[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug, beispielsweise ein Schienentriebfahrzeug,
insbesondere eine Lokomotive, einen Triebkopf oder einen Triebwagen für einen Schienenfahrzeug-Zugverband,
insbesondere einen Triebkopf für schwere Schienenfahrzeug-Zugverbände, beispielsweise
für Fern-, Güter- und Regionalzüge, wobei das Schienenfahrzeug ein System für die
Klimatisierung des mindestens einen Führerraumes hat. Ferner betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Erzeugung eines Überdrucks im Maschinenraum in Verbindung
mit einer Klimatisierung mindestens eines Führerraumes.
[0002] Der Maschinenraum derartiger Fahrzeuge dient zur Aufnahme von elektrischen Vorrichtungen,
die insbesondere für den Betrieb des Schienenfahrzeuges notwendig sind, beispielsweise
von elektrischen Komponenten, die für die Energieversorgung eines elektrischen Traktionsantriebes
vorgesehen sind, sowie von Hilfsbetrieben, die nicht unmittelbar für den Antrieb des
Fahrzeuges dienen, beispielsweise einer Druckluft-Erzeugungsvorrichtung. Die genannten
elektrischen und anderen Vorrichtungen sind empfindlich gegen Verschmutzungen. Daher
soll der Maschinenraum so staubfrei wie möglich gehalten werden. Andernfalls ist deren
Lebensdauer begrenzt, und ihre Ausfallrate steigt an.
[0003] Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist beispielsweise in
EP 2 127 991 A1 eine Lokomotive beschrieben, die zwei Führerstände und einen Maschinenraum aufweist,
wobei zur Kühlung des Maschinenraumes und wenigstens eines Führerstandes wenigstens
ein Kühlaggregat und ein kanalförmiges Leitungssystem zum Führen eines vom Kühlaggregat
gekühlten Luftstromes vorgesehen sind. Das Leitungssystem ermöglicht die Führung der
gekühlten Luft durch Öffnungen, derart dass die gekühlte Luft gezielt auf die zu kühlenden
Komponenten auftrifft, oder bis in Schränke mit zu kühlenden Komponenten hineingeleitet
wird. In einem Ausführungsbeispiel verfügt die Lokomotive über zwei Führerstände,
die je nach Fahrtrichtung unbesetzt oder besetzt sind. In jedem der beiden Führerstände
ist in einer ersten Ausführungsform ein Klimagerät angeordnet. Das Klimagerät des
unbesetzten Führerstandes wird zum Kühlen des Maschinenraumes vorgesehen, während
zur gleichen Zeit das Klimagerät des besetzten Führerstandes ausschließlich zum Klimatisieren
dieses Führerstandes verwendet wird. In einer zweiten Ausführungsform befindet sich
ein zentrales Klimagerät im Maschinenraum. Gekühlte Luft wird in diesem Falle in ein
sich T-förmig durch den Maschinenraum bis in die beiden Führerstände erstreckendes
Leitungssystem eingeleitet und über dieses Leitungssystem bis in den besetzten Führerstand
geführt, während das Leitungssystem am unbesetzten Führerstand verschlossen bleibt,
sodass dort keine gekühlte Luft eintreten kann.
[0004] In
JP 10-129476 A ist ein Klimagerät für Schienenfahrzeuge mit einem Innengebläse angegeben, das unter
dem Boden des Fahrzeuges befestigt ist. Das Klimagerät umfasst ein erstes Gebläse
für die Belüftung und den Ausstoß von Luft, ferner zwei Verdampfer und ein zweites
Innengebläse. Die mit dem ersten Gebläse angesaugte Luft wird von dem ersten Verdampfer
abgekühlt. Die abgekühlte Luft wird mit Luft aus dem Innenraum des Fahrzeuges vermischt,
und das resultierende Gemisch wird in einem weiteren Verdampfer abgekühlt. Mit dem
zweiten Innengebläse wird die gekühlte Luft in den Innenraum des Fahrzeuges geblasen.
[0005] Mit den bekannten Klimatisierungssystemen ist es zwar möglich, einen Innenraum eines
Fahrzeuges auf eine ausreichend niedrige Temperatur abzukühlen.
EP 2 217 991 A1 gibt hierzu an, dass die Kühlung der elektrischen und elektronischen Komponenten
erforderlich ist, um die Ausfallrate dieser Komponenten zu verringern. Hierzu wird
die gekühlte Luft in dem dort beschriebenen Schienenfahrzeug gezielt auf die Komponenten
gerichtet. Allerdings hat es sich herausgestellt, dass die Ausfallrate trotzdem nicht
in ausreichendem Umfange gesenkt werden kann. Ferner ist zu berücksichtigen, dass
die Kosten der Herstellung eines Schienenfahrzeuges hoch sein können, wenn wie in
der einen in
EP 2 217 991 A1 angegebenen Ausführungsform mehrere Klimageräte verwendet werden.
