
Ausgestaltungen wird verhindert, dass das zumindest eine an der Innenseite der Hülle
angeordnete und vor Verknittern zu schützende Kleidungsstück einem Druck ausgesetzt
wird. Die Abstandselemente müssen also derartig ausgebildet sein, dass sie verhindern,
dass vom Sack ausgehend ein Druck auf das Kleidungsstück ausgeübt werden kann.
[0023] Die Halteelemente zum Halten des zumindest einen Kleidungsstücks an der Innenseite
der Hülle des Gepäckstücks sind durch einen Kleidersack ausgebildet. Dabei kann im
Kleidersack zumindest ein Kleiderbügel angeordnet sein, auf welchem das zumindest
eine Kleidungsstück optimal angeordnet werden kann.
[0024] Die Halteelemente zum Halten des zumindest einen Kleidungsstücks an der Innenseite
der Hülle sind alternativ durch Spanngurte ausgebildet, welche das zumindest eine
Kleidungsstück an der Innenseite der auffaltbaren oder ausrollbaren Hülle des Gepäckstücks
halten.
[0025] An der Innenseite der Hülle und bzw. oder der Innenseite des Kleidersacks kann zumindest
stellenweise eine Beschichtung aus rutschhemmendem Material vorgesehen sein. Durch
eine derartige Beschichtung kann ein Verrutschen und in der Folge ein Zerknittern
des Kleidungsstücks verhindert oder zumindest deutlich reduziert werden.
[0026] Weiters können an der Innenseite der Hülle des Gepäckstücks und bzw. oder der Innenseite
des Kleidersacks Formelemente angeordnet sein, welche dazu dienen, empfindliche Stellen
der Kleidungsstücke zu schützen. Derartige Formelemente sind vorzugsweise aus Schaumstoff
gebildet, so dass das Gesamtgewicht des Gepäckstücks dadurch nicht wesentlich erhöht
wird.
[0027] Zur leichteren Beförderung des Gepäckstücks kann an der Hülle oder am Kern zumindest
ein Rad, vorzugsweise zumindest zwei Räder, angeordnet sein. Natürlich können auch
vier Räder an allen Ecken einer Seite des Gepäckstücks angeordnet werden, wodurch
die Manövrierbarkeit und Handhabung weiter verbessert werden kann.
[0028] Insbesondere bei der Anordnung von zwei Rädern am Gepäckstück ist eine Ausziehstange
von Vorteil, sodass das Gepäckstück in leicht gekipptem Zustand bequem nachgezogen
werden kann. Diese kann an der Hülle oder am Kern angeordnet sein und dient für einen
bequemeren Transport des Gepäckstücks.
[0029] Der Abstand zwischen Hülle und Kern kann auch verstellbar sein, sodass der Zwischenraum
für die Aufbewahrung des zumindest einen Kleidungsstückes variiert werden kann. Die
Konstruktionen können verschiedenartig ausgebildet sein und eine stufenlose Verstellung
oder eine Verstellung zwischen zwei oder mehreren Stufen ermöglichen. Beispielsweise
kann eine Verstellung durch Längenverstellung der oben genannten Abstandselemente
vorgenommen werden.
[0030] Wenn eine Umhüllung für das Gepäckstück vorgesehen ist, kann dieses beim Transport
vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt werden. Die Umhüllung ist vorzugsweise
in Art eines Sacks mit einer verschließbaren Öffnung, in welchem das Gepäckstück angeordnet
werden kann, ausgebildet. Geeignete Materialien können textile Stoffe oder Kunststoffe
sein.
[0031] Wenn die Außenabmessungen der Hülle des Gepäckstücks im geschlossenen Zustand maximal
55 x 40 x 20 cm betragen, kann das Gepäckstück nach derzeitigem internationalem Standard
als Handgepäck deklariert und in den Passagierraum eines Flugzeugs mitgenommen werden.
[0032] Die gegenständliche Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen, welche verschiedene
Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Gepäckstücken zeigen, näher erläutert.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Gepäckstücks in Form eines Koffers in geschlossenem
Zustand;
- Fig. 2
- ein Schnittbild durch das Gepäckstück gemäß Fig. 1 entlang der Schnittlinie II-II;
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel des Kerns bei entfernter Hülle des Gepäckstücks gemäß Fig.
1;
- Fig. 4-10
- Details verschiedener Konstruktionen der Verbindung zwischen Hülle und Kern eines
erfindungsgemäßen Gepäckstücks in vergrößerter Darstellung (Detail A gemäß Fig. 2);
und
- Fig. 11-15
- verschiedene Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Gepäckstücke jeweils in geöffnetem
Zustand mit aufgerollter oder aufgefalteter Hülle.
