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EP 2 647 988 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2015 Patentblatt 2015/20 |
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Anmeldetag: 25.03.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren sowie Vorrichtung zur Messung des Sauerstoffgehaltes oder des Sauerstoffpartialdruckes
in einem Messgas
Method and device for measuring the oxygen content or the partial oxygen pressure
in a gas to be measured
Procédé et dispositif de mesure de la teneur en oxygène ou de la pression partielle
d'oxygène dans un gaz de mesure
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.04.2012 DE 102012103005
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.2013 Patentblatt 2013/41 |
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Patentinhaber: |
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- Reiter, Werner
3400 Klosterneuburg (AT)
- Soukup, Peter Klaus
2440 Gramatneusiedl (AT)
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Erfinder: |
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- Seyr, Peter
1120 Wien (AT)
- Reiter, Werner
3400 Klosterneuburg (AT)
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Vertreter: Graf Glück Kritzenberger |
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Hermann-Köhl-Strasse 2a 93049 Regensburg 93049 Regensburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A2-2008/154366 DE-A1-102006 060 636 DE-A1-102009 047 359
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DE-A1- 19 955 125 DE-A1-102008 044 374
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 und
auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 13.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen oder Sensoren zum Messen des Sauerstoffgehalts eines
Messgases sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Bekannt sind beispielsweise
Sauerstoffsensoren, die nach einem Diffusionslimitierenden amperometischen Verfahren
arbeiten, aber sich nur bedingt zur Messung bei hoher Luftfeuchtigkeit eignen, da
Feuchte über konstruktionsbedingte Diffusionsöffnungen in das Innere des jeweiligen
Sauerstoffsensors eindringen und dort zu Problemen führen kann. Insbesondere kann
kondensierte Feuchtigkeit bei Wieder-Inbetriebnahme eines solchen Sensors zu dessen
Zerstörung führen.
[0003] Bekannt sind weiterhin Sauerstoffsensoren, die nach einem potentiometrischen Verfahren
(Nernst-Zelle) arbeiten. Diese Sensoren werden vorwiegend zur Messung kleiner Sauerstoffkonzentrationen
im Bereich der Abgasüberwachung eingesetzt. Durch die Vermeidung von Diffusionsöffnungen
sind diese Sensoren robuster auch gegenüber Feuchtigkeit. Zur Bestimmung des Sauerstoffpartialdruckes
oder des Sauerstoffgehaltes wird der Sauerstoffpartialdruck eines Referenzgases oder
eines Referenzvolumens mit dem Sauerstoffpartialdruck des Messgases verglichen, und
zwar unter Verwendung einer Festelektrolytzelle im einfachsten Fall bestehend aus
wenigstens einer ersten Elektrode im Bereich des Referenzgases, aus einer zweiten
Elektrode im Bereich des Messgases und wenigstens einem Sauerstoff leitender Festelektrolyten,
beispielsweise aus Zirkoniumdioxid (ZirkoniumIV-Oxid) zwischen den Elektroden. Die
an den Elektroden anliegende Messspannung bestimmt entsprechend der sogenannten Nernst-Gleichung
den Sauerstoffpartialdruckquotienten zwischen dem Referenzgas und dem Messgas. Dieses
vereinfachte potentiometrische Messverfahren setzt allerdings voraus, dass der Sauerstoffpartialdruck
im Referenzvolumen konstant ist, d.h. die das Referenzgas oder Referenzvolumen aufnehmende
Referenzkammer absolut dicht ist, was in der Praxis nicht oder aber allenfalls nur
mit einem wirtschaftlich nicht vertretbaren Aufwand erreichbar ist. Um diesen Nachteil
zu vermeiden ist es auch üblich, dass der Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen
in periodischen Abständen neu eingestellt wird, und zwar unter Verwendung einer zusätzlichen
Festelektrolytzelle, die sich zwischen dem Referenzvolumen und dem Messgas befindet
und als reine Pumpzelle betrieben wird. Auch dies bedeutet aber einen zusätzlichen
nicht unerheblichen konstruktiven Aufwand. Das Zusammenfassen der Funktionen Pumpen
und Messen in einer einzigen Festelektrolytzelle scheitert bisher u.a. daran, dass
die an den Elektroden einer solchen Festelektrolytzelle gemessene Spannung zusätzlich
auch durch den innerhalb der Festelektrolytzelle vom Pumpstrom erzeugten Spannungsabfall
verfälscht wird, der im Wesentlichen vom Innenwiderstand des Festelektrolyten abhängig
ist und sich schwer eliminieren lässt, da der Innenwiderstand des Festelektrolyten
sich mit dessen Temperatur und Lebensdauer signifikant verändert.
[0004] Bekannt ist insbesondere auch ein Verfahren (
EP 0 698 209), bei dem versucht wird, die durch den Spannungsabfall des Pumpstromes erzeugte Störgröße
dadurch zu eliminieren, dass eine Festelektrolytzelle abwechselnd als Pump- und Messzelle
betrieben wird. Bei diesem Wechselbetrieb treten aber Polarisationseffekte auf, die
ebenfalls das Messergebnis verfälschen.
[0005] Bei einem weiteren bekannten Verfahren (
DE 198 00 027) wird vorgeschlagen, diese das Messergebnis verfälschenden Polarisationseffekte durch
einen kurzen Stromimpuls mit invertierter Polarität zu reduzieren.
[0006] Bekannt ist weiterhin ein Verfahren zur Messung des Anteils einer Gasspezies, nämlich
des Anteils an NO
x in einem Messgas (
DE 10 2009 047 359 A1). Zur Durchführung dieses Verfahrens wird ein Sensorelement verwendet, welches eine
erste, zweite und dritte Festelektrolytanordnung mit jeweils zwei Elektroden und mit
jeweils einem die Elektroden verbindenden Festelektrolyten, eine gasdichte Kammer
sowie eine erste und eine zweite zusätzliche Kammer aufweist, die über eine interne
Diffusionsbarriere miteinander in Verbindung stehen und von denen erste zusätzliche
Kammer über eine externe Diffusionsbarriere mit einem das Messgas führenden Messraum
in Verbindung steht. Während der Messung wird die erste zwischen der ersten zusätzlichen
Kammer und dem Messraum angeordnete Festelektrolytanordnung als Sauerstoff-Pumpzelle
so betrieben, dass der Sauerstoff in den Messraum zurückgeführt wird und somit das
Messgas, welches über die externe Diffusionsbarriere in die erste zusätzliche Kammer
gelangt ist und mit welchem die zweite zusätzliche Kammer über die interne Diffusionsbarriere
beaufschlagt wird, keinen oder im Wesentlichen keinen freien Sauerstoff, sondern hauptsächlich
nur in Form von NO
x enthält, mehr enthält. In der Messphase (Akkumulationsphase) erfolgt durch Pumpen
über die zweite Festelektrolytanordnung, die zwischen der zweiten zusätzlichen Kammer
und der gasdichten Kammer angeordnet ist, durch Abspalten von Sauerstoff aus dem NO
x der zweiten zusätzlichen Kammer in der gasdichten Kammer eine Akkumulation einer
Sauerstoffmenge, die ein Maß für den Anteil an NO
x in dem Messgas darstellt. Aus einem Potentialverlauf, der an der dritten, zwischen
der gasdichten Kammer und einem mit dem Messraum in Verbindung stehenden Kanal angeordneten
Festelektrolytanordnung anliegt, wird auf den NO
x-Anteil im Messgas geschlossen. Vor der Messung erfolgt in einer der Akkumulationsphase
vorausgehenden Phase (Initialisierungsphase) durch Pumpen mit der dritten Festelektrolytanordnung
ein Herstellen oder Wiederherstellen eines definierten Ausgangszustandes in der gasdichten
Kammer, und zwar durch Leerpumpen dieser Kammer.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren aufzuzeigen, welches es bei einem reduzierten
konstruktiven Aufwand ermöglicht, den Sauerstoffpartialdruck und damit auch den Sauerstoffgehalt
in einem Messgas mit hoher Genauigkeit zu bestimmen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist
ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Vorrichtung ist
Gegenstand des Patentanspruchs 13.