[0006] Dieses Problem wird gelöst durch das Schienenfahrzeug mit einem Maschinenraum sowie
mit mindestens einem Führerraum gemäß Patentanspruch 1 und dem Verfahren zur Erzeugung
eines Überdrucks im Maschinenraum in Verbindung mit einer Klimatisierung mindestens
eines Führerraumes des Schienenfahrzeuges nach Patentanspruch 12. Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Das erfindungsgemäße Schienenfahrzeug weist einen Maschinenraum sowie mindestens
einen Führerraum auf. Das Schienenfahrzeug kann beispielsweise eine Lokomotive, ein
Triebkopf oder ein Triebwagen für einen Schienenfahrzeug-Zugverband, insbesondere
ein Triebkopf für schwere Schienenfahrzeug-Zugverbände, beispielsweise für Fern-,
Güter- und Regionalzüge, sein.
[0008] Das erfindungsgemäße Schienenfahrzeug umfasst ein zur Klimatisierung mindestens eines
Führerraumes vorgesehenes Klimatisierungssystem, welches gleichzeitig einen Überdruck
im vorzugsweise benachbarten Maschinenraum erzeugt. In erfindungsgemäßer Art und Weise
umfasst das Klimatisierungssystem eine erste Luftführung zur Einleitung von Frischluft
in den mindestens einen Führerraum und eine zweite Luftführung zur Weiterleitung zumindest
eines Teils der in den mindestens einen Führerraum eingeleiteten Frischluft in den
Maschinenraum.
[0009] Demgemäß umfasst das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines Überdrucks im
Maschinenraum in Verbindung mit der Klimatisierung des mindestens einen Führerraumes
des Schienenfahrzeuges das Einleiten von Frischluft in den mindestens einen Führerraum
und zusätzlich das Weiterleiten zumindest eines Teils der in den mindestens einen
Führerraum eingeleiteten Frischluft in den Maschinenraum.
[0010] Mit der Erfindung wird erreicht, dass die mittels des Klimatisierungssystems in mindestens
einen Führerraum eingeleitete und gegebenenfalls bereits gefilterte und/oder gekühlte
Luft zumindest teilweise in den Maschinenraum weiter geleitet wird, sodass sich im
Maschinenraum ein gegenüber der Umgebung erhöhter Luftdruck einstellt. Dadurch wird
erreicht, dass die in den Maschinenraum eingeleitete Luft wesentlich weniger mit Verunreinigungen
und/oder Feuchtigkeit belastet ist als von außen direkt in den Maschinenraum eintretende
Frischluft, sodass die Ausfallsicherheit von sich im Maschinenraum befindenden elektrischen
und anderen Komponenten optimiert wird. Denn mit jeder zusätzlichen Frischluftzufuhr
in den Maschinenraum wird die Menge von in den Maschinenraum eingetragenen Verunreinigungen
und/oder eindringender Feuchtigkeit vergrößert. Da es für den Betrieb des Maschinenraumes
im Fahrzeug ausreicht, eine relativ kleine Luftmenge über den mindestens einen Führerraum
einzuleiten, wird der Eintrag von Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit in den Maschinenraum
minimiert. Jedenfalls wird bevorzugt nur so viel Luft von dem mindestens einen Führerraum
in den Maschinenraum weitergeleitet, wie gerade für das Aufrechterhalten eines leichten
Überdrucks erforderlich ist, sodass die Ausfallsicherheit der Komponenten im Maschinenraum
nicht gefährdet ist. Durch das Weiterleiten der in den mindestens einen Führerraum
eingeleiteten Frischluft in den Maschinenraum wird auch erreicht, dass gegebenenfalls
in der Frischluft enthaltene Verunreinigungen bereits in dem mindestens einen Führerraum
dadurch zurückgehalten werden, dass sich diese dort absetzen. Das Weiterleiten der
in den mindestens einen Führerraum eingeleiteten Frischluft in den Maschinenraum reicht
ferner aus, um im Maschinenraum einen gegenüber der Umgebung erhöhten Innenluftdruck
(insbesondere einen leichten Überdruck) aufrechtzuerhalten. Mit dem erhöhten Luftdruck
wird gewährleistet, dass Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit auch dann nicht von
außen in den Maschinenraum eindringen können, wenn der Maschinenraum gegenüber der
Umgebung nicht vollständig abgedichtet ist, da ein Eindringen der Verunreinigungen
und/oder von Feuchtigkeit durch den Überdruck verhindert wird.
[0011] Nicht zufrieden stellend für eine Optimierung der Ausfallsicherheit der elektrischen
und anderen Komponenten hat sich dagegen herausgestellt, wenn Luft von einem Fahrmotorlüfter
abgezweigt wird, um den Überdruck im Maschinenraum zu erzeugen, da damit zusätzliche
Verunreinigungen und Feuchtigkeit in den Maschinenraum eingebracht würden. Auch die
Installation von separaten Maschinenraumlüftern, die Frischluft ansaugen, hat sich
als nachteilig erwiesen. Eine dauerhafte Maschinenraumfilterung, die Staub aller Feinheitsgrade
und Feuchtigkeit zuverlässig zurückhält, ist mit diesen Verfahren nicht möglich.