[0033] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gepäckstücks 1 in Form
eines Koffers in geschlossenem Zustand. Das Gepäckstück 1 besteht aus einer Hülle
2 aus zumindest teilweise festem Material und zwei Seitenelementen 3, 4. Die Hülle
2 kann, wie bei bekannten Gepäckstücken 1, verschiedenartig ausgebildet sein, beispielsweise
aus festem Material (Kunststoff oder Metall) oder aus flexiblem, insbesondere textilem,
Material mit entsprechenden Versteifungselementen 18, welche der Hülle 2 die notwendige
Stabilität verleihen. Die Versteifungselemente 18 können in Längsrichtung, Querrichtung
oder auch diagonal (nicht dargestellt) am Gepäckstück 1 in verschiedenen Längen angeordnet
sein und auch durch die Kombination verschiedener Versteifungselemente 18 zu festen
Strukturen die Hülle 2 stabilisieren. Die Versteifungselemente 18 sind aus einem Material
hergestellt, welches die Steifigkeit der übrigen Hülle 2 erhöht. Beispielsweise können
die Versteifungselemente 18 aus Kunststoff oder Leichtmetall gefertigt sein. Ebenso
ist es möglich, dass die Versteifungselemente 18 aus Schaumstoffmaterial gebildet
sind, wodurch das Gewicht des Gepäckstücks 1 reduziert werden kann. In zumindest einem
Seitenelement 3, 4 kann eine verschließbare Öffnung 15 angeordnet sein, über welche
leicht und bequem in das Innere des Gepäckstücks 1 gelangt werden kann. Über eine
derartige Öffnung 15 kann das Innere des weiter unten beschriebenen Kerns 7 des erfindungsgemäßen
Gepäckstücks 1 be- oder entladen werden, ohne dass die Hülle 2 des Gepäckstücks 1
aufgefaltet oder ausgerollt werden muss. Die verschließbare Öffnung 15 kann beispielsweise
durch einen entsprechend an dem Seitenelement 3 oder 4 angeordneten Zippverschluss
oder dgl. gebildet sein.
[0034] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Gepäckstück 1 gemäß Fig. 1 entlang der Schnittlinie
II-II. Dementsprechend weist das Gepäckstück 1 einen Kern 7 auf, um welchen in einem
Abstand d die Hülle 2 angeordnet ist. Wie anhand der Ausführungsbeispiele gemäß den
Fig. 11-13 dargestellt wird, ist die Hülle 2 des Gepäckstücks 1 auffaltbar oder ausrollbar
ausgebildet. Im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks 1 kann im entstehenden Zwischenraum
8 zwischen Hülle 2 und Kern 7 zumindest ein Kleidungsstück 6 im Wesentlichen knitterfrei
und druckfrei gelagert werden. Zur Sicherheit sind an der Innenseite der Hülle 2 entsprechende
Halteelemente 5 zum Halten des zumindest einen Kleidungsstücks 6 an der Innenseite
der Hülle 2 vorgesehen (siehe Fig. 11 bis 15). Über die bereits oben beschriebene
verschließbare Öffnung 15 in zumindest einem Seitenelement 3 des Gepäckstücks 1 kann
in das Innere des Kerns 7 gelangt und auch ohne Auffalten oder Aufrollen der Hülle
2 dieser Raum beladen bzw. entladen werden. Bei der Ausbildung des Gepäckstücks 1
als Koffer oder Trolley ist die Anordnung von Rädern 16, wie strichliert angedeutet,
vorteilhaft. Die Räder 16 können an der Hülle 2 oder am Kern 7 bzw. dem Seitenelement
4 des Gepäckstücks 1 befestigt sein. Auch eine Ausziehstange 17, welche ebenfalls
an der Hülle 2 oder am Kern 7 befestigt sein kann, dient zum bequemeren Transportieren
des Gepäckstücks 1. Zur Sicherstellung des definierten Abstandes d zwischen dem Kern
7 und der Hülle 2 sind vorzugsweise geeignete Abstandselemente 9 bzw. entsprechende
Maßnahmen vorgesehen.
