[0001] Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit einer Anzeige zur Visualisierung der
maximal zulässigen Tragfähigkeit des Flurförderzeugs in Abhängigkeit von einer maximal
zulässigen Regaltragfähigkeit.
[0002] Gewöhnlich ist an einem Flurförderzeug, insbesondere an einem Stapler, ein Hinweisschild
aufgeklebt, das das bedienende Personal über die maximal zulässige Tragfähigkeit des
Flurförderzeugs für verschiedene Lastschwerpunktsabstände und verschiedene maximal
zulässige Hubhöhen informiert.
[0003] Werden unterschiedliche Lastteile, insbesondere verschiedene Lastaufnahmemittel,
an einem Flurförderzeug verwendet, so sind oftmals mehrere Hinweisschilder, insbesondere
Aufkleber, auf dem Flurförderzeug angebracht.
[0004] Eine Mehrzahl von solchen Aufklebern kann beim Bedienpersonal schnell zu Verwirrung
und fehlerhaftem Ablesen führen. Ein versehentlicher Ablesefehler kann zu Personen-
oder zu Sachschäden am Flurförderzeug führen.
[0005] Auch die maximal zulässige Regaltragfähigkeit spielt beim Beladen eines Regals mit
Paletten und/oder losen Gütern eine wichtige Rolle. Schilder an den Regalen informieren
den Bediener über die maximal zulässige Tragfähigkeit des betreffenden Regals.
[0006] Um Gefahren zu vermeiden, muss das das Flurförderzeug bedienende Personal sowohl
die maximal zulässige Tragfähigkeit des Flurförderzeugs als auch die maximal zulässige
Regaltragfähigkeit beachten. Eine Missachtung kann beispielsweise dazu führen, dass
das Flurförderzeug umkippt bzw. das beladene Regal ein- oder umstürzt. Infolge dessen
können Personen- und Sachschäden entstehen.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug mit einer
Anzeige bereitzustellen, die die maximal zulässige Tragfähigkeit des Flurförderzeugs
in Abhängigkeit von der maximal zulässigen Regaltragfähigkeit sinnfällig anzeigt.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Flurförderzeug der eingangs erwähnten Art mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0009] Erfindungsgemäß ist das Flurförderzeug mit einer Anzeige, einem Antriebsteil und
einem Lastteil ausgestattet. Die Anzeige an dem Flurförderzeug steht in Kontakt mit
einer Steuereinheit. Die Anzeige kann in der Steuereinheit integriert oder separat
sein. Die Steuereinheit ist derart ausgebildet, dass sie ein Regal, das mit einer
Last beladen oder aus dem eine Last entladen werden soll, identifiziert und dessen
maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT ermittelt. Zusätzlich ermittelt die Steuereinheit
die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs. Aus diesen beiden Werten
- der maximal zulässigen Regaltragfähigkeit mRT und der maximal zulässigen Tragfähigkeit
mFT des Flurförderzeugs - bestimmt die Steuereinheit das Minimum. Das bestimmte Minimum
wird anschließend von der Steuereinheit auf die Anzeige übertragen, wo es für das
das Flurförderzeug bedienende Personal sichtbar ist. In vorteilhafter Weise können
Verwechslungen oder ein fehlerhaftes Ablesen der maximal zulässigen Tragfähigkeit
des Flurförderzeugs in Abhängigkeit von der maximal zulässigen Regaltragfähigkeit
vermieden und damit Personen- und Sachschäden während des Arbeitsablaufes reduziert
werden, ohne dabei die Angabe der maximal zulässigen Tragfähigkeit des Flurförderzeugs
in Abhängigkeit von der maximal zulässigen Regaltragfähigkeit mehr als notwendig einzuschränken.
Vielmehr trägt ein Flurförderzeug mit einer solchen Anzeige dazu bei, ein Lager mit
Regalen effizient und sicher zu beladen und/oder zu entladen.
[0010] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Steuereinheit am oder im Flurförderzeug angeordnet.
Bei einer Anordnung der Steuereinheit im Flurförderzeug kann die Steuereinheit beispielsweise
mit dem Antriebsteil des Flurförderzeugs fest oder schwer lösbar verbunden sein und
von diesem mit Energie gespeist werden. Bei einer Anordnung der Steuereinheit am Flurförderzeug
kann die Steuereinheit beispielsweise lösbar mit dem Flurförderzeug verbunden sein.