[0012] Jedenfalls wird Luft in den mindestens einen Führerraum eingeleitet, um die dort
anwesende Person mit Frischluft zu versorgen. Erfindungsgemäß wird diese Frischluft
nicht undefiniert abgeleitet, sondern nach dem Einleiten in den Führerraum in den
Maschinenraum weitergeleitet.
[0013] Das Klimatisierungssystem umfasst beispielsweise mindestens ein Kühlelement und kann
von daher in der Lage sein, den mindestens einen Führerraum zu kühlen. Ferner können
von dem Klimatisierungssystem auch Filterelemente, Führungselemente für die Luft,
beispielsweise Führungskanäle, Rohre und dergleichen, Schaltmittel zum Absperren des
Durchtrittes von Luft durch die Führungselemente und dergleichen umfasst sein. Ein
Kühlelement kann sich an einer beliebigen, technisch bevorzugten Stelle im oder am
Fahrzeug befinden. Mehrere Kühlelemente können an unterschiedlichen Stellen im oder
am Fahrzeug angeordnet sein.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
beim Einleiten der Frischluft in den mindestens einen Führerraum eine Kühlung der
Frischluft, um gekühlte Luft zu erzeugen. Die Kühlung wird durch mindestens ein Kühlelement,
beispielsweise einen oder mehrere Verdampfer einer Kältemaschine oder thermoelektrische
Kühlelemente oder andere Kühlelemente, erzielt.
[0015] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
eine Maschinenraumfilterung beim Weiterleiten der Luft aus dem Führerraum in den Maschinenraum.
Diese Filterung umfasst mindestens eine Maschinenraumfiltervorrichtung. Grundsätzlich
sind hier einsetzbare Filtervorrichtungen auf dem Gebiet der Erfindung bekannt und
durch entsprechende Halterungen und darin befestigte, beispielsweise aus Vliesen bestehende
oder andere gasdurchlässige Materialien gebildet. Mit diesen Mitteln wird erreicht,
dass die in den mindestens einen Maschinenraum eingeleitete Luft zumindest weitgehend
frei von Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit ist.
[0016] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
mindestens eine Maschinenraumluftfördervorrichtung, beispielsweise umfassend mindestens
einen Maschinenraumlüfter / mindestens ein Maschinenraumgebläse, zum Weiterleiten
des Frischluftanteils der Führerraumluft in den Maschinenraum. Auch derartige Vorrichtungen
sind auf dem Gebiet der Erfindung bekannt und werden in der Klimatechnik verwendet.
Durch Verwendung mindestens einer Maschinenraumluftfördervorrichtung kann die Förderung
der gekühlten Luft in den Maschinenraum abhängig von der Förderung der Frischluft
in den mindestens einen Führerraum ausgebildet werden. Der Luftdruck in dem mindestens
einen Führerraum unterscheidet sich von dem Luftdruck im Maschinenraum, dadurch dass
im Maschinenraum ein Überdruck hergestellt und gleichzeitig etwa Normaldruck (entsprechend
dem Luftdruck außerhalb des Schienenfahrzeuges) in dem mindestens einen Führerraum
eingehalten wird. Somit kann der mindestens eine Führerraum ständig mit Frischluft
versorgt werden, während dies für den Maschinenraum vermieden und im Maschinenraum
ein gegenüber dem außerhalb des Fahrzeuges herrschenden Luftdruck erhöhter Luftdruck
eingestellt wird. Dadurch wird erreicht, dass Frischluft auch durch Undichtigkeiten
in den Außenwänden des Maschinenraumes nicht nach innen dringt und dabei Verunreinigungen
und/oder Feuchtigkeit mit sich führt, sondern vielmehr allenfalls Luft durch Undichtigkeiten
und andere Öffnungen aus dem Maschinenraum nach außen dringen kann.
[0017] Die Maschinenraumluftfördervorrichtung und die Maschinenraumfiltervorrichtung können
in einer Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung zusammengefasst sein. Die Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung
kann entweder auf dem Dach des Schienenfahrzeuges oder unter dem Fahrzeug oder im
Maschinenraum des Fahrzeuges oder vorzugsweise im Bereich der Trennwand zwischen mindestens
einem Führerraum und dem Maschinenraum untergebracht sein.
[0018] Somit hat sich insbesondere gezeigt, dass die Sauberkeit der in den Maschinenraum
geförderten Luft vor allem von der Güte der Filterung abhängig ist. Mindestens eine
Maschinenraumfiltervorrichtung kann entweder auf der Saugseite oder auf der Druckseite
des oder der Maschinenraumlüfter oder -gebläse oder sowohl auf deren Saugseite als
auch auf deren Druckseite angeordnet sein.