[0035] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht auf eine Ausbildungsform des Kerns 7 eines
Gepäckstücks 1 mit entfernter Hülle 2. Bei dieser Variante besteht der Kern 7 aus
mehreren in Längsrichtung angeordneten Versteifungselementen 18, welche mit den Seitenelementen
3, 4 entsprechend verbunden sind. Sowohl die Räder 16 als auch die Ausziehstange 17
sind bei dieser Konstruktion am Kern 7 angeordnet. Durch entsprechende Abstandselemente
9 an den Seitenelementen 3, 4 wird der Abstand d zwischen Kern 7 und Hülle 2 (nicht
dargestellt) sichergestellt, der für ein im Wesentlichen knitterfreies Lagern des
zumindest einen Kleidungsstücks 6 (nicht dargestellt) wesentlich ist. Beim dargestellten
Beispiel ist im Seitenelement 3 eine Öffnung 15 vorgesehen. In diesem Fall wird der
definierte Abstand d durch die entsprechend gebildeten Seitenelemente 3, 4, welche
somit entsprechende Abstandselemente 9 formen, gebildet.
[0036] Die Fig. 4 bis 10 zeigen verschiedene Ausführungsformen der Verbindung zwischen Hülle
2 und Kern 7 bzw. Seitenelementen 3 oder 4 entsprechend Detail A in Fig. 2 in vergrößerter
Darstellung.
[0037] Dabei kann die Hülle 2 gemäß Fig. 4 mit entsprechenden Versteifungselementen 18 versehen
sein oder an sich aus steifen Elementen aufgebaut sein. Über Verbindungsstücke 19
an der Hülle 2 und dem jeweiligen Seitenelement 3 oder 4, welche auch jeweils einteilig
mit der Hülle 2 oder dem Seitenelement 3 oder 4 ausgebildet sein können, wird die
Hülle 2 über entsprechende Verbindungseinrichtungen 20 mit dem jeweiligen Seitenelement
3 oder 4 lösbar verbunden. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Verbindungseinrichtungen
20 durch Magnete 24 in den beiden Verbindungsstücken 19 realisiert, welche Magnete
24 die Verbindung zwischen Hülle 2 und Seitenelementen 3 oder 4 in geschlossenem Zustand
des Gepäckstücks 1 sicherstellen. Wenn die Verbindungsstücke 19 aus steifem Material
gebildet sind, können diese gleichzeitig als Abstandselemente 9 dienen, welche den
Abstand d des Zwischenraums 8 zwischen Kern 7 und Hülle 2 des Gepäckstücks 1 für die
knitterfreie und druckfreie Lagerung des zumindest einen Kleidungsstücks 6 sicherstellen.
Vorteilhaft ist es, wenn die Verbindungsstücke 19 dauerhaft mit den Versteifungselementen
18 verbunden sind und bzw. oder die Versteifungselemente 18 untereinander dauerhaft
verbunden sind und so einen stabilen Rahmen formen, welcher die Hülle 2 des Gepäckstücks
1 stabilisiert und verstärkt. Die Verbindungen können beispielsweise mit geeigneten
Nieten, Kleben oder dgl. realisiert werden oder durch einstückige Bildung der zu verbindenden
Teile mit einem Filmscharnier als Verbindungselement hergestellt werden.
[0038] Bei der Variante gemäß Fig. 5 ist das Seitenelement 3 oder 4 mit einer Nut ausgebildet,
in welche das mit der Hülle 2 verbundene Verbindungsstück 19 bzw. Abstandselement
9 hineinragt und über entsprechende Verbindungseinrichtungen 20 lösbar mit dem Seitenelement
3 oder 4 verbunden wird. Die Verbindungseinrichtungen 20 können durch Zippverschlüsse,
Klettverschlüsse, Magnetverschlüsse oder dgl. gebildet sein.
[0039] Bei der Variante gemäß Fig. 6 ist im Seitenelement 3 oder 4 eine Stufe gebildet,
in welche das mit der Hülle 2 verbundene Verbindungsstück 19 bzw. Abstandselement
9 hineinragt und mit dem Seitenelement 3 oder 4 über entsprechende Verbindungseinrichtungen
20 verbunden wird.
[0040] Bei der Variante gemäß Fig. 7 ist die Hülle 2, welche mit Versteifungselementen 18
versehen sein kann, über Verbindungsstücke 19 und einen Zippverschluss 21 mit dem
Seitenelement 3 oder 4 verbunden. Die Seitenelemente 3, 4 zusammen mit den Verbindungsstücken
19 bilden somit Abstandselemente 9 zur Sicherstellung des definierten Abstands d zwischen
Kern 7 und Hülle 2.
[0041] Die Variante gemäß Fig. 8 sieht eine Verbindung der Hülle 2 mit dem Seitenelement
3 oder 4 in Form eines Klettverschlusses 22 vor. Die Bestandteile des Klettverschlusses
22 sind jeweils an einem Verbindungsstück 19, welches mit der Hülle 2 und dem Seitenelement
3 oder 4 verbunden ist, angeordnet. Bei den Ausbildungsformen gemäß Fig. 7 und 8 können
die Verbindungsstücke 19 auch aus flexiblem Material, z.B. textilem Material, gebildet
sein. In diesem Fall müssen an der Hülle 2 oder am Kern 7 entsprechende Abstandselemente
9 vorgesehen sein, welche den Abstand d zwischen Hülle 2 und Kern 7 des Gepäckstücks
1 sicherstellen.