[0008] Unter "Messgas" ist im Sinne das zu messende Gas zu verstehen.
[0009] "Sauerstoffleitender Festelektrolyt" ist im Sinne der Erfindung ein Elektrolyt, der
in einem Pumpbetrieb bei Beaufschlagung mit einem Pumpstrom einen Sauerstofftransport
abhängig von einer durch den Pumpstrom erzeugten Ladungsträgermenge erzeugt sowie
im Messbetrieb eine dem Sauerstoffpartialdruckquotienten zwischen einem Referenzgas
und einem Messgas entsprechende Spannung liefert.
[0010] Der Ausdruck "im Wesentlichen" bzw."etwa" bedeutet im Sinne der Erfindung Abweichungen
vom jeweils exakten Wert um +/-10%, bevorzugt um +/- 5% und/oder Abweichungen in Form
von für die Funktion unbedeutenden Änderungen.
[0011] In Weiterbildung ist das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise auch so ausgeführt,
dass der Sauerstoffpartialdruck in der ersten Phase auf einen Wert deutlich kleiner
als 1 % des Sauerstoffpartialdruckes des Messgases reduziert wird,
und/oder
dass die erste Phase dann beendet wird, wenn die an den Elektroden anliegende Spannung
in dieser Phase einen vorgegebenen Spannungsschwellwert überschreitet,
und/oder
dass der Spannungsschwellwert sich aus einer beispielsweise variablen Komponente,
die durch einen Spannungsabfall des Pumpstromes erzeugt ist, und aus einer Komponente
zusammensetzt, die aus dem Sauerstoffpartialdruckquotienten resultiert, und dass der
aus dem Pumpstrom resultierende Spannungsabfall innerhalb der ersten Phase zu einem
Zeitpunkt ermittelt wird, an dem die an den Elektroden anliegende Spannung nur oder
im Wesentlichen nur durch den Spannungsabfall des Pumpstromes bestimmt ist,
und/oder
dass nach Beendigung der ersten Phase das Referenzvolumen in einer zweiten Phase durch
die im Pumpbetrieb betriebene Festelektrolytzelle durch Füllen auf einen definierten
Sauerstoffpartialdruck gebracht wird, der in der Größenordnung des zu messenden Sauerstoffpartialdruckes
liegt, und dass hierfür über den Pumpstrom eine Ladungsträgermenge transportiert wird,
die proportional zum einzustellenden Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen ist,
und/oder
dass zum Einstellen eines definierten Sauerstoffpartialdruckes im Referenzvolumen
während der zweiten Phase die Festelektrolytzelle mit wenigsten einem Pumpstromimpuls
beaufschlagt wird, und dass die Dauer des wenigstens einen Pumpstromimpulses so gewählt
ist, dass das Strom-Zeit-Integral aus der Amplitude des Pumpstromimpulses und der
Impulsdauer der Ladungsträgermenge entspricht und proportional zu dem im Referenzvolumen
einzustellenden Sauerstoffpartialdruck ist,
und/oder
dass nach Ablauf der zweiten Phase und vorzugsweise nach Ablauf einer auf die zweite
Phase folgenden und als Abklingphase dienenden dritten Phase aus der in einer Messphase
anliegenden Messspannung der Sauerstoffpartialdruck des Messgases ermittelt wird,
und/oder
dass der zumindest die erste Phase, die zweite Phase und die Messphase aufweisende
Messzyklus periodisch wiederholt wird,
und/oder
dass der Pumpstrom (Ip) und/oder die Dauer des Pumpstromes (Ip) in der zweiten Phase
so geändert und/oder eingestellt werden, dass die in der Messphase gemessene Messspannung
einen vorgegebenen konstanten oder im Wesentlichen konstanten Spannungswert aufweist,
und dass aus dem Strom-Zeit-Integral der Amplitude des Pumpstromes und der Dauer des
Pumpstromes in der zweiten Phase (Phase II) der Sauerstoffpartialdruck des Messgases
bestimmt wird,
und/oder
dass der Pumpstrom (Ip) in der zweiten Phase hinsichtlich Amplitude und Verlauf konstant
ist, dass zur Erzielung des vorgegebenen, konstanten Spannungswertes in der Messphase,
beispielsweise der Spannung Null die Zeitdauer des Pumpstromes in der zweiten Phase
eingestellt und/oder geregelt wird, und dass aus der Zeitdauer des Pumpstromes der
Sauerstoffpartialdruck des Messgases ermittelt wird,
und/oder
dass bei bekanntem Umgebungsdruck die Sauerstoffkonzentration aus dem jeweiligen Sauerstoffpartialdruck
ermittelt wird,
und/oder
dass über eine Referenzmessung mit einem bekannten Sauerstoffpartialdruck des Messgases
auf den Sauerstoffpartialdruck des Referenzvolumens geschlossen wird,
und/oder
dass zum Einstellen eines Innenwiderstandes der Festelektrolytzelle, der eine Funktion
der Temperatur der Festelektrolytzelle oder des Festelektrolyten bzw. proportional
zu der Temperatur der Festelektrolytzelle oder des Festelektrolyten ist, in einem
Widerstandseinstell-Verfahren ein die erste, zweite und dritte Phase enthaltende Abfolge
mehrfach wiederholt wird,
und/oder
dass im Anschluss an das jeweilige Widerstandseinstell-Verfahren der Innenwiderstandes
der Festelektrolytzelle ermittelt und mit diesem Widerstand die Zelltemperatur der
Festelektrolytzelle bestimmt oder in Abhängigkeit von diesem Widerstand die Zelltemperatur
der Festelektrolytzelle gesteuert oder geregelt wird,
und/oder
dass der Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen in Abhängigkeit von dem bei der
Messung zu erwartenden Sauerstoffpartialdruck im Messgas eingestellt wird, vorzugsweise
derart, dass Verhältnis "Sauerstoffpartialdruck im Messgas/ Sauerstoffpartialdruck
im Referenzvolumen" 2,7 oder etwa 2,7, beispielsweise 2,718 beträgt,
wobei die vorstehenden Verfahrensschritte jeweils einzeln oder in beliebiger Kombination
verwendet sein können.