[0019] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Maschinenraum
im Wesentlichen dicht ausgebildet, sodass sich beim Weiterleiten von Luft in den Maschinenraum
der gegenüber der Umgebung erhöhte Luftdruck im Maschinenraum ausbildet. "Im Wesentlichen"
bedeutet, dass allenfalls Undichtigkeiten in dem den Maschinenraum umschließenden
Gehäuse vorhanden sind, die einem vollständigen Abschluss nach außen entgegenstehen.
Ansonsten sind die Wände des Gehäuses dicht. Durch die mindestens eine Maschinenraumluftfördervorrichtung,
die auch als Druckerzeugungsmittel zur Herstellung eines erhöhten Luftdruckes im Maschinenraum
dienen kann, wird ein gegenüber dem Umgebungsluftdruck erhöhter Innenluftdruck in
dem im Maschinenraum zu klimatisierenden Raumbereich erzeugt.
[0020] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
ferner eine Führerraumfilterung beim Einleiten der Frischluft in den mindestens einen
Führerraum. Diese Filterung umfasst mindestens eine Führerraumfiltervorrichtung. Auch
derartige Filtervorrichtungen sind auf dem Gebiet der Erfindung bekannt. Durch die
zusätzliche Filterung der Frischluft beim Eintritt in den mindestens einen Führerraum
wird eine besonders saubere und trockene Luft erzeugt, sodass sich die Probleme der
bekannten Klimatisierungssysteme für Schienenfahrzeuge leicht lösen lassen. Das Klimatisierungssystem
kann weiterhin jeweils eine Führerraumluftfördereinrichtung umfassen, um die Frischluft
von außen in den mindestens einen Führerraum anzusaugen. Die Führerraumluftfördereinrichtungen
umfassen jeweils eine Führerraumluftfördervorrichtung, beispielsweise umfassend mindestens
einen Führerraumlüfter / mindestens ein Führerraumgebläse. Diese können in Luftströmungsrichtung
gesehen vor, hinter oder sowohl vor als auch hinter der Führerraumfilterung angeordnet
sein.
[0021] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
ferner mindestens eine Schließvorrichtung, die eine Rückströmung der in den Maschinenraum
weitergeleiteten Luft in den mindestens einen Führerraum verhindert. Es kann sich
hierbei um eine Rückschlagklappe, aber selbstverständlich auch um irgendeine andere
hierfür geeignete Vorrichtung handeln, beispielsweise um ein Ventil, das selbsttätig
oder durch Ansteuerung von außen schließt, sobald Luft aus dem Maschinenraum zurück
in den Führerraum entweichen will. Diese Schließvorrichtung dient insbesondere zur
Aufrechterhaltung eines ausreichenden Überdruckes im Maschinenraum, ohne dass eine
fortwährend erhöhte Einströmung von Luft in den Maschinenraum erforderlich ist. Insbesondere
dient diese Schließvorrichtung dazu, den einmal erreichten Überdruck auch dann aufrechtzuerhalten,
wenn sich der Überdruck aufgrund einer Fehlfunktion, beispielsweise beim Ausfallen
mindestens einer der Maschinenraumluftfördervorrichtungen, abzubauen droht.
[0022] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
ferner eine Umwälzung eines ersten Teils der in den mindestens einen Führerraum eingeleiteten
Frischluft sowie ein Einblasen eines zweiten Teils der Frischluft in den Maschinenraum.
Hierzu verzweigt sich ein sich im Führerraum ausbildender Strom von Luft in den ersten
und den zweiten Teil, wobei der erste Teil wieder in den Führerraum eingeleitet wird
(umgewälzt wird) und der zweite Teil in den Maschinenraum weitergeleitet wird. Durch
die entsprechende Ansteuerung der Lüfter kann sichergestellt werden, dass immer nur
so viel Luft in den Maschinenraum gefördert wird, wie als Frischluft dem Führerraum
zugeführt wird, um einen Unterdruck im Führerraum zu vermeiden. Somit wird das Eindringen
von Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit in den mindestens einen Führerraum und
damit auch deren Eindringen in den Maschinenraum minimiert.
[0023] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
ferner eine Kühlung des ersten Teils der umgewälzten Frischluft. Damit wird eine fortwährende
Kühlung der in dem mindestens einen Führerraum umgewälzten Frischluft erreicht. Zur
Kühlung kann wiederum mindestens ein Kühlelement eingesetzt werden, beispielsweise
ein oder mehrere Verdampfer einer Kältemaschine oder thermoelektrische Kühlelemente
oder noch andere Kühlelemente.
[0024] Die vorgenannte Kühlung der umgewälzten Luft kann auch durch die bereits zuvor angegebenen
Kühlelemente, die für die Kühlung der in den mindestens einen Führerraum eingeleiteten
Frischluft vorgesehen sind, bewirkt werden.
