<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE ep-patent-document PUBLIC "-//EPO//EP PATENT DOCUMENT 1.5//EN" "ep-patent-document-v1-5.dtd">
<ep-patent-document id="EP12163263B1" file="EP12163263NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="2647779" kind="B1" date-publ="20150128" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-5">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSK..HRIS..MTNORS..SM..................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>JDIM360 Ver 1.28 (29 Oct 2014) -  2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>2647779</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>20150128</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>12163263.2</B210><B220><date>20120405</date></B220><B240><B241><date>20120731</date></B241></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B400><B405><date>20150128</date><bnum>201505</bnum></B405><B430><date>20131009</date><bnum>201341</bnum></B430><B450><date>20150128</date><bnum>201505</bnum></B450><B452EP><date>20141023</date></B452EP></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>E04F  13/08        20060101AFI20120712BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Haltewinkel für eine Fassadenunterkonstruktion</B542><B541>en</B541><B542>Angle bracket for a façade substructure</B542><B541>fr</B541><B542>Support d'angle pour une infrastructure de façade</B542></B540><B560><B561><text>EP-A1- 2 108 757</text></B561><B561><text>EP-A1- 2 194 208</text></B561><B561><text>EP-A1- 2 365 157</text></B561><B561><text>EP-A1- 2 385 185</text></B561><B561><text>DE-A1-102004 025 759</text></B561><B561><text>DE-A1-102009 030 635</text></B561><B561><text>DE-U1- 7 822 761</text></B561><B561><text>DE-U1- 29 703 013</text></B561><B561><text>DE-U1- 29 814 855</text></B561></B560></B500><B700><B720><B721><snm>Franz, Dirk</snm><adr><str>Am Recher 15</str><city>66135 Saarbrücken</city><ctry>DE</ctry></adr></B721><B721><snm>Ziegler-Herboldt, Patrick</snm><adr><str>Dr.-Edwin-Grüninger-Str. 8a</str><city>77815 Bühl</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B730><B731><snm>STO SE &amp; Co. KGaA</snm><iid>101447598</iid><irf>VC 1043/MAG</irf><adr><str>Ehrenbachstrasse 1</str><city>79780 Stühlingen</city><ctry>DE</ctry></adr></B731></B730><B740><B741><snm>Gottschalk, Matthias</snm><iid>101225787</iid><adr><str>Maiwald Patentanwaltsgesellschaft (Schweiz) mbH 
Splügenstrasse 8</str><city>8002 Zürich</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>AL</ctry><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>BG</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>CY</ctry><ctry>CZ</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>EE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>HR</ctry><ctry>HU</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IS</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>LT</ctry><ctry>LU</ctry><ctry>LV</ctry><ctry>MC</ctry><ctry>MK</ctry><ctry>MT</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>NO</ctry><ctry>PL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>RO</ctry><ctry>RS</ctry><ctry>SE</ctry><ctry>SI</ctry><ctry>SK</ctry><ctry>SM</ctry><ctry>TR</ctry></B840><B880><date>20131009</date><bnum>201341</bnum></B880></B800></SDOBI>
<description id="desc" lang="de"><!-- EPO <DP n="1"> -->
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen Haltewinkel für eine Fassadenunterkonstruktion zur Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelements an einem bauseitigen Untergrund mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Fassadenunterkonstruktion mit einem solchen Haltewinkel. Solche Haltewinkel bzw. Fassadenkonstruktionen sind z.B. aus der <patcit id="pcit0001" dnum="EP2108757A"><text>EP-A-2108757</text></patcit> oder der <patcit id="pcit0002" dnum="DE102009030635A"><text>DE-A-102009030635</text></patcit> bekannt.</p>
<heading id="h0001">Hintergrund der Erfindung</heading>
<p id="p0002" num="0002">Fassadenunterkonstruktionen der vorstehend genannten Art ermöglichen die Ausbildung vorgehängter, hinterlüfteter Fassaden, wobei unter Fassaden vorliegend nicht nur senkrechte, sondern auch geneigte Wandflächen sowie waagerechte Deckenflächen verstanden werden. Fassaden bilden den außen liegenden Abschluss von Bauteilen aus, die einen Innenraum von einem Außenraum trennen. Demzufolge werden an derartige Bauteile hohe Anforderungen im Hinblick auf den Wärmeschutz gestellt. Dem wird üblicherweise dadurch Rechnung getragen, dass eine ein- oder mehrlagige Wärmedämmschicht außen auf die tragende Konstruktion des Bauteils aufgebracht wird, die nachfolgend verputzt oder - im Falle einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade - mit Fassadenelementen verkleidet wird.</p>
<p id="p0003" num="0003">Um die an ein Niedrigenergiehaus oder ein Passivhaus gestellten Anforderungen hinsichtlich des Wärmeschutzes zu erfüllen, sind deutlich stärkere ein- oder mehrlagige Wärmedämmschichten erforderlich, welche das Anbringen von Fassadenelementen zur Realisierung vorgehängter, hinterlüfteter Fassaden erschweren. Denn die Fassadenelemente müssen über eine geeignete Unterkonstruktion durch die Wärmedämmschicht hindurch an der tragenden<!-- EPO <DP n="2"> --> Konstruktion des Bauteils befestigt werden. Mit zunehmender Stärke der Wärmedämmschicht steigt demnach die Traglast der Unterkonstruktion, da es einen größeren Abstand der Fassadenelemente zur tragenden Konstruktion zu überbrücken gilt. Finden zudem Fassadenelemente aus Naturstein, Glas oder dergleichen Einsatz, die ein hohes Gewicht aufweisen, kann eine dauerhaft sichere Befestigung dieser Elemente nur durch eine besonders stabile, insbesondere formsteife Unterkonstruktion gewährleistet werden. In der Regel werden daher derartige Unterkonstruktionen aus Metallprofilen, insbesondere aus Stahl- oder Edelstahlprofilen, hergestellt. Diese weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie Wärme sehr gut leiten und demnach die Ausbildung von Wärmebrücken fördern. Gerade dies gilt es jedoch zu vermeiden. Aus dem Stand der Technik sind daher Unterkonstruktionen für Fassaden bekannt, die mehrere Profile umfassen, die welche zur Vermeidung von Wärmebrücken thermisch voneinander getrennt sind.</p>