Vorzugsweise kann eine Führung am Flurförderzeug vorgesehen sein, auf die die Steuereinheit
aufgeschoben wird und mit der Energieversorgung des Flurförderzeugs verbunden wird.
Ferner kann die Steuereinheit mit einer aufladbaren Energiequelle betrieben werden.
Bei einer portablen Steuereinheit ist die Flexibilität im Gebrauch an unterschiedlichen
Flurförderzeugen deutlich erhöht.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Steuereinheit außerhalb des Flurförderzeugs
angeordnet. Ist die Steuereinheit außerhalb des Flurförderzeugs angebracht, d.h. beispielsweise
extern nahe der oder in der Lagerhalle installiert, so beansprucht die Energieversorgung
der Steuereinheit nicht die Energieversorgung des Flurförderzeugs oder eine aufladbare
Energiequelle. Mit einer externen Steuereinheit können beispielsweise mehrere Anzeigen
an verschiedenen Flurförderzeugen in der Lagerhalle angesteuert werden und Informationen
übertragen bekommen. Mit dieser Variante kann die Anzahl der Steuereinheiten und damit
der wirtschaftliche Aufwand reduziert werden.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Lastteil ein Lastaufnahmemittel auf.
Mit einem Lastaufnahmemittel können Lasten bis auf eine Hubhöhe angehoben werden.
Die maximale Hubhöhe variiert von Lastaufnahmemittel zu Lastaufnahmemittel und ist
eine das Lastaufnahmemittel charakterisierende Größe.
[0013] Gemäß einer Ausgestaltung ermittelt die Steuereinheit die maximal zulässige Tragfähigkeit
mFT des Flurförderzeugs in Abhängigkeit einer maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder
in Abhängigkeit eines Lastschwerpunktabstandes LSP einer aufgenommenen Last auf dem
am Flurförderzeug angebrachten Lastteil. Anhand des Lastschwerpunktsabstandes LSP
werden Flurförderzeuge nach maximal zulässiger Tragfähigkeit klassifiziert. Der Lastschwerpunktsabstand
LSP ist der Abstand von der Lastarmferse bis zum Schwerpunkt der Last. Durch Berücksichtigung
der Abhängigkeit der maximal zulässigen Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs von
der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder von dem Lastschwerpunktabstand LSP kann
die maximal zulässige Tragfähigkeit für eine aufgeladene Last genauer bestimmt werden
und zugleich die maximal zulässige Hubhöhe für die Last dem bedienenden Personal im
Flurförderzeug angezeigt werden. Ein Anheben der Last höher als die maximal zulässige
Hubhöhe kann vermieden werden. Somit kann die Gefahr des Umkippens des Flurförderzeugs
reduziert und die Sicherheit des Personals gesteigert werden.
[0014] Gemäß einer Ausgestaltung sind unterschiedliche Lastaufnahmemittel an dem Flurförderzeug
anbringbar, deren unterschiedlichen maximal zulässigen Tragfähigkeiten mFT in Abhängigkeit
der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes
LSP von der Steuereinheit ermittelbar sind. Dadurch dass unterschiedliche Lastaufnahmemittel
an dem Flurförderzeug angebracht werden können, kann das Flurförderzeug für in Volumen
und Masse unterschiedliche Lasten umgerüstet werden. Um dennoch die verbesserte Sicherheit
für das bedienende Personal zu gewähren, ist die Steuereinheit derart ausgebildet,
dass sie unterschiedliche Lastaufnahmemittel identifiziert und deren maximal zulässigen
Tragfähigkeiten mFT bestimmt. Die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT kann genau ermittelt
werden, indem sie in Abhängigkeit von der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder
in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP bestimmt wird. Dazu sind Werte der
maximal zulässigen Tragfähigkeiten mFT in Abhängigkeit von der maximal zulässigen
Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP in einem entsprechenden
Speicher abgelegt, auf den die Steuereinheit zugreifen kann. Ein solcher Speicher
kann beispielsweise in der Steuereinheit oder in einem Transponder oder einem anderen
elektronischen Sender- und/oder Empfänger - Modul integriert sein. Bevorzugt ist die
Information über den Regaltypen oder die Regaltypen in einem Transponder abgelegt,
der an einem Regal oder in der nähe mehrerer Regale positioniert ist. Der Steuereinheit
wird von dem Transponder der Regaltyp übermittelt und die Steuereinheit ermittelt
dann die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT.
