[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Hausgerät mit zumindest einer Becheraufnahme,
insbesondere ein Wäschebehandlungsgerät zum Waschen und/oder Trocknen von Wäsche.
Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Waschmaschinen und Waschtrockner.
[0002] Aus der
DE 10 2007 032 759 A1 ist eine Wäschebehandlungsmaschine mit einem automatischen Dosiersystem mit mehreren
Vorratsbehältern bekannt. Hierbei können aus den Vorratsbehältern fließfähige Wäschebehandlungsmittel
in maschinell bemessenen Dosen über eine Dosierleitung einem Wäschebehandlungsprozess
zugeführt werden. Zweckmäßigerweise wird diese Dosierleitung nach dem Zuführen einer
Dosis zum Reinigen mit Wasser gespült. Somit können je nach Wäschebehandlungsprozess
die benötigten Wäschebehandlungsmittel dosiert werden.
[0003] Die aus der
DE 10 2007 032 759 A1 bekannte Wäschebehandlungsmaschine hat den Nachteil, dass die in den Vorratsbehältern
vorgesehenen Wäschebehandlungsmittel zunächst verbraucht werden müssen, bevor gegebenenfalls
ein Wechsel zu anderen Wäschebehandlungsmitteln möglich ist. Dies schränkt einen Benutzer
hinsichtlich der Anzahl unterschiedlicher Wäschebehandlungsmittel ein. Außerdem muss
stets eine ausreichende Menge jedes einzelnen Wäschebehändlungsmittels in den Vorratsbehältern
eingefüllt sein, um eine zuverlässige Dosierung zu ermöglichen. Probleme ergeben sich
auch, wenn ein selten benötigtes Wäschebehandlungsmittel eingesetzt werden soll, beispielsweise
ein Imprägniermittel.
[0004] Aus Dokument
DE 10 2007 022 098 A1 ist eine Waschmaschine mit einer in der Waschmitteleinspüleinrichtung angeordnete
Dosiereinrichtüng bekannt, bei der ein transportabler Behälter einen mehrere Dosen
umfassenden Vorrat an flüssigem bzw. gelförmigen Waschhilfsmittel aufweist.
[0005] Aus Dokument
DE 10 2009 030 290 A1 ist ein Haushaltsreinigungsgerät mit einem einzigen Wasserführungsweg für sowohl
ein Einzel- als auch ein Mengen-Ausgabesystem von Behandlungschemie während eines
Waschgangs bekannt. Eine Wasserversorgung speist das Ausgabesystem mit Wasser, wobei
ein Wasserumleiter vorgesehen ist, der die Wasserzufuhr zu den einzelnen Ausgabebechern
der Behandlungschemie steuert.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein wasserführendes Hausgerät zu schaffen, bei
dem die Bedienbarkeit verbessert ist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung,
ein wasserführendes Hausgerät anzugeben, bei dem für Einmalanwendungen in Bechern
portionierte Behandlungsmittel zum Einsatz kommen können.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein wasserführendes Hausgerät, insbesondere ein Wäschebehandlungsgerät
zum Waschen und/oder Trocknen von Wäsche, gelöst, bei dem zumindest eine Becheraufnahme,
die zum Aufnehmen eines Bechers mit zumindest einem Behandlungsmittel dient, und ein
Verteilerkopf vorgesehen sind, der zumindest eine Schneidkante aufweist, wobei der
Verteilerkopf relativ zu einem in der Becheraufnahme angeordneten Becher verstellbar
ist, um eine Wand des Bechers mit der Schneidkante des Verteilerkopfes zu durchstoßen,
und wobei der Verteilerkopf zumindest eine der Schneidkante zugeordnete Öffnung aufweist,
durch die über den Verteilerkopf zugeführtes Wasser zum Ausspülen zumindest eines
Behandlungsmittels aus dem Becher an der durchstoßenen Wand des Bechers in den Becher
führbar ist.
[0008] Durch die in den abhängigen Patentansprüchen oder nachfolgender Beschreibung aufgeführten
Maßnahmen sind bevorzugte und vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen wasserführenden
Hausgeräts möglich.