<heading id="h0002">Stand der Technik</heading>
<p id="p0004" num="0004">Eine mehrteilige Unterkonstruktion ist beispielsweise aus der Gebrauchsmusterschrift <patcit id="pcit0003" dnum="DE29814855U1"><text>DE 298 14 855 U1</text></patcit> bekannt. Sie umfasst eine Verankerungskonsole zur Befestigung an einer Bauwerkswand sowie ein hiermit verbindbares Ankerteil, welches an der Rückseite von Wandbekleidungsplatten befestigt bzw. befestigbar ist. Sowohl die Verankerungskonsole als auch das Ankerteil weisen jeweils wenigstens einen senkrecht zur Bauwerkswand ausgerichteten Schenkel auf, der in Anlage mit dem jeweils anderen Schenkel bringbar und mit diesem verschraubbar ist. Um zugleich eine thermische Trennung zu realisieren, wird vor dem Verschrauben zwischen dem Schenkel des Ankerteils und dem Schenkel der Verankerungskonsole ein Isolator eingelegt, welcher einen Wärmeübergang von der an der Bauwerkswand befestigten Verankerungskonsole auf das plattenseitige Ankerteil unterbinden soll. Der Isolator besteht hierzu aus einem eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweisenden Material, vorzugsweise aus<!-- EPO <DP n="3"> --> Polyvinylchlorid, Polyurethan oder Silikat, und ist weiterhin vorzugsweise scheiben- oder plattenförmig ausgebildet.</p>
<p id="p0005" num="0005">Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Haltewinkel für eine Fassadenunterkonstruktion anzugeben, der einerseits die Ausbildung einer passivhaustauglichen Fassadenunterkonstruktion ermöglicht und andererseits hohe Lasten aufzunehmen vermag. Ferner soll eine passivhaustaugliche Fassadenunterkonstruktion angegeben werden.</p>
<p id="p0006" num="0006">Zur Lösung der Aufgaben werden ein Haltewinkel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Fassadenkonstruktion mit den Merkmalen des Anspruchs 9 vorgeschlagen. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.</p>
<heading id="h0003">Offenbarung der Erfindung</heading>
<p id="p0007" num="0007">Der vorgeschlagene Haltewinkel für eine Fassadenunterkonstruktion zur Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelements an einem bauseitigen Untergrund umfasst einen ersten Schenkel zur Befestigung am bauseitigen Untergrund und einen zum ersten Schenkel im Wesentlichen senkrecht angeordneten zweiten Schenkel zur Aufnahme eines Halteprofils des Fassadensystems. Erfindungsgemäß besitzt der zweite Schenkel eine Gesamtfläche, in der wenigstens eine Aussparung vorgesehen ist, wobei der Flächenanteil der einen Aussparung oder der mehreren Aussparungen wenigstens 10%, vorzugsweise wenigstens 25%, weiterhin vorzugsweise wenigstens 40% der Gesamtfläche des zweiten Schenkels beträgt.</p>
<p id="p0008" num="0008">Durch die wenigstens eine Aussparung wird nicht nur Material eingespart und damit das Eigengewicht des Haltewinkels reduziert, sondern zugleich der wärmeleitende<!-- EPO <DP n="4"> --> Querschnitt des zweiten Schenkels verringert. Denn durch die Anordnung wenigstens einer Aussparung in der Gesamtfläche des zweiten Schenkels wird der wärmeleitende Querschnitt im Wesentlichen auf den Querschnitt von Stegen reduziert, welche die Aussparung bzw. die Aussparungen begrenzen. Sofern nur eine, insbesondere rechteckige Aussparung in der Gesamtfläche des zweiten Schenkels vorgesehen ist, wird diese bevorzugt von vier Stegen begrenzt, welche zugleich die beiden Längskanten und die beiden Seitenkanten ausbilden. Darüber hinaus können auch zwei oder mehr Aussparungen vorgesehen sein, welche durch längs- und/oder querverlaufende Stege voneinander getrennt werden. Die allseitige Begrenzung einer Aussparung durch Stege trägt zur Formsteifigkeit des Haltewinkels bei und ist demnach zu bevorzugen. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Aussparung lediglich an drei Seiten von einem Steg begrenzt wird und sich somit bis hin zu einer Längs- oder Seitenkante erstreckt.</p>
<p id="p0009" num="0009">Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Haltewinkel ein Stanz-/Biegeteil. Ferner wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Aussparung in der Gesamtfläche des zweiten Schenkels eine Ausstanzung ist. Ein solcher Haltwinkel ist besonders einfach und kostengünstig aus einem Blechmaterial herstellbar. Hierzu wird zunächst aus dem Blechmaterial ein Flachteil ausgestanzt, das der Abwicklung des Haltewinkels entspricht. Die wenigstens eine Aussparung wird in diesem Stanzprozess ebenfalls gleich hergestellt. Danach wird das Flachteil gebogen, um die Winkelform des Haltewinkels herzustellen. Die Verwendung eines Blechmaterials ermöglicht zudem die Herstellung einer Vielzahl von Flachteilen in einem Arbeitsschritt. Zudem kann die Herstellung vollständig automatisiert erfolgen.</p>