[0012] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder
in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der
Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer vereinfachten Funktionsdarstellung eine Vorrichtung zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes
eines Messgases entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2 u. 3
- jeweils ein Spannungs- und Zeitdiagramm der Messspannung bei zwei unterschiedlichen
Verfahren gemäß der Erfindung;
- Fig. 4
- in einem Diagramm die Abhängigkeit des Sauerstoffpartialdrucks bzw. des Sauerstoffgehalts
von der Fülldauer oder -zeit.
[0014] Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung (Sensor) zur Bestimmung
des Sauerstoffpartialdruckes bzw. des Sauerstoffgehaltes eines Messgases in einem
Messgasvolumen oder in einer Messgasumgebung besteht bei der dargestellten Ausführungsform
im Wesentlichen aus einem sauerstoffleitenden Festelektrolyten 2, z.B. aus Zirconiumdioxid.
Der bei der dargestellten Ausführungsform substratartige oder plattenartige Festelektrolyt
2 ist an einer Oberflächenseite mit einer Referenzelektrode 3.1 und an seiner anderen,
gegenüberliegenden Oberflächenseite mit einer Messelektrode 3.2 versehen. Von diesen
Elektroden, die zusammen mit dem Festelektrolyten 2 eine Festelektrolytzelle 4 bilden,
befindet sich die Referenzelektrode 3.1 in einer ein Referenzvolumen aufnehmenden
Referenzkammer 5, die durch eine Abdeckung 6 möglichte dicht verschlossen ist. Die
Messelektrode 3.2 befindet sich in der das Messgas führenden Messgasumgebung oder
in einem das Messgas führenden Raum.
[0015] Zum Erhitzen des Feststoffelektrolyten 2 auf eine konstante oder im Wesentliche konstante
Betriebstemperatur dient eine elektrische Heizung 7, die ausreichend nahe an dem Feststoffelektrolyten
2 angeordnet ist, d.h. bei der dargestellten Ausführung an der Außenseite der Abdeckung
6, dem Feststoffelektrolyten 2 gegenüberliegend. Zur Konstanthaltung der Temperatur
ist die Heizung 7 in einem geregelten Heizstromkreis angeordnet, der u.a. eine Messeinrichtung
8 zur Messung des Heizstromes und eine Spannungsquelle 9 zur Erzeugung der Heizspannung
U
heiz aufweist. Der mit der Messeinrichtung 8 gemessene Heizstrom ist proportional zur
Temperatur der Heizung 7. Die von der Spannungsquelle 9 abgegebene Heizspannung U
heiz wird durch eine Steuer- und Kontrolleinheit 10 in Abhängigkeit von dem Heizstrom
bzw. von dem Messsignal der Messeinrichtung 8 (als Istwert) und einem in der Steuer-
und Kontrolleinheit 10 abgelegten Sollwert gesteuert, sodass die angestrebte konstante
oder im Wesentlichen konstante Temperatur der Heizung 7 und damit Betriebs- oder Zellentemperatur
für den Festelektrolyten 2 und der Festelektrolytzelle 4 erreicht ist.
[0016] Die Referenzelektrode 3.1 und die Messelektrode 3.2 sind ständig mit einer hochohmigen
Messeinrichtung 11 (hochohmiges Voltmeter) zur Messung der zwischen diesen Elektroden
bzw. zwischen den beiden Oberflächenseiten des Festelektrolyten 2 anliegenden Messspannung
UM verbunden. Die Messeinrichtung 11 liefert ein der gemessenen Messspannung UM entsprechendes
Signal an die Steuer- und Kontrolleinheit 10.
[0017] Mit 12 und 13 sind in der Figur 1 zwei Stromquellen bezeichnet, von denen die Stromquelle
12 in Serie mit einem steuerbaren Schalter 14 zwischen der Referenzelektrode 3.1 und
der Messelektrode 3.2 und die Stromquelle 13 in Serie mit einem steuerbaren Schalter
15 ebenfalls zwischen der Referenzelektrode 3.1 und der Messelektrode 3.2 angeordnet
sind. Die Stromquelle 12 ist so ausgebildet, dass sie bei geschlossenem Schalter 14
einen Stromfluss oder Pumpstrom Ip durch den Festelektrolyten 2 von der Messelektrode
3.2 an die Referenzelektrode 3.1 erzeugt, und zwar für einen Pumpbetrieb der Festelektrolytzelle
4 zum Entleeren der Referenzkammer 5, d.h. zum Reduzieren des Sauerstoffpartialdruckes
oder des Sauerstoffgehalts in der Referenzkammer 5 bzw. in dem dortigen Referenzvolumen
auf einen Wert, der signifikant unter dem Sauerstoffpartialdruck oder des Sauerstoffgehalt
des Messgases liegt und beispielsweise kleiner als 10% des Sauerstoffpartialdruck
oder des Sauerstoffgehalt des Messgases oder Null oder im Wesentlichen auf Null beträgt
(nachstehend kurz "Entleeren der Referenzkammer 5").
[0018] Die Stromquelle 13 ist so ausgebildet, dass sie bei geschlossenem Schalter 15 einen
Stromfluss oder Pumpstrom Ip durch den Festelektrolyten 2 von der Referenzelektrode
3.1 an die Messelektrode 3.3 erzeugt, und zwar für einen Pumpbetrieb der Festelektrolytzelle
4 zum Füllen der Referenzkammer 5, d.h. zur Einstellung eines Referenz-Sauerstoffpartialdruckes
oder -gehaltes in der Referenzkammer 5 (nachstehend kurz "Füllen der Referenzkammer
5").
[0019] Die Ruhestellung der Schalter 14 und 15 ist ihr offener Zustand. Die Schalter 14
und 15 werden ebenfalls von der Steuer- und Kontrolleinheit 10 in der nachstehend
noch näher beschriebenen Weise gesteuert und sind hierfür beispielsweise Relais oder
elektronische Bauelemente, z.B. Transistoren.
[0020] Aufgrund des elektrischen Innenwiderstandes der Festelektrolytzelle 4 bzw. des Festelektrolyten
2 beim Pumpbetrieb sowie durch Polarisationseffekte beim Wechsel zwischen dem Pumpbetrieb
und einem Betrieb der Festelektrolytzelle 4 als Messzelle (Messbetrieb) ist ein potentiometrischer
Messbetrieb, d.h. eine Bestimmung der Sauerstoffkonzentration oder des Sauerstoffgehaltes
im Messgas durch Messung und Auswertung der Messspannung UM nur bei entsprechender
Ausbildung des Messverfahrens möglich.