[0009] Die in die Becheraufnahme einsetzbaren Becher mit den Behandlungsmitteln sind nicht
notwendigerweise Bestandteil des wasserführenden Hausgeräts und können auch getrennt
von dem wasserführenden Hausgerät hergestellt und vertrieben werden. Hierbei kann
beispielsweise für jeden Behandlungsvorgang ein neuer Becher mit einem gewünschten
Behandlungsmittel eingesetzt werden, wobei das Behandlungsmittel bereits portioniert
ist. Hierdurch ist eine zuverlässige Dosierung möglich, die außerdem eine komfortable
Benutzung des wasserführenden Hausgeräts durch einen Benutzer ermöglicht. Hierbei
kann das wasserführende Hausgerät auch mehrere Becheraufnahmen aufweisen, die je nach
Behandlungsprogramm und den Anforderungen des Benutzers mit Bechern bestückt oder
auch freigelassen werden können. Zusätzlich kann das Wäschebehandlungsgerät auch weitere
Dosiermöglichkeiten ermöglichen, beispielsweise über ein automatisches Dosiersystem
aus einem Vorratsbehälter mit einer größeren Menge eines oder mehrerer Behandlungsmittel,
durch eine Einspülschale oder dergleichen.
[0010] Vorteilhaft ist es, dass die Schneidkante des Verteilerkopfes die Öffnung zumindest
abschnittsweise umschließt. Speziell kann die Schneidkante die Öffnung ringförmig
umschließen. Hierbei kann die Schneidkante kreis- oder ringförmig ausgestaltet sein.
Hierdurch kann die Schneidkante die Wand des Bechers so durchstoßen, dass über die
Öffnung in zuverlässiger Weise Wasser in den Becher führbar ist.
[0011] Vorteilhaft ist es auch, dass der Verteilerkopf zumindest eine weitere Schneidkante
aufweist, um die Wand des Bechers an einer weiteren Stelle zu durchstoßen, und dass
der Verteilerkopf zumindest eine weitere, der Schneidkante zugeordnete Öffnung aufweist,
durch die das über den Verteilerkopf zugeführte Wasser auch an der weiteren Stelle
in den Becher führbar ist. Hierdurch kann ein Ausspülen des Bechers weiter verbessert
werden. Speziell kann in zuverlässiger Weise ein zumindest im Wesentlichen vollständiges
Ausspülen des in dem Becher bevorrateten Behandlungsmittels erfolgen. Das Behandlungsmittel
kann hierbei als fließfähiges Behandlungsmittel in dem Becher bevorratet sein. Solch
ein fließfähiges Behandlungsmittel kann allerdings auch pulverförmige Bestandteile
aufweisen. Allerdings können auch andere Behandlungsmittel, insbesondere pulverförmige
Behandlungsmittel, aus dem Becher ausgespült werden.
[0012] In vorteilhafter Weise durchstößt der Verteilerkopf die Wand des in der Becheraufnahme
angeordneten Bechers mit seiner Schneidkante zumindest im Wesentlichen von oben. Ferner
ist es vorteilhaft, dass eine der Becheraufnahme zugeordnete Schneide vorgesehen ist
und dass der Becher durch die Verstellung des Verteilerkopfes gegen die Schneide beaufschlagbar
ist, um eine weitere Wand des Bechers mit der Schneide zu durchstoßen. Vorzugsweise
ist die Becheraufnahme hierbei so ausgestaltet, dass die Schneide unter dem von der
Becheraufnahme aufgenommenen Becher angeordnet ist, wodurch die weitere Wand des Bechers
von der Schneide von unten durchstoßen wird. Hierdurch kann von oben Wasser in den
Becher geführt werden, das unten durch die weitere durchstoßene Wand des Bechers herausläuft.
Hierdurch kann ein Ausspülen des Bechers weiter verbessert werden. Die Schneide kann
in vorteilhafter Weise als Winkelschneide ausgestaltet sein. Hierbei können auch mehrere
Schneiden, insbesondere Winkelschneiden, vorgesehen sein, um die weitere Wand des
Bechers zu durchstoßen.
[0013] Vorteilhaft ist es, dass ein Federelement vorgesehen ist und dass der Verteilerkopf
den Becher gegen das Federelement beaufschlagt, um ein Durchstoßen der weiteren Wand
des Bechers durch die Schneide zu ermöglichen. Beim Zurückstellen des Verteilerkopfes
kann das Federelement dann den Becher zumindest teilweise von der Schneide lösen.