[0042] Die Variante gemäß Fig. 9 sieht Verbindungsstücke 19 vor, die in Form einer Rastverbindung
23 ausgebildet sind. Da die Verbindungsstücke 19 in diesem Fall aus festem Material
gebildet sind, stellen sie gleichzeitig die Abstandselemente 9 zwischen der Hülle
2 und dem Seitenelement 3 oder 4 dar. In geschlossenem Zustand des Gepäckstücks 1
rasten die Verbindungsstücke 19 im Bereich der Rastverbindung 23 entsprechend ein.
[0043] Schließlich zeigt Fig. 10 eine weitere Ausführungsform einer Verbindung zwischen
Hülle 2 und Seitenelement 3 oder 4 des Gepäckstücks 1. Dabei ist das Seitenelement
3 oder 4 und die Hülle 2 jeweils mit einem entsprechenden Verbindungsstück 19, welches
das Abstandselement 9 repräsentiert, verbunden bzw. versehen. Bei dieser Variante
können das Seitenelement 3 oder 4 und das Verbindungsstück 19 in einfacher und kostengünstiger
Weise in einem Spritzgussvorgang hergestellt und die Verbindungseinrichtung 20 beispielsweise
in Art eines Filmscharniers integriert werden. Natürlich kann die Verbindungseinrichtung
auch anders ausgebildet sein oder durch Magnete 24 gebildet werden.
[0044] Wesentlich bei allen Varianten der Verbindung zwischen Hülle 2 und Seitenelement
3 oder 4 ist, dass diese einerseits möglichst einfach, intuitiv und werkzeuglos gelöst
werden kann und andererseits das Gepäckstück 1 möglichst sicher im geschlossenen Zustand
gehalten wird.
[0045] Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Gepäckstücks 1 in geöffnetem Zustand. Dementsprechend
ist die aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen Elementen 2' bestehende Hülle
2 des Gepäckstücks 1 aufgefaltet bzw. aufgerollt. Die Elemente 2' können aus flexiblem
Material mit entsprechenden Versteifungselementen 18 (siehe Fig. 1) oder auch aus
festem Material bestehen. Die im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks 1 einander
berührenden Enden bzw. Kanten der Hülle 2 können vorzugsweise versperrbar miteinander
verbunden werden (nicht dargestellt). Zur Verbindung mit den Seitenelementen 3, 4
und dem Kern 7 sind entsprechende Verbindungsstücke 19, die gleichzeitig als Abstandselemente
9 dienen können, vorgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel des Gepäckstücks 1 sind
die Räder 16 und die Ausziehstange 17 mit der Hülle 2 verbunden. Dadurch wird gewährleistet,
dass die Hülle 2 im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks 1 in einem Abstand d um
den Kern 7 angeordnet ist und somit ein Zwischenraum 7 gebildet wird, in welchem zumindest
ein Kleidungsstück 6 im Wesentlichen knitterfrei gelagert werden kann. Zum Halten
des zumindest einen Kleidungsstücks 6 an der Innenseite der Hülle 2 sind an der Innenseite
Halteelemente 5 angeordnet, die verschiedenartig ausgebildet sein können. Wesentlich
ist, dass durch die Halteelemente 5 das zumindest eine Kleidungsstück 6 an der Innenseite
der Hülle 2 gehalten wird. Beim Beispiel gemäß Fig. 11 sind die Halteelemente 5 durch
einen Kleidersack 10 gebildet, der an der Innenseite der Hülle 2 befestigt werden
kann. Im geschlossenen Zustand der Hülle 2 wird das Kleidungsstück 6 mit relativ großen
Radien gefaltet, wodurch keine Falten entstehen können. Prinzipiell ist auch eine
Ausführungsvariante denkbar, bei welcher der Kleidersack 10 fix an der Innenseite
der Hülle 2 angeordnet und mit dieser verbunden ist. Vorzugsweise ist im Kleidersack
10 zumindest ein Kleiderbügel 11 enthalten, auf den die Kleidungsstücke 6 in gewohnter
Weise angeordnet werden können. Zur Befestigung des Kleidersackes 10 an der Innenseite
der Hülle 2 können entsprechende Verbindungselemente 25 vorgesehen sein. Die Verbindungselemente
25 können durch Druckknöpfe, Magnete oder dgl. gebildet sein. Anstelle eines Kleidersackes
10 oder zusätzlich zu diesem können weitere Halteelemente 5 in Form von Spanngurten
12 vorgesehen sein, mit welchen die Kleidungsstücke 6 direkt an der Innenseite der
Hülle 2 gehalten werden können oder der Kleidersack 10 an der Innenseite der Hülle
2 fixiert werden kann. An der Innenseite der Hülle 2 bzw. einzelner Elemente 2' der
Hülle 2 kann eine Beschichtung 13 aus rutschhemmendem Material angeordnet sein, welche
ein Verrutschen der aufzubewahrenden Kleidungsstücke 6 erschwert bzw. deutlich reduziert.