[0025] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Klimatisierungssystem
zusätzlich eine Umwälzfilterung des ersten Teils der umgewälzten Luft. Diese Filterung
umfasst mindestens eine Umwälzfiltervorrichtung. Durch eine fortwährende Filterung
der umgewälzten Luft wird deren Verunreinigungsgrad und/oder deren Feuchtigkeit weiter
abgesenkt, sodass auch die in den Maschinenraum weitergeleitete Luft noch sauberer
und/oder trockener wird als ohne diese Maßnahme. Die Umwälzfilterung kann mit der
Führerraumfilterung der in den mindestens einen Führerraum eingeleiteten Frischluft
identisch sein, sodass die Frischluft und die aus dem Führerraum stammende und umgewälzte
Luft durch dieselbe Führerraumfiltervorrichtung geführt werden. Alternativ können
aber auch zwei verschiedene Filtervorrichtungen vorgesehen sein, nämlich eine Umwälzfiltervorrichtung
für die Filterung des Anteils der umgewälzten Luft und eine Führerraumfiltervorrichtung
für die Filterung der dem Führerraum ständig neu zugeführten Frischluft.
[0026] In noch einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Klimatisierungsanlage
mindestens eine Kältemaschine, von der mindestens ein Verdampfer zur Kühlung der Frischluft
dient. Ein derartiger Verdampfer ist ein Kühlelement für die zu kühlende Luft. Kältemaschinen
sind bekannt und umfassen typischerweise mindestens einen Verdampfer, mindestens einen
Verdichter, mindestens einen Kondensator und mindestens ein Expansionsventil in mindestens
einem Kreislauf für ein Kältemittel. Der mindestens eine Verdampfer dient zur Wärmeaufnahme
aus der Umgebung in das Kältemittel. Unter anderem die aufgenommene Wärmemenge wird
vom Kältemittel in dem mindestens einen Kondensator wieder abgegeben. Somit dient
der mindestens eine Verdampfer als Wärmesenke und damit als Kühlelement für die Abkühlung
der Luft.
[0027] Bei Verwendung einer Kältemaschine bei dem erfindungsgemäßen Schienenfahrzeug wird
der mindestens eine Verdampfer vorzugsweise in eine Führerraumluftbehandlungsvorrichtung
integriert, um dort als Kühlelement für die zu kühlende Frischluft zu wirken. Mindestens
ein Kühlelement, ferner vorzugsweise mindestens ein Lüfter oder Gebläse und ferner
bevorzugt eine Filtervorrichtung können in der Führerraumluftbehandlungsvorrichtung
zusammengefasst sein. Somit umfasst die mindestens eine Kältemaschine jeweils mindestens
einen Verdampfer zur Kühlung der Luft, wobei der mindestens eine Verdampfer vorzugsweise
jeweils Bestandteil einer Führerraumluftbehandlungsvorrichtung des Klimatisierungssystems
ist, in der die gekühlte Luft erzeugt wird.
[0028] Vorzugsweise ist mindestens eine Führerraumluftbehandlungsvorrichtung vorhanden,
beispielsweise jeweils eine Luftbehandlungsvorrichtung für jeden Führerraum. Luft
wird in den Führerraumluftbehandlungsvorrichtungen abgekühlt und dann in den jeweiligen
Führerraum eingeleitet.
[0029] Der oder die Verdampfer können in Strömungsrichtung der zur Klimatisierung verwendeten
Luft gesehen vor oder hinter der oben genannten Führerraumfiltervorrichtung eingebaut
sein. Falls zwei Filtervorrichtungen verwendet werden, nämlich eine Führerraumfiltervorrichtung
zur Filterung der eingeleiteten Frischluft und eine Umwälzfiltervorrichtung zur Filterung
der umgewälzten und gegebenenfalls bereits gekühlten Luft aus dem Führerraum, die
zur Wiedereinleitung in den Führerraum vorgesehen ist, sind diese beiden Filtervorrichtungen
in Strömungsrichtung der Luft gesehen vor dem Verdampfer eingebaut. Bei einer Installation
des Verdampfers / der Verdampfer hinter der Führerraumfiltervorrichtung kann besonders
reine gefilterte Luft durch den oder die Verdampfer geleitet werden, sodass die Gefahr
einer Verunreinigung auch des Verdampfers oder der Verdampfer reduziert wird.
[0030] Die mindestens eine Führerraumluftbehandlungsvorrichtung kann insbesondere innerhalb
zumindest eines der Führerräume angeordnet sein. Alternativ kann sie auch außerhalb
der Führerräume, insbesondere außerhalb des Schienenfahrzeuges, beispielsweise auf
dem Dach oder - weniger bevorzugt - unter dem Boden des Schienenfahrzeuges angebracht
sein. Bevorzugt ist selbstverständlich eine Anordnung im Führerraum, da damit eine
Kapselung gegen von außen eindringende Wärme und Verunreinigungen verbunden ist. Darüber
hinaus muss für diese Vorrichtung kein zusätzlicher Raum innerhalb des von einem Bahnbetreiber
vorgegebenen Fahrzeugprofils beansprucht werden.
[0031] Anstelle einer Kältemaschine, umfassend Verdampfer, Verdichter, Kondensator und Expansionsventil,
kann auch ein thermoelektrisches Kühlelement oder noch ein anderes Kühlelement eingesetzt
werden.