Hierdurch wird einem Benutzer die Entnahme des verbrauchten Bechers erleichtert. Vorteilhaft
ist es, dass ein Verstellelement vorgesehen ist, das zum Verstellen des Verteilerkopfes
mit dem Verteilerkopf in Wirkverbindung steht. Hierbei kann der Verteilerkopf in vorteilhafter
Weise drehbar gelagert sein. Hierdurch kann beim Verstellen des Verteilerkopfes mittels
des Verstellelements in Bezug auf die Schneidkante des Verteilerkopfes ein Hebel ausgenutzt
werden. Speziell kann auch ein Hub des Verstellelements in einen entsprechenden Hub
des Verteilerkopfes an der Schneidkante umgesetzt werden. Als Verstellelement kann
insbesondere ein Ultraschall-Piezomotor, ein Bimetall-Schalter oder ein Verstellelement
mit thermischer Wirkungsweise zum Einsatz kommen. Bei einem Verstellelement mit thermischer
Wirkungsweise kann beispielsweise ein Wachs zum Schmelzen gebracht werden und über
eine thermische Ausdehnung einen Stößel bewegen. Allerdings sind auch andere thermische
Anregungen möglich.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren der beigefügten Zeichnung, in denen einander entsprechende Elemente
mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein wasserführendes Hausgerät in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung
und
- Fig. 2
- einen Verteilerkopf des in Fig. 1 dargestellten wasserführenden Hausgeräts in einer
räumlichen Darstellung.
[0015] Fig. 1 zeigt ein wasserführendes Hausgerät 1 in einer auszugsweisen, schematischen
Schnittdarstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Hausgerät
1 kann insbesondere als Wäschebehandlungsgerät ausgestaltet sein und zum Waschen und/oder
Trocknen von Wäsche dienen. Speziell kann das Hausgerät 1 als Waschmaschine oder Waschtrockner
ausgestaltet sein. Das Hausgerät 1 der Erfindung eignet sich in entsprechend abgewandelter
Ausführungsform allerdings auch für andere Anwendungsfälle.
[0016] Das wasserführende Hausgerät 1 weist eine Einspülschale 2 auf. Die Einspülschale
2 kann eine oder mehrere Kammern aufweisen, in die ein Benutzer Wäschebehandlungsmittel
einfüllen kann. Speziell können Kammern zum Einfüllen von pulverförmigen oder flüssigen
Wäschebehandlungsmitteln vorgesehen sein. Außerdem kann das Hausgerät 1 auch einen
Vorratsbehälter aufweisen, der zum Bevorraten einer größeren Menge eines oder mehrerer
Wäschebehandlungsmittel dient, um eine automatische Dosierung entsprechend dem jeweils
gewählten Waschprogramm zu ermöglichen.
[0017] An der Einspülschale 2 sind außerdem Becheraufnahmen 3, 4 vorgesehen, die jeweils
zum Aufnehmen eines Bechers 5, 6 dienen. Hierbei kann ein Benutzer beispielsweise
ein Wäschebehandlungsmittel erwerben, das bereits auf eine Vielzahl von Bechern aufgeteilt
ist. Hierbei kann der Benutzer unterschiedliche Wäschebehandlungsmittel, die in Becher
vorportioniert sind, erwerben. Beispielsweise können Waschmittelzusatzstoffe, Weichspüler,
Imprägniermittel, aber auch Vollwaschmittel oder Feinwaschmittel in solchen Bechern
vorportioniert sein.
[0018] In der Fig. 1 ist ein Fall dargestellt, in dem der Benutzer den Becher 5 in die Becheraufnahme
3 und den Becher 6 in die Becheraufnahme 4 eingesetzt hat. Allerdings kann auch eine
der Becheraufnahmen 3, 4 frei bleiben. Je nach Ausgestaltung des Hausgeräts 1, insbesondere
wenn weitere Möglichkeiten zum Einfüllen von Behandlungsmitteln vorgesehen sind, können
auch beide Becheraufnahmen 3, 4 für den gewählten Programmablauf frei bleiben. Hierdurch
ergibt sich eine komfortable Bedienung, bei der der Benutzer nach seinen Wünschen
Wäschebehandlungsmittel für die Programmdurchläufe zuführt.