<p id="p0010" num="0010">Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, dass wenigstens ein Kantenbereich des ersten Schenkels und/oder des zweiten Schenkels durch Umfalten verstärkt ist. Der Kantenbereich kann dabei einfach oder mehrfach umgefaltet bzw. gefaltet sein, so dass im Bereich der Faltung das Material zumindest doppelt liegt. Besonders vorteilhaft erweist sich eine Verstärkung durch Umfalten im Bereich einer<!-- EPO <DP n="5"> --> Kante, insbesondere Längskante, des zweiten Schenkels, da dieser durch die wenigstens eine Aussparung bzw. Ausstanzung geschwächt wird. Durch Verstärken wenigstens einer Längskante des zweiten Schenkels wird die Formsteifigkeit des Haltewinkels in einer der Hauptbelastungsrichtungen, nämlich quer zum Kragarm des Haltewinkels, erhöht, so dass der Haltewinkel in der Lage ist, höhere Lasten aufzunehmen. In den weniger belasteten Bereichen kann der Haltewinkel demgegenüber unverstärkt bleiben, so dass das Material, insbesondere Blechmaterial, hier lediglich einfach liegt. Dadurch kann ein ökonomischer Materialeinsatz bewirkt werden, der sich wiederum günstig auf die Kosten auswirkt.</p>
<p id="p0011" num="0011">Als weiterbildende Maßnahme wird ferner vorgeschlagen, dass der zweite Schenkel wenigstens eine Federzunge zur Aufnahme eines Halteprofils besitzt. Über die wenigstens eine Federzunge ist eine klemmende Verbindung des Halteprofils mit dem Haltewinkel bewirkbar, welche ein nachträgliches Ausrichten des klemmend aufgenommenen Halteprofils ermöglicht. Vorzugsweise sind zwei Federzungen am zweiten Schenkel vorgesehen, die parallel angeordnet sind und eine an zwei Punkten klemmende Verbindung des Halteprofils mit dem Haltewinkel ermöglichen. Über die klemmende Verbindung an zwei Punkten wird eine Vorausrichtung des Halteprofils bewirkt. Dadurch wird die Montage der Unterkonstruktion erleichtert.</p>
<p id="p0012" num="0012">Bevorzugt ist die Federzunge durch Einsatz eines Stanz-/Biegeverfahrens einstückig mit dem Haltewinkel ausgebildet. Das heißt, dass beim Stanzen des Flachteils zur Herstellung des Haltewinkels zugleich die Federzunge mit ausgebildet bzw. das zur Ausformung der Federzunge vorgesehene Material freigestellt wird. In einem späteren Biegeprozess wird dann das freigestellte Material zur Federzunge ausgeformt. Dadurch kann die Herstellung eines Haltewinkels mit Federzunge vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden. Zudem bewirkt die Ausformung der Federzunge durch Biegen immer auch eine Verstärkung des zweiten Schenkels des Haltewinkels, da im Biegebereich der Querschnitt verdoppelt und/oder durch Ausbildung einer Aufkantung ausgesteift wird.<!-- EPO <DP n="6"> --></p>
<p id="p0013" num="0013">Weiterhin bevorzugt ist die Federzunge im Wesentlichen parallel zum zweiten Schenkel angeordnet. Sofern die Federzunge mittels Stanzen und Biegen einstückig mit dem Haltewinkel hergestellt worden ist, bedeutet dies, dass das Material zur Ausbildung der Federzunge vorzugsweise einmal umgefaltet worden ist. In paralleler Ausrichtung zum zweiten Schenkel des Haltewinkels lässt sich die Federzunge - im Unterschied zu einer Anordnung quer zum zweiten Schenkel - leichter aufbiegen, so dass das nachträgliche Ausrichten eines über die Federzunge klemmend verbundenen Halteprofils vereinfacht wird. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen, dass die Federzunge an ihrem freien Ende eine Einführschräge ausbildet. Auch diese Maßnahme erleichtert die Montage der Unterkonstruktion, da das Einführen des Halteprofils zwischen die Federzunge und den zweiten Schenkel vereinfacht wird. Denn vorzugsweise ist die Federzunge in Richtung des zweiten Schenkels vorgespannt, um eine klemmende Verbindung des Halteprofils mit dem Haltewinkel zu ermöglichen. In Anlage mit der Einführschräge kann dann über das Halteprofil die Federzunge aufgedrückt bzw. aufgebogen werden.</p>
<p id="p0014" num="0014">Vorteilhafterweise besitzt bzw. besitzen der erste Schenkel und/oder der zweite Schenkel wenigstens eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Befestigungsmittels. Über das Befestigungsmittel, wobei es sich vorzugsweise um eine Schraube handelt, ist bzw. sind der erste Schenkel des Haltewinkels mit dem bauseitigen Untergrund, vorzugsweise der tragenden Konstruktion einer Gebäudeaußenwand oder -decke, und/oder der zweite Schenkel mit einem Halteprofil verbindbar. Im Falle einer Schraubverbindung ist ein nachträgliches Lösen der Verbindung möglich, um beispielsweise den Haltewinkel bzw. das Halteprofil bei Bedarf neu auszurichten. Vorteilhafterweise ist wenigstens eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Befestigungsmittels als Langloch ausgebildet, da ein solches ein nachträgliches Ausrichten des Haltewinkels bzw. des Halteprofils ohne Versetzen der Ausnehmung zur Aufnahme des Befestigungsmittels ermöglicht. Dadurch kann die Montage der Unterkonstruktion weiter vereinfacht werden. Bevorzugt wird eine als Langloch<!-- EPO <DP n="7"> --> ausgebildete Ausnehmung zur Aufnahme eines Befestigungsmittels mittels Stanzen hergestellt. Als Langlöcher ausgeführte Öffnungen ermöglichen darüber hinaus die Aufnahme thermisch bedingter Längenänderungen, sofern das im Langloch aufgenommene Befestigungsmittel zumindest eine geringfügige Verschiebung des Halteprofils gegenüber dem Untergrund zulässt. Das Langloch ermöglicht demnach die Ausbildung eines Gleitpunktes. Zur Ausbildung eines Festpunktes kann alternativ oder ergänzend zu wenigstens einem Langloch ein Rundloch vorgesehen sein. Ob die Ausbildung von Gleit- und/oder Festpunkten erforderlich ist, ist der jeweiligen Obj ektstatik zu entnehmen.</p>
<p id="p0015" num="0015">Vorzugsweise sind zumindest im Bereich des ersten Schenkels mehrere unterschiedlich geformte Ausnehmungen zur Aufnahme von Befestigungsmitteln vorgesehen, so dass - jeweils in Abhängigkeit vom vorhandenen bauseitigen Untergrund - der Einsatz verschiedener Befestigungsmittel möglich ist. Für alle bauseitigen Untergründe, egal ob Beton, Holz oder Stahl, gilt es demnach nur noch einen Haltewinkel vorzuhalten.</p>