[0032] Die Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung und die Führerraumluftbehandlungsvorrichtung
können in einem gemeinsamen Klimagerät zusammengefasst sein und sind Bestandteil des
Klimatisierungssystems.
[0033] Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgend beschriebenen Figur näher erläutert.
Es zeigt im Einzelnen:
- Fig. 1:
- eine schematische Längsschnitts-Darstellung eines Teils eines erfindungsgemäßen Schienenfahrzeuges.
[0034] Gleiche Bezugsziffern bezeichnen in der Figur Elemente mit derselben Funktion.
[0035] Fig. 1 zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung des vorderen Teils eines erfindungsgemäßen
Schienenfahrzeuges, beispielsweise einer elektrischen Lokomotive. Auf der rechten
Seite der Darstellung ist der Führerraum 1 gezeigt. Links angrenzend und von dem Führerraum
1 durch eine Wand 10 getrennt, befindet sich der Maschinenraum 2 des Fahrzeuges. Die
Wand 10 kann zusätzlich eine die beiden Räume trennende Tür aufweisen, die vorzugsweise
gasdicht schließt (nicht dargestellt). Auf die zeichnerische Darstellung von sich
im Maschinenraum 2 befindenden elektrischen Vorrichtungen, beispielsweise von Elektronikeinrichtungen
mit elektronischen und/oder mikroelektronischen Vorrichtungen zur Steuerung des Betriebes
des Fahrzeuges, ist zum Zwecke der klareren Darstellung der Erfindung verzichtet worden.
[0036] Auf dem Dach des Schienenfahrzeuges ist im Bereich des Führerraumes 1 ein Klimagerät
3 installiert. Das Klimagerät 3 könnte auch unter dem Boden des Fahrzeuges oder alternativ
- und durchaus ebenfalls bevorzugt - innerhalb des Führerraumes 1 angeordnet sein.
[0037] Das Klimagerät 3 umfasst eine Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8, die im vorliegenden
Fall zwei Führerraumlüfter 9 sowie einen Verdampfer 4 enthält. Außerdem ist in der
Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 eine Führerraumfiltervorrichtung angeordnet
(nicht gezeigt) und zwar in Strömungsrichtung der eingesaugten Frischluft gesehen
hinter den Führerraumlüftern 9 und vor dem Verdampfer 4. Die zu dem Verdampfer 4 gehörenden
weiteren Komponenten, Verdichter, Kondensator und Expansionsventil, einer Kältemaschine
können ebenfalls im Klimagerät 3 oder an anderer Stelle im Schienenfahrzeug untergebracht
sein.
[0038] Weiterhin befindet sich im Klimagerät 3 eine Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung
11, in der ein Maschinenraumlüfter 6 und eine Maschinenraumfiltervorrichtung (Umluftfilter)
5 zusammengefasst sind.
[0039] Zwischen der Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 und der Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung
11 befinden sich im Klimagerät 3 Luftführungen 13 (nur schematisch gezeigt) für aus
dem Führerraum 1 einströmende, bereits gekühlte Luft, die einen ersten Teil der Luft
in die Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 und einen zweiten Teil der Luft in die
Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung 11 befördern.
[0040] Zur Weiterleitung der gekühlten Luft in den Maschinenraum 2 dient ein Luftkanal 12.
In der den Führerraum 1 vom Maschinenraum 2 trennenden Wand 10 bzw. in den Luftkanal
12 ist ferner eine Rückschlagklappe 7 eingebaut.
[0041] Von außen kommende Frischluft tritt in einer vorgegebenen Mindestmenge über das Dach
des Schienenfahrzeuges in die Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 ein (erste Luftführung,
dargestellt durch Pfeile 21). Die Luft wird über die Führerraumlüfter 9 angesaugt
und wird anschließend durch den Verdampfer 4 abgekühlt. Außerdem wird die Luft auch
durch eine sich in der Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 befindende Führerraumfiltervorrichtung
geleitet, um eine Reinigung der Luft zu erreichen (nicht gezeigt). Nach der Reinigung
und anschließenden Abkühlung der Luft im Verdampfer 4 auf eine vorgegebene Temperatur
tritt die Luft nach unten aus der Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 aus und in
den Führerraum 1 ein (dargestellt durch Pfeile 22). Die in den Führerraum 1 eingeleitete
gekühlte Luft wird vom Klimagerät 3 wieder angesaugt und verzweigt sich in der zweiten
Luftführung 13. Ein erster Teil der Luft wird durch die Führerraumlüfter 9 erneut
in die Führerraumluftbehandlungsvorrichtung 8 gesaugt und dort nochmals gekühlt (dargestellt
durch Pfeil 23). Dies führt zu einer kühlenden Umwälzung der Luft im Führerraum 1.