[0019] Der Becher 5 weist eine durch einen Deckel 7, insbesondere eine dünne Metallfolie
7, gebildete Wand 7 auf. Die Becheraufnahme 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel so
ausgestaltet, dass der Becher 5 vorzugsweise mit dem Deckel 7 nach unten in die Becheraufnahme
3 eingesetzt wird. Entsprechend weist der Becher 6 einen Deckel 8 auf, der eine Wand
8 des Bechers 6 bildet. Außerdem weist der Becher 5 einen Boden 9 auf, der im eingesetzten
Zustand des Bechers 5 nach oben zeigt. Entsprechend weist der Becher 6 einen Boden
10 auf, der ebenfalls nach oben zeigt. Der Boden 9 des Bechers 5 bildet eine Wand
9 des Bechers 5. Der Boden 10 des Bechers 6 bildet eine Wand 10 des Bechers 6.
[0020] Der Becher 5 liegt zunächst mit seinem Foliendeckel 7 auf Winkelschneiden 11, 12
auf. Hierbei ist neben den Winkelschneiden 11, 12 ein bogenförmiges Federelement 13
angeordnet. Ferner weist das Hausgerät 1 einen im Bereich der Einspülschale 2 angeordneten
Verteilerkopf 15 auf. Der Verteilerkopf 15 weist Schneidkanten 16, 17, 18, 19 auf,
die ringförmig ausgestaltet sind, und jeweils eine Öffnung des Verteilerkopfes 15
umschließen. Beispielsweise können die Schneidkanten 16 bis 19 kreisförmig oder ellipsenförmig
ausgestaltet sein. Eine mögliche Anordnung der Schneidkanten 16 bis 19 ist in der
Fig. 2 gezeigt.
[0021] Der Verteilerkopf 15 ist an einem Lagerzapfen 24 drehbar gelagert. Außerdem ist ein
Verstellelement 25 vorgesehen, das einen Stößel 26 aufweist. Der Stößel 26 dient hierbei
zum Betätigen eines Endes 27 des Verteilerkopfes 15. Je nach Ausgestaltung des Verteilerkopfes
15 kann durch Betätigen des Endes 27 entsprechend des Hebelprinzips eine mehr oder
weniger große Verstellung des Verteilerkopfes 15 erreicht werden. Wenn der Stößel
26 durch Betätigen des Verstellelements 25 ausfährt, dann werden die Schneidkanten
16 bis 19 nach unten bewegt, wobei diese den Boden 9 des Bechers 5 durchstoßen.
[0022] Somit kann durch Betätigen eines Gestänges 28 für den Verteilerkopf 15 eine Verstellung
des Verteilerkopfes 15 mit seinen Schneidkanten 16 bis 19 erfolgen.
[0023] Außerdem ist ein Zuflussschlauch 30 an den Verteilerkopf 15 montiert, über den Frischwasser
in den Verteilerkopf 15 geleitet werden kann. Beim Einleiten von Frischwasser in den
Verteilerkopf 15 fließt dieses über die Öffnungen 20 bis 23 an mehreren Stellen durch
den mehrmals durchstoßenen Boden 9 des Bechers 5, so dass das Frischwasser in den
Becher gelangt.
[0024] In diesem Ausführungsbeispiel wird beim Betätigen des Verteilerkopfes 15 außerdem
auch der Deckel 7 von den Winkelschneiden 11, 12 durchstoßen. Der Verteilerkopf 15
beaufschlagt hierbei den Becher 5 entgegen der Kraft des Federelements 13, so dass
sich eine unten liegende Position des Bechers 5 ergibt, wie es hier anhand des Bechers
6 veranschaulicht ist.
[0025] Das über die Öffnungen 20 bis 23 des Verteilerkopfes 15 in den Becher 5 geleitete
Frischwasser kann daher über den durchstoßenen Deckel 7 abfließen. Die Becheraufnahme
3 weist einen Boden 31 auf. Hierbei ist die Becheraufnahme 3 zumindest im Bereich
ihres Bodens 31 gitterförmig ausgestaltet. Hierdurch kann das durch den Becher 5 geführte
Frischwasser in einen Bereich 32 der Einspülschale 2 unter der Becheraufnahme 3 gelangen.
Das durch den Becher 5 geführte Frischwasser spült hierbei das Wäschebehandlungsmittel
zumindest im Wesentlichen vollständig aus dem Becher 5 aus.