[0015] Gemäß einer Ausgestaltung sind in der Steuereinheit die maximal zulässigen Tragfähigkeiten
mFT in Abhängigkeit der Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes
LSP für verschiedene Lasteile auf einem internen Speicher der Steuereinheit abgelegt.
Dadurch kann ein sicherer und schneller Zugriff auf die Werte für die maximal zulässigen
Tragfähigkeiten mFT gewährleistet werden.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung ist an jedem anbringbaren Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs
ein Transponder oder ein Sender angebracht, der der Steuereinheit die Information
über die maximal zulässigen Tragfähigkeiten mFT in Abhängigkeit der maximal zulässigen
Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP für das entsprechende
angebrachte Lastaufnahmemittel übermittelt. Durch den Transponder oder Sender ist
jedes Lastaufnahmemittel für die Steuereinheit eindeutig identifizierbar. Außerdem
kann so ein Lastaufnahmemittel mit verschiedenen Steuereinheiten oder verschiedene
Lastaufnahmemittel können mit einer Steuereinheit kombiniert werden. Die Lastaufnahmemittel
können auch durch Stecker mit unterschiedlichen Widerständen und/oder durch eine variierende
Belegung von Pins codiert sein, so dass beim Herstellen der elektrischen Verbindung
zwischen Lastaufnahmemittel und Steuereinheit sofort die maximal zulässigen Tragfähigkeit
mFT des Lastaufnahmemittels in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder
in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP ermittelt werden kann.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Position des Flurförderfahrzeugs in der Lagerhalle
mittels RFID-Transpondern im Boden und/oder an den Regalen bestimmbar. RFID
(radio-frequency identification)-Transponder ermöglichen die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen.
Ferner kann ein RFID-Transponder einfach an dem entsprechenden Gegenstand wie beispielsweise
einem Regal und/oder auf dem Boden angebracht werden, indem er beispielsweise aufgeklebt
wird. RFID-Transponder können als Aufkleber ausgebildet sein. Fährt das Flurförderzeug
an einem RFID-Transponder vorbei, so wird das Ansprechen des RFID-Transponders von
der Steuereinheit erkannt und die Position ist anhand einer Lagerkarte von der Steuereinheit
identifizierbar.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Position des Flurförderfahrzeugs in der
Lagerhalle mittels WLAN und/oder Odometrie und/oder mit anderen Positionsbestimmungssystemen
bestimmbar ist. Ein WLAN-Sender ermöglicht, Informationen zu der Steuereinheit zu
senden, so dass die Steuereinheit anhand der internen Lagerkarte die Position des
Flurförderzeugs identifiziert. Odometer werden bei bodengebundenen Fahrzeugen wie
Flurförderzeugen eingesetzt. Hierbei wird die Position durch die Anzahl der Radumdrehungen
des Flurförderzeugs bestimmt und an die Steuereinheit übermittelt.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung ermittelt die Steuereinheit die maximal zulässige Regaltragfähigkeit
mRT eines zu be- oder entladenen Regals in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe
HBH mittels eines RFID-Tansponders oder eines WLAN-Senders. Die maximal zulässige
Regaltragfähigkeit mRT eines Regals hängt von der maximal zulässigen Hubhöhe HBH eines
Regals ab, die auch Einstapelhöhe genannt wird. In Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung wird die Einstapelhöhe vorzugsweise mit maximal zulässiger Hubhöhe HBH eines
Regals bezeichnet, da es sich in Verbindung mit einem Flurförderzeug um maximal zulässige
Hubhöhen für ein entsprechendes Regal handelt. Die maximal zulässige Hubhöhe HBH eines
Regals ist für eine Last mit Gewichtskraft G mit steigender
[0020] Höhe von Regalfach zu Regalfach nicht zunehmend. Vielmehr ist die Einstapelhöhe für
eine Anzahl von Regalfächern konstant und nimmt ab einer bestimmten Höhe ab. Somit
wird vermieden, dass besonders schwere Lasten höher als weniger schwere Lasten in
einem Regal gelagert werden. Eine resultierende Instabilität des Regals durch Fehlbeladung
ist dadurch vermeidbar. Die Berücksichtigung der maximal zulässigen Hubhöhe HBH bei
der Ermittlung der maximal zulässigen Regaltragfähigkeit mRT eines zu be- oder entladenen
Regals ermöglicht, die Beladung und Entladung eines Regals effizient und sicher durchzuführen.
Ein falsches Beladen und/oder Entladen kann vermieden werden, indem der RFID-Tansponder
oder der WLAN-Sender den Regaltypen und damit die maximal zulässige Last für die in
Frage kommende maximal zulässige Hubhöhe der Steuereinheit übermittelt und die Steuereinheit
diese der Anzeige übermittelt.