<p id="p0016" num="0016">Die Befestigung des Haltewinkels am bauseitigen Untergrund ist ferner bevorzugt in der Weise vorzunehmen, dass die über den Haltewinkel aufgenommenen Lasten sicher in die tragende Konstruktion der Gebäudewand oder -decke eingeleitet werden.</p>
<p id="p0017" num="0017">Um eine möglichst dauerhaft sichere Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelements an einem bauseitigen Untergrund zu ermöglichen, wird ferner vorgeschlagen, dass der Haltewinkel aus Metall, insbesondere aus verzinktem Stahl, Edelstahl oder Aluminium, gefertigt ist. Denn diese Werkstoffe erweisen sich als beständig gegen Feuchtigkeit und sind demnach insbesondere für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Ferner liegen diese Werkstoffe als Blechmaterial vor, aus dem sich in einfacher Weise Stanz-/Biegeteile herstellen lassen.<!-- EPO <DP n="8"> --></p>
<p id="p0018" num="0018">Besonders bevorzugt wird zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Haltewinkels ein Edelstahlblech verwendet. Edelstahl ist korrosionsbeständig und weist eine geringere Wärmeleitfähigkeit als beispielsweise Aluminium auf. Dadurch wird der Ausbildung einer Wärmebrücke weiter entgegen gewirkt. Zudem weist ein aus Edelstahl hergestellter Haltewinkel eine höhere Festigkeit gegenüber einem aus Aluminium gefertigten Haltewinkel auf. Ein aus Edelstahl hergestellter Haltewinkel kann demnach größere Lasten aufnehmen, so dass die Ausladung bzw. der Abstand zwischen dem bauseitigen Untergrund und dem Fassadenelement weiter vergrößert werden kann.</p>
<p id="p0019" num="0019">Vorzugsweise wird der erfindungsgemäße Haltewinkel aus einem Blechmaterial hergestellt, das eine Stärke s zwischen 0,5 mm und 2,5 mm, vorzugsweise zwischen 1,0 mm und 2,0 mm, besitzt. Soweit wenigstens ein Kantenbereich durch Umfalten verstärkt ist, können aus derartigem Blechmaterial Haltewinkel mit einer Ausladung bis etwa 40 cm hergestellt werden. Das heißt, dass mittels des Haltewinkels ein Abstand von 40 cm überbrückbar ist. Dies ermöglicht die Ausbildung einer in etwa gleich starken ein- oder mehrlagigen Wärmedämmschicht, je nachdem, ob zwischen der Wärmedämmschicht und dem Fassadenelement noch eine Luftschicht zur Ausbildung einer hinterlüfteten vorgehängten Fassade angeordnet ist. Darüber hinaus können Ausladungen bis etwa 60 cm erreicht werden, wenn die Fassadenunterkonstruktion der Befestigung relativ leichter Fassadenelemente dient. Um den Passivhausstandard zu erreichen, sollte die Ausladung mindestens 25 cm, vorzugsweise mindestens 30 cm betragen.</p>
<p id="p0020" num="0020">Die ferner vorgeschlagene Fassadenunterkonstruktion zur Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelementes an einem bauseitigen Untergrund umfasst wenigstens einen erfindungsgemäßen Haltewinkel sowie wenigstens ein mit dem Haltewinkel verbindbares Halteprofil. Haltewinkel und Halteprofil bilden gemeinsam eine vorzugsweise passivhaustaugliche<!-- EPO <DP n="9"> --> Unterkonstruktion aus. Die Passivhaustauglichkeit der Fassadenunterkonstruktion ist dabei insbesondere auf die Verwendung eines erfindungsgemäßen Haltewinkels zurückzuführen. Denn dieser ermöglicht die Realisierung von Dämmschichtstärken, die den deutlich erhöhten Anforderungen an den Wärmeschutz bei Passivhäusern Rechnung tragen. Der erfindungsgemäße Haltewinkel vermag jedoch nicht nur große Abstände zwischen dem bauseitigen Untergrund bzw. der tragenden Konstruktion und dem vorgehängten Fassadenelement zu überbrücken, sondern weist aufgrund der wenigstens einen Aussparung in seinem zweiten Schenkel einen reduzierten wärmeleitenden Querschnitt auf. Dadurch wird der Wärmeabfluss über die Unterkonstruktion verringert. Des Weiteren lässt sich die vorgeschlagene Fassadenunterkonstruktion leicht montieren und zwar unabhängig vom jeweils vorhandenen bauseitigen Untergrund.</p>
<p id="p0021" num="0021">Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Halteprofil der vorgeschlagenen Fassadenunterkonstruktion zur Verbindung mit dem Haltewinkel und zur Aufnahme eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelementes L- oder T-förmig ausgebildet. Es weist somit wenigstens einen parallel zum zweiten Schenkel des Haltewinkels ausrichtbaren Schenkel auf, so dass diese miteinander in Anlage gebracht und verbunden werden können. Eine zumindest temporäre Verbindung erfolgt bevorzugt über wenigstens eine am zweiten Schenkel des Haltewinkels ausgebildete Federzunge, welche eine klemmende Verbindung des Halteprofils mit dem Haltewinkel ermöglicht. Die klemmende Verbindung über die Federzunge erlaubt ein Ausrichten des Halteprofils, bevor dieses endgültig über ein Befestigungsmittel, wie beispielsweise eine Schraube oder einen Niet, am Haltewinkel befestigt wird.</p>
<p id="p0022" num="0022">Um eine thermische Trennung zu bewirken, kann die Fassadenunterkonstruktion ferner einen Isolator umfassen. Dieser ist bevorzugt zwischen dem Halteprofil und dem Haltewinkel der Fassadenunterkonstruktion einlegbar. Der Isolator besteht aus einem schlecht wärmeleitenden Material und wird vorzugsweise zwischen die<!-- EPO <DP n="10"> --> Anlageflächen des Halteprofils und des Haltewinkels gelegt.</p>
<p id="p0023" num="0023">Bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Haltewinkels sowie einer einen solchen Haltewinkel umfassenden Fassadenunterkonstruktion werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen:
<dl id="dl0001">
<dt>Fig. 1-3</dt><dd>jeweils eine Seitenansicht eines ersten erfindungsgemäßen Haltewinkels,</dd>
<dt>Fig. 4-6</dt><dd>jeweils eine Seitenansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Haltewinkels und</dd>
<dt>Fig. 7</dt><dd>eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Fassadenunter-Konstruktion.</dd>
</dl></p>
<heading id="h0004">Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen</heading>