[0026] Nach dem Ende der Wasserzufuhr wird der Stößel 26 des Verstellelements 25 wieder
eingefahren, so dass der Verteilerkopf 15 angehoben und in die in der Fig. 1 dargestellte
Ausgangslage zurückgestellt wird. Das bogenförmige Federelement 13 wird hierbei entlastet,
und der Becher 5 wird in die in der Fig. 1 dargestellte Ausgangslage angehoben. Hierdurch
kann der Benutzer den Becher 5 am Ende des Waschprogramms auf komfortable Weise entnehmen.
Hierfür kann der Benutzer die beiden Becheraufnahmen 3, 4 in einer Richtung 33 zusammen
mit der Einspülschale 2 herausziehen. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Becheraufnahmen
3, 4 an einem Absatz 34 der Einspülschale 2 abgestützt.
[0027] Für die Becheraufnahme 4 kann ein weiterer Verteilerkopf 15 vorgesehen sein, der
entsprechend dem Verteilerkopf 15 ausgestaltet und gelagert ist. Möglich ist es allerdings
auch, dass der Verteilerkopf 15 auch horizontal verschiebbar gelagert ist und sowohl
für die Becheraufnahme 3 als auch für die Becheraufnahme 4 einsetzbar ist.
[0028] Fig. 2 zeigt den Verteilerkopf 15 in einer detaillierten, räumlichen Darstellung.
Ein Kopfteil 35 des Verteilerkopfes 15, an dem die Schneidkanten 16 bis 19 vorgesehen
sind, ist hierbei in einem gabelförmigen Teil 36 des Gestänges 28 gelagert. Hierbei
ist eine gewisse Beweglichkeit des Kopfteils 35 relativ zu dem gabelförmigen Teil
36 ermöglicht. Dadurch wird das Durchbrechen des Bodens 9 des Bechers 5 beim vertikalen
Absenken des Kopfteils 35 erleichtert. Das Gestänge 28 weist außerdem Lagerbohrungen
37, 38 auf, durch die sich jeweils ein oder ein einzelner, durchgehender Lagerzapfen
24 erstreckt. Hierdurch ist eine schwenkbare Lagerung des Verteilerkopfes 15 möglich.
Der Zulaufschlauch 30 ist an einer Verbindungsstelle 39 mit dem Kopfteil 35 verbunden.
[0029] Somit kann in vorteilhafter Weise eine Waschmaschine 1 mit Einrichtungen in der Einspülschale
2 zum automatischen, programmabhängigen Zugeben zweier für Einmalanwendung portionierter
Waschmittelzusatzstoffe, Weichspüler oder dergleichen geschaffen werden. Hierbei können
die beiden Becheraufnahmen 3, 4 zusätzlich zu weiteren Kammern für Pulver- und Flüssigwaschmittel
vorgesehen sein. Die Zusatzmittel können zu einem späteren Zeitpunkt des Waschprozesses
zugegeben werden. Hierbei sind die Zusatzmittel portionsweise in vorzugsweise als
Kunststoffbecher 5, 6 ausgestalteten Bechern 5, 6 mit Folienabdeckungen 7, 8 konfektioniert.
Die Zusatzmittel können einzeln und zu unterschiedlichen Zeiten ausgespült und in
einen Wäschebehandlungsbereich oder dergleichen und somit der Wäsche zugeführt werden.
Das Ausspülen der Becher 5, 6 erfolgt in vorteilhafter Weise durch zufließendes Wassers,
das die portionierten Medien verdünnt und somit rückstandslos über die Einspülschale
2 in den Behandlungsbereich einspült.
[0030] In diesem Ausführungsbeispiel sind die Becheraufnahmen 3, 4 in die Einspülschale
2 integriert. In diesem Ausführungsbeispiel stützen sich die Becheraufnahmen 3, 4
hierfür an dem Absatz 34 ab. Es sind allerdings auch andere Ausgestaltungen denkbar.
[0031] Das Zuführen von Wasser zu dem Kopfteil 35 des Verteilerkopfes 15 kann beispielsweise
über ein Magnetventil gesteuert werden.
[0032] In diesem Ausführungsbeispiel wird der Kopfteil 35 des Verteilerkopfes 15 in Gegenrichtung
zu der Bewegung des Stößels 26 des Verstellelements 25 verstellt. Durch eine andere
Lagerung und/oder eine andere Anordnung des Verstellelements 25 ist allerdings auch
eine gleichgerichtete Verstellung möglich.