Zur Unterstützung der knitterfreien Lagerung der Kleidungsstücke 6 an der Innenseite
der Hülle 2 können Formelemente 14 an geeigneten Stellen platziert werden. Die Formelemente
14 sind vorzugsweise aus Schaumstoff hergestellt.
[0046] Das in Fig. 12 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Hülle 2 bestehend aus
zwei Elementen 2' aus zumindest teilweise festem Material, welche im geöffnetem Zustand
entsprechend aufgefaltet werden. An der Innenseite der Hülle 2 sind Verbindungselemente
25 angeordnet, über welche beispielsweise ein Kleidersack 10 (nicht dargestellt) befestigt
werden kann. Auch hier sind entsprechende Formelemente 14 zur Unterstützung der knitterfreien
Lagerung des zumindest einen Kleidungsstücks 6 (nicht dargestellt) vorgesehen. Die
Hülle 2 wird so um den Kern 7 angeordnet, dass durch entsprechende Abstandselemente
9 (nicht dargestellt) ein Zwischenraum zwischen der Hülle 2 und dem Kern 7 gebildet
wird, in welchem das transportierte Kleidungsstück 6 geschützt transportiert werden
kann. Im Inneren des Kern 7 können weitere Gegenstände gelagert werden.
[0047] Bei der Variante gemäß Fig. 13 kann die Hülle 2 des Gepäckstücks 1 zumindest teilweise
aus flexiblem Material gebildet sein, so dass diese für das Öffnen des Gepäckstücks
1 aufgerollt werden kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Hülle 2 mit zumindest
einem Seitenelement 3 oder 4 dauerhaft verbunden. Zur Verbindung mit dem anderen Seitenelement
3 oder 4 oder dem Kern 7 sind wiederum entsprechende Verbindungsstücke 19, die gleichzeitig
als Abstandselemente 9 dienen, vorgesehen. Weiters ist die Hülle 2 an einem Ende dauerhaft
mit dem Kern 7 verbunden. Eine solche Variante kann beispielsweise in einem gemeinsamen
Spritzgussvorgang hergestellt werden, wobei die Verbindungen zwischen Kern 7 und Hülle
2 und den Elementen 2' der Hülle 2 untereinander durch scharnierartige Elemente, insbesondere
Filmscharniere mit geringerer Materialstärke, gebildet sein können (siehe Fig. 14).
Die Abstandselemente 9 stellen den Abstand d zwischen Kern 7 und Hülle 2 sicher, wenn
diese Hülle 2 zum Schließen des Gepäckstücks 1 um den Kern 7 gelegt wird. Auch können
Zippverschlüsse 21 zum Verbinden mit einem Seitenelement 3 oder 4 vorgesehen sein.
Zum Halten des zumindest einen Kleidungsstücks 6 (nicht dargestellt) dienen Halteelemente
5 in Form von Spanngurten 12. An der Innenseite der Hülle 2 können wieder Beschichtungen
13 aus rutschhemmendem Material und Formelemente 14 an geeigneten Stellen angeordnet
sein. Auch bei dieser Variante des Gepäckstücks 1 sind die Räder 16 und die Ausziehstange
17 mit der Hülle 2 verbunden, diese können jedoch ebenso am Kern 7 befestigt sein.
[0048] Fig. 14 zeigt eine schematische Ansicht auf eine Variante des Gepäckstücks 1, bei
welcher der Kern 7 und die Hülle 2 über scharnierartige Elemente 26, insbesondere
Filmscharniere, miteinander verbunden sind. Auch die einzelnen Elemente 2' der Hülle
2 untereinander und die Verbindungsstücke 19, welche auch die Abstandselemente 9 repräsentieren,
mit den Elementen 2' oder auch untereinander sind vorzugsweise über derartige scharnierartige
Elemente 26 miteinander verbunden. Eine solche Ausführungsform eines Gepäckstücks
lässt sich besonders kostengünstig herstellen. Die Seitenelemente 3 und 4 sind bei
der dargestellten Variante mit dem Kern 7 verbunden. Zur Verbindung der Hülle 2 bzw.
deren Elemente 2' oder der Verbindungsstücke 19 mit dem Kern 7 im geschlossenen Zustand
des Gepäckstücks 1 sind entsprechende Verbindungseinrichtungen 20, beispielsweise
Zippverschlüsse, Klettverschlüsse, Magnetverschlüsse oder dgl., vorgesehen.