Die aus dem Verdampfer 4 nach unten in den Führerraum 1 austretende gekühlte Luft
enthält somit Anteile der Frischluft sowie Anteile der umgewälzten Luft (dargestellt
durch Pfeile 22). Ein zweiter Teil der Luft, ungefähr entsprechend der Menge der ständig
zugeführten Frischluft, wird durch den Maschinenraumlüfter 6 in die Maschinenraumluftbehandlungsvorrichtung
11 gesaugt, wobei die angesaugte Luft zunächst durch die Maschinenraumfilterung 5
geführt wird (dargestellt durch Pfeil 24). Die gereinigte Luft gelangt dann durch
den Luftkanal 12 und die Rückschlagklappe 7 in den weitgehend dichten Maschinenraum
2 (dargestellt durch Pfeil 25). Durch den Maschinenraumlüfter 6 wird fortwährend Luft
in den Maschinenraum 2 eingeleitet. Dies führt zu einem gegenüber der Umgebung erhöhten
Luftdruck im Maschinenraum 2. Allenfalls durch Undichtigkeiten im Gehäuse des Maschinenraumes
2 kann die Luft aus dem Maschinenraum 2 in die Umgebung entweichen. Daher genügt eine
geringe Luftströmung in den Maschinenraum 2 hinein, um den Überdruck zu erzeugen.
Da diese Luft bereits als Frischluft in den Führerraum 1 eingeleitet wurde, werden
wesentlich geringere Mengen an Verunreinigungen und Feuchtigkeit in den Maschinenraum
2 weitergeleitet als bei direkter Zuführung von Frischluft in den Maschinenraum 2.
Falls der Maschinenraumlüfter 6 ausfallen sollte, würde sich der Überdruck im Maschinenraum
2 über den Luftkanal 12 schnell abbauen. Um dies zu vermeiden, ist die Rückschlagklappe
7 vorgesehen, die die Öffnung zwischen dem Führerraum 1 und dem Maschinenraum 2 schließt.
Die in den Maschinenraum 2 eintretende Luft ist durch die mehrfache Filterung besonders
sauber.
1. Schienenfahrzeug mit einem Maschinenraum (2) sowie mit mindestens einem Führerraum
(1), wobei das Schienenfahrzeug ein zur Erzeugung eines Überdrucks im Maschinenraum
(2) und der Klimatisierung mindestens eines Führerraumes (1) vorgesehenes Klimatisierungssystem
(3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) eine erste Luftführung (21) zur Einleitung von Frischluft
in den mindestens einen Führerraum (1) und eine zweite Luftführung (13) zur Weiterleitung
zumindest eines Teils (24) der in den mindestens einen Führerraum (1) eingeleiteten
Frischluft (22) in den Maschinenraum (2) umfasst.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) eine Kühlung (4) der Frischluft beim Einleiten in den
mindestens einen Führerraum (1) umfasst.
3. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) eine Maschinenraumfilterung (5) beim Weiterleiten der
Luft in den Maschinenraum (2) umfasst.
4. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) mindestens eine Maschinenraumluftfördervorrichtung
(6) zum Weiterleiten der Luft in den Maschinenraum (2) umfasst.
5. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenraum (2) im Wesentlichen dicht ausgebildet ist, sodass sich beim Weiterleiten
von Luft in den Maschinenraum (2) ein gegenüber der Umgebung erhöhter Luftdruck im
Maschinenraum (2) ausbildet.
6. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) eine Führerraumfilterung beim Einleiten der Frischluft
(21, 22) in den mindestens einen Führerraum (1) umfasst.
7. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) mindestens eine eine Rückströmung der in den Maschinenraum
(2) weitergeleiteten Luft in den mindestens einen Führerraum (1) verhindernde Schließvorrichtung
(7) umfasst.
8. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) eine Umwälzung eines ersten Teils (23) der in den mindestens
einen Führerraum (1) eingeleiteten Frischluft sowie eine Weiterleitung eines zweiten
Teils (24) der Frischluft in den Maschinenraum (2) umfasst.
9. Schienenfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) ferner eine Kühlung des ersten Teils (23) der umgewälzten
Frischluft umfasst.
10. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimatisierungssystem (3) zusätzlich eine Filterung des ersten Teils (23) der
umgewälzten Frischluft umfasst.
11. Schienenfahrzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungsanlage (3) mindestens eine Kältemaschine umfasst, von der mindestens
ein Verdampfer (4) zur Kühlung der Frischluft dient.
12. Verfahren zur Erzeugung eines Überdrucks in einem Maschinenraum (2) und zur Klimatisierung
mindestens eines Führerraumes (1) eines Schienenfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren das Einleiten von Frischluft (21, 22) in den mindestens einen Führerraum
(1) und weiterhin das Weiterleiten zumindest eines Teils (24) der in den mindestens
einen Führerraum (1) eingeleiteten Frischluft (21, 22) in den Maschinenraum (2) umfasst.
1. Rail vehicle having an engine compartment (2) and having at least one driver compartment
(1), wherein the rail vehicle comprises an air conditioning system (3) provided to
generate overpressure in the engine compartment (2) and to air condition at least
one driver compartment (1),
characterised in that the air conditioning system (3) comprises a first air routing (21) to introduce fresh
air into the at least one driver compartment (1) and a second air routing (13) to
redirect at least one part (24) of the fresh air (22), which is introduced into the
at least one driver compartment (1), into the engine compartment (2).