[0033] Als Verstellelement 25 können ein Ultraschall-Piezomotor, ein Bimetall-Schalter oder
ein Verstellelement zum Einsatz kommen, das durch thermische Anregung beispielsweise
Wachs zum Schmelzen bringt und über die thermische Ausdehnung den Stößel 26 bewegt.
[0034] Wenn der Benutzer die Becher 5, 6 in die Becheraufnahmen 3, 4 eingelegt hat, dann
liegen diese zunächst auf den bogenförmigen Federelementen 13, 13' auf. Hierdurch
liegen die Becher 5, 6 zunächst über den Winkelschneidern 11, 12 sowie 11', 12'. Hierdurch
wird ein Beschädigen der Foliendeckel 7, 8 bereits beim Einlegen der Becher 5, 6 vermieden,
wodurch ein Benutzer gegebenenfalls noch einen Austausch der Becher 5, 6 vornehmen
kann. Zum gegebenen Zeitpunkt im Programmablauf wird der Verteilerkopf 15 betätigt.
Hierbei wird sowohl die Wand 7 als auch die Wand 9 des Bechers 5 durchstoßen. Entsprechend
kann sowohl die Wand 8 als auch die Wand 10 des Bechers 6 durchstoßen werden. Erst
dann läuft das Behandlungsmittel aus den Bechern 5, 6 in die Einspülschale 2, wobei
ein Ausspülen durch das zugeführte Frischwasser erfolgt. Der Verteilerkopf 15 bewegt
sich hierbei vertikal nach unten, bis er etwa flächig auf den Boden 9 des Bechers
5 drückt. Dann wird er weiter nach unten bewegt, bis die Endlage erreicht wird, wobei
die Betätigung entgegen der Federkraft des bogenförmigen Federelements 13 erfolgt.
[0035] In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Schneidkanten 16 bis 19 in Form
von Ringschneiden 16 bis 19 ausgestaltet. Es sind allerdings auch andere Ausgestaltungen
möglich.
[0036] In der in der Fig. 1 dargestellten Ausgangslage wird der Verteilerkopf 15 mit den
Schneidkanten 16 bis 19 vorzugsweise in einen Bereich 40 verstellt, der durch eine
unterseitige Wand oder dergleichen derart abgedeckt ist, dass der Benutzer beim Reinigen
der Einspülschale 2 nicht an den Schneidkanten 16 bis 19 hängenbleibt. Hierdurch wird
eine Beschädigung des Verteilerkopfes 15 verhindert. Außerdem wird verhindert, dass
sich der Benutzer beim Reinigen verletzt.
[0037] Um die beiden Becher 5, 6, die in den beiden Becheraufnahmen 3, 4 angeordnet sind,
von dem Verteilerkopf 15 anzusteuern, ist es auch denkbar, dass eine Verstellvorrichtung
für die Becheraufnahmen 3, 4 vorgesehen ist. Beispielsweise kann über eine Nockenscheibe
oder dergleichen bei jedem Hub des Verteilerkopfes 15 die jeweils andere Becheraufnahme
3, 4 bewegt werden.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Wasserführendes Hausgerät
- 2
- Einspülschale
- 3, 4
- Becheraufnahme
- 5, 6
- Becher
- 7, 8
- Deckel
- 9, 10
- Boden
- 11, 12
- Winkelschneiden
- 13
- bogenförmiges Federelement
- 15
- Verteilerkopf
- 16 - 19
- Schneidkanten
- 20 - 23
- Öffnung
- 24
- Lagerzapfen
- 25
- Verstellelement
- 26
- Stößel
- 27
- Ende
- 28
- Gestänge
- 30
- Zuflussschlauch
- 31
- Boden
- 32
- Bereich
- 33
- Richtung
- 34
- Absatz
- 35
- Kopfteil
- 36
- gabelförmiger Teil
- 37, 38
- Lagerbohrungen
- 39
- Verbindungsstelle
- 40
- Bereich
1. Wasserführendes Hausgerät (1), insbesondere Wäschebehandlungsgerät (1) zum Waschen
und/oder Trocknen von Wäsche, mit zumindest einer Becheraufnahme (3), die zum Aufnehmen
eines Bechers (5) mit zumindest einem Behandlungsmittel dient, und einem Verteilerkopf
(15), dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (15) zumindest eine Schneidkante (16 bis 19) aufweist, wobei der
Verteilerkopf (15) relativ zu einem in der Becheraufnahme (3) angeordneten Becher
(5) verstellbar ist, um eine Wand (9) des Bechers (5) mit der Schneidkante (16 bis
19) des Verteilerkopfes (15) zu durchstoßen, und wobei der Verteilerkopf (15) zumindest
eine der Schneidkante (16 bis 19) zugeordnete Öffnung (20 bis 23) aufweist, durch
die über den Verteilerkopf (15) zugeführtes Wasser zum Ausspülen zumindest eines Behandlungsmittels
aus dem Becher (5) an der durchstoßenen Wand (9) des Bechers (5) in den Becher (5)
führbar ist.