[0021] Ein solches Messverfahren bzw. der zeitliche Verlauf 16 der Messspannung UM bei diesen
Verfahren ist in der Figur 2 dargestellt. Um die Vorrichtung 1 zur potentiometrischen
Messung des absoluten Sauerstoffpartialdrucks bzw. Sauerstoffgehaltes im Messgas verwenden
zu können, ist es erforderlich, den Sauerstoffpartialdruck bzw. den Sauerstoffgehalt
in der Referenzkammer 5 bzw. in dem dortigen Referenzvolumen auf einen definierten
Referenzwert zu bringen. Hierfür wird in einem ersten Schritt oder in einer ersten
Phase I des Messzyklus die Festelektrolytzelle 4 bei geöffnetem Schalter 15 durch
Schließen des Schalters 14 als Pumpzelle zu Entleeren der Referenzkammer 5 betrieben.
Hierbei wird der Verlauf der Messspannung UM überwacht. Die Messspannung UM setzt
sich dabei im Wesentlichen aus einer elektromotorischen Kraft, hervorgerufen durch
den Sauerstoffpartialdruckquotienten aus den Sauerstoffpartialdrücken des Messgases
und des Referenzgases, sowie aus einem Spannungsabfall zusammen, der durch den Pumpstrom
Ip am Innenwiderstand der Festelektrolytzelle 4 erzeugt wird. Dieser Innenwiderstand
ist u.a. im Wesentlichen von der Betriebstemperatur des Feststoffelektrolyten 2 abhängig,
aber auch von der Alterung des Festelektrolyten 2. Kleine aus der elektromotorischen
Kraft resultierende Komponenten der Spannung UM sind am Beginn der Phase I vielfach
kaum messbar und gehen in dem durch den Innenwiderstand der Festelektrolytzelle 4
erzeugten Spannungsabfall unter. Allerdings steigen die durch die elektromotorische
Kraft erzeugte Komponente der Spannung UM und damit auch diese Spannung selbst im
Verlauf der Phase I signifikant an, wenn der Sauerstoffpartialdruck bzw. Sauerstoffgehalt
des Referenzvolumens in der Referenzkammer 5 gegen Null strebt, und übersteigt dann
deutlich des Einfluss des durch den Pumpstrom Ip am Innenwiderstand der Festelektrolytzelle
4 erzeugten Spannungsabfall, wie dies in der Figur 2 bei 16.1 angedeutet ist. Hierdurch
ist das Ende des Entleerens der Referenzkammer 5 bzw. der Phase I eindeutig detektierbar,
d.h. der Zeitpunkt des Endes der Phase I kann durch Überschreiten einer vorgegebenen
Spannungsschwelle eindeutig und einfach definiert werden. Um den Einfluss des Pumpstromes
Ip dabei weiter zu reduzieren, kann die entsprechende Spannungsschwelle relativ zum
typischen, durch den Pumpstrom Ip erzeugten Spannungsabfall definiert werden. Dieser
typische, vom Pumpstrom Ip erzeugte Spannungsabfall lässt sich beispielsweise während
der Phase I zu einem Zeitpunkt ermitteln, an dem die durch die elektromotorische Kraft
bedingte Spannungskomponente noch keinen signifikanten Beitrag zu der Spannung UM
liefert.
[0022] Nach Beendigung des Entleerens der Referenzkammer 5 wird in der Phase II der Schalter
14 geöffnet und der Schalter 15 geschlossen, sodass nunmehr der von der Stromquelle
13 erzeugte Pumpstrom Ip in umgekehrter Richtung die Festelektrolytzelle 4 bzw. den
Festelektrolyten 2 durchströmt und hierbei Sauerstoff von Außen in die Referenzkammer
5 zum Füllen der der Referenzkammer 5 gepumpt wird. Die transportierte Sauerstoffmenge
ist dabei proportional zur transportierten Ladungsmenge des Pumpstromes durch den
Festelektrolyten 2. Durch einen Pumpstromimpuls mit definiertem Strom-Zeit-Integral
Ixtfill kann somit der Sauerstoffpartialdruck oder Sauerstoffgehalt des Referenzvolumens
auf einen definierten Wert gebracht werden. Der Zusammenhang zwischen dem Strom-Zeit-Integral
des Pumpstromimpulses und dem mit dem Pumpstromimpuls eingestellten Sauerstoffpartialdruck
im Referenzvolumen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Volumen der Referenzkammer
5 und kann durch Kalibrierung bestimmt werden.
[0023] Nach dem Einbringen der definierten Sauerstoffmenge in die Referenzkammer 5 wird
auch der Schalter 15 wieder geöffnet. Die Festelektrolytzelle 4 wird dann als reine
Messzelle betrieben. Nach Ablauf der auf die Phase II folgenden Phase III, d.h. nach
einem Abklingen der Polarisationseffekte, die durch den Wechsel zwischen dem Entleeren
und Füllen der Referenzkammer 5 bedingt sind, kann dann in der Phase IV aus der Messspannung
UM unter Berücksichtigung des eingestellten und aus dem Strom-Zeit-Integral des Pumpstromimpulses
beim Füllen bekannten Sauerstoffpartialdruckes in der Referenzkammer 5 über die Nernstgleichung
auf den Sauerstoffpartialdruck des Messgases an die Elektrode 3.2 geschlossen werden.
[0024] Das vorgeschriebene Verfahren mit den vier Phasen I - IV des Messzyklus setzt voraus,
dass die Referenzkammer 5 hinreichend dicht ausgebildet ist, sodass der Sauerstoffpartialdruck
in dieser Referenzkammer 5 über eine längere Zeit konstant bleibt. In der Praxis wird
aber eine periodische Wiederholung des Messzyklus mit den Phasen I - IV erforderlich
sein.
[0025] Figur 3 zeigt den Spannungs-Zeitverlauf 16 der Spannung UM bei einem weiteren Verfahren,
welches auch als dynamisch ampere-potentiometrisches Messverfahren bezeichnet werden
kann. Bei diesem Verfahren erfolgt eine ständige Wiederholung der Phasen I - IV, d.h.
ein periodisches Entleeren und Füllen der Referenzkammer 5 über die als Pumpzelle
betriebene Festelektrolytzelle 4 (Phasen I und II) mit anschließender Abklingphase
(Phase III) und Messphase (Phase IV). In der Phase I erfolgt bei geschlossenem Schalter
14 das Entleeren der Referenzkammer 5 in gleicher Weise, wie dies für die Phase I
bei dem Verfahren der Figur 2 beschriebenen wurde. In der Phase II erfolgt bei geschlossenem
Schalter 15 das Füllen der Referenzkammer 5 durch den Pumpstrom Ip der Stromquelle
13. Der Schalter 15 wird hierfür für eine vorgegebene Zeitdauer t
fill geschlossen und anschließend wieder geöffnet. Im Anschluss daran erfolgt in der Phase
III das Abklingen der Polarisationseffekte und in der anschließenden Phase IV die
Messung der Spannung UM, d.h. der Nernstspannung, die dem Quotienten aus dem Sauerstoffpartialdruck
in der Referenzkammer 5 und dem Sauerstoffpartialdruck in dem Messgas entspricht.