[0021] Gemäß einer Ausgestaltung sind in der Steuereinheit die maximal zulässige Regaltragfähigkeit
mRT der Regale in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe HBH innerhalb eines
Lagers auf einem internen Speicher abgelegt. Auf diesen internen Speicher kann die
Steuereinheit zugreifen. Beispielsweise ist der interne Speicher in der Steuereinheit
selbst oder in einem RFID-Transponder und/oder in einem WLAN-Sender integriert.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Informationen über die maximal zulässige Regaltragfähigkeit
in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe eines Regals in einem Transponder oder
einem WLAN-Sender an dem entsprechenden Regal abgelegt und an die Steuereinheit übertragbar.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung wird ein zu be- oder entladenes Regal mittels WLAN und/oder
mittels mindestens einem RFID-Transponder an dem jeweiligen Regal identifiziert und
die maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT aus einem internen Speicher der Steuereinheit
oder des Transponders oder des Senders ermittelt. Die vorherige Identifizierung eines
Regals vermindert die Gefahr einer falschen Beladung.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung ist mittels der Position des Flurförderzeugs in der Lagerhalle
ein Regal identifizierbar. Die Regale können beispielsweise auf einer internen Lagerkarte
vermerkt sein, so dass bei Identifizierung der Position des Flurförderzeugs in der
Halle zugleich das Regal und dessen maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT bestimmt
ist.
[0025] Nachfolgend wird ein Wertebeispiel für das von der Steuereinheit zu bestimmende Minimum
als maximal zulässige Tragfähigkeit des Flurförderzeugs in Abhängigkeit von der maximal
zulässigen Regaltragfähigkeit angegeben. Das Minimum wird von der Steuereinheit berechnet
mit
min (mFT(HBH, LSP), mRT (HBH)), wobei

gilt. Dabei ist die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs in Abhängigkeit
der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und des Lastschwerpunktabstandes LSP in Form einer
tabellarischen Matrix (Tabelle 1) angegeben.
Tabelle 1
| maximal zulässige Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs |
| Hubhöhe [mm] |
Max. Last [kg] Bei LSP 600 mm |
Max. Last [kg] Bei LSP 700 mm |
Max. Last [kg] Bei LSP 800 mm |
| 7400 |
1950 |
1740 |
1570 |
| 6200 |
2290 |
2040 |
1840 |
| 5000 |
2500 |
2230 |
2010 |
[0026] Die maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT ist in Abhängigkeit der maximal zulässigen
Hubhöhe HBH in Form eines tabellarischen Vektors (Tabelle 2) angegeben.
Tabelle 2
| maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT |
| Hubhöhe [mm] |
Max. Last Regal [kg] |
| 7400 |
1000 |
| 6200 |
2000 |
| 5000 |
3000 |
[0027] Als Ergebnis berechnet die Steuereinheit das Minimum in Abhängigkeit der maximal
zulässigen Hubhöhe in Form eines tabellarischen Vektors (Tabelle 3).
Tabelle (3)
| Minimum |
| Hubhöhe [mm] |
Max. Last [kg] Bei LSP 600 mm |
Max. Last [kg] Bei LSP 700 mm |
Max. Last [kg] Bei LSP 800 mm |
| 7400 |
1000 |
1000 |
1000 |
| 6200 |
2000 |
2000 |
1840 |
| 5000 |
2500 |
2230 |
2010 |
[0028] Tabelle 3 zeigt, dass beispielsweise bei einer Hubhöhe von 6200 mm und einem Lastschwerpunktabstandes
von 600 mm der kleinere Wert, d.h. das Minimum, aus der maximal zulässige Tragfähigkeit
mFT des Flurförderzeugs von 2290 kg und der maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT
von 2000 kg durch die maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT mit 2000 kg beschränkt
ist. Hingegen ist bei einer Hubhöhe von 6200 mm und einem Lastschwerpunktabstandes
von 800 mm das Minimum aus der maximal zulässige Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs
von 1840 kg und der maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT von 2000 kg durch die
maximal zulässige Tragfähigkeit mFT des Flurförderzeugs mit 1840 kg beschränkt.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren 1 bis 3 näher erläutert. Es zeigen
rein schematisch:
Fig. 1 ein Flurförderzeug mit einem Hubmast und einer Last,
Fig. 2 ein Flussdiagramm zur Erläuterung der Funktionsweise des Systems aus Hubmast,
Regal, Steuereinheit und Anzeige,
Fig. 3 ein Flussdiagramm in einer Variante zu Fig. 2.