[0049] Schließlich zeigt Fig. 15 eine bevorzugte Ausführungsform des Gepäckstücks 1, bei
welcher die Hülle 2 aus flexiblem Material, insbesondere textilem Material, besteht
und vorzugsweise einstückig mit den Seitenelementen 3 und 4 hergestellt ist. Über
entsprechende Versteifungselemente 18, die beispielsweise aus Schaumstoffmaterial
aber auch aus härteren Materialien bestehen können, wird der Hülle 2 eine entsprechende
Steifigkeit verliehen, um zu verhindern, dass auf die Kleidungsstücke im Inneren des
Gepäckstücks 1 von außen zu hoher Druck ausgeübt wird. Es kann auch ein sich weitgehend
über die gesamte Hülle 2 erstreckendes Versteifungselement 18' vorgesehen sein. Es
ist auch möglich, die gesamte Hülle 2 samt Seitenelementen 3, 4 aus schaumstoffhaltigem
Material herzustellen, das dem Gepäckstück 1 die erforderliche Festigkeit verleibt,
aber dennoch verformbar ist, um ein Auffalten oder Aufrollen der Hülle 2 zu ermöglichen.
An der Innenseite der Hülle 2 sind wiederum entsprechende Verbindungselemente 25 zur
Befestigung eines Kleidersackes oder dgl. (nicht dargestellt) vorgesehen. Die Verbindungselemente
25 können durch Druckknöpfe, Magnete oder dgl. gebildet sein. Der Kleidersack oder
dgl. (nicht dargestellt) kann auch fest mit der Innenseite der Hülle 2 verbunden oder
in der Hülle 2 integriert sein. Die Seitenelemente 3, 4 werden durch entsprechende
Rahmen oder ähnlichem verstärkt. Der Kern 7 des Gepäckstücks 1 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel durch ein flexibles Material gebildet, welches durch entsprechende
Versteifungselemente 18 verstärkt wird. An den den Seitenelementen 3, 4 zugewandten
Seiten des Kerns 7 sind Fixierelemente 27 angeordnet, welche in entsprechende Gegenstücke
28 in den Seitenelementen 3, 4 passen. Die Fixierelemente 27 und entsprechenden Gegenstücke
28 können verschiedenartig ausgebildet werden (beispielsweise in Form von Druckknöpfen,
Magneten oder Rastverbindungen) und gewährleisten, dass der Kerns 7 in einem Abstand
d von der Innenseite der Hülle 2 des Gepäckstücks 1 positioniert ist, wie in der schematischen
Schnittdarstellung des geschlossenen Gepäckstücks 1 im linken oberen Teil der Fig.
15 dargestellt. In diesem Fall wird der definierte Abstand d zwischen Kern 7 und Hülle
2 bzw. die Abstandselemente 9 durch die entsprechende Anordnung des Kerns 7 an den
Seitenelementen 3, 4 und zusammen mit der entsprechenden Gestalt der Seitenelemente
3, 4 und der Befestigung der Hülle 2 an den Seitenelementen 3, 4 realisiert.
[0050] In geschlossenem Zustand des Gepäckstücks 1 werden die einander berührenden Enden
der Hülle 2 und die Hülle 2 mit den Seitenelementen 3 und 4 vorzugsweise über einen
Zippverschluss verbunden. Die in Fig. 15 dargestellte Ausführungsvariante des Gepäckstücks
1 zeichnet sich durch besonders einfache und kostengünstige Herstellbarkeit und niedriges
Eigengewicht aus.
[0051] Das Gepäckstück 1 gemäß der vorliegenden Erfindung kann wie herkömmliche Koffer oder
Taschen in vielfältiger Art und aus verschiedensten Materialien hergestellt werden.