<p id="p0024" num="0024">Der in den <figref idref="f0001">Fig. 1-3</figref> dargestellte Haltewinkel 10 weist einen ersten Schenkel 1 und einen zweiten Schenkel 2 auf, welche einen Winkel α=90° umschließen (siehe <figref idref="f0001">Fig. 2</figref>). Der erste Schenkel 1 dient der Befestigung des Haltewinkels 10 an einem bauseitigen Untergrund 11 (siehe <figref idref="f0003">Fig. 7</figref>) und weist drei jeweils als Langloch ausgebildete Ausnehmungen 8 zur Aufnahme geeigneter Befestigungsmittel, wie beispielsweise einer Schraube 9, auf. Der erste Schenkel 1 besitzt eine Breite B, welche vorliegend 4 cm beträgt, und eine Höhe H, welche vorliegend 13,35 cm beträgt. Der senkrecht zum ersten Schenkel 1 angeordnete zweite Schenkel 2 weist die gleiche Höhe H wie der erste Schenkel 1 sowie eine Ausladung A auf, die vorliegend 33 cm beträgt. Die Gesamtfläche des zweiten Schenkels 2 beträgt demnach 440,55 cm<sup>2</sup>. Der zweite Schenkel 2 weist in seiner Gesamtfläche zwei rechteckige Aussparungen 3 mit den Abmessungen a<sub>1</sub> x b und a<sub>2</sub> x b auf, wobei a<sub>1</sub>=12 cm, a<sub>2</sub>=12,5 cm und b=8 cm betragen. Die Aussparungen 3 erstrecken sich somit über eine Fläche von insgesamt 196 cm<sup>2</sup> . Der Flächenanteil der<!-- EPO <DP n="11"> --> Aussparungen 3 beträgt somit wenigstens 40% der Gesamtfläche des zweiten Schenkels 2.</p>
<p id="p0025" num="0025">Die großflächigen Aussparungen 3 haben zur Folge, dass der tragende Querschnitt des Haltewinkels 10 geschwächt wird, da zu allen Seiten der Aussparungen 3 lediglich Material in Stegbreite verbleibt. Die Kantenbereiche 4 im Bereich der Längskanten des zweiten Schenkels 2 sind daher durch Umfalten verstärkt ausgeführt. Das heißt, dass in den Kantenbereichen 4 das Material, vorliegend ein Edelstahlblech, doppelt liegt. Gleiches gilt für die Kantenbereiche 4 des ersten Schenkels 1, welche ebenfalls durch Umfalten verstärkt sind. Da sich in den Kantenbereichen 4 des ersten Schenkels 1 jeweils eine als Langloch ausgebildete Ausnehmung 8 befindet, wurde das umgefaltete Material im Bereich des Langlochs ausgespart. Durch das Umfalten der Kantenbereiche 4 kann aus Ausgangsmaterial ein dünnes Edelstahlblech verwendet werden. In den Bereichen, in denen es einer Verstärkung bedarf, wird das Material einfach doppelt gelegt. Dies ermöglicht einen sparsamen Umgang mit dem Material. Die Stärke s des vorliegend verwendeten Edelstahlbleches beträgt 1,5 mm, so dass durch Umfalten Stärken erreicht werden, die wenigstens 3 mm betragen.</p>
<p id="p0026" num="0026">Das Umfalten der Kantenbereiche 4 des zweiten Schenkels 2 wurde vorliegend ferner zur Ausbildung von Federzungen 5 genutzt. Die Federzungen 5 dienen der Aufnahme eines Tragprofils 12 (siehe <figref idref="f0003">Fig. 7</figref>). Um das Einsetzen des Tragprofils 12 zwischen die Federzungen 5 und den zweiten Schenkel 2 des Haltewinkels 10 zu erleichtern, bilden die Federzungen 5 an ihren freien Enden jeweils eine Einführschräge 6 aus (siehe <figref idref="f0001">Fig. 2</figref>). Der Abstand der Federzungen 5 zum zweiten Schenkel 2 ist dabei derart gewählt, dass die Federzungen 5 unter Vorspannung am eingesetzten Halteprofil 12 (nicht dargestellt) anliegen und eine Klemmkraft das Halteprofil 12 in Anlage mit dem zweiten Schenkel 2 des Haltewinkels 10 hält. Auf diese Weise ist über die Federzungen 5 zumindest eine temporäre Verbindung des Halteprofils 12 mit dem Haltewinkel 10 bewirkbar, welche weiterhin ein Ausrichten<!-- EPO <DP n="12"> --> des Halteprofils 12 ermöglicht. Um die Lage des Halteprofils 12 endgültig festzulegen, wird dieses mit dem Haltewinkel bevorzugt verschraubt. Der zweite Schenkel 2 des Haltewinkels 2 weist daher Ausnehmungen 7, 8 auf, welche der Aufnahme von Befestigungsmitteln, insbesondere Schrauben 9, dienen (siehe <figref idref="f0001">Fig. 1</figref>). Von den Ausnehmungen 7, 8 sind einige als Rundlöcher 7 und einige als Langlöcher 8 ausgebildet. Die Verwendung von Langlöchern zur Befestigung eines Halteprofils 12 mit dem Haltewinkel 10 hat den Vorteil, dass thermisch bedingte Längenänderungen des Halteprofils 12 im Bereich der Langloch-Befestigung aufgenommen und kompensiert werden können.</p>
<p id="p0027" num="0027">Eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Haltewinkels 10 ist den <figref idref="f0002">Fig. 4-6</figref> zu entnehmen. Diese unterscheidet sich von der der <figref idref="f0001">Fig. 1-3</figref> im Wesentlichen dadurch, dass der Haltewinkel 10 eine geringere Höhe H aufweist. Die Höhe H beträgt nunmehr nur noch 6,7 cm. Der zweite Schenkel 2 weist weiterhin zwei rechteckige Aussparungen 3 der Abmessungen a<sub>1</sub> x b und a<sub>2</sub> x b auf, wobei lediglich die Abmessung b geändert wurde. Die Abmessung b beträgt nunmehr1 cm, was der geringeren Höhe H des Haltewinkels 10 geschuldet ist. Die Aussparungen 3 erstrecken sich demnach über eine Fläche von insgesamt 24,5 cm<sup>2</sup>. Der Flächenanteil der Aussparungen 3 beträgt folglich wenigstens 10% der Gesamtfläche des zweiten Schenkels 2, die vorliegend 221,1 cm<sup>2</sup> beträgt.</p>
<p id="p0028" num="0028">Die Aussparungen 3 führen zu einer Verringerung des wärmeleitenden Querschnitts des Haltewinkels 10, so dass der Wärmeabfluss über den Haltewinkel 10 verringert wird. Die große Ausladung des Haltewinkels 10 von 33 cm ermöglicht die Ausbildung von etwa 30-35 cm starken Wärmedämmschichten. Dadurch bildet der Haltewinkel 10 in Zusammenspiel mit einem Halteprofil 12 eine passivhaustaugliche Fassadenunterkonstruktion aus. Zugleich sorgen die verstärkten Kantenbereiche 4 des Haltewinkels 10 für eine ausreichende Tragfähigkeit, so dass selbst schwere Fassadenelemente, wie beispielsweise Glas- oder Natursteinplatten, über eine<!-- EPO <DP n="13"> --> erfindungsgemäße Fassadenunterkonstruktion an einem bauseitigen Untergrund befestigt werden können.</p>