[0026] Die Besonderheit dieses dynamischen ampere-potentiometrischen Messverfahrens besteht
darin, dass im Laufe des Verfahrens die Zeit t
fill bzw. die Schließzeit des Schalters 15 durch die Steuer- und Kontrolleinheit 10 in
Abhängigkeit von der in der Phase IV gemessenen Spannung UM derart nachgeregelt wird,
dass schließlich die in dieser Phase IV gemessene Spannung UM einen vorgegebenen Wert,
beispielsweise den Wert Null aufweist.
[0027] Wird die Zeit t
fill z.B. so geregelt, dass die Spannung UM in der Phase IV gleich Null ist, so ist der
Sauerstoffpartialdruck oder Sauerstoffgehalt des Referenzvolumens in der Referenzkammer
5 gleich dem Sauerstoffpartialdruck oder der Sauerstoffkonzentration des Messgases,
d.h. bei einem vorgegebenem und konstanten Pumpstrom Ip während der Phase II ist die
Zeit t
fill unmittelbar proportional zu dem Sauerstoffpartialdruck bzw. zu der Sauerstoffkonzentration
im Messgas, wie dies in der Figur 4 mit der Kurve 17 dargestellt ist. Nach einer entsprechenden
Kalibrierung kann daher die Zeit t
fill unmittelbar als Messwert für den Sauerstoffpartialdruck im Messgas und bei bekanntem
Druck des Messgases als Messwert für den Sauerstoffgehalt verwendet werden kann.
[0028] Eine das Verfahren beeinträchtigende Veränderung des Innenwiderstands der Festelektrolytzelle
4 über die Lebensdauer kann durch ein Verfahren reduziert werden, welches als Konditionierungsverfahren
oder "burn-in"-Verfahren bezeichnet werden kann und aus einer schnellen Abfolge von
Phase I-III ohne Verweilen in der potentiometrischen Phase (IV) besteht. Mit einer
derart reduzierten Veränderung des Innenwiderstandes, ist der Innenwiderstand der
Festelektrolytzelle 4 dann hauptsächlich durch ihre Zellentemperatur bestimmt und
kann als Regelgröße für diese Temperatur verwendet werden. Vorteilhaft ist es die
Beheizung der Festelektrolytzelle 4 so zu regeln, dass die Zellentemperatur konstant
bleibt, dadurch können Temperaturabhängigkeiten des Verfahrens reduziert werden.
[0029] Die Temperaturabhängigkeit des Verfahrens kann auch mit einer weiteren Methode reduziert
werden:
[0030] Über die Nernst-Gleichung ergibt sich ein positiver Temperaturkoeffizient für die
resultierende potentiometrische Zellen- bzw. Messspannung. Bei ansteigender Zellentemperatur
ergibt sich jedoch über die allgemeine Gasgleichung auch ein Anstieg des Sauerstoffpartialdrucks
im Referenzvolumen, dies führt aber zu einem negativen Temperaturkoeffizienten. Das
Verhältnis von Sauerstoffpartialdruck im Messgas zu dem Sauerstoffpartialdrucks im
Referenzvolumen ist entscheidend dafür, ob die Überlagerung dieser zwei Temperatureinflüsse
zu einem positivem oder einem negativen Gesamt-Temperatur-Koeffizienten führt. Sind
die bei einer Anwendung bzw. Messung typischen Sauerstoffpartialdrücke im Messgas
oder der Bereich bekannt, in dem bei einer Anwendung oder Messung die Sauerstoffpartialdrücke
im Messgas typischerweise liegen, so lässt sich durch günstige Wahl des Sauerstoffpartialdrucks
im Referenzvolumen der Temperatureinfluss stark reduzieren.
[0031] Die Temperaturabhängigkeit ergibt sich einerseits aus der Nernstgleichung:
| Gaskonstane |
R = 8,314 J mol-1 K-1 |
| Faradaykonstante |
F = 96485 C mol-1 |
| Äquivalentzahl |
z = 4 |
| Sensortemperatur |
Tsens in°K |
| Messgas |
pO2Messgas in bar |
| Referenzgas |
pO2Ref in bar |
[0032] Andererseits ist auch der Referenzpartialdruck p
O2Ref temperaturabhängig, bei konstantem Volumen der Referenzkammer ergibt sich folgender
Zusammenhang:

p
O2Ref0 ist dabei der Referenzpartialdruck der bei Temperatur T
sens0 eingestellt wurde. Aus der Kombination ergibt sich:

[0033] Reihenentwicklung um T
sens/T
sens0 =1:

[0034] Es ist also zumindest vorteilhaft, bei ungefährer Kenntnis des bei einer Messung
zu erwartenden Sauerstoffpartialdrücke im Messgas, den Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen
so zu wählen oder einzustellen, dass sich das vorstehende Verhältnis "Sauerstoffpartialdrücke
im Messgas/ Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen" von 2,718 zumindest in etwa
ergibt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Vorrichtung zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in einem Messgas
- 2
- Festelektrolyt
- 3.1
- Referenzelektrode
- 3.2
- Messelektrode
- 4
- Zelle
- 5
- Referenzkammer
- 6
- Abdeckung
- 7
- elektrische Heizung
- 8
- Strommesseinrichtung
- 9
- Heizspannungsquelle
- 10
- Steuer- und Kontrolleinheit
- 11
- Spannungsmesser
- 12, 13
- Stromquelle
- 14, 15
- Schalter
- 16
- zeitlicher Verlauf der Messspannung
- 16.1
- Spannungsmaximum am Ende der Entleerungsphase
- 17
- Verlauf des Sauerstoffpartialdruckes in Abhängigkeit von der Füllzeit
- UM
- Messspannung gemessen zwischen den Elektroden 3.1 und 3.2
- tfill
- Füllzeit
1. Verfahren zur Messung des Sauerstoffpartialdruckes oder des Sauerstoffgehalts in einem
Messgas in wenigstens einem Messzyklus unter Verwendung Festelektrolytzelle (4) mit
wenigstens einem Sauerstoff leitenden Festelektrolyten (2) und mit wenigstens einer
Referenzelektrode (3.1) sowie wenigstens einer Messelektrode (3.2), wobei die wenigstens
eine Messelektrode (3.2) mit dem Messgas in Verbindung steht und die wenigstens eine
Referenzelektrode (3.1) mit einem vom Messgas getrennten Referenzgas oder Referenzvolumen
in Verbindung steht, wobei der Festelektrolytzelle (4) für einen Pumpbetrieb ein Strom
über die Elektroden aufgeprägt und eine Messspannung (UM) an den Elektroden (3.1, 3.2) abgegriffen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer ersten Phase (Phase I) des Messzyklus der Sauerstoffpartialdruck des Referenzvolumens
über die im Pumpbetrieb betriebene Festelektrolytzelle (4) solange reduziert wird,
bis er niedriger ist als der Sauerstoffpartialdruck des Messgases, so dass die in
einer Messphase (Phase IV) für die Bestimmung des Sauerstoffpartialdruckes oder des
Sauerstoffgehalts des Messgases genutzte Messspannung (UM) nur oder im Wesentlichen nur durch den Sauerstoffpartialdruckquotienten zwischen
dem Sauerstoffpartialdruck des Messgases und des Referenzgases bestimmt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffpartialdruck in der ersten Phase auf einen Wert deutlich kleiner als
1 % des Sauerstoffpartialdruckes des Messgases reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Phase dann beendet wird, wenn die an den Elektroden (3.1, 3.2) anliegende
Spannung (UM) in dieser Phase einen vorgegebenen Spannungsschwellwert (16.1) überschreitet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsschwellwert (16.1) sich aus einer Komponente, die durch einen Spannungsabfall