1. Gepäckstück (1), insbesondere Koffer, mit einer Hülle (2) aus zumindest teilweise
festem Material und Seitenelementen (3, 4), wobei die Hülle (2) an der Innenseite
mit Halteelementen (5), die zum Halten zumindest eines Kleidungsstücks (6) eingerichtet
sind, versehen und im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks (1) in einem definierten
Abstand (d) um einen Kern (7) angeordnet ist, wobei das zumindest eine Kleidungsstück
(6) innerhalb des durch den definierten Abstand (d) zwischen Kern (7) und Hülle (2)
gebildeten Zwischenraums (8) im Wesentlichen knitterfrei und druckfrei gelagert ist,
wobei die Hülle (2) so ausrollbar oder auffaltbar ausgebildet ist, dass dabei ein
Anschmiegen des Kleidungsstücks (6) an der Innenseite der Hülle (2) ermöglicht wird,
wobei die Hülle (2) aus flexiblem Material mit Versteifungselementen (18, 18') gebildet
ist, wobei die Seitenelemente (3, 4) im geschlossenen Zustand des Gepäckstücks (1)
mit der Hülle (2) oder mit dem Kern (7) lösbar verbunden sind, wobei die Hülle (2)
oder der Kern (7) oder die Seitenelemente (3, 4) Verbindungsstücke (19) zur Verbindung
der Hülle (2) oder des Kerns (7) mit den Seitenelementen (3, 4) aufweist, wobei die
Versteifungselemente (18) untereinander oder die Versteifungselemente (18) und Verbindungsstücke
(19) zur Stabilisierung der Hülle (2) miteinander dauerhaft verbunden sind, wobei
die Halteelemente (5) zum Halten des zumindest einen Kleidungsstücks (6) an der Innenseite
der Hülle (2) durch einen Kleidersack (10) oder durch Spanngurte, welche das zumindest
eine Kleidungsstück (6) an der Innenseite der auffaltbaren oder ausrollbaren Hülle
(2) des Gepäckstücks (1) halten, ausgebildet sind.
2. Gepäckstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im geschlossenen Zustand einander berührenden Enden der Hülle (2) des Gepäckstücks
(1), vorzugsweise versperrbar, miteinander verbunden sind.
3. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenelemente (3, 4) über zumindest ein Verbindungsstück (19) miteinander verbunden
sind und allenfalls die Verbindungsstücke (19) untereinander über scharnierartige
Elemente (26) miteinander verbunden sind.
4. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Kern (7) Fixierelemente (27) und an den Seitenelementen (3, 4) Gegenstücke (28)
zu den Fixierelementen (27) vorgesehen sind.
5. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Seitenelement (3, 4) eine in das Innere des Kerns (7) mündende verschließbare
Öffnung (15) aufweist.
6. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (7) und bzw. oder die Hülle (2) und bzw. oder die Seitenelemente (3, 4)
Abstandselemente (9) zur Sicherstellung des Abstands (d) zwischen Kern (7) und Hülle
(2) enthält.
7. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleidersack (10) mit zumindest einem darin angeordneten Kleiderbügel (11) gebildet
ist.
8. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Hülle (2) und bzw. oder des Kleidersacks (10) zumindest stellenweise
eine Beschichtung (13) aus rutschhemmendem Material vorgesehen ist.
9. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Hülle (2) und bzw. oder des Kleidersacks (10) Formelemente
(14) zum Schutz empfindlicher Stellen des Kleidungsstücks (6) angeordnet sind.
10. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (d) zwischen Hülle (2) und Kern (7) verstellbar ist.
1. Piece of luggage (1), in particular a suitcase, comprising a shell (2), made of a
material that is solid at least in part, and comprising side elements (3, 4), wherein
the shell (2) is provided, on the inner face thereof, with holding elements (5) that
are designed for holding at least one garment (6), and said shell is arranged so as
to be at a defined spacing (d) around a core (7) when the piece of luggage (1) is
closed, wherein the at least one garment (6) is stored in a substantially crease-resistant
and pressure-free manner within the space (8) formed by the defined spacing (d) between
the core (7) and the shell (2), wherein the shell (2) can be unrolled or unfolded
such that it is possible for the garment (6) to nestle against the inner face of the
shell (2), wherein the shell (2) is formed of flexible material having stiffening
elements (18, 18'), wherein the side elements (3, 4) are detachably connected to the
shell (2) or to the core (7) when the piece of luggage (1) is closed, wherein the
shell (2) or the core (7) or the side elements (3, 4) have connecting pieces (19)
for connecting the shell (2) or the core (7) to the side elements (3, 4), wherein
the stiffening elements (18) are permanently interconnected or the stiffening elements
(18) and the connecting pieces (19) are permanently interconnected in order to stabilise
the shell (2), wherein the holding elements (5) are designed for holding the at least
one garment (6) to the inner face of the shell (2) by means of a garment bag (10)
or tie-down straps which hold the at least one garment (6) to the inner face of the
unfoldable or unrollable shell (2) of the piece of luggage (1).
2. Piece of luggage (1) according to claim 1, characterised in that the ends of the shell (2) of the piece of luggage (1) which are in contact with each
other when said piece of luggage is closed are interconnected, preferably in a lockable
manner.