<p id="p0029" num="0029">Eine erfindungsgemäße Fassadenunterkonstruktion umfassend wenigstens einen Haltwinkel 10 und ein Halteprofil 12 ist beispielhaft in der <figref idref="f0003">Fig. 7</figref> dargestellt. Den bauseitigen Untergrund 11 bildet vorliegend eine massive Gebäudeaußenwand, an welcher der Haltewinkel 10 der Fassadenunterkonstruktion befestigt ist. Der erste Schenkel 1 des Haltewinkels 10 liegt dabei mittelbar über eine etwaige Unebenheiten ausgleichende Zwischenlage am bauseitigen Untergrund 11 an, so dass die Höhe H des Haltewinkels 10 in der Hauptbelastungsrichtung zur Verfügung steht. Die Höhe H wird jedoch von den Aussparungen 3 unterbrochen, so dass nur ein reduzierter Querschnitt zur Lastabtragung verbleibt. Aufgrund der verstärkten Kantenbereiche 4 ist dieser jedoch ausreichend bemessen. Die verstärkten Kantenbereiche 4 des zweiten Schenkels 2 bilden zugleich an ihren dem bauseitigen Untergrund 11 abgewandten Enden Federzungen 5 aus, welche der Aufnahme eines Tragprofils 12 sowie eines Isolators 13 dienen, welcher im Bereich der Aufnahme um das Tragprofil 12 gelegt ist. Der Isolator 13 ist zur Ausbildung einer passivhaustauglichen Fassadenunterkonstruktion nicht zwingend erforderlich, jedoch von Vorteil, da hierüber eine thermische Trennung des Halteprofils 12 vom Haltewinkel 10 bewirkt wird. Zudem kann das Halteprofil 12 selbst aus einem schlechtwärmeleitenden Material gefertigt sein, so dass in diesem Fall ein Isolator 13 überflüssig wäre.</p>
<p id="p0030" num="0030">Die Erfindung ist nicht auf die in den <figref idref="f0001 f0002 f0003">Fig. 1-7</figref> dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfasst auch Abwandlungen. Diese können insbesondere die konkrete Ausgestaltung, Anzahl und Anordnung der Aussparung/Aussparungen 3 des zweiten Schenkels 2 des Haltewinkels 10 sowie die konkrete Ausgestaltung, Anzahl und Anordnung der Federzunge/Federzungen 5 betreffen. Ferner sind die Abmessungen des Haltewinkels den jeweiligen Anforderungen entsprechend zu wählen.<!-- EPO <DP n="14"> --></p>
<heading id="h0005"><b>Bezugszeichenliste</b></heading>
<p id="p0031" num="0031">
<dl id="dl0002" compact="compact">
<dt>1</dt><dd>Erster Schenkel</dd>
<dt>2</dt><dd>Zweiter Schenkel</dd>
<dt>3</dt><dd>Aussparung</dd>
<dt>4</dt><dd>Kantenbereich</dd>
<dt>5</dt><dd>Federzunge</dd>
<dt>6</dt><dd>Einführschräge</dd>
<dt>7</dt><dd>Ausnehmung, Rundloch</dd>
<dt>8</dt><dd>Ausnehmung, Langloch</dd>
<dt>9</dt><dd>Schraube</dd>
<dt>10</dt><dd>Haltewinkel</dd>
<dt>11</dt><dd>Bauseitiger Untergrund</dd>
<dt>12</dt><dd>Halteprofil</dd>
<dt>13</dt><dd>Isolator</dd>
</dl></p>
</description>
<claims id="claims01" lang="de"><!-- EPO <DP n="15"> -->
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Haltewinkel (10) für eine Fassadenunterkonstruktion zur Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelementes an einem bauseitigen Untergrund (11), umfassend einen ersten Schenkel (1) zur Befestigung am bauseitigen Untergrund (11) und einen zum ersten Schenkel (1) im Wesentlichen senkrecht angeordneten zweiten Schenkel (2) zur Aufnahme eines Halteprofils (12) der Fassadenunterkonstruktion, wobei der zweite Schenkel (2) eine Gesamtfläche besitzt, in der wenigstens eine Aussparung (3) vorgesehen ist, und wobei der Flächenanteil der einen Aussparung (3) oder der mehreren Aussparungen (3) wenigstens 10% der Gesamtfläche des zweiten Schenkels (2) beträgt,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> wenigstens ein Kantenbereich (4) des ersten Schenkels (1) und/oder des zweiten Schenkels (2) durch Umfalten verstärkt ist, wobei somit im wenigstens einem Kantenbereich (4) das Material zumindest doppelt liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Haltewinkel nach Anspruch 1,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Flächenanteil der einen Aussparung (3) oder der mehreren Aussparungen (3) wenigstens 25%, weiterhin vorzugsweise wenigstens 40% der Gesamtfläche des zweiten Schenkels (2) beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Haltewinkel nach Anspruch 1 oder 2,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Haltewinkel (10) ein Stanz-/Biegeteil und/oder wenigstens eine Aussparung (3) eine Ausstanzung ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Haltewinkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der zweite Schenkel (2) wenigstens eine Federzunge (5) zur Aufnahme eines Halteprofils (12) besitzt.<!-- EPO <DP n="16"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Haltewinkel nach Anspruch 4,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Federzunge (5) einstückig mit dem Haltewinkel (10) ausgebildet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Haltewinkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Federzunge (5) im Wesentlichen parallel zum zweiten Schenkel (2) angeordnet ist und/oder an ihrem freien Ende eine Einführschräge (6) ausbildet.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Haltewinkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der erste Schenkel (1) und/oder der zweite Schenkel (2) wenigstens eine Ausnehmung (7, 8) zur Aufnahme eines Befestigungsmittels, insbesondere einer Schraube (9), besitzt bzw. besitzen, wobei vorzugsweise wenigstens eine Ausnehmung (8) als Langloch ausgebildet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0008" num="0008">