[0030] Figur 1 zeigt schematisch ein Flurförderzeug 1 mit einem Antriebsteil 2 und einem
Lastaufnahmemittel 4. Gemäß Figur 1 ist der Lastaufnahmemittel 4 ein Hubmast zum Anheben
einer Last 3 auf eine Hubhöhe HBH. Die maximal zulässige Hubhöhe HBH ist abhängig
vom Lastschwerpunktsabstand LSP. Der Lastschwerpunktsabstand LSP ist der Abstand von
der Lastarmferse des Lastaufnahmemittels 4 bis zum Schwerpunkt der Last 3. Je größer
der Lastschwerpunktsabstand LSP ist, desto kleiner ist die maximal zulässige Hubhöhe
HBH. Ferner zeigt Figur 1 ein Flurförderzeug mit einer Steuereinheit 10, die gemäß
Figur 1 mit dem Flurförderzeug fest oder nur schwer lösbar verbunden ist. Die Anzeige
12 ist im Sichtbereich des das Flurförderzeug 1 bedienende Personal. Wie in Figur
1 gezeigt, ist die Anzeige 12 in das Bedienungsbord 15 des Flurförderzeugs 1 integriert.
[0031] Die nur schematisch dargestellte Anzeige ist vorzugsweise ein elektronischer Bild-oder
Flachbildschirm. Die Anzeige des Flachbildschirms kann mit LEDs (Light Emitting Diode),
Flüssigkristall- (LCD - liquid crystal display) oder Plasmatechnik (PDP - plasma display
panel) ausgebildet sein. Ferner kann die Anzeige an das Flurförderzeug angeclipst
oder angeschweißt oder angeschraubt oder angeklebt sein. Ebenso könnte die Anzeige
im Bedienungsbord des Flurförderzeugs integriert sein. Ebenfalls könnte die Anzeige
in eine am Flurförderzeug angebrachte Führung aufgesteckt sein, so dass die Anzeige
leicht lösbar und transportabel ist. Auf diese Weise kann eine Anzeige an verschiedenen
Flurförderzeugen benutzt werden. Bei einer portablen Anzeige können ferner benutzter
definierte Anzeigemodi wie Schriftgröße und Schriftart, oder auch die Sprache ausgewählt
werden.
[0032] Figur 2 zeigt schematisch ein Flussdiagramm, das das Zustandekommen der Informationsübertragung
von der Steuereinheit zur Anzeige visualisiert. Der am Flurförderzeug 1 angebrachte
Hubmast 4 gibt die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT 14 des Flurförderzeugs 1 vor.
Diese wird an die Steuereinheit SE 10 übermittelt. Für jedes Regal ist ebenfalls eine
maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT 18 festgelegt. Diese wird ebenfalls an die
Steuereinheit SE 10 übermittelt. Hat die Steuereinheit beide Werte - mFT 14 und mRT
18 - erhalten, wird das Minimum aus beiden Werten 14 und 18 berechnet. Das von der
Steuereinheit 10 berechnete Minimum wird der Anzeige 12 übermittelt. Die Anzeige 12
visualisiert das ermittelte Minimum für das bedienende Personal, das den Wert einfach
ablesen kann.
[0033] Figur 3 zeigt eine Variante des Flussdiagrams nach Figur 2. Hierin ist die maximal
zulässige Tragfähigkeit mFT 14 des Flurförderzeugs 1 keine Zahl sondern, eine Matrix.
Beispielsweise geben die Einträge einer Spalte der Matrix die maximale Tragfähigkeit
mFT in Abhängigkeit diskreter Hubhöhen an, während die Zeilen der Matrix die maximal
zulässige Tragfähigkeit mFT in Abhängigkeit diskreter Lastschwerpunktsabstände LSP
angeben. Somit gibt jeder Eintrag der Matrix die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT
in Abhängigkeit einer Hubhöhe HBH und eines Lastschwerpunktsabstandes LSP an. Diese
Matrix wird der Steuereinheit SE 10 übermittelt. Ferner wird der Steuereinheit die
maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe
HBH übermittelt. Hierbei handelt es sich folglich um einen Vektor.