2. Wasserführendes Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante (16 bis 19) des Verteilerkopfes (15) die Öffnung (20 bis 23) zumindest
abschnittsweise umschließt.
3. Wasserführendes Hausgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (15) zumindest eine weitere Schneidkante (16 bis 19) aufweist,
um die Wand (9) des Bechers (5) an einer weiteren Stelle zu durchstoßen, und dass
der Verteilerkopf (15) zumindest eine weitere, der Schneidkante (16 bis 19) zugeordnete
Öffnung (20 bis 23) aufweist, durch die das über den Verteilerkopf (15) zugeführte
Wasser auch an der weiteren Stelle in den Becher (5) führbar ist.
4. Wasserführendes Hausgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (15) die Wand (9) des in der Becheraufnahme (3) angeordneten Bechers
(5) zumindest im Wesentlichen von oben mit der Schneidkante (16 bis 19) durchstößt.
5. Wasserführendes Hausgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Becheraufnahme (3) zugeordnete Schneide (11, 12) vorgesehen ist
und dass der Becher (5) durch die Verstellung des Verteilerkopfes (15) gegen die Schneide
(11, 12) beaufschlagbar ist, um eine weitere Wand (7) des Bechers (5) mit der Schneide
(11, 12) zu durchstoßen.
6. Wasserführendes Hausgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Becheraufnahme (3) so ausgestaltet ist, dass die Schneide (11, 12) unter dem
von der Becheraufnahme (3) aufgenommenen Becher (5) angeordnet ist und/oder dass die
Schneide (11, 12) als Winkelschneide (11, 12) ausgestaltet ist.
7. Wasserführendes Hausgerät nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement (13) vorgesehen ist und dass der Verteilerkopf (15) den Becher (5)
zumindest abschnittsweise gegen das Federelement (13) beaufschlagt, um ein Durchstoßen
der weiteren Wand (7) des Bechers (5) durch die Schneide (11, 12) zu ermöglichen.
8. Wasserführendes Hausgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (15) drehbar gelagert ist.
9. Wasserführendes Hausgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstellelement (25) vorgesehen ist, das zum Verstellen des Verteilerkopfes (15)
zumindest mittelbar mit dem Verteilerkopf (15) in Wirkverbindung steht.
10. Wasserführendes Hausgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (25) als Ultraschall-Piezomotor (25) oder als Bimetall-Schalter
(25) oder als Verstellelement (25) mit thermischer Wirkungsweise ausgestaltet ist.
1. Water-conducting domestic appliance (1), especially laundry treatment appliance (1)
for washing and/or drying laundry, having at least one pod receptacle (3), which is
used to receive a pod (5) having at least one treatment means, and a distributor head
(15), characterised in that the distributor head (15) has at least one cutting edge (16 to 19), wherein the distributor
head (15) can be adjusted relative to a pod (5) arranged in the pod receptacle (3)
in order to pierce through a wall (9) of the pod (5) with the cutting edge (16 to
19) of the distributor head (15), and wherein the distributor head (15) has at least
one opening (20 to 23) assigned to the cutting edge (16 to 19), through which water
supplied via the distributor head (15) can be conducted into the pod (5) in order
to rinse out at least one treatment means from the pod (5) at the pierced-through
wall (9) of the pod (5).
2. Water-conducting domestic appliance according to claim 1, characterised in that the cutting edge (16 to 19) of the distributor head (15) encloses the opening (20
to 23) at least in sections.
3. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the distributor head (15) has at least one further cutting edge (16 to 19) in order
to pierce through the wall (9) of the pod (5) at a further point, and the distributor
head (15) has at least one further opening (20 to 23) assigned to the cutting edge
(16 to 19), through which the water supplied via the distributor head (15) can also
be conducted into the pod (5) at the further point.
4. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the distributor head (15) pierces through the wall (9) of the pod (5) arranged in
the pod receptacle (3) at least essentially from above with the cutting edge (16 to
19).
5. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that at least one edge (11, 12) assigned to the pod receptacle (3) is provided and the
pod (5) can be applied to the edge (11, 12) by the adjustment of the distributor head
(15) in order to pierce through a further wall (7) of the pod (5) with the edge (11,
12).
6. Water-conducting domestic appliance according to claim 5, characterised in that the pod receptacle (3) is embodied such that the edge (11, 12) is arranged below
the pod (5) received by the pod receptacle (3) and/or the edge (11, 12) is embodied
as an angular edge (11, 12).
7. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 5 and 6, characterised in that a spring element (13) is provided and the distributor head (15) applies the pod (5)
to the spring element (13) at least in sections in order to enable a piercing through
of the further wall (7) of the pod (5) by means of the edge (11, 12).
8. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the distributor head (15) is rotatably mounted.
9. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that an adjustment element (25) is provided which has an active connection with the distributor
head (15) at least indirectly in order to adjust the distributor head (15).
10. Water-conducting domestic appliance according to claim 9, characterised in that the adjustment element (25) is embodied as an ultrasonic piezo motor (25) or as a
bimetallic switch (25) or as an adjustment element (25) with a thermal mode of operation.
1. Appareil ménager à circulation d'eau (1), en particulier appareil de traitement du
linge (1) pour le lavage et/ou le séchage de linge, avec au moins un logement de godet
(3) servant à recevoir un godet (5) avec au moins un agent de traitement, et une tête
de répartition (15), caractérisé en ce que la tête de répartition (15) présente au moins un bord de coupe (16 à 19), dans lequel
la tête de répartition (15) peut être déplacée relativement à un godet (5) situé dans
le logement de godet (3), afin de transpercer une paroi (9) du godet (5) avec le bord
de coupe (16 à 19) de la tête de répartition (15), et dans lequel la tête de répartition
(15) présente au moins un orifice (20 à 23) associé à un des bords de coupe (16 à
19), à travers lequel de l'eau amenée à travers la tête de répartition (15) peut être
menée dans le godet (5) pour rincer au moins un agent de traitement du godet (5) sur
la paroi transpercée (9) du godet (5).
2. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bord de coupe (16 à 19) de la tête de répartition (15) entoure au moins par sections
l'orifice (20 à 23).
3. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de répartition (15) présente au moins un bord de coupe supplémentaire (16
à 19) afin de transpercer la paroi (9) du godet (5) en un endroit supplémentaire,
et en ce que la tête de répartition (15) présente au moins un orifice supplémentaire (20 à 23)
associé au bord de coupe (16 à 19) via lequel l'eau amenée à travers la tête de répartition
(15) peut également être menée à l'endroit supplémentaire dans le godet (5).
4. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de répartition (15) transperce la paroi (9) du godet (5) disposé dans le
logement de godet (3) au moins essentiellement par le dessus avec le bord de coupe
(16 à 19).
5. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un tranchant (11, 12) dirigé vers le logement de godet (3) est prévu et en ce que le godet (5) peut être pressé contre le tranchant (11, 12) via le déplacement de
la tête de répartition (15), afin de transpercer une paroi supplémentaire (7) du godet
(5) avec le tranchant (11, 12).
6. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 5, caractérisé en ce que le logement de godet (3) est exécuté de telle manière que le tranchant (11, 12) est
disposé sous le godet (5) logé dans le logement de godet (3) et/ou en ce que le tranchant (11, 12) est exécuté sous forme de tranchant à angle (11, 12).
7. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications 5 et 6, caractérisé en ce qu'un élément à ressort (13) est prévu et en ce que la tête de répartition (15) presse au moins par sections le godet (5) contre l'élément
à ressort (13) afin de permettre un transpercement de la paroi supplémentaire (7)
du godet (5) par le tranchant (11,12).
8. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de répartition (15) est logée en rotation.
9. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de déplacement (25) est prévu, lequel se trouve au moins de manière indirecte
en liaison fonctionnelle avec la tête de répartition (15) pour le déplacement de la
tête de répartition (15).
10. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de déplacement (25) est exécuté sous forme de moteur piézoélectrique à
ultrasons (25) ou d'interrupteur thermique bimétallique (25) ou d'élément de déplacement
(25) avec mode de fonctionnement thermique.