<claim-text>Haltewinkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Haltewinkel (10) aus Metall, insbesondere aus verzinktem Stahl, Edelstahl oder Aluminium, gefertigt ist, wobei das Metall vorzugsweise als Metallblech vorliegt und eine Stärke (s) zwischen 0,5 mm und 2,5 mm, weiterhin vorzugsweise zwischen 1,0 mm und 2,0 mm besitzt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0009" num="0009">
<claim-text>Fassadenunterkonstruktion zur Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelementes an einem bauseitigen Untergrund (11), umfassend wenigstens einen Haltewinkel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie wenigstens ein mit dem Haltewinkel (10) verbindbares Halteprofil (12).<!-- EPO <DP n="17"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0010" num="0010">
<claim-text>Fassadenunterkonstruktion nach Anspruch 9,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das Halteprofil (12) zur Verbindung mit dem Haltewinkel (10) und zur Aufnahme eines im Wesentlichen plattenförmigen Fassadenelementes L- oder T-förmig ausgebildet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0011" num="0011">
<claim-text>Fassadenunterkonstruktion nach Anspruch 9 oder 10,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Fassadenunterkonstruktion ferner einen Isolator (13) umfasst, welcher zur Realisierung einer thermischen Trennung zwischen dem Halteprofil (12) und dem Haltewinkel (10) einlegbar ist.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims02" lang="en"><!-- EPO <DP n="18"> -->
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>A retaining bracket (10) for a fagade substructure for fastening at least one essentially plate-shaped fagade element to an on-site subfloor (11), comprising a first leg (1) to be fastened to the on-site subfloor (11) and a second leg (2) arranged essentially perpendicular to the first leg (1) to accommodate a retaining profile (12) of the façade substructure, wherein the second leg (2) has a total area incorporating at least one recess (3), and wherein the percentage area of the one recess (3) or several recesses (3) measures at least 10% of the total area of the second leg (2),<br/>
<b>characterized in that</b> at least one edge area (4) of the first leg (1) and/or second leg (2) is reinforced by folding, so that the material is at least doubled in at least one edge area (4).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>The retaining bracket according to claim 1,<br/>
<b>characterized in that</b> the percentage area of the one recess (3) or several recesses (3) measures at least 25%, further preferably at least 40% of the total area of the second leg (2).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>The retaining bracket according to claim 1 or 2,<br/>
<b>characterized in that</b> the retaining bracket (10) is a stamped/bent part and/or at least one recess (3) is a blanking.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>The retaining bracket according to one of the preceding claims,<br/>
<!-- EPO <DP n="19"> --><b>characterized in that</b> the second leg (2) has at least one flexible tongue (5) for accommodating a retaining profile (12).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>The retaining bracket according to claim 4,<br/>
<b>characterized in that</b> the flexible tongue (5) is designed as a single piece with the retaining bracket (10).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>The retaining bracket according to one of the preceding claims,<br/>
<b>characterized in that</b> the flexible tongue (5) is arranged essentially parallel to the second leg (2) and/or forms a lead-in chamfer (6) at its free end.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>The retaining bracket according to one of the preceding claims,<br/>
<b>characterized in that</b> the first leg (1) and/or second leg (2) has/have at least one recess (7, 8) for accommodating a fastening means, in particular a screw (9), wherein at least one recess (8) is preferably designed as an oblong hole.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0008" num="0008">
<claim-text>The retaining bracket according to one of the preceding claims,<br/>
<b>characterized in that</b> the retaining bracket (10) is fabricated out of metal, in particular zinc-coated metal, stainless steel or aluminum, wherein the metal is preferably present as sheet metal, and has a thickness (s) of between 0.5 mm and 2.5 mm, further preferably of between 1.0 mm and 2.0 mm.<!-- EPO <DP n="20"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0009" num="0009">
<claim-text>A façade substructure for fastening at least one essentially plate-shaped façade element to an on-site subfloor (11), comprising a retaining bracket (10) according to one of the preceding claims, as well as at least one retaining profile (12) that can be joined with the retaining bracket (10).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0010" num="0010">
<claim-text>The façade substructure according to claim 9,<br/>
<b>characterized in that</b> the retaining profile (12) to be joined with the retaining bracket (10) and for accommodating an essentially plate-shaped façade element is L- or T-shaped.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0011" num="0011">
<claim-text>The façade substructure according to claim 9 or 10, <b>characterized in that</b> the façade substructure further encompasses an insulator (13), which can be inserted between the retaining profile (12) and retaining bracket (10) to realize a thermal separation.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims03" lang="fr"><!-- EPO <DP n="21"> -->
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Équerre de maintien (10) pour une sous-construction de façade, destinée à fixer au moins un élément de façade essentiellement en forme de plaque sur une structure de base côté construction (11), comprenant une première branche (1) pour la fixation à la structure de base côté construction (11) et une deuxième branche (2) agencée essentiellement verticalement par rapport à la première branche (1), pour la réception d'un profilé de maintien (12) de la sous-construction de façade, dans laquelle la deuxième branche (2) présente une superficie totale dans laquelle est prévue au moins un évidement (3), et dans laquelle la part de superficie de l'évidement (3) ou de la pluralité d'évidements (3) représente au moins 10% de la superficie totale de la deuxième branche (2),<br/>
<b>caractérisée en ce qu'</b>au moins une région de bord (4) de la première branche (1) et/ou de la deuxième branche (2) est renforcé par repliage, le matériau étant ainsi au moins doublé dans l'au moins une région de bord (4).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Équerre de maintien selon la revendication 1,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la part de superficie de l'évidement (3) ou de la pluralité d'évidements (3) représente au moins 25%, et de préférence au moins 40% de la superficie totale de la deuxième branche (2).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Équerre de maintien selon la revendication 1 ou 2,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> l'équerre de maintien (10) est une pièce découpée et pliée et/ou <b>en ce qu'</b>au moins un évidement (3) est une découpe.<!-- EPO <DP n="22"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Équerre de maintien selon l'une des revendications précédentes,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la deuxième branche (2) possède au moins une langue élastique (5) pour la réception d'un profilé de maintien (12).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Équerre de maintien selon la revendication 4,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la langue élastique (5) est conçue d'un seul tenant avec l'équerre de maintien (10).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Équerre de maintien selon l'une des revendications précédentes,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la langue élastique (5) est agencée essentiellement parallèlement à la deuxième branche (2) et/ou forme un chanfrein d'insertion (6) à son extrémité libre.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Équerre de maintien selon l'une des revendications précédentes,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la première branche (1) et/ou la deuxième branche (2) comporte ou comportent au moins un évidement (7, 8) pour la réception d'un moyen de fixation, en particulier une vis (9), dans laquelle au moins un évidement (8) est de préférence conçu comme un trou oblong.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0008" num="0008">
<claim-text>Équerre de maintien selon l'une des revendications précédentes,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> l'équerre de maintien (10) est fabriquée en métal, en particulier en acier galvanisé, en acier inoxydable ou en aluminium, le métal étant de<!-- EPO <DP n="23"> --> préférence présent sous la forme d'une tôle métallique et présentant une épaisseur (s) entre 0,5 mm et 2,5 mm, et de préférence entre 1,0 mm et 2,0 mm.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0009" num="0009">
<claim-text>Sous-construction de façade pour la fixation d'au moins un élément de façade essentiellement en forme de plaque sur une structure de base côté construction (11), comprenant au moins une équerre de maintien (10) selon l'une des revendications précédentes et au moins un profilé de maintien (12) apte à être relié à l'équerre de maintien (10).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0010" num="0010">
<claim-text>Sous-construction de façade selon la revendication 9, <b>caractérisée en ce que</b> le profilé de maintien (12) est conçu en forme de L ou de T, pour être relié à l'équerre de maintien (10) et pour recevoir un élément de façade essentiellement en forme de plaque.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0011" num="0011">
<claim-text>Sous-construction de façade selon la revendication 9 ou 10,<br/>
<b>caractérisée en ce que</b> la sous-construction de façade comprend en outre un isolateur (13) susceptible d'être inséré entre le profilé de maintien (12) et l'équerre de maintien (10) pour réaliser une séparation thermique.</claim-text></claim>
</claims>
<drawings id="draw" lang="de"><!-- EPO <DP n="24"> -->
<figure id="f0001" num="1,2,3"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="165" he="214" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="25"> -->
<figure id="f0002" num="4,5,6"><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="165" he="217" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="26"> -->
<figure id="f0003" num="7"><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="165" he="198" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<ep-reference-list id="ref-list">
<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="EP2108757A"><document-id><country>EP</country><doc-number>2108757</doc-number><kind>A</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0001]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0002" dnum="DE102009030635A"><document-id><country>DE</country><doc-number>102009030635</doc-number><kind>A</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0002">[0001]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0003" dnum="DE29814855U1"><document-id><country>DE</country><doc-number>29814855</doc-number><kind>U1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0003">[0004]</crossref></li>
</ul></p>
</ep-reference-list>
</ep-patent-document>