[0034] Die Steuereinheit ermittelt zu jeder diskreten Hubhöhe HBH das Minimum aus den Werten
mFT 14 und mRT 18. Folglich kann das bedienende Personal einfach ablesen, ob es die
Last mit dem angebrachten Lastaufnahmemittel 4 in eine bestimmte Hubhöhe befördern
kann und ob und bis zu welcher maximal zulässigen Hubhöhe die Last in das entsprechende
Regal einladbar ist.
1. Flurförderzeug (1) mit einer Anzeige (12), einem Antriebsteil (2) und einem Lastaufnahmemittel
(4)
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (12) mit einer Steuereinheit (10) in Kontakt steht, wobei die Steuereinheit
(10) dazu ausgebildet ist,
● ein zu beladenes oder zu entladenes Regal (20) zu identifizieren und dessen maximal
zulässige Regaltragfähigkeit mRT (18) zu ermitteln und
● die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT (14) des Flurförderzeugs (1) zu ermitteln
und
● das Minimum aus den ermittelten Werten (14, 18) zu bestimmen und der Anzeige (12),
die im Sichtfeld des Bedienpersonals angeordnet ist, das Minimum als maximal zulässige
Tragfähigkeit des Flurförderzeugs in Abhängigkeit von der maximal zulässige Regaltragfähigkeit
zur Visualisierung zu übermitteln.
2. Flurförderzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) am oder im Flurförderzeug (1) angeordnet ist.
3. Flurförderzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) außerhalb des Flurförderzeugs (1) angeordnet ist.
4. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lastaufnahmemittel (4) einen Hubmast aufweist.
5. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) die maximal zulässige Tragfähigkeit mFT (14) des Flurförderzeugs
(1) in Abhängigkeit einer maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit
eines Lastschwerpunktabstandes LSP einer aufgenommenen Last (3) auf dem angebrachten
Lastaufnahmemittel (4) ermittelt.
6. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Lasteile (4) an dem Flurförderzeug (1) anbringbar sind, deren unterschiedlichen
maximal zulässige Tragfähigkeiten mFT (14) in Abhängigkeit der maximal zulässigen
Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP von der Steuereinheit
ermittelbar sind.
7. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinheit die maximalen Tragfähigkeiten mFT (14) in Abhängigkeit der maximal
zulässigen Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes LSP für
verschiedene Lasteile (4) auf einem internen Speicher, auf den die Steuereinheit (10)
zugreift, abgelegt sind.
8. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem anbringbaren Lastaufnahmemittel (4) eines Flurförderzeugs ein Transponder
oder Sender oder eine steckerseitige Codierung angebracht ist, der der Steuereinheit
(10) die Information über die maximal zulässige Tragfähigkeiten mFT (14) in Abhängigkeit
der maximal zulässigen Hubhöhe HBH und/oder in Abhängigkeit des Lastschwerpunktabstandes
LSP für das entsprechende angebrachte Lastaufnahmemittel (4) übermittelt.
9. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Flurförderfahrzeugs (1) in der Lagerhalle mittels RFID-Transpondern
im Boden und/oder an den Regalen (20) bestimmbar ist.
10. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Flurförderfahrzeugs (1) in der Lagerhalle mittels WLAN und/oder
Odometrie und/oder mit anderen Positionsbestimmungssystemen bestimmbar ist.
11. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) die maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT (18) eines zu
be- oder entladenen Regals (20) in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe HBH
mittels eines RFID-Tansponders oder eines WLAN-Senders ermittelt.
12. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinheit die maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT (18) der Regale
(20) in Abhängigkeit der maximal zulässigen Hubhöhe HBH innerhalb eines Lagers auf
einem internen Speicher abgelegt sind.
13. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen über die maximal zulässige Regaltragfähigkeit in Abhängigkeit der
maximal zulässigen Hubhöhe eines Regals (20) in einem Transponder oder einem WLAN-Sender
an dem entsprechenden Regal (20) abgelegt ist und an die Steuereinheit (10) übertragbar
ist.
14. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein zu be- oder entladenes Regal (20) mittels WLAN und/oder mittels mindestens einem
RFID-Transponder an dem jeweiligen Regal identifiziert wird und die maximal zulässige
Regaltragfähigkeit mRT aus einem internen Speicher der Steuereinheit oder des Transponders/Senders
ermittelt wird.
15. Flurförderzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der identifizierten Position des Flurförderzeugs (1) in der Lagerhalle ein
Regal (20) und dessen maximal zulässige Regaltragfähigkeit mRT (18) bestimmbar ist.