des Pumpstromes (Ip) erzeugt ist, und aus einer Komponente zusammensetzt, die aus
dem Sauerstoffpartialdruckquotienten resultiert, und dass der aus dem Pumpstrom (Ip)
resultierende Spannungsabfall innerhalb der ersten Phase (Phase I) zu einem Zeitpunkt
ermittelt wird, an dem die an den Elektroden (3.1, 3.2) anliegende Spannung (UM) nur oder im Wesentlichen nur durch den Spannungsabfall des Pumpstromes bestimmt
ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beendigung der ersten Phase das Referenzvolumen in einer zweiten Phase (Phase
II) durch die im Pumpbetrieb betriebene Festelektrolytzelle (4) durch Füllen auf einen
definierten Sauerstoffpartialdruck gebracht wird, der in der Größenordnung des zu
messenden Sauerstoffpartialdruckes liegt, und dass hierfür über den Pumpstrom eine
Ladungsträgermenge transportiert wird, die proportional zum einzustellenden Sauerstoffpartialdruck
im Referenzvolumen ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einstellen eines definierten Sauerstoffpartialdruckes im Referenzvolumen während
der zweiten Phase (Phase II) die Festelektrolytzelle (4) mit wenigsten einem Pumpstromimpuls
beaufschlagt wird, und dass die Dauer des wenigstens einen Pumpstromimpulses so gewählt
ist, dass das Strom-Zeit-Integral aus der Amplitude des Pumpstromimpulses und der
Impulsdauer der Ladungsträgermenge entspricht und proportional zu dem im Referenzvolumen
einzustellenden Sauerstoffpartialdruck ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf der zweiten Phase und vorzugsweise nach Ablauf einer auf die zweite Phase
folgenden und als Abklingphase dienenden dritten Phase (Phase III) aus der in einer
Messphase (Phase IV) anliegenden Messspannung (UM) der Sauerstoffpartialdruck des Messgases ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest die erste Phase (Phase I), die zweite Phase (Phase II) und die Messphase
(Phase IV) aufweisende Messzyklus periodisch wiederholt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpstrom (Ip) und/oder die Dauer des Pumpstromes (Ip) in der zweiten Phase (Phase
II)so geändert und/oder eingestellt werden, dass die in der Messphase (Phase IV) gemessene
Messspannung (UM) einen vorgegebenen konstanten oder im Wesentlichen konstanten Spannungswert
aufweist, und dass aus dem Strom-Zeit-Integral der Amplitude des Pumpstromes und der
Dauer (tfill) des Pumpstromes (Ip) in der zweiten Phase (Phase II) der Sauerstoffpartialdruck
des Messgases bestimmt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpstrom (Ip) in der zweiten Phase (Phase II) hinsichtlich Amplitude und Verlauf
konstant ist, dass zur Erzielung des vorgegebenen, konstanten Spannungswertes in der
Messphase (Phase IV), beispielsweise der Spannung Null die Zeitdauer (tfill) des Pumpstromes (Ip) in der zweiten Phase (Phase II) eingestellt und/oder geregelt
wird, und dass aus der Zeitdauer (tfill) des Pumpstromes (Ip) der Sauerstoffpartialdruck des Messgases ermittelt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei bekanntem Umgebungsdruck die Sauerstoffkonzentration aus dem jeweiligen Sauerstoffpartialdruck
ermittelt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Referenzmessung mit einem bekannten Sauerstoffpartialdruck des Messgases
auf den Sauerstoffpartialdruck des Referenzvolumens geschlossen wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung eines Innenwiderstandes der Festelektrolytzelle (4), der eine Funktion
der Temperatur der Festelektrolytzelle (4) oder des Festelektrolyten (2) ist, in einem
Widerstands-Einstellverfahren ein die erste, zweite und dritte Phase (I, II, II) enthaltende
Abfolge mehrfach wiederholt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an das jeweilige Konditionierungsverfahren Innenwiderstandes der Festelektrolytzelle
(4) ermittelt und mit diesem Widerstand die Zelltemperatur der Festelektrolytzelle
(4) bestimmt oder in Abhängigkeit von diesem Widerstand die Zelltemperatur der Festelektrolytzelle
(4) gesteuert oder geregelt wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen in Abhängigkeit von dem bei der Messung
zu erwartenden Sauerstoffpartialdruck im Messgas eingestellt wird, vorzugsweise derart,
dass Verhältnis "Sauerstoffpartialdruck im Messgas/ Sauerstoffpartialdruck im Referenzvolumen"
2,7 oder etwa 2,7, beispielsweise 2,718 beträgt.
16. Vorrichtung zur Messung des Sauerstoffpartialdruckes oder des Sauerstoffgehalts in
einem Messgas in wenigstens einem Messzyklus unter Verwendung Festelektrolytzelle
(4) mit wenigstens einem Sauerstoff leitenden Festelektrolyten (2) und mit wenigstens
einer Referenzelektrode (3.1) sowie wenigstens einer Messelektrode (3.2), wobei die
wenigstens eine Messelektrode (3.2) mit dem Messgas in Verbindung steht und die wenigstens
eine Referenzelektrode (3.1) mit einem vom Messgas getrennten Referenzgas oder Referenzvolumen
in Verbindung steht, wobei der Festelektrolytzelle (4) für einen Pumpbetrieb ein Strom
über die Elektroden aufgeprägt und eine Messspannung (UM) an den Elektroden (3.1, 3.2) abgegriffen wird, sowie mit einer das Messverfahren
steuernden Steuer- und Kontrolleinheit (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuer- und Kontrolleinheit (10) für die Durchführung des Messverfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
1. A method for measuring the oxygen partial pressure or the oxygen content in a gas
to be measured in at least one measurement cycle using a solid electrolyte cell (4)
with at least one oxygen-conducting solid electrolyte (2) and with at least one reference
electrode (3.1) and at least one measuring electrode (3.2), wherein the at least one
measuring electrode (3.2) is connected with the gas to be measured and the at least
one reference electrode (3.1) is connected with a reference gas or reference volume,
separated from the gas to be measured, wherein for a pumping operation a current is
imposed on the solid electrolyte cell (4) via the electrodes, and a measured voltage
(UM) is tapped off from the electrodes (3.1, 3.2),
characterised in that,
in a first phase (Phase I) of the measurement cycle the oxygen partial pressure of
the reference volume is reduced via the solid electrolyte cell (4) driven in the pumping
operation until it is lower than the oxygen partial pressure of the gas to be measured,
so that the measured voltage (UM) used in a measurement phase (Phase IV) to determine the oxygen partial pressure
or the oxygen content of the gas to be measured is defined only or essentially only,
by the oxygen partial pressure quotient from the oxygen partial pressure of the gas
to be measured and that of the reference gas.
2. The method according to claim 1, characterised in that the oxygen partial pressure in the first phase is reduced to a value that is significantly
less than 1% of the oxygen partial pressure of the gas to be measured.
3. The method according to claim 1 or 2, characterised in that the first phase is then terminated if the voltage (UM) present on the electrodes (3.1, 3.2) in this phase exceeds a prescribed voltage
threshold value (16.1).
4. The method according to claim 3, characterised in that the voltage threshold value (16.1) is made up from a component generated by a voltage
drop of the pumping current (Ip), and a component resulting from the oxygen partial pressure quotient, and in that the voltage drop resulting from the pumping current (Ip) within the first phase (Phase I) is determined at a point in time at which the voltage
(UM) present on the electrodes (3.1, 3.2) is defined only, or essentially only, by the
voltage drop of the pumping current.
5. The method according to one of the preceding claims, characterised in that after termination of the first phase the reference volume in a second phase (Phase
II), by means of the solid electrolyte cell (4) driven in the pumping operation, is
brought up as a result of filling to a defined oxygen partial pressure, which is of
the order of the oxygen partial pressure to be measured, and in that, for this purpose a charge carrier quantity is transported via the pumping current,
which charge carrier quantity is proportional to the oxygen partial pressure to be
adjusted in the reference volume.
6. The method according to claim 5, characterised in that, for purposes of adjusting a defined oxygen partial pressure in the reference volume
during the second phase (Phase II) at least one pumping current impulse is applied
to the solid electrolyte cell (4), and in that, the duration of the at least one pumping current impulse is selected such that the
current-time integral, made up from the amplitude of the pumping current impulse and
the impulse duration, corresponds to the charge carrier quantity, and is proportional
to the oxygen partial pressure to be adjusted in the reference volume.
7. The method according to claim 5 or 6, characterised in that, after termination of the second phase , and preferably after terminatiuon of a third
phase (Phase III), following the second phase and serving as an attenuation phase,
the oxygen partial pressure of the gas to be measured is determined from the measured
voltage (UM) present in a measurement phase (Phase IV).
8. The method according to one of the preceding claims, characterised in that the measurement cycle having at least the first phase (Phase I), the second phase
(Phase II) and the measurement phase (Phase IV), is periodically repeated.
9. The method according to claim 8, characterised in that the pumping current (Ip) and/or the duration of the pumping current (Ip) in the second phase (Phase II) is altered and/or adjusted, such that the voltage
(UM) measured in the measurement phase (Phase IV) has a prescribed constant, or essentially
constant, value, and that, the oxygen partial pressure of the gas to be measured is
determined from the current-time integral of the amplitude of the pumping current
(Ip) and the duration (tfill) of the pumping current (Ip) in the second phase (Phase II).
10. The method according to claim 9, characterised in that the pumping current (Ip) in the second phase (Phase II) is constant with regard to amplitude and profile,
that, for purposes of achieving the prescribed constant voltage value in the measurement
phase (Phase IV), for example, a voltage of zero, the duration (tfill) of the pumping current (Ip) in the second phase (Phase II) is adjusted and/or regulated, and that, the oxygen
partial pressure of the gas to be measured is determined from the duration (tfill) of the pumping current (Ip).
11. The method according to one of the preceding claims, characterised in that, with a known ambient pressure the oxygen concentration is determined from the oxygen
partial pressure in question.
12. The method according to one of the preceding claims, characterised in that the oxygen partial pressure of the reference volume is deduced from a reference measurement
with a known oxygen partial pressure of the gas to be measured.
13. The method in accordance with one of the preceding claims, characterised in that, for purposes of adjusting an internal resistance of the solid electrolyte cell (4),
which is a function of the temperature of the solid electrolyte cell (4) or of the
solid electrolyte (2), a sequence containing the first, second and third phases (I,
II, III) is repeated multiple times in a resistance adjustment method.
14. The method according to claim 13, characterised in that, following on from the conditioning method in question the internal resistance of
the solid electrolyte cell (4) is determined, and with this resistance the cell temperature
of the solid electrolyte cell (4) is determined, or the cell temperature of the solid
electrolyte cell (4) is controlled or regulated as a function of this resistance.
15. The method according to one of the preceding claims, characterised in that the oxygen partial pressure in the reference volume is adjusted as a function of
the oxygen partial pressure in the gas to be measured that is to be anticipated from
the measurement, preferably such that the ratio of "oxygen partial pressure in the
gas to be measured/oxygen partial pressure in the reference volume" is 2.7, or approximately
2.7, for example 2.718.
16. A device for measuring the oxygen partial pressure or the oxygen content in a gas
to be measured in at least one measurement cycle using a solid electrolyte cell (4)
with at least one oxygen-conducting solid electrolyte (2) and with at least one reference
electrode (3.1) and at least one measurement electrode (3.2), wherein the at least
one measuring electrode (3.2) is in contact with the measurement gas, and the at least
one reference electrode (3.1) is in contact with a reference gas, or reference volume,
separated from the gas to be measured, wherein for a pumping operation a current is
imposed on the solid electrolyte cell (4) via the electrodes, and a measured voltage
(UM) is tapped off from the electrodes (3.1, 3.2), and with a regulation and control
unit (10) regulating the measurement method,
characterised in that
the regulation and control unit (10) is designed for the execution of the measurement
method in accordance with one of the preceding claims.
1. Procédé pour mesurer la pression partielle d'oxygène ou la teneur en oxygène dans
un gaz de mesure dans au moins un cycle de mesure en utilisant une cellule d'électrolyte
fixe (4) avec au moins un électrolyte fixe (2) conduisant de l'oxygène et avec au
moins une électrode de référence (3.1) ainsi qu'au moins une électrode de mesure (3.2),
l'au moins une électrode de mesure (3.2) étant en relation avec le gaz de mesure et
l'au moins une électrode de référence (3.1) étant en relation avec un gaz de référence
ou un volume de référence séparé du gaz de mesure, un courant étant appliqué via les
électrodes à la cellule d'électrolyte fixe (4) pour un fonctionnement de pompage,
et une tension de mesure (UM) étant prélevée aux électrodes (3.1, 3.2),
caractérisé en ce que,
dans une première phase (phase I) du cycle de mesure, la pression partielle d'oxygène
du volume de référence est réduite, par l'intermédiaire de la cellule d'électrolyte
fixe (4) exploitée lors du fonctionnement de pompe, jusqu'à ce qu'elle soit inférieure
à la pression partielle d'oxygène du gaz de mesure de manière à ce que la tension
de mesure (UM) utilisée dans une phase de mesure (phase IV) pour la détermination de la pression
partielle d'oxygène ou de la teneur en oxygène du gaz de mesure soit déterminée uniquement,
ou sensiblement uniquement grâce au quotient de pression partielle d'oxygène de la
pression partielle d'oxygène du gaz de mesure par le gaz de référence.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression partielle d'oxygène dans la première phase est réduite à une valeur nettement
inférieure à 1% de la pression partielle d'oxygène du gaz de mesure.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première phase est terminée lorsque la tension (UM) appliquée aux électrodes (3.1,
3.2) dans cette phase dépasse une valeur de seuil de tension (16.1) prescrite.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la valeur de seuil de tension (16.1) se compose d'une composante, laquelle est générée
par une chute de tension du courant de pompage (Ip), et d'une composante, laquelle
résulte du quotient de pression partielle d'oxygène, et en ce que la chute de tension résultant du courant de pompage (Ip) au sein de la première phase
(phase I) est déterminée à un moment où la tension (UM) appliquée aux électrodes (3.1, 3.2) est déterminée uniquement, ou sensiblement uniquement
par la chute de tension du courant de pompage.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, une fois la première phase achevée, lors d'une deuxième phase (phase II), le volume
de référence est amené par remplissage à une pression partielle d'oxygène définie
grâce à la cellule d'électrolyte fixe (4) exploitée lors du fonctionnement de pompage,
laquelle est de l'ordre de grandeur de la pression partielle d'oxygène à mesurer,
et en ce que pour ce faire, on transporte via le courant de pompage une quantité de porteurs de
charge qui est proportionnelle à la pression partielle d'oxygène à régler dans le
volume de référence.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que, pour le réglage d'une pression partielle d'oxygène définie dans le volume de référence
pendant la deuxième phase (phase II), au moins une impulsion de courant de pompage
est appliquée à la cellule d'électrolyte fixe (4), et en ce que la durée de l'au moins une impulsion de courant de pompage est choisie de manière
à ce que l'intégrale de courant-temps soit fonction de l'amplitude de l'impulsion
de courant de pompage et de la durée d'impulsion de la quantité de porteurs de charge
et soit proportionnelle à la pression partielle d'oxygène à régler dans le volume
de référence.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que, après l'achèvement de la deuxième phase et de préférence après l'achèvement d'une
troisième phase (phase III) succédant à la deuxième phase et servant de phase de relâchement
on détermine, à partir de la tension de mesure (UM) appliquée dans la phase de mesure (phase IV), la pression partielle d'oxygène du
gaz de mesure.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cycle de mesure présentant au moins la première phase (phase I), la deuxième phase
(phase II) et la phase de mesure (phase IV), est répété périodiquement.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le courant de pompage (Ip) et/ou la durée du courant de pompage (Ip) sont modifiés
et/ou réglés dans la deuxième phase (phase II) de manière à ce que la tension de mesure
(UM) mesurée dans la phase de mesure (phase IV) présente une valeur de tension constante
ou sensiblement constante prescrite et en ce que l'on détermine, à partir de l'intégrale de courant-temps de l'amplitude du courant
de pompage et de la durée (tnn) du courant de pompage (Ip) dans la deuxième phase (phase II), la pression partielle
d'oxygène du gaz de mesure.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le courant de pompage (Ip) dans la deuxième phase (phase II) est constant concernant
l'amplitude et le trajet, en ce que, pour l'obtention de la valeur de tension constante prescrite dans la phase de mesure
(phase IV), par exemple de la tension nulle, on règle et/ou ajuste la durée (tnn) du courant de pompage (Ip) dans la deuxième phase (phase II), et en ce que l'on détermine la pression partielle d'oxygène du gaz de mesure à partir de la durée
(tnn) du courant de pompage (Ip).
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en cas de pression ambiante connue, on détermine la concentration en oxygène à partir
de la pression partielle d'oxygène respective.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, grâce à une mesure de référence avec une pression partielle d'oxygène connue du
gaz de mesure, on en déduit la pression partielle d'oxygène du volume de référence.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour le réglage de la résistance interne de la cellule d'électrolyte fixe (4), laquelle
est une fonction de la température de la cellule d'électrolyte fixe (4) ou de l'électrolyte
fixe (2), on répète plusieurs fois, dans une procédure de réglage de résistance, une
séquence contenant la première, la deuxième et la troisième phase (I, II, III).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que, suite à la procédure respective de conditionnement, on détermine la résistance interne
de la cellule d'électrolyte fixe (4) et détermine la température de cellule de la
cellule d'électrolyte fixe (4) avec cette résistance, ou bien en ce que l'on régule ou règle la température de cellule de la cellule d'électrolyte fixe (4)
en fonction de cette résistance.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on règle la pression partielle d'oxygène dans le volume de référence en fonction
de la pression partielle d'oxygène à prévoir dans le gaz de mesure lors de la mesure,
de préférence de manière à ce que le rapport « pression partielle d'oxygène dans le
gaz de mesure / pression partielle d'oxygène dans le volume de référence » soit de
2,7 ou approximativement de 2,7, par exemple de 2,718.
16. Dispositif pour mesurer la pression partielle d'oxygène ou la teneur en oxygène dans
un gaz de mesure dans au moins un cycle de mesure en utilisant une cellule d'électrolyte
fixe (4) avec au moins un électrolyte fixe (2) conduisant de l'oxygène et avec au
moins une électrode de référence (3.1) ainsi qu'au moins une électrode de mesure (3.2),
l'au moins une électrode de mesure (3.2) étant en relation avec le gaz de mesure et
l'au moins une électrode de référence (3.1) étant en relation avec un gaz de référence
ou un volume de référence séparé du gaz de mesure, un courant étant appliqué via les
électrodes à la cellule d'électrolyte fixe (4) pour un fonctionnement de pompage et
une tension de mesure (UM) étant prélevée aux électrodes (3.1, 3.2), ainsi qu'avec une unité de commande et
de contrôle (10) pour commander le procédé de mesure,
caractérisé en ce que,
l'unité de commande et de contrôle (10) est réalisée pour la mise en oeuvre du procédé
de mesure selon l'une des revendications précédentes.
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