3. Piece of luggage (1) according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the side elements (3, 4) are interconnected by at least one connecting piece (19)
and the connecting pieces (19) are, if required, interconnected by hinge-like elements
(26).
4. Piece of luggage (1) according to either claim 1 or claim 2, characterised in that fixing elements (27) are provided on the core (7), and counterparts (28) to the fixing
elements (27) are provided on the side elements (3, 4).
5. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 4, characterised in that at least one side element (3, 4) has a lockable opening (15) which opens into the
interior of the core (7).
6. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 5, characterised in that the core (7) and/or the shell (2) and/or the side elements (3, 4) contain spacer
elements (9) for ensuring the spacing (d) between the core (7) and the shell (2).
7. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 6, characterised in that the garment bag (10) is formed having at least one garment hanger (11) arranged therein.
8. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 7, characterised in that a coating (13) made of anti-slip material is provided at least in portions on the
inner face of the shell (2) and/or of the garment bag (10).
9. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 8, characterised in that shaped elements (14) for protecting delicate parts of the garment (6) are arranged
on the inner face of the shell (2) and/or of the garment bag (10).
10. Piece of luggage (1) according to any of claims 1 to 9, characterised in that the spacing (d) between the shell (2) and the core (7) is adjustable.
1. Bagage (1), plus particulièrement valise, avec une coque (2) constituée d'un matériau
au moins partiellement rigide et d'éléments latéraux (3, 4), la coque (2) étant munie,
à l'intérieur, d'éléments de maintien (5), qui sont conçus pour le maintien d'au moins
un vêtement (6) et étant disposée, dans l'état fermé du bagage (1), à une distance
définie (d) autour d'un noyau (7), l'au moins un vêtement (6) étant logé globalement
sans froissement et sans pression à l'intérieur de l'espace intermédiaire (8) formé
par la distance définie (d) entre le noyau (7) et la coque (2), la coque (2) étant
conçue de façon à pouvoir être déroulée ou dépliée de façon à ce qu'une conformation
du vêtement (6) au côté interne de la coque (2) soit possible, la coque (2) étant
constituée d'un matériau flexible avec des éléments de rigidification (18, 18'), les
éléments latéraux (3, 4) étant reliés de manière amovible, dans l'état fermé du bagage
(1), avec la coque (2) ou avec le noyau (7), la coque (2) ou le noyau (7) ou les éléments
latéraux (3, 4) comprenant des éléments de liaison (19) pour la liaison de la coque
(2) ou du noyau (7) avec les éléments latéraux (3, 4), les éléments de rigidification
(18) étant reliés entre eux ou les éléments de rigidification (18) et les éléments
de liaison (19) étant reliés entre eux de manière durable pour la stabilisation de
la coque (2), les éléments de maintien (5) étant conçus pour le maintien de l'au moins
un vêtement (6) sur le côté interne de la coque (2) au moyen d'un sac de vêtements
(10) ou de sangles de serrage, qui maintiennent l'au moins un vêtement (6) contre
le côté interne de la coque dépliable ou déroulable (2) du bagage (1).
2. Bagage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les extrémités de la coque (2) du bagage (1), qui sont en contact entre elles dans
l'état fermé, sont reliées entre elles, de préférence de manière verrouillable.
3. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments latéraux (3, 4) sont reliés entre eux par l'intermédiaire d'au moins
un élément de liaison (19) et, le cas échéant, les éléments de liaison (19) sont reliés
entre eux par l'intermédiaire d'éléments de type charnières (26).
4. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, sur le noyau (7) et sur les éléments latéraux (3, 4), sont prévues des contre-pièces
(28) correspondant aux éléments de fixation (27).
5. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 ou 4, caractérisé en ce qu'au moins un élément latéral (3, 4) comprend une ouverture (15) verrouillable débouchant
à l'intérieur du noyau (7).
6. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le noyau (7) et/ou la coque (2) et/ou les éléments latéraux (3, 4) comprennent des
éléments d'écartement (9) pour le maintien de la distance (d) entre le noyau (7) et
la coque (2).
7. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le sac de vêtements (10) est formé d'au moins un cintre à vêtements (11) disposé
à l'intérieur.
8. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, sur le côté interne de la coque (2) et/ou du sac à vêtements (10), est prévu, au
moins à certains endroits, un revêtement (13) en matériau anti-dérapant.
9. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, sur le côté interne de la coque (2) et/ou du sac à vêtements (10) sont disposés
des éléments moulés (14) pour la protection d'endroits sensibles du vêtement (6).
10. Bagage (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la distance (d) entre la coque (2) et le noyau (7) est réglable.