2. Rail vehicle according to claim 1, characterised in that the air conditioning system (3) comprises a cooling system (4) for the fresh air
during introduction into the at least one driver compartment (1).
3. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning system (3) comprises an engine compartment filtration system
(5) when the air is being redirected into the engine compartment (2).
4. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning system (3) comprises at least one engine compartment air conveyance
device (6) for redirecting the air into the engine compartment (2).
5. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the engine compartment (2) is designed to be substantially sealed, such that, when
air is being redirected into the engine compartment (2), a higher level of air pressure
in the engine compartment (2) is formed compared to the surroundings.
6. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning system (3) comprises a driver compartment filtration system
when the fresh air (21, 22) is redirected into the at least one driver compartment
(1).
7. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning system (3) comprises at least one closing device (7) that prevents
the air that has been redirected into the engine compartment (2) from flowing back
into the at least one driver compartment (1).
8. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning system (3) comprises a circulation of a first part (23) of the
fresh air introduced into the at least one driver compartment (1) and a redirection
of a second part (24) of the fresh air into the engine compartment (2).
9. Rail vehicle according to claim 8, characterised in that the air conditioning system (3) furthermore comprises a cooling of the first part
(23) of the circulated fresh air.
10. Rail vehicle according to one of claims 8 and 9, characterised in that the air conditioning system (3) additionally comprises a filtering of the first part
(23) of the circulated fresh air.
11. Rail vehicle according to one of the preceding claims, characterised in that the air conditioning unit (3) comprises at least one refrigerating machine, at least
one evaporator (4) of which serves to cool the fresh air.
12. Method for generating overpressure in an engine compartment (2) and for air conditioning
at least one driver compartment (1) of a rail vehicle, characterised in that the method comprises the introduction of fresh air (21, 22) into the at least one
driver compartment (1) and furthermore comprises the redirecting of at least one part
(24) of the fresh air (21, 22), which has been introduced into the at least one driver
compartment (1), into the engine compartment (2).
1. Véhicule ferroviaire équipé d'une salle des machines (2) ainsi que d'au moins une
cabine conducteur (1), sachant que le véhicule ferroviaire comprend un système de
climatisation (3) prévu pour générer une surpression dans la salle des machines (2)
et pour climatiser au moins une cabine conducteur (1),
caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend un premier système de guidage d'air (21)
servant à introduire de l'air frais dans la cabine conducteur (1) au moins au nombre
de une et un deuxième système de guidage d'air (13) servant à transférer dans la salle
des machines (2) au moins une partie (24) de l'air frais (22) introduit dans la cabine
conducteur (1) au moins au nombre de une.
2. Véhicule ferroviaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend un système de refroidissement (4) de l'air
frais lors de l'introduction de ce dernier dans la cabine conducteur (1) au moins
au nombre de une.
3. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend un système de filtrage de salle des machines
(5) lors du transfert de l'air dans la salle des machines (2).
4. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend au moins un dispositif d'acheminement de
l'air pour la salle des machines (6) servant à transférer l'air dans la salle des
machines (2).
5. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la salle des machines (2) est réalisée essentiellement de manière hermétique, de
sorte que lors du transfert de l'air dans la salle des machines (2), une pression
de l'air plus élevée par rapport à la pression de l'air ambiant se forme dans la salle
des machines (2).
6. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend un système de filtrage pour cabine conducteur
lors de l'introduction de l'air frais (21, 22) dans la cabine conducteur (1) au moins
au nombre de une.
7. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend au moins un dispositif de fermeture (7)
empêchant tout reflux de l'air transféré dans la salle des machines (2) dans la cabine
conducteur (1) au moins au nombre de une.
8. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend un système de recirculation d'une première
partie (23) de l'air frais introduit dans la cabine conducteur (1) au moins au nombre
de une ainsi qu'un système de transfert d'une deuxième partie (24) de l'air frais
dans la salle des machines (2).
9. Véhicule ferroviaire selon la revendication 8, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend en outre un système de refroidissement de
la première partie (23) de l'air frais mis en circulation.
10. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications 8 et 9, caractérisé en ce que le système de climatisation (3) comprend en complément un système de filtrage de
la première partie (23) de l'air frais mis en circulation.
11. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation de climatisation (3) comprend au moins une machine frigorifique, au
moins un évaporateur (4) de cette dernière servant à refroidir l'air frais.
12. Procédé de production d'une surpression dans une salle des machines (2) et de climatisation
d'au moins une cabine conducteur (1) d'un véhicule ferroviaire, caractérisé en ce que le procédé comprend l'opération consistant à introduire de l'air frais (21, 22) dans
la cabine conducteur (1) au moins au nombre de une, ainsi qu'en outre l'opération
consistant à transférer dans la salle des machines (2) au moins une partie (24) de
l'air frais (21, 22) introduit dans la cabine conducteur (1) au moins au nombre